Beilage zur MNutzer Leitung Mo. los Donnerstag den 19. April 1LZ8. Nachricht die Herren Aktionäre der badischen des I^rKulx. Die Verzinsung der am 1. Mai 1835 und ^ resp. >837 ausgegebenen Aktien geschieht zu 4 Prozent. Dem zufolge werden die am 1. Mai d. I. fälligen Coupons von heute an bei den HH. W. H- Ladenbung u. Söhne in Mannheim, ' I G Klingel in Heidelberg, Joseph Saurier in Freiburg, sodann: bei der Zentralkasse in Karlsruhe, bei der Generalagentur in Gengenbach und bei sämmtlichen Agenturen des Großher- zogthnms cingelöst, welche letztere sich jedoch ans die Einlösung der Coupons der Herren Aktionäre ihrer respektive» Agenturbezirke beschränken, und sie statt baareni Gelbe entweder an uns oder an die Geueralageutur in Gcugenbach überliefern. Ucbersteigt jedoch der Betrag der eingelösten Coupons den ihrer Schuldigkeit für die einge- zogenen Prämiengelder, so ist es ihnen uube- ' nvmmen, sich den Ersatz sogleich durch die Zentralkasse dafür leisten oder für die nächste ! Abrechnung gutschreiben zu lasten. Was das eigene Zinsgnthaben der Herren Agenten für ihre bei uns hinterlegten Aktien berrifft, so kann das im vorigen Jakre zwischen ihnen und der Geueralageutur eingehal- rene Verfahren mittelst Einsendung ihrer Quittungen auch diesmal wieder beobachtet werden. Ferner haben wir die Ehre, dieser Nachricht die ergebene Anzeige beizufügen, daß die Herren Aktionäre die Jahresberichte der verflossenen Nechnungsperiode bei unseren Agen, turen und in Karlsruhe auf dem Bureau de- Verwalrungsraths (im Hause des Kaufmanns Goll» in Empfang nehmen können. Karlsruhe, den 7. April ,838. Der Verwaltungsrath. Offenburg. (Anzeige.) Geschickte Stein« Hauer und gute Maurer können sogleich an de« in diesem Jahre neu zu erbauenden Schlosse Ortenberg, nahe bei Offenbnrg, gegen anständige Bezahlung Beschäftigung finden. Diejenigen, welche hierzu Lust tragen, haben sich in mög, lich kürzester Zeit bei dem Werkmeister, Hrn. Vre hm in Offenbnrg, zu melden. K. k. privilegirte Millx-Kerzen, welche nicht allein Wachs - sondern jede bekannte Art Kerzen an Güte und Schönheit übertrcffcn- Die k Akademie der Wissenschaften in Paris hat nicht alle n den Vorzug dieser Kerzen vor allen Wachs- u, d ähnlichen Fabrikaten durch die dem Verfertiger eitheil e große goldene Medaille anerkannt, sondern es sind dieses» auch i-r Dari« und ganz Frankreich unter dem Namen: "vongien ä'Ltoile« als das eleganteste und beliebteste Beleuchtung-mittel allgemein verbrecht. Einzige Niederlage in Karlsruhe on C L«op. Döring. Gasta« de Willy aus Paris. Bad Langenbrücken. (Kellnergesuch.) Ein tüchtiger K-llner, welcher entsprechende Zeugnisse für sich hak, so wie ->n junger Mann der dag Geschäft «lernen oder sich darin ausdilden will, können auf die bevorstehend- Badsanon Anstellung finden der dem Unterzeichneten, der auf geeignete Anfragen das Nähere mitibeilen wird. Bav Langenbrücken, den 7. April 1838. Sigel. Anzeige Den 23. April fängt der Unterricht in der hieffgen höher» Töchterschule wied.r an; bis dahin können neue Schülerinnen bei Unterzeichnetem angemeld-t werden. Töchter, w«nn sie auch das schulsädige Alter noch nicht ganz haben, werden ebenfalls in die Dorbereitungsklasse angenommen, für welche das jährliche Schulgeld 16 Gulden beträgt. D-r Unterricht sowohl in Hand- arbeiten, als auch ln wissenschaftlichen Gegenständ n wird in der trshertgen Ausdehnung sortgesührt. ^ ^ K. Karcher. 