Karlsruher Zeitung. Nr. 335. Dienstag, den 3. Dezember 1833 Baden. Das großherzogliche Staats- und Regierungsblatt vom 30. November, N. 44, entält: 1) DaS Gesetz über die Volksversammlungen. 2) Die Gesetze, wodurch die Orte Wölchingen, Grau- elsdaum und Rhina zu selbstständigen Gemeinden erhoben werden. 3) Eine Verordnung über die Organisation des Epho- rats bei der Universität Heidelberg. * Karlsruhe, 1. Dez. Ihre kön. Hoh. die Frau Herzogin Henriette von Würtemberg sind gestern Morgen, nach einem Aufenthalt von einigen Wochen, nach Würtemberg zurückgekehrt. B a i e r n. München, im November. Dem sichern Vernehmen nach hat die griechische Regentschaft den Beschluß gefaßt, auf Staatskosten 24 Knaben und Jünglinge in das hiesige griechische Institut zu senden, und soll zu dieser unbezwei- felt sehr glücklichen und dem höchst wichtigen Zwecke der Volksbildung ungemein förderlichen Maaßregel sowohl durch den festen Willen, der vernachlässigten Nationaler- ziedung auf das kräftigste nachzuhelfen, als auch durch den ausdrücklichen Wunsch Sr. Maj. des Königs von Baiern veranlaßt worden seyn. (Allg. Ztg.) Großherzogthum Hessen. Darmstadt, 28. Nov. Das heute erschienene Regierungsblatt enthält eine Bekanntmachung, die Erhebung der Auflagen in den ersten 6 Monaten deS JahreS 1834 betreffend, nach welcher, „da die landständischen Bcra- thungen über das Finanzgefetz für die Jahre 1833, 1834 und 1835, welche der zweiten Kammer unterm 8. Dez. v. I. mitgetheilt worden war, bis zur Auflösung der Stän- deversammlung noch nicht begonnen hatten, folglich dieses Finanzgefetz auch mildem 1. Januar 1834 noch nicht zur Vollzieung gebracht werden kann, des Großherzogs kön. Hoh., in Folge des Art. 69 der Verfassung und mit Rücksicht auf die Verordnung vom 26. Juni 1833 (Regierungsblatt Nr. 43) gnädigst zu verordnen geruht, baß fämmlliche in den drei Provinzen deS Großherzogtbums bestehenden, durch landstandischen Beschluß vom 20. Juni 1833 bis zum 1. Januar 1834 bewilligten direkten und indirekten Steuern, so wie solche durch die vorliegenden Gesetze und Verordnungen bestimmt sind, in den ersten sechs Monaten des Jahres 1834 fort erhoben werden sollen. Die Totalsumme der direkten Steuern beträgt nach §. 1 des Finanzgesetzes vom 29. Okt- 1830 für die drei Provinzen des GroßherzogthumS 1,983,509 fl, welche nach Maaßzabe deS neuesten Standes der Personalgewerb- sund Grundsteuerkapitalien unter die einzelnen Steucrbezirke ver- theilt werden. Königreich Sachsen. Dresden, 22. Nov. Die Regierung hat nunmehr den Ständen die Revision des Militärstrafgcfttzbuches vor- -elegt. Militärstrafen sind nur, auffer der Todesstrafe während der Kriegs, 1. für Unteroffiziere und Gemeine 1)und 2) Militärstrafanstalt erster und zweiter Klaffe, höchstens auf vier Jahre; die Vcrurtheilten bleiben Militärs, und werden vor den Augen des Publikums niegcf»ffelt, 3) Arbeitsarrest bei Wasser und Brod; 4) einfacher Arbeits- orrest; 5) gemeiner Arrest bei Wasser und Brod; 6) einfacher gemeiner Arrest; 7) Ausstoßungaus dem Milttär- stande; 8) Degradation der Unteroffiziere; 9) Flinten-, Mantel-, Sattel- oder Kugeltragen; 10) Versetzung in die zweite Klaffe der gemeinen mit der Wirkung, daß gegen die in dieser Klaffe stehenden Gemeinen körperliche Züchtigung angewendet werden kann; ferner im Felde 11) Arrest, verschärft durch Krummschließen; 12) Verurthei- lung zu schlechteren Arbeiten; überdies zu Bestrafung leichter Dienstvergehen; 13) Umgekehrttragen der Uniform; 14) öffentliches Putzen der Pferde, Waffen, dcsRenzeugs und deS Geschirrs der Kameraden; 15) dieselbe Strafe in den Ställen, Vorrathskammern und Quartieren. II. Bei Offizieren: 1) förmliche Kassation mit oder ohne öffentliche Bekanntmachung; 2) Entlassung ohne Abschied; 3) FefiungSarrest erster Grad; 4) Festungsarrest zweiter Grad; 5) Festungsstrafe dritter Grad; 6) Arrest. Dis- ciplinarisch können von den Kommandobeh'ördcn nur Vergeben bestraft werden, welche höchstens 6 Wochen Gefäng- niß oder vierwöchcniliche Degradation nach sich ziehen. Auch sind den Ständen zur EinstchiSnahme die Paragraphen deS Dienstreglements die auffcrgerichtliche oder Dis- ciplinarstrafgervalt betreffend, mitgelheiit worden. Lailen- strafe findet nicht statt. (All. Ztg.) Dresden, 23. Nov. Die erste Kammerder Stände beendigte in ihrer 152. Sitzung die Berathvng über den Entwurf einer neuen Gesindeordnung. — In der zweiten Kammer veranlaßte die allgemeine Berathung über das allerhöchste Dekret, die Zusammenlegung der Grundstücke betreffend, äufferst lebhafte Beratbungen. DaS königl. Dekret beabsichtigt mit der Vorlage dieses Gesetzentwurfs, 2932 durch gegenseitigen Austausch vereinzelter und abgelegener ländlicher Grundstücke eine möglichst größere Abrundung des Besitztums, und glaubt darin ein wichtiges Mittel zur Beförderung der Landeskultur zu finden. Ein Abgeordneter behauptet jedoch geradezu, dieser GesetzeScntivurf wi verstreite den §§. 