Harl-rutztr Leit»»-. Nr. 99. Montag, den 9. Aprils 1838. Aufforderung. Die Unterzeichneten, eingedenk der tiefen Trauer, welche in allen Theilen des Vaterlandes so unzweideutig bei der Nachricht von dem Tode des Staatsministers Winter sich aussprach, veranlaßt durch überall laut gewordene Stimmen, welche die Errichtung eines Denkmals für den Verewigten fordern, und beseelt von dem Wunsche, daß die Kräfte sich nicht zersplittern möchten, erlauben sich, ihre Mitbürger zur Unterzeichnung zum Zwecke der Gründung eines öffentlichen Denkmals im Namen des dankbaren Vaterlandes für Georg Ludwig Winter re. Lufzufordern. Winter hat durch seine Verdienste um das Vaterland, dessen Wohl Er mit Einsicht, Klarheit und seltener Ka- rakterfestigkcit in jeder Lage des Lebens beförderte, durch Sein treues Festhalten an der Verfassung, durch Seine Liebe zu dem Fürsten und dem Volke und durch Sein Streben, das Vertrauen zwischen dem Fürsten und dem Volke zu erhalten und zu befestigen, in den Herzen aller Zeitgenossen ein Denkmal sich gegründet. Möge nun auch ein sichtbares Denkmal für alle künftigen Geschlechter emporsteigen! ein Zeugniß der dankbaren Anerkennung, welche daS Volk dem Andenken eines Edeln, de» in seinem erfolgreichen Wirken und fleckenlosen Leben durch Wort und That die Reinheit seiner Gesinnungen bewährte, dem Andenken eines wahren Freundes des Volks, eines treuen Rathgebers seines Fürsten weiht ! Ein Sporn für Alle, die zur öffentlichen Wirksamkeit in einem großem Kreise berufen sind! Die Unterzeichneten laden hierdurch alle Freunde und Verehrer des Verewigten ein, durch Unterzeichnung zu der Gründung eines solchen Denkmals ihr dankbares Andenken dem Verstorbenen zu weihen. Sie fordern ihre auswärts wohnenden Mitbürger auf, in den einzelnen Gemeinden Lokakomitös zu bilden, welche mit der Sammlung der Unterschriften und Beiträge sich beschäftigen und die Wünsche der Subskribenten in Beziehung auf die Ausführung des Denkmals sammeln. Sie laden alle in Karlsruhe wohnenden Mitbürger ein, im Saale des hiesigen Rathhauses oder in dem Lokale des MuseumS, der Eintracht, der Lesegesellschast und des Bürgervereins die dort bereit liegenden Listen zu unterzeichnen. Sie laden zugleich ihre hiesigen Mitbürger, die zu dem Denkmal unterzeichnen, ein, am 19. April, Nachmittags 3 Uhr, im großen Saale des RathhauseS sich zu versammeln, um die Mitglieder des hiesigen Comites zu wählen. Auch die kleinste Gabe wird willkommen sehn, damit auch den minder bemittelten Bürgern die Möglichkeit gegeben »verde, ihre Anerkennung der Verdienste des Mannes zu beurkunden, der für Jeden im Volke die treueste Liebe im Herzen trug. Das hiesige Comitö wird seiner Zeit mit den auswärtigen Lokalcomitös sich über den Plan des Denkmals und die Ausführung desselben vereinbaren. Bekk von Mannheim, Duttlinger von Freiburg, B. v. Eichthal von St. Blasien, Füeß liu von Karlsruhe, C. Th. Gross von da und Mittermaier von Heidelberg haben einstweilen, bis daS hiesige Comitö gewählt sehn wird, die Geschäftsführung übernommen. Alle, welche in dieser Angelegenheit Mittheilungen zu machen haben, werden ersucht, an diese Geschäftsführer sich zu wendeir. Sobald das hiesige Comite durch die Versammlung der Subskribenten am 19. d. M. gewählt sehn wird, werden die Namen der Gewählten öffentlich bekannt gemacht. Karlsruhe, den 7. April 1898. Karl Barthold. Bauer. Baumgartner. Bekk von Mannheim. Fr. Buhl von Ettlingen'. Karl Dürr. Duttlinger von Freiburg. Frhr. v. Ellrichshaußen. Eichrodt. Frhr. v. Eichthal. Füeßlin. M. Goll. Ehr. GrieSbach. C. Th. GrooS. v. Haber, sen. A. Hausrach. Hüffell. A. Klose. I. Kusel. C. I. Mallebrein. Merk. C. F. Mitter- waier vos Heidelberg, F. Nägele. Regeuauer. H. RosenMdt. Witschmann. Scholl. Seltzam. Stößer von Ko»-" stanz. Walchuer. G. Wolff. Zahn. Zeuner. 1020 Baden. Mannheim, 7. April. Ihre königliche Hoheit die verwittwete Großherzogin Stephanie mit der Prinzessin Marie Hoheit sind von Ihrem Besuche in Wien heute glücklich wieder in hiesiger Stadt eingetroffen. — Die von dem Musik- und Sängerkorps des groffh. Infanterieregiments v. Stockhorn Nr. 4 gestern hier gegebene musikalische Abendunterhaltung fand den lebhaftesten Anklang bei den Zuhörern. Besonders sprach dabei an ein von A. v. Heidewald gedichtetes und von dem Sängerkorps des Regiments vorgetragenes Vaterlanbslied. .— Das Mannh. Journal enthält unter dem Datum „Mannheim, 6. April": Der von Pforzheim auSgegange- i,e Vorschlag, das Denkmal für den Staatsminister Winter zu einem vaterländischen zu machen, d. h. die Beiträge . des ganzen Landes für ein Standbild zu vereinigen, stimmt mit dem Wunsche vieler hiesiger Bürger überein, die dem verstorbenen edlen Manne lieber ein großartiges, wenn auch von Mannheim entferntes, als ein minder würdiges Denkmal in Mannheim, errichten Helsen wollen. Sollten demnach Manche bei der zu machenden Ansammlung zu letzterem beizutragen verweigern, so möge man dies nicht mißdeuten ! OV Freiburg, 6. April. Die so rasch voranschrei- tende Vervollkommnung unseres Postwesens, insbesondere durch neueröffnete und schnellere Kommunikationen, übt auf die Interessen unseres Landes bereits einen höchst wohltätigen Einfluß, namentlich in den obern Landestheilen, für welche in genannter Hinsicht seit einigen Jahren ungewöhnlich viel geschehen ist, was man auch hierorts mit gefühltem Danke allgemein anerkennt. Seit dem 1. April steht nun Freiburg vermittelst eines täglichen Eilwa- genfurses, der im Emverständniß mit der Administration der ltlessiigeries göllörslßs I^allute, Osillsrck et Oomp. in Paris errichtet wurde, in direkter Verbindung mit P a- r i S. Diese direkte Verbindung mit der Hauptstadt Frankreichs , die erste von unserem Lande aus, verspricht für -Freiburg und die ganze obere Gegend höchst wichtig zu werden. Der Kurs geht über Altbreisach nach Kolmar, und .