Karlsruher Zeitung. Nr. 290. Samötag, den 19. Oktober 1833 Baden. Fkeiburg, 16. Okt. Die königl. schwedische Akademie der KriegSwiffenschaften hat den verdienstvollen Geographen, Hrn. ll--. Wort, den Bearbeiter deö berühmten Herder'schen Atlasses, zu ihrem auswärtigen Mitglieve ernannt, und die Zusendung des Diploms mit der ehrenvollsten Anerkennung seiner Verdienste um die geographischen Wissenschaften begleitet. (Frb. Ztg.) B a i e r n. München, 12. Okt- Ganz sicherem Vernehmen nach ist der Auftrag der k. griechischen Regentschaft hier eingetroffen, daß die Werbung des griechischen Militärs unausgesetzt fort gehen soll, und zwar in der Art, daß noch gegen 1400 Mann Infanterie angenommen werden. Die Stärke der einzelnen Kompagnien, die bisher 105 Mann betrug, soll auf 150 Mann erhöht werden. Die Anzahl der Offiziere wird daher unfehlbar auch vermehrt werden müssen. — Von den abgeganzenen Truppen laufen fortwährend die befriedigendsten Nachrichten ein. Die erste Abtheilung muß sich bereits am 7. Okt. eingeschifft haben. Eine Nachricht, die Vielen angenehm seyn wird, kann ich Ihnen verbürgen, daß nämlich die Landung aller Truppen in Griechenland künftig nicht mehr in Nauplia, sondern in Navarin bewerkstelligt werden wird. Die Seefahrt wird dadurch nicht allein bedeutend abgekürzt, sondern eS wird auch die beschwerliche und gefährliche Um- seglunz deö Kap Matapan vermieden. Zugleich ist zu hoffen, daß man in Navarin gute Kasernen vorfinden wird, da diese Stadt erst vor Kurzem durch die Franzosen geräumt wurde. (N. K.) Königreich Sachsen. AuS Leipzig vom Okt. Die Messe geht zu Ende, und man kann wohl sagen, daß sie wenig Erwartungen ganz unerfüllt gelassen haben dürfte. Ungewöhnlich früh harten sich viele Fremde aus dem Osten und Westen eingefunden, und nordische Einkäufer kamen noch späterhin nach, da sie, wie man hier sagte, wegen der Reise des Kaisers von Rußland nicht eher, als nach dessen Heimkehr, Pässe hatten erhalten können. Seidenwaaren wurden so rasch aufgekauft, daß schon mit dem Beginne der Messe Aller aufgeräumt war, und eben so guten Absatz hatten Elber- felder Fabrikate, sowicfächsischeKottonaden RoheWclle war fortwährend in hohem Preise, und Tücher wurden dagegen zwar gleichfalls höher nvtirt, jedoch nicht im Der- hältniß zum Produkte bezahlt, und würden noch mehr gedrückt worden seyn, wenn nicht viele süddeutsche Einkäufer wegen des nahen Zollverbandes sich reichlich versorgt hätten, um bis zum freigewordenen Verkehr ihre Vorräthe hier lagern zu lassen und dann mauihfrei sie einführen zu können. Eohllede^ gewannen eins kleine Preiserhöhung, Schaflever gierigen hinauf, und auch die übrigen Gattungen von Oberleder zogen an, was Folge der hohen Preise von Juchten und Sohlenleder seyn mochte. Rauchwaaren wurden minder begehrt, dasselbe galt von den Leinwänden Glas-, Eisen- undGalanteriewaaren hatten, wie gewähr» lich, nur mäßige Nachfrage , mehr wurde in Fevern, Borsten und Kolonialwaaren gethan. Schöne Pferde waren da, aber fanden wenig Nachfrage. Den Kleinhandel be- lebte das vom 25. Sept. an eingetretene vortreffliche Herbstwetter. Von Schaulustbarkeitc» war vielerlei, aber wenig Ausgezeichnetes. — Unsere Buchdruckereien sind ausserordentlich beschäftigt. Die von Z. A. Brockhaus bat jetzt drei Schnell- und 28 gewöhnliche Pressen. Zum Theil ist diese Lebhaftigkeit Folge des Pfennig-, Heller- und Sonntagsmagazins, zu denen jetzt noch eine Pfennigencyklo- pädie mit Bildern kommt. DaS Pfennigmagazin geht jetzt in 30,000 Exemplaren, und hat bei Breilkopf und Härtel allein acht Pressen in Beschlag genommen. (Schw. Merk.) Oesterreich. Wien, 9. Okt. Briefe aus Böhmen können die innige Harmonie nicht lebhaft genug schildern, welche zwischen den beiden Kaisern während deö Aufenthalts in Mün- chengrätz herrschte, und sich sogar ihrer Suite mittheilte. D>e Zusammenkünfte zu Theresienstadt, Schwedt und Münchengrätz, bei welchen die Beherrscher von 100 Millionen Seelen das Wohl ihrer Völker beriechen, haben etwas Feierliches und zugleich Beruhigendes, weil mansich mindestens von zwei derselben überzeugt halten darf, daß sie das Schwert höchst ungern ziehen würden. Die in Münchengrätz vcrtheilkcn Geschenke waren wirklich kaiserlich. Der bisherige Inhaber des jetzigen Husarenregrmmts Ka>- ser Nikolaus, erhielt von seinem neuen Chef eine jährliche Rente von 4000 dcrOberst eine solche von 2000 fl., jeder Wachtmeister 3 jeder Korporal 2 jeder gemeine Husar einen Dukaten als Gratifikation. Das Offizierkorps wurde durch Ordensverleihungen ausgezeichnet. Auch die Begleitung des Kaisers von Oesterreich erhielt russische Orden, eben so die Begleitung des russischen Kaisers ösirrerchifche. (N. K.) Wien, 12. Okt. Gestern ist der Fürst Siaatskanzler vonMetternich von hiernach Linz abgereist, wo II. MM. der Kaiser und die Kaiserin, so wie Se. Maj. der König 2500 von Barem gestern emgcttoffen seyn dürften. Man