K-rl-riltzrr Leiii»» g. Nr. 1S8. Samstag, den 9. Juni 1S3S Baden. * Karlsruhe, S, Juni. Eine Feier, welche die allgemeine Teilnahme lebhaft in Anspruch nimmt, vereinigte heute die Mehrzahl der Offiziere des großherzoglichen Armeekorps in der hiesigen Residenz; — das fünfzigjährige Dienstjubiläum deS großherzoglichen Generallieutenants und Divisionärs der Infanterie, kommandirenden Generals tu Mannheim, Ehefö des 4ten Infanterieregiments rc., Freiherrn. v. Stockhorn. Zur Vorfeier des TageS brachten schon gestern Abend die Offiziere der hier und in Durlach garnisonirenden ersten Jnfanteriebrigade, mit drei vereinigten Mustkchören, pcm verehrten Führer eine Nachtmusik. Am heutigen Morgen empfing derselbe zuerst die Glückwünsche aller Stabsrind der ausserdem hier anwesenden Subaltern-Offiziere der Infanteriedivision, deren gesammtes Offizierkorps ihm hierauf durch den ältesten Brigadier, Hrn. Generalmajor Eorneli, einen schön gearbeiteten Degen überreichen ließ. Später ward ihm die Ehre, aus den Händen Seiner königlichen Hoheit deS Großherzogö, in Gegenwart der sänuntlichen, zu diesem Zweck hier versammelten Stabsoffiziere deS großherzoglichen Armeekorps, auch der dier wohnenden, jetzt im Ruhestand befindlichen, früheren Waffengefahrten, als würdige Zugabe zu den zahlreichen Dekorationen, in deren Besitz er sich bereits befindet, namentlich derer der großherzoglichen Hausorden der Treue und deS Zähringer Löwen, das Großkrruz des militärischen Karl-Friedrich-VerdienstordenS zu empfangen, eine Auszeichnung, die nach den Statuten deS Ordens nur Wenigen zu Theil werden kann, und daher auch zur Zeit, ausser den Prinzen des großh. HauseS, an niemand mehr verliehen ist. Darauf war große Tafel im Schloß, zu welcher, auf Befehl deS GroßhcrzogS, die sämmtlichen Stabsoffiziere deS Armeekorps zugegen waren. Besondere Ehrettdezeug,ingen und Ehrengaben sind dem Vernehmen nach vorgestern, in Mannheim, dem Jubilar von Seilen der dortigen Osfizierkorps, der Unteroffiziere des, seinen Namen führenden, Regiments, der Stadt, der Behörden, Korporationen u. f. w. zu Theil geworden. Die, vurch alleS dieses rühmlich anerkannten, Verdienste deS, noch in voller Thatkraft wirkenden, MamreS einzeln aufzuzählen, bleibt billig einer entfernteren Zukunft Vorbehalten; feine» Zeitgenossen lebt mittlerweile in noch frischem Gedächtniß, wie er während der vergangenen Kriegsjnhre au den Feldzügen unserer Truppe» stets den ehrenvollsten Amheil getrommen, und wie seitdem, neben den Obliegenheiten seines eigentlichen Berufes, mehrere diplomatische Sendungen seine Welterfahrung, Geschästkunde undPflicht- treue, vielfache gemeinnützige Bestrebungen seinen Bürgersinn und seine Humanität glänzend bewährt haben. T Heidelberg, 4. Juni. DasComilö für Winter's Denkmal besteht auS den HH. Baffermann, Fries »en., Klingel »on., Mittermaier, Poffelt, Rau und Speyerer. Zum Vorsitzenden wurde geh. Rath Mittermaier gewählt. Der Ertrag der hiesigen Sammlung ist bis jetzt gegen 1,000 fl. — Vom 7. Juni. Das gestrige große Musikfest erhielt durch die Anwesenheit deS großherzoglichen Hs- feS einen besondern Glanz, und die herzliche Freude der hiesigen Einwohner, das geliebte fürstliche Paar mit einem Theile der hoffnungsvoll blühenden großherz. Familie (der Prinzen Ludwig und Friedrich und der Prinzessin Aleran- drine) in ihrer Mitte zu erblicken, sprach sich bei allen Gelegenheiten auf das Lebhafteste auS. Seine königliche Hoheit der Großherzog trafen mit Höchstihrer Familie am 5. d., gegen Mittag, in Cchwetzirpen ein , wo Sie von dem Regierungsdirektor und den Lotalbehörden empfangen wurde» , und besuchten nach der Tafel Mannheim. Gestern, »achtem Regen mit Sonnenschein und ebenso Besorgnisse mit Hoffnungen für das Gelingen des Musikfestrs gewechselt hauen, fuhren die höchsten Herrschaften, von Schwetzingen aus, nach Mittag, unter dem Geläute der Glocken, geleitet von der Bürgerkavallerie und begrüßt von dem Freudenruse der dichtgedrängten Menge, in unsere Stadt ein, die mit Fremden von nah und fern gefüllt war. Der Großherzog hatte geruht, mit Seiner Begleitung in dem Hause des geh. Hofraths CheliuS abzusteigen. Noch vor der Tafel wurden die Behörden vorgesteüt und die, auf der Bibliothek »iedergelegten ncuaufgesundenen, römischen Al- terthümer besehen. Bor 4 Uhr betrat die großherzogliche' Familie ein, in der Schloßruine gelegenes, geschmackvoll verziertes Zimmer, von welchem der weite, mit Fahnen und Blumengewinden geschmückte Echloßhof am Schönsten zu übersehen, war. Der Anblick dieses ungeheueren Kon- zertsaaleS, dessen Wände die Trümmer kurfürstlicher