Z «läge zu Nr. 88 der Karlsruher Zeitung. Sonntag, 7. April 1867. Deutschland. S Berlin, 4. Apr. Wie verlautet, sind einige von den schon früher in Ausficht gestellten Berufungen zu höheren Berwaltungsämtern nunmehr vollzogen. Der Präsident Möller in Kassel, welchem bereits vor mehreren Wochen Oberprästdialbefugnisse für die Regierungsbezirke Kassel und Wiesbaden übertragen wurden, ist jetzt zum Oberpräsidenten ernannt worden. Dabei bleibt aber die definitive Abgrenzung des neuen Provinzialverbanbes noch Vorbehalten. Zur speziellen Verwaltung des Regierungsbezirks Kassel wird dem Oberpräsidenten ein Vizepräsident betgegeben. Der hiesige Polizeipräsident v. Bernuth hat an Stelle des Hrn. v. Möller das RegierunaSpräsidium in Köln erhalten, während der Landrath v. Wurmb zum Polizeipräsidenten v. Berlin ernanntist. — Wenn die Reichstags-Verhandlungen in ihrem jetzigen raschen Fortgang zu Ende geführt werden, so ist anzunehmen, daß der preußische Landtag zur Genehmigung der norddeutschen Bundesverfassung bereits im Monat Mai zusammentreten werde. Noch ist nicht ausgemacht, wo das Abgeordnetenhaus in dieser vermuthlich sehr kurzen Session seine Sitzungen halten werde. In dem Sitzungslokal dieses Hauses finden schon seit einigen Wochen Erweiterungsbauten statt, um für die Herbstsession zur Aufnahme der Vertreter der neuerworbenen Landestheile die nöthegen Plätze zu beschaffen. Berlin, 4. Apr. Da eine allgemeine Reform der Münz-, Maß-und Gewichtsverhältnisse im Norddeutschen Bunde für die nächste Zeit in Aussicht steht, so wird die preußische Regierung, wie die „Kreuz-Ztg." hört, davon Abstand nehmen, in den neuen Landestheilen Preußens für jetzt noch eine Aenderung dieser Verhältnisse' eintreten zu lassen, außer daß in den Aichungszeichen allerdings die frühern dortigen Landesstempel durch den preußischen Adler zu ersetzen sind. — Der Plan einer Erweiterung Magdeburgs ist wieder ausgenommen worden; es geschieht dies im Anschluß an die Anträge der Stadtvertretung von Magdeburg, sowie mit Rücksicht auf die Vorschläge der betreffenden Eisenbahn-Direktionen. — Die Filiale der Preußischen Bank in Osnabrück wird, wie nun seststeht, ihre Geschäfte am 15. April beginnen. Türkei. Konstautinopel, 23. März. (Triest. Ztg.) Die kretischen Abgeordneten, nach der amtlichen „Turquie" 33 an der Zahl, von denen 14 Muselmänner und 19 Christen, wurden am 20. vom Sultan empfangen. Derselbe hielt eine viertelstündige Ansprache an sie, worin er zuvörderst die Versicherung erneuerte, daß er Allen, die sich durch strafbare Aufwiegelungen zum Aufstand verleiten ließen und ihre Verirrung bereuen, vollstänoige Amnestie gewähre. Durch die Ereignisse auf der Insel tief betrübt, hoffe er, die Einwohner würden ihr wahres Interesse erkennen und, auf die großherzigen Gesinnungen der Regierung vertrauend, sich fortan der Entwicklung ihrer materiellen Interessen wivmen. Mein heißester Wunsch ist, setzte der Großherr hinzu, alle meine Unter- thanen ohne Unterschied der Religion in gleicher Weise unter meinem Szepter die Wohlthalen genießen zu sehen, womit meine Regierung sie zu überhäufen wünscht. Hierauf kündigte der Sultan den Abgeordneten an, es sei eine Kommission ernannt worden, welche die geeigneten Mittel ausfindig machen soll, um den durch den Krieg hervorgerufenen Ueöeln abzuhelfen und das Gedeihen der Insel zu fördern, und daß sie ungeladen seien, dieser Kommission die erforderlichen Nachweisungen zu geben. Einer der christlichen Abgeordneten, Namens Crudaraki, drückte im Namen seiner Genossen die Gesinnungen der Dankbarkeit und Treue aus und äußerte die Hoffnung , daß seine Mitbürger, sobald sie die ihnen zu Theil gewordene huldreiche Aufnahme erfahren, ebenfalls zum Gehorsam zurückkehren würden. — Der in Aussicht gestellte Reformplan soll noch vor Ende März veröffentlicht werden. Das Recht des Grundbesitzes für Fremde ist darin enthalten, aber an die Bedingung geknüpft, daß zwar die Eigen- thümer wie bisher unter dem Schutz der Kapitulationen bleiben, ihr Grundbesitz dagegen der türkischen Gerichtsbarkeit unterworfen sei. Hl Konstanz, 2. Apr. Beim Schwurgericht wurde gestern unter dem Vorsitz des großh. Kreisgerichtsraths Sauerbeck verhandelt: die Anklage gegen den flüchtigen, 45 Jahre alten, verheiratheten Fabrikanten und Handelsmann Valentin Kämmerer von Triberg wegen boshafter ZahlungSflüchtigkeit. Die