Karls ruher Ze itung Mittwoch, 28 . November. G 278 . Vorausbezahlung: halbjährlich 4 fl., vierteljährlich 2 fl-, durch die Post im Großherzotz EinrückuugSgebühr: die gespaltene Petitzeile oder deren Raum 5 kr. Briefe und Gelj Expedition: Karl-FriedrichS-Straße Nr. 14, woselbst auch die Anzeigen in Empfang ge Baden 4 fl. lh kr. und 2 fl. 8 kr. v erden. 1862 Amtlicher Theit. Karlsruhe, 25. November. Durch Allerhöchste Ordre vom 21. d. M. wird dem Leutnant Karl Fleischmann im 5. Infanterieregiment die unterthänigst nachgesuchte Entlassung aus dem großherzoglichen Armeekorps ertheilt; der provisorische Hospitalverwalter, Oberchirurg Holz- bach vom 4. Infanterieregiment, Prinz Wilhelm, wird definitiv zum Hospitalverwalter in Mannheim ernannt; der praktische Arzt MaxFeldbausch von Mannheim wird zum Oberarzt beim 4. Infanterieregiment, Prinz Wilhelm, und der praktische Arzt AntonBauer von Grombach zum Oberarzt beim Festungsartillerie-Bataillon ernannt. Nicht-Amtlicher Theit. Telegramme. rX Berlin , 25. Nov. Ein gestern Abend nach Kassel abgegangener Feldjäger überbringt eine Depesche der preußischen Negierung an Dehn-Rothfelser. * London, 24. Nov. Die „Morn. Post" schreibt: „Wir hatten uns eingebildet, der Vertrag von 1832 schließe jedes Mitglied der Herrscherfamilien der drei L chutzmächte von dem griechischen Throne aus, und wir hatten die Ausschließung des Prinzen Alfred offen angenommen. Die Zeitung „Le Nord" beweist uns jedoch, daß der Vertrag von 1832 diese Bedingung, welche sich nur in einem vorhergehenden Protokoll ausgedrückt findet, nicht enthält. Wir hätten dieses Protokoll für eben so verpflichtend wie den Vertrag selbst gehalten; da aber die übrigen Mächte sich weigern, es so zu betrachten, so wäre es unvernünftig, es nur für uns verpflichtend gelten zu lassen. Die englische Regierung beobachtet in ihrem Auftreten eine große Zurückhaltung und hält an der Nichteinmischung fest. Die Griechen wollen die nationale Wiedergeburt. Hierzu stehen ihnen zwei Wege offen: Erstens verfassungsmäßige Reformen, welche ihr Land mächtig und geachtet machen, so daß sie mit der Zeit und durch Mäßigung das Ziel ihrer höchsten Wünsche erreichen. Diese Politik wird durch den Prinzen Alfred vertreten. Zweitens steht ihnen die Alternative einer Verzweiflungspolitit offen, welche durch die Zerstückelung der Türkei und die Agitation des Orients repräsentirt wird. Wenn die Wahl auf den Prinzen Alfred fallt, so wird die englische Regierung in Erwägung ziehen, ob der Prinz annehmen soll oder nicht, und hiebei nur auf Das Rücksicht nehmen, was für Griechenland und Europa das Beste ist." * Neu-Bork, 13. Nov. Admiral Milne soll sich mit einem starken Geschwader von Halifax nach den Bermuden begeben. Der „Richmond Examiner" beschuldigt England, daß es die Fortdauer des Krieges zwischen Norden und Süden bis zur Erschöpfung der beiden Parteien wünsche, um die Nebenbuhlerschaft Amerika's zur See nicht mehr befürchten zu müssen. Athen, 22. Nov. Der brittische Gesandte, über die Kandidatur des Prinzen Alsr ed befragt, antwortete, sich in die Wahl Griechenlands nicht einzumengen; Griechen!»^ kazm. frei wählen. Die Wahlen beginnen am 6. Dezbr. und endogen am 10. Die Wahrscheinlichkeit für die Wahl des Platzen Alfred ist groß. * Athen , 22. Nov., Abends. Eine glänzende und allgemeine Kundgebung hat so eben zu Gunsten des Prinzen A l- fred von England stattgefunden. In Griechenland herrscht vollkommene Ruhe. Deutschland. PI Frankfurt, 24. Nov. Der Gesandte Hannovers zeigte in der Bundestags-Sitzung vom 13. d. betreffs der Herbeiführung eines allgemeinen Gesetzes gegen den Nachdruck an, daß seine Regierung an der bezüglichen Kommission zur Ausarbeitung eines solchen Gesetzes sich durch Absendung eines Bevollmächtigten betheiligen werde. Der Gesandte der 15. Kurie gab in gleichem Betreff seine nachträgliche Abstimmung zu Protokoll, dahin, daß die Majorität der Kurie — Oldenburg und Schwarzburg-Rudolstadt — den Ausschußanträgen beitrete, während die Anhalte sich dem preußischen Votum anschlössen. — In derselben Sitzung ließ Württemberg unter Bezugnahme aus den Bundesbeschluß vom 8. Aug. d. I. erklären, daß der König den Beitritt Württembergs zu dem von der Nürnberger Haudelsgesetzgebungs- Kommissivn ansgearbeitetcn Entwurf eines Gesetzes über die in den deutschen Bundesstaaten in bürgerlichen Rechtsstreitig- keitcn gegenseitig zu gewährende Rechtshilfe, vorbehaltlich der Zustimmung der Stände, genehmigt habe. — Die von der 15. Kurie über denselben Gegenstand abgegebene Erklärung lautete zwar auch zustimmend, jedoch bemerkte derselbe 1) für Anhalt-Dcffau-Cöthen, daß für den Fall anderseitiger Abän- derungsanträge Weiteres Vorbehalten bleibe; für Anhalt- Bcrnburg, daß wegen bestehcnver besonderer Staatsverträge mit Preußen und Braunschweig die unbedingte Zustimmung dieser Staaten vorausgesetzt werde, in etwaiger Ermangelung dessen die bundesgcsetzlichen Bestimmungen nur den übrigen deutschen Staaten gegenüber in gegenseitige Anwendung zu bringen sein werden; für Schwarzburg-Sondershausen, daß die Regierung ihre Zustimmung an die Annahme sämmtlicher Bundesregierungen knüpfe und eine bezügliche Vorlage an den Landtag zu machen beabsichtige; für Schwarzburg-Rudolstadt, daß die Regierung sich eventuell Vorbehalten müsse, mit denjenigen Bundesstaaten, mit welchen bereits Verträge wegen Regulirung derselben Verhältnisse abgeschlossen sind, behufs Herstellung einer Uebereinstimmuug in Verhandlung zu treten. Kassel, 22. Nov. (Nürnb. Korr.) Daß das Ministerium die Vorlage des Budgets nicht hat bewirken können, hat seinen Grund anderwärts; ihn auszuhellen, wird wohl erst der Geschichte Vorbehalten bleiben müssen. An Ermahnungen und Rachschlägen, den Bundesbeschluß vom 24. Mai d. I. durchzuführen und den verfassungsmäßigen Weg einzuhalten, hat es, obgleich vergebens, nicht gefehlt. Vv ist es nicht unbekannt geblieben, daß noch am Abend des 19. d. Dt. eine in diesem Sinn abgefaßte Depesche der österreichischen Regierung zur Miltheilung gekommen ist, wenn es auch mit Schwierigkeiten verbunden war. Noch wenige Augenblicke vor der eingetretenen Vertagung war noch nicht alle Hoffnung verschwunden, daß eine Ausgleichung stattfinden werde. Daher kam das Zaudern milder Vollziehung des Aktes um etwas über eine halbe Stunde, in welcher Zeit Gerüchte genug in Umlauf gesetzt wurden. Die Verfassung haben wir zwar wieder auf dem Papier, allein sie soll auch eine Wahrheit werden, damit endlich einmal die Zeit kommt, wo den Leiden des Volkes Abhilfe geschafft werden kann, und dazu wird dem kurhessischen Volke die so lange und glänzend bewährte Geduld nicht ausgehen. Kassel, 23. Nov. (Südd. Ztg.) Das Organ der reaktionären Partei, die „Hessen-Zeitung", gibt heute aus die von Hrn. v. Bismarck an den preußischen Bundestags-Gesandten erlassene Notifikation eine „submisse Antwort". Sie ist, wie Alles, was dieses Blatt schreibt, auf den Kurfürsten berechnet und wird dort ihre Wirkung auch nicht verfehlen. In einer fast wörtlichen Umschreibung jenes Schriftstücks wird Preußen aufs beißendste verhöhnt. Kurhessen, heißt es, habe wieder gut zu machen, was eine ungerechte und falsche Politik der Bundcsmajorität und die preußische Demokratie und Vergewaltigung verdorben hätten. Dann liest man wörtlich: Uebcr unsere Auffassung der uns noch näher berührenden Vorgänge in unseren Lande haben wir uns vor, während und nach dem Verlause der Bundesverhandlungen, welche zu den unheilvollen Beschlüssen vom 13. und 24. Mai d. I. sührten, und während der damals höchst unbefugten und ungerechtfertigten, bei dem Halten von Wort und Treue sehr vermeidlich gewesenen Gewaltsmaßregeln öffentlich ausgeh rochen... Deß- halb richtet sich auch unser lebhafter Wunsch dahin , daß unsere Bersas- sungsangclegenheit fortan lediglich eine kurhesstjche innere Angelegenheit bleibe und die seit Jahren uns und 'dem übrigen Deutschland gewünschte Befriedigung recht bald zu Thcil werde, von preußischen