Beilage zu Nr. 198 -er Karlsruher Zeitung. Freitag, 23 August 1867 Deutschland. Kassel, 19. Auz. Einer amtlichen Bekanntmachung des Oberbürgermeisters zufolge erfolgt die Auszahlung der Einquartierung S gelber in den nächsten Tagen. Der Betrag von 89,120 Thlr. 27 Sgr. ist aus der kvnigl. Hauptstaatskasse bereits in die Stadtkämmerei eingezahlt. — Unter den vom König während seines hiesigen Aufenthalts empfangenen Deputationen befand sich auch eine aus Hannove- risch-Münden, welche eine Adresse überreichte, „um auch aus dem hannoverschen Lande den Gefühlen der Ergebenheit und dcS Dankes Ausdruck zu verleihen." Oldenburg . 18. Aug. Dem „Tagebl." zufolge ist hier aus Havre die Meldung eingetroffen, daß der Großherzog plötzlich an den Masern erkrankt ist. Der Medizinalrath vr. Kindt ist sofort an Ort und Stelle abgereist. Oesterreichifche Monarchie. Wien, 19. Aug. (N. Fr. Pr.) Der Finanzminister Baron Becke ist, von Sr. Mas. speziell berufen,, heute Abend nach Salzburg abgereist, um dem Monarchen über die heute stattgehabte wichtige Sitzung der cisleithanischen Deputation unmittelbaren Bericht zu erstatten. Hr. v. Becke soll übrigens schon morgen wieder nach Wien zurückkehren. Die „Debatte" berichtet: Heute um 11 Uhr Vormittags ist die Deputation des Reichsraths zu einer Sitzung zusammengetreten, in welcher der Antwortsvorschlag an die ungarische Deputation festgestellt werden' soll. Wie wir hören, soll die diesseitige Deputation in der Thal die direkten Steuern zur Basis ihrer Berechnungen genommen haben, während bekanntlich ungarischer Scits dieser Schlüssel, als der wirklichen Leistungsfähigkeit nicht entsprechend, verworfen wurde. Das ist Alles, was wir vernommen haben, und Weiteres dürfte auch über den so zu sagen offiziellen Stand der Deputationsverhandlungen nicht mitzutheilcn sein. Was die privaten Vorarbeiten betrifft, mit denen sich jede Deputation besonders für sich abgibt, so gehören diese auf ein anderes Blatt, und eS ist in dieser Beziehung gewiß nur selbstverständlich, wenn sowohl die beiden Deputationen als die einzelnen Mitglieder derselben sich mit einem eifrigen Studium des umfangreichen Materials beschäftigen, welches die Unterlage ihrer Berathungen und Beschlußfassungen bildet. Griechenland. Athen. Der ungünstige Verlauf der kretischen Schilderhebung hat die Aussicht auf baldige Vereinigung Kreta's mit dem hellenischen Königreich zerstört, und über Griechenland lagert daher eine dunkle Wolke. Der athenische Berichterstatter der „Times" schildert die Lage in einem Brief vom 8. d. M. wie folgt: Alle Plane und Träume der politischen Führer in Athen sind zergangen wie Nebel. Es wird sich nicht die Gelegenheit bieten, Garnisonen auszusenden, einträgliche hohe Militärämter zu besetzen, und die Scharen hungriger SlellenjLger in irgend welche Posten einzu- schuruggeln. Und doch sind in Einem Punkte die Manöver der griechischen Regierung mit Erfolg gekrönt worden. Der Schrei nach fremder Einmischung auf Grund der Humanität ist iu den Kabinetten de» Kontinent» gehört worden, und Rußland, Frankreich, Italien haben in der Ueberzeugung, daß HuwanilSt jede politische Rücksicht hintanstellen müsse, Schiffe nach Kreta abgesandt, um die christlichen Familien in Sphakia, die Kreta zu verlassen wünschen, von der Insel wegzutranSportiren. Zuerst erhob Omer Pascha Einwendungen gegen diesen Akt der Intervention, der die Sache der Humanität schädige, indem er die Feindseligkeiten in die Länge ziehen würde; hernach aber gab er dem Thun und Treiben de» französischen Admirals seine stillschweigende Zustimmung. Die Geschichten, nach denen Omer Pascha da» Gestade von Sphakia mit Kanonen beschossen haben soll, um die Frauen und Kinder noch vor der Ankunst der sremden Schiffe forlzu- treiben, stellen sich als eitel Lügen heran». Der Korrespondent hält es für unbillig, das Ministerium KomunduroS für die üble Sachlage in Griechenland verantwortlich zu machen; König und Regierung hätten vielmehr nur gcthan, wozu das Volk sie gezwungen. Jetzt aber werde eben das Volk, das sie in die unheilvolle politische Bahn Hineingetrieben habe, ungerecht gegen sie und bürde ihnen die Schuld an den übermäßigen Ausgaben und an der Erregung unerfüllbarer nationalerHoffnungen in Kreta, Thessalien und Epiru« auf. In allen Kaffeehäusern, sagt der Berichterstatter, stellt man da» Dilemma auf: innerer Ruin oder Krieg mit der Türkei. Innerer Ruin scheint gleichbedeutend zu sein mit leerer Staatskasse, und eine solche würde, in Anbetracht der Art und Weise, wie die Negierung in den beiden lchten Jahren mit ihren Finanzen gehaust hat, für da» Land am Ende nur eine Wvhlthat sein. Was Krieg mit der Türkei angeht, so glaubt man, daß