Staatsbehörde war vertreten durch den grobh. Staatsanwalt vr. Kern von Villingen, und als Vertheidiger funktionirte Hr. Anwalt Welte. Der Angeklagte besaß in Triberg eine Ketten-, Draht- und Stiftensabcik. Im Monat Mai v. I. erließ derselbe ein Zirkular an feind Geschäftsfreunde, worin er sie dringend zur Zahlung aufsorderte, und in Folge dessen gingen etwa 9000 fl. ein. Sodann machte er Einkäufe und Bestellungen von Gegenständen, welch« mit seinem Fabrikationsgeschäft in keinem Zusammenhang standen. So bezog er von Benkiser u. Komp, in Pforzheim für 1893 fl. und von Gottlob Maier daselbst für 402 fl. Bi- jouteriewaaren und von 2 Uhrenhändlern von Triberg für 450 fl. Uhren. Mit diesen Gegenständen, sowie mit baarem Geld im Betrag von 8960 fl. und von Wechseln im Werth von 8614 fl., ferner noch mit Silbergeschirr im Werth von 100 fl. entfernte sich der Angeklagte Ende des Monats Mai v. I., und von Hamburg aus schrieb er, daß seine Vermögensverhältnisse ihn zu dem Entschluß gebracht hätten, nach Amerika zu gehen und dort sein Glück zu versuchen. Im Monat Juni wurde über das Vermögen des Angeklagten Gant erkannt. Bon den G.schwornen ymrde das Schuldig ausgesprochen, woraus eine Vecurtheilung zu 6 Jahren Zuchthaus oder 4 Jahren Einzelhaft erfolgte. Hiemit endigte die Schwurgerichts. Sitzung für das erste Quartal dieses Jahres. <2, Mannheim, 3. Apr. Unser Hoftheater befindet sich gegenwärtig für Besetzung manchen Rollenfachs im Zustande des Hangens und Bangens, eigentlich des Nothbehelses, und dieses gerade in hervorragenden Rollen. Für den langjährigen Heldenbaryton, den abgegangenen Stepan, ist zwar theilweisec Ersatz cingetreten, aber manche Opern — z. B. Tell u. a- — werden auf längere Zeit zurückgelegt werden müssen. Der seit mehreren Monaten auf der Kranken- list- befindliche Baß, Hr. Becker, ist zwar dieser Tage in Lortzing's .Waffenschmied' wieder ausgetreten und von den Zuhörern freundlichst und ermunternd ausgenommen worden; allein Jedem drängte sich doch die Ueberzeugung auf, daß ein schweres Leiden der Stimmorgane noch vorliege, dessen baldige Hebung wohl nur frommer Wunsch bleiben wird. Noch schwerer lastet auf der Oper der nahe bevorstehende Abgang der Frau Mtchaölis-Nimbs, für welche zwar nach kurzem Gastspiel Frln. Hansen, eine stimmbegabte Anfängerin, wie wir hören, gewonnen ist; ob aber sie und Fräul. Reiser, der jüngst erst gewonnene Sopran, für das Rollenfach, namentlich da« klassische, der scheidenden Sängerin auS- reichen werden, ist mehr als fraglich. Im Schauspiel soll der Heldenliebhaber Simon aus persönlichen Gründen seinen Abschied nehmen, auch ein nicht allzu leicht zu verwindender Verlust, und mit dem Abgang von Frln. Franz, welche im gegenwärtigen Shakespeare-EycluS aufs neue ihr Talent und ihre künstlerische Durchbildung glänzend bewährt hat, wird, bei aller Anerkennung der Beweglichkeit ihrer Nachfolgerin für das Lustspiel, dem höhern Drama großer Eintrag bevorstehen. Möge es dem Komitee gelingen, nach und nach die Lücken wieder auszufüllen l Southampton, 3. Apr. DaS Post-Dampfschiff des Norddeutschen Lloyd .Amerika', Kapitän C. Meier, welches am 21. März von Neu-Uork abgegangen war, ist heute 6 Uhr Morgens nach einer Reise von 12 Tagen wohlbehalten unweit CoweS eingktrvffen und hat um 8 Uhr di- Reise nach Bremen fortgesetzt. Dasselbe bringt außer der neuesten Post 120 Paffagiere und volle Ladung. Die .Amerika' hatte während der ganzen Reise heftigen östlichen Wind. Hamburg, 2. Apr. Das Hamburg-Neu-Uoiker Post-Dampfschiff .Saxonia', Kapitän Haack, welches am 17. März von hier und am 20. März von Southampton abgegangen, ist nach einer ausgezeichnet schnellen Reise von 10 Tagen 22 St. am Sonntag den 31. März, Abends 9 Uhr, wohlbehalten in Neu-Jork angekommen. V. Mannheim, 4. Apr. (Kursbericht der Mannheimer Börse.) Weizen, eff. hies. Gegend 200 Zollpfd. — fl. — G., 16 fl. - P., ungarischer 1b fl. 45 G., 16 fl. P.. fränkischer 1b fl. 45 G., 16 fl. P. — aus Lieferung — fl. — G., — fl. — P. — Roggen, eff. 11 fl. 24—30 G., 11 fl. 30—36 P. — auf Lieferung pro Mai 11 fl. 20 G.. 11 fl. 30 P. - Gerste, eff. hies. Gegend, 11 fl. 40 G., 11 fl. 45 P., württembergische — fl. — G., — fl. — P., Pfälzer I. — fl- — G., — fl. — P. — Hafer, eff. neuer, 100 Zollpfd. — fl. — G., 4 fl. 30 P. — Kernen, eff. 200 Zollpfd. 