Beilage zur Karlsruher -Zeitung Mo, 59. Mittwoch, den 28. Februar 1838. Literarische Anzeigen. Einladung an die katholische Christenheit Deutschlands zur Anschaffung des dritten, vielfach verbesserten, Abdruckes, oder einer Prachtausgabe -er heiligen Schriften alten Mt- neuen Testamentes, von vr. Joseph Franz Alliolr, König!, barer, geistlichem Rathe und Domkapitular in Regensburg. ' Einzige, vom heiligen Stuhle genehmigte, von mehr als dreißig hohen geistlichen Obcrhirten mit Vorzug empfohlene, mit den gediegensten Erläuterungen versehene und billigste katholische Bibel. Diese 3te Auflage oder Prachtausgabe erscheint in 13 monatlichen Lieferungen, jede von 16 bis 17 Bogen des größten Oktavformats, auf herrliches, äußerst haltbares Papier gedruckt. Ohnerachtet der schönen Ausstattung kostet jede Lieferung im Subskriptionspreis doch nur 42 kr. rhein., und die Subskribenten erhalten noch übcrdieß 13 kunstvolle Stahlstiche als Prämie, verstellend: Christus uns vie Molk Apostel. Keiner andern Bibel wurde die päbstliche Approbation zu Theil; die Allioli'sche darf daher in keiner guten Familie fehlen. Und so möchte den bibelbednrftigcn Katholiken die Wahl nicht schwer fallen, — sie haben nur zu wählen zwischen dieser besten, allein richtigen Ucbcrsetzung und zwischen andern vom billigen Vater verpönten Bibclausgabcn. Gleichzeitig erscheint auf Subskription ohne Vorausbezahlung in einer HcftauSgabe: Legende dev .Heiligen auf alle Tage des Jahres, oder: die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschreibungen der Heiligen Gottes. Ein christkatholisches Hand- und Hausbuch zur Belehrung und Erbauung der Christen vom Domkapitular Ant. Mätzler in Augsburg. Dritte, verbesserte Anklage. Dieses vortreffliche Werk mit hohen Approbationen ist so eben in der dritten, verbesserten rechtmäßigen Auflage vollständig erschienen, und es wird zur Erleichterung der Anschaffung nun in einer Heftausgabe von 8 monatlichen Lieferungen, jede von 13 bis 14 Druckbogen in großem Quartformat, ausgegeben. Vier solcher Lieferungen bilden einen Band, geschmückt mit einem prachtvollen Stahlstich, und es kostet jede Lieferung nur 9 ggr. oder 36 kr. rhein. — Auch vollständige Exemplare der Legende find fortwährend zu dem Ladenpreise von 4 fl. 30 kr. zu haben. Subskriptionslisten und Prospekte, welche die näheren Subskriptionsbedingungen beider Werke, so wie auch Druck-, Papier- und Kupferproben der Bibel enthalten, liegen bei uns bereit. Karlsruhe, im Februar 1838. G. Vraun'sche Hofbnchhandlung. Um armen Leidenden den Ankauf eines Werkes zu erleichtern, das in unzähligen Fällen Hülfe glücklich nachwieß, und auch um der Spekulation dreier Nachdrucke! ein Ziel zu stecken, haben wir von dem, in nnserm Verlage bereits in drei Auflagen erschienenen. Buche: Die Auszehrung heilbar, aus dem Englischen übertragen vom H. S. Obermedi- zinalrathe und Leibärzte vr. Hohnbaum, nnd mit Anmerkungen und Hcilberichten desselben bereichert, eine vierte Auflage zu halbem Preise, nämlich zu 8 Groschen sächs. — 36kr. rhein. — 32 kr. 366 Konv.