Paläste bildeten, gewährte einen eigenthvmlicheir Reiz, Zn dem Augenblicke, als vaS großherzogliche Paar an den Fenstern erschien, erscholl ein tausendstimmiges Hoch, worauf ein, für diese Veranlassung gedichtetes, Festlied , nach' Händel'S feierlicher Melodie: «svb rbo , ad- gesungen wurde. An diesen Gesang schloß sich svgleich die Ouvertüre des Oratoriums „PauluS" von Mendelssoi::- Bartholdy. Die ergreifende Schönheit der Komposition und IMS die, unter der Leitung des hiesigen Musikdirektors Hetsch, eines sehr verdienstvollen TonkünstlerS, wohl gelungene Aufführung fanden allgemeine Anerkennung, und die Vorsteher deS hiesigen Musikvcreinö, die für dies großartige Kunstwerk mehr als 400 Sänger und Spieler versammelt und alle Einrichtungen ans das Zweckmäßigste getroffen hatten, ernteten verdientes Lob. Die Zahl der Zuhörer mag 3,000 überstiegen haben. Leider mußte eines Regengusses wegen die Musik eine Zeit lang unterbrochen werden, doch gelang es nach dieser Störung, Lei der ru einem Augenblicke der weite Hof mit bunten Regenschirmen überdeckt erschien, die Aufführung ohne Auslassung zu Ende zu bringen. Am Abend, als eben eine große Anzahl von hiesigen Professoren, anderen Beamten und Einwohnern die verehrte großherzogliche Familie umgab, drückten die Studircnden durch einen Fackelzug ihre freudige Theilnahme aus. Es war sinnig, daß die Inländer von Zugführern mit den badischen Hausfarben an Schärpen und Mützen, die Ausländer von Führern in schwedische» Farben geleitet wurden. Als von einem Stu- direnden unter dem Balkon, von dem die höchsten Herrschaften dem Zuge zusahen, dem durchlauchtigsten rioctvl'insgniüeu» das Hoch! ausgebracht wurde, stimmte, unter dem Klirren der erhobenen Säbel der Führer, die ganze in der Straße wogende Volksmenge jubelnd ein. Mehrere Häuser waren beleuchtet. Gegen 10 Uhr begab sich der Hof wieder nach Schwetzingen zurück. B a i e r n. München, 5. Juni. Unsere Stadt wird nun bald sion einem Theile der höheren Gesellschaft verlassen seyn, indem viele Familien theils nach ihren Landgütern, theilö in die Bäder ziehen. — Einen interessanten Anblick bot gestern, wie alljährlich an diesem Tage, wenn die Witterung günstig ist, der VerguügungSort Großhesellohe. Vomsrühen Morgen an war die Straße mir Fußgängern und Equipagen bedeckt. Bis zum nächsten Dorfe (Bulach) wimmelte der ganze Wald von Gästen, und wohlgekleidete Daznen und Herren kamprrten im Grase. Ich kenne mir wenige Anlässe, wo unser Volksleben so karakteristisch ausgeprägterscheint, wie bei diesem. — Unlängst wurde zwi- ' scheu Fürstenfeldbruck». Schöngeistigen von Straßenarder- tern eine bedeutende Masse (man sagt, 3 Metzen voll) Silbermünzen in eurem Sandhaufen ausgefunden. Viele derselben werden jetzt im Publikum vorgezeigt, und von Unkundigen theils für Römermünzen, theils als aus der Hun- mnzeit (!) stammend, angegeben. Das Richtige ist, daß es Pfälzische und burggräflich nürnberg'sche Silberpfennige aus dem 13ten Jahrhundert sind. (A. Z.) Aschassen bürg, 6. Juni. Heute früh 5 Uhr ist Se. Maj. der König, in Begleitung des Flügeiad- jutanten Grafen Saporta, von hier nach Germcrshcim abgereist, um den dortigen Festungsbau zu besichtigen. ' Uedermvrgen wird Se. Maj. im kön. Schlosse dahier wieder erwartet. ' n»» Bamberg, 4. Juni. Der verstorbene Patriot, geistl. Rath und Naturalienkabinetsinfpektor Dionys Linder, hat in seinem, mm eröffnet«», Testamente, neben der bedeutenden Stiftung für die Unterhaltung des hiesigen NaturalienkabinetS, eine beträchtliche Summe als Stiftung legirt, auS welcher arme Kandidaten der Philosophie und Theologie des hiesigen kön. Lyzeums unterstützt werden sollen. Speyer, 5. Juni. Das große rhelnbaierische Mu- sikfeft wird am 17. und 18. Juli zu Kaiserslautern abgehalten werden. — Am 17. Juni wird auch der grünstäd- ter Musik- und Gesangverein ein großes Konzert aussüh- ren. (N. Sp. Z.) Würtemberg. Stuttgart, 2. Juni. Die koburger Sechser sind nun endlich so gut als verschwunden, dagegen kommen nun die sächsisch-polnischen Drittelslhaler in Masse zum Vorschein, und der Münzwirrwarr hat demnach sein End« noch nicht gefunden. Der Wunsch, die Regierungen Deutschlands möchten über einen gemeinsamen Münzfuß einig werden, wird immer allgemeiner; den» nur aus. diese Akt könnten sie das abgeschätzle Geld ciuziehen und umschmelzen. (N. K.) Stuttgart, 6. Juni. Am 31. Mai Nachmittags zwischen 2 und 3 Uhr, überzog eine sogenannte Windhose in der Richtung von Nordwest gegen Südosl die Markung von Großglattbach, ObcramtS Maulbronn, rieß aus ihrem Wege alleö mit der größten Gewalt mit sich