«ilage zu Nr. 17S der Karlsruher Zeitung. Mittwoch, SL. Juli L8VT ^ Deutschland. ^Berlin 27. Juli. (Nat.-Z.) Endlich am 16. Juli hat ^ Oberkirchenrath auf die Beschwerde des Predigers nr Lisco vom 7. März über den von dem Konsistorium Provinz Brandenburg ihm ertheilten Verweis wegen bekannten Vortrages über das apostol. Glaubensbekenntnis Beschluß gefaßt. - Das Aktenstück des Ober- ttrckenrachs welches die Unterschrift des Oberkonsistonal- ratbs Or. Stahn trägt, nimmt dadurch allerdings noch «eUr als schon der Konsistorialbescheio vom 23. Februar ..tban batte, den Charakter einer schulmeisterlichen Abkanzelung an. Die „Protest. Kirch.-Ztg." theilt sowohl die gisco'sche Rekursbeschwerde wie den Erlaß des Oberkirchenraths darauf ihrem ganzen Wortlaute nach mit; wir begnügen uns, die Schlußsätze des letztem wiederzugeben. Dieselben lauten: Demnach erscheint es gerechtfertigt: die Verfügung des königl. Konsistoriums vom 23. Febr. er. dabin aufrecht zu erhalten, daß Ihnen wegen des durch Haltung und Veröffentlichung Ihres Vortrages über das apostol. Glaubensbekenntniß bewiejcnen unvorsichtigen, zu Mißverständnissen und Aergerniß Anlaß gcbendm Verhaltens ein ernster Verweis zu ertheilen ist. suiten-Frage sicherlich in befriedigendem Sinne zu lösen geeignet sein werde. Einen weiteren Anlaß zu Aussehen gibt die unerwartet frühe Abreise Audrassy's von seinem Landsitze Terebes, welche die Einen mit noch bevorstehenden und demnächst unter Vorsitz des Kaisers abzuhaltenden Schlußberathungen über das gemeinsame Budget, die Anderen mit der Begegnung des Kaisers und des Deutschen Kronprinzen in Verbindung bringen. — Vorgestern fand eine Sitzung im Landesvertheidigungs-Ministe- rium unter Vorsitz des Erzherzogs Rainer statt. Wie gemeldet wird, sollen betreffs der zur Waffenübunz der Landwehr einzuberufenden Infanterie-Offiziere endgiltige Beschlüsse gefaßt worden sein. Italien. Rom, 25. Juli. (A. Z.) Ein gewisser Hr. Jacques, Franzose, ehemaliger Benediktinermönch, jetzt Korrespondent verschiedener französ. klerikaler Blätter, ist in Rom verhaftet worden, weil er mehrere Stunden bevor das Attentat gegen den König Amadeo gemacht worden ist, auf dem Telegraphenbureau angefragt hatte, ob Nachrichten über ein Attentat gegen König Amadeo angekommen seien. Er ist einem langen Verhör unterworfen worden, man weiß aber nichts über den Ausgang desselben. Dtin schließen wir noch ein weiteres Wort an Sic an. Wir haben mit Befriedigung wahrgenommen, mit welchem Eifer Sie sich der Arbeit der Bekämpfung der Unstttlichkeit in Berlin mit unterzogen haben. Dies bestimmt uns zu der herzlichen Ermahnung, Ihre Gaben und Kräfte hinfort lieber solchen nothwcndigen Arbeiten der christlichen Liebe zuzuwenden, Ms Dingen, die nur Zank und Streit gebären, aber nicht Frucht schaffen, sondern Mißtrauen wecken, Gemein- schaftsbande lockern und die nachhaltige Kraft für das gemeinsame Werk schwächen. Seitens der Behörden haben Sie bisher keinen Druck in Beziehung auf Bekcnntniß und Lehre zu