H-llsri»tztr Leik««g. Nr. 16 . Dirnötag, den 16. Januar 1838 . Bade n. Hofansage. Wegen Ablebens Seiner königlichen Hoheit des Prinzen Marimilian, Herzogs zu Sachsen, hat der großher- zogliche Hof die Trauer, von heute an, auf acht Tage angelegt. Karlsruhe, den 15. Jan. 1883. Großh. bad. Oberhofmarschallamt. v. Duboys. vär. Schmieder. «Karlsruhe 15. Januar. Die französische Post traf gestern Nachmittag erst um 3 Uhr in Kehl und Abends nach 9 Uhr hier ein. B a i e r n. München, 12. Jan. Zu den schon erwähnten Verleihungen des Verdienstordens des heil. Michael sind noch die Namen Engelhardt und Möhler — jener Professor an der evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Erlangen, dieser Professor an der katholisch-theologischen Fakultät in München, nachzutragen. (A. Z.> Freie Stadt Frankfurt. F r a n k f u r t, 13. Januar. Deutschland hat abermals einen tüchtigen Tonkünstler, und unser Cäcilienverein seinen, erst vor kurzer Zeit erhaltenen Direktor verloren: Ferdürand Ries starb heute Nachmittag um 1 Uhr. Der Verlust dieses berühmten Komponisten wird hier sehr betrauert.. (F. I.) Hannover. Göttingen, 8. Jan. Die Hörsäle der Professoren sind wieder geöffnet und die Studirenden besuchen ruhig ihre Kollegien wie vorher, ganz so , als wäre nichts vor- gesallen. Die Aufregung unter ihnen hat sich verloren und an Störungen der Ordnung wird nicht mehr gedacht. Auch sind Prorektor und Senat wieder zu ihren Funktionen und Attributionen zurückgekehrt, und der' Polizeidirektor v. Beaulieu wacht streng über die Auf- rechchaltung und Beobachtung der Gesetze. Manche Studenten, die nach ihrer Heimath abgcreiät waren, werden: zwar noch vermißt, viele sind jedoch zurückgekehrt. Von den Medizinern insbesondere fehleil nur noch Wenige. Von Seiten des Universitätskuratoriums, scheint es, würde man den noch anwesenden eütlassencn Professoren gestatten, ihre Kollegien za: vollenden, allein nicht mehr in der Eigenschaft von Professoren, sondem von Privat- dozentcn. — Ewald, der scharfsinnige Orientalist, welcher bereits nach England abgereist ist, wird, wie man glaubt, die bei der londoner Universität erledigte Professur der orientalischen Sprachen bekommen, da er im Sanskrit eben so bewandert ist, als in der hebräischen, arabischen und persischen Literatur. Er wird zwar dort seine Vorträge in englischer Sprache halten müssen, aber er ist dieser Sprache mächtig; der vorige Professor sRosej in diesem Fache war ebenfalls ein Deutscher. Man glaubt, daß Ewalds Schwiegervater, Gauß, bei dieser Anstellung durch seine gelehrten Verbindungen mitgewirkt. Die Erklärung von sechs hiesigen, den sieben entlassenen mehr oder weniger befreundeten Professoren vom 13. Dez. v. I. ist von denselben nicht, wie irrig berichtet worden, an daS UuiversüüiLiuratonum gesendet worden, sondern sie haben sie blos in mehreren ausländischen Zeitungen, namentlich der kassei'schen und leipziger, veröffentlicht. Darum ist auch in Hannover nicht offiziell davon Notiz genommen worden, und es sind von daher auch keine, gedachten Professoren nachtheilige Verfügungen erfolgt. (S. Ho Hannover, 11. Jan. Hier sind folgende amtliche Publikationen erschienen: I. Proklamation, die Zusammenberufung der allgemeinen Stände betreffend. . Wir Ernst August, von Göt- tes Gnaden König von Hannover, königlicher Prinz von Großbritannien und Irland, Herzog von Cumbcrland,- Herzog von Braunschweig und Lüneburg rc. re. fügen hiermit zu wissen: Nachdem wir die durch das Staatsgrundgesetz vom 26. Sept. 1833 hervorgerufene allgemeine Ständeversammlung durch unsere Proklamation vom 30. Okt. 1837 aufgelöst hatten, erklärten wir in unserm Patente vom 1. Nov. 1837, daß die verbindliche Kraft deS gedachten Staatsgrundgesetzcs erloschen sey, und wir die, in dem königlichen Patente vom 7. Dn.- 1819 angeordneten, bis zum Jahre 1833 in voller Wirksamkeit gewesenen allgemeinen Stände unverzüglich zusammen berufen würden , um unsere Verfassungöanträge ibnen zur Bcrathung und Annahme vorzulegen. Nach Beendigung der nothwendig erforderlich gewesenen Vorarbeiten gewährt cS unferm Herzen eine ganz besondere Freude, jenes Versprechen gegenwärtig erfüllen und unsere getreuen Stände um unfern Ihren versammeln zu können. In Hinsicht der zu berufenden Stände haben wir uns streng an das königliche Patent vom 7. Dez. 1819 und an das demselben angeschlosscve Verzeichnst; der Mitglieder der allgemeinen Ständeversammlung gehalten , in so fern nicht inzwischen Abänderungen statt gefunden haben. In dieser Hinsicht eröffnen wir unfern getreuen Ständen Folgendes: 1) Nach dem königlichen Patente vom 7. Dez. 1819 ist wegen der Grafschaft Hohnstein nur der Graf v. Stol- berg unter den Mitgliedern der ersten Kammer der Stände aufgeführt worden. Da indeß der Graf v. Stolberg- Wernigerode, auf gleiche Weise wie der Graf v. Stol- berg-Stolberg, sehr ansehnliche Besitzungen mit vorzüglichen Rechten in unserer Grafschaft Hohnstein hat, so entsprach es nur den Grundsätzen der Gerechtigkeit, wenn die in dem angeführten Patente geschehene Auslassung deö Hauses Stolberg-Wernigervde von unserm höchstseligen Herrn Bruder, dem Könige Georg IV., im Jahre 1826 abgestellt, und demselben, wie dem Hause