Karlsrohtk Htil««g. Nr. 82. Frei t a g , den 2 3. März 1838. B ad e n. U.gnrttKgsversiandkrmgrn. Karlsruhe, 22. März. In der heutigen dritten öffentlichen Sitzung der ersten Kammer wurden, nach mehrstündiger Debatte, die Gesetzentwürfe wegen Erbauung einer Eisenbahn von Mannheim 'bis zur Schweizergränze und in Betreff des zur Herstellung, der Eisenbahn nölhigen Kostenbetrags, und der Art, denselben zu decken, mit 15 gegen 4 Stimmen nach den Beschlüssen der zweiten Kammer angenommen; ebenso die in Bezug auf die Eisenbahn von der zweiten Kammer beschlossene Adresse. Die Diskussion über den Gesetzentwurf wegen Eigen- lhumsabtrctung zum Behuf der. Eisenbahn wurde auf den > morgigen Tag arrsgesetzt. — Kommissionsbericht über den Gesetzentwurf, Eigen» thumSabtretung zum Behuf der Eisenbabn betr.; erstattet von dem geh. Rath Beeck in der 2ten öffentlichen Sitzung , der ersten Kammer vom 17.März d.J>: Durchlauchtigste, hochgeehrteste Herren! Kaum-dürfte auf irgend einer Seite ein Bedenken-darüber obwalten, daß die Befugniß der Staatsgewalt, die Erpropriation zu-verlangen, mit vollem Rechte auf das hochwichtige Unternehmen , daS hier in Frage steht, angewendet werde. Mag auch in der Doktrin die Frage noch streitig seyn, ob das Erpwpriatronsrecht nur für ein durch die Roth absolut gebotenes, und nicht auch für ein blos nützliches öffentliches Unternehmen begründet sey, so -kann doch nach unfern positiven Gesetzen über dieses Frage kein Zweifel bestehen. Die zwei ersten Paragraphen des Erpropriationsgesetzes» vom.Iahr 1835 sprechen dafür, daß schon die Nützlichkeitallein die Erpropriation begründe, jedoch nur nach vor- auSgrgangener vollständiger Entschädigung. Es kann daher auch nur derjenige, welcher das fragliche Unternehmen-- weder-für nützlich, noch für absolut nothwendig hält, sich bewogen fühlen-, gegen den vorgelegten Gesetzentwurf zu stimmen. Die Verwerfung des- Gesetzes würde aber vor der Hand keine andere Folgen haben, als daß nunmehr das-Gesetz vom Jahr-1835 zur Anwendung würde kommen müssen. Denn dazu, daß die Erpropriation- bei einer öffentlichen. Unternehmung , zur Anwendung, kommen soll,., bedarf die Staatsgewalt an und für sich der Zustimmung : der. Ständen nicht. Wir lassen hier nur nochr die Bemerkungeinfließen , daß der Gesetzentwurf,, wie er jetzt vor- liegl, überall, keine: Bezugnahme enthalt auf eine- Verfügung des großh. Staatömlilisteriiims über Lir-Anwendung d« CrproWation!,. während, der. von der hphm-Staatsregierung vörgelegte Entwurf im Art. 2 dieses Umständes ausdrücklich erwähnt. Allein da hierüber nach Allem, was vorliegt, kein vernünftiger Zweifel bestehen kann, so kann man auch füglich über diese Auslastung hinweggehen. Wir haben nun bereits ein mit großer Genauigkeit ausgearbeitetes Erpropriationsgesetz vom 28. August 1835, ein Gesetz, dessen Werth auch auswärts mit vielem Lvbe anerkannt worden ist. Dessenungeachtet scheint dasselbe nicht' in allen seinen Bestimmungen auf den hier in Frage stehenden Gegenstand- zu passen, und es hat die hohe Staatsregierung für nöthia^ erkannt, einige Modifikationen diesfalls in besonderer Beziehung auf die Eisenbahn zur gesetzlichen Sanktion vorzuschlagen. Die Hauptverschiedenheit des Gesetzes vom Jahr 1835 von dem neuern Vorschläge der hohen Slaatsregierung besteht wohl in Folgendem: Nach jenem Gesetz ist es uöthig, daß vorerst die Verwaltungsbehörde einen; die abzutretenden Güter darstellenden, Plan mit Bezeichnung der Eigeuthümer und Nutzeigenthü- mer und mit Angabe des dafür angebotenen Preises übergebe ; daß sodann von einer Kommission - den belrefferrden Eigenthümern Veranlassung, gegeben werde , sich mit ihren etwaigen Einsprachen vernehmen zulassen ; daß dasgroßh. Slaatsministerium nach Vorlage der Akten über die nicht ausgeglichenen Punkte erkenne, und zwar unter Bezeichnung der abzutrclenden Güter, mir Angabe der Lage und des Maaßes eines jeden-derselben und mit Benennung, der Eigenlhümrr, und endlich daß dieses Erkenntnis, so wie auch die- etwaige Vereinbarung der Verwaltungsbehörde mit einzelnen Gülerbesitzern über die Abtretung an und für-sich im. Kreisanjkigeblatt bekannt gemacht werde. All dieses soll nun nach dem R'gierungsporfchlagehinweg- fallen, und dafür genügen, wenn die Zuglinie durchs das Slaatsministerium genau bestimmt und durch daö Regierungsblatt verkündet, sofort eine nach K. 1l des Gesetzes vom Jahr 1836 gebildete Kommission die in die Zuglinie fallenden Güter soweit sie nicht durch gütliches- Ue- bereinkommcn erworben- werden können, nach ihren Eigen- thümern , ihrer Lage'und ihrem Maaße einzeln verzeichnet und »ach 8-22 des ErtteignungSgesetzes durch das Krets- anzeigeblatt bekannt machen laßt?