erfahren gehabt, und die berechtigte evangelische Lehrfreiheit wird bei uns stets nicht weniger ihren Schutz finden, als der Glaube, auf dem die evangelische Kirche ruht. Darum, statt mit Dem, was Sie „den edeln Rost der Jahrhunderte" an unfern Glaubensbekenntnissen als menschlichen Werken nennen, sich mäkelnd zu bemühen, arbeiten Sie in Freude ,n dem edeln Metall derselben und in Hingebung Ihrer ganzen Kraft vertrauensvoll mit allen Denen zusammen, welche, wenn auch in großer Mannigfaltigkeit des Geistes, von der großen schweren Aufgabe der Kirche in dieser unserer Lage, zumal .in dieser großen Stadt durchdrungen und bemüht sind, die heilenden Mächte de« Evangeliums der Gesellschaft, die ihrer so sehr bedarf, zu Gute kommen zu lassen. Das sind die Werke des Friedens und würdigen Wetteifers, die Verheißung haben. Zu ihrem Segen gehört auch txsi, getrennte Brüder, entzweite Geister zu gegenseitiger Verständigung und Hochachtung gelangen zu lassen. Berlin, den 16. Juli 1872. Evang. Oberkirchenrath. In Vertretung: Stahn. Die Ansprüche deutscher Eisenbahnverwaltungen für Verwendung des Betriebsmaterials wahrend des deutsch- französtschen Krieges wurden auf 1,850,000 Thlr. angegeben. In einer in Berlin abgehaltenen Generalkonferenz wurde die geschäftsführende Direktion ermächtigt, mit dem Reichskanzler-Amt ein Abkommen dahin zu treffen, daß die Eisenbahn-Verwaltungen des Deutschen Reichs an Stelle der liquidirten Forderungen ein Pauschquantum von 500,000 Thlr. erhalten, und daß diese Summe unter den liquidiren- den Verwaltungen nach Verhältniß der bis jetzt eingegangenen bez. angemeldeten Liquidate vertheilt werde. Oesierreichische Monarchie. Isl; .Wien, 27. Juli. Der Kaiser Wilhelm hat dem Vernehmen nach für sich und den Kronprinzen den bestimmten Wunsch ausgesprochen, in Salzburg oder Gastein den Grafen Andrassy in der Begleitung seines kaiserlichen Herrn zu finden. Wien, 27. Juli. (N. Fr. Pr.) Unser Minister des AeuH e rn ist in jüngster Zeit gegen seine sonstige geräuschlose Daseinsform der Gegenstand sehr häufiger öffentlicher Besprechungen geworden. Zuerst war es die Jesuiten-Frage, mit deren Erörterung sein Name alsbald aus das Innigste verflochten wurde, eine Verbindung, aus welcher ihn, wie es scheint, zunächst der Einwand mangelnder Kompetenz befreien soll. Auch in der letzten Nummer des „Pesth. Lloyd" wird diese Einwendung zum Schutze Andrassy's von einem offiziösen Korrespondenten erhoben, welcher nebenbei aus die bevorstehende Einbringung der konfessionellen Gesetze im Reichsrathe verweist, unter denen das Gesetz über die Einrichtung und Stellung der religiösen Orden die JeBadlfche Chronik. ^ Dur lach, 28. Juli. Die frohen Aussichten und Hoffnungen, unter deren Einfluß ich Ihnen meine letzten Berichte gesendet, haben sich, kaum erwacht, bereits wieder etwas getrübt, und ich habe abermals die lleberzeugung gewonnen, daß man hier zu Land mehr als bescheiden in seinen Ansprüchen sein muß, um nicht allzu sanguinisch in seinen Erwartungen zu