sert uud richtete nicht unbedeutenden Schaden a». Die stärksten Bäumen wurden entwurzelt , und theilweise 40 bis 50 Schr.tle von ihrer vorigen Stelle auf die Seite geschleudert. Diese Windhose soll sich auch auf den rück- und vorwärts » liegenden Markungen auf gleich zerstörende Weise auf ei- j ne bedeutende Strecke hin kund gelhau baden. Personen, -welche dieses Raturer.igniß auf dem Felde beobachtet ha- ! den, beschreiben diese Windhose als eine pyramidenförmige, gegen oben sich zuspitzende, Säule, welche von der Erde bis in die Wolken sich ausdehnte, und aus der Erde sich fortbewegte. —InRieth, OberamköVaihingen, zeigte sich zur gleichen Zeit dieselbe Erscheinung und richtete an den Bäumen eine arge Verheerung an. Es war nach der Beschreibung der Leute wie ei» dichter Nebel, der aus dem Boden daher kam. Die stärksten Bäume wurden ab- geknikt oder mit der Wurzel ausgerissen. (S. M.) Stuttgart, 7. Juni. Die Abgeordnetenkammer muß immer an demselben Rade drehen, uud wer ein ftü- > heres Protokoll über einen Artikel des Strafgesetzbuchs gelesen, findet dasselbe Thema,, fast ohne alle Variationen, in den später» Berathungen getreulich wieder. So börte man gestern wieder die allerdings interessante — aber in so kurzer Zeit doch nur ein Mal interessante — Debatte über die Frage: ob hei den Wahlen die öffentlichen Kaffen- und anderen Beamte» ihren natürlichen Einfluß auf die bei StaatSarbeiteu verwcndelettti Handwerksmeister im Interesse des Regieruiigskanbldateu geltend machen dürfen. Mit 46 gegen 36 Stimmen be- harrte die Kammer bei ihrer Ansicht von der. Strafbarkeit einer solchen Eimvirknug auf die Wahlen,, und somit bei 1609 ihrem diesfallsigcn Amendement zu Art. 397 deS Ttrasko- dcr.Wir hoffen, da« bei abermaliger Berachung Der abweichenden Beschlüsse oer Slandesherren, wenn dieselben zurückkommen, jedesmal ohne weitere Debatte abgestimmt werde. ES ist Alles so hinlänglich erönert, daß man erwarten darf, es werde jedes Mitglied nunmehr mit seiner Abstimmung gefaßt seyn. (D. C.) ch Stuttgart, 7. Juni. Se. Maj. der König, sind vorgestern früh von Berlin ab gcreist, haben das erste Nachtlager in Halle, daö zweite in Würzburg genommen, und find heute Abend nach 6 Uhr glücklich in hiesiger Residenz «ingetroffen. II. kk. HH. die Prinzessinnen Marie und Sophie machen von Berlin aus einen Besuch an dem großh. Hofe in Weimar, und werden erst gegen Ende der nächsten Woche wieder hier erwartet. — Uebcr die Gründung und den Stand der israelitischen Zemralkirchenkasie habe ich schoii im vorigen Jahre berichtet. Die Rechnungsergebnisse derselben weisen am Schlüsse des Etaiöjahres 1836/7 ein Vermögen von 48,209 fl. 50 kr. nach. Die Summe der Einnahmen in gedachtem Jahre belief sich auf25,754fl. 29j kr., die der Ausgaben aus 22,844 fl. 39j kr., unter welchen 5,809 fl. 16 kr. RabbinalSdcsoldungen, 1,kfl5 fl. Unterstützungen an vormalige Rabbincn und Vorsänger, 1,091 fl. 18 kr. Reisekvftenentschädiguugen an die Bezirkö- rabbinen, 1,162 fl. 16 kr. Unterstützungen an arme Gewerblchrlinge und Gehülsen, 7l3 Gulden Beiträge an arme RabbinatS - und Schulamts - Zöglinge rc. — An der Landeöuniversität in Tübingen ist ein philologisches und ein Reallehrcr-Seminar errichtet worden. Diese Institute haben die Bestimmung, für die höherenund niederen Gelehrtenschulen, so wie für die Realschulen tüchtige Lehrer heranzubllden. Da in der Regel der Kurs nur auf ein Jahr festgesetzt ist, und in dem philologischen Seminar wöchenllich nur 6, in dem Rcalleh- rerseminar aber nur 14 Stunden gegeben werden, so leuchtet eS ein, daß in diese Anstalten nur Zöglinge ausgenommen werden können, welche bereiiS tüchtige Vorstudien gemacht haben. Sehr zweckmäßig erscheint es, daß mit dem theoretischen Unterrichte auch praktische Hebungen thcilö in dem Lvzeum, theils an der Realschule und an der Haudwerkrrschul« der Stadt Tübingen verbunden werden. Ausser den eigentlichen Seminaristen werden auch andere Studirende und auswärtige Lehramtskandidaten als Zuhörer zu de» Uebungen zugclasscn, in ihren Studie» von den Lehrern berathen, und erhalten von Zeit zu Zeit Aufgaben zur schriftlichen Ausarbeitung. Die Teilnahme an den Hebungen ist kostenfrei, und ausserdem erhalten würdige und bedürftige Seminaristen angemessene Unterstützungen aus der Staatskasse. — Die, von dem k. Kriminalsenate des Gerichtshofes für den Neckarkreiö in Eßlingen gefällten, Erkenntuiffe gegen die Genossin des Er- lieutenantö Kosiri; und des (immer noch im Untcrsuchungs- arreste auf Hohenasperg befindlichen) Buchhändlers Gottlob Frauckh, deSdesignirten Diktators der projektirtcn deutschen Republik, wegen hochverrätherischer Unternehmungen, Ver- breiluiig aufreizender Druckschriften rc., find jetzt offiziell bekannt gemacht. Der vormalige Präzeptor an dem Lyzeum in LudwigSburg, E. F. Kauffmann, ist seines Amte- entsetzt und zu einer ^jährigen Festungsstrafe verurtheill; Architekt F. Weihenmaier ans Ludwigsburg 4z Jahr Fe- stungsstrafe; Bäcker Schwarz von Ludwigsburg 3 Jahre Festungsstrasi; Lithograph Eckert len auS Ulm 2j Jahre Fesünigöstrasi; Kaufmann Himmelreich in LudwigSburg 1 Jahr FeftlingSstras-:; Gärtner Eduard Schmidlin ans Stuttgart 10 Monate; Schustergeselle Dahm von Unler- weissach 6 Monate; sie4. 