Karlsruher Zeitung. W »L. Sonntag, 21. Februar. BsrauSbezshlung: halbjährlich 4 fl„ vierteljährlich 2 fl.; durch die Post im Großherzogthum, Briesträgergebühr eingeschlosien, 4fl.6kr. u.2sl.3kr. EinrückungSgebühr: die gespaltene Petitzeile oder deien Raum 5 kr. Briefe und Gelder frei. Expedition: Karl-FriedrichS-Straße Nr. 14, woselbst auch die Anzeigen in Empfang genommen werden. 18«S. Zweites Bulletin über das Befinden Sr. Königs Hoheit des Großherzogs. In dem Befinden Sr. Königl. Hoh. des Großherzogs ist eine unverkennbare Besserung eingetreten. Die Schmerzhaftigkeit der leidenden Theilc, sowie das Fieber haben sich erheblich vermindert. Karlsruhe, den 20 Februar 1869. (gez.) vr. Schrickel. „ Or. Friedreich. Telegramme. Wien, 19. Fcbr. Der Bndgetausschuß des Reich--, raths hat durch Ausschlag der Stimme des Obmanns den Antrag auf theilweise oder ganze Entziehung der Personaleinkünste renitenter Mitglieder des Klerus verworfen, weil die Negierung die Vorlage von Gesetzen zugcsichert, durch welche die Renitenz beseitigt werden soll; dagegen wurde der Antrag: den Bischof von Linz auf die normalmäßige Dotation zu reduziren, vom Ausschuß angenommen, nachdem der Unterrichtsminister erklärt hatte, daß diesbezügliche Schritte bereits eingeleitet seien. Wien, 19. Febr. In der heutigen Sitzung des Reichsraths legte der Minister des Innern eine mit Preußen getroffene Vereinbarung wegen einer definitiven Demarkationslinie der schlesisch-preußischen Grenze vor. London, 19. Febr. Das Parlament wird in der kommenden Woche in seiner Gesammtheit eine Adresse überreichen. Aus Washington wird unterem 18. Febr. gemeldet, daß das Scnatskomitee für Auswärtiges den Beschluß faßte, dem Kongreß die Verwerfung des Alabama-Vertrags anzuempfehlen. Deutschland Karlsruhe, 20. Febr. Der heute erschienene „Staatsanzeiger" Nr. 5 enthält (außer Personalnachrichten): I. Verfügungen und Bekanntmachungen der Staatsbehörden.. 1) Bekanntmachung des Justizministeriums: Die Eintheilung der Notariatsdistrikte rm Amtsgerichtsbezirk Lörrach betreffend. Dadurch wird der bisher dem genannten Notariatsdistrikt gehörige Ort Jnz- lin gen vom 15. d. M. an dem Nvtariatsdistrikt Grenzach zugetheilt. 2) Bekanntmachung des Ministeriums des Innern: ») Die Wahl der Kreisausschüsse betreffend. Verzeichn iß der für die Jahre 1869 bis 1871 gewählten Mitglieder der Kreisausschüsie: I. Kreis Konstanz. Bürgermeister Stromeyer in Konstanz, Vorstand, Redakteur Ammon in Konstanz, Domänenvcrwalter Futterer in Stockach, Oekonem Bissing in Moorhof, Oekonom Majer in Helmsdorf, Kaufmann Hegele in Metzkirch, Apotheker Müller in Radolfzell; Ersatzmänner: Rechtsanwalt Merk in Konstanz, Domänenverwalter Walter in Konstanz. II. Kreis Villingen. Reallehrer Georg Kurz in Villingen, Vorstand, praktischer Arzt Merz in Whrenbach, Wcinhändler Rudolf Kienzler in Villingen, Kaufmann Bernhard Kreutzer in Gci- fingen, Kaufmann Karl Otto von Villingen; Ersatzmänner: Kaufmann Heinrich Osiander in Villingen, Bezirkslhierarzt Hermann Utz in Villingen. III. Kreis Waldshut. KreiSgerichtszath Martinin Waldshut, Vorstand, Johann Nepomuk Kaiser in Betlmariiigen, BezirkS- sörster Föckler in Thiengen, Otto BallY von Säckingen, Franz Josef Müller von Hohenthengen; Ersatzmänner: Mathä Schmidtvon Tiefenstein, Xaver von Kilian in Waldshut. IV. Kreis Lörrach. Gastwirth Markus Pflüger in Lörrach, Vorstand, Gastwirth Friedrich Rottra in Kirchen, Landwirt!) Reinhard Vogclbach in Lörrach. Johann Michael Thoma in Todtnau , Fabrikant Hermann Blankenhorn in Müllheim; Ersatzmänner: Bürgermeister Feldkirchner jn Lörrach, Kaufmann Albert Ziegler in Schopfheim. V. Kreis Freiburg. RechSanwalt Kapferer in Freiburg, Vorstand, Kaufmann Blust in Freiburg, praktischer Arzt Eschba- cher in Freiburg, Kaufmann Fischer in Freiburg, Fabrikant Karl Metz in Freiburg, Rechtsanwalt Buch in Freiburg, Bürgermeister Wenzler in Emmendingen; Ersatzmänner: Fabrikant Klehe in Freiburg, Kaufmann Heinrich Maier in Kenzingen. VI. Krei » Ossenburg. Kaufmann I. Adam Nußbaum von Offenburg, Vorstand, praktischer Arzt vr. Sch »eider in Ober- kirch, Oekonom Steiner von Slrohbach, Philipp Armbruster von Wolfach, August Huth von Neufreistett; Ersatzmänner: Ludwig Roneg g er von Oppenau, Emil Durain von Kehl. VII. KreiSBaden. Kaufmann Adolf Weiß jung in Baden, Vorstand, GerichtSnvtar Hermann Höser in Achern, Werkmeister Isidor Balzer in Rastatt, Bürgermeister Franz Conrad in Bühl, Apotheker Engelhard Sonntag in Gernsbach; Ersatzmänner: Hosgärtner Karl Eyth in Baden, Bankier Emil Wolf in Baden. VIII. Kreis Karlsruhe. Rechtsanwalt Kusel in Karlsruhe, Vorstand, Gastwirth Friderich in Durlach, Bürgermeister P »ravicini in Breiten, Geheimer Referendar Walli in Karlsruhe , Fabrikant Buhl in Ettlingen, Ingenieur Petermann in Bruchsal, Kaufmann Lenz von Pforzheim; Ersatzmänner: KreiSgerichtSrath Wielandt II. in Karlsruhe, Hofbuchhändler Albert Knittel in Karlsruhe. IX. Kreis Heidelberg, vr. W. Blum in Heidelberg, Vorstand, Oberbürgermeister Krausmann in Heidelberg, Bezirks- förster Laurop in Sinsheim, Oekonom Friedrich Bengel in Tresch- klingen, Freiherr Karl von Gjler in Mauer; Ersatzmänner: vr. G. Herth in Heidelberg, Rathschreibcr Notar Sachs in Heidelberg. X. Kreis Mannheim. Staatsrath August Lamey in Mannheim, Vorstand, Professor Bender in Weinheim, Apotheker vr. Gerber in Hockenheim, Gemeinderath Hoff in Mannheim, Altbürgermeister Schäfer in Ladenburg; Ersatzmänner: Friedrich Wundt in Mannheim, R. Lehmann Mayer in Mannheim. XI. Kreis Mosbach. Forstinspektor Schreiber in Mosbach, Vorstand, Rechtsanwalt Hörst in Tauberschofsheim, Bürgermeister Bußemcr in Eberbach, Oekonom Stein in Kudach, Pfarrer Spath in Adelsheim; Ersatzmänner: Rentamtmann Achenbach in Neckarelz, Stiftungenvcrwalter S t e i n e r in Mosbach. b) Die Aufnahme von Zöglingen in die Taubftummen- Anstalt zu Meersbnrg im Jahr 1869 betreffend. Bis zu der am 1. August d. I. stattfindendcn Aufnahme neuer Zöglinge werden etwa 16 Plätze erledigt. Mit Bezug aus § 18 des neuen Statuts werden Eltern und Vormünder aufnahmsfähiger taubstummer Kinder hiermit aufgefordert, etwaige Anmeldungen bei dem Verwaltungsrath gedachter Anstalt unverweilt einzureichen. 3) Bekanntmachung des Kriegsministeriums: Die Errichtung eines Traindepots zu Gerlachsheim betreffend. 4) Bekanntmachung des Ober- medizinalrathes: Die im Frühjahr 1869 vorzunehmende medizinische Vor- und Hauptprüfung betreffend. Im Frühjahr d. I. wird sowohl eine medizinische Vorprüfung als auch eine medizinische Hauptprüfung stattsinden. Diejenigen, welche an der einen oder der anderen Prüfung Theil nehmen wollen, haben sich längstens bis 14. März d. I. bei dem Großh. Obermedizinalralh zu melden. II. Diensterledigung. Die Stelle eines Bezirksarztes in Waldkirch. Stuttgart, 18. Febr. Nach dem „Nürnb. Korr." soll sich Hr. v. Mittnacht jetzt definitiv bereit erklärt haben, bei der Zollparlamentswahl in Mergentheim-Gerabronn als Kandidat auszutreten. Zugleich hat er seinen alten Wählern schriftlich mitgetheilt, daß seine Ansichten über die Kompetenz des Zollparlamentes sich nicht geändert hätten, bczw. daß er noch auf dem Standpunkte des bekannten Protestes der süddeutschen Abgeordneten stehe. Bei der Nachwahl in Ulm wird von großdeutscher Seite jetzt vielfach Rechtskonsulent Becher als Kandidat genannt. München, 18. Febr. Sitzung der Abgeordnetenkammer vom 18. Febr. Schulgesetz. (Fr. I.) Abg. Fischer ist gegen alle Modifikation des Art. 3 (Religionsunterricht) und für die Fassung des Ausschusses, v. Hoffmann bekämpft die Modifikationöanträge vom protestantischen Gesichtspunkt aus. vr. Ruland und v» Steinsdorf sind gegen den Antrag des vr. Edel. Dieser läugnet, daß sein Antrag protestantischen Interessen zuwiderlaufe. Die Kammer votirt „Schluß". Der Minister des Innern erklärt sich für den Edel'schen Antrag, vr. A. Schmid begründet einen Zusatz