behauptet, daß Ihre Maj. die Kaiserin vielleicht bei Ihrem in Tegernsee versammelten Hoden Vcrwandicnkreise einen Besuch abstattcn werde. — AuS Konstantinopel ist heute die gewöhnliche Post hier eingctroffen, die Briefe sind aber noch nicht auSgelheilt. Vorläufig erfährt man, daß die Ruhe in dieser Hauptstadt nicht ferner gestört worden ist, und die Brandlegungen aufgehött haben. Der Vizekönig von Aegypten soll, nachdem er Suva alS den passendsten Ort zu Anlegung eines großartigen Arsenals bezeichnet und alle Verfügungen zu dessen schleunigem Bau getroffen hatte, die Insel Candien verlassen und die Rückfahrt nach Aegypten angetreten haben. Man erzählte sich, daß der Sultan mit dieser Anordnung Mehemev Ali'S unzufrieden sey, und daß auch die griechische Regierung, welche dieselbe ebenfalls ungern sehe, im Begriff sey dagegen beider Pforte Schritte zu thun. Der Handel schien zu gewinnen und der Kurs des türkischen Geldes hatte sich wieder um 1 Prozent gebessert. — Unsere heutige Börse war in Folge der Nachricht von dem steigenden Uebelbefinden dcS Königs von Spanien sehr bewegt, und die Kurse fielen um etwas mehr alS 1 Proz, (A. Z.) Frankreich. ^ Paris, 15. Okt. Heute hoben sich die Fonds etwas, und zwar aus dem einzigen Grunde, weil man nach den bisherigen Maaßregeln der Regierung die Hoffnung schöpfte, dos Kabinct würde wohl einen Vorwand finden, um nicht mit den Waffen in Spanien einzuschreiten. — Die meisten Blatter sind jetzt mit der gelungenen Unternehmung gegen Bugia beschäftigt, wohin noch Verstärkungen aus Toulon abgehen. Zu einer andern Zeit hätte jeder Schlag, den die BarbareSken von einer europäischen Macht erlitten, allgemeine Tdeilnahme und Freude erregt, jetzt ist dafür eine Gleichgültigkeit eingetrcten, weil man die nordafrikanischen kleinen Staaten für unbedeu end hält, und weil die europäische Welt seit 3 Jahren viel mehr alS früher auf ihr inneres Leben zurück gewiesen ist. Die Auswanderungen haben die Europäer seitdem onhalteuder beschäftigt, und doch wird jetzt auch diesem Gegenstand weniger Aufmerksamkeit geschenkt, obgleich er in dem Kreise des Volkes noch sehr im Zuge ist. Man Meldet aus Havre, daß die AuSwandcrungslust, trotz so vieler Unglücksfälle, einen neuen Schwung erhalten bat, und so sehr gestiegen ist, daß dir ankommenden Auswanderer in Havre nicht Schiffe genug antreffen, um sie nach Amerika zu führen. Die amerikanischen Paketbvote, die doch so schnell auf einander abgehen, reichen nichrhin, um alle die Abreisenden aufzunedmen. Diese Auswanderer scheinen aber fast alle begüterte Leute zu seyn, sie sind wohl mit allem Nöthigen versehen, leiden keinen Mangel, und machen darnach ihre Ueberfabrtskontrakte. Paris, 15. Okt. Baron Mortier ist zum Gesandten bei Donna Maria in Lissabon, und Hr. v. Lurve zu seinem LegationSsekretär ernannt. (Moniteur.) — Der Fürst Fel x von Schwarzenberg ist von den drei nordischen Mächten nach dem Haag geschickt, um den König zu bewegen, die luxemburgische Frage ohne Verzug an den Bundestag, und die Streitpunkte mit Belgien so bald wie möglich ins Reine zu bringen. (Debats.) — Gestern ist von hier ein Kurier nach Madrid abgezan- gcn, welcher die Depeschen überbringt, wodurch Hr. v. Rayneval alS Gesandter bei der Königin ernannt ist. (DebatS.) — Eine Zeitung von Bordeaux vom 12. behauptet» der Postwagen von Madrid sey i'n Bayonne nicht angekommen, und der Kommandant eines festen Platzes habe sich mit der ganzen Garnison für Don Carlos erklärt. — Es ist nun die Ordnung im Druck erschienen, wonach die Ausstellung der Werke lebender Künstler im Louvre statt finden soll. — DaS Charivari gibt folgende Ueberstcht der fliegenden Blätter und Broschüren, welche bei Gelegenheit deS öffentlichen Erscheinens deS Hrn. Rvdde auf dem Börsenplatz aukgerufen und verkauft wurden. Nämlich von der Ztg. Populaire wurden verkauft 22,000 Exemplare einzelner Nummern: vom Bon Sens 18,000; vom Manifest deS Hrn. Cormenin 21,000; vom Unheil des königl. Ge» richtShofes 25,000; vom Prozeß der Tribüne 3000; vom Prozeß des Hrn. Destigey 2000; vom republikanischen Liederbuch 4000; vom Prozeß deS Propagateur 800; von der Instruktion der »Volksfreunde" 6000. Zusammen 101,800 Exemplare. — Man behauptet, der General Namorino solle sich nach dem Piemontcsischen begeben. — Die Gazette de France spricht von einem Kreisschrei- ben, das der Minister des Innern an die Präfekten der Gränzdepartcmente erlassen haben soll, worin er ihnen gewisse Maaßregeln vorschreibe, die sie wegen Zulassung der Fremden, die in Frankreich eine Zuflucht suchen, zu beobachten hätten, und die hauptsächlich die Zurückweisung der Polen von dem französischen Gebiete ancmpfeh- len, und sie dagegen autorisiren die Deutschen allein zuzu- laffen, indem diese gerechte Gründe zu Klagen gegen ihre Regierungen batten. Der Minister des Innern hat kein solches Kreisschreiden erlassen. Die Zulassung der Fremden geschieht wie bisher, und