-von da abwechslungsweise den einen Tag über Schlettstadt, Lüueville, Nancy, den andern über Mülhausen, Belfort, Langres, Tkoyeö u. s. w. Die Preise sind billig gestellt: erster Platz zu 28 fl., zweiter zu 24 fl. 16 kr. für die ganze Route. Wünschenswertst wäre vielleicht, daß, um diese neue Einrichtung noch erfolgreicher zu machen, eine direkte Fahrpostverbindung zwischen Freiburg und Stuttgart über Nippoltsau, den Kniebis, Frendenstadt, Tübingen an jene sich anschließen möchte. — Am 1. April hatten wir selbst in der Stadt noch ziemlich Schnee; seit 4 Tagen aber -hat sich herrliches FrAhlingswetter eingestellt, das wie die Natur, so auch die Hoffnungen der Menschen neu belebt. Die Besorgniß, welche der lange und wechselvolle Winter '-besonders für den Weinstock erregt hatte, beginnt bei dessen kräftiger Entfaltung zu verschwinden; im Ganzen hat 'der Rebstock in unserem gesegneten BreiSgau wellig Schaden genommen, und verspricht-auch dieses Jahr den Fleiß seines Bebauers zu lohne». Dakern. Speyer, 3.April. Sicherem Vernehmen nach dem schäftigt sich der amerikanische Konsul, Hr. F. List (dermalen zu Paris), mit Abfassung eines Schristchens über die Saabrück-Rheinschanze-Eisenbahnanlagef Hr, List soll eine entschieden günstige Meinung von dem Unternehmen haben. Da er bekanntlich eine der ausgezeichnetsten Autoritäten in allen Eisenbahnfragenist, und hier ohne alle Anregung von irgend einer Seite schreibt, so dürften seine Entwickelungen einer ganz besondern Beachtung würdig ft'yn. (N.Sp.Z.) Preußen. Berlin, 31. Mäpz. Die Veränderung in der Redaktion unserer „Staatszeitung" ist mit dem 1. April de- finiltv vor sich gegangen. Professor Ranke hatte sich erst willig erklärt, die obere Leitung des Instituts zu übernehmen, trat indeß nach wenigen Tagen wieder zurück, worauf denn die Redaktionsgeschäste dem Professor >>i. Nheinwald, der früher ausserordentlicher Professor der Theologie zu Bonn war, übertragen worden sind, jedoch so, daß der bisherige Redakteur, geh. Hofrath Cottel, noch für einige Zeit seinen Nachfolger unterstützen und als Redakteur genannt werden wird. Derselbe hat übrigens bei Allen, die mit ihm in Geschäftsverbindung standen, sich während einer achtjährigen Verwaltung immer den Ruf eines pünktlichen, geschickten und dienstfertigen Redakteurs zu erhalten verstanden, sowie denn auch sein jetziges Ausscheide» keineswegs die Folge einer höhern Orts geäussenen. Unzufriedenheit ist. Wir glauben unS im Gegentheil ermäch- ligt,allen derartigen Nachrichten, die auf Veranlassung eines solchen Nedaktionswechselö etwa verbreitet werden könnten, auf das bestimmteste zu widersprechen. (L. A. Z> — lieber die Armeebeförderungen im preußischen Staate geben wir, zurErgänzungderbereils gemachten Mittheilun- gen, nachstehendes Detail. Besetzung höherer Stelle». Armeeinspeklion fürdas Jahr 1838. ErsteArmeeabthei- lung: General der Infanterie, Kronprinz von Preußen; zweite: Generallieutenant Prinz Friedrich von Preußen; dritte: Generallientenant Prinz Wilhelm von Preußen, mir Beibehaltung des Generalkommandos des Gardekorps. Armeekorps. Gardekorps: Generallieutenant Prinz Wilhelm; 2teSArmeekorps (inStettin): ->ck inte, im Generallieutenant v. Block; drittes Armeekorps (in Frankfurt a. d. O.) Ge« nerallieukenannt v. Thile; siebentes Armeekorps: General- lieutenant v. Pfuel. Gouvernemente. Berlin: General der Infanterie v. Müffling. Danzig: Generall/entenant v. Rüchel-Kleist. Kommandanturen. Köln: v. Golomb; Magdeburg: v.Ditfurth; Posen: v. Hedemann; Torgau: v. Ouadt; Neiße: v. Stranz; Wesel: v. Ledebur; Cosel: v. Zur Westen. Zu bemerken wäre etwa, daß der an der Spitze der großen Beförderungslifte stehende General Krauseneck ein Bürgerlicher, und der zum Gen»- rallieutenant vorgerückte Generaladjutant, Graf Nostitz, ein Katholik ist. . Berlin, 2. April. »Athanasius" von Görres wird durch Professor Marheinecke widerlegr, und er ist dabei von 1021 affck Zensilk befreit worben. Es läßt sich somit etwas Ernstes erwarten. — Die bctrübenvsterl Nachrichten laufen »Wer baS Benehmen deS Erzbischofs von Gnesen und Posen ein. der vergebens durch eine strenge Zurechtweisung von Ketten des StaatSministeriums auf den richtigen Weg geführt sevn sollte. — Herr v. Dunin ist,, wie der Erzbischof von Köln, seiner geistlichen Funktionen enthoben worden, und das Kapitel wird dieselben einstweilen verwalten. (D. C.) Berlin, 4. April. Von