- Der von d4r hohen Slaatsregierung vorgelegte Gesetzentwurf hat durch den Beschluß der zweiten Kammer bedeutende Abänderungen erhallen. Wir bemerken nun zu den einzelnen-M-- auf derm unveränderte Annahme wir- antragen, Folgendes: An. j. Man sieht - wohl im Allgemeinen teichbrin>. !/ daß auf. das große UMer8chmeN'-dek>r. A. Müller ein biographisches Denkmal gesetzt. — Die Entlassung des Staatsraths und vormaligen Ministers, Fürsten Wallerstein, aus dem Staatsdienste hat Aufsehen erregt. Speyer, 19. März. Nachdem Seine Durchlaucht der königl. Regierungspräsident die Generalversammlung der Eisenbahnakrionäre in der Pfalz mit einer kurzen Anrede eröffnet, und dabei namentlich auch das allerhöchste Res- skript wegen der Führung der berbacher Bahn von Neustadt über Speyer nach der Pheinschanze mitgetheilt hatte, wurde von mehreren Mandanten erinnert, daß sie keine Vollmacht besäßen, zu dieser Richtung ihre Beiftimmung zu geben, und sie daher die Rechte ihrer Kommittenten auf den Rücktritt mit Rückzahlung des einen Prozents wahren müßten. Hierauf wurde vom k. Regjermrgspräsidium zugestan- deu, daß im Fall eines Rücktritts in Folge der erwähnten Richtungsveränderuna das eine Prozent, nach Abzug der bereits entstandenen Kosten, zurückbezahtt werden solle. (Sp. Ztg.) Freie Stadt Frankfurt. Frankfurt, 18. März. Der bekannte Agent des spa- «ischess Kronprätendenten. Baron los Balles, ist gestern hier eingetroffen. Derselbe kommt unmittelbar von Salzburg, wo die Infantin, Prinzessin von Beim, residirt, nachdem er früher mehrere große Höfe besucht harte. Dem Vernehmen nach geht derselbe von hier nach Paris, und zwar unter wenigstens stillschweigender Genehmigung der französischen Regierung. (S. M.) Königreich Sachsen. O „Dresden, 18. März. Ein junger Mensch und ein Mädchen, die sich bei Dresden, nachdem sie sich vorher mit Stricken zusammengebunden hatten, in die Elbe stürzten, wurden wider ihre Absicht aus den Finthen gezogen und leben noch. -- Der berüchtigte Prediger Stephan wird mit einem Theile seiner Anhänger nach Amerika gehen, und in der neuen Welt vielleicht weniger in der Ausübung seiner Religionsgebräuche gestört werden. — Der geschätzte Schauspieler Pauli, von dessen Abgang nach Stuttgart die Rede war, bleibt bei unserer Hofbühne. — Es hat sich hier ein Comitö zu Errichtung einer allgemeinen Bankanstalt für Sachsen gebildet, und einen Entwurf der Statuten einer solchen Anstalt zur Bestätigung eingereicht. ES soll diese Bank Wechsel diskontiren, Darlehen aus Hypotheken und gegen Unterpfänder machen, und Depositen annehmen. DaS Bankgeld würde in preußischem Eourant angenommen werden und der Fond aus 2 Mill. Thaler in 10,000 Aktien, jede zu 200 Rthlrn., bestehen. Man will Noten, im Betrage von H der Fonds, emittiren und der baare Kassenbestand zu vorkommenden Einlösungen soll nie unter dem dritten Theile des Betrages der Noten seyn. Es ist kaum zu zweifeln, daß bei aller Ungunst, in welcher die Aktiemmternehmungen jetzt in Sachsen stehen, dennoch die Bankanstalt, wenn die Subskription einmal eröffnet seyn wird, zu Stande kommen dürste, wenn nicht mit sächsischem, doch mit ftemdem Gelbe. Denn gewiß, Bankanstalten sind überall die vortheilhafteste Art der Aktiemmternehmungen, insofern man nämlich mrt der größten Wahrscheinlichkeit als Aktionär auf günstige Erfolge rechnen kann. — Die Beduinen, welche in Braunschweig eines ihrer Mitglieder verloren, waren auch hier, haben aber keine besondere Geschäfte gemacht, indem sie einen zu hohen Eintrittspreis für ihre Gaukeleien verlangten. — Die Risse zum neuen Schauspielhause sind fertig und Sr. Mas. dem Könige vorgelegt. Dennoch halten Viele eine nahe Ausführung des Baues für sehr problematisch. Preußen. * Berlin, 18. März. Von allen Seiten laufen die betrübendsten Nachrichten über die Verheerungen und Unglücksfälle, welche das Ausbrechen der Gewässer in den Pro- vinzm verursacht hat, hier ein. Rur in Ostpreußen scheint es dies Jahr glimpflicher mit den Niederungen -» die bekanntlich im Vorigen sehr hart mitgenommen, worden — hergehenzu sollen; gebe