-Mze. — IO/- Silbergr. veranstaltet. — Dieselbe verläßt eben die Presse. Diese vierte Auflage ist nicht allein ») viel wohlfeiler, als alle Ausgaben der Nachdrucker, sondern sie hat auch vor diesen und allen übrigen älter» Editionen den entschiedenen Vorzug dadurch, daß sie b) die zahlreichen neuesten (sehr merkwürdigen) Erfahrungen des Herrn Verfassers (Or. Ramad- ge, Oberarztes des londoner Hospitals für Lungensüchtige) enthält, welche, sowie die Zusätze und Bereicherungen unsers Herrn Bearbeiters, allen andern und früher« Ausgaben gänzlich fehlen. Die erläuternden Kupfer tafeln sind um zwei vermehrt worden, und der Text ist in der Bogenzahl fast um die Hälfte stärker. Um aber gewiß zu seyn, die rechte Ausgabe zu erhalten, verlange man: Namadge-Hohnbaum, Nie Auszehrung heilbar, 4te Qriginalauflage zu halbem Preise(36kr.) „Ich habe gefunden, daß die Heilung einer Krankheit möglich ist, die man bisher für unheilbar gehalten hat, und zwar besteht das Mittel zur Heilung nicht aus irgend einem pharmazeutischen Arkanum, sondern aus einem einfachen mechanischen, fast nichts kostenden und allenthalben anwendbaren Prozeß. Was uns bis jetzt dunkel war, ist nun, wie ich hoffe, hell geworden, und ich habe die frohe Ueberzeugung, daß, als Wirkung dieser kleinen Schrift, alle bisherigen, auf bloßen Vermuthungen beruhenden Auszehrungskurmethoden, die nur zu oft die Krankheit verschlimmerten, statt sie zu heilen, gleich andern irrigen Behandlungsweisen der Vorzeit, an die wir nur mit Bedauern und Erröthen zurück zu denken vermögen, nun der verdienten Vergessenheit übergeben werden." Vorrede. Hildburghausen, Amsterdam «LNcw-Aork, 1838. Bibliogr. Institut. Zweite Auflage eines höchst interessanten Buches! Neu entdecktes untrügliches Mittel, auf eine leichte und anmuthige Weise in seiner geistigen und sittlichen Bildung die entschiedensten Fortschritte zu machen und auch bei geringen Geistesanlagen eine Fülle neuer, eigenthümlicher geistreicher Bemerkungen hervorzubringen. Allen höheren und höchsten Ständen, allen Gebildeten überhaupt, und allen Schriftstellern und Studirenden insbesondere dringend empfohlen. Velindruckpap. eleg. gch. Preis 1 fl. 21 kr. Obgleich die erste Auflage dieses sehr merkwürdigen Buches nur wenig im Buchhandel verbreitet wurde, da sic der Hr. Vcrf. zu besonderm Zwecke hatte drucken las, ,en; so war sie doch bald gänzlich vergriffen. Dieser Umstand spricht wohl schon besonders zu Gunsten des Buches, wenn es nicht bereits mehrere Urtheile in öffentlichen Blättern gethan hätten. Auf die in den Blätter f. liter. Unterhaltung 1837, Nr. 33, enthaltene ausführliche und gediegene Rezension darf besonders aufmerksam gemacht werden. Der Verleger hat nicht nur von allerhöchsten Personen, sondern auch von weltberühmten Männern — wie z. B. Gust. Schwab, Strombeck, Dräseke, Preusker, Herlossohn und vielen andern für den Verfasser die günstigsten und ehrenvollsten Urtheile erhalten. Das Buch gehört durchaus nicht in die Kategorie der Charlatanerien — wahr, gediegen, des Gegenstandes würdig ist sein Inhalt. Mit den