den Feuerlöschmannschaften, welche gestern den ganzen Tag über hierseibst aus der Brandstätte am Mühlenbamm beschäftigt waren, sind neuerdings verschiedene Theile menschlicher Körper, sowohl erwachsener Personen, als von Kindern, unter dem Schutt hervorge- zogen wurden. Sie sind jedoch dergestalt verbrannt, daß sich nicht mit Bestimmtheit feststellen läßt, welchen Leichnamen sie angehören. Nach den bisher stattgehabten Ermittelungen bestätigt eS sich übrigens, daß daS Feuer durch Selbstentzündung entstanden ist. Köln, 2. April. In dem Protokolle der rheinischen Eistnbahngesellschast, aufgenommen bei der am 29. März dahier gehaltenen Versammlung, kommen mehrere Notizen von allgemeinem Interesse vor. Es heißt darin unter Andern,: „Es ist unmöglich gewesen, Ihnen die Plan« von Aachen bis zur belgischen Gränze heute zugleich vorzulegen, weil die belgischen Behörden, unserer wiederholten Vorstellungen ungeachtet, ihre Ingenieure zur Festsetzung des Verbindungspunktes nicht an die Gränze delegirt haben. Indessen wird, nach uns aus Brüssel zugekommenen zuverlässigen Nachrichten, die Sache endlich keinen weiteren Aufschub mehr erleiden. Sodann legen wir Ihnen zwei Pläne zum Durchbruch des Gebirges hinter Aachen vor; den einen vermittelst eines Tunnels von WO Ruthen, den andern vermittelst eines Tunnels von -300 Ruthen und einer geneigten Ebene. Es wird Ihnen angenehm sevn, »ns den vorgelegte» Projekten die vollkommene Gewißheit zu schöpfen, daß das Gebirge hinter Aachen durchbrochen werben kann, ohne für die Gesellschaft zu große Kosten und einen nachtheiligen Zeitaufwand zu veranlassen. Des Königs Majestät haben aus unseren Antrag zu genehmigen geruht, daß das Aktienkapital der Gesellschaft um l s Mill. Thaicr vermehrt werden dürfe. Wir sind der Meinnug, daß es für das Interesse der Gesellschaft nützlich ftp, von dieser Bejugniß Gebrauch zu machen. Auch haben deS Königs Majistäi der Gesellschaft zu gestatten geruht, daß sie eine Zweigbahn nach Eupen erbaue. Vorläufig tragen wer nur darauf an, daß Sie uns ermächtigen mögen, des Bauprojekt dieser Zweigbahn ausarbeiten zu lagen. Schwie- rigkeiten mancherlei Art haben bis jetzt die Erwerbung ganzer Strecken von Grundeigenthum, zum nachthciligen Ve- g mi der Erdarbeiten, verhindert. Indessen sind doch schon mehrere Hundert Arbeiter an verschiedenen Stellen beschäftigt,^ jedoch leider nicht in der Nähe Kölns, wo beträchtliche Ankäufe ohne zu große Opfer aus gütlichem Wege nicht haben zu Stande gebracht werden können. Glücklicherweise wird das Erpropriationsverfahren auf der Strecke von hier bis an die Roer in ganz kürzer Zeit so weit gediehen ftpn, daß die vorläufig« Besitznahme deS TerränS alsbald wird erfolgen könne». Indessen hoffen wir schon vor der Er- propriation, in Folge der Bereitwilligkeit zu gütlichen Abtretungen, die sich kürzlich auf mehreren anderen Punkten und insbesondere bei Düren gezeigt hat, die Erdarbeiten unverzüglich mit größerer Kraft angreifen zu kaffen. Seitens des Gouvernements wird der Gesellschaft, wie mehrere Thatsachen beweisen, der wirksamste Schutz und die kräftigste Beförderung des Unternehmens fortwährend zu Theik, welches nicht dankbar genug anerkannt werden kann." Hr. Baumeister Pickel hielt einen Bortrag über die Zusammenstellung der Hauptverhältniffe zweier projeklirter Eisenbahnlinien von Aachen bis zur belgischen Gränze. Die eine dieser Linien ist die früher proftkttrte, welche das- Gebirge hinter Aachen mittelst eines Tunnels von 600 Ruthen Länge durchbricht; die andere Linie soll vermit- mittelst einer MO Ruthen langen geneigten Ebene, die ein Gefälle von ^ erhält, bas Gebirge diesseits Aachen zum Theil ersteigen, und dasselbe dann vermittelst eines Tunnels von 300 'Ruthen Länge durchbrechen. Der Gegensinns wird vielseitig eröiien; es wirb insbesondere erwogen, daß es von größtem Interesse für die Gesellschaft ist, die Gewißheit zn haben, daß der Bau mehr durch die nuvor- herzuseheildcn Schwierigkeiten Jahre lang aufgehalten, und nicht übermäßig iheuer werden könne. Der Administra- lionsrath beschließt: daß die Linie mit geneigter Ebene und stehender Maschine, so wie einem Tunnel von 300 Ruthen Länge angenommen und zur Ausführung gebracht werden solle. Der Antrag der Direktion, die AuSarbei« ^ tung des Bauprojekts einer Zweigbahn nach Eupen ward genehmigt. Es begann hieraus die Diskussion über die von der Direktion beantragte Emission von 1 s Million. Thaker Aktien. Seitens der Direktion wurde gezeigt, daß nach den vom Hrn. Baumeister Pickel a «gefertigten Kostenanschlägen, rrsp.Ueberschlägen, drrBau der Hauptbahn, einschließlich der Bogrnstellung in Köln, so wie der Sla- tionsplätze und der dazu gehörigen Gebäude, 4j Will. Lhalcr, die Zinsen während der Bauzeit mitgerechnet, kosten werde, bei welcher Veranschlagung es sich nur noch, je nachdem die Umstände bei der Ausführung des Baues günstiger oder ungünstiger sich gestalteten, von einem ver- hälttüßtuäßig nicht erheblichen Me r oder Weniger handeln werde; sokffmn werde die Gesellschaft, bei dem za erwartende» lebhaften Verkehr, für Tranöportmaterial und dazu gehörige Einrichtungen