16 fl. G.. 16 st. 15 P. — Oelsamen, ungarischer Kohlreps 17 fl. — P., deutscher, 1. — fl. — P. — Bohnen, — fl. G.. 12 fl. bis 13 fl. P. — Linsen — fl. G., — fl. P. — Wicken — fl. G., 10 fl. P. — Erbsen — fl. — G., 10 fl. 30 P. - Klecjamen, deutscher I. - fl. G., 28 fl. bis 23 fl. 30 P., II. — fl. - G.. — fl. - P., Luzerner 26 fl.30 bis 27 fl. P. — Espar- fette - fl. G.,- fl. P. — Oel: (mit Faß) 100 Zollpfd. Leinöl, eff. Inland in Parthien 23 fl. 30 G.. 23 fl. 45 P.. faßweise 23 fl. 45 G., 24 fl. — P., in Parthien trans. — fl. — P. — Rüböl, eff. Inland, faßweise 23 fl. — G., 23 fl. 30 P., in Parlh. 23 fl. - P. — Mehl 100 Zollpfd.: Weizenmehl, Nr. 0 - fl. G., 12 fl. 1b P., Nr. 1 11 fl. 30 P., Nr. 2 — fl. G., 11 fl. 15 P., Nr. 3 10 fl. P., norddeutsches im Verhältntß billiger. Roggenmehl, Nr. 0—1 Stettiner, — fl. — G., 9 fl. — P. — Branntwein, eff. (50°/, n. Tr.) transit (150 Litres) 23 fl. 45 P. — Sprit, 90"/g, trans., — fl. G., — fl. P. — Petroleum — fl. — G.< 13 fl. P. - Mohnöl, 100 Zollpfd. 45fl.P. Die Stimmung sür Getreide hat sich wieder befestigt; Weizen wurde sowohl an inländische Mühlen als nach Frankreich zu festen Preisen umgesetzt. Roggen sür inländischen Bedarf zu notirten Preisen angekauft. Für Gerste besteht immer noch einige Frage. Klecsamen war etwas mehr begehrt. Leinöl und Rüböl unverändert flau. Petroleum etwas niederer offerirt. Verantwortlicher Redakteur: Dr. I. Herrn. Kro enlein. u o« Ueberfahrtsverträge für die untkngenannten Dampfschiffe des HssorLL. L.Ioz'ck werden Nnter den günstigsten Bedingungen abgeschlossen durch den konzessionirten Agenten F. A. Dannba cher, Friednchspla tz 5 in Karlsruhe, und Ge neralagenten Conrad Herold in Mannheim. Kranz Perrtn Sohn in Karlsruhe, Rabus ök Gtoll in Mannheim, Generalagenten. Z u 535 . Z.u.522 Bon Bremen: Wöchentliche direkte Post-Dampfschifffahrt zwischen Mit Southampton anlaufend: 0. Bremen 0 America v. Union l>. Newyork v Hermann v. Hansa 0 Deutschland D Bremen Von Bremen: v. Amerika v. Weser 0. Union 0. Newyork l). Hermann 0. Hansa 0. Deutschland 1. Juni 8. Juni 15. Juni 22. Juni 29. Juni 6. Juli 13. Juli Bon Newyork: 27. Juni. 4. Juli. 11. Juli. 18. Juli. 25. Juli. 1. August. 8. August. Bon Newyork: am 6. April 2. Mai. t). Amerika am „ 13. April 9. Mai. „ 20. April 16. Mai. „ 27. AM 23. Mai. „ 4. Mai 30 Mai. 11. Mai 6. Juni. 18. Mat 13. Juni. .. 25. Mai 20. Juni. und ferner von Bremen jeden Sonnabend, von Newyork jeden Donnerstag, von Southampton jeden Dienstag. Passage-Preise: Bis auf Weiteres: Erste Eajüte 165 Thaler, zweite Cajüte 115 Thaler, Zwischendeck 60 Thaler Courant, incl. Beköstigung. Kinder unter 10 Jahren auf allen Plätzen die Hälfte; Säuglinge 3 Thaler Courant. Giitrrsracht: Bis auf Weiteres: 2 Psd. St. 10 8 Mit 15 Primage pr. 40 Cubikfuß Bremer Maße für alle Maaren. Lost. Diese Dampfer führen sowobl die deutsche als auch die Vereinigten Staaten Post, sowie die Lrnssisn cioseü msil. Die damit zu versendenden Briefe müssen die Bezeichnung „via Lrvinvn" tragen und die per ?rU5sisn cio8oü mail zu versinkende Korrespondenz erreicht die Schiffe in Southampton, wenn dieselbe spätestens mit dem an jeden Montag 9 Uhr 15 Minute« Vormittags von Kölu abzulaffenden Zuge erpedirt wird. Nähere Auskunft crtheilen sämmtliche Paffagier-Erpedienten in Bremen und deren inländische Agenten, sowie Olk Direktion äe8 HtilüljeutMeii Dlo^ä. Lritsviuann, Direktor. Lvtvrs, Prokurant. Nähere Auskunft über obige Postdampfer erlheilt A.u 581. Z. Stüber, Vorsta nd des Centralbureaus des bad. Auswanderunqsvereins. Näheres beiden» Hauptagk nten Hrn. Mich.Wirsching in Mannheim,und dessenbekannteiiHH. BezlrtSagenteil.Z u.b5b. n sind ermächtigt, für obige Postdampfer Passagiere fest anzunehmen, und halten unsere Agentur zu Kontrakt- Abschlüssen bestens empfohlen. _ _ Claus ök Stern in Mannheim. Z.s 628. « ^berfahrtsverträge für diese Postdampfschiffe schließen ab: I. M. Bielefeld, Generalagentin Mannheim, Bielefeld inKarlsruhe, R. Hirsch in Weingarten, A. Streit in Ettlingen, Alex. Levisohn in Bruchsal. H Z.u.648. Frankfurt a. M. H xGenehmigt von der Herzogs L Drallllschiveig'schkll Negierung! Z d Keine Certificate oder Promessen, j A sondern wirkliche, von der Herzog!. Direktion^ M ausgegebene Originalloose, sind durch unter-l A zeichnetes Bankhaus zu den nachbenierkten Preisen j U zu b-zikhen. Bei diesem so vorlheilhaft eingerich-, Mieten Unternehmen beginnt die