Hark-ratzet -3 eik««g. Nr. 78. Montag, den 19. März 183S B a d e n. * Karlsruhe, 17. März. Während der UrlaubS- zeit des Haizinger'schen Künstlerpaars hat die Hofthea- terintendanz dafür Sorge getragen, daß durch das Gastrollenengagement deS Hrn. Rauscher, ersten Tenors vom mannheimer H-ostheater, auch große Opernvorstellungen stattfinden können, und so die Lust des musikliebenden Publikums eine freundliche Befriedigung finde. Bei dieser Veranlassung lernten wir einen Sänger kennen , dessen künstlerisches Verdienst eine Erwähnung in diesen Blättern in Anspruch nimmt, und dessen Leistungen- so sichtbar dm Karakter einer schönen, sorgfältigen Abrundung und einer eben so gefälligen, als richtigen Auffassung, haben, daß Hr. Rauscher wirklich zu der Elite der wenigen und immer seltener werdenden Künstler gezählt werden muß, welche dmch eifriges und inniges Studium die Technik der Kunst sich in ihrem ganzen Umfange vollkommen eigen gemacht , und die individuellen Mittel auf die entsprechendste und zugleich eleganteste Weise anzuweuden wissen. Mag vor dem Forum unseres Publikums schon als ein gewichtiger Grnnd in die Wagschaale dieses Künstlers gelegt tv-er- den, daß wir durch Haizinger's herrlichen Gesang an Ausgezeichnetes in dieser Sphäre gewohnt sind; und bettachten wir hinwieder den gerechten und wohlverdienten Beifall, welchen die Leistungen des Hru. Rauscher bisher fanden, und gewiß auch noch weiterhin finden werden , so ergibt sich- das erfreuliche Resultat: daß sich die Theilnahme unseres Publikums auch fremdem Verdienste, das sich in so überraschender und korrekter Offenbarung darbietet, gern und mit aller Anerkennung anschließt. Hr. Rauscher hat ein allgemeines Wohlgefallen für sich und seine Kunst in Anspruch genommen, und bisher in steter Regsamkeit erhalten, wie dies seit geraumer Zeit kaum einem Stellvertreter Haizinger's bei uns gelungen ist. Wir haben ihn bis jetzt zweimal als Othello, dann als Chapelou im Postillon von Longjumeau, als George Brown in der weißen Dame von Avenel und im vierten Me von Robert der Teufel gehört, und der Sänger mag die Versicherung hinnehmen, daß die theatralischen Abende seines Wirkens allgemein zu den angenehmsten gezählt wurden. Daß Hrn. Rimscher's Othello, den er selbst an der Seite Haizin- ger'S, des Triumphators aller Rodrigos, mit dem glän- zendst-m Erfolge sang, sich als ein vollkommen gelungenes Kunstbild darstellt, dürfte wohl keine Widerrede suchen ebenso, daß sei» George Brown zu den elegantesten Produktionen gehört , wie daß sein Spiel, überall ein gefälliges Ganzes und eine sorgfältige Karakteristik varbietet. Was seinem Postillon vielleicht an einer eben so effektvolle» Wirkung gebrach, liegt nur in der individuellen Abänderung , welche jeder Sänger in dieser Parthie für sich und seine Mittel vornehmen muß, daher sie Venn, von anderen Künstlern gesungen, auch immer gleichsam als eine andere erscheint, und jeder neue Sänger hier mit der Erinnerung des Zuhörers zu. kämpfen hat. Bei einer Wiederholung würde sich Hewiß auch diese Leistung den vollsten Beifall, wie die übrigen erwerben ; zumal da Hr. Rauscher dem Karakter durch fein Spiel eine Anschaulichkeit verleiht, welche den befriedigendsten Eindruck hervorbringt. Ich schließe diese Zeilen mit dem Wünsche, den gewiß die meisten Leser theilen, Hrn. Rauscher noch öfter auf unserem Opernre- pertoir zu finden. Barer u. * München, 16-März. Ueber das mit kommendem Frühfahr nun bestimmt festgesetzte Uebungslager, welches aus 16,000 Mann bestehen wird, theilen sich seit gestern über den wirklichen Bestimmungsort die Meinungen wieder gewaltig. Die eine Meinung ist, daß des Königs allerhöchster Wille die Umgegend von München hierzu mW ersehen habe, und die andere gibt mit Gewißheit das Lechfeld bei Augsburg an. — Unsere jetzige Fastenzeit bietet der Unterhaltungeu viele und mannichfaltige dar; so haben wir am verflossenen Montag, den 12. d., in unserem Museum — eine der größten Privatgesellschaften Münchens , worüber Se. M. der König das Protektorat führt — einem Konzerte von den rühmlichst bekannten Virtuosen Faubel, Meuter und Mittermayer beigewohnt, in welchem unsere Hofschauspieler Herr und Mad. Dahn, so wie die Hofsänger