derselbe eine Einmischung der fremden Mächte herbeiführen würde, die nach vieler Leute Ansicht die moralischen, finanziellen und administrativen Flecken, dit jetze die politischen Aussichten Griechenlands entstellen, auslöschen dürfte. Di« Einen loben, die Andern tadeln da» Ministerium, daß es wieder die Absicht verräth, die Bewegung an der theflalischen Grenze zu neuem Leben aufzustacheln; aber die Hilfsquellen sind versiecht, das Vertrauen der Nation in ihre politische und militärische Führung erschüttert, und die Türken habe» sich schon warnen lassen und aus alle Fälle ihre Vorbereitungen getroffen. Bade». Ä- Baden, 20. Aug. Vorgestern ist in unserm .Badeblatt' das offizielle Bülletin der diesjährigen großen Wettrennen erschienen, welch- in Iffezheim am 31. August, 2. 4. und 6. September stattfinden werden. Die Zahl dck Anmeldungen von Pferden ist zahlreicher als je, so daß wir in diesem Jahr ganz besonder» glänzende Rennen zu erwarten haben, um so mehr, al« auch der Fremdcnan- drang nach unserer Bäderstadt bereits jetzt eine Höhe erreicht hat, wie nie zuvor. Heute zeigt die Fremdenliste die Zahl von 33,015 seit 1. April d. I. hier Angekommenen an. Die Zahl der einzelnen Rennen zu Iffezheim ist in diesem Jahr (einschließlich de» Steeple-Chase am 6. September) auf 21 vermehrt; ebenso sind die Preise auf die Gesammtsumme von 88,750 Franken (ohne Einsätze und Reugelder) erhöht, wozu noch der Ehrenpreis Sr. Königl. Hoheit de» Großherzogs kommt, welcher für den Sieger im großen Preis von Baden (nebst 20,000 Franken) bestimmt ist. — Das .Grand St.-Leger" (Preis 10,000 Franken) ist von einem kontinentalen zu einem internationalen erhoben worden, wodurch auch die bisher davon ausgeschlossenen englischen Pferde Zutritt erhalten. — Ganz neu im Programm ist ferner der .Preis vom Rhein' (5000 Franken und 400 Franken Einsatz), der aus drei Läufe in 3 Tagen verthrilt ist; diese drei Läuse bilden nur ein und dasselbe Nennen. Jeder Eigenthümer kann hierzu immer nur eines seiner Pferde laufen lassen, jedoch ist nicht nothwcndig, daß dasselbe Pferd in allen drei Läufen abgeht; der Eigenthümer kann jenen der zwei ersten Läufe wählen, welcher ihm am besten konrenirt. Der dritte Lauf ifi nur ein .Match' zwischen den Siegern de: zwei ersten Läufe, findet also nur statt, wenn die zwei ersten Läufe nicht von einem und demselben Pferde gewonnen wurden. Man ersieht hieraus, welche- neue und erhöhte Jnlcresse den Freunden des Sports diese Rennen in diesem Jahre bieten werden. — Unter den angemeldeten Pserden befindet sich (wie bereit» erwähnt) Hin. Delamarre's berühmte» Pferd .Patricien', der Sieger de» Jok.yclubb-PreiscS von Chantilly, und dessen gefährlichster Rivale, das Plerd .Fervacqus' de» Grasen Montgomery, welch letzteres beim diesjährigen Rennen in Longchamp den großen Preis von 127,000 Franke» erhielt, während „Patricien" (jedoch erst beim zweiten Nennen) um eine Nasenlänge geschlagen wurde. .FervacqueS" stand dort in den Witten 40 gegen 1, und sein eigener Besitzer hatte keine Wette auf ihn angenommen. Zum großen .St. Leger international' wurden am 1. März d. I. in Baden 28 Pferde engagirt. — Ferner wurden am 9. Juli angemeldet: Zum .ZukunflSpreiS' 25 Pferde; zum .Stadtpreis' (Handicap) 21 Pferde; zum .Prei» von Karlsruhe' 28 Pferde; zu« .Großen Preis von Baden' 29 Pferde; zum .Preis von der Murg" (Herrenreiter«) erfolgten 12 Inskriptionen, deren Nennungen erst am 1. September zu erfolgen haben. — Am 9. Aug. wurden folgend« Engagements eingegangen: Zum .Preis von Iffezheim' 7 Pferde; zum .Preis vom Rhein' 7 Pferde; zum .Damen«Preis' (Herren« reiten) 9 Pferde; zum .Preis von Lichlenthal' 10 Pferd«; zum .Preis von Fremersberg" 12 Pferde. — Die noch zu erwartenden Engagements sind: Zum Steeple-Chase bi» 25. Aug. (bei Hrn. Baron v. Geusau in Baden); zum »Preis von Favo« rite', „Preis vom Schwarzwald', .Preis von Rastatt" (Herrenreiter,) und »Preis von Sandweier" — bis 28. Auz,; zum „Preis von Eberstein' (Handicap) bis 4. S-Pt.; zum .Konsolationsprei«' am 6. Sept. auf der Rennbahn selbst. Vermischte Nachrichten. — Mannheim, 20. Aug. (Mannh. I.) Heute feierte der hiesige Bankier Hr. Joseph Hohenemser da« Fest seiner goldenen Hochzeit. Dem in allen Kreisen geachteten Mann und feiner Gattin wurden von vielen Seiten die wärmsten Glückwünsche zu diesem Familienfest dargebracht, namentlich halten sich Deputationen derjenigen Institute, bei welchen Hr. Hohenemser seit Jahren thätig war, u. a. der Badischen Schifffahrt»-Assekuranz-Gesellschaft, der Börse, der Mannheimer DampsschleppschifffahriS-Gesellschafirc., dazu eingefunden. Reiche Geldstiftungen an eine Reihe hiesiger wohlthätiger Anstalten, ohne Unterschied