Karlsruher Ztiknng. M. «S. Freitag, den 30. März 1838. Baden. Karlsruhe, den 29. März. Die Nummer 13 des großherzoglicheil Staats- und Regierungsblatts vom Heutigen enthält: l. Eine Verordnung großh. Justizministeriums vom 23. d. M. über die bei dem Oberhofgericht in bürgerlichen Streitsachen, so wie in Ehescheidungsachen erforderliche Zahl von Stimmführern. I l. Eine Instruktion großh. Justizministeriums vom 16. d. M. für Vormünder über die ihnen in der vormundschaftlichen Verwaltung hauptsächlich obliegenden Pflichten. lll. Eine Bekanntmachung gr. Ministeriums des großh. Hauses und der auswärtigen Angelegenheiten vom 12. d. M., wonach Seine königliche Hoheit'der Großherzog durch höchste Entschließung aus großh. Staatsministerium vom 12. Okt. v. I. gnädigst zu genehmigen geruht haben, daß zu Munzingen, Landamts Freiburg, eine, mit dem 1. April d. I. in Wirksamkeit tretende, Posthalterei und Posterpedi- lion errichtet werde, deren Distanzen folgendermaßen bestimmt sindi von Munzingen bis Freiburg auf dreiviertel Post, von Munzingen bis Altbreisach auf dreiviertel Post. I V. Eine Bekanntmachung desselben grl Ministeriums vom 12. d. M., wonach mittelst höchsten Reskripts aus großh. Staatsmim'sterium vom 23. Febr. d. I. Gerne königliche Hoheit der Großherzog gnädigst zu genehmigen geruht haben, daß in der Amtstadt Neckarbischofsheim eine Brief- und Fahrpost-Erpedition errichtet werde, welche mit dem 1. April d. I. in Wirksamkeit zu treten hat. V. Eine solche des nämlichen gr. Ministeriums v. 17. d., der zufolge Seine königliche Hoheit der Großherzog durch höchstes Rescript aus großherzoglichem Staatsministerium vom 8. v. M. gnädigst zu genehmigen geruht haben, daß in dem Amtsort Stetten am kalten Markt eine mit dem 1. April d.J. in Wirksamkeit tretende Posthalterei und Posterpedition errichtet werde, deren Ertrapostdistanzeu solgenderwaaßen bestimmt worden sind: von Stetten a. k. M. bis Mößkirch auf eine Post, von Stetten a. k. M. bis Sigmartngen auf eine Post, von Stetten a. k. M. bis Ehingen auf dreiviertel Post. VI. Eine Bekanntmachung großh. Finanzministeriums vom 17. d. M., der zufolge das nach der Bekanntmachung vom 18. Juni 1836 einstweilen geschlossene Ncbenzollamt t. Klasse zu Riedern, Bezirksamts Jestettcu, vorläufig jedoch nur znrunbeschränkten Abfertigung des mit den Staatsposten statlfindenden Verkehrs, vom 1. April d. I. an wiederum eröffnet wird. VH. Die Veröffentlichung von zehn Stiftungen zu allgemein nützlichen, wvhlihäiigen oder kirchlichen Zwecken. Ich Konstanz, 27. März. Eßlair's erstes Auftreten auf der hiesigen Bühne wurde mit Enthusiasmus ausgenommen; der Saal war zwar nicht überfüllt, aber genügend besetzt. Tags darauf trat der hochgefeierte Künstler in Lessing's „Nathan" auf; das Haus war gedrängt voll, und seine Leistungen ein höchster Kunstgenuß. Daß die für die hiesige Bühne allerdings eingeübten Schauspieler in Gegenwart dieses Heros sich so zu sagen selbst übertroffen , und das Stück bestens ausgesührt haben, verdient alle Beachtung und Anerkennung. — Der konstanzerHafenbau schreitet, der fortdauernden Wasseranhäufung ungeachtet , schnell vorwärts, und der neue Damm , unter? legt mit eingepfählten Faschinen, reicht schon weit in die See hinein. Wünschensweth wäre freilich, wenn die zum Bauplatz führende Straße für Fuhrwerk und Fußgänger zugänglicher hergestellt würde, denn diese Maaßregel würde in jeder Hinsicht Erleichterungen gewähren, — Dieser Tage wurde in hiesiger Gegend ein aus fernen Ländern sich zu uns verirrter Vogel erlegt, eine s. g. „große Trappe" (Otis isrää). Er ist der größte der europäischen Vögel, eigentlich nur im höchsten Norden und in Ungarn einheimisch , mag sich aber durch die diesjährige aussergcwöhn- liche Winterwitterung haben verleiten lasten , in unsere Ge- qend zu kommen, um das Opfer eines aufmerksamen Schützen zu werden. Noch ganz jung — wog er doch schon 17Pfd., und wanderte in die Küche von Louis Napoleon. — Zum Schluß eine ergötzliche Historie, deren Wahrheit Res. verbürgt: Ein Pelzpaladin (s. g. Loo) löste sich kürzlich, bei'm heftigen Sturm, von dem Halse seiner Besitzerin, und flog in eine Hecke. Ein altes Weib, welches dieses sich im Winde fort und fort bewegende Ding für ein Ungeheuer ansah, machte Lärm im nächster: Dorfe, und verkündigte daselbst, daß sich in der Hecke unfern dem Orle eine lebendige Riesenschlange befinde. Der Vogt, ein dienstbeflissener Mann, bot seine Mannschaft auf, u»0 sieben Stücke derselben, „wohlbewaffnet mit Spieß und Stangen, „um das Ungethüm zu