eS ist ihrerwegen keine neue Maaßregel vorgeschrieben worden. (Ztg. d. O. u. N.RH.) — Man berichtet auS Clermont (Puy de-Dome): Am 9. Okt. um ein Viertel nach 1 Uhr Nachmittags, wurde in der Gegend von Iffoire und Champcix ein Erdbeben verspürt, das 3 Sekunden währte, und in gewissen Gegenden eine doppelte Erschütterung hervorbrachte. In dem Thale von Neschers schien es in der Richtung von dem Flüßchen Couse zu gehen; Leute aber, die sich ausserhalb des Thales befanden, sind der Meinung, das Erdbeben sey in der Richtung von Süden nach Norden gcaangen. Der Stoß war so heftig, daß die Einwohnervon Iffoire deKon« des, von Neschers, Champcix und Montaigut le Blanc in großen Schrecken versetzt wurden. DaS dumpfe Getöse, das wir hörten, glich einem fernen Donner. Der Thermometer zeigte 15 Grad, der Horizont war bedeckt, besonders auf der Mittagseite von Neschers, und schien mitRc- 2501 -m oder Gewitter zu drohen. Es schien, als ob die Erd- rrschütterung beide »erjagt hatte. Großbritannien. London, IS. Skt. Der Heratd meldet, daß die englische Regierung eSnöthig gefunden, ihre Station in Gibraltar während des Bürgerkrieges in Spanien bedeutend zu verstärken. Holland. Haag, 14. Oktober. Aus der Provinz Zeeland wird gemeldet, daß mehrere Antwerpen» Kaufleute den Entschluß gefaßt haben, ihre Etablissements nach Holland zu verlegen. Belgien. Brüssel, 14. Okt. Der französ. General St. Cyr- Nugurs, Chef deö Generalstabs der Nordarmee, ist vorgestern hier angckommen. Seine Mission bezieht sich auf die Reise des Königs Leopold nach Paris, die von neuem bis zum Sg. d. ousgesctzt ist, wenn bis dahm kein Ereig- niß eintrjit, das nochmals diesen Plan abändert. — Das Hauptquartier der ersten Division unsrer Armee ist seit vorgestern von Löwen nach Diest verlegt worden. — Hr. Nothomb, welcher einen Urlaub von SO Tagen erhalten hat, ist am IS. nach dem Luxemburgischen abgereiset. Limburg, IS. Okt. Seit einigen Tagen haben wir hier beständig Durchzüge von Truppen verschiedener Waffengattungen, welche einen großen Umfang aller Punkte unterer Linie besetz?» werden, die, wie man dehauplet, der holländische General, Herzog von Sachsen-Weimar (L), passiren will, um die Garnison von Macstricht abzulösen. Spanien. Am 14. Okt. traf ein Kurier zu Paris ein, der am 8. Madrid verkästen hatte. Die Regierung der Königin befestigt sich, in Madrid und den umgebenden Provinzen gab eS keine Aeusterung eines ernsthaften Widerstandes. Die Ereignisse ist BiScaya haben noch keine Wirkung verbreitet. Die gemäßigten Männer in der Regierung, vorzüglich las AmarillaS und Santa Cruz, flößen viel Zutrauen ein. Don Carlos hat am 4. das spanische Gebiet betreten, man nennt aber den Ort nicht. Bourmont, La- rochejaquelin und Andere halten ihre Quarantäne in einer kleinen Stadt in Estr.madura. Die Königin hat Befehl gegeben, sie nach derselben in Ladix oder Malaga einzuschiffen. Der Kurier fand die Straße nach Madrid frei. (Debats.) — Die Revue cspagnole meldet die gänzliche Unterdrückung des versuchten Aufstandes in Talavera de la reina; die Ausurgenten hatten keinen Anklang gefunden, wollten sich nach Estremadura flüchten, und wurden größtentheils gefangen. — Ein Brief auö Bayonne vom 10. im Nalinal enthalt Folgendes: Castanon hat kaum noch 400 Mann. Air Bilbao sind 20,000 Freiwillige versammelt, und die Basken sind entschlossen, sich aufs Aeufferste zu verchcidigen. Sie haben diesen Entschluß nach Madrid gemeldet. Bei 300 des Liberalismus Verdächtige sind eingesperrt, und man fordert für ihr Leben hohes Löftgeld. Das Kloster S. Francisco wird befestigt. Der Postwoaen von Madrid nach Bayonne ist zwischen SaiinaS und Mondrazon an- gebauten, und alle Paffagiere in die Gebirge abgeführt worden. Schweiz: Bern, 15. Okt. Von den sich auf mehrere Tausend belaufenden Stimmberechtigten der hiesigen Urversammlun- gen haben nur Zweihundertachtundachtzig Stimmzettel abgeholt (und diese sollen nun die so, 000 Einwohner der Stadt Be«, repräsenürcn?) Türkei: Konffantinopel, S5. Sept. Der Sultan ist ast, IS. d. M. von seiner Excursion nach Nikomcdien und Zcmlick zur Besichtigung des dortigen Arsenals, in die Hauptstadt zurückgekehrt. Während der Abwesenheit deS Sultans hatten sich die lächerlichsten Gerüchte verbreitet. Unter andern wollte man selbige einer im diesjährigen türkischen Kalender verkommenden astrologischen Prophezei- hung zuschreiben, nach welcher sich am 27. Rebiül-Achir (13. Sept.) in Konstantinopel ein großes Unglück ereignen sollte. Diese Vorhersagung hatte einem Theile der Einwohner der Hauptstadt einen solchen Schrecken eingejagt, daß mele daran gedacht hatten, ihre HabscWeiten in Sicherheit zu bringen! D-e strengen Maaßrcgeln der Regierung und der Auffindung eines großen Tdeils der Brandstifter sowohl, als der von Sr. Hoheit aus seinem Privatsch-tzezu Gunsten der Nothleidenden gemachten be-> trachlllchen Spenden, verdankt dieser Hauptstadt die Ruhe, welche seit 14 Tagen eingetreten, und durch keine neuen Versuche Feuer anzulegen gestört worden ist. —Die neuesten Berichte aus Trapezunt sprechen von Unruhen, welche in der Provinz Masch in Kleinasien statt gefunden haben. Der abgesetzie Statthalier dieser Provinz, Emin-Pascha, weigerte sich nämlich, sich dem Willen Sr. Hoheit zu unterwerfen, und sammelte ein bedeutendes Korps, um sich dem heranziehenden neuen Statthalter, Ibrahim Pascha, zu widerseyen; doch fader sich bald gezwungen die Flucht zu ergreifen, wodurch die Ruhe iu dieser Provinz wieder herzestellt worden ist. (A. Z.) S t a a t S p a p i e r e: Wien, den iS.Oklober. 