wärmsten Gefühlen für Menschenwohl, voll reinen religiösen Sinnes gibt darin der im Ernste des Lebens gereifte Mann neben jenem neuen, untrüglichen Mittel und als einen Theil desselben eine eigcnthüm- liche Anweisung zur geistigen und sittlichen Veredlung, das höhere Lebensziel an, welchem der sich bildende und gebildete Mensch in der jetzigen Weltperiode nachzustreben haben dürfte. Es wird Niemand, dem um seine Bildung und Veredlung wahrhaft zu thun ist, dieses Buch zum Gegenstand seines Nachdenkens machen, ohne sich auf's Vollkommenste befriedigt zu finden, und darum ist der Preis dieses Buches so ausserordentlich niedrig zu 1 fl. 21 kr. gestellt. Dieses sehr empfchlenswerthe Buch ist durch jede Buchhandlung in Deutschland, ver Schweiz u. s. w, zu beziehen; in Karlsruhe vorräthig bei CH. Th. Gross und im Kabinet für Literatur und Kunst; m Heidelberg bei K. Groos und in Freiburg bei Gebr. Groos (A. Emmerling). Stuttgart. In Unterzeichnetem Verlage erschienst eben und ist in allen Buchhandlungen zu haben, in Karlsruhe bei G. ISraun, Cy. Th. Groos; in Heidelberg bei C. NNiNter; in Mannheim bei T. LöVer; in Offenburg bei Braun; in Freiburg bei Gebr. Groos. Fr. TNagner: Baumgartner, Hofrath und Professor, Mandbucy der speziellen Rrsnkheits- und Meliungs- lehre, mit besonderer Nücksicht aut die Uhgsiologie. Zweite, verbesserte und vermehrte Auslage. 2 Bände, 120 Bogen, gr. 8. Preis 12 fl. Grundzüge zur Uhgsiologie und zur Allgemeinen Mrankhetts- und Meilungslehre. Entworfen von Dr. K. H. Baumgartner, bad. Hof- L67 rath, Professor der Medizin, Direktor des Medizin. Klinikums und der polyklin. Anstalt zu Freiburg rc. 4ö Bogen gr. 8. Preis 4 fl. 48 kr. Jedes dieser Bücher ist ein selbstständiges Werk, beide zusammen bilden aber auch ein Ganzes und führen als solches den gemeinschaftlichen Titel: Dualistisches System der Medizin, oder Lehre von den Gegensätzen in den Kräften im lebenden thierischen Körper. Der Verfasser hat in diesen Werken eine neue Theorie der Lebenserscheinungen aufgestellt, zu welcher er auf dem Wege der Experimentalphysiologie gelangt ist, und durch welche auf manche bisher noch dunkle Stelle im Gebiete der Wissenschaft Licht geworfen wird. Ausserdem hat derselbe die Resultate seiner klinischen Beobachtungen in dieser Pathologie niedergelegt und die ganze Krankheits- und Heilungslehre nach dem neuesten Standpunkte der Wissenschaft bearbeitet. Für die, Brauchbarkeit des Werkes spricht, ausser den vielen günstigen Rezensionen der ersten Auflage, das baldige Erscheinen der zweiten, da zwischen dem Versenden der ersten Auflage und dem Drucke der zweiten nicht ein Jahr verflossen ist. L. Nieser k Comp. Nachruf. Durch die allerhöchste Beförderung unseres allverehrten Herrn Amtmanns Franz von Jagemann aus Oberkirch zum großher- zoglichen Oberarm Rastatt hat uns ein harter Schlag getroffen. Wir verlieren in ihm einen Mann, der seiner Pflicht stets getreu, strenges Recht, mit Milde und Freundlichkeit gepaart, übte, und sein Vergnügen einzig und allein in prompter Geschäftsförde- rung, rastloser