Haup'iiebung am^ T 15. Aoril s. c. mit Preisen von 175,000 fl.»; U 105,000 fl., 70,000 fl., 35,000 fl. K 17,500fl., 14,000 fl.» 10,500 fl., 8,750 fl.. K 7,000 fl., 5,250 fl.. 3 mal 3,500 fl., 80 maU U 1,750 fl. rc. Der geringste Gewinn ist 82 V, fl. W Die von der Herzogl. Regierung planmäß g? A festgestellien Preiie sind: Kür Will» Lomes« U Loos 70 L. Llo Laldes SS L Lli» U K Viertel IS-/, L. Lin Vektet 8 LZ AAS Kr. Bei Verzichtleistnng auf Gewinne A U unter lOOfl. erlasse iw oagene» : Lin xames U Loos a 40 L — Lin Laibe» a St» L.' K - Lin Viertel »LOL. — Lin-Lei»-^ Niel a s L. gegen Einsendung des E'kteogs oder« D durch Postnachnahme. Pläne und Listen gratis. ß ^ L» U«n« r In kiAiißliitt s. Uisin.i Z.u.383. L'niiG! l Der Unterzeichnete erlaubt sich, sein Onls drasssris, rue «j'iii-Zeiffeuil 33, in der Nähe der Tülle,im und ?si»jz roxnl seinen Landsleuten bei GeltgenheU der Weltausstellung besten» zu empfedlen. Bayrisch Bier, deutsche Küche und deutsche Bedir- »mig de» den billigsten Preise». aus Bruchsal. Z.t.418. Stockach. ^ ^ Liegenschafts-Versteigerung. Da bei der heute abgebaltenen Versteigerung die Liegenschaften der Adam Maxtin Eheleute zu Ursaul, wie sie unten beschrieben, nicht angebracht worden, so werden solche Mittwoch den 17. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, im Gasthaus zum Adler in Winterspüren einem nochmaligen Verkaufe auSgesetzt und endgiltig zugeschlagen, wenn das Höchstgebot auch unter der Schätzung bleiben sollte. 1. Ein Wohnhaus mit Scheuer und Stallung von Stein und Riegel unter einem Dache, aus allen Seiten sich selbst . 2,550 fl' 2. Sechs Schweinställe von Stein und Riegel erbaut, hinter obigem HanS . . 200 fl. 3. Eine neue, von Holz und Stein erbaute Scheuer mit Stallung und Sckopf unter einem Dacke. 1,400 fl. 4. Ein von Stein erbautes Waschhaus, tar.l . 250 fl. 5. 2 Vlg. 72 Rth, 86 Sch. Garten beim Haus, tar. 400 fl. 6. 10 Mrg. 48 Rth. 45 Sch. Wiesen in 6 Abtheilungen, tar. 2,525 fl. . 7. 84 Mrg. 3 Vlg. 42 Rth. 87 Schuh Ackerfeld in 7 Abtheilungen, tar. . . . 18,400 fl. 8. 10 Mrg. 2 Ma. 33 Rth. 95 Schuh Waidplatz in 2 Abtheilungen, tax. . 1,100 fl. Summa 26,825 fl. Stockach, den 1. April 1867. Der Vollstreckungsbeamte: Wachs, No,<,r. Z t.387. -Ettlingen. Liegenschaftsverstetge- rung. Den Werkbefitzer Johann Schottinüllcr Eheleuten im Albrhal bei Ettlingm werden in Folge richterlicher Verfügung am , Mittwoch den 24. April 1867, Nachmittags 2 Uhr, im Rathhause zu Ettlingen nachbenannte Liegenschaften öffentlich versteigert, wobei der endgiltig« Zuschlag erfolgt, wenn der AnschlagSprei« oder mehr geboten wird. I. Auf der Gemarkung Ettlingen liegend: Ein zweistöckiges Fabrikgebäude mit zwei Seitenflügeln, worin sich eine Bohr-, Säge-, Schneid- und Drehmaschine, nebst einer Mahlmühle mit Schälgang befindet, der Kanal und Holzplatz, mit dem Gefäll und Hokraum, nebst 10 Viertel großem Platz, woraus dre Gebäude stehen, und 30 Vierlel 39 Ruthen Wiesen. Da« Ganze liegt im Albthale hier, einerseits die Alb, anderseits Anstößer, eben Bernhard Orbs, unten Stadtwald. Anschlagspreis .... 75,000 fl. ll. Auf der Gemarkung Spessart liegend: 1 Morgen 34 Ruthen Acker in 4 Parzellen; Anschlagspreis. 620 fl. III. Auf der Gemarkung Busenbach liegend: Ein Wohnhaus und besonders stehender Heuschopf, 42 Ruthen Hofraithe, 14 Ruthen HauSgarten, 10t Ruthen Weg und 302 Ruthen Wiesen dabei; Anschlagspreis . 3,000 fl. 3 Viertel 25 Ruthen Holzlagerplatz und 1309 Ruthen Wiesen in 7 Parzellen; Anschlag . 3,470 fl. Summa Anschlagspreis 82,090 fl. Ettlingen, den 18. März 1867. Der VollstreckungSbeamte: Köhler, großh. Notar. Z.u.675. Karlsruhe. Versteigerung. Mittwoch den 10. d. MtS., Vormittags 8 Uhr ansangend, werden in dem großh. Gießhaushof vor dem Durlacherthor dahier verschiedene ausrangirte Gegenstände, als: Tornister, Patrontaschen. Kartusche, Mantelsäcke, Schabracken, wollene Untcrleg- dccken. Fahr- und Reitsättel, Kummete, Sattelbockkissen, Pistolenhulftern, sowie altes Leder von abgängigen Reit- und Zuggeschirren gegen Baarzahlung öffentlich versteigert. . Karlsruhe, den 4. April 1867. Großh. Zeughaus-Direktion. Z.u.437. Heidelberg. Montur-Lieferung. Die Lieferung von 19 blauen und 35 naturcllgrauen Tuchröcken, 12 großen und 17 kleinen, dunkelgrauen Tuch- PaletotS, 36 dunkelgrauen Tuchhosen, 35 naturellgrauen Tuchhosen, 35 Leinwandhosen, 35 nalurellgrauen