Karlsruher Hella» g. Nr. 14» Dienstag, den 29. Mai 183S. Baiern. München. Die öffentliche Aufmerksamkeit wird hier auf eine amüsante Weise durch den zuversichtlichen Ton beschäftigt, womit die Lechz. Mg. Zeitung fort und fort die albernsten Mährchen über hiesige Verhältnisse mittheilt. Zu den neuesten Erfindungen der Art gehört die Nachricht, in Rom sey der "Achanasius" in den Inder derverbotenen Bücher gekommen, oder zum wenigsten sey die beste Aussicht vorhanden, daß eS nächstens geschehen werde. Doch auch hiermit nicht zufrieden, erwähnt sie eines pävstl. Schreibens, worin nicht nur der Athanasius, sondern überhaupt die Haltung der baierischen Presse mißbilligt werde. Und dabei geht sie so weit, eine Stelle mit Anführungszeichen versehen mitzutheilen! Es wird kaum nvthwendlg seyn, hier zu bemerken, daß die betreffenden Personen von allem diesem nicht das Geringste wissen. Die vierte Ausgabe deS Athanasius, mit einem Epilog versehen, hätte den Korrespondenten schon eines besseren belehren können, wenn es ihm darum zu thun wäre. — WaS soll man vollends denken, wenn ein anderer münchener Korrespondent in demselben Blatte sagt: Schubert und Schelling würden nächstens ihren Uebertritt zur katholischen Kirche öffentlich erklären? Soll dies vielleicht nur so viel heißen, weil die genannten Männer sich über die neuesten religiösen Differenzen nicht auf eine Weise ausgesprochen zu haben scheinen, wie eS der blinde Parteihaß wünscht, darum sehen sie Kryplo- kathvliken ? Eine andere Erklärung wissen wir wenigstens dieser Insinuation nicht unterzuliegen. (A.Z.) §» München, 26. Mai. Gestern, halb 3 Uhr Nachmittags , kam I. M. die Karserin-Wittwe von Brasilien,- Herzogin von Braganza, im mütterlichen Hause an. Eine Kompagnie vom k. Infanterieregiment (Kronprinz), mit der Fahne und mit klingendem Spiele an der Spitze, war zum ehrenvollen und seieckichen Empfange aufgestellt. Schaaren > von Neugierigen umdränglen von 1 Uhr an schon den herzoglichen Palast, um der allerhöchsten Dame ihre F."ude über die glückliche Ankunft in stillen, im Herzen verborgenen frommen Wünschen ehrfurchtsvoüst dar- zubringen. Nach der Tafel kamen J-J. MM. die Königin Karoline von Baiern und die Königin Marie von Sachsen , so wie JZ. kk. HH. der Kronprinz und der Prinz Karl voir Baiern , um der allgeliebten Kaiserin - Wittwe Ihren Besuch abzustarten. — Im Verlaufe dieser Woche haben 3Z. MM. die Königin Karoline von Baiern« und die Königin Marie von Sachsen die Kleinkinderbewahranstolten sowohl,, als das v. Kurzffche Institut für krüppelhafte Kinder mit einem Besuche zu beglücken geruht. Beide Institute solle» von I. M. der regierenden Königin von Sachsen großmüthige Geschenke erhalten haben. — Die fremden Gesandten und sonstigen Hofkavaliere werden heute, von 11 Uhr Vormittags an, bei Z. M. derKaiserin-Witiwe ihre Aufwartung machen. — Gestern sollte die neue Oper von Meyerbeer (Hugenotten) auf unserer Bühne wieder gegeben werden, doch viele Theaterfreunde wurden Abends spät durch den Anschlagzettel, daß die Vorstellung wegen plötzlicher Erkrankung der Mad. Mink nicht gegeben werden könne, mächtig asstzirt. Die Oper, mit Kostüm, Dekorationen rc. kostet l8,000 fl.; es läßt sich also von unserer spekulativen und in finanzieller Beziehung äusserst sorgfältigen k. Intendanz erwarten, daß diese Oper im Verlaufe heurigen Sommers nicht allein mehrere, sondern viele Male gegeben werden wird. — Im Verlaufe dieser Woche war Ministerrath. — Die Nordbahnaktieu haben heute bei uns vielen zu schaffen gemacht. Aus Rhein baiern, 19. Mai. Um die kirchlichen Wirren bekümmert man sich bei uns sehr wenig; kaum baß jetzt mehr davon gesprochen wird. Hier leben Protestanten und Karholiken in schönster Eintracht. Gemischte Ehen in großer Menge haben gerade dazu geführt, den Geist der Duldsamkeit zu verbreiten und praktisch einzuführen. Zwar ließ sich kürzlich ein katholischer Pfarrer in einem Dorfe bei Kaiserslautern verleiten , von der Kanzel herab gegen die gemischten Ehen zu eifern, und aus ihrem Bestehen alles Unheil der Welt hcrzuleüen; allein es ward diesem Treiben nicht nur sogleich Einhalt gethan, sondern