27und3l der Verfaffungsurkunde, nach welchen Jeder mit seinem Eigenthum frei walten könne, keinen Beschränkungen unterworfen und nur durch dringende Notwendigkeit verbunden sey, sein Eigenthum zu Staatszwecken abzutreten. P r e u s s e n. Berlin, 25. Nov. Hier eingegangene Nachrichten aus St- Petersburg bestätigen die Uebergabe einer förmlich erneuerten Protestation der Gesandtschaften Frankreichs und Englands gegen die von Seiten Rußlands und des Großberrn in Konstantinopel stipulirten, und durch einen russischen Minister und den eben angelangtcn ausserordentlichen Botschafter der Pforte definitiv abzuschließenden Verträge, an deren Abschlüsse dem Großherrn umso mehr gelegen ist, je mehr er sich bei den letzten Bedrängnissen überzeugt hat, daß ihm die Demonstratwnen des nahen mächtigen Nachbars ungleich wirksamer und heilbringender waren, als die Konferenzen seines Divans mit den Botschaftern von andern großen Machten. Oesterreich. Wien, 26. Nov. Das neulich erwähnte Gerücht von einer für unsere Regierung abzuschiießenden Anleihe hat sich bis jetzt durchaus nicht bestätigt. (Allg. Ztg.) Triest, 20. Nov. Nächster Tage sollen die Polen , 15b an der Zahl, an Bord der Fregatte Hebe und der Guerriere gebracht, und dann sogleich, wenn das Wetter es zuläßt, die Anker gelichtet werden. Die Korvette Lip- sia bleibt im Hafen, bis die noch in den Provinzen zerstreuten Polen hier angelangt find. Die Schiffe haben Befehl, auf der ganzen Fahrt nach Neuyork nur in Gibraltar anzulegen, und auch dortnur so lange, alSeeun- umgänglich nöthig seyn wird. . (Allg. Ztg.) Frankreich. Paris, 29. Nov. Es wird eine Flottille französischer Schiffe ausgerüstet, um an den spanischen Küsten zu kreuzen. In Toulon werden die Hauptvorbereitungen dazu getroffen. — Die Lieferanten des BeobachkungsheereS haben Befehl erhalten, den Truppen alle nöthigen Felkre- quisiten zu stellen, woraus man schließt, daß die Armee nächstens die Granze überschreiten werde. — Napoleon begann im Jahr 1804 die Wiederherstellung der Kirche zu Et Denis, welche die Gräber der Könige von Frankreich enthalt. Ludwig XVlll. und Karl X. setzten diese Arbeiten fort, die selbst im Jahr 1830 nicht unterbrochen, und seitdem mit verdoppeltem Eifer fortgeführt wurden. Man schätzt die Kosten ihrer Vollendung noch auf 1 Mill. Fr. und wird dazu noch 4 Jahre brauchen. — Ein gewis ser Dando zu Lubiac im Departement des GerS, ist neulich in einem Alter von 120 Jahren gestorben. Er war nie krank. Dasselbe Departement der Gascogne hat schon mehrere Beispiele hohen Alters geliefert. — AofdenWall- fischfang sind dieses Jahr nur 51 Schiffe von Frankreich auSzelaufen. — Die Regierung läßt gegenwärtig ausser der Kirche von St. Denis noch 6 andere Kirchen ausbejsern und alle Kasernen repariren. (Frz. Bllr.) — Die heutige Welt ist in einem sonderbaren Schwanken und Zerren zwischen Meinungen und Jn'ereffen. Wo die Jnleressen die Oberhand gewinnen, da ist ein ganz ungewöhnliches Kleben an dem Bestehenden, bloS, weil e- bestehl, und deshalb behauptet sich Ludwig Philipp, weil er in diesen Interessen sich tief zu verwachsen verstanden hat, und deshalb kann Ludwig Philipp sogar ein doktrinelles Ministerium behaupten, weil es jetzt von allen möglichen französischen Ministerien sich am meisten vom Revo- lutionsgeifie entfremdet. Würde irgendwo diese zähe Masse flolt, segelte sie mit dem DerS parti, so würden die Meinungen weit familiärer mit dem Ministerium deS TierS parti, a!S sie mit den Doktrinärs verfahren sind. Die Doktrinärs haben Halmng, haben einen gewissen Anstand, und das schützt sie eben vor einer allzu zudringlichen Gemeinheit; aber die Gevattern des Dupinismus würden in ihrer Ucbcrgcscheidtheit so viele Demüthigungen erleiden, daß die Jungens auf den Gassen noch mit ihnen in Kameradschaft gelangen könnten. Der gemißhandeltste von den beu- ligen Ministern ist ohne Zweifel Barlhe, eben weil er ein Carbonaro gewesen ist, und nach ihm ThierS, weil er als ein Abtrünniger deS National