4prvzent.Metalliques82"/^x Bankaktien 1191. Pariser Börse vom 15. Okt. 5prozent. konsol. 100 Fr: 90 Ct. 3proz. konsol. 71 Fr. 80 Ct. 2502 Cours der Staatspapiere,'n Frankfurt. ^en 17. Oktober. Schluß ! Uhr. >p§t.>PapieriTeld 130'/. Preuffen Holland Neapel Spanien Parma Polen Rußland Frankfurt 49 '/. Partial, b. Rothsch. Compt fl. 100 Loose Comp. Metallig. Oblig. Comp, ditto ditto Comp. Oesterreich ^Oblig. bei Bethmann ditto ditto Stadtbanko-Obligationen Domestikalobligationen Staatsschuldscheine Oblg. b Rothschild in Frft. do do b Lst. a fl. I Prämienscheine »Obligationen Maiern j Lotterieanlehen ä 500 fl-l^ ^ Nassau Obligationen bei Rothschili ! Integrale 'Neue in Certifikate Certifikate bei Falconet (Rte. perpet. bei Will. 1 ditto Certifikate bei Rothschild Lotkericloose Rthlr. Cert. bei Grunelius et Comp. Obligationen Nach dem Schluffe der Börse (1/Uhr) 5proz Metalliq. 01°/.. 4proz. Metall. 81'/... Bankaktien 1307. Integrale 457is- 5proz. Holland. 87' „ Geld. .4 197 2'/. 497, 1 21 4 81'/. 4/. 85'/. 53'. 2'4 2'/- — 4 96'/. 5 06'/, 4 90/. 4 100 14 — 4 103 83/, 4 99'). 61'/, 4 99'/. 2'/. — 5 5 81 — 3 — 5 587» 6 — 4 102'/, I 45 /^ 87 /. 52'/. 33'<. R-digirt unter Verantwortlickkei't von PH. Macklot. (Eingesandt.) Hr. Peter Pixis, als Kompoflteur und Pianist rühm- lichst bekannt, ist seit einigen Tagen mit seiner Pflegetochter und Schülerin Francilla Pixis, einer gebomen Ladnerin, hier angekommen, und wird künftigen Montag im hiesigen Hofiheater ein Konzert geben, wobei wir von seinen verschiedenen neuen Kompositionen zu hören Gelegenheit haben werden. Demoiselle Francilla PixiS, welche erst vor 2 Jahren unter Hrn. PixiS Leitung ihre Studien begonnen, hat dieses Frühjahr in London in der Mitte der größten Künstler Europa's: Pasta, Malibran, Linti, Rubini, Paganinnc., ihre öffentliche Kunstbahn angetreten. Die Morning-Post (13. Mai 1833) sagte von dieser hoff, nungsvollen jungen Künstlerin: »M. PixiS hatte die Ehre, »aus einen Befehl Ihrer Majestät der Königin Freitag »Abends in einer musikalischen Gesellschaftim St. JameS- »palast den Reichthum ihres Talents, die Schönheit ihrer »Stimme und die Geläufigkeit ihrer Kehle zu entfalten.' »Dem. Pixis sang mehrere deutsche und italienische Arien, »Schweizer und Tirolkrlieder mtt unvergleichlicher Lieblichkeit und Anmuth, wahrem Charakter und Ausdruck, und »scheint bestimmt zu seyn, für die Folge eine der ersten »Zierden der Schaubühne zu werden." ES gereicht uns daher zum besondern Vergnügen, den Freunden der Tonkunst von dieser gewiß genußreichen Abendunterhaltung vorläufig Nachricht geben zu können. Abfertigung. Daren, tm September 183S. Die Badezeit ist vorüber, und mit den Genesenden sind auch die Gesunden auS unserm amnuthigen Thale geschieden, bis auf eine zwar nicht unbedeutende, aber vcr- hältnißmäßig geringe Zahl von Herdstgästen, die — noch verweilend oder erst angelangt — vom Wetter mehr begünstigt werden, alS die Besucher des Bades im vorigen ! Monat. Beiden regnerischen Abenden des Augusts cm- Ij pfänden die zahlreich versammelten Fremden noch lebhafter, als je, die Wohlthat des eleganten und großartigen Etablissements, das in einem Gebäude Restauration, Kaffeehaus, Spielsaal und Gesellschaftslokal vereinigt, und wo jeder, dessen nothwmdigste Beschäftigung darin bestehen mußte, sich zu zerstreuen, Gelegenheit fand, vom Frühstück an bis zum abendlichen Tanz Gesellschaft zu finden, und auch unter demselben Dach mehrere Stunden i der Lektüre zu widmen. Um so auffallender mußte cs seyn, l a!S plötzlich einige Leute, die sich mit Eis den Magen ver- ^ dorben hatten, ein großes Geschrei erhoben, und ein Gerücht verbreiteten, dessen rasches Umsichgreifen lebhaft an die Sagen von Brunnenverziskungen erinnert, durch welche in altern und neuern Zeiten ver Pöbel erschreckt und aufgeregt wurde. Dies Gerücht benutzte ein Anonymus, um j in der Karlsruher Zeitung eine boshafte Warnung gegen ! die Restauraion des Lonversationshaufeö bekannt zu ma- l chen, ohne zu bedenken, daß selbst im schlimmsten Fall, wenn nämlich bei Bereitung oder Aufbewahrung des Eises wirklich einmal ein Versehen vorgefallen wäre, dies durchaus keinen zureichenden Grund böte, die ganze Anstalt zu verdächtigen und den ehrenwerthen Unternehmer zu besckimpfen. Zu