selbst die Dorfbewohner spvttelen darüber. Wo die Mehrzahl der Bevölkerung so aufgeklärt ist, wie in Rheinbaiern, vermag der kirchliche Fanalismus keine Wurzel zu fassen^ Daß aber Gleichgültigkeit in solchen Fällen keineswegs Folge eines Kalrsinus in religiöse» Dingen überhaupt ist, hat sich bei dem versuchten Einschmuggeln des MystiziSmuS- und Muckertbruns zur Genüge gezeigt. (Lpz. A. Z.) G r o ß h e r z o g t h u,n Hesse m D a rmfta dt, 25. Mai. Das heute erschienene Regierungsblatt, Nr. 22, enthält u. a. folgende Bekanntmachung des grvßh. Ministeriums deö Innern und der Justiz vom 14. o.r „Des Großherzogs k. H. haben mittelst einer allerhöchst vollzogenen Urkunde vom 11. d. M. der Aktiengesellschaft , welche sich unter dem Namen der „Taunuseisenbahi>aktiengcsellschaft"4n de»Städten Mai«-, Frankfurt und Wiesbaden gebildet hat , die definitive landesherrliche Konzession zum Bau und- Betrieb einer Eisen- 1512 bahn, die von Frankfurt, an Höchst und Hattersheim vorbei , zwischen der Anhöhe von Hochheim und dem Main in das großh. Hess. Gebiet, an Kostheim vorüber in das Innere von Kästet, von da weiter nach Wiesbaden geführt werden und eine Seitenbahn nach Bieberich erhalten soll, innerhalb des großh. Hess. Gebiets auf die Dauer von 99 Jahren zu ertheilen, zugleich auch, in Gemäßheit des Gesetzes vom 18. Juni 1836, die Anlegung von Eisenbahnen im Großherzogthume durch Privatpersonen betreffend, die Bestimmungen des Gesetzes vom 27. Mai 1821 über die Abtretung von Privateigenthum für öffentliche Zwecke auf die erwähnte Eisenbahnanlage für anwendbar zu erklären geruht." Königreich Sachsen. ste des Kaisers, ist nach hier eingelaufenen Nachrichten kürzlich in Nancy in der Blüthe feiner Jahre gestorben. Der frühere Adelsmarschall und nachmaliger Anführer der Insurgenten, Gadon, ein alter, sonst achtungswerther Mann, privatisirt noch in Nancy als Lehrer der polnischen Sprache. (Lpz. A. Z.) Bonn, 23. Mai. Mit dem Anfänge des gegenwärtigen Semesters erschien von Seiten der katholisch-theologischen Fakultät der hiesige» Universität folgende Ankündigung am schwarzen Brette: „Die Unterzeichnete Fakultät ist, in Folge eines Erlasses des Hrn. Kapitularverwesers des Erzbisrhums vom 12. d. M., beauftragt worden, die katholischen Thevlogie-Studirenden auf die gesetzliche Vorschrift aufmerksam zu machen, gemäß welcher dieselben nach vollendetem Kursus Nachweisen müssen, die Vorlesungen in den verschiedenen Disziplinen der katholischen Theologie gehört zu haben, um zu den Prüfungen behufs Aufnahme in das Klerikalseminar und zu den höheren heiligen Weihen zugelassen zu werden. Indem diejenigen, welche dieser Vorschrift nicht nackkommen, aufgefordert werden, dm nachtheiligen Folgen, welche die Vernachlässigung einiger Vorlesungen treffen, wohl zu erwägen, sieht sich die Fakultät auch veranlaßt, wiederholt darauf aufmersam zu machen, daß die gedachten Vorlesungen zugleich in der gehörigen Ordnung gehört werden. Bonn, den 16. Mai 1838. Die katholisch-theologische Fakultät der königlich rheinischen Friedrich-WilhelmS-Universität. gez. Scholz. Achterfeldt. Klee." Mit Vergnügen sehen wir hier auch die Unterschrift desjenigen FakultatSmitglieds, welches bekanntlich in den neueren trüben Verhältnissen bisher zu der Oppositionspartei gehörte, und können es nur erfreulich finden, daß auch dieses nunmehr, in Verbindung mit den andern Mitgliedern, die frühere gute Ordnung für das Studium der Theologie anerkennt und sich für die Wiederherstellung derselben ausdrücklich erklärt. Wir geben daher nun der Hoffnung Raum, daß die leider bereits bis in das vierte Semester unter den katholischen Theo- lozie-Studirenden bestandenen Wirren, wobei mancher auch in sittlicher Hinsicht gelitten hat, bald aufhören werden. (F-J.) Italien. Neapel, 15. Mai. Hr. Barbaja, der gegenwärtige Entrepreneur des Theaters San"Carlo, macht für das neue Theaterjahr, welches mit dem 30. Mai beginnt, seinen ProspektuS bekannt. Es werden zwei neue große Opern vom Maestro Donizetti und eine vom Maestro Mercadante einstudirt, ebenso vier großeBallete, wovon das erste „Faust" betitelt ist, und womit San Carlo geöffnet