Thätigkeit, wahrhaft väterlichen Mahnungen, und möglichster Kvstensparung seiner Amtsangehörigen zu suchen sich stets zum Ziel setzte. Möge ihm dafür auch in der Ferne jener Lohn zu Theil werden, den ihm die treu ergebenen Gemeinden, an deren Spitze die gehorsamst Unterzeichneten zu stehen die Ehre haben, durch ihre Anhänglichkeit, Liebe und schnelle Erfüllung seiner Anordnungen zu zollen so glücklich sich schätzten. Sein Andenken wird kein Zahn der Zeit in uns zermalmen. Er lebe stets glücklich und froh! Am 6. Februar 1838. Die Vorgesetzten des Bezirksamts Oberkirch. Von Renchen: Hund, Bürgermeister. „ Ulm: A. Brandstetter, Bürgermeister. „ Erlach: Krößig, Bürgermeister. „ Stadelhofen: Hund, Bürgermeister. „ Mosbach: Bürck, Bürgermeister. Nr. 1 , 786 . Gernsbach. (Holzversteigerung.) Aus Domänenwaldungen des Fvrstbezirks Baden wird Samstag, den 3. März d. I., durch Bezirksförster Kißling nachbenanntes Bau- und Nutzholz loosweis der öffentlichen Versteigerung ausgesetzt: Im kuppenheimer Dvmänenwald, Distrikt Specht: 189 Stück tannene Sägklötze und 35 Stämme „ Bauholz Windfallholz in sämmtlichen Distrikten: 33 Stück tannene sägklvtze und 1 Stamm „ Bauholz Im badener Domänenwald, Dist. Langenwaldmqtt: 167 Stück tannene Sägklötze 5 Stämme eichenes Bauholz 4 „ „ Nutzhvlzklötze L birkenes Nutzholz und 6 Stämme erlenes „ Windfallholz in sämmtlichen Distrikten: 111 Stück tannene Sägklötze 2 „ „ Külpen 3 Stämme Birken 9t Stämme tannenes Bauholz und 12 „ eichenes „ Die Liebhaber können sich an benanntem Tag, früh io Uhr, in der Försterswohnung zu Baden einfinden. GernSbach, den 18 . Februar 1838. Großherz. bad. Forstamt. v. Kettner. Heidelberg. (Wirthschafsverpachtung.) Wegeneingetretener Verhältnisse steht man sich veranlaßt, den in der Bekanntmachung vom 9. d. M. festgesetzten Termin von 8 Wochen auf 14 Tage zu beschränken, wonach die Lusttragenden ihre Sumissionen hinsichtlich der Museumswirthschaft baldmöglichst anher einreichen möchten. Heidelberg, den 21 . Februar 1838. Die Museumskommisffon. Gernsbach. (Bekanntmachung.) Der Unterfertigte setzt hiermit seine Freunde und Bekannten in Kenntniß, daß er nunmehr für die Folge seinen Wohnsitz dahier gewählt und bereits angetreten hat. Gernsbach, den 19. Februar 1838. Otto Autenrieth, prakt. Arzt, Lahr. (Bekanntmachung.) Der bisherige Bürgermeister Renkert zu Nonnenweier wurde auf Ansuchen seiner Funktionen enthoben, und an dessen Stelle Johann Schlager von dort gewählt und bestätigt. Lahr, den 3. Januar 1838. Großherz. bad. Oberamt. Lang. Nr. ü,857. Heidelberg. (Bekanntmachung.) In dem Besitze des wegen wiederholten Diebstahls verhafteten Paul P au sch von hier befanden sich unter andern folgende Kleidungsstücke, über deren redlichen Erwerb er sich nicht auSweisen kann: ») ein Paar dunkelbraune Tuchhosen, , b) ein Paar schwarze Tuchhosen, e) ein Paar Sommerhosen mit breiten, hell- und dunke braunen Streifen. Die bis jetzt unbekannten rechtmäßigen Eigenthümer werden aufgefordert, sich bei der Unterzeichneten Stelle baldmöglichst zu melden. Heidelberg, den 19. Februar 