Tuchmützen, 17 dunkelgrauen Tuchmützen und 19 blauen Tuchmützen wird in Folge höhern Auftrags hiermit in Svumis- ston ausgejchrichen. Die einzureichenden Svumisfionen können auf die fertige Lieferung der Mvnturstücke oder getrennt auf Tuchlieferung und Arbeit gestellt, und müssen längstens Montag den 15. April d. I. wohlversiegelt, mit der Aufschrift .Monturlieferung', bei uns frankirt eingereicht sein, wo sie am 15. k. MtS., Vormittags 10 Uhr, eröffnet werden. Die LieftrungSbedingniffe können bei unserer Materialverwaltung eingesehen werden. Heidelberg, den 28. März 1867. Die Main-Neckar-Bahn-Verwaltung. I. E. d. V.: Schleuning. _ Thome. Z.u.645. Nr. 1043. Civil-Kammer. Freiburg. (Urtheil.) In Sachen der Ehefrau des Bäckers Martin Danzeisen von Bahlingen, Maria, geb. Zip sin, gegen ihren Ehemann, wegen Vermögensabsonderung, wurde heut« durch Urtheil zu Recht erkannt : ES sei das Vermögen der Klägerin von dem des Beklagten zu sondern, der Erster«, in frei« Verwaltung zurückzugeben, und habe der Beklagte die Kosten zu tragen. Dies wird zur Kenntnißnahme der Gläubiger veröffentlicht. Freiburg, den 22. März 1867. Großh. Kreis- und Hofgericht. Hildebrandt. Beyerle. Z.u.672. Nr. 1620. Mosbach. (Urtheil.) In Sachen der Ehefrau des Michael Speidel, Ka- roline, geb. Ganser, von Sennseld, Klägerin, gegen ihren Ehemann daselbst, Beklagten, Bermögensabson- derung betr. Durch Urtheil vom 20. März l. I., Nr. 1529, j wurde die Klägerin für berechtigt erklärt, ihr Vermö- ! gen von dem ihres Ehemannes abzufondern. Dies wird hiermir öffentlich bekannt gemacht. Mosbach, den 26. März 1867. Großh. bad. Kreisgericht, l. Civilkammer. S e r g e r. Salzer. Z.t.432. Nr. 2785. Ettlingen. (Aussor- derung.) Das großh. Domänenärar als Eigen- thümer deS Metzlinschwanderhofs ist mit den Gemeinden Pfaffenroth, Schielberg und Burbach über- eingekvmmen, daS dem Erstern zustehende UebertriebS- recht für 200 Schafe auf den betreffenden Gemarkungen abzulöfen, und zwar bezüglich der Gemeinde Pfaffenroth mit 1428 fl. 34 kr., bezüglich der Gemeinde Schielberg mit 1428 fl. 34 kr, und bezüglich der Gemeinde Burbach mit 1428 fl. 34 kr. Mil Bezug auf 8 33 — 37 des Gesetzes vom 31. Juli 1848, die Ablösung der Weidrechte betr., werden alle Diejenigen, welche an die Ablösungskapitalien irgend ein Recht zu haben glauben, aufgesordert, dasselbe innerhalb drei Monaten dahier geltend zu machen, widrigenfalls sie sich sonst lediglich an die Weidberechtigten zu halten haben würden. Ettlingen, den 23. März 1867. Großh. bad. Amtsgericht. Richard. Z.t.428. Nr. 9159. Pforzheim. (Aufforderung.) Dem Karl Christof Trauy von Jspiin- gen sind bei der Vermögensübergabe Seitens seine« VaterS Michael Trautz von Jspringen im Juli 1860 nachverzeichncte Liegenschaften auf hiesiger Gemarkung eigenthümlich zugetbeilt worden: 1) 2 Viertel 24^ Ruthen Acker im Krcbspfad, neben Jakob Müller und Mick. Kunzmann; 2) 1 Vicriel 28Vr Ruthen Acker (sollen nur 10 Ruthen sein) im Grund, neben Jakob Müller und der Klame; 3) 1 Viertel Acker im Lechtfeld, neben der Klame und Hirschwirth Grau; 4) 1 Viertel 20 Ruthen Acker im Lechtfeld oder Eisinger Weg, neben Jakob Müller und Michel Kunzmarn; 5) 1 Vierlel 10 Ruthen Acker im Grund, neben Wilhelm Katz und Jakob Trautz; 6) 20 Ruthen Acker im Grund, neben Christian Morlock und Fried. Hamminger; 7) 12'/» Ruthen Wiesen rn den Kreidenhälden, neben Gottfried Morlock und Fried. Kunzmann. Da die auf diese Liegenschaften Bezug habenden Er- werbSurkunden, sowie die Einträge im Grundbuch fehlen, so verweigert der Gemeinderath dahier die Gewährung, und werden alle Diejenigen, welche daran in den Grund- und Pfandbüchern nicht eingetragene, auch sonst nicht bekannte dingliche Rechte oder lehen- rechtliche oder fideikommisfarische Ansprüche haben oder zu haben glauben, aufgesordert, diese Rechte binnen2Mvnaten dahier geltend zu machen, da sie sonst im Berhällniß zu dem neuen Erwerber verloren gehen würden. Pforzheim, den 20. März l867. Großh. bad. AmlSgericht. B o e ck h. AScani. Z.t.460. A.G.Nr. 5204. Bruchsal. (Ladung.) Johann Baptist Scheuriug von Odenheim hat als Vormund der minderjährigen Anna Scheuring von da eine Klage gegen den Dragoner Jofef Breitner von Oestringcn auf Zahlung eines Ernährungsbeitrages von 36 kr. per Woche dahier erhoben, und diese damit begründet, daß die Katharina Scheuring am 25. Juli v. I. im