Stol- berg-Stolberg, Sitz und Stimme in der ersten Kammer der allgemeinen Ständeversammlung verliehen worden ist. (Schluff folgt.) Königreich Sachsen. Unter der Rubrik der „deutsche Zollverband" bringen die Börsennachrichten des O. Folgendes: Es sind setzt 4 — 5 Jahre verflossen, seitdem das Königreich Sachsen diesem Verbände zuerst beitrat, und 3 bis 4 Jahre, seitdem die verschiedenen anderen Staaten dem Beispiele desselben folgten. Niemand wird verkennen können, daß die Folgen davon für das Gewerbliche im Allgemeinen höchst wohlthätig gewesen wären. . Nur, daß sie gleichmäßig gewesen wären, wird man nicht behaupten können. In der Natur der Dinge liegt es, daß das Wohlthätige sich auf allen solchen Punkten zuerst entwickeln mußte, wo die Bevölkerung stark ist, und der Gewerbfleiß schon vorher ein Ucbergewicht erlangt hatte. Nach gewissen Regeln repräsentirte jeder derselben seither einen des Anziehens fähigen Schwerpunkt. Wie aber in der Mechanik, wenn gewisse Linien zu Hülfe kommen, der Schwerpunkt ausgeglichen werden kann, sollten nicht auch jene sehr wohl auszugleichen seyn, wenn gewisse Linien, und zwar Eisenbahnlinien zu Hülfe kommen? — Die Erfahrung wenigstens lehrt es, daß eine zivilisierte stärkere Bevölkerung erst dann recht zu bewegen ist, sich auf die schwächere zu übertragen, wenn ihr die Mittel dazu auf eine einfache, leichte Weise geboten werden. Auch würde nur dadurch erst der Zollverband seine ganze wohlthuende Wirkung zeigen. Daß, so wie es bis jetzt ist, für manche einzelne Gegenden ein Etwas, und vielleicht ein starkes Etwas zu wünschen übrig bleibt, kann dem aufmerksamen Beobachter nicht entgehen. W ü r t c m b e r g. 4 Stuttgart, 14. Jan. In meinen bisherigen Berichten habe ich schon die meisten hiesigen öffentlichen Institute berührt, und werde nun dieses Mal wieder von einer Wöhlthätigkeitsanstalt Nachricht geben, nämlich von der Armenkasten- und Almosenpflege. Am 1. Jan. d. I. standen im Almosengenuß 1,133 Personen, für welche jährlich 15,603 fl. 4 kr. verwendet werden. Für 101 theils uneheliche, theils verwaiste Kinder werden'an Kost- und Kleidergeld bezahlt 3,065 fl.; in jeder Woche werden 237 fl. 37 kr. Almosen ausgetheilt. Die Hauptsumme aller Einnahmen belief sich im verflossenen Jahre auf 21,588 fl. 9s kr.; darunter sind Beiträge von königl. Kassen 6,478 fl. 34 kr., von andern Kassen 2,883 fl. 34kr., von der Einwohnerschaft zu Stuttgart, Heslach u. Gablenberg 3,100 fl. 114 kr. Diese letztere Summe mag Manchem gering Vorkommen und den Wohlthätigkeitssinn der Privaten' nicht eben im glänzendsten Lichte erscheinen lassen. Allein dieser Schluß wäre viel zu voreilig, da hier nur die Beiträge für eilt Institut angegeben sind, es deren aber viele hier gibt, für welche die Wohlthätigkeit in Anspruch genommen wird. Unter den Einnahmen sind auch noch zu bemerken: die Huudetare mit 670 fl., und die Strafen wegen Unzuchtsvergehen mit 612 fl. 30 kr., für milde Zwecke wurden von der Armenkasse verwendet 18,821 fl. und die Hauptsum- me des Laufenden betrug 20,921 fl. 33 kr. Das Vermögen der Almosenkasse beläuft sich auf 4,040 fl. 374 kr. Mit ihr steht das Spimiinstltut in Verbindung, in welches Personen eingeliefert werden, welchen theils aus Mangel an- derwärtiger Unterkunft, theils wegen liederlichen Lebenswandels, oder auS andern Ursachen hier ein Aufenthaltsort angewiesen wurde, wo sie durch ihren Arbeitsverdienst den nsthwendigsten Lebensunterhalt sich verschaffen können. Dergleichen Personen waren 97 in dem Institute, zu deren Erhaltung die Almosenkasse 1,728 fl. 41 kr. beitragen mußte. — Die Direktoren der hiesigen Rentenanstalt haben wieder einen Kampf auszufechten. Zwanzig m Eßlingen wohnende Aktionäre haben in einer Eingabe an das Kuratorium, welche durch den schwäbischen Merkur der Oeffentlichkeit übergeben wurde, Auskunft darüber verlangt, ob cs wahr sey, daß die Direktoren dem 8- 10 der Statuten die Deutung gegeben haben, daß das Minus von 4 Proz. ihnen an Kapital zufalle, so daß sie von den Einlagen in der I. Klasse 20 Proz., in der II. Klasse 15 Proz., in der ül. 10 Proz. und in der lV. 5 Proz. ohne Weiteres abziehen. Die Aktionäre waren bisher der Meinung, diese Abzüge fänden zum Vortheile der Anstalt statt. Bei einer Einlagensumme von ungefähr 800,000 fl. sollen die Direktoren nicht weniger als 113,000 fl. zu ihrem Nutzen abgezogen haben, wie"hiesige Aktionäre berechneten. Diese letzteren wollen sich nun an die Justizbehörde wenden, um die Zurückzahlung dieser Abzüge von Seiten der Direktoren zu erwirken. Dir Direktoren dagegen behaupten, die Aktionäre sehen im Jrrthum und werden von dem Kuratorium darüber belehrt und zufrieden gestellt werden; auch sprechen sie von Umtrieben, die seit einiger Zeit gegen die Anstalt versucht werden re. Es wird sich indessen bald zeigen, in wie weit die Vermuth,mgen der Aktionäre gegründet sind; jedenfalls scheint es zu voreilig, schon von gerichtlicher Einschreitnng zu sprechen, ehe noch eine Erklärung des Kuratoriums der Anstalt erfolgt ist. — Als erfreuliches Zeichen der Zeit und der Humanität ist zu berichten, daß ein von dem hiesigen Archidiakonus Knapp ergangener 143 * Aufruf zur Bildung von Vereinen gegen die Thierquälerei