Lorau«re>ahlong. Oanzjtirlich bier S ft.« tolbjjbr- kch 4 st., »mS, die Post im Gr-st- btt-ogtbllm Baden 8 st. 30 k. «ü 4 st. 13k. Karlsruher Zeiwng. Einrü ckun gigeiähr. Die gefallene Petltzcile od«, deren Raum 4 kr, Briefe und Gelder fr»»!» Nr. 22S Mittwoch, den 18 . August L8L1 Deutsche Bundesstaaten. Oesterreich. Wien, 11. August. Bei dem diesjährigen Manöver in Italien soll auch der General Erzherzog Karl, zweitgcborencr Sohn des berühmten Feldherrn, ein Brigadekommando übernehmen. — Die Vorarbeiten bei der lcmberger Flügelbahn, zum Behufe de^ Anschlusses an die Nordbahn, werden eisrigst betrieben. Ein Oberingenienr nnd mehrere Ingenieure der Nordbahn sind dahin abgegaugcn, nm die Arbeiten zu leiten, so daß man mit den Details der Vermessungen und Plane bis zum künftigen Jahre fertig seyn dürfte, worauf dann, bei dem bekannten Eifer der gallizischen Stände, welche Grund nnd Boden, so wie Baumaterialien großentheils umsonst hcrgeben und Geldvorschüsse leisten, die Ausführung sogleich unternommen werden wird. Die heilbringenden Resultate einer Eisenbahn für ein so produktenrctches, aber bisher vereinzelt stehendes Land, wie Gallizien, sind unschwer zu ermessen. — Gestern hat das hiesige Handlungshaus Thomayer, dessen Chef Vorstand des Handels- gremiumS ist, seine Zahlungen eingestellt. (S. M.) Preußen. Berlin, 11. Nug. Wiener Berichte melden uns leider, daß unser Minister des Innern, Hr. v. Rochow, auf seiner Reise nach Ischl in Wien erkrankt sey, waS den thätigen Staatsmann verhinderte, seine Weiterreise fort- zusetzcn. — Der Kaplan deS Erzbischofs v. Dunin, Hr. Wolkowsky, welcher mit dem greisen Prälaten getreulich den gefänglichen Aufenthalt in Berlin und Kolberg gctheilt, ist nun zum Domherrn von Gnesen befördert worden. — Hr. v. Dunin bietet jetzt seinen beiden Erzdiözesen Gnesen und Posen ein vollständiges Gesang- unv Gebetbuch in polnischer Sprache, 50 Bogen stark, für den geringen Preis von 10 Sgr. an. Die Druckkosten bezahlt der fromme Erzbischof aus seinen eigenen Mitteln. Die gedachten 10 Silbergroschen sollten nur das dazu nöthige Papier und die andern Unkosten decken. — Morgen geht von hier das 100 Zentner schwere Feldzelt nach Schlesien ab, welches der König zum Behufe der dort stattfindenden Manöver in der hiesigen Eisengießerei bat anser- tigen lassen, indem Höchstderselbe darin de» höheren Offizieren während der BivouakS eine große Fete geben will. Die Unkosten des gedachten kön. Zeltes belaufen sich auf 10,000 Thlr. — Unter den hier anwesenden bemerkenswerthcn Fremden befindet sich auch der Leibarzt Ibrahim Paschas von Aegypten, Dr. Cocchi, welcher bei unseren reuommirtcstcn Aerzten eine zuvorkommende Aufnahme findet. (N. Würzb. Z.) Berlin, 11. Aug. Gestern beehrte Se. Mas. der König und seine hohe Geinahlin uns nach längerer Zeit wieder mit einem Besuch; der hohe Herr war in Negierungsgeschäften hier, nach deren Beendigung derselbe den Dichter Hvf- rath Ticck, seinen Bruder, den Bildhauer, dessen Kunstgcnossen, Professor Rauch, nnd den Maler Cornelius zur Tafel bei sich sah. Es scheint dem geistvollen Monarchen Bedürfniß zu seyn, die Künste des Friedens oft um sich zu versammeln. — Am 18. kommen die hohen Herrschaften von Potsdam gänzlrch hieher und werden bis zur Abreise nach Schlesien hier im Schlosse und in Charlottenburg wohne». Dann beginnen bei Sanssouci die Vorbereitungen zu Bauten und die Parkanlagen; westlich und nördlich von Potsdam, von der branden- burger Chaussee bis weit hinüber zum Havclflnsse, bei den Dörfern Eiche, Borne und Bornstädt entstehen Baiimpflanzniigcn zum Thiergarten und der Aquädukt von der Havel nach Sanssouci wird den Park durchziehen. Das SchweizerhauS nnd das Müllerhaus zu der bekannten historischen Mühle wird abgebrochen nnd das letztere der Mühle näher wieder aufgerichket. Nach der Rückkehr des hohen Ehepaares aus Schlesien nnd Bayern wird dasselbe Charloltenburg bis zum Eintritt des Winters bewohne». — Das Fremdcnblatt weiset den Zusammenfluß der Gäste aus allen Himmelsstrichen in unserer Hauptstadt nach; neulich waren darin in zwei Tagen aufgeführt: der Oberst Truskoi aus Sibirien, der Eigcnthümcr Landson aus Australien und der llr. meck. Cocchi aus Cairo in Aegypten. (K. Z.) Berlin, 11. August. Noch immer sind die Verhältnisse unserer Zuckerfabriken und des Zuckcrhandels überhaupt ei» Gegenständ des Interesses und des Tagesgespräches. Die in den letzten Tagen der vorigen Woche etwas lebhafter gewordene Nachfrage nach Zucker hat sich wieder verloren. Sie war dadurch entstanden, daß einige mit Kolonialwaaren handelnde Grossisten die im Augenblick so sehr gedrückten Preise zum Ankauf größerer Vorräthe benützte». Ein HanS versicherte allein in diesen Tagen bei einer unserer vaterländischen Feuerasseknranzcn ein erkauftes Lager von zehntausend Zentnern. UebrigenS sind die Preise dadurch nicht hinausgegangen. Als Hauptveranlassung dieser Krisis tritt jetzt der Umstand hervor, daß sonst die Fabriken der Hauptstädte die Provinzen mit Zucker versahen und jetzt die Hauptstädte aus den Provinzen mir Zucker überschwemmt werden. So sind im Jahre 1840 bereits 23,000 Zentner Nunkclrübenzucker aus den neu entstandenen Fabriken nach Berlin gekommen. Der dadurch vcranlaßte geringe und jetzt sogar zum Theil momentan ganz eingestellte Betrieb der wirklichen Zuckerfabriken hat in der ersten Hälfte dieses Besuch in einen» türkischen »Harem. Seit meinem Aufenthalt in Konstantinopel hatte ich stets von den europäischen Damen gehört, daß die Hareme, so wie sie jetzt bestehen, unser» Erwartungen keineswegs entsprechen, und Besuche bei Len Frauen der angesehensten Paschas nur sehr wenig Interessantes darbieten. Indessen blieb mein Wunsch, selbst solch ein muselmännisches Heiligthum zu betreten, doch sehr lebhaft, unv ich ergriff mit Vergnügen vor einigen Wochen die Gelegenheit, der Sähra Hanim, Wittwe des Jsmael Pascha, und Schwiegertochter Mehcmed Ali s, aufgeführl zu werden. Unsere Gesellschaft bestand aus zehn Damen, wovon eine — Frau des Bankiers der Hanim — uns auf der Hinfahrt nach dem am europäischen Ufer des Bosporus gelegenen Arnaut-Köi einige Mittheilungen über die Gebieterin des sich nun bald unserer Neugierde erschließenden Serais machte. Die Hanim befindet sich seit einem Jahr wieder in Stambul, ihrer Vaterstadt, wohin sie aus doppelten Gründen zurückgekebrt seyn soll. Der Pascha von Acgvp- ten, der eine hohe Meinung von dem Verstand und dem suvorr knire seiner Schwiegertochter hat , beabsichtigte, sie durch ihre Verbindungen mit der Valide nnd dem Serai zu verschiedenen Unterhandlungen zu verwenden. Während dieser ihr anvcr- trauten Sendung bezieht die Sanim monatlich 100,000 Piaster, die aber wie sie sagt, kaum für den täglichen Bedarf ihres Haushaltes hinreichen. Seit 17 Jahren Wittwe, wollte sie sich nicht mehr verheiraihen, um die Gunst Mehemed Ali's nicht zu verlieren. Die zweite Ursache ihrer Ankunft wird der Besitznehmung ihres väter- Jahres in der daraus sonst erhobenen Steuer einen Ausfall von 800,000 Rthlr. bewirkt. (H. C.) Berlin, 14. August. Se. Maj. der König haben allergnädigst geruht: Allerhöchstihrem Bevollmächtigten bei der Mililärkommission am Bundestage, dem Obersten vom Generalstabe, v. Radowitz, den rothen Adlcrorden zweiter Klasse mit Eichenlaub zu verleihen. Berlin, 14. August. Unter den königl. Bescheiden auf die Petitionen der Stände der Provinz Sachsen, wie sie die heutige „Pr. StS. Zlg. veröffentlicht, lautet der in Betreff der Zuckerfabrikation folgendermaßen: O. 6. Auf die verschiedenen im Interesse der inländische» Industrie überhaupt und der Rüben- zuckerfabrikation insbesondere ausgesprochenen Wünsche, geben Wir Unseren getreue» Ständen Folgendes zu erkennen: Zu 1. Wir haben Uns bereits veranlaßt gefunden, den Handelsvertrag mit dem Königreich der Niederlande vom 21. Januur 1839, ungleichen die mit den