Beilage zur Karlsruher Zeitung Rr. 331. Donnerstag, den 2. Dezember 1841. Belgien. Brüssel, 27. Nov. In der heutigen Sitzung der Repräsentantenkammer legte der Kriegsmiuister aus das Bureau einen Gesetzesentwurf nieder, welcher für das Dicnstsahr 1842 das Kontingent auf 10,000 Mann und den Effektiv« bestand der Armee auf 80,000 Mann feststem. Der Entwurf wurde der Zentralsektion des Kriegsbudgets überwiesen. Der Minister der öffentl. Arbeiten legte einen Gesetzentwurf nieder, der seinem Departement einen Ergänzungs- kredit von 270,000 Fr. für das Dienstjahr 1811 eröffnet, und welcher für den Dienst der Benutzung der Eisenbahnen bestimmt ist. Der Entwurf wurde der Zentralscktion der öffentlichen Arbeiten überwiesen. Die Kammer nahm hierauf einstimmig (mit 52 St.) ohne Diskussion den Gesetzentwurf an, welcher die Ausfuhr der Kartoffeln und ihres Mehls bis zum 31. Juli 1842 verbietet. Der Vorschlag des Hrn. Vandenbosche in Betreff der Einführung einer neuen Besteuerungsweise wurde in Erwägung gezogen und den Sektionen zur Prüfung überwiesen. MonS, 25. Nov. Man hat bis jetzt von den 28 Leichen in der Kohlengrube St. Felix 26 aufgefunden. — Gestern Abends hatte der von Brüssel nach Jurbiffe kommende Eisenbahnkonvoi einen Unfall; 8 Wagen sprangen a»S den Schienen und 2 oder 3 stürzten um. Glücklicherweise ist die Eisenbahn an dieser Stelle dem Boden gleich und der Sturz war nicht heftig, denn Niemand ist verwundet worden. Noch glücklicher war es, daß die Kette, welche den Remorqueur mit dem Konvoi verbindet, zersprang und die aus den Schienen geworfenen Wagen liegen blieben. Jndeß mußten die Reisenden vier Stunden warten, bis alles ausgebessert war. Es scheint, daß an dieser Stelle, eine Halbe Meile vvn Soignics, das Terrain schlecht ist, cinsinkt und die Schienen zerbricht. Griechenland. Athen, 12. Nov. Nach neuntägigcr stürmischer Ueberfahrt, während welcher daS Dampfschiff Otto zweimal gezwungen war, einzulaufen, kam Ihre Majestät die Königin am 2. d. Nachts 10 Uhr glücklich in Lutraki an, fuhr mit Sr. Maj. dem König über den Isthmus, ohne Korinth zu berühren und begab sich sogleich auf die Korvette Amalie. Am 3. d. machten die Majestäten auf derselben die Reise nach dem PiräeuS, und erst am Abend desselben Tages lief daS Schiff, bugsirt vom französischen Dampfschiff, auf dessen Bord sich der französische Gesandte, Hr. v. Lagrenve befand, unter dem Donner der Kanonen dort ein. Unterdessen machten die Truppen der Garnison von Athen Spalier und das Herrscherpaar zog durch die vollbelebten Gassen gegen 7 Uhr Abends hier rin. . (A. Z.) Großd ritannien. London, 24. Nov. Die „Times" erläutert, daß das Verfahren des Ban- kierhaufeS Coutts und Eomp. gegen Lord Strangford keinen förmlichen Prozeß wider denselben bezwecke, sondern daß Se. Lordschaft blos aufgefordcrt werden solle, über den Ursprung der von jenem Hause auf seine Empfehlung als Unterpfand angenommenen falschen Schatzscheine möglichst Auskunft zu geben, damit das Haus dadurch in Stand gesetzt werde, gegen die eigentlich Bekhciligten einen Prozeß