werden. Der Ankauf des Geländes für die Dampf-Ziegelbrennerei stößt auf Schwierigkeiten, welche von den Grundeigenthümern ausgehen, indem diese, die Gelegenheit ausbeutend, für den sonst durchschnittlich kaum 200 fl. Kapitalwerth darstellenden Morgen Wiesen 800 bis 1200 fl. verlangen und so, das allgemeine Wohl dem eigenen Vortheil unterordnend, die Unternehmer leicht bestimmen könnten, das Geschäft einer andern Stadt zuzuwenden, deren Bürger ohne Zweifel mehr Sinn für das Wohl der Gesammlheit zeigen werden. Unser Schulhaus-Bau, der in dem besten Zug schien, uns endlich ein vollkommen zweckmäßiges und zugleich zur würdigen Zierde der Stadt dienendes Gebäude in Aussicht zu stellen, scheint an der gleichen Klippe scheitern oder doch nicht das werden zu wollen, was man zu erwarten berechtigt war. Uebermäßige Forderungen einerseits, ängstliche, möglicher Weise sogar von Privatsympathien und Antipathien nicht ganz freie Sparsamkeit könnten wohl die Folge haben, daß der gehoffte stattliche Neubau in klägliche Flickerei und den schwachen Versuch eines angehängten Neubaues an unsere Töchterschule aus- licse. Hoffen wir von dem gesunden Sinne der Bürgerschaft, daß er Mittel und Wege finden werde, die Sache im Interesse der Stadt dennoch auf eine würdige Weise zu Ende zu führen. Der dritte Punkt, die endliche Beseitigung des unsere Hauptstraße entstellenden 'Speichergebäudes, soll ebenfalls ins Stocken ge- rathen sein. Einsender hat von scheinbar kompetenter Stelle vernommen, es handle sich darum, die in dem hiesigen Gebäude befindlichen, 30 Jahre lang aufzubewahrenden Rechnungen und Akten anderswo, etwa in dem frei werdenden Seminar in Ettlingen, untcrzubringen und dann das Durlacher Gebäude auf Abbruch an die Gemeinde oder eine Privat-Baugesellschaft abzugeben, unter der Bedingung, daß der Käufer für Verbringung und Aufstellung der Akten an ihren neuen Bestimmungsort zu sorgen hätte. Dabei soll aber das Ettlinger Seminar« gebäude von der Militärverwaltung bereits, für andere Zwecke ins Auge gefaßt fein. Es find nun dem Einsender, auch von anderer Seite angeregt, die Fragen aufgestiegrn, ob eS denn so unumgänglich nöthig ist, die fraglichen Akten sämmtlich 30 Jahre lang aufzuheben» und ob cs unmöglich ist, dieselben etwa nach Landestheilen, nach Kreisen vertheilt, auszustellen. Warum sollen die Rechnungen der Domänenverwaltuug, Obereinnehmereien, Steuererheber rc. nicht eben so gut in den Kreisoder Amtsstädten sich aufbewahren lassen, wo sich, wir erinnern beispielsweise an das Amthaus in Kork, noch kolossale Räume leerstehend vorfindend Dadurch würden nur etwa für die Generalakten der oberen Finanzstellen Räumlichkeiten nothwendig, und diese 'sollten sich doch wohl in Karlsruhe finden lassen. Wäre aber unser Speicher- gebäude geräumt, so würde wohl der Verkauf aus Abbruch wenig Schwierigkeiten mehr bieten und bei mäßiger Forderung von Seiten des Staates sogar noch ein Geschäft durch den Verkauf der so gut gelegenen Bauplätze gemacht werden. Und wenn dabei