1838. Großherr. bad. Oberamt. Deurer. vät. Steinacker. A. j. Nr. 2,734. Lahr. (Aufforderung.) Zwischen der Gemeinde Hugsweier und der dortigen Pfarrei ist ein Zehntablösungsvertrag abgeschlossen worden. Es werden daher alle Diejenigen, welche Ansprüche an Las Zehntablösungskapital zu machen haben, aufgefordert, solche binnen 3 Monaten anzubringen, widrigenfalls sie lediglich an die Zehntberechtigten verwiesen würden. Lahr, den 29. Januar 1838. Großherz. bad. Oberamt. Lang. Nr. 1,448. Ettlingen. (Schuldenliquidation. Die Jakob Bandel'schenEheleutevon Ettlingen wollen nach Nordamerika auswandern. Z68 Es werden daher Alle, welche an dieselben Ansprüche zu haben glauben, aufgesordert, solche bei der auf Donnerstag, den i. März d. I., Vormittags 9 Uhr, angeordneten Schuldenliquidation anzumelden, widrigenfalls ihnen nicht mehr dazu verholfen werden könnte. Ettlinge den 13. Februar 1838. Großherz. bad. Bezirksamt. Sieb. vckt. L. Braunwarth, Act. jur. Rr. 3,784. Freiburg. (Dienstantrag). Eine Aktuarstelle mit 350 fl. Gehalt ist dahier frei geworden, und soll sogleich, oder innerhalb 3 Monaten an einen rezipirten Skribenten vergeben werden. Die Kompetenten wollen sich unter Einsendung ihrer Zeugnisse baldigst dahier melden. Freiburg, den 21. Februar 1838. Großherz. bad. Stadtamt. v. Vogel. Neckargemünd. (Dienstantrag). Wegen Beförderung des diesseitigen Gehülfen wird seine Stelle erledigt und sollte in m glichster Bälde mit einem tüchtigen Kameralpraktikanten oder -Skribenten wieder besetzt werden. Der Normalgehalt besteht in 400 fl. Hierzu Lusttragende wollen sich an den Unterzeichneten wenden und das Nähere vernehmen. Neckargemünd, den 17. Februar 1838. Großherz. bad. Domänenverwaltung. Schweigert. Haslach. (Dienstantrag). Bei diesseitigem Amte ist die Stelle für einen hinlänglich geübten Rechtspraktikanten mit 500 fl. fixen Gehaltes zu besetzen, was mit dem Bemerken bekannt gemacht wird, daß der Eintritt sogleich geschehen könne. Haslach, den 20. Februar 1838. Grvßherz. bad. f. f. Bezirksamt. Dilger. Nr. 2,183. Freiburg. (Mundtodterklärung). Gegen Wilhelm von Brandenstein von Freiburg wird hiermit, nach dem Antrag seiner Familie, und auf den Grund der vorliegenden gegen ihn gepflogenen Untersuchungen, die Mundtodtmachung erkannt, und ihm ein Beistand in der Person des k. k. österreichischen Oberlieutenants Freiherrn Heinrich von Brandenstein beigegeben, ohne dessen Mitwirkung Wilhelm von Brandenstein die im L. R. S. 5>3. aufgeführten Geschäfte nicht vornehmen darf. Freiburg, den 31. Januar 1838. Großherz. bad. Startamt. v. Vogel. vät. Dörffer. Nr. 1,019. Sichern. (Mundtodterklärung). Michael Wiegert auf demZinselshof, Gemeinde Waldulm, wird hiermit, wegen verschwenderischen Lebens, für mundtodt erklärt, und ihm der dortige Bürger Lorenz Meistersheim als Beistand bestellt, ohne dessen Einwilligung er die im L. R. S. 513 bezeichne- ten Rechtsgeschäfte nicht eingehen kann. Sichern, den 22. Januar 1838. Großherz. bad. Bezirksamt. Bach. A.N. 179. Sichern. (Entmündigung). Durch diesseitiges Urtheil vom 