unberufenen und unbefugten Einmischungen in die inneren Angelegenheiten deS Kurstaats nur noch als von vergangenen Anmaßungen zu hören. sDie Herzenswünsche der Nachthesscn scheinen — wie man nach dem obigen Berliner Telegramm vermuthen kann — denn doch nicht in Erfüllung gehen zu sollen.j Kassel, 23. Nov. (Fr. I.) Noch immer herrscht die alte Spannung und dieselbe Ungewißheit darüber, wer die Leitung des Staatsruders in die Hand nehmen werde. Die österreichische Note, welche am Tage vor der Vertagung der Stände hier eintraf und jeden derartigen Schritt ernstlich widerriech, auch betonte, daß der Kurfürst in einem solchen Fall in keiner Weise auf die Unterstützung Oesterreichs zu rechnen haben werde, ist zwar insofern resultatlos geblieben, als dennoch die Vertagung der Stände erfolgte; allein es hat den Anschein, als ob doch der diplomatisch^Druck mehr als die Schwierigkeit, geeignete Personen zu finden, derz jetzt herrschenden Zwischenzustand verlängerte. Man kann sich höchsten Orts die völlige Zsolirung nicht verhehlen, und heute vielfach umgehende Gerüchte bezeichnen es als wahrscheinlich, daß der Kurfürst das alte Ministerium wieder behalten und auf die Vorlegung des Budgets eingehen werde. Die Vorschriften der in diesem Punkte bedingungslos wiederhergestelltcn Verfassung von 1831 bezüglich der Erhebung nicht von den Landftaudcn verwilligier Steuern geben zu vielfachen Erwägungen Anlaß. Dort««»-, 20. Nov. Der Präsident Grab o w hat au den Abg. Müllensiefen folgendes Schreiben gerichtet: Mein hochverehrter alter Kollege und Freund' Ihren lieben, mich im hohen Grade unter den vielen, vielen lieber sendungsschreiben ganz vor- »Lx. Gin Besuch im amerikanische» Z-ktsfiamstrulager. (Schluß aus Nr. 2?ü.) Beauregard ist ein Vierziger; eine kurze magere Gestalt, sehr schwarz; voll Kraft und Leben, wiewol die Züge gealtert und die Haare vor der Zeit gebleicht sind. Gesicht, GesichtSbildimg, Sprache, Accent, jeder persönliche Kennzug ist französisch. Sem Muth ist groß und unbestritten, und Alles an ihm deutet auf einen, wenn nicht unbedingt überlegenen Geist, so doch aus ausgezeichnete Fähigkeit und Tüchtigkeit m Kriegsdingcn. Er hat ein rasches abgestoßenes Wesen, und muH, bei aller durch und durch fernen Bildung, mitunter verletzen, nickt so sehr durch das was er sagt, als wie er es sagt. Er nimnit sich wohl, im Bewußtsein seines Werths und in einem durch ungeheurer Kriegsglück gesteigerte» Selbstgefühl, nicht genug in Acht, die Ausbrüche seiner feurigen Natur im Zaum zu halten. In der Ver- kheidigung der Sache, der er dient, ist er lauter Leidenschaft, und gibt sich auch geringe Mühe, sie unter einer ruhigen Außenseite zu verberge«. Kurz, der Süden hat in ihm ein Mann von ungemeiner Dkatkraft, nicktsschenendcr Regsamkeit, und unbeugsamer Willensstärke gesunden — mit solche« Eigenschaften, wie sie das glückliche Parteihaupt oder den siegreichen Feldherr« machen und kennzeichnen. General Aohnston , ebenfalls ein Zögling der Westpointcr Kriegsschule, ist ein Weniges älter als Beauregard. Er war zur Zeit der .Se- resfivn" de« Süden« Oberst im regelmäßigen Heer. Seine Führung sin «wrikanischm Feldzug war eine glänzende, und sein Ruf der Tüchtigkeit und Rechtschaffenheit steht hoch in dm Vereinigten Staaten. Ob die Mühe, mit der er französisch sprach, ihn zu einer stummen Rolle vor dem Prinzen nöthigte, oder ob er vor seinem glänzenderen BtfehUhrndcr in dm Hintergrund treten mußte, — er machte auf sein« LZesncher dm Eindruck eines ausnehmend verscklessenen, ohne Roth bescheidenen, von Tchwermuth gedrückten Mannes, und that damit hier dm an ihm gerühmten ausgezeichneten Eigenschaften Eintrag. Beim Essen, das um acht Uhr statlfand, und im Gespräch, das sich bis Mitternacht ans der Treppe vor Gmeral Jvhnston's Hans fort- setzte, ließen sich General Beauregard und die höhern Offiziere um ihn nicht erst über die militärischen, politischen und finanziellen Verhältnisse de« Südens fragen. Der Gesichtspunkt, von dem sie die Dinge aussaßten, war bemerkenSwerth. Von den Fragen der Sklaverei, des Tarifs, der Territorialgrenzen, der Wahl Lincoln'«, ja dem Recht der Lostrennung selbst, sahm sie, als von untergeordneten, abge- thanen oder noch unentschiedenen lediglich ab. Sie stellten sich, über das Alles sich hinaussetzend, auf einen eigenthümlich hohen, in ihre« Augen über jede Diskusston oder Kvntrovsrsc erhabenen, Standpunkt; Haß, unaustilgbaren, tödtlichm Haß, haben sie dem Norden geschworen, einen unversöhnlichen Krieg wollen sie gegen ihn sichren, weil er mit Waffen ihre Gebiete, ihr Vaterland überzogen haj, weil man sie dazu getrieben hat, wider ihn ihren häuslichen Hertz, ihre Ehre, ihre Freiheit zu vertheidigen. Pom Oberseldherrn bis zum geringsten Kriege c herab, führte Jedermann die selbe Sprache nstt wunderbarer Einhelligkeit. Das war die Losung der Partei und wahrscheinlich auch ihre Ueberzeugnng. Die amerikanischen Generale in den Heeren des Nordens wie des Südens leben — was nicht unerwähnt bleiben mag — auf einem äußerst einfachen Fuß, einem zu einfachen vielleicht, wenn man den ihren hohen Stellungen bewilligten Gehalt vor Augen hat. Ein paar eiserne Messer und Gabeln, Teller und Löffel — daraus besteht ihr ganzes Campaguc-Taselservice; und in Alltagsvcrhältnissen, wmn sie nicht gerade einen Prinzen zu Besuch habm, dürfte ihr Küchenzettel kaum reicher als der des gemeinen Soldaten beschaffen sein. Dieser Geschmack für'« Mäßige, Nüchterne, Unverseinerte verträgt sich gut mit den amerikanischen Sebmsgewohnheiten, und vom militärischen Gesichtspunkt aus ist er gewiß mit vortrefflichen Gründen zu billigen. Was man dagegen hier mit Bedauern vermißte, war jener Zauber, der di« Ausübung der BesehlSzewalt nmscheint. Die Verrichtungen der Adjutanten beschränkten sich ausschließlich auf das Militärische des Dienstes , und hatten mit dem Privatdienst um die Person des General« lediglich nichts zu thun. Einen Höchstkommandirenden sich ohne irgend eine Zwischenstufe an die untere Welt der Subaltemen, Soldaten oder Diener mittheilcn zu sehen, kam den Reisenden wunderlich vor. Die nahen Verhältnisse, die des Generals Haus auch zu dem de« Adjutanten machen, die diesem all' das Einzelne und Kleine der Haushaltung zu besorgen geben, bilden die Quelle wechselseitiger, aufopfernder Anhänglichkeit und Freundschaft, wLhvnld sie zugleich die Besehlswürdr über die etwas gemeinen Sorgen des Alltagslebens hinaushcbrn. Der amerikanische Heerführer lebt in seinem Zelt in einer Art Verlassenheit, die gegen das bewegte Treiben, was die französischen Generalossiziere umgibt, gewaltig absticht. Dazu hat, wenigr, kaum merkliche Zeichen abgerechnet, sein Anzug nichts, wa« ihn von Suballeni- offizieren unterschiede. Außer bei großen Anlässen, bewegt er sich unter den Truppen ohne Eskorte, Parade oder militärische Ehren. Um einem solchen Uebermaß äußerer Einfachheit eutgegenzuwirken, sind eine moralische Ueberlrgenheit und ein Zauber des Persönlichen in einem Grad erforderlich, wie man ihn nicht häufig trifft. Demokratische Gewöhnung oder — richtiger gesagt — der Mangel militärischer Gewöhnung, in dm Vereinigten Staaten, gibt dem Verkehr der Offiziere mit ihren Obern eine Ungezwungenheit, eine „Nonchalance", woran ein europäische« kriegsmännischeS Auge Lergerniß nimmt. Im Salutiren ist die Abstufung so leise, daß man den Unterschied vom höchsten herab zum niedersten Rang kaum findet. Der Untergebene bietet seinem Vorgesetzten zurrst und unbedenklich die Hand zum amerikanischen Händeschütteln; und oft sah man einen Lieutenant oder Hauptmann seinen General seinem Obersten verstellen. ' züglich erfreuenden, eigenhändigen Brief vom 12. d., dessen Schrislzüge ich seit 1849 sofort bei der Eröffnung wieder erkannte, habe ich mit der - beigeschlossenen, bis jetzt voluminösesten Adresse des Wahlkreises Bochum- Dortmund den übrigen, mir zugegangenen Adressen lnnzugefügt, um sie dem Abgeordnetenhause bei seinem Wiederzusammentritt mit vorzulegen. Möge der an Ihrem Ehrentag in Ahrem Wahlkreis herrschende ureigene Preusteiigeist, welcher das ganze verfassungstreue Volk erfüllt und jetzt durch eine verschwindende Minorität verläugnet, verdächtigt und läumdet wird, bald, recht bald zum Heile und Frommen unseres theuern engcrn, unserS großen deutschen Vaterlandes wieder siegreich aus dem entbrannten, heißen Kamps hervorgehen. Mögen das schöne Königswort: „Ohne Liebe kein Muth, Ohne Gerechtigkeit keine Ehre, Ohne Ehre kein Glück. Nur wer sich aus den Fels des Rechts stellt, Der steht ans dem Felsen der Ehre und des Sieges." Alle beherzigen. Möge dasselbe uns die bedrohte Einheit zwischen Fürst und Volk glänzender denn je für immer sichern. Mit diesen ausrichligen Wünschen Ihnen ein herzliches Lebewohl bis zum baldigen, freudigeren Wiedersehen von Ihrem alten Kampfgenossen. (Unter;.) Grabow. Prenzlau, 16. November 1862. Die Adresse zählte 9177 Unterschriften. Aus Thüringen, 20. Nov. Eine von 500 Mitgliedern und Freunden des R ationalvereinS am letzten Sonntag in Coelleda (Reg.