fangen, machten sich — der Vogt mit geladenem Gewehre an der Spitze — ans den Kampfplatz. Das Ungethüm wurde, zum Schrecken Aller, noch an der bezeichnet»: Stelle an- getroffen; der Bogi schoß sein Gewehr auf dasselbe ab, und dieses war für die klebrigen hinlängliches Signal zum Dreinschlagen; bei näherer Besichtigung ergab cS sich; 920 daß sie mit vereinten Kräften einen Frauenzimmerpelz zerschlagen hatten. Freie Stadt F r a n kfur t. Frankfurt, 22. März. Das so vielfach verbreitete Gerücht, daß die Arbeiten des Baues der Taunuseisenbahn begonnen haben, ist durchaus nngegründet; bis heute hat der Bau dieser Bahn noch nicht seinen Anfang genommen, und von Grundstückakquisition ist auch noch keine Rede. Auch ist es durchaus noch nicht definitiv bestimmt , wo hier und in Wiesbaden dieTaunuseisenbahn auömünden werde. eil des Nachbarhauses mit sich. Es sind nur wenige Häuser in der Stadt, die nicht mit Pfosten gestützt werden mußten. Von den schlecht gebauten Häusern der Vorstädte blieb nicht ein einziges stehen z mir die festem und solidem hielten sich bis jetzt. Tue Zahl der eingestürzten Häuser wird aus 1,500 geschätzt, eine Angabe, die eher zu klein als, zu groß sehn dürste. An offiziellen Daten fehlt eS noch. Das unglückliche Pesth bietet einen herzzerreißenden Anblick dar. Diese vor wenigen Tagen so reiche, blühende, industrielle Stadt, die bereits zu den schönsten Europas gezählt wurde, deren Einwohnerzahl schon 90,000 überstieg— beherbergt nun Elend und Jammer. Die »ermöglichen Einwohner wandern jetzt in Masse, meist nach Ofen, aus. Einzelne Szenen sind erschütternd. Die Familien sind zerrissen, Eltern verloren ihre Kinder, Eheleute ihre Gatten und die wohlhabendsten Leute ihre gesammte Habe. In Pesth, wo seit mehreren Jahren alle Spur der Straßenbettelei verschwunden war, ist man jetzt überall von Schaaren bettelnder Greise, Männer, Weiber und Kinder umgeben, und Wenige nur sind im Stande, durch kleine Gaben die Noch zu mildem. Der pekuniäre Schaden gränzt an's Ungeheure. Der Verlust an Maaren, die in unfern Kaufläden durch das Wasser zu. Grunde gingen, ist ausserordentlich groß; besonders traf dies Schicksal Gegenstände des Lurus und der Mode. Auch die Buchhändler hatten große Verluste, vorzüglich die HH. Hartleben und Heckenast. Die schönsten und kostspieligsten englischen Prachtwerke, die alle auf feste Rechnung genommen wurden, sind in Wasser aufgelöst; eben so die schönen Ausgaben der deutschen Nationallikeratur. Man hofft, daß die Verleger nachsichtsvoll mit den Harlbetroffenen sehn werden. — Erfreulich ist eS und der Menschheit zur Ehre gereichend, daß man inmitten dieser Cchreckenstage die schönsten Züge des Helden - und Edel- muths gewahrte. Hier nur einige zu schildern, wäre zu weitläufig für diese Blätter. Ich begnüge mich blos, des jungen ritterlichen Erzherzogs Stephan, ältesten Sohns Sr. k. H. des Erzherzogs Palatin, zu erwähnen, der mit edler Selbsthingebung und mit Gefahr seines Lebens überall war, wo Hülfe angesprochen wurde. Er erschien, wie ein rettender Engel vom Himmel gesendet, und spendete Trost und thätigen Beistand. — Se. k. Hoh. der Erzherzog Palatin öffnete seine königliche Burg zu Ofen gastfreundlich den Flüchtlingen, und beherbergte und bewirthete darin mehrere hundert Personen aller Stände. — Einen besondern Anblick gewährte die lutherische Kirche zu Pesth. Sie wurde zur Aufnahme Verunglückter und Obdachloser geöffnet, und meist Juden nahmen darin ihre Zuflucht, welche in einem christlichen Tempel laut und brünstig, ihre Gebete verrichteten. — Das hier garnisonirende fünfte Artillerieregiment leistete Unglaubliches. Auch alle andern Zivil - und Militärbehörden thaten das Möglichste. ES wurde fortwährend Brod und andere Lebensmittel umsonst vertheilt. Der Brodmangel fängt an nachzulassen. Die Zufuhr von Viktualien beginnt. Die Dampfschiffe werden morgen ihre Fahrten nach Preßburg und Wien eröffnen. Gestern und vorgestern erschienen mehrere öffentliche Anschläge , wovon der wichtigste das Standrecht publizirt, vermöge dessen jedermann, ohne Unterschied des Standes, der aus einem Diebstahl ertappt würde, durch den Strang hingerichtet wird. Ein anderer erklärt den Markt auch dem Namen nach für aufgehoben. Kein Reisender mrd keine Maaren werden in Pesth zugelaffen; blos Lebensmittel dürfen abgabenfrei eingeführt werden. Heute sollen alle zu Markt hier anwesenden Fremden abgewiesen werden. (A. Z.) Gör;, 14. März. Dem Vernehmen nach begibt sich die hier anwesende erlauchte Familie des HanseS Bourbon im Monat Mai