der Konfession, dezeichneten die Munistzenz des Jubelpaares. Das Hamburger Post Dampfschiff .Germania', Kapitän Schwenken, von der Linie der Hamburg-Amerikanischen Pakelfahrt - Aktiengesellschaft, ging, erpedirt von Hrn. August Bolten, William Miller'S Nachf., am 17. Aug. von Hamburg nach Neu-Pork ab. Außer einer starken Brief- und Paketpost hatte dasselbe 174 Passagiere in der Kajüte und 414 Passagiere im Zwischendeck, sowie 350 Ton» Ladung. Southampton, 20. Aug. Das Post-Dampfschiff des Norddeutschen Lloyd .Bremen", Kapitän H. A. F. Ncynaber, welches am 8. Aug. von Neu - Nork abgegangen war, ist gestern 8 Uhr Abends nach einer Ruse von 10 Tagen wohlbehalten unweit CoweS eingetroffen und Hai um lO Uhr die Reise nach Bremen fortgesetzt. Dasselbe bringt außer der Post 77 Passagiere und 750 Ton- Ladung. Neu-Bork, 19. Aug. (Per transatlantischen Telegraph.) Dal Post-Dampfschiff des Nordd. Lloyd »Neu-Uork', Kapitän F. Dreher, welche« am 3. August von Bremen und am 8. August von South- ampiton abgegangen war, ist am Sonntag den 18. August wohlbehalten hier angekommen. v. Mannheim, 19. Aug. (Kursbericht der Mannheimer Börse.) Merzen, eff. hies. Gegend, 200 Zollpsd. 15 fl. — G- 15 fl. 15 P., ungarischer 14 fl. 20 G., 14 fl. 30 P., auf Lieferung pr. September bis Dezember 13 fl. 20 G., 13 fl. 30 P.; auf Lieferung pr. August — fl. — G., — fl. — P. — Roggen, eff. 1l fl. 15 G., 11 fl. 30 P., auf Lieferung pro September — fl. — G-, — fl. — P. — Gerste, eff. hies. Gegend 9 fl. 30 G., 10 fl. — P. —, ungarische 10 fl. 15 P. — würliembergische 10 fl. P. — Hafer, eff. lOO Zollvfd. S fl. 24 G., 5 fl. 30 P. — Kernen, eff. 200 Zollpsd. 15 fl., 15 G.. — fl. — P. — Oelsamen, deutfchcr Kohlreps — fl. — G., 18 fl. 15 P„ ungarischer, 17 fl. 15 G., — fl. — P. — Bobucn, — fl. — G-, — fl. — P. — Linsen - fl. - P. - Erbsen - fl. bis — fl. — P. - Wicken, — fl. - G., - fl. - P. — Oel: (mit Fab) 100 Zollprd. Leinöl, eff. Inland in Parthien — fl. — G., 24 fl. 30 P.. faßweise - fl. - G., 24 fl. 45 P. - Rüböl, eff. Inland, faßweise 22 fl. 30 P.. in Party. 22 fl. 15 P. — Mehl 100 Zollpsd.: Weizenmehl, Nr. 0 12 fl. bis 12 fl. 30 P., Nr. 1 11 fl. 30 bi» 12 P„ Rr. 2 10 fl. 30 P.. Nr. 3 9 ft. 30 P.. Nr. 4 - fl. - P., norddeutsches im Verhältniß billiger. — Roggenmehl. Nr. 0—1 Stettiner, — fl. — G., — fl. — P. — Branntwein, ,ff. (50"/, n. Tr.) transtt (150 Litres) 27 fl. — P. — Sprit, 90"/«. Irans., — fl. G-, — fl. P. — Petroleum in Parthien verzollt, nach Qual. 11 fl. 30 bis 45 P. - Mohnöl, 100 Zollpsd. - fl. P. Verantwortlicher Redakteur: vr. I. Herrn. Kro enlein. Z.z.653. N.Nr. 4350. Civil-Kammer. Waldshut. (Bekanntmachung) In Sachen des Johann Rutsch mann von Oberlauchringen und seiner Ehefrau, Maria Agatha, gebornen Berchcr, Kläger, gegen Matthäus Rufs, Schuster von Kabel - bürg, Beklagten, Psandstrich betreffend, hat Rechtsanwalt Schäfer dahier Namens der Kläger vor- getragen: daß der Beklagte eine CrbgleichstellungSgeld- svrderung seiner mit ihm in allgemeiner Gütergemeinschaft lebenden Ehefrau, Maria Anna, gebornen Welcher, an ihre Schwester, die klä- gerische Ehefrau, im Betrag von 1083 fl. 11 kr. am 21. September 1840 in das llnterpsands- buch der Gemeinde Oberlauchringen Band I, Nr. 564, Sette 426 aus die Liegenschaften der klägerilchen Ehefrau habe «»tragen lassen, daß aber diese Forderung nebst Zinsen seit dem Svätjahre 1841 vollständig bezahlt sei und deß- halb der Antrag gestellt werde, die Ausstreichung dcS bezüglich «ne« Betrags von 670 fl. 41 kr. noch bestehenden PsandeintragS gegen den un- stät in Amerika herumziehenden Beklagten, unter dessen Versällung in die Kosten, zu be- sehlen. Beschluß. Zur mündlichen Verhandlung wird Tagsahrt aus die am Donnerstag den 17. Oktober 1867, Vormittag» 8 Udr, beginnende Gerichtssitzung anberaumt, wovon der Beklagte mit der Aufforderung in Kenntniß gesetzt wird, daß er, wenn er den Klaganspruch bestreiten wolle, »»verweilt einen Anwalt und einen dahier wohnenden Gewalthaber aufzußellen habe, widrigenfalls alle weiteren Verfügungen und Erkenntnisse mit der gleichen Wirkung, wie wenn sie ihm eröffnet wärm, an der GerichtStasel angeschlagen werden sollen. Zugleich wird demselben der RechlSnachtbeil angedroht, daß im Falle seines Ungehorsams die in der Klage behaupteten Thatsachen als zugestandcn angenommen und er mit seinen etwaigen Einreden dagegen ausgeschlossen würde. WaldShut, den 14. August 1867. Großh. Kreisgericht. Schneider. Stumpf. Z.z.710. Nr. 2911. Baden. (Oefseniliche Bekanntmachung.) In Sachen der Gemeinde Iffezheim, Klägerin, gegen Ludwig Ziegler von da, z. Zt. in Amerika, Beklagten, wegen Forderung, ist in der von Herrn Anwalt Mohr eingcreichtm Klage vom 