freien Hansestädten Hamburg und Bremen wegen gegenseitiger Verkehrserleichtcrungen, resp. untcr'm "/„. Dez. 1839 und 4. Juli 1840 geschlossenen Uebereinkünfte nur unter angemessenen, auch die Besteuerung des ausländischen Zuckers betreffenden Modifikationen zu erneuern, und dieserhalb Eröffnungen an die Negierungen der gedachten Staaten gelangen lasse». Der hierauf gerichtete Antrag Unserer getreuen Stände hat hierdurch seine Erledigung gefunden. Zu 2. und 3. Ucber die Frage wegen Abänderung der auf dem ausländischen Zucker gegenwärtig ruhenden Zollsätze, so wie über den Zeitpunkt, von welchem ab eine solche Acnderung anzuordnen seyn möchte, sind Unterhandlungen unter allen zum Zollverein verbundenen Staaten eingeleitet, bei denen Wir Unsererseits auf ein der inländischen Zuckerfabrikation günstiges Resultat hinzuwirken suchen werden. Zu 4. Die Bcsteueruug des Rübenzuckers ist bereits Gegenstand gemeinsamer Bcrathung und Verein, barung unter den ZollvereinSrcgierungen gewesen, nnd das Resultat dieser Vereinbarung wird zu seiner Zeit zur öffentlichen Kunde gelangen. Zu 5. Mit der Aeusserung, daß die von einigen Seiten beantragte Feststellung der Eixgangözollsätze auf einen mehr als 3jährigen Zeitraum bedenklich erscheine, sind Wir nm so mehr einverstanden, als sich die gesetzliche Bestimmung, nach welcher der Zolltarif alle 3 Jahre geprüft und berichtigt wird, bisher als zweckmäßig bewährt hat. Anlangcnd den Antrag wegen Einziehung des ständischen Beiraths bei Erneuerungen des Zolltarifs nnd anderen auf die indirekten Steuern bezüglichen Angelegenheiten, so behalten Wir Uns vor, bei den dieserhalb statt- findcnden Vorberathungen die Stimme der Provinz insoweit zu vernehmen, als es Uns in Hinsicht auf provinzielle Interesse» angemessen erscheint, und mit den durch den Zollverein herbeigeführtcn Verhältnissen verträglich ist. Koblenz, 14. August. Heute ist Se. königl. Hoh. der Großhcrzog vou Baden mit dem düsseldvrfer Dampfbvot »Kronprinzessin von Preußen" hier ein- getroffen nnd nach kurzem Verweilen mit demselben Schiff nach Schevcningeu weiter gefahren. Jrrthümlich wurde die Ankunft Sr. königl. Hoheit am 1t. d. gemeldet. (Nh.- u. M.- Ztg.) Bayern. München, 12. August. Ein Finanzministerialreskript vom 12. August besagt, daß die Eigcnthümcr und Verleger von Zeitschriften, dieselben mögen die Redakteure ihrer Blätter selbst seyn oder nicht, wegen dieses, durch eine Gewerbskvnzession nicht bedingten, sohin freien Gewerbes der Fami- lienstcuer nach §. 6, Absatz III. des Gesetzes vom 10. Dezember 1814 unterliegen. Wenn sie besondere Redakteure haben, so unterliegen diese der Familien- steuer nach §. 6, Absatz IV. des erwähnten Gesetzes. Eigcnthümcr und Verleger von Zeitschriften, welche zugleich Buchdrucker oder Buchhändler sind, haben nebst der Fainilienstcuer^auch die treffende Gewerbstcuer zu entrichten. München, 9. August. Bekanntlich gehört der würdige, durch seine ächt christlichen und patriotischen Kanzclvorträgc bekannte Domdcchant Diepenbrock in Regensburg zu dem Kandidaten des FürstbischofssitzeS in Breslau, d. h. man bei ihm angcfragt, ob er die Wahl annehmen würde. AuS zuverlässiger Quelle weiß ich, daß seine Antwort bestimmt ablehnend ausgefallen ist, was man hier natürlich mit großer Freude (wenn auch nicht von allen Seiten mit gleich großer) vernehmen wird. (8. A. Z.) RegenSburg, 12 . Aug. Der dieser Tage im Druck erschienenen Trauerrede des hochwürdigen Hrn. Domdcchanten Diepenbrock auf den Hintritt nnserS hochw. Hrn. Bischofs Franz ch'aver v. Schwäbl rst unter der Ucberschrift: Ein Denkmal für den hochseligcn Hrn. Bischof betreffend — als Anhang Nachstehendes beigefügt: »Sc. Maj. der König haben, nach erhaltener Kunde von dem Tode des hochw. Hrn. Bischofs v. Schwäbl, in einem allerhöchsten Kabi- netsschreibcn an den königl. Regierungspräsidenten, Frhrn. v. Zu-Rhein, ck. ck. Brückenau den 20. Juli, tiefes Bedauern über diesen Hintritt und allerhöchst- dero Bereitwilligkeit auszudrückcn geruht, zu einem Denkmale für de» Hochscli- gen, falls ein solches beabsichtigt würde, einen Beitrag von 300 fl. zu zeichne», mit dem huldvollsten Beisatze: „Daß Ich der Erste bei solcher Zeichnung, soll ein weiterer Beweis seyn, wie sehr Ich ihn geschätzt habe." (N. Würzb. Z.) lichen Erbes zugelchrieben, welches nach dem Tod ihres Vaters, eines rühmlich bekannten Mollas und ihrer beiden Brüder, auf sie überging. Nun ist sie das Haupt der Familie, deren noch übrige Gliecer sie insgesammt im Palast beherbergt. Gegen 12 Uhr Mittags stiegen wir bei Arnaut-Kbi an's Land und gingen den Hügel hinan bis an die Gartenthür des auf der Höhe stehenden Kiosks, wo uns die Hanim erwartete. Nach Entfernung unserer Bedienten wurde unS durch mehrere häßliche Schwarze der Eintritt gestattet ; sie begleiteten uns aber nur wenige Schritte und zerstreuten sich bei dem Erscheinen der uns entgegenkommenden Märchen wie Gewitterwolken vor den durchbrechenden Sonnenstrahlen. Diese zehn bis fünfzehn lieblichen Gestalten in reichen, geschmackvollen Kostümen empfingen uns mit großer Freundlichkeit und geleiteten uns unter Rosen- und Jasmingebüschen in den Gartensalon, wo sich die Hanim aufhielt. Diese erhob sich bei unserm Anblick mit vielem Anstand vom Divan, begrüßte uns herzlich und knüpfte ein allgemeines Gespräch an, während die um uns beschäftigten Sklavinnen Hüte, Sonnenschirme rc. in Verwahrung nahmen. Diese Mädchen sind immer des Winkes ihrer Gebieterin gewärtig und einem Blick derselben folgt mit Blitzesschnelle die Ausführung ihres Willens. Man brachte Konfitüren, Kaffee und ein prachtpoll, s Tschibuk für die Hanim, das ihr eine schöne Georgierin auf den Kniecn überreichte. Dieses morgenlän- dssche Kleinod scheint der Hanim unentbehrlich, man wechselte es jede Viertelstunde. (Schluß folgt.) 1494 Freie Stadt Frankfurt. Frankfurt, 14 . August. Wie man hört, hat unsere gesetzgebende Versammlung in ihrer Sitzung vom 28. Juli in Betreff des Hazardspielverbots folgenden Beschluß gefaßt: „Die gesetzgebende Versammlung, wiewohl die Ansichten des Senats über die Verderblichkeit der Hazardspicle vollkommen theilend, könne jedoch dem anher gelangten Gesetzes- entwurfe (nach welchem innerhalb eines bestimmten Bezirks de» frankfurter Staatsangehörigen alle Theilnahme an auswärtigen Hazardspielen untersagt werden soll), die verfassungsmäßige Zustimmung nicht crtheilen." Ein weiterer Antrag: „Hohen Senat zu ersuchen, bei der hohen deutschen Bundesversammlung dahin zu wirken, daß in allen deutschen Bundesstaate» die Hazardspiele aufgehoben und verboten würden", wurde mit 49 gegen 14 Stimmen verworfen. (S. M.) O Frankfurt, 16.Aug. (Korresp.) Der kaiserl. österr. Gesandte am königl. württemb. Hofe, Graf v. Buol-Schauenstein ist gestern hier ringetroffen. Freie Stadt Hamburg. Hamburg, 10. Aug. Hier ist folgende Bekanntmachung des Handelsgerichts erschienen: „Nachdem abseitcn des Hin. k'iseali« in eivilibus bei'm Handelsgerichte in Gemäßheit des Gesetzes vom 2. Juni 1841, betreffend die Kompetenz des Handelsgerichts in Seesachen, beantragt worden ist: nicht nur die Anhaltung und Aufbringung der Hamburger Bark „Luise", Kapitän Boye, durch die kön. großbritannische Sloop „Grccian", Kapitän Smyth, für legal und gerechtfertigt zu erklären, sondern auch Schiff und Ladung wegen Unterstützung des Sklavenhandels zu kondemniren, evcntua- liter die Kondemnation der dem Befrachter da Costa Aguiar und den Paffagieren Gonsalvo Penna und Jose Antonio Villar, so wie Joaquim Diaz Padras zugehörigen Theile der Ladung auszusprechen und jedenfalls Schiff uud Ladung solidarisch in sämmtliche Kosten der Anhaltung, Aufhaltung und Untersuchung, so wie des Prozesses zu verunheilen, so ist darauf gerichtsseitig zum Vortrage und zur Ausführung dieser Aussprüche die öffentliche Audienz von Mittwoch, den 25. August d. I., Vormittags 10 Uhr präcise, angcsetzl