wieder zum Sommeraufenrhalt nach Kilchberg in Oesterreich. Die Herzogin von Angouleme geht auf einige Tage nach Wien. Im Laufe dieses Winters lebte die erlauchte Familie in größter Stille und Zurückgezogenheit und empfing nur einige Mitglieder des hiesigen Adels. Als die Gräfin Mombel entbunden wurde, wohnten die Herzogin Angouleme Md Rosny der Taufe bei. Preußen. Berlin, 23. März. Aus dem 98. Heft der Jahrbücher für die preußische Gesetzgebung ersieht man, daß im verwichencn Jahre 3,291 Ehescheidungen gerichtlich ausgesprochen wurden. Es waren 3,888 Klagen zugelassen, mithin nur 597, kaum ein Sechstel, zurückgewrefen worden. — Die durch Privatbriefe eingehenden Nachrichten über die Verheerungen, welche die Oder angerichtet hat, sind Schrecken erregend. Man gibt an, daß gegen 70 Orschaf- ten in dm verschiedenen Bruchgegenden unter Wasser gesetzt sind, einen großen Theil ihrer Heerden verloren habe» und ihre Feldmarken mehr oder minder zerstört sehen. Berlin, 25. März. Vorgestern wurde von de» 822 hiesigen Studlrenden dem Professor Gans, als an seinem Geburtstage, ein glanzendes Ständchen gebracht. Es ist dies ein abermaliger Beweis, wie schief die Urtheile sind, welche im Auslande über das hiesige politische Leben gefällt werden: ihnen zu glauben, ginge die Regierung immer darauf aus, jede Gesammtdemonstration der stubirenden Jugend zu verhindern; aber daS ist nur wahr (und es ist gut, daß eS wahr ist), insofern sich solche Demonstrationen auf Dinge beziehen, welche der Wissenschaft, der allein das Streben der Jünglinge zugewendet seyn soll, fremd ist — daS ist aber nicht der Fall bei der Anerkennung,- welche dankbare Schüler einem gefeierten Lehrer an den Tag zu legen wünschen müssen. Auch in Bezug auf diesen Lehrer sind die Urtheile unrichtig; er ist ein Gegner deS Stehen- blcibens allerdings, aber nicht, wie manche Darstellungen msinuiren, ein Gegner der Regierung, denn sie bleibt nicht stehen, sie schreitet nur nicht in dem Geschwindschritt, den gewisse Witzköpfe wünschen, in den Verbesserungen vorwärts, aber schwerlich dürste ein einziger Verwaltungszweig zu nennen seyn, wo solche nicht vorbereitet werden. — Einstweilen haben die Arbeiten an der Eisenbahn nach Potsdam durch daS hohe Wasser eingestellt werden müssen, und Wenige glauben, daß sie am 3. August d. I., dem Geburtstage Sr. Mas., schon werde eröffnet werden können. Vielmehr gibt sich der Wunsch laut zu erkennen, die Direktion möge der Vorsicht die Schnelligkeit zum Opfer bringen, d. h. sie möge so bauen, daß nach Vollendung der Bahn hoheö Wasser die Fahrten nicht zu unterbrechen vermöge. — Man glaubt nicht, daß die (von unfern Blättern neulich erwähnte) Handelserpedition nach der Westlüfte von Afrika rentiren werde. Es ist dieses Unternehmen von einem Vereine stettiner Kaufleute in dem sehr löblichen Zwecke in's Werk gerichtet worden, Preußens Handel zu einem mehr direkten, als er bisher gewesen, emporzuheben. Doch der Erfahrungen, welche solche Expeditionen erfordern, haben wir noch viel zu wenig, als daß auf ein Gelingen der ersten Versucke stark zu rechnen wäre. Indessen ist man auch andererseits überzeugt, daß, wie auch das Resultat auöfallen möge, es bei diesem ersten Versuche sein Bewenden nicht haben werde, da der Spe- kulationögeist im erweiterten und edleren Sinne des Wortes Ach in unserm höhern Handelstande immer mehr zu regen beginnt. Holland. Haag, 22. März. Hr. Heinrich BaronFagel, welcher bis zum' Jahr 1824 königl. niederst Gesandter zu London gewesen, ist heute hier gestorben. — Sicberm Vernehmen nach ist Hr. Dedel zum diesseitigen Ministerresidenten am königl. hannoverschen Hofe ernannt worden. — Es heißt nun doch, daß die Eisenbahnangelegenheii noch in dieser Session von den Generalstaaten entschieden werden solle. — Das „Journal de la Haye" gibt heute einen ausführlicheren Bericht über die in "gestriger Sitzung der zweiten Kammer der Generalstaaten von der Zen- tralabtheilung statt gefundene Berichterstattung, bezüglich der vollen Rentenzahlung und der ausserordentlichen Kriegsausgaben in diesem Jahre, und läßt natürlich darin die von den Abtheilungen, wegen eines baldigen AushörenS des Provisoriums, geäusserte» Hoffnungen nicht unerwähnt. (Nach glaubwürdigen Nachrichten aus dem Haag ist von einer unbedingten und bereits erfolgten Annahme der 24 Artikel von Seiten Sr. Maj. des Königs der Niederlande durchaus noch keine Rede, wohl aber wird mit Gewißheit der baldigen Wiederaufnahme der Unterhandlungen entgegengesehen.) (Fckf. O. P. A. Ztg.) Vom 23. März. Die