8>u M-cklenburg-Strelitz, nach Neu-Strelitz S. kön. H. und I. tais. H. die Großherzogin von Sachsen-Weimar nach Weimar, S. D. der regierende Herzog von Anhalt-Köthen nach Köthen, S. D. der regierende Herzog von Braun« schweig nach Braunschweig von hier abgereiSt. (Pr.St.Ztg.) Dänemark. Kopenhagen, 26. Mai. Verschiedene dänische Schriftsteller, welche in Folge der ältern Preßverordnung unter lebenslänglicher Zensur standen, sind nun davon befreit worden, weil sie schon länger unter Zensur gestanden hatten, als die Bestimmungen des neuen Gesetzes erfor« derten. (.A. Z.) Großbritann ien. London, 3l. Mai. Der ministerielle »Courier" erklärt heute abermals die vielbesprochene Rede des Herzogs von Cambridge für durchaus erdichtet; derselbe habe allerdings den Offizieren des zweiten Gardebataillons ein Gastmahl gegeben, aber eS sey gar keine Rede gehalten worden, vielmehr habe die Gesellschaft blos allgemeine Gegenstände besprochen; die Erdichtung einer solchen Rede sey ein enormer Mißbrauch offizieller Autorität. (Elbf. Z.) London, 2. Juni. Auf der nun bis Maidenh e ad vollendeten ersten Strecke der »großen West-Eisenbahn" swelche London mit Bath und Bristol zu verbinden bestimmt ists wurde am Donnerstag von den Direktoren und einer großen Gesellschaft ihrer Freunde, worunter mehrere Par- lamentsglieder, so wie mehrere wissenschaftliche Gentlemen und eine Anzahl Damen, im Ganzen über 200 Personen, eine Probefahrt gemacht, und die Distanz von London bis Maidenhead — 24 engl. Meilen — in 47 Minuten zurück- gelegt, was ein durchschnittliches Schnelligkeilsverhältniß von 28 engl. Meilen auf die Zeitstunde ergäbe. Ein zweiter, später abgegangener Wagenzug, vollbrachte die Fahrt in 44 Minuten, sonach in einem Schnelligkeitsverhältnist von 32 engl. Meilen auf die Zeitstunde; wobei noch zu bemerken, daß der Maschinenmeister angewiesen gewesen war, für diesmal nicht die volle Triebkraft der Dampfmaschine zur Anwendung zu bringen. Am k. Montag wird die Bahn dem allgemeinen Gebrauche geöffnet. Hier noch einige Notizen über dieselbe: Die Schienen, welche au allen bisher in Gebrauch gekommenen Eisenbahnen 4 Fuß 8 Zoll auseinanderliegen, sind bei dieser Bahn 7 Fuß wett — sie sind auf längliche Träger von kyanisirtem Holze aufgelegt, und diese letztem noch weiter durch, in kurzen Zwischenräumen eingekeilte, Queerhölzer befestigt. Vier Gattungen Wagen sind zur Fahrt auf der Bahn bestimmt, alle ungefähr 12 Fuß, von den Schienen bis zum Dach, - hoch. Dieertra - erste Klasse erinnert Einen mehr an die komfortabel» Staatskajüten auf den Themsedampfschiffen erster Klasse, als an irgend sonst etwas, dem sie sich vergleichen ließen. Diese Ertrawagen haben rechts und links große Spiegelglasfenster, durch die man einen weiten Ausblick auf die Gegend umher genießt, und haben Platz für 18 bis 20 Personen. Ueppige Ruhelager, Kis- 1611 sen und Sofa'S, auf denen sich der bequeme Reisende in voller Länge ausstrecken kann, — ja selbst Tische sind darin angebracht, an denen sich, wem seine Eßlust bas Ende einer dreistündigen Fahrt von London nach Bristol sin dieser kurzen Zeit soll diese Distanz zurückgelegt werden !j nicht abzuwarten vergönnt, erlaben, oder lesen oder Schach spielen kann. Die nächstfolgende, so zu sagen eigentliche erste, Klasse ist von ähnlicher Bauart und Einrichtung mit den aus der london-birminghamer und auf der Großen- Verbindungs-Bahn gehenden Wagen. Wegen ihrer großem Weite finden in jedem ihrer drei Abtheilungen 8 Personen, also in einem Wagen im Ganzen 24 Personen Platz. Diese Wagen find mit Jalousien gegen die Sonne versehen — eine Vorrichtung, über deren Mangel aufden andern Bahne» so vielfach Klage geführt wird. Diezweite und dritte Klasse — jene bedeckt, diese offen — sind wenig von der auf den übrigen Bahnen üblichen Gattung dieser Fuhrwerke, ihren größeren Umfang ausgenommen, verschieden. Die Lokomotiven, welche diese Ungeheuern beweglichen Häuser zu ziehen haben, sind