worden; solches wird hiermittelst öffentlich bekannt gemacht und dabei bemerkt, wie es den Betheiligten — denen die Inspektion der Akten auf dem handclsgerichtlichen Aktuariate freistcht — unbenommen ist, in dem vorerwähnten Termine ihre Reklama, Gerechtsame und Widersprüche auf und gegen solche Anträge wahrzunchmen, an- und auszuführcn. So beschlossen im hamburgischen Handelsgerichte, den 9. August 1841." Hamburg, 9. Aug. Mit dem heute von London angekvmmenen Dampfschiff kam Syndikus Banks zurück und brachte den nunmehr von der englischen Regierung ratifizirten Traktat mit. ES soll nur ein Formfehler gewesen seyn, der die Ratifikation bis jetzt verhindert hatte. Ueber die Bedingungen verlautet nichts; indeß müssen diese, da der Traktat nun der erbgescffenen Bürgerschaft zur Mitgenchmigung vorgelegt werden muß, bald bekannt werden. (A. Z.) Hannover. Hannover, 11. August. Brieflichen Nachrichten aus EmS zufolge, lebt der Köllig daselbst in stiller Zurückgezogenheit. Se. Maj. waren bis dahin noch gar nicht unter den Badegästen erschienen und hatten das Heilwasser nicht an der Quelle, sondern in ihrem Hotel getrunken. Se. Maj. empfangen regelmäßige Depeschen aus der Residenz, und haben zur Ausfertigung dringender Antwortschreiben den KabinetSrath v. Schele und den geh. Registrator im Kabinet in ihrem Gefolge. (H. C.) Großh erzogthum Hessen. Darmstadt, 15. Aug. Unsere städtische Schuld war im Jahr 1831 bis zu der für die Gemeindeverwaltung etwas lästigen Größe von 880,000 fl. angewachsen. Der Gemeindehaushalt war dadurch in einen eben nicht erfreulichen Zustand geratheil und man fühlte einerseits das Bedürfniß einer geregelten Schuldentilgung, sowie man anderseits von der Nothwendigkeit einer verbesserten Verwaltung der Gcmeindeintraden überzeugt war. Beide Zwecke sind im Laufe des letzverflossenen Jahrzehnts auf die erfreulichste Weise erreicht worden. Es sank nicht nur die vorhin erwähnte städtische Schuld unter den Betrag einer halben Million, sondern eS wurde auch durch eine geordnete, keineswegs drückende Erhebung der städtischen Einkünfte jene Unzahl von Abgabenrückständen vermiede», welche sich in der Form von Liquidationen durch das städtische Rechnungswesen wie eine ewige Krankheit fortschleppten und blos einen imaginären Theil der Gemcindefinanzen rcpräsentirten. Von Jahr zu Jahr vermindert sich jetzt die städtische Schuld und nach einem Zeitraum von zehn Jahren, wo nicht noch früher, da andere ausserordentliche Tilgungsmittel noch in Aussicht genommen seyn sollen, dürfte wenig oder nichts mehr davon übrig seyn. Im vorigen Jahre wurden 42,900 fl. getilgt, und in diesem sind bereits 39,000 fl. weiter abgetragen worden. Trotz dieses ausserordentlichen Aufwandes zum Behnfe der Schuldentilgung, wurde die Entwickelung des Gemeinwesens nicht aufgchalte», sondern im Gcgenthcil kräftigst gefördert, wie die Anlage des neuen Friedhofes, die Erbauung des neuen große» Schul- hauscs, die kostspielige Umpflastcrung mehrerer Hauptstraßen (die Rheinstraßc allein kostete 20,000 fl.), die städtischen Beiträge zu den neuen Kasernenbauten von respektive 60,000 fl. und 25,000 fl. und mehrere andere gemeinnützige Einrichtungen unverkennbar beweisen. In Aussicht genommen ist ein neues Realschulgcbäude, dessen Bau im nächsten Jahre beginnen soll. Der innere Umbau und die Verschönerung der Hauptkirche der evangelischen Stadtgcmcinde ist ebenfalls ein fest beschlossenes Bauprojekt, zu dessen Ausführung noch in diesem Jahre, spätestens aber im Frühlrnge 1842 geschritten werden dürfte. Behalten wir Friede, woran unter den jetzigen Zeitumständeu kaum zu zweifeln ist, so wird unser städtisches Gemeinwesen zu einer Hohe der Entwickelung und Ausbildung gelangen, daß es als ein nachahmungswürdiges Muster wird be. trachtet werden können. lF I ) Belgien. Brüssel, 13. August. Der »Moniteur beige" enthält eine am 13. Juni zwischen Belgien und Dänemark zu Kopenhagen abgeschlossene und Unterzeichnete Schifffahrtsübercinkunft. Diese Uebcreinkunft ist durch II. MM. den König der Belgier und den König von Dänemark ratifizirt worden, und die Ratifikationen wurden am 6. August zu Brüssel ausgewechselt. G r o ß v r t r a n n i e » (sh. auch Beilage). * London, 12. Aug. Die „Sun" sagt, Sir R. Peel werde, dem Vernehmen nach, fast zu Tode geplagt srvorrieckj durch das Geschrei und die Aufdringlichkeiten simport unitiesj seiner stellenhungrigcn Toryunlergeordnetcn, und sey, Aktäon gleich, mit dem Geschicke bedroht, von seinen eigenen Händen zerrissen zu werden. — Dasselbe reformistische Blatt berichtet, es seycu am Freitag in Rotherham die Freunde der Reform zum Zwecke der Bildung einer "Ksrlu- ineritar)' kekorin ^««ooiationi- znsammengetreten. Statuten seyen angenommen uud ei» Ausschuß ernannt worden. — Gestern Nachmittag war, unter dem Vorsitz der Königin, Staatsrathssitzung jpriv^ 6o,moilj in Windsorschloß. Der Sitzung wohnte» bei Prinz Albert, der erste Lord des Schatzes sPremier- ministerj, die Staatssekretäre sMinisterj für das Innere und das Auswärtige, der Direktor der Staatsbaute» und Forsten, der Oberstkammerherr und der Generalkriegszahlmeister. N London, 12. August. (Korrcsp.) Kons. 89'/, gesucht. — Aus Rio Janeiro vernimmt man nnterm 16. Juni, daß des Kaisers Krönung auf den 18. Juli festgesetzt worden. — Aus Montevideo wird geschrieben, daß Lavalle eine Erpedition von 4000 Mann gegen BuenoS-Ayrcs vorbereitet. — Der englische Konsul zu Malaga hat die von einem dortigen Blatt zuerst gemeldete gewaltsame Wcgsührung von spanischen Frauen und Kindern zu Nerja durch ein englisches Kricgsfahrzeug amtlich für das erklärt, was sie auch war, eine Elfi n d u n g. Italien Kirchenstaat. Nom, 7. August. Mons. Capaccini wird im nächsten Monat aus dem Haag zurück erwartet. Dem Vernehmen nach sind die Unterhandlungen wegen der kirchlichen Verhältnisse Hollands so weit gediehen, daß deren Abschluß nichts im Wege steht. Man behauptet, die holländische Negierung habe alle Forderungen für ihre katholischen Nnterthancn bewilligt, und ein früheres Gerücht, wonach in den überseeischen Kolonien, gleich wie im Mutterlande, Bischöfe statt bloßer apostolischen Vikarien ernannt werden dürften , bestätigt sich vollkommen. Von Mons. Capaccini's Reise nach Köln hört man, daß sie erst nach seiner Zurückkunft erfolgen soll. — Als Nunzius in Lissabon wird gegenwärtig Mons. Zacchia bezeichnet, und in gleicher Eigenschaft soll der allbelicbte Mons. Marini »ach Paris bestimmt seyn. Beide sind Uditori della S. Rola. Mvnsi di Pietro, Nunzius in Neapel, soll zum Leidwesen des dortigen Hofs, der diesen Prälaten ungern scheiden sieht, nach Wien gehe», da der gegenwärtige Nunzius daselbst, Mons. Altieri, mit dem Purpur geschmückt wird. — Wir haben hier gegenwärtig eine anhaltende Wärme von 24 bis 25 Gr. R. bei Heller, heiterer Luft — eine Hitze, dre für diese Jahrszeit ganz gemäßigt zu neunten ist. (A. Z.) Oesterreichische Monarchie. Ungarn. Ofen, I.Aug. In der Generalkongregation des löblichen graner Komitats vcranlaßte eine Bittschrift der verwtttweten Fra» Marie Packh, geborne Krotky, in welcher sie die Stände bat, sich bei Sr. k. k. Maj. zu ver, wenden, daß, nachdem sic endlich von der Beschuldigung und dem Verdacht der Theilnahme an der Ermordung ihres Gatten, des Primatialarchitckten Joh. Packh, von der Scdria am 18. Juni losgesprochen und für unschuldig erklärt wurde, ihr die Kinder, von welchen sie zehn Monate lang getrennt war, aus Wien (wohin sie zu einem Bruder ihres Gatten aus Gran abgeführt wurde») zurückgegtben werden möchten, und das auf ihr Vermögen gelegte Sequester aufgehoben würde, lebhafte Debatten. Ungeachtet nun die Stände des grauer Komitats, che noch der Prozeß der Frau Packh geschloffen und zu ihrem Vor- theil entschieden war, sich wiederholt an die hvchlöbl. königl. ungarische Hof- kanzlei wegen der Rückgabe der Kinder an ihre