auch nicht gerade 5 und 6 Prozente erwachsen würden, so wäre nach unserer Ansicht selbst bei geringerem Zinserträgniß die Stadt in der Lage, eine solche Kapitalanlage zu machen, welche, wenn auch nicht direkt Zinsen tragend, doch in anderer Richtung der Allgemeinheit, sowie dem Einzelnen reichliche Zinsen tragen, unberechenbare Vortheile für Hebung der Gewerbe aller Art bringen und so den Entschluß der Gemeindebehörde zum bleibenden Segen für die Stadt und deren Zukunft machen müßte. — Der Fall von Konstanz. Historischer Roman in 3 Bänden von Otto Müller. Leipzig, E. I. Günther, „lieber diese» neueste Werk des allbekannten trefflichen Novellisten bringt die „Konst. Ztg." aus der kompetenten Feder des Hrn. Ludw. Leiner eine sehr anerkennende Besprechung, der' wir Folgendes entnehmen: „Otto Müller'» „Fall von Konstanz" führt uns Bilder unsere» Städteleben» au» dem 16. Jahrhundert in durch lokale Einzelheiten besonder» packender Weise in liebenswürdiger und wahrer Schilderung von Stadt und Volk vor. Die charakterfesten, großartig angelegten Gestalten jener Zeiten ans unserer städtischen Geschichte, die im Kampfe mit eine« übermächtigen, falschen und hinterlistigen Feinde, unter fanatisirten Menschen, verlassen von Freunden, erst rühmlich siegen, endlich aber kampfesmüde erliegen, um den Boden vorzubereiten, aus dem ein kün» tiges kräftiges Konstanz wieder erstehen kann, sind so lebenSfrisch, so konstanzijch wahr geschildert, daß es jedem Eingeborenen scheinen muß, er wäre unter Verwandten und sein Mitgenoffe ihm schon darum lieb« Die Miltelgestalt des Romanes ist das heldenhafte Konstanz, da» nach Sieg und teuflisch vorbereitetem Fall in seinem Unglück noch die Keime künftiger Größe in sich trägt. Auch erdichtete Personm und Zwischenfälle, welche scharf bezeichnend Parteigruppirungen und Aktionen uns nahe führen, sind so nett und lokalwahr eingewebt, daß sie die treu-historischen Schilderungen einzelner Personen und durch Schrift und Tradition uns erhaltener Momente im Lebm jener wildbewrgten Tage nur erhöhen. Otto Müller hat uns in seinem „Fall von Konstanz" ein Buch gegeben, das belehrend Alle unterhalten wird, denen die Geschichte unserer lieben Vaterstadt nicht gleichgiltig ist, ein Buch, in dem die reifere Jugend sich erbauen und in edeln Eharakterzügen seiner Hauptfiguren erheben, wie durch Verabscheuung geschilderter Schlechtigkeit heimtückisch kämpfender Mächte bessern kann. Er hat uns ein Buch gegeben, das trotz lebendiger Darstellung dortmal« kämpfender Parteien nie verletzt und das Ideal-Edle und Schöne durch Parteinahme nie trübt. So möge das Buch dazu beitragen, die Geschichte von Konstanz in weiteren Kreisen bekannt zu machen, die Einheimischen i» die Vorkommnisse jener wichtigen Jahre sinnend zu vertiefen und die Zahl Derer zu mehren, die sich geloben, aus dem trotz all' den auf Konstanz seinerzeit eingestürmten tückischen Gewaltthaten und verwirrenden Verhältnissen noch kräftig dastehenden Kern, wenn auch in anderer Form denn früher, ein