allenhalben Anklang findet. Stuttgart, 14. Jan. In dem abgelaufenen Jahre 1837 sind in Würtemberg 31 katholische Geistliche, und zwar: 23 Pfarrer, 6 Kaplane und 2 Vikare, sodann 20 katholische Schulmeister und 2 Provisoren gestorben. Im nämlichen Jahre sind neu besetzt worden: 87 katholische Kirchenstcllen, wobei 41 Geistliche definitiv augestellt wurden. — Zu Priestern wurden geweiht: 35 Kandidaten der katholischen Theologie. Stuttgart, 15. Jan. Das heutige Regierungsblatt enthält eine kön. Verfügung, betreffend die Vollziehung der Gesetze vom 27., 28. und 29. Okt. 1836, über Aufhebung oder Ablösung der Beeden und ähnlicher älterer Abgaben, Ablösung und Bemessung der Frohnen und Entschädigung der berechtigten Gutsherrschaften für die Aushebung der leibeigenschafrlichen Leistungen. Oesterreich. Wien, 8. Jan. Ehcgcstem wurde die Fahrt auf der Eisenbahn gegen Entgelt» eröffnet, leider aber zum größten Unwillen des Publikum durch das Unbrauchbarwer- deu einer Lokomotive gestört. Die dritte Fahrt, welche an diesem Tage bis Deutsch-Wagram beabsichtigt war, mußte daher unterbleiben. Dessenungeachtet wird täglich diese Fahrt vom Prater aus fortgesetzt und gestern haben sich keine wesentlichen Störungen ergeben. DieNeu- gierde der Wiener lockt jedeSmal 8 — 10,000 Menschen als Zuschauer herbei. (D. C.) ^ Wien: 9. Jan. Se. k. der Erzherzog Karl, welcher an das Krankenbett seines Sohneö, des Erzherzogs Friedrich nach Venedig eilte, hat nach einen gestern eingetroffenen Estafette schon neuerdings in Friesach tröstliche Nachrichten erhalten. Der Prinz gab Hoffnung zu seiner Erhaltung. Se. k. H. der Erzherzog Karl hat seinen ältesten Sohn, den Prinzen Albrecht, mitgenommen. Letzterer wird, dem Vernehmen nach, nach seiner Rückkehr hier bleiben und nächstens zum General avaneiren. Preußen. Berlin, 6. Januar. In den letzten Monaten sind, wie bereits öffentliche Blätter gemeldet haben, mehrere, wegen politischer Vergehen verhaftet gewesene Personen begnadigt oder doch ihres Arrestes befreit worden. Vorgestern ist nun auch der seit einigen Jahren in der hiesigen Hausvogtei verhaftet gewesene RegierungSrath Schumann wieder zur Freiheit gelangt, jedoch ist ihm der Aufenthalt in den Residenzstädten gänzlich untersagt; nur krankheitshalber verweilt er für den Augenblick dahier. Einem andern Staatsgefangenen, dem Rittmeister v. S..., wurde bei seiner Entlassung aus dem hiesigen Mi- liiärarrest die Stadt Stargard angewiesen, wo er sich gegenwärtig unter der Aufsicht des dort kommandirenden Generals befindet. — Es gehen wieder ein Artillerieoffizier und vier Unteroffiziere nach der Türkei ab. (H. C.) Berlin, 11. Jan. Hier ist angekommcn: Der Botschafter Seiner Majestät des Königs der Franzosen am kaiserl. russischen Hofe, Baron von Barante, von St. Petersburg. Abgereist ist von hier: Der Kammerherr, geheimer Legationsrath, außerordentlicher Gesandte und bevollmächtigte Minister am königl. großbrittanischen Hofe, Frhr. von Bülow, nach London. Köln, 5. Jan. Nachdem am 27. Dez. der lehrende Vorstand des Seminars bei dem Domkapitnlarver- weser l>i. Hüsgen schriftlich das Versprechen ekngereicht, daß sie die von Rom verworfene Lehre des Professors Hermes schon vom Anfänge gänzlich aufgehoben hätten und aufgeben, sind die Vorlesungen für die Seminaristen am 3. Jan. , nach der, vom früheren Erzbischof Grafen Spiegel beliebten Weife aizss neue eröffnet. Die Herren >>Ol. Rebcr nnd Lentzcn lehren als Repetenten im Verein mit dem Subregens 11- . Gau, und dem Regcnö- Domkapitular vr. Weitz. (Kaff. A. Atg.) Rußland. St. Petersburg, 3. Jan. Am vorigen Sonntag hatte der ausserordentliche und bevollmächtigte Botschafter Sr. Maj. des Königs der Franzosen, Baron von Barante, der seinen Posten auf einige Zeit verläßt, die Ehre, von Sr. Maj. dem Kaiser in einer besonderen Audienz empfangen zu werden, und von Allerhöchstdenselben Abschied zu nehmen. Eben so wurde er zu einer Ab- schiedsandienz bei Ihrer Majestät der Kaiserin und darauf bei Seiner kaiserl. Hoher; dem Großfürsten, Thronfolger, zngelassen. Au demselben Tage wurde der als ausserordentliche Gesandte nnd bevollmächtigte Minister Sr. Maj. des Königs der Niederlande bei dem kaiserl. russischen Hose beglaubigte Graf von Schimmelpenninck von Sr. Maj. den, Kaiser empfangen und hatte die Ehre, Allerhöchstdemselben sein Beglaubigungsschreiben zu überreichen. Nach dieser Audienz hatte er die Ehre, von I. Maj. der Kaiserin und darauf von Sr. kais. Hoh. dem Großfürsten, Thronfolger, empfangen z» werden. Weimar, 10. Jan. Die hiesige Zeitung gibt einige Notizen über den Brand zu St. Petersburg, aus einem Schreiben vom 30. Dez., wobei es in einer Nachschrift vom 31. Dez. heißt: „Noch erhalte ich von Augenzeugen, Bewohnern des Schlosses, die Nachricht, daß viele Menschen verunglückt sind. Der Kaiser, auch hier seinen persönlichen Muth bewährend, war die ganze Nacht gegenwärtig, kam aber der Gefahr sehr nahe. Hinter ihm brach die Decke zusammen; er hatte kaum noch Zeit, ein Paar Schritte vorzutreten. Indessen ist die ganze kaiserliche Familie gesund und wohl." Großbritannien. London, 10. Jan. Folgendes sind in Kürze die gestern auf dem Kolonialministerium eingetroffenen Berichte aus Kanada; „Ouebek, 11. Dez. Hier ist Alles ruhig. Gegen 1,200 Freiwillige sind eingereiht und bewaffnet." „Montreal, 11. Dez. Ausser den bereits zur Hast gebrachten Rebellenanführern sind inzwischen zwei weitere, Bouchette und vr. Ouimper, gefänglich eingebracht worden, Die Rebellen sind jetzt allerorten, St. Eustachi und Grand Brul.