Mutter gewendet hatten (wor, auf aber eine abschlägige Antwort erfolgte), so wurden jetzt doch von Einigen manche Zweifel erhoben, ob der Bittschrift Folge zu leisten und eine neue Repräsentation an die königlich ungarische Hoskanzlei, oder unmittelbar an Se. kais. königl. Majestät zu senden, oder die Bestätigung der Sentenz der Scdria von der kö». Tafel abzuwarten sey. Am lebhaftesten und wärmsten sprach zu Gunsten der Bittstellerin der Advokat, Hr. v. Beße, und cs wurde endlich eine Repräsentation an Sc. k. k. Majestät wegen Rückgabe der Kinder an ihre Mutter und Aufhebung des Sequesters beschlossen und abgefaßt. (Agram. Z.) Schwei;. Ueber die neuerlich in Bern angelangte Depesche des Fürsten Metternich an den Grafen von Bombelles, betreffend die aargauischen Angelegenheiten, gibt der „östl. Beobachter" folgende Andeutungen. Voraus spricht sich der Fürst darin über den jüngsten Beschluß des aargauischen großen Rathcs dahin aus: er habe wenig von der aargauischen Regierung erwartet, aber es sey noch weniger geschehen, indem von acht Klöstern, worunter vier Männer - und vier Fraucnklöstcr, nur drei der letztem, und unter diesen die beiden ärmsten und ein nach Einsiedel» gehöriges, hergestellt werden sollen, das Vermögen der übrigen übcrdem theilweise zu fremdartigen Zwecken, unter Anderm zu den dem Staate Verschiedenes. K Frankfurt, 18. Aug. (Korresp.) Die künftige Gestaltung der Direktionsverhälinisse unseres Tqeaters ist noch nicht entschiede», namentlich haben die jetzigen Direktoren — die HH. Guhr, Malß und Meck — noch nicht die städtische Konzesston erhalten; allein es ist kaum daran zu zweifeln, oaß sie die Direkrion behalten. Wie man wissen will, beabsichtigt die Direktion die größi mögliche Sparsamkeit, besonders auch im Gageneiat, ein tielen zu lasten. Der ganze Gagenetat unseres Theater» beträgt circa 100,00t) fl. jährlich, welches allerdings der jetzige» Einnahme nicht entspricht. Mit dem nächsten Frühjahr werden mancherlei Veränderungen in dem Personal unseres Theaters eintreien. Wie wir hören, wird der jedenfalls tüchtige Baritonist Pischeck uns auch verlassen, und zu seiner weitern Ausbildung wach Paris gehen. Unser Baffist Deitmer, dessen Stimme wieder frischer und kräftiger geworden, sucht auch nach einem andern Engagement und gastirt nach der Messe in Dresden und Berlin. Dem. Linbuer ist von ihrer seitherigen Krankheit so weit wieder hergestelit, baß sie heute Abend im „Glas Wasser" als Herzogin wieder aufireten kann. Mad. Frühauf befindet sich dagegen — man sagt immer leidend — fortdauernd im Bade Kronihal, bezieht aber seit einiger Zeit keine Gage mehr, da die Thealerärzte sie für spielfähig halten, die Direktion sich darauf stützt und die Mad. Hofmann für Mad. Frühauf cngagireu mußte. — Nächsten Donnerstag will Rott als „Wilhelm Teil" sein Gastspiel ans unserer Bühne beginnen. Man hatte gehofft, Döring werde zuvor einigemal spielen, allein seine Ankunft dahier hat sich verzögert. Liszt wird jeden Tag hier erwartet. Der Themserunnel wie er jetzt ist. Wenn man von London-Bridge in Sonthwark östlich die Dulle-, Vovle;-, kUr-, dien-Straße, Daclllienck, lMII-Straße, DotIiertiitI,e-,v»H bis Kotlierliitlie-Kirche und die vielen Tafeln mit der Inschrift „zum Themsetunnel" verfolgt, so sieht man bald einen runden zierlichen Schornstein, welcher hinter der Kirche emporstrebt. Dies ist der Schornstein zu der stehenden Dampfmaschine I in kotUerKitlie, welche Wasser und Erdreich aus dem Tunnel schaffte und noch Wasser heraus fördert. Es sind hier zwei Maschinen, jede nach Angabe des Maschinenwärters von 20 Pferdekraft. Hölzerne Treppen führen sie Besucher des Tunnels auf die Höhe des Schachtes und späterhin in den Grund desselben auf die Tunnelsohle. Man erhält im Wärterhänschen vie Erlaubnis, in de» Tunnel zu gehen, gegen Einlegung eines Shillings (38 kr.), ein Preis, den man in London fast allgemein für Besichtigung der Gegenstände von Kunst und Wiyenschast entrichten muß, also viel weniger, als sich die untergeordneten Aufseher -c. von jedem Fremden in die Hand drücken lassen. Es ,st ein schöner Anblick, den mit Gas hell erleuchteten Tunnel ui seiner Länge so zu betrachten, wie er jetzt ist, und die Empfindung wirv um so eindrucksvoller, als das Rauschen des Stromes auf der östlichen Seite daran erinnert, saß viele tausend Kublkfuß Wasser iu jedem Augenblick über den Beschauer wegrollen, wenn er aus der westlichen Abtheilnng trockenen Fußes eiuheischreltet. Beinahe am Ende des Tunnels befindet sich ein Mann mit dem Buche, worein jeder Fremde seinen Namen schreiben und dem Buchhalter und seinem Sohne oder Töchterlem noch einige Syillinge spenden muß, wenn er Alles genau sehen und erklärt haben will. Ausserdem wird noch eine Dnmera-obsciir» mit dem unvollkommenen Bilde des Tunnels für 13 Shill. zum Ankauf zudringlich empfohlen. Nun kann man auf das Gerüst klettern, nm den sogenannten egernen Schild mit seinen Schrauben, Bolzen, Schräubchen, Muttern, Brettern rc. genau anzusehen. Das Rauschen des Wassers ist hier sehr bedeutend, und wer den Schild genau untersuchen will, muß es sich nicht verdrießen lassen, recht naß gemacht zu werden. Die fertige Länge des Tunnels ist nun genau 1140 Fuß und es fehlen bis zum Einbrüche in den Fnßgängerschacht zu Wappjng nur noch 32 Fuß unter dem festen Lande. Der Schacht zu Wappmg wirb jetzt bearbeitet, und er bietet wegen des viele» Onellwaffers im Kiese (8l>inAle) viele Schwierigkeiten dar: so war er z. B. in einer Woche blos 2 Fuß tiefer geworden. Eine stehende Dampfmaschine von IS Pferdekraft schafft mit 1ö Zoll breite» Wollenstreifen ohne Ende, deren 4 1495 obliegenden militärischen Kosten, verwendet und durch Vorbehalte die Existenz selbst der wenigen herzustellenden illusorisch gemacht werde. Dieser Beschluß könne auch nicht dazu dienen, die katholische Bevölkerung zu beruhigen; vielmehr sey zu befürchten, daß gerade durch die ungerechte und unbegründete Unterdrückung 'der für den katholischen Kultus viel wichtigem Männerklöstcr die Besorgniß und das Mißtrauen, daß es auf eine Zerstörung des Katholizismus abgesehen sey, neue Nahrung finden werde. Oesterreich betrachte fortwährend diese Angelegenheit als eine innere der Eidgenossenschaft, aber fahre fort, wohlmeinend zu warnen vor der durch de» Radikalismus eingcschlagencn Bahn, welche nothwendig zum Abgrund führe. Die Schweiz als ein Eckstein in dem System des Gleichgewichtes unter den europäischen Staaten habe nunmehr selbstständig unv frei zu wählen zwischen dieser Bahn und der Bahn des Rechtes und der Treue an dem Bunde. Was die besondere Ansprache des kaiserlichen Hauses an das Kloster Muri betreffe, so habe Oesterreich nur deshalb dieselbe einstweilen nicht erneuert, weil der Kaiser das Vertrauen in die Tagsatzung setze, daß sie die unrechtmäßige Aufhebung dieses Klosters, gegen welches vage Verdächtigungen, aber keinerlei Beweise der Schuld vorgebracht seyen, nicht zulassen werde. Es verstehe sich, daß, wenn er sich hierin täuschen und aus Schwäche der Bundesgewalt die Aufhebung dieses Klosters fortdauern sollte, er seine aus der Stiftung hergeleiteten Privatrechte auf das Vermögen dieses Klosters und dessen religiöse Verwendung mit allen zu Gebote stehenden Mitteln so lange verfolgen werde, bis dieselben im vollsten Umfange beachtet seyen. (Basl. Z.) Aus dem nördlichen Jura, 9. August. Wenn es den Absichten des Hrn. Köchlin nach geht, so wird die Angelegenheit der basellandschaftlichen Saline zu ernsthaften Verwicklungen der Schweiz mit Frankreich führen; denn er hat der Regierung von Liestal geradezu erklärt, er werde sich «»verweilt an seine Regierung wenden, wenn seinem Unternehmen irgend ein weiteres Hinderniß in den Weg gestellt würde. Die landschaftliche Regierung ließ sich aber natürlich durch diese Drohung nicht einschüchtcrn und that, was sie nach Vorschrift des mit