zweite Kammer der Generalstaaten hat heute das Gesetz in Betreff der Deckung der ausserordentlichen Ausgaben für das Kriegs - und Marinedepartement während des Dienstjahrs 1838 einstimmig, und daS Gesetz für die integrale Zahlung der Zinsen der Staatschuld für das Jahr 1838 mit 47 gegen 4 Stimmen angenommen. Dänemark. Kopenhagen. Dänemark, meldet die Kiöbcnhavns- post, verlor am 14. d. einen seiner edelsten und tüchtigsten Söhne, den Professor der Philosophie, Paul Möller, in seinem 44sten Jahre. Ein ausgezeichnet Heller Kopf, eine seltene Reinheit und Festigkeit des Karakters, schlichter Sinn „Bramfnhed", eine ungewöhnliche klassische und philosophische Bildung, ein dichterisches , kindliches und doch zugleich ein tiefes und kräftiges Gemüth, bildeten Möller'S liebenswürdige Persönlichkeit, deren Erinnerung bei Keinem schwinden wird, welcher mit ihm in nähere Berührung kam. Kiel, 19. März. Ein ansehnlicher Theil der Bewohner Kiels hat eine Adresse an Se. kön. Maj. beschlossen, um Allerhöchstdemselben die innige Theilnahme an dem Unglücke des hiesigen Schloßbrandes zu bezeigen und der Prinzessin Wilhelmine und deren künftigem Gemahl einer: vorläufigen Aufenthalt auf dem gräflich baudissin'schen Gu- teKnoop, am schleswig-holfteinschen Kanal, eine Meile von Kiel belegen, anzubieten. Die mit der Einrichtung in Knoop verbundenen -Kosten werden durch freiwillige Beiträge, nicht aus der mit Geldmitteln wohl versehenen Stadt- kaffe, gedeckt werden. Italien. Französ. Blätter melden, daß der berühmte Lustspiel- dichter Alberto Nota vom König von Sardinien baroni- sirt worden sey. Großbritannien. London, 24. März. Die gestrige OberhauS- sitzung war ganz mit Vorlegung von Petitionen, zum größten Thcil gegen jede längere Dauer der Lehrlingschaft . der westindischen Negersklaven, ausgefüllt. — In der heutigen Unterhaussitzung brachte Sir R. Peel die Angelegenheit mit dem Obersten Shaw Kennedy zur ' Sprache, der unlängst sein Amt als Generalinchektor der gesammten Polizei m Irland wegen angeblicher Einmischung des Vizekönigs, Lord Mulgrave, in das — . wie der Oberst meinte, ihm ausschließlichzustehende — Recht der Ernennung oder Beförderung von Untergebenen 923 resignirt hatte,' Lord I. Russell und Lord Morpeth erläuterten, und die Sache blieb bei einer bloßen „Konversation." Die Bill, wegen Vereinfachung der Abgaben auf Gtasfabrikate, wurde, auf Hrn.F. Baring's Whig, Finanzdirektor) Antrag , nach einiger Diskussion, worin u.A. Hr. French den hohen, auf dem Artikel „Glas" in Gigland lastenden, Abgaben die Schuld beimaß, daß die (wohlfeiler») deutschen Glasfabrikate die englischen, selbst in den britischen Kolonien, verdrängten, und eine gänzliche Abschaffung jener Abgaben für nölhig hielt, ein zweites Mal verlesen; die Bill wegen der Erstlinge und Zehnten, welche anglikanische Geistliche zu gewissen kirchlichen Zwecken bei Beförderungen abgeben müssen, wurde ein drittes Mal verlesen, somit angenommen. Mit der De- tailberathung der irischen Armenbill wurde fortgesahren, und eine Reihe Paragraphen, darunter mehrere frühere zur Späterberathung ausgesetzt gebliebene, wurden mit Verwerfung verschiedener Aenderungsvorschläge, angenommen. Schließlich erklärte Lord ä. Russell, daß er die Detailberathung der Bill wegen Verbesserung des Gemeindebehördenwesens in Irland erst nach den Osterferien des Parlaments, welche vom 10. bis 24. April dauern sollen , vorzunehmen beantragen werde, insofern nicht storv- fiischer Seits) eine Absicht im konnte sich kund gebe, die gänzliche Abschaffung der gewählten Gemeindebehörden j bekanntlich wollen die Tories, nur um nicht einer größeren Anzahl von Gemeindegliedern das Recht der Wahl ihrer Gemeindebehörden zukommen zu lassen, lieber noch, daß die Ernennung der letzter» ganz und allein durch die Regierung geschehet vorweg und als Hauptgrundsatz der Bill festzustellen; denn in dem Falle würde er die Bill noch vor Ostern Vorbringen, damit das Haus gleich mit einem Male hierüber sich entscheidend ausspreche. — Die „Sun" sagt, man erwarte, daß im Laufe deS nächsten Monats gegen 3 Millionen Pf. St. 136,000,000 fl.) baar oder in Barren nach Amerika versandt würden. — Die „Sun" berichtet: Einewichtige Rechtsache „Baron Moritz v. Haber gegen Don Carlos und dessen Agenten A. A. Gower Neffen und Komp., Gregory, Scale, Walters und Litiskonsorten, wegen Forderung von 60,000 Pf. St. s720,000 fl.)" für dem Don Carlos gemachteVor- schüsse, welche auf heute Vormittag zur gerichtlichen Verhandlung angesetzt war, ist über 14 Tage verlegt