erscheint; daß man TdierS noch ein gewisses Ansehen schenkt, macht sein Witz u. Geist, welche eine Art natürlicher Aristokratie bilden; aber Bar- the, mit seiner weitläuftigcn Suade, mit seiner halb theologischen Salbung konstitutionellen Geschwätzes, steht der Kameraderie deS Constitutionnel sonahe, daßeS kein Wunder ist, wenn die Meinungen ihn so unumwunden mißhandeln. ES fragt sich nun, waS den Regierenden mehr ansteht, verhöhnt oder gehaßt zu werden. Haß läßt sich besiegen, davon gibt es tausendfache Erfahrungen, Verhöhnung aber klebt immer alsein schlimmer Fleck an, denn gewöhnlich wird nur derjenige verhöhnt, mit dem man sich geduzt hat und der nun die Kameradschaft brechen will. (Allg. Ztg.) — Seit einigen Tagen wird viel von einer Expedition gegen Lonstantine gesprochen, und diese Unternehmung dürfte höchstwahrscheinlich nächsten Früdling vor sich gehen. Man würde eine Armee von 20,000 Mann unter die Befehle des Marschalls Clauzel stellen, und der Herzog von Orleans den Feldzug mitmachen. Nachstehendes wären die Zubereitungen, die man zu dieser Expedition macht: Die Marine soll 6 Linienschiffe, 6 Fregatten, 15 Korvetten oder Kabarren, 12 Briggs und etwa hundert Transportschiffe liefern. Die Artillerie rüstet )0 Batterien und eine ungeheure Menge Munition aller Art. Die Armee soll l8,000 Mann Linien und leichte Infanterie und 2000 Mann Kavallerie liefern. Die Expedition würde in zwei Korps abgetheilt, wovon daS eine ia Bona und daS andere in Bougia landen, und sodann einige Stunden »or 29Z3 Constantine sich mit einander vereinigen würden. DaS Ministerium hak R-porte erhalten von in Bona und Bou- gia befindlichen Ingenieur», und man sagt, daß die Minister von dem 6ee- und von dem Kriegswesen beim Beginn der nächsten Sitzung die zur Expedition nötigen Summen fordern werden. Belgien. Brüssel, 27. Nov. Wir «heilen nachstehend den Gesetzentwurf der Zentralsektion übcrdie Eisenbahnen mit: Leopold re. Art. 1. Es soll unverzüglich im Königreich ein System von Eisenbahnen eingeführt werden, die zum Zentralpunkt Mecheln haben und östlich ihre Richtung über Löwen, Lültich und Vervicrs nach der preuß. Gränze, nördlich nachAntwerpen, westlich nach Dendermonde, Gent und Brügge, und südlich über Brüste! und nach der französische Gränze ihre Richtung nehmen. Art. 2. Die Ausführung wird mit den Sekt onen von Mecheln nach Antwerpen, von Mecheln nach Vcrviers und von Mecheln nach Brüste! beginnen. Art. 3. Die Ausführung soll auf Kosten des Staatsschatzes und du-ch die Sorgfalt der Regierung statt finden. Art. 4. Diese letztere ist daher ermächiiget, e ne Anleihe von 35 Millionen Frs. Kapital in Renten zu 5 pCt. zu kontrahiren, welche Summe mutvmaßlich nothwendig ist, um die im Art. 1 bezeichne- ten Arbeiten auszuführ. n. Art- 5. Diese Anleihe soll mit Offenkundigkeit und Konkurrenz entweder in Masse oder rhe lweise gemacht werden, und die demzufolgezu krei- rcnden Obligationen sollen dem Visa deS RcchnungkhofeS unterworfen ftyn. Art. 6. Bis zur Unterhandlung dieser Anleihe ist die Regierung ermächtigt, auS dem Schatze einen Vorschuß von 5 Millionen zu erheben, oder Spezialbons de» Schatzes bis zum Belauf dieser Summe auszugeben. In diesem letztem Falle sollen die Bons auf be stimmte Verfallzeilen von höchstens einem Jahre lauten, und einen Zinsfuß von 6 Prozent, mit Inbegriff aller Kommission--und Untcrhandlungskosten, nicht übersteigen. Die Vorschüsse deS Schatze» oder die k. Bons sollen aus den ersten Fonds der Anleihe zurückbezah'.t werden. Art. 7. Sechs Jahre nach der Erhebung eines jeden TheilS der Anleihe soll zu ihrer Rückzahlung eine jährliche Summe angewiesen werken, die wenigstens einem pCt.. dieses TheilS gleich ist. Die Amortisation wird al pari und vermittelst der Ziehung durch das LooS geschehen. Die 1. Ziehung wird im Laufe des M. Jan. des 6. Iah., bis zur gänzlichen Amortisation statt finden. Art. 8. Der aus den Zöllen die jährlich durch das Gesetz festgestellt werden sollen, berrührende Ertrag der Bahn soll zur Deckung der Zinsen und zur Amortisation der Anleihe, so wie der jährlichen UnierhaliungS- und Verwrltungskosten des neuen Weges dienen. Art. 9. Der Staat verbürgt die Zahlung und Amortisation der Anleihe, und er weist ferner den reinen Ertrag der Bahn und ihres Zubehörs als Spezial- Hypothek der Inhaber der Obligationen an. Art. 10. Die Fonds der Anleihe und der Ertrag der Bahn sollen in eine Spezialkaffe fließen. Art. 1l. Die Beaufsichtigung der