Karlsruher Zeitung. Mittwoch, IS. Oktober. W 2L2. Vorausbezahlung: halbjährlich 4 fl., vierteljährlich 2 fl-, durch die Post im Großhcrzogthum Baden 4 fl. >5 kr. und 2 fl. 8 kr. Einrückungsgebühr: die gespaltene Petitzeile oder deren Raum 5 kr. Briefe und Gelder frei. ErPedition: Karl-Friedrichs-Straße Nr. 14, woselbst auch die Anzeigen in Empfang genommen werden. 1862 Telegramme. ^ Kaffel, Dienstag 14. Okt. Das so eben ausgegebene Gesetzblatt bringt ein Ministerialausschreiben vom 13. d. M., wodurch die Landstäude auf den 27. Oktober eiuberufen werden. Leipzig , 13. Okt. (W. T.-B.) Die von Schaffrath und Wultke gestern veranstaltete Versammlung groß- deutscher Sachsen hat an die Frankfurter Versammlung folgende Erklärung beschlossen: „Eine endgiltige Neugestaltung Deutschlands, wovon kein Theil des Bundesgebiets ausgeschlossen werden, noch sich selbst ausschließen darf, ist nur durch eine Nationalvertretuuz nach dem Reichswahlgesetz von 1849 zulässig." -s-s- St. Petersburg, Dienstag 14. Okt. Ein kaiserl. Ukas veröffentlicht folgende Grundprinzipien der Gerichtsorganisation: Trennung der Justiz von der Administration; die Gerichtsinstanzen sind: Friedensrichter, Friedensversammlung, Arronviffementsgerichte. Der Senat zu Petersburg M der Kaffatiopshof. Es werden Advokatenkammern geschaffen; die Arronviffementsgerichte erhalten Geschworne aus allen Ständen. Eine Reichsraths Kommission wird beauftragt, die Detailgesetze auszuarbeiten, auch bezüglich des Notariats. * Schluß des preußischen Landtags. Nach dem Votum des Herrenhauses in der Budgetfrage haben die Dinge in Berlin eine rasche Entwicklung genommen, lieber den Verlauf liegen unS vorläufig nur erst noch telegraphische Mittheilungeu vor, die wir im Nachstehenden folgen lassen. Man meldet der „Köln. Ztg.": Berlin, 13. Okt., Morgens. Es ist gestern Abend zu keiner Verständigung der Fraktionen über die vorzuschlageude Resolution gekommen. Der Entwurf von Simson lautet, dahin: Die Beschlüsse des Herrenhauses verstoßen gegen dp« klaren Sinn und Wortlaut des Art. 62, Alinea 3 der Verfassung-Urkunde, sind deßhatb von Hause aus null und nichtig, und darum zu einer Verhandlung im Abgeordnetenhanse nicht geeignet. Der Evtwurf vo« Gneist hebt motivirend neben den staatsrechtlichen Momenten auch die Mehrbelastung des Landes durch den Beschluß des Herrenhauses hervor und erklärt dann: 1) Der Beschluß deS Herrenhauses, betr. die Genehmigung des Staatshaushalts-Etats vom 25. Mai, ist vttsassvugswlbrig — deßhalb von Hause aus null und nichtig -7- qnd hi« Regierung ist nicht befugt, aus chm Rechte hsrzu- leiteu; 2) die Regierung bleibt verpflichtet, die Staatsausgaben für 1862 verfassungsmäßig zu regeln; 3) die Regierung ist nicht berechtigt, die durch Beschluß dieses Hauses vom 23. Sept. abaclehuten Ausgaben, insbesondere die Mehrkosten der erhöhten Kriegsbereitschaft, zu verausgaben; sie würde damit vielmehr gegen die Artikel 99 und 62 der Verfassung verstoßen. Der Entwurf von Gneist wurde durch die Fortschrittspartei und die Fraktion Böckum-Dolffs unterstützt. Beide Resolutiousentwürfe sollen der Budgctkommission zu sofortiger mündlicher Berichterstattung überwiesen werden. Berlin, 13.Okt., Vormittags. Die Budget!omMission des Abgeordnetenhauses hielt heute Vormittag «tue kurze Sitzung. Von dem Resolutiouscntwurf Gneist's Erscheinungen. (Fortsetzung au» Nr. 240.) Ich war dem Verfolgten bereits ettvas näher gekommen und sehnte mich eben nach dem Anblick eines Polizeidieners — ein etwas rarer Artikel in der guten Stadt Crutchley-Prior, glaube ich — als der Unbekannte unter einer Straßenlampe stehen blieb, um den großen Mantel, der ihn verhüllte, dichter um sich zu ziehen; sda sah ich — und ein Schrecken fuhr mir lähmend durch alle Glieder — daß der von mir Verfolgt« kein Anderer war, als der Schwarze Puritaner! Ich erkannte ihn aus der Stell« an feinem Spitzhut. Weine Furcht und ihre Wirkung war jedoch nur eine augenblickliche; da» Wesen vor mir — sagte mir der nächste ruhigere Gedanke — war so wirklich, so gut von Fleisch und Blut als ich selber, und mehr »l< je fest überzeugt, daß diesen räthselhasten Erscheinungen irgend rin seltsames Geheimniß zu Grunde liege, das zu enthüllen jetzt einige Aussicht schien, ließ ich in meiner Verfolgung nicht einen Augenblick nach, senden, blieb der Gestalt, beständig sie im Gesicht behaltend, in behutsamer Entfernung immer hintendrein. Die