Beilage zur Karlsruher Zeitung Nr. IS. M i t t w o ch, d e n 20. I a n u a r 1 8 4 1 . Italien K i r ch c u st a a t. Rom, 4. Ja». Von Neapel ist der Königin-Wittwe von Spanien ein eigenbändiges Schreiben des Königs zngckonunen, worin derselbe nicht allein seine Zustimmung gibt, daß sie nach Neapel komme, sondern auch seine» sehnlichen Wunsch ausdrückt, seine königliche Schwester dort zu sehen. Im gleichen Sinn lauten die Briefe der Königin und der Königin-Mutter. Der so schön gelegene Pallast Chiatamone ist zur Aufnahme Christinens eingerichtet, und Alles soll angewendct werden, um ihr den Aufenthalt so angenehm als möglich zu mache». Man weiß übrigens noch nicht, wann sie der Einladung folgen und die Reise nach Neapel antretcn wird. Hr. Zea-Bermu- de§, dessen Bruder, Graf de Colombi, sich im Gefolge der Königin befindet, wird hier erwartet. — Briefe aus Neapel sage», der Hof habe sich auf kurze Zeit nach Caserta begeben, und man erwartet die Niederkunft der Königin im nächsten Monat. — Vom 7. Jan. Wir haben seit drei Tagen ei» so anhaltendes, so heftiges Regenwctter, daß der Tiberstand bereits eine bedeutende Höhe erreicht hat, und das Judenstadtvicrtel sowohl als andere niedrig gelegene Plätze und Straßen unter Wasser stehen. Daran sind natürlich vor allein die Winde schuld, welche den Abfluß des Wassers zum Meer bei Ostia und Fiu- micino hindern. Dieses Wetter macht indeß in der hiesigen Meteorologie Epoche. In der Nacht vom 4. auf den 5. hat ein so fürchterlicher Sturm getobt, daß man fürchten mußte, er werde die Dächer abdccken. Bei einem Hause hat in der That dieser Unfall stattgehabt, und die Wucht der Dachbcdeckung hat drei Etagen im Hcrabstürzen durchbrochen, wobei ei» Franzose stark beschädigt Wörden ist. Das merkwürdigste Phänomen wurde auf dem Observatorium deö Collegio Romano beobachtet, vom dem das hiesige TagSblatt vom 5. d. M. mit Folgendem berichtet: „Ein ganz entsetzlicher Windstoß, aus den ein langes und scharfes Pfeifen folgte, hat in vergangener Nacht um 9 Uhr 25 Minuten italienischer Rechnung (gegen 2'/r Uhr nach Mitternacht) stattgchabt. Derselbe ist so heftig gewesen, daß er die große Glocke (3600 Pfnnd schwer) auf dem Thnrme des Collegio Romano in Bewegung gesetzt und läuten gemacht und das bewegliche Dach der Sternwarte gewaltsam abgedeckt hat, indem die Seile zerrissen, mit denen eS gut verwahrt gewesen. Daneben herrschte auf der höchsten Spitze desselben Observatoriums vollkommene Windstille, woraus sich schließen läßt, daß das angczeigte Phänomen in einer Höhe von nicht'mehr als 160 F»ß über der Meeresfläche slattgehabt habe." Dieser letzte sehr wohl beobachtete Umstand darf als das größte Glück für-unsere Stadt betrachtet werden, indem im entgegengesetzten Fall vielleicht ein großer Theil der hiesigen Palläste und hoben Häuser abgedecki worden wäre. Wirbelwinde von ähnlicher Heftigkeit sind in Italien nicht unerhört. Von den am Meere gelegenen Städten hat jede einen Wind, den sie besonders fürchtet und der gleiche Erscheinungen in seinem Geleite zu führen pflegt. (A. Z.) Oe st erreicht s che Monarchie. Ungarn. Pesth, 9. Jan. An, mehreren Orten des Landes findet jetzt die Truppenanshcbnng nach der neuen, von dem letzten Reichstage bestimmten Ordnung statt. Hier und da gab cs noch einige Widersetzlichkeiten, da sich manche Gemeinden in das neue Nekrutirungssystem (durch das LooS) nicht so leicht finden konnten. Selbst in Pesth wollten die Bürger der Stadt ihre Söhne vom Militärdienst befreit wissen; allein eine Entscheidung der hohen Stelle hat allen Zweifeln ein Ende gemacht, irnd