112V Rr. 3.78S. Gengestbach. (Fahndü«-.) wurde «ins starke Viertelstunde oberhalb Bibers», auf dem linken Ainzizufer, in entersbacher Gemarkung. ein neu geborenes lobte« Kind, männlich N Geschlechts, aufgefunden. Aus dem Sek- Uontbefand ist man zu glauben berechligt, daß das KMd g>!ebl habe und eine« gewaltsamen Todes gestorben s«Y, auch daß seit der Zeit jenes Tode« 6 — 8 Wochm mögen hingezangen seyn. Auf dem andern Kinzigufer fand man folgende Gegenstände: I) Zwei Wickelbind>n von Baumwollezeug, rolh und weiß kar- rirt, von 5 Zoll Bretle, eine 6 Fuß t Soll und die andere 4 Fuß 4 Zoll lang. , . . „. S Ein Stück «on einer s. g Handquele (ein der Lang- nach an der Thür« hängende« Waschtuch) von halbfeiner Leinwand , 1 Fuß 2 Zoll breit und 2 Fuß lang, an den beiden Enden der Breite gesäumt und an den Ränder» d-v Länge ganz zerfetzt und halb vermodert; durch die Breite sind 3 rothe Streifen, wie Tischtuchrippen, je 4 Linien von einander. von rvthem Garn mit s. g. HinkerstiÄen eingenäht. S) Ein kleinerer, m-hr zerfetzter Lappen von gleichem Stoff mit erkennbaren Merkmalen, daß dieser mit jenem und. 2 beschriebenen zu einem Glück gehört habe. 4) Zwei andere, noch in einem hohem Grade rvnFäulniß zerstörte, Lappen, ebenfalls von mitlelfeiner Leinwand. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß da« Kind in di« beschriebenen Leinwandstücke eingebunden war. Die« wird mit der Auffoiderung an die betreffenden Behörden bekannt gemacht, Nachforschungen anzust-Uen, ob nicht sich »irre Weibsperson ausmitteln lasse, welche um di« angegebene Zeit geboren hat, und über da« Daftyn oder über da« Schicksal iy- re« Kinde« sich nicht au«weisen könne; ebenso die Eigenlhümer zu den oben beschriebenen Gegenständen zu ermitteln und alle sich ergebenden, zur Untersuchung geeigneten, Notizen diesseitiger Stelle mitzulheilen. Gengenbach, den 8. April 1838. Großh. badisch-« Bezirksamt. W a s m e r. - Schwetzingen. (Liegenschaftsversteigerung.) Die Erben de« verstorbenen Posthalte,«, Philipp Mohr von hier, lassen Montag, den 30. April d. I., _ Nachmittags 2 Uhr, aus hiesigem Ralhhause zu Eizenthum versteigern; 1) Eins zweistöckige, von Stein erbaute Behausung (da« Postgebäude) mit der Realgastwirlhschaftsgerechligkeit zum Pfäl- zerhofe, enthaltend: 2 Salons, 27 Zimmer, Küche, Waschküche, 2 gewölbte Keller, 4 Stallungen für 38 Pferde, Schöpfen und sonstige Zugehörde, an der Heidelberger Straße dahier neben Abraham Tr au mann und Christoph W i sturster gelegen; 2) Eine Scheuer, einen Schöpfen, Keller und Hausplatz, an den Planken dahier neben dem Amthaus und Joseph Kofel gelegen, 3) 17 Morgen 1 Viertel 23 Ruthen Wiesen in den Gemarkungen Brühl und Edingen, theil« reines Cigenthum, thsils Erbbestandgu'. Die Bedingungen liegen inzwischen zur Einsicht der Kauflustigen auf dem hiesigen Rathhaus- auf. Schwetzingen, den 