geachtetes, schöne», wahre» Konstanz wieder zu schaffen." vermischte Nachrichten. — München, 27. Juli. (A. Z.) Die Tage der Säkular- feier der hiesigen Universität nahen nun heran und das Fest- komite hat dm größtm Theil seiner mannigfachen und schwierigen Geschäfte vollendet. Alle Anzeichen lasten erkennen, daß sich die Huldigung, welche der Lima mster zur Erinnerung an eine 600jährige Vergangenheit dargebracht werden soll, zu einer äußerst großartigen gestaltet. Auch Se. Maj. der König wird die Festfeiec verherrlichen und insbesondere beim Fackelzug anwesend sein. Die entferntesten Stätten der Wissenschaft, wie Edinburg, Oxford, Chrifiiania, Lund u. s. w. schicken ihre Vertreter, vor Allem aber wird es die früheren Münchener Studenten hieherziehen, welche ja neben dem Hauptfeste ein Fest der Erinnerung an die eigene Jugend feiern werden. Verantwortlicher Redakteur: vr. I. Herrn. Kroenlein. Die Gartenlaube. Nr. 29. Inhalt: Die Diamantm der Großmutter. Erzählung von Levin Schücking. (Schluß.) — Ein Mar- schall der Presse. Mit Mar Friedländer's Portrait. — Meine Kindheit. Von Gottfried Kinkel. (Geschrieben Winter 1849—50 im Ge» fängniß zu Naugardt.) II. — Des Reiches „erster" Baumeister. Von I. H Mit Ludwig Bohnstedt's Portrait und zwei Abbildungen: Das Portal des deutschen Parlamentsgebäudes; — Hauptfapade de» deutschen Parlamentsgebäudes. Entwurf von Ludwig Bohnstedt. — Blätter und Blüthen: „Gerstäckcr ist da!" Von Theodor Müller. — Die Wahrheit von der Kanderner Affaire. — Nicht» Neue» unter der Sonne., — Lehren de« Jesuitismus. — Oskar Pletsch. — Zur Nachricht. Nr. 30. Inhalt: Eine Leidenschaft. Erzählung von C. Werber. — Wild-, Wald- und Waidmannsbilder. Nr. 35. Der Panther Europa'-. Mit Abbildung: Der Luchs auf dem Rechwechsel. Originalzeichnung von Guido Hammer. — Das deutsche Damasku». — Ein Tag des Kaiser». Von Georg Hom. — Erinnerungen au« alter Zeit. 1. Ein Tag mit Göthe auf der Dorfkirchweih. Von A. Schweitzer. — Blätter und Blüthen: Maler und Sportsman. Mit Abbildung : Die Treppenfahrt de» Grasen Sandor in Ofen. Nach dem Originalbilde von G. Prestcl. — Gerstäcker'S ethnographische Sammlung. — Für die Ueberschwemmten in Böhmen. — Stein-Feier. Mt Abbildung : Denkmal für Freiherrn von Stein bei Nassau. Nach einer Photographie. Melle-Antrag. Von der Verwaltungsbehörde einer größeren Städte Batzens wird eine lüchi Arbeitskraft gesucht, welche größere Ä »rbeitungen aller An selbständig auszuf Nn befähigt ist. Die Besetzung dieser Stelle dürfte int ledere auch für junge Männer der Jus oder Verwallungs-Earriere von Werth st wache durch die ihnen gebotene Vielsei »tt der Beschäftigung Gelegenheit fin werden, mannichfache Erfahrungen zu so die sur ihren späteren Wirkung«! "Üblichen Nutzen versprechen. sDnsürdiese Stelle zu bewilligende' da» w,rd dm Leistungen entsprechend r mm werden. wollen unter der Beze mmg 8. zz. hei der Expedition diese« B t« eingereicht «erden. M.601.3 Agent-Gesuch. M.731.2. Für ein Champagnerbaus ersten Ranges wird für