-e allein noch ausgenommen, zerstreut. Der beste Geist herrscht unter der britischen Bevölkerung." „Montreal, 13. Dez. Die lang erwartete Bewegung gegen Grand Brulee lwo bekanntlich die Macht der Insurgenten sich gesammelt haltet ist endlich vor sich gegangen. Heute Morgen rückte die zur Erpedition bestimmte Streitmacht, bestehend (mit den bereits bei St. Martin aufgestellten Truppen) aus dem Leibregiment unter Oberst Wetherall, dem 32sten Sieg, unter Oberstlieutenant Maitland, dem 83stenReg. unter Oberstlieutc- nant Dundas, einer starken Artillerieabthcilung mit 6 Kanonen unter Major Jackson, und einem sehr starken KorpSFreiwilliger zu Roß und zu Fuß, aus. Generalmajor Sir I. Colborne verläßt heute Mittag die Stadt, um das Kommando der Erpedition zu übernehmen. Die Rebelleninacht zu Grand Brult-e ist vollkommen eingeschlossen. Hinter ihr stehen die zwei Kompagnien Linien- truppen zu Corvallon und die loyalistischen Freiwilligen von St. Adrews und Argcnteuil. Die Streitkräste, die sie von vorne angreifen, sind der Art, daß ihnen keine Aussicht auf einen auch nur augenblicklichen Erfolg bleibt; und das Korps Bewaffneter in ihrem Rücken benimmt ihr alle Hoffnung des Entrinnens. Sechs Kompagnien Linientruppen vom 24sten und 66sten Regt, bleiben als Besatzung in der'Stadt; ausserdem liegen noch hier die freiwillige Landwehr deö Obersten Dyer u. Oberstlieutenants Hol- mes's montrealer leichte Infanterie, sodann drei Bataillone Loyalistcnvolontärs, die Volontärsartillerie und ein starker Trupp berittener Freiwilliger. — Die heute anö Oberkanada eingetroffene Post bringt u. A. einen kurzen Beisatz auf dem Routenzettel von der Hand des Postmeisters von Kingston, worin es heißt: „Die Kolonialpost ist so eben angelangt. Die Rebellen sind, ohne allen Verlust von Seiten der Lohnlisten, geschlagen; 25 wurden getödtet, mehrere gefangen genommen. W. Nelson (auf dessen Beibringung bekanntlich ein Preis von 500 Pfd. Sterling gesetzt war) und Dr. Valois, von Port Clair, beide gewesene Mitglieder des Provinzialparla- nients, werden so eben gefangen hier eingebracht."" (Courier.) — Der „Globe" sagt ssdie früher gegebenen Nachrichten und damit die gleich Anfangs aeäusscrte Ansicht von den grundlosen oder übertriebenen Milthcilungen der meisten pariser Zeitungen bestätigend), die neuest eingctroffenen Nachrichten aus Kanada bekräftigten vollkommen, daß der Aufstand in Oberkanada gänzlich fehlgeschlagen und die Insurgenten nie, auch nur' auf einen Augenblick, Toronto inne gehabt haben. — Der „Courier" sagt: „Es freut uns, selbst aus den heute cingetroffenen amerikanischen Blättern die Versicherung erthcilen zu können, daß der Bürgerkrieg in Kanada ein Ende hat. So schreibt u. A. der New Uork Herald vom 20. Dez.: „Vorderhand ist der Krieg aus." — Die „Dublin Evenning Post" sagt: Das Parlament versammelt sich bekanntlich am 16. d. M. wieder: allein es wird als ausgemacht allgemein angenommen, daß vor dem 6. Februar keine wichtige Maaßregel, wenigstens keine solche, welche eine Parteifrage oder Parteiabstimmung aufrührte oder nach sich zöge, Vorkommen werde, weshalb denn auch viele Mitglieder erst auf jenen Termin hin zu ihren parlamentarischen Pflichten zurückkehren dürften. — Der ministerielle „Globe" schreibt: Mehrere in Manchester ansässige Deutsche haben für die sieben göttinger Professoren eine Summe von nahezu 100 Pf. St. j 1,200 fl. I unterzeichnet. — Das „Waterford Chronicle-- versichert, zur Widerlegung einer vom vorgestrigen "Courier" gebrachten Nachricht, die Cholera, welche in Waterford und Umgegend chJrlandff geherrscht, habe beinahe ganz aufgehört. Frankreich. Paris, 12. Jan. In der gestrigen (von Hrn. Dupin präsidirten, um 1 Ubr eröffncten und um 6z Uhr geschlossenen) Deputirt enkammersitzung wurde fwie schon gestern in der pariser Korrespondenz gemeldet) die Diskussion über den Hebert'schen Aenderungsvorschlag zum §. 4 fortgesetzt, welche anfangs vornehmlich zwischen Hrn. P assy, der die vom Ministerrathspräsidcn- ten in der Sitzung vom 10. aufgestellten Ansichten wegen der Unräthlichkeit einer Hülfseinmischung in die spanischen Wirren anfocht, und zwischen Hrn. v. Mole, der nur in seltenen Ausnahmsfällen einer Nation das Recht der Jutervenkion in die Angelegenheiten einer andern zugestehen wollte und im konkreten Fall überall keine Pflicht zu einer thätlichen Einschreitung in dem spanischen Bürgerkriege sah, geführt wurde. Hierauf erklärte sich der Doktrinär Jouffroy gegen eine thätliche Intervention, Hr. Mau- guin aber, indem er sich über die veränderte Politik der französ. Regierung gegen die spanische beschwerte und die Nothwendigkeit eines dem spanischen Volke in dessen Unmacht, sich selbst zu Helsen, zu leistenden kraftvollen Beistandes nachzuweisen bemühte, wider das Hebert'sche Amendement und für die ursprüngliche Fassung des 8.4, welcher doch wenigstens die Möglichkeit einer