ein Kapital von 4 bis 500,000 Thalecn bedürfen. Unter diese» Umständen ftp dach Aktienkapital von 3 Will. THIru. nicht groß genug, um mit Vortheil den darüber hinausgehenden Bedarf durch Au- leihrn zu beschaffen; dagegen werde in dieser Beziehung eilt lichliges Verhältniß eiulrelen, wenn das Aktienkapital um 14 Milli Thaler, also im Ganzen bis aus 4s Milk. Thalcr, erhöht werde. Die Direktion trage daher darauf au: daß der Administrationöralh zuvörderst eine solche Erhöhung Vcö Aktienkapitals beschließen möge, um demnächst über den Modus der Emission weiter zu berathen und zu beschließen. Dieser Antrag ward vom Administrationsrache, nach umfassenden Erörterungen genehmigt/ Hier- 1022 auf entwickelte die Direktion ihre Ansichten über den Modus der Aktienemission und stellte dar, daß eine Verthei- lung der neu zu emittirenden Aktien unter die bisherigen Aktionäre erfahrungsmäßig zur Herabdrückung deS Kurses der Aktien beitrage; daß es im Interesse der Gesellschaft liege, ein Agio bei Cmittirung der 14 Millionen zu erwerben, und daß dies am sichersten geschehen könne, wenn die neuen Aktien an ein respektables Handlungshaus oder auch an mehrere gleichzeitig verkauft würden. Nachdem der Gegenstand gründlich beleuchtet worden war, beschloß der Administrationsrath einstimmig: daß die Direktion ermächtigt werde, die zur Vervollständigung des Aktienkapitals erforderlichen 14 Mill. Thaler nach ihrem Ermessen aus. zugeben, jedoch nicht unter einem Agio von 5 Proz. und nicht anders als zu gleicher Zeit. Hannover. Göttin gen, 31. März. Der geh. Justizrath Mühlenbruch ist nach Hannover abgereiSt, um den ihm abgeschlagenen Reiseurlaub sür den ganzen Sommer durch persönliche Dazwischenknnst noch zu bewirken. Zugleich empfiehlt er Kandidaten für Albrecht's Stelle. Mit Vollgraff in Marburg wird für die Staatswissenschaften unterhandelt. Königreich Sachsen. Leipzig, 30. März. Die Universität Leipzig leidet nicht viel durch das Verbot an die hannoverschen Unter- thanen, dieselbe zu besuchen, da nur ausnahmsweise einer oder der andere Hannoveraner hier zu stndiren pflegte, und -selbst in diesem Falle in der Regel nur ein oder zwei Halbjahre. Unsere Regierung wird auch keine Repressalien, in Bezug auf den Besuch der Universität Göttingen durch sächsische Unterthanen, ergreifen. (S. M.) Sachsen-Weimar. Tannroda, 30. März. Heute, früh vor 7 Uhr, flog das Stampfenzeng der hiesigen Pulvermühle mit einem heftigen, die hochgelegenen Häuser unsers Ortes erschüt- ternden Schlage in die Luft. Der Grubenstock hatte Risse bekommen, in denen sich Theile der einzeln geklarten Ingredienzien geborgen und zu Schießpulver gemischt hatten, das wahrscheinlich durch einen von den Stampfen geschlagenen Funken entzündet worden war. Fenster und Dachung deS Wohnhauses sind zertrümmert worden, Menschenleben aber ungefährdet geblieben. Großbritannien. London, 3. April. Lord Durham und Gefolge werden sich, wie man glaubt, am 12. oder 15. d. M. nach Amerika einschiffen. (Standard..) — Die dem Generallieutenant Sir John Colborne, gewesenen Oberbefehlshaber der brit. Truppen in Kanada, verliehene Oberstenstelle des Lösten Infanterieregiments ist viel einträglicher, als Sir Zohu's bisherige Regimentsin- haberschast, da jenes auf dem (weit besser bezahlten) bengalischen Etat steht. (Herald.) — Der „Herald" schreibt: Die Vorbereitungen auf die Krönung der Königin — welche nun auf den 21. Juni (der längste Tag) bestunmt sehn soll — werden eifrig beMeben. Die bei der Zeremonie zu beobachtende Etiquette (in Vielem verschieden von der bei der Krönung eines männlichen Herrschers zu beobachtenden) unterliegt gegenwärtig der Erwägung deS Herzogs von NorfolklErblandmarschallf undder andern Beamten deS HeroldSamts. Viele glauben, die kommende Krönung dürfte noch an Glanz und großartiger Pracht dieweltberühmte Georg's deS Vierten übertreffen,was, wenn man die große Zahl fremder Prinzen und Edelleute, die fle mit ihm Gegenwart schmücken sollen, in Anschlag bringt, gar nicht unwahrscheinlich ist. Um dem Vorgang wo möglich noch großem Eclat zu geben, wird der neue Orden, welchen di« Regierung schon lange an die Stelle des Guel- phenordens zu stiften beabsichtigte, wirklich in's Leben tre- kn und die erste Ritterkrenung stattfinden. Die Krone, welche dem jugendlichen Haupte unserer Herrscherin aufgesetzt werden soll, wird neu und eigens für den Anlaß verfertigt, in ihrer Zusammensetzung aber sehr verschieden von dem Reichsdiadeitt seyn, denn die einzigen Edelsteine Ln ihr werden, mit Ausschluß aller farbigen, Diamanten pom reinsten Wasser seyn, undder gvldene Reif, aus dem die Bügel aufspringen, die Landesembleme, durchwoben mit Eichenlaub — dre Lilien bleiben ganz weg — verstellen. Die Hofgewerbsleute haben vollauf zu thun, da die Bestellungen auf neue Coronets Herzogs-u.s.w. Kronenj, Sammtanzüge, Hermeline, und anderen Staat für eine Krönung sehr groß sind. Frankreich. Paris, 5. April. Dieser Tage wurden dem Könige Blutegel gesetzt; doch ist Se. Maj. wieder gänzlich hergestellt. — Die pariser Börse sieht immer noch die bedrohte Konversion der 5Proz. als in weiter Ferne