Arbeiten, die Verwaltung der Anleihcfonds und jene des Ertrags der Bahn sollen der Sorgfalt einer durch die Regierung ernannten Kommission übertragen werden, die sie mit den nölhigen Vollmachten, um den Zweck ihrer Mission zu erfüllen, versehen wird. Art- 12. Den Kammern soll eine umständliche Rechenschaft von allen durch daß gegenwärtige Gesetz autoristrten Operationen abgelegt werden. Hasfelt, 27. Nov. Wir vernehmen auS glaubwürdiger Quelle, daß die am 18. d. zu Zonhoven abgeschlossene Uebereinkunft ratifizier worden ist. Gestern sollten sich die belgischen und holländischen Kommissare zu Brce versammeln, um die Details zur Vollziehung der Ueber- einkunst festzustellen; sie werden dort in Permanez bleiben, um über die strenge Vollziehung der Uebereinkunft zu wachen. Seit vorgestern ziehen die Truppen, welche daS Ob- servationkkorps bildeten, in ihre resp. Kantonnirungen. Dies ist eine Folge der Ratifikation der Uebereinkunft von Zonhoven. Holland. Haag, 28. Nov. DaS Handelsblad enthält die nahem Bestimmungen de- Zonhovener Vertrags, worin u. A. vorkommt, daß an einem und demselben Tage nicht mehr als 8 bis 900 Mann Infanterie und nicht mehr alü 500 Mann Kavallerie aufbelg. Gebiet, umnachMaestricht oder umgekehrt nach Holland zu gelangen, marschiren dürfen- Die be'gischen Militärbehörden haben Vorsorge für die Verpflegung der holländischen Truppen auf dem Marsche getroffen. Spanien. Der Jndic. de Bord, vom 27. Nov. enthält Folgendes: Bayonne, 25, Nov. Eraso, welcher gegen Logron- no gezogen, hat nach einem Tagesmarsch den Rückweg nach Burguetta eingeschlagen. Seine Mannschaft beträgt über 800 Mann. Wie es heißt, gedenkt er die Stückgießereien von Orbusete, die von 25 Mann Infanterie, 100 Milizen und 4 Kanonen vertheidigksind, wegzunehmen.— Nach allem, was verlautet, ist Sarsfield wirklich den2l. Meister von Diltoria geworden. Wir haben bereit- Personen aus Vieser Stadt gesehen, welche beiAnnäherungvcr Truppen der Königin die Flucht ergriffen haben. Noch weiß man nichts Genaues über den Vorfall. —Wir sehen mit jedem Tage neue Auswanderer in unserem Gebiet eintrcffen, besonders häufig bemerken wir Mönche und Priester, denen es an Reisepässen gebricht. Man sagt, ein Fahrzeug aus S. Sebastian habe eine Schaluppe genommen, welche von Bilbao ausgelaufen war. Man fügt hinzu, der Herzog von Grenada, die Seele deS Aufruhrs in den baS- kischen Provinzen, und nvch zwei andere wichtige Personen seyen mit >00,000 Franken Baarfchaft am Bord gewesen. Die Schaluppe ist nachS. Sebastian geführt worden. Die letzten Briefe aus Madrid sind vom 16.; am 15. lies die Stadt die größte Gefahr. Die Karkisien hatten eine Verschwörung angezettelt, deren Unterdrückung nicht von den Ministern, sondern von der Regentschaft, an deren Spitze M4 der Marquis Las Amarillas steht, bewirkt wurde. Hr. Florida Bianca bat der Regentschaft eine kräftige Protestastion gegen die Minister, vorzüglich Hrn. Cruz uns Hm. Zea überreicht. Als Folge derselben hat sich crsterer zurückgezogen und dem D. Manuel Llander Platz gemacht. Luch sein Amtöbruder wird bald vom Schauplatz abtretcn. Ein anderes Schreiben aus Madrid vom 16. setzt diese Nachrichten m Zweifel. Die Regierung hat kein großes Vertrauen zu dem Heer. Man hatte in den Tornistern des ersten Garderegiments nachgesucht, und viel Geld darin gefunden. Die Königin soll durch Dekret die Zivilliste festsetzen. Die Rcgentin erhielte 6, und das HauS der jungen Königin 24 Millionen. Unsere Regierung steht auf dem Punkte, ein fremdes Anlehen abzuschließen. In Benaventa herrscht große Bewegung; ein Linienreziment soll sich für Don Carloö erklärt haben. Der Gencralkapitan von Galicien ist gegen diesen Platz gezogen. Hr. Armer», einer der ersten Kriegsbeamten, ist von seiner Stelle entlassen worden. Die Anerkennung Donna Marias ist eine ausgemachte Sache. Lord Grey batte diese Bedingung längst als Preis der Freundschaft Englands aufgestellt. Die Königin zeigt wenig Neigung , ihr Ministerium zu andern. Die Gesandten von Frankreich und England unterstützen die Freunde Zeas, weil sie das Aufkommen der konstitutionellen Partei befürchten. — Einem Briefe von Castan- non vom 23. d. zufolge steht Sarsfield noch immer an der Spitze des Heeres, und ist in Vittoria eingezogen. Lin anderes Schreiben vom Obristen Jaureguy (Pastor) gibt Folgendes: Der ganze Aufruhr ist zwischen Vittoria und Tolosa konzentrirt. Die Truppen Sarsfields haben bereits Vittoria überschritten. Berasteguy