12. l. MtS. vorgelragcn: .Markus Siegel Eheleute von Iffezheim haben im Jahr 1864 in öffentlicher Steigerung ihr in Jffcz- beim gelegenes Hau» rc. an Ludwig Ziegler von da um 320 fl-, verzinslich zu 5 Proz. vom 10. Oktober 1864. verkauft, und habe die klagende Gemeinde den Kaufpreis mit 320 fl.. verzinslich zu 5 Proz. vom 9. Nov.mber 1861, vorschüßlich bezahlt. Nachdem später der Beklagte in Gant gerathen, sei die Forderung der Gemeinde Jfsezh-im an den Beklagten durch vautrichterliches Urtbeil in die V. Ordnung grsitzt und laut Vertheilungsbescheid an ihrem Guthaben mit 34 fl. 10 kr. befriedigt worden, so laß nach Abzug letzterer Summe die Forderung der Klägerin lammt ZrnS noch 300 fl. 57 kr. betrage. ES werde gebeten, den an unbekannten Orten abwesenden Beklagten zur Zahlung der obigen Summe und Tragung der Kosten zu verurtheilen." Aus diese Klage wird Tagsahrt zur mündlichen Verhandlung in öffentlicher Gerichtssitzung anderaumt auf Dienstag den 8. Oktober l. I., Vormittags 9 Uhr. Hievon erhält der Beklagte Nachricht, mit der Aufforderung, wenn er den Klaganspruch bestreiten wolle, ungesäumt einen Anwalt aufz-istellen, und spätestens in der Tagsahrt einen dahier wohnenden Einbändi- gungsgewalthaber zu ernennen, w drigenfalls alle weiteren Verfügungen und Erkenntnisse mit der gleichen Wirkung, wie wenn sie ihm eröffnet wären, an der diesseitigen GerichtStasel angeschlagen würden. Sofern Namens de« Beklagten ein Anwalt in der Tagsahrt nicht erscheint, werden die in der Klage behaupteten Thatsachen für zugestanden, jede Schutzrcde dagegen für versäumt erklärt und wird nach dem Gesuche der Klägerin, waS Rechten» ist, erkannt weiden. Die» wird dem an unbekannten Orten abwesenden Beklagten anmlt eröffnet. Baden, den 16. August 1867. Der Direktor des großb. Kreisgerichts Baden: vr. Puchelt. Wagner. Z.z.711. Nr. 3537. Osfenburg. (Bekanntmachung.) I. S. der Ehefrau de» LandwirthS Simon Armbruste r, Elisabeths, geb. Heuberger, von Appenweier, Kl., gegen ihren Ehemann daselbst, Bell-, VermögenSabsonderung belr., ist Tagsahrt zur Verhandkung der von der Klägerin erhobenen Vermö- gmsabsvnderungSklage auf Samstag den 5. Oktober d. I., Vormittags 8 Uhr, anberaumt; was hiermit zur Kenntniß der Gläubiger gebracht wird. Offenburg, den 12. August 1867. Großh. KreiS-^ind Hosgericht, Civilkammer. Z.z.659. Nr. 1487. sungsbeschlutz.) 3- kant Adolf Stemmle von Oberachern wegm leichtsinniger Zahlungsflüchtigkeit. ES sei der Papierfabrckant Adolf Stemmle von Oberachern, gegen welchen da» großh. Amtsgericht Achern unterm 17. Juni 1865 Gant erkannt Hai. aus Grund des 8 467 Z. 1 St G.B. in Verbindung mit L.R.A.S. 251 Z. 3 und Art. 9 des EinsührungSge- setzes zum deutschen Handelsgesetzbuch vom 6. August 1862, Z 26 I Gerichtsverfassung unter der Anschuldigung : daß cr seine HandilSbücher nur höchst unvollständig und unordentlich geführt habe, wegen leichtsinniger ZahlungSflüchngkeit in Anklagestand zu versetzen und vor die Strafkammerabtheilung Baden zur Aburthcilung zu verweisen. Dies wird dem flüchtigen Angeklagten hiermit verkündigt. Offenburg, den 13. August 1867. Großh. Kreis- und Hosgericht. RathS- und Anklagekammer. B o h m. Möhner. Z.r.859. Nr. 11,515. Stockach. (Oeffent- liche Aufforderung.) Sylvester Knirsch von Mainwangen besitzt 2 Vierling 118 Ruthen Acker im Gewann Winzeln, Gemarkung Mainwangm, wofür er den Erwerb nicht nachzuweisen vermag. Diese Liegenschaft hat Knirsch an Ignaz Möll zu Main- »anpen verkauft. Der Gcmeinderath verweigert die G währ des LiegenschastSerwerb«, weil der ErwerbS- titel des Verkäufer« nicht nachgewiesen werden kann. Auf Antrag de« Käufer« werden nun alle Diejenigen. welche an der verkauften Liegenschaft im Grund- oder Psandduch nicht eingetragene dingliche Rechte oder sonstige Ansprüche haben »der zu haben glaube», aufgefordert, solche innerhalb 2 Monaten dahrer geltend zu machen, ansonst sie gegenüber d«M neuen Erwerber verloren «ehe«. Stvckach, den 18. August 1867. Grvßh. bad. Amtsgericht. Sauer. Z^. 