liegend; deshalb das plötzliche Steigen. Die spanische Anleihe , welche nach den neuesten madrider Nachrichten bereits die Billigung der Kommission der span. Repräsentantcnkam- mer erhalten hat, gibt zu neuen Spekulationen Veranlassung ; doch will sich keine eigentliche Gunst dafür zeigen. Paris, 5. April. Der Graf Campuzano ist von hkr nach Madrid abgereist. — Einem Schreiben aus Toulon vom 29. v. M. zufolge ist die Besetzung vonSt 0 ra definitiv beschlossen. Eine Kolonne von 2,000 Mann soll zu diesem Endzweck aus Constantine abmarschiren, und zu gleicher Zeit werden 3 Dampfschiffe sammt mehreren kleinen Fahrzeugen mit 1,2M Mann, der nothwendigen Artillerie, Schießbedarf und Proviant an der Seelüfte sich einfinden. Großen Widerstand erwartet mau zwar nicht, doch hält man es für klug, auf alle Fälle gefaßt zu seyn. Der allgemeine Glaube ist, daß die Regierung unter keiner Bedingung mehr Constantine dem Achmed-Bey, wie glänzend und annehmlich auch dessen Anerbietungen seyn mögen, wieder in die Hände geben werde. — Für die am 26. d. M. zu eröffnende Diskussion über die Gouin'sche RenteumwandlungSmotion haben sich folgende Redner einschreiben lassen: für den Antrag —HH. Monier de la Sizeranne, Muret de Bort, Sauveur de ia Chapelle, Gautier de Rumilly, Vechard, Janvier; gegen den Antrag — HH. de la Borde, Liadiäres, de Lamartine, Jouffroy, Rout, Bedin, Jusneu, Jacgueminot. — Die Pairskammer hat in ihrer Sitzung vom 4. d. die Berathung über das Gesetz wegen der Erstinstanzge- richte beendigt und dasselbe mit 97 weißen gegen 7 schwarze Kugeln angenommen. — In der D e p utirten kammersitzung vom 4. d. hat der Marineminister eine kön. Ordonnanz verlesen, wonach der Gesetzentwurf wegen Errichtung eines neuen Marineregiments für das Rechnungsjahr 1838 zurückgenommen, und erst auf das Rechnungsjahr 1839 die Errichtung eines , solchen zu beantragen beschlossen ist. Die Kammer fuhr hierauf in der Berathung des FallitengesetzcS fort. — Man schreibt aus Metz: Die Gerüchte, welche sich über den vom strengen Froste des vergangenen Winters in den Rebstücken dieses Departements angerichteten Schaden verbreitet hatten, scheinen nicht ganz gegründet zu seyn. Die Reben haben wohl gelitten, aber bei Weitem nicht so, wie einige dabei interessirte Schreier es behaupteten. Man berechnet den Verlust auf ein Zehntheil, was sehr wenig ist, wenn wir sonst einen guten Jahrgang bekommen. Spanien. Die pariser „Quotidienne" will aus den in der letzten tele- graph. Depesche Ish. gestr. K. Z.j berichteten Bewegungen . Basilio Garcia's schließen, daß dieser sich rasch und mit Macht auf Almaden werfen wolle, um dort die der Regierung gehörigen und von dieser als Unter- und Nutzpfand des neuen Anlehens bestimmten, großen und reichen Ouecksilbergruben unter Wasser zu setzen, mithin gänzlich unbrauchbar zu machen: ein Plan, dessen Ausführung ihm , wie die Quotidienne meint, nicht so schwer fallen dürste, da der dem Carlistenführer am nahesten nachrückende christinische General Flinter zur Zeit jener Bewegung mcht weniger als 15 Stunden von ihm entfernt war. Portugal. ! Englische Blätter haben Nachrichten aus Lissabon ^ bis zum 27. März. Am 19. hatten die Cortes die neue Berfassungsurkunde beendigt, unterzeichnet und der Königin mit eurer Adresse, worin sie I. M. um deren Prüfung ! und Anberaumung eines Tages zu deren Sanktiomrung bitten, überreicht; die Königin hat solche entgcgengenom- men, in einer sehr gnädigen Antwort das-Versprechen einer sorgfältigen Prüfung ertheilt, und nun, nach Berathung mit ihren Ministern, den 4. April als den Tag ihrer feierlichen Sanlliouiriing bestimmt. — Die Kabinetsorga- nisation scheint jetzt beinahe beendigt: Sa daBandeira und I. d'Oliviera behalten ihre Portefeuilles des Auswärtigen und der Finanzen; F. Coelho und D. Leitao haben die Mimsterposten der Justiz und des Innern angenommen ; sonach sind blos noch die minder bedeutenden des Kriegs und des Seewesens zu besetzen. Rußland. St. Petersburg, 28. März. Se. Maj. der Kaiser haben einer Aktiengesellschaft zur Errichtung einer Dampfschifffahrt auf dem Dnjepr die Zustimmung ertheilt. Schon seit 1835 wurde der genannte Strom von zwei Dampfboten befahren, welche Zahl iudeß jetzt vergrößert werden soll. — Die Zahl der in russischer Sprache erscheinenden periodischen Blätter ist in diesem Jahre durch eine neue technische Zeitschrift, unter dem Titel „Blätter für Industrie, Gewerbe, Künste und Fabriken" herausgegeben von Ba- schutzky, vermehrt worden. Schweiz. Basellandschaft. Schweizer Blätter enthalten eine Lebensbeschreibung des Metzgermeisters und Generals Buser, woraus hier Einiges: „General Buser von Sis- sach, bei dem Landvolk unter dem Namen Buserjoggi bekannt, wurde den I. April 1768 geboren, also von Natur aus in den April geschickt. Den Namen General bekam er von dem Zuge nach Reigoldöwyl, am 16. Sept. 1831. Er machte den Zug zu Roß (auf seinem „Stümper") mit, mt voran und schrie mit seiner furchtbaren Stimme so laut durch Berg und Thal, daß ein schaffhau- ser Blatt nachher von ihm sagte: „Wenn Buser in eine gut baftlische Gemeinde kommt und da sein Gebrüll ansängt, so