7. April 1838. Großh. badisches Amtsrevisorat. Bu che rer. vät. Brücker, Th-ilgtk. Karlsruhe. (Brennholzversteigerung.) Aus dem mittelberzer herrschaftlichen Walde werden durch den Bezirksför- ster Taylor Dienstag, den 24. d. M, Morgens halb S Uhr, 43'/. Klafter buchene« Scheiterholz- 20'/. - . Prügelbolz, 4,600 Stück buchene Wellen, sodann Mittwoch, den 25. d. M., zu derselben Stunde, 3 Klafter buchenes Scheiterholj, 26 - tannenes - 6 » buchenes Prüzetbolz, 37'/» - gemischtes 4,806 Stück buchene Wellen und 4 Loos gemischtes Reiftrholz öffentlich versteigert werden, und die Steigerer hiermit eingeladen, sich an bc d.'n Lagen zu besagter Stunde aus dem Mittelberg rinzufinden. Karlsruhe, den 10. April 1838. Großh. bad. Forstamt Ettlingen. Tischer. Hornberg. (Gasthau«- empfehlung.) Einem vcrehr- lichen Publikum, resp. Rcisenben» mache ich hiermit ergebenst bekannt, daß ich die noch nebenbei besessene Gastwlrihschaft zum Bären dahier veräußert habe, und solche vis künftigen I. Mai in die Hände eines Pächter« übergehen wird. Dagegen habe ich meine besser eingerichtete Gastwirtb- schaft zur Dost, neben der Kirche dahier, in den Stand gesetzt, meine sämmtlichen bisherigen Gäste dort empfangen, und auf entsprechendere Weise bedienen zu können, La ich mich diesim meinem Hauptgeschäfte nun ausschließlich widmrn kann, wsßbalb ich dieselben, umer Versicherung bester Bedienung, hösiichst dahin einlade. Hornberg, den 4, April 1838. Posthalter Baum an». Nr. 1,319. Lahr. (Hautversteigerung. 1 Zein-Handelsmann Wilhelm Rauch zu Neufreistett wird Montag, den 23. April d. I-, Nachmittags 2 Uhr, im Wege des Vollstreckungsveifahrens auf hiesigem Rathhause zu Cigenthum versteigert: 6 Ruthen 26 Schuh: eine zweistöckige Behausung nebst Aa- gehörde, in der dinglinger Vorstadt neben Pflugwirth Le- ser und Bierbrauer Pfisterer; was mit dem Bemerken verkündet wird, daß der endgültige Zuschlag erfolge, wenn der Schätzungsprei« oder darüber geboten wird. Lahr, de» 12. März 1838. Bürgermeisteramt. F i n g a d o. Nr. 1,468. Emmendingen. (H olzversteigerung.) Aut Domänenwaldungen de« Forstbezirkt Waldkirch, auf der Gemarkung Stahlhos, im Distrikt EngewalL, werden durch Bezirktförster Mezger, gegen haare Zahlung vor der Abfuhr, öffentlich versteigert Dienstag, den 24. April d. I., Vormittags S Uhr: 12 Stück tannene Sägklötz-, 200 Stämme Weißtannsn, meist zu Holländerholz tauglich. Zu dieser Verhandlung ist die Zusammenkunft auf dem Schlag oberhalb dem Marlinshof. Emmendingen, den 10. April 1838. Großh. badisches Forstamt. Großholz. Nr. 863. Offenburg. (Aufforderung.) Georg Brau», gewesene Bürger, Witlwer und Rebmann in Ortenberg, ist am 13, November vorigen Jahres gestorben. Als gesetzliche» Erben feines Vermögensnachlaffe« hinterließ er einen > ! ! 