zu dem Artikel, welcher die Einsprache der Kreis-Verwaltungsbehörden gegen Verfügungen der kirchlichen Oberbehörde in Bezug auf Anordnung und Leitung des Religionsunterrichts und des religiös-sittlichen Lebens von Gesetzen und Verordnungen abhängig macht. Abg. Kraussold (Protest. Pfarrer) beantragt folgende Zusätze: „Der Religionsunterricht in den Volksschulen wird als wesentlicher Schnlunterrichtsgegenstand zunächst von den betr. Lehrern für die ihrer Konfession zugehörigen Kinder ertheilt. Den Geistlichen der verschiedenen Konfessionen ist es unbenommen, den Religionsunterricht für die ihrer Konfession angehörigcn Kinder in den Schulen ihres PfarrsprcngelS und in gemischten Schulgemeinden auch außerhalb desselben entweder ganz oder theilweise selbst zu übernehmen, oder durch ihre Stellvertreter ertheilen zu lassen." Abg. Reger (kathol. Pfarrer) beantragt folgende Fassung: Bei Ertheilung des Religionsunterricht» ist, „abgesehen von Leicht-, Kommunion- und Fir- mungSunterrichl", die bestehende Schulordnung zu beobachten rc. Antragsteller bemerkt, er lege keinen besonder« Werth darauf, daß sein Antrag ins Gesetz eingestellt würde, wenn der Minister eine beruhigende Erklärung abgebe. vr. C. Barth motivirt seine Modifikation, wonach die Ertheilung des Religionsunterrichts zunächst Sache des Pfarrers und seine» Stellvertreter» sei und aushilfsweise dem Lehrer übertragen werden könne. Dieser Antrag wird jedoch nicht genügend unterstützt und kommt deßhalb nicht in weiteren Betracht. Nachdem der Kultusminister den verschiedenen Anträgen entgegcngelreten, wird endlich zur Abstimmung über den Art. 3 geschritten. Der Antrag de« Abg. C. Barth (zu Absatz 1) wird mit großer Mehrheit abgelehnt ; der Antrag der Abg. vr. Edel wird mit 78 gegen 58 Stimmen ebenfalls abgelehnt und der Absatz nach der AuSschußfassung angenommen. Dasselbe ist bei den übrigen Absätzen der Fall, welche alle in der Ausschußfassung genehmigt werden, unter Ablehnung der betr. Modifikationsvorschläge; Abg. Reger hatte seinen Antrag zurückgezogen, nachdem eine beruhigmde ministerielle Erklärung erfolgt war. München, 19. Febr. (Allg. Ztg.) Die Abgeo rdneten - kammer hat heute bis 43 Schulgesetzartikel meist nach den Ausschußbeschlüssen angenommen; Barth's Antrag: den Genieinden die Befugniß zur Gründung von Kommunalschulen einzuräumen, wurde abgelchnt. Die Herstellung eigener Gebäude für das Turnen ist fakultativ, nicht obligatorisch. Darmstadt,- 18. Febr. In der heutigen Sitzung der ZweitenKammer kamen der Gesetzentwurf, die Versendung explosibler Gegenstände mit der Post, dann mehrere Vorlagen, die Ausdehnung schon im Großherzogthum bestehender Gesetze auf die neu erworbenen Landcstheile betr., zur Berathung und wurden fast unverändert angenommen. Ein Antrag von Fink, die Errichtung von Fabrik- und Gewerbs- gerichten betr., wurde mit Rücksicht auf die zu erwartende Gesetzgebung des Norddeutschen Bundes abgelehnt, dagegen der Vertrag zwischen dem Großherzogthum'Hessen und den vereinigten Staaten von Amerika wegen der Staatsangehörigkeit der Auswanderndcn genehmigt. Die nächste Sitzung ist kommenden Montag; in derselben wird das Einkommensteuer- Gesetz zur Berathllng kommen. Kassel, 18. Febr. (Nürnb. Korr.) Der Fiuanzminister hat eine Herabsetzung des Gesammtbctrages der eingeschätzteu Gewerbesteuer um 10 Proz. in der Art angeordnet, daß die einzelnen Steuerklassen jedoch eingehalten werden. Die Einschätzungskommission hat diese dankbar anzucrkennende Verfügung in der Weise zur Ausführung gebracht, daß sie die oberen Steuerklassen bestehen ließ und die Herabsetzung der unteren z. B. von 6 auf 4, und von 4 auf 2 Thlr. bewirkte, was wohl auch unter den gegebenen Verhältnissen das richtigere Verfahren sein möchte. Berlin, 19. Febr. Se. Maj. der König empfing heute Morgen den aus Kassel hier eingetroffenen Oberpräsidenten v. Mö ller. — Vorgestern waren die Mitglieder des Norddeutschen Bundesrathe« bei den Königl. Majestäten zur Tafel. Das Bundeskanzleramt hat den nächstjährigen Etat für den Rechnungshof des Norddeutschen Bundes ruf- gestellt. An Besoldungen mit Einschluß von 1000 Thalern als Wohnungscntschädigung für den Chefpräsidenten, enthält dieser Etat die Summe von 54,200 Thlr. und zwar für 1 Direktor, 5 Räthe, 28 Rechnungsrevisoren, 4 Registratoren, 3 Kanzleisekretäre und 2 Kanzleidiener. Dazu kommen an sonstigen persönlichen Ausgaben noch 2300 Thlr. und an sachlichen Ausgaben 3200 Thlr., insgesammt also 59,700 Thlr. Der Etat der Bundes-Postverwaltung für da« Jahr 1870 ist in Einnahmen auf 21 Milk. 970,170 .Thlr. veranschlagt, 75,640 Thlr. weniger, als im Vorjahr. Unter den Einnahmen ist der Ertrag des Briefporto's auf 16 Mill. 817,120 Thlr. angesetzt; das Personengeld auf 3 Mill. 68,900 Thlr.; der Ertrag aus den Gebühren für die Bestellung der Postsendungen am Ort der Postanstaltcn auf 421,350 Thlr.; der Ertrag aus solchen Bestellungen im Umkreis der Postanstalten auf 671,870 Thaler. Letztere Gebühren sind für 1870 um 150,000 Thlr. niedriger berechnet, »lS im Vorjahr, weil die zunehmende Frankirung durch Freimarken diese Einnahmen schmälert. Auch für das Personengeld ist gegen das Vorjahr ein Minderbetrag angesetzt, und zwar von 50,000 Thlr., weil die Eröffnung einiger neuen Eisenbahnen die Benützung der Personenpost verringert. Andere Einnahmeposten wurden höher als im Vorjahr veranschlagt. Die Gesammtausgaben sind für 1870 auf 21 Mill. 586,899 Thlr. berechnet, 89,608 Thlr. mehr, als im Vorjahr. Im Ganzen ergibt sich aus dem nächstjährigen Postetat ein Ueber- schuß von 383,271 Thlr., gegen das Vorjahr ein Minderbetrag von 165,248 Thlrn. Nach den Bestimmungen der Bundesverfassung kommen von diesem Ueberschuß als An- theile: auf Preußen 266,819 Thlr.; auf das Königreich Sachsen 51,102 Thlr. rc. Heute Abend beginnen im Ministerium deS Innern mit Vertretern des Abgeordnetenhauses die Besprechungen über eine Reform der Kreisverfassung. Die Besprechungen mit Vertrauensmännern des Herrenhauses werden morgen ihren Anfang nehmen. Bei allen diesen Konferenzen führt der Minister Graf zu Eulenburg den Vorsitz. Wie verlautet, ist es die Absicht des Grasen v. Bismarck, den Berathungen beizuwohnen, so oft seine Zeit es ihm gestattet. Italien Florenz, 16. Febr. (Fr. Ztg.) Jn der Abgeordnetenkammer wurde heute auf Antrag des Finanzministers beschlossen, die Debatte über das Budget sofort zu beginnen, und damit einen Tag um den andern fortzufahren. An den Zwischentagen soll über die Verwaltungsreform weiter be- rathen werden. Eine mit Präzisionswaffen ausgerüstete Bande, aus bekannten Feinden der Dynastie bestehend, hat sich im Distrikt von Casina gebildet und beraubt die Regie- rungskasscn. Dem Steuereinnehmer stellte der Bandenchef über die geraubten Gelder einen Schein aus, und bereits ist es zu einem Kamps mit den Karabinieren gekommen. Die Bande streift nun zwischen San Polo und Montecchio. Das Unwesen wird nicht lange dauern, da von mehreren Punkten aus Truppen dorthin dirigirt wurden. — Bei Monteforte ist die Post von Banditen angefallen worden; sie öffneten die Briefe und nahmen die Banknoten heraus und ließen den Postwagen dann weiter fahren. Florenz , 18. Febr. Die „Italic" puMzirt den Text der Proklamation des Kabinets Zaimis, datirt vom 6. Februar. Die Proklamation erklärt, so schmerzlich auch für Griechenland die Annahme der Bedingungen der Deklaration der Konferenz sei, so wäre die Annahme doch nicht im Stande, die Zukunft Griechenlands zu binden, noch seine Hoffnungen zu durchkreuzen. „Wir hätten — sagt die Proklamation — das Vaterland verrathen, wenn wir uns in einem Augenblick dem Krieg ausgesetzt hätten, in dem die Armee nicht bereit und die Nation sich nicht bewaffnen konnte, und in dem Europa so wenig geneigt schien für Alles, was den allgemeinen Frieden stören konnte." Rom. Die in San Michele gefangenen römischen Okto- b e r - A u f