ist cs nicht anders, als wenn ein garstiger Metzgerhund unter eine Heerde kleiner Kinder fährt." Als er am Abend heimkehrte mit dem Titel eines Generals, so bekam er Streit mit dem Doktor Bohni, der ihm sagte, er solle ihm nicht so in die Ohren schreien. Die Eidgenossen, die gerade zugegen waren, legten sich darein, und führten den Buser, trotz seines Generalstitels, auf die Hauptwache. Ilm sich an ihnen zu rächen, taufte er seine neue Pinte in Liestal mit dem Namen: „zum General Buser", und ließ sich aus dem Wirthshausschilde zu Pferd in Generalsuniform ablulden. Im I. 1832 mußteBuser, als Aeltester unter den 48 Mitgliedern, den basellandschaftlichen Verfassungsrath eröffnen. Er that dieses mit einer schönen Rede, für deren Druck er, wie das bei allen vorzüglichen Rednern der Fall ist, sehr besorgt war, und deren Schlußstelle also lautete: „Ja! Anno 98 war ich auch schon dabei und saß dort in jener Ecke, wo ich jetzt wieder sitzen werde: und jetzt hat sich der Himmel aufge- than, und es gilt nun das Freiheitsystem, und wer nicht sauber ist über's Nierenstück, bleibe fern von hier, und jetzt heißt's: Weg mit den Tyrannen und mit den schwarzen Vögeln! Potz Stai alte Kätri! — hol mich, der Daniel ! Und das Uebrige wird der Hr. Schreiber (Hug) hier sagen!" Es ist neuerlich eine eigene Schrift erschienen, mit dem Titel: „General Buser, wie er leibt und lebt." StaatSpapkere. Wien, 2. April, bprozentige Metalliqueö 107j; 4prozent. 100Z; Zprozent. 814; ^Prozent. —; 1834er Loose 122^; Bankaktien 1450; Nordbahn 111; Mailänder Eisenbahn 109; Raaber E. B. —. 1024 Frankfurt am Main, den 6. April. Kursder Geldsorten. Gold. fl. Neue Louisd'or . . » 11 Frtedricksd'or . . 9 Randdukale» . . . 5 LOFrankenstücke . » 9 Souveraind'or . . . 16 Gold »r biksroo W. 2 . , Silbe». » 319 Laubthaler,oga»ie . G 2 Preußische Thaler . . » 1 LFrankenthaler . . » 2 Fein Sllber, 16löthig . 20 tio. 13 — 14löchig . 20 dö. ölöthig . 20' kr. 11 32 30 43j 44z 21 32 24 24 Landestheilen solche Wirke gleicher Gesinnungen bekrach- ten, in der Thal einen nicht minder hohen Begriff voü der allgemeinen Liebe und Achtung erhalten, welche eiN Mann bei allen Bewohnern des Ländes, so sehr sie auch durch Bildung, Sitten und Gebräuche verschieden seyn mögen, sich zu erwerben wußte. Auszug aus de» Karlsruher Witterungsbeobachtungen. 7. April Barometer, Thermome-^ ter. lW'nd Witterung überh aupr. M. 7 U4 27Z. 9,32. M. 3 U.127Z. 7.8S. N 114 U427Z. 6,2L. 7.4Gr.üb.Os W 10.7Gr.üb.0!SW 88Gr.üb.Os S trüb, windig ebenso trüb, Rege» Stedlakrt unter Verantwortklckikett von PH. Maikkot. "Mannheim, 7.April. (Eingesandt.) Dervon hier zückst ausgegangene Gedanke zur Errichtung eines Monuments für den verewigten Minister Winter, welcher die hiesige städtische Behörde bereits veranlagte, eine deöfallst- ge Einladung zur Subskription an die Einwohner zu erlasset) , hat, wie zu erwarten war, in verschiedenen Thei- len unseres Vaterlandes Beifall gefunden, wodurch sich unverkennbar die verdiente Hochachtung und Liebe zu einem Manne ausspricht, dessen Leben und Wirken dem Wohle seiner Mitbürger gewidmet, und der vermöge seiner hohen Stellungim Stände war, seine wahrhaft patriotischen Gesinnungen wirksam zu bethätigersi Auch die Laudestheile, aus welchen bis jetzt die beifällige Zustimmung noch nicht öffentlich vernommen wurde, tbeilen ohne Zweifel die Gefühle des DankeS und der Verehrung, und werden ihrer Seils gewiß nicht unterlassen, dieselbe auf irgend eine ihnen geeignet scheinende Weise zu erkennen zu geben. Es ist in diesem Blatte von Pforzheim aus der Vorschlag gemacht worden, daß das zu errichtende Denkmal ein vaterländisches seyn und im Garten des StändehauscS aufgestellt werden soll, daß desfallS im ganzen Laude Beiträge zu b Krzn.mittelst Subskriptionen zu sammeln und 12 Männer zu erwählen wären, welche das Eomitö bilde». Die Ausführung dieses Planes wäre allerdings ein schöner Beweis von dankbarer Anerkennung, zu welcher ein ganzes Land sich dem Minister verpflichtet fühlt; allein abgesehen davon, daß die vorgeschlagene Stelle schon darum nicht passend scheint, weil der ohnehin sehr kleine Garten des Ständehauses dem Publikuni szur Zeit) nicht zugänglich ist, glauben wir uns nicht zn täuschen, wen» wir besorgen, daß in diesem Falle das Interesse an der Theilnahme minder groß seyn wird, weil immer die Gründer «ineS Monuments dieses wo möglich in der Nähe wünschen. Fühlen sich also die einzelnen Städte und Orte zur Errichtung eines Denkmalsaufgesordeit, so ist es wohl billig, daß man ihnen dann auch die Ausführung nee!' beliebiger Art und an gntfindender Stelle überlasse, und cs werden unsere Nachkommen, wenn sie dereinst in den verschiedenen Prentztsch - Rheinisch« Dampfschifffahrt. (Kölnische Gesellschaft.) Die preußisch - rheinische» Tamp„chiffe der klinischen Gesell,waft sahre» vom 1. April an und wahrend des rrämlichen. Monats wie folgt: TäglL eh: Rhein aufwärts: Von Köln »ach Koblenz, Mainz, Mannheim »nd allen Awtfchenoricn zweimal, nämlich Morgens 7 Uhr und AlendS 41 Uhr. » Koblenz nach Mainz; Mannheim unb alle,, Zwtschcnort < n zweimal, namliä) Morgens 7 U.r und Morgens 10 Uhr. » M a i n z nach Mannheim und allen Zwischen- orren einmal, nämlich Morgens ü Uhr. Rhein« bwärtsi » Mannheim nach Köln und allen Zwischen- orren einmal > nämlich Nachmittags 2s Uhr. (10V. Tiefes Schiff übernachtet in Mainz.1 - Mar Nj nach Köln und allen Awischc>io r, e n zweimal, nämlich Morgens ü Uhr und Morgens L) Uhr. « Koblenz nach Köln und allen Zwischenorlem zweimal, nämlich Morgens 10 Uhr und Mittags 12 Uhr. Die AkcndS von Köln a.