Stadtuhr schlug eben vier, als ich die letzten Häuser hinter mir ließ und mich auf der dem Schloß zusührenden Landstraße sank. Der Himmel war, theilweise umzogen, doch blinkten durch die Wolkeurrsse ei» paar' Sterne und gaben mir das nöthigste Licht. Die Gestalt schritt immer gleichsörmig schnell zu, blieb zuweilen einen Augenblick stehen, um sich ^ umzusehcn, wo ich dann ebenfalls Halt machte und mich noch tiefer in den dichten Schatten der hohen Hecke, welche die Straße begrenzte, zurückzog. Wir kämm an der Eisenbahnstation, eine Viertelstunde links von unS, vorbei, schlugen, durch ein Feldlhürchen ein wenig weiter hin uns wendend, einen näheren Weg durch den Park ein, nnd befanden uns nach wenigen Minuten im Schloßgarten. Unterdessen fing es an, Tag zu werden. Als der Spitzhutträger die Terrasse erreichte, drehte er sich um, hielt die Hand vor den Mund und > wurde Punkt 2 mit 16 gegen 9 Stimmen abgelehnt, ebenso Punkt 3 gegen 7 Stimmen. Darauf zog Gneist seinen Entwurf zurück. Simson ebenfalls den seinigen. Die Reichensper- ger'sche Resolution wurde einstimmig abgelehnt, ein v. For- ckenbeck'scher Entwurf einstimmig angenommen. Dieser lautet dahin: „Der vom Herrenhause in seiner Sitzung vom 11. d. i» Betreff des Staatshaushalts-Etats für 1862 gefaßte Beschluß, insofern er sich nicht darauf beschränkt, den der Berathung des Herrenhauses allein unterliegenden Beschluß deS Abgeordnetenhauses vom 3. d. über die Budgetvorlage der Regierung anzunehmen oder zu verwerfen, vielmehr nach Verwerfung des Beschlusses des Abgeordnetenhauses die Budgetvorlage der Negierung annimmt, mit welcher das Herrenhaus gar nicht befaßt gewesen ist, verstößt gegen den klaren Sinn und Wortlaut des Artikels 62 der Verfassung und ist deßhalb null und nichtig; die Regierung kann daher keinerlei Rechte aus diesem Beschlüsse herleiten." v. Forcken- beck ist zum Berichterstatter für das Plenum ernannt worden. Berlin, 13. Okt., Nachmittags. (W. T.-B.) Nach der Sitzung der Budgetkommission beschloß das Abgeordnetenhaus sofortige Berathung. Bonin aus Stolpe prote- stirt gegen die sofortige Berathung und verläßt mit fünf Parteigenossen das Haus. Ueber die Resolution der Budgetkommission hat keine Diskussion stattgefunden und wurde dieselbe von 237 anwesenden Mitgliedern des Hauses einstimmig angenommen. Der Ministerpräsident verlas darauf eine königl. Botschaft, wodurch der Sessionsschluß auf heute Nachmittag um 3 Uhr im königl. Schloß angeordnet wird. Beide Häuser werden hiezu nach dem königl. Schloß eingeladen. Der Präsident des Abgeordnetenhauses, Grabow, verliest noch eine legislatorische Uebersicht, und schließt mit einem dreimaligen Hoch auf den unverbrüchlich auf dem Boden der beschwornen Verfassung stehenden König und auf die Verfassung selbst, als das unzerstörbare Bollwerk unserer Freiheit. * Berlin, 13. Okt., Abends. Der Landtag wurde heute Nachmittag 3 Uhr durch den Ministerpräsidenten, Hrn. v. Bismarck, mit folgender Rede geschlossen: „Erlauchte, edle und geehrte Herren von beiden Häusern des Landtags! Die Regierung Seiner Majestät des Königs hat Ihnen bei dem Beginn Ihrer Berathungen die Gründe dargelegt, welche sie bewegen mußten, Ihre Thätigkeit nur für die Erledigung der dringendsten Angelegenheiten in Anspruch zu nehmen. Die Ihnen gemachten Vorlagen haben sich daher vornehmlich auf die Finanzgesetze für die laufende Verwaltung, auf eine Reihe von Staatsverrräzen und mehrere Gesetzentwürfe beschränkt, deren baldige Genehmigung im Interesse der materiellen Wohlfahrt des Landes wünschenswerth erschien. Unter den vorzelegten Verträgen ist der mit Frankreich abgeschlossene Handels« und Schifffahrtsvertrag von hervorragender Wichtigkeit. In der einmüthigen Zustimmung, welche Sie demselben, sowie dem Gesetze über die Eingangs- und Ausgangsabgaben ertheilt haben, erkennt die Regierung Seiner Majestät des Königs eine Bürgschaft dafür, daß die wirth- schaftlichen Grundsätze, auf welchen der Vertrag beruht, fortan die Grundlage der Handelspolitik Preußens bilden werden. Diese in der Nothwendigkeit der Entwicklung deS freien Verkehrs begründete Politik ist dem preußischen Staat durch seine Tradition vorgezeichnet, und auch von einem Theil seiner Zvll- krähte wie ein Hahn schrill und hell, dreimal — eine unvergleichliche Nachahmung; dann schoß er in den Baumgang und diesen hinab, und verschwand durch die niedere Pjoric hinter den