worden. — Aus amtlichen Ausweisen erhellt, daß die Zahl der Verbrechen und Vergehen in England und Wales im Jahr 1837 sich auf 23,612 belief — ein Zuwachs von nicht weniger als 2628 gegen daS nächstvorhergegangeue Jahr. (Standard.) Frankreich. Paris, 26. März. Die Regierung hat folgende telegraphische Depesche erhalten: „Brest, 25. März. „Der Seeprafekt an den Seeminister. Der „Nisuö" ist so eben von Hayti in 32 Tagen eingelaufen. Die (nach Hayti von der Regierung wegen Berreibung der Entschä- vigungsangelegenheit der ehemaligen stanz. Pflanzer auf St. Domingo rc. abgesendet gewesenen) Kommissäre haben mir nicht geschrieben; dagegen erfahre ich von dem Kapitän der Brigg, daß Hayti in festlicher Freude, daß zwei Verträge mit Frankreich unterzeichnet sind, daß ihr Inhalt definitive Anerkennung sder Entschädigungsforderungen u. s. w.j, Friede, Freundschaft/ Gegenseitigkeit, Entschädigung von 60 Millionen Fr., zahlbar innerhalb der Jahre 1838 — 1868, ist, und daß von jener Summe nahezu 3 Mill. Fr. bereits am Bord der „Nereide" sich befinden. — Ich habe mit dem gestrigen Briefkurier die Depeschen der Kommissäre an Sie abgeschickt.« — Einer der wegen des Hubert'schen Komplotts in Haft Befindlichen, der vervinser Ergänzungsrichter Leprour, hatte um die Erlaubniß nachgesucht, seinen gefährlich erkrankten Vater, der sich in Paris befindet, besuchen zu dürfen , dieselbe vom Generalprokurator erhalten und dann vorgestern, unter polizeilicher Aufsicht, zwei Stunden bet seinem Vater zugebracht. — Hr. Ganneron ist mit dem Gesammtbericht über das 1838r Budget beauftragt. — Das „Commerce" will wissen, Monsieur Papineau sder bekannte Held der kanadischen Wirren) werde mit Nächstem in Frankreich eintreffen swahrscheinlich, um sich dort von Meinungsgenossen eine Ovation bereiten zu lassen). — Ein Schreiben aus Constantrne vom 5. d. M. meldet: Der Ulad Abd-el-Nurs, ein mächtiger, ungefähr 16 Stunden von Constantine wohnender, Stamm — der dritte im Rang in der Provinz und im Stande, zwischen 6 und 700 Reiter in's Feld zu stellen — hatte vor einiger Zeit die Zelad-Salmas feindlich überfallen, Viehheerden weggesührtund deren Rückgabe verweigert, hat dafür aber eine derbe Züchtigung erhalten. Die bewegliche Kolonne war gegen ihn entsendet worden und nach einem mühseligen Marsch und einem scharfen Gefecht, worin wir einige Tobte und Verwundetehatten, bemächtigte man sich sämmt- licher von dem Stamme bewohnten Duars, und 29 Kamee- le, 177 Ochsen und 6,300 Schafe wurden mitfortgenom- men. Die Nachricht von dieser prompten und wirksamen Lektion hat sich nah und fern verbreitet, und neue Unterwerfungen unter die französische Botmäßigkeit nach sich gezogen. — EinemBriefe aus Budschia vom12.d. zufolge hat dort an jenem Tage ein zahlreicher Schwarm von Kabylen eine Anzahl Franzosen, welche an der Ziehung eines Grabens auf der nahen Ebene arbeiteten, angegriffen, ist aber zuletzt iNit Verlust von vielen Todten und mehreren Pferden, wogegen die Franzosen nur 1 Todten und 3 Verwundete hatten, znrückgejagt worden. Die Kabylen hatten wahrscheinlich geglaubt, jener Graben, der blos dazu dienen soll, das Vieh von einer benachbarten großen Wiese abzuhalten, bezwecke neue Besestigungswcrke. — Einem Schreiben aus Marseille zufolge wirdeine Petition Namens aller europäischen Kolonisten, Wahlberechtigten, Grundbesitzerund anderer bei den Kolonien be- theiligken Personen, welche bereits zu Marseille, Havre, Paris, Bordeaux und Nantes unterzeichnet ist, an die 924 PairS- und an die Deputirtenkammer vorbereitet, um zu verlangen, daß die Interessen der Kolonien durch — von letztem selbst und unmittelbar gewählte Abgeordnete in der Deputirtenkammer vertreten und gewahrt werden. — Hr. Micheletistzum Mitglied deS Institut sie llrsnoe — Akademie der moralischen und politischen Wissenschaften — an die Stelle des verstorbenen Grafen Reinhard erwählt worden. — In Frankreich hat man bei der diesjährigen Konskription dieselbe Bemerkung, wie in deutschen Ländern (z. B. Würtemberg) gemacht, daß die Zahl der auszuhebenden jungen Mannschaft, deren Geburt in das Noch- und Hungerjahr 1817 fällt, auffallend gering — um wenigstens ^ geringer, als in den letzten Jahren — sep. — Einem Schreiben aus Algier vom 17. d. zufolge sind mehrere Stämme, namentlich an der Südgränze von Abd-el-Kader's Gebiet, gegen diesen wegen seiner Bedrückungen und Gelderpressungen im Aufstand und in voller Fehde. *<-) Paris, 26. März. An der Börse war die Rede von einem durch Hrn. Aguado zu Stande gekommenen spanischen Anlehen. Die