Hrn. v. Glenk abgeschlossenen Vertrags zu thun verpflichtet war; sie verhinderte nämlich jeden bis zu den letzten Tag wiederholten Versuch, den Aufbau der neuen Saline fortzusetzen, und ließ namentlich das alte wieder geöffnete Bohrloch verschütten. Hr. Köchlin wird in diesem Augenblick in Paris seyn und alle Mittel in Anwendung bringen, um die dortige Regierung zu vermögen, auf diplomatischem Wege zu seinen Gunsten einzuschreiten. Es ist jedoch kaum anzunehmen, daß das französische Kabinet sich geneigt zeigen werde, die Ansprüche des Hrn. Köchlin zu unterstützen, weil cs schwer ist, einzusehen, auf welchen Rechtsgrund dieselben begründet werden könnten. Es ist allerdings wahr, baß jeder Schweizer das Recht hat, auf französischem Boden Salz zu graben, allein hieraus folgt nicht, daß umgekehrt auch ein Franzose berechtigt ist, in Basellandschast Salzwerke zu errichten; denn wenn einem Kantonsaugchörigen selbst dieses Privilegium nicht zukommt, so kann offenbar ein französischer Bürger auch keinen Anspruch darauf mache». (S. M.) Vom Genfer See, 6. Ang. In dem reizenden Land, das ehemals auch den Ruf einfacher und guter Sitte hatte, in Waadt, vergeht jetzt kein Monat ohne die abscheulichsten Verbrechen und Unthaten. Kaum war ein Mädchen wegen Vatermords zu der unglaublich geringen Strafe von zwanzig Jahren Strafarbeitshaus vcrurtheilt worden, so ward in Villencuve am Leman ein anderes Mädchen von dem Wüstling erschossen, dem sie ihre Hand nicht bewillige» wollte; vor der That hatte er seine Muhme mit einem Schuß getödtet und seinen Oheim schwer am Kopf verwundet, weil sie ihm auf sein trotziges Verlangen nichts von ihrem Vermögen abtreten wollten. Als er sich nach Ermordung des Mädchens verfolgt und dem Ergreifen nahe sah, tödtete er sich selbst durch einen Pistolenschuß. — Kurze Zeit hernach wurde in einem Dorf bei Uverdu» die Leiche einer schwängern Frau gefunden mit zusammengcknebel- tcn Gliedern und einem Schuß durch den Kopf. Sie war erst vor einigen Tagen in einen Teich geworfen worden. (A. Z.) Spanien. Das revolutionäre „Eco del Comercio" nennt die Protestation der Königin Marie Christine ein aufrührerisches Pamphlet, weil sie „gegen die legitime und souveräne Autorität der Cortes" gerichtet wäre. „Gegen den höchsten Ausspruch der Cortes ist keine Berufung möglich," sagt dasselbe Blatt, welches gerade vor einem Jahre von dem Ausspruch der Cortes, die Befugnisse der Ayunia, mientos betreffend, an den offenen Aufruhr der Massen appellirte. (P.Stsztg.) Madrid, 5. August. Das Manifest in Antwort auf die Protestatio» der Königin Christine ist ziemlich schwach. Der einzige gewichtige Grund, den cs enthält, beruht auf den Widersprüchen zwischen dem marseillcr Manifeste und der Protestatio». Das Vcrhältniß der Königin-Mutter zu Munnoz ist nur schwach berührt. In Wirklichkeit aber bildete dasselbe den Hauptgrund gegen die Fortdauer der Vormundschaft, wenn die Königin Christine nicht mehr Wittwe ist. Sie hatte sich ganz mit Leuten aus der Familie Munnoz umgeben, die von ziemlich niederem Herkommen ist; eine Kamarilla, welche schlechr für die Umgebung einer Königin paßt. — In Folge der vermöge Dekrets vom 3. Aug. verfügten Reorganisation der königl. Garde soll in Zukunft die innere Pallastwache zwei Hellebardierkompagnien, jede von 100 Mann, «»vertraut werden. Die Hellebardiere werden aus der Klaffe der Sergeanten von der Linie genommen ; ihr Kommandant ist ein General. Die äussere Garde besteht aus zwei Regimentern Infanterie, je von drei Bataillonen, und zwei Regimentern Reiterei, jedes von vier Schwadronen, welche den ersten Rang bei ihren Waffengattungen erhalten. Die Offiziere, welche in Folge dieser Reorganisation zur vorhanden sind, das Wasser aus dem Schachte, und soll auch zur Erdförderung benutzt werden, während jetzt noch mit Handwinden oder Hornhaspeln gearbeitet wurde. Der Kies wird mittelst hölzerner Rinnen in Kähne geschafft, welche ihn auf der Themse zur Zementbereitung nach den verschiedenen Bauplatzen führen. Das Wasser unv der Kres werden immer aus der Mitte weggenommen, und dann oben auf das Mauerwerk neue Schichten aufgemauert, wie bei gewöhnlichen Brunnen, nur daß hier das Mauerwerk 3'/, Fuß stark ist und mit römischem Cement ausgeführt wird. In Höhen von 10 bis 12 Fuß liegt immer ein Kreuz von Balken, um theils das Mauerwerk von innen zu schützen, theils Gelegenheit zu Gerüsten rc. zu geben. Zwei solcher Balken sind als Sprengewerk verstärkt, und über diesen ruhen im Kreuz zwei andere in einer Entfernung von 6 bis 8 Fuß. Tie verschiedenen Balkenstockwerke sind ausserdem noch durch senkrechte Bolzen unterstützt. Tie Stärke des Holzes schien 10 bis 12 Zoll zu seyn. Jede 4 Schichten wird ein eiserner Reif, Zoll dick und 2 Zoll breit, mit Ankern auf die hohe Kante einge- mauert, die mit den lothrecht aufstehenden Eisenstangen ein Ganzes bilden. Aeusserlich ist eine starke Kette um den ganzen mit Cement glatt geriebenen Schacht geschlungen, und nahe über dem Boden wird der Schacht mit Fett eingeschmierr, um die Reibung an den Erdwänden soviel als möglich zu vermindern. Soviel ich sehen konnte, waren jetzt etwa 20 Fuß in der Erde und eben soviel über der Erde fertig, so daß man wohl sagen kann, er sey zur Hälfte vollendet. Das Mauerwerk wird in dem Schachte eben mir solcher Sorgfalt behandelt als im Tunnel selbst. So wie die Sachen jetzt stehen, möchte es wohl vor dem Frühjahr 1842 nicht möglich seyn, den Tunnel nur für Fußgänger zu erognen ; an die Eröffnung für Wagen aber wohl so bald nicht zu denken seyn s weil die Aushebung der beiden kreisrunden, 200 Fuß im Durchmesser haltenden Rampen, und die Gründung des zu denselben nöthigen Mauerwerks noch viel Gelb, Mühe und Zeit erfordert, wird. Hr. Brunel hat die Auszeichnung erhalten, in Sir Zsambard verwandelt zu Verfügung stehen, werden bei der leichten Infanterie eingetheilt, welche sämmt- lich drei Bataillone erhält. Die Gardeartillerie wird der Linienartillerie einver- leibt. Die gesammte Infanterie soll aus 28 Regimentern je von 3 Bataillonen bestehen; die Reiterei auS 15 Regimentern, je von -1 Schwadronen und einer Schützenkompagnie ; der blos dem Namen nach bestehende Unterschied zwischen Linien - und leichter Reiterei wird aufgehoben. Die Provinzialmiliz besteht aus 50 Regimentern, jedes ein Bataillon bildend. (S. M.) Madrid, 7. August. (Korresp.) Es heißt, die Königin Christine besitze ein Kapitalvermögen von 85 Millionen Piaster (425 Mill. Franken). — Der Redakteur des Blattes „el Huracan" ist abermals zu 2jährigcr Gefängnißftrafe, Verlust seiner Aemter und Ehrenstellen und zu den Unkosten vcrurtheilt worden. — Aus Lissabon wird unterm 31. Juli geschrieben, daß man daselbst nun bald die neuen Gesandten der 2 Großmächte, welche die portugiesische Regierung jüngst anerkannten, erwarte. Türkei und Aegypten. Konstantinopel, I.Aug. Die Pforke hat so eben die offizielle Nachricht von der gänzlichen Dämpfung des Aufstandes auf der Insel Kandia erhalten. Die noch im Aufstand begriffenen Bewohner der Gebirge von Sfakia haben sich durch einen kombinirten Angriff Mustapha Pascha's zu Lande und Tahir Pascha's mit dem türkischen Geschwader zur See genöthigt gesehen, sich ohne Schwertstreich zu unterwerfen. (A. Z.) Asien. Persien. Ein pariser Blatt erzählt Folgendes: Nach Berichten aus Persien ist es dem in Europa wohlbekannten Huffein Chan sehr schlimm ergangen. Ein Verwandter des Schahs, Ali Mirza, soll sich mit 10,000 Mann empört und der südlichen Provinzen bemächtigt haben, und der Schah hat täglich 30 bis 40 Personen wegen Verdacht des Hochverraths köpfen lassen. Bei dieser Gelegenheit wurde auch besagter Hussein Chan mit 6000 Streichen aus die Fußsohlen regalirt und dann für halb todt in einen Graben geworfen. Einem ander» Beamten, Mirza Mohammed Ali, wurde im Beiscyn deS Schahs die seidne Schnur um den Hals, gelegt, und schon