von entsprechender Große und Kraft und wiegen jede, mit ihrem Vor- rathSwagen, über 400 Zentner. (Times.) F r a n k r e ich. Paris, 5. Juni. Da die von verschiedenen Orten eingelaufenen Berichte bargethan haben, daß das häufige Sterben unter den Militärpferden dem zu engen Raume in den Kasernen beizumeffen ist, so hat der Kriegsminister beschlossen, den Kavalleriegebäuden größere Erweiterungen geben zu lassen, die hinsichtlich der Salubrität nichts zu wünschen übrig lassen sollen. Bereits wird der Plan zum Bau einer neuen Reiterkaserne in Compiegne entworfen. — Hr. Blanqui, Vorsteher der Spezialhandelsschule, ist zum Mitglieds der Akademie der moralischen und politischen Wissenschaften, an die Stelle deö verst. Hrn.K. Conte, ernannt worden. Seine Mitbewerber waren: Hr. Paffy, ehemaliger Handelsminister; Hr. Ducens, Divisionsin- speltor deS Straßen - und Brückenbaues, und Hr. Michael Chevalier, Staatsrath. *0 Paris, 5. Juni. Man hofft, daß künftigen Freitag der Bericht über die Eisenbahn von Paris nach Havre und Dieppe erstattet werden könne. — Aus Toulon schreibt man, daß in Folge der mexikanischen Verhältnisse wieder einige Fahrzeuge zur Abfahrt bereit gehalten werden. DaS nach den südamerikanischen Gewässern bestimmte Geschwader besteht in dem Aviso, der Perle, dem Voltigeur, der Badine und der Gabarre Jndienne. ^ Straßburg, 7. Juni. Morgen eröffnet Frl. van Haffelt von München den Cyclus ihrer Gastrollen auf der hiesigen deutschen Opernbühne mit der „Norma" in der gleichnamigen Bellini'schen Oper. Spanien. — Madrid, 28. Mai. Heute hat endlich die Verhandlung über das Zehntengesetz begonnen. Zwei Mitglieder des Ausschusses haben bereits das Wort genommen, und sich gegen die Beibehaltung erklärt. DaS Kabinet hofft, waö die Hauptfrage betrifft, auf eine Majorität von 70 Stimmen. Fällt sie aber durch, so wird eS suchen, wenigstens einen Theil des Antrags zu retten. — Morgen tritt Gen. Latre sein Amt als Kriegsminister an. --- Heute Nachmittag findet die Audienz deSHrn. v. Fezensäc beider Königiu-Regentin statt. In der zu haltenden Anrede, die bereits dem Ministerrathspräsidenten mitgetheilt worden, bemerkt man Folgendes: Ueber das Vergangene wird, wenn auch leise, der Stab gebrochen, das Gegenwärtige aber beifällig herauSgestkichen ; für die Zukunst viele Hoffnung gegeben. Von dem Geviertbündniß geschieht aber keine Erwähnung. Von den Interessen Frankreichs ist sehr häufig die Rede. Die Erwiderungsrede hatHrn. v. Ofalia zum Verfasser, wird aber von der Königin-Re- gentin in höchsteigener Person gesprochen. Auch darin bildet das Zukünftige den Hauptinhalt. — Bayonne, 3l. Mai. Alair hat die Carlisten aus Santa Barbara verjagt, wodurch nun ein Zugang gegen Mella offen steht. Die Führten zu Mendavia und San Martin werden von Ribero bewacht. Don Carlos, der am 28. noch in Estella war , will, heißt eS, gegen Mendavia ziehen; allein im Rathe soll beschlossen worden seyn, eher in Asturien einzudringen zu suchen. Zariategui ist zum Tode u. Elio zu lebenslänglichem Gesängniß verur- theilt worden. DieHinrichtungdes Erstern dürfte aber, auö Furcht, wohl unterbleiben, ja man glaubt, eS werde an ihm Gnade für Recht ergehen. — So eben erfährt man, daß Tristany, als er von Katalonien nach Navarra gehen wollte, von den französischen Behörden aufgefangen wurde. — Merino und Cabrera scheinen zusammen operiren zu wollen. — Saragossa, 31. ZW. Es heißt, 50 Offiziere von der navarresischen «cärlistischen) Division sehen nach Aragonien beordert worden, um in Cantavieja als Truppeninstruktoren verwendet zu werden. Vielleicht ist dies eine Art von Verbannung. In Cabrera's Umgebung sind die OjalateroS wenigstens vor Verfolgung gesichert. — Die Zentralarmee steht in Daroca und der Umgegend. Gleich nachdem PardinnaS zu ihr gestoßen, beginnen die Operationen. Morgen wird dieser General zu Calatapud (8 St. von Daroca) erwartet. Nach der Aussage einiger Bauern haben 8 Bataillone und 3 Schwadronen Carlisten die Gränze AragonienS überschritten und besetzen Eines Villas oder wenigstens die Umgegend. — Haro, 23. Maü Don Sebastian steht, heißt es, an der Spitze der Truppen, welche sich gegen Don Carlos aufgelehnt haben. Villareal ist sein Generalstabschef; Garcia befehligt die navarresischen Truppen und Sopilana hat den Oberbefehl in Alava. Verastegui steht an der Spitze des Ministeriums, nach,Andern aber ist er keineswegs gesonnen, mit den Uebrigen gemeinschaftliche Sache zu machen. Der Domherr Echevarria steht, nach denselben Berichten, der Junta von Navarra als Präsident vor. Guer- gue hat sich von Allem zurückgezogen. Schweiz. Neuen