Dies; und Beyer zur Steigerung des Genusses rühmlichst mitwirkten. Die Elite des Adels und die Notabilitäteu unserer Kaufmannschaft haben demselben bei- gewohnt. Vorzüglich habm wir die lieblichen n. gemüthlichen Schuöerl'schen Lieder darin singen höreil. Zn. unserem ?. Odeon werden von der musikalischen Akademie großartige- Konzerte von Beethoven und Haydn gegeben, denen in der Regel der Hof beiwohnt. — Der Kimstverem bietet Künstlern und Kunstfreunden täglich neue Genüsse. — Nächsten Sonntag werden auf hiesiger Hofbühue, znrn Vörtheil des städtischen Armeninsiituts, JfflandS „Jäger" aufgeführt, worin Eßkair die Rolle des Oberförsters gibt. W ü r t e m b e r g. Stuttgart,, 16. März. Gestern wurden in.der Ab- 800 geordnetenkainmcr die Strafen des Meineids (Strafgesetzbuch Art. 216—22 t) beratheu und ftstqestellt. Ein trauriges Verbrechen, welches das Sittlichkeilsgefühl und den heiligsten Glauben verletzt, und doch so häufig vorkömmt. Ob starke Strafgesetze davon abhalten, ob nicht vielmehr sorgfältige Nahrung und Verbreitung religiöser Gesinnungen und wahrer Furcht vor Gott zweckmäßiger scyen, wurde wohl dabei besprochen, aber nicht entschieden. Mehrfach wurde auch gerügt — namentlich von dem Hrn. Präl. v. Flatt — daß bei uns die Gerichte mit den Eiden etwas freigebig seyen, wogegen in der Prozeßordnung Vorsorge getroffen werden soll. Daß der falsche assertorische Eid nach Verhältniß der Verletzung, welche durch denselben entstanden, schwerer gestraft wird, liegt in der Theorie der Jurisprudenz; nicht so ganz, daß auch die Verletzung des promissorischen Eides (Eidbruch) noch besonders (das dabei begangene Vergehen ungerechnet) mit Strafen belegt ist. Mehrere neuere Gesetzgebungen, auch deutsche, haben die Strafe des Eidbruchs nicht. Vor ^ r Religion ist freilich das Verbrechen nicht geringer, als der Meineid. Im Mittelwege straft unser Gesetzbuch den Eidbruch milder, als den Meineid. Daß unser Slrafkoder annimmt, es könne durch verabredeten Meineid Mehrerer ein Unschuldiger zum Tode verurtheilt werden, ist ein starker Beweis für die Nothwendiqkeit der Abschaffung der Todesstrafe, da hiemit gesetzlich und offiziell zugegeben ist, eS seyen Justizmorde doch möglich! (D. C.) Königreich Sachsen. O Dresden, 14. März. Die Elbe, die? Ellen über der gewöhnlichen Höhe stand, ist wieder einige Ellen herabgesunken. Die Beschädigungen, die das Eis an der Brücke verursacht hat, find bedeutend, indeß im Vergleich zu andern Jahren nur gering. — Der Herzog von Lucca wird noch diese Woche in Begleitung seiner Schwester, der verwittweten Herzogin Mar, nach Lueca zurückkehren. Er hat für sich das einige Stunden von hier höchst reizend gelegene Schloß Weistrupp gekauft. — Der Prinz Johann , Bruder des Königs , wird, wie man hört, noch vor Ende dieses Monats eine Reise nach Italien machen. Da deren Zweck größtentheils ein wissenschaftlicher ist, so werden mehrere wissenschaftlich gebildete Männer im Gefolge Sr. k. H. seyn. Der Prinz, der bekanntlich den Dante in's Deutsche übersetzte (von welcher Uebersetzunq jetzt eine zweite Auflage erscheint), will besonders den Orten Aufmerksamkeit schenken, die auf diesen großen Genius Bezug haben. — Auch unser König ist Schriftsteller; von ihm rührt ein Schristchen über die Flora um Marienbad her. Won der Prinzessin Amalie sahen wir auf unserer Bühne wieder ein neues Stück iu der Art ihrer bisherigen: »Der Pflegepater." Am 5. d. war die erste Aufführung; es war der Namenstag des Königs. Dieser, so wie die hohe Verfasserin, waren selbst zugegen. Das Publikum empfing Se. M. mit einem Lebehoch ! Die Gegenwart der Prinzessin feuerte sammtliche Spieler an, die alle am Schluffe gerufen wurden. — Ein Sohn findet unter dem Nachlaß ,einer verstorbenen Mutter den Entwurf zu der Stiftung einer Erziehungsanstalt für arme Kinder von verschiedenen Religionen. Trotz dem / daß er nicht gesetzlich gebunden war, den dazu gehörigen Fond abzuliefern , übergab er der Stadt freiwillig die Summe, die die Erblasserin dazu vorläufig bestimmt hatte. Ein ähnlicher Fall ist, daß eine Frau aus ihrem Sterbebette den Sohn bat, eine gewisse Summe Geldes an die Armen auszutheilen. Der Sohn erfüllte gewissenhaft den Wunsch der