-Bez. Merseburg) unter dem Vorsitz des Rechtsanwalts Fries aus Weimar abgchaltene Versammlung hat einstimmig folgende zwei Anträge angenommen: 1) Tie D.rsammliing erklärt ihre Zustimmung zu dem von dcr letzten Genrralversammlung des Rativnalvercins gefaßten Beschluß in Bezug auf die ReichSversassung. 2) Tie Versammlung erklärt. daß die Majorität des preußischen AbgrordneteuhauseS durch die entschiedene Währung der verfassungsmäßigen Rechne des preußischen Volkes fick auch um das deutsche Gesammtvaterland hoch verdient grmachi. Rudolstadt, 19. Nov. Wie der „Leipz. Ztg." von hier berichtet wird, hat die Negierung die Abhaltung von Versammlungen durch fremde freigemeindliche Predigcr untersagt. — Eine von Seiten einer Anzahl Stadt-Jlmer Bürger beim fürstl. Konsistorium angebrachte Beschwerde wegen Einführung eines neuen Landcskatechismus ist mit Entschiedenheit zurückgewiesen worden. Leipzig, 21. Nov. (D. A. Ztg.) Die gestrige Sitzung des Kollegiums der Stadtverordneten beschäftigte sich mit der (von uns auszüglich mitgetheilten) Zuschrift des Stadtraths bei (Überreichung der Ministerialverordnuug, die auf die Vorstellung wegen des Handelsvertrags eingegangen ' ist. Verschiedene Stellen dieses von dem Vorsteher l>r Joseph vorgelefenen RathSfchrerbens fanden lauten Beifall. Nach einer längern Debatte wurde nachstehender Antrag einstimmig angenommen: Das Sladlveiordnelen-Kollkgium möge dem Stadtralh aus Hessen Mittheilung vom 15. Nov. mittelst Rekommunikals für die warme und frcimülhige Wahrnehmung des städlifchen Interesses in seiner Eingabe vom 1. Nov. an die hohe SlaatSrcgierung seinen Dank abstatten und ihm zugleich versichern , daß er sich dabei im vollsten Einverstandniß mit dem Stadtverordneten.Kollegium befinde. Hannover, 22. Nov. Die „N. Hann. Ztg." veröffentlicht ein Ausschreiben des hiesigen Konsistoriums an die Geistlichkeit seines Bezirks, wodurch der Entschluß des Königs bestätigt wird, den K. 23 des Landes-Berfassungsgesetzes: „über Abänderungen in der Kirchenverfassunz wird der König mit einer von ihm zu berufenden Versammlung von geistlichen und weltlichen Personen, welche theils von ihm, theils von den Geistlichen und Gemeinden auf die durch Verordnung zu bestimmende Weise erwählt werden, be- rathen", in Ausführung zu bringen. Zugleich nimmt das Konsistorium Gelegenheit, sich gegen die kürzlich abgehaltene Celler Pastoralkonferenz und gegen die von dieser für den 2. Dez: ausgeschriebene größere öffentliche Versammlung von Geistlichen und Laien auszusprechen, indem das ausgestellte Programm „wie überhaupt, so insbesondere hinsichtlich des darin befindlichen Bekenntmßpunktes, Bedenken darbiete". Die geistliche Behörde will „im Einklang mit den Intentionen des Kultusministeriums die Geistlichkeit vor jeder Theil- nahme an der gedachten Versammlung oder an sonstigen gemeinsamen Schritten, durch welche in der hier fraglichen Beziehung eine ähnliche unangemessene Einwirkung aus die königl. Regierung versucht werden soll, ernst und nachdrücklich gewarnt und davon abgcmahnt haben". Die „Ztg. f. Nvrdd." dagegen bemerkte, ohne jedoch dieses Ausschreiben des Konsistoriums schon zu kennen, in Bezug auf den Entschluß des Königs: „Durch diesen Entschluß Sr. Majestät, die Synodal- und Presbyterialvcrfassung in die lutherische Landeskirche einzuführen, wird die Versammlung am 2. Dez. zu Celle nicht überflüssig; wenigstens läßt Das nicht sich behaupten, so lange nicht der Wortlaut der zu erwartenden Verfügungen bekannt ist. Denn eine solche Kirchenverfassung kann eben so große Verschiedenheiten zeigen, wie eine politisch^ Landesverfassung, indem die Rechte und Befugnisse der Synoden und Presbyterien umfassend oder gering, die Theilnahme der Gemeinden an den Wahlen allgemein oder beschränkt, ein Bestätigungsrecht Vorbehalten und ausgedehnt sein kann, oder nicht. Hannover, 23. Nov. (Fr. I.) Mit dem frühern Staatsminister, jetzigen Amtmann in Verden, Frhrn. v. Hammerstein, wird augenblicklich wegen (Übernahme des Ministeriums des Innern verhandelt. Hr. v. Hammerstein hat als Bedingungen seines Eintritts in das Kabinet hingestellt: die Regelung des Kirchenstreites aus dem verfassungsmäßigen Synodalwege; ferner die Verabschiedung des Finanzministers Grafen Kielmannsegge, und die Beseitigung dcr berufenen Verordnung, wodurch Ae Exminister von der ständischen Thätig- keit ausgeschlossen werden. Altona , 22. Nov. Am 19. d. starb der Abgeordnete, Verbitter des adeligen Konvents in Itzehoe, Hr. Wulf Henning v. Rumohr. Er war eines der hervorragendstell Mitglieder der schleSwig'schen Ständevcrsammlung. Er war der Urheber und Verfasser der berühmt gewordenen Adresse der sechsundzwanzig, sowie — nach allgemeiner Annahme — dcr Protestjchrrft der deutschen Majorität gegen die Rechtsbeständigkeit des Rumpf-Reichsraths. Wie Lehmann in der holsteinischen, so wird Rumohr in der schleSwig'schen Stände- versammlung schwer zu ersetzen sein. Ein anderer der Sechsundzwanzig, dsv ritlerschaftliche Abgeordnete, Kammcrherr v. Ahlefeld - Saxtorf, ist Rumohr vor einigen Wochen ins Jenseits voraugegangen. . Malchin, 20. 'Nov. Gestern Miltag wurde'der Landtag eröffnet. Die beiden ersten landesherrlichen Vorlagen betreffen die gewöhnlichen Steuern und Bedürfnisse der Re- ^MMasse; die dritte handelt von den Reformen im Steuer- worüber die Regierungen zuletzt mit dem der Ritter- und Landschaft Verhandlungen gepflMn haben, die aber nicht blos der Ratifikation, sondern auch noch, der Einigung über manche Differenzpunkte bedürfen. Zwar hoffen die Regierungen, daß diese Differenzen i noch,auf gegenwärtigem Landtage ausgeglichen werden, und ein großer Theil der feudalen Partei ist entschlossen, seine ! Zustimmung zu geben, damit doch einmal Etwas geschieht ! und die Regierungen befriedigt werden; dagegen sind aber ! die Freunde für den Anschluß an den zu rekonstituirenden j i Zollverein dieses Mal mit solchen politischen und wirthschaft- ! tichen Gründen gewaffnet, daß nach der hier herrschenden j Stimmung die Sache doch noch zweifelhaft erscheint. i Bemerkenswert!) ist, daß unter die Vorlagen des engern Ausschusses der Manecke'sche Antrag auf Wiederherstellung ! des Staats-Grundgesetzes für Mecklenburg-Schwerin vom ' 10. Okt. 1849 nicht ausgenommen ist. Da die Majorität in der Ritterschaft es schon für eine Verletzung der von ihr für rechtsbeständig gehaltenen, nach der Ansicht der großen Mehrzahl des Volkes aber nur thatsächlich bestehenden Landesverfassung halt, wenn über eine Aenderung derselben auch nur eine Verhandlung zugelassen wird, so kann es allerdings nicht befremden, daß der engere Ausschuß einen ihm behufs Jntimation zugestellten Antrag selbst einer Erwähnung nicht würdig befunden hat, wenn gleich nach der bisherigen Uebung doch in solchen Fällen dem 'Antragsteller wenigstens die Anzeige von Seiten des engern Ausschusses zuzugehen pflegte, daß sein Antrag zur Jntimation für nicht geeignet erkannt