Intervention bestehen lasse; General Jacqueminot sprach sichgegen jede Intervention und für das Amendement, Hr. D u- faure aber wider dasselbe und für den ursprünglichen Paragraphen, den er als Mitglied der Adresseentwurfskommission hatte milverfassen helfen, aus. Nach einigen Bemerkungen des Ministerrathspräsidenten, in denen er zu zeigen bemüht war, wie der christinischen Sache von der franz. Staatsführung fort und fort, auch ohne thätliche Einschreitung, Vorschub geschehe, und daß e r in allen auf die spanischen Verhältnisse bezüglichen Fragen vor Allem das Interesse Frankreichs wahrend zu Rathe zu ziehen habe und ziehen werde, wohin auch daö fragliche Amendement abzwecke, ließ sich Hr. Odilon-Barrot gegen letzteres und über die Gefahren einer Kon- trerevolution in Spanien vernehmen , während Hr. Gui- zot für das Amendement, das ja ohnehin nicht jede Jn- terventionsmöglichkeit ausschließe, sprach. Hr. Thiers wollte nun ebenfalls noch redend austreten, wurde aber 145 durch den Lärmen der, wie es scheint, für diese Sitzung vollkommen mit Reden und Phrasen gesättigten Kammer zum Verlassen der Rednerbühne genöthigt. — Die Arbeiten an der Eisenbahn auf dem rechten Ufer von Versailles werden ungeachtet der Kälte mit großer Thäligkeit fortgesetzt. Eine große Anzahl Arbeiter ist Tag und Nacht mit Ausgraben des Tunnels beschäftigt, welcher durch den Park von St. Cloud gehen soll. Die Direktion will keine Opfer scheuen, damit mit Ende des künftigen Monats Mai die Reisenden bis nach St. Cloud gelangen können. — Len wegen der Hubert'schen Sache in Haft befindlichen Personen ist letzterejetzt erleichtert worden u. sie dürfen ihre Anhörigen sprechen,' über den Gang oder die Ergebnisse der Untersuchung selbst aber verlautet nichts. Ein als verdächtig arretirter Hr. v. Vaucguelin äst wieder aus freien Fuß gestellt worden. — In Straßburg gastirt gegenwärtig der berühmte Komiker Perlet. *G Paris, 12. Jan. Das kunstliebende Publikum strömt schaarenweise in den nun geöffneten Salon des Louvre, wo die Gemälde der spanischen Meister aufgestellt sind. Unter einem Christus des Morillo liest man folgende Zeilen: -r 1-uis bUft-o llo Oillvsus, re/ llv los kroneenes, i! eubiläo llo ls inetro- politiin» / siski'iucül ygUsici cls 8evill,i. — Die spanische Post ist heute nicht eingetroffen. — Wie sehr jetzt in Paris die Liebhaberei der deutschen Sprache zugenommen, beweist nicht blos das häufige Studium derselben, sondern die zunehmende Zahl der Buchhandlungen, welche sich mit dem Vertrieb deutscher Bücher beschäftigen. Ausser dem bereits seit 15 Jahren hier etablirten Hei- deloff und Avenarius und Brsckhaus, in deren Magazinen den Franzosen die ganze neuere überrhcinische Literatur zu Gebote steht, sind neuerdings noch zwei deutsche Leihbibliotheken geöffnet worden. Das erst vor einem halben Jahre gestiftete Leseinstitut der HH. Behr und Erringhausen , wo alle politischen und kritischen Blätter zu finden sind, bildet einen Sammelpunkt für alle nach Paris strömenden geluldeten Deutschen. Den Franzosen wird es nun überaus leicht, sich mit dem gelehrten Deutschland vertraut zu machen. Diese Foriichntte verdanken wir dem Frieden. 4 Uhr. An der Börse schmeichelt man sich mit der Hoffnung, das Mnügenum würde das Amendement durchsetzen, wenn es hinsichtlich der Redukliorlssrage nachgeben wollte. Allein noch sind die CourlierS nur Ver- kansSansträgen so beladen, daß dem Fallen unmöglich Einhalt gethan werden kann. Bei einer solchen Stimmung kann eine Ministerveränderung ein bedeutendes Sinken zur Folge haben, und käme gar die Intervention hinzu, so stehen wir am Vorabend einer Börsenkrisis. ^ Bona, 18. Dez. Ein Kavalleriedetaschement trifft so eben von Constantine ein, mit ihm der General Ber- nclle, welcher das Kommando Bona's übernimmt. Die Nachrichten, die wir durch diese Gelegenheit erhalten, gehen bls zum 12. Dez. Offiziere, wie Soldaten, machen eine sehr befriedigende Schilderung von ihrem Leben in jener innern Provinzhauptstadt. Obwohl seit ei- ' nein Monat kein Wagen mehr über den Ras-el-Akba passiren kann, leidet die Garnison Constantine's doch durchaus keinen Mangel an Lebensmitteln, da die Ara- derstämme Getreide und Heerden im Ueberfluß auf den Markt führen. Einige wenige maurische Familien emi- griren noch von Zeit zu Zeit nach Mila und Biskara im Süden. Dagegen sind die Juden mit dem neuen Zustande der Dinge höchlichst zufrieden, und verstehen es, den Siegern auf alle Art das Geld aus der Tasche zu locken. So sollen namentlich die Jüdinnen, auch die maurischen Damen, mit dm galanten französischen Militärs sympathisireu, und in deren glänzende Uniformen sich verliebt haben. Selbst die gemeinen Soldaten erzählen von ihren Eroberungen, und schildem scherzend die eifersüchtigen Grimassen der maurischen Ehemänner. Im Uebrigen wissen diese Militärs durchaus keine interessante Neuigkeit mitzutheilen. Die Kabylen der Umgebung von Medschez-Hammar haben seit dem Falle Cou- stantine's alle Feindseligkeiten eingestellt, und ob es gleich noch nicht rathsam ist, die dortigen Gebirgsgegenden ohne Eskorte zu durchstreifen, so begeben sich doch häufig einzelne neugierige Individuen von dort nach Hamman- Meökhutin, um die dortigen