1121 »iM'gen Sohn, Namen« Joseph Brau», gewesenen Bürger inOrtenberg, welcher mil Fiau und Kinder» im Jahr 1832 mit Vtaatserlaubniß nach Nordamerika auszewandert ist. Dieser Joseph Braun hat seit dem 1. März 1836. an wel chem Tage er von Lokpv-t, Niagara. Courty Staate vf Newyork, NorLamer-ka. au«, zum l-tztenmal an seinen nunmehr verstorbenen Vater schrieb, und in welchem Schreiben derselbe autd-ück- lich erklärte, daß er b « im Mai 1836 seinen Aufenlhallsorl Lokpvrt verlasse, und in einem andern Staat am Ohio (ohne solchen näher zu bezeichnen) zu übsrssedeln fest entschlossen sey, keine Nachricht mehr von sich gegeben. Sein indessen verlebter Vater, Georg Braun, hat unterm 1. Dezember 1835 ein öffentliche« Testament errichtet, und darin seiner Schwester, Walburga Braun, welche ihm seit der Auswanderung seine« Sohne«, alle nölhige Hülse, Pflege und Ab- watung leistete, seiii n ganzen Vermogentnachlaß zu Nutzen und Eigenthum vermacht. Für den auf solche Art enlerblen und zu- gleich vermißten Joseph Braun wurde Jakob Buchert, Bürger in Orlenberg, al« AbwesenheitSxflrger ausgestellt und ver- pflichtet, diesem und der Walburga Braun da- Testamcnt Publizist, und et hat der Abwesenheitspfleger für den Joseph Braun den Pfllchtiheil in Anspruch genommen. Dieser wurde demselben nun auch auSgemiltelt und zugeschieden. Er beträgt rein 270 fl. 37 kr. Indem man dem abwesenden Joseph Braun auf diesem Wege hiervon Nachricht erlheilt, wird derselbe andurch zugleich aufgcfordert, innerhalb 6 Monaten, a dato, längstens entweder das ihm zngeschiedene Erbbetreffniß in Empfang zu nehmen, oder aber sonsten sein Interesse a» der Sache zu wahren oder durch genügend Bevollmächtigte empfangen oder verwahren zu lassen. Offenburg, den 15. März 18Z8, Grvßh. badische« AmtSrevisorat- Killy. Mahlberg. (Aufforderung.) Diejenigen Herren Gev- Meter, welche sich Waldoermeffunzszeschäftsn unterziehen möchten, werden hiermit höflichsi aufgefordsrt, sich an die unterfertigte Stelle in srankirten Briefen binnen 3 Wochen gefälligst wenden zu wollen, al« worüber die Lustttager-drn wegen der deßfallstaen Akkorde, Vermessungen und Einihellunzen, so wie allenfallsigen Reduktionen der Waldplane, sogleich von hieraus Nachricht erhallen sollen. Mahlberg, den 12. April 1838. Großh. bad. Bezüktforstel Kippenheim. S ch r i ck e l. Nr. 6,682. Durlach. (Entmündigung.) Johann Jvk von Aue wurde wegen Geistesschwäche entmündigt, und für ihn Jakob Walschburger von da all Pfleger bestellt. Durlach, den 10. April 1838. Grvßh. bad. Oberamt. Baumüller. Nr. 8,706. Lahr. (Schu ld en liquidation.) Gegen Daniel Wurrh, Bürger von Dundenheim, ist Gant erkannt, und Lagfahrt zum Rtcktigfleilungs- und Vorzugsverfahren auf Montag, den 7. Mai d. I., Vormittags 8 Uhr, auf diesseitiger Oberamtskanzlii fcstgesrtzt, wo alle Diejenigen, welche, aas was immer für einem Grunde, A-rsprä- che an di- Masse zu mache» gedenken, solche, bei Lerneiduag des Ausschlusses vos ter Gammaffe, persönlich oder durch gehörig B-voll- mLchtigle, schriftlich oder mündlich anzumelden, und zugleich die etwaigen Vorzugs - oder UnttrpfandSrechte, welche sie gellend macken wollen, zu bezeichnen haben, und zwar mit gleichzeiliger Vorlegung der Beweisurkünden oder Antretung des Beweises mil andern Beweismitteln. Kugleich werden in der Tagfahrt ein Maffepfleger und ein GlLubigeraurschuß ernannt, Borg, und Nachlaßverql-ich- »er- sucht, und sollen in Bezug auf Borgvergleiche und Ernennung des MaffepflegerS und GläubigerauSschusse« die Nichterscheinen!