anhängig zu machen. — Dr. Bowling, der etwa 14 Tage zu Paris verweilte, ist am 23. von dort nach London zurückgereröt. Dem pariser Korrespondenten des „Giobe" zufolge hat er sich überzeugt, daß der Abschluß des vorgeschlagenen Handelsvertrags zwischen Frankreich und England jetzt entfernter als je sey. — Dem whigistischeu „Globe" wird unter',» gestrigen Datum aus der bedeutenden Fabrikstadt Nottingham geschrieben: Eine wahrhaft furchtbare Noch herrscht hier; Hunderte verschmachten auf Strohlager» ohne Speise, Feuer oder Bedeckung, und dies sind Leute, die gern arbeiten wollten, wenn sie'nur irgend Beschäftigung finde» könnten. Täglich ziehen Männer, von Hunger abgezehrt und in Lumpen gekleidet, zu zwei, drei und vier Hunderten durch die Stadt, vor sich her ein Brett, worauf in großen Buchstaben gedruckt ! steht : „Nochleidend und ausser Arbeit." Andere Haufen von 30 bis 40 schieben mit Sand beladene Karren durch die Straßen, und betteln von Thür zu Thür. Die Unterstützungsliste des Arbeitshauses enthält 3600 Namen; im Hause selbst sind 900 Arme cingezwängt. Anffer allen diesen gibt es etwa 2000 Menschen in der Stadt, die dem Verhungern.nahe find. Ueberall sicht man Dürftigkeit und Elend; der Handel ist tobt; kein einziger Fabrikant oder Meister beschäftigt die volle Arbeiter - oder Gesellenzahl. Am 24. wurde eine vom Archidiakon berufene Versammlung von Geistlichen und Laien gehalten, um sich über Mittel zur Erleichterung der Noch zu bcrathe». Man verlas einen Vorschlag des Dr. Macauley, eine große Suppenanstalt, wie in Edinburg, zu errichten, welche wöchentlich 100 Psd. St. kosten würde. Die Versammlung beschloß, gemeinsam mit einer andern Versammlung der Einwohner zu verfahren, welche der Major von Nottingham auf den 29. berufen hat. Der auf den 2. Dez. zu Derby anberaumtcn Versammlung der Kaufleute und Fabrikanten auS den mittler» Grafschaften werde» aus jeder der drei Städte Nottingham, Derby und Leiccster 100 Mitglieder beiwohnen, und wichtige Ausschlüsse ertheilt werden. In Leiccster liegen Handel und Gewerbe ganz darnieder, und die Folge» werden furchtbar seyn, wenn nicht bald Abhülfe eintritt. ^ London, 26. Nov. (Korrcsp.) Die Tories sind sehr zufrieden damit,, daß das österreichische Kabinet nün einen Gesandten nach Portugal sendet. — Die s. g. O'Conncll's-Rente hat in Dublin allein über 2000 Pf. St. ertragen. Am 23. Nov. ist der neue Statthalter von Kanada, Herr Charles Bagot, auf dem Jllustrious abgcsegelk. * London, 26. Nov. Die „Sun" berichtet, an einem Wurstlerladcn in der Nähe des Claremarkt sey ein Papier am Fenster ausgestcckt und darauf zu lesen: „Allhier bekommt man des Prinzen von Wales ächte Bratwürste zu kaufen." Italien. Kirchenstaat. Rom, 20. Nov. In unfern geistlichen Zirkeln wird ein Brief des Erzbischofs von Köln, an den Herl. Vater gerichtet und in letzter Zeit hier eingetroffen, als ein Muster des frommen Sinnes und treuester Ergebenheit gegen den heil. Stuhl besprochen. — Dr.Alertz ist vorgestern aus Deutschland zurückgekehrt, und auch an demselben Tage noch von