die Sache geht ihren gehörigen Gang. (N. Z.) Türkei und Aegypten Alerandrien, 24. Dez. Zum Zeichen der Freude über die Beendigung des Streites mit dem Sultan und den vier Mächten hat Mehemed Ali in den letzten Tagen alle zu den Galeeren Vcrurtheiltcn begnadigt. Der größte Theil dieser Unglücklichen erlitt diese Strafe wegen Schulden, da todeswürdige Verbrechen in Aegypten höchst selten sind. Auch hat Mehemed Ali versprochen, die Kopfsteuer abzuschaffen, und hinsichtlich der Rückstände sind Befehle ertheilt worden, den Personen, welche deren »och abzutragen haben, Zeit dazu zu lassen. Endlich spricht man von Auflösung der Nationalgarde, sobald der zwischen Mehemed Ali und Admiral Stopford geschlossene Vertrag ratifizirt seyn wird. Der Sohn des Vizekönigs, Said Bei, welcher bekanntlich sich dem Seedienstc gewidmet hatte, ist von seinem Vater »ach dem Innern abgeschickt worden, um den Befehl in den dortigen Provinzen zu übernehmen, ein Umstand, aus dem hervorzugehcn scheint, daß Mehemed Ali entschlossen ist, das Unterhalten einer Kriegsflotte gänzlich aufzugeben, die ihm bis jetzt ungeheure Kosten verursacht, ohne ihm bas Mindeste zu nützen. Mehemed Ali ist im höchsten Grad über Frankreich entrüstet, indem er behauptet, er würde sich den ihm zuerst von den Alltirten gestellten Bedingungen gefügt haben, wenn ihn Frankreich nicht mit der Aussicht auf thätigen Beistand hintergangcn hätte. Er fügt hinzu, daß nichts hinfort ihn von seiner Freundschaft zu England abwendig machen werde. Mit dem Dampfschiff Hydra, das nach Syrien abging, hat er Depeschen an Ibrahim Pascha gesendet, worin er ihm den gemessensten Befehl ertheilt, Alles anfzubieten, seine Truppen von Grausamkeiten und Erzessen aller An zurückzuhalten und schleunigst seinen Rückzug zu bewerkstellige». (L. A. Z.) Pancsowa, 16. Dc^. Unsere Nachbarn, die Serbier, sind endlich ruhig geworden, »nd die Ordnung der Dinge scheint wieder hergestellt zu seyn. Höchst wünschenswerth ist es, daß das Land von den erlittenen Unfällen sich durch eine lang dauernde Ruhe wieder erholen möge. Die Regierung befolgt ein weises System Ruhe und Eintracht zu erhaltenmöge es ihr gelingen, alle Gesetzlosigkeit von ihrem Volke für immerwährende Zeiten entfernt zu hältcn! - Von den vertriebenen Ministern, welche sich unter den Schutz Musa EssendiS begeben haben und nach Konstantinopel abgegangen sind, hört man gar nichts mehr. — Unsere heurige Ernte bat alle Erwartungen übertroffen, und an Allein ist großer Ueberfluß: — Der Winter ist schon seit dem 25. Novbr. sehr streng. Die Donau ist zngcfroren, wodurch die Lebhaftigkeit unserer Stadt abgenommen Hai. '(Siebenbnrgcr Bote.) Nebigirt unrer Verantwortlichkeit von E. M a ck l o t. (4266.) Karlsruhe. ( Log > s ^ zu ^v e r in i e t h c n.) In dem ncuerbauten Hause lauge Straße Nr. 18t ist der dritte Stock, bestehend in sechs ineinandergehenben heizbaren .immer», nebst Alkof, Mansardenzimmcr', Waschküche, Kelter, solzremise und Antheil am Speicher, sogleich oder auf den 3. Januar k. I. zu vcrmiethen. (111.3) Karlsruhe. (Logis zu e r in i e t h e n.) In dem Eckhaus der Waldstraße Nr. 61 ist der untere Stock, in 6 Zimmern, Küche und sonstigen Erfordernissen drehend , auf de» 23. April d. I. zu vermiethen. Das Nä- >re ist in der Ritterstraße Nr. 22 bei Maurerbalier Meer zu erfrage». (101.2) Karlsruhe. (Steile ge- N'i ch. 1 Ein junger Mann, der schon längere Zeit in einem Bijouteriegeschäsk ist, wünscht in einer Bijouteriefabrik eine Stelle als Reisender gen Garantie zu erhalten. Derselbe könnte sogleich ein- eten. Das Nähere sag« das Kontor der