Eiben. Ich ging ihm nach, aber behutsamer als vorher, fand aber die Thür, wie ich sie erreichte, sest zu. Meine Bemühungen, sie auszubringen, waren erfolglos; ich ging also wieder in den Garten und streifte die Felder aus nnd ab bis zur Frühstückszeit. Das Geheimniß des Schwarzen Puritaners lag wie ein Alp aus mir und ließ meine Gedanken mit nichts Anderem sest sich beschäftige». Ich beschloß, Kedge Alles mit- zutheilen, so bald er käme; vielleicht vermochte er das Räthsel mir zu lösen, jedenfalls halte er ein Recht daraus, zu erfahren, was für ein seltsamer Besucher sich in seinem Haus umtrieb, ohne daß er, so weit ich sehen konnte, etwas davon wußte. Nach dem Frühstück schleuderte ich in den Garten und fand ihn zu meiner Verwunderung bereits besetzt. Sergeant Flint und zwei Fremde schritten in eifrigem Gespräch einen der Pfade ans und ab. Der eine der beiden Fremden war ein wvhlbeloibter stattlicher Herr von mittlerem Alter, in schwarzem Anzug, mit einem scharfblickenden aber gut- müthigeu Gesicht; der Andere war, dem Aeußern nach zu urtheiten, sein Diener. Sie kamen auf mich zu, und der Sergeant stellte den schwarzgekleideten Herrn als den Herrn Doktor I. aus D. in Mittelengland vor. „Da Sir gewissermaßen mit der Familie in näherer Verbindung stehe»/ sagte der Doktor nach einem kurzen Vorgespräch zu mir, „so verletze ich kein Vertrauen, indem ich Ihnen Ausschluß über das Geschäft gebe, das »sich hierher geführt hat; vielleicht können sie einiges Licht in der Sache geben. Wir — das' heißt ich und mein Diener Briggs — sind hier aus der Suche nach Herrn Gerald Crutchley, der vor etwa einer Woche ans meiner Privat-Jrrenansialt bei D. entwischte, wo er seit mehreren Jahren unter meiner Aussicht und Pflege sich befindet. Mit unendlicher Mühe haben wir seine Spur bis zu einem drei Stunden vou hier gelegenen Dorf ermittelt, und in der verbündeten, als dem Bedürfnisse des gesammten Zollvereins entsprechend, bereits anerkannt. Zur Sicherung und Erweiterung unseres Handels mit dem Auslande werden die von Ihnen genehmigten Verträge mit Japan, China, Siam, der Pforte und Chile beitragen, während die Ablösung des Stader Zolles und dir Einstellung der Erhebung der Mosel-Schifffahrts-Abgaben dem innern wie dem äußern Verkehr zum Vortheil gereichen. Durch das Gesetz wegen Aufhebung des Orts-Brief-Be- stellgeldes ist dem brieflichen Verkehr eine erwünschte Erleichterung zugewcndet worden. Das Gesetz über die Bergwerks-Abgaben gewährt dem inländischen Bergbau eine wesentliche Unterstützung, und es steht zu erwarten, daß derselbe mit dieser Aushilfe eine erhöhte Kräftigung gewinnen und damit die Besorgnisse wegen einer erweiterten Konkurrenz der ausländischen Berg- und Hüttenindustrie sich zerstreuen werden. Durch die Bewilligung der Mittel zur Herstellung der Eisenbahnen von Küstrin nach Berlin und von Kohlfurt und Görlitz nach Waldenburg, sowie durch die Gewährung der Zinsgarantie für die Anlage einer Eisenbahn von Halle nach Heiligenstadt und Kaffel ist die Ausführung wichtiger Eisenbahn-Verbindungen ermöglicht, welche den allgemeinen Verkehr fördern und zur Hebung des Wohlstandes in mehreren der Ausschließung neuer Erwerbsquellen bedürftigen Landes« theilen beitragen werden. Den mit den Regierungen der Herzogthümer Sachsen-Ko- burg-Gotha und Sachsen-Altenburg, und des Fürstenthums Waldeck abgeschlossenen Militärkonventionen haben Sie Ihre Zustimmung gewährt, indem Sie Sich mit dem Bestreben der Regierung einverstanden erklärten, auf diesem Wege den Mängeln der deutschen Bundes-Kriegsverfaffung wenigstens zu einem Theil abzuhelfen. Wenn dagegen bei dem Gesetzentwurf über das Paßwefeu eine Uebereinstimmung der beiden Häuser des Landtags nicht hat erreicht werden können, so bleibt zu bedauern, daß die damit bezweckte Reform einen Aufschub erleidet. Die Regierung Seiner Majestät wird jedoch im Verwaltungswege die zulässigen, den gegenwärtigen Verhältnissen deS Reiseverkehr- entsprechenden Erleichterungen herbeiführen. Die Regierung Seiner Majestät des Königs hat zu beklagen, daß die Berathungen über den StaatshauShaltS-Erat für das Jahr 1862 zu einer gesetzlichen Feststellung desselben nicht geführt haben. Sie glaubt seit dem Beginn der Session ihre Bereitwilligkeit bethätigt zu haben, auf alle Anträge der Lau« desvcrtretung, welche sie ohne Benachtheiligung wesentlicher Staatsintereffen für ausführbar halten durfte, cinzugehen. In