sei. Berlin, 21. Nov. Aus Neuruppin und Umgegend ist dem König eine Ergebenheitsadresse überreicht worden, aus welche er nachstehende, im Wortkaut von den seitherigen Erwiederungen einigermaßen abweichende Antwort er- theilt hat: Die Gesinnungen, welche Sie gegen mich ausgesprochen und in der übeneichicn Adrrffe niedergelcgt haben, thun m e i n e w. H e r z e n wohl. Die Mililärreorganisalion erkennen Sie Alle als heilsam an. Ach habe sie unter Berücksichtigung der Stenerkräfte des Landes reichlich erwogen und zum Wohl desselben ins Leben gerufen. Sie war nothwendig, wenn nicht, wie bei der letzten Mobilmachung, die Familienväter den Ihrigen sogleich wieder entzogen werden sollten , und wenn Preußen die Stellung einnehmen soll, die ihm gebührt, und deßhalb werde ich sie auch aufrecht erhalten. Jndeß wird dies nicht überall anerkannt, sondern im Volk zu verdächtigen gesucht. Aber die Militärrcorganijation ist es auch nicht allein. Alle meine Handlungen und zum Wehl des Staates gehegten Absichten werden beim Volke entstellt und verdächtigt, und das schmerzt mich riest Ans eigenem Antrieb habe ich den Zuschlag erlassen, und dadurch dem Lande eine große Erleichterung gewährt. Man hat mir aber nicht gedankt. Man spricht von Unfrieden! Wer hat den Frieden ge st ört? Ich nicht! Anch i ch will den Fortschritt, aber einen weisen. Treu werde ich an der Verfassung halten, aber keine Ein- grifsc in die Rechte dcr Krone dulden, die mir von Gott und meinen Vorfahren überkommen ist. Es wird die Mittheilung dieser königlichen Ansprache mit dem Bemerken begleitet, baß Se. 'Majestät die durch den Druck hervorgehobencn Worte mit besonderer Betonung gesprochen haben. In der Adresse des schlesischen Provinziallandtags an den König heißt es: Wenn cs zu jever Zeit Eedürsniß unserer treuen Herzen ch, Ew. K. Majestät unfern tiefgesühlten Dank für das beglückende allerhöchste Vertrauen, sowie den Ausdruck der Gesinnung unwandelbarer Liebe und Treue sür Ew. Majestät erhabene Person und das gesammte von Gott uns gegebene Königshaus zu Füßen zu legen , so tritt dieses Bedürsniß um so mächtiger hervor in einem Moment, wo durch die abweichende« Anschauungen der gesetzgebenden Gewalten die wichtigsten Interessen unseres theuern Vaterlandes nicht die gehoffte und zu dessen Gedeihen erforderliche Erledigung gefunden haben. Wir leben jedoch in der Hoffnung, daß die Vorsehung, welche immerdar in guten und schweren Tagen über Preußens Geschicken waltete, daß die Gesinnungen echter Vaterlandsliebe und Königstreue, welche in dem preußischen Volk.Iebcn, auch die gegenwärtige Situation zu einer sür das Heil des Vaterlandes befriedigenden Lösung führen, daß dcr Wahlspruch: per «8perr> sck sstra anch ferner zur Wahrheit werden, daß Preußens Macht und Größe, getragen durch ein starkes Königlhum von Gottes Gnaden und durch ein treues erleuchtetes Volk, auch ferner hell erglänzen werde. Hier ist wenigstens die Klippe, an der der pommer'sche Provinziallandtag in seiner Adresse gescheitert ist, umschifft. — Der Turnverein zu Greise nberg (Schlesien) hat sich der Verordnung der Liegnitzer Regierung nicht gefügt, welche die Turnvereine unter das Vereinsgesetz stellt. Angeklggt, ist der Verein als ein nichtpolitischer von dem Gericht anerkannt, und demnach von der Anklage einer Uebertretnng des Vereinsgesetzes freigesprochen worden. Italien. Turin, 20. Nov. (Bund.) Die heutige Kammer- sitznng botein so bewegtes und buntes Bild dar, wie es wohl die französischen Konventsitzungen einst geboten haben mögen, lieber 350 Deputirte waren anwesend und die Reihe der Linken dicht angefüllt. Eine imposante Znhörermcnge füllte alle Räume. Aus dem Venetianischen waren über 200 Personen zugegen. Die Aristokratie befand sich in dcr Magistratenloge und auf den Journalistenbänken. In der Diplomatenloge erschienen fast alle Gesandten der auswärtigen Mächte. Die während des Belagerungszustandes im Neapolitanischen vorgenomznene Wahl, Prati's, eines intimen Freundes Rattazzi'sj wurde annullirt, und Rattazzi selbst beschränkte sich darauf, dagegen nur einzuwenden, daß trotz des WekagerungSzustanocS die 'persönliche Freiheit niemals beeinträchtigt gewesen sei. Hiera») erhob sich wie wüthend Crispi, den Ministerpräsidenten unterbrechend, „leicht beeinträchtigt, nein, mit Füßen getreten habt Ihr die Freibeit." Einige seiner ferneren Ausdrücke veranlaßten den Kriegsminister Petitti, gegen die von Crispi ausgesprochenen Auslassungen gegen die Armee zu proteftircn. Die Annullirnng der Wahlen war die erste Niederlage, der Ministeriums. Die Rede Buonco mpagni's war meisterhaft; er schleuderte mit Glacehandschuhen di« schwersten Sluklageu gegen das Ministeriums Er stellte fünf Interpellationen, betreffend das Benehmen des Ministeriums während und nach Len Ereignissen von Aspromonte. Die äußere Politik betreffend, fragte er, „warum trotz der innigen Freundschaft mit Frankreich, welcher man die Sympathien und Allianzen anderer Mächte zum Opfer gebracht, man doch noch so fern von der Lösung der römischen Frage stehe." Rattazzi sah während der schweren Kritik Büoncom- pagni's dem Redner starr und halb lächelnd fortwährend in's Gesicht und begleitete .seine Rede mit öfterem Achselzucken. Der Beifall, den der Redner erntete, war ein allgemeiner. Mordini vertheidigte Garibaldi, klagte wegen seiner und seiner Kollegen Verhaftung das Ministerium, Lamar- mora, seine Untergebenen bis zu den Gendarmen an, die die Verhaftung bewerkstelligten, und erklärte ruhig und kalt, daß das Ministerium unkonstitutionell regiert habe und das Vertrauen des Landes nirgends genieße, deßhaw auch länger unmöglich sei. Wegen vorgerückter Zeit wurde die Sitzung geschloffen. 45 Redner sind eingeschrieben und die Diskussion dürfte 8 bis 10 Tage in Anspruch nehmen. Turin, 21. Nov. (Köln. Ztg.) Die heutige Kammer- fitzu ng wurde eigentlich gänzlich von den Reden Maj- sari's und Boggio'S ausgefüllt. BemerkenSwerth ist, daß die Redner bisher sämmtlich die römische Frage ziemlich bei Seite gelassen dabeii; indessen werden wohl andere das Versäumte bald nachholen. Die bisherigen Verhandlungen beweisen allerdings zur Genüge, daß das Ministerium selbst unter seinen erklärtesten Freunden Niemanden besitzt, der ihm unumwunden in seiner jetzigen Gestalt ergeben wäre. Die Linke hält sich zum Theil noch in großer Reserve; Brofferiv z. B. äußerte heute kurz, es scheine ihn: weniger ein Kampf zwischen den Prinzipien als zwischen den Freunden des gegenwärtigen und der früheren Ministerien begonnen zu haben. — General Lamarmora ist durch die Aufhebung des Belagerungszustandes sehr überrascht worden; man hatte ihm noch in der letzten Zeit zugesagt, daß die Fortdauer des Belagerungszustandes in einer einzelnen Provinz mit der Eröffnung der Session recht wohl vereinbar wäre. — Die Gesammtzahl der in Neapel allein verhafteten Camorri sten beträgt 380, von denen die Hälfte, etwa nach Florenz und Tremiti transpvrtirt worden. Das Unwesen der Camorra hat in der letzten Zeit auch in der Armee sehr um sich gegriffen und strenge Verfügungen von Seiten des Kriegsministers veranlaßt. — Pater Passaglia wollte in Mailand eine Reihe von Adventspredigten halten; der Generalvikar Caccia ist mit seinem Veto dazwischenge- rreten. — Am 18. haben die Doktoren Zanetti, Cipriani und Tommast Garibaldi's Wunde einer neuen genauen Untersuchung unterworfen, die ein sehr befriedigendes Resultat ergab; seitdem ist dieselbe nochmals wiederholt worden, und zwar mit der Sonde Nelaton's, wodurch man endlich die Kugel bestimmt entdeckt hat. Turin, 22. Nov. Die „Discussione" veröffentlicht zwei- undzwanzig Telegramme, welche von dem Minister Rattazzi vom 30. Mal bis zum 6. Juli an die politischen Behörden gerichtet wurden, und die zum Zweck hatten, die Anwerbungen zu verhindern und sich dem Unternehmen Garibaldi's zu widersctzen. Frankreich. K Paris, 24. Nov. Die Angelegenheiten Griechenlands — wo die Kandidatur des Herzogs von Leuchtenberg, besonders seit dem