851 . Nr. 10,23 l. Radolfzell. (Bekanntmachung.) Die Gant gegen Seligmann Emanuel Biedermann von Gailingen ist heute, al« durch Vergleich erledigt, wieder aufgehobm worden. Zugleich wird die Beschlagsverfügung auf die aus« siebenden Forderungen des Gantmann« vom S. Mai d. 3-, Nr. 6351, zurückgenommen. Radolfzell, den 14. August 1867. Großh. bad. Amtsgericht. Heiß. Z.r.8bS. Rr.6718. Waldkirch. (Bermö genSabf onderung.) Di« Gant des Franz Josef «ater von Kollnau belr. Wird nach Ansicht de« 8 1060 der P.O. erkannt: Es sei die Ehefrau des Gantmanns, Martanna, geb. Schill, berechtigt, ihr Vermögen »»» dt» ih«s Ehemann«» abzusondern. Waldkirch, dm 13. August 1867. Großh. bad. Amtsgericht. H e l m l e. Z.r.860. Nr. 21/196. Karlsruhe. (Aus- schlutzerkenntniß.) Die Gant gegen Sattler Robert Ostertag hier betr. Alle diejenigen Gläubiger, welche ihre Forderungm vor oder in der heutigen Tagfahrt nicht angemelbet haben, werden hiermit von der vorhandenen Maste ausgeschloffen. Karlsruhe, den 16. August 1867. Großh. bad. Amtsgericht. v. Teuf fei. Dörrschuck. Z.xWI. Nr. 7937. TauberbischosSheim. (GantauSschlutzerkrnntniß.) In Sachen mehrerer Gläubiger gegen die Gantmafse d«S RoßwerthS Franz Schimvs in Werbach, Forderung und Vorzug betr. Alle diejenigen Gläubiger, welch- ihre Ansprüche an die Maste heute nicht angemeldet haben , werden damit auSgeschlvffen. TauberbischosSheim, den 16. August 1867. Großh. bad. Amtsgericht. B u I st e r. Schon. Z.r.872. Nr. 17,712. MoSbach. (Bekannt- machung.) Die Gant gegen Franz ThomaS Röfer von Stein betreffend. Beschluß. 1) Au «- fchlußerkenntniß. Alle diejenigen Gläubiger, welch« bi» zur heutigen Tagfahrt ihre Forderung nicht angenieldet haben, werden von der vorhandenen Passe ausgeschlossen. 2) Nach Ansicht de« L.R.S. 1443 8 1060 der b. P.O. wird ausgesprochen: Di« Ehefrau de« Gantschnldner«, Karoline, geborne Günther, ist berechtig!, ihr Vermögen von demjenigen Ihre« Manne« beziehungsweise der Maste abzusondern, unter Verfällung der Maste in die Kosten. MoSbach, den 16. August 1867. Großh. Amtsgericht. Rauch. Z.r.850. Nr. 5932. Walldürn. (Bekannt- machung.) Die Gant gegen Johann Höllerbach von Hardheim betr. 1) Auf Antrag der Ehefrau de» GantmannS und nach Ansicht der b. P.O. 8 1060 wird die BcrmögenSabsonderung zwischen dem Gantmann und seiner Ehefrau hiermit ausgesprochen. 2) AuSschlußerkenntniß. Diejenigen Gläubiger, welche bi« heute ihre Forderungen nicht angemel- drt haben, werden von der Masse ausgeschlossen. Walldürn, den 12. August 1867. Großh. bad. Amtsgericht. Stehle. Z.r.84S. Nr. 14,713. Waldshut. (Entmündigung.) Kilian Schneider von Lienbeim wurde durch Urtheil vom 15. Juni d. I. wegen Blödsinns entmündigt und Franz Joses Schneider von da als Hessin Vormund bestellt. Die» wird hiemit bekannt gemacht. Waldshut, dm kV. August 1867. Großh. bad. Amtsgericht. H a ur y. Z.r.848. Nr. 5552. Achern. (Entmündigung.) Durch Erkenntniß vom 12. Juli d. I., Nr. 3406» wurde der ledige Anton Schwenk von Mörbach wegen Blödsinns mtmündigt. Alois Schwenk von da ist als besten Bormund bestellt. Achern, den 16. August 1867. Großh. bad. Amtsgericht. H. Kohlund. Z.k.871. Nr. 17,547. MoSbach. (Bekannt, machung.) Zufolge Erkenntnisse« vom 3. d. M. wurde unter Verwerfung de« Antrags auf Entmündi- gung verordnet, daß Josef Frei von Neudenau ohne Beiwirkung de« als Beistand ernannten Matthäus Bogt von da für die Zukunft weder rechten, noch Vergleiche schließen, Anlehm aufnehmen, angreisliche Kapitalsin erheben, «och hierüber Empfangsscheine geben »der Güter veräußern ober verpfänden dürfe. MoSbach, dm 15. August 1867. Großh. bad. Amtsgericht. Rauch. Z.r.873. Nr. 7430. Ettlingen. (Oeffent- liche Aufforderung.) Jakob Ehnes von Bürbach, welcher im Jahr 1859 nach Amerika abgereiSt ist und seither keine Nachricht von sich gegeben hat, wird aufgefordert. innerhalb Jahresfrist zurückzukehre» oder Nachricht von sich zu geben, widrigenfalls er ßär verschollen erklärt und sein etwa au« 300 fl. bestehende« Vermögen seinen nächsten Erbbe. rechtigten in fürsorglichen Besitz gegeben werden würde. Ettlingen, den 13. August 1867. Großh. bad. Amtsgericht. Richard. A.r.889. Nr. 7847. TauberbischosSheim. (Aufforderung.) Der ledige Karl Theodor Faß- nacht von Königheim, welcher vor niedreren Jahren nach Amerika auSgewandert ist, und schon längere Zeit nicht, mehr von sich hörm ließ, wird hiermit auf- gesordert, sich innerhalb JabreSsrist zur Empfangnahme seine« in 356 fl. 42 kr. bestehenden väterlichen Vermögen« dahier zu melden, als sonst dasselbe seinen nächsten Verwandten in fürsorglichen Besitz auSgesolgt werde» solle. TauberbischosSheim, den 12. August 1867. Großh. bad. Amtsgericht. B u l st , r. Schon. A.r.663. Nr. 9146. Bühl. (V er schollen- - eitSerkläruug.) Da Michael Meier von Neusatz der diesseitigen Aufforderung vom 20. Juli v. 3. keine Folge geleistet, wird derselbe hiermit für verschollen erklärt. Bühl, den 13. August 1867. Großh. bad. Amtsgericht. M u ß l e r. Z.r.8SS. Nr. 12,260. Engen. (Aufforderung.) Alle an die von den berufenen Erben auS- geschlagme Verloffmschast de« t LandwirthS Johann Peter von Honstetten etwa näbrr Berechtigten werden hiemit aufgetordert, ihre deßfallfigen Ansprüche bin- nen 3 Wochen dahier geltend zu machen, widrigenfalls dem Gesuche der Wittwe Barbar», geb. Reuthe- buch,um Einweisung in Besitz und Gewähr derVer- laffenschaft entsprochen würde. Engen, den 