diesem Bestreben wurde der Staatshaushalts-Etat für daS laufende Jahr in einer sehr ausgedehnten Spezialität der Titel und zugleich der Etat für das Jahr 1863, damit auch dieser noch vor Ablauf des Jahres festgeftellt werden könnte, vorgelegt. Durch den Fortfall der Steuerzuschläge sind die Lasten des Landes auf das frühere Maß zurückgeführt und dieser Ausfall der Staatseinnahmen vornehmlich durch eine erhebliche Ermäßigung der Militärausgaben ausgeglichen worden» Dagegen hat die Regierung Seiner Majestät des Königs den Beschlüssen des Hauses der Abgeordneten, nach welchen die größtentheilö bereits verwendeten Kosten der Reorganisation des Heeres und andere unentbehrliche Ausgaben für das laufende Jahr abgesetzr werden sollten, nicht beitreten können. Sie natürlichen Voraussetzung, daß er sich nach dem Schloß wenden würde, wo er als junger Mann mehrere Jahre gelebt hat, sind wir hierher gekommen, mit der Hoffnung, ihn irgendwo in der Umgegend versteckt zu finden/ „Wie war der von Ihnen Gesuchte gekleidet, als sie zuletzt von ihm hörten?" fragte ich. „Auf nnd nieder in der Tracht des Bildes vom Ritter Eberhard Crntchlch, das in einem der Schlafzimmer hängt." Ich erzählte dem Doktor I. sogleich Alles, was ich von dem, von ihm gesuchten, unglücklichen Manne gesehen und gehört hatte; denn daß er und mein geheimnißvoller Besucher eine und dieselbe Person seien, konnte ich keinen Augenblick zweifeln. „Mein Suchen hat ein Ende," sagte der Doktor, als ich fertig war, „und mit dem heutigen Nachmitiagtzzug werde ich Hrn. Gerald mit mir nehmen. Sein Besuch bei Ihnen in Ihrem Schlafzimmer erklärt sich leicht, denn jener Theil des Schlosse» hat eine Menge Schie- bethüren und heimlicher Gänge, mit welchen allen er ohne Zweisel gut bekannt ist; für seinen Besuch bei Kcdge aber habe ich keine so schnelle Erklärung, wiewohl zwischen ihnen eine alte Todfeindschaft besteht. Hörten sie nie von der Geschichte?" fragte er, als ec meine Ueberraschung sah. „Nie/ „So kann ich sie Ihnen ebensogut erzählen, während der Sergeant fort ist, nach einem Schlüssel zu sehen, der in das Schloß der eisen- beschlagenen Thür hier paßt." , (Fortsetzung folgt.) — Frau Charlotte Birch - Pseisser läßt jetzt ihre „Gesammelten dramatischen Werke" im Leipziger Verlag von PH. Reclam jun. erscheinen. Der erste Band ist so eben hrrausgekvmmen, nnd enlhält die drei Stücke „Herma". Pseffer-Rvsel" und „Rubens in Madrid". DaS Drama „Herma" war der erste dramatische Versuch der Verfasserin. würde sich einer schweren Pflichtverletzung schuldig machen, wenn sie die auf Grund der früheren Bewilligungen der Lau- desvcrtretunz ausgeführte Umformung der HcereSverfassung, unter Preisgebung der dafür gebrachten beträchtlichen Opfer und mit Beeinträchtigung der Machtstellung Preußens, dem Beschluß des Hauses gemäß rückgängig machen wollte. Nachdem der Gesetzentwurf über den Staatshaushalts-Etat für das Jahr 1862 in der von dem Abgeordnetenhaus beschlossenen Feststellung wegen seiner Unzulänglichkeit von dem Herrenhaus verworfen worden, findet sich die Negierung Seiner Majestät des Königs in der Nothwendigkeit, den Staatshaushalt ohne die in der Verfassung vorausgesetzte Unterlage führen zu müssen. Sie ist sich der Verantwortlichkeit in vollem Maße bewußt, die für sie aus diesem beklagenswerthen Zustand erwächst; sie ist aber ebenso der Pflichten eingedenk, welche ihr gegen das Land obliegen, und findet darin die Ermächtigung, bis zur gesetzlichen Feststellung des Etats die Ausgaben zu bestreiten, welche zur Erhaltung der bestehenden Staatseinrichtungen und zur Förderung der Landeswohlfahrt nothwendig sind, indem sie die Zuversicht hegt, daß dieselben seiner Zeit die nachträgliche Genehmigung des Landtags erhalten werden. Die Regierung Seiner Majestät des. Königs ist von der Ueberzeugung durchdrungen, daß eine gedeihliche Entwicklung unserer Verfassungsverhältnisse nur dann erfolgen kann, wenn jede der gesetzlichen Gery-lten ihre Befugnisse mit derjenigen Selbstbcschräukung ausübt, welche durch die Achtung der gegenüberstehenden Rechte und durch das verfassungsmäßige Erforderniß der freien Uebcreinstimmung der Krone und eines jeden der beiden Häuser des Landtags geboten ist. Die Regierung Seiner Majestät zweifelt nicht, daß die Entwicklung unseres Verfassungslebens an der Hand der Erfahrung auf diesem Weg sortschreiten, und daß auf dem Grund der gemeinsamen