war gestern Nachmittags mit einiger Reiterei und Fußvolk in Tolosa; eine Ab- tbeilung Fußvolk nahm dieselbe Richtung, indem sie vom Gebirge von Borunda Herabstieg. Die Rebellen von Guipuscoa, welche Villa - Bonn» und Anduain besetzt hielten, sind, wie eS heißt, nachdem Gebirge gezo gen. Die unter meinem Befehle stehende Kolonne und ein Theil der Besatzung werden gegen Anduain ziehen, um daselbst den Befehlen Sarsfields entgegen zu sehen. Nach dem Berichte eines Insurgenten, der sich den Behörden von Irun unterworfen, wäre die Reiterei Sarsfields schon in Mont-Dragon. Eine Menge Flüchtlinge haben bei Sara daS französische Gebiet betreten, sie sind bereits hier. Es befinden sich darunter der Herzog von Grenada, der aber von einer andern Seite entschlüpft ist. Man sagt, daß im Augenblick der Gefahr die Rebellen in Bilbao und Vittoria von ihren Offizieren verlassen, und dadurch genöthigt worden sind, die Waffen zu strecken. Durch dieses feige Benehmen soll es SarSfield ein Leichtes gewesen seyn, vorzudringen. Die Soldaten geben keinen Pardon, wie eS scheint ist ihnen diese Strenge anbefohlen. — Die Madrider Zeitung vom 17. d. enthält noch kein Wort über die Absetzung des Ministers Cruz. Schweden. Man schreibt aus Umea: Mehrere Arten von Zugvögeln haben die hiesige Gegend (Lappland) erst vorige Woche verlassen und wir dürsten daher nochlange aufden Winter zu warten haben. Staatspapiere. Pariser Börse vom 29. Nov. Sprozent. konsol. 102 Fr.' 50 Ct. 3proz. konsol. 75 Fr. 40 Ct. Wien, 29. Nos. 5proz. MetalliqueS 93'/s r Bankaktien 1195'/«. Redigirt unter Verantwortlichkeit von PH. Macklot. Auszug aus den Karlsruher WitterungS« b e 0 b a ch t u n a e n. 1. Dez. Barometer Lherm. Hygr. Wind. M. 7/2 28 Z. 2.4 L. . 1.9 G? 70 G. SW. M. 2 28Z. 2 5L. 5 IG. 67 G. NW. N. 8 283. 2.3 L. 2 5G. 69 G. NW. Nebeljch und Reif — meist heiter, Pschyrometrische Differenzen: 0.6 Gr. 0.8 Gr. - 0.6 Gr. Theareranzeige. Dienstag, den 3. Dez.: Elise von Valberg, Schauspiel in 5 Aufzügen, von Jffland. — Dem. Hossmann, vom kön. Hoftheater in Dresden: Elise, als Gast. Donnerstag, den 5. Dez.: Die Stumme von Porti ci, große Oper in 5 Aufzügen, von Auber. Freitag, den 6. Dez. (mit allgemein aufgehobenen Abonnement — zum Vortheil der TänzerdeS großherzogs. Hoftheater in Mannheim — zum Erstenmale): Der Stiefvater, Lustspiel in 3 Aufzügen, von Rau- pach. Hierauf (zum Erstenmale): Der Tambour und das Götzenbild, pantomimisches Ballet in 2 Aufzügen. Nachricht an Kunstfreunde. Das von Hrn. Grund dahier gemalte t»nd vorzüglich gelungene Portrait des ehrenwerthen Hrn. Deputirten und Dekan Fecht ist gegenwärtig in der großberzogl. Bildcr- gallerie dahier aufgestellt; — auf welches glaubtdas kunstliebende Publikum aufmerksam machen zu müssen ein Kunstfreund. Anzeige. Da die Ausdehnung der Fahrt der Dampfboote bis Leopoldsbafen für dieses Jahr beendigt ist, so bringe ich zur Kenntniß, daß regelmäßig zu Ende jleder Woche 29Z5 eine Fuhre von Mai n z bei meinem Hause inLeop o ldö- hafen ankommt, und von da wieder dahin zurückfährt. Effekten und jede Gegenstände, welche nach Mainz abgehen sollen, können daher bei mir hier nicdergelegt werden, von wo ich die weitere Versendung besorge. Gustav Schmiedet. Literarische Anzeigen. Zn allen Buchhandlungen ist zu haben, in Karlsruhe bei G. Bra un: Perrons kleine, theoretisch-praktische Zeichnenschule. Oder gründliche Anweisung zum Linear-, Blumen-, Figuren-, Landschafts- und Situationszcichnen, so wie zum Tuschen. Für Lehrer und Lernende, so wie zum Selbstunterricht. Nach dem Französischen bearbeitet. Mit 7 Tafeln Abbildungen, quer Quart, geh. 1 fl. 48 kr. Pollens Kunst, alle Arten von Zeichnungen, alö Blumen, Thiere, Landschaften, Pvrtraits u. s. w. Ln Glas zu ätzen. Eine Erfindung der neuesten Zeit. Für Zeichner, Silhou. ettirer rc. Mil einer lithographirten Tafel, die Abbildungen der dazu nöthigen Gerätschaften enthaltend. 8. geheftet 45 kr. Höchst wichtiges Werk für Männer u. Frauen. Zn Z. Scheib le'S Buchhandlung in Stuttgart er. schien so eben (und ist in der D. R. 