Karlsruhe und Umgegend rin tüchtiger Agent gesucht. Offerten befördert die Expedition dieses Blattes unter X. I. PP 3. _ Heiraths-Gesuch. Ein seit elf Jahren sich im Auslande befindender Deutscher (Ingenieur), 36 Jahre .alt, feit 5 Jahren in einer der ersten Fabriken Frankreichs thatig, sucht eine Lebensgefährtin. Gute Familie und Bildung ist Hauptsache. Vermögen nicht unbedingt erforderlich, jedoch dem auf der andern Seite befindlichen von 40—60,000 fl. entsprechend gewünscht. Adressen mit Einlage der Photographie befördert sud CüoUkrv K. 8. SSS die Annoncen- Erpedition von ck VvU- Ivr In» 8tr»8»kri»rjz I. L. Ii8. Bekanntschaft kann eventuell wäh- rmd der Saison gemacht werden. M.717.2. SE" Epilepsie (Fallsucht, Krämpfe) ourch ein seir lO Jahren bewähric' nicht Medizin. Universal - Gesnnvheitsmittel binnen kurzer Zeit radikal zu heilen. HcrauSgegeden vom Erfinder Fr. Ä. Cluante, Inhaber der chemischen Fabrik zu Warcndorf in Westfalen", welche gleichzeitig zahlreiche, lheus amtlich rou- statirte» rrsp. «tzlich erhärtete Atteste u. LanksagungSschretben von glückt. Geheilten au» allen fünf Welttheilm enthält, wird aus direkte Francs-Bestellungen vom Herausgeber gralis-franco versandt. M.729.2. Straß bürg. Submission. Für die hiesigen Garnison-Anstalten sollen im Wege der öffentlichen Submission verschiedene Utensilien von Holz, Eisen, Blech rc. — veranschlagt zu 13,677 Thlr. 18 Sgr. 6 Pfg. — in Lieferung gegeben werden. Hierzu ist ein Termin auf Freitag tzeu 2. Angast tz. IS.» Vormittags 9 Uhr, im Bureau der Garnison-Verwaltung Schiffieutstraße Nr. 11 anberaumt, zu welchem qualifizirte Unternehmer mit dem Bemerken eingeladen werden, daß die Offerten bi» zu dem genannten Termine schriftlich und versiegelt mit der Aufschrift „Submissions-Offerte auf Lieferung von Utensilien" im Bureau der Garnison-Verwaltung ab- zuaeben find. Zeichnung und Beschreibung der Utensilien, sowie die Submisfion-bedingungm liegen zur Einsicht au». Rachgebote bleiben unberücksichtigt Straßburg, den 25. Juli 1872. Kaiserliche Garnison-Verwaltung. i M.48I.4. Baden. Wohnung zu vermie- Fltpn , 3n der Nähe der Stadt Badm m sehr schöner Lage ist eine Woh- nu-g, zweiter Stock, sogleich zu vermiethen. Dieselbe besteht au« 1 Salon. 4 Zimmern, Mansarde, Küche, Waschküche rc., und wird je nach Verlangen meudlirt oder unmeu- blirt mit oder ohne Garten abgegeben. Nähens bei «hr. Schäfer» Hirschstraße S in Baden. * Amt Säckingen. ' Gemeinde Laufeitburg. " wesentliche Mahnung rnr Erneuerung von Grund- und Unterpfandbuchs-Einträgen. . . ^^. - HM nvrdk» dt» iu naLstthendem Verzeichnisse genannten Gläubiger oder deren Rechtsnachfolger ausgefordert, echS Monaten erneuern zu lassen, widrigensallS die Einträge nach Art. 4 de« erwähnt«. Auf Grund de« Gesetze« vom 5. Juni 1860 (Regierungsblatt Nr. 30) werden die Vorzugs- und UnterpfandSrechteu, wenn solche noch Giltigkeit haben, binnen NL54. Laufenburg, di« bezetchneten Einträge von R.chtsg^nd'd» in nachstehendem Verzeichnisse angegebenen Forderung.», w.lche in da« U.,.