Summe sey, heißt es, l OO Millionen Franken, wovon 5 Millionen zur Bestreitung der Kriegskosten unmittelbar geliefert würden. *G Bona, 15. März. Seit einigen Tagen ist La- met-Ben-Ameloi, Aga des Er-Bey Achmet, wieder in Constantine, nachdem er sich freiwillig unterworfen und die besten Anerbietungen gemacht hat. Von hier nach Constantine bedarf es kaum einer Eskorte mehr. Allein selbst aus andern Gegenden treffen die Karavanen mit einer erstaunungswürdigen Pünktlichkeit ein. Der Eindruck, welchen die Eroberung Constantines auf alle Stämme hervorgebracht, geht über alle Begriffe. Spanien. — Granada, 7. März. Heute Mittag sind die dem Tafallaabgenommenen 1,50t) Mann Gefangene in dieStadt gekommen; die darunter sich befindenden 50 Offiziere sind in dem Fort Alhambra untergebracht worden. — Logronno, 17. März. Van Halen hat eine bedeutende RekognoSzirung vorgenommen und den Carlisten großen Schrecken eingejagt. Graf Luchana ist, als er erfuhr, daß Guergue mit 6,000 Mann auf Mrndavia lvs- ziehe, von Lodosa aufgebrochen, während Van Halen die Führten bei Mendavia und S. Martin beobachtet. Unsere Truppen kommen gewiß den Carlisten zuvor. Oberst Quintana ersetzt einstweilen Van Halen zu Viana. — Cabrera bedroht, wie es heißt, Saragossa; Ribero beobachtet ihn. Leon cl Conde steht am Ebro und wacht über die Bewegungen Cabanero's — Madrid, 18. März. Was unsere finanziellen Angelegenheiten anbelangt, so erhalten gewiß die Roth-child'- schen Anträge den Vorzug. Die Behörden von Verdun haben auf die Nachricht hin, daß die Carlisten in Oberaragonien eingerückt seyen, die Stadt im Stich gelassen. — Basiljp pmrschirt auf Estremadura los; General Vigo ist indessen stark genug, ihm Widerstand zu leisten. Daß Ba- silio in seinen Bewegungen so hin und her schwankt, beweist gerade nicht für das Gelingen seines vorgehabten Planes. — Zu Karlhagena wäre es bald zu einem Aufstand gekommen m Folge der Landung eines mit Getreide beladenen griechischen Schiffes. Der Kapitän hatte anfänglich einen sehr hohen Preis für sein Getreide verlangt und das Volk bildete sich ein, die Stadtbehörde spiele dabei mit ihm unter einer Decke. Zum Glücke blieb eS bloS bei'm Lärm, und da 9 spanische Fahrzeuge, ebenfalls mit Getreide beladen, in den Hafen liefen, so stand der Grieche von seinen überspannten Forderungen ab, und keine Art von Ruhestörung unterbrach den nun flott gewordenen Handel. — Sonderbar! so oft es heißt, Basilio sey zernichtet, erscheint er stärker wieder auf einer entgegengesetzten Seite. Man kennt weder die Stellung des Generals Flinter, noch die des Generals Ganz. — Bayonne, 23. März. Die Carlisten haben wirklich den Ebro bei Soncillo passirt. Die Wegnahme der Brücke von Ribero Hai alle Hindernisse beseitigt. Guergue ist wieder im Hauptquartier des Don Carlos eingelroffen. Merino, Zabala, Lopez de la Pan sind mit der Expedition des Grafen Negir über den Ebro. Die christinischen Generale sind, wie gewöhnlich, zu spät eingelroffen, um den Uebergang der Carlisten zu hindern. Schweiz. Graubünden. In der Versammlung der Zünfte von Cbar vom 22. März ward nach langem Kampf eine Reduktion des aus 30 Mitgliedern bestehenden kl. Stadkraths beschlossen und entschieden, daß die 15 Rathsherreil und die 5 Amtöoberzunftmeister einstweilen genügend seyn sollen, um die ungeheuer wichtigen und schwierigen Geschäfte der kaum 300 Akiivlürg,'. zählenden bünduer'schen Hauptstadt zu erledigen. Sollte die Geschästslast 20 Kapazitäten zu schwer fallen, so bleibt nach 3 Jahren Probezeit die Wiederherstellung des frühem Zahlverhältnisses Vorbehalten. (B. A.) Das großherzogliche Staats - und Regierungsblatt vom 29. März, Nr. 13, enthält folgende Dienstnachrichten: Seine königliche Hol)eit d er G r o ß h e rz o g haben Sich gnädigst bewogen gefunden: den Hosgerichlsralh Reichard in Mannheim auf sein unterthänigstcs Ansuchen wegen vorgerückten Alters in den Pensionstand zu versetzen; dem Dekan und Stadtpfarrer zu Emmendingen Christian August Reich, sodann dem Dekan und Stadlpfarrer zu Mosbach. Philipp Jakob Willens, und dem Landdekan und zweiten Siadtpfarrer zu Karlsruhe, Ludwig Christian Sachs, den Karakter als Kir- chenräthe zu ertheilen. Staat. Spaplere. Wien, 23. März, bprozentige MetalliqueS 107j; ^Prozent. lOOj; Zprozent. 812; 2jprozent. ; 183-ter Loose l22j; Bankakiien 1352; Nordbadn 1102; Mailänder Elsenbahn 109z; Raabcr E. B. —. 925 Paris, 27. Marz. Sprozent. konsol. 107 Fr. 90 Ct.; 4Prozent. — Fr. — Cent.; Iprozenl. 101 Fr. 75 Ct.; Zprozent. 80 Fr. 20 Ct. Bankaktien 2650. —. Kanalaktien 1215.