bürg. Professor Agassi; ist zum auswärtigen Mitglied der königl. Gesellschaft zu London ernannt ist 2 worden. — Hr. Du Bois von Montpcrcur bat für seine Reise in die kaukasischen Länder von der geographischen Gesellschaft in Paris den großen Preis erhalten. Rußland. Der londoner „Courier" will nach einem Schreiben aus Konstantinopel vom 9. Mai wissen, die Tscherkessen hätten im Marz das russische Fort Schapschin eingenommen; cm Theil der Besatzung jedoch, welcher sich aus die benachbarten Höhen zurückgezogen habe, ohne beunruhigt zu werden, habe sich wieder in den Besitz des, von den Tscherkessen geplünderten und dann geräumten, FortS gesetzt. Die Tscherkessen, fügt der „Courier" bei, haben Nachricht von den Rüstungen zu Odessa und Sebaftapol, und sind entschlossen, ihren Feinden einen kräftigen Empfang zu bereiten. (S. M.) Türkei. Konstantr'nopel, 16. Mai. Aus Serbien wird hier eine Deputation erwartet, welche vom Fürsten Milosch den Auftrag haben soll, dem Sultan einen Verfasiungsent- win s für Serbien zur Begutachtung vorzulegeu. Au gleicher Zeit, versichert man, werde der Gouverneur von Neurußland und Beffarabicn. GrafWoronzoff, in Serbien anlangen, um bei der für die Zukunft Serbiens so wichtigen Frage die Interessen Rußlands zu wahren. GrafWoronzoff soll sich von Serbien nach Wien zu begeben Willens seyn, vermuthlich um die Ansichten Oesterreichs in dieser Angelegenheit zu erforschen. Man fürchtet den englischen Einfluß bei dem Fürsten Milosch, der mit dem britischen Generalkonsul Hodges außerordentlich vertraut seyn, und diesen der allen Fragen zu Rathe ziehen soll; indessen ist gewiß nicht zu besorgen, daß das projektirte Statut eine zu liberale Tendenz erhalte. DeS Fürsten Milosch bisherige hartnäckige Widersetzlichkeit gegen Institutionen, die mit dem dermaligen Bildungsgrade des Landes kontrastiren würden , bürgt hierfür. (Mg. Z.> Vereinigte Staaten. Newyork, 2. Mai. Die neulich erwähnte Verfügung wegen der Briefabgabe nach Schließung der Beutel jst jetzt auf dem Wege zwischen hier und Washington auf folgende Weise eingerichtet worden. Mit dem Eisenbahnwagenzuge geht ein, in zwei Abtheiiungen geschiedener, Postwagen. Dessen Hintere Abteilung enthält die, vom Abgangsorte mitgegebenen, Brieffelleisen. In der vordem Ablheitung befindet sich ein Postbeamter, der vom Augenblicke der Schließung des Briefkastens im Postamte bis zur Ankunft alle in einen Kasten geworfene» Briefe empfängt, sie stempelt, tarnt, in Pakete ordnet und in den unterwegs berührte» Bestimmungsorten nebst den Briesbentel» des Abgangsplatzes auSliesert. — Allgemeines Bedauern erregt der Tod des- vr. Nach. Bowditch i» Boston, des Ueber- setzcrS von Laplaee's „Mechanik des Himmels". Dieser treffliche Mann, der sich vom Kajüteujungen zu einem der ersten Mathematiker Und Astronomen unserer Zeit herausgearbeitet hatte, war eigentlich der Einzige, den unser Land besaß. Dennoch war er, mn zu leben, genöthigt, Bevollmächtigter einerLebei'sversicherungsanstalt zu werden. Bowditch war am 26. März 1773 in Salem bei Boston geboren und starb am 10. März dieses JahrcS. (L. A. Z.) Staatspapiere. Wien, 2. Juni. Sprozent. MetalliqueS 1071; ^Prozent. lOlj; Zprozent. 82z; Ljprvzent. —; Bankaktien 1451; Rordbalni 1101; Mail. E. B. 108z; 1834er Loose 127; Raaber E. B. —. Paris, 3. Juni. 5prozent. konsol. 110 Fr. — Ct. 4prozent. 102 Fr. — Cent.; 4zProzent. — Fr. — Cr.; 3prozent. 8t Fr. 65 Ct. Bankaktien 2755. —. Kanalaktien 1230. —. Röm. Anleihe 1011; bclg. 1031; viemont. —. —; portug. —. Span. Akt. 221; Paff. 4z. St. Germaineisenbahnaktien 1015 Fr. — Ct. Vers. Eisen- batmaktien, rechtes Ufer, 832 Fr. 50 Ct.; linkes User 690 Fr. — Ct.; Cetter do. — Fr. — Ct.; Epinac do. — Fr. — Ct.; Mülhausener do. — Fr. — Ct. GoS- erleuchtungsgesellschaft —. Dampfschifffahrtaktien (Pceq) — Fr. — Ct. Kurs der Staatspapiere in Frankfurt. Den 7. Juni, Schluß lUyr. j p^tss Pap. > Geld." Oesterreich Metall. Obligatwnm 5 — 1061 d«. do. i 4 — ioiz do. do. r 3 8lz st- Bankaktien — 1745 stB fl. 100 Loose bei Roths. — 263z st- Partiattoos« do. 4 1511 — st- fl. 500 do. do. — 1WL V Dethm. Obligationen 4 — 1001 V do. do. 4j — 102z Preuße» LtaatSschuldscheiu« 4 — 104z stk Prämienscheine — 64z Vätern Obligationen 4 — 102z Frankfurt Obligationen 4 — 1011 «st Eisenbabnaktieil. Agio — 30 -/. Laden Rentenscheine 31 — 101z stk Darmstadt fl.50Looseb. Golliub. Obligationen 31 Wz looz stst fl. 50 Loose — 611 M- fl. 25 Loose — 22 z Nassau Obligationen b. Roths. 51 99z — « fl. 25 Loose 22 -— Holland Integra!