Karlsr. Zeitung. (104.3) Karlsruhe. (Lehrlings- Gesuch.) Es kann ein junger Mensch, der , rin sittliches Betragen hat, in einem frequenten Gasthof in die Lehre ausgenommen werden gen ein billiges Lehrgeld. Wo? ist auf dem Kontor der rrlsruher Zeitung zu erfragen. sl82.) Karlsruhe. Ein Papiermaschinensührkr wird gesucht in einer Papierfabrik in Rheinpreußen, der gehörig praktisch in diesem Fache ausgebildet ist, die Fähigkeit besitzt, eine komplizirle Papiermaschine mit mehreren Trockenzvlindern vollkommen gut zu fuhren und ausserdem befriedigende Zeugnisse seiner Tüchtigkeit beibringen kann. E. A. Zigarrenhandlung in Hierauf Reflektirende erfahren das Nähere in der raunwart h'schen Papier - und Zigarrenhandlu Bi Karlsruhe. (92.3) Karlsruhe. (Kapital gc- Zu ch.) Es werden 100 bis 150 fl. gegen gute 'Bedingung aufzunehmen gesucht. Wo ? ist im Kontor der Karlsruher Zeitung zu erfragen. (158.2) Karlsruhe. (Dicnst- g e s u ch. ) Ein junger Mensch, welcher schon als Kellner in Gasthäusern servine und bei einer englischen Herrschaft die Sielte als Kammerdiener bekleidete, auch gute Zeugnisse besitzt, wünscht in einem Gasthaus oder bei einer Herrschaft eine Stelle. Näheres im Kontor der Karlsruher Zeitung. (155.3) Mannheim. (Baumwoll-e- 'w e b e r g e su ch.) In der Fabrik von August Fabris in Mannheim können noch einige Baumwolleweber, die im Schncllschuß geübt sind, beständige Beschäftigung finden. 1222.2) Karlsruhe. (Kommis 'stelleges u ch. ) Ein mit guten Zeugnissen versehener junger Mann, der in einem Detailgeschäfte als Kommis servirte, wünscht seine gegenwärtige Stelle zu verändern. Frankirte BrZcse mit I. L. bezeichnet befördert das Kontor der Karlsr. Zeitung. 1,132.3) M e e r s d n r g. (Erledigte G e h ü l f e n st e l l e. ) Bei der diesseüigen kombinirten Verrechnung ist die zweite Gehülsen- stelle mit einem jährlichen Gehalt von 350 fl. erledigt, welche sogleich oder binnen einem Vierteljahr angetreten werden kann. Die hierzu lusttragenden Kameralpraktikanten, Kameral- affistenten oder Kanzleigehülsen wollen sich in Bälde in portofreie» Briefen hierher wenden^ Meersburg, den 8. Jan. 184l. Großh. bad. Domänenverwallung, Forst- und Anltskaffe. P e ch e r. (202. 2) Thiengen. ( Dienst antra g.) Bei Unterzeichneter Verrechnung wird in einem Vierteljahre die erste Gehülfenstelle mit einem firen Gehalt von 500 fl. erledigt. Die hierzu lustiragenden Herrn Kameralpraktikanlen oder Kameralaffistenien werden ersucht, sich in Bälde zu melden. Thiengen, den 10. Januar 1841. Großh. bad. Obereinnehmerei. Sido. - (129.3) Schwetzingen. (Geb-äudr- verkauf.) Die Erben des dahier verlebten Partikulier Heinrich Vogt lassen Mittwoch, den 13. Februar d. I., Nachmittags 2 Uhr, im hiesigen Nathhause die in der Masse vorhandenen zwei Wohngebäude, als: 1. Haus Nr. 52: Ein zweistöckiges Wohnhaus mit Waschhaus nnd Schöpfen, dann ungefähr 5 Ruthen Haus-, Hof- und Gartenplatz, bei den Planken gelegen, neben Heinrich Nenkert und selbst. 2 . Haus Nr. 53 : Ein zweistöckiges Wohnhaus samnil Zu- gehörke allda, neben selbst und Heinrich Montag, unter annehmbaren Bcdingniffen öffentlich im Aufstrciche versteigern. Dabei wird bemerkt, daß beide Gebäude in dem belebtesten Theile hiesiger Stadt, und in der Nähe des großherzoglichen Schloßgancns sich befinden, auch daß beide zusammen, wie anch erstercs. allein, sich zum Betrieb eines öffentlichen Gewerbes sehr wohl eignen dürften. Die Vcrkaufsbedingnisscn liegen inzwischen zur Einsicht im Nathhause bereit. Schwetzingen, den 9. Januar 1841. Bürgermeisteramt. Melde. fl 23.2) Bulach. (Holzv ersteige