steckte ihm die Zunge aus dem Halse, als der Schah ihn loszuschnüren befahl, worauf er seine Anstellung wieder erhielt! — General Damas kehrt mit allen französischen Offizieren wieder nach Frankreich zurück; unterwegs ist einer derselben ermordet worden. Die »Naval and Military-Gazette" meldet aus Ostindien: Eine sehr große Armee ist an den Gränzen des Pendschab oder in deren Stahe versammelt worden, und der Gcneralgouverneur soll beabsichtigen, durch diese Truppen nach beendigter Regenzeit das Pendschab, des wegen seiner vielen Flüsse nun bei trockener Witterung durchzogen werden kann, zugleich auf mehreren Punkten besetzen zu lassen. Wir dürfen daher in wenig Monaten Nachrichten von einem großen Zug e erwarten. _ B rr d e n. Konstanz, 8. August. Am 25. Juli, Abends 7 Uhr, kam der berühmte dänische Bildner, Thorwaldsen, hier an, stieg im Gasthof zum Adler ab, und setzte am andern Morgen seine Reise weiter fort. Unbegreiflichcrweise wurde die Durchreise des edeln Gastes hier erst bekannt, als derselbe unsere Mauern schon wieder verlassen hatte. Der große Meister hatte den hiesigen Stein- und Bildhauer LukaS Ahorn, welcher den Löwen in Luzern (das Denkmal der bei der Vertheidigung Ludwigs XVI. gefallenen Schweizergarden) nach seinem Modell vorzüglich befriedigend ausgeführt, zu sehen und zu sprechen verlangt, welchem aber wegen Ahorn's Abwesenheit nicht willfahrt werden konnte. Die hiesigen Gasthofsbesitzer scheinen das Unglück zu haben, nicht begreifen zu können, daß man auch hier die Verpflichtung erkenne: Männer, von deren Ruhm ganz Europa erfüllt ist und welche sich insbesondere so großes Verdienst um die deutsche Künstlerwclt erworben, einige Zeichen der Hochachtung darzubrtngen. (Seebl.) * Rastatt, 14. August. (Korr.) Gestern hielt der Verein badischer Medi- zinalbeamtcr zur Förderung der Staatsarzncikunde seine 7. öffentlichen Sitzung und Jahresfeier in der Aula des hiesigen Lyzeums. Zahlreich hatten sich die Mitglieder von nahe und ferne eingestellt und selbst hochbetagte Männer hatten nicht die Anstrengungen einer länger» Reise ans selbst den fernsten Theilen des GroßherzvgthumS gescheut, um mit jugendlichem Eifer einem schönen, der Wissenschaft und den edeln Genüssen geselliger Kollegialität geweihten Tage in einer Stadt zu leben, welche mit so splendider Gastfreundschaft, mit so vieler Herzlichkeit und mit so wohlwollendem Sinne den Verein empfing. Wie der Himmel heiter, so begrüßte die in Gemeinschaft in die Aula eintretenden Ver- einsmitgliedcr das ganze Kollegium der hochverehrten Herren Lyzeumsprofessoren. Hr. Lyzenmsdirektor Scbarpf empfing sofort in der Aula die eingctretenen Vereinsglicder und Festgenossen mit einer eben so herzlichen als geistvollen Rede, nachdem zuvor von mehreren Lyzeisten ein vierstimmiger Gesang vorgetrage» worden. Und nun erschien, zur freudigsten Ueberraschung aller Anwesenden, unser ehrwürdiger Loreye, die unverwelkliche Zierde der Anstalt, dessen ganzes Wesen nur reine himmlische Liebe athmet unv Liebe gibt, auf der Rednertribüne n. begrüßte mit rührenden Worten und in tief gemüthlichcr Rede mit seinem rühmlichst bekannten Redncrtalcnte die Versammlung. Der Vereinspräsident Mcdizinalrath Dr. Schneider von Offenburg, ehemaliger Zögling unseres Lyzeums, welches er nach 30 Jahren heute zum erstenmale wieder betrat, cröffnete sodann die öffentliche Sitzung mit einem festlichen Gruße und einem Vortrage über Gymnastik. Diesem schlossen sich die übrigen Vorträge de- Dr. Schürmaycr von Emmendingen und der DD. Sander von Rastatt, Gebhard von Müllhcim, Würth von Kenzingen und Müller von Pforzheim an. Ei« werde», und mp» muß gestehen, daß er nicht allein für ein so großes Werk diese Auszeichnung verdient, sondern sich ganz als Sir Jsambard zu präsentiren weiß. Die Bevölkerung ist wegen der Nähe der Hock«, nämlich der I-onckon-Hocli», >en--voclc», dem Bassin auf rem linken Ufer und den Vrnnck-vurre^ , outer- und inner-vocllu, Lommer- ci»l-0ocli8 etc., sehr dicht, besonders von Seeleuten und der ärmsten Arbeiterklasse, wovon jeder zu seiner Wohnung wohl schwerlich so viel Ouadratfuß Raum haben möchte, als der Soldat in der Feldschanze. Wer in London den gemeinen Mann in seiner ganze» Rohheit scheid will, lande nur an, Tunnel kier, gehe in den Straßen von Wapping spazieren und, wenn er durstig ist, trinke ein Glas Sodawasser, Porter oder Ale in einer Bierschenke (Tnp.). Abends sich allein nach Wapping verirren, hieße etwas viel wagen und vertrauen, weil auch die Gasbeleuchiunz hier nicht sehr glänzend ist, aus Mangel an Hauptkommunikationswegen, welche erst nördlich der I-onckon-Oock» getroffen werden. Es wird der Tunnel noch immer von Fremden fleißig besucht, obgleich die fertigen Eisenbahnen, die vielen Tunnels*) in denselben und die tägliche Vervollkommnung der Dampfschifffahrt, die technischen Anstalten, die großartigen Anlagen von Gas- u. Wasserwerken ic. dem Reisenden genug zu thun geben. Zm vorigen Zahre z. B. betrug die Einnahme für Eintrittsgeld und den Verkauf von Beschreibungen jeder Art rc. circa 10,000 Pf. St. oder 66,000 Thaler. *) Bemerkenswerth ist es, daß der berühmte Stephenson, der ältere, einen Tunnel auf der Manchester-Leedsbahn gar nicht fertig gebracht hat, so daß man jetzt in langsamem Schritt auf einer Kurve um den Berg herumfahren muß. Wenn man die Baumethode der Herren Sauer und Hümmerich bei Königsdorf gekannt hätte, würde der Tunnel auch tm Sand- und Sretngerölle ohne Zweifel fertig geworden, auch der größte Tunnel auf derselben Bahn wohl nicht eingestnrzt seyn. 1496 zahlreiches Auditorium aus allen gebildeten Ständen füllte die festlich geschmückten Hallen. Um 1 Uhr wurde die Sitzung aufgehoben und ein festliches Mahl im Gasthof zum goldenen Kreuz vereinigte jetzt über 100 Festgenoffen, dem die hochverehrten Vorstände der hiesigen hohen Stellen und eine große Zahl Mitglieder derselben, sowie die städtischen Behörden und Honoratioren anwohntcn. Den ersten Toast brachte eben so feierlich als herzlich der Vcreinspräsideut un- serm durchlauchtigsten Großherzvg Leopold, der mit einem donnernden Hoch erwidcrt wurde. Den zweiten Toast widmete im Namen ves Vereins der erste Vereinssckretär Dr. Schürmayer dem um Badens Medizinalverfaffung und Mc- dizinalanstalten hochverdienten und gerade anwesenden Direktor der Sanitätskommisston, dem Hrn. geh. Rath Dr. Teuffel. Sinnig, freundlich und festlich begrüßte Hr. Medizinalrarh Dr. Sander die sämmtlichen Festgenoffen in einem trefflichen Toaste, dem im heileren Gewoge der Gemüthcr bei ungetrübter Fröhlichkeit noch eine Menge schöner Trinksprüche folgten. Der Abend vereinigte die Vereinsglicder im Museumsgarten, wo die zarteste Aufmerksamkeit ihnen eine eben so freundliche als herzliche Abendunterhaltung bereitet hatte. Heute früh war geheime Sitzung des Vereins. Zum nächsten Versammlungs- ort wurde Neckargemünd bestimmt. Karlsruhe, 16 . August. Das heutige Staats- und Regierungsblatt, Nr. 26, enthält: I. Eine Bekanntmachung gr. Ministeriums der Finanzen vom 20. Juli, folgenden Inhalts: In Folge der landesherrlichen Verordnung vom 13. Okt. 1810, Regierungsblat Nr. 35, die Formirung der Aemter im Gebiete der fürstl. Standesherrschafl Leiningen und die durch deren Bildung sich verändernde Zusammensetzung mehrerer landesherrlicher Aemter betreffend, ist auch eine Aenbcrung rücksichtlich der durch die Verordnung vom 26. Nov. 1835, Regierungsblatt Nr. 57, bestimmten Zollverwaltungsbezirke der Hauptsteucr- ämtcr Wertheim und Heidelberg eingelreten. Der Zollverwaltungsbezirk des Hauptsteucramts Wertheim besteht nunmehr aus den großh. Bezirksämtern Wertheim, Adelsheim, Krauthcim, Gerlachsheim und aus den großh. fürstl. leiningen'schen Bezirksämtern Walldürn, Buchen, Bvrberg und Tauberbischoss- hcim; der Zollverwaltungsbezirk deS Hauptsteueramts Heidelberg dagegen auS dem großh. Oberamte Heidelberg, den großh. Bezirksämter» Neckargemüud, Wiesloch, Hoffcnheim, Neckarbischofsheim uud Ncudenau und den großh. fürstl. leiningen'schen Bezirksämtern Sinsheim, Eberbach und Mosbach. II. Folgendes mit Bekanntmachung gr. Ministeriums des Innern vom 23. Juli veröffentlichte Statut für das Blindeninstitut zu Freiburg: §. l. Die Blindenanstalt hat, wie die Volksschule für Vollsinnige, so für blinde Kinder den Zweck, sie zu verständigen und religiös sittlichen Menschen zu bilden und in den jedem Erwachsenen im bürgerliche» Leben nöthrgen Kenntnissen zu unterrichten. Ueberdies zollen die Zöglinge durch Erlernung eines Gewerbes in den Stand gesetzt werden, den nötyigen Lebensunterhalt durch Arbeit zu erwerben. 