-sahreiiden Schiffe kommen Morgens vor - Uhr zn ftotleiiz an, und es kö»ncn als» 'dann diejenige» Passagiere, welche mtt Drllctcn nach Mainz, Man heim oder iilurhalipl üaeh Ocien oterhalt Kotlcnz 1025 virschcn sind, entweder auf das um 7 Uhr vor, dort ab- fahrende kölnische ScNiff übergehen, oder sic koniic» bis tO I/Hr Morgens zu Koblenz verwerten und ihre Reese sodann mit dem um 10 Uhr nach Mainz weiter lahrenben kölnischen Schiffe fortsetzen. Die diesjährigen Preise und die vielfachen Erleich, terungen für die Passagiere sind bei allen Agenturen der Gesellschaft aus den gratis verabreicht werdenden La. rifen zu ersehe». Karlsruhe. (Anzeige.) Holländischer geräucherter Lachs, Golde bückinge, Micken, Turbor sind ganz frisch angekommen bei . . Jakob Glanl. Karlsruhe. (Anzeige.) Hol. »ländische Vollbückinge und cnAUsche Speckdnckinge sind frisch eingetrosien bei C. A. Fellmeth. in Billigheim. Billigheim. (Pfaubahnen zu verkaufen) In BiUigheim sind 2 Pfauhahnen, «»von einer ganz weiß, zu verkaufen. Nähere Auskunft erlheill Hausmeister Schmitt Berichtigung. Die irrthumli v auf den 10. Marz auegeschrreveN« Versteigerung des Huvdaves wurde nickt a« jenem Tage adgehatlen, sondern wird Dienstag» den 1«. April d. Z. statt finden Durlach. (Offene Stelle.) Durch die Lrneoplirig des settde.igen Etadivrganisten Gaa dahier zum Hvfvrganisten in Karlsruhe, ist e-stere Stell- dahier nledigl ivorden. Sie soll mit einem Tubj.kt« wieder besetzt werden, welckeS im Orgelspiel wohl erfahren, zugleich ave, auck zum Musiki und Gesangunterricht in hiesizer Stadt geeignet ist, und sich durch eine, durck Sachverständige vorzunehmende Prüfung hierwegen genügend ausweisen kann. Die Stege ist mit einem fir-n Gehalte von 425 fl. verbunden, «ad kann sich der Verdienst durch Crih-ilung von Privatunterricht bedeutend vermehren Wer nun zu dieser Stelle Lust hat, und fit, der deßfallsizen Prüfung (wofür di« Stadt jedoch keine besondere Vergütung leistet» unterwerfen will, «olle sich längstens dis 23. d. M an den unlerzeichaelen Bürgermeister, unler Vorlage bei Zeugnisse. wenden. Dzttgch, den 3. April 1838. Gemeinderath. Fux. väi. CH. Rau. Heidelberg. ( Wrinverfteige- eung.) Donnerstag, den 19. d. M, Nachmittags 2 Uhr, wird der Unterzeichnete im Hause des Weinwirths, Herrn Walz dahier, sik L. Nr. 33. aut Auftrag des hiesigen' , stausmanne, Herrn W«rn«r. folgende W«i- ne.versteiqeln: 13 Fuder 1835er muzbacher, zur Hälfte Tramlner, 15 - 1831er suizdächer und h'wsbacher, mit Inbegriff xvn,2 Fuder rvlhea Deines, 8 - 1832er hiesizer Hergivein. Dies« Wein« sind sämmttich ganz rem pnd gut gehalten, -leih können die Proben schon einige Tage vor der Berßeige- run» bei'« Eigentdümer an den Fässern genommen werden. Heidelberg, den 2. Aprit 1838. Hiller, Tbeilungskvmmiffär. Müllheim. (Fahrnißversteige- LM>ruug) In der Derlaff-nsKaflsache des ver- ivrvenen Hüttenverwalters Schmidt von Ober» veiler weiden dis Dienstag, Len 17. April b. I., __ und die folzerden Tage. säit.n vvlva..o»»e Fahrniff-, durch alle Rubriken, öffentlich verste uert, als: Betlwrrk, Leinwand, Schreinweik, Sitbdr- gesairr re. Der vvrharid-ne Wein bestehend aut 36 Ohm I83Zer, l 90 - 1834-r, k müllheimer, zunsweierer und 28 - 1835er, r steinenstadter Gewächs, 32 - 183üer. und j circr te.0 Ohm weingrüne, in Eisen gebundme Fässer von ver. schiedenec Größe. kommt Mittwoch, den 18. Avril d. I, Vormittags, in Steigerung. Dir Versteigerung fängt Morgens 8 Uhr und Nachmittags I Uhr an, und wild >m Hütlenverivattungsgebäude in Oberweiler vvrgenvmmeii. Müllheim. den 31. M-ri 1838. Grvßh. bad. Amtsrevisorat. A. A: G m e l i n. Bruchsal. (Nutz- und Brennholzversteigerung.) Durch de» Blzirksförster Saurop wird- een 18.. 19 , 20. und 21. d. M-, versteigert: 73 Stämme Eichen, 35 « Erlen, 12 100 Hopfenstangen, 27 400 Bobnenstecken, 21V, Klafter buchenes Scheiterhvlz, 69 - eichene« do. ' 54 - erlene« Lo. 22 - gemischtes do. 2,430 Stück buchene Wellen, 12,900 » ' gemischt« do. Di« Zusammenkunft ist jedesmal, Morgens 8 Uhr» auf dem Eagelswiesennchtwea im Bruridbirngarlen. Bruchsal, den 7. April 1838. Gkvßh. bad. Forstamt. . ' v. Shrenberg. Durlach. (Bierbrauerelversteige- rung) Bierbrauer W a ck e r»h a n s e r läßt Dienstag, den 17. d. M., Rachmitlags 2 Uhr/ _ »aus dem Nachhause dahier seine, vor mehreren Japren neu crvauke, Behausung, sammt Scheuer« Stallung und «ingeeichteter Bierbrauerei vor dem Bienleinsthor wiedkrhoit einer öffentlichen Steigerung aussetzen; wozu die Liedhabrp mit de« Bemerke» einseladen werden, daß disse« Haus zu jedem Geschäftsbetrieb eine vorrheiihasre Lage hat, und auswärtige Sleigeter sich mit legalen Zeugnissen suszuweisen haben, und