rung.) , Mittwoch, den 20. Jan. 1841, werden in dasiqcm Gemeiudewald, Distr. I. Hard, Abth. 4: 42 zu Boden liegende Bau- und Nutzholzstämmc, worunter sich mehrere Holländerstämme befinden, versteigert. Die Liebhaber wollen sich an gedachtem Tage Morgens 9 Uhr im Gasthaus zum Lamm dahier einfinden. Bulach) den 7. Januar 184k. Bürgermeisteramt. Bohner. vck«. L u tz. (163.2) Heidelberg. (Bücherve r- stetgerung. ) Montag , den 25. Januar d. I. und die folgenden Tage, jedesmal Vormittags 9 Uhr nnd Nachmittags 2 Uhr, wi d das zur Buchhändler Oßwal d'schen Gantmasse dahier gehörige Sortiment, bestehend in wissenschaftlichen, belletristischen nnd gemeinnützigen Werken, in der Behausung des Massepflegers Kaufmann W i n t e r o l l Int. -V. Nr. 12 gegen baare Zahlung öffentlich versteigert. Heidelberg, den 10. Januar 1841. ' Großh. bad. StabtamlSrevisorat. H e r r m a n n. s199.3) K a r l s r u h e. ( H o l z v e r st e i g e r n n g.) Aus dem großh. Hardtwalde, Forstbezirks Eggenstein, Distrikts Bannwald,'werden öffentlicher Versteigerung ausgesetzt: Montag, de» 25. d. M., früh 9 Uhr, 62 Stämme eichenes Bau- und Nutzholz und 30 - forlenes - - - Von dem letzteren eignet sich der größte Theil zu Holländerholz. Die Zusammenkunft findet dahier bei)» »rühlburger Thore statt. Karlsruhe, den 16. Januar 184 l. - Großh. bad. Hofforstamt. v. Schönst». s 120.3) Nr. 50. Sale m. (Warnung.) L'aver Stadler von Bermatingen hat ilnter'm 10. Januar 1766 bei der großh. markg. bad. Waisenkassc Salem ein Kapital von 25 fl. angelegt, worüber die Schuldurkunde abhanden gekommen ist, weshalb Jedermann gegen den Erwerb derselben hiermit öffentlich gewarnt wird. Salem, den 4. Januar I84l. Großh. bad. Bezirksamt. Ruck in i ch. (l72.3) Nr. 781. Rastatt. ( D i e b st a h l u n d Fahndun g. ) Der ledige, 24 Jahre alte Bauernknecht Johann Friedrich Krebs von Bönnigheim, kön. württem- bergischcu Oberamts Besigheim, hat sich eines zu Hügels- Heim verübten Diebstahls von Geld und zwei blauen Ueber- hemren dringend verdächtig gemacht, und sich auf flüchtigen Fuß gesetzt. Wir ersuchen daher, säinmtliche Polizeihörden, auf diesen Johann Friedrich K r e b S, dessen Signalement nicht angegeben werben kann, zu fahnden, ihn im BetretuiigSfalle zu arretiren und anher einliefern lagen zu wollen. Rastatt, den 11. Januar 1841. Großh. bad. Oberamt. S ch a a f f. s225.l) Offenburg. (Fahndung.) Den am 11. d. M. Abends zwischen 6 »nd 8 Uhr auf der Landstraße zwischen Appenweier uns Windschläg zum Nachtheil des Jakob Mendelsohn, Reisender des M. S. Laubheimer von Karlsruhe, verübten Straßenraubs betreffend, bringe» wir uachträglich zu unserem Ausschreiben vom 12. ein genau erhobenes Verzeichniß der entwendeten Gegenstände Behufs der Fahndung zur öffentlichen Kenntuiß. Verzeichniß: 1 ) Ein Ring mit dem Portrait des Sokrates, in einer Gemme von schwarzem Onir, in Gold gefaßt. 2) Ein Ring 'in röthlichem Sardonir. 3) Ein Ring mit einem römischen Brustbild in Smaragd. 4) Ein deSgl. mit einem Herkules in ganzer Figur in weißem Onir. 5) Ein Ring mit einem antiken Frauenzimmerkopf in gelblichem Calcädon- 6) Ein Ring mit einer mythologischen Figur in weißem Onir. 7) Ein Siegelring mit einem griechischen Kopfe von gelblichem Onir. " 8) Ein antiker Ring mit Turquoisen besetzt, in der Mitte ein Onir mit geschnittenem Kopfe. 9) Ein deSgl. mit 4 Köpfen in Onir. 10) Ein desgl. mit liefgeschnittcner Gemme in braunem Onir (griechischer Kopf). 11) Ein desgl. mit einem Kopf in braunem Onir. 12) Ein desgl. mit einer ganze» Figur in weißem Onir. >3) Ein desgl. mit einem fliegenden Pferde in Onir. 14) Ein desgl. mir einem Kops von Carneol, roth. 15) Zwei italienische aniiken Ringe, silbervergoldet mir farbigen Flußsteinen. 