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Die Besitzer derselben werden davon in Kenntniß gefetzt, um kaS Kapital beim nächsten Zinstenin, den I.Martz 1834, oder auch früher gegen Zinsvergütung, in Empfang zu nehmen, indem von diesem Tage an keine weitern Zinsen bezahlt werden. Die Zahlung geschieht hier bei der Schuldentilgungs- kaffe, und in Mannheim bei den BaequierS Hm. H. L. Hohenems» und Hm. W. H. Ladenburg. Heidelberg; den 30. Nov. 1833. Die städtische Schuldentilgungskommisston. Nachricht a.n Ziegler. Von der hiesigen städtischen Ziegeldütte ist noch die zweite Hälfte mit einem Brennofen, sodann zehntausend Ziezelbrettken und Play zu 5 bis 6000 großen Back- oder Mauersteinen mit einem rechtschaffenen Stückwerk» und im Brennen mit Kalk wohlerfahrenen Mann zu besetzen, welch» mit 2 Ziealerknechten Beschäftigung und guten Verdienst auf dem Model findet. N'bst einer geräumigen Wohnung wird demselben das nö:h!ge Holz aus den Heers den Sommer über unenlzeld- lich abgegeben, sodann gegen Haftung für guten Brand der große Lohn mit einem Kronenldater für das Tausend einfache Waare und vier Gulden für doppelte Waare — auf den Wagen geladen, zugesichert. Auf Allerheiligen erhält der Stückwerker für den Vorrath roher Waare zwanzig und dreißig Batzen pr. Tausend am Slock- Uebrigens wird nur derjenige Mann in Dienst genommen, welch» sich mit übrigkeitlichen Zeugnissen üb» seine Fähigkeit und über einen gulen Leumund ausweisen kann, sodann noch eine Kaution von200Gulven zu stellen vermag. Man hat sich um die Anstellung an den Unterzeichne- ten zu wenden, unfrankirte Briefe werden aber nicht angenommen. Freiburg im Breisgau, dm 27. Nov. 1833. Raißer, Etadtralh. Privatunterricht. Unterzeichneter erbietbet sich, in deutscher Sprache und Stylübung, in aller und neuerer Literatur, in Philosophie und allgemeiner Weltgeschichte Privatunterricht zu ertheilen. K. L. Schmidt, Vv. wohnhaft in Nr. 8 des inner« Zirkels. . Zncorruptibler Senf. Ltienne Dietrich, am Niklausstadm Nr. 75 in Straßburg, empfiehlt einem auswärtigen verehrlichm Publikum seine Sorten Senfe und Tafel-Essig, welche in Folge eines befondern Verfahrens bei der Fabrikation alle wünschenSwerthe Eigenschaften in sich vereinigen. Die resp. HH. Konsumenten können sich dessen durch einen Versuch überzeugen. Karlsruhe. (L ehrl in g Sgesu ch.) In ein hiesiges Handlungsbaus wird ein junger Mensch von guter Erziehung in die Lehre gesucht. Näheres auf frankirte Briefe im Zeirungs- komptoir zu erfragen. Karlsruhe. (Anerbieten.) Eine hiesige angesehene Familie, welcher seit mehreren Jahren Knaben zur Erziehung anverrraut wurden, wünscht zwei Knaben von 5 bis 12 Jahren zur Eziehung unter elterliche Obhut aufzuiiehmen. Das Zci- tungskomplvir gibt nähere Auskunft. Kehl. (Apo the k e rg eh ü lfc wird gesucht.) 8n einer Apotheke kann ein mit guten Zeugnissen versehener Gehülst sogleich eintreten. Näheres crtheilt deshalb Apotheker Wolf dahier. Gernsbach. sBesetzung des ForstamtSakt ua- riatS.) Das Forsiamisaktuariat dahier ist erledigt. Die hier- zu lnsttragenden Forstpraktikailten wollen sich sogleich an Unterzeichnete Stelle wenden. Gernsbach, den r5. Nov. i63Z. Grvßherzvglichcs Forstamt. v. Kellner. Tauberbischofsheim. (Diebstahl./ In heutiger Nackt ist mittelst Einbruchs in eines der Kanzleizimmer das ärmliche Dienstsiegel zum Schwarzdruck entwendet worden. Dasselbe hat eine ovale Form, in der Höhe 11 Linien und in der Breite 1 » Linien neues Maaß. Es war von Messing mit einem Griffe von Buchsbaumhol;. Das Wappen ist das großhcr- zoglichr mit dkm halben Huerbalken und springenden Löwen, 29 Z 7 «nb hatte die Umschrift ber diesseitigen Gcrichtsflelle, Auner diesem Siegel wurde noch ein Ball zur schwarzen Farbe und zwei Röcke entwendet. Der eine ist von s. g. grünem Göttinger Zeug mit gelben Knöpfen, der andere von grünem Luch mit grünem Sammetkragen und übcrsponnenen Knöpfen. Beide sind alt. Wir bringen diesen Diebstahl mit dem Ersuchen zur allge- Meinen Kenntniß, um insbesondere auf Urkunden, welche nach dem heutigen Tag« unter dem Namen der diesseitigen Stelle mit einem solchen Siegel Vorkommen sollten, genau zu achten, wobei wir bemerken, daß jetzt nur ein Siegel mit dem neuern greßherzvgl. Wappen im Gebrauch ist. Tauberbischofsheim, den - 5 - Nov. r 833 . Großherzogliches Bezirksamt. Jäger. Wiesloch sIwangsversteigerung.) In Sachen des FrühmeßfondS zu Rauenderg gegen Hirschwirth Joseph Schneider von da pto. äob. sä 2082 fl., nebst Zinsen, ist mittelst Beschluß großherzogl. Bezirksamt» vom 24. Aug. i 833 die Zwangsversteigerung verfügt, und zur Vornahme derselben Tagfahrt auf Montag, den 16. Dez. d. I., früh ,0 Uhr, aus dem RathhauS zu Rauenbcrg anberaumt worden. Die zur Veräußerung kommenden Unterpfänder sind: Nr. 1. 1 Drtl. 17 Ruthen Weinberg im Steinbügel, neben Friedrich Steinhäuser und Nikolaus Spannagel. Nr. 1 Vrtl. 33 Ruthen Weinberg im Kalbelsgrund, neben dem Weg und sich selbst. Nr. 3 . 