dem grämlichen Anonymus der Karlsruher Zeitung gesellte sich bald, des Anlasses froh, ein namenloser, boshafter Schreiber, den, wenn er auch just kein Vogel ist, doch alle Welt anderFeder kennt. Dieser ließ es sich angelegen seyn, in der Neckarzeitung mit schlechtverhehlter Gehässigkeit loszufahren, denn ein ruhiger Beobachter würde nie etwas Auffallendes darin gefunden haben, daß unter zweihundert Personen, die bei höchst ungünstiger Witterung Gefrornes verzehrten, ungefähr 15 — 20 erkrankten. Bei dieser Gelegenheit schlägt der Verfasser, wenn auch ziemlich leise, den Ton einer bis zum Ueber- druß wiederholten Melodie an, und eS ist ein Wunder daß er nicht geradezu der Bank den, in diesem Sommer 2503 wirklich bedauerlichen Zustand des Theaters Schuld gibt, für den weder die Behörden noch auch der Direktor selbst konnten. ES war blos ein Unglück, daß Hr. Eisenhut, der vorher schon zweimal als Thearerunternehmer mit großem Beifall hier aufgetreten war, diesmal nur eine veraltete Prima Donna und einen Tenor, der just den Winter vorher alö Ldorist zu London sein letztes Restchen Stimme durch die Gurgel gejagt batte, mitbringen konnte. Dabei stellt der erwähnte Verfasser die lächerliche Behauptung auf, daß mehrere Säle deö Conversationshauses dem größeren Publikum verschlossen seyen, als ob er nicht so gut, wie wir alle, wüßte, daß nur ein Saal dieses geräumigen Gebäudes einer geschloffenen Gesellschaft eingeräumt ist, zu der jeder den Zutritt hat, der überhaupt hineinpaßt. Zudem war cs das Publikum selbst, das die Abschließung eines engem Zirkels verlangte, und es liegt nicht nur in dem Interesse des Unternehmers, sondern er ist sogar durch seinen Kontrakt verpflichtet, einem solchen Verlangen zu willfahren. Derselbe, oder ein ihm ähnlicher feindseliger Schreiberlaffe es sich also vergehen, unter der schirmenden Larve seiner Namenlosigkeit fernerhin seinen Leidenschaften Luft zu machen, daa.it er nicht irgend wen reize, eine Biographie bekannt zu wachen, zu der reichhaltiger, durch unverwerfliche Zeugnisse bewährter Stoff vorliegt. Errechne nicht daraus, wiederum einen friedliebenden Redakteur zu finden, der ihm Gelegenheit bietet, mit dem Ertrag eines Injurienprozeffes Schulden zu bezahlen, — und wenn er in seiner Böswilligkeit fortfahren mag, seine schlimme Sache noch zu verschlimmern, so wage er es, mit offenem Helm aufzutreten. Den Verkappten denke ich ferner keiner Antwort zu würdigen, welche diesmal nur ertheilt ward, um der öffentlichen Meinung einen schuldigen Tribut zu zollen. Wilhelm von Chözy. Gegen den Artikel in Nr. 238 der Neckarzeitung wurde schon unterm 25. September obige Abfertigung dahin gesandt, indem man bei der sich rühmenden Unpartheilichkeit dieses Blattes dem gleichbaldigen Inserate der letztem ent- gegensah; diese Abfertigung erhielt man aber mit dem Bemerken retour, daß dieselbe aus Rücksichten für ihren Korrespondenten nicht ausgenommen werden könnte. — Daher die Verspätung. Auszug aus den Karlsruher Witterungs- beobachtungen. l7. Okt. ^ Barometer Thenn. Hygr. Wind. M. .7 Z 27 K. 4^1 L. 5.5 G.' "NU7 *SW. M. 2 § 273. 4.5 L. 6.8 G. 65 G. SW. N. 8 Z 27Z. 5.0 L. 6.0 G. 64 G. SW. Trüb und regnerisch. Pschyrvmetrische Differenzen: 0.5 Gr. -0.8 Gr.. 0-9 Gr. Theateranzeige. Samstag, den 19. Oke. (wegen Heiserkeit des Hm. Haizinger, statt der angekündigten Oper »Fra Dia- volo"): Der Unschuldige muß viel leiden, Lustspiel in 3 Aufzügen, nach dem Französischen, von Hell. Hierauf: Die Wiener in Berlin, Liedeespiel in 1 Aufzuge, von Holtet. Sonntag, den 20. Okt.: Otto von Wittelsbach, Trauerspiel in 5 Aufzügen, von Babo. Montag, den 2l. Okt. (mit allgemein aufgehobenem Abonnement — zum Vortheii der Demoiselle Francilla PixiS): Großes Konzert in zwei Abtheilungen. Bekanntmachung und Danksagung. Durch den in meiner Nachbarschaft ausgebrochenen Brand wurde auch mein Haus ergriffen, und nur Weniges von den durch die vaterländische Fcuerversicherungsgesell- schaft zu Elberfeld affekurirten Gegenständen konnte gerettet werden. Der erlittene Schaden wurde vorschriftmäßig ausgemittelt, und dadurch, wie durch gegenseitige freundliche Ucber- einkunft auf die runde Summe von 1900 Thl. preussisch Courant festgesetzt, welche mir heute von dem jetzigen Generalagenten für das Großherzogihum, Hm. Inspektor H. A. Andreae in Karlsruhe, durch den Agenten Hm. I. C. Hindenlang in Homberg in Franksurterwechseln ausbezadlt worden sind. Das bei diesem Anlaß von der Direktion der Gesellschaft bethätigte, eben so loyale als reelle Benehmen verpflichtet mich, diesem deutschen Institut mit öffentlichem Lob meinen verbindlichsten Dank dafür hiermit abzustattet. Schiltach, den 19. Sept. 1833. PH. Fr. Wangner. Bekanntmachung. (Vertorfung der Waffcrleitungspartialobligationen.) Die Inhaber der Wasserleitungspartialobligationen werden hierdurch benachrichtigt, daß die planmäßige Ziehung der am l. April 1634 hcimzuzahlcnden 2 Stück Waffer- leituugspartialobligatiouen a 500 fl. Montag, den 21. Oktob'cr, Nachmittags 2 Uhr, in dem kleinen Rathhaussaale öffentlich vvrgenommen werden wird. Karlsruhe, den 17. Okt. 1633. Der Gemeinderath. Bekanntmachung. (Die Verloosung der städtischen Amortisationskasseobligatio- nen betreffend.) Montag, den 21. Okt., Nachmittags halb drei Uhr, wird in dem kleinen Rathhaussaal von den vicrprozentigerr Kapitalien die Summe von 50.000 fl. zur Heimzahlung durch das Loos bestimmt. 