1K) Ein Ring in Emaille mit einem Rheinkiesel; 17) Ein Ring mit Emaille mit einem Tafelstein in Silber gefaßt. 18) Ein Ring in Emaille mit 7 Rosetten. 19) Ein desgl. mit einer Rosette und 2 Rubinen. 20) Ein desgl. mit 1 Rubin und 2 Rosetten. 21) Ein desgl. mit Emaille und 9 Rubinen. 22) Ein desgl. mit 9 Granaten. 23) Ein desgl. mit Emaille und 9 Granate». 24) Ein desgl. mit 1 Granate und 2 Diamanten. 28) Ein desgl. mit 1 Smaragd und 2 Rubinen. 26) Ein desgl. mit 1 Smaragd und 2 falschen Steinen; 27) Ein desgl. mit einer großen Turguoise. 28) Ein desgl. mit einem desgl. kleinern. 29) Zwei Ringe in Emaille, jeder mit einem Amethyst. 30) Ein Ring mit einem Topas und 2 Rubinen. 31) Ein desgl. mit l Granat aus falschem Stein. 32) Ein altdeutscher iöraelit. goldener Trauring mit Thürm- chen. 33) Ein 'antiker Schmuck in Gold mit großen Rubine», bestehend aus: 1 s. g. Batzerl (Sevigno) großen Ohrringen, nebst einem Ring mir t großen Rubin und Brillanten. 34) Ein desgl. von Gold mit Rubine», bestehend aus: 1 Sevigno. woran unten eine Perle schwebend befestigt ist, und Ohrringen mit einem allen Futteral. 35) Ein Schmuck in Futteral: . Sevigne und Ohrringe. 3st) Ein desgleichen. t 37) Ein desgl. Hierbei wird bemerkt, daß diese 3 letztgenannten Schmucke theils emaillirt, theils aus Granaten, theils aus Rubinen und in Silber gefaßt sind. Auch sind, so viel ich mich erinnere, bei zweien Kreuze. 38) Ein alter Schmuck in Silber, Broche und Ohrringe, mit Steinen besetzt, in einem Futteral. 39) Ein kleines Kreuz nebst Ohrring von Gold mit Smaragd und Emaille. 40) Ein Sevigne mit Opal in Gold. 41) Ein deSgl. in Silber mit rothcm Fluß. 42) Ein desgl. mit blauem Fluß, silbervergoldet. 43) Ein desgl. von Silber: 2 Vögel mit Granaten vorstellcnd. 44) Ein desgl. von Silber mit'1 weißen Stein. 45) Ein desgl. von Silber, Vergolder, mit schwarzer Lava. 46) Ein desgl. 47) Ein desgl. 48) Zwei desgl., in Granaten jedes. 49) Ein deSgl. mit Silber und Perlen. 50) 2 antike Haarnadeln, silbervergoldet mit Smaragd und Perlen. 51) Eine Haarnadel mit Granaten und Perle», silberver- goldct. 52) Ein desgl. mit 8 Granaten. 53) Ein desgl. mit 7 - 54) Ein desgl. mit l Stein (Fluß). 55) 2 Brapeletoschnallen mit Emaillen. 56) Ein Fraueuzimmerportrair von Emaille auf Gol» gemalt. 57) Ein desgl. klein. 58) 3 Balsambüchsen von Silber. 59) Ein' do. ein Herz vorstcilend, silbervergoldet mit zise- lirter Arbeit. 60) Ein Fingeryut mit Radelbüchschen mit ziselirter Arbeit. 61) Ein Schcerchen in Etuis von Schildkröte mit Gold beschlagen. 62) Ein Stockknops von Silber mit Figuren. 63) Ein do. von Bronze, vergoldet nud mit Silber zisclirt. 64) Eine altenglische U!,r mit 3 Gehäusen und silbernem Zifferblatt, das erste Gehäuse ist von Fischhaut, mit kleinen silbernen Aägclchen, das zweite von getriebenem Silber mit Figuren, und das dritte glatt. 65) Ein kleines versilbertes Tcllercben mit Arabesken. 66) Eine Madonna i» getriebener Arbeit, mit dem ChristuS- kind mit braunem Rähmchen, inwendig mit Gold eingefaßt. 67) Ein Portrait, schwer in Silber vergoldet, auf der Rückseite einen NamcnSzug ziselin, das Portrait stellt einen Herzog Alerander von Württemberg vor, in Oel gemalt, und ist mit Tafelslei» »nd Smaragd besetzt. 68) Ein silberner Krcuzpartikel mit 4 blauen Flußsteinen,- nebst einem Rnbinfluß in der Mitte, 23 Lolh schwer. 69) Ein Kanne von Silber, vergoldet und ziselirt, mit - Deckel 44'/, Loth schwer. 