st ä n d i s ch e n, etwa 65, wurden dislozirt, d. h. in eogi-et» geschafft, um durch den Richter des Fiskus, Maggi, das Ergebniß der bisherigen Verhöre zu erfahren. Es sind die am wenigsten Bedrohten, meist Jünglinge aus guten Familien und junge Beamte, die sich auf der Wiese der Marmo- rata am Abend des 22. Okt, den Truppen ohne Widerstand ergaben, aber mit den Waffen in der Hand. * Der Korrespondent der „Pall-mall Gazette" in Rom schreibt unterm 12. Febr. von einer großen Aufregung, welche anläßlich einer Depesche des Marquis v. Lavalette an den Marquis v. Banneville im Vatikan herrsche. Besagte Depesche habe dem Wunsche der französischen Regierung Ausdruck gegeben, daß der hl. Vater bei dem ökumenischen Konzil keinerlei Fragen zur Erörterung bringen möge, welche die Harmonie des französischen Klerus zu stören geeignet seien. Als die bedeutendste dieser Fragen ist das Thema des Galli- canismus hervorgehoben, welches im Fall einer Diskussion die französische Geistlichkeit in zwei feindliche Lager trennen würde. Im Vatikan habe diese Depesche große Aufregung verursacht, da sie einen der Hauptpunkte aus dem Programm des Papstes wegstreiche; doch werde man sich ihr schließlich fügen, da sie eben von Frankreich kommt. Frankreich. * Paris, 19. Febr. Das „Offizielle Journ." enthält folgende Mittheilung: In ihrer 7. Sitzung, die sie heute (18. Febr.) im Hotel des Ministeriums des Auswärtigen gehalten hat, nahm die Konferenz, nachdem sie von der Antwort der griechischen Regierung auf die Erklärung vom 20. Jan. Kenntniß genommen, Akt vom Beitritt des Athenischen KabinetS zu deu in jenem Dokument ausgesprochenen Prinzipien. Die Konferenz erklärte hieraus die diplomatischen Beziehungen zwischen der Türkei und Griechenland ip^c, facto wiedcrhergestellt und beauftragte ihren Präsidenten, den genannten zwei Regierungen ihren Dank auszusprechen für die Bereitwilligkeit, mit der sie ihren Rathschlägen Gehör geschenkt. Nach Erfüllung dieser Formalitäten sprach die Konferenz ihre Auflösung aus. Die „Patrie" schreibt: Wir haben zuerst die Reise des Fürsten von Montenegro nach St. iPelerSburg angekündigt und über seinen Ausenthalt in der Hauptstadt Rußlands genaue Details gegeben. Wir bringen in Erfahrung, datz die türkische Regierung, die den Phasen dieser Reise gefolgt ist und die die ganze politische Bedeutung kennt, sofort Maßregeln ergriffen hat, um ohne Säumen die bereits seil lange projektirten Festungswerke an der Grenze von Bosnien und Montemgro errichten zu lassen. Die ersten Arbeiten haben am 12. Febr. begonnen. Sic haben zum Zweck, .die Pässe zu befestigen, die nach Serbien führen, um im Fall einer Schilderhebung der Montenegriner die Verbindungen mit Serbien abschneiden zu können. In diesem Augenblick ist Montenegro ruhig, aber die Pforte weiß, auf welche Art die Aufstände dort Vorkommen und wer die Mächte sind, die Interesse haben, sie hervorzurufen. Die „France" läßt sich aus Madrid schreiben, daß der König Ferdinand die Thronkandidatnr definitiv abgelehnt hat. — Demselben Blatt zufolge wird Hr. Olozaga wahrscheinlich morgen nach Paris zurückkehren. — Rente 71.35, Cred. mob. 296.25, ital. Anl. 58.20. Spanien. * Madrid, 16. Febr. Man schreibt dem „Cvnftitutionnel": Die Thronkandidaturfrage verdient mit jedem Tag mehr Aufmerksamkeit. Die provisorische Regierung würde, bevor sie die Gewalt in'andere Hände legte, lebhaft wünschen, diese Frage, wenn auch »och nicht definitiv gelöst, doch der Lösung in befriedigender Weise nahe gebracht zu sehen. Unglücklicher Weise haben die Spaltungen im Schoße der Regierung nicht zu existircn aufgchört, und von deren 9 Mitgliedern sollen 4 die Kandidatur des Herzogs von Montpensier und 4 die des Königs Fernando von Portugal begünstigen, während Hr. Römer» Ortiz mit'seiner Meinung zurückhält. Das Problem ist mithin ganz immer noch dasselbe und Niemand vermag zu sagen, was aus dem Schoße der CorteS hervorgehen wird. Die Frage wird übrigens nicht so schnell zur Entscheidung kommen als man erwartet, und manches Ereigniß kann noch cintreten, welches geeignet ist, die Gc- müther völlig umzustimmen. Eine Tharsache ist unbestreitbar die nämlich , daß die Kandidatur Don Fernando's seit einiger Zeit in Spanien außerordentlich an Popularität gewonnen hat. Das größte Hinderniß für sic liegt im Widerstand des portugiesischen Volks, welches eifersüchtig auf seine Selbständigkeit in der Wahl des Erregenten einen ersten Schritt zur Verwirklichung der Iberischen Union erblickt. Auch bekämpfen alle Organe der portugiesischen Presse diese Kombination auf das nachdrücklichste. Privatkorrespondenzen gehen sogar so weit, zu behaupten, daß, wenn Don Fernando im Widerspruch mit seinen persönlichen Neigungen die spanische Krone dennoch annehmen würde, dies leicht in Portugal eine Revolution Hervorrufen könnte, die seinen Kindern den Thron kosten dürfte. Die schlimmen Nachrichten aus der Havanna folgen sich ohne Unterbrechung. Heute Morgen theilte man mir folgendes Telegramm vom 14. d. mit: „Die Ausstände mehren sich, die Freiheiten sind suspendirt worden. Ein Kriegsgericht ist niedergesetzt worden, um das Verbrechen der inScwncis (Untreue) zu richten." Man sagt, daß die Regierung über die Lage Cuba'S ernstlich beunruhigt ist und eine neue Expedition von 10,000 Mann vorbereitet. Der General Cabellero de RodaS ist bestimmt, den General Dulce zu ersetzen, der schon in Folge seines kränklichen Gesundheitszustandes der Lage in Cuba nicht gewachsen ist; außerdem wird auch seine Befähigung stark bezweifelt. Auch dem Brigadier EScalante ist ein Kommando bestimmt. Eine Prrvatdepesche berichtet, daß in den Gewässern ein amerikanisches Fahrzeug aufgefangen worden ist, welches den Insurgenten Munition und Waffen zuführte. « * Madrid, 19. Febr. Die Kommission der Cortes, die damit beauftragt war, die Wahlen von Barcelona zu prüfen, konstatirt, daß nur leichte Unregelmäßigkeiten vorgekommen sind und bringt in Vorschlag, sie giltig zu erklären. Die Cortes werden «samstag definitiv konstituirt sein. Das jetzige Bureau wird vollständig wieder gewählt werden. Die Negierung wird sodann ihre Vollmacht niederlegen. — Man glaubt zu wissen, daß die Cortes ihren Dank an die provisorische Regierung votiren und den Marschall Serrano ersuchen werden, das Ministerium zu bilden. Es scheint gewiß, daß alle jetzigen Minister ihre Portefeuilles behalten werden. Die „Madr. Ztg." meldet, daß Hr. Rascon zum außer- ordentl. Gesandten und bevollmächtigten Minister Spaniens für Preußen und den Norddeutschen Bund ernannt worden ist. Gestern hat dieMtzung der Cortes ^ Stunden gedauert und ist ohne Zwischenfälle.vorübergegangen. Sie war vollständig den Wahlprüsungen gewidmet. Dänemark Kopenhagen , 17. Febr. ImFolkething erklärte der Finanzminister Fonnesbech unter lebhaftem Beifall, daß er seinen Gesetzentwurf, betreffend eine extraordinäre Steuer für das nächste Finanzjahr , zurücknehme. Es sei zwar nicht seine Absicht, das Prinzip, außerordentliche Ausgaben für das Vertheidigungs- und Eisenbahnwesen nicht durch den Reservefonds abhalten zu lassen, aufzugeben, für jetzt aber machten die Umstände die neue Steuer (1 Mill. Thlr.) entbehrlich. Es seien außerdem im Finanzgesetz ca. 400,000 Thlr. erspart, namentlich im Militär-Etat; ein älterer Rest aus den Her- zogthümern zum Betrag von 230,000 Thlr. sei ohnedies in diesen Tagen eingegangen, weßhalb die Unterbalance nur auf 200,000 Thlr. komme. (Die budgetirte betrug 850,000 Thlr.) Schweden und Norwegen. Stockholm ,11. Febr. (Hamb. K.) In der Zwciten Reichstagskammer hat der Abg. Redakteur Hedlund aus Gothenburg einen Entwurf zu einem neuen Preßgesetz eingebracht. Der Vorschlag bezweckt die Durchführung vollständiger Preßfreiheit ohne alle hindernde Maßregeln, und zwar in l>em Sinn, daß auch Konzessiouen für die Herausgabe von Periodischen Zeitschriften wegfallen sollen. Auf der andern Seite