ledigen Stande die Mündelin des Klägers geboren habe und unvermögend sei, dieses Kind zu ernähren und zu erziehen; ferner daß der Beklagte im Monat September 1865 mit der Katharina Scheuring den Beischlaf auSge- führt habe, und daß der Beklagte ein liegenschaftliches Vermögen von ca. 1200 fl. besitze. Auf Grund der Flüchtigkeit des Beklagten hat Kläger zugleich um Erkennung des dinglichen Sicherhcits- arrestes gebeten. Zur Verhandlung über diese Klage wird Tagfahrt anberaumt auf Montag den 6. Mai d. I-, Vorm. 9 Uhr, und hiezu der Beklagte unter Androhung des Rcchts- nachlheil« vorgeladen, daß im Nichlcrscheinungsfall derKlagvorirag für zugestanden und er mit allen Einreden ausgeschlossen werde, und zwar sowohl mit den Einreden in der Hauptsache, als auch gegen die Statthaftigkeit des Arrestgefuchs. Zugleich wird dem Beklagten aufgegeben, einen dahier wohnenden Gewalthaber aufzustellen, widrigenfalls alle weiteren Verfügungen und Erkenntnisse mit der gleichen Wirkung, wie wenn sie ihm eröffnet wären, an dem Sitzungsort des Gerichts angeschlagen werden. Bruchsal, den 22. März 1867. Großh. bad. Amtsgericht. S t a i g c r. Z.t400. Nr. 7419. Mosbach. (Bedingter Zahlungsbefehl.) In Sachen Samuel Hirsch, Kaufmann von hier, gegen Schäfer Karl Lott von Obrigheim, z. Zl. an unbekannten Orten abwesend, und dessen sammtverbindliche Ehefrau von da, wegen Forderung von 232 fl. nebst 5 Prozent Zinsen vom 1. Februar d. I., heriührend aus Darleihen vom Jahr 1867, ergeht aus Ansuchen des klagenden Thcils Beschluß. 1) Dem beklagten Theil wird aufgegeden, binnen 14 Tagen entweder den klagenden Theil durch Zahlung der im Betreff bezeichnet^ Forderung zu befriedigen, oder zu erklären, daß er die gerichtliche Verhandlung der Sache verlange, widrigenfalls die Forderung aus Anrufen des klagenden TheilS für zugestanden erklärt würde. Das Verlangen gerichtlicher Verhandlung kann entweder bei Zustellung dieses Befehls dem Gerichtsboten oder innerhalb der gegebenen Frist mündlich oder schriftlich bei Gericht erklärt werden. 2) Dies wird dem au unbekannten Orten abwesenden Beklagten eröffnet, auf diesem Wege einen dabier wohnenden Gewalthaber aufzustellen, widrigenfalls alle weitern Verfügungen und Erkenntnisse mit der gleichen Wirkung, wie wenn sie ihm eröffnet wären, an die Gerichtstasel angeschlagen würden. MoSbach, den 29. März 1867. Großb. bad. AmlSgericht. R ü l t i n g c r. Z.t.444. Nr. 5532. Stockach. (Bedingter ! Zahlungsbefehl.) In Sachen des Matthäus j Amann, z. Zt. Lehrer in Hartheim, gegen den flüchtigen Franz Joses Hämmerle von Zoznegg, Forderung von 650 fl., nebst 5Proz. Zins vom 3. Dezember 1862 betr., herrührend auS Darlehen, ergeht auf Ansuchen des kl. TheilS: Bedingter Zahlungsbefehl. Dem Beklagten wird ausgegeben, binnen ! 14 Tagen entweder den kl. Theil durch Zahlung der ! im Betreff bezeichneten Forderung zu befriedigen, oder > zu erklären, daß er die gerichtliche Verhandlung der ! Sache verlange, widrigenfalls die Forderung auf An- ^ rufen des kl. TheilS für zugestanden erklärt würde. Der Beklagte hat binnen gleicher Frist einen hier woh- ! nenden Gewalthaber auszustellen, widrigenfalls alle ^ Weilern Verfügungen oder Erkennlnisfe mit der gleichen Wirkung , wie wenn sie der Partei eröffnet wären , an die Gerichtslafel angeschlagen würden. ^ Stockach, den 1. April 1867. Großh. bad. Amtsgericht. Win ther. ^ Z.t.436. Nr.4396. Rastatt. (Bekanntmachung.) I. S. Maier Dreh fuß von Malsch als General - Bevollmächtigler deS Wolf Dreh fuß von da l gegen Georg Völlinger Eheleute von Elchesheim, z. Z. in Amerika, ! Forderung beir. ! Beschluß. Der unbedingte Befehl im Liquiderkenntniß vom 25. August 1845 wird dabin erneuert, daß den Georg Völlinger Eheleuten von SIcheSheim aufgegeden wird, 409 fl. 41 kr. aus Darleihe und Viehkauf, nebst 5 Proz. Zins vom 20. Juli 1845, binnen drei Monaten bei Zwangsvermeidcn an Wolf Dreh- fuß in Malsch zu bezahlen. Den Beklagten wird zugleich aufgegeben, einen am hiesigen Gerichts sitze wohnenden Einhändigungsgewalthaber auszustellen, widrigenfalls alle weiteren Verfügungen und Erkenntnisse mit derselben Wirkung, wie wenn sie ihnen persönlich behändigt wären , nur an die GcrichtStafel angeschlagen werden. Rastalt, den 14. März 1867. Großh. bad. Amtsgericht. Stein. Z.t.455. Nr.2596. Bonndorf. (Gantedikt.) Gegen Jakob Schnitzer von Nehlingen haben wir unterm 