Hingebung für die Macht und Würde der Krone und für das Wohl des Vaterlandes auch die jetzt hervorgetretenen Gegensätze ihre Ausgleichung finden werden. Im Allerhöchsten Auftrag Seiner Majestät des Königs erkläre ich hiermit die «Ätzung der beiden Häuser des Landtags für geschloffen." Mit einem dreimaligen Lebehoch auf Se. Maj. den König verließen die Versammelten den Saal. 7 Zum deutschen Handelstag. München, 13. Okt. Folgendes sind die Grundzüge des Hansemann'schen Projekts zur Reform des Zollvereins, welches der bleibende Ausschuß des deutschen Handelstags den Zollvereins-Regierungen zur schleunigen und eingehenden Erwägung zu übergeben beantragt: ' Die Leitung aller Zollvereins - Angelegenheiten wird einem „Direktorium des deutschen Zollvereins", welches seinen Sitz in Berlin hat, das ständische Zustimmnngsrecht „zu Gesetzen über Zölle und Abgaben, Handelsverträge oder sonstige Angelegenheiten des Zollvereins" einer aus zwei Abtheilungen bestehenden „Repräsentantenversammlung der zollvereinten Staaten" übertragen. Der Zollverein soll nicht mehr auf eine gewisse Zeitdauer beschränkt, sondern dauernd sein. Die noch nicht dem Zollverein angehörigen deutschen Bundesstaaten können „als Mitglieder des Zollvereins", die zum Deutschen Bund gehörigen Staaten, welche nicht Mitglieder des Zollvereins sind, als „Zollverbündete" ausgenommen werden. Das Direktorium besteht aus zehn Mitgliedern, die von den Regierungen der Zollvereins-Staaten ernannt werden (je ein Mitglied von Preußen, Bayern, Sachsen, Hannover, Württemberg, Baden, eines von den beiden Hessen, eines von den thüringischen Staaten, eines von Oldenburg, Braunschweig und den anhalt'schen Ländern, eines von Nassau, Luxemburg und Frankfurt). Den Vorsitz führt Preußen, in Verhinderung Bayern. Die Beschlüsse werden in der Regel nach absoluter Majorität gefaßt. Das Recht der Initiative zu Gesetzen des Zollvereins wird ausschließlich dem Direktorium Vorbehalten. Die Repräsentantenversammlung soll in ihrer ersten Abtheilung aus Delegirten der Landtage, die zweite Abtheilung aus Abgeordneten bestehen, welche als solche durch eigens angeord- »ete Wahlen in jedem Zollvereins-Staate, und zwar von je 200,000 Einwohnern Ein Abgeordneter, ernannt werden; die Wahlkörper sind so einzurichten, daß die Kaufleute und 813 in Frankreich. — Historische Materialien zur Strategie. Der Preis dieser 4 Bände in der ersten Auflage war 8 Thlr. 5 Sgr.; für Abnehmer derselben in der obigen zweiten Auflage 4 Thlr.; einzelne Bande werden nur zum Preise von 1 Thlr. 10 Sgr. zu erhalten sein. Die zahlreichen Abnehmer der in den Jahren 1857 und 1853 in zweiter Auflage erschienenen ersten 6 Bände werden hierdurch eingeladen, durch den Ankauf obiger 4 ihre Eremplare zu vervollständigen. Zur Entgegennahme von Bestellungen empfiehlt sich: _ m AarVtzruhe. _ Z « - Für Leibende! Auf die Heilung der aus gewissen geschlechtlichen Verfehlungen entstandenen Folgen und Schwächezustände bin ich durch viele Erfahrungen in ausgezeichneter Weise eingeübt uird offerire mich zu Hilfeleistungen. Auf Verlangen erhält Patient eine Druckschrift zugesandt, woraus er alle niMge Aufklärung schöpfen und meine Befähigung als Spezialarzt erkennen kann. Briefe unter der Adresse: vr. di Centn in Schwäb. Hall. Z.v.894. Karlsruhe. Im großen 8aate der Gesellschaft Eintracht. IMittwoch de» 15. Oktober 1862, Abends 7 Nhr: Letzte Große musikalische u. phy- ftkalische Vorstellung des Professors lvMkv-IjiMliils. Ganz neue Abwechslung im Programm. Alles Nähere durch die Zettel._ Z.o.604. Bad Gleisweilcr bei Landau. DieWemtmubellkur kann noch bis Ende Oktober in des Unterzeichneten Weinbergen, also frisch von den Reben weg, gebraucht, und bei einein großen Norrathe bester Kurtrauben Während der Monate November und Dezember dahier fortgesetzt werden. - Bad Gleisweiler , Eisenbahnstation Landau in der Rheinpfalz. — Kaltwasserkur und Elektrogalva- nismus zu jeder Jahreszeit. — Warme, Dampf- und Kiefernadelhäder. _ vr. weä. L- Schneider. Z.v.183. Mannheim. Guano aus den Anfuhren der Peruanischen Regierung, unter Garantie der Echtheit, billigst bei G. Köhler Lf Koch m Mannheim. Z.o.909. Rastatt. Regierungsblätter 1803 — 4 eingebunden, sind zu verkaufen in Ra- statt Nr. 181 der Hauptstraße. ymiznk Keine grauen Haare mehr! 