heißen Wasserfälle, das schönste großartigste Naturwunder des Atlaszebirges, zu schauen. (Ä. Z.Z Türkei. Von der serbischen Gränze, 27. Dez. Der Zustand Serbiens, wo die persönliche Sicherheit vielleicht größer ist, als im ganzen übrigen Europa, und das dies- fallstge Verdienst des Fürsten Milosch wird durch solche Ergebnisse, swie die, gestern gemeldete, Beraubung der Post in Makedoniens glänzend herausgestellt. Mau hat seit Jahren in Serbien kaum ein Beispiel von Diebstahl und gewiß kein einziges von Straßenraub. Jedermann kann in Serbien bei Tag und Nacht durch Wälder und Gebirge ohne Begleitung reisen, ohne im mindesten für seine Person und Habe in Sorge seyn zu dürfen. Sogar Verlornes wird meist wieder den Eigenthümern zu- gcstellt. Als vor einem Jahre ein Krug Gold, einem wiener HandelShauje gehörend, in Serbien, man weiß nicht, durch weichen Zufall, abhanden kam, und Fürst Milosch von Wien die diesfallsige Anzeige erhielt, ließ er dem betreffenden Hause, ohne vorher Nachfrage gehalten zu haben, den ganzen Betrag bei Heller und Pfennig zustcllm. Aber auch in anderer Beziehung macht daö Fürstenthnm Serbien sichtbare Fortschritte in der Zivilisation. Man sieht mit nächstem der Publikation der lange schon vorbereiteten Gesetze entgegen, wozu die serbische Zeitung bereits Einleitungen geliefert hat. Besonders erfreulich ist der Finanzzustand Serbiens, welcher ganz im Einklänge mit dem Reichrhum des Landes und dem Wohlstände der Einwohner steht. Der Fürst selbst ist besorgt, daß die Wirthschaft jedes seiner Untergebenen in gutem Stande ist, und so erklärt es sich leicht, daß man in Serbien von Bettlern kaum einen Begriff hat. — Seit Kurzem sind in Serbien reiche Lager der trefflichsten Steinkohlen entdeckt worden, wodurch dem Lande eine neue reiche Quelle des Wohlstandes eröffnet ist. (A.Z.) Belgien. Brüssel, 9. Jan. Die hiesigen Zeitungen theilen ein Mandat der Bischöfe Belgiens mit, durch welches der Geistlichkeit befohlen wird, allen Freimaurern, wenn sie nicht dieser Verbindung entsagen, die Absolution zu verweigern. Schweiz. Luzern läßt, in Erwartung eines herbeigerufenen belgischen Ingenieurs, eine Eisenbahnlinie von Luzern nach Basel einstweilen durch zwei schweizerische Ingenieure ermitteln. Dänemark. Kopenhagen, 5. Januar. Einer unserer aus- gezeichnetstenSchriststeller, der als Dichter Geschichtsforscher und Prediger rühmlichst bekannte Grundtvig, der wegen eines früheren Preßvergehens unter lebenslängliche Zensur gestellt wurde, ist auf allerunterthänigstes Gesuch von derselben entbunden worden, — eineMaaßregel, die hier allgemeinen Beifall gefunden hat. (H. C.) Ostindien. Calcutta, 8. Okt. Man erfährt so eben den Tod des Kaisers von Dehli, der am 28. Sept. und in seinem 82. Jahre gestorben ist. Sein Nachfolger, Suradsched- din, wurde von dem englischen Residenten eingesetzt. Dieser Schatten der Moguls ist gegenwärtig von keiner Wichtigkeit, aber unter schwierigen Umständen könnte er in der Hand eines energischen Feindes für die Kompagnie sehr gefährlich werden;-denn die mohammedanische Bevölkerung hat die Familie, der sie ihre Herrschaft in Indien verdankte, nicht vergessen. (A. Z.) Vereinigte Staaten. Englische Blätter bringen Nachrichten aus New-Aork bis zum 21. Dez. Handel und Wandel besserten sich fort und fort recht befriedigend in den Verein Staaten. Die newyorker Phönirbank hatte wiederangefangen, ihre Noten in klingender Münze zu bezahlen; der in Umlauf befindliche Betrag war indessen auch nur ungefähr 110,000 Dollars. Eine vergleichende Zusammenstellung aller Banken in Staate New-Ao-rk liefert folgendes Resultat: 1. Juni 1837. 1. Dez. 1837. Dollars. Dollars. Darlehen und Disconto's 46,391,000. 54,809,000. Baar in Händen 2,800,000. 3,483,000. Zirkulirend , 14,940,000. 13,919,000. Was eine wesentliche Geschäftszusammenziehung, zugleich aber auch eine sicherere Stellung zeigt. Staatspapiere. Paris, 12. Jan. 5proz. konsol. 108 Fr. 70 Et. 4proz. — Fr. — Et.; 3proz. 79 Fr. 30 Et. Bankaktien 2620 Fr. Kanalaktien 1220 Fr. Römische Anleihe 101; belg. 103^; piemont. 1047,50; portug. 20z. Span. Akt. 20z; Pass. 4z. St. Gcrmaineisenbahnaktien 880 Fr. — Et. Versailler Eisenbahnaktien, rechtes Ufer, 7l5 Fr.; — Et.; linkes Ufer, 647 Fr. 50 Et. Mühlhauser do. 675 Fr. Cetter do. 640 Fr. Epinac do. 660 Fr. — Et. Gaserleuchtungsgesellschaft 17 Fr. Dampfschifffahrtöak- tien (Pecg) 520 Fr. Wien, 9. Januar. 5prozent. Metalligues 106; 4prozent. 100Z; 3prozent. 79; Nordbahn 108z; Mail. E. B. 108z; Bankaktien 14g8z. Kurs der Staatspapiere in Frankfurt. Den 13. Jan., Schluß 1 Uhr. jpZr I Pap. j Geld. Oesterreich Metall. Obligationen ;5 — siosz do. do. !4 — lOOj do. do. 3 — /9s's Bankaktien — 1690 fl. 100 Loose bei Roths. — 249 Partialloose do. 4 — — fl. 500 do. do. — 119 z Bethm. Obligationen ?4 — 100 -- do. do. 4j — ioiz Preußen Staatsschuldscheine 4 — 104z ss Prämienscheine — 63z Baiern Obligationen !4 — 101 z Frankfurt Obligationen 4 — 1V2 V Eisenbahnaktien. Agio >— 49t'-. Baden Rentenscheine 3j — 1b it ss fl.50Loose b. Goll u. S. — 94 Darmstadt Obligationen 3j iooz »- V fl. 50 Loose I — 60z ss fl. 25 Loose I — 24z Nassau Obligationen b. Roths. 