« 21 — 54?c Spanen Aktivschuld 5 — - 121 Polen Lotterieloose Rtk. — 651 » do. ist. SOS — — Neueste Nachrichten. London, 4. Juni. Durch newyo rker Blätter btS zum 9. v. M. hat man Nachrichten aus Kanada, wonach dorr den zum Tode verunheiltm Rebelten Montgc- mery, Andersou, Morton und Thelicr - erftercn Drei, auf 1613 40 Tage, Letzterm bis auf eingelangre weitere Entschlie- hiing der Königin—Gnavcnfiist bewilligt wurde: weder an diesen Vier, noch an Weilern wegen Rebellion Bernr- theilten dürfte, der allgemeinen Meinung nach, die Todesstrafe vollzogen werben. Ein besonderes Interesse zu Toronto erregte dort der vor den Asstsen verhandelte Hochverrathsprozcß des Idr. Morrison, eines angesehenen vieljährigen Einwohners dieser Stadt und gewesenen Mitglieds des Provinzialparlaments. Die Juiy fand die Beweise gegen den Angeklagten nicht dringend genug, und erklärte ihn für „nicht schuldig.« (Ledgcr.) ' —° Der „Globe" sagt: Alle Gesellschaften und Festlichkeiten im Schlosse sind plötzlich abbestellt worden. Da die im Schwung gegangenen Gerüchte, daß unter dem Hos- haltspersonale typhöses Fieber jdas bekanntlich seit einiger Zeit in vielen Theilen Londons bedenklich grassirtj und Masern ausgebrochen seyen, amtlich in Abrede gestellt wurden, so wird die Sache nur noch räthselhafter. —- Dem „Observer-- zufolge übernimmt Oberst Consi- dinne, mit Bewilligung der brit. Regierung, den Oberbefehl beS Kriegsheeres des Bey von Tnnis, um solches zu diözipliniren und zu organisiren. Derselbe wird, wie der „Observer" hinzusügen zu dürfen glaubt, den Rang als brit. Generalmajor, während er in diesem zeitweiligen fremden Kriegsdienste steht, haben. Paris, 6. Juni. Die royalistische France hat sich mit einem andern Blatte, dem „Signal", vereinigt.— Hr. Simonde de SiSmondi gibt noch im Lause des Jahres einen Auszug in zwei Bänden seiner aus 24 Theilen bestehenden großen Geschichte von Frankreich heraus. Nach der bereits gedruckten Einleitung zu schließen, wird das Werk großes Aufsehen erregen. Stedigilt unter Lerarnworttichkeu von PH. Macklot. Auszug aus den Karlsruher WttlerungS» beobachtungen. 7 Juni IBarome- i ler Thermometer. Wind. M. 7 U..27Z.11,7L. M. 3 üi28Z. 1,4L. N. 12 Ul27Z.11,2L. 10 6Gr.nb.O!NW 14,5Gr.üb.O SW 8 l Gr.üb.0l SW g'lberhaupr. Großherzogliches Hoftheater. Sonntag, den 10. Juni: Keine Vorstellung. Montag, den 11. Juni: Die Wiener in Berlin, Liederspiel in l Auszuge, von Hollei. Hieraus: D i- vertissement. Todesanzeige Am 5. Juni schloß ein sanfter Tod das theuere Leben unseres innigst geliebten Gatten, Vaters und Bruders, Karl Wilhelm, ev. prot. Pfarrers in Ichenheim. Von diesem, uns tief beugenden, Trauerfalle benachrichtigen wir hiermit Verwandte und Freunde und empfehlen uns ihrer stille» Theilnahme. Die Hinterbliebenen. Samstag, den 9. Juni: Vorstellung in 4 Abtheilungra. 1s Eisenbahn zwischen Liverpool und Manchester. 2) Die dorromäit scheu Inseln. 3) Ballet und Metamorphosen. 4) Ansicht von Jerusalem. ^ Anfang der ersten Vorstellung um 5 Uhr; zweite Vorstellung um 7 Uhr. Gebrüder Lorgle. Kunstreiteranzeige. Henke, Samstag, wird eine große Vorstellung in der hLle'n Reitkunst gegeben. Der «„fang ist um 4 Uhr, die Kaffe wird um 3 Uhr gebffner. Der Schauplatz ist auf dem Schloßplatz. Ihre ergebenste Einladung hier«: macht Elisabetba Schmidt, Wttwe> Kunstreiterinhaberin. Karlsruhe. (Empfehlung.) Unterzeichneter empfiehlt sich bei gegenwärtiger Messe mit allen Sorten feinster Südfrüchten, italienischen, französischen u. spanischen Produkten, catalomschen Korkstopfer, Qrangeblnthwasser, feinstem Olivenöl, Tafelessig, allen Sorten feinsten Liqueuren und fremden Weinen, so wie auch achter Mailänder Gesnndheirschokolade ohne alles Gewürz und Beimischungen, blos von feinstem Cacao, welche sich durch Güte und Aechtheit vor allen übrigen deutschen Fabrikaten anszeichnet, so wie meiner Chokolade mit Vanille, zn den billigsten Preisen. in der neuen Waldstraße. Die voa Karl Zorn von Kerlin böscht die hiesige Messe zum erste» MNe mit eine« großen Lager seiner Eisengußwaaren von allen Gegenständen, wobei, auch dir schönsten Davenschmuckaelikel, sowohl aegeffene, als auch von feinem Drath in grau und schwarz geardeiket, empfohlen werden, und werden bei reeller Bedienung die billigsten Preise gestellt. > L.e Bude ist auf der Therkerseike, link« Hand, zunächst dem Schlosse, und an der Firma keartllch. 1614 L 's.'