Sr. Heil. dem Pabst empfangen worden. Von den übrigen hier cingetroffenen Fremden nennen wir de» Oberbibliothekar und Professor der Atcrthumskunde Hrn. Welckcr aus Bonn und Professor Bendemann aus Dresden. (A.Z.) Niederlande Amsterdam, 27. Nov. Se. Maj. der König hat den Generallieutenant v. Luck, Generaladjutanten Sr. Maj. des Königs von Preußen, zum Kommandeur deS niederländischen Löwcnordens ernannt. (Amst. Hbl.) Nußland und Polen. Von der polnischen Gränze, im Nov. Das System des immer enger» Anschließcns des Königreichs Polen an das große Kaiserreich durch allmähliche Assimilirung der Verfassung und der inner» Institutionen wird in konsequenter Weise verfolgt und verspricht bei dem sichern Gang des Petersburger Kabinets die gehofften Resultate. Je mehr man Polen im Süden, Westen und Norden von der übrigen Welt abschließt, desto mehr gewöhnt man das Volk, nur nach Osten zu blicken. I» allen Schulen, höher» und nieder«, ist die russische Sprache ein Hauptunterrichtsgegenstand, und zu keinem Amt wird ein Aspirant zugelassen, der nicht jenes Idioms mächtig ist. Zu dem neuen UkaS wegen der Münzregulirung wird noch festgesetzt, daß alle künftighin in polnischer Währung eiugegangeuen Verbindlichkeilen in Silberrubcln abgetragen werden können; auch sollen alle polnischen Gold, und Silbcrmünzen, die nicht zugleich den russischen Stempel tragen, umgeprägt werden. Alles Stempelpapier muß fortan mit dem russischen Wasserzeichen versehen seyn, und die Bankbillets werben nach Silberrubeln ausgestellt. Auf jedem dieser Billets steht in russischer und polnischer Sprache: die polnische Bank bezahlt dem Vorzeigcr (Zahl) Rubel Silber nach dem Gehalte zu 22"/„ rein russischen Gewichts. — Die Einführung der mvdifizirtcn Justiz dürfte sich noch etwas verzögern, indem noch Abänderungen der letzten Bestimmung im Werke seyn sollen. — Ueber das Resultat der diesjährigen Ernte gehen keineswegs befriedigende Nachrichten aus Polen ein, indem der Köruerertrag weit hinter der Erwartung zurückbleibt und gegen daS vorige Jahr um 40 bis 50 Proz. im Nachtheil ist. (A. Z.) Von der russischen Gränze, 20. Nov. Aus dem benachbarten Pole» hört man, daß die russische Regierung damit umgehe, im Königreiche Polen die russische Zeitrechnung und blos russisch gedruckte Kalender einzuführen.- Schon früher waren die Behörden verpflichtet, bei ihren Erlassen und Verhandlungen neben den Datum nnfers Kalenders das Datum des russischen Styls anzuführen. (8. A. Z.) Schweden und Norwegen. Ehristiania, 16. Nov. Die Winterkälte, die schon vor einem Monat in Upsala cingetreten war, fängt erst jetzt bei 5 bis 8 Grad allhier an, ihren erstarrenden Einfluß auszuübcn. Bisher war die Witterung mild, regnerisch und stürmisch. Erfreulich rst der Zustand des Landes eben nicht. Zwar ergab die Ernrc im Allgemeinen ein recht erwünschtes Resultat; der einzelne wird aber durch frühere Schülden gedrückt, der Handel konnte keinen Aufschwung ge« winnen, und ein fühlbarer Geldmangel ist eingetreten. Vom Auslande bedarf Norwegen gar viel, von Norwegen das Ausland