70) Ein Becher in Ananasform, silbervergoldet mit einem Deckel mit einer Verzierung. In der Mitte des Bechers ist die Figur eines Mannes mit einem Beil, 22'/, Loth schwer. 71) Ein desgl., 32 Loth schwer. Letzterer Becher ist silbervergoldet mit ziselirter Arbeit. 72) Ein silbernes Zuckerscbälchen mit ziselirter Arbeit. 73) Ein «Besteck von Elfenbein mit Figuren. 74) Ein desgl. mit Hundsköpfen von Elfenbein. 116 75) Zwei Bilder in Holz geschnitten, soviel ich weiß, Buchsbaum. 76) 5 kleinere desgl. 77) Ein in Holz eingelegtes Kreuz von Perlmatter, worauf ein Christus gravirt ist, mit Silber beschlagen. 78) Ein Kreuz von Schildkröte, mit aufgelegten Perlmulterringen, unten ist ein Dreieck von Silber eingelegt. 79) Eine kleine, schwarze, hölzerne Kapelle mit Silber beschlagen, in welcher eine Madonna mit einem Christus auf dem Schooße liegend befindlich ist, von Alabaster. 80) Eine Medaille von Silber, mit einem erhabenen Brust- bilre Karl des Fünften. 81) Ein Hirschfänger oder vielmehr großer Dolch, mit einem schwarzen, mit Silber umwundenen und einem silbernen Knopfe versehenen Griffe. Die Klinge ist eine s. g- Wolfsklinge und hat eine alte Jahrszahl ans dem fünfzehnten Jahrhundert. 82) 8'/, Ellen alte Chorspitzen. 83) 4 Ellen desgl. 84) 6'/, Ellen desgl. 85) 7'/. Ellen desgl. Offenbnrg, de» 18. Januar 1841. Großh. bad. Oberamt. v. Laroch e. >(189.3) Nr. 174. W i e s l o ch. ( S ch u l d e n l i- quidation.) lieber das Vermögen des Dietrich Schäfer von Michelfeldk haben wir Gant erkannt, und wird Tagfahrt zum NichtigsiellnngS- und Vorzugsverfahren auf Donnerstag, den 11. Februar 1841, früh 8 Uhr, anberanml. Wer nun aus was immer für einem Grunde einen Anspruch an diesen Schuldner zu machen hat, hat solche» in genannter Tagfahrt, bei Vermeidung res Ausschlusses von der Masse, schriftlich oder mündlich, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte dahier anzumelden, die etwaigen Vorzugs- oder Unterpfands-Rechte zu bezeichnen, »nd zugleich die ihm z» Gebote stehenden Beweise sowohl hinsichtlich der Richtigkeit, als auch wegen der Vorzugsrechte der Forderung anzutreten. Auch wird an diesem Tage ein Borg- oder Nachlakvcr- gleich versucht, dann ein Massepfleger und ein Gläubigerausschuß ernannt, und sollen hinsichtlich der beiden letzten Punkte und hinsichtlich des Borgvergleichs die Nichterscheinenden als der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen werden. Wiesloch, den 5. Januar 1841. Großh. bad. Bezirksamt. F a b e r. sl9l.3j Schönau. (S ch u l d e » l i q n i d a t i o n.) Gegen den Nachlaß des verstorbenen Salpetersieders Michael Tho m a von Todtnau haben wir Gant erkannt und Tag- fahrl zur Schuldenliguidation auf Dienstag, den 9. Februar d. I., auf diesseitiger Amtskanzlei angeordnct. Sämmtliche Gläubiger werde» daher aufgesordert, ihre Ansprüche an den Falliten auf gedachten Tag unter gleichzeitiger Vorlage ihrer Beweisurkunden oder Antretung des Beweises mit anderin Beweismitteln, mündlich oder schriftlich, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte anzu- melden, und etwaige Vvrzugsrechie zu bezeichnen und zu begründen, bei Vermeidung des Ausschlusses von der der- maligen Masse. In der Tagfahrt sollen ferner über die Wahl eines Massepflegers und Gläubigerausschusses verhandelt, auch Borg- und Nachlaßvergleiche versucht werden, bezüglich auf welche Punkie mit Ausnahme eines etwa zu Stande kommenden Nachlaßvergleichs die ansbleibende» Gläubiger als der Mehrzahl der Erschienenen beitretend angesehen werden würden. Schönau, den 1. Januar 1841. Großh. bad. Bezirksamt. R i e d c r. fI42.3j ' Nr. 