werden wird. — Die Fremdenftequenz ist noch immer sehr bedeutend, und alle Dampfschiffe, die kommen und gehen, sey es nach Süden oder Norden, sind angefüllt mit Reisenden. — Man beschäftigt sich hier nun ernstlich mit der Gasbeleuchtung, und wird am 30. d. M., als am Namenstage Sr. Maj. des Königs, mit der Kolonnade der, dem k. Palaste gegenüber gelegenen, Kirche San Francesco di Paolo der Anfang gemacht werden. Fällt dieser Versuch gut aus, und sind die Kosten nicht zu groß, so wird man diese Beleuch- tungsmethode für die ganze Stadt in Anwendung bringen. Hr. Bodin aus Paris leitet dieses Unternehmen; das Gas wird aus den auSgepreßten Oliven verfertigt, die nachher noch als Brennmaterial zu gebrauchen sind. — Die Witterung ist seit Anfang dieser Woche sehr unfreundlich, und ganz im Widerspruche mit der gegenwärtigen Jahreszeit. (A. 3 ) Rußland. Petersburg, 16. Mai. Der EiSgangauS dem Ladogaseedauert nun schon die zweite Woche fort und unterbricht fast täglich, da die Brücken abgenommen werden müssen, die Kommunikation der Stadt mit den Jnselntheilen. Die 1514 Lufttemperatur, -ie schon sehr mild war, ist seitdem wieder sehr rauh geworden. Aus Kronstadt schreibt man uns vom 1t. d. M.: „Am 6. brach bei uns durch heftigen Westwind das erste Eis und ward in Bewegung gesetzt. An diesem Tage kam längs der Küste das erste Fischerboot von Petersburg hier an. Die lübecker Dampfschiffe, die schon in der vergangenen Woche den Zyklus ihrer diesjährigen Fahrten hierher eröffnen sollten, sind bis jetzt noch nicht eingetroffen. — Unsere Eisenbahn hat sich m den letzten Tagen einer großen Frequenz zu erfreuen gehabt. Vornehmlich stark war dieselbe am vorletzten Sonntag, wo sich allein auf dem letzten, am Abende aus Zarskoje-Selo zur Residenz zurückkehrenden, Wagenzuge an 500 Paffagiere befanden. Die Kaffe gewärtigte sich an diesem Tage der Einnahme von einigen tausend Rubeln. Am nächsten Dienstage soll eine Generalversammlung der Aktionäre stattfinden, in Folge welcher wahrscheinlich die Fahrt bis Pawlowsk wird eröffnet werden. (P. Sts. Ztg.) Vom Untermain, 21. Mai. Vor einigen Tagen kam durch Seligenstadt ein Franzose, Soldat der großen französischen Armee, die vor 26 Jahren Rußland überzog. In diesem Reiche hat er die ganze Zeit über verlebt und war immittelst zu einem Greise herangereift, den das Heimweh in solcher Stärke überfiel, daß er den Wanderstab, nach Frankreich zurückzukehren, ergriff. Seiner Aussage nach lebte er theils in Moskau, theils in anderen, an der asiatischen Gränze gelegenen, Gegenden als Bauarbeiter, ohne die inzwischen in seinem Vaterlande vorgegangenen Ereignisse zu erfahren. Seiner Behauptung nach, die mit der anderer, in der Zwischenzeit heimgekehrter, Schicksalsgenoffen übereinstimmt, befinden sich in Rußland noch viele Deutsche und Franzosen von jener unglücklichen Zeit her, die sich aber, zum großen Theil wenigstens, uicht.veran- laßt fühlen dürften, in die Heimach zurückzukehren, da sie sich dort angesiedelt und über Noch keineswegs zu klagen haben sollen, auch selbst Familienväter geworden sehen. (S. M.) Schweiz. Bern. Zwei Polen, die, ihr Asylrecht mißbrauchend, eine ehrenwerthe Familie, aller Abmahnung ungeachtet, beunruhigt harten, sind aus dem Kanton gewiesen worden. (Bsl.Z.) Großbritannien. London, 23. Mai. In der gestrigen Oberhaussitzung wurden nicht weniger als 213 neue Petitionen um alsbaldige völlige Emanzipation der westindischen Neger vorgelegt, undvonLordBrougham angezeigt, daßer bereits weitere 250 in gleichem Betreff zur Ueberreichung erhalten habe. In derselben Sitzung erklärte Lord Me l- bourne, auf eine Anfrage des Lords Londonderry, wiederholt, daß die englische Regierung durchaus nicht für die Forderungen der anglo-chrrstinischen Legion an das spanische Gouvernement bezahlend einsiehen, wohl aber bei letzterer jene rückständigen Soldaüsprüche auf's eifrigste unterstützen werde. — Heute keine Oberbaussitzung. Im heutigen Unterhause kam der Gesetzvorschlag des Hrn. Plumptree, des gottseligen Nachfolgers des sabbatheifrigen Sir Andreas Agnew, wegen strengerer Einschärfung und Aufrechthaltung der SonntagSseier sdie