Tode desPalikarenchefs Grivas, auf dessen Partei sie sich vorzugsweise stützte, in dem Maße an Terrain verliert, als jene des Prinzen Alfred gewinnt — beschäftigen in hohem Grade den Kaiser und die offiziellen Kreise. Gestern fand deßhalb ein außerordentlicher Ministerrath zu Eompiegne statt, und Mittwoch wird Hr. Drouyn de Lhuyö wieder in Paris eintreffen, um, wie man versichert, von Lord Cowley eine bündige Antwort in dieser Beziehung zu erhalten. — Unter diesen Verhältnissen konnte der heute telegraphisch hier bekannt gewordene Artikel der „Morn. Post" (S. London) nicht verfehlen, großes Aufsehen zu machen. — Tie „France" glaubt heute darauf aufmerksam machen zu müssen, daß es nicht Rußland (wie ein Blatt behauptet), sondern England war, welches bei den Höfen von Paris und'St. Petersburg die Initiative wegen Aufrechthaltung des Art. 3 des Londoner Protokolls vom 3. Febr. 1830 (Ausschluß eines Prinzen aus den regierenden Familien der 3 Schutzmachte vom griechischen Thron) ergriff und eine Erklärung der Mächte zu Gunsten der Verträge veranlaßte. Dasselbe Organ des Hrn. Drouyn de Lhuys erfährt, daß die Kandidatur des Prinzen Alfred auch in St. Petersburg (wo man sich einer solchen Mitbewerbuug wahrscheinlich nicht versah) großes Aufsehen verursachte, und daß die russische Regierung beschlossen habe, in dieser Beziehung keinen isolirtcn Schritt zu thun, sondern sich vorher mit Frankreich zu verständigen. Es ist abzuwarten, ob England im Orient wirklich Fuß zu fassen oder nur die Bemühungen Rußlands zu durchkreuzen gedenkt. — Die Nachrichten aus Turin lassen vermuthen, Laß Rattazzi das Unhaltbare seiner Stellung dem Parlament gegenüber sich nicht verhehlt und die Kammer aufzulösen wünscht. Victor Emanuel jedoch theilt, wie es scheint, die Ansicht seines Ministerpräsidenten nicht, und verweigert seine Zu- stiinmung zur Auflösung des Parlaments. Aus Süd- italien hauten die Nachrichten, was auch piemonte- sifche Blätter Gegentheiliges behaupten,- fortwährend ungünstig. Trotz der Gegenwart einer Armee von mehr als 100,000 Mann und Anwendung der äußersten Strenge steht fest, daß das Brigantenthum statt im Abnehmen wieder im Wachsen ist. - Wie der „Cvnstitutionnel" mittheilt, ist dem IN. Nelaton gestern nachstehendes Telegramm zugegqngen: ' „Die Kugel ist aus derWunde Garibaldi's herausgezogen worden, wie Ihre durch das Ergebniß mit Ihrer Sonde bestätigte Diagnose es angegeben. Ehre sei Ihnen dafür. Der P räfekt von Pisa: Toralli." Es ist schon bemerkt worden, daß die Redaktion der „Presse" reorganisirt und die Vertheidigung der italienischen Einheit durch dieses Blatt aufgegeben werden wird. Neben Hrn, v. Girardin werden in der That Proudhon und Eugene Pelletan in die Redaktion eintreten. —. Die arabischen Häuptlinge, welche der Kaiser aus Algier nach Compiegnc verschrieb, sind, 6 an der Zahl, je 2 aus den Provinzen Oran, Algier und Konstantine, in Paris eingetrof- sen. — Wie man aus Madrid erfährt, ist ein Versuch O'Donncll's, den General Prim zum Eintritt in's Kabinet zu bewegen, an dessen Verlangen gescheitert, dies nur in Begleitung einiger Progressisten zu thun; die meiste Chance scheint nun Marschall Narvaez zu haben. — Der „Fleurus" ist nach dem Piräus abgegangen. Aus Konstantinopel erfährt die „France", daß die Türkei Angesichts der griechischen Angelegenheiten ihre Vorkehrungen fortsetzt und eventuell die adriatischen Küsren, in Blokadestand versetzt werden sollen. Die Kandidatur des Prinzen Al fr e,d, hat, nach demselben Blatte, den vollen Beifall der Pforte, welche diesen neuen König Griechenlands sofort anerkennen würde. — Zproz. 70.10. Ost 531.25. * Paris, 24. Nov. Der „Constikurionnel" widerlegt das Zeitungsgerücht von einer zweiten Note des Hrn. Drouyn de Lhuys in der amerikanischen Angelegenheit. — Nachrichten aus Turin zufolge, welche dem „TempS" zugegangen sind, neige sich die Majorität der Kammer zu einem neuen Ministerium, das folgendermaßen zusammengesetzt sei: Farini (Präsident), Auswärtiges; Peruzzi, Inneres; Ming- hetti, Finanzen; Delta Rovere, Krieg; Longo, Marine; Buoncompagni, Justiz; Jacino, öffentliche Arbeiten; Scia- loja, Handel. — Nach der „France" ist der Sultan von einer schweren Nervenaffektion wieder vollkommen hergestellt. Er zeigt sich sehr viel öffentlich, um die Besorgnisse der Bevölkerung über sein Befinden zu zerstreuen. — Prinz, L a - tour d'Auvergne begibt sich in den ersten Tagen des Dezembers nach Rom. Baron d'Jdcville, zweiter Gesandt- schastssekretär, reist bereits morgen ab. Griechenland. Athen, 15. Nov. (Nürnb. Korr.) Die äußere Ruhe in Athen hat seit den 3 verhängnißvollen Tagen keine Störung erlitten, obwohl man überall und in jeder Stunde des Tages und der Nacht Bewaffnete antrifft, deren Legitimation zu verlangen außer den Patrouillen der Studenten und der Bürgerschaft Niemand sich berufen fühlt. Die Studentenschaft bildet nunmehr ein Korps von 4, für die kurze Zeit wohl eingeübten Kompagnien Infanterie, welche morgen ihre 12 Offiziere und die nöthigen Unteroffiziere aus ihrer Mitte erwählen werden. 700 bewaffnete Bürger, wovon die meisten Waffenübungen durchgemacht haben, deren Organisation jedoch noch nicht vollendet ist, tragen ebenfalls durch nächtlichen Patrouillendienst zur Aufrechthaltung der Ruhe bei. Es soll im Werk sein, aus den Schülern der Polytechnischen Anstalt, welche bisher mit ihren Lehrern als Infanterie dienen, ein Artilleriekorps zu errichten. Baden. * Karlsruhe, 25. Nov. Gestern hat Hr. Prof. vr. Eckardt seine Vorlesungen über Aesthetik und Kunstgeschichte eröffnet. Die erste Vorlesung war einleitender Art und gipfelte in philosophischen Erörterungen über das Prinzip der Wissenschaft des Schönen. Ihre König!. Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin, sowie Se. Großh. Hoheit der Markgraf Mar befanden sich inmitten der zahlreichen Zuhörerschaft, die zum großen Theil den hiesigen künstlerischen Kreisen angehkrte. ^ Heidelberg, 24. Nov. Den vielen Menschenfreunden, welche nch für da« Gedeihen der hiesigen, aus freiwillige Beiträge gegründeten Kindcrheilanstalt interessiren, wird eS angenehm sein, zu vernehmen, daß auch in dem laufenden Verwaltungsjahre (Juni 1862/63) derselben die nöthigen Quellen der Wohlthätigkeit zusließen. Sie findet ihren erfreulichen Fortgang in der warmen Theilnahme der hiesigen Bürger und Einwohner, wie in der andauernden Sorgfalt und Mühe der von menschenfreundlichen Bürgern übernommenen Verwaltung. Auch auswärtige Gönner bleiben, zum Theil mit außerordentlichen Geschenken, ihrer wohlwollenden Gesinnung treu. Insbesondere aber müssen wir erwähnen, daß, wie wir vernehmen, Ihre König!. Hoheit die Grvß- herzogin Luise wieder ihr höchstes Wohlgefallen durch eine gnädigste Unterstützung zu erkennen gegeben, sowie die Anstatt sich fortwährend der huldvollen Theilnahme Ihrer Großh. Hoheit der Frau Markgraf i n W i l h e l m zu erfreuen hat. S Heidelberg, 25. Nov. Nach dem eben ausgegebenen Adreßkalender der hiesigen Hochschule hat die Anzahl der Studirenden nicht ganz dieselbe Höhe erreicht, wie im vorigen Semester, indem 16 weniger im- matrikulirt wurden. ES studiren gegenwärtig dahier 103 Theologen, 335 Juristen, 112 Mediziner, Chemiker und Pharmazeuten, 24 Kamera- listen und 131 Philologen und Philosophen, zusammen 705 immatriku- lirte Studirende. Außerdem besuchen noch 41 Personen reifer» Alters und 25 kondiiionirende Pharmazeuten und Chirurgen die Vorlesungen, so daß die Gesammtzahl dieses Semesters sich auf 771 beläuft. Unter diesen befinden sich 564 Ausländer und 207 Inländer. Am auffallendsten hat seit einigen Jahren der Besuch der theologischen Vorlesungen zu- genommelt, namentlich an Inländern, indem dir Zahl der gegenwärtig hier studirenden badischen Theologen nicht weniger als 66 beträgt, wovon 23 als Mitglieder des cvang.