4 - Beilage zu Nr. 139 -er Karlsruher Zeitung Freitag, 14 Juni 1867 Amerika * Reu-Bork, 20 . Mai. (Per „Java".) Der Prozeß gegen Suratt war bis zum 10 . Juni verschoben worden. — Die Konvention der Bischöfe von Nordcarolina hat ei» Erzieh«,rgSsystem ohne Unterschied der Farbe und die Zustallation von Negern als Geistliche empfohlen. — General Sickles hat zwei von den am Krawall in Charleston Hauptbetheiligten gefangen gehalten, um sie dem Militärgericht zu übergeben; die andern wurden in Freiheit gesetzt. — Der Attorney-General St anb erry hat nun sein offizielles Gutachten über die Frage abgegeben, wer, als früherer Tbcllnehmer am Aufstand, der neuen Rekonstruktionsakte zufolge, wahlunfähigjei oder nicht. Diesem Gutachten zufolge haben das Wahlrecht eingcbüßt: alle an der Rebellion bctheiligt gewesenen Kongreßmitglieder, Mitglieder der einzelnen Staaten-Legislaturen, Staatenbeamte, Staatsbeamte, Milizosfiziere, Mitglieder des Rebellenkengresses, und diplomatische Vertreter der Nebellenrcgierung. Munizipalbeamte, zeitweilige Beamte und Richter sollen ihres Stimmrechts dagegen nicht beraubt werden. Unfreiwilliges Steuerzahlen an die Redellenregierung könne nicht als eine Unterstützung der letzter» betrachtet werden. Man erwartet, daß die Kommandanten im Süden die Rekonstruktionsakte im Sinn dieses Gutachtens durchführen werden. Englische Aktenstücke,.Luxemburg betreffend. vi. Di« über dieLondvner Kvnsere.nz veröffentlichten Protokolle enthalten wenig, was nicht bereits bekannt wäre; wir können uns dater auf ein kurzes Resume beschränken. Lord Stanley wurde einstimmig zum Vorsitzenden ernannt, und auf seinen Antrag der italienische Gesandte zugelassen, der für dieses Zugeständniß dankt. Ben- lrnck erklärt« dann, der Zweck der Konferenz sei die Revision der Traktate von 1839; Lord Stanley liest einen von ihm ausgcarbeite- ten Entwurf vor. Bernstorff vermißt darin die europäische Garantie für die Neutralität Luxemburgs; die übrigen Bevollmächtigten bestätigen, daß die Kollektivgarantie von allen Mächten als Basis der Unterhandlungen angenommen sei. Fürst de la Tour d'-Luvergne sagt, er für seine Person Hase keine speziellen Instruktionen bezüglich der Frage einer Kollektivgarantie; er müsse aber zugestehen, daß diese Garantie bis jetzt als Komplement zur Neutraiistrung erwähnt worden sei, und daß der preußische Botschafter deßhalb zu seinen Bemerkungen vollkommen berechtigt sei. Hr. van de Weyer, der über diesen Punkt ebenfalls keine besonderen Instruktionen hat, drückt die Meinung aus, daß, vom allgemeinen politischen Standpunkt auS betrachtet, die Garantie der Neutral! läl Luremburgs als aus den Gesammttraktaten von 1839 hervorgehend betrachtet werden könne. Lord Stanley erklärt, ihm würde es lieber sein, wenn Artikel 2, so wie er im Trak'at-Ent- wms stehe, ohne da« Amendement Bernstorff's beibehalten würde. Da jedoch die große Majorität der Bevollmächtigten die Ansicht de« Grafen Bernstorff unterstütze, wolle er bei seinen Kollegen «»fragen und in der nächsten Sitzung über deren Entscheidung Bericht avstatten. In der nächsten Sitzung erklärte Lord Stanley, die brittische Regierung schließe sich aus Rücksicht für den einstimmigen Wunsch der übrigen Mächte ebenfalls dem Prinzip der Kollektivgarantie an, und demgemäß acceptirte er das Amendement de« Grafen Bernstorff zu Art. II. Tornaco stellt den Antrag, die kommerziellen Richte des Großherzogthums und sein Recht, Zoüverträge mit den benachbarten Staaten ab- zuschließen, zu schützen. Bernstorff ist der Ansicht, daß diese Frage nicht in das Gebiet der Konferenz gehöre. D r betreffende Art. II berühre den bestehende« Zollvertrag eben so wenig, wie die kommerziellen Rechte des GroßherzogthumS im Allgemeinen. Die Bevollmächtigten Oesterreichs, Frankreichs und Rußlands weinen ebenfalls, daß die besprochene Neutralität eine rein militärische sei, die dgs Recht de« GrvßherzogS, Handelsverträge abzuschließen, nicht beeinträchtige. Daraus zieht Tornaco sein Amendement zurück und verlangt dann eine Entschädigung für die Stadt Luxemburg wegen des Verlustes der Garnison: Stanley hält derartige Entschädigungsansprüche für unzulässig. Ein weiterer Antrag Tcrnac° 5 4'/« 21 19 22V, 14 22 56 Berlin,'8. Juni: Roggen 6 fl. 39 kr. — Rüböl 20 fl. 26 kr. Z.w.787. Uuk-U»«I. (Omnibus-Station Ottjersweie r^bei Bühl.) Mineral Bäder und Kaltwasser-Heilanstalt Die Eröffnung unserer durch ausgezeichnete Heilerfolge bewährten Babe-Anstalten , sowobl der warmen Mineral-Bäder, als auch der erprobten Kaltwaffer-Heilanstalt hat st-itgesunden. Die ärziliche Leitung der Anstalten hat Doctor Albert Rheiner übernommen, und durch dessen ständige ärztliche Nrederlas- iung in unserer Anstalt sowohl, als auch durch zweckdienliche Erweiterung unserer hydrotherapeutischen Apparate können wir unser Etablissement zum Kurgedrauch in jeder Jahreszeit bestens empfohlen halten. Prospektus steht gratis zu Diensten. Nähere Auskunft ertherlen Der Bad-Besitzer: Der Anstalts-Arzt: H. Häusling. Doctor Rheiner. Poltringen Wüitlkmberg 3.W.24 krSmiM-stnIelke Ser 8tlu>t Milruiü van M«, genehmigt durch königl. Aecret vom 11. März 1866. Diese Anleihe besteht aus 760.000 Obligationen von 10 Franken jede, welche mit der Totalsumme von Frs. LAS««,««« zurückgezahlt werden. Drißiual-Obligatioue« besagter Anleibe, welche wenigstens mit der ausgelegte« Summe von Frs. 10. — herauskommen müssen, aber auch die Chan« haben, Prämien zu erhalten von Frs. 100,000, 50,000, 30,000, 10,000, 1000, o00 rc., die vermittelst vierteljähriger Verwesungen gezogen werden, erlassen die Unterzeichneten zum SubscriPtionS- vreff. von: ^ ,<» ^ st. A. K«» kr. -- Rthlr. «. «« Sgk. Die nächst« Ziehung, in welcher ein Hauptpreis von Frs. 100,000 gezogen wird, finee! 16. Juni «. e. statt. A äL SV-,»-,.,i-r« ln Frankfurt am Main am Verkauf eines MtterguLs. Z.Y.10. Die Grundherrschaft OberamlS Herrcnberg — Königreich ..mit PaIrcna'Sr>-chten, je 1'/-Stunde von der UnivcrsttälSstad'. Tübingen und von dcm Bischofssitz Roltettburg e»Ise:nt, bestehend aus einem schönen großarligen Schloß und umfangreichen Oeko uomiegebäuden, Mahlmühle und 313 Morgen Gärten, Accker, Wiesen und Waldkalturrn, wird von dem Besitzer am 15. Juli d. I., Vormittag« 9 Uhr, im Schloß zu Polrrmqen aus sreier Hand Parzelle» weise verkauft, wenn sich bi« dahin kein Gesarnmikäuser meldet. Dieses Gut ist ein eben sc schöner als angenehmer und einträglicher Herrschaflssis, unmittelbar an der Ammer und in einer volkreichen Umgegend gelegen. Da die im besten baulichen Stande befindlichen Gebäulichkeiten mit angrenzenden größer» Gärten, Wiesen und Acckern zu jedem industriellen Betrieb, hauptsäch sich aber zu eurer größer» Bierbrauerei sich eignen, so wäre einem Ka-.-sSliebhaber, da es an ausreichenden Arbeitskräften nicht sehlt, auch die Gelegenheit geboten, sämwtliche Gebäulichkeiten mit Wasserkraft und mit beliebigen Grundstücken unter sehr günstigen Zahlungsbedingungen zu kaufen. Viele brr Accker eignen sich vorzüglich zum Hoplen- dau "nd könnte zu diesem Behuf da« ErtrLgniß von w-nigstenS 50,000 Siöckeu aus de» Oekonomiegcdäu- den getrocknet werden. Da ein Verkauf vor dmi 15. Juli unter der Hand abgeschloffen wei den könnte, so mögen die K-usslieb- haber die Herrschaft cinschen, oder etwaige Anfragen an d n Generalbevollmächtigte», Herrn Oberjuftizpro- kuraior Pfeilst»ck»rin Tübingen, oder an da« unnr- zeichnete Neuwmi »icblcn. Freiherr!, v. Ulm'sches Rentamt in Poltringen. Z.y.152. Karlsruhe und Malsch. Bauarbeiten-Vergebung. Für die Restauialion des Pfarrhauses zu Malsch, Bezirks»»»»« WnSloch, sollen folgende Arbeiten in Akkord gegeben werden: 1) Arbeiten zur Restauration des ersten Stockes, im Anschlag zu . . 781 A. t kr. 2) Neubau des zweite» Stock«: 1) Maurerarbeit, m Anschlag zu 2) Sleinhauecarbeirim 3j Zimmerarbeit, , 4) Schreinerarbeit, » 5) Glaserarbett, , 6) Schwsserardeit, , 7) Gußwaaren, , 8) Blewnerarbeit, , 9) Tünchncrarbeit, „ 10) Tapezicrardcit, . 1724 fl. 17 kr. 347 fl. 26 kr. 666 fl. 16 kr. 409 fl. 13 kr. 133 fl. 39 kr. 217 fl. 30 kr. 102 st. 49 kr. 196 fl. 26 kr. 106 fl. 44 kr. 81 st. 28 kr. Summa . 4768 fl. 53 kr. Pläne, Kostenberechnung und Bedingungen sind im Pfarrhause zu Malsch vom 15. bis 21. Juni zur Einsicht aufgelegt. Die Vergebung der Arbeiten findet Samstag den 2 2. Iuni d. I., Vormittags 10 Uhr, aus drm Ralbbause zu Malsch in öffentlicher Versteigerung stau. Auswärtige Akkordan- ten haben sich über ihren Leumund und Befähigung au-zuweisen. Karlsruhe und Malsch, den 9. Juni 1867. Da» Erzbischöfi. Bauamt. Die StistungSkommission. Z.y.131. Cassel. Bebra-Hanauer Eisenbahn. Die Ausführung her sämmtliche« Arbeiten und Lieferungen zu dem eisernen Oberbau, und zwar: 1) z« 3 Brücke« der Bahnstrecke Fulda-Neuhos >m Geiammtgewichie von 78718 Zvllpfund; 2) zu k Brücken der Bahnstrecke Salmüniier-Wäch- lervbach im Gesammigewicht von 154,126 Zollpfund soll im Wege der Submission zusammen oder nach vorstehenden Ablheilungen getrennt verdungen werden. Die betreffenden Zeichnungen und AuSführungS- bedingüngen sind vom 11. d. M. an bei unserem technischen Eeulralbureau, Vormittags von 9 bis 12 Uhr und Nachmittag« von 2 bis 5 Uhr, zur Einsicht aufgelegt. Tie Offerten sind portofrei und versiegelt mit der Aufschrift: .Submission für Uebernahme der Arbeiten .und Liesernngeu zu de« eisernen Oberbaue .jür Brücken der Bebra-Hanauer Eisenbahn" bis spätestens den '20. Juni 1807, Vormittags 10 Uhr, an uns einzusenden, zu welcher Zeit die Eröffnung der bi« dahm eingegangenen Offerten in unserem in der BabnhofsstraHe Nr. 35V, befindlichen GesLästS- lokale in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten erfolgen wird. Später eingehende oder nicht bedingungSgemäße Offerten bleiben unberücksichtigt. Cassel, den 7.1»ni 1867. > Königliche Kommission für den Bau der Bebra-Ha« i Iraner Cilenbabn i Zy.134. Nr. 1943. Baden. (Oeffentliche Bekanntmachung.) Durch Urtheil vom Heutigen wurde die Ehefrau des Andreas Krumm, Karo- line, geb. Trapp, von Lichtenthäl für berechtigt erklärt, ihr Vermögen von dem ihres beklagten Ehemannes gerichtlich abzusondern und in eigene Verwaltung zu nehmen. Dies wird zur Kenntnißnahme der Gläubiger öffentlich bekannt gemacht. Baden, den 4. Juni 1867. Großh. Krcisg>richt Baden. Civilkammer. vr. Puchelt. Beck. Z.v.621. Nr. 6755. Konstanz. (Aufforderung.) Die Stadtgemeinde Konstanz hat von Schmied Georg Weber hier 44RiNhe» 87 Fiiß WieS- platz westlich vom Graben und 6 Ruthen 72 Fuß Wiesplatz östlich vom Grgben am ehemaligen äußern Parabieser-Lhor gelegen, neben der Landstraße nach Gottlieben und sonst rtngS von städtischem Eigenthum begrenzt, erworben; allein biese Liegenschaft ist im Grundbuch nicht eingetragen und die Gewährung obigen Kaufs ist versagt worden. Behufs der Erwirkung dieser Gewährung werden die Berechtigten aufgesordert, binnen 2 Mona ten dahier ihre etwaigen dinglichen Ansprüche a» dieser Liegenschaft geltend zu machen, da sie sonst damit au«, geschloffen würden. Konstanz, den 1. Juni 1867. Großh. bad. Amtsgericht. KSrcher. 3.V.667. Nr. 9626. Bruchsal. (Aufforderung.) I. S. de« Melchior Glück von UnteröwiS- heim gegen Unbekannte, EigenthumSanspruch betr. Protokoll von heute. Beschluß. Auf Ableben der Jakob Z i p p e r e r'S Wütwe, Katharina , gdb.Hertle, von Unteröwisheim fiel dem Melchior Glück von da Vr Viertel Acker, im sog. Gründschädel gelegen, erblich an. Aus Antrag des Letztere» werden alle Diejenigen, welche an dem bezeichnelen Grundstück in den Grund- und Psandbüchern nicht eingetragene, auch sonst nicht bekannte dingliche Rechte oder lehenrechtliche oder fideikommissarische Ansprüche haben oder zu haben glauben, hiermit aufgefordert, solche binnen 3 Monaten geltend zu macken , widrigenfalls diese Ansprüche dem Antragsteller gegenüber verloren gehen. B:uchsal, den 29. Mai 1867. Großh. bad. Amtsgericht. Fischer. Z.v.666. Nr. 7392. Donaueschingen. (Arrestverfügung und Vorladung.) I. S. Konrad Schorpp von Unterkränd als Vormund de« unehelichen Kindes der Benedikta Schorpp daselbst, gegen Fnedrich R u f iw Bräunlingen, * McklMa'Nckl betr. Beschluß. Nachdem der aus seiner Heimath entwichen« Beklagte dem diesseitigen unbedingten Befehl vom 18. September 1865 keine Folge geleistet, wurde durch Beschluß vom 18. Oktober 1865 dessen bei Johann Ruf von Bräunlingen ausstehendes ErbgleichstellungSgeld gemäß P.O. 8 910 Ziff. 1 mit Beschlag gelegt. Der Beklagte erhält hiermit die Auslage, innerhalb 14 Tagen den klägerischen Bormund zu befriedigen, widrigenfalls demselben die mit Beschlag belegte Forderung an Zahlungsstatt zugewiesen werden wird. Ferner wird dem Beklagten durch unbedingtenBefehl unter VollstreckungSandrohung aufgegeben, die seit dem 18. September 1865 bis zum 27. d. M. verfallenen Beiträge mit 29 fl. 20 kr. binnen 8 Tagen an den klägerischen Vormund zu bezahlen. Auf den Antrag de« Letzteren wird zugleich , da der Beklagt« flüchtig ist und kein weitere« Vermögen besitzt, zu Gunsten der seit dem 18. September 1865 verfallenen, und bis zum 18. Februar 1878 verfallenden Beiträge auf obige« Guthaben de» Beklagten SicherheitSarrest verfügt und zur Arrest» ernehmlaffung der Beklagte auf Mittwoch den 3. Juli l. I., Vorm. 9 Uhr, unter Androhung der Zugeständnißannahme und de« Einrcdenausschlufses anher vorgeladen. Donaueschingen, den 6. Juni 1867. Großh. bad. Amtsgericht. H. Sckmidt. Z.v.649. Nr. 4663. Pfullendors. (Gantedikt.) Gegen Zimmermann und Holzhändler Marlin Halber von Aftholderderg haben wir die Gant erkannt, und zum SchuldenrichtigstellungS- und Vorzugsverfahren Tagfahrl auf Donnerstag den 4. Juli d. I., früh 8 Uhr, angeordnet. Es werden deßhalb alle Diejenigen, welch« aus was immer für einem Grunde Ansprüche an die Gantmasse machen wollen, aufgefordert, solche in der angesetzten Tagsahrt, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden und zugleich die etwaigen Vorzugs- oder Unterpfandsrechte zu bezeichnen , die geltend gemacht werden wollen, mit gleichzeitiger Vorlegung der Beweisurkunden oder Antretung des Beweises mit andern Beweismitteln. In derselben Tagfahrt jvitd bin Massepfleger und Gläubigerausschuß ernannt, und sollen Borg- und Nachlaßvergleiche versucht werden, wobei bemerkt wird, daß in Bezug auf Borgvergleiche und Ernennung des MaffepflegerS und GläubigcrausschusseS die Nichterscheinenden als der Mehrheit der Erschienenen beitre- tcnd angesehen werden. Den im Auslande wohnenden Gläubigern wird auf- gegeben, spätestens bis zur LiquidalionStagfahrt einen dahier'wohnendeff Gewalthaber zum Empfange aller Einhändigungen, welche nach den Gesetzen an die Partei selbst oder in ihrem wirk! chen Wohnsitze zu geschehen haben, in öffentlicher Urkunde auszustetlen und nachzuweilen, widrigenfalls alle weiteren Verfügungen oder Erkenntnisse mit derselben Wirkung, als ob sie ihnen eröffnet oder zugcflcllt wären, an der Gerichtstafel angeschlagen würden. Pfullendors, den 6. Juni 1867. Großh. bad. Amtsgericht. Büchner. Z.v.654. A.G.Nr. 15,808. Pforzheim. (Gantedikt.) Gegen die HändelSfrau Karvline Fastnacht, geh. Wilser, hier haben wir Gant erkannt, und Tagsahrt zum Richtigstellung-- und Vorzugspersahren auf Donnerstag den 11. Juli d. I., V o r m illta g S 9 Uhr, im AmtSrevisoiatsgebäude angeordner. Alle Diejenigen, welche aus was immer für einem Grund Ansprüche an die Gantmasse machen wollen, werden daher ausgefordert, solche in der angesetzten Tagfahrt, bei Vermeidung de« Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden, die etwaigen Vorzugs- und Unterpfandsrechte, die der Anmeldende geltend machen will, zu bezeichnen und zugleich die Beweisurkunden vorzulegen oder den Beweis mit andern Beweismitteln anzutreten. In der Tagfahrt soll auch ein Massepfleger und ein Gläubigerausschuß ernannt und ein Borg- und Nachlaßvergleich versucht werden. In Bezug auf Borgvergleich und Ernennung des MaffepflegerS wird der Nichterscheinen!)« als der Mehrheit' der Erschienenen beitretend angesehen werden. Den Ausländern wird aufgegeben, bis dahin einen dahier wohnenden Gewalthaber für den Empfang aller Einhändigungen, welche nach den diesseitigen Gesetzen der Portei selbst oder in derm wirklichem Wohnsitze geschehen sollen, anher zu bestellen, widrigens alle weiteren Verfügungen oder Erkenmniffe mit der Wirkung der Eröffnung denselben durch die Post zugesendet werben würden. Pforzheim, den 7. Juni 1867. Großh. bad. Amtsgericht. B o e ck h. A S c a n i. Z.v.614. Nr. 10,701. Lörrach. (AuSschluß- erkenntniß.) ES werden alle Jene, welche ihre Ansprüche an die Gantmasse des Kupferschmieds Johann Müller jmig'hier heule nicht geltend machten, damit von solcher ausgeschlossen. Lörrach, den 20. Mai 1867. Großh. da». Amtsgericht. Kerkenmaier. Z.v.626. Nr. 4110. GerlachSheim. (AuS- schlußerkenn tnih.) Die Gant der Verlassmschast de« Lehrers Friedrich Lang in Königshofen betreffend. Beschluß. Alle Gläubiger, welche in der heutigen Tagsahrt ihre Forderungen nicht angemeldet haben, werden hiermit von der Masse ausgeschlossen. GerlachSheim, den 4. Juni 1867. Großh. bad. Amtsgericht. Schwab. Z.v.653. Nr. 4197. GerlachSheim. (Aus- schlußerkenntnißJ Die Mint des Florian Bamberger von Untcrbalbach betr. Beschluß. Alle Gläubiger, welche in der heutigen Tagsahrt ihre Forderungen nicht angemeldet haben, werden hiemit von der Masse ausgeschloffen. GerlachSheim, den 7. Juni 1867. Großh. bad. Amtsgericht. Schwab. Z.v.657. Nr. 14,812. Heidelberg. (AuS- schlußerkenntniß.) Die Gant gegen Schlaffer Leopold Schnorr hier betr. Werde» alle Diejenigen, welche in der Tagfahrt vom Heutigen die Anmeldung unterlassen haben, von der Masse ausgeschlossen. Heidelberg, den 3. Juni 1867. Großh. bad. Amtsgericht. K a h. Z.V.651. Nr. 4163. Walldürn. (AuSschluß- erkenntnitz.) Die Gant de- Matheus Kuch von SteinSsmth betreffend. Alle diejenigen Gläubiger, welche ihre Forderungen bis heute nicht angemeldet haben, werden hiermit von der vorhandenen Masse ausgeschlossen. Walldürn, den 5. Juni 1867. Großh. bad. Amtsgericht. Stehle. W a n k e l. Z.v.659. Nr. 14,074. Freiburg (Erk-nnt- niß.) In der Gantsache des Ludwig Schlegel, Müller und Bäcker von St. Märgen, wkd ausgesprochen, daß die Ehesrau de« GamsHukbuer». Elisabeth», geh. Waldvogel, berechtigt ist, ihr Vermögen von lenem ihre- Ehemannes abzusondern. Freiburg, dm 7. Juni 1867. Großh. bad. Amtsgericht. Fromherz. Z.v.660. Nr. 10,622. Müllheim. (Urtheil.) Die Gant de« David Bloch, Lehmanns Sohn, von Sulzburg betr. Aus den Antrag der Ehesrau de» GanlmannS und in Anwendung des 8 1060 der Pr.Ordn. wird ausgesprochen: Die Ehefrau des Gantmanns, Rosa. geh. Kahn, von Sulzburg sei für berechtigt zu erklären, ihr Vermögen von demjenigen ihres Ehemannes abzusondern, unier Versäüung der Ganlmasse in die dadurch ver- anlaßten Kosten. Müllheim, den 27. Mai 1567. Großh. bad Amtsgericht. Löwenftein. Z.V.644. Nr. 5465. Sckopsheim. (Vermögen Sa bs Änderung.) In der Gantsache gegen Zimmermann Kist dahier wurde am 29. April l. I. erkannt: DieEhefrau de«Zimmermanns Kist, Anna, geb. Herthing, sei berechtigt, ihr Vermögen von dem ihre« Ehemannes abzusondern. Schopfheim, den 7. Juni 1867. Großh. bad. Amtsgericht. K i l g e n st e i n. Zv668. Nr. 15,896. Pforzheim. (Bekanntmachung.) Nachdem wir gegen den Schreiner Kornelius Wörner hier Gant erkannt haben, wird sämmtlichin Schuldnern des GanlmannS aufgegeben, bei Vermeidung doppelter Zählung nicht an diesen, sondern an den provrsoriichen Massepfleger, Kommissionär Haber st rob hier, zu bezahlen. Pforzheim, den 8. Juni 1867. Großh. bad. Amtsgericht. B o e ck h. AScani. V.402! Nr. 7809. Donaueschingen. (Bekanntmachung.) In das Firmenregister wurde heute unter Ordnungszahl 64 eingetragen die Firma Mar Rath in Hüfingen. Inhaber ist ebenderselbe. Donaueschingen, den 6. Juni 1867. Mwßb. bad. Amtsgericht. H. Schmidt. V.400. Nr. 6800. Konstgnz. (Bekanntmachung.) Der im Gesellschaftsregister O.Z. 23 eingetragene Kaufmann Eduard LoeS dahier und Bertha Welt in haben am 14. v. Mis. einen Ehe- vertrag abgeschlossen, wvrnach jeder Theil 100 st. in die eheliche Gütergemeinschaft einwirft, diese aber im klebrigen ausgeschlossen wird. Konstanz, den 3. Juni 1867. Großh. bad. Amtsgericht. K ä r ch e r. V.401. Nr. 6807. Konstanz. (Bekanntmachung.) Felix Wit! mer hier, eingetragen im Firmenregister O.Z. 57, hat in seinem Ehevertrag mit Bertha Burkard dahier vom 14. Mai d. I. die Einwerfung von je 100 fl. in die eheliche Gütergemeinschaft , im klebrigen Ausschluß der letzteren bedungen. Konstanz, den 3. Juni 1867. Großh. bad. Amtsgericht. K ä r ch e r. V.396. Nr. 5681. Breisach. (Handelsregister.) Heute wurde bei uns angemeldet und O-Z. 82 zum Firmenregister eingetragen die Firma: .L. GeiSmar in Breisach". Inhaber derselben ist Louis Geismar, Handelsmann von Breisach. Ehevertrag ck. ck. Breisach, den 22. April 1867, mit Jeanette kkffenheimer von Breissich, wvrnach ge mäß L.R.S. 1500 bis 1504 von dem beweglichen Ver- mögenSveibringen jedes Ehegatten -0 fl. in die Gemeinschaft eingeworfen werden, alles übrige jetzige und künftige Vermögen derselben mit den darauf haftenden Schulden wird von der Gemeinschaftsmasse ausgeschlossen. Breisach, den 29. Mai 1867. Großh. bad. Amtsgericht. G ä n s e b l u m. V.399. Nr.7063. Emmendingen. (Bekanntmachung.) Für die im Firmenregister unter O.Z. 29 eingetragene Handelsfirma Chr.'Ring wa ld in Emmendingen ist Kaufmann Emil Ringwald, ledig, zu Emmendingen als Prokurist bestellt und der Eintrag hierwcgen im Firmenregister unter O.Z. 29 geschehen. Emmendingen, den 29. Mai 1867. Großh. bad. Amtsgericht, v. Rotteck. V.397. Nr. 5594. Boden. (Bekanntmachung.) Nachträglich zu O.Z 141 des Firmenregisters, Firma: .Philipp Josef Klein in Baden", wurde unterm Heutigen eingetragen: Verehelicht mit Mathilde Moppert in Baden. Hnraihsvertrag vom 28. Mai d. I., wvrnach jeder Tbeil 50 fl. in die Gemeinschaft eimvirft, alles bewegliche und unbewegliche Vermögen aber, welche« die Ehegatten in di« Ehe ein» bringen oder während derselben' dttstch 'E^bschafft, Schenkung, Vermächlniß oder in sonstiger unentgeltlicher Weise erwerben, von der Gemeinschaft ausgeschlossen ist. Baden, den 5. Juni 1867. Großh. bad. Amtsgericht, v. Zech. V.398. Mosbach. (Bekanntmachung.) Zufolge Verfügung vom Heutigen, Nr. 12,189, wurde unter O.Z. 7 de« diesseitigen GesellschasiSregi stcrS eingetragen die GeseUschasl-sirma .Adler und Gotthilf in Mosbach". Die Gesellschafter sind: 1) Elia« Adle.r, Handelsmann in MoSbach, 2) Hirsch Gollhiki, Handelsmann däfelbst; di- Gesellschaft hat mit dem 23. April l. I. begonnen.' Eheverirag de« Eli»« Adder ck. ck. Oberkail, den 12. Juni 1862, mit Babeita Gotthilf von Berlichingen, im Königreich Württemberg, inhaltlich dessen alles gegenwärtige und zukünftige fahrende Einbringen beider Ehegatten mit den etwa darauf hastenden Schulden biS auf die Summe von 50 fl., welch« jeder Theil zur Gemeinschaft einwirst, als Liegenschaft erklär! wird, und als solche den Ehegatten wieder ersetzt und bezüglich der Schulden in Abzug gebracht werden soll. Mosbach, den 31. Mai 1867. Großh. bad. Amtsgericht. R ü t t i n g e r. V.403. Weinheim. (Bekanntmachung.) In die Handelsregister wurde eingetragen: Zu Ord.-Zahl 2 des Ges.-Reg. Firma Gebrüder A l t st L d t e r r» KVeiHeim: Ehevertrag de« Jakob Altstiidter mit Bettchk, Löwenberg von Igstadt, ck. ck. Weinheim, den 18. Dezember 1865, wvrnach sämmtliche« gegenwärtige und zukünftig« , sowohl liegende al» fahrende Vermögen der Brautleute bis aus den Betrag von 20 fl., welche jedes in die Gemeinschaft legt, von derselben ausgeschloffen bleibt. Zu Ord.-Zahl 7 des Ges.-Reg. Firma Leopold uni, Moritz Oppenheimer in Hemsbach: Die Gesell« schast ist aufgelöst; das Geschäft ist auf Leopold O p> penheimerll. übergegangeu. Zu Ord.-Zahl 8 des Ges.-Reg. Firma F. Louis Kissel in Weinheim: Karl Merkle ist jum Proknristen ernannt. Zn Ordn.-Zahl 15 des Firm.-Reg. Firma Karl Janzer in Weinheim: Karl Josef Ja nzer ist zum Prokuristen ernannt. Zu Ord.-Zahl 23 de« Firm. Reg. Firma Leopold Oppenheimer II. von Hemsbach in Weinheim: Obige Firma ist erloschen. Zu Ord.-Zahl 71 des Firm.-Reg. Firma Heinrich HildebrandL Söhne in Weinheim: Da« Handelsgeschäft ist auf Georg Hildebrand von Weinheini seit 12. Februar 1866 übergegangeu, welcher dasselbe unter obiger Firma sortbctreibt. Zu Ord.-Zahl 85 des Firm.-Reg. Firma Ferdinand Sommer in Weinheim: Eheverirag mit Katharina Bloß von Winterbach, ck. ck. Weinbeim, den 23. November 1865, wvrnach sämmtliche« liegende und fahrende Vermögen bis aus den Belrag von 10 fl., welche jede« der Brautleute i» die Gemeinschaft einwirft, von derselbe» ausgeschlossen bleibt. Zu Ord.-Zahl 87 des Firm.-Reg. Firma Kail Weisbrodtn Weinheim: Eheverirag mit Süsanna Schrank von Edingen, ck. ck Weinheim', 13. August 1866, wvrnach alles gegenwärtige und z> künftige fahrende Beibringen der Eheleute mit den darauf ruhenden Schulden von der Gemeinschaft ausgeschlossen und für Liegenschaft erklärt wird, bis auf den Betrag von 25 fl., welche jeder Ehetheil in die Gemeinschaft einwirft. Ord.-Zahl 99 Firma L. Z. Oppenheimer in Hemsbach: Inhaber Leopold Oppenheimer II., Handelsmann in Hemsbach. Weinheim, den 6. Juni 1867. Großh. bad. Amtsgericht. Müller. Kraft. Z.v.642. Nr. 4850. Buchen. (Aufforderung.) Beschluß. Die Wittwe de« Valeria» Baier, verlebten Polizeidiener» in Scheringen, Anna Maria, geb. Krau«, hat um Einweisung in Besitz und Gewähr de« Nachlasses jenes, nachdem die gesetzlichen Erbe« sich der Erbschaft entschlagen, gebeten. Sofern binnen 4 Wochen keine Einsprache erfolgt, wird dem Gesuch stattgegeben. Buchen, den 7. Juni 1867. Großh. bad. Amtsgericht. H e r e s. Nuß. Z.Y.136.4.5319. Dinkelsdühl. (Erkenn iniß.) von Pettenkvfer Nachlaß betr. Nachdem der in der Nachlaßsache de« Dekan« von Pettenkoser zu Dinkelsbühl erlassene Er- beuaufrus (Siehe Nr. 36, 110 und 190 v. I.) fruchtlos geblieben ist und sich innerhalb der Vorgesetzten Omonatlichen Frist kein Erbprätendent gemeldet hat, wird der nach Abzug der Kosten verbleibende Rest dein Frage gehenden Erdtheil« dem kvnigl. FiSknS als herrenloses Gut überwiesen. Gründe: rc rc. rc. Dinkelsbiihl, am 6. Juni 1867. König!. Stadt- und Landgericht. Schwingenstein. Buss, Ass. coli. Eichhorn. Z.v.637. Nr. 7348. Emmen bin gen. (Aufforderung nvd Fahndung.) Mathias Mör- der, Weber von Reuthe, 25 Jahre alt, 5'3" groß mit hellblonden Haaren, ist aus den Antrag großh. Staatsanwaltschaft von uns wegen bei einem Raushandel verübter Körperverletzung in AnschuldigungS- stand gesetzt. Es ist ihm nämlich zur Last gelegt, daß er in der Nacht vom 30. auf 31. v. Mts. unter Mitbetheiligung des Heinrich Heine zu Reuthe im Hofe de« Vinzenz Bührer den Joses Hält ich von da angefallen und mißhandelt bat, daß ihm also die daraus hervorgegangene , für lebensgefährlich erkannte Körperverletzung des Josef H 8 t-tich mit zur Last fällt. Mathias Mörder, der sich flüchtig gemacht hat, wird hiermit öffentlich aufgefordert, sich binnen 4 Wochen bei uns zu stellen und sich über diese Anschuldigung zu verantworten, andernfalls das klrtheil gegen ihn nach dem Ergebnisse der Untersuchung gefällt werden müßte. Hiermit machen wir weiter bekannt, daß das Vermögen des Mathias Mörder in Beschlag genommen wird. Schließlich wird das Ansuchen gestellt, aus Mathias Mörder zu fahnden, ihn im BeirelungSsalle zu ver- hckskm tksid gtflkntznch anher zu überliefern. Emmendingen, den 7. Juni 1867. Großh. bad. AmckSgericht. v. Rotteck. Z.v.671. Nr. 85S8. ' B"rwchf « l. (Fahn- düng.) Am 29. v. M. wurde dahier ein Bursch« verhaftet, welcher angibt, daß er Stefan Vogt beiß« und in der Gegend von Freiburg zu Hause sei. Er weigert sich, seinen HeimathSort zu bezeichnen, weil er mit seiner Mutter in Streit gecathen sei und deß- balb nickt mehr nach Hause zurückkehren wolle. Rach seinem Dialekt scheint jedoch diese Angabe über seine Heimath unrichtig zu sein. Wir bitten um Fahndung. Signalement. Größe, 5' 9"; Alter -, 20 - 24:Jabre; Statufl schlank und kräftig; Gestchtsiorm, länglich; Gesichts sarde, blaß; Stirne, hoch; Haare, blond und üppig» Augen, grau; Augenbrauen, blond; Nase, groß! Mund, groß und aufgeworfen; Zähne, gut. Kenn» Zeichen : hält immer den Mund offen. ' Kleidung: Dunkelgrauer Rock und Hose und schwarzer niederer Filzbui. Bruchsal, den 8. Juni 1367. Großh. bad. Bezirksamt. Errlebcn. Z.Y.151. Lörrach. (Erledigte Gehilfenstelle.) Bei großh. Obereinnehmerei und Domänenverwaltung Lörrach ist die erste Gehilfenstelle sogleich zu besetzen. JahreSgehalt 600 fl. Druck und Verlag der G. Braun'fchrn Hosbuchdruckerei.