Tobten. Solche Beispiele zeigen von Neuem den Wohlthätigkeitsinn der Dresdener, der sich auch besonders in diesem Wmterbei Sammlung von Beiträgen für die Armen kund gab. — Man schmeichelt sich, daß der Kaiser von Rußland bei seiner Reise durch Deutschland auch einige Wochen sich hier aufhalten wird. Hannover. Göttingen, 8. März. Am 1. d. ist das Prorektorat von dem bisherigen Prorektor Hofrath Bergmann an den Professor der Theologie, D--. Gieftler, übergegangen. Das Verzeichniß der Vorlesungen für künftiges Sommersemester soll schon seit mehr als acht Tagen in Arbeit seyn; man hört aber noch immer nicht, daß es erscheinen werde. Gleichwohl nahen die Vorlesungen sich ihrem Ende, und die Hörsäle fangen an leer zu werden. In der medizinischen Fakultät ist hier Himly noch nicht wieder erzeht, in der juristischen fehlt Göschen, und für Philologie ist DissenS Stelle noch vakant. Der Lehrstuhl der Staalswiffenschas- ten steht nach Dahlmann's Entfernung ganz verwaist da. Ueber Geschichte sind ebenfalls keine Vorträge zu hören, da Heeren schon seit längerer Zeit nicht mehr liest, und Dahlmann und Gervinus fehlen. Der Paragraph des Verzeichnisses: Literärgeschichte, in welcher der selige Reuß, Grimm und Gervinus leuchtende Sterne waren, wird gar nicht einmal wieder aufgesührt werden können In das Heiligthum des Alten Testaments führt kein Ewald, Geheimnisse des ewigen Lebens enthüllend, die nach Wahrheit dürstende Jüngerschaar. Für das Staats - und Pri- vatrecht verlangt der Studirende die geistreichen Vorträge Albrechtö zurück — wenn gleich beide Fächer durch zwei Männer, Kraut und Thöl, besetzt sind, die sich als Schriftsteller und Dozenten einen Namen erworben haben, und auf jeder andern Universität die gefeiertste« Lehrer seyn dürften. — Für die Physik vermißt man den Prof. Weber, und hat zwar ein jüngerer Dozent sich demselben Fache gewidmet, so möchte es den Studenten doch nicht gleichgültig seyn, bei welchem Lehrer sie ihre Vorlesungen hören. Denn wäre das der Fall, so dürste es überhaupt nicht schwer seyn, die in allen Fächern vakanten Stellen bald durch neu geschaffene Dozenten wieder zu besetzen, da sich auch hier manche vielseitig gebildete Dozenten aufhalten, unter denen ein Di. Wüstenfeld sogar durch Kenntniß in der Sprache der Beduinen bekannt ist. (Kssl.Z.) Sachsen-Weimar. Weimar, 14. März. Als am Sonntage, den 11. d. M., der Großherzog zum erstenmalewieder dem öffentlichen Gottesdienste beiwohnte, sah man ausser den Be- 801 wohnern Weimars, 'welche zur Kirche strömten, besonders auch ganze Züge von Landleuteir hererirwallen, NM dem gütigen Geschick für die Erhaltung des geliebten Landes- Herr» mit zu danken. An demselben Tage waren von zwei Ve.'.üiigungen Armenspeisungen veranstaltet worden. (W.Z.) Preußen. Berlin, 10. März. Aus Köln wird geschrieben, daß der Verein junger Mädchen, die sich durch die bekannten am Rhein verbreiteten Reverse verpflichteten, allem Umgänge mit ihren evangelischen Mitbürgern zu entsagen, doch nicht so genug an Zalfl sey, als diejenigen, die sich dieses Unsinns schämen, dem übrigen Deutschland gern darstelten möchten. Manche Töchter adelicher Familien und eben so viele bürgerliche gehören zu diesem Vereine, der sich leider auch der Protektion einiger, wenn auch eben nicht hochstehender, Geistlichen zu erfreuen hat. Es zählt der Verein sogar auch Töchter solcher Familien, die sich sonst wohl liberal zu nennen pflegen, die das politische Leben der Franzosen als ein sittliches Muster betrachten, und nun mit ei- ncmmal einen seltsamen Beweis von dem geben, was sie eigentlich unter Freisinnigkeit verstehen. Inzwischen darf zur Ehre der Rheinländer hinzugefngt werden, daß die wahrhaft gebildeten Familien sich mit Unwillen von diesem Vereine abwenden, der allerdings nicht einzig und allein die Tendenz hat, die in der bloße» Absonderung von den Evangelischen liegt. (A. Z.) Belgien. Brüssel, 13. März. Der Finanzminister hat der Repräsentantenkammer in ihrer gestrigen Schung einen hochwichtigen Gcsetzvorschlag überbracht. Die Eisenbahnen werden in Belgien bekanntlich auf Staatskosten angelegt. Die Regierung wurde zu diesem Behuf im Juni 1830 zu einem Änlehen ermächtigt, worauf nahe an 19 