2504 Diejenigen Darleiher, deren Kapitalnnmmcr in der Verloofung herausgekommcn, werden ersucht, auf die ihnen von der Verrechnung hierauf schriftlich zukommende Anfrage, ob das verlooste Kapital zu Zs/z pCt. bei der Kasse angelegt bleiben soll, oder zurückverlangt wird, ihre Erklärung abzugeben. Denjenigen aber, welche ihre Kapitalien zu diesem Zrnsfuß nicht stehen lassen wollen, werden ihre Kapitalien nach der Ordnungsnummcr der Ver- loosung von der Verrechnung nach und nach aufgekündigt und heimbczahlt werden. Dieses wird unter Einladung, der Verloosung anzuwohnen, de» Obligationseigenihümcrn hinrdurch bekannt gemacht. Karlsruhe, den 17. Okt. IgZZ. Die städtische Amortisationskassenkommisston. Niederländische Dampfschifffahrt. Während des Monats Oktober d. I. fahren die niederländischen Dampfschiffe täglich von Köln nach Rotterdam und von da nach Köln; sechsmal im Monat fährt ein Schiff über Arnheim, die übrigen Tage über Npmwegcn. Fahrt zwischen Rotterdam und London und vice ver8». Das schöne, schnell und sicher seqclndr Dampfschiff «der Batavier" von 200 Pferde Kraft, mit 120 Betten in 20 verschiedenen Zimmern, abgesonderten Zimmern für Damen und Herren, besonderen Speise- und Gesell- schastssäle ». s. w., fährt jeden Dienstag von Rotier dam und jeden Sonntag von London ab. Bei direkten Einschreibungen von Köln nach London und umgekehrt genießt man wesentlicher Vortheile. Diese Fahrt schließt sich derjenigee nach Plymouth, Ereter, Cork, Bristol, Liverpool, Dublin, Newrp, Dun- dalk an, für welche Orte die Btllets ebenfalls und zu sehr billigen Preisen ertheilt werden. Nähere Auskunft ertheilen die Agenten und Schiffskondukteure» Karlsruhe. ^Anzeige.) Mit grünem und schwarzem Thee, als: Hay- sanskin, Haysan, Imperial, Pondre st Canon, Bloem, Souchong, Pecco, Caravannen, und Theespitzen, so wie in feinster markiger Vanille ist mein Lager mit guten frischen Sorten wieder bestens komplcttirt. C. A. Fellmeth. Fußteppiche jeder Art, in schönster Auswahl, haben wir erhalten und empfehlen unö damit. Eduard und Benedikt Höber. Karlsruhe. sAn zeiget Unterzeichneter empfiehlt sich mit einem wohl affortiricn Lager in nachbenannten Waaren: allen Sorten SK-nvIs, Unterknüpstücher und Lokai-xes; allen Gattungen Seidenwaaren in Z/4, 6/4, 6/4 u. 10/4, Kattunen 5/4 und 6/4 in den neuesten vosslns zu allen Preisen; allen weißen Waaren, als: Batist, llscaoneks, Llolls, kssos ot Looks ato.; französische und englische Merinos, Pkibels, Moroons zu Möbein, Tischteppiche, Mn junger Mensch in die kehre gesucht. Näheres aus portofreie Anfrage im JeitungSkvmptoir. Lahr. (Diebstahl.) Dem Bürger und Bauer Andreas Zipf von Fricsenheim wurden Montags, den 7. d. M., mittelst gewaltsamen Einbruchs, aus seinem Hause ,ivo fl. »nt- wendet. DaS Geld, meistens aus Kronenihalern , einigen kleinen Tha- lern und etwas Münze bestehend, befand sich in 5 Säckchen von reinem leinen Tuch, wovon zwei weiß gewaschen, und die übrigen beschmutzt waren. Wir bringe» diesen Diebstahl Behufs der Fahndung zur öf. feiulichen Kenntniß. Lahr, di» , 5 . Oft. egZZ. GroßherzoglichcS Oberamt. R ü t t i n g e r. Karlsruhe. sPferdversteigerung-jj Gemäß hoher Ordre werden bis Donnerstag, den 24. d. M., Vormittags io Uhr, 5 Artillcri'cpferde, wovon 2 Reit- und Z Zugpferde sind, vor den Stallungen de« EardedragonerregimentS dahier, an den Meistbietenden öffentlich versteigert. Karlsruhe, den 12. Okt. , 633 . AUS Auftrag des großherzvgl. Kommando der Artilleriebrigadt. v. Froben. Rqmstr. Mannheim. (Pferde Versteigerung.) Montag, den -6. Okt. b. I., Vormittags 9 Uhr, werben bei den hiesi- gen Schloßstallungen 12 Glück auSrangirte Kavalleriepfcrde, gegen baare Bezahlung, öffintiicd versieigen werden. Mannheim, den 6. Ott. , 835 . Das Kcmmandv des DragoncrregimcntS v. Freystcbt Nr. 2. v. Roggenbach, Oberst. Karlsruhe. (Brod- und Fouragelieferung.) Die Eröffnung der Soumissivnen für die Lieferung des Brvds enden Garnisonen Mannheim, Kislau, Bruchsal, Durlach, Ettlingen, Rastatt und Karlsruhe mit Gott saue so wie für die Lieferung der Fourage in den Garnisonen Mannheim, Bruchsal, Rastatt u Karlsruhe mitG 0 ttsaue, für die Monate Dezember , 833 , Januar und Februar 18S4 wird Montag, den November d. I., auf diesseitiger Kanzlei statt finden, und wenn die Gebote annehmlich sind, der Zuschlag an den Wenigstnehmenden sogleich erfolgen. Die Anzeigeblätter für den Mittel - und UnterrheinkreiS