3t 100 — do. do. 3 94t Holland Integrale 2t — 53/z Spanien Aktiv schuld 5 — 13 Polen Lotterieloose Rtl. . . — 67z ss do. ä fl. 500 — 77z Redkgirt unter Bsrantwortlichkeit von PH. Macklot. Auszug aus den Karlsruher Witterungsbeobachtungen. 14. Jan. kBarome-iThermome- ter. txr. WindWitterunz ^ mberh au pt. M. 7 N. 3 N.11 U.S27Z. 9,4L.12,2Gr.ut.O U. 27Z. 9,0L.j10,6Gr.ut.0 U.j27Z. 8,98.112,8 Gr. ut.0 S SW SW trüb heiter trüb 147 Großherzogliches Hoftheater. Dienstag, den 16. Jan.: Mit allgemein aufgehobenem Abonnement, zum Vortheil der Madame Haizin- g e r, zum Erstenmale: Feodore, Schauspiel in 1 Aufzuge, von Kotzebue. Dem. Adolphine Neumann: Feodore, zum ersten theatralischen Versuche. Hieraus zum Erstenmale: Die gefährliche Tante, Lustspiel in 4 Aufzügen, von Mini. Konzertanzeige. Unterzeichneter erlaubt sich, einem hochgelehrten Publikum anzuzeigen, daß er Mittwoch, -den 24. Jan., im Saale des Bürgervercins ein großes V«Lr»I - knnsivi't, unter der gefälligen Leitung des Herrn Hofkapellmeisters Strauß und Mitwirkung der vorzüglichsten Künstler des großh. Hoftheaters, zu geben die Ehre haben wird. Das Nähere besagt noch eine fernere Anzeige, so wie am Tage des Konzerts das Programm. -8k. Mitglied des großh. Hoftheaters. Karlsruhe. (Anzeige.) ganz vorzüglich schön, ist wieder zu 32 kr. bis 1 fl. 12 kr. pr. Pfund frisch zu haben in der Lvtinvttirck-, <«vk1L«L- «. LSniurrkl- von Karlsruhe. (Anzeige.) In der Karlsstraße Nr. 33 sind für die abgehaltcn werdenden Maskenbälle Herren- und Damenkleider zu verleihen. Mnrsrr Hl. LssM-rAs-' (Laugcstraße Rr. 64, dem Marktplatz gegenüber) empfiehlt eine hübsche Auswahl Wachs- und Pa- p'.ier maske», die zu billigen Preisen «s» s» «» abgegeben weiden. Rr. 162. Breiten. (Dienstantrag ) Bei diesseitiger Etelle ist ein Aktuariat erledigt, welches man mit einem tüchtigen Rechlspraktikanten oder einem rezipirten tüchtigen Skribenten wieder zu besetzen wünscht. Indem man die hierzu Lusttragenden zur Anmeldung, unter Vorlage ihrer Zeugnisse, einladet, fügt man bei, daß zu dem firen Gehalt von 350 fl. für den Fall der Zufriedenheit mit den Leistungen aus eine Zulage von 50 fl. gerechnet «erden darf. Der Eintritt kann bis 1. Frbr. oder auch in einem Vierteljahr geschehen. Wetten, den 3. Jan. 1838. Großh. badisches Bezirksamt. Rüttinger. Bruchsal. (Holzversteigrrung.) Im Echutzredier Wender wird den 25, 26. und 27. d. M. durch den großh. Bezirksförster L a u r o p versteigert 80 eichene Klötze, 106 Klafter buchenes Scherterholz, 154 - eichenes do. 87 - gemischtes do. 24 - buchenes Prügelholz, 43 - gemischtes do. 21 - eichenes Stumpenholz, 2,450 buchene Wellen, 6,850 gemischte da. Dabei wird bemerkt, daß am ersten Tage das Klotzholz zur Versteigerung kommt. Die Zusammenkunft ist, Morgens 8 Uhr, bei Weyher, da, wo der Domänenwald anfängt. Bruchsal, den 10. Jan. 1838. Großh. bav. Forstamt. v. Ehrenverg. Nr. 16,832. Waldshut. (Sch uldcnliquidatkon.) Gegen das verschuldete Vermögen des ledig verstorbenen Laver Scheu ble von Küßnacht haben wir Gant erkannt, und Lagfahrt zum Schuldenrichtigstellungs - «»d Vorzugsverfahren auf Freitag, den 26. Januar 1838, Morgens 8 Uhr, auf diesseitiger Gecichtskanzlei angeorbnet. Alle diejenigen, welche, aus was immer für einem Grunde, An» spräche an diese Gantmasse machen wollen, werden daher aufgefordert, solche kn obiger Lagfahrt, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden, und zugleich die etwaigen Vorzug«. oder Unterpfandsrecht« zu bezeichnen, die der Anmeldend« geltend machen will, mit gleichzeitiger Vorlegung der BeweiS- urkunden oder Antretung des Beweises mit andern Beweismitteln. In derselben Lagfahrt wird ein Massepfleger und ein Gläu- bl'gerausschuß ernannt, und in Bezug auf diese Ernennungen die Richterscheinenden als der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen werden. Waidshut, den 25. Dez. 1837. Großh. bad. Bezirksamt» Bodmann. Rr.206. Mannheim. (Tchuldenliquidation.) Gegen den Bäckermeister, Wilhelm Kistner von hier, haben wir Gant erkannt, und Lagfahrt zum RichigstellungS - und VorzugS- »ersahren auf Mittwoch, den 31. Januar 1838, Vormittags 9 Uhr, auf diesseitiger Ctadtamtskanzlei anberaumt. Es werden daher alle diejenigen, welche, aus was immer für einem Grunde, Ansprüche an die Gantmasse machen wollen, aufgefordert, solche in der angesetzten Tagfahrt, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden, und zugleich die etwaigen Vorzugs- oder Unterpfandsrechte zu bezeichnen, die der Anmeldende geltend machen will, mit gleichzeitiger Vorlegung der Beweisurkundeo oder Antretung des Beweises mit andern Beweismitteln. In derselben Lagfahrt wird zugleich ein Massepfleger ernannt, Borg - und Nachlaßvergleiche versucht, und sollen, in Bezug auf Borgvergleiche und Ernennung des Massepflegers, die Richter- scheinenden als der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen werden. Mannheim, den 23. Dez. 1837. Großh. bad. Stadtamt. Romdride. Karlsruhe. (Französi Journale.) Es werden Mitleser gesucht zum Journal des Debats und zur Charte de 1830. 