E'rn^'dung zur SuL,srrijiti§,r auf das ^^«ft'msclft Munst» und T^snterlzaltun^shsatt. >3ir unserer ereignisreichen Zeit erscheinen eine Menge neuer politischer Blätter, welche gegenseitig so viel von Aristokraten, Liberalen und Radikalen, von Stabilen und Servilen schreiben, daß das Publikum am Ende die Lust zu den meisten dieser Blätter verlieren muß, und nur wenige derbessern derselben sich erhalten werden. Wir glauben deßbalb, daß ein Blatt, welches sich einzig mit belletristischen, artistischen und wissenschaftlichen Gegenständen beschäftigt, eine willkommene Aufnahme finden wird. Es bestehen zwar schon mehrere Blätter dieser Art, von denen manche wirklich Werth besitzen, doch werden wir alles anwenden, um unser Blatt mit einer vorzüglichen eleganten Ausstattung zu schmücken. Wir haben uns zu diesem Zwecke mit einem beliebten Künstler, Maler Grund, in Verbindung gesetzt, von dessen geschickter Hand alle ausgeführten Zeichnungen, die wir dem Blatte beilegen, gefertigt werden. Da dieser Künstler selbst Mitunternehmer ist, so wird es sich derselbe besonders angelegen seyn lassen, die Zeichnungen so schön als nur möglich dem verehelichen Publikum zu übergeben. Was aber den Gehalt der Aufsätze betrifft, so steht es uns nicht zu, denselben selbst anzurnhmen; wir legen ihn dem geistreichen und gebildeten Leser zur Prüfung vor, und unterwerfen uns gerne seinem e insichtsvollen und billigen Urtheil. Die Redaktion hat sich durch die mehrjährige Ausgabe eines ähnlichen, in der Schweiz noch erscheinenden Werkes, welches aber in artistischer Hinsicht den Werth bisher noch nicht hatte, den unser neues Unternehmen durch die Verbindung des Maler Grunds erhalten wird, mit den Wünschen des Publikums bekannt gemacht, und wird deßhalb keine Kosten scheuen, demselben immer die interessantesten Gegenstände zu übergeben, wozu sich ja in dem schönen deutschen Vaterlande schon ein unendlicher Stoff darbietet, so daß — wenn sie sich nicht hie und daselbst aus Grundsätzen erlaubt — nur selten gezwungen seyn wird, in schon besuchten Gebieten zu wandeln. Wie viel Neues und Wiffenswürdiges gibt es nicht unter der Sonne? und noch stebt ja nur der kleinste Theil des Alten abgebildet und beschrieben — blicken wir nur in das reichhaltige Buch unserer deutschen Geschichte — blicken wir ferner auf die schönen deutschen Länder selbst, und es wird unserem Blatte sobald nicht an ergiebigen Quellen fehlen, deßhalb soll es auch seiner Haupttendenz nach, sich zu einem vaterländischen Blatte gestalten, ohne gerade dasjenige aus dem Auge zu verlieren, was auch außer den Grenzen der deutschen Länder die Aufmerksamkeit und Wißbegicrde unserer verehrten Leser zu fesseln würdig seyn wird. Vom 1. Januar 1834 an, wird im Verlage von W.Hasper alle Samstage ein halber Bogen Text mit einer Ichönen, ans denselben Bezug habenden, Abbildung, welche von obengenanntem Künstler gcfertigct ist, erscheinen. Der Inhalt soll in moralischen Erzählungen, Gedichten, Aufsätzen aus den reichen Gebieten der Länder- und Völkerkunde, der Kunst und der Wissenschaften bestehen; wo wir die Hauptaufgabe im Auge behalten, nämlich: die aItern Leser angcneh m zu unterhalten und die jünger n n ü tzlich zu belehren. Diesem wird sich eine Sammlung interessanter Contouren, welche einestheils Compositionen, anderntheils Abbildungen berühmter Kunstwerke enthalten sollen, anreiben, wozu Herr Maler Grund einige besondere größere Blätter beifügt, welche berühmte Werke neuerer Künstler darstellen werden. Auch sollen diesem noch von Zeit zuZeit in Musik gesetzte Lieder mit Klavier - oder Guitarre - Begleitung folgen. Da wir unseren schriftlichen Aufsätzen immer ein äusseres Bild beilegen, wozu wir den Gegenstand wählen, der uns am meisten malerisch scheint, weil wir uns ferner in unserem Blatte selbst mit Kunstwerken beschäftigen, so wird es unter dem Namen Malerisches Kunst- und Llnterhaltungsblatt erscheinen. Durch die Beiträge einiger würdiger Gelehrten und Dichter wird die Redaktion in den Stand gesetzt seyn, ihre bereits ausgesprochene Aufgabe auf eine befriedigende Weise zu lösen, indem sie historische, geographische, naturgeschichtliche, humoristische und poetische Mittheilungen aufnimmt, und wie sie nicht grundlos hofft, in letzterer Beziehung ein Blüthengarten der edlen deutschen Dichtkunst werden soll. Möchte unser Unternehmen bei den Freunden der Literatur und Kunst der deutschen Nation Anklang finden, und durch reichhaltige Producte fruchtbarer Geister unterstützt werden, wozu wir uns die Ehre nehmen, dieselben herzlichst einzuladen. Daß ein solches ausgedehntes und vielseitiges Unternehmen mit großen Kosten verknüpft ist, wird jeder Gebil- dete einsehen, und wir hoffen deßhalb, daß auch ein großes Publikum unser Unternehmen unterstützen werde. Den lithographischen Druck hat Herr P. Wagner, dessen lithographische Anstalt rühmlichst bekannt ist, übernommen. Die Bedingungen für die HH. Abonnenten sind: 1) Jeder Abonnent verpflichtet sich durch seine Unterschrift in das Abonnentenbuch immer auf einen ganzen Jahrgang von Nr. 1 bis 52. 2) Der Preis des Abonnements ist mit Compositionen und Contouren nebst Musik für hiesige Abonnenten 6 fl. 12 kr., für auswärtige, portofrei, 7 fl. 36 kr., welches alle Quartal vorausbezahlt werden muß. 3) Man abonnirt in Karlsruhe bei Wilhelm H asper, Kronenstraße Nr.40, und auswärts bei allen soliden Buchhandlungen.