Will. Fr. erhoben sind. Ferner wurde am 12. Nov 1837 die Emission von Schatzscheinen im Belauf von lOMill. Fr. zu gleichem Zweck antorisirt. Diese schwebende Schuld soll nun konsolidirt werden, zugleich will man die Fonds zur Fortsetzung der Eisenbahn arbeiten ausbringen und die günstigen Zeüumstäude benutzen, mn die nprozentige Schuld auf einen geringeren Zinsfuß zu bringen. Zu dem Ende wird in besagtemGesetzenlwnrf vorgeschlagen: 1) Die Negierung zu einem Anlehen von hundert achtzig Mtll. Frauken zu ermächtigen, das nicht höher als zu 4z Prozent verzinst werden soll; 2) aus dem Ertrag dieses Aulehens die bis jetzt nicht amoriisirteu 5proz. Obligationen des Anlchens von MMiil. (das in Kraft des Gesetzes vom Ist. Dez. 1831 ionlrahirt worden) al Pari abMragen, falls nicht die Inhaber die Konversion vorzieheu, sind 3) den Rest zur Einlösung der obgemeldeten 10 Will. Schatzscheine und zur Fortsetzung der Efteiibahnarbeiten zu bestimmen. Ita 1 i e in Rom, 7. März. Die Aktenstücke, deren Herausgabe von Leite des päpstlichen H-oftS ttu Gegensatz zu der preußischen Llaalsschnst ungeordnet wurde, haben gestern die Presse der Druckerei des Staatssekretariats verlassen. Er ein- plare davon wurden sogleich an särmntliche fremde Diplomaten für ihre resp. Höfe geschickt. Die Anzahl der Do- kumcnte, welche auf eine bündige Darlegung der Sacklage folgen, und von denen mehrere bereits früher zur Publizität gelangt sind, beläuft sich auf 23. Wie auch die Diplomatik, welche vielleicht nie so offen, als in diesem Falle zu Werk gegangen, über die Veröffentlichung solcher Aktenstücke urtbeilen möge, so ist doch so viel gewiß, daß dieses für das Prrbliknm der einzige Weg ist, zu einem richtigen Urtheile zu gelangen. Während diese religiös-politische Frage in der angegebenen Weise dem lang gering geachteten Form» der öffentlichen Meinung zugewiesen wird, haben sich Fragen streng-religiöser Art bei dem heiligen Stuhle wieder vonNenern angeknüpft. Die Hermesianer, nämlich die Professoren Braun und Elveyich, welche hier aus Lamennais und Lacordaice gefolgt, sind nun von den Professoren Bauiain und seinem Schüler Abba de Bonne-Chose aus Strasburg abgelöst worden. Diese haben nämlich den Streit, den sie seit mehreren Jahren mir ihrem Bischof führen, und der mehrmals glücklich beendigt schien, nun ebenfalls bei dem heiligen Vater anhängig gemacht, und man ist auf den Ansgang um so gespannter, als, wie man sagt, die Lehre des geistreichen Abbö Bamain, obgleich in ihren Prinzipien von der hermesische» verschieden, doch in indirekter Beziehung zu derselben steht. Die HH. Braun und Elveirich werden Rom in wenigen Tagen verlassen, wo sie, wie vorauszu- sehen war, wenig ausrichletcn. (A.Z.) Großbritannien. London, 13. März. Uirterharrssitzung vom 12. Schluß. Hrn. Hume's Antrag, das HauS solle aus- sprechen, „daß die Ernennung des Hr». Primrose, als eines im Pvstwesen nie angestellt und beschäftigt gewesenen Mannes, zur Stelle eines Kassiers und Generaleimiehniers sm Postamte in Edinbnrg deir Postadministratioirsregula- tioiren vom I. 1831 znwtder, dem öffentlichen Dienst nachtheilig mrd die (Anciennelärs - > Interessen der im Post- weseu angestellten Beamten beeinträchtigend sey», wurde, nach einiger Debatte und nachdem der Kanzler der Schatzkammer Namens desGeneralpostdirektors, Grasen Lichfield, die Rechtmässigkeit und Zweckmäßigkeit der Anstellung des Hm. Primrose aus frühem ähnlichen Hebungen und aus der eigenchümlichen Beschaffenheit des- Amtes, welches gerade als eine, die übrigen Postbeamten, koutrollircnde, Stellring einen früher nicht mit der Post in Verbindung, gestandenen Mann erfordere, aus'ö Befriedigendste gerechtfertigt hatte — mit 202 gegen 29 Stimmen verworfen. Ein gleiches Schichal hatte — mit 95 gegen 20 Stimmen — eine Motion des konservativen Obersten Sibrhorpe „auf Ermäßigiurg der Abgabe aus vre von den FerrerverstckteruiigSgesellschasteu erhoben werdenden Versicherungsprämien" , da der Kanzler der Schatzkammer erklärte, der Erlragdieser Abgabe für den Staat — ch den letzten 3 Jahren durchschnittlich 850,000 Pf. St. — sey zn bedeutend, um, wenigstens jetzt, wo kein Ltaatssimich- mrnüberschnß vorhanden sey, daS vom Antragsteller gewünschte