-protestantiscben Seminars ausgenommen find. Mannhei m^ 23. Nov. Tie b.teils erwähnte« Red« kn »io» c», welche die gestrige N a l i o n a l v e r e i nS - V er s am m l u n g angenommen hat. lauten wörtlich'. l- Lm Hinblick auf de» reu rer sogenannten großdeu-pchen Versammlung zu Frankfurt in Bezug aus den französisch-deutschen Handelsvertrag gefaßten Brstbluß erklärt die Versammlung: 1) Der französisch.deutsche Handelsvertrag ist als ein großer uns folgenreicher Fortschritt ans.dem Wege einer freisinnigen internationalen Han- delspolitik und ebenso durch die nur mittelst dieses Vertrages zu erreichende Verbesserung des deutschen Zolltarife« auch als ein großer Fortschritt in der deutschen Zollgesetzgebung zu begrüßen; die Ablehnung desselben würde überdies den Fortbestand de» Zollvereins ernstlich ge-r. sährdeu; die baldigste allseftige Annahme dieses Vertrages liegt daher im wohlverstandenen Interesse der Gesammtheft, wie aller einzelnen deutschen Staaten. 2) Da Deutschland seine Autonomie in handelspolitischen Fragen niemals Sem Interesse fremder Völkerschaften preisgeben kann, so ist der Eintritt Gesammtöfterreichs iw. den Zollverein aus politischen Gründen unzulässig. Dieser.Eintritt würde auch bei den einmal noch bestehenden Verhältnissen dcS öfter eichischen Staates die größten wirthschaftlichen Nachtheile im Gefolge haben. Dagegen ist ein möglichst freier Handelsvertrag ebenso mit Oesterreich, wie mit allen andern Staaten wünschenswerth. Der wirkliche Eintritt Deutsch-Oester- reichs in den Zollverein muß, wie cS auch inwem französisch-deutschen Vertrage geschieht, jederzeit Vorbehalten bleiben. 3) Das nach der bisherigen Verfassung des Zollvereins den einzelnen Legierün^en zustchendc liberum veto kann nicht ferner aiffrecht erhalten werben. Eine ffiesorm der Verfassung ves Zollvereins ist unabweistiches Bedürsnitz. 4) . Die gefährliche Lage, in welche der- Zollverein durch die Uneinigkeil deutscher Regierungen versetzt ist, liefert aufs neu»'den-Beweis, daß nicht einmal in wirthschaftlichen Fragen, ohne Einsetzung einer Aentralgewalt und Einberufung der deutschen Botksrertretung, der Fortschritt, die Ordnung und der Friede für Deutschland gesichert sind. II. Auf den politischen Verhältnissen Preußens beruht vorzugsweise die Lösung der deutschen Frage. Dctzhalb und vermöge seiner Zusammengehörigkeit nimmt das ganze deutsche Volk dm lebendigsten An- theil an der Entwicklung der preußischen Zustände. Von diesem nationalen Standpunkt ausgehend, erklärt sich die heutige Versammlung von NationalvereinS-Mitgliedcrii, i» Ilebercinstimmung mit den Koburgcr Beschlüssen vom 6. Oktober 1862, mi! der mannhaften, pflichttreuen Haltung der preußischen Volksvertreter einverstanden und spricht denselben , wie dies das preußische Volk bereits so glänzend ge- lhan, für die muthige Vertheidigung von Freiheit und Recht zum Besten des Vaterlandes auf die seierljHsic Weise ihre tiefgefühlte Hochachtung und dankbare Anerkennung aus. 8 Pi anuh eim, 23. Noy„ Es sei mir gestattet, einer im Gefolge des Schillerscsteö in der Hospitaldruckerei erschienenen Br oj chürc zu erwähnen , die mit gewissenhafter Genauigkeit eine Geschichte deö hiesigen Schiller st andbildeS bis zu seiner Enthüllung und eine Beschreibung der bei derselben stattgehabten Festlichkeiten enthälr. Sie trägt den Titel „Erinnerung an die Enthüllung de» Schillerdenkmals in Mannheim 9. und 10. Nov. 1862." Wir entnehmen derselben folgende Thatsachen. Als Honorar wurde vereinbart mit Hrn, Cauer für Herstellung des Modells 4000 fl. (dazu kamen später noch sür das Modcllir-n der Kränze 200 sl.j. mit Hru. Direklor v. Miller 9700 fl. (dazu kamen später sür Guß und Ciseliren der Kränze 300 fl.P mit Hrn. Ackermann sür das Fußgestell 3700 fl. s dazu kamen spater für vortreffliche Ausführung ein Ertrahvnvrar von 100 fl.), zusammen 14,500 fl. Die Einnahmen beliefen srch auf ungefähr 18,552 fl,, und ^war von städtischem Beitrug 2000 fl-, von der Winttrd.nkmal-Lüftung 1750 fl., von immalig.n Beiträgen -5565 fl., von Jahresbeiträgen 8300 fl., von der Ffftvorstellung 1859 10. Nv''. 796 fl., vom Reinerlös der Festschrist 8 st. Die Kosteil der Fundamculimug, Frachtsätze Entschädigungen, Einzug der Geldcr u. s. s. nahmen noch weiter etwa 550 fl. in Anspruch, jo daß kurz vor der Enthüllung ein Defizit ron ungefähr 1200 fl. berechnet wurde. Dieses zu decken wurde eine zweite Sammlung mit 800 fl. gemacht und der Rest durch den Ertrag der Festvorstellung, welche das großh. Hos- theater dem Schillerkomitee gewährte (1300 fl. war die Einnahme an der Kasse), reichlich ausgeglichen, so daß nicht nur der Sladsrath nicht in die Lage versetzt ist, sein Anerbieten der Deckung der Rückstände ausführen zu müssen, sondern daß auch sür andere unvorgesehene Kosten irech Deckung vcrhandm ist. ** Freiburg, 25. Nov. Heute ist die Probenummet eines Blattes ausgegeben worden, welches von Neujahr an erscheinen soll und den Titel „Oberrheinischer Courier" (damit verbunden der „Freiburger Anzeiger") führt. Als Redakteur ist unterzeichnet: Hr. vr. Balentin Mayer, als Drucker und Verleger Hr. Fr. L. W a nglcr. Der „Oberrhcin. Cour." will ein Organ der Frnhrit sein, unabhängig und selbständig, jedoch das Einseitige und Ausschließliche möglichst vermeidend. Auch in der deutschen Frage will er eine Art Mittelstellung cinnehmen. Ein besonderes. Interesse scheint er der Schulfrage zuwendrn zu wollen. Vermischte Nachrichten. Pfi Der greise Uhland mit der Studentenmützc. Es war in der Mitte der fünfziger Jahre, als mich mein gutes Geschick aus einer Luslreise zum Schluß in Donaueschingen mit dem Sänger zusam- menbrachte, dessen Verlust jetzt ganz Deutschland betrauert. Ich kam aus unserm romantisben Donauthal, hatte in der Post bereits meinen Platz in dem Eilwagen, der in der Nacht nach Freiburg fuhr, genommen, und wollte im Gastzimmer die aus 11 Uhr bestimmte Absahrt abwarte». Kaum eingetrete», bemerkte ich an der WirihSIasel Uhland, dessen Bekanntschaft ich bereits mehrere Jahre vorher gemacht hatte. Wir freuten unS des Wiedersehens; ein wohlbeleibter heiterer Hr. Professor und meine Wenigkeit nahmen den Ehrengast in die Milte, und ich mußte über meine jüngste Reift, insbesondere über einen kürzlich erlebten Gewitter- sturm aus dem Schloß Wildenstein berichten. Uhland wurde gesprächig und gab als Gegenstück ein Abenteuer aus einer Rheinreise zum Besten, wobei er zwar nicht durchnäßt "worden sei, dafür aber den Nixen des NheineS unwillkürlich seinen Hui geopfert Hab«. „Da schwamm «r aus dem Rhein", sagte er mit unvergleichlichem Humor, „di» ganze Dampf. schiff-Geselljchafl lachte, und mein jugendlich Haupt war ohne Hart. Ich sah mich schon im Geist in dieser herrlichen Gegend in die Kajüte gebannt, aber ein Kellner hat Erbarmen und stettt mir eine papagarengrün« Studentenmützc zur Verfügung, die einzige, die er besitz!. Bedenklich' sehe" ich sic an, probire sie, — sie paßt, ich betrachte sie noch einmal, setze sie ans uns trage st«, bis endlich ein Loblenzer-Hutladeu diesem Anachronismus ein Ende warbt." — Die Statten Bietigheim hätte dieser Tage leicht der Schauplatz einer sehr tragischen Szene werden können. Alls dem Bahnhof in LudwigSburg stand ein Güterzug, von welchem einige schwerbeladene Wagen durch kaS Reißen einer Kette sich loSmachtcn. Da die Strecke von LudwigSburg nach Bietigheim stark absällt, so geriethen die Güt»- wazen nach und nach in immer raschere Bewegung, welch« sich bis zur dreifache» Geschwindigkeit einer EilzugS steigerte. Auf dem Bietigheimer Bahnhof waren eben zwei Personenzüge, der nach Bruchsal und der nach Hcilbronn, zur Abfahrt bereit; der erster- wäre von der unzeheuern Wucht des mit rasender Geschwindigkeit heransausenden Güterzugs sicher zermalmt worden, wenn nicht der Telegraph und di- Geistesgegenwart eines Zugmeisters ihn gerettet hätte. In sechs Minuten hatten die los- gcrissenen Wagen die Bahnstrecke zubückgekegk/ffünf Minuten währle es, bis das Telegramm vor^ Ludlpighburg.dic Schr^ckeySkandp nach Bietigheim gebracht hatte. ES blieb noch --eine MttriieS ^eit zur Rettung. Ein Zugmeister ließ rasch die Weichen so richten, daß die