immer weniger. Höchst von- nöthc» erscheint daher die Belebung der Industrie. Zu diesem Zwecke feierte die Stadt Christiansand ihr zweites Säkularfest zu Ende deS vorigen MouatS einzig und allein durch die Stiftung einer Gesellschaft z^rr Beförderung he- Ge- werbfleißes. — Drontheim steigt wie ein Phönir verjüngt und schöner auS seiner Asche empor. Hunderte von neuen, festen und wohleingerichteten Gebäuden können bezogen werben. Den ganzen Sommer über waren 2000 Handwerker und 300 Fuhrleute Tag aus Tag ein, sin unaufhörlicher Thätigkeit. Da die Erwerbsquellen der Städter keineswegs versiegt sind, weiß man nicht recht, was mit den großen Summen anzufangcn, welche die Mildthätigkeht vpu allen Seiten zur Abhülfe etngesandt. — Hier in Ehristiania ist riue allgemeine norwegische Gesellschaft mit einer eigenen Zeitschrift zur Förderung der Kleinkinderbewahranstalte» zusammengetreten. (L. A. Z.) Asien. Ein Brief aus Indien, den das londoner „Athenäum" mittheilte, gibt interessante offizielle Notizen über die Thugs, jene furchtbaren, durch Fanatismus verbrüderten Mörder und Räuberbanden. Man kann durchschnittlich annehmen, daß jährlich 2000 Menschen von den ThugS ermordet wurden. Seit dem Jahre 1822 (weiter hinauf reichen die ermittelten Data nicht) bis 1837 ist von den Thugs vor Gericht eingcstanden worden: die Ermordung von 8739 Männern und einer Frau; die Summe der dabei geraubten Beute wird zu lO Lak 51,534 Rupien angegeben. Seit 1826, wo die ersten Verfolgungen der Thugs durch die englischen Behörden beginnen, bis 1840 wurden gefänglich eingezogen 3689 Thugs; von diesen wurden 3058 als schuldig anerkannt, und theils zum Tode, theils zur Transportation, lebenslänglicher Zwangsarbeit u. s. w. ver- urtheilt; 97 wurden sreigesprochen; der Rest war theils im Gefängnisse gestorben, theils wieder entflohen. _ B ä den. * Schusterinsel, 28 .Nov. (Korrcsp.) Nun kann ich Ihnen mit Gewißheit melden, daß gestern Nachmittag 2 allerliebste Dampfschiffchen auf dem Canal du midi in Großhüningen angekommen sind, die nach Aussage der darauf befindlichen Personen, Maschinist rc., für de» Neckar bestimmt seyen. Sie sind nach Art der Adler des OberrheinS,. aber bedeutend kleiner, auf dem Verdeck eine kleine Gallerte und in de» Kajüten sehr elegant; ich habe mich nach der Abfahrt erkundigt und erfahren, daß 3 Tage zu ihrer Herrüstung nöthig seyen, daß sie dann den ersten Tag nach Straßburg und den andern nach Mannheim fahre» werden, so daß sie also, wann kein unvorhergesehenes Hinderniß eintritt, allenfalls Freitag Nachmittag die Brücke bei Knielingen passiren werden, wo Sie selbst Einsicht davon nehmen können. — Morgen geht eine Deputation von Lörrach, bestehend aus den Herren Nikolas Köchlin, Buchhändler Gutsch und Altbürgermeister Hägeli», nach Karlsruhe , um Sr. königl. Hoheit dem Groß« Herzog eine Petition zu überreichen - in welcher der Wunsch um AuSmündung der Eisenbahn in Lörrach ansgedrückt, was allerdings für dieses jung aufstrebende Stäbchen eine Lebensfrage ist. Einen angenehmen Eindruck hat hierorts die