Gott, daß Vieser Anschein sich verwirkliche; denn noch fehlen die Berichte über den erfolgte» Eisgang der Weichsel, auf die man nicht wenig gespannt ist. — Mit Konzerten werden die Berliner gegenwärtig förmlich gehudekt, es vergeht kein Tag ohne eins, zwei, auch dm Konzerte; kann es da fehlen, daß in manchen viel Mittelmäßiges und Nüchternes vorkommt? oder baß die Künstler aus Abspannung den Erwartungen nicht entsprechen? Letzteres ist offenbar vorgestern bei Aufführung deS berühmten händel'schen Aleranderfestes der Fall gewesen, wo gerade die Solisten, von welchen die Zuhörer sich den größten Genuß versprachen, ausgezeichnet b'issco machten. Oesterreich. Wien, 16. März. Nach den neuesten Blättern aus Ofen und Pesth haben diese beiden Städte.auf die in Folge des Eisstoßes der Donau eingelrelene Ueber- schwemmunggroßen Schaden erlitten. Die Tage vom 7., 8. und 9. März waren wahre Schreckeustage. Somit sind leider die Angaben der Allg. Ztg., worin schon längst gemeldet wurde, die Donau sey bei Pesth vom Eise frei, auf eine traurige Weise widerlegt. — I. k. H. die Frau Erzherzogin Palatinus wird nächstens hier eintreffen und einige Tage am kaiserl. Hose verweilen. Sie begleitet ihre nach Stuttgart zurückkehrende Mutter, die Frau Herzogin Henriette von Würtemberg, bis hierher. Dem Vernehmen nach begibt sich Se. k. H. der Erzherzog Palatinus im Laufe dieses Sommers, in Begleitung seines Sohnes, des Erzherzogs Stephan, wieder nach dem Bade Ems, und seine Familie bleibt während dieser Zeit in Schöllbrunn. — Vor einigen Tagen ging ein Kurier an Se. k. H. den Erzherzog Ferdinand von Este nach Hermannstadt mit einer Einladung, nach dem Schluß des Landtags hierher zu kommen. Es scheint sicher zu seyn, daß Se. k. H. zu einer Mission, um den in Berlin erwartet werdenden Kaiser Nikolaus zu begrüßen, bestimmt ist. Se.k.H.wird gegen den 6. April Hiereintreffen. Von der in öffentlichen Blättern gemeldeten, im Laufe des Sommers erwarteten, Ankunft des KaisersNikolaus dahier weiß man bei Hof bis heute nichts, und sie ist eine Vermu- thung, die durch obige Mission viel an Wahrscheinlichkeit verliert. Wohl aber ist die Ankunft des russischen Thronfolgers ausser allem Zweifel, und ist dieselbe aus den Monat Juni bestimmt. — Vom 17. Die gestern eingetroffenen Estafetten aus Pesth, vom 15. d., lauten noch mehr betrübend. Die Fluchen der Donau haben den zum Schutz der beiden Städte errichteten Damm bei Wachen durchbrochen, und dadurch Ofen und Pesth auf eine bekla- genswer'the Weise unter Wasser gesetzt. Das dadurch, verbreitete Elend übertrifft alle Beschreibung, und man kann sich einen schwachen Begriff davon bei den Gedanken machen, daß dieses Unglück gerade am Josephimarkt, der der bedeutendste im ganzen Königreiche ist, stattsand, wodurch Millionen an Geld und Maaren zu Grunde gierigen. Das Wasser soll in Ofen 32 Schuh hoch gestiegen seyn. Großbritannien. London, 17. März. Unterhaussitzung vom 15. (Schluß.) Hrn. Villier' s Motion auf Aufhebung der Kvrneinsuhrverbote wurde, besonders von dem steten Verfechter der Ackerbau- oder vielmehr der Landbesitzer- Interessen, dem Marquis von Chandoö bekämpft, nach emer langen Debatte mit 300 gegen 95 Stimmen verworfen. Das Ministerium hatte sich neutral in der Frage verhalten, denn — den einzigen SftH. Parnell sGe- neralkriegSzahlmeister und Marineschatzmeister, Parla-' ulentsmitglied für Dundees ausgenommen, welcher durch frühere Zusagen an seine Konstituenten gebunden, für Hrn. VMer'S Motion sprach — ließ sich sonst kein Mitglied :twr Administration weder für noch gegen redend vernehmen. 'Gegen eine Stelle deS Hrn. Villier's in dessen Motionsbegründungsrede in Bezug auf die Gründung und Ausdehnung des großen deutschen Zollvereins — ,,rl,« I'i-uLsisn lesguk-" — welchen Hr. VillierS als eine natürliche Folge der Weigerung Englands gegen die Zulassung deutscher Produfte, Getreide, Holz u. z. w. erklärte, meinte Hr. D'Jsraeli (Konservativer, bedeutender Güterbesitzer und bekannter Romanschriftstellers, jener Verein sey minder eine Frucht der britischen Einfubr- verbote fremden (deutschen) Korns, als eine Verqeltungs- maaßregel gegen Frankreich, hervorgerufen durch des Letztem harte Zollgesetzgebung. In der Unfferyausfitzung vom -6. erklärte Lord Palmerston auf eine Anfrage des Lord Elliot, es sey allerdings zur Zeit des Zugs des Schahs von Persien gegen Herat einem