Laß bereit« 7,830 fl. geboten find Bei annehmbarem Gebot ertolgt her Abschlag sogleich. Durlach, den 2. April 1838. Bürgermeisteramt. Für. refft. Eh. Ran» Pforrhelm. (Nutz- und Brennholzverstei-erünz.) A« der Fvrstdomänr Buchwatd, Forstbezirk« Verghapfto, wer. 1026 den durch Bezirksförster Becker «ersteigert Mittwoch, den 18. April d. I.: 36a Stück tannene Stangen, 2 Klafter buchenes Holz, 2 - birkenes do. 160 - forlenes do. Donnerstag, den 19. April b. I.: 12,000 Stück gemischte Wellen. Die Zusammenkunft ist jeden Tag, früh halb 9 Uhr, zu Klein- steinbach im Wirthshause zum Adler oder aus der Landstraße bei der singener Brücke. Pforzheim, den 6. April 1833. Grcßb. bad. Forstamt. v. Gemmingen. Karlsruhe. (Aufforderung und Fahndung.) Die ledige Susanns Katharina Amolsch von Blankenloch, welche dahier wegen liederlichen Uwh-rziehens und Verfälschung ihres Hei- «nathschelns in Untersuchung steht und sich heimlich entfernt hat, wird aufgefordert, sich binnen 14 Lagen bei der Unterzeichneten Behörde zu verantworten. Zugleich werden sämmlliche Behörden aufgefordert, auf diese Person, deren Beschreibung beifolg:, zu fahnden und sie lm Be- tretungSfall hierher abzuliefern. Beschreibung. Alter, 19 Jahre. Größe, 1". Statur, besetzt. Gestchtsform, rund. - färbe, gesund. ^ Haare, blond. Stirne, hoch. Augenbraunen, blond. Augen, braun. April 183S. " bad. Landamt. Rase, stumpf. Mund, mittler. Kinn, rund. Karlsruhe, den 6. l r a u e r. Rh. 4,272. Karlsruhe. (Vorladung pnd Fahndung.) Der unten bestbriebene Soldat, Heinrich Hauer von 8lankenloch. Hai sich während seines Urlaubs heimlich aus ferner stekmathgemeinde entfernt. Derselbe wird daher aufgefordert, binnen 4 Wochen ich bei der Unterzeichneten Stelle oder bei dem großh. Kommando »es 2ten Infanterieregiments zu stellen, widrigenfalls gegen ihn ils Deserteur nach den gesetzlichen Bestimmungen erkannt werden vird. , . , Zugleich werden sämmtliche Behörden ersucht, auf dresen Sol- xttsn zu fahnden und ihn ihm Betretungsfalle hierher abzutiestrn. Signalement des Hauer. Alter, 23 Jahre. Größe, 5' 3" 2'". Körperbau, schwächlich. Gesichtsfarbe, gesund. Lugen, grau. Haare, blond. Nase, dick. Karlsruhe, den 24. März 1838. Großh. badisches Landamk. ' W. Brauer. vstr. Guide. Rr. 8,223. Mannheim. (Straferkenntniß.) Die unter'« 30. Jan. d. I. öffentlich vorgeladenen Konskriptionspflkch. Johann Schmidt, Valentin Gärtner, Peter Hyazinth Moser und Joh. Ludwig Jeiler, sämmtlich von Mannheim, werden hiermit, da sie der öffeotlt. eben Vorladung nicht Folge geleistet haben, als Refraktäre erklärt und jeder in die gesetzliche Strafe von 800 fl. verfällt. Mannheim, den 5. April 1838. . Großh. bad. Stadtamt. Riegel. vät. Niednagel. Philippsburg. (Aufforderung.) Auf Antrag d« Erben Le« verstorbenen Herrn Nikolaus Hildenstad, gewese- nen Bürgers und Cinhormvirtbt zu Philipxsburg, »erden all« Diejenigen, denen der Verstorbene aus irgend einem Rechtstitel verbunden sein sollte, au'gesordert, ihre Ansprüche binnen 14 Tage» zur Kenntniß des Unterzeichneten, oder der Erben selbst, zu bringen. um solchen noch vor der Verlaffenschaflsanseinandersetzua- genügen zu tonnen. Zugleich werden! die Schuldner gedachter Masse benachrichtigt, daß gegen Diejenigen, welche binnen 14 Tagen nicht Zahlung leisten, gerichlliche.Hülfe nachgesucht wird. Phllippsburg, den 31. März 1838. Zeiner, TheilungSkommissär. Nr. 6,294. Emmendingen. (Schuldenliquidatkon.) Gegen den Metzger, Christian Brobb eck von Oberschaffhausei,, haben wir Gant erkannt, undLagfahrtzumSchuIdenrichtigstelluogS- und Vorzugsverfahren aus Donnerstag, den 3. Mai b. I., Morgens 8 sUhr, auf diesseitiger Lmtskanzlei angesetzt. Alle Diejenigen, welche, aus was immer für einem Grunde, Ansprüche an die Gantmasse machen wollen, werden aufgefordert, solche in der angesetzten Lagfahrt, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gantmaffe, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigt^ schriftlich oder mündlich anzumelden, und zugleich die etwaigen Vorzugs- oder Unterpfandsrechte zu bezeichnen, die der Anmeldend« geltend machen will, mit gleichzeitiger Vorlegung der Bcweksuo kundey oder Antretung des Beweises mit andern Beweismittel,,. . In derselben Tagfahrt wird «in Maffepfleger und Gläubig«« ausschuß ernannt, ein Borg- und Rachlaßverglcich versucht, u«! sollen in Bezug auf Borgvergleiche, Bestellung des MassepflegM und Gläubigerausschuss-s Li» Nichterscheinenden als der MehrM der Erschienen«« beitretend angesehen werde». Emmendingen, den 29. März 1838. Großh. bad. Oberamt. Bauer. Nr. 4,672. Oberkirch. (Verschollenheitserklärung.) Nachdem die beiden Brüder, Anion und Sebastian Boos von Renchen, der Aufforderung im Anzeigebl. rom 2» Jan. 1828, Seite 38, und vom 13. August 1831, Seite 4SI geachtet zur Empfangnahme ihres Vermögens sich nicht und au» sö«st keine Nachricht von sich gegeben habe». n> «"- den dieselben hiermit für verschollen erklärt, und ,tzr Vermögen ihren nächsten Verwandten, gegen Kaution, in Mstrglicheo Besitz gegeben. Oberkirch, den 6. März 1838. Großh. badisch?« Bezirksamt. Jüngling. Mit einer Beilage. V e r l e - e r und D u u