Experiment zu machen, ob durch Herabsetzung dieser Tare eine größere Anzahl von Versicherungen und damit die Deckung eines Ausfalls erreicht werden möchte. -- Lord Howick legte das Kriegsbudget mit dem Antrag vor, für den Zeitraum vom 3t. März 1838 bis ebendahin 1839 die erforderlichen Geldmittel für einen Heerstand vom 89,305 Manu (ausschließlich der Truppenzahl, welche in Ostindien verwendet wird und von der ostindischen Kompagnie zu bezahlen ist» zu bewilligen. Nach einiger Diskussion und nachdem Hr. Hum«, der viei-jährige eifrige Kriegs sparmeister, sein gewöhnliches Amendement aus Reduzirung des Landheers, diesmal um 10,000 Mann, gestellt hatte, aber mit l21 gegen 11 Stimmen, hauptsächlich infolge der Ueberzeugung des Hauses von den bereits auf's Genaueste durch die Regierung selbst geschehenen Reduzirungen und Ersparungen, abvotirt worden war, wurde die begehrte Summe, 3,252,962 Pf. St., vom Hause verwilligt, und sodann eine weitere Reihe von Positionen für die übrigen Zweige und Erfordernisse des Militärwesens votirt. Die heutige Oberhaussitzung hatte cs hauptsächlich milder --Negersklavereiverbcsserungsakte« zu thun, welche ein zweites Mal verlesen wurde. Im heutigen Unterhause brachte Sir de Larv Evans, dergew. Oberbefehlshaber der anglo-christin.Legion, deren Verhältnisse in einem ausführlichen Vorträge (seiner frühem Ankündigung zufolge) zur Sprache und suchte die gegen ihn und die Legion verschiedentlich vorgebrachten Beschuldigungen und Ausfälle zu widerlegen und sich und jene zu rechtfertigen. Dem tapfern General antwortete der konservative Oberst H. Haidinge jder unter Wellington in Spanien ruhmvoll gefochten und dort sein einesBein zurück- gelasien hartes, und bei Abgang der Post sprach Lord Elliot. — Die bei der Rektorswahl in Aberdeen unterlegene Partei will sich nicht zufrieden geben und hat gegen den uengcwählten Rektor Lord Brougham im Interesse seines torystischen Mitbewerbers Lord Lyndhurst eine Protestation erhoben, welche bereits an den Kanzler der Universität, den Herzog von Richmond sgemäßigter Whigs) abgesendet worden ist. (Globe.) — Es ist vor einiger Zeit in Colburn's Verlag in London ein Buck „Tagebuch vom Hofe Georgs I V. al ilro times vk 6eorge IV)", worin die skandalösesten Hofgeschichtchcn und Aufdeckungen der Verhältnisse jenes Monarchen und seiner Gemahlin, daneben auch die unerbaulichsten Histörchen über viele Mitglieder der britischen Aristokratie mitgetheilt werden, erschienen, das man der spitzigen Feder der bekannten Schrifstellerin Lady Charlotte Bury, welche eine Zeitlang in der Umgebung der Königin Karoline sich befand, zuschreibt. Eine hohe irische Adelsfamilie, welche sich durch gewisse Angaben in jenem Buche beleidigt glaubt, will nun, wie das „Dublin Journal" meldet, einen Prozeß gegen Lady Bu- ry, als Verläumdenn und Pasquillantin, anhängig machen. ^ . Frankreich. Paris, 10. März. Die Legitimisten glauben dem verwelkten Provinzialgeiste, unter der heutigen Departementsform, «och «inen blühenden Lorbeerzweig aufpfropfen zu können, es ist aber vergebene Mühe, Ehe der Landqeist wieder aufstehen und dem Stadtgeiste die Wage halten kann, müssen eben die Geister wieder zum Vorschein kommen, nicht blos die entseelten Leiber. Es gibt nichts Dürftigeres, als diese ganze sjetzt beendigtes Diskussion über das Gesetz der Organisation der Departement und Kommunen. Von Leben und Bewegung, von Rechten und von angeborener Freiheit war auch kerne Spur, überall war nur die Rede von administrativen Formen, von Anwesenheit oder Abwesenheit der Präfekten nndihrer Kreaturen. Nirgends eine selbstständige Körperschaft, denn die Departement sind eben nichts als gewisse administrative Einthei- lungen der ministeriellen Bureanr, deren Zentrum Paris ist, und deren Hauptkommis die Präfekten find. Als Ludwig XIV, oder vielmehr der Kardinal Mazarin, die Intendanten schuf, sah er gewiß nicht voraus, zu welcher Höhe der Despotie, zu welcher systematischen Abmergelung des Landes dieses System der materiellen Einheit "getrieben werden würde. Rur unter Robespierre und Napoleon hatte eS einen vernünftigen Sinn. Es ist nämlich nichts Anderes, als ein System des Krieges gegen das Ausland ; es ist darauf