17. August 1867. Großh. bad. Amtsgericht. Heil. Z.r.893. Nr. 5454. Jestetten. (Erbschaft«, einw »isung.) Da in der mit diesseitiger Veriügnng vom 25. Juni l. I., Nr. 4338. gesetzten Frist keine Einsprache erfolgt ist, so wird die Wittwe des Konrad Ofterdinger, Kreszentia Jehle zu Bühl, in Besitz und Gewähr der Bcrlafsenschast ihre» verstorbenen Ehemannes eingewiesen. Jestettm, den 15. August 1867. Großh. bad. Amtsgericht. Füller. Z.r.879. Nr.7810. Lenzingen. (Verlas- senschaftSeinweisung.) Nachdem aus diesseitige Aufforderung vom 25. Juni l. I., Nr. 6214 , eine Einsprache dahier nicht vorgetragen worden ist, wird die Wittwe des Maurer» Laver Fab er von Riegel, Josefa, geborne W c b e r, in Basel in Besitz und Gewähr der Berlassenschaft ihre» Ehemannes hiermit eingewiesin. Kenzingen, dm 16. August 1867. Großh. bad. Amtsgericht. Farenschon. Z.r.861. Nr. 7989. Baden. (Erbeinwei- sun g.) Nachdem innerhalb der mit diesseitiger Aufforderung vom 4. v. M., Nr. 6535, gesetzten Frist keinerlei Einsprachen erhoben worden find, wird die Valentin Reiß Wittwe, Susann», geb. Jung, von Haueneberstein in Besitz und Gewähr der Verlaffen- schast ihre« verstorbenen Ehemannes eingewiesen. Baden, den 12. August 1867. Großh. bad. Amtsgericht. I. A. d. R. : Schmitt. Z.r880. Nr. 5794. GerlachSheim. (Ver- lajsenschattSeinweisung.) Auf di« Aufforderung vom 9. v. M., Nr. 4902, wurde keine Eur- sprache erhoben, weßhaib Jakob Schwab von Unter- witiighausen in Besitz und Gewähr der Verlasscnschalt der Barbara Schwab eingewiesin wird. GerlachSheim, den 17. August 1867. Großh. bad. Amtsgericht. E ch D ü 1). Zx.885. Nr. 4852. Philippsburg. (Ver- lassenschaftSeinweisung.) Unter Bezug auf die diesseitige Verfügung vom 26. Juni d. I., Nr. 3695 wird nunmehr di« Wittwe de« j- Johann Rudelitz, Justin», geb. Netscher, von Dhilipps- burg, in Besch »nd Gewähr Le- Nachlasse« ihre« Ehemannes eing wiesen. PhilippSLurg, den 16. August 1867. Großh. bad. Amtsgericht. H i m m e l s p a ch. Streckfuß. Z.z.709. Nr. 7545. Schwetzingen. (Schul- denliquidativn.) Schuhmacher Michael Bran- d el von Hockrnheim, seit 8 Jahren in GamShurst im Amt Achern wohnhaft, will mit Weid und Kind nach Amerika auSwandern und hat um Erlaubniß hiezu nachgesucht. Etwaige Gläubiger desselben werden hievon benachrichtigt, mit dem Anfügen, daß sie sich binnen 14 Tagen entweder außergerichtlich mit ihrem Schuldner abzufinden oder ihre Ansprüche an denselben vor Gericht zu wahren haben, da nach Ablauf dieser Frist der Reisepaß an denselben auSgesolgt wird. Schwetzingen, den 14. August 1867. Großh. bad. Bezirksamt. G r o s ch. Zr.864. Eberdach. (Erbvorladung.) Schreiner Johann Philipp Kinzler von hier — im Jahr 1849 nach Amerika verreist und seitdem vermißt — wird zur TestamrntSerLffnung, Vermögensaufnahme und ErbtheilungSverhandlung auf Ableben seine« Vaters Jakob Kinzler, Schreiner von hier, auf Samstag den 16. November l. I., Morgens 8 Uhr, in die Kanzlei de« nnterseriigtm Beamten hier zur Geltendmachung seiner Erbansprüche mit dem Bedeuten vorgeladen, daß, wenn er nicht erscheine, die Erbschaft Denen werde zugetheilt werden, welchen sie zukäme , wenn der Vorgeladen« zur Zeit de» Erbanfall« nicht mehr am Leben gewesen wäre. Eberbach, den 3. August 1867. Großh. Notar E i e r m a n n. Z.r.833. Nr. 255. Freiburg. (Erbvor» laoung.) Zur Erbschaft de« ledigen Ludwig Pfister von Merzhausen sind zunächst seine Halbge- schwistcr Katharina Burgert, 34 Jahre alt, Franz La ver Burgert. 30 Jahre alt, Joses B u r g e r t, 26 Jahre alt, Ferdinand Bürgert, 24 Jahre alt. Alle von Merzhausen, welche vermißt werden, berufen. Dieselben und nach ihnen die weiteren, vom Gesetz zur Erbschaft berufenen Verwandten werden in dieser Ordnung zu den ErbtheilungSverbandlungen mit dem Bedeuten öffentlich vorgeladen, daß, wenn sie binnen 3 Monaten nicht erscheinen, die Erbschaft Denen werde zugetheilt werden, welchen sie zukäme, wenn die Vorgeladenen zur Zeit des Erbansall» nicht mehr am Leben gewesen wären. Freiburg, den 19. August 1867. Der Notar L. Messy. Z,r.866. Gaggenau. (Oeffentliche Vorlad ung.) Die Kinder der verstorbenen Ehefrau de» Schuhmachers Ludwig Jäckel, Maria Antonia, geb. Futterer, von Rothensel», Namens Maria Josefa, Arnalre und Rosa Jäckel, und die Avollonia Füttere«, ledig, von dort, welche sämmtlich „ach Nordamerika auSgewandert find und deren Aufenchalt dahier nicht bekannt ist, werden zur Vermögensaufnahme und zu den TheilungSverhandlungen aus Ableben ihrer Großmutter und resp. Mutter, der Sebastian FStierer'« Wittwe, Margaretha, geb. Rudolf, von RothmfelS mit Frist von drei Monate», von heute an, unter dem Bedeuten vorgeladen, daß, wenn sie nicht erscheinen, die