von dem britischen Gesandten in Persien, Hrn. Mac Neil, von Teheran aus abgeschickten Kurier eine gröbliche Mißhandlung Seitens der Perser, und zwar im Lager des Schahs, wohin man den Boten geschleppt und wo man ihm seine Briefschaften abgenommen habe, wi- verfahren und darauf vom britischen Gesandten dem Schah notifizirt worden, daß er, insofern nicht für jene schwere Verletzung des Völkerrechts Gemigthuung gegeben werde, seine amtlichen Beziehungen zum persischen Hofe abbrechen und sich einstweilen nach Tabris znrückziehen werde; indessenhoffeer, Palmerston, daß der Schah im Gefühl der Unangemessenheit seines Verfahrens gegen den britischen Gesandtschaftsboten die begehrte Genugthuung nicht verweigern werde, widrigenfalls, freilich, Englands Ehre und Interesse den von Hrn. Macneil gedrohten Schritt erfordern und gutgcheißen würden. In derselben Sitzung wurden von Hrn. S. Can- ning gewisse Verhältnisse des Freistaats Krakau zur Sprache gebracht, die Sache aber, aus eine Erklärung Lord Palmerston's, daß die Regierung keine amtlichen Nachrichten über jene Umstände habe, vorderhand auf sich beruhen gelassen. Mit der 'Detailberalhung der irischen Armenbill wurde fortgefabren, und eine weitere Reihe einzelner Bestimmungen, unter Verwerfung verschiedener Amendements, bis zu §. 70 angenommen. Galig. Mess.vom 19. März hat durch das am 26. v. M. von Newyork abgesegelte und in Havre eingelausene Paketschiff „Formosa" noch neuere, als die vorgestern mitge- theilten, Nachrichten aus Amerika. Hier das Wesentliche: Zeitungen und Privatbnefe aus den amerikanischen Westgränzstaaten bis zum 18. v. M. wollen wissen, daß die noch unter Waffen auf amerikanischem Gebiet sich umhertreibenden Haufen kanadischer Insurgenten mit ihren amerikanischen Bundesgenossen auf den 22. Febr. (Jahrestag von Washingtons Geburtstag) einen Einfäll in Ober- «47 kanad a vorhatten, melden ferner, daß jene gesetzlosen Gesellen zwei Zeughäuser — amerikanisches Eigenthum — zu Cle- veiand und zu Watertown erbrochen und geplündert haben, - beklagen, daß die amerikanischen Unionstruppen zu schwach ^ seyen, versichern aber, daß deren jetzt eine bedeutende Zahl nach der Gränze zurAusrechthaltung der Ordnung und Neutralität im Anzüge sey. Ein Schreibeir auS Philadelphia vom 28. Febr. sagt, daß überden gegenwärtig im Kongresse zu Washington in Berathung befindlichen Regierungsgesetzentwurf zur wirksameren Begriffsbestimmung und Aufrechthaltung der Neutralität noch nichts Definitives entschieden sey, jedoch mit Bestimmtheit die Annahme eines vorgeschlagenen Amendements, welches Strafen bis zu 3,000 Dollars nebst Ein- sperrung bis zu 3 Jahren Jedem droht, der sich —durch thätlichc Unterstützung einer Rebellion oder eigene thätige Feindseligkeit gegen einen der Union angränzenden und mit ihr in Frieden stehenden Staat — des Neutralitätsbruchs , schuldig mache, erwartet wurde. — Aus jenen Schreiben erhellt, in Bezug auf die Ha n- delslage Amcrika's, daß der Kurs auf Europa immer tiefer linke, was beweise, daß jetzt Amerika nicht mehr gegen Europa, sondern Europagegen Amerika im Schuldverhält- niß sey. Die Verbindlichkeiten der amerikanischen Debitoren an ihre Kreditoren in England und Frankreich seyen nun wohl fast ganz oder ganz getilgt, theils durch geleistete Zahlungen in Geld oder Produktenlieferungen, theils durch — die vorgekommenen Bankerotte (freilich ein nicht eben erfreuliches Tilgungsmittel). — Fürst Esterhazy, der österreichische Ambassadeur am londoner Hofe, ist mit Sohn und Gefolge in London einge- troffen. (Herald.) — In Liverpool liegen wirklich 150 Fahrzeuge nach fremden Häfen in Ladung. (Liverpool Telegraph.) Frankreich. Paris, 19. März. Der Minister des Innern hat mehreren polnischen Flüchtlingen im Cantaldeparrement eine ausserordentliche Geldunterstützung bewilligt, um ihnen die Anschaffung der erforderlichen Materialien zu den Ge- werbsgeschästen, die fie beginnen wollen, zu ermöglichen. — Die legitimistische Ouotidienne will nach einem, jedoch von ihr selbst nicht verbürgten, Schreiben aus Bayon- ne vom 15. d. wissen, die Prinzessin von Beim sey am 12. in Tolosa angekommen. sDa muß die erlauchte Dame ei- l m Doppelgängerin seyn, denn deutsche Blätter thaten keine Meldung von ihrer Abreise von ihrem bisherigen Auf- ! enthaltsorte.s - Dem »Swcle" zufolge hat Hr. Dutacq die Berufung gegen den ihn mit seiner Klage wider