197. Kork. (Schuldenliquida- t i o n. ) Der Bürger Johann Jakob Heidt der IX. von Auenheim ist gesonnen, mit seiner Familie nach Rußland auszuwandcrn. Es werden deshalb alle diejenigen, welche aus was immer für einem Grunde eine Forderung an denselben zu machen haben, hiermit aufgesordert, solche in der auf Donnerstag, den 4. Februar d. I., Vormittags 9 Uhr, auf diesseitiger Amtskanzlei anberaumtcn Liquidationstagfahrt anzumelden und zu begründen, widrigenfalls sie es sich selbst zuzuschreiben haben, wenn ihnen späier nicht mehr zu ihrer Forderung verholfen werden kann. Kork, de» 8. Januar 1841. Großh. bad. Bezirksamt. Der Amtsverweser: Kraft. vckt. Bader, Akt. jur. f5288.3j Rr.21,172. Baden. (Aufforderung.) Gabriel Walter von hier hat bei diesseitigem Gerichte eine Klage gegen Hrn. Goold ans England eingereicht, worin derselbe behauptet, letzterer, welcher im Laufe des Sommers und Spätjahrs sich hier aufhielt, habe das Erdgeschoß seines Hauses gemiether, und zwar für den Monat um die Summe von 44 fl. , Der Beklagte soll nun namentlich die letzte Hälfte des Monats September und die Monate Oktober und November dagewohnt, und überdies vor seinem Einzug für seinen Bedienten auch im Walter'schcn Hause auf einen Monat ein Zimmer für 4 fl. gcmiethet haben. Kläger habe demnach 114 fl. zn fordern, zu deren. Zahlung Beklagter verurtheilt werden wolle. Der Gerichtsstand wird mit Hinweisung auf 8- 123 d. P. O. dadurch begründet, daß hier wegen eben dieser Forderung, bereits vom diesseitigen Gerichte, gestützt auf 8- 678 d. P. O., Arrest erkannt wurde, und ein anderer Gerichtsstand im Inland nicht vorhanden. sey. Nach Ansicht des 8- 273 d. P. O. wird, da der Aufenthaltsort des Beklagten unbekannt ist, der Beklagte andurch anfgeforderr, sich . innerhalb 6 Wochen um so gewisser auf diese Klage vernehmen zu lassen, widrigenfalls der thatsächltche Inhalt derselben für zugestanden und jede Schutzrede für versäumt erklärt würde. Baden, den 21. Dezbr. 1840. Großh. bad. Bezirksamt, v. Uria. vckt. Eisenlohr. f5355.3) Nr. 12.955. Pch i l i p ps b u r g. (Au fforderung.) Die ledige siebenzigjährige Theresia Würges von Kirrlach ist am 18. Februar d. I. mit Hinterlassung eines reinen Vermögens von 246 fl. 57 kr., worüber sie durch Testament verfügt hat, gestorben. Etwaige gesetzlicke Erben werden aufgefordert, binnen 2 Monaten ihre Ansprüche auf diese Verlaffenschaft bei diesseitiger Stelle geltend zu machen, widrigenfalls das Vermögen dem Testamentserben wird ausgefolgt werden. Philippsburg, den 16. Dez. 1840. Großh. bad. Bezirksamt, v. Jagemann. > vckt. E. Ganther. (5286.3) Nr.21,183. Baden. (Aufforderung.) Gabriel Walter von hier übergab dem diesseitigen Gerichte ein Arrestgesuch, solches auf die Behauptung stützend, Herr Go old aus England, welcher den Sommer und da; Spätjahr hier zubrachte, schulde ihm restlich einen Mieth- zins von 110 fl. Der Anspruch wird durch Produktion des Miethkontrakts bescheinigt, und die vorhandene Gefahr im Sinne des 8- 675, der P. O. dadurch, daß mit Bezugnahme aus den Mieth- kontrakt behauptet wird, die Forderung sey im Inland entstanden und Beklagter sey.notorisch ein Ausländer. Eventuell wird Sicherheit geleistet für Kosten und Schadenersatz. Zur Begründung des Gerichtsstandes wird angeführt, der Arrestbeklagte habe sich, wie es auch gerichtskundig sey, der Verfolgung seiner Gläubiger durch die Flucht entzogen. Ais Gegenstand des Arrestes wird die vom Jmpelraten zurückgelassene Fahrniß bezeichnet. Nach Maßgabe der 88- 676 Nr. 6, 678, Nr. l, 686, 687, 689 der P. ,O. wurde dem Begehren entsprochen. Indem der Jmpetrat, da