8- 2. Die Zöglinge erhalten in der Anstalt, nebst diesem Unterricht, Wohnüng, Nahrung, Verpflegung und Kleidung. 8- 3. Die unmittelbare Aussicht auf die Anstalt in pädagogischer und ötono»,sicher Beziehung ist einem Verwaltungsraty anvcrtraut. Eine besondere Instruktion bezeichnet seine Funktionen. 8- 1. Die dem Vorsteher und den Lehrern der Anstalt Vorgesetzte Dienstbehörde ist die Regierung des OberrheinkreiseS, insoweit der Verwalwngsrath nach seiner Instruktion nicht zuständig ist. Urlaub von weniger als acht Tagen ertheilt der Verwaltungsraty. 8- S. Ueber allgemeine wichtigere Anordnungen hinsichtlich des Unterrichts wird sich die Krelsregierung mu der Oberschulkonferenz benehmen, und im Falle der Meinungsverichieoenheir die Entschließung des Ministeriums des Innern einholen. 8- 6. Die ovecste Äussichtsbeyörde ist das Ministerium res Innern. 8- ?- 2» die Anstalt können die Kinder sowohl armer, als wohlhabender Eltern ausgenommen werden. Für erste» bestehen Freiplatze, deren Anzahl sich nach den jeweiligen Mitteln der Anstalt richtet. Letztere haben einen nach dem Aufwand rer Anstalt bemessenen und von der Regierung des Oberrhelnkreises von Zeit zu Zeit feslzusetzenben Beitrag für dasjenige zu leisten, was sie von der Anstalt erhalten. Die Regierung des Oberrhelnkreises wird den Beitrag folcher Zöglinge, welche zwar nicht mittellos sind, aber doch aus eigenem Vermögen oder aus Siislungs- oder Gemeinde- Mitteln nur einen Theil der Kosten ihres Aufenthalts an der Blindenau,lalt bestreiten können, verhältnißniäßig mindern. Unter mehreren Bewerbern um einen Frciplatz ist rer Vorzug jenen zu geben, für welche ihre Helmarysgemeinde sich verbindlich macht, einen Beitrag zu lesiren. 8-8. Der Regel nach sind nur vom zuruetgclegten siebenten, bis zum zurückgelegte» zwölften Lebensfahr blinde Kinder aufnahiiisfähig. Die Aufjunehmendeii müssen, abgesehen von der Blindheit, gesund und bildungsfähig sehn. 8- l>. Ausländer können nur gegen Bezahlung des vollen Beitrags und nur in so lange in die Anstalt ausgenommen werden, als es nicht an Raum für die Inländer mangelt. 8- 10. Die Aufnahme gefchieht am 1. April und am 1. Oktober eines jeden Jahrs. 8^ 11- Die Anmeldungen zur Ausnahme zahlungsfähiger Zöglinge ge,cheheu bei dem Vorstand der Anhalt, welcher, nachdem er die nöthlgen Erkundigungen eingezogen hat, die Entschließung des Verwaltungsraths einholen wird. 8- 12. Sv oft ein Freiplatz erledigt ist, erläßt der Verwaltungsraty ein Ausschreiben durch die Anzeigeblatter des Landes und setzt hiervon den Vorsteher res BlindeninililutS in Kennrniß. Die Anmeldungen um den erledigten Frei- platz gezchehen bei dem Bezirksamt, in dessen Bezirk der Bewerber seinen Woonsitz hak. Das Bezirksamt läßt durch die betreffenden Behörden diejenigen Fragen beantworten, welche durch eine besondere Instruktion werden bezeichnet werben, und tyeilt das Resultat dem Vorsteher des Blinbeninftttuts mit. Dieser legt, nach Ablauf der Aumelduiigssrisl, mit seinem Anträge die gesammelten Gesuche dem Berwaliungsraihe vor, weicher die Entscheidung der Regierung res Oberrhelnkreises über die Frage: welcher der Kompetenten einzu- berusen ist, und über gänzliche oder theilwesie Befreiung, einzuhvlcn Hai. Bei Vergebung der-Freiplätze ist nach Tyunlichkeit daraus zu achten, daß die verschiedenen Landeslheile gleiche Berücksichtigung ffnden. 8- 13. Bei der Aufnahme in die Anstalt muß der Zögling einen vollständigen Anzug und »ebstdem noch ii Hemsen, li Paar Socken oder Strümpfe und 6 Nastücher in gurem Zustande milbrtiigen. Im Kalle der gänzlichen Armnlh des Aufzunehmenden hat die betreffeiiee Heimathsgemeinde die Anschaffung auf ihre Kosten zu besorgen. 8- 14. Die Zöglinge müssen bet ihrer Aufnahme ohne Koste» für die Anstalt in dieselbe gebracht und ebenso bei ihrer Entlassung wieder abgeyolr werden. Nöthigen- faUs sind diese Kosten von der HeimaihSgemeinoe zu bestreite». 8- 15. Blinde Kinder, welche nicht nr der Anstalt wohnen, können gleichwohl an den» Unterricht gegen ein Schulgeld von 20 Gulden jährlich Theil nehmen. Weniger Bemittelte oder Arme töunen durch den Verwaltungsraty ganz oder theilwesie von die,er Zahlung befreit werden. 8- 16. Die Beiträge der Zöglinge sind vierteljährig und zwar jeweils zu Anfang des Quartals an die Kasse der Anstalt zu entrichten. 8- 1?- ^o lange die Zahl der Zöglinge 30 nicht übersteigt, werden sie gerne,n,chastlich unterrichtet. Slno mehr als 30 Zöglinge vorhanden, so soll eine Abtheilung für die jünger» und eine fvlche für die älteren Zöglinge unter Berücksichtigung ihrer Kenntnisse gebildet werben. 8- 18. Die Zöglinge bleiben in der Regel sieden Jahre in der Anstalt. Die Kreisregierung ist jedoch ermächtigt, auf Antrag des Vorstehers, die Bildungszeit um zwei Jahre zu verlängern. Ein« weitere Verlängerung findet nur mit Genehmigung des Ministeriums des Innern statt. 8-19. Der Unterricht umfaßt folgende Gegenstände: 1) Religlon. Der Unterricht wird nach den Bestimmungen der 88- 32 — 35 des Lehrplans für Volksschulen in wenigstens vier Stunden wöchentlich erlheilt. Der konfessionelle Theil des Rcl.glonsuiiterrichis wird de» Zöglingen jeder Konfession besonders ertheilt. 2) Lesen. Wöchentlich in vier Stunden. Dasselbe erstreckt sich aus die Kenntuiß erhöhter Buch,laben durch das Gefühl, aus das Zusammen- setzen dieser Buchstaben zu Shlben und Wörter» und auf eigentliche Lesenbungen, vermöge fühlbar geschriebener und gedruckter «Schriften. 3) Deutsche Sprache, in wöchentlich vier Stunden. Durch riesen Unterricht soll den Kindern Gelegenheit gegeben werden, ihre Gedanken richtig darzustellen, und Sprachfertigkeit zu gewinnen. Es ,ollen den Kinder» geeignete Stucke aus deutschen Schriftstellern vvrgele,c», erklärt und von ihnen zum Theil auswendig gelernt werden. Dabei werden die Hauptpunkte der Satzlehre und Wortbildung erläutert, jedoch nur so weil, als es zum sichern Verstanbniß des Gelesenen erforderlich ist. 4) Rechnen in vier Stunden wöchentlich. Die vier Grundrechnungsarten in ganzen und gebrochenen Zahlen werden erlernt und auf die gewöhnlichen Geschäfte des Lebens ange- wendet. Diesem Unterricht schließt sich die Erklärung der einfachste» geometrischen Flächen und Körper, so wie des gesetzlichen Maaß- und Gewichlsystems an. 5) Das Wiffenswürdigste aus der Naturgeschichte, Naturlehre, Erdkunde, Geschichte, Gesunv- yeitSlehre und Landwirthschaft wird iu wöchentlich 5 Stunden gelehrt. 6) Drucken und Schreiben mit fühlbarer Schrift wird wöchentlich in 2 Stunden gelehrt. 7) Gesang wöchentlich 2 Stunden. Der Unterricht besteht in rer Einübung der gebräuchlichsten Kirchen- melobien, geeigneter Volkslieder und mehrstimmiger Ehoralgesänge. 8) Musik. Der Musikunterricht begreift in sich die Theorie der Musik von den Kc-nnrnissen der Noten bis zur Lehre von der Harmonie und beschränkt sich in der Regel auf Klavier- und Orgel,piel. Den talentvoller» Zöglingen, welche sich zugleich durch sittliches Betragen auszeichnen, soll ausnahmsweise auch auf andern Instrumenten Unterricht ertheilt werben. 