Hrn. Girardin abweisenden Bescheid des Zuchtpolizeigenchts eingelegt. *0 Paris, 19. März. Es sollen von nun ankeine > dramatischen Produktionen mehr zur Aufführung zugelaffen werden, worin derSelbstmord erhoben oder dargestellt wird; ^ so wird wenigstens aus der sichersten Quelle versichert, sds — Die Kommission der Eisenbahnen hat ihre vorbereiten- i den Arbeiten vollendet und wird sie bald der Kammer verlegen. Die Ausführung der Bahn von Paris an die belgische Gränze bleibt vermnchlich der Regierung anheimgestM, während die Abzweigungen nach Dünkirchen und Boulogne Privaten überlassen werden sollen; die von Paris nach Marseille, als Fortsetzung der nach Belgien und England führenden, wird Frankreich von Nordost nach Südost durch- schneiden, soll ganz von Privaten ausgeführt, und nur der Theil von der Regierung unternommen werden, zu welchem sich keine Liebhaber finden. — Man glaubt allgemein, daß die Rentekonverfionssrage «ine friedliche Lösung erhalten werde, als bisher zu erwarten stand. Das Ministerium soll blos das Versprechen leisten, die Zinsum- wandlung in einer festgesetzten Zeit vorzunehmen. Diese wahrscheinliche Wendung der «ache hat die Effekten heute gehoben. — Unsere neuesten Briefe aus Algier bestätigen die günstigen Berichte, welche, wie bisher, trotz der Hiobsposten, einige Oppofitionsblätter gegeben haben. — Aus Oran wird unterem 7. d. M. geschrieben, daß, allem Anschein nach, Abd-el-Kader mit Gold und Schätzen beladen den Weg nach der Wüste nimmt, weil es ihm klar geworden, daß nach und nach seine Herrschaft zu Ende gehen möchte. Er ist nicht der erste Araberfürst, der sich aus der Klemme zieht. 'Schon klagen seine KalifabS sStellvertreter, Gouverneure j über den Ungehorsam der unter seiner Botmäßigkeit stehenden Araber, die, durch die Nähe der Franzosen eine Art von Sicherheitsgefühl empfindend , keine grausamen Verfolgungen mehr befürchten. Portugal. Lissabon, 24. Febr. Man versichert am Hofe, daß alle Merkmale einer abermaligen Schwangerschaft der Königen vorhanden wären, was, besonders um die Hoffnungen der Miguelisten niederzuschlagen, um so wünschens- werther ist, als hier der allgemeine Volksglaube herrscht, daß der Erstgeborne des königl. Hauses Braganza nie am Leben bleibe — ein Volksglaube, der durch die Erfahrungen vieler Generationen hindurch entstanden ist, und sich immer mehr befestigt hat. Bis jetzt genießt der kleine Kronprinz die vollkommenste Gesundheit; es ist ein starkes, munteres Kind, das herrlich gedeiht. — Die Kaiserin, Herzogin von Braganza, ist nun fest entschlossen im Monat April ihre Reise nach Deutschland anzutreten. Sie hat bereits 22 Leuten ihrer Dienerschaft bis zu Ende März den Dienst aufgesagt, wodurch Manche in Noch kommen, da sich so leicht keine Stellen für ausländische Diener hier finden. Nur einen einzigen Hausmeister läßt sie zur Bewachung des PalasteS'zurück, dm fie bisher bewohnte; Ihre Pferde werden verkauft. Es scheint somit, als wenn ihre Rückkehr nach Portugal sobald nicht erfolgen würde: ja man sollte fast die Vermuthung hegen, daß sie nie wieder kommen werde. Was soll sie auch in einem Lande, wo man ihr kaum die schuldige Ehrfurcht bezeugt, wo die großen Thaten ihres Gemahls längst vergessen, seine Mißgriffe aber noch im frischen Andenken sind, in einem Lande, wo sie als Ausländerin keine Sympathie findet — selbst nicht unter ihren Verwandten, so daß sie das freudenloseste Leben führt und aus sich ganz allein beschränkt tst? Ob man ihr im Auslande ihre Apanage von jährlichen 40 EontoS (ein Conto — 2,830 fl. im 24 fl. Fuß) ouszuzahlen verpflichtet, ist eine Frage, die man sich jetzt vielseitig auftvirst. Da man ihr aber bereits bald ein Jahr dieselbe schuldet, und kein Geld zum Zahlen hat, so wird «s wohl vorerst auf ein und dasselbe hinauslaufen, ob man ihr die Fortzahlung der Apanage zugesteht und sie schuldig Bleibt, oder ob man das Recht der Forterhebung bestreitet. Wer in ihre Nähe zu kommen das Glück hatte, wird von der edelgesinnten .Fürstin eine schöne Erinnerung bewahren. — Wie spärlich hier die Hofvergnügungen sind, ersieht man daraus, daß alle Sonntage gegen 2 Uhr, wenn das Wetter günstig ist, die Königin und der König zu Pferd vderinWagen, auchdieKaiserinsichaufdemKampo Grande einfinden, um dort »das junge Portugal" Pferderennen und über Stangen springen zu sehen. — Seit gestern .Morgen abermals S. W. Stünne