soll jedoch der Redakteur einer Zeitung verpflichtet sein, seinen Namen aus jede Nummer des von ihm geleiteten Blattes setzen zu lassen. Ferner bezweckt der Antrag die Aufhebung verschiedener, jetzt bestehender Preßver- gehen, als Gotteslästerung, Verläugnung des reinen evangelisch-lutherischen Glaubensbekenntnisses rc.; die Ermächtigung des Redakteurs, die Verantwortlichkeit bezüglich einer unrichtigen Angabe durch eine Berichtigung beseitigen zu kögnen, die Herabsetzung der Geldstrafen im Allgemeinen und die Zusammensetzung der Geschwornengerichte zur Aburtheilung von Preßvergehen nach denselben Normen, welche in jeder Stadt für dieLLahlen zur schwedischen Zweiten Reichstagskammer maßgebend sind. Großbritannien. , * London, 18. Febr. Die gestrige Nachmittagssitznng des Unterhauses war nur formellen Geschäften gewidmet und von sehr kurzer Dauer. Von allgemeinem Interesse ist daraus Nichts uachzutragen. Der Lärm der französischen Blätter über die belgische Eisenbahn-Angelegenheit hat an der Börse wohl einige Aufmerksamkeit, in politischen Kreisen jedoch bis jetzt keine sonderliche Beachtung gefunden. Die Presse bleibt ihrem in neuerer Zeit befolgten Grundsatz, ausländische Angelegenheiten objektiv zu bcurtheilen und namentlich Frankreich gegenüber eine beobachtende Haltung zu behaupten, treu und wägt Recht und Unrecht gegen einander ab. Die telegraphisichc Verbindung mit dem Kontinent, zumal mit Belgien und Frankreich, liegt nun schon seit Wochen sehr im Argen. Recht deutlich zeigte sich dies wiederum bei Eröffnung des Parlaments. Die Thronrede, welche hier auf vier Kabeln gleichzeitig aufgeben wordj» war und innerhalb 15 Minuten Paris hätte erreichen sollen, brauchte volle 3 Stunden. Auch die Telegraphie nach Deutschland leidet unter diesem Uebelstand ganz bedeutend, da die unversehrten unterseeischen Kabel dadurch mit Arbeit mehr als überhäuft werden. Der Verein zur Förderung weiblicher Arbeit erfreut sich einer allgemeinen und stets wachsenden Theilnahme. Neuerdings haben die Königin Viktoria, die Kronprinzsssin von Preußen und die Prinzessin Luise das Protektorat über denselben übernommen. ' Die Vermählung des Ministers für öffentliche Bauten, Hrn. Layard, mit Miß Gucst, der Tochter des verstorbenen Sir John Guest, wird am 15. nächsten Monats stattsinden. * London, 18. Febr. Unterhaus. Hr. Fawcett fragt, ob es wahr sei, daß die Regierung von Indien 6,589,100 Pfd. St. für den Krieg von Abessinien vvrge- schossen habe und daß man der Bank von Bengalen noch 3,089,100 Psd. St. schulde. Redner fragt, wer die Zinsen zu zahlen habe, ob England oder Indien? Hr. Lowe antwortet, die Regierung von Indien habe am 17. Dezember telegraphirt, sie habe 7 Millionen Pfd. St. verausgabt, aber 4 Millionen seien ihr bereits zurückgezahlt. Australien. * Adelaide, 5. Jan. Eine wissenschaftliche Expedition ist nach dem Norden abgereist. Ihre Hauptaufgabe wird in Vermessungen bestehen.— Die Weizenernte wird diesmal wahrscheinlich 6 V» Million Bushels ergeben. Amerika. Reu-Avxk, 3. Febr. (N. Handels-Ztg.) Grant wird nach Proklamirung seiner Wahl im Kongreß sich an die Bildung seines Kabinets machen. Die Politiker wissen nicht, ob der Mann, von dem Alles oder doch sehr Vieles abhängt, sich im geringsten durch Partcirücksichten beeinflussen lassen, ob er sich dankbar zeigen, d. h. von dem Grundsatz ausgehen wird, daß eine ihm gewährte Unterstützung auf Kosten, des Volkes belohnt werden muß. Man weiß nicht, wer und ^überhaupt irgend Jemand Einfluß auf ihn haben wird. DaS Alles muß sich jetzt im Verlauf weniger Wochen Herausstellen, und mittlerweile ist es im höchsten Grad amüsant, die unverwüstliche Ruhe des Einen inmitten all der Aufgeregten zu beobachten. Es ist dies in der amerikanischen Politik ein total unerhörtes Schauspiel; denn-gewöhnlich ist ein erwählter Präsident der Knecht der Partei, welche ihn gewählt, und denkt nicht daran, dieKettcn von sich abzustreifen.— DaSRepräseihi »Nienhaus hat mit der imposanten Majorität von 150 gegen 42 Stimmen beschlossen, deu einzelnen Staaten Folgendes als 15. Amendement zur Bundesverfassung vorzuschlagen: 1) Aas Stinunrecht eines Bürgers der Verein. Staaten soll nicht durch diese oder durch einen besondern Staat entzogen oder verkürzt werden, wegen Race, Farbe oder früheren Zustandes der Dienstbarkeit einer Klasse von Bürgern oder des Einzelnen. 2) Der Kongreß soll das Recht haben, die Ausführung dieser Bestimmung durch geeignete Gesetze zu erzwingen. — Es unterliegt keinem Zweifel, daß der Senat sich mit der erforderlichen Zwcidrittels-Majorität dem Beschluß anschließen wird: das Amendement geht alsdann sofort an die einzelnen Staaten, nutzes ist große Aussicht dazu vorhanden, daß drei Viertel der gegenwärtigen Legislaturen die Ratifikation vornehmen werden. — Einen höchst befremdlichen Antrag stellte der Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten im Repräsentantcnhanse. Derselbe schlug nämlich die Erklärung vor, daß, wenn Volk und Regierung der Republiken St. Domingo und Hayti beschließen sollten, Theile der Verein. Staaten zu wxrden, die Letzteren hiergegen nichts einzuwenden haben würden. Mit 110 gegen 62 Stimmen wurde dieser absonderliche Antrag auf den Tisch gelegt, und die Freunde desselben haben nur den Trost, daß doppelt so viele Stimmen für ihn abgegeben wurden, als vor einigen Wochen für die Protektoratsresolution des Hrn. Banks. Washington, 18.Febr. (Reuter's Office.) Der Senatsaus schuß für auswärtige Angelegenheiten berichteteZn ablehnender Weise über den Vertrag wegen der Alabama-Angelegenheit, aber günstig über den Vertrag wegen San Juan. — Das zweite atlantisch^ Kabel hat seine Arbeit wieder ausgenommen. * London, 19. Febr. Die amerikanischen Blätter haben ein Telegramm veröffentlicht, welches meldet, daß der Gesandte der Verein. Staaten in Paris, General Dix, bei einem Banket eine Rede gehalten habe, worin er Griechenland der Sympathien der amerikanischen Regierung und des amerikanischen Volkes versichert hätte. General Dix widerlegt in kategorischer Weise diese Nachricht und erklärt, er habe niemals eine Rede über die griechische Frage gehalten. Er spricht außerdem seine Ueberzeugung aus, daß die Verein. Staaten sich aller Einmischung in die europäischen Angelegenheiten enthalten müssen. * Port-au-Pri»ce, 25. Jan. Salnave befand sich noch immer im Süden der Insel; seine Truppen-halten Miragoa besetzt, und sind wieder bis in die Nähe von Aux Cayes vorgerückt. Der französische Admiral weigerte sich, die Blokade von St. Marie anzuerkennen, und hieß deu Haptischen Dampfer sich zu entfernen. Vermochte Nachrichten. * I» Stuttgart wurde am 18. d. M. die evangelische Lande S s y n o d e durch den Kultusminister v. Golther feierlich eröffnet. — In Würzburg starb am 16. Hofrath vr. Scherer, Professor der Chemie. — Mainz, 18. Febr. Nachdem als Orl der nächste» Sitzung des volkswirthschaftl. Kongresses Majnz bestimmt ist, hat der Gemeinderalh zu diesem Zweck die Räume des kurfürstl. Schlosses zur Verfügung gestellt. Auf die Tagesordnung sind gesetzt: 1) Die Prinzipien für Aufnahme von Staatsanleihen, Referent Prof. Em- mknghaus; 2) Einsuhrzölle: s) auf Twiste, Res. Prince-Smith; b) auf Soda, Res. l>r. Rentzsch; Ausfuhrzoll auf Lumpen, Rcf. vr. Faucher; 3) die Prinzipien der Armenpflege und Armengejetzgcdung, Ref. Prof. vr. V. Böhmert; 4) das Aktiengesellschaftsrccht, Ref. vr. Ater. Mayer, SyudikuS in Breslau; 5) Werthzölle oder GewichlSzölle, Rcf. vr. Dorn (Wien); 6) die Haftbarkeit industrieller Unternehmer für die durch ihren Betrieb (Eisenbahnen, Bergwerke rc.) verursachten Tödlungen und Körperverletzungen, Ref. vr. Braun (Wiesbaden); 7) die Haftpflicht der Transportunternehmer (Eisenbahnen, Posten rc.) als Frachtführer, Ref. vr. Dorn; 8) die wirthfchaftliche Seite de« ehelichen Güterreöhts Deutschlands, Ref. v. Behr. — St. PeterSburg, Id. Febr. Der General der Infanterie, Generaladjutant Graf Peter v. Kleinmichel, ist gestorben. Badische Chronik. ch Karlsruhe, 18. Febr. In seiner bekannten geistreichen und launigen Manier schildert Karl Vogt in einem Brief an die „Köln. Ztg." die großen und kleinen Leiden eines Eisenbahn-Passagier« im Winter auf der Reise von Genf nach Leipzig, wobei mit mehr oder weniger Glück die Eisenbahneinrichtungen mit der politischen Verfassung der Länder, welche der Reisende durchfährt, in Zusammenhang gebracht werden. ^ Daß dabei die norddeutschen Bahnen schlecht wegkommen, versteht sich bei einem so enragirten Demokraten wie Vogt von selbst. Selbst den Schweizern geht e« nicht am besten: das .französische System, in Afterblüthe" von Genf bis Lausanne mit der rücksichtslosesten Behänd« lung der al« Colli behandelten Menschheit, den abgenützten Wagen und regelmäßigen Verspätungen wird gehörig gegeißelt. Aber auch das deutsch-schweizerische demokratische System von Lausanne bis Basel läßt nach Vogt zu wünschen übrig. „Erste Klasse gar nicht geheizt — hat der Kerl so viel Geld, um erster Klasse zu fahren, so kann er sich auch Pelze kaufen", — so denken nach Vogt'« Vorstellungen die deutsch-schweizerischen Bahnverwaltungen; „zweite und dritte Klaffe mit klemm eisernen Windöfen überheizt, — die Republik sorgt für warme Köpfe und kalte Füße,' u. s. w. Auffallend glimpflich geht dafür Vogt mit der Strecke Basel-Frankfurt, also vornehmlich der badischen Linie, um. Lassen wir ihn hierüber selbst sprechen: „Basel-Frankfurt konstitutionell-monarchische Ttaatsbehand- lung, die beweist, daß die Bourgeoisie etwas zu sagyr hat, dm Staat regiert und nicht nur redendes und phrasenwachender Beiwerk ist, wie weiter nördlich. Erste und zweite Klasse mit FutzwLrmern — dir bloß stimmende, nicht regierende dritteKlasse friert. In jedem Coupee zwei Fußwärmer, der ganzen Länge nach, häufiger Wechsel, fast zu häufig für den Schlafenden in der Nacht. Sitze der zweiten Klasse so eingerichtet, daß man die Mittellehne aufklappen und sich der Länge nach auSstrecken kann. Offenbares Bestreben, durch möglichst gute Verwaltung die Opposition in Bl» ntsch l i'scheu Schranken zu halten.' Trotzdem sind wir aber undankbar genug, uns mit diesem Lobe nicht zu begnügen. Sollte dem Forscherblick Vogt's wirklich entgangen sein, daß aus der badischen Bahn nicht nur die Wagen erster und zweiter Klasse mit Fußwärmern, sondern auch die Salonwagen erster Klasse und die Wagen dritter Klasse im Winter mit Oefen auSgestaltct sind, daß also die, wie er meint, bloS stimmende und nicht regierende dritte Klasse bei uns nicht friert? Oder ist e« ihm, um doch Etwas auch bei uns aussetzcn zu können und wenigstens von einer Opposition in „Bluntschli'schen Schranken' reden zu können, aus ein bischen Wahrheit mehr oder weniger nicht angekommen? — Wir sind nicht eitel genug, nm unser heimisches Eisenbahn-Institut über jeden Tadel erhaben zu glauben, auch sorgt unsere kleine Presse an ihrem Theil redlich dafür, daß jeder wirkliche oder vermeintliche Mißstand in diesem Gebiet ausgiebige Verwerthung findet. Aber in diesen Besprechungen sollte denn doch auch dem Demokraten, wenn er im Land der „Fürstenknechte' weilt, di« liehe Wahrheit über Alles gehen. Karlsruhe, 20. Febr.^ Gestern Vormittag bewegte sich ein großer Trauerzug durch die Straßen der Stadt, bei dem alle Stände und Bevölkerungsschichten vertreten waren. Er erwies dem am 17. d. M. verstorbenen Geh. Rath Friedr. Wilh. Fröhlich, früher erstem Rath im Großh. Ministerium des Innern, die letzte Ehre. Der Verewigte gehörte s. Z. zu den ersten Zierden des badischen Beamtenstandes, der sich in seiner langen Laufbahn die mannigfachsten Verdienste erworben, — ausgezeichnet durch da« reichste Wissen, die unermüdlichste, gewissenhafteste und pünktlichste Geschäftsbehandlung, sowie durch die vollste Integrität de« Charakters. Auch als Schriftsteller hat sich Geh. Rath Fröhlich in verschiedenen Branchen hervorgethan. Namentlich hat er sich ein bleibendes Denkmal durch sein Werk: „Die badische Gemeindegesetzgebung' gesetzt. Den zahlreichen Freunden wird der tief- gelehrte und erfahrungsreiche, dabei höchst liebenswürdige und fast übermäßig bescheidene Mann unvergeßlich sein. Ein apoplektischeS Leiden hat ihnen denselben schon vor einigen Jahren entzogen und ihn zur Einsamkeit verurthcilt. Wir hoffen bald Ausführlicheres über seinen Lebensgang nachtragen zu können. * Karlsruhe, 20. Febr. Auf Einladung der HH. Oberbürgermeister Malsch, Anwalt Abg. Kusel, Handelskammer-Präsident Haas, Gewcrbvereins- und VorschußvereinS-Vorstand vr. Riegel und Jul. Schulze traten heute Nachmittag etwa dreißig Bürger und Einwohner von Karlsruhe, darunter sämmtliche hier wohnhafte Abgeordnete, zu einer Vorbesprechung in Sachen der Begründung von Bürgcrabenden für hiesige Stadt zusammen. Hr. Kusel präsidirte, und mctivirlc in einleitenden Worten die Idee, von welcher diese Einladung getragen wird. Darnach sollen die Karlsruher Bür- gerabendc, in ähnlicher Weise wie auch anderwärts, alle Gebiete der öffentlichen Interessen, Lokale«, Politisches, Soziales umfassen; sie. sollen zwar von eigentlichen Parteifragen und Parteibestrebungen sich fern halten, aber nichts ausschließen, was gerade öffentlich zu besprechen wllnschenSwerth wäre. Dabei wurde es als selbstverständlich bezeichnet, daß eine gewisse Grenze der Gesinnungs-Zusammengehörigkeit allerdings innegehaltcn werden müsse. — Eigentlichen Widerspruch fand die Anregung nicht, wohl aber wurde sie von mehreren Seiten auf's wärmste empfohlen und insbesondere auf den Werth hingcwiescn, den diese Einrichtung für Wahlen aller Art, dann auch überhaupt für die Schulung zum politischen Leben haben werd^ sowie auf den Standpunkt des Gesammt- interesses, welcher in einem solchen Bürgerabend seine berechtigte Vertretung und sein Organ finden werde. Zur weiteren Vorbereitung schien es angezeigt, ein Komite nieder- zusetzeu, welchem die Befugniß verliehen sei, sich in ausgedehntem Maß durch Kooptation zu verstärken, und wurde durch Akklamation beschlossen, die einladenden Personen al» diese« Komite zu bezeichnen. — Wir dürfen wohl hoffen, daß diese Sache für Karlsruhe in eben so erfreulicher Weise verlaufen wird, wie dies in Anderen badischen Städten seither der Fall gewesen. —" Hr. Otto Ammon, Redakteur der Konstanzer Ztg., übersendet uns eine „thatsächliche Berichtigung", um deren Aufnahme er unter Berufung auf das Preßgesetz ersucht. Unseres Erachteip- sind wir zur Aufnahme nicht verpflichtet; um aber jeden Verdacht der Illoyalität abzuweisen und zugleich unseren Leser« Gelegenheit zur eigenen Prüfung zu geben, so stellen wir nachfolgend diejenigen Sätze der Konst. Ztg. und der Bad. Chronik, auf welche die .Berichtigung' sich bezieht, neben einander. Die Konst. Ztg. hatte geschrieben: „Da die Bad. Chronik sich auf uns beruft, so müssen wir ihr sagen, daß der Wiesenthäler nach unserer Ansicht vollständig im Recht ist, wenn er den Inhalt der letzten Konstanzer Korr, der Bad. Chronik angreist.' Darauf «rwiederten wir: „Wenn die Stimme vom Wiesenthal einm ehrenhaften Korrespondenten unseres Blattes „unverschämt' nennt, so ist die« nach der Konst. Ztg. ganz -in der Ordnung.' Daß die Konst. Ztg. den gewählten injuriösen Ausdruck an sich billige, haben wir somit nicht gesagt, obwohl die Konst. Ztg. ihn damals nicht gemißbilligt hat; davon, daß sie dies nachträglich thut, nehme» wir gern Akt. Der .Angriff' des Lörracher Blattes gipfelte eben in dem Worte .unverschämt', und wir glaubten berechtigt zu sein, gerade auf dieses Wort uns zn beziehen. F Mannheim, 18. Febr. Im Literarischen Verein, der vorgestern seine erste Zusammenkunft im zweiten Jahrzehnd de« Bestehens mit Gmehmigung der alten Statuten und Borstandswahl begann, hielt StaatSrath vr. LameY einen ausgezeichnet und allgemein anregenden Vorwag über die Progressivsteuer. — HofgerichlS- abvokat vr. Gentil hat wegen häuslichen Leids seine Stelle al« Hoftheater-Komitcemitglicd niedergelegt. Dieselbe dürfte nicht leicht wieder zu besetzen sein, da solche Ehrenstellen nebm dem Zeitaufwand für da« Geschäft selbst doch immerhin mehr Last als Lust, mehr Undank als Anerkennung im Gefolge haben. — Wir hören, daß Prof, vr. Zimmermann, aus früheren Zeiten als Lehrer der schönen Literatur in unserer Stadt wohl bekannt und befreundet, einige Vorträge über Rückcrt zu halten beabsichtige. — Die Hindernisse, welche der Gesellschaft Fürst aus Wien sich in Betreff des Lokal« entgegenstellten, sind geebnet, und nächsten Samstag wird die erste Vorstellung stattfinden. Mannheim, 20. Febr. (Mannh. I.) Man ist eben mit den Vorbereitungen zum Aufschlagen der Rheinschiffbrücke beschäftigt und soll dieselbe bis nächsten Montag wieder ausgestellt werven. — Zu Rust, A. Ettenheim, ist in der Nacht vom 18. auf dm 19. d. ein ziemlich erheblicher Brand ausgebrochen, welcher erst in der Frühe de» folgenden Morgens gelöscht werden konnte. Das Haus, in welchem der Brand seinen Ausgang nahm, brannte nebst" Scheuer und Stallung vollständig nieder, außerdem drei benachbarte Scheuern; das Vieh konnte gerettet werden. Ueber die Ursache des Unglücks ist nichts bekannt. si'r Vom Oberrhein, 19. Febr. Die vorjährigen Markgräfler Weine haben ihren altm Ruf nicht zu Schanden gemacht. Wir hören von Sachkennern, daß ihre Qualität jene de« Obers noch weit übertrifst, und wenn schon das Mostzewicht die Ziffer von 90 und einigen Graden durchweg erkennen ließ, so hat doch ihre Güte seit dem Herbst sich außerordentlich vermehrt. Die Vorräthe sind an einzelnen Orten beträchtlich reduzirt worden und die Preise seit dem Monat Januar um 2 bis 3 fl. per Ohm in die Höhe gegangen. Die Ausfuhr ist namentlich im Amt Müllhcim zur Zeit eine ungewöhnlich lebhafte. — In Säckingen wäre» nach dem „Bad. Beob.' doch 33 Personen dem.Allgrm. deutschen Arbeiterverein beigctrcten. Da» Anzeigeblatt für die Erzdiözest Freiburg bringt einen Hirtenbrief de» Hrn. BiSlhumsverwejcrs vr. Kübel gegen die landesherrliche Verordnung vom 28. Za»., die weltliche Feier der Sonn- und Festtage betr. Derselbe erklärt in ziemlich gemäßigter Sprache, daß diese Verordnung an dem seitherigen Sachverhalt weiter nichts ändere, als daß der kirchlichen Feier an den dort angegebenen Tagen der polizeiliche Schutz entzogen sei; nach wie vor sei e« Pflicht der Katholiken, die von der Kirche al- Feiertage bezeichn«!» Tage als solche anzuerkennen und zu halten. Doch solle vorkommenden Falls, wo die Vornahme einer Arbeit als nothwendig erscheine, der Dispen« nicht vorenthalten, überhaupt die kirchliche Disziplin so mild wie möglich gehand- habt werden. — Schon wieder eine Opserstock-Beraubung. Bei Hüfingen wurden die Opferstöcke der Friedhof- und der Loretto-Kapelle erbrochen 'und ihres Inhalt«, welcher wohl 1b—17 fl. betragen mochte, beraubt. >k> Konstanz, 19. Febr. Die Laffalleaner haben ihren erwarteten Besuch gestern auch unserer Stadt zu Theil werden lassen. Sei es nun, daß es die Folge der nicht genügend bekannt gewordene» Ankündigung und des ungünstig gewählten Lokals (Gasthaus zum Schiff) war, oder daß der Grund in den eigcnthümlichcn Verhältnissen der hiesigen Arbeiter-, zumal der Fabrikbevölkerung lag: die Versammlung war wenig besucht, und den Hauptdestandlheil derselben bildeten mehr Neugierige aus allen Ständen der Gesellschaft. Hr. v. Bonhorst «öffnete die Versammlung mit der Aufforderung, einen Präsidenten für die Verhandlungen zu wählen. Alle die dazu vorgeschlagencn Herren lehnten ab, und es währte eine geraume Zeit, bis der unterdessen erschienene Vorstand de« hiesigen Arbeiter-Fortbilvungsvereins, Hr. Schalter, die Leitung annahm. In gewandter Rede entwickelten die HH. Haustein, Bonhorst, Kölsch das Lassalle'sche Programm und forderten zum Beitritt in den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein auf. An Lust zu entgegnen schien es fast gänzlich zu fehlen, bis Hr. Vikar Holdermann da- Wort ergriff, um »ach Darlegung der^Lchwie- rigkeilen und Gefahren, die mit der Durchführung dieser Bestrebungen verbunden seien, die Schulze-Dclitzsch'schen Ideen al» einzig zweckmäßige und des Arbeilerstandes würdige zu empfehlen. Nach ihm sprach Hr. Redakteur Ammon, welcher einzelne Punkte (Geschäftsrisiko, Produktionsgenossenschaft, Frauen- und Kinderarbeit, allgemeines und direktes Wahlrecht) näher und gründlicher beleuchtete und nach einer Entgegnung von Seiten des Hrn. Haustein nochmals erwiederte. Dem in der „Konst. Ztg." ausgesprochene» Wunsch, daß die hiesigen Arbeiter selbst dir Diskussion übernehmen sollten, wurde zwar auch Genüge geleistet, aber in einer sehr unerquicklichen Weise. Ein junger Arbeiter, der zudem gestand, daß er erst 14 Tage in Konstanz sei, betrachtete diesen Abend als Gelegenheit, einige unreife Späße anzubringen, und fand durch einen der HH. Agitatoren seine gebührende Zurechtweisung. Im Allgemeinen hat das Auftreten der Laffalleaner auf die Anwesenden keinen ungünstigen Eindruck gemacht; ihre Haltung war anständig , ihze Rede klar und sachkundig, ibre Entgegnung schlagfertig und gewandt. ES gelang ihnen, einige wenige Unterschriften zu gewinnen, wenn auch, wie voraussichtlich war, der eigentliche Boden für die Popularität ihrer Bestrebungen unter den hiesigen Arbeitern gänzlich fehlt. *—Man schreibt uns aus dem Oberland: Unser Prognostik»», daß im Monat Februar die Aequatorialströmungen vorherrschen und die Witterung eine wesentlich warme sein werde, hat sich bisher durchaus bewahrheitet. Sowohl die Temperatur als der Luftdruck waren bei uns höher als die normalen, und das Barometer zeigte an mehreren Tagen den seltenen Stand von 775 MM. Während im Norden der Luftdruck ohne Ausnahme die geringsten Werthe behielt, lag das Marimum desselben ständig im Süden und Südwesten, und das Barometer steht heute in Schweden und Rußland um 30 MM. tiefer al« in Italien und der Türkei. Daraus folgt, daß auch in der letzten Woche des laufenden Mo»atS die warme Witterung überwiegen wird. Für die folgenden Monate März und April dürste» ohne Zweifel kältere Tage bevorstehen; im März wird vorwaltend eine größere Bewegung der Atmosphäre und eine rasche Temperaturabnahme stattfinden, — im April nach aller Wahrscheinlichkeit Schneesall erfolgen. Tritt die letztere Eventualität ein, so dürfen wir für da« lausende Jahr einer günstigen Ernte und einem qualitativ guten Herbst entgegensetzen. Karlsruhe, 20. Febr. Sicher« Vernehmen nach wird Frln. Carlotta Patti auf ihrer gegenwärtigen Kunstreise auch hier ankehren, »m sich im Lause de« nächsten Monat« hören zu lassen. Se. Königl. Hoheit der Großhetzog haben der gefeierten Sängerin iztzs hiesige Hoftheater für ihr Konzert zur Verfügung zu stellen geruht. Frln. Carlotta Patti, von der Natur mit einer phänomenalen Stimme auögestattet, und außerdem eine Künstlerin ersten Rang«, ist von früher her hier noch in so gutem Andenken, daß wir über sie nicht viel z« sagen brauchen. Um ihren Konzerten noch mehr Reiz und Anziehungskraft zu geben, hat Frln. Patti sich mit bedeutenden Künstlern zu gemeinsamem Wirken vereinigt. Unter diesen heben wir erstlich Hrn. Theodor Ritter hervor, der sich als Pianist und Komponist einen bedeutenden Platz in dem musikalischen Frankreich erobert hat. feuriger Verehrer unserer deutschen klassischen Meister, hat er cö verstanden, in den berühmten Pariser VolkSkonzcrten ihre Werke zum vollen Verständniß der Zuhörer zu bringen, so daß er durch die seltene Kunst, die Schöpfung eine« Beethoven, Mendelsohn u. s. w. im wahren Geiste dieser berühmten deutschen Komponisten vorzutragen, eine hervorragende Stelle unter den Pianisten einnimmt. Hr. Sara säte, Violinist, bisher in Deutschland noch unbekannt, einer der beliebtesten und gesuchtesten Künstler de« Pariser Publikum«, wird in dem gedachten Konzert ebenfalls Mitwirken, und glaube» wir bestimmt, daß es ihm auch gelingen wird, bei den deutschen Kunstfreunden dieselben Erfolge wie in Frankreich zu erringen. Hr Maroch e t t i, Barytonist, mit einem prächtigen Organ und vorzüglicher Schule, sowie Hr. Gallois, Begleiter und Organist, beide Künstler ersten Rang«, werden de« Vorgenannten würdig zur Seite stehen. Wir machen unser kunstsinniges Publikum auf diesen seltenen Genuß besonders aufmerksam. Die Landesgewerbehalle in Karlsruhe. Neuigkeiten der Ausstellung: Eine eiserne Viehwaage zu 30 Zentner Tragkraft von Joh. Schweizer in Mannheim. Muster von Kobalt- bronze von vr. Winkler, Psannenstiel bei Aue in Sachsen. Ein Uni- versalmeßapparat für alle Flüssigkeiten, namentlich für den Verkauf des Petroleums von G. Schmidt in Wien. Proben von Pergamcntpapier- fabrikaten, als gepreßte-, gefärbte» Papier, Einsiedcpergament, Postpergament, Eisjäcke, Bettunterlagen rc. von A. Eckstein in Wien. Eine Kollektion Filet-Strick- und Häkelnadeln aus Hartgummi von der amerikanischen Gummiwaarenfabrik in Mannheim. Verschiedene Fabrikate, als Manschetten, Kragen, Feder rc. aus Glaswolle von I. Brunfont in Wien. Ein Petroleumkochapparat von Stahl und Schröder in Nürnberg. Ein Bierkühlapparat von B. Völler in Weimar. Muster von Chokoladefabrikaten von H. Fellmeth in Karlsruhe. Zwei Siphons für moussircnde Getränke von I. Grimm, Blechner in Karlsruhe. H. Beck's Album von Athen von Müller und Gräff in Karlsruhe. Vier Petroleumlampe» mit neu konstruirten Rundbrennern von F. Habenicht in Gießen. Ein Fußwärmer nebst künstlicher Zündkohle von Christoph de Christoph Burkhard in Basel. Eine Thurmuhr mit konstanter Kraft von Gebr. Lorenz in Dinglingen. Ein amerikanischer, elastischer.Bettrost von Furtwängler und Söhne in Furtwangen. Inhalt der letzten Nummer» der „Bad. Gewcrbzcitung": Die Amo- niak- und die Lustpumpen-EiSmaschine. Neuere Bügeleisen. Literarische Erzeugnisse in sog. zweiten Ausgaben. Holzspaltmaschine. Brod- Ichneidrmaschine. Bügelbrett. Waschmange». Glaswolle. Der An- hydratkochtopf. Eckel's Handels-Au-kunftsbureau. Berechnung der Büchereinbände. Die Lehmann'sche kalorische Maschine. Da« Hamburger Post-Dampfschiff „Holsatia", Kapitän Ehler«, von der Linie der Hamburg-Amerikanische» Paketsahrt-Aktiengesellschast, ging, erpedirt-von Hrn. Aug. Bolten, William Miller'« Nachf., am 17. Febr. von Hamburg via Havre nach Neu-Uork ab. Außer einer starken Brief- und Paketpost hatte dasselbe 38 Passagiere in der Kajüte und 257 Passagiere im Zwischendeck, sowie 500 Tons Ladung. » Hamburg, 12. Febr. Das Hamburg-Neu-Yorker Post-Dampfschiff estphalia". Kapl. Trautmann, am 2. Februar von Neu - Pvrk abgegangen, ist nach einer ausgezeichnet schnellen Reise von 9 Tagen 7 Stunden heute Morgen 9 Uhr in Co wes »ngekommen und hat, nachdem es daselbst die Verein.-Staaten-Post, sowie die für Southampton und Havre bestimmten Passagiere gelandet, um 11 Uhr die Reise nach Hamburg fortgesetzt. Dasselbe übcrbringt 49 Passagiere, 73 Briefsäcke, 700 Ton« Ladung, 536,400 Doll. Contanlen. Frankfurt, 20. Febr., — Uhr — Min. Nachm. Ocsterr. Kreditaktien 275, Staatsbahn - Aknen 308, National 54, Steuerfreie b^/i«, Loose 80, Oesterr. Valuta 96V8,»4proz. bad. Loose —, Amerikaner 82^, Gold 133^. Witterungsbeobachtungen »er meteorologischen Zentralstation Karlsruhe. Fmchüg- Himmel. 19. Febr. Barometer. Thermo. metrr. keit in Pro- Wind. Witterung. -enten. Mrg«.7Uhr 27' 9,1'" 3,6 0,92 S. gz. bed. trüb, regn., gelinde Mkg«. r „ 27" 8.9"' -s- 7,5 0,73 N. Si. bed. trüb, regn., gelinde Nach»« » „ 27" 9,1'" -i- 5,2 0,95 N. gz. bed. trüb, regn., gelinde Verantwortlicher Redakteur: vr. I. Herm. Kroenlein. Großherzogliches Hoftheater Sonntag 21. Febr. 1. Quartal. 23. Abonnementsvorstellung. Zum ersten Mal wiederholt: Ein armer Millionär, Charakterbild mit Gesang in 5 Bildern, von Otto Devrient; Musik von Karl Will. Dienstag 23. Febr. 1. Quartal. 28. Abonncmentsvor- stellung. Die weiße Dame, komische Oper in 3 Akten, von Boieldieu. Anfang ^/,7 Uhr. Ende gegen hilO Uhr. Ausnahmsweise wird die gewöhnliche Folge der Äbonnementsnum- mern wegen der Donnerstag und Freitag stattfindenden Aufführung der Trilogie „ Wallenstein' unterbrochen. Theater in Baden. Mittwoch 24. Febr. Der Postillon von Lonjumeau, komische Oper in 3 Akten, von Adam. Z.v.353. Zlo Prioritäts-Anleihe LWIM - kvrSvM - LISLME - W8LIT8WLI"! vo» VLalvr. 8U»V»8ortp1L«i» »nt T MtLLt«i»Si» Durch Privileg vom 11. Januar 186S ist der B e r l i n - P v t S d a m - M a g d e b u r g e r E i s e n b a h n - G c s e l l s ch a s t zum Behuf des Baue- der von derselben projektirten neuen StreAn (von Magdeburg nach Helmstedt resp. Jerxheim, sowie zweite Linie der Stammbahn von Burg nach Magdeburg mit neuer Elbbrücke bei Magdeburg) und anderer Erweiterungsbauten die Emission von 7,000,000 Thlr. Nominal 5"/o PriorirLtS-Obligationen Lit. 0. in Abschnitten L Thlr. 1000, 500 und IM gestattet worden. Für diese Obligationen haften im ersten Range die neuen Strecken, im zweiten Rang die Stammbahn (nach Deckung der auf dieselbe verwendeten älteren Anleihen). Die neuen Obligationen Lit. v. tragen halbjährige ZinScouponS pr. 1. Januar und 1. Juli, und laufen die Zinsen vom 1. Januar 1869 ab. Die Amortisation derselben erfolgt vom Jahre 1873 ab mit jährlich Ve nebst Zinszuwachs. ' , . Die Coupons der Obligationen Lit. v. werden in Nvrlli» bei der Gesellschaftskasse, in Vsrmstselt bei der Kasse der Bank für Handel und Industrie, in leert ». H. ber der Filiale der Bank für Handel und Industrie, in Mnnedeerx und l8tattx»rt bei den jeweiligen Commanditcn der Bank für Handel und Industrie eingelost. Von obiger durch die Bank für Handel und Industrie übernommenen Anleihe werden LI- IllLlvr Mmillal zur öffentlichen Subscription aufgelegt. Dieselbe findet statt: IVLvL»8t»K lim TA. W LU. in den üblichen Geschästsstunden bei den in den öffentlichen Blättern noch bekannt zu gebenden Stellen, insbesondere in Mannheim und Heidelbeeg bei Herren LSstvr Ot«. Subscriptions-Bevingungen. 1) Der Emissionspreis ist auf dß'/r °. o firirt. 2) Im Fall der Ueberzeichnung findet eine entsprechende Reduktion der Zeichnungen statt. 3) Die Einzahlung des Subskriptionspreises mit laufenden Zinsen hat nach veröffentlichter Repartition bei der Stelle, bei welcher die Zeichnung erfolgte, im Lause de» Monats »Lr» gegen Empfangnahme ausquittirtcr Jnterims-Certificate stattzufindcn. — Die genannten Certificate werden vom 1. April 1869 ab bei den Subscriptionsstellen nach Maßgabe der s. Z. zu veröffentlichenden näheren Bestimmungen gegen die effectiven Stücke umgetauscht. , 15. Februar 1869. Zr»i»lL kür U»I»Ä IiLßLustrlv. V orlauÜSS M MtzMelister KenvkmiKlMK 8 r. Lün. Hvk. äe 8 6 f 088 ll 6 r 2 v 88 ÄIonta-F ätzn 15. Narr 1869 VOlill- IM«j Il^llIINUNlill-lsillCVlt, ZoZekeil von k'rLlilei» im Verein nnä unter IllitveirlcunK äer Herren , ksriten; kisoist unä Lompositeur; Violinist, unä L»«FF«F«, OrZnnist; sümmtlieb sus knris. Z.V.418. bere aber wegen der in nächster Nähe statthabenden Weinprvduktion zu einer Weinhandlung oder zum Betrieb einer Champagnerfabrik. Reflektanten erfahren Näheres durch das öffentliche GeschäftSburcau I Saif in Offenburg._ Z v.410. Karlsruhe. einversteigerullg. Aerztliche Vota. Daß rin Kranker anck» ernährt werden müsse, weiß zwar jeder Laie, aber nicht, welches die zweckmäßigste» Diät- und Heilnahrungsmittel find. Er findet darüber in ren meisten medizinischen Journalen Belehrung; sie verweisen ihn größtentheilS auf die Malzfabrikate des Hoflieferanten Johann Hoff in Berlin, Neue Wilhelmvfir. I. Z. B. die Allg. Wiener Med -Arg. Nr. 22: „ES hat fich auch in den medizinischen Kreisen rin sehr günstiges Urtheil darüber gebildet Das Hoff'sche Malzextrakt hat ernährende und stärkende Eigenschaft bei Magenkrankheiten und Berdauungsschwäche; ebenso die Malz-GesundbeitS-Chocolade für Brustkranke" (vgl. auch Ischler Badeztg. Nr. 13) — Aus Baden: „Dies Hoff'sche Malzextract ist meine einzige LebenSstärknng". Dr. Meder er, Edler von Wuthwehr (Hoher Achtziger). — Aeltere zu heilsamen Zwecken gemachte Bestellungen vom Minister Baron v. Bülow» Leibadj. der Königin von Spanien , U rns Ssoüvozr-ALarls zu Paris, Graf v. Hopfgarten zu Montreux, Gräfin v. Carmer in Panskau rc. — Berlin, 3V. Sept. I8K8. Durch den Genuß Ihres vortrefflichen Malzextrakts habe ich wieder Appetit und Schlaf bekommen, meine Nervenschwäche i,r gewichen, ist fühle mich wohl rc. Auguste Flügel, Kl. AndreaSstr. 12. Johann Hofs's Filiale in Köln. Die Verkaufsstelle befindet fich in Karlsruhe bei Herrn M. Hirsch, Kreuzstraße Nr. 3. Fabrik-Preise meiner Johann Hoff'sche« Malz-Präparate: 1 Flasche Malzextrakt-Gesund- heitSbicr 5 Sgr. cxcl. Glas» bei Abnahme von 25 Flaschen 2 und bei 50 Flaschen 6 Flaschen Rabatt; Malzte,undheits-Lhakolade Nr. I. -/, Psd. 1 Thlr., V^Psd. lv Sgr., '/» Psv. 8 Sgr. Nr. II. Psd. 20 Sgr.. V- Psd. 11 Sgr., V. Psd. k Sgr. Malz-Chakoladen Pulver Vc Schachtel 10 Sgr.» Vr Schachtel 5 Sgr. Brust-Malz-BonbonS V, Tartan 8 Sgr., V, Carton 4 Sgr. Bruft-Malz-Zucker in V«-Pfd -Paqueten s 4 Sgr. Z.s.973. Uiv Vvvtlvr'8el>e un«l LiÄkiinllM-Ln8tiilt Litr ILnadv» degiout ibren 8ommerllurs 5. tlpril. HH vInNelur ». «z. »«r,8tr»88v, Z.V.391. Orossberroxwum V aUeo. _ . Z.v.389. Basel. Äfsoeivgefuch. Besitzer einer Wasserkraft von circa 60 bis 70 Pferden nebst Gebäulichkeiten suchen zur Gründung Ines industriellen Geschäfts einen technischen Affocie. Demjenigen würde der Vorzug gegeben, welcher die ,este Ausnutzung der Wasserkraft mit guter Rentabili- ät Nachweisen kann. Frankirte Anträge unter Odillre l. 8. 618 befördern die Herren Haasvuftrr» dL Rog. «r zu Basel. _ Circa 1«,0t»«fi.^Kri liusticalhypothek im badischen Unterlande auSzuleihen. üon wem? sagt die Expedition d. Bl. Z.v.419. Aus den Besitzungen Ihrer _!Großherzoglichen Hoheiten der Prinzen Wilhelm und Karl vcn Baden werden in dem Palais dahier — Innerer Zirkel Nr. 32/36 — Mittwoch dea 10. März d. I., Nachmittags 2 Uhr, folgende selbstgezogene und rein gehaltene Weine von dm beigesetzlen Jahrgängen, nämlich: 1366r Staufenberger Klingelbergcr, Clcvner und Gemischter . 1867r Staufenberger Klingelberger, Clevner Guiedel, Wcißherbst und Gemischter .... 1867r Staufenberger Rother . . 186br „ Klingclberger 1867r Schafberger Ricßling, Rulän- der und Rother .... 78V- Ohm, 103 18 10 37V- „ 247 Ohm öffentlich versteigert werden. Karlsruhe, de» 19. Februar 1869. » Vermögensverwaltung Ihrer Großherzoglichen Hoheiten der Punzen _ Wilhelm und Karl von Baden. Z.v.394. Nr. 193. Zentern, Bezirksamts Bruchsal. Stammholz - Versteigerung. Am Montag den 1. März d. I., früh 9 Uhr, werden im hiesigen Gemcindewald, Distrikt Besfinger, im Gabenschlag 112 zu Boden liegende Eichstämme. worunter mehrere nahezu 100 Kubikfuß enthaltend, mit Borgfrist bis Michaeli d. I. einer öffentlichen Versteigerung ansgesktzl; wozu Löslichst einladet, Zeulern, den 19. Februar 1869, Der Gemeindcrath. G. Schmitt, Bürgermstr. vr. v. Lsnäer. Z.v.396. Offenburg. lirthfchasts- _ Verkauf. Ein zweistöckiges WirthschaftSgebLudc, mit Gast- wirthschaftsgerechtigkeit, großer Wirthsstube, 14 Wohn- zimmern und Waschküche, sehr geräumigen Oekonomie- gebäulichkeilen, 3 gewölbten und 3 Balkenkellern. gedeckter Kegelbahn, .großem Hof und etwa 1 Morgen Gemüsegarten, ist eingetretener Familienverhältniffe halber zu verkaufen. Die Besitzung, an einer Hauptstation der Eisenbahn in der mittleren Gegend de» Großherzogthums gelegen, eignet sich auch zu einer Bierbrauerei, inSbeson- Berwaltungsfachen. Polizrisachen. Z.V.367. Nr. 1506. Adels he im. Schreiner Linus Stolz von Eeckach wird als Agent des Feucr- assckuranzvereins zu Altona für dm diesseitigen Amtsbezirk bestätigt. Adclsheim, dm 16. Februar 1869. Großh. bad. Bezirksamt. F la d. Z.0,401 Nr. 2029. Sinsheim. Georg Holzwar th, Wrttwe, Katharina, geb. La kn er, und deren Sohn Georg Hvlzwarih, ledig, von Adersbach, wollen nach Amerika auswandern. Etwaige Gläubiger derselben haben sich binnen acht Tagen entweder außergerichtlich mit ihnen abzufinden, oder ihre Ansprüche gerichtlich zu wahren, da denselben nach Ablauf gedachter Frist der Paß ausgefolgt wird. Sinsheim, den 15. Februar 1869. Großh. bad. Bezirksamt. Otto. Vermischte Bekanntmachungen. Z.v.408. Karlsruhe. (Holzversteigerung.) In Großh. Hardtwald, Distrikt Bannwald, werden versteigert, Dienstag den 23. d. M.: 7700 forlme Wollen, 7 Loose Schlagraum. Zusammenkunft früh 9 Uhr auf dem großen Erer- zirplatz, am s. g. Knielinger Brückle. Karlsruhe, den 19. Februar 1869. Großh. Bezirksforstei Eggenstein, v. Kleifer. Z.v.403. Nr. 79. Stühlingen. Au» dm Domänmwaldungen de» Forstbezirk» Stühlingen, < 1 . VII. Tannlehau, Abtheilung 1 und 2, werden am Mittwoch den 24. Februar d. I., mit Borgfrist bis Martini, öffentlich versteigert: 50 tannenc Klötze, 1 eichener Klotz; 8 Klftr. tannmes, 2 Klstr. buchene», V- Klstr. aspe- ne» und 1' 4 Klftr. forlcncS Scheitholz, 4 Klftr. tan- nme», 1 SV 4 Klstr. buchene», 3 Klftr. aspeneS und 9Vr Klftr. gemischtes Prügelholz; 425 buchene und 925 gemischte Wellen, sowie mehrere Loose Cchlagraum. Die Zusammenkunft ist Morgens früh 11 Uhr auf dem Kränkinger Berghaufe an der Landstraße von Thiengm nach Uehlingm. Stühlingen, den 18. Februar 1869. Großh. bad. Bezirksforstei. Z i r ch e r. Z.v.406. Neckargemünd. (Holzversteigerung.) Mittwoch den 24. Febr. 1869, dcsMorgenS 10 Uhr, versteigern wir in der Post zu Miesenbach au» dem Domänenwald Heidenwald: 32 Klstr. buchene Scheiter, 4 Klfir. cichene Scheiter, 14 Klftr. buchene und eichene Prügel, 6 Klftr. Stockholz. 10M Wellen. Donnerstag den 25. Febr. 1869, de« Morgens 10 Uhr, im Hirsch zu Wimmersbach au» dem Dsmänenwald Ueberhau: ov» Klstr. forlene Prügel, 7300 Stück gem. Wellen; au- dem Poberg: 29 eichene Klötze, meist Wagnerholz, 5 Klstr. buchene«, 18 Klftr. eichenes Scheitholz, 6 Klftr. buchene, 18 Klftr. eichene Prügel, 2700 Stück gem. Wellen. Freitag den 26. Febr. 1869, de» Morgen» 10 Uhr, in der Krone zu Bammenthal aüs dem Heidenwald : 2 Eichen; aus dem Judenwald: 7 Eichen, 1 Buchenklotz; au» dem Hellmuth: 271 Eichen, 18 Birken. 10 birkene Wagnerstangen. Neckargemünd, den 19. Februar 1869. Großh. bad. Bezirksforstei. Schabinger. Z.v.404. (Nutz-, Bau- und Schwellenholz-Versteigerung im Forstbezirk Schwetzingen.) Donnerstag den 25. Februar, früh 9 Uhr, im Adler zu Oftersheim werden die durch den Aufhieb der Bahnlinie im Ziegelschlag sich ergebenden Nutz-, Bau- und Schwellenhölzer loosweise öffentlich versteigert. Solche bestehen in 120 Stück forlene» Bau- und Nutzholz, 32 „ dto. Teichel von 10'Länge, 8 M Stück zu Qucrschwellm abgelängte forlene , Stämme und Klötze. Gegen genügende Bürgschaftsleistung wird für das Bau- und Nutzholz unverzinsliche Zahlungsfrist bi» 1. Oktober d. I., für da» Schwellenholz aber bis 15. Mai d. I. verwilligt werden. Schwetzingen, den 18. Februar 1869. Großh. bad. Bezirksforstei. A. Crön. Z.v.415. Baden. Vergebung von Asphaltirungs« Arbeiten. Da« Trottoir unter der Einsteighalle auf dem Bahnhofe in Oo» bei Baden soll auf eine Fläche von 20000 Quadratfuß (1800 tzumlnitwetres) mit einer 5 Linien (15 Mlimetres) dicken Asphaltdecke, welche auf ein 4 Zoll (12 Oevtimetres) starkes Betonfundament auf- getragen wird, im Monate Mai d. I. heraestellt werden, wozu der Uebcrnehmer die erforderlichen Materialien ,u stellen und ASphall von bester Qualilät zu verwenden hat. Die schriftlichen Angebote, worin der Bezug»- oder Stammort des Asphalte« anzugeben ist, sind längsten» bi« zum 8 . März d. I. bei der Unterzeichneten Stelle franco e,nzusenden. Baden, den 18. Februar 1369. Großh. bad. Post- und Eisenbahnamt. Der Vorstand. Der Bezirksingenieur. Slady. Bischofs. Druck « nd lverlng der <8. vraun'schrn Hofbuchdruckrrei. (Mit «dm Beilage.)