dessen Aufenthaltsort unbekannt ist, hiervon auf diese Weise Nachricht erhält, wird derselbe andurch aufgefordert, in der auf SamStag, den 30. Januar 1841 , Vormittags 10 Uhr, zur Rechtfertigung des Arrestes festgesetzten Tagfahrt zu erscheinen, und sich auf das Arrestgesuch vernehmen zu lassen, widrigenfalls das Arrestverfahren gleichwohl fortgesetzt und er mit seinen Einreden gegen die Rechtmäßigkeit des Arrests ausgeschlossen würde. Baden, den 21. Dezember 1840. Großh. bad. Bezirksamt, v. Uria. vckt. Eisenlohr, Akt. jur. i (133.3j Stockach. ( E r b v o r l a d u n g. ) In der Verlayenschaftssache der am 25. April 1839 gestorbenen '.Ehefrau des Koniad Mauz von Wahlwies, Maria, geb. Stöcker, ist ih? am 27. April 1801 geborener und im Jahr 1834 nach Nordamerika ausgewanderter Sohn Philipp Manz als Erbe bethciligt. Derselbe wird daher zur Erbtheilung mit dem Bedeuten hiermit vorgeladen, daß, falls er oder seine etwaigen Nachkommen binnen 3 Monaten sich nicht melden, die Erbschaft lediglich denjenigen werde zugetheilt werden, welchen sie zukäme, wenn er oder seine etwaigen Nachkommen zur Zeit des Erbanfalls gar nicht mehr am Leben gewesen wären. Stockach, den 8. Januar 1841. Großh. bad. Amtsrevisorat. O t t. (95.3) Nr. 247. D u r l a ch. (E d i k t a l l a d u n g.) Friedrich Andreas Sch w ander von Durlach, welcher seit 22 Jahren von hier abwesend ist, ohne irgend Nackricht von sich gegeben zu habe», wird auf den Antrag seiner nächsten Verwandten aufgesordert, sich innerhalb Jahresfrist dahier zu melden und sein in ca. 204 fl. bestehendes Ver mögen in Empfang zu nehmen, widrigenfalls er für verschollen erklärt und sein Vermöge» seinen muthmaßlichen Erben in fürsorglichen Besitz, gegen Sicherheitsleistung, würde ausgefolgt werden. Durlach, den 5. Januar 1844. Großh. bad. Obekamt. Bauinüller. vckt. Schrott. fl3l.3j Nr. 181. Gengcnbach. (Konskription s p f l i ch t i g e. ) Josef Anton Hertig von Zell am Harmersbach und Theodor Schmierer von Euters- bach, welche zur Konskription pro 1841 gehören, und »eren Aufenthalt unbekannt ist, werden aufgesordert, sich binnen 6 Wochen bei der diesseitigen Konskriptionsbehörde zu stellen, widrigens sie als Resraktärs behandelt werden würden. Gengenbach, den 17. Januar 1841. Großh. bad. Bezirksamt. W a s m e r. (147.3) Nr. 354. Karlsruhe. (Konskrip. t i o n s p sl i ch t i g e.) In der Anshebungstagfahrt für die ordentliche Konskription pro 1841 sind folgende Konskriptionspflichtige ausgeblieben: Adam Georg Wilhelm Singer von hier, Loos Nr. 13; Karl Friedrich Ernst Ehr. H Burkhard von da, Loos Nr. 31; Löb Mahler von da, Loos Nr. 52; Julius Trißler von da. Loos Nr. 58. Dieselben werden nunmehr aufgesordert, sich binnen sechs Wochen von heute an um so gewisser dahier zu stellen, um sich über ihr Ausbleiben zu rechtfertigen, als sonst, unter Ausschluß mit ihrer Verantwortung, die gesetzliche Strafe gegen sie ausgesprochen würde. Karlsruhe, den 9. Januar 1841. Großh. bad. Stadtamt. v. Hennin. vckt. Flieg auf. (214.2) Nr. 45l. Gernsbach. (Aktuarsstelle zu besetzen.) Es ist bei hiesigem Amte eine Aktuarsstelle mit einem Gehalte von 400 fl. sogleich zu besetzen, indem es hauptsächlich an Aushülfe im Protokvlliren und Erpediren fehlt. RechtSpraktikanten, welche ihre praktische Laufbahn beginnen, oder rezipirte Skribenten, welche diesen Dienst zu übernehmen wünschen, werden hiermit eingeladen, sich bei dem Unterzeichneten AmtSvvrstande alsbald anzu- melden. ' Gernsbach, den 16 Januar 1841. Großh. bad. Bezirksamt. Lehl. vckt. Szuhany. Druck und Verleg von C. Mackkot, Wa^dsirafr Nr (0