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Die Expeditionen der obiger Gesellschaft gehörenden Segelpacketschiffe finden statt: nach New-Uork am 15. Oktober per Packet- schiffElbe, Capt. Voll, nach New-Vork am I. November per Packetschiff Donau, Capt. Meyer. Näheres zu erfahren bei August Bolten, Wm. Mill-r's Nachfolger, Hamburg, und dessen Agenten: Karl Hund in Achern und dem Central - ExpeditionS - Bureau Mannheim Walter, Rernhardt!> Müller. Z.o.621. Z.o.907. In circa 10- -14 Tagen erscheint in unserm Verlage: Das Gesetz über die bürgerl. Gleichstellung -er Israeliten im Großherzogthum Soden unter Beifügung der Motive, Kommisfionsbcrichte und landständlichcn Verhandlungen, herausgegeben von L. Stempf, Großh. bad. Oberhofgerichts-Rath. Preis broch. 48 kr. Donaueschingen, 10. Oktober 1862. L. Schmidts HofbuchhaMung. ÜNkM Z.o.912. Karlsruhe. Anfertigung von Monturen. Die Anfertigung von 80 Tuchröcken, 356 Paletots und 380 Paar Tuchhosen für Landpostboten »nd Postillone soll im Submissionswege vergeben werden. Die hiezu lusttragenden Schneidermeister haben ihre Angebote bis znm 20. d. M ts. versiegelt und mit der Aufschrift „Montur-Anfertigung" bei Unterzeichneter Stelle einzureichen. Musterstücke, nach welchen die Anfertigung zu erfolgen hat, sowie die Bedingungen können bei der Postmaterialverwaltung hier eingesehen werden. Karlsruhe, den 11. Oktober 1862. Direktion der großh. bad. Verkehrsanstalten. Z i ni m e r. Schneid er. Z.v.671. Baden. Unterzeichneter hat die Ehre, hohen Herrschaften und einem geehrten Publikum anzuzeigen, daß sein für kältere Jahreszeit aus das bequemste eingerichteter Gasthof znm Zäh- rinaer Hof über dm Winter geöffnet bleibt. Täglich Pensions- Preise für längere Zeit. Baden, den 2. Oktober 1862. Heinrich Bayer, Besitzer zum Zähri nger Hof. Z.v.758. Fricsenheim, Oberamts Lahr. Gemälde-Versteigerung. Die Erben des Erzpriesters Joseph Köhler, gewesenen Pfarrers in Schultern , lassen, der Erbthei- lung wegen, durch den Unterzeichneten sämmtliche zu dieser Verlassenschaft gehörige Fahrnisse am 23., 24., 25., 27., 28. u. 29. d. M. im Pfarrhaus zu Schultern gegen Barzahlung öffentlich versteigern; insbesondere wird am Mittwoch den 29. d. M., Vorm. 10 Uhr, die Bildergallcrie, bestehend aus beiläufig IM Oelgemälden von den berühmtesten Meistern, öffentlich versteigert; wozu die Steigerungsliebhaber mit Dem eingeladm werden, daß die Versteigerung bezüglich der übrigen Fahrnißgegenstände jeweils Vorm. 8 und Nachmittags 2 Uhr beginnt. Friesenheim, den 2. Oktober 1862. Lembke, Notar. Z.0.711. Möhringen. Schafwei-e-Verpachtung. Die hiesige große Schafweide wird für das Jahr 1863 im Ganzen oder in Abtheilungen am Dienstag den 28. Oktober d. I., Vormittags 8 Uhr, auf dem hiesigen Rathhause öffentlich versteigert; wo - zu Liebhaber eingeladen werden. Möhringen, den 3. Oktober 1862. Bürgermeisteramt. Fischler. vckt. Eitenbcnz. Z.o.744. Deißlingen, Oberamts Rottweil. Schafwei-e Verpachtung. Die hiesige Schafweide wird am Dienstag den 2 8. d. M., Nachmittags 1 Uhr, auf dem Rathhause auf 3 Jahre verpachtet. Unbekannte Liebhaber wollen sich mit den erforderlichen Zeugnissen versehen. Den 6. Oktober 1862. Schultheißenamt. E m m i n g e r. Z.o.918. Karlsruhe. Fahrnißversteigerung. Aus dem Nachlasse der Wittwe des großh. Registrators Karl Friedrich Hei den re ich, Sophie, geb. Schulmeister dahier, werden am Freitag den 17. d. M., früh 9 Uhr, Silber, Frauenkleider, Bett- und Leingerälhe, Schreinwerk, Küchengeschirr und allerlei Hausrath im Hause Nr. 73 der Zähringerstraße dahier gegen baare Bezahlung öffentlich versteigert. Karlsruhe, den 13. Oktober 1862. Großh. bad. Stadtamtsrevisorat. B. V. d. A.: O. Langer. H. Ankener. Z.o.835. Karlsruhe. Akkordbegebung. Der Umguß einer zersprungenen Glocke von circa 3 Zentnern, für die Kirche zu Kleinstcinbach, soll im SoumissionSwege vergeben werden. Die betreffenden Glockengießer werden eingeladen, die Akkordsbedingungen bei Unterzeichneter Stelle einzuholen, und ihre Angebote längstens bis zum 23. Oktober d. I. daselbst cinzureichen. Karlsruhe, den 10. Oktober 1862. Großh. Bezirks-Bauinspektion. C. Kucntzle. Z.o.821. Nr. 2060. Waldhausen. Ziegelhütte-Verkanf. Donnerstag den 23. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, werden wir im Wirthshause zu Waldhausen die dortige herrschaftliche Ziegelhütte, nebst Wohn- und Oekonomi«gcbäude, 354 Ruthen Grasgarten, 128 Ruthen Wiesfeld und 203 Ruthen Hvfraum, ein zusammenhängendes Ganzes bildend, vorbehaltlich höherer Genehmigung, dem Verkaufe im Stcigerungs- wege aussctzen, wobei dem Käufer zugleich auf Verlangen 6 Morgen 247 Ruthen Ackerfeld und 9 Morgen 146 Ruthen WieSfeld auf 12 Jahre um den jährlichen Pachtzins von 130 fl. verliehen werden. Donaueschingen, den 9. Oktober 1662. Fürstlich fürstendergisches Rentamt. Z.o.914. Nr. 8186. Illen au. Versteigerung. Dienstag den 28. dieses Monats, Vormittags '/,10 Uhr, werden bei uns gegen gleich baare Zahlung versteigert: Leinene und gemischte Lumpen, Abfallleder, alte Kleider, getragenes Schuhwcrk und alte Metalle. Jllenan, den 13. Oktober 1862. Direktion der großh. bad. Heil- und Pflcgeanstalt. Roller. Brettle. Z.v.853. Durmersheim. Forlenklafterholz-, Wellen- und Stangenversteigerung. Die Gemeinde Durmersheim läßt bis Freitag den 17. d. M. in ihrem Gemeindswald auf der Hardt 73V. Klafter Forlenscheiterholz und 175 Stück Gerüststangeu; sodann am 18. d. M.: 9975 Stück sorlene Wellen öffentlich versteigern. Die Zusammenkunft ist jeden Tag Morgens 8 Uhr amEttlingerWeg beim Waldeingang, von da aus geht cs zur Steigerung. Durmersheim, den 10. Oktober 1862. Das Bürgermeisteramt. H a i tz. vckt. Schlager, Rathsschrbr. Z.o.893. Nr. 1270. Säckingcn. (Holz Versteigerung.) Aus den diesseitigen Domänenwal- dnngen werden mit halbjährigen Zahlungsfristen versteigert werden, am Donnerstag den 23. l. M., Nachmittags 2 Uhr, zu Murg im Schiff, aus dem Seelbach, ThimoSwald, der Kellerhoferrütte und Hintern Halde: 128 tannene Bau- und 20 tannene Schneidstämme, 27 tannene Klötze, 7 Klftr. birkene und 39'/, Klstr. tannene Scheiter, 3 Klftr. tannene Prügel, Klftr. tannene Rinden und >730 tannene Wellen. Säckingen, den 12. Oktober 1862. Großh. bad. Bezirkssorstei. Gerber. Z.o.892. Philippsburg. (Holzversteige- rung.) Auf der Ansstockungsfläche des Dvmänen- waldcS Speyer Grün werden Samstag den 18. d. M., mit Zusammenkunft früh 9 Uhr, auf dem Schlag öffentlich versteigert, und zwar: 28 geringe eichene Klötze, 7 Stämme Aspen, 6 Stämme Pappel, 90 Stück ruschene Wagnerstangen, 120 Stück pappelne Gerüststangen, 61 Klafter eichenes, ruschenes und aspenes Scheit- und Prügelbolz und 8000 Stück gemischte Wellen. Philippsburg, den 12. Oktober 1862. Großh. bad. Bezirksforstei. K ü h n l e. Z.o.870. Nr. 10,355. Freiburg. (Aufforderung und Fahndung.) Stefan Baldinger von Gottenheim steht dahier wegen eines zum Nach- thrile des Anton Reitzler dahier verübten Diebstahls Frankfurt, 13. Oktbr. 1862. Staatspapiere. in Untersuchung. Da der gegenwärtige Aufenthalt des Angeschuldigten unbekannt ist, so wird derselbe hierdurch aufgefordcrt, sich binnen 14 Tagen bei diesseitigem Gerichte zu stellen, indem sonst nach dein Ergebniß der Untersuchung das Erkenntniß gefällt würde. Zugleich bitten wir, auf den Angeschuldigten fahnden und ihn im Betrelungsfall anher abliefern zu lassen. Freiburg, den 6. Oktober 1862. Großh. bad. Stadtamtsgericht. , Brummer. vckt. Simianer. A.o.876. Nr. 10,203. Staufen. ( Ausserde r u n g u n d Fahndung.) I. U. S. gegen LukaS Silber er von Oberschopfheim, _ wegen Diebstahls. Beschluß. Dem Lukas Silbe rer von Oberschopfheim soll in U. S. gegen denselben wegen Diebstahls di« Zusammenstellung eröffnet werden. Da dessen derzeitig» Aufenthalt unbekannt ist, so wird derselbe hiemit ausgefordert, sich binnen 14 Tagen dahier zu stellen, widrigenfalls die Akten zur Urtheils- fällung vorgelegt werden. Zugleich ersuchen wir die resp. Behörden, auf denselben zu fahnden, und ihn im Betretungsfalle anher zu weisen. Staufen, den 9. Oktober 1862. Großh. bad. Amtsgericht. W 0 lsing er. Z.o.874. Nr. 15,271. Mannheim. (Aufforderung.) Christian Wohlgemutst von Weiher steht dahier wegen Körperverletzung in Untersuchung, hat aber seinen Aufenthaltsort gewechselt und ist letzterer diesseits unbekannt. Derselbe wird nun ausge- forderk , innerhalb 14 Tagen dahier zu erscheinen und die Zusammenstellung anzuhören, widrigenfalls nach Lage der Akten gegen ihn erkannt werden wird. Mannheim, den 11. Oktober 1862. Großh. bad. Amtsgericht. Erter. Z.o.858. Nr. 8583. Breiten. (Warnung,) Nach Angabe der Elisabeths Dorothea M üller von Wenzingen ist ein ausden Namen derselben ausgestelltes Einlagebüchlein der Sparkasse Brettm über cm« Ge- sammteinlage von 230 fl. verloren gegangen. Vor dem Erwerb dieses Büchleins wird gewarnt. Bretten, den 7. Oktober 1862. Großh. bad. Amtsgericht. H ep P. vckt. Knaus. Z.o.839. Nr. 10,122, Staufen. (Urtheil.) In