Verleihung des Zähringer Löwcnordens an den verehrten Bezirksamtsvor- stand in L. gemacht, die gestern bekannt wurde. * Zell bei Offcnburg, 29. Nov. Die heute stattgehabte Weinversteigerung auf dem Abtshof hat viele Liebhaber ungezogen, sie ergab folgendes Resultat: 1832 weißer kam auf 36 fl-, 1834 weißer auf 40 fl- 54 kr.s, 1835 weißer 36 fl., 1838 weißer 25 fl-, 1840 weißer Bcrgwein 36 fl., 1840 rothrr Bergwcin 60 fl. Die 184 Ir fanden wenig Liebhaber und gingen zu niederen Preisen ab. Redigier netter Berantworllichkeir von C. Macktol. 2156 fl>.760.31 Mannheim. Einladung zur Summission. Zinn Behufe de- hiesigen Ketlenbrückenbanes find folgende Hölzer erforderlich und in den bezeichne«» Zeiträume» « liefern. I Bis Mitte Februar 18L2. Tannenholz, nach Langen, wie es auf dem Wasser vorkommt: 1) 56 Stück 65r Balken, 10 bis 11 Zoll neubavischen MaaßeS im Mittlern Durchmesser; 2) 24 „ 60r ,, 10 bis 11 „ ,, „ ,, 3) 22 ,, 60r ,, 10 bis 11 ,, ,, „ », 2 ,, 40r ,, 8 ,, ,, ,, „ 5) 20 ,, 30r ,, 9 „ ,, ,, ,, 6) 40 ,, 30r ,, 8 ,, „ „ ,, 7) 80 ,, 30r ,, 6 bis 7 ,, „ ,, ,, 8) 332 zöllige Bord, 13 Fuß neubad. lang, 1 Fuß neubad. breit. 9) 2l8 ^zöllige ,, 19^ „ „ ,, 1 „ 10) 8428 Quadralfuß Lzöllige Dielen, 21*/, Fuß neubad. lang, S Zoll und darüber breit. 11) 1744 laufende Fuß Latten, 3 Zoll neudad. breit, 2 Zoll neubad. dick. II. Bis Ende April 1842. Eichenholz, nach veubadischem Maaße: 12) KK Stück Pfähle, 20 Fuß lang, 15 Zoll im mittler» Durchmesser. 13) 9840 Quadralfuß -zöllige Planten, in Längen von 2V Fuß 1 bis 2 Fuß breit, b. Föhrenholz. 14) 42 Stück Pfähle, 30 Fuß lang, auf 20 Fuß vom Stammende 15 Zoll Durchmesser. 15) 224 ,, ,, 30 „ ,, ,, 20 ,, „ ,» 12 ,, ,, III. Bis Ende Juli 1842. Eichenhölzer, nach neubadischem Maaße. 16) 131 Stück Tragbalken, 30 Fuß lang, 14 Zoll Durchmesser am Spitzende. 17) 10,962 Ouadraifuß -zöllige Planken, in Langen von 18 Fuß 1 bis °2 Fuß breit. 18) 10,388 ,. 3'/,Mige „ „ „ „ 13'/, F., 18 F., 22'/, F. oder 27 F., 1—2 F. breit, 19) 5906 „ 3zöuige ,. „ „ „ 5 Fuß 1 bis 2 Fuß breit. 20) 1158 laufende Fuß Schwellenhölzer, in Längen von 13'/, Fuß, 18 Fuß, 22'/, Fuß oder 27 Fuß. 5 Zoll breit, 1 Fuß hoch. 21) 1158 ,» „ Balken, in Längen von 18 F., 22'/, F. oder 27 F., 8'/, Zoll breit, 13'/, Zoll hoch. 22) 6 Stück Ballen, 8 Zoll breit,'1 Fuß hoch, 18 Fuß lang. Die vorgenannten Hölzer sollen im Wege der Snmmisfion, der im Wesentlichen folgende Bedingungen unterlegt sind, vergeben werden. 8. 1. Keine andere, als durchaus gesunde, fehlerfreie Hölzer werden in die Lieferung ausgenommen. 8-2. . . Di« sub 1 bis inclusive 7 und sub 12, 14, 15 und 16 aufgeführten Stämme muffen auf die ganze Länge gerade sehn. Ebenso müssen die sub 10, 13, 17, 18 und 19 bezeichne«» Hölzer auf ihre ganze Länge gleiche Breite haben. 8- 3. Die und 17, 19, 20 und 22 aufgeführten Hölzer müssen splintfrei und ohne Wohnkanten geliefert werden; dagegen dürfen die and 13, 18 und 21 eine, jedoch höchstens 1'/, Zoll im splintfreien Holze drei«, Wohnkante haben. 