- a g e r b i e r. Nächst«» Sonntag, den 10. d. M., «erd« ich mein Lagerbier anstechen; ich bitte um recht zahlreichen Besuch. Augustenburg bei Grötzingen, den 8. Ju- !»i 1838. ' Ernst Heinrich Gehre«, Bierbrauer. Mosbach. (Gasthau«, «erkauf.) Da« an der Haupt- straße dahier gekegene, mit einer Realwirthschaftgerechtigkeil «er- fthenc Gasthau« zum goldenen jIngel in Molbach, nebst einem von dem Hause ohnweit gelege« nen Tarte» läßt der Eigenihümrr Mittwoch, den 13. Zum d. Z., im Hause s«lbst versteigern. Da sich da« Hau« zu jedem Gewerbe eignet, so wird, wenn Steigerer keine Wirthschaft treiben will, dasselbe auch ohne Re- algerechtigkeit abgegeben. Nr. 3.357. UnteröwiSheim. (Weinversteigerung.) Dienttag. den 17. Zuni d. Z.. Nachmittag« S Uhr. «erden da- hier circa IVO Ohm Wein l837er hiesige« Gewächs. sodann einig« Ohm Weinhefe, so wie etwa« Weinstein einer öffentlichen Wer- steigerong auSgesetzt. UnteröwiSheim, den 80. Mai 1838. Großh. badisch« Domänenverwaltuog. Porto. Lahr. (Bauakkord.) Di« Erbauung eine« Havplsteuer- ainttgebäude« mit Revisivnlschops und dazu gehörigem Oekonomie- getäud« wirb Montag, den II. Juni d. I., Vormittag« 10 Uhr, auf hem Hauptsteueramitbureau an den Wenigstnehmenden versteigert werden. D!« zur U bernahme geeigneten Bauhandwerker können »ährend dieser Zeit Pläne, Ueberschlag rnd Bedingungen bei den Unterzeichneten Stell«» einfehen. Lahr und Offenburg, den 2. Juni 1938. Großh. Haupisteueramt. Großh. B«rirk«bauinspektion. Frank, Kramer, Diez, F. Reich. O. I. HA.V- Hauptamtskontrvleur. Wirthshaus- un- Mühleversteigerurrg, Lus der Verlaffeaschaft der le- H »digen Scephanie Deuchler von^ 'Förbach wird, der Erbrheilung halber, Dienstag, den 12 Juni d. I., Bormittags 10 Uhr, öffentlich verste'aerk: Eine zweistöckige Behausung im Dorfe Forbach, worunter sich «ine Mahlmühke mit einem Mabl- «ad Schä'gange befindet, mit der ewigen Schikdwirthschaftsgerechtigkeit zum Hirsch, nedk besonder» stehender geräumiger Scheuer und Stallung. DcS Ganze liegt auf 30 Ruthen Hofrailhe; auch befind« sich bet'm Wvbnhause ein 14 Ruthen großer Gemüs- garten. Die Behausung wild einerseiiS von dem Murgfluß und anderseits von dem Mühlbach begränzt; aus diesem Grunde ließe sich die Mühleetnrichtung mit wenigen Kosten leicht »etter avSdehnm. Die Versteigerung geschieht an dem oben erwähnten Lage in »er zu versteigernden Behausung selbst. Dtr Bedingungen können inzwischen Hel dem Bürgermeisteramt in Forbach eingesehen «erden. Hierbei wird noch diwerkt, daß auswäriiq« Steigerer sich mit legalen BcrwLgenezeugnisten auSzuweisea haben. Gernsbach, den 26. Mai 1838. Großh. tob. Lmt-revisorat. M. Ganter. vclt Wakkraff, Treiiungtkomnnffär. Karlsruhe. (Insektensamm- lung feil.) Eine in gutem Zustande befindliche Jnsektensammlnrig, 8,381 Stück an der Zahl, ist, nebst schön geordnetem Katalog, billigen Preises aus der Hand zu verkaufen. Wo ? sagt das Komroir der Karlsruher Zeitung. Hoffmann aus Hamburg empfiehlt sich dem geehrten Publikum mit marinirte» Häringen, Sardellen, Gewürzanchovi« (sehr gut für oea Magen), han>. burger BoljeS oder Brusteucker. eingemachtem Ingwer. ä»tem ost- indischen Sago, ächter Vanille, feinem Pecco-, Ha»san- und achtem Kaiserthe« (von dem letzter», welch,» in ganz Deutschland im Handel nirgends rorkvmmr, wird da« Lotb zu 1 fl. 30 kr. abgegeben), Laselfeigen, Datteln, Zitronat, kandirten Orangenschalen . feinem Zimmt, Muskatnüssen, MuSkatbiürhe, Zitronen, Lp'cisinen. zwei sprechenden grünen Papagayen, nebst einer Sammlung ostindischer Käfer, Schmetterlinge und Seemuschein; auch kaust derselbe Antiken, Juwelen un« Perlen zu den höchsten Preisen «in. Sein» Bude ist Theaterseile, vom Eingang recht«, in der Milte »er großen Reihe. Karlsruhe. (Dienstgesuch.) Ein Mäh- 'chen von ges-htem Aller, welch,« im Kleidermachen, Bügeln und Frifiren erfahr«» ist, wünscht hier oder avffeihalb Karleruhe «ine Stelle bei einer Henschafl zu erhalten, und kann auf Verlangen so-lei» oder auf Johanni eintrcten. Z» erfahren Zähringerstraße Nr. 3S. Nr. 1,077. Forstamt Neuenbürg, Revier Herrrnalb. (Holzverkauf.) E« werben Freita«, den 15. Zuni d. I., Vormittag« S Uhr, auf dem Rathhause in Herrenalv im öffentlichen Aufstreich« unter den bekannten Bedingungen «ersteigert: «u« dem rvtherirainer Schlage, V, Stund« xo» Herreaalb «Nlfernl: weißtanneve« starke« Bauholz, 48' bi« 61' lang 7S Gt. do. -- -- von 80' bi« 45' lang 4S —- deßgleichen Eägklötze ca. 4' -» >2' u.6S' » 16' lang VS — Aus dem Braaiewalb, gleich««» enlfernt: weißlaonene Stangen, S" bi« 7 ' unten stark, S65 --- do. Hopfenstangen. IS' bi« 2S' laug, 1,000 — Au« dem Rennberge: Baueichen ciica IS — Da« Hoi» wir» durch da« Forstpersonal den 14. Juin auf Verlange» vorgezeigt werben. Neuenbürg, den 30. M-i 1838. Aönigl. würtemv. Forstamt. ». Mo > lkr. _ Mit einer Beilage. » « r 1, g ,, und Drrrtker.: Pp. M - < ß » «»