Sachen der Ehefrau des Anton Balz er von Staufen gegen rhren Ehemann, Vermögensabs»nderung betr., wird zu Recht erkannt: . Die seither zwischen beiden Theile« bestandene Gütergemeinschaft sei für aufgelöst und die Mg. Ehefrau sür berechtigt zu erklären, ihr Vermögen fortan frei und selbständig zu verwalten , unter Verfällung des Beklagten in die Kosten. V. R. W. Staufen, den 4. Oktober 1862. Großh. bad. Amtsgericht. W 0 l f i n g er. in «ck. Weiß, A. j. Z.o.859. Nr. 3510. Breiten. (Erledigte Gehilhenstelle.) Durch Beförderung unseres ersten Gehilfen ist dessen Stelle mit 500 fl. Gehalt erledigt, und soll sogleich oder längstens innerhalb vier Wochen durch einen Kameralpraktikanten oder Assistenten wieder besetzt werden. Bewerber wollen sich an den Unterzeichneten wenden. Bretten, den 10. Oktober 1862. Großh. bad. Domänenverwaltunq. - S'cht- Oestr. Preuß. Bayern Wrtbg. 5°/« Met. i.S. b.R. 5°/o do. in holl. St. 5°/o do. 1852 i.Lst. 5"/o do. 1859 . 5»/,Lomb.i.S.b.R. 5°/,Venet.C.b.R.V, 5»/o Nat.-Anl. 1854 5"/o Met.-Obligat, 50/0 do. 1852C.K.R. 4>/-V° Met.-Oblig. 4»/, dto. 5»/o Oblig. b. Rth. 4'/,°/, dto. 4°/o dto. 3'/,"/« Staatssch. 50/a 4, Emission 4'/,°/« IjLhrig ' V/° '/-jährig 40/a Ijährig 4°/, V-jähng 4°/a Ablös.-Rente 3'/-°/° 4>///a Obl. b. Rth. 4"/a ditto 3'/,°/« ditto 80'/-P- 81'/-P. 77'/. P. 75 b. 86V. G. 77V- P. 66V« b. 57 V« b. 57'/. G. 50'/. P. 108 P. 101V. G. 99V. P. 90V« G. 102'/. G. 102V, G. 103'/. P- 101'/, P. 101V. P- 101'/« G. 105 G. 104 G. 98V« P- Baden G.Hess. Nassau Brschw. Lurbg. Franks. Span. Belgien Schwd. Schwz. N-Am. 4'/-"/« Obligation. 40/a dto. 3'/-"/a dto. v. 1842 50/ft Obligation. 4°/, dto. 3'/-0/a dto 5»/a Oblig. b. Rth. 4'/-°/a dto. 40/a dto. 3V-V, dto 3'/-o/aO.b.R.L105 93 P 4-/oO.Fr.L28kr.b.E. 3'/-"/o Obligation. 30/a dto. 30/a inl. Schuld 20/a Schuld 4'/,o/aO.i.Fr.ä28kr. 4'/-"o Obligation. 4>/,VoPfbs.b.B.LE. 4Vr»/aE.O.Fr.L28k. 4'/-o/a Bern. St.-O. 40/a dto. 5VaGf.St.O.Fr.28 6»/aSt.i.D.üfl.2.30 5«/a do. 1871 u. 74 IM'/- P- 100V« P- 97'/« P 103V« P- 101V. P. 98'/- P- 103V. P. 102V. P- IM P. 94'/. P 94'/. P. 99-/-P. 95'/« P. 50 P. 44-/. G. 100V. P. IM'/, b. 98V. P. 102 G. 102 P. 95V. P. 98-/2 P. Diverse Aktien, Eisenhahn-Aktien «nv Prioritäten. 30/a Frankfurter Bank 30/a Oesterr.' Bank-Aktien 50/a , Cred.A.i.O.W. 30/a Bayr. Bank L fl. 500 4°/o Darmst. B.-A. ü fl. 250 40/a Weimar. Bank-Aktien 4°/aMitield.Cr.-A. L1MTH. 40/a Nordd. Credit-Aktien 40/a Luremb. Bank-Aktien Span. H. u. Jnd. Fr. 5ML28 Taunnsbahn-Akt. ü fl. 250 3V-V°Frankf.Han.Esnb.-A. 5"/aOesterr.Staats-Esnb.-A. 5VaElisab-B.fl.2Mpr.St.Ve Rhein-Nahe-Bahn 40/. Ldwh.-Bcrb. Eisenbahn 4 ///„Pf.Mar-Esb.-A.b.R. 4' //»Bayer.Ostbahn-Aktien 40/a Hess. Ludwigsbahn 126'/« 757 P. 216 b. 232 P. 89'/2 G. 97-/2 b.G. 105 P. 590 P. 334 P. 73 G. 230 G. 126 b. 28V. P- 139'/« G. 107 P. 107>/-bG 126V« P. 1 Friedr.-Wilh.-Nordb.-Akt. 50/a Liv.-Flor. 420Fr.L28kr. 30/aOest. St.-Eisenb.-Prior. 30/aOest.Süd.St. u.Lom.EB 50/a Elisabethbahn-Prior. V, 5°/aBöh.W.-B.P.i.S.b.RV, 4'/-Vo Heis. Ldwgsb.-Prior. 5°/aOest.Lld.1 .Pr.-O.i.Silb 2 50/a Ld'wh.'-Berb.Prior.-Obl. 4'///aRhein-Naheb.Pr.O. 4'/-VaFrkft.-Han.Prior.O. 4°/aSüdd.Bnk.-A.30VoEinz Span.Cr. b.Pereire 70 V, . l'/Z/a Bayer. Ostb.MVa . 30/aDeutsch.Phönir 20"/, . 40/aFrkf.Provident. 10"/, , 55 G. 53V« P. 83V. P. 87'/rb.G. 101'/« P 103'/» P 99'/, P. 101V. P> 253 G. 835 G. 106V» G. 150 G. AnlehenS-Lvose. O-st.250fl.b.R1839 , 250 . . 1854 . IM „Pr.L.1858 , 500 „v. 1860°/, 3'///aPreuß.Pr.A. Schwed.Rthlr. 10L. Bad. 50-fl.-Loose » 35-„ „ Kurh.40Thl.L.b.R. Gr.H«ss.50fl.L.b.R. Nass. 25 fl L. b. R. Sch.-Lippe25Thl.L. Sard.36Fr. L.b.B. Mail. 45 Fr. L.b.R. 2'/2Lütt.Pr.-O.b.G Berein«-L. ü 10 fl. AnSb.-Gunzenh. L. V«P- 74 b.G. 10'/« P- 1MV. P. 54V, P. 57'/« P. 137'/- G. 39 P. 33V« Pi 52V. P. 36^P.' Äs. Wechsel-Kurse. Amsterdam k.S. IM'/, G. Antwerpen 93'/« B. Augsbg.-'fl.lM. 1MB. Berlin 104-/« B. Bremen 96V. B. Brüssel E 9S'/«B. Cöln E 104-/« B. Hamburg E 88V, B. Leipzig E 104'/« B. London 118'/. B. Maild. i.Fr. 2M„ 93V. B. München 99'/» B. Paris 93'/« B. Wien 96V« B. Didcvnto. A/, G. Gold und Silber Pistolen Preuß. Friedrd'or. Holl. fl. 10 Stücke Rand-Ducatcn 20-Frankcnstücke Engl. Sovereigns Gold pr. Zollpfund Hvchh.Silb.p.Zpfd. Preuß. Caffensch. Dollars in Gold fl.9i . 9 56-^ . 9 46'/, . 534 . 924 . 1148 . 803—3 . 52 30 . 145 . 225-/, Druck und Verlag der lraun'schen Hofbuchdruckerti. (Mit einer Beilage.)