8- 4' Die Ablieferung geschieht in der Nahe der Baustelle. ^ 8- 5- D« Zahlung erfolgt am Tage »ach der Ablieferung des für untadelbaft erkannten Holzes. Lieferungslustige wolle» ihre Summissionen für einen größeren oder kleineren Theil der Hölzer spätestens bis zum 12. Dezember d. Z. unter Angabe des Quantums, wozu sie sich »erpstichten, anher rinreichen; die näheren Bedingungen liegen auf hiesigem Nachhause zur Einsicht vor. , Mannheim, den 20. November 1841. Bürgermeisteramt. , I o l l h. , vckt. C h i m o. Montag, den 13. und Dienstag, den 14. Dez. b. I., Morgens halb 9 Uhr, nachbesagtes Bau- und Brennholz öffentlich versteigert werben, als: 6 Stämme Eichen, Bauholz, 33'/, Klafter buchenes Scheiterholz, 48 - tanneneS dv. 16 - buchenes Prügelholz, 144 - gemischtes do. und 14 Loos - Reisholz. Die Zusammenkunft ist am ersten Tag zu Bürbach am Nachhalls, und am zweiten Tag zur »bgedachten Stunde in Frauenalb. Karlsruhe, den 30. Nov. 1841. Großh. bad. Aorstamt. Fischer. fv.89l.3j Sinsheim. (Wern- und Faßversteigerung.) Ander Verlaffenschaft der verstorbenen Vafil ü a u m a n n's Wiltwe dahier, werden Dienstag, den 7. Dez. d. I., Vormittags halb 9 Uhr, in der Wohnung der Verlebten folgende reingehaltene Weine gegen baare Zahlung öffentlich versteigert: 900 Maas 1850 - 1834er, 1838er, 400 - 1839er, 3470 - 1840er, 1060 - 184ter, sodann f 0.794. 1j Karlsruhe. (^knLci^e unck LmpkedlunA.) Öio kerle äes Maeassur- Oels, eie» verbesserte» und nun erst vollkommenes vegetabili- sckes krockukt, welches einaiA null allein «len Haarwuchs aut eine merkwürckiA« Weise eraeuKt null wiecker beratet«, wie auch «las Wacdsthum cker Uartbaare unck ^ku- xendraunen deköräert; außfielck verhindert es bis rum spatesten -KIter ckas Ausfallen un<1 LrKrauen cker Haare unck wackt überaus woicblockiA unck xlanrenck. Sei lrisirten Haaren erbalt es ckle k-ocken sowohl bei keucktem Wetter, als bei m Tanren unck Kelten. Kür Hainen, welche ckiin- nss ocker kurre» Haar bade», unck lur Kincker ist es un- scdatrdar, ck» es cken l-runck ru einem scdünen ». vollen Haarwuchs lext, unck ckabei ruxleick ckas »nKenebmste karküm Kewadrt. kreis 3 8b. enxl. (30 8xr.) — 1 kr. 1b. 6t. «cker 1 Karau- ckieses 17 Stück weingrüne Faß von 3 bis 18 neue Ohm haltend; wozu verehrliche Liebhaber eingeladen find. Sinzheim, im Amt Baden, den 1. Dez. 184l. Bürgermeisteramt. I. Rheinboldt. ' fv.873.3j Nr. 22,778. Ettenheim. (Diebstahl u n d F a h n d u n g. ) Zu Anfang dieses Monats wurde einem Fuhrmann auf der Landstraße zwischen Kippenheim und Alrdorf in der Nähe des letzter» Ortes der hier unlen beschriebene Mantel von der unten dem Wagen befindlichen Pritsche entwendet. Der Mantel ist von dunkelblauem Tuche, das Fntier, so wie die beiden Innern Seitentaschen, von Barchent; er hat einen überlegten und einen zweiten längern bis über den gestreckten Arm reichenden Kragen. Der Mantel wird am Halskragen mit einer überzinnten Schnalle und einem aus runden Glaichen bestehenden Kettchen von demselben Metalle geschloffen, hak vorn herunter etwa vier mit Tuch überzogene Knöpfe und etwas unter diesen Knöpfen ist auf der einen Sei« ein wieder zusammengenähler Riß von etwa '/, Zoll, eben so ist er oben am Schluffe geflickt. Der Werth desselben wird auf 22 fl. angegeben. Wir machen diesen Diebstahl behufs der Fahndung hiermit bekannt. Ettenheim, den 28. No». 