23. v. M. die Gant erkannt, und zum Schul- denrichtigstellungs - und Vorzugsverfahren Tagfahrt auf Dienstag den 23. d. M., Vormittags 9 Uhr. angeordnet. Es werden deßhalb alle Diejenigen, welche aus was immer für einem Grunde Ansprüche an die Gantmaffe machen wollen, aufgefordert, solche in der angesetzten Tagfahrt, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant, persönlich »der durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden und zugleich die etwaigen Vorzugs- oder Unterpfandsrechte zu bezeichnen , die geltend gemacht werden wollen, mit gleichzeitiger Vorlegung der Beweisurkunden oder Antretung des Beweises mit andern Beweismitteln. In derselben Tagfahrt wird ein Massepfleger und Gläubigerausschuß ernannt, und sollen Borg- und Nachlaßvergleiche versucht werden, wobei bemerkt wird, daß in Bezug auf Borgvcrgleiche und Ernennung des Massepflegers und Gläubigerausschusses die Nichter- fcheinmden als der Mehrheit der Erschienenen beitre- tcnd angesehen werden. Den im Auslande wohnenden Gläubigern wird aufgegeden, einen dahier wohnenden Gewalthaber für den Empfang aller Einhändigungen, welche nach den Gesetzen der Parthie selbst geschehen sollen, aufzustellen, widrigenfalls alle weiteren Verfügungen und Erkenntnisse mit der gleichen Wirkung, wie wenn sie der Par- thie selbst eröffnet wären, am Sitzungsorl des Gerichts angeschlagen, beziehungsweise den Gläubigern, deren Aufenthalt bekannt ist, durch die Post zugesendet würden. Bonndorf, den 2. April 1867. Großh. bad. Amtsgericht. Schönte. Z.t.466. Nr. 4998, Engen. (Gantedikt.) Gegen Tbomas Maier von Hattingen haben wir Gant erkannt, und es wird nunmehr zum Richtigstellung«- und Vorzugsverfahren Tagfahrt anberaumt auf Donnerstag den 18. d. M. , früh 8 Uhr. ES werden alle Diejenigen, welche aus was immer für einem Grunde Ansprüche an die Gantmasse machen wollen, ausgefordert, solche in der angesetzttn Tagsahrt, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Ganl, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anznmelden, und zugleich ihre etwaigen Vorzugs- oder Unterpfandsrechte zu bezeichnen, sowie ihre Beweisurkunden vorznlegcn. oder ven Beweis durch andere Beweismittel anzntreten. In derselben Tagfahrt wird ein Massepfleger und ein GläubigeranSschuß ernannt, und ein Borg- oder Nachlaßvergleich versucht werden, und es werden in Bezug auf Borgverglcichc und Ernennung deS Massepflegers und Gläubigerausschusses die Nichler- scheinenden als der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen werden. Die im Auslande wohnenden Gläubiger haben längstens bis zu jener Tagfahrt einen dahier wohnenden Gewalthaber für den Empfang aller Einhändigungen zu bestellen, welche nach den Gesetzen der Partei selbst geschehen sollen, widrigenfalls alle weikcren Verfügungen und Erkenniniffe mit der gleichen Wirkung, wie wenn sie der Partei eröffnet wären, nur an dem Sitzung«» orte des GerichiS angeschlagen würden, beziehungsweise den im Auslande wohnenden Gläubigern, deren Aufenthaltsort bekannt ist. durch die Post zugescndet würden. Enzen, den 3. April 1867. Großh. bad. Amtsgericht. Z e V f. Z.t.447. Nr. 2774. Eppingen. (Gantedikl.) Gegen Georg Adam Lörz von Slebbach ist Gant erkannt, und Tagsahrt zum Richtigstellungs- und Borzugsverfahren auf Montag den 29. April 1867, Vormittags 8 Uhr, ans diesseitiger Gerichtskanzlei festgesetzt, wo alle Diejenigen, welche aus was immer für einem Grund« Ansprüche an die Masse zu machen gedenken, solche, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden, und zugleich die etwa«, n Vorzugs» oder Unterpfandsrechte, welche sie gellend machen« ollen, zu bezeichnen haben, und zwar mit gleichzeitiger Vorlegung der Beweisurkunden oder Antretung de« Beweises mit andern Beweismitteln. Zugleich werden in der Tagfahrt ein Maffepfleger und ein Gläubigerausschuß ernannt, Borg- und Nachlaßvergleiche versucht, und sollen in Bezug aus Borg- vergleichc und Ernennung des Massepflegers und Gläubigerausschusses die Nichterscheincnden als der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen we'tzL^' Die im Auslande wohnenden Gläubiger haben längstens bis zu jener Tagsahrt einen dahier wohnenden Gewalthaber für den Empfang aller Einhändigungen zu bestellen, welche nach den Gesetzen der Parthie selbst geschehen sollen, widrigenfalls alle weiteren Verfügungen und Erkenntnisse mit der gleichen