-«» als der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen werden. Lahr, den 6. April 1833. Großh. badischer Oberamt. v. Neubronn. Nr. 8.943. Lahr, l Schuldenliquidation.) Gegen die Verlaffenschaft dcs verstorbenen Georg Spitzmüller von Oberschopfheim ist Gant erkannt, und Lagfahrt zum Richtigstel- lungS- und Vorzugsverfahnn auf Freitag, den 4 Mai 1838, Morgens 8 Uhr, aufdieSseitiger Oberamtikanzlei festgesetzt, w» all« O ejenigen, welche, aus wo» Immer für einem Grunde, An. jprüche an die Masse zu machen gedenken, solch«, bei Vermeidung de» Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelten, und zugleich di« etwaigen Vorzug», oder Unierpfandirechte zu bezeich. neu, die sie geltend machen wollen, und zwar mit gleichzeitiger Vorlegung der Beweisurkunden oder Antretung di» Brwrise- mit andern Beweismitteln. Zugleich werden in der Tagfahrt ein Massepfleger und ein Gläubigerausschuß ernannt, Borg - und Nachlaßvergleiche versucht^ und sollen, in Bezug auf Borgvergleiche und Ernennung des MaffepflezcrS und Gläubigrrausschusses, die Nichterscheknendea Lider Mebrtzeic der Erschienenen bcitretend angesehen werden. Lahr, den 9. April 18Z8. Großh. badisches Oberamt. Held. vät. Wetzel, R. Pr. Nr. 2,853. Eng en. (S ch Ulde n li qu tda tio n.) Gegen den Bürger, Michael Rtbler von Emmingen ab Eck, haben wir Gant ersannt, und Lagfahrt zum Richtigstellung»- und Dorzugsverfahren auf Montag, den 14. Mai 1838, früh 8 Uhr, ««geordnet, wobei alle diejenigen, welche, au» wa» Immer für einem Grunde, Ansprüche an dies« Gantmasse machen wollen, solche, bei Vermeidung de» Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzu« melden, und, unter gleichzeitiger Vorlage der Beweisurkunden oder Antretung de» Beweise» mit andern Beweismitteln, ihre etwaigen Vorzug»« oder Unterpfandsrechte zu bezeichnen haben; damit verbindet man die Anzeige, daß bei dieser Tagfahrt ein Maffepfleger und ein Gläubigerausschuß ernannt, Borg, und Nachlaßvergleiche versucht werden, mit dem Beisatze, daß in Bezug auf Borgvergleiche und Ernennung de» Maffepfleger» u. GläubigerauSschusse» die Nichterscheinenden al» der Mehrheit der Erschienenen beitsetend angesehen werden. Engen, den 10. April 1838. Großh. bad. f. f. Bezirksamt. Leo. vllt. Heik. Nr. 11,519. Heidelberg. ( Gchuldenliquidation.) Gegen Pfarrer Schwarz Witwe von hier haben wir Gant erkannt, und Lagfahrt zum Richigstellungs - und BorzugSversah- ren auf Montag, den 7. Mai d. I., Vormittag« 8 Uhr, auf diesseitiger Oberamtskanzlei anberaumt. Alle Diejenigen, weiche, aus was immer für einem Grunde, Ansprüche an die Masse machen wollen, werben aufgefordert, solche in der angcsetzten Tagfahrt, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden, und zugleich di« etwal. gen Vorzugs- oder Unterpfandsrechte zu bezeichnen, die der An- meldende geltend machen will, mit gleichzeitiger Vorlegung der 1122 Be«ei«urkunder> oder Antretung de« Beweise« mit anteri Beweis «itteln. In derselbe» Lagfahrt wird ein Massepfleger und ein Gläubigerausschuß ernannt, auch ein Borg- vier Rachlaßvergiriw v,r> sucht, und e« sollen in Bezug auf