35 1)2 Ruthen Weinberg auf dem Dreispitz, neben Peter Klefenz und Margaretha Bräutigam. Nr. 4. 1 Morgen Wiesen in den EckartSwiesen, neben Nikolaus Knab und Joh. Michel Greulich. Nr. 5 . 20 3)4 Ruthen Acker in der Merzwiese, neben sich selbst und Jakob Spannagel. Nr. 6. 1 Vrtl. 7314 Ruthm Acker in den Frankenäckern, neben sich selbst und dem Heiligenacker. Nr. 7. 2 Vrtl. 25 Ruthen Hauspwtz nedst 1 Morgen 1 Viertel ,5 1)2 Ruthen anliegenden Garic», oben im Dorf neben dem Schul- und Rathhaus und Georg Michel Lödel, worauf ein zweistöckigtes Haus, Scheuer, Keller und Stallung. Nr. 8. r Morgen 40 3 j 4 Ruthen Weinberg, neben dem Dreispitz, beiderseits der Weg. Nr. g. 3 ? 1)2 Ruthen Weinberg im Lichelberg, neben Christoph Maurer und Adam Fischers Erben. Nr. 10. 2 Drtl. 3 1)2 Ruthen Weinberg im Steinhart, neben Heinrich Menge» und Michael Gcrner. Nr 1,. 191)2 Ruthen Weinberg im Kälbrlsgrund, neben sich selbst und Anstößer. Nr. 12. , Drtl. 28 Rutben Acker im KnoS, Neben Union Oeflrin- ger und Gottfried Herrmann. Nr. , 3 . , Drtl. i61)2 Ruthen Acker in den Rosenäckern, neben Nikolaus Kerner undZMichael Gerner. Nr. 14. 1 Vrtl. sä 1)2 Ruthen Acker in den langen Aeckern, netzen Franz Haberkorn beiderseits. Nr. iS. 2 Vrtl. 3 g 1)2 Ruthen Acker im ober» Kleeberg, neben Martin Baier und Sebastian Beigel. Nr. 16. 333)3 Ruthen Acker im Frombügel, neben sich selbst und Franz Beton. Nr. ,7. 2 Vrtl. 28 3)6 Ruthen Acker rn den Hungerwiesen, neben Adam Spannagel und Georg Mvlitor. Nr. 16. 3 Vrtl. 3 i 1)2 Ruthen Acker in ber Hungerwiese, netzen Martin Knab und Nikolaus Kerner. Nr. ig. 1 Vrtl. n )3 Ruthen Acker in der Mittelgewann, Nlben Georg Vergmaier uno Adam Fischers Erben. Nr. 20. 33>)4 Ruthen Acker in den krummen Aeckern, neben Jakob Spannagel und Lorenz Moser. Nr. 2i. 2 Vrtl. 25 3)4 Ruthen Acker im Steingritsch, neben Joseph Stier d. j. und dem Jartheimschen. Nr. 22. 1 Drtl. , 3 i )8 Ruthen Acker bei der Kaltzach, neben Martin Greulich und Franz Haberkorn. Nr. 23. , Morgen 1 Vrtl. 142)3 Ruthen Acker in der Kohlplatte neben Philipp Rößler und Heinrich Menges. Nr. 24. s Vrtl. ,g Ruthen in den Schrotsäckern, neben Paul Knab und Jakob Greulich. Nr. 25 , 1 Drtl. 33 5)3 Ruthen Acker in den Hosbauernäckern, neben Franz Joseph Körner und Lorenz Moser. Nr. 26. 1 Vrtl. 23 Ruthen Acker in den Pfarräckern, netzen Kaspar Bergmaier und Franz Haberkorn. Nr. 27. 1 Vrtl. i 6 is 3 Ruthen Acker in den Wiesenäckern, neben sich selbst und Franz Joseph Wächter. , Sämmtliche Liegenschaften sind in gutem Stande, und besonders haben die Gebäulichkeiten mit daraus ruhender Schild- wirthschaftsgerichtigkeit eine sehr günstige Lage. Es werden daher alle Steigerungslustige eingeladen, und bemerkt, daß bei Erreichung des Schatzungspreises der endgültige Zuschlag erfolgt, die aber sonst bezüglichen Bedingungen an dem Derstei- gerungstag selbst erst eröffnet werden. Wiesloch, den > 3 . Nov. i 3 Z 3 . Großherzogliches Amtsrevlsorat- Ep pe lin. Mannheim. sHäuser zu verkaufen. ) Die beiden ehemaligen Bäcker Joh. Hahn'schen Häuser I-it. 6 2 tzkr. ir und r 3 , in einer vortheilhaften Lage, nahe am Speisemarkt, worin eine frequente Bäckerei betrieben wird, solid gebaut, mit Einfahrt, 2 Brunnen und sonstigen Bequemlichkeiten versehen, sind ganz oder getheilt au- freier Hand unter annehmlichen Bedingungen zu verkaufen. Beide Häuser stoßen in einander, und hat ersteres die Backgerechtigkeit. Nähere Auskunft ertheilt Kaspar Steinel, Maurermeister, wohnhaft in I-it. 8 3 Rr. 2 neben dem Prinz Mar. ^ Emmendingen. sWe inverkauf.) Samstag, den 7. Dez d. I., Vormittag» ,0 Uhr, werden in dem herrschaftlichen Fil'iatteller zu Eichstetlen 2938 ca. ,3o Ohm »SZZr Gefällwcin, gegen baare Zahlung, öffentlich versteigert werde». Im Fall das ganze Quantum zusammen ersteigert wirb, kann auf Verlangen der Keller nebst den Fässern auf einige Monate mit in Miethe gegeben werden. Emmendingen, den rS. Nov. ,833. Großherzogliche Domänenverwaltung. H o y e r. Ottersdorf. (Holzversteigerung.) AmMittwvch, de» »>., und Donnerstag, den 12. Dez. d. I., Vormittags 8 Uhr, werden im OtterSdorfer Gemeindswalde, und zwar in den Distrikten Buchau und Waffem 75 Stämme Eichen, zu Boden liegend, flammweise, und 2S » - aufrecht stehend, welche sich vorzüglich zu schönen Holländer Stämmen eignen, öffentlich versteigert, wozu die Liebhaber mit dem Bemerken eingeladen werden, daß die Zusammenkunft auf dem Platze selbst in der sogenannten Buchau bestimmt ist, und die Eichen jeden Tag eingesehen werden können. Ottersdorf, den 28. Nov. ,8ZZ. Da« Bürgermeisteramt. Sinsheim. (Versteigerung.) Bartholomäus Hesch dahier läßt aus Mittwoch, den 11. Dezember, d. I., Vormittags rr Uhr, 1) einen vollständigen Bauflaschcnzug für Kirchen - u. Thuim- gebäude in einer Höhe von rao' anwendbar. 