—. Rom. Anleihe 10lj; belg. 101z; Piemont. _. —; portug. —. Span. Akt. 23z; Paff. 1z. St. Germaineisenbahnaktien 965 Fr. — Ct.; Vers. Eisen- bchiaktien. rechtes Ufer, 760 Fr. — Ct.; linkes Ufer; 660 Fr. — Ct.; Cetter do. 702 Fr. 50 Ct.; Epinac do. — Fr. — Ct.; Mülhausenerdo. 660Fr. — Ct.; Gaserleuchtungsgesellschaft —. Dampfschifffahrtaktien (Pecq) - Fr. - Ct. Kurs der StaatSpapiere in Frankfurt. Den 28. Äarz, Schluß 1 Uhö Oesterreich Metall. Obligationen do. do. do. do» Bankaktien fl. 100 Loose bei Roths. Partialloose do. », fl. 500 do. do. Bethm. Obligationen -- do. do. Preußen Staatsschuldscheine „ Prämimscheine Baiem Obligationm Frankfurt Obligationen „ Eisenbahnaktien. Agio Baden Rentenscheine „ fl50Looseb.Gollu.S Darmstadt Obligationen , fl. 50 Loose „ fl. 25 Loose Nassau Obligationen b. Roths. « fl. 25 Loose Holland Integrale Hyänen Aktivschuld Polen Lotterieloose Rtl. , do. » fl. 500 >p6t i Pap, l Geld. 5 — 1 4 — 1 3 — 1 4 — ' 4 — ü — 4z — 4 4 4 3t ' 3t — 3z 100 2t 5 — — — 8iz 65t 441 °/, Olz 96z 100z 63z 23/- 22 z 54zz 12 z 67 81L Redtgirt unter VerantivortNckkeit von PH. Macklot. Auszug aus den Karlsruher WitterungS- beobachtungen. 28. März varome- ter. Thermometer. Wind. Witterung überhaupt. M. 7 U. M. 3 U. R.11 U. 28Z. 3.98. 28Z. 3.5L. 28Z. 3.4L. 1,6Gr.üb.O 6.7 Gr. üb. 0 4,4 Gr. üb. 0 NO NO SW heiter trüb trüb Subskription auf Pianofortes. Von mehreren Seilen aufgefordert und zur Erleichterung des Ankaufs von Pianoiörtes, haben Unterzeichnete eine Subskription eröffnet unter folgenden Bedingungen und Festsetzungen: 1) Es werden 36 Subskribenten ausgenommen, von welchen jeder per Monat 5 Gulden pränumerando einlegen muß. 2) Alle Monat wird ein Instrument zur Verloosung gegeben. Die hiesigen und überhaupt anwesenden Subskribenten werden jedesmal durch eine öffentliche Bekanntmachung davon in Kennlniß gesetzt, und eingeladen, bei der Verloosung gegenwärtig zu seyn. Die herausgekommene Loosnummer, reip. Namen und Wohnort des Gewinners wird ebenfalls öffentlich bekannt gemacht werden. 3) Der Gewinner darf unter 4 Piano wählen. Da mein Sohn kürzlich von Wien, wo er 4 Jahre lang bei den besten Meistern arbeitete und sich in seinem Geschäft ausbildete, zurückgckehrt ist, so sind wir im Stande, dieselben nach dem neuesten wiener Geschmack zu verfertigen, und für deren Güte und Dauerhaftigkeit zu garantiren. 4) Wünscht der gewinnende Subskribent einen Flügel oder Querflügel, so wird ihm auch dieses gewährt, nur muß, des höheren Preises wegen, eia besonderes Uebereinkommen statt finden. 5) In 36 Monaten ist die ganze Verloosung zu Ende, und jeder Subskribent im Besitze eines selbstgewä-l- ten Instruments. 6) Ein Piano bester Qualität mit englischer Mechanik, 6 oklavig, wird angeschlagen zu 180 fl. Ein P ano, ebenfalls bester Qualität mit englischer Mechanik, 6z oklavig, zu 200 fl. Ein Querflügel, neuesten Geschmacks, 3sach besaitet, mit englischer Mechanik, 6z oklavig, zu 270 fl. Ein Flügel, erster Qualität, durchgehends 3fach besaitet, mit bester wiener Mechanik und 6z okta« vig, zu 350 fl. Für die Güte und Dauerhaftigkeit der Instrumente wird 1 Jahr lang garantirt. 7) Die Subskriptionsanzeigen müssen schriftlich geschehen , mit Angabe des Vor - und Zunamens, deS Standes und Wohnortes. 8) Die erste Einlage hat mit der Anmeldung zu geschehen, und wird, wie jede folgende, die immer mit dem 1. eines jeden Monats zu geschehen hat, quit- tirt werden. 9) Sollte ein Subskribent mit Tode abgeben, so stehen dessen Erben ein, wenn ei» Piano schon an denselben abgeliefert wurde; ist dieses nicht der Fall, so erhalten selbige, wenn sie austreten wollen, die gemachte Einlage, nach Abzug von 5pZt, zurück. 10) Alle Briefe und Baarsendungen werden, nebst 4 kr. Einschreibgebühr, franko erdeten. 11) Das Weglragen oder die Verpackung des Instruments geschieht auf Kosten des Gewinnenden. 12) Sobald die Zahl der Subskribenten vollzählig ist, beginnt die Verloosung, was ebenfalls seiner Zeit öffentlich bekannt gemacht werden wird. Karlsruhe, den 24. März »838. Voit öt Sohn, Hvfinstrumentenmachcr. 