Erbschaft Denen zuge. »heilt werden wird, welchen sie zukäme, wenn sie, die Vorgeladenrn, zur Zeit de« ErbanfallS nicht mehr gelebt hätten. Eaggmau, den 17. August 1867. Der großh. Notar des Distrikte« Rothensel«: K i e f f e r. Z.r.896. U.Nr.27. Mahlburg. (Erbvor- ladung.) Ludwig Wilhelm Müller, Magdalena Müller und Luise Christine Müller, sämmtlich volljährig, von HagSfeld, welch« sich vor mehreren Jahren nach Nordamerika begeben haben, sind zur Erbschaft ihres Bruders, deS ledig verstorbenen Ta- peziergehilftrr August Friedrich Müller von HagSfeld, beruf:«, ihr Aufenthaltsort aber unbekannt. Dieselben oder ihre etwaigen Rechtsnachfolger werden aufgefordert, innerhalb drei Monaten zur TheilunaSverbandlung und Empfangnahme de« Vermögen« sich dahier anzmnelden, widrigenfalls di« Erbschaft lediglich Denjenigen würde zugetheilt werden , welchen sie zukäme, wenn die Vorgeladenrn zur Zeit de« ErbanfallS nicht mehr am Leben gewesen wären. Mühlburg, den 18. August 1867. Großh. Notar M a t h o S. Z.k897. U.Nr. R6. Mühlburg. (Erbvorladung.) Wilhelm Mauz, volljährig, von Blankenloch , welcher vor mehreren Jahre» flüchtig gegangen ist, ist zur Erbschaft seines Vater«, de« verstorbenen LandwinhS und Wittwers Wilhelm Mauz von Blankenloch, berufen, sein Auscmhalt aber unbekannt. Derselbe oder seine etwaigen Rechtsnachfolger werden hiemit aufgefordert, binnen drei Monaten zur TbnlungSverhandlung und Empfangnahme des Vermögens sich dahier anzumelden, widrigenfalls die Erbschaft lediglich Denjenigen würde zugetheilt werden , welchen sie zukäme, wenn der Vorgeladene zur Zeit de« ErbanfallS nicht mehr gelebt hätte. Mühlburg, den 15. August 1667. Großh. Notar M a t h o S. Z.k.874. Schwarzach. ( Erbvsrladung.) In der Berlaffcnschastssache aus Ableben der Ghesrau drs Sebastian Kohr von Weitenung, Maria Anna, geborne Friedmann, ist deren Sohn Franz Kohr von da an unbekannten Orten in Amerika abwesend. Derselbe oder dessen Nachkommen werden anmit aufgefordert, sich binnen drei Monaten zu den TheilungSverhandlungen anzumelden, ansonst die Erbschaft lediglich Denjenigen zugewiesin würde, denen sie zukäme, wenn die Vvrgeladenen beim Erb- ansall nicht mehr am Leben gewesen wären. Schwarzach, den 17. August 1867. Der großh. Notar Goublaire. Z.r.875. Schwarzach. (Erbvorladung.) In der VerlassenschaftStheilunz auf Ableben der ledigen Rnfina Bahlinger von Greffern sind deren Verwandte, nämlich die Halbschwester Maria Anna Bahlinger und die Schwestertochter Auguste Fried mann, beide von Greffern, zur Erbschaft berufen. Denn Aufenthalt ist unbekannt, und werden dieselben oder ihre Nachkommen anmit ausgefordert, sich binnen drei Monaten zur Inventur und Theilung anzumclden, widrigenfalls die Erbschaft ledialich Denen zufällt, welchen sie zukäme, wenn die Vorgeladenrn beim Erbansall nicht mehr am Leben gewesen wären. Schwarzach, den 17. August 1867. Goublaire, Großh. Notar. Z.r.835. Nr. 5100. Gernsbach. (Aufforderung.) Der 42 Jahre alte Taglöhner und Müller Konrad Gräser von Malsch ist eines durch Entwendung einer silbernen Uhrcnkettc, im Werth von etwa 2 fl, zum Nachtheil des Leopold Im er von Hörden am 19. November v. I. verübten gemeinen DicbstablS «»geschuldigt. Derselbe wird ausgcsor- dert, sich binnen 4 Wochen bei diesseitigem Amtsgericht zu stellen, indem sonst nach dem Ergebniß der Untersuchung Las Erkenntniß würde gefällt werden. Zugleich werden die Behörden ersucht, den Angeschuldigten im BetretungSsall festzunchme» und anher einzuliesern. Gernsbach, den 14. August 1867. Großh. bad. Amtsgericht. Fr. Malleb rein. vckt. Lutz. Z.r.894. B.Nr. 3331. Durlach. (Aufforderung und Fahndung.) Der wegen Insubordination in Untersuchung stehende Jäger Karl Friedrich Dahlhoser von Langensteinbach h»t sich der Untersuchung durch die Flucht entzogen, ist nun der Insubordination und Desertion angeschuldigt, und wird hiermit aufgefordert, sich binnen 3 Wochen zu stellen, indem sonst das Erkenntniß nach dem Ergebniß der UntersuLung gefällt werden wird. Die betreffenden Behörden werden ersucht, auf Jäger Dahlhoser fahnden und ihn im BetretungSsall anher einliefern zu lasse». Durlach, den 20. August 1667. Der Bataillons-Kommandant: Sacks, Oberstlieut. Z.r.867. B.Nr. 4305. Rastatt. (Aussorde- rung.) Füsilier Andrea« gehrend ach von Seelbach, Amt Lahr, welcher wegen Kameradendiebstah!« und erster Desertion diesseits in Untersuchung steht, hat sich derselben durch die Flucht entzogen. Derselbe wird hiermit aufgefordert, sich binnen vier Wochen bei dem Unterzeichneten Kommando zu stellen, widrigenfalls nach Lage der Akten erkannt würde. Rastalt, den 18. August 1867. Das großh. Kommando des 2ten Füsilier-Bataillons. Der Bataillons-Kommandant Bauer, Obcrstlt. Z.r.895. Rastatt. (Urtheil.) In Untersu- LungSsachen gegen den Soldaten im großh. 