1841. Großb. bad. Bezirksamt. F i n g a d o. vckt. Weilt, Akt. jur. fv.747.2j Stuttgart. (Assocre- fl>.874.1j Nr. 18,140. Walldürn. (Fahndung.) gesuch.) Ein nach Körper und Geist gleich Joseph Anton Fieger von Bretzingen hat sich eines Lederkräftiger, äusserst gewandter und rastloser Fabri- Diebstahl« »ringend verdächtig gemacht, und sich rec Unter- 6. 45 kr. ckie klnscbe, wotür ckle Wirksamkeit tirl - vel wirck. LuAleicb wirck »der sodr gebeten nlclfi: mit kowlnnck's Nnenssur-Oel nu verwechseln. Oil Io Oolour, xrnue «cker rotbe Haare, Karte etc. braun ocker scbwarn nu kärden. kreis 35 8Zr. ocker 2 ll. 3 kr. ckie klascbe. Wir baden ckie Herren 8tol1 Sb Oomp. in Naunderi» unck Herrn 6. kraunwartb i» Karlsruke nu kauptaxenten ernannt, wo obiKe Kexenstäucke »Hein äckt nu haben slnck. k Lack in Qollckon. (0.838.2) London. (Anzeige.) Den durch Hrn. Karl Helmle in Karlsruhe bisher geführten Verkauf meines Macaffar- öls, Kalydors, und Lsseuoe'ok habe ich, wegen Eingehung des Geschäfts von Hrn. Hel mle, dem Hrn. Friseur Wolfs, Schloßstraße Nr. 4, übertragen, und sind diese Fabrikate bei Niemand sonst in Karls' ruhe acht zu haben. Nr. 20, Hatton Garden in London fv.74l.3j Karlsruhe. (Offene L e y r l i n g S st e l l«.) I» einem gemischten Handelsgeschäft wird im Laufe res Monats Januar künftigen Jahres die Stelle »ine« Lehrlings offen. Nähere Auskunft ertheilt das Kontor der Karlsruher Zeitung. kant. gewisser, meistens zu den unentbehrlichen Bedürfnissen gehörender Artikel, die nicht nur in allen Zoll- «ereinsstaaten, sondern auch in Belgien, Holland rc. reißenden Avgang finden, wünscht, um seinem Geschäft eine, diesen Verhältnissen angemessenere Ausdehnung geben zu tonnen, einen Affocie zu finden, der eine Summe von etwa 50,000 fl. einzuwerfeu im Stande wäre. Begründet ist diese Fabrik in dem Königreich Württemberg, und was den Reinertrag derselben betrifft, so läßt sich mittelst einer mehrjährigen Durchschnittsberechnung beweisen, daß er von einer solchen Größe ist, wie man ihn nicht leicht bei einer ähnlichen Unternehmung finden wird. Näheres auf Dibold's öffentlichem Bureau. Der Vorstand: Kammerrevisor D i b o l d. fv.737.9j Kolmar. (Gasthof zu verlausen.) Der wohlbekannte Gasthof zu den Zwei Schlüsseln Kolmar (Oberrhein) ist gegenwärtig zu verkaufen Herr Rieffenach, Vater, welcher renselben nach dem kürzlich erfolgten Tode seines Sohnes wieder angelrcten, um den alten Ruf des Hauses zu erhalten, wird dem sonst liden Käufer annehmbare Bedingungen machen. Das Haus wird entweder mit oder ohne die Mobiiien verkauft, sich portofrei an Herrn Rieffenach zu wenden. f0.804.2j Karlsruhe. (Anzeige und Empfehlung.) Ich mache hiermit die Anzeige, daß ich mein Geschäft am 23. April d. I. käuflich dem Herrn Konra- din Haagel abgetreten habe, welcher es unter seinem Namen und für seine