Borgvergleiche so wie je^e Ernennungen die Richterscheinenden al« der Mehrheit der Erschienenen deitrekead angeieven werden. Heidelberg, d«n 9. llvril 18)8. Großh. badif»«s Oberamt. Nestler. Mahlberg. (Erbvorladung.) Der k-dig« Mtzaer. Michael Holderer von Aippenheim, w-lcher sich schon vor 33 Zähren auf die Wanderschaft begab, ohne seitdem eine Nachrichl oon sich zu ««heilen, w»d tiermit aufzrforde«, binnen 6 Monaten. bei der Erbth-ilung seine« «erst»,denen Vater«. Michael Holderer. zu erscheinen, ober wenigsten« s inen Aufendall anzuz-t- gen, all im RichlerscheinungSfaU die Erbschaft lediglich De je- nigen würde zugelhrilt werden, welchen sie zukäme, wenn der- s'lb« zur Zeit de« Erbanfall« gar nicht mehr am Leben gewe- s.n wäre. Mahlberg. den 15. Mäl 1838. Großh. dad. Amitreoi orat Sttenheim Ezuhany. reit. Kuhn. R«. 2.304. Konstanz, (Aufforderung.) Johann Ne. »pmuk Ferreriut Wachmann au« Konstanz ist schon s>it viel n Zab'en abwesen», und s-in Aufenthalt unbekannt. Derselbe wird nun auszefvrdeit innerhalb ZahreSfrist sid da- hier zu melken, und sein in 37l si. Kapital und 390 ff. Zinsen drst.bende« Vermögen in Empfang zu nehmen, andernfail« solche« s.inen nächsten sich darum gem ldeten Verwandten, gegen KautionSleistun», in sürsorglichen Besitz wird autgefolgt werden. Konstanz, den 10. März 183«. Großh. badische« Bezirksamt. Pfister. vät. Elf» er. Nr. 8.539 Vonndorf. (Mundtvdterklärung.) Krnrad Stritt von Grafenhausen ist im ersten Grad wund- trdl erklä t. und ihm Joyavn Sattler von Bonntorfel« B-i- stand v-rordnet ; wa« IN Bezug auf Satz S13 de« Landtechl« bekannt gemacht w rd Bonndorf, den 29. März 1838. S'vß. bad. B-z>rk«amt. St. hle. Nr. 1.724. Karlsruhe. (Milr'tpflichtiger.) Der konski-pkionepflichtige Albert Svonagel von hier, welcher sich auf tie öffentliche Aufforderung vom 15. Jan. d. I. b s jetzt nichk gestillt hat, wird der Refraktion für schuldig "klärr, u d d.ßhalb, noch Ansicht de« h. 4 de« Gesetze« vom 5. Lk ober 1820 und de« § 58 dr« Konskriplionsg-setz «, in eine Ktraie von 800 fl. soweit -« ein Diitibeil seine« gegenwäriige» oder künftigen Vermögen« nicht überstrigt, verfällt, und bissen peisönliche Brstrafung auf Betreten rvrb,ballen. B. R. «. Kailsluhe, den 3. April >838. Großh. bad. Stadtamt. Baumgartner. rät Stahl. Leopoldshafen. (Anzeige.) Ich mache hieimir di« ergeben« Anzeige, daß ich nun wieder eine Ladung gemablenen Tras erhallen habe, und solchen zu sehr billigen Preise« abgebe. Ernst Slvck. S r » i d e r « n Wen» e« auch in den Gesetzen begründet sey!t sollte. daß ich veiU'lh-ilt weiden konnte, ehe mir eine Vorladung ,„gekommen ist, oder die «läge miig'lheilt ward!. so muß Ich doch muihma« ß<». daß eie H-rr-n Ferdinand Kolb Sohn 85 Kemp. ,n Sir.