herankommenden Güterwagen entgleisen mußten, und so rannten sie denn an eine Mauer an, und stürzten übereinander, so daß Wagen und Ladung von der Gewalr des Anpralls zertrümmert wurden. Der Personenzug war gerettet, — Leipzig. Nachdem Pros. AIbrech 1 eine öffentliche Feier des 18. Nov., als des 25, Jahrestags des Pretestes der Göttinger Sieben, verbeten hatte, überreichte ihm eine Sludentendeputation eine Adresse; die „D. A. Z." gibt Näheres darüber. Darnach überbrachten drei Studenten, Vertreter der Burschenschaften Germania, Arminia und Dresden- sir, tum hochverehrten Lehrer in seiner Wohnung einen Lvrbeerkranz mit schwarz-roth-goldener Schleife und eine Adresse zum Gedächtniß des i-P Nov, 1837. Albrecht dankte lies erschüttert, weil das Zeichen der Liebe ihm an seinem Herde als eine stille Feier geboten, und weil es ihm von Kommilitonen seiner Fakultät dargebracht werde, di« dadurch bekundeten, Laß sie den vielzeschmähten 18. Nov, 1837 hochhielten, den sie doch selbst nicht erlebt. Den Lorbeerkranz aber wies er in Bescheidenheit von sich, indem Lhränen über seine Wangen rannen, und er sagte: „Den werde ich aus die Büste des Mannes setzen, der damals unser Führer war, und hier im Herzen mir der Liebste und Theuerste: Dahlmann." — Hamburg, 17. Nov. Gestern ging das neueste Stück der Charlotte Birch-Pseiffer, „Eine Tochter des Südens", ans dem Thaliatheater dahier mit entschiedenem Erfolg in Szene. * Rom, 18. Nov. Die Mutter des Kardinals An tonet li ist in ihrem 90. Lebensjahr gestorben. c? Paris, 24. Nov. Bekanntlich kam am Namenstage der Kaiserin zu Compiegnc ein kleines einaktiges Lustspiel von dem Fürsten Morny, „I.» coräe sensible", zur Aufführung. Dieses Stückchen hat mit der Komödie gleichen Namens nichts zu thun, sondern besteht aus einer Reihe von Scherzen und Anspielungen auf die An- ivefrnden selbst. Ein reicher Landnotar, Namens Bernard (Hr. Pros- pere Mcrimüe), klagt einem seiner Freunde (Fürst Morny), daß die Gäste, welche er in sein Schloß einlud, sich furchtbar langweilen und grausenhaft gähnen. Was thun? Der Freund (Fürst Morny) antwortet, man müsse versuchen, bei den Gästen die schwache Seite zu errathen, und die „empfindliche Saite" berühren. War z. B., meint Bernard, soll ich mit dem Fürsten Morny anfangen? Er macht mittelmäßige Lustspiele und läßt schlechte Pferde laufen. „Unterhalte» Sie "sich mift'lhm von seiner Marotte" — lautet die Antwort des Fürsten Mornytselbst. Aber, meint Bernard, unter meinen Gästen ist auch der Kaiser, und meine politischen Gespräche scheinen ihn gewaltig zu langweilen. „Nehmen Sie sich (erwiedert Morny) in Acht, es sind Mouchards hier. (Allgemeines Gelächter im kais. Theater.) Ich will Ihnen Etwas sagen: suchen Sie irgend einen alten römischen Topf oder eine Medaille Cäsars zu entdecken und sogleich wird das gallo-römische Interesse d-s Kaisers rege werden" u. s. w. Diese kleine Posse hakte weil mehr Beifall, als die „Oimsclles" des Hrn. Sardou. Denkmal für Ludwig Uhland. Wenn irgend ein deutscher Mann es verdient, daß sein ehernes Standbild vor den Augen der Mit- und Nachwelt aufgerichtct werde, so ist cs Ludwig Uhland. Sein Denkmal sei ein Ausdruck unserer dankbaren Verehrung für den großen Dichter und liefen Forscher, sür den edlen Menschen und deutschen Patrioten. Daß aber unsere Stadt es sich zttr Ausgabe gemacht hat, dem Lieblinge der Nation solch' ein Denkmal zu setzen , findet seine Rechtfertigung darin, daß er hier geboren und erzogen wurde, hier als Universitätslehrer thätig war, hier den größten Theil seines Lebens, namentlich seine Manne«- und Greisenjahrc zugebracht hat, und daß hier seine irdische Hülle ruht. Dieser seiner Vaterstadt ist Uhland selbst Zeitlebens mit voller Seele zugethan gewesen, sie hat-er wiederholt als ihr Abgeordneter vertreten, ihre Umgebungen, unsere Thäler und Höhen haben ihn zu seinen schönsten Liedern begeistert. Der Verein , welcher zu diesem Zweck in Tübingen zujammengeireten ist, wendet sich daher zuversichtlich an alle Stämme, an alle Stände, an alle Parteien, an alle Vereine des großen Vaterlandes, an alle seine Söhne in deutschen und fremden Landen mit der Bitte, das Unternehmen durch Beiträge zu unterstützen. Um aber die Sammlung derselben möglichst zu fördern, wenden wir uns besonders an alle deutschen Gesangvereine, welche in den verschiedenen Gauen und StLorm die natürlichen Mittelpunkte bilden, um in ihrcy Kreisen ermunternd und anregend für diese nationale Sache zu wirken. Zur Empfangnahme der Beiträge ist bereit der Kassirer des Vereins, Kaufmann L. Va u'r , wie auch jedes der unterzeichnen« Mitglieder des Vereins. Tübingen, 20. November 18W. Der Verein für Uhlano's Denkmal: Der Vorstand : Stadtschultheiß Rapp. Kaufmann L. Baur. StaatSrath Freiherr v. BreilschwerI. Professor vr. v. G e i b, Rektor der Universität. Dekan Georgii. Rechlskonsulent GöS. Professor vr. v. Hesele. Professor vr. v. Keller. Professor vr. Kommcrell. Professor vr. Leibnitz. Professor vr. v. PaIme r. Kaufmann Ludwig Uhland. Verantwortlicher Redakteur: vr. I. Herrn. Kroenlein. Theater in Baden. ^Ritllvoch 26. Äov. Dcr Toldbaver; O ^'sfittaffch an» spiel in 4 Akten, von Charlotte Birch-Pseiffer. ' ! ! I Z.q.162. B» aenperm ver sranifiirt^ «W M Übklskhkll ! Itt Bde. Jugendschriften für das Alter von 6 — 12 Jahren, mit vielen schön kolorirten und schwarzen Bildern, herausgegeben von Hoffman», Heyse, Ziehnert rc., cleg. geb. u. drosch, (früber 10 '/- st ) zu nur l fl. 48 kr. Zu beziehen von Joseph Strauß in Bockeuheim bei Frankfurt a. Dt. »E Briefe und Gelder erbitte franko. Z.q.141. Hamburg. Büchcr-Preisherabsetzung, der besten Bücher! 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An Mustern: unter No. 1 Dessin zu einem Lrriller; No. 2 Dessin zur Verzierung eines Jüporrs; No. 3,4 Kragen und Manschette; No. 5 Taschkntnch- verzirruog; No. 6, 7 Kragen aus Mull oder Nansouk und Manschette; No. 8 Vignette; No. 9 Krone; No. 10 Buchstaben l..No. II Krone; No. >s, ir Krage« auf Mull und Manschette; No. 14 L. 0. mit Zügen; No. 15 Bordüre; No. 16 Buchstaben «. L.; No. 17 Dessin zum Negligee-Kissen ; N». ist eine Frisur aus Tüll; No. 19 Taschentuch-Vignette mit dem Namen »soui; No. 20 Lotro-äoax; Np. 21 Der Name Inlis; No. 22 soutache-Desstn zu eine« Victoria-Gürtel; No. 23 »eine Vignette mit den Buchstaben ü. V.; No. 24 Verschlungenes ki. No. 25 Blumendiadem; No. 26 Buchstaben v. 1. - Der belletristische Theil bringt eine Erzählung von Fr. Friedrich „Jung Blut". — Naturwissenschaftliche Blicke ins häusliche Leben von Karl Rauch. „Nur ein Sonnenstrahl". — „Mutter und Sohn", Roman von T. S. Braun. — „Weihnacht" von Hübner-Trams. — „Menschen - uns Vlumru- pfiege" von Minna von Ebn etter. — Musik „Die Schwalbe pochte ans Fenster", komponirt von Emil Brcslaur. — Gedichte, Räthsek, Notizen, Rösselsprung-Räthsel rc. Abonnements auf den Neuen Jahrgang der „Victoria zum Preise von 1 fl. 12 kr. pro Quartal nimmt an die Ll. Geßner'sche Buchhandlung in Karlsruhe. Z.e.81. Zn-ustrie-Börfe in Stuttgart. Börsentag Montag den 1. Dezember. Z.q.179. Geschäfts-Eröffnung und Empfehlung. Von grvßh. Stadtamtc wurde mir die Erlaubnitz ertheilt, ein Kommissions- und Geschäfts-Bureau in hiesiger Residenz zu errichten, und übernehme ich zur Besorgung folgende Angelegenheiten: Aufnahme von Privatverträgen über Darlehen, Käufe und Verkäufe; Vornahme von Privatversteigerungen von Liegenschaften und Fahrnissen, Einziehung von Güterzielern, Verweisungen und Ausständen; An- und Verkauf von Gütern, Häusern rc.; Vermögensverwaltungen für volljährige Personen und Uebernahme von Kuratel»; Betreibung von Schuldforderungen, Vertretung der Parteien bei mündlich gerichtlichen Verhandlungen, Anschaffung von Kapitalien sür Privaten und Gemeinden und Anlegung solcher, sowie Woh- nnngsgesuche und Vermischung derselben, als auch alle in dieses Geschäft einschlagenden Vermittelungen. Strenge Verschwiegenheit, sowie zweckmäßige und schnelle Besorgung der Aufträge wird zugesichert. A. Son-Heim, große Spitalstraße Nr. 42, im 2. Stock. Karlsruhe, den 21. November 1862. ___ Churfürsilich Hessische 40-Lhaler-Loose Ziehung am 1. Dezember d. I I» dieser Ziehung werden 2000 Loose gezogen, worin die Treffer von 36,000, 8000, 4000, 2000, 1500, 1000 Thaler rc. enthalten find, und der niederste Treffer 60 Thaler beträgt. Loose über diese Ziehung per Stück 3 fl. — 5 Stück 14 fl. zu haben bei Bank und Wechselgeschäft , _ Main;. __ vertikale Dampfmaschine von 12—>15 Pferden mit veränderlicher Erpansion; ferner eine Parthie guter Karden von doppelter Breite aus der Fabrik von Gfcher Wyß L» Cie., theilweise mit Putzdeckeln, lheilweise mit Heriffons versehen. Alles um sehr billigen Preis. Näheres bei der Erpedition dieses Blattes. _ Z.q.200. Karlsruhe. C. Arleth, Großherzoglicher Hoflieferant, empfiehlt wieder frisch geräucherte Echte Frankfurter Brat- und Leberwürste, feinste Gänseleberwurst, frisch ger. Braun- schweiger und Göttinger Knackwürstchen, echte Keine grauen Haare mehr! Fabrik m kau«», ras St-Kioola», ». Um -ugeabltSIi» Haar und Bart t» i «Sr» «Lome», «hur Brsahr für die Haut za färbe». — Diese» Färbemittel ist da« «est» all« di»he» da Ge».