30. Dezember v. I., Nr. 14.715, wurde der Bürger Georg Ernst von Sasbach wegen Wahnsinns entmündigt, daher unter Vormundschaft gestellt, und Bürgermeister Ernst von Sasbach wird zu seinem Pfleger ernannt; was hiermit öffentlich bekannt gemacht wird. Sichern, den 2. Januar 1838. Grvßherz. bad. Bezirksamt. Meier. Nr. 2,140. ^Oberkirch. (Entmündigung). Katharina Nivx, Ehefrau des Anton Panter, Bauern zu Renchen wird wegen Gemüthsschwäche im Sinne des L. R. S. 499 entmündiak Oberkirch, Len 28. Januar 1838. Grvßherz. bad. Bezirksamt. Fauler. vät. Burger. Nr. 2,296. Neckarbischofsheim (Entmünd iquna) Der großjährige Christian Hege von Oberbiegelhof wird wegen Blödsinns entmündigt, und ihm Abraham Beer von da als Pfleger bestellt, was unter Hinweisung auf L. R. Satz 509 lnermit bekannt gemacht wird. Neckarbischofsheim, den 9. Februar 1838. Großherz. bad. Bezirksamt. Benitz. Nr. 1,053. Baden. (Verschollenheitserklärung.) Da Alois Schulz von Sandweier auf die Vorladung vom 13. September v. I., Nr. 9,406, sich bisher nicht gestellt, und auch keine Nachricht von sich gegeben hat, so wird derselbe für verschollenerklärt, und das ihm zugehörige Vermögen seinen nächsten Verwandten gegen Kaution in fürsorglichen Besitz übergeben. Baden, Len 20. Januar 1838- Grvßherz. bad. Bezirksamt, v. Theob.ald. Nr. 15t. Ladenburg. (Verschollenheitserklärung.) Nachdem sich Jakob Hellwig von Wallstadt der diesseitigen Aufforderung von 22. März 1837, Nr. 3,514, ungeachtet, nicht gemeldet, auch sonst keine Kunde von ihm eingegangen ist, wird derselbe hiermit für verschollen erklärt und sein Vermögen Len diesseitigen erbberechtigten nächsten Verwandten in fürsorglichen Besitz übergeben. Ladenburg, den 9. Januar 1838. Großherz. bad. Bezirksamt. Baumann. Nr- 2,175. Sichern. (Aufforderung). Die ledige Barbara Hennjet von Sichern hat die Auswanderungserlaubniß nach Ungarn erhalten; es werden daher alle diejenigen, die Forderungen oder sonstige Rechtsansprüche an dieselbe zu haben glauben, aufgefordert, solche am Mittwoch, den 14. März d. I., Morgens 8 Uhr, dahier anzumelden, andernfalls sie sich die aus der Unterlassung ihnen zuziehenden Nachtheile selbst beizumeffen haben. Sichern, den 15. Febr. 1838. Grvßherz. bad. Bezirksamt. Bach. Bühl. (Bekanntmachung.) Da auf diesseitige Aufforderungen vom 18. September v. I. und öffentlichen Anschlag innerhalb der gesetzten Frist'Niemand Ansprüche an die Verlassenschaft des Theodor Rheinb old von Steinbach, bestehend in 275 fl. 28 kr., erhoben, so wird dieselbe als ledig betrachtet, Und der großherz. Generalsttaatskasse auf ivr Ansuchen, »ach Abzug der darauf ruhenden Kosten, zugewiefen. Bühl, den 8. Febr. 1838. Großherz. bad. Bezirksamt. Kuenzer. Nr. 3,661. Staufen. (Präklusivbescheid.) Alls diejenigen, welche in der Gantsache gegen die Andreas Eber lin iche Wittwe, Maria Susann«, gcb. Löffler von Ballrechten, ihre Ansprüche seither nicht angemeldet und richtig gestellt haben, werten andurch von der vorhandenen Masse ausgeschlossen. V. N. W. Staufen, den 30. Januar 1838. Großh. bad. Bezirksamt. Leiber.