ß- bürg de.'m Händel«!,«banal »ine falsch! Klage gegen mich einreich- Irn, und dadurch die Richter lauichlen, b.nn da« dortige Han- belSgericht wird sich koch nicht berechtigt Hallen, mich zwingen z« wollen, den V rsanbt eine« Waare zu genehmigen, welcher oh « meinen Willen vollzogen wuide, oder Sveirn zu »«-guten, welch« zu avanc-ren ich mich vorder bestimmt w igerte. Da meine Gegner ben V» schlag, unfern Streit ein-m Schied«, -ericht lArbitrage) zu unterstellen, neuerdings mit St'Uschiveigril umgehen, so finde ich mch veranlaßt, sie hie,mit öffentlich auf- zulorbein, von dem Brief, mil welchem ichih-ren den autd'ückli- chen Aufl-az gegeben hab-n soll, die fragt che Parlkie nach Lyon zu send n, aas meine Kosten gericht'iche AvsLrifk nehmen zu las. s-n, solch,» sodann mit ihrem Siegel zu bezeichnen und durch ti« Herren Hummel 85 Kom». hierher senden zu lassen, um Mich von dessen Aichtheit überzeugen zu können. Ihr Guthaben bestund damals au« circa 200 Frank«, welche die Herren Hummel 85 Komp, bei Autlieferunz der Maaren per- gütel haben würo n. da die Bedauplung de« gegnerischen Advokaten , alt Hallen d-es Iden keine Zahlung für mich leisten wollen, unwabr ist, und sie deßhalv gar nicht befragt wurden. Der auf Frankfurt gezogene Wechsel von 400 Gulden ging «rst ,n Protest, nachdem dle Waare längst gegen meine Ordre versandt wurde, und ich erklärte schon damals, daß ich solchen nicht eher r-wboursiren würde, b « meine Güter wieder nach Skraß- burg zurückgestelll wären; Kälten diese Herren wegen dieses Pro. testet geg-ünbite Ansprüche an mich zu haben geglaubt, so Hit- ren sie solchen de m diesigen Wechselgericht -egen mich einklagen können, anstatt bi-sen Betrag gegen allen merkant'lischen Ge- draach auf Güter nachzunehmen, wozu derselbe gar nicht g-h-rt. Oie Herr.« F. Kolo Sohne 85 Kom», welch« sich in ihren B'iese« rudmen, Vvrtbeile dielen zu können, wie weder die Herren Humm l 85 Kom». noch «in andere« dvitige« Hau«, da durch ihre Einrichlung keine freien Eck ffe mehr vorhanden sind, werden wohl den Brief, wodurch sie bevollmächtigt sind, meine Güter zu verzollen, und nach Lyon zu senden, vorzeigen, um zu beweisen, wie genau sie die Aufträge ihrer Kunden b-sorg-n, und da« Interesse derselben zu beherzigen wissen, Soll en sir diesr« aber- mal« unteilaffen, so erkläre ich hieimit wiederholt, daß ich die g inze Sache in allen ih en Einrelhri'en veröffentlichen werde, da« mit das Publikum zwi-eden vn» richle, und da die Erzählung ein Z Thalbestanbe« keine Verläumkung ist, so werten die Her-en Zeilungsveilrger um so weniger in Anspruch grnomnea weiden können, als ick j den Aufsatz unterzeichne. Der Oounior äu das -Iiliin hat zwar Mkinen erst n Auf. sag zurückge ereien, allein deutsche Blätter weid n sich nicht scheu',,, ni-ine ferner» E-drterungen aufzunehmen. Nüri-berg, den 8. April 1838. L. Besold-Luster. Schloß Zngeltberq, Oberami« Schorndorf, lm A.Königreich Würt mberg. (Bier zu verkaufen.) Dr Mllnterz-ichnele hat mehrere 100 wrntemverger E""" ganz vorzügliche« Mä-j - und Sommeibier zu ve kaufen, kowohl da« März - al» Lag'rdier üderläßr er den würtember- er E-mer für 18 fl. 40 kr. auf hi-sigem Platz. Gefälligen baldigen Anträgen sieh! er enkg -rn, unter d m Bemer- -n, daß es ihm sihr ang n hm wäre, wenn er mit soliden Bier- lirthen auch in künftigen Jahren Akkorde adschiirsen und sie mit ,rem Bedarl an Bier La« ganze Jahr hindurch versehen könnt«. Die hi sig« Bierbrauerei ist 6 Stund.n von L-dwigsdurg ent- wnt, wohin eine gute Slaatstraße führt. Schloß Engelsdrrg, t