148 Staufen. (Aufforderung und Fahndung.) Am 2t. Rov. o. I. har sich der Dragoner, Joseph Bretsch von E?ren- ftelten , aus der Garnison Bruchsal entfernt und bisher nicht mehr gestellt» ES wird daher derselbe aufgefordert, sich binnen tj Wocren entweder bei seinem grvßh Regimeniskowmando oder bei Unterzeichneter Behörde einzufinden und über seine Entfernung sich zu verantworten, widrigenfalls er der Desertion für schuldig erklärt und in die gesetzliche Strafe verfällt «erden soll. Die betreffenden Bezirks - und OrtSbehörd«« »ollen nach unten stehendem Signalement auf ihn fahnden und auf Betreten chn entweder hierher oder an das Kommando de« Isten Dragvnerregt- menls in Bruchsal abliefern lasten. S r. nnakement. Aller, 22 Jahre. Größe, S' 5 ". Körperbau, besetzt. Gesichtsfarbe, blaß. Augen, grau. Haare, blond. Rase, spitz. Staufen, den 24. Dez. 1W7» Großh. bad. Bezirksamt. Schilding. Rn 297. Karlsruhe. (B orladung u. Fahndung.), Friedrich Schöffler, Soldat im großh. Leibinfanteiieregiment, hat sich am 1. d. M. ohne Erlaubniß au« seiner Garnison dahier entfernt, und wird deshalb aufgefordert, sich binnen 4 Wochen bei seinem RezimentSkommando zu stellen »nk über seine Entfernung sich zu verantwortenwidrigenfalls derselbe der Desertion für schuldig erklärt uno die gesetzlichen Strafen gegen ihn ausgesprochen werden sollen. Zugleich ersuchen wir alle Polizeibehörden, auf Friedrich Schöffler, dessen Signalement wir beifügen, zu fahnden, und denselben iw Belretungsfall an uns abzuliesern. GLgnalement des Friedrich Schic fikler». Alter 24 Jahre. Größe, 5' 9" 2'". Körperbau, schlank» Gesichtsfarbe, blaß. .Augen, blau. , Haare, blonde . Rase stumpf. Karlsruhe, den 8 . Jan. 4838. Großh. dadischet Stadtamt. Baumgartner. vädStahs.. Nr. 1.65). UnteröwiSheim. (Gesuch.) Gegen die Mitte de» MvnatS März d. I. kömmt bei Unterzeichneter Dvmä- nenverwaltung «ine Gehülfenstelle in Eiledizung, mit welcher ein Gehalt von 350 fl. verbunden ist. Dies nigen Kameralprakukan- ten oder Kameralskribentsn, welche d>e eifvrderlichen Geschätlt- kenntniffe besitzen, und zur Uebernahwe gedachler Stelle Lust haben , wollen sick. unter Vorlage der erforderlichen Zeugnisse, in Bälde dabier m löen. UnteröwiSheim, den 2. Januar 1838. Großh. badische Do»änenverwaltu»a. Steinwarz. Rr.z2.418i Mannheim, f SchultenlsaukSatkon) Ge>en den Bäckermeister, Joseph Maurer von hier, ist G-»t könnt, und Logfahrt zum Richtigstellung»- uns VoMgsversah- rrn auf Urettaa. den 26. Januar 1838, Morgens S Uhr, auf diesseitiger Stadtamtikanzlei anberaumt, wozu alle diezenigen, welche, aue was immer für einem Grund«, Lnsprüche an die Gantmaffe machen wollen, mildem anher »»«geloben werden, solche in der aogesetzien Lagsahrt, bei We»nn- dung de« Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumclden, und jU-gleich bi« etwaigen Vorzug«, oder UnlerpfandSrechrezu bezeichnt«, die der Anmeldende geltend machen will, mit gleichzeitiger Vorlegung der Beweisurlunden oder Antretung de« Beweises mit andern Beweismitteln. In obiger Tagfabrt wird ein Maffepfleger ernannt und ein Borg - oder Nachlaßverglich versucht werden, und sollen in Bezug auf die Ernennung des MaffepflegerS und Abschließung de- BorgvergleichS die nichterscheinendcn Gläubiger als der Mehrheit der Erschienenen beitreiend angesehen werden. Mannheim,, den, <3. Dez. 1837. Großh. badisches Stadtamt. N o.mbrid e. vät. Niednagel. Rr. 135. Engen. (Skbuldenliquidation.) Gegen den Bermögensnachlaß des verstorbenen Stadtpfarrcr« und Dekans Schl osser von Engen, haben wir Gant erkannt, und zum Richtigstellungs- und VorzugsveriahrenTagfahrt auf Montag, den 12. Februar d. I., früh 8 Uör, angeordnet, wobei alle diejenigen. welchd, aus was immer für ri, nem Grunde, Ansprüche an die Gantmasse machen wollen, solche, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden, und, unter gleichzeitiger Vorlegung der Beweisurkunden oder Antretung des Beweise- mit andern Beweismitteln, ihre etwaigen Vorzugs - oder Unterpfandsrechte zu bezeichnen haben; damit »er- bindet man die Anzeige, daß in derTagfahrt ein Massepflegerund «in Gläubigerausschuß ernannt, Borg - und Nachlaßvergleiche versucht werken, mit dem Beisatze, daß in Bezug aus Borgvergleiche und Ernennung der MaffepflegerS und GläubigerauSschuffis di« Nichterscheinenden als der Mehrheit der Erschienenen beilretsnd angesehen werden. Engen, den 6 . Januar 1838. Grvßh. bad. sürstl. fürstenö. Bezirksamt. Leo. vär. Gtraub. Nr. 1,969. Kiechli'nSbergen. (Weinversteigerung.) Bett dieffeilWr Domänenverwaltung werden Montag, den 22. Jan. 1838, Vormittags MUHr, 60 Ohm 1835er, und 60 „ 1836er Wein. Dann Dienstag, den 23. Januar 1838, Vormittag« lO Uhr, i« Gtubemvirthshause zu Bischvffingen 63 Obm 1836er Wein dem Verkaufe in öffentlicher Steigerung auSgesetzt z »üss hierdurch zur Kenntniß der Kaufliebhaber gebracht wirb. AiechltnSbergen. den 28. Dez. 1837. Grvßh. badische Domänenverwaltung. Bartholin« H. Mannheim. (St ad»wagen fM.) Ekn"im Kesten Stande sich ilefindender äcbk wiener .Siadlwa. ge« (Coupe), 4sttzig, ist um billigen Meis zu verkaufen in L>l. N 4, Nr. 19. _ Mt einer literarischen Beilage der W. Ereuzbauerkschen Buchhandlung in Karlsruhe. D O r K t g e r und Drücker' PH- M a ck 1 0 t. gest gen holl eine ligk Ko! ilcr tres An Scl L Z»r schc ni,s der gie' ebe nal vol les dar Pa tro! ein tra un, ger UN! Zei ihr Be stäl aill ten saf die Kl. wii we voi !Us