Wirkung, wie wenn sie der Parthie eröffnet wären, am SitzungSorte des Gerichts angeschlagen, beziehüngSwcise denjenigen im Ausland wohnenden Gläubigern, deren Aufemhalts- ort bekannt ist, durch die Post mit Erhebung eines Postscheins zugesendet würden. Eppingen, den 27. März 1867. Großh. bad. Amtsgericht. K u g l e r. Z.t.441. Nr.8331. Heidelberg, (Gantedikl.) Gegen Bierbrauer Philipp Ernst zum Goldenen Füßchen hier haben wir Gant erkannt, und es wird nun- medr zum Richtigstellungs- und .Vorzugsverfahren Tagfahrt anberaumt auf Donnerstag den 9. Mai d. I.. Morgens 8 Uhr. Es werden alle Diejenigen, welche aus was immer für einem Grunde Ansprüche an die Gantmasse machen wollen, aufgesordert, solche in der angesetzlen Tagfahrt, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anznmelden, und zugleich ihre etwaigen Vorzugs- oder Unt'erpfandsrechte zu bezeichnen, sowie ihre Beweisurkunden vorzulegen oder den Beweis durch andere Beweismittel anzutreten. In derselben Tagfahrt wird ein Maffepfleger und ein GläubigeranSschuß ernannt und ein Borg- oder Nachlaßvergleich versucht werden, und es werden kn Bezug auf Borgvergleiche und Ernennung des Massepflegers und Gläubigerausschusses die Nichterscheinenden als der Mehrheit der Erschienenen beitrctend angesehen werden. Die im AuSlande wohnenden Gläubiger baden längstens bis zu jener Tagsahrt einen dahier wohnenden Gewalthaber für den Empfang aller Einhändigungen zu bestellen, welche nach den Gesetzen der Partei selbst geschehen sollen, widrigenfalls alle weitern Verfügungen und Erkenntnisse mit der gleichen Wirkung, wie wenn sie der Partei eröffnet wären, nur an dem Sitzungsorte des Gerichts angeschlagen, beziehungsweise den im Auslande wohnenden Gläubigern, deren Aufenthaltsort bekannt ist, durch die Post zugesendet würden. Heidelberg, den 20. März 1867. Großh. bad. Amtsgericht. K a h. Eisenhut. Z.t.456. Nr. 2542. Gerlachsheim. (Aufforderung.) Bei Sabine Kleinschrodt von Ochsenfurth, welche dahier wegen Diebstahls in Unter, suchulig steht, fand sich ein grüner, wollener Rock, ein graues Halstuch, eine tilagestreifie Schürze, eine Plüschlasche, ein rothwolleneS Shäwlchen , ein Sacktuch, ein Schlüssel, eine weiß und gelbwollene Haube, eine gestickte Tasche, ein Wachsstock, ein Paar Schuhe, sowie ein Kamm und Spiegel vor, und kann sie sich über den Erwerb nicht ausweisen, wrßhalb wir Diejenigen, welche Ansprüche hieran macken können, ausfordern, solche alsbald dahier geltend zu machen. Gerlachsheim, den 3. April 1867. Großh. bad. Amtsgericht. Schwab. Hemmrich. Z.t.463. Nr. 9324. Pforzheim. (Fahndung.) Jakob Kostobell von Pinache, königl. württ. Oberamts Maulbronn, sicht dahier wegen Diebstahls in Untersuchung, hat sich ihr jedoch durch die Flucht entzogen. Derselbe wird daher aufgefordert, sich binnen 3 Wochen dahier zu Kellen, widrigenfalls das Erkenntniß nach dem Ergebniß der Untersuchung gegen ihn gefällt werden würde. Pforzheim, den 29. März 1867. Großh. bad. Amtsgericht. B o e ck h. Z.t.412. Nr. 2414. Ettenheim. (Aufforderung.) Der dem großb. 2. Füsilierbataillon in Rastait zugeiheilte Rekrut Xaver Gruninger von Rust ist auf die erfolgte Einberufung nicht eingerückt und soll nach Amerika entwichen sein. Derselbe wird aufgesordert, sich binnen 4 Wochen dahier zu stellen, bei Vermeidung, daß sonst die Einleitung des gerichil chen Strafverfahren« wegen Refraktion gegen ihn beantragt werden wird. Zugleich wird dessen Vermögen mit Beschlag belegt. Ettenheim, den 2. April 1867. Großh. dad. Bezirksamt. Schneider. Z.u.607. Nr.819. Mannheim. (Urtheil.) I. U. S. gegen Amon VikuK Delesse von Metz wird zu Rech: erkannt: , Der Angeklagte Anton Viktor Delesse aus Metz sei des durch Verübung mit den Waffen und in Vereinigung mit einem Andern erschwerten Raubs, damit zugleich des Rückfalls in ein gleichartiges Verbrechen für schuldig zu erklären, und deßhalb zu Zuchthaus von 9 Jahren oder 6 Jahren Einzelhaft, geschärft durch 28 Tage Hungerkost und zur lebenslänglichen Landesverweisung, sowie'zur Tragung der Kosten des ge- - richllichen Verfahrens und der Vollstreckung zu verurtheilen.' V. R. W. Dies wird dem flüchtigen Angeklagten Anton Viktor Delesse von Metz auf diesem Wege bekannt gemacht. Mannheim, den 28. März 1867. Großh. bad. Kreis- und Hofgericht. Schwurgericht. L o e w i g. Vr. Herz. Druck und Verlag der G. Braun'jchen Hosbuchdruckerei.