--vsandsbt.^ Unt-rpfandSr-cht-n. und der R.cht«grund der in da. Grundbuch eingetragenen Forderungen in dem gesetzlichen Vorzugsrecht des Verkäufers^ sofern nicht bei einzelnen Einträgen etwa« Andere« bemerkt ist. Laufenburg, den 29. Februar 1872. Der Berrinigung«-Ko«rmifsSr: Da« Pfandgericht: S M L r , ' Ed. H a a s.Bürqermeister. De« Eintrag« Datum. 7. Sept.1832 16. März 1833 20. Nov. - 26. Febr. 1834 15. Juni - 2. Juli - 2. Jan. 1835 30. März 1836 4. Mai > 23. März 1837 1. April - 24. Jan. 1821 4. Nov. 1836 29. Nov. » 15. April 1837 1b. Sept. - 27. Sept. - 14. Dez. « 21. Sept. 1839 22. März 1840 10. Juli - 1. Okt. . Seite. >94- 199 200 - 201 205- 8 13 307- 313 1-2 28. Okt. Namen, Ltand und Wohnort des Schuldners und seiner Rechtsnachfolger. Namen, Stand und Wohnort de« Gläubiger« und seiner Rechtsnachfolger. 3« Grundbuch Band I. Stadtraih Michael Trautweiler vor Großlaufet bürg Joses Probst, Gemcindcrath dahier Johann Brülsche z. Sternen dahier Anton Haas, Altbürzermeister hier Michael Trautweilir, Färber hier Kaspar Maier h'er Franz Josef Dietsche von Rheinselden Maria Anna Haas, Laufenburg Karl Joses Brentano bürg Remigiu« Schäfer geb. Egg, von von Lausen Adolf Häzenier, Uhrmacher von Lau- s »bürg Laver Mathias, ckingen Apotheker in S8- Johann Brutsche, Sternenwirth hier (wie Pos. 3) Anton Schäfer, Schneider hier Llois Ebner, Bäcker dahier Mathia« Böhm z. Pfauen dahier Andreas Schäfer hier 58 ft Die Ga-nmasse des SaleS Haas jum von Lautenburg Dieselbe Landburg'sche Erben in Säckingen mit. 880 st. Jselc Jscle in Basel . . 1562 ft Ignaz Keser z. Pfauen in Großlaufenburg . . . Llois Folgers S.ilei« Ganrmass von da Llois Jchle von Binzzm Nikolaus Tiöndle von hier Joses Egg'sche Gantmafse von hier Dieselbe do. Die Gantmafse des Sales Han« jung von da Eduard Keller, Apotheker. Eheleute in Freidurg hiervon verwiesen wie folgt: 1. an Laver MathiaS'jche Kinder in Säckingen mit . 5000 fl 2. an Frau Wittwe Dob- ler Keller in Freiburg . 2200 fl. 3. an Geigt in Basel . 1200 fl. 8400 st. Ignaz K'sers Eheleute z. Pfauen m Gr. Laufenburg Franz Anton Bleler« Eiben hier Dieselben do. Remigus Schäfer von hier > Nachtrag zum Gruudbuch Theil I. Theresia Mo.rdacher hier /Crescentia und Fridolin» Haa« von 1 hier zum Grundbuch Theil II. Josef Prvbst.hier Melchior Fröhlich« Erben von hier Anton Haas'sche VerlafsenschaftS- Masse dahier hievon verwiesen an: Augustin Kuhül Kausschill. 367 fl 4ggesche Gantmafse. do. 275 fl Aiois Folgersche Gant. do. ? Johann Brutsche Sternenwirth« Gantmasse hier Im «ruudbuch Theil II. Magdalena Hierholz-r , Ehefrau dt« Fridar« Laver Haas, Papiecfabrikant hier Mathias Böhm von Gcoßlanfenburg Fidel Küblcc von hier Anton Schäfer, Schneider dahier Anton Bächle, Schuster von Binzgen Josef Probst dahier Baptist Rotz, F-scher von da Fra-iz Joses Bläut-, Gerber dahier Baptist Spie«, Schlosst«, und seine Ehefrau Veronika Massa von hier Franz Josef Haas dahier Betrag der Forderung fl. 8105 1810 2500 863 130 11 2500 1200 327 