4. Infanterieregiment Prinz Wilhelm, Konrad Nuß bau >7. er von Waldprechtsweier, Amt« Rastatt, wegen erschwerten gemeinen Diebstahls und erster einfacher Desertion, wird auf gepflogene Verhandlung durch Standgericht zu Recht erkannt: .Soldat Konrad Nußbaumer von Waldprechtsweier sei der mittelst Einsteigm« verübten Entwendung eines KronenthalerS zum Nachtheil des Ferdinand Maurer von Walhprecht« weier, und damit eine« gemeinen Diebstahls unter dem Erschwerungsgrund de» 8 385 Zifs. 11 S1.G.B., sowie deS ersten Rückfall« in ein gleichartige« Vergehen, ferner der ersten einfachen Desertion für schuldig zu erklären, und deßhalb, unter Verfällung in die Kosten de« Strafverfahren« und UrtheilSvollzugS, nebst der Ersatzverbindlichkeit von 2 fl. 58 kr. an Ferdinand Maurer von Waldprechtsweier, zu eiuer abwechselnd bei Daffer und Brod, nebst 3x6-Madigem Krummschließen geschäriten Dunkelarreststrase von achtzehn Tagen, sowie zu einer Strafkapitulation von acht Jahren zu verurtheilen." V. R. W. Dessen zur Urkunde wurde vorstehende« Urtheil doppelt auSgeferiigt, von dem Präses und dem Auditor unterzeichnet und mit dem AuditoratSsiegel versehen. So geschehen Rastatt, den 10. August 1867. (ge,.) Maas, (gez.) ». Rrichlin, Haupt« arm. ^ Auditor. Nr. 3423. Vorstehende« Urtheil wird hiermit zur Verkündigung und zum Vollzug bestätigt. Karlsruhe, den 14. August 1367. Der Kommandirendr de» großh. Armeekorps: (gez.) Wilhelm, Prinz von Baden, Glt. 4. Z.R.Nr. 5470. Vorstehendes Urtheil wirb hiermit dem flüchtige« Angeklagten a«f diesem Weg« eröffnet. Rastatt, den 20. August 1867. Das Kommando des großh. 4. Infanterieregiment« Prinz Wilhelm. Der Regiments-Kommandant: Bayer, Oberst. Z.r 898. Nr. 5103. Gernsbach. (Borla- düng.) I. U. S. «egen SoldatPaul Behling er van Freiolsheim wegen Desertion. Wird Tagsahrt zur Hauptverhandlung anberaumt auf Mittwoch den 25. September, Vormittags 9 Uhr, und wirb hiezu der Angeschuldigte untw dem Androhen vorgeladen, daß im Falle seines Ausbleibens da» U» tbeil nach dem Ergebnisse der Uiteisuchung würde gefällt werden. Gernsbach, den 16. August 1867. Großh. bad. Amtsgericht. Fr. Mallebrein. v«lt. Lutz. Z.r.892. Nr. 8813. Bvrberg. (Vorladung.) Grenadier Ambros Wagner von Affamstadt wird zur Verhandlung über die gegen ihn erhobene Anklage wegen Desertion auf Freitag den 20. September, früh 9 Uhr. mit dem Ansügen vorgeladen, daß bei seinem Ausbleiben das Erkenntniß nach dem Ergebniß der Untersuchung gefällt würde. Bvrberg, den 17. August 1867. Großh. bad. Amtsgericht. Bauer. Burkard. Z.r.890. Nr. 7785. TauberbischosSheim. (Vorladung.) I. U. S. gegen Wilbelm Albrecht von Weikerstcttcn, Gemeinde Königheim, wegen Desertion. Beschluß. Wird Tagfahrt zur Hauptverhandlung auf Dienstag den 17. September l. I., früh8Uhr, angeordnet, und bierzu der Beschuldigte mit dem Bedrohen dazu vorg-.laden, daß im Falle seine» Ausbleibens da» Unheil nach dem Ergebniß der Untersuchung gefällt werde. TauberbischosSheim, den 9. August 1867. Großh. bad. Amtsgericht. B u l ft e r. Z.r.869. Nr. 5708. Meßkirch. (Urtheil.) I. U. S. gegen Grenadier Meinrad Beck von Bie- tingm wegen Desertion. Wird auf gepflogen« Verhandlung zu Recht erkannt: Grenadier Meinrad Beck von Bietinge» sei der Desertion für schuldig zu erklären, und deß- balb in «ine Geldstrafe von 1200 fl. zu Verfällen und habe die Kosten de» Strafprozeffe« zn trogen. V. R. W. So geschehen Meßkirch, den 1. August 1367. Großh. bad. Amtsgericht. P f a f f. Zr.832. Nr. 19,920. Freiburg. (Urtheil.) I. U. S. gegen Adolf Jung von Freiburg wegen Desertion wird zu Recht erkannt: Adolf Jung von Freiburg, Soldat im grvhh. 3. Infanterieregiment, sei der Desertion für schuldig zu erklären, und zu einer Geldstrafe von 1200 sl., unter Verfällung desselben in die Unlersuchungskoften, zu verurtheilen. B. R. W. Dies wird dem flüchtigen Nngeschuldigten hier« i t verkündet. Freiburg, den 13. August 1667. Grotzb. bad. Amtsgericht. G a l u r a. Nachstehende« Urtheil — Grenadier Josef Kuhn von Oetigheim s der Desertion für schuldig zu erklären, und i eine Geldstrafe von 1200 st., sowie in die Kt sten de» Dersahren» zu verurtheilen — wird dem Angeklagten hiermit verkündet. Rastatt, den 16. August 1867. Großh. bad. Amtsgericht. Stein. Z.r.847. Nr. 5866. Pfullendorf. (Bekannt, machung.) Kaufmann Mathias Mannhardl von hier wurde unterm Heutigen als Agent der AuS- wand»ung--tzauplagk»tur von E. Etsenbard in Mannheim für den diesseitigen Amtsbezirk bestätigt. Pfullendorf, den t 3. August 1867. Großh. bad. Bezirksamt. Kaiser. Keller. Druck und Verlag der G. Braun'schen Hosbuchdruckerri.