und Regengüsse, welche großen Schaden in unserem Hafen, so wie auch auf dem Lande anrichteten. Bei diesen Stürmm herrschte gestern Abend fortwährendes Wetterleuchten, das Barometerstand auf 27" 4?" Das Therm. hielt sich zwischen 14 und 15° Zentigrad — Die Wintersaat ist durch den anhaltenden .Liegen zu Grunde gegangen. (A. Z.) Spanien. — Madrid» 11. März. In der ganzen Stadt zprkcht rnan von nichts Anderem, als dem wieder neu an den Tag gelegten Heldenmuth der Einwohner von Saragossa.. Rur Bie Reiterei hat der tapfern Stadt gefehlt, um dem Feind .vollends den Rest zu geben. Die Carliften waren so abgemattet, daß sie wie die Fliegen zusammenfielen; sie hat- len an 15 Stunden zu Fuß zurückgelegt gehabt. Cabre- ra's Eintreffen hätte ihnen allein den Sieg verschaffen können. Seit 6 Wochen haben die Carlisten an 4,000 M. «ingebüßt. — Wie cs scheint, geben die Ueberspannten Len Gedanken noch nicht auf, die Unzufriedenheit des Don Francesco sich zu Nutzen zu machen; sie wollen ihn nun zum konstitutionellen Maden ernennen und seine Söhne sollen sich in die Nationalgarde aufnehmen lassen. Ob dem Jn- fanten diese Art von Popularität genehm, und welche Fol- 'gen sie für ihn haben kann, steht sehr zu bezweifeln. — Basilio und Palillos marschiren gegen die Manch« und nach Estremadura. Nun kann das in Manzanares aufge- Haltene Konvoi weiter. Schweiz. Aarg au. DjesenMorgen, SamStags den 17., sah man in der Gegend von Mellingen eine große Feuers- Brunst. Nach eben angekommenen Berichten sind 31 Häik- ser mit 80 Haushaltungervn Tägerig, einem Dorfe von 73 Wohnungen oberhalb Mellingen, und eine Kapelle abgebrannt; daS Feuer brach um. halb 5 Uhr aus; bei dem schrecklichen und anhaltenden Sturme konnte man der Flammen nicht Meister werden. Türke s. »*» Triest, 14. März. (Durch ausserordentliche Gelegenheit.) Mit dem Dampfschiff „Ludyvico" ist die für 848 ^ ganz Europa und den Orient so wichtige Nachricht von dem in Aleppo erfolgten Tod deS berühmten Ibrahim Pascha in Syrien-hier eingetroffen. Diese Nachricht wird von großen Folgen seyn. Niemand zweifelt, daß das bereits insurgirte Syrien binnen Kurzem wieder unter die volle Botmäßigkeit der Pforte zurückgekehrt feyn wird. Berichtigung. E In der Karlsr. Ztg. Nr. 87, S. 636, Sp. 1. Z. 26 v. u. l. Prinzessin Clementine, statt Prinzessin. »Amalie". KurS der Staatspapiere in Frankfurt. Den 21. März, Schluß 1 Uhr. j Pap. I Geld. Oesterreich Metall. Obligationen 5 — LOS- do. do. 4 — 101 do. do. L — 8i z Bankaktien — 1744 fl.100Loofebei Roths. — 266 Partialloose do. 4 — 152 fl. 500 do. do. — 122s V Bethm. Obligationen 4 — 1004 do. do. 44 — 102- Preußen Staatsschuldscheine 4 — 104- «k Prämienscheine — 65- Baiern Obligationen 4 — 102- Frankfurt Obligationen 4 ior — Eisenbahnaktien. Agio — 454°/» Baden Rentenfcheine S4 — 101- fl.50Looseb. Goll». S. 96j — Darmstadt Obligationen 3j — 1004 fl. 50 Loose — 63- fl. 25 Loofe — 23, Nassau Obligationen br Roths. 100 — fl. 25 Loose — 22- Holland Integrale rr — 35- Spanen Aktivschuld 5 — 13- Polen Lotterieloose Rtk. »»» —- 674 » do. - fl. 500 — 81- StaatSpapkere. Wien, 17. März. Sprozentige MetalliqueS 107; 4prozent. 100z; Zprozent. M; ^Prozent. 61); 1834er Loose 121-; Bankaktien 14484; Nordbahn IW; Mailänder Eiftnbahn 109. Paris, 20-. März. Sprvzent. konsol. 107 Fr. 90 Et.» 4prozent. — Fr. — Cent.; ^Prozent. — Fr. — Cr.; Zprozent. 80 Fr. 5 Et. Bankaktien 2650.—. Kanalaktien 1250. —. Röm. Anleihe 102; belg. 104; piemont. —. —; portug. 20z. Span. Akt. 214; Pass. 4-. St» Germaineisenbahnaktien 952 Fr. 50 Et. Vers. Eisen- babnaktken, rechtes Ufer, 762 Fr. 50 Et.; linkes User 657 Fr, 50 Ct.; Cetter do. — Fr. — Ct-s Epmar d» 849 — Fr. — Ct.; Mülhausener do. — Fr. — Ct. Gas erleuchtungsqesellschaft — Dampfschifffahrtaktien (Pecq) 585 Fr. - Ct. Redigirt unter Verantwortlichkeit von PH. Macklot. Auszug aus den Karlsruher WitterungS« Beobachtungen. 21. März Barome-ITHermome- ter. > ter. Wind. Witterung überhaupt. M. 7 U.j27Z. 7,2ö. M. 31 U./27Z. 6,8L. R.11 U.-27Z. 6,7L. 6,1Gr.üb.0'SW 6,0Gr.