gebaut, das das Inland konskriptions- fähig und tributfähig dastehe wie ein einzelner Mann, stets kampfbereit zu Diensten einer revolutionären Propaganda oder eines eroberungsüchtigen Kaisers. Was unter diesen Bedingungen des Kampfes als Größe erscheint, oder vielmehr als Krastmittel, als Anstrengung der Gewalt, das beurkundet sich als offenbarer Unsinn unter den Bedingungen des Friedens, und mit der Kombination öffentlicher Diskussionen. Dadurch macht man ganz Frankreich zu der einzigen Stadt Paris, und legt, über kurz oder lang, das Heil dieser Stadt in die Hände einer demokratischen Faktion. Da das ganze übrige Land rein erstarrt ist, da alles Leben sich in die Tribüne und in die Presse geflüchtet hat, da eS überall sonst nur Privatinteressen gibt, und öffentliche Interessen keiner Art mehr vorhanden sind, so erfolgt in Ermangelung alles Assoziationsgeistes, aller Korporationen, über kurz oder lang, unfehlbar Eines von beiden: entweder siegt die Administration, und das Repräsentativwesen wird bloßes Geschwätz, dann bleibt der Administration nichts übrig, als ein europäischer Krieg, um sich vor Auflösung des Staates oder dem- monarchischen Andrange aller Privatinteressen zu bewahren — oder siegt die Tribüne und die Presse, fällt die Administration, als Instrument, in die Hände der Kammer und ein Propa- gandensvstem dringt aus Frankreich, wie aus einem flammenden Heerde hervor und verbreitet sich nach Aussen. Die Legitimisten haben nickt die schlechtesten Instinkte; sie haben aber unpatriotische, egoistische und verderbliche, überhaupt kurzsichtige Leidenschaften. Mit ihren Hintergedanken einer Restauration verderben sie alle politischen Fragen, paralyfiren alle Landesinteressen und bringen sich zu« l nächst «m all« Bedeutung. (A. Z.) 80Z Parts, 13. März. Dir Dcputirtenkammer hat gestern zum Schluffe ihrer Verhandlungen überden von der Regierung begehrten Ergänzungskredit für die geheimen Ausgaben über das Ganze des Gesetzentwurfs abgestimmt und denselben mit 249 weißen gegen 133 schwarze Kugeln angenommen, nachdem ein Amendement desHrn. Äou- dct aus Herabsetzung der begehrten Summe von 1,500,000 Fr. auf 1,200,000 Fr. mit 233 gegen 194 Stimmen, und ein weiterer Vorschlag deS Hrn. Jsambert, wonach einer eigenen Kommission der Kammer im nächsten Jahre Rechenschaft über die Verwendung der so bewilligten geheimen Gelder abgelegt werden sollte, einhellig verworfen worden war. — In der heutigen Deputirtenkammersttzung legte erst der Justizminister zwei Gesetzentwürfe', den einen in Betreff gewisser im Staatsrath einzusührender Modifikationen, den andern, womit ein Ergänzungskredit für sein Departemem begehrt wird, vor; dann wurden, mitUe- bergang zur Tagesordnung, die Verhandlungen über den Gesetzvorschlag des Hrn. Roger (vom Loiret) in Betreff größerer Sicherung der persönlichen Freiheit bei Einleitung von Kriminalprozeduren, eröffnet. — Das „Commerce" beklagt sich über ein vom Han- delsminister unter'm 5. März an die verschiedenen Handelsgremien Frankreichs erlassenes konfidentielles Rundschreiben in Betreff einer dem Ministerium zugegangenen Nachricht über eine neue zu befürchtende große HandelSkrists u.kommcrziellenKalamität in den Verein. Staaten, aus dem Grunde, weil die neuesten Berichte aus Amerika, wenn sie auch immer noch von Schwierigkeiten und Klemmen in der dortigen Handelswelt und Bankenlage sprächen, doch nirgends einen gegründeten Anlaß zu solchen, durch daS fragliche ministerielle Zirkular aufgeregten, übertriebenen Besorgnissen gäben. — Graf Montalivet befindet sich besser; die Gicht, welche ihm in den Magen getreten war, hat sich wieder mehr »ach den Extremitäten gezogen. Die Aerzte verheißen eine baldige Herstellung des Kranken, nach dessen Befinden fort und fort die zahlreichsten Erkundigungen geschehen. * Die Gemeinde Nonnenweier läßt Samstag, den 24, d, M.» Vormittag« 9 Uhr. 6 zu Boden liegende Holländereichen gegen daare Zahlung versteigern; wozu die Liehhaver sich einfinden wollen. Nonnenweier, den 9, März 1838. * Bürgermeisteramt. Schlager. Wittenweyer. (Holzversteigerang.) Gam«iag, den 21. d. M., läßt die Gemeinde Wil. tenweyer, Overamt« Lahr, Rachmiitag« 2 Uhr, 5 zu Hoden liegende Hollä-idereichen