enthalten das Nähere. Karlsruhe, den 14. Okt. , 853 . Grvßherzvglicdes KnegSministerium. B. V. d. P. v. Frepd 0 rf. vfft. Heu Ni sch. Neuweiher. s G ü te rv e rp ach t ung.Freitag den 8, November l. I., Vormittag 9 Uhr, wird in dem Geschäftszimmer de« grundherrlich von Kneblischen Rentamtes zu Neu- weiher folgende Verpachtung vorgcnommen: l. Die g r u ndhe r rsch a st l i ch e Meierei, bestehend aus den dazu gehörigen, sowohl zum Betriebe einer sehr gangbaren Scheiikwirthschafe, als einer großen Oekonomie überhaupt geeigneten Gebäulichkeiten, als: Einem großen zum Betriebe der Wirthschaft eingerichteten Wvhnhause und Nebengebäuden, großen Stallungen für circa So Glück Vieh nebst Heuböden, einem großen und guten Keller u. s. w. Dazu werden abgegeben: »3 Morgen 22 Ruthen Ackerfeld, ganz Nahe liegend, und s 3 Morgen 2Z Ruthen Wiesen, alten badischen Niederländer MaaßeS, jedoch ohne Gewährung der Morgenzahl. Die Verpachtung geschieht auf zwölf Jahre, von Georgs ,854 bis 1846, vorbehaltlich herrschaftlicher Genehmigung, unter den bei der Steigerung zu eröffnenden Bedingungen. II. Samstag, den 9. November l. I., Vormittags 9 Uhr, werden im Einzelnen, und zwar in Abteilungen, bei Ackerfeld von 1/2 Morgen, und bei Wiesen von , Morgen, vorbehaltlich grundherrschaftlicher Genehmigung, verpachtet. Ackerfeld. Auf 12 Jahre. a) Im Schneckengarten — 18 1/4 Morgen 3 , Ruthen, und zwar in circa 27 Abtheilungen. b) In der vbern Schande— 21/2 Morgen. In 4 bi« 5 Abteilungen. o)Jn der Friedrichsbühne — 4 1/4 Morgen. In 7 bis 8 Abteilungen. L. Wiesen. Auf4 Jahre. ec) Klein« Langmatte — 5 U2 Morgen ,9 Ruthen. Jrn circa 5 Abteilungen. d) Obere Schafmatte — ,6 1^4 Morgen 2, Ruthen. In circa ,2 Abteilungen. Au vorstehenden Verpachtungen an benannten beiden Tagen werden die Liebhaber hiermit eingeladen. Neuweiher, den Zv, Ecpt. > 855 . Grundherrjich von Äneblisches Rentamt. Ellsesser. Mühlburg. (Gasthausversteigerung.) Das den Hirschwirth Nagel'schen Erben dahier gehörige Gastwirrhshaus zum Hirsch sammt Jugehörden, Stallungen zu 60 Pferden, Rindvieh- und Schweinstaliungen, 2 gewölbten Kellern, ohn- gesähr 5 o Ruthen Hausgarten und geräumiger Hvfraithe, wird, der Erbvenheilung wegen, Mittwoch, den 25 . Oktober d. I., Nachmittags 2 Uhr, dahier in benanntem Gasthause selbst, öffentlicher Steigerung ausgesetzt. Die Bedingungen werden an genanntem Tage, vor der Versteigerung, den Liebhabern mit dem Bemerken eröffnet werden, daß vbcrvormundschaftliche Genehmigung Vorbehalte», aber kein Nachgebot angenommen werde, und daß fremde Steigerer sich mit beglaubigten Vermögens- und Sittenzeugnifsen auszuweisen haben. Mühlburg, den 5 . Okt. , 653 . Der beauftragte Lheilungkommissär Bach. Lahr, s S ch u l de» li q u i da t i 0 n.) Der ledige Bär- gerssobn Michael Erb von Frieftnheim ist gesonnen, nach Nordamerika auszuwandern; daher werden alle diejenigen, welche an denselben Ansprüche zu machen haben, aufgefordert, solche Montag, den 28. Oktober d. I., Vormittag« 8 Uhr, bei diesseitigem Oberamt an »melden, ansonsten ihnen spater zu ihren Forderungen nicht mehr geholfen werden könnte. Lahr, den >>. Okt. 1833 . Großherzogliches Oberamt. R ü t t i n g e r. Lahr. sSch ul d enl i q u i da ti 0 n.jj Gegen die Verlas- senschaft des Christian Eich holz von Heiligenzell ist Gant erkannt, und Tagfahrt zum Richtigstellung« - und Vorzugsver- kahren auf Donnerstag, den 3 >. Okt. d. I., Vormittags 6 Uhr, auf diesseitiger Obcramtskanzlei festgesetzt, wo alle diejenigen, welche aus was immer für einem Grunde Ansprüche an die Masse zu machen gedenken, solche, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden, und zugleich die etwaigen Vorzugs- oder Unterpfandsrechte, welche sie geltend machen wollen, zu bezeichnen haben, und zwar mit gleichzeitiger Vorlegung der Beweisurkunden oder Antretung des Beweises mit andern Beweismitteln. Zugleich soll bei dieser Tagfahrt ein Massepfleger und ein Gläubigerausschuß ernannt, und ein Borg - oder Nachlaßvergleich versucht werden, und in Beziehung auf den Borgvergleich, und die Ernennung des Massepflegers und Gläubigcrausschusses die Nichicrscheinenden als der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen werden. Lahr, den 24. Sept. , 833 . Großherzoglicbes Oberamt. Licdtenauer. Kork. sScduldenliq »idari 0 n.jl Folgende Personen von Ltgelshurst sind Willens, nach Nordamerika auSzuwandern, nämlich: Johann JockerS, Bäcker, ) Jakob Fau di, Schneider, > ledig und volljährig. Barbara Er har dt, 1 Es werden daher alle diejenigen, welche eine Forderung an diese 2503 Person«» zu machen haben, aufgefordert, solch« in der zur Schuloenliquidation aus Samstag, den 26. d. M., Morgens 8 Uhr, anberaumten Tagfahrt um so gewisser dahier anzumelden, als den Auswanderern sonst der Abzug ihres Vermögens gestattet würde, und den Gläubigern nicht mehr zu ihrer Befriedigung verhelfen werden könnt«. Kork, den 14. Okt. ,85). Großherzvgliches