9j Zur Ausbildung res Körpers und der Beförderung der Gesundheit finden körperliche Hebungen statt. Der Unterricht im Schreiben mir dem Griffel wird nur Schülern mit ausgezeichneten Anlagen ertheilt. Al« Hülfsunierrichl finden wöchentlich zwei Stunden Tastübungen statt. 8- 20. Die Zeit, welche nicht der Erholung oder den Unierrichtsgegenstanben des 8-19. gewidmet ist, wird auf den Geiverbsunterricht verwendet. Ec erstreckt sich auf Stricken, Spinnen, Nähen, Franzenweden, Sailbandgestechie, Korbgeflechre, Seiler- und Stroharbeiten u. dergl. Es ist eine weseniliche Aufgabe der Anstalt, dahin zn wirken, daß die Zöglinge nach ihrer Entla„ung in der Lage sind, sich durch ihre gewerbliche» Fertigkeiten ihren Unterhalt zu erwerben. 8- 21. In Bezug auf Unterricht, Verpflegung und Kost findet ein Unterschied zwischen denjenigen Zöglinge», welche Zahlung leiste» und denjenigen, welche Freiplätze genießen, nicht statt. 8- 22. Die Entfernung der Zöglinge aus der Anstalt vor Ablauf der Unterrichtszeit geschieht auf den Antrag des Vorstehers, vorbehaltlich des Rekurses durch den VerwaitungSrath. Insbesondere sollen Zöglinge, die als nicht bildungsfähig erkannt werden, alsbald wieder entlassen werden. 8- 23. Das Ministerium des Innern wird von Zeit zu Zeit eine Prüfung der Anstalt a,ordnen und damit einen Kommissär beauftragen. Regelmäßig wieberkehrende öffentliche Prüfungen finden nicht statt. 8- 24. Diejenigen, welche dem Institute nicht angehören, müssen, wenn sie dasselbe besuchen wollen, die Erlaübniß dazu bet dem Vorstand des Verwaltungsraths nachsuchen. III. Eine Bekanntmachung desselben gr. Ministeriums vom 11. Juli, wornach der Sitz der bisherigen Wasser- und Straßenbauinspeklion Nheinbischofsheim nach Achern verlegt wird, und diese Inspektion demgemäß die Benennung „Wasser- und Straßenbauinspeklion Achern" anzunehmcn hat. IV. Zivildienstnachrichten: Im Frühjahr 1811 sind von der großherzvgl. Sanilätskommissivn sieben Kandidaten der Medizin, acht Kandidaten der Chirurgie und crlf Kandidaten der Gkbnrtshülse geprüft worden. Davon haben vier Kandidaten der Medizin, sechs Kandidaten der Chirurgie und sechs Kandidaten der Geburtshülfe Lizenz erhalten und zwar in folgender Ordnung: n) Zur Ausübung der inneren Heilkunst: Laver Meister von Engen, Aurel Höfle von Markdorf, Karl Honig von Schallbach, Amis Lörrach, Anton Dienst von Breisach, b) Zur Ausübung der Wundarzneikundc: ekaver Meister von Engen, Aurel Höfle von Markdorf, prakt. Arzt Anton Reidel von Tauberbischofsheim, prakt. Arzt Ferdinand Sperr von Zell im Wieseuthal, prakr. Arzt Guido Fink von Freiburg und Andreas Munding von Herowangen, Amts Psullendorf. e) Zur Ausübung der Geburtshülfe. Laver Meister von Engen, Aurel Höfle von Markdorf, prakt. Arzt Anton Reidel von Tauberbischofsheim, prakt. Arzt Ferdinand Speri von Zell im Wiesenthal, prakt. Arzt Guido Fink von Freiburg und Andreas Munding von Herdwangen, Amts Pslillendorf. V. Stellen, die zur Bewerbung bekannt gemacht werden: 1) Dlc Stelle eines Antts.- vorstands bei dem Bezirksamt Breisach. Die Bewerber um dieselbe haben sich binnen 1 Wochen bei der Regierung des Oberrheinkreises vorschriftsmäßig zu melden. 2) Die evangel. Pfarrei Auggen, Dekanats Müllycim, mit einem Kompetenzanschlag von 1616 fl. 18 kr., worauf jedoch eine Abgabe von 7768 Becher Korn, 11,652 Becher Weizen, 16,507 Becher Gerste, 7768 Becher Haber und 9762 GlaS Wein Haftel. 3) Die evangel. Pfarrer Unteröwisheim. Der Kompc- tcuzanschlag dieser Pfarrei beträgt 1202 fl. 36 kr.; cs haften aber hierauf 211 fl. 10 kr. Kriegsschulden, welche der ernannt werdende Pfarrer in angemessenen Terminen zu'bezahlen hat. 1) Die evangel. Pfarrei Hochstetten, Landdekanats Karlsruhe, mit ernem Kompetenzanschlag von 525 fl. 26 kr. 5) Die evangel. Pfarrei Heddesbach, mit einem Kompetenzanschlag von 561 fl. 1 kr., worauf jedoch eine Schuld von 109 fl. 31 kr. Hafter, welche der neu ernannt werdende Pfarrer in angemessenen Terminen zu bezahlen hat. Die Bewerber um die eben benannten 1 Stellen haben sich bei der obersten evangel. Kirchenbehördc binnen 6 Wochen vorschriftsmäßig zu melden. 6) Die Bewerber um die erledigte kalh. Pfarrei Breuben, Amis Bonndvrf, mit einem in Geld u. Naturalien dolirtcn Einkommen von 700 fl. haben sich nach Maaßgabe der Verordnung vom Jahre 1810, Rcg.-Blatt Sir. 38 Art. 2 und 3 bei der Regierung des Seekreiseö zu melden. 7) Die kathvl. Pfarrei Messelhaufe», Amis Gerlachsheim, mit einem beiläufigen Jahresertrag von 550 fl. m Geld und Naturalien. Die Kompetenten um biefe Pfarrei haben sich bei der sreiherrlich von Zvbel'schcn Grund- Herrschaft als Patron binnen 6 Wochen nach Vorschrift zu melden. 8) Das Amts- rcvisorat Borberg. Die Bewerber um diese Stelle haben sich binnen 1 Wochen bei der fürstl. ielnlngen'fchen Domänenkanzlei in Amorbach zu melden. 9) Bei der kathvl. Kircheuseklion ist die Stelle eines Registrators in Erledigung gekommen; die Bewerber um dieselbe haben sich binnen 1 Wochen bei der kathol. Kirchen- sektion vorschriftsmäßig zu melden. 10) Am Gpmnasium und der damit verbundenen höheren Bürgerschule in Lahr ist eine nj^ einem VolkSschulkandrdaten zu besetzende Lehrstelle mit einem Gehall von 506 fl. erledigt. Die Kompetenten haben sich binnen 1 Wochen bei dem Oberstudicnralh zu melden. Gestorben sind: Den 5. Juli d. I. der ordentliche Professor der medizinischen Fächer der Botanik, Dr. Fridolin Karl Leopold Spinner ,n Freiburg; den 9. Juli, der Hanplmann Arnold von der Arrillcriebrigade; den 16. Juli, Georg Friedrich Walch, ordentl. Professor der Re chtswi ss enschaft an der Universität Heidelberg. SL e u e st e St a cy r t cd r e n. Paris, 15. August. (Korresp.) Cs ist heute (Napoleonstag) ganz so ruhig, wie gestern; kein Zeichen mehr von den Napolconistcn oder Bonaparti- sten, die indessen für ihren Helden eine Messe lesen ließen. — Im Caf« de Paris wurden heute gute Geschäfte gemacht: 3proz. 77 Fr. 70 Cl. gesucht. — Vorgestern hat die Herzog!» von Leuchlcnbcrg, welche die Seebäder von Dicppe gebraucht, im Schlösse Eu einen Besuch abgestattet. London, 13. August. (Korresp.) Konsuls 89^ ä Die Flauheit an der Börse hat keinen andern Grund, als die schlechte Witterung, welche eine Mißernte befürchten läßt. Da cs an polnischen Neuigkeiten fehlt, so dreht sich jetzt die Aufmerksamkeit und die Unterhaltung um das Getreide. Viele glauben, daß in Zeit von 1 Monat oder 6 Wochen das Getreide blos 1 Shilling Zoll entrichten werde. Eö sind bereits für 1 Vr oder 2 Millionen Viertel Bestellungen gemacht worden, was eine Summe von 3 bis 1 Milk. Pf. St. zur Bezahlung erheischt._ Redigirt unter Veranttvorilrchkeii von E. Mackiot. srrrerungs- -oeooua-lung. 16.Aug. 9 Abd. 17. Aug. 6 Mg. 2 Mltt. Wind ^Bemolkg. ','licc ichi.i, k Baronl. .Temper. Keuchlkt —.... -- --a.n.in-! »nch Ä. innch piS.i mir-sl. nnch 27"11.ö s-f-12.9 s 0.83 s W' sirirb tü. Rege» Regenmenge — 1.9 Kub. Zoll. 28" 1.1 !-f-12.2 28 " 0.3 -j-18.7 0.87 0.49 Verdünstet 0.48 Zoll Höhe. ! SW' durchbr. rrüb S. ^ SW' ^interbr. Heller - fe.334.2j N.B. Nr. tl7. Karle- Staarspapiere. ruhe. ( K e l l n e r ff e l t e g e s u ch.) London, 13. Aug.. 4 U. Nachm. Konsols 69s/,. Span. Fonds, Ein sehr solider junger Mann, welcher aklw 19'/, , pass, -t'/.. ausgeschob. Schuld 9s',. Porrugies. mir den besten Zeugnissen versehen ist, Fbs. öproz. 29'/,. 3proz.18. Belg.103. Holl. öprz. Anl. I0ls„ gut Französisch spricht, ebenfalls Kenutniffe ln der englischen 2 '/,proz. 52.Dan.79. Russ. —. Neue holl. Anl.—. und italienischen Sprache besitzt, in letzter Zeit in einem Wien, 11. August. 1834er Loose 131'/,; 1839er Loose vorzüglichen Hotel in München als Oberkellner servirte, 104s/,; öproz. Metalliq. lOöV.; 4proz. 97'/,; 3proz.—; Esterwünscht in Bälde eine seinen Geschäftskennintssen angenres- hazy —; Bankaktien iö7; Nordb. 6V'/,; Mail. Essend, sene Stelle zu erhalten. Nähere Auskunst ertheilt aus —; Raaber Eisend. 79s/,. portofreie Anfrage das Kommissionsbureau von 2. Sch arp f. MitHrBeilagel ^