öffentlich versteigern. Willenweyer, den 13. Marz l838, Bürgermeisteramt. Läßt«. Salem. (Hofgut-verpachtang.) Da«- Etgenthum durchlauchtigster Slande«herrschast Salem giwdidene. Hvfgut de« Bürgermeister« Anton Vogler >u Rast soll in Gemätheit hoher Anvidnung zuerst im Einjelnen und dann im Ganzen auf eine angemessen« Reih» von Zähren in Zeilpachl gegeben werden. Dasselbe besteht au« den zum Umtrieb erforderlichen W»h- n»ng«. und Oekonomieqedäulichkeiten, au« — Morgen 3 Viertel Garten, 71 » — » Ackerfeld und 33 „ — Wiesen, »eit« sich im ertragfähigsten Zustande befinden. Di« Pachtveihandlang findet bi« Montag, d-n 2. April d, Z, Vormittag« 10 Uhr, «>tf dm Hofe selbst statt; wozu man Pachil ebhaber mit dem An fügen einladet, tat nur solch« zur Steigerung rugelassen »erden, welche sich über Fähigkeit, guten Leumund, hinlängliche« Vermögen und Heimathsrecht legal au«,uweisen vermögen. Salem, den 13. Mär, 1838. «u» Auftrag grvßh. markgräsilch »ab. Domänenkanzle«. Rentamlmann Sporer. Kürzell. (Hol ländere, chenver steige- rung.) Mittwoch, den 21. März d. Z>. Dormit« lag« 9 Uhr, werden im hiesigen untern Gemeinde« wald 10 Stück Holländerstämme, gegen daare Be»ahlung, öffentlich versteigert werden; wozu man die Liebhaber einladet, Kürzell, den 8. März 1838. Bürgermeisteramt. Derendingen Hüfkngen. (Hollversteigerung.) Au« Domänenwal« düngen des Forstdezirk« Villingen werden durch Bezirksforfteiver- weser v. Girardi versteigert «erden Samstag, den 24. d. M., au« dem Birkwald bei Kappel: 65 Nadelyolzklitze, 69 Klafter tanneneß Sckelterholj, 3,619 nadelholzene Reiswellen; Dienstag, den 27. d. M.» aus dem Harzwald bei Obereschach: 14 Stämme Holländer) 12 Baustämme I Nadelholz; 160 Sä klötze 1 Miltwoch, den 28. d. M., ebendaselbst: 157V, Alafrer tannene« Scheiterhvlz und 5,450 nadelholzene Rei«wellen. Die Zusammenkunft ist sebea der benannten Tage, früh 8, Uhr, bei'm Wirlbshause zur Linde in Obereschach. Hüsiagen, den 14, März 1838. «roßh. bao. Forftamt. v. Kleiser. Pforzheim. (W^rth- schafl« - und Gülerver« Pachtung.) Di« Solbadler- wirih Christian Morlock'sch« Witlwe dahier ist entschlossen, die in Gemeinschaft mit ihren Kindern besitzende Behausung mit Reaiwi-ihschafKgereckiigkeit zum goldenen Adler, nebst ungefähr 36 Morgen A-cker, Wiesen und Gärten, auf mehrere Zahre in Pacht zu geben. Hierzu ist Donner«tag, der 22. März d. I, Vormittag« 9 Uhr, im «dlerwirththause festgesetzt, und e« werden die Liebhaber mit dem Bem-rkiN eingeladen, daß die Bedingungen jederzeit beider Verpächleein eingesehen weiden können und aulwärtige Sleigerek sich mit Vermögen«,eugniffen au«,uweisen haben. Die Gebäulichkeiten bestehen au« einer dreistöckigen Behausung mit Htnierg bäuben, Scheuer. Stallung zu 8ü Stück Vieh uqd Hofra thung, und e« bat sich diese« an der Hauptstraße Pforzheim« liegende, in jeder Hinsicht vollkommen eingerichtete Gasthaus bi«, her eine« staeken Zuspruch« ,u «freuen gehabt. PfvrjheiM, den 12 Mä-z 1838. Aut Auftrag der Verpächterin: TheilungSkommiffär Schnaiter. Rr 4,01S. Sinrhei». (SchuldenliqiNdatton.) Ueb» 806 da« Vermögen de« Schuhmachermeister«, Michael Saul« von Sschelbroim, haben wir Gant erkannt» und wird Lagfahrt zum Richtigstellung» - und Borzugsverfahren auf Donnerstag, den 3. Mai d. I., Morgen« 8 Uhr, . anberaumt. Wer nun, aus was immer für einem Grunde, einen Anspruch an diesen Schu>nd-r zu machen hat, hat solchen in der genannten Lagfahrt. bei Vermeidung des Ausschlusses von der Masse, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich «der mündlich dahier,nzumelden, die etwaigen Vorzugs- oder Unterpfands recht« zu bezeichnen, und zugleich die ihm zu Gebote steventen Beweise, sowohl hinsichtlich der Richtigkeit, als auch wegen des Vorzugsrechtes der Forderung, anzutreren. Luch wird an diesem Tage ein Borg- oder Rachlaßvergleich versucht, dann ein Massepfleger und ein Gläubigerausschuß ernannt, und sollen, hinsichtlich der beiden letzten Punkte und hinsichtlich des Borgvergleichs, die Richterscheinenden als der Mehrheit der Erschienenen beirretend angesehen werden. Sinsheim, den 12. März 1838. Großy. dad. Bezirksamt. Spangenberg. Rr. 2S71. Buchen. (Schuldenliquidatkon.) Ueber das Vermögen des Joseph