alleinige Rechnung fortführen wird. Ich danke für das mir bisher geschenkte Zutrauen, und bitte, solches nunmehr auf meinen Nachfolger übertragen zu wollen. C. Leop. Döring. Ich beziehe mich auf die voranstehende Anzeige des Herrn Leop. Döring, und habe die Ehre, meine Geschäft- freunde zu benachrichtigen, daß ich dessen seil dem 23. April d. I. käuflich an mich gebrachte Spezerei-, Färb-, Quin- calllerie-, Parfümerie« undBlumenmaterialienwaarenhand- lung für meine eigene Rechnung unter der Firma, Konra- din Hsaget, Nachfolger von C. Leop. Döring, in der bisherigen Ausdehnung forlführe, ich bitte daher, das demselben geschenkte Zutrauen geneigtest auf mich z» übertragen und gebe dabei die Versicherung, daß ich mich desselben würdig zu machen stet« bestreben werde. Konradiil Haagel. f 0.899.3 j Karlsruhe. (Bau-undBrenn- holzversteigeruug.) Durch Bezirksförtzer Ta « lor wirb aus der Domänenwaldung, Mittelberger Forsts, bis suchung durch Entfernung von der Heimath zu entziehe» gewußt. Indem wir das Signalemenr des Joseph Antoa Fieger beifügen, ersuchen wir sämmtliche Behörden, auf diesen Burschen zu fahnden, und uns denselben auf Betreten anher einliesern zu taffen. Signalement. Alter, 23 Jahre. Statur, untersetzt. Gesicht, oval. Haare, braun. Stirn, nieder. Augenbraunen, braun. Augen, blau. Nase, stark. Mund, gewöhnlich. Zähne, gesund. Kinn, rund. Bart, rötylich. Walldürn, den 27. Nov. 1841. Großh. bad. f. l. Bezirksamt. S t e > n w a r z. fv.896.3j Nr. 14,492. Laden bürg. (Aufforderung und Fahndung.) Dragoner Michael S i e- gel von Ladenburg, welcher unterm großh. Dragonerregi- ment Markgraf Marimilian Nr. 1 sieht, har sich unerlaubter Weise aus der Garnison Bruchsal entfernt. Derselbe wird anfgeforvert, sich binnen 6 Wochen dahier oder bei dem Regimentskommando um so gewisser zu stellen, als er sonst als Deserteur behandelt und die gesetzliche Strafe gegen ihn erkannt werden wird. Zugleich werden rie Polizeibehörden ersucht, den Michael o- Siegel auf Betre^n anher abzuliefern. Labenburg, den 14. Nov. 1841. Großh. dad. Bezirksamt, v. Dürrheimb. vckt. Länger. fv.846.tj Nr. 23,433. Durlach. (Entmündigung.) Die ledige Katharina Weingartner von Wöschbach, wurden durch diesseitiges Erkenntniß vom 17. d. M. wegen Geistesschwäche entmündigt. Dies wirs mit dem Ailsügeil zur öffentlichen Keunlniß gebracht, daß Michael Lenz von da zum Pfleger der Entmündigten bestellt worden ist. Durlach, den 26. Nov. 1841. Großh. bad. Oberamt. B a u m ü l l e r. fv.602.3) Nr. 28,519. Oberkirch. (Entmündigung.) Der ledige und volljährige Joseph Müller von Fernach ist mir Bezug aus L.R.S. 499 der Verwaltung seines Bermögens enthoben, und ihm in der Person seines früher» Vormünder« Michael Müller von dort ein Beistand verordnet worden, ohne dessen Mitwirkung er keines von den in dem angegebenen L.R.S. aufgeführten Rechtsgeschäften gültig vornehmen kann ; was zur öffentlichen Kennr- niß gebracht wird. Oberkirch, den 4. Nov. 1841. Großh. bad. Bezirksamt. Jüngling. vckt. Kies. Druck uud Verlag vo» C Macklot. Waldstrabe Nr 10.