2) eine» einfachen dilio, für gleiche Höhe brauchbar, und 3) einen Schieferdcckerflaschenzug öffentlich versteigern. Sinsheim, den 26. Nov. ,633. Das Bürgermeisteramt. Heiß. vät, Besch. Pforzheim. (Tannen Floßhvlzversteigerung.) Aus Domänenwaldungen Remirs Sechaus, Distrikt Spitalwald, werden Montag, den g. Dezember d. I., 144. Stämme tannen Floßholz versteigert, wozu sich die Liebhaber Morgens g Uhr auf dem Ralhhaus dahier einzuffnden haben. Pforzheim, den 28. Nov. ,833- Großherzogliches Forstamt. v. Gemmin gen. Ettlingen fSchuldenliquidativn.) Gegen den Seifensieder Ignaz Williard von Ettlingen wurde der Gant erkannt, und Tagfahrt zur Schuldenliquidalion auf Donnerstag, den 12. Dez. d. I., Morgens g llhr, aus diesseitiger Amtskanzlei anberaumt. Es werden daher alle diejenigen, welche aus was immer für einem Grunde Ansprüche an die TaNtmasse machen wollen, aufge- forderr, solche in der angesctzren Tagfahrt, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Bant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumclden, und zugleich die etwaigen Vorzugs- oder Unterpfandsrechte zu bezeichnen, die der Anmcidende geltend machen will, mit gleichzciriger Vorlegung der Bewcisurkunden oder Antretung des Beweises mit andern Beweismitteln. In derselben Tagfahrt soll ein Maffepfleger und ein Glaubi- gerausschuß ernannt, und Borg, oder Nachlaßvergleiche versucht werden. Dis nicht erschein enden Gläubiger werden in Bezug auf Borgvergleiche und Ernennung des Maffepfleger» und GläubigerauS- schusses als der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen werden. Ettlingen, den iS. Nov. ,833. Großherzogliche» Bezirksamt. Keller. vät. D örffer. Rheinbischo fsheim. s S ch u l de n liqu ida tiv n. ) Uber den verschuldeten Nachlaß des verstorbenen Kaufmanns Johann Jakob La u PP e zu Lichtenau wird der Gantprozrß erkannt, und Tagfahrt zur Schuldeuliquidativn auf Montag, den 9. Dez. d. I., Morgens 8 Uhr, anberaumt. Es werden daher alle, welche aus was immer für einemGrun« de Ansprüche an die Gantmaffe machen wollen, aufgefordert, solche in der angesetzten Tagfahrt, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Masse, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, christlich oder mündlich anzumelden, und zugleich ihre etwaige» Vorzugs oder Uinerpfandsrechte geltend zu machen, mit Vorlegung der Beweisurkunden oder Antretung des Beweises in andern Weise. In der Tagfahrt soll zugleich ein Maffepfleger und ein Gläubigerausschuß ernannt, auch ein von der Wittwc des verstorbenen Gemeinschuldnets angetragener Borg - und Nachlaßvergletch versucht werden, daher in Bezug auf den Borgvergleich und die Ernennung des Masiepflegers u. Gläubigcrausschuffcs die Nichterscheinenden als der Mehrheit der Erschienenen bcitretend angesehen werden sollen- Rheinbischvssheim, den ,5. Nov. 1833. GroßherzoglichcS Bezirksamt. Iägerfchmid. vät. Grubrr. Heidelberg. (Oeffentliche Vorladung.) Der ehemalige hiesige Akademiker stuä. meä. Christoph Bach von Schweinfurt, welcher beschuldigt ist, in den Jahren 1832 und »833 an der hier bestandenen Burschenschaft und an staatSge- fährlichen Umtrieben thätige» Aniheil genommen zu haben, wird anmit öffentlich vvrgeladen und aufgesvrdert, binnen zwei Monaten um so gewisser sich dahier bei Unterzeichneter Behörde zu stellen, und sich wegen des angegebenen Verbrechens vernehmen zu lassen, als sonst seiner Zeit das Erkenntniß nach Aktenlage gegen ihn gefällt werden würde. Heidelberg, den 23. Nov. ,833. Großherzogi. bad. Universitätsamt» Christ. vät. Wald, Aktuar. Heidelberg. (Berichtigung.) In dem diesseitigen Ausschreiben vom ,5. l. M. in der Karlsruher Zeitung Nr. 3r3, 3r6 u. 3r3 befindet sich ei» Irrthum, indem statt Schul „Schee l" gelesen werden muß, was anmit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Heidelberg, den 26. Nov. ,833- Großherzogl. bad. Universitätsamt. vr. Christ. vät. Wald, Aktuar. Karlsruhe. (Chaifenremise.) In der Waldhornstraße Nr. 7 ist ein Chaijenremise sogleich zu vermiethen. Verleger und Drucker: PH. Macklvt>