Rest 1064 152 13158 2500 200 400 300 800 100 4880 1800 355 Johann HaaS'jche Gantmafse von hier. Laver Fröhlich 6 Erben von da Adolf Hügenie Erben von Kleinlau- ferrburg Anton Schäfer von hier — abwesend Johann Schäfer« Erben hier KonraL Länder Erben von Lut tingen Wittwe Notz'jche Erben von da Dieselben F. Jpses Bläulcs Erben von Klein- laufen'ourg F. Joses Brentano von Großlausen bürg F. Joses Stork von da Mathias Böhms Erben von Groß- laufenburg Johann HaaS Mutters Eheleute von da und deren Erben (unter 1 — 7) verwiesen an: ». Bischofs, Bischofs Hierommus in Basel.. NM fl, d. der Rest an folgend« Erben: mit . 10000 fl 1. Ignaz Prodsts Ehefrau,, Issest,e, geb. HaaS, und deren E, den: a. Bertha Wieser. Ehsfrau des Dr, Wieser in Friesenheim o. Stefanie Rapp, Ehefrau des vr Rapp in Amerika 2. Maria Haas, Wittwe des Laver Haa« in Semblois, Kanlo: ? 850 92 176 140 184 45S 250 201 164 650 465 16000 kr. De« Eintrags Datum. 6. Okt. 184i 12. Okt. 13. Juni 1832 16. Febr. 1833 23. Febr. - 17. Sept. - 21. Sept. - 93-4 100 2-3 11 1834 5. Nov. 8. Jan. 13. Juni 2. Juni 24. Sept. - 2. Äez. » 26. Jan. 1836 2. Febr. - 9. April -> 31. Mai . 4. Okt. - 23. März 1837 29. März - 7. Juni - 10. Aug. - 21. Mai 1839 25. Mai - 14. Jan. 1841 9. April > 14. Jan. - 26. Mai - 8. Juni » 6. Okt. - 2l. Dez. ° Serie Josef Erstng von hier oder Säckingen Adolf Hugenin, Uhrenmacher hier 22 25 32- 4. Nov. 1834 2. Aug. 1839 13. Juni 1834 5. Juli 1841 92 102 - 103 114 120 - 1 l59- 160 161 200 210 - 211 201 219 220 - 1 227 57 144 241- Namen, Stand und Wohnort des Schuldner« und seiner Rechtsnachfolger. N men, Stand und Wohnort de« Gläubiger» und seiner Rechtsnachfolger. 3. Theresia Haa« Wittwe, und Ehefrau de« Johann Baptist Zürne in Großlaufenburg 4 s Steinhauermrister« Kamani« Kb., A. Maria, geb. Haa«, von Mailand d, Hermann Haa« unbekannt c. Emma Haas, Ehefrau de« Stein- Hauer Ferrer unbekannt rc. pc. Johann Brutsche, Sternenwirth, und seine Ehefrau Crescentia Schneider von hier, und deren Erben Franz Josef Haas'sche Erbe« von da Im Psandlmch Theil II. Barlholomä Stolz'sche Ehel. von hier Zoller Laver Maier« Ehefrau, geb Herb von hier Laver Haas, Papierfabrikant hier Franz Herb, Apotheker hier Peter Metzger Hammerschmied, und seine Ehefrau, Theresia, geb. Lau der hier Anton Haas hier, Al-bürgermeister Barlholomä Stolz, Bäcker hier Anton Schäfer hier Franz Josef Dietsche Erben Rheinfeld Johann Haas'sche Ehefrau, M. Anna, geb. Egg, von da Karl Joses Brentano von da Remigiu« Schäfer von da Sternenwirth Brutsche hier 78—9 Johann HaaS, Altrathschreiber, al« Bürg Fr, Franz Sales Haa« von da HAltbürgermeister Egg« Gantmafse hier, verwiesen an: 1. Remigius Schäfer 1064 fl. 2. Bürgermeister Haas 20 fl. 40 kr. Stadtpsarrer Sale« Schmidt dahier Anton Bleile« Erbt» von hier Zoller Laver Maier« Ehefrau, geb Herb, und deren Erben von hier Zosefine, Tochter de« Franz Herb alt, und best,»Ehefrau, geb. Gillmann, von hier Ehistof und Johann Bischofs von Basel, resp. deren Kinder berogt durch Peter Rihