Beilage z« Nr. iso der Karlsruher Zeitung. Donnerstag, 14 August L8V2. Deutschland. Aus der Pfalz, 10. Aug. (Sch. M.) Der Stand der Reben gibt strichweise in der diesseitigen und jenseitigen Pfalz zu ernstlichen Besorgnissen Anlaß. Zn Folge der wech- selvvllen, bald heißen, bald kalten Witterung tritt die Trau- benkrankhcit (der sog. Weißbrenner, von unser» Winzern die italienische Krankheit genannt) immer zerstörender auf. Dies gilt insbesondere von den Niederungen; dort gibt es Lagen, die jetzt schon fast nichts mehr hoffen lassen. Besser steht es in den hvhern Gebirgslagen, wo die Trauben bis jetzt großen- theils von Erkrankung verschont blieben und durch Menge und Größe immer noch zu glänzenden Herbstaussichten berechtigen. Bei diesem sehr verschiedenen Stand der Reben wird der diesjährige Herbst in Wirklichkeit ein „Glücksherbst" sein. Wiesbaden, 9. Aug. Erst heute sind, dem „Rh. Kur." zufolge, die Verhandlungen über denPreßgesc tz-E ntwurf zu Ende gediehen. Der §. 17, lautend: „Bon Zeitungen, die außerhalb des Herzogthums erscheinen, können im Herzogthum dieselben Abgaben erhoben werden, welchen die naffaui» scheu Zeitungen in dem betreffenden Staate unterworfen sind," wurde auf den Antrag von König und Knapp verworfen. Ferner gelang es, die Gefängniß- und Korreklionshausstrafe als Dußmittel für schuldfreie Drucker, Verleger und Herausgeber von Druckschriften zum Strich zu bringen. Der Art. 25 enthielt die gefährlichsten Strafbestimmungen für die Preßfreiheit, indem er außer den schon durch das Strafgesetz bedrohten Handlungen jegliches Angreifen der verfassungsmäßigen Rechte des Herzogs, jedes spöttische oder verächtliche Behandeln der bestehenden Regierungsform, der Staatsbehörden oder deren Verfügungen u. s. w. mit Strafe bis 100 fl., und Gefängniß oder Korreklionshaus bis zu 6 Monaten bedroht. Es mußte zweimal darüber abgestimmt werden, weil zuerst Stimmengleichheit war; beim zweiten Mal wurde er mit 13 Stimmen verworfen. Der Antrag von Naht, die Aburtheilung vonPreß-- vergrhen den Geschwornen zu überweisen, wurde dagegen ad- gelehnt und nach dem Ausschußantrage beschlossen, diese Funktion dem Assisenhof ohne Geschworne im öffentlichen und mündlichen Verfahren zu übertragen. Endlich gelang es der Linken auch noch, den von der Minorität des Ausschusses gestellten Antrag: die herzogliche Regierung um Vorlage eines Gesetzentwurfs zur Sicherung der Unabhängigkeit des Nichter- standeS zu ersuchen, zur Annahme zu bringen. Bei der Schlußabstimmung über das ganze Gesetz wurde dasselbe mit allen gegen acht Stimmen angenommen. Hambarg, 8. Aug. Der „Nat.-Ztg." wird über die Berathungen der Kommission zur Küstenvertheidigung folgendes Nähere mitgetheilt: „Die früher beschlossenen Befestigungen sind nach der speziellen Bearbeitung der Techniker gutgeheißeu, namentlich auch das bis dahin noch nicht definitiv festgestellte Werk bei der Jungfernbrücke in der Wesermündung, da es für 5- bis 600,000 Thlr. erbaut werden kann. Die Flottille in der Ostsee — 2 Panzerschiffe — soll im Anschluß an die preußische Marine in einem preußischen Hafen untergebracht werden. Für die Nsrdseeflottille — 6 Panzerschiffe und 3 Kanonenboote — bietet Hannover den Hafen zu Geestemünde an, welcher mit einem Kostenaufwand von 1 */, Millionen Thalern zur Aufnahme der Schiffe rc. eingerichtet werden könnte; während Preußen den Kriegshafen an der Jade, welcher 1864 in der Hauptsache fertig sein würde, zur Verfügung stellt und cs erheblich billiger thun will." * Berlin, 11. Aug. Be« Gelegenheit der Debatte über den Militäkctat in der Budgetkommission des Abgeordnetenhauses hat die Regierung eine Erklärung über die gegenwärtige Finanzlage des Staats abgegeben, der wir Folgendes entnehmen: Zur Bestreitung der Kosten der neuen Heeresorganisation vom 1. Mai 1860 bis Ende Dezember 1861 hat der Steuerzuschlag von 25 Proz. vollkommen hingereicht, ohne daß weitere Zuschüsse, namentlich aus dem Staatsschatz, notwendig waren. Der Staatsschatz hat sich vielmehr erheblich vermehrt. Derselbe betrug Ende 1861 16,235,345 Thlr. Hiezu kommen die disponibel» Ueberschüffe aus den Jahren 1860 und 1861 mit 3,867,839 und 511,315 Thlr., also zusammen 20,614,499 Thlr. Demnach hat sich der Staatsschatz seit 2 Jahren um etwa 8 Millionen vermehrt. Außerdem waren am Schluß des Jahres 1861 an Einnahmerückständen 15,135,533 Thlr. zu fordern, die mit keinerlei Verpflichtung belastet sind. Rechnet man zu diesen Summen noch die am Schluß des Jahres 1861 in den Staatskassen vorhandenen Betriebsfonds mit 9,873,135 Thlr. und die zur Tilgung der Beamtenkautionen bei der Generalverwaltung der Staatsschulden vorhandenen 5 Mill. Thlr., so ergibt sich ein baarer Vermögensstand in den Staatskassen von 50,623,167 Thlr. Die Summe deckt den fünften Theil der ganzen verzinslichen Staatsschuld, deren Betrag sich nach dem Etat für 1863 auf 254,154,840 Thlr. beläuft, wovon 77,572,485 Thlr. aus Anleihen zum Bau und Ankauf von Staatseisenbahnen herrühren, deren Werth aber diesen Betrag so bedeutend übersteigt, daß trotz der jährlichen Verzinsung und Tilgung der Eisenbahnschulden die Staatseisenbahnen im Jahr 1861 noch einen Reinertrag von 4,905,781 Thlr. geliefert haben. Der Etat des Jahres 1862 (einschließlich der Kosten der Mikitärorganisation) schließt zwar mit einem Defizit von 3,385,000 Thlr., doch sind die Mehreinnahmen des letzten Semesters 1861 und des ersten Semesters 1862 bereits der Art, daß zur Deckung dieses Defizits schon 2,831,000 Thlr. vorhanden sind, und es ist leicht ersichtlich, daß die Mehreinnahme des zweiten Semesters vollständig den Rest decken wird, auch ohne den jetzt aufgehobenenSteuerzuschlag von25Proz.; daß die Einnahme» pro 1863 und 1864 eine gleiche Steigerung zeigen werde», also ein Defizit nicht Vorkommen wird, ist leicht zu sehen. Großbritannien. London, 9. Aug. Der „Times" ist folgender Brief über die Schlachten von Richmond aus Paris, 6. d., von einem „Südstaatlichen" zugesendet worden: Folgendes ist eine richtige Liste der in den neulichen Schlachten vor Richmond von den Kvnsöderirlen erbeuteten Gegenstände und der von ihnen gefangen genommenen Gegner: 80 Kanonen von schwerem Kaliber (außerdem 200 Kanonen vernagelt und untauglich gemacht), 1700 Maulthiere, 2500 Pferde, 62,000 Armaturen, verschiedene Vorräthe zum Werth von 6,000,000 Dollars, der Luftballon mit seinem ganzen Lakel- wcrk; 2 Generalmajore, 6 Brigadegenerale, 13 Obersten, 180 andere Offiziere, im Ganzen 11,OM Gefangene. Diese Angaben sind einem Privatbriefe entnommen, den ein konfoderirter Offizier an einen hier lebenden Freund geschrieben hat. Vermischte Nachrichten« — Augsburg, 11. Aug. (A. Z.) Der Festzug der versammelten deutschen Feuerwehren, welcher sich gestern Rachmittag unter dem Rauschen verschiedener Musikchöre vom Fronhof durch das Frauenthor über die untere Kreuz- und Heil.-Kreuz-Straße zur Marimiliansstraße, und diese hinauf zum Schrannenplatz bewegte, machte einen großen und schöne» Eindruck. Die Anmeldung der auswärtigen Theilnehmer hatte sich auf 1300 Köpfe gesteigert, und sie schienen größtentheils gegenwärtig zu sein, so daß sich unter der vollständigen Vertretung der hiesigen C»rpS der lange Zug leicht auf 3000 erstreckte. Außer den schon bezeichneten Hauptkontingenten hatten sich auch die Theilnehmer aus Leipzig, Berlin, Königsberg, Koblenz, Appenzell und Chur eingestellt. Auf dem Schrannenplatz fand eine Inspektion der hiesigen Feuerwehr statt, bei welcher sich auch die Spitzen der hiesigen Behörden einfanden. Sich durch Inschriften und Embleme auszeichnende Häuserdekorativnen, sowie die Fresken des Fuggerhauses — deren noch in der Arbeit begriffene und unter Wagners Hand der Vollendung entgegengehende Schlußgemätde von ihrem Verschlag theilweise befreit waren — wurden mit Jubel begrüßt. L. Ventilation geschlossener Wohnräume. Die atmosphärische Lust, die erste und izothwendigste Bedingung zur Erhaltung des animalischen Lebens, enthält bekanntlich als normale Bestandtheile Sauerstoff, Stickstoff, Wasser und Kohlensäure in einem bestimmten Mischungsverhältnisse, wonach auch der menschliche Organismus berechnet ist. Sind der Luft fremdartige Bestandtheile beigemischt oder enthält sie die normalen Bestandtheile in einem abnormen Mischungsverhältnisse, so muß solche Lust, wenn die Verunreinigung einen gewissen Grad erreicht hat, nachthcilig auf den athmenden Menschen wirken, ja kann sogar das Leben gefährden. Der Einfluß dauernd eingeathmeter unreiner Lust äußert sich durch die verschiedenartigsten KrankheitSshmptome. Die Verunreinigung der Lust im Freien hat eine verhältnißmäßig geringere Bedeutung, da dieselbe durch die Neinigungsprozesje der Natur rasch wieder beseitigt wird. Da, wo die Verunreinigung zu bedeutend und zu unausgesetzt staltfindet, kann sich eine sogenannte Lokalalmosphäre halten, welche durch spezifische Krankheiten ihre nachtheilige Wirkungen äußert. Von ungleich größerer Bedeutung ist jedoch die Verunreinigung der Lust in geschloffenen Räumen, wo jene Reinigungsprozesse der Natur nur mangelhast wirken können. Die geschlossenen Räume sind eines Theils zum dauernden Aufenthalt der Menschen bestimmt und enthalten andern Theils alle jene Momente, welche im Stand sind, die Luft zu verunreinigen rmd für den Menschen nachtheilig zu machen. Die geeigneten Mittel, hier eine gesunde Luft zu erhalten, müssen zunächst daraus hingerichtet sein, die Quellen der Verunreinigung so viel als möglich zu verstopfen, alle fremdartigen Stoffe, welche die Atmosphäre verderben können, zu entfernen oder sie zu hindern, ihren Weg durch die Lust des bewohnten Raumes zu nehmen. Gegen die durch die Ausscheidungen de r Lungen, der Haut der Menschen u. s. w. veranlaßte Luftverderbniß kann nur Luftwechsel, die Lusterneuerung, schützen. Befindet sich ein Mensch in einem geschlossenen Raume, so verändert sich die ihn rwrgebende Lust mit jedem Augenblick,, denn der Mensch gibt der Luft nicht Das zurück, was er von ihr empfangen hat; er nimmt den Sauerstoff der Luft in sich auf und gibt ihrKohlenräure und Wasser und ge- ringeMengen organischer Stoffe zurück. Ein Mensch mittlerer Große athmet in der Minute 5 Liter aus, worin 4 Proz. Kohlensäure enthalten sind; die Berechnung ergibt demnach, daß ein Mensch bei zweistündigem Aus, enthalt in einem Zimmer 1 Kubikfuß Kohlensäure durch den Athem in die Lust des Zimmers übergibt. Es muß daher durch die Respiration und Perspiration der Menschen in geschlossenen Räumen ein abnormes Mischungsverhältniß der Lust entstehen, der Sauerstoff der Luft ab- und die Kohlensäure zunehmen, wenn nicht durch fortwährenden Zutritt einer verhältnißmäßig großen Menge reiner Lust die Verunreinigung wieder ausgeglichen wird. Diese Lufterneuerung oder Ventilation kann nun eine freiwillige, welche sich ohne absichtliches Zuthun von selbst herstellt, oder eine künstliche sein, die durch eigens dazu geschaffene Vorrichtungen vermittelt werden soll. Auf den freiwilligen Luftwechsel in unfern Wohn- räumen wirkt zunächst die Differenz der Temperatur ein; ferner die Schnelligkeit der Luftströmungen im Freien, die größere oder geringere Porosität des Baumaterials unserer Wohnungen, das Feuer von im Zimmer geheizten Oefen u. s. w. Eine solche Ventilation hat für schwach bewohnte Räume ihren hohen Werth, für stark bevölkerte dagegen ist sie unerheblich und bedeutungslos. Da die reine atmosphärische Luft konstant mit sehr geringen Schwankungen V,ooo Kohlensäure enthält und die Grenze der zulässigen Menge zwischen Viwa und Viooo sich "gibt, so läßt sich hieraus bestimmen, wenn in einem einzelnen Fall eine künstliche Ventilation eintreten muß. Im Allgemeinen können alle zum dauernden Aufenthalt einer Mehrzahl von Menschen bestimmte Räume (z. B. Schulen, Fabriken, Kasernen, Spitäler u. s. w.), wie wir sie besitzen, nicht der künstlichen Ventilation entbehren, wenn eine reine Luft darin erhalten werden soll, was nur dann möglich ist, wenn für jeden einzelnen Bewohner stündlich 60 Kubikmeter frische Lust zugesührt werden. Bes. dü. künstlichen Ventilation hat man zwei Systemewon einander zu unterscheiden; zunächst die sogenannte natürliche Ventilation, welche daraus Bedacht nimmt, durch Apparate die: freiwillige Luftzufuhr zu verstärken, und im Gegensätze dazu: die Ventilation mit mechanischer Kraft. Die natürliche Ventilation beruht, wie die freiwillige, aus dem Unterschied der Temperatur in dem zu ventilirrnden Raume und der äußern Luft; sie ist daher auch von diesem Unterschiede abhängig, wirkt verschieden und unregelmäßig. Manche der Apparate erzeugen nachtheilige Kälte und Zugwind. Für Institute, welche ein größeres Luftbedürfniß haben, für bevölkerte Anstalten, z. B. Gefängnisse, Strafanstalten, Schulen, Hospitäler u. s. w., genügt keines der bisher aufgestellten Systeme der natürlichen Ventilation. Die Ventilation mit mechanischer Kraft unterscheidet sich von dem System der natürlichen Ventilation dadurch, daß sie der Abhängigkeit von den Temperaturunterschieden im Zimmer und in der freien Lust gänzlich entsagt. Sir bezweckt, dem zu ventilirrnden Raume eine beliebige Quantität frsscher Luft mit mechanischer Kraft entweder zuzuführen (einzutreiben) oder zu nehmen (auszusaugen), Stoß- oder Saugsystem. Seit dem Jahr 1848, wo man die ersten Versuche mit dieser Ventilationsart (im neuen Parlamentshause in London) machte, hat sich dieselbe wesentlich vervollkommnet. Von ganz besonderer Wichtigkeit in dieser Beziehung ist die Erfindung von vr. van Hecke in Brüssel, welcher sich in dem von ihm konstruirten Ventilativnsapparat anstatt des bisher gebräuchlichen Centrifugalventilators eines einfachen, leicht beweglichen Flügelveutilators, ganz ähnlich der Schraube eines Dampfschiffes, bediente. Dieser Apparat hat sich seit 1856 im Spital Beaujou, Spital Necker in Pari«, im Kinderspital in Basel, in der protestantischen Schule in München und an andern Orten, so wie selbst zur Ventilation der Schiffsräume eines günstigen Erfolgs zu erfreuen gehabt. Die von Pros. Pettenkoser in dem Protestantischen Schulhause in München selbst eingerichtete mechanische Ventilation besteht in Folgendem: Der etwa 3 Fuß lange und an den Enden '/r Fuß breite Flügelventilator befindet sich im Souterain des Hauses; er empfängt die frisch« Luft durch einen einfachen hölzernen Schlauch, welcher in einem geschlossenen Souterrainfenster mündet und treibt sie in einen gleichfalls im Souterrain befindlichen gemauerten Kanal, an dessen äußerstem Ende sich ein 5 Fuß hoher gewöhnlicher Kanonenofen befindet. Aus einer Wölbung über letzten» tritt senkrecht eine Blech - röhre aus, durch welche die Lust in 3 übereinanderliegende Schul- zimmcr den verschiedenen Etagen zugeführt wird« Die Blcchröhre hat unten 2'/? Fuß Durchmesser; in jedem der Schrlzimmer hat sie eine Oessnung, durch welche die Lust ausströmt. Die äußerst einfache und mit geringen Kosten herzustellende Einrichtung bezweckt zugleich di« Ventilation und die Heizung der Schulzimmer, Der Ventilator ist sehr leicht in Bewegung zu setzen; ein Mann fördert nach anemvme- trischen Messungen in 1 Stunde 3000 Kubikmeter oder 120,MO Ku- bikfuh Luft. Die Befürchtungen in Bezug auf unvollkommene Heizung und unverhältnißmäßig« Kosten derselben haben sich nicht bestätigt; bsi —10° R. im Freien brachte man nach 2Vrstündiger Ventilation (von Morgens 5—7'/, Uhr) zu ebener Erde eine Temperatur von -s-11 —12°R., im ersten Stock 13° R. und im zweiten Stock 14° hervor. In Bezug auf die Größe des Luftwechsels hat sich die Einrichtung als vollkommen gelungen erwiesen, und von Zug oder Hitze war selbst in der Nahe der Oeffnungen nichts fühlbar. Die gegen Luftheizung überhaupt geltend gemachten Bedenken dürsten bei bevölkerten Schnlen im Allgemeinen weniger zntreffen, wobei wohl zu berücksichtigen sein möchte, daß die ausströmende Luft niemals eine übermäßig hohe Temperatur annimmt. Im äußersten Fall läßt sich dieselbe auf einfache Weise durch Anlage eines WasserbassinS in dem Ventila- tionSraum vor ihrem Eintritt in die Wohnränme befeuchten, wie denn dahin zielende Einrichtungen bereits in verschiedenen Spitälern, namentlich in Paris, getroffen sind. Es hat sich ergeben, daß besondere Abzugskanäle für die Luft überall nicht erforderlich sind, sondern daß hiezu einige verschließbare Oeffnungen in der Wand oder den Fenstern vollkommen genügen. Es dürfte demnach die mechanische Ventilation zweifellos als die vollkommenste bis jetzt erklärt werden, um so mehr, als sie von allen äußern Einflüssen abhängig und unser Bedürfniß vollständig zu befriedigen im Stande ist. — Prozeß um einen Penny. In London kam am 6. August ein sonderbarer Prozeß, welcher mit der. Ausstellung in Beziehung steht, zur Entscheidung. Wir meinen den Prozeß eines Kapitän» von der Miliz, Namens Robert Garnham, gegen die AusstcllungSkom- mission. Der Genannte ist Besitzer einer Saisonkarte, und weigerte sich, den Penny zu zahlen , der für die Aufbewahrung von Stöcken und Regenschirmen am Eingang der Gemäldegallerie abgefordert wird ; denn er behauptet, es sei von dieser Taxe damals, als er seine Saisonkarte kaufte, nicht die Rehe gewesen, die Kommission daher zur Erhebung derselben nimmer berechtigt. Nachdem er bei der Kommission verschiedene Male, aber vergebens, geklagt hatte, und nachdem die Thürsteher sich geweigert hatten, seinen Regenschirm herauSzugeben, wenn er nicht den bewußten Penny zahle, hat der Genannte sich die Mühe nicht verdrießen lassen, einen Prozeß gegen die Kommission anhängig zu machen. Offenbar war es ihm dabei nicht um den Pmny, sondern um die Rechtsfrage zu thun. Der Richter hat nun dahin entschieden, daß, da der Kläger den Thürstehern von vornherein erklärt hatte, daß er den Penny nicht zahlen wolle, ein gegenseitiger Kontrakt hier nicht stattgefunden habe, dem Kläger sein Regenschirm herausgegeben werben müsse. Andererseits könne es der Kommission nicht verweigert werden, eine kleine Tare für die Aufbewahrung von Regenschirmen und Stöcken zu fordern. Das Gericht erkannte dem Kläger 1 Schilling Schadenersatz zu; und damit von einer Kontraktfrage nicht wieder die Rede sein könne, wird die Kommission ihre Thürsteher anweisen, sich dm streitigen Penny, statt bei der Abgabe, gleich bei der Uebernahme der Stöcke zahlen zu lassen. Verantwortlicher Redakteur: vr. I. Herrn. Kroenlein. Landamt Freiburg. Ort Neuershauseu. Oeffentliche Mahnung zur Erneuerung von Grund- und Unterpfandbuchs-Einträgeu. Z.m.434. Neuershausen. Auf Grund des Gesetzes vom 5. Juni 1860 (Regierungsblatt Nr. 30) werden die in nachstehendem Verzeichnisse genannten Gläubiger oder deren Rechtsnachfolger aufgefordert, die be- eichneten Einträge von Vorzugs- und Unterpfandsrechten, wenn solche noch Giltigkeit habe», binnen echS Monaten erneuern zu lassen, widrigenfalls die Einträge nach Art. 4 des erwähnten Gesetzes gestrichen würden. Der RechtSgrund der angegebenen Forderungen besteht in bedungenen Nnterpfandsrechten, insofern nicht etwas Anderes bemerkt ist. Neuershausen, den 10. Juni 1862. Das Pfandgericht: Der Bereinigungs-Kommissär: Bürgermeister Kremp. Krcmp, Bürgermeister. G.-Räthe Zeller. Herr. Scherzinger. s DeS Eintrags Datum. Seite 24. Nov. 1820 14. Dez. - 27. Dez. - 27. Nov. - 28. Nov. - 20. März 1819 20. Dez. 1820 28. Nov. - 30. Nov. - 1. Dez. - 7. Dez. - 2. Dez. - 19. Dez. - 18. Dez. > 4. Dez. - 6. Dez. - 19. Dez. - 7. Dez. - 5. Dez. - 11. Dez. - 12. Dez. . 14. Dez. - 15. Dez. - 14. Dez. - 9. Dez. - 26. Nov. - 20. Dez. - 14. Dez. - 13. Dez. - 29. Dez. - Einträge im Pfandbnch Band >. Erneuerung vom Jahr 1820. Mathias Albrecht, jetzt Agatha Al-lJoseph Freßle, Soldat hier. Kaution brecht hier 9 iJoscph Albrecht Wittwe, M. geb. Band hier 17 ßThvmas Stürrer und Jakob Braun,jJvsepha Hoch in Freiburg jetzt Vinzenz Braun hier Zaul Becks, Eheleute hier 22 55 Joseph Dreher hier 61 67 69 82 104 107 123 132 145 184 188 201 202 230 205 dto. Wendelin Egle Wittwe, Maria Zeller Apolloniar Egle, Ochsenwirth in Holzhausen Gertrud Freßle, Ehefrau des Kasimir Flamm hier Michael Flamm hier, Schuster dto. Fridolin Flamm, jetzt Dominik Ziegler hier Martin Fischer hier Joseph Ascher hin- Michael Ganter, jetzt Theresia Ganter Johann Ganter, Pfaucnwirth hier Katharina Graner in Hugstetten dto. Joseph Heß, jung, in Gottenheim Bernhard Graner in Buchheim 241 Joseph Kremp, jung, hier 13. Nov. 1821 29. Mai 1822 Ohne Datum 30. April 1823 9. Mai - Ohne Datum 16. Dez. 1824 9. Febr. 1825 2. Jan. 1826 18. Jan. > 27. April - 3. Dez. - 21. Dez. 26. Febr. 1828 20. März 1830 3. Aug. - 12. Dez. - 242 263 268 277 283, 284 292 298 309 312 316 323 336 353 382 411 Michael Kremp Eheleute hier 421 428b 437 442b 15 34 38 62 65 80 137 144 145 173 176 184 191 192 244 29 44 54 Namen, Stand und Wohnort des Schuldners und seiner Rechtsnachfolger. Namen, Stand und Wohnort des Gläubigers und seiner Rechtsnachfolger. Joseph Laurent, Falkensteinischer Bedienter in Freidurg Fräulein Karvlina Müller in Freiburg Xaver Beck in Horben am Neckar Freifrau Sophia von Adelshcim, eb. Sautier, in Freiburg. Kauf chilling Maria Egle, verehelichte Pfirschig, in Freiburg. Abrechnungsrest. Herren Gebrüder Burkart in Basel Vinzenz Mark in Oberried Altvogt Georg Jakob Link in Nim- burg Joh. Michael Serauer, Rothgrrbei in Eichstetten Barbara Grünlich, vcrwittwete Hild- mann hier Maria Gisin in Oberried Johann Georg Rößle aus dem Wild- gutach Barbara Kupferschmidt, verwittwete Handelsmann Schlosser in Freiburg Frau Amtmann v. Müller, geb Weinberger in Freiburg. Hand- schrift Peter Steyert in St. Märgen Peter Kleiser in St. Peter Unbekannt dto. Joseph Kremp, ledig, hier Johann Meyer, heim Martin Müllers Eheleute hier Mathias Müller hier Joseph, Franziska und Katharina Ouennet hier Konrad Roth hier Agatha Roth hier Gebhard Rohmcrs Eheleute hier, jetzt Franz Trub von da Gregor Stürrer, jetzt Josephs Fischer hier Joseph Sailer, Schmied hier, jetzt Joseph Faklcr in Glotterthal Alois Sailer hier Maria und Maria Anna Scheffen hier, jetzt Jakob StürrcrS Wittwe von da Joseph Schnitzers Eheleute hier Penrand Schindler hier Joseph Ziegler hier Joseph Zipfels Eheleute hier Jakob Schinzing in Holzhausen Franz Gutmann von Holzhausen Konrad Gremelspacher Erben von Holzhausen Einträge im Pfandbnch Band II. Di« Ehefrau des Herrn Verwalters Dorn in Wasenweiler Joseph Laile in Freiburg. Richterlich Simon Ruth irr Bleibach. Richterlich Maria Egle, nun vcrehelichtePfirschig, in Freiburg dto. Richterlich eher in Gotten-jDie Mundenhvfischen Kinder in Frei bürg Fabian Flamm von da. Kaution Jakob Hildmann Wittwe von da inaJvß chseph Meyer in Simonswald Freih. v. Ligertz Erberr in Frciburg Anton Tränkle in Simonswald Joseph Laurent, Falkensteinischer Bedienter in Freiburg Jakob Hildmann's Wittwe von da Gertrud Wehrle in Freiburg Magdalena Haurin, z. Z. m Frer- burg Mathias Andres in Glotterthal Joseph Laurent, Falkensteinischer Bedienter in Freiburg Johann Georg Schuttes, Kirchenpfleger irr Obersimonswald Lorenz Stiefels Gantmasse von dort. Kaufschilling Johann Georg Stratz von Holzhausen. Kausschilling Franziska Alter von dort. Kaufschilling Andreas Kvpp in Oberglotterthal Freifrau Sophia v. Adelsheim, geb. Sautier» in Freiburg Marie Strcker ,n Fehrenthal Walpurga Runk in Freiburg Freifrau verwittwete Müller in Fred bürg Anton Krug. Gantmasfe in Siegelarr. Kausschilling Lorenz Trub, jetzt Karvlina MüllerlJoseph Laurent in Freiburg Thomas Stürrer Eheleute, jetzt Alexander Stürrer hier Joseph DreyerS Eheleute hier, jetzt Franz Trnb von da Dominik Hummel Eheleute hier Theresia Freßle hier Maria Anna Egle, Ehefrau deSJo seph Kremp hier Franziska und Joseph Ouennet hier von hier Joseph Schnitzers Eheleute hier Andreas Straus iu Bottingen, jetzt I. E. Herr hier Joseph Schillings Eheleute hier Andreas HeitzlerS Eheleute hier, jetzt Joseph Heitzler von da Jakob Riehles Wittwe iu Holz- Hausen Johann Hunn von Gottenheim Johann Schweyers Eheleute hier Martin Müllers Eheleute hier Lorenz Wannenmacher in Freiburg Magdalena Brogli« in Freiburg Frau Maria Anna Riegel in Freiburg Johann Freßlin in Glotterthal Jakob Riehle von dort Johann Streicher von dort Herr Rechnungsrath Holderritter in Freiburg Wilhelm Sautier in Frciburg Einträge im Pfandbuch Band III. Xaver Bürkles WUtwc, Elisabeth«, geb. Fürdcrer, hier, jetzt Ignaz Bürkles Wittwe dahier Johann SailerS Eheleute hier Joseph Sailers Eheleute hier Herr Kreisratb Burstctt in Durlach Fräulein Karolina v. Zever in Frei- bürg Georg Bürkle in Glotterthal Betrag der Forderung, fl. kr. 300 100 100 100 678 100 160 2000 200 404 384 152- 150 600 300 100 12 150- 1001 — nicht angegeben. 100 - 60 77 100 57 200 261 50 150 200 146 50 100 300 100 80 50 150 100 222 150 300 100 100 100 112 100 70 400 300 200 300 200 125 50 80 200 100 3'/- 40 30 Bezirksamt Lrtberg. Stadt Triberg. Oeffentliche Mahnung zur Erneuerung von Grund - und Unterpfandbuchs-Einträgen. Z.m.559. Triberg. Auf Grund des Gesetzes vom 5. Juni 1860 (ReggS.-Blatt Nr. 30) werden bie in nachstchmdcm Verzeichnisse genannten Gläubiger oder deren Rechtsnachfolger aufgefordert, die, bezeichnten Einträge von Vorzugs- und Unterpfandsrechten, wenn solche noch Giltigkeit haben, binnen sechs Monaten erneuern zu lassen, widrigenfalls die Einträge nach Art. 4 des erwähnten Gesetzes gestrichen würden. Der RechtSgrund der bemerkten Forderungen nn Unterpfandsbuch besteht in bedungenen Unterpfandsrechten und jmer im Grundbuch befindlichen in dem gesetzlichen Vorzugsrecht des Verkäufers, sofern nicht bei einzelnen Einträgen etwas Anderes bemerkt ist. Triberg, den 24. Juli 1862. Das Pfandgericht. Der Bereinigungskommissär: Heim. Rathschreiber KLbele. ^ DeS Eintrags Namen, Stand und Wohnort Namen, Stand und Wohnort Bettag des Schuldner« des Gläubiger« der Datum. Seite. und seiner Rechtsnachfolger. und seiner Rechtsnachfolger. Forderung. I. Einträge im L Grundbuch Band I. kr. 1824. 3. Nov. 12 Johann Kienzler, Küfer hier Ferdinand Gruny in St. Blasien 1000 — 1825, 22. März 17 Nikolaus Kuncr hier Karl Beckmann hier 55 — - 13. Juni 18 Bernhard Hettich, Bierbrauer hier Johann Faller, Löwmwirth, Erben hier Ferd. Gruny in St. Blasien 800 — - 23. Dez. 25 Johann Schneider, Uhrmacher hier 1012 — 1826, 12. Jan. 32 Johann Hafner, Maurer hier Alois Gänshirt, Maler hier Blast Ackermann, Küfer hier 25 — - 5. April 33 Josef Hör von hier 4M — 1827,13. April 225 Konrad Weishaar, Bärenwirth bier Amtmann von Belli hier 66 — - 29. Okt. 235 Jakob Kern von Schönwald Joh. Schwers Gantmasse von Schön- 3460 — wald ^ 1828, 26. April 242 Xaver Kuß von Schonach Val. Hettich, KreuzwirthS Gantmasfe hier Dieselbe 5200 — - 245 Val. Hettich, alt Kreuzwirth hier 1032 — - 248 Joh. Bap. Ketterer, Schwanmwirth dto. 3M — von Schonach - 28. April 251 Jos. Haberstrvh, Ochsenwirth hier Jos. Haberstroh, Bäcker in Schonach 50 - 7. Mai 256 Johann Faller, Löwenwirth hier Bonisaz Furtwängler hier 160 — - 25. Juni 266 Basil Walter hier Alois Gänshirt, Maler hier 8M — - 12. Sept. 269 Josef Armer, Leineweber hier Luzia Kreuzers Erben hier 18M — - 273 Johann Feuerstein, Maurer hier Dieselben 127 — - 275 Schwanmwirth Ketterer von Schonach Xaver Fischer, Buchbinders, Gant- 2900 — maffe hier - 279 Anton Schübel, Uhrmacher hier Georg Ketterer, Schlossers, Gantmasfe hier Ambros Eble von GremmelSbach ohne? etrag 1829, 29. Febr. 297 Johann Eble hier 2200 - 25. Febr. 314 Anton Schübel und Consorten hier Josef Furtwängler, Strickers, Gantmaffe hier 1500 — - 318 Kreuzwirth Xaver Kuß hier Dieselbe 263 — - 321 Othmar Hettich, Uhrmacher .von dto. 271 — Schonach r 324 Bened. Weidete, Bäcker hier dto. 303 - 25. Sept. 326 Johann Faller, Löwmwirth hier dto. 55 _ - 26. Sept. 329 Seb. Rimprecht, Löffelschmid hier dto. 13 _ - 7. Dez. 367 Anton Köbeler Wittwe I .. Anton Dorner, alt, j ^ " Anton Duffner, Schuster hier Anton Dorner, Metzgers, Gantmasfe 2005 — hier 1830, 11. Jan. 372 Johann Hafner, Maurer hier 150 — - 20. Febr. 375 Johann Kirner, Lilienwirth hier Johann Hilser, Straßenaufsehers 59 — Gantmasse hier - 28. Juni 40? Josef Weiser, Schmid hier Xaver Holzmann, Schreiners, Gant- 1480 — maffe hier - 31. Okt. 422 Fridolin Pfafs, Glashändler bier Dominikus Hirschbühl, Schneider hier 280 _ - 3. Nov. 424 Valentin Dold, ledig, hier Xaver Reiners Wittwe hier 500 — 1831,18. April 436 Josef Duffner hier Michel Dorers Gantmaffe hier 950 — - 440 Johann Ketterer von Schonach Dieselbe 6M _ - 8. Aug. 450 David Kienzler hier Kreszentia Klara Haslinger hier 150 — - 16. Sept. 456 Mar Franz von Freiburg, nun hier Lilienwirth Kirner und Ubreumacher 1575 — Schübel hier - 16. Nov. 472 Sebastian Neugart, Schreiner hier Johann Hafner Wittwe Gantmaffe hier Dieselbe 1400 — - 474 Mar Franz, Glaser hier 63 _ II Einträge im Pfandbnch Theil I. 1826,16. Nov. 3 Johann Schneider, Uhrenmacher hier Marianna Grünv, geb. Hettich, hier. 700 Gesetzlich - 26. Dez. 8 Martin Rimprecht hier Barbara, geb. Selb, hier 300 _ . 10 Michel Dorer, Wagner bier Joh. Georg Fehrenbach von Nieber- waffer Petronella Maier von Vöbrenbach IM — - 14 Derselbe 2M - 12. Dez. 18 Schlosser Ketterer bier Josef Hör von hier 250 _ - 22. Dez. 23 Derselbe Peter Basilius Nopple von hier 225 _ 1827, 3. Jan. 29 Daniel Duffner hier Kirchmfabrik Niedcrwaffer 2M — - 13. Jan. 70 Val. Hettich, Kreuzwirth hier Viktoria Weishaar hier. Gesetzlich 40V _ - 20. Jan. 73 Michel Dorer, Wagner hier Fr. Josef Winterhalter hier IM — 74 Bened. Kaltenbach hier Magdalena Kaltenbach hier. Gesetzlich Karl Bekmanns Kinder hier. Gesetzlich Xaver Dorner, Metzger hier. Ge- IM — - 20. Juni 130 Karl Bckmann, alt Kronenwirth hier 32M — - 21. Juni 133 Anton Dorner hier 1575 - 19. Sept. schlich 211 Derselbe Magdalena Dold von Schonach 4M — III Einträge im Pfandbuch Theil II. 1827, 21. Nov. 30 Karl Bekmann hier Johann Faller, Löwenwirth hier. Richterlich Joh. Georg Fehrenbach, Bauer von Niederwaffcr Joh. Faller, Löwenwirth hier. Rich- 3M — - 28. Nov. 46 Michel Dorer, Wagner hier IM — - 4. Dez. ' 57 Karl Bekmann hier 95 teilich - - Derselbe Josef Haas, Gerber hier. Richterlich Josef Faller, Löwenwirth hier 6 30 - 20. Dez. 101 Karl Broker hier IM — - 27. Dez. 110 Konrad Weishaar, Bärenwirth hier Agatha Weißhaar hier. Gesetzlich 305 57 1823, 19. Febr. 158 Derselbe Bonisaz Furtwängler, Gerber bier 800 — - 22. Mai 253 Peter Fehrenbach, Gerber hier Gregor Dold, Bauer von Nicder- waffcr Marianna Furtwängler Wittwe hier 500 — 1629, 1. Okt. 236 Konrad Weishaar hier 3M 1828, 11. Juni 261 Johann Hafner, Maurer hier Georg Dold, Handelsmann von Nußbach Mathä Pfafs, Schuster hier 200 — - 13. Juli 280 Karl Bekmann hier 150 - 5. Sept. 306 Michel Dorer, Wagner hier Friedrich Dold, Schuster hier IM — - 11. Nov. 319 Martin Rimprecht, Bäcker hier Josef Winterhaltcr, Handelsmann hier Klara Furtwängler hier. Gesetzlich 3M — - 27. Dez. 349 Josef Furtwänqler, Stricker hier 121 20 1829, 26. März 376 Bärenwirth Weishaar hier Joh. Faller, Löwenwirth hier 7M - 21. April 380 Daniel Duffner, Gürtler hier Derselbe IM — - 13. Juli 400 Xaver Holzmann, Schreiner hier Peter Rimprecht, ledig, hier 807 - - 20. Juli 402 Martin und Katharina Kaltenbach hier Martin Rimprecht hier Barbara Kaltenbach bier. Richterlich, Franziska Rimprecht, ledig, hier. 69 51 - 1. Okt. 437 165 57 441 Gesetzlich Derselbe Ferdinand Rimprecht, ledig, hier. Gesetzlich Peter Rimprecht, ledig, bier. Ge- setzlich Josefa Feidler von Duningen 175 — - 443 dto. 84 4 - 22. Dez 470 Gregor Fehrenbach, Küfer hier 25 - 27. Dez 472 Karl Broker hier Johann Faller, Löwmwirth hier 2500 — IV. Einträge im Pfandbuch Theil I». 1831,17. Jan 45 Daniel Duffner, Riemer hier Joh. Faller, Löwenwirth hier IM — - 4. Febr 47 Derselbe Handelsmann Welle in Haslach. 60 — Rickterlich - 3. Aug 77 Sebastian Rimprecht hier Johann Weiser« Wittwe hier. Rich- 13 22'/. terlich Oeffentliche Mahnung zur Erneuerung von Grundbuchseinträgen. Z.m.384. Adersbach, Amts Sinsheim. Aus den Grund des Gesetzes vom 5. Juni 1860 (Rcg.- Bl. Nr. 30) werden die in nachstehendem Verzeichnte genannten Gläubiger oder deren Rechtsnachfolger ausgefordert, die bezeichneten Einträge von Vorzugsrechten, wenn solche noch Giltigkeit haben, binnen sechs Monaten erneuern zu lassen, widrigenfalls die Einträge nach Art. 4 des erwähnten Gesetzes gestrichen wurden. Der Recktsgrund der in nachstehendem Verzeichnisse angegebenen Fordmingcn.besteht in dem gesetzlichen Vorzugsrechte des Verkäufers. Adersbach, den 9. Juli 1862. Das Pfandgcricht. Der Bcreinigungskommissär: ' Der Bürgermeister-Stellvertreter: L. Zimmermann, Notar. Wagner. Des Eintrags Datum. Seite 6. Mai 1812 1. Juni - 28. Jan. 1813 10. Juni - 17. Juni - 25. Febr. 1814 16. Mai - 17. Mai - 20. Juni 1815 14. Nov. - 6. Mai 1817 7. Mai - 21. Mai - 18. März 1818 6. Okt. - 14. Nov. - Ohne Datum 19. Juli 1820 Ohne Datum 14. April 1821 16. Juli - 6. Juli - 28. Okt. 1822 1. Nov. - 20. Nov. - 1. März 1823 Ohne Datum 28. Dez. 1624 13. März 1825 18. Okt. - 13. Febr. 1826 20. März - 9. Nov. 1625 20. April 1827 19. März 1828 26. März 25. Aug. 23. Sept. 2. Dez. 3. Febr. 1829 14. März - 7. Dez. - 27. Jan. 1830 15. März 2. März 15. Febr. 29. Aug. 12. Dez. 1831 12. März 1832 7. April 7. Juni 49 54 56 61 66 89 90 93 101 105 111 123 129 135 137 143 147 160 162 178 185 185 205 208 224 227 233 237 42 54 79 88 94 95 99 107 114 116 123 126 139 146 186 192 195 216 Adam Klauner hier Michael Vogler und Konrad Schilling Peter Friedrich von hier und 8 Con- sorten Heinrich Rudolf von hier Adam Huber hier Oberlientcnant Frank von hier und 2 Consorten Heinrich Lamm hier Maria Frank hier Georg Adam Dörner hier und 5 Amtmann Hössner Wittwe hier Ramm, Stand und Wohnort des Schuldners und seiner Rechtsnachfolger. Namen, Stand und Wohnort des Gläubigers und seiner Rechtsnachsolger. Betrag der Forderung. Grundbuch Band l. Friedrich Vogler hier Derselbe Philipp Bauers Wittwe von hier Adam Klauner von hier Derselbe Juliane Rieser hier Michael Rieser hier- Derselhe Consorten Zeter Friedrich hier Engelhardt Klempp, Schmied hier Johann Herbold hier Philipp Sauler von Hasselbach und 2 Consorten von dort Michael Humburger von hier Derselbe Adam Keck und 3 Consorten von hier Heinrich Frank und 10 Consorten von hier Ludwig Herbold von hier Ludwig Herbold und 2 Consorten von hier Vogt Vierling und 3 Consorten von Hasselbach Ludwig Hcrbold hier und Ludwig Schöner hier Adam Petscher hier Zhilipp Rudolf und Gg. Adam Bauer hier Adam Huber hier Friedrich Titus hier Küfer Sichert und 6 Consorten von hier Ludwig Rieser von hier Ludwig Herbold und 2 Consortm von hier Karl Rudolf und 2 Consorten von hier Jakob Vogt hier Consorten David Auch und 11 Consorten von hier Engelhardt Klempp und 9 Consorten von hier Martin Dewald und 8 Consorten von hier Ludwig Rieser und 7 Consorten von hier Ludwig Vogler und 7 Consorten von hier Johann Vogler und 2 Consorten von hier Christof Zwickel aus Mutterstadt AltdörferS Eheleute von Rohrbach Pfarrer Frauk? Philipp Adam Burkarts Eheleute von Hasselbach Andreas Wild von Bargen Jakob Humburger, ledig, von hier Derselbe Leonhard Zieglers Eheleute in Sinsheim Jakob Maas Eheleute in Ehrstädt Heinrich Heiß Eheleute in Haßmers heim Mathäus Dollingers. Eheleute in Hassclbach Hinterlassenschaft der Adam Hvf- manns Eheleute von hier Adam Hofmann hier Derselbe Balthasar Stichling in Tühren Friedrich Voglers Gantmasse hier Bernhard Lackner von Rohrbach Kupferschmid Johann Gottlieb Pres- selö Eheleute in Heilbronn Philipp Herbold, Bäcker in Ehrstädt Michael Rudolf, Schneider in Pforz heim Balthasar Stichling von Dühren Adam Dörner in Hasselbach und 3 Christof Gevers Eheleute in Hasselbach Ludwig Herbold, Kaufmann von bier Sebastian Fischer von hier Johannes Lackner von Jttlingen Heinrich Rudis Eheleute in Reihen Verwalter Winters Erbmasse hier Eheleute in Martin Dewald und von hier Jakob KlingmannS Steinsfurth Grundbuch Band II. « 6 Consorten Schneid Fischer zu Hasselbach Ludwig Junker allda Johann Vogler und 12 Consorten von hier Johann Lauser hier Engelhardt Klempp hier Christof Schmidt hier Georg Müller und 7 Consorten von hier Daniel Welk und 7 Consorten hier Christof Welk hier Vogt Vierling in Hafselbach und Philipp Sauler allda Waldschütze Graß hier Adam Hofmann und 6 Consorten von hier Philipp Lackners Ehefrau und 14 Consorlen von hier Förster Halbauer und 6 Consorten von hier Ludwig Rieser und 10 Consorten von hier Johann Vogler und 3 Consorten von hier Adam Keck hier Geschwister Adam, Jakob, Juliane und Rosina Stech in Neckar- bischofsheim ^Christof Laule in Helmstadt Michael Nelschs Gantmasse hier Andreas Schoners Gantmasse hier Sebastian Fischer hier Philipp und Georg Schmidt hier Ludwig Herbold rn Kornthal in Württenberg Schreiner Wilhelni Klausing in Eich tersheim Derselbe , Lehmann Wollenberger in Untcr- gimpern u. Völkele u. Seligmann Berlau in Ncckarbischofshcim Johann Huber hier Küser Philipp Volz Eheleute in Kirchardt Philipp Lackners Gantmasse hier Eberhard Sichert Wtb. , Sophia Flickinger von hier Jakob Hochwarths Eheleute in Un tergimpern Leonhard Rebsons Eheleute in Wimpfen Johann Huber hier Georg Bühler und 11 Consorten hier Georg Michael Vogler in Heilbronn 30 40 40 fl. kr. 51 58 1228 10 100 180 64 124 771 220 450 100 181 16k 166 539 1152 450 614 669 300 31 52 56 900 101 315 80 377 194 242 445 1172 488 283 312 481 163 392 20 12 28 21 178 1050 599 463 176 35 807 30 30 135 77 923 810 28 190 502 — 374 43 17 Z.n.10. Nr. 6689. Ladenburg. (Ausschluß- erkenntniß.) In Sachen mehrerer Gläubiger gegen die Gantmasse des -s Schneidermeisters Georg Beck von Ladenburg, Forderung und Vorzug betr. Beschluß. Diejenigen Gläubiger, welche ihre Ansprüche an daS vorhandene Massevermögen in der heutigen Tagfahrt nicht geltend gemacht haben, werden biermit von der Masse ausgeschlossen. V. R. W. Ladenimrg, den 9. August 1862. Großh. bad. Amtsgericht. Bender. Z.m.921. Nr. 2390. Rh crnbischofsheim. (Aufforderung.) Das großh. Hauptsteueramt Neufreistett, als Wasser-und Straßenbau-Kasse, hat dahier vorgetragen, daß die großh. Wasser- und Straßenbau-Verwaltung am 16. Mai 1860 von verschiedenen Eigenthümern aus elsLßischen Orten ein Grundstück gekauft habe, nämlich 19 Morgen Gesträuch,, Kies- und Wiesenfläche im s. g. Kammkopfgruud an dem Rhein, oben Georg Breining von Gamsheim, unten Gemeinde Ossendorf, früher zur Gemarkung Ossendorf, jetzt zur Gemarkung Freiste« gehörig. Da der Gemeindcrath zu Freiste« die Gewähr des Eigen- thumsüberganges verweigert, weil die Erwerberin ihren Rechtstitel nicht vollständig Nachweisen kann, so wird hiermit auf gestelltes Ansuchen verfügt, daß alle Diejenigen, welche an besagtes Grundstück dingliche Rechte oder lehenrechtliche und fideikommissarische Ansprüche, die in den Grund-und Pfandbückern nicht eingetragen sind, zu haben glauben, solche binnen 2 Monaten dahier geltend zu machen haben, da sonst dieselben gegenüber der neuen Erwerberin für erloschen erklärt würden. Rheinbischofsheim, den 4. August 1862. Großh. bad. Amtsgericht. Eisen. Z.m.936. Nr. 5160. Gengenbach. (Verschollenheitserklärung.) Nachdem Johann Harter von Berghaupten der diesseitigen Aufforderung vom 1. August v. I., Nr. 5556, nicht nachgekommen ist, so wird derselbe verschollen erklärt und sein zurückgclaffcncsVermögen dm nächsten Verwandten in fürsorglichen Besitz gegeben. Gengcubach, den 7. August 1862. Großh. bad. Bezirksamt. Voll. Bezirksamt Gerlachsheim. Gemeinde Jlmspan. Oeffentliche Mahnung zur Erneuerung von Grund- und Pfandbuchs-Einträgen. Z.m.517. Jlmspan. Auf Grund des Gesetzes vom 5. Juni 1860, Reg.-Bl. Nr. 30, werden die in nachstehendem Verzeichnisse genannten Gläubiger oder deren Rechtsnachsolger ausgefordert, die be- zeichnetcn Einträge von Vorzugs- und Unterpfandsrechtcn, wenn solche noch Giltigkeit haben, binnen sechs Monaten erneuern zu lassen, widrigenfalls die Einträge nach Art. 4 des erwähnten Gesetzes gestrichen würden. Der Rechtsgrund der in nachstehendem Verzeichnisse angegebenen Forderungen, welche in das Unterpfandsbuch eingetragen sind, besteht in „bedungenen Unterpfandsrechten", und der Rechtsgrund der in das Grundbuch eingetragenen Förderungen in dem „gesetzlichen Vorzugsrecht des Verkäufers", sofern nicht bei einzelnen Einträgen etwas Anderes bemerkt ist. Jlmspan, den 16. Juli 1862. Das Pfandgericht. Der Bereinigungskommissär: Stotz, Bürgermeister.Lipp. Des Eintrags Datum. Seite. 16. März 1815 4. April 1821 6. Mai 1824 12. Mai - 24. April 1826 7. Juli - 30. Nov. 1827 1. Sept. 1828 2. Juli 1829 9. März - 31. Dez. - 19. Febr. 1813 24. Aug. 1815 13. Sept. - 15. Sept. - 6. Sept. - 10. Nov. 1815 17. Nov. - 27. Nov. 4. Dez. - 20. Dez. - ? Mai 1816 11. Jan. - 30. Sept. - 7. Mai - 17. Mai 1819 25. Aug. 1823 9. Jan. 1824 26. Juli - 7. April 1825 28. Mai . 28. April 1826 3. Mai - 12. Okt. - 13. Dez. - 4. Dez. 1827 12. Dez. 1830 10 15 17 90 98 134 157 190 171 214 40 55 58 60 61 63 64 65 66 67 68 69 73 75 92 93 94 19 29 88 90 142 144 154 156 153 184 185 190 192 227 16 Georg Albert hier und 21 Konsorten Philipp Liebler hier Wilhelm Rudolph hier Franz Fleischmann, Rentmeister hier Johann Fleischmann hier Anna Maria Popp und Eva Maria Popp hier dto. dlo. Andreas Rößner hier und 13 Kons Andreas Schäfer hier Franz Fleischmann, Bauer hier Michael Scheuermann von Egenburg Adam Jggers von Krensheim Namen, Stand und Wohnort des Schuldners ilnd seiner Rechtsnachfolger. Namen, Stand und Wohnort des Gläubigers und seiner Rechtsnachfolge!. Einträge im Grundbuch Band I. Andreas EndrcS Wtb. hier Abraham Lichtenfelder in Kirchheim Isaak Schloß von da Peter Reulbach, Reviersörster zu Reichenberg Anna Maria Popp, ledig, hin, und die Gg. Menig'schen Gläubiger ? Isaak Schloß von Kirchheim Jakob Popp von da Veit Wenz von Zimmern und Konsorten Margaretha Schmitt von Kleinhcu- bach Raphael Sternberg von Kirchheim Joseph Schwab von Krensheim Michael Stiftend von Kirchheim Philipp Rothhaupt von Krensheim Einträge im Pfandbuch Band I. Raphael Sonde! von Kirchheim Isaak Hirsch von da. Richterliches Pfandrecht - dto. Samson Lehmann von Wenkheim Richterl. Pfandrecht Simon und Rapbacl Sondel von Kirchheim? Isaak Hirsch von da. Richterliches Pfandrecht Nathan Strauß von Dittrghcim. Richterliches Pfandrecht Anton Krug von da. Richterliches Pfandrecht ^ Isaak Hirsch von Kirchbeim. Richterliches Pfandrecht dto. dto. dto. Raphael und Simon Sondel von da. Richters. Pfandrecht dto. Lindner,' Hvfrath, wohnhaft in Mergentheim 'S Amon, Rentmeister hier, Kurator der Anton Hosmänn'schen Gläubiger. Kaufschilling Isaak Hirsch von Kirchheim. Richterliches Pfandrecht Raphael Sondel von da. Viehkaus Isaak Schloß von da. Richterliches Pfandrecht Einträge im Pfandbuch Band ll. Georg Schenk hier Anton Hofmann hier dto. dto. dto. dto. dto. dto. Georg Schenk hier Anton Hofmann hier Martin Herold hier Andreas Dittmann, Maurer hier Martin Herold hier Johann Rudolgast hier Franz Dertinger, Weber hier Vogt Fleischmann hier und Kons. Georg Knorsch hier Georg Schenk hier- Martin Herold hier Betrag der Forderung. Adam Endres hier Michael Stbeiner hier Wilhelm Rudolph, Schmied hier Georg Schenk hier Martin Herold, Bauer hier Nikolaus Popp hier Leonhard Väth Wtb. hier Veit Schäfer Wtb. hier Nikolaus Rief hier Anton Schenk hier, Bürge für Lehrer Ecks Wtb. hier Adam Stotz, Bauer hier Michael Fleischmann Eheleute hier Adam Amon, Bauer hier Andreas Rößner und Kons, hier Pfarrer Allgaier hier. Richterliches Pfandrecht Kunigunde, Gertraud und Magdalena Scheiner. (Betrag nicht angegeben). Erbtheil Isaak Schloß von Kirchheim. Richterliches Pfandrecht Raphael Stemberg von Kirchheim. Richterliches Pfandrecht Isaak Hirsch Schloß von Kirchheim. Richterl. Pfandrecht Isaak Hirsch von Kirchheim. Richterliches Pfandrecht Pfarrer Allgaier in Weinheim. Richterliches Pfandrecht dto. dto. Gläubiger der Lehrer Ecks Wtb. hier. (Wer? nicht angegeben). Richterliches Pfandrecht Georg Englert von Giebelstadt. Richterliches Pfandrecht Röder, Pfarrer von Schönfeld. Richterlich Margaretha Schmitt von Külsheim Richterlich Margaretha Schmitt von Kleinheubach. Kaufschilling Einträge im Pfandbuch Band III. Martin Herold Wtb. hier IRaphael Sternberg von Kirchheim I Richterlich fl. 1843 82 288 1000 700 46 66 473 390 5 25 20 11 238 497 1100 200 354 30 110 200 48 26 48 30 250 300 400 9213 336 55 60 353 288 500 111 79 250 508 300 56 1100 622 336 390 100 kr. 30 40 40 20 90 30 30 30 30 30 30 30 30 30 40 24 7 30 30 Z.n.7. Nr. 6918. Kenzingen. (Aufforderung.) Mathias Kern, Sohn des P Sebastian Kern von Wagcnstadt, geboren den 22. Januar 1828, ist im Jahr 1852 nach Amerika abgegangen und hat seit länger als 4 Jahren keine Nachricht mehr von sich gegeben. Derselbe wird deßhalb aufaefordert, dies innerhalb Jahresfrist zu thun, da er sonst für verschollen erklärt und da- Vermögen seinen erbberechtigten Verwandten in der bestimmten Zeit gegen Sicherheitsleistung in fürsorglichen Besitz ausgefolgt werden würde. Kenzingen, den 7. August 1862. Großh. bad. Bezirksamt. D i l g e r. Z.m.832. Nr. 6052. Gerlachsheim. (Aufforderung.) Michael und Anton Kuhn von Grünsfeld haben schon seit 40 Jahren keine Nachricht von sich gegeben; sie werden auf Antrag eines Bethci- ligten aufgefordcrt, sich zur Empfangnahme ihres je in 68 fl. 15 kr. bestehenden, ihnen von dem verschollenen Jakob Appel anerfallenen Vermögens binnen Jahresfrist dahier zu melden, widrigenfalls sie verschollen erklärt werden, und dieses Vermögen ihren nächstberechtigten Verwandten in fürsorglichen Besitz übergeben werde. Gerlachsheim, den 30. Juli 1862. Großh. bad. Bezirksamt. N-ff. Z.m.937. Nr. 4569. Donaueschingen. (Erbvorladung.) Konrad und Jakob Heppler von Oberbaldingen, welche vor mehreren Jahren nach Nordamerika abgereist, deren Aufenthalt aber unbekannt ist, sind zur Erbschaft ihrer verlebten Mutter Brigitta Götz, gewesene Wittwe des Johann Heppler, L>chuster daselbst, berufen. Dieselben werden hrerm« ausgefordert, binnen drei Monaten erscheinen, andernfalls die wEn Denlemgen wird zugetheilt werden. die Vorgeladenen zur Zeit wären^ mehr am Leben gewesen Donaueschingen, den 7. August 1862. Großh. bad. Amtsrevisorat. Z a m P o n i. Amtsbezirk Triberg Ev. Tennenbronn OeffentUche Mahnung zur Erneuerung von Grund- und Unterpfandbuchs-Einträgen der Gemeinde ev. Tennenbronn. Z.m.288. Ev. Teunenbronn. Auf Grund des Gesetzes v»m 5. Juni 1860 (Reg.-Bl. Nr. 30) werden die in nachstehendem Verzeichnisse genannten Gläubiger oder deren Rechtsnachfolger aufgefordert, die bezeichneten Einträge von Vorzugs- und Unterpfandsrechten, wenn solche noch Giltigkeit haben, binnen 6 Monaten erneuern zu lassen, widrigenfalls die Einträge nach Art. 4 des genannten Gesetzes gestrichen würden. Der Rechtsgrund der in nachstehendem Verzeichnisse angegebenen Forderungen, welche in das Unterpfandsbuch eingetragen sind, besteht in bedungenen UnterpfandSrcchten, und der RechtSgrund der in das Grundbuch eingetragenen Forderungen in dem gesetzlichen Vorzugsrecht de» Verkäufer«, sofern nicht bei einzelnen Einträgen etwas Anderes bemerkt ist. Ev. Tennenbronn, den 10. Juli 1862. Das Pfandacricht. Der Bereinigungs-Kommissär: Bürgermeister Hcinzmann. Hakenjos, Nathschreiber. Des Eintrags Namen, Stand und Wohnort Namen, Stand und Wohnort Betrag Des Eintrags . des Schuldners des Gläubigers der Datum. Seite. und seiner Rechtsnachfolger. und seiner Rechtsnachfolger. Forderung. Datum. Seite fl. kr. Einträge im Pfandbuch Band I. 12. Juli 1829 2. Aug. 1828 131 132 10. April 1823 5 Joh. G. Eisemann, Hafner hier Joh. Müller, Schullehrer hier 200 — - 133 7 Joh. Jakob Schüller, Weber am Bach Katharina und Joh. Martin Schul- 347 50 6. Sept. - 138 hier ler hier - 8 Michael Rosenfelder, Schuster hier Paul Martin, Bürger in Langen- 363 — 2. Mai 1829 151 schiltach 26. Juni - 159 S 9 Andreas Rosenfelder, Weber in Lan- Georg Lehmann, Bauer allda 1542 35 10. Okt. - 164 aenschiltach 1. Dez. - 171 s 10 Philipp Bronnenkannt im Schwär- Mathias Bronnenkannt, gewesener 200 — 12. April 1830 174 zenbach hier Stabsvogt hier 20. April 1831 185 - 12 Christoph Heinzmann, Posthalter in Oberpostdirektion in Karlsruhe 500 — Krummschiltach - 13 Jakob Kieninger, Bauer in Krumm- Salome, geb. Kieninger, Wittwe des 658 — 7. Mai - 186 schiltach si Joh. Georg Weißer in Krummschiltach 190 15 Friedrich Bühler hier Mathias Braun hier 165 18 2. Juli - 193 - 19 Christian Heinzmann, Bauer in Johannes Heinzmann hier 411 36 195 Krummschiltach 17. Sept. - 197 - 21 Jakob Maver, Schmid hier Mathias Weißer hier 480 — - 22 Bartle WeißerS Ww. hier Christin« Weißer hier 310 — >2. Nov. - 200 20. März - 23 Joh. Obergfell, Rothgerber hier Johann Michael Braun, Schreiner 270 — von hier 24 Adam Haas, Dreher hier Philipp, Christin» und Barbara Ro- 162 45 19. Juli - 32 Joh. M. Müller, Bäcker in Krumm- senselder hier Barbara, geb. Kieninger, Wittwe des 785 - 17. Aug. 1820 36 39 41 schiltach si Jakob Müller, Bäcker in Krummschiltach 19. Aug. - 6. Aug. - 36 Jakob Aberle, Schuster in Krummschiltach Andreas Aberle, Bauer im Schwarzenbach hier 230 17. Jan. 1821 13. Nov. - 12. Jan. 1822 27. Febr. 1828 56 64 71 77 1. Mai 1824 3. Juli - 44 53 Joh. M. Müller, Bäker in Krummschiltach Christof Weißer in Langenschiltach Joh. Georg Müller alldort Andreas Weißer, Weber, und Phi- 600 200 lipp Bronnenkannt hier 11. April - 30. Okt. - 82 86 2. Juli 1825 66 Margaretha Flaig in St. Georgen Joh. G. Müller, Bäcker in Krummschiltach 600 13. Aug. - 69 Philipp Kieninger, Bauer in Krumm- Maria Kieninger, Wittwe Bartle 1600 — 2. Nov. 1822 95 schiltach Kieningers, Bauer allda - 70 Derselbe Anna M. Müller im Unternschochen- bronn hier 1001 7. April 1823 97 8. Okt. - 71 Michael Kaltenbacher hier Joh. Obergsell hier 400 — 7. Aug. - 104 118 130 139 5. Nvv. - 74 Simon Fiechter, alt, am Bach hier Christian Rapp, Weber hier Christian Fiechter hier 600 — 7. Jan. 1826 76 Maria, geb. Müller, Wiltsrau des si Michael Rapp hier 700 11. Aug. - 1. Juni 1824 3. Juli - - 78 Andras Rosenfelder von Langen- Georg Lehmann alldort 900 — schiltach Jakob Storz, Bürger in kath. Ten- 7. Okt. - 84 Joh. Heinzmann, Zimmermann aus 350 — dem Bühl hier nenbronn 2. Dez. - 88 Joh. G. Obergfcll hier Armenfond hier — — 8. Okt. 1825 20 1. Sept. 1827 96 Anna M. Kaltenbacher hier Andreas und Christian Kaltenbacher hier Georg Lehmann, Bürger alldort 290 — 18. Juni 1826 65 1. Dez. - 110 Andreas Roscnfelder, Weber in Er- 300 — 13. Dez. - 75 lemoos, Stab Langenschiltach 2. Aug. 1828 146 1. März 1828 115 Michael Bösinger, Bürger in Langen- Philipp Kieninger, Bauer alldort 830 — - 165 schiltach 19. Juni 1830 235 3. Mai - 119 Melchior Schvndelmaier hier Christian Schüller hier 1978 35 9. Juli - 249 12. Juli 1829 125 Joh. Obergsell, Rothgerber dahier Friedrich Kämmerer hier 112 35 , 127 Joh. G- Storz, Bauer hier Mathias Braun hier 489 55 126 Joh. G. Bäuerle, Schuster hier Andreas Kaltenbacher hier 76 — 2. Okt. - 276 - 129 Bartle Weißer hier Christian Kaltenbacher hier 91 — Joh. M. Lehmann in Krummschiltach Jakob Staiger, Weber hier Michael Langenbacher hier Michael Rosenfelder, Schuster hier Derselbe Jakob Kelterer, Weber hier Christian Aberle hier Christ. Langenbacher hier Mathias Pfaff, Schuster hier Barbara Rosenfelder, Tochter des -j- Christopf Rosenfelder in Krumm schiltach Christian Aberle, Schuster hier Joh. Heinzmann, Zimmermann hier Andreas Staiger, Reichenbach Mathias Pfafs, Schneider hier Joh. Schwarzwälder, Schneider hier Michael Rosenfelder, Schuster hier Namen, Stand und Wohnort des Schuldners und seiner Rechtsnachfolger. Namen, Stand und Wohnort des Gläubigers und seiner Rechtsnachfolger. Gottlieb Rosenfelder alldort Joh. Schoudelmaier, Färber hier Georg Lauble von Reichenbach Joh. Hils, Rothgerber von Schram berg, K. Würtemberg Joseph Dufner in Triberg Adrea« Storz, Weber hier Joh. G. Stockbürger, Langenschiltach Georg Lauble, Reichenbach Elisabeth HaaS hier Jakob Lehmann, Weber alldort Joh. Jakob Weißer, Bäuerin Langen schiltach Barbara Heinzmann hier Pfaff, Mathias, Schuster hier Joh. M. Kaltenbacher hier Rosina, Martin Lehmanns Wittwe dahier Joseph Dufner, Rothgerber in Tri berg Einträge im Grundbuch Band I. Michael Rosenfelder, Schuster hier Georg Eßlinger hier Joh. G. Weißer auf dem Mulpen- bühl Luzia Lehmann in Langschiltach Simon Fiechter, alt, am Bach hier Christian Müller von hier Andreas Rappische Eheleute hier Barbara Epting hier Mathias Weißer, Bauer in Langenschiltach Mathias Flaig, Bauer in Langenschiltach Philipp Weißer, Bauer in Krummschiltach Joh. G. Obergfell, Schmid hier Joh. Weiher am Bach hier Joh. Heinzmann, Zimmermann hier Joh. M. Lehmann, Weiuhändler in Krummschiltach Philipp Rapp, Bäckers Ww. dahier Andreas Aberle, Bauer hier AnnaHeinzmann, Wwe. des si Christ. Weißer hier Jakob Weißer, alt, alldort Andreas Fiechter allda Simon Müller auf der Oehle hier Die Gantmasse der Wittwe Elisabeths, geb. Vetter, hier Christof Epting hier Christian Weißer, Bauer im Schwarzenbach hier Andreas Aberle, Bauer und Catha- rina Aberle, ledig, von hier Joh. Georg Weihers Wittwe, Salome», geb. Kieninger, alldort Christof Obergfell hier Christ. Fiechter am Bach hier Barbara Rosenfclder hier Christof Weißer, AchtelSbauer alldort Einträge im Grundbuch Band II. Christ. Wölber dahier Andreas Langenbacher, StabSwirth dahier Anna M. Kaltenbacher hier Jakob Staiger dahier Michael Jäkle, Schreiner hier Joh. Deusch, Zimmermann hier Jakob Hcinzmann, Posthalter Krummschiltach Joh. Mich. Lehmann, jung, Uein- händler in Krummschiltach Michael Rapps Erben dahier Jakob Mayers Gantmasse hier Jakob Steiger und Bartle Weißer Joh. Schondclmaier, Färber hier Jakob Jäkle von Buchenberg Barbara Braun hier Anna Jäkle, Wittwe des f PosthalterslL. Christof Hcinzmann in Krummschiltach Joh. M. Lehmann, alt, alldort 3500 Betrag der Forderung, fl. 282 800 400 557 300 6l5 550 800 109 750 250 110 - 727 811 174 130 1650 320 2475 373 3000 1050 734 800 1335 25 969 689 1300 920 600 950 2025 270 800 2300 1055 3200 kr. 27 27 35 Z,m.86l! Nr. 4097. Villingen. (Erbvorladung.): Franziska Eisele, Ehefrau des Hammerschmieds Johann Baptist Moser, angeblich im Jahr 1828 nach Olmütz weggezogen, dann Johann Baptist Weißhaupt, Lithograph, geb. den 11, Februar 1821, Beide von Villingen, sind zur Erbschaft des verstorbenen TaglöhncrS Josef Eisele von-Vil- lingen berufen. Deren Aufenthaltsort ist unbekannt, daher solch« oder deren etwaige Rechtsnachfolger auf- gesordert »verden , sich zur Empfangnahme ihres Erb- theils binnen 3 Monaten, s dato, hei der Unterzeichneten TheilungSbehörde zu melden, widrigen« die Erbschaft lediglich Denjenigen zugethcilt werden würde, welchen sie zukäme, wenn die Vorgeladenen zur Zeit des Erbansalls gar nicht mehr am Leben gewesen wären. Villinge», den 4. August 1862. Großh. bad. Amtsrevisorat. H ö s e r. Wagner, Notar. Z.m.877. Nr. 2620. Ettenheim. (Erbvorladung.) Dem Pantaleon, Josef und Mathias Becherer von Rust, welche schon vor vielen Jahren mit Staatöerlaubniß nach Amerika auswandertcn und deren Aufenthaltsort unbekannt, ist auf Ableben der Josef Bechcrer's Wittwe, Agnes Greber in Rust, eine Erbschaft anerfallen, wegen welcher sich dieselben oder deren Rechtsnachfolger binnen 3 Monaten dahier zu melden haben, ansonst dieselbe Denjenigen zugetheilt Hürde, denen sie gebührte, wenn sie, die Vorgeladentn, zur Zeit des Erbanfalls nicht mehr am Leben gewesen wären. Ettenheim, den 5. August 1862. . Großh. bad. Amtsrevisorat. Lyncker. Z.m.476. Nr. 7164. Waldshut. (Erbvorladung.) Johann Isele, geboren den 28. Oktober 1827, von Dietlingen, seit 1848 unbekannt wo in Amerika, wird zur Verlassenschaftstheilnng seines verstorbenen Vaters Josef Jsele, Landwirth in Dietlingen, mit Frist von drei Monaten unter dem Anfügen anher vorgeladen, daß im Falle seines Ausbleibens die Erbschaft lediglich Denjenigen zugetheilt wird, welchen solch« zukäme, wenn er zur Zeit des Ablebens seines Vaters nicht mehr am Lebm gewesen wäre. WaldShut, den 24. Juli 1862. Großh. bad. Amtsrevisorat. G. Hammetter. Schupp, Notar. Z.m.521. Achern. (Erbvorladung.) Augustin Bohn, der gewesene Bürger und Landwirth von Gamshurst, im Jahr 1851 nach Amerika entwichen, ist zur Erbschaft seiner am 18. April 1862 verstorbenen Mutter, Meinrad Bohn's Wittwe, Johanna, geb. Koch, von Gamshurst berufen. Da nun sein dermaliger Aufenthaltsort unbekannt ist, so wird derselbe hierdurch aufgesordcrt, binnen 3 Monaten seine Erbansprüche dahier geltend zu machen, als sonst die Erbschaft lediglich Denjenigen zugetheilt würde, welchen sie zukäme, wenn er, der Vorgeladene, zur Zeit des Erbanfalls nicht mehr am Leben gewesen wäre. Achern, den 18. Juli 1862. Großh. bad. Amtsrevisorat. Brackenheimer, D.-V. Z.m.970. Achern. (Erbvorladung.) Geno- seva Weingart von Gamshurst, vor etwa 30 Jahren nach Amerika ausgewandert und an unbekannten Orten abwesend, ist zur Erbschaft ihrer am 13. März 1862 verstorbenen Schwester Maria Anna Weingart von Gamshurst berufen, und wird hiermit aufgefordert, binnen 3 Monaten ihre Erbansprüche dahier geltend zu machen, als sonst die Erbschaft lediglich Denjenigen zugetheilt würde, welchen sie zukäme, wenn sie, die Vorgeladene, zur Zeit des Erbanfalls nicht mehr am Leben gewesen wäre. Achern, den 22. Juli 1862. Großh. bad. Amtsrevisorat. Brackenheimer, D.-V. Z.n.19. Nr. 8424. Karlsruhe. (Erbvorladung.) Die angeblich in Aiuerika au unbekannten Orten sich aufhaltenden Sophie Merwart, Ludwig Ferdinand B 0 ch und Ludwig Wagner sind zur Erbschaft der im hiesigen Pfründnerhaus ledig verstorbenen Friederike Dürr mitberufen. Dieselben oder ihre etwaigen ehelichen Abkömmlinge werden nun aufgesordert, binnen 3 Monaten, s dato, Nachricht von sich zu geben, und ihre Ansprüche um so gewisser geltend zu machen, als ansonst ihre Erb- betrefsnisse lediglich Denjenigen würden zugetheilt werden, denen solche zukämen, wenn die Vvrgeladenen zur Zeit de« Erbanfalls nicht mehr am Leben gewesen wären. Karlsruhe, den 12. August 1862. Großh. bad. StadtamtSrevisorat. G. Gerhard. Z.m.883. Nr. 4237. Buchen. (Erbvorladung.) Rosalie und Johann Joseph Schäfer, Beide von Mudau, welche vor einigen Jahren nach Amerika ausgewandert sind, sind auf Ableben ihres Vaters, des Schuhmachermeisters Michael Schäfer von Mudau, zur Erbschaft berufen. Da deren Aufenthaltsort unbekannt ist, so werden dieselben oder ihre Rechtsnachfolger hiermit aufgefordert, sich binnen 3 Monaten, von heute an, zur Empfangnahme der Erbschaft dahier zu melden, andernfalls solche lediglich Denjenigen zugetheilt würde, welchen sie zukäme, wenn die Vvrgeladenen zur Zeit des Erbanfalls nicht mehr am Leben gewesen wären. Buchen, den 5. August 1862. Großh. bad. Amtsrevisorat. Grethcr, A.R.V. Z.m.882. Nr. 4238. Buchen. (Erbvorladung.) Joseph Schweigert und Ernst Schweigert, Beide ledig und volljährig, von Waldhausen, die vor mehreren Jahren nach Amerika auSwander- ten, sind zur Erbschaft ihres am 27. Juni d. I. in Mannheim verlebten Vaters Georg Schweigert von Waldhausen berufen. Da deren dermaliger Aufenthalt dahier unbekannt ist, so werden sie ausgefordert, sich binnen drei Monaten, von heute an, zur Empfangnahme ihrer Erbtheile dahier um so sicherer zu melden, als solche sonst lediglich Denen zugetheilt würden , denen sie zukämen, wenn die Ausgeforderten zur Zeit des Erbanfallcs nicht mehr am Leben gewesen wären. Buchen, den 5. August 1862. Großh. bad. Amtsrevisorat. Grether, A.R.V. vdt. Pfeiffer. Z.m.984. Nr. 6298. Mosbach. (Erbvorladung.) Franz Bödesta von Haßmersheim, dessen Aufenthalt unbekannt, ist zur Erbschaft seines am 8. November v. I. verstorbenen Onkels, deS Bäckers Georg Matthäus Bauhart von Haßmersheim, mitberufen. Derselbe oder seine Rechtsnachfolger werden andurch mit Frist von drei Monaten unter dein Anfügcn vorgeladen, daß im Nichtanmeldungsfalle die Erbschaft lediglich Denjenigen werde zugetheilt werden, weichen sie zukäme, wenn die Vor- gcladcnen zur Zeit des Erbanfalls nicht mehr am Leben gewesen wärm. Mosbach, den 6. August 1862. Großh. bad. Amtsrevisorat. > Stark. Der Distriktsnotar A. Pezold. Z.m.1000. Nr. 6609. Sinsheim. (Urtheil und Fahndung.) I. U. S. gegen Levi Reiß von Druck und Verlag der G. Braun'schen Hofbuchdrucker «i> Hofsenheim, wegen leichtsinniger Zahlungsflüchtigkeit, hat das großh. Hofgericht des Unterrheinkreises durch Urtheil vom 25. Juli d. I., Nr. 5362, >. Crim.-Sen., zu Recht erkannt: «Levi Reiß von Hoffenheim sei der leichtsinnigen Zahlungsflüchtigkeit für schuldig zu erklären und deßhalb zu einer Krcisgefängniß- strafe von 8 Monaten und zur Tragung der Strafprozeß- und Urtheilsvollstreckungskosten zu verurtheilen." Dieses Urtheil wird dem flüchtigen Angeschuldigten hiemit verkündet. Zugleich wird da» Fahndungsgesuch wiederholt. Sinsheim, den 2. August 1862. Großh. bad. Amtsgericht. Mors. A.n.12. Nr. 6991. Karlsruhe. (Aufforderung.) Der beurlaubte Soldat im 4. Infanterieregiment, Gustav Adolf H 0 fheinzvon Spöck, hat sich unerlaubt aus seinem HeimathSorte entfernt. Derselbe wird aufgefordert, binnen 4 Wochen sich entweder dahier oder bei seinem Kommando zu stellen, widrigenfalls er der Desertion für schuldig und vorbehaltlich seiner persönlichen Bestrafung im Betretungsfalle des Staats- und Ortsbürgerrechts für verlustig erklärt und in eine Geldstrafe von 1200 fl. verfällt würde. Zugleich wird dessen Vermögen mit Beschlag belegt. Karlsruhe, den 9. August 1862. Großh. bad. Landamt. Bausch. vdt. Stutz. Z.m.874. Nr. 5335. Radolfzell. (Aufforderung und Fahndung.) Dragoner Josef Auer von Böhringen hat sich unerlaubt aus seinem Garnisonsorte Karlsruhe entfernt. Derselbe wird aufgefordert, sich binnen 4 Wochen dahier oder bei seinem Kommando zu stellen, widrigen? er des Staats- und GemeindebürgerrechtS für verlustig erklärt und als Deserteur in die gesetzliche Vermögensstrafe verfällt würde. Zugleich wird da« Vermögen desselben mit Beschlag belegt und dessen etwaigen Schuldnern anfgegeben, bei Vermeidung doppelter Zahlung bi« auf weitere diesseitige Verfügung an Niemand Zahlung zu leisten. Auchamrd um Fahndung des Auer und gefängliche Einlieferung desselben auf Betreten er ucht. Radolfzell, den 5. August 1862. Großh. bad. Bezirksamt, v. Seng er.