926 Karlsruhe. (Anzeige.) Frische Austern, Speckbückinge, Schellfische, Bücken, Labberdan re. find zu haben bei C. A. Fellmeth. Offene Stelle. Billigheim (Amts Motbach,) Hw^^sWegen Beförderung de« praktischen Arrtes, Herrn vr. Krau- zu Billigheim a!r Landchirurg, wird Mg »MM die Stelle für «inen praktischen Arzt dahier offen. Di« Bewerber um dieselbe werden eisucht, sich so schnell all möglich bei dem hiesigen Gemeinderath melden zu «ollen» indem späte Anmeldungen nicht berücksichtigt werden können. Dieses wird mit dem Anfügen zur Kenntniß gebracht» daß für einen praktischen Arzt dahier «in jährliche« Wartgeld von LLO fl. festgesetzt ist. Billigheim, den 20. März 1838. Der Beauftragte: - Köhler, Ratschreiber. Mosbach. (Gesuch.) In eine Gegend im Unterheinkreis wird ein Wundarzt lter oder 2ter Klasse, unter annehmlichen Bedingungen, gesucht. Auskunft hierüber «rthrilt auf frankirte Briefe CH. Fr. Schmolck, Amttchirurg in Mosbach. Rappenau. (Kapital zu ver. l e i h r n.) In der heiligen Kaffe zu Rappenau liegen sechshundert Gulden zum Ausleihen bereit. Karlsruhe, (Gärtnergesuch.) Eine Herrschaft im Murgihal sucht einen braven, geschickten Gärtner, welcher sogleich eintreten könnte. Nähere Auskunft ertheill das Komtoir der Karlsruher Zeitung. Rr.»Z4. Freiburg. (Lehrlinggesuch.) In einer Apotheke zu Freidurg kann ein junger Mensch, der die nöthigen Borkevnlniffe besitzt, als Lehrling eintreten. -' Dkesfallsize portofreie Anträge besorgt das Kommis- fiousdureau von tz. Reichling in Freiburg. Durlach. (Versteigerung.) Bierbrauer Wackershauser in Durlach läßt Montag, den 2. April d. I, Nachmittag« 2 Uhr. _auf dem Ralhhause daselbst, seine vor mehre- reo Zahrm neu erbaute Behausung, sammt Scheuer. Stallung, Garten und eingerichteter Bierbrauerei vor dem Bienleintlhvr einer öffentlichen Steigerung autsetzrn; woiu die Liebhaber mit dem Bemerken eingeladen werden, daß dieses Hau« zu jedem Geschäftsbetriebe eine vvrtheilbafte Lage hat, und auswärtige Steigerer sich mit legalen Verwvgenszeugniffen auszuweisen haben. Durlach, den 21. März 1838. Bürgermeisteramt. Für. vät. CH. Rau. Jöblingen. (Holzpersteigerung.) Den 2. April läßt die Gemeinde Zöhlingen 70 Stämme vorzüglich schone Holländerforlen» 3 eichene Hotländerstämme, !75 Stämme Nutz - und Bau hvlzfo'len, 10 " eichenes Bau - und Nutzholz, alles schon zu Boden gefallt , dann 4 Stämme Aelterbäume von vorzüglicher Qualität, schon gebraucht, nebst Zugehörde, so sich zu Holländer -, s» wie zu Bau- und Nutzholz eignen, ve-steigern. Die Zusammenkunft ist am Rathhause, Morgens 8 Uhr, in Jöhling'N. Zöhlingen, den 24, März 1838. Bürgermeisteramt. Münz. vät. Schlegelmilch, Rathschr. Nr. 3,007. Kiechlinsbergen. tWeinversteigerun«) Bei diesseitiger Dorr,än»nverwattung werden Montag, den 9. April d. I,, Vornuttags IO Uhr, 57 Ohm reinqehaltener 183Zer und 100 » 1836er Weine dem Verkaufe in öffentlicher Steigerung ansgesetzt; was hierdurch zur Kennt»,ß der Kaufliedhaber gebracht wird. Kiechlinsbergen, den 17. März 1838. Großh. dadische Domänenverwaltun^, B a r t h o l m e ß. men werden. Das Nähere ragen. Karlsruhe. (Lehrlinggesu ch,) In eine fre. quente Apotheke in einem freundlichen Städtchen im badischen Oberland- kann ein junger Mann, mit den n». thtgen Borkenntnissen versehe^, unter vorlheilhaf- ten Bedingungen auf Oster-;, in die Lehre aufqcnom- Ist im Komtoir der Karlsruher Zeitung zu er sskllhenstadt. (Miihleverkauf nebst Iu- « gehör,) Meine, an der frequenten Kniedisstraße M MAtz Wund «t», Fvkbackfluß gelegene, Mahlmüble, nedst Zu- bringe ich aus freier Hand zum öffentlichen Verkauf. D.'.L ganze Anwesen ist von Freudenstadt «ine Viertelstunde entfernt, im schönsten Theil de« vorder» Forbachlhals, und dj« Gebäulichkeiten erst seit dem Zähre 1883 gebaut. Die Mühle, bis jetzt als Kundenmühle aul's Voriheilhafteste belne den, ist 52' lang und 50' breit und auf's Solideste gebaut. In ihr befinden sich 2 Mahl - und 1 Kerdgang mir eines Schlerf- mühle. und zu einer Sägmühle ist Konzession erlangt Und zum Bau da« Material vorhanden; auch kann füglich ein dritter Mahlgang ringer,chlek werden. De», rderschlächtigen Wasserwerk fehlt es zu keiner Jahreszeit an Wasserkraft, und der Wasserkanal ist solid und ohne Holz gebaut. Auf dieser Mühle haften ausser der Steuer keinerlei Geld-oder Naturalabgaben. Neben ker Mühle befindet sich ein neues Oekonomiegebäabe mit geräumigem Keller und m,l Stallungen rc, und im Hof ist ein laufender Brunnen. Um diese Gebäulichkeiten liegen ungefähr 10 Morgen Bau und Wiesfelder in sehr gutem Zustand, und letztere können de wässert werden. Die Verkaufsverhandlung findet , den 30 März dieses Zahrs, Vormittags, in der Christophs«» statt, die Realitäten aber können vorher oder am Kauflag. «„gesehen werden. . Für die Kausliebbader wird bemerkt: daß wenn ein D"tt" des Kaufschillingt taar bezahlt wird, die übeigru zwei Drillheile -egen Verzinsung, angeborgt werden. Frrudenstadl, den 14. März 1838. Zakob Rieger, Mühlinhaber. Mit einer Beilage.