«Depvt bei Fr. W»lff » Sah«, Hofllkferan» im in Karlsruhe. »Ao-ISS. ttlk il.o.979. 8 smdurx. O ^eue beäemenö verwehrte Ngroße Zetd-Vertoosung^ 8 von 82 7««,00v Marli, > A in xveteder nur Kvv^iuia ^eroxen^eräen, D xarLntlrl un6 dsLuksioktixl von äer K 8t2Lt8-kkKi6l'lHU. A Ooter 17,96V Ksvinne» beüncke» sied: R llsupttrekker von Vlsrlc 230,000, 130,000, i W 100,000 , 30,000 , 2 m«I 23,000, 2 msl l O 20,000, 2 mal 15,000. 2 mal 12,500,- O 2 msl 10,000, 1 msl 7500, 1 msl «250,- M4 msl 5000 , 6 msl 3730, 1 msl 3000,- iit ss msl 2500, 5 msl 1250, 105 msl 1000- ^Ksrlt, 5 msl 750, 130 msl 500 , 245 msl- W 1 Lnnrss VrixivLUovr llostst 4 Idlr. kr. 6rt. - M l dnlbos „ ^ L „ „ „ 2 Vlsrlöl „ l. 008 « siostsn 2 ., ,, ,, : vexinn cker 2ieltunx cken II. IdeLvinbor. kiur um äer rsrstLrlltsn ki-tckkrsxs ru 8e- - inügen, ist nedeu VvrsrüssvrtwL ckes Ks- - vlnL-VitpltLlr Sie 4oosen-4ur»d> vermellrt,- - ob»« cken kreis ckvrseldon in srdSdss. Puter mei»er lllieurel nurcke »m 2. 5lsi: -ck. 1. rum LS. >ills, »m 25. lull ck. 1. rum: > 18. Usle ilss xrSssts l,oos, 80 wie neuer- - - üiuxs sm 10. Septdr. ck.1. cker xrössts llLUpt- : xovillll bei mir gewönne». - 4us«srtige 4»ktrZxe mit Rimessen ockers : xsxvn kostvorsesinss, selbst nscb cken eot- -kervtesten Kegeockeo, kübre icd prvnwt unck- - rsrscdviexsu sus, unü sencke rmtlicos Lle- - - dnnxsltslen »nck Ksvinnxslckor sofort nscd - - Lntscbeickunx.ru. W m 8 M 8 . k 0 lM ,8 Z.p.946. Infolge veränderter Einrichtungen eine noch in vollkommen brauchbarem Zustande befindliche Lyoner, vorzügliche Mailänder Salamiwurft, westpd. Schinken und Schinkenroulad« rc-, und frische» Ochsenmaulsalat. Z.qLOl. Karlsruhe. Carl Arleth, Groß Herzog lieber Hoflieferant, empfiehlt den direkt von Rußland »»gekommenen Astrachan Caviar, frisch ger. Aheinlachs, Frische Austern, Straßburger Gänseleberpasteten und feinste Würste, frische Herrigord- und Vandtrüffsl, schöne französ. «Hstpons, Ponlardes n. ran>s«lS, ganz frische Solles, Cabel» jau, Schellfische, Homards rc. _ , Z.q.143. Muggensturm. Aäuserorrkaus. Der Üntekzeichnete verkauft aus freier Hand seine beiden in der Nähe der Gisendahnstation Muggensturm gelegenen, ist gefälligem Stiele neuerbauten Häuser unter annehmbare» Bedingungen. Zugleich wird bemerkt, daß zu jedem hinlänglich Platz zu beliebigem Geschäftsbetriebe beigegeben werden kann. Das Nähere bei mir selbst. Muggensturm, den 22. November 1862. Leo Knoblauch, Maurermeister. ck) - Z.g.18v. Karlsruhe. - Versteigerung. Aus dem Nachlaß der verlebten Schuhmachermeister Georg Baumann's Wittwe dahier werden in deren Wohnung, Fasanenstraße Nr. 8 dahier, nachbeschriebene Fahrniß gegenstände Donnerstag den 27. November d. I., Vormittags 9 Uhr anfangend, gegen gleich baare Bezahlung öffentlich versteigert; wozu die Liebhaber eingeladcn werden: Frauenkleider, Bettung, Weißzeug, Leinwand, Schreinwerk, Küchengeräthe und allerlei Hausrath. Karlsruhe, dm 24. November 1882. Großh. bad. StadtanttSrrvtsorat. G. Gerhard. vckt. Ankener. ^ Z.g.187. Nr 5105. Gengenbach. (Kahn- dungs.zurücknahme.) Unsere Fahndung gegen Fidel Heiter von Nordrach vom 18. August und 5. November d. I. nehmen wir hiermit zurück. Gengenbach, den 22. November 1862. Großh. bad. Amtsgericht. , . Pfeiffer. . Frankfurt, 24. Novbr. 1862. Staatspapiere. Oestr. Preuß. Bayern Wrtbg. Baden 5»/s Met. i.S. b.R. 5"/o do. in holl. St. 5«/o do. 1852 i.Lst. 5°/o dv. 1859 . . 5 °/gLomb.r.S.b.R. 5°/oBenet.C.b.R.°/, 5»/o Nat.-Anl. 1854' 5«/o Met.-Obligat. b°/g do.1852C.b.R. 4>/,°/« Met.-Oblig. 5°/, Oblig. b. Rth. 4'///o dto. 4°/g dto. 3Vr°/o Staatssch. 5°/o 4. Emission 4V,"/o IjLhrig 4)///o '/-jährig 4^/o Ijährig 4°/o V-jähng 4°/» Ablös.-Rmte 3'/I»/o 4«/i°/a Obi. b. Rth. 4»/, ditto 3-/-V» ditto 4V?/o Obligation. 78 b. 7tzi>/s G. 87V« G. 78-/4 P- 65V4b.G 56 V, b. 57'/. b. 49-/«G. H Badm G-H-Is. ^Nassau sBrschw. s Lurbg. i'Frankf. 101V« G 9SV.P. 89 V. G. 103V« G. IO 3-/4 P. 103V« G. 101G. 101'/-P. 101G. Schwz. f Rußl. Span. , Belgim -Schwd 105-/« G., 104-/« G.! 97-/, G. ' 100 V-P-> N-Am 40/0 Obligation. 3'/--/» dto. v. 1842 5"/« Obligation. 4°/, dto. 3- /-V» dto. 5°/o Oblig. b. Rth. 4- /-V° dto. 4Vo dto. 3'///» dto. . 3-/-"/« O. b.R. ä 105 4°/oO.Fr.L28kr.b.E. 3- /-Vo Obligation. 3°/« dto. 5°/aObl.inL.»fl.12 3»/o inl. Schuld . 2»/o Schuld 4Vr°/°O.i.Fr.s28kr. 4- //« Obligation. 4'/?/«Pfbf.b.B.LE. 4-/?/°E.O.Fr.»28k. 4-/-V«Bern.St.-O. 4»/o dto. 5VoGf.St-O.Fr.28 6°/oSt.i.D.Lfl.2.30 5°/« do. 1871 u. 74 lOO'/z. P. 94V. P- 103 b. G. 100'/« P- 97- /-P , 103 V, P. 102V. P- VS'/«G. M/.P- 93'/« P. 94-/.P. 98V« P. 93-/» P. S1-V-P. 49-/-P. 45'/- G. 100V» P. >00'/« P- 98'/, P. 102'/. P 101'/« P 95V« G. 98- /. O. Diverse Aktien, Eiseubaiw-Aktien «nd Prioritäten. 30/0 Frankfurter Bank 3V« Oesterr. Bank-Aktien 5«/» . Cred.A.i.O.W. 3»/o Bayr. Bank L fl. 500 4°/o Bannst. B.-A. ü fl. 250 40 /, Weimar. Bank-Aktien 4VoMitreld.Cr.-A. L100TH. 4"/« Nordd. Credit-Mtien 4°/« Luremb. Bank-Aktien Span. H. u. Jnd. Fr. 500L28 Taunusbahn-Akt. » fl. 250 3- /,»/» Frankf.Han.Esnb.-A. 5°/oOesterr.StaatS-Esnb.-A. 5°/,Elisab-B.fl.200pr.St.Vs Rhein-Nahe-Bahn 4V» Ldwh.-Berb. Eiserrbahn 4' /,"/^Ps.Mar-Esb.-A. b.R. 4- /,VoBayer.Ostbahn-Aktien 4°/o Heff. Ludwigsbahn 131-/4 G.ÜFriedr.-Wilh.-Nordb.-Akt. 757 P. >!5VoLw.-FIor.420Fr.L28kr. 210'/- bG^3Vo Oest. St.-Eismb.-Prior. — — >3VoOest.Süd.St.u.Lom.EB 230 P. 5"/o Elisabethbahn-Prior. V- 88 G. :5°),Böh.W.-B.P.i.S.H.RV, 99-/- P- /4VaV» Heff. Ldwgsb.-Prtpr. — — !'5VoOest.Lld.1.Pr.-O.i.Silb. 105 G. H . „ . 2. „ . ijho/oLdwh.-Berb.Prior.-Obl. k4^° ' ' ^ 4>/,VMjein-stMib.Pr.O. 121'/- G. >4V,V»Fr«t.-HanMeivr:O. 27-/« G- - 139V» G 107 V« P. 108V, P. ^/Mutsch.PhöE-Äb-^ 127'/, G. >,4°Mrks.Prvvid«»t.1M/o 660 P. 308 G. 74 G. 226 G. 54'/» b. 53 P. 82V» G. 83V« P. 101V» P- M/-P. 1S1V- P. 1S4'/r G,- AnlehenS-Loose. Oest.250fl.b.R1839 . 250 „ „ 1854 . 100 „Pr.L.1858 « 500 „v. 1860°/, 3'/-V°Prmß.Pr.A. SchWed.Rthlr. 10L. Bad. LO-fl.-S°ofe 35- Knrh.40Thl.L.b,R. Gr.Heff.50fl.L.b.R. Nass.25fl. L.b. R. Sch.-Lippe25Thl.L. Sard.36Fr. L.b.B. Mail. 45 Fr. L.b.R. 2'/-Lütt.Pr.-O.b.G BereinS-L. »10 fl. Ansb.-Gunzenh. L., ^WeMel-Aurse. 114'/» P. 73 G 127 '/» G. 7SV-G- 127 >/- P. 9'/« P. 103'/» G. 55V« P- 57°/« G. 133'/« P. 38V» G. 39 P. 33 P. 54V, P. 34'/, P. 36'/» P. 12V» P. Amsterdam k.S. 100°/» G Antwerpen 93'/« B. Augsbg.-ffl.100. 99 V» G. Berlin 105'/« B Bremen 96V« B. Brüssel 93'/« B. CAn 105 B. Hamburg 88V» G. Leipzig 105 B. London . 117V» G Malld. i. Fr. 200. 93V« B. München 100 B. Paris 93'/« G. Wien - M 95V« G. Disconso,. 3Vo G. »olv und per Pistolen Preuß. Frreprd'or. Holl. fl. 10 Mücke Rand-Dncatm 20 -Krankmstücke Enal. Sovereigns Golv Pr. Zollpfünd «E Dollars in-Gold st. 9 38 9 57 946 5 33'/, 9 22 1148 803-4 SLW lE'ft, 2 35'/- Druck und Verlag der S. Braun'schen Hofbuchdruckerei. Mit einer'Beilage.