bekanntlich in England bereits strikt genug observirt wirdj zur Verhandlung, fand aber so wenig Unterstützung, daß sie am Ende vom Antragsteller zurückgenommen ward. — Der Herzog v. Cambridge ist einer der Vizepräsidenten des, vornehmlich auf Anregung und durch die Bemühungen deS tüchtigen Oekonomen, Earl Spencer, früheren Lords Althorp, zu Stande gekommenen Neuen Englischen Landwirthschaftlichen Vereins geworden. (Herald.) — Der „Rainbow sRegenbogens", .ein neugebautes, der Allgemeinen Dampfschifffahrtsgesellschaft zugehöriges, Dampfboot erster Klaffe, machte vorgestern eine Versuchs- erkursion auf der Themse von Blackwall aus bis GraveS- end und zugleich eine Wettfahrt mit einigen der andern, wegen ihrer Schnelligkeit bekannten, Themse-Dampfbooie, aus der er als Sieger bervorging. Die Distanz von 23 engl. Meilen stromabwärts wurde von ihm in 1 Stunde und 22 Minuten zurückgelegt. Er ist 2l2 Fuß lang und 27 Fuß über's Deck breit. (Post.) Frankreich. Paris, 25. Mai. Fürst Talleyrand hat — dem „Journal de Paris" zufolge — u. A. testamentlich vermacht: der jetzt 17jäbrigen Tochter der Herzogin .v. Dino sein Hotelin der St. Florentinstraße zu Paris und ein Gut in der Provinz; dem Herzog v. Valensay, Sohn der Herzogin v. Dino, das, von dem Vermächtnißgeber vor langer Zeit um 2,500,000 Fr. erkaufte und jetzt wenigstens 8 Mi«, werthe, große Gut Valenoay; der Gräfin Talleyrand, Gattin des französischen Gesandten am dänischen Hofe, Grafen Alexander v. T., eine Summe von 800,000 Fr. Der Herzogin von Esclignac, Tochter seines Bruders, Grafen Bozon v. Perigord, hatte er schon längst eine Summe von 500,000 Fr. gesichert. Die Herzogin und der Herzog v. Dino und die Prinzessin v. Poir, die Tochter seines unlängst zu St. Germain verstorbenen Bruders, des Herzogs Arckambault v. Talleyrand, sind seine natürlichen Erben. — Der „Moniteur" sagt, die in den pariser Blättern gestandene Angabe, als hätten der Marschall Soult, Graf Mols, Herzog Broglie und Baron Barante die Ecken des Leichentuchs bei dem Leichenbegängniß des Fürsten Talleyrand getragen, sey irrig, und eben so unrichtig die Behauptung mehrerer Blätter hinsichtlich der Anwesenheit des Grafen Molo beider angeblichen Reuschrifv Unterzeichnung des verst. Fürsten. — Die Deputirtenkammer hat in ihrer heutigen Sitzung die Berathung des Marinebudgets beendigt und dasselbe votirt; hierauf Uebergang zur Diskussion des Budgets des Handels und der öffentlichen Arbeiten. — Die Regierung hat die Vorarbeiten eines Verbindungskanals zwischen der Saone und der Mosel angeorvnet. Da die Wichtigkeit dieses Kanals, besonders für das Wasgaudepartement, anerkannt ist, so sind die Maires und die Unterpräfekten dieses Departements ersucht worben, dem 15l5 beauftragten Ingenieur Lacordaire zu dieser Vorarbeit durch ihre Mitwirkung behülflich zu fevn. — Ein Beschluß des Präfekten deS Wasgaudepartements berechtigt die HH. Gebr. Dutac, die nöthigen Erkundigungen zur Abfassung eines Entwurfs, um einen Seitenkanal mit dem Laufe der Mosel zwischen Epinal und Toul zu errichten, einzusammeln. Paris, 25. Mai. Nächste Woche soll auf dem Marsfelde große Heerschau sey». Der König und die Prinzen sollen in Person befehligen. Die Marschälle und das diplomatische Korps sollen schon Einladungen erhalten haben. *(-) Bordeaux, 20.Mai. Gestern Morgen, alsdieDi- ligence von Bayonne ankam, bat die Polizei ein Individuum verhaftet, im Augenblick, wo dieses seinen Platz nach Paris bestellte. Man sagt, es sey ein Agent des Don Carlos. Es scheint dieser Fang wichtig zu seyn. Toulon, 2l. Mai. Seit einigen Tagen ist der Telegraph wieder unaufhörlich in Bewegung. Ausser den drei nach Brasilien absegelnden Fahrzeugen soll ein viertes dieselbe Bestimmung erhalten haben. Diese Konzentrirung der Seemacht in den benannten Gewässern gibt zu vielen Lermulhungen Anlaß. — DaS Dampfdoot, der„Phare", ist gestern mit zwei Kisten Geschenken, weiche der Herzog von Orleans dem Marschall Vallöe sendet, abgesegelr. — Alle disponiblen Packet- und andern Boote sind der Befehle gewärtig, schleunig in die See zu stechen. Straßburg, 26. Mai. Die Kommission, an welche die Untersuchung des Gesetzentwurfes über die Kanäle zurückgewlesen worden war, hat ihren Bericht abgestattet. Sie trägt auf die Annahme zweier dieser Kanäle an, des Seitenkanals der in die Garonne fließt und des Marne- Rheinkanals. Sie schlägt vor, die beiden andern, denjenigen der großen Haiden und den Aisne-Marnekanal zu vertagen. Was den Marne-Rheinkanal betrifft, der für die östlichen Departemente von so wesentlichem Vortheile seyn wird, indem er dieselben vermittelst der Seine mit Havre einerseits und vermittelst eines zu erbauenden Rhein-Donaukanals mit dem Mittlern Deutschland andererseits in Verbindung setzen wird, hoffen wir, daß die Kammer den Vorschlag der Kommission genehmigen werde. Denn dieser Kanal ist für uns die sicherste Bahn, die uns in den Stand setzen wird, den Ansprüchen Hollands und Belgiens das Gleichgewicht zu halten, die nicht mehr verlangen, als die Verbmdungstraße zwischen Deutschland u. dem Ozean zu werden. Uebrigens wäre es nicht mehr als billig, wenn man die östlichen Departemente ebenfalls an den großen öffentlichen Arbeiten Theil nehmen ließe, besonders da man vorhat, den nördlichen und westlichen Departementen Eisenbahnen zu bewilligen. Ließ ist wohl nicht zu viel gefordert. (Ztg. d. O. u. N. Rh.) Türkei. «*« Konstantin opel, 8. Mai. Auf Befehl des Sultans wurde bekanntlich im Palast des Seraskiers eine Schule zur Erlernung der französischen Sprache, unter Direktion des Obersten Nun Bey, eröffnet. Der Sultan besuchte dieser Tage diese Anstalt, und legte seine Zufriedenheit milderenZustandeandenTag.Von dortbegabersich in's Pulvermagazin von St. Stephano, wo ihn der in Europa gewesene Direktor Avanis Aga durch seine praktischen Neuerungen in Hinsicht der Pulvererzeugung überraschte. Die Arbeiter wurden reichlich beschenkt. — Die Flotte schickt sich zur Abreise au. — Die beabsichtigte Reise des Sultans bildet das Tagsgespräch, und es heißt, Namik Pascha werde ihn auf der ganzen Reise begleiten. — Die Tanfsrage mit den fränkischen Ministern ist durch eine neue Note des Reiseffendi abermals in's stocken gerathen. Die Pforte begehrt eine Vergütung auf die bisherigen staatsrechtlich festgesetzten Zölle von 3 Prozent, welche seit Ablauf deS ' Tarifs mit den fremden Mächten nickt an ihre Douanen entrichtet werden. Smyrna, 6. Mai. Den neuesten Nachrichten aus Alexandrien vom 28. April zufolge scheint bei'm Vizekönig von Aegypten der englische Einfluß wieder überwiegend geworden zu seyn, denn ein offener Befehl dieses Fürsten an alle Paschas verkündigte, daß Se. Hoh. den Engländern erlaubt hätte, den Nil mittelst Dampfschiffen zu befahren, und alle ihre Maaren gegen einen sehr mäßigen Zoll ein - und auszuführen. Der englische Konsul, Campbell, hat diesen Befehl an alle Konsuln in Aegypten geschickt. Diese wichtige Konzession macht unter den jetzigen Unzufriedenen große Sensation. — Aus Syrien melden die neuesten Nachrichten von Ende April fortwährend , daß die Insurrektion, obgleich sic Emir Beschir und sein Neffe in Gemeinschaft mit Ibrahim Pascha zu ersticken suchte, keineswegs als beendigt anzusehen ist. Soltman Bey-ist bei einem neuen Gefecht mit denEmpörern vomHau- ran beinahe gefangen worden, und hat gegen 600 Mann reguläre Truppen dabei verloren. Dagegen sind durch den Verrath des Emir Beschir die Insurgenten von Bel- lam und Harbajo von den Aegyptiern überwältigt worden. Vereinigte Staaten. Eine furchtbare Feuersbrunst hat am 27. April Charleston in Südkarolina verheert. Mindestens ein Drittheil der Stadt mit einer Anzahl Kirchen, dem neuen Theatergebäude, dem neuen prachtvollen großen Gasthofe, fast allen Häusern, Magazinen und Läden der Großhändler und Kaufleute in dem Mittelpunkte des Verkehrs und Reichthums, der Kingsstreet sKönigsstraßej, -sind in Asche gelegt und gegen 1,500 Familien Hab - und obdachlos geworden. Die von einem heftigen Winde genährte nnd gesteigerte Wuth der Flammen erschöpfte zuletzt die Mittel und Kräfte der Löschenden und Abhülfe Versuchenden; die Brunnen waren ausgepumpt, und die Vorräthe von Pulver, mit dem man durch Sprengung einzelner Häuser dem Weitergreifen des Elements Einhalt thun wollte, aufgebraucht, während am Morgen des 28. der Brand noch forttobte und ein anderes Drittheil der Stadt zu zerstören drohte. Menschen sind viele, namentlich auch durch das in die Luft Sprengen von Gebäuden und durch das Herabwerfen von Hausgeräthschaften auf die Straße, verunglückt. Die in der Bay oder an den Kais liegenden Schiffe wur- 1516 den von den umher fliegenden Feuertheilchen und Brandstücken vielfach in Gefahr gesetzt und an ihrem Takelwerk beschädigt. Bekanntlich war Charleston im Dezember 1835 von einer ähnlichen furchtbaren Feuersbrunst heimgesucht worden. (Augusta Gazette.) — Weitern Nachrichten in den Cincinnatier Zeitungen zufolge sind bei dem sgestern berichteten) Bersten deS Dampfkessels und darauf erfolgten Untersinken deS Dampfboots „Mosel" noch weit mehr Menschen verunglückt, als man Anfangs geschätzt hatte. Es waren gegen 280 Passagiere, meist Deutsche, die nach St. Louis wollten, auf dem Sckiffe, und gerettet sind, so viel sich hat ermitteln lassen, nur 30 — 40 Personen, so daß gegen 240 — 250, theils durch den berstenden Dampfkessel selbst, theils durch ihr Rettung suchendes Springen in's Wasser, theils durch das endliche Sinken des Fahrzeugs um's Leben gekommen seyn müssen. — Das „Virburgh Register" vom 23. April meldet ein anderes Unglück, das sich mit dem Dampfschiff „Oronoko" auf dem Mississippi zutrug, wobei durch eme ähnliche Erplosion gegen 100 Menschen ihr Leben einbüßten. — Newyorker Blättern zufolge haben jetzt die Teraner beschlossen, ihr lzur Zeit von der Regierung und dem Kongresse nickt willfährig aufgenommenes) Ansuchen um Ausnahme in den Staatenbund der Union zurückzunehmen, und den Versuch zu machen, sich als unabhängige Republik zu behaupten. — AuS denselben newyorker Blättern erfährt man, daß die Streitigkeiten zwischen Merikound dem dortigen bevollmächtigten Minister Frankreichs, Baron Deffaudis, nachdem des Letztem, Namens seiner Regierung eingereichtes, Ultimatum bei dem mexikanischen Gouvernement keine genügende Aufnahme gefunden hatte, mit der in den letzten Tagen des Aprils eingetretenen Blokade der mexikanischen Häfen durch die in jenen Gegenden befindliche französische Schiffsmacht geendigt haben; zu Vera-Cruz befürchtete man ein Bombardement der Stadt durch die sranz. Kriegschiffe. — Kapitän MAryat sder bekanntlich gegenwärtig die Vereinigten Staaten bereist) hat sich in Newyork an die betreffende Gerichtsbehörde gewendet, um einen Einhaltsbefehl gegen den sin Amerika überhaupt maaßlos betriebenen) Nachdruck mehrerer seiner Werke zu erlangen, und solchen auch erwirkt, womit denn die jetzt viel erörterte Frage von einem gegenseitigen Schutz des literarischen Eigenthums in den verschiedenen Ländern gleich gerichtlich zur Entscheidung kommt. (Londoner „Globe" vom 22. Mai.) Staatspapiere. Paris, 26. Mai. bprozent. konsol. 109 Fr. 25 Et. ^Prozent. 102 Fr. — Cent.; 4zProzent. — Fr. — Ct.; Zprszent. 81 Fr. 20 Ct. Bankaktien 2717.—. Kanalaktien 1225. —. Röm. Anleihe 101; belg. 1021; piemont. —. —; portug. —. Span. Akt. 22z; Pass. —. St. Germameisenbahnaktien 1050 Fr. — Ct. Vers. Eisen- babnaktien, rechtes Ufer, 827 Fr. — Ct.; linkeS Ufer 750 Fr. — Ct.; Cetter do. — Fr. — Ct.; Epinac do. — Fr. — Ct.; Mülhausener do. 610 Fr. — Ct. Gas- erleuchtungsgesellschast —. Dampfschifffahrtaktien (Pecq) — Fr. — Ct. Wien, 22. Mai. 5prozent. MetalliqueS 107^ ; 4prozent. 101z; 3prozent. 82z; 2zprozent. —; Bankaktien 1466; Nordbahn 1101; Mail. E. B. 108); 1834er Loose 127; Raaber E.B.—. Neueste Nachrichten. London, 24. Mai. Die Aufmerksamkeit wird von den aus Vera-Cruz eingetroffenen Neuigkeiten so sehr in Anspruch genommen, daß eine Art von freiwilligem Waffenstillstand sich aller Parteien bemeistert. Sonderbar, man hofft hier auf Krieg zwischen den Mexikanern und Franzosen. Manche sind selbst der Meinung, erstere, auf alle Vermittlung Verzicht leistend, fänden selbst von gewisser Seite Aufmunterung zum Widerstand. Merkwürdig ist auch, daß selbst die Nordamerikaner mehr an den Ausbruch von Feindseligkeiten glauben, als an eine friedliche Beilegung. Es scheint das Mißverständniß der Streitenden einen ganz andern Grund zu haben, als einen ostensiblen. Die Stimmung der mexikanischen Geistlichkeit ist denFran- zosen sehr entgegen. — Auf unsere inner»Angelegenheiten zurückzukommen. Im Handel und Wandel bringt die herannahende Krönung durchaus keine günstigen Verhältnisse hervor. Die Fabriken und Manufakturen sind eher im ab-, als im zunehmen. — Marschall Soult hat hier ein Hotel gemiethet, das ihn, blos auf 2 Monate, 1,500 Guineen kostet, 300 Pf. St. nicht mitgerechnet, welche zu Verzierungen verwendet werden. — Der erste hier erscheinende peruvianische Gesandte, Don Vincens Pazos, ein Abkömmling der Jneas, ist gestern bei Hofe-vorgestellt worden. — Die zahlreichen spanischen Staatsgläubiger sind entschlossen, kräftig gegen jedes neue Anlehen aufzutreten, so lange ihnen nicht Recht widerfahren wird. Paris, 26. Mai. In der gestrigen Assisenfitzung in der Hubert'schen Sache hatten sich die Geschworenen um 1z Uhr in das Berathungszimmer zurückgezogen, und waren um 3j Uhr in den Gerichtsaal zurückgekehrt, worauf der Sprecher der Geschworenen Namens derselben ihre Erklärung abgab, welche die Frage hinsichtlich eines Attentats gegen das Leben des Königs in Bezug auf sämmtliche Angeklagte verneinte; dagegen denHubert einer, von vorbereitenden Handlungen zu ihrer Ausführung gefolgten, Verschwörung gegen die Regierung, ebenso die Grouvelle, den Steuble, den Giraud und den Annat einer gleichen Verschwörung schuldig erklärte, die jedoch bei diesen vier nicht von einem, ihre Ausführung erstrebenden, Umstande gefolgt gewesen und zugleich mit mildernden Umständen begleitet sey; Lepronr, Vauque- lin und Valentin wurden ganz frei gesprochen und sogleich entlassen. Der Protokollführer hatte indessen kaum den ersten Theil der Jury-Erklärung, die Schuldigsprechung Hubert's, abgelesen, als plötzlich eine heftige Bewegung 151 - unter den Gendarmen entstand, die mit dem Verurtheilten rangen und ihm ein Messer zu entreißen sich bemühten, mit dem er sich zu erstechen versucht hatte, und das nun einer der Potizeidiener aufzeigte. In einem Nu wardie ganze Zuhörerschaft in der Höhe, einige auf die Bänke steigend, andere die Geländer und andere Vorsprünge des Gerichtsaals erkletternd. Hubert machte mit einer vor Wuth ganz heisern Stimme den Geschworenen in den gemeinsten Ausdrücken wilde Vorwürfe. Die Richter traten während dieser tumultuarischen Szene zusammen und befahlen kraft der ihnen gesetzlich zustehenden Autorität, Hubert hinauszuführen, und verkündeten, daß ihm seine Sentenz im Ge- fängniß vorgelesen werden solle. Auf dieses umschlang die Grouvelle den Hubert so leidenschaftlich fest, daß die Gendarmen die Beiden nur mit Mühe zu trennen vermochten. Steuble siel mittlerweile in Ohnmacht und wurde bewußtlos hinausgetragen. Draußen zischten und schrieen die Zuschauer „Hubert! Hubert!«, bis die Polizei sich Bahn durch sie brach. Endlich wurde Hubert fort- und die Grouvelle, durch das eifrige Zureden ihres anwesenden Bruders, zu einiger Ruhe gebracht. Der nun wieder zur Besinnung gekommene Steuble wurde nun, noch leichenblaß , wieder hereingeführt. Der Präsident sprach endlich das Strafurtheil von der Jury den Schuldigerklär- teu: Hubert wurde, in Erwägung, daß dies sein zweites derartiges Verbrechen sey,* zu lebenslänglicher Deportation, die 'Grouvelle und Steuble zu fünfjähriger Einsperrung, Annat (wiewohl nur der einfachen Theilnahme schuldig , jedoch wegen früherer Verurtheilung in ähnlichem Vergehen) ebenfalls zu fünfjähriger Einsperrung, Giraud endlich zu dreijähriger Einsperrung verurtheilt. Um 7 Uhr Abends ging das Gericht auseinander. Paris, 26. Mai. Diesen Morgen arbeitete der Kriegsminifter mit dem Herzog von Orleans; es soll sich um eine große Heerschau handeln und der Herzog zu diesem Zwecke nach Valenciennes und Lille «Kreisen. Es sollen bereits Befehle ertheilt worden seyn zur Bildung des Lagers in Compiegne. — Geschäfte werden sehr wenig gemacht, alles ist im Stocken und vermuthlich hört die Lähmung erst dann auf, wenn einmal das Eisenbahnwesen in Gang gebracht ist. — Eine neue Kommanditengesellschaft ist im entstehen. Nach einem, im geheimen zirku- lirenden, Prospekt handelt es sich um nichts anderes, als eine Masse Kapitalien zu bilden, um dieselben Spielern von Handwerk anzuvertrauen, welche damit in die Bäder reisen wollen. — Mlle. Taglioni reist heute Abend nach London ab. — Das Ende des Hubert'schen Komplotts erregt vieles Aufsehen. Die Oppositionsblätter trauen sich aber nicht mit der Sprache heraus. — Man erwartete heute mit Ungeduld in der Deputirtenkammer den Gesetzvorschlag über die Cisenbahnbewilligungen nach Orleans und Havre de Grace. Allein bis auf diese Stunde (5 Uhr) kam nichts dergleichen vor; die Kammer hielt eine Bittschriftensitzung. Paris, 26. Mai. Telegraphische Depesche. „Narbonne, 2S. Mai. »Am 6. hob Orga die Belagerung von Alcanin jAl- caniz?) auf. Cabrera führte sein Geschütz nach Morella ab, wo Negri sich befindet. — Am 17. war Merino zu Chelva ^erscheint wenig glaublich), und Forcadell blokirte Legorbe jSegorbe?) — Baron de Meer ist auf Salsona lSolsona?) zu marschirt. — Am 22. haben 3,000 Carlisteil Gallieja angegriffen; General Breton marschirte gegen sie. General Ayerbe hat in der Ebene von Tarrago- na die Faktion Llarch geschlagen, wobei sie ISO Todte und 83 Gefangene verlor.« Redigikt unter Verantwortlichkeit von PH. Macklvt. Auszug aus den Karlsruher WitterungS- beobachtungen. 27. Mai M77sÜ. M. 3 U. N. 11 U. Barometer. Thermometer. Wind. Wttrerunt. überhaupg 27Z.10.0L. 27Z. 8M 27Z. 7,98. 11,1 Gr. üb. 0 17,3 Gr. üb. 0 11,1Gr.üb.0 NO O NO heiter, windig ziemlich heiter heiter Großberzogliches Hoftheater. Dienstag, den 29. Mai: Mit allgemein aufgehobenem Abonnement, zum VortheildesHrn.Devrient, zum ersten Male: Ke an, oder: Leidenschaft und^ Genie, Schauspiel in 6 Aufzügen, nach dem Französischen, von Herrmann. Karlsruhe. (Sommerverein des Museums.) Mittwoch, den 30. d. M., ist die Eröffnung des Sommervereins in dem Promenadehaus; Musik von 5 bis 7 Uhr, Tanzunterhaltung nach beendigter Musik bis 9 Uhr. Subskriptionslisten liegen in dem Lesezimmer des Museums und in dem Promenadehaus auf. Karlsruhe, den 27. Mai 1838. Die Museumskommission. Allgemeine ^ VersorgungsAnftalt Großherzogthum Baden. ! Am Mittwoch, den 30. Mai d. I., Nachmittags 2 Uhr, wird eine Generalversammlung im hiesigen Rathhaussaale statt finden; wozu die verehelichen Mitglieder der Anstalt eingeladen werden» Karlsruhe, Len 27. Mai 1838. Der Verwaltuagsrath. ! .!.! ! 1518 Preussisch - rheinische Dampfschifffahrt. (Kölnische Gesellschaft., Die Dampfschiffe der kölnischen Gesellschaft fahren, vom 4. Mai d. I. an, täglich örennal von Köln nach Koblenz, Mainz, Mannheim und den Zwischenakten ab, und zwar: die Schnellfahrt: Morgens um ü Uhr; dieselbe fahrt an den geraden Tagen in etNVM Tage nach Mainz und in ändert Haldem Tage nach Mannheim; an den ungeraden Tagen in anderthalbem Tage nach Main; und in zwei Tagen nach Mannheim; an allen Tagen in einem Tage von Mannheim nach Köln zurück. Die gewöhnliche Fahrt : Morgens um 7 Uhr; dieselbe geht alle Tage in zwei Tagen nach Mainz und in zwei und einem halben Tage nach Mannheim; an allen Tagen in e inem L ag e von Mainz, rcsp. in a ndert h a l b ein L ag e von M an»hei m nach Köln zurück. Die Nachtfahrt: Nachmittags um 4t Uhr; dieselbe fahrt in einer N a ch t Lt» d in e in c m T a g e nach M a inz und in einer Nacht und anderthal: dem Tage »ach Mannheim. Von Koblenz aus können dazu zwei Schiffe benutzt werden, wovon eines Morgens und das andere Nachmittags dort abfährt! Die Preise dieser verschiedenen Fahrten sind gleich gestellt. Die Tarife von der zweiten berichtigten Auflage werden bei den Agenturen und Expeditionen gratis ausgcgebcn. An diesen Grellen sind ausserdem alle Aufschlüsse, so wie die genauen Bezeichnungen der Abfahrten an allen andern Orten zu erlangen. Gast Hofempfehlung. Den respektiven Reisenden widme ich die ergebene Anzeige, daß zich meinen neuerbauten und neueingerichteten Gasthof Mm Pariser^Hof eröffnet habe, Md durch prompte Md reelle Bedienung mich bestens empfehlen werde. Karlsruhe, den 21 . Mai 1838. de Paris I-OHL 8 proPriAmre' äs eet etahllssemeut, bstk et i»eul»ls » neu?, situe svsrrkageusement llrws In gk-arrä' irre, se reeDwWWllo ä>M. 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