Bezirksamt. Eichrodt. Weinbei'm. (Schuld«nli gutdati 0 n.) Gegen die Verlaffenschvft des Bürgers und Handelsmanns Peter Keller von Laudenbach wurde heute Gant erkannt, und Tagfahrt zum RlchltgstellungS- und VorzugSverfahren auf Donnerstag, den 3>. Okt. d. I., . Morgens 8 Uhr, aus diesseitiger Amtskanzlet anberaumt. Me diejenigen, welche aus was immer für einem Grunde Ansprüche an die Gantmaffe machen wollen, werden aufgefordert, solche in der angesetzten Tagfahrt bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden, auch ihre etwaigen Vorzugs - oder Unterpfandsrechte zu bezeichnen, die der Anmeldende geltend machen will, mit gleichzeitiger Vorlegung der Beweisurkunden oder Antretung des Beweises mit andern Beweismitteln. Zugleich bemerkt man noch, daß in obiger Tagfahrt ein Maffepfleger und Gläubigerausschuß ernannt, und Borg - oder Nachlaßoergleiche versucht werden sollen, mit dem Beisätze, daß in Bezug auf Borgvcrgleiche und Ernennung des Maffcpstegcrs und Gläubigcrausschuffes die Nickterscheinenden als der Mehrheit der Erschienenen beilnrend angesehen werden sollen. Weinhcim, den >6. Sept. >833. Großherzogliches Bezirksamt. Beck. Durlach. sS ck ulde n l i q u id a t i 0 n. Georg Jakob Maser, Bauer, und seine Ehefrau Elisabeths, geb. Klaiber von Weingarten, nebst 5 Kindern, wollen nach Nordamerika auSwandern. Wer eine Forderung an dieselbe zu machen hat, muß solche Donnerstag, den 24. Dkl. l. I., früh g Uhr, auf hiesiger OberamtSkanzlei, bei Vermeidung der sonst entstehen mögenden Racktheile, gehörig anmelden. Durlach, den So. Sept. >333. Großherzogliches Obcramt. B a u m ü l l e r. vät. Dolz. Durlach. sS ck u l d e n li q u d a ti 0 n.j Johann Georg Maser, Bürger und Schneidermeister zu Weingarten und dessen Ebefrau Katharina Elisabeths, geb. Dietz, mit 5 Kindern wollen nach Nordamerika auSwandern- Wer eine Forderung an dieselbe zu machen hat, muß solche Donnerstag, den 24. Okt. I. I., früh 8 Uhr. auf hiesiger Obekamtskanzlei gehörig anmelden, bei Vermeidung der sonst entstehen mögenden Nachthille. Durlach, den >. Okt. >833. Großherzogliches Oberamt. V a u m ü l l e r. vät. Dolz. Durlach, s S ck u l de» liquid a tio n. 1 Christian Stephan, Bauer zu Weingarten, und dessen Ehefrau Franziska, geborne Engelleiter, wollen nach Nordamerika auS- wandcrn. Wer eine Forderung an dieselben zu machen hat, muß solche Donnerstag, den 24. Okt. d. J>, früh g Uhr, auf hiesiger OberamtSkanzlei gehörig anmelden, bei Vermeidung der sonst entstehen mögenden Nachtheile. Durlach, den 4. Okt. >633. Großherzogliches Oberamt. B a u m ü l l e r. vät. Dolz. Durlach. sS ck uld e nl i q u i da ti 0 n.) lieber das Vermögen des Buchbinders und Tapetenfabrikant Karl Wörsch. lers Eheleute» von hier wurde Gant erkannt, und Tagfahrt zur Schuldenliquidation auf Donnerstag, den 7. Nov. d. I., Morgens 10 Uhr, anberaumt; alle diejenigen, welche etwas zu fordern haben, werden daher aufgefordert, an dieser Lagfahrt selbst oder durch hinlangUch Bevollmächtigte zu erscheinen, ihre Vewcisurkunden mitzubringen, und ihr- Forderungen, so wie etwa angesprochene Vorzugsrechte zu liquidiren, unter dem Rechtsnachthcil, daß sie sonst von der vorhandenen Masse ausgeschlossen werden. Bei der nämlichen Tagfahrt wird ein Maffekurator erwählt, und seine Belohnung festgesetzt. Von den Nlchterscheinenden aber wird angenommen, daß sie der Mehrheit beitreten, auch wird der bereits erhobene Aktiv- und Passivstand der Masse zur Kcnntniß der Gläubiger gebracht, und über einen etwaigen Nachlaß- und Borgvertrag verhandelt werden. Durlach, de» 7> Okt. >833. Großherzogliches Oberamt. Ba u mü Her. vät. F. Kärchck, V. A. Karlsruhe. fAuffo rberu n g.s Wer aus irgend einem Rcchtsgrund eine Forderung an die Verlaffenschaft des da. hier verstorbenen Partikulier Johann IustuS Friedrich, ehemals Traiteur in Frankfurt atm zu machen hat, wird auf Ansuchen der Erben hiermit aufgefordert, binnen 4 Wochen seine Ansprüche dahier anzumelden und geltend zu machen, widrigenfalls bei der Verlaffenschaststheilung keine Rücksicht darauf genommen werden wird Karlsruhe, den 1. Okt. >833. Großherzogliches StadtamtSrevisorar. Kerker. Wein heim, (Präklusivbescheid. 1 Alle diejenigen Gläubiger, welche ihre Forderungen an die Martin Schertet, sche Gantmasie dahier bei der heutigen Liquidation nickt anqe- meldet haben, werden von der vorhandenen Masse ausgeschlossen. Weinheim, den 26. Sept. ,833- Großherzogliches Bezirksamt. Beck. Kenzingen. (Verschollenheitserklärung.) Da der seit >8r3 vermißte Georg Stau ble von Weißweil ungeachtet der öffentlichen Aufforderung vom >3. Juli v. I. sich zur Empfangnahme seines Vermögens nickt gemeldet, so wird derselbe hiermit für verschollen erklärt, und das Vermögen seinen nächsten Anverwandten, gegen Kaution, ausgefolgt. Kenzingen, den 24. Sept. >633. Großherzogliches Bezirksamt, v. Hennin. V e r l e g e r u 11 b D r « ck e r : PH. M a ck l v ft