Anton Knörzer, alt, vom helmfthei- mer Hof haben wir Gant erkannt, und wird Lagfahrt zum Richtigstellung«- und Vorzugsversahren auf Mittwoch, den 1l. April d. I., Morgens 8 Uhr, anberaumt. Wer nun, aus was immer für einem Grunde, einen Anspruch an diesen Schuldner zu machen hat, hat solchen in genannter Tag- fahrt, bei Vermeidung des Lusschluffe« von der Masse, schriftlich »der mündlich, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte dahier anzumelden, die etwaigen Vorzugs- oder Unterpfandsrechte zu bezeichnen, und zugleich die ihm zu Gebote stehenden Beweise, sowohl hinsichtlich der Richtigkeit, als auch wegen des Vorzugsrechts der Forderung, anzutreten. Luch wird an diesem Tage ein Borg - oder Nachlaßvergleich «ersucht, dann ein Maffepfleger und ein Gläubigerausschuß ersannt. und sollen, hinsichtlich der beiden letzten Punkte und hinsichtlich des Borgvergleichs, die Nichlerscheinenden als der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen werden. Buchen, den 28 Febr. 1838. Großh. bad. Bezirksamt. Leers. vär. Bvpp, A. j. Rr. K.1K6. Lahr. (Schulbenliqukdation.) Der le. dige Jakob Köhler von Friesenheim ist Willen«,' nach Baiern auszuwandern, weshalb wir Tagfahrt zur Schuldenliquida- lion auf Montag, den 26 März d. I., Morgen« S Uhr. auf diesseitiger AmtSkanzlei angeordnec habe», bei welcher dessen Gläubiger ihre Forderungen richtig zu stellen baden, als man ihnen sonst »ich« mehr zur Befriedigung verhelfen könnte. Lahr, den 8. Mär» 1838. Großy. bad. Lberamr. Lang. Karlsruhe. (Anzeige.) Bielen Nachfragen zu begegnen- zeigen wir hiermit an, daß die erwarteten »sriser und bereits in areßer Auswahl bei uns eingetroffen sind. N. S. So eben erhanen wir Sendungen der sehr beliebten sie bieten «ine seltene Auswahl zu den billigsten Preisen dar. Karlsruhe. (Bleichanzeige.) Für die bekannte heil- bronner Bleiche wird wieder Leinwand angenommen. Karlsruhe, den 22. Febr. 13Z8. Heinrich Rosenfeldt. A. ilaihinger Zr Langbein, aus Göppingen in Würtemberg, machen hiermit die ergebenste Anzeige, daß sie die nächst bevorstehende frankfurter Bftcrmesse auch wieder mit einem schönen und bestens afsoriirten Waarenlagcr von Detibar- chenten und Trillichcn eigener Fabrik besuche» werde», und bitten daher ihre dekanmen, wie auch die bis jetzt noch unbekannten Herren Adnehmcr um ihren gütigen Zu, sprach, umer Zusicherung bester und billigster Bedienung. Das Lager desindet sich bei den Herren Kulb und Sichel in Frankfurt am Main, Schnurgasse Lit. H Nr. 63 und 64. Freudenstadt. (Mahleverkauf nebst Zugehör.) Meine, an der frequenten Kniebisstrase und am Forbachfluß gclegene, Mahlmühle. nebst Zu- _ gehör, bringe ich aus freier Hand »um öffentlichen Verkauf. Das ganze Anwesen ist von Freudenstadt eine Viertelstunde entfernt, im schönsten Theil des «ordern Foibachihal«. und die Gebäulichkeiten erst seit dem Jahre l833 gebaut. Die Mühle, bi« setzt als Kundenmühle aus'« Dorlbeilhasteste betriebe», ist 52' lang und 5V' breit und auf's Solideste gebaut. Zn ihr tust,,den sich 2 Mabl - und 1 Gerbgang mit einer Schleif- mühle. und zu e ner Sägmüdle ist Konzession erlangt und zum Bau da» Mat-rial vorhandens auch kann füglich ein dritter Mahlgang eingerichiet werden. De», vberschlächtigen Wasserwerk fehlt es zu keiner Jahreszeit an Wasserkraft, und der Wafferka- nal ist solid und ohne Holz gebaut. Auf dieser Mühle hasten ausser der Steuer keinerlei Geld-oder Naturalabgaben. Neben der Mübke befindet sich ein neues Oekonvmiegebävde mit geräumigem Keller und mit Stallungen :c, und im Hof ist ein lausender Brunnen. Um diese Gebäulichkeiten liegen ungefähr 16 Morgen Bau- und Wietfelder in sehr gutem Zustand, NN» letztere können de- «ässert werden. Die Verkaufsverhandlung stöbet Freilag, den 36. Marz d. I., Vormittag«, in der Chiistophsau statt, die Realitäten aber können vorher, oder am Kaufcag. eingefthen werden. . Für die Kaufliebhaver «iid bemerkt: daß wenn em Drittel de« Kausschilling« baar delahlt wird, die übrigkn zwei Dnrcheile. gegen Verzinsung, arigedorat «erden. Freudenstadt, den 14- März 1838. ZakobRieger, Mühlinhaber. Mit einer literarischen Beilage der G. Braun'schen Hof- buchhandlung in Karlsruhe. Verleger, und Drucker: PH. Mockto«.