üb.0!SW 2,7 Gr. üb. 01 SW trüb trüb heiter Großherzogliches Hoftheater. Samstag, den 24. März, kann die zum Vortheil des Hrn. Emmerich angekündigte Vorstellung, wegen plötzlicher Krankheit der Mad. Sehring, nicht stattfinden. S onntag, den 25. März: Szenen aus der Oper »Romeo und Julia" von Bellini, und »Robert der. Tkusel" von Meyerbeer. Mad. Janick, vom Theater zu Pesth: Romeo und Jsabella. Hierauf: Der Dachdecker, Posse von Angely. Hr. Schramm: Petzold, zur dritten Gastrolle. Zum Beschluß: Jocko, pantomimisches Divertissement. Hr. Antonio Beraskina aus Mailand: Jocko. Karlsruhe. sMuseum.) Freitag, den 23. d. M., findet die letzte Abendunterhaltung im Museum statt. Anfang 7 Uhr, Ende 12 Uhr. In der ersten Abtheilung werden einige Walzer von Strauß und Lanner, für Blasinstrumente arrangirt, gespielt werden. Karlsruhe, den 13. März 1838. Die Musechnskommission. Karltrub«. (Gesuch einer Köchin.) Ein« Köchin, welche rortheilhafte Zeugnisse für W WML sich hat, wirr in eine bedeutende Badeanstalt gesucht. Auskunft «rtheilt das Komloir der Karlsruher Zeitung. H. B. Nr. 8. C. B. Nr. 227. Karlsruh«. (Offen« Stelle für Lehrlinge.) In einer bedeutenden Fabrikstadt werden in einer wohl eingerichteten Zinngießerei, in welcher, ausser den gewöhnlichen Zinnarbciten, in mehreren andern Metallen gearbeitet wird, chirurgische und chemische Apparate verfertigt werden, und besonder» die Messtnggicßerei gründlichst erlernt werden kann, unter billiger Bedingungen ein oder zwei Lehrlinge, mit den »dthigen kchulkemitniffen versehen und von guter Erziehung ausgenommen. Die beste Behandlung und Aufsicht über körperliche und fittli- . che AuSditdmig kann zugesichert werden. Nähere Auskunft ertheilt auf frankirte Briefe bas KommissionSbüreau vo» W. «lölle i» Karlsruhe. Lörrach. (Vienstantra-.) Bei m hiesigen Amte werden bis zum 1. Mai. oder längstens am 1. Zuni d. I., gwei Aktua- riate vakant, wovon daleine mit einem schon geübten Rechtspraktikanten und Lat andere mit einem Rechtspraktikanten oder Skribenten beseht werden soll. Mit der ersten Stelle ist ein Gehalt von 400 fl, und mit der letzteren ein solcher von 350 fl., verbunden. Lustiragende werden zur Anmeldung eingeladen. Lörrach, den 20. März 1838. Großh. bad. Bezirksamt. Böhme. Nr. 8,701. Heidelberg. (Vakant« Stelle.) Stift die Stelle eines Aktuars auf dem zweiten Ziviljustizbureau des hiesigen Overamts, mit einem jähklichen Geh all von 356 fl., zu vergeben; der Einiritt kann sogleich geschehen. Rezipirte Rechtspraktikanten oder Skribenten, welche diese Stell« annehmen wollen, haben mit Vorlag« ihrer Jeugnisse bei dem Oberamtsvorftand sich zu melden. Heidelberg, den 15. Mär, 1838. Großh. bad. Oberamt. Deurrr. Weinverkaitf. Zn dem Keller des Herrn Amtschulthei- ßen Fischer inMeiffenheim. Oberamt«Lahr, werden 1VV Ohm 1835er und 36 Ohm 1834er Wein« vom hinlern Kaiserstuhl verkauft. Si« we,dea von heute an drei Wochen dem Verkaufe aut freier Hand, jedoch nur Faßweise, ausgesetzt. We-dea Ke in diesem Termin nicht »erkauft, so wer» den sie öffentlich versteigert, worüber alsdann eine «eitere Bekanntmachung erfolgen wird. Proben könne» an den Fässern genommen werden und die Preise stad in Meiffenheim und auch hier in Nr. 12 des »ordern Zirkel«, im drillen Stocke, zu erfahren. Karlsruhe, den 21. Mär, 1838. Karlsruhe. (Holzoersteigerungi) Alldem gräflich von langenstein'schen sogenannten Hirsch- garten am mühlburger Thore werden durch die Unterzeichnete Haupikaffe versteigert werden Samstag, d e n 24. d. M.: 83 Stämme Eichen, zu Bau-, Nutz- und einige zu Hol- länderholz tauglich, 3 Suchen« Nutzholzklötze, 229 Stangen Buchen-, Linden-, Ahorn -c. -Holz, 32 Pappeln. Sodann Montag, den 26. d. M.: ^ 43'/. Klafter gemischtes Scheiterholz, 29'/. » eichenes Stumpenhvlz und L.8O0 Stück gemischtes Wellenholz. ' Die Zusammenkunft ist an jedem der genannten Tage, ftN' 8 Uhr, in gedachtem Garten. Karlsruhe, den 21. Marz IL38. Gräflich von tangenstein'sche Haupikasse. - Rastatt. (Versteigerung.) DameinStier- und Eberfaselbestand bis den 25. April zu Ende ist, so zeige ich hiermit an, daß ich bis Dvnnerttag, Len 5. Avril d. I., Nachmittag« 1 Uhr. «in« schone Auswahl brauchbarer Faselst»«», acht a» der Zahl, von verschiedener Größe, Farbe und Alter» worunter sich 3 von Schweizer- , 2 von Holländer - und 2 von Plgaurrraffe befinden, und ebenso sechs brauchbare Faseleber einer öffentliche» Versteigerung autsetze. Rastatt, ren S. März 1838. Martin Wally, GemeintttaH. 85 « als: und Karlsruhe. (Lethha uspfänberverKeigerwng.) In bem Gakbaus zum König von Preußen werden die 6 Monate verfallenen Leihouspfänder versteigert, als: Montag, den 26. März, d. I., Nachmittags 2 Uhr: Manns- und Frauenkleider. D-ensla,, den 27: März d. I.,, Nachmittags 2 Uhr: Leid-, Tisch - und Betlweißzeug. Mittwoch,, den 28. März d. I., Nachmittags 2 Uhr: goldene und silberne Repetier- und Taschenuhren; S Iber, Borleg , Eß- und Kaffeelöffel rc-; goldene Ketten , Finger- Ohrenringe, Borstecknadeln ec. Donnerstag, den 29. März d. I., Nachmittags 2 Uhr; Ober- und Unlervctten, Psulben, Kiffen,. Garn, Zinngeschirr, Bügeleisen rc. Freitag, den 30. März d. I., Nachmittags 2 Uhr. verschiedene Leinwand, wollenes Tu», Kattun,, Baumwollenzeug/ Barchent, und verschiedenartige Leihhauspsänder., Kartsruhe, den 22. März 1838. Leihhausverwaltung. Eyth. Karlsruhe- (Weinverkauf.) Zn Zdrr neuen Adlerstraße Nr. 20: liegen einige Fud-r reingehaltene Weine l8I9er, 1833er, i834er und 1835er per Faß oder, per Ohm zu verkaufen. Au» sind dasei'st reine, nie- -erländische Steinkohlen zu verkaufen. Me issenheim. (Holländereich»nv« r- steigerung 1 Die Gemeinde Meissenheim (Ober- amlS Ladr) läßt Mittwoch, den 28. d. M>, Vormiltag« S Uhr, ist ihrem Gemeindewald Rödel.k 15 zu Boden, liegende Eichstämme,.-egen, baare-Zahlung,, versteigern. Meiffenheim . den 20. März 1838: Bürgermeisteramt. Kader! in. Karlsruhe- (Bau-, Nutz- und Brennhvlzversteti a-«rv«g.) Aus den herrfchawlichen Waldungen, rothenselser «prst«, «erden durch BezirkSlörster Bechmann bis Mentag, den 26. d. M., Morgens halb 9 Uhr„ 5 Stämme Eichen, 164. - Bucken, 1 - Birke; ladanni btt- Dienstag und Mitiwo», den 27. und 23. d. M., zu derselben Giunde, 293 Klafter buchene- Schetierholz, 3'/, - eichene« to. 85'/'» - buckenes P.tügeihvlz, V», - eichene« dv.; und eubttch bis-Donnerstag, den 29- d. M.,. ebenfalls Morgens halb 9 Uhr, 7,175 tuchene W Iten öffentlich »ersteigert werden, und die Steigerer hiermit eingeladea, st» an gedachten 4 Tagen, zu besagter Sninre, zu Oberweier am Eicheldorg tm Gasth»u« zum Kreuz einzvfinssn, voa wo aus sie zu dem Klekgeru >gso>t in den Wald g-Irilel werden., KortSruhe. ben 14 März 1838. , Großh- bad Fe-stowt Ettlingen.. Fischer-, Achern. (Holz.veesteiqerung.> Durch den Bezirksfir- stee Wolfs «erden aps den Fv'ftdomänen der Bezi'ksfoistei Neu- freist«^ folgend«, Nutz-, Bau- und Brandhölzer versteigert: ts Im: Distrikt Strieth Montag, de» 26 , «r-d-Dienstag, de» 27. b. M.:: 16'/» Klafter buchenes Scheite-Holz; 73'/, - eichene« do. 6. - buchene« Prügelhvlz, 68 - eichene« da. 20 - - S'vckbolz, 7,338 Stück gemischte Wellen; ebendaselbst Mittwoch „ den 28. d. M.: 62 Slämme Bau - und Holländer««-», letztere »o» vorzüglicher Qualität, 6. » Rutzbuchen. 2) 2m Distrikt Wehr tag Donnerstag , den 29. d. M.: 29 Stämme Holländer- und Laueich«»,. 2 - Rutzbirken, 12'/, Klafter eichenes Scheiterbolz. 7 - - Prüqelholz, 2 - - Stockhvlz, 3 550-Stück gemischte Wellen. Dl« Zahlung geschiehr vor der Abfuhr, und die Zusammenkunft ist jedesmal. Morgen« 9 Uhr, auf dem Holzschlag. Achern, den- 17: März. 1838- Großb. bad. Fovstamt. Hubbauer-. W eingartesi. (Holländereichenreester- gerung-) Z» Folg« der «rthsillen Genehmigung , laßt die Gemeinde Weingarten Dienstag, den 27. März d. I., Vormittag« 8 Uhr, 50 Stämme HvUändereicken, sämmtli» zu Boden liegend, öffentlich versteigrra. Die Zusammenknnfl ist Mdrgent 8 Uhr auf dem Rglhhaut dahier, von wo an« di« Eteigerungslirbhaber in d«n. Wald zude« Stämmen- geleitet werden. Weingarten» de» s. März 1838. Bürgermeisteramt.. Tischer. vstt. Baier, Ralhschreiber. Ronnenweier. (Holländereichenonr- steige rung.) Die Gemeinde Ronnenweier löst- Samstag, den 24 d M., Bo,mittags'9 Uhr, 6 zu Boden liegende Holländereichen gegen baare Zahlung, versteigern; wozu dt« Ltrbhgder-sich «lufindt« wellen. Noanenweier, d«n, 9. März 1838. Bü> germelfteramt. «vchlager. Nr. 1,837. U'eberlingen. (Vakante Stelle.) Mit Gevrgi d. Z. ist bei der Waisenanjtalt de» diesigen. Spital« die Stelle einer Aufsederin zu besitzen. Die hierzu Lustlr rgenden wollen sich -eßhalb. unter Vorlage ihrer Silken- und Befähiguogtzeugnisse, bei der, uaterferliilea Be> waliung melde». Ueverlingea» den 7i März 1888.. Spitalverwaltuag. Van o l l i. Kar l«ruhe. (Gesuch eine« Einsteber«.) Für eine» b-i der letzten Kovsknplivn zur Artillerie eingeiheillea Mann wirb ->n Einsteher gesucht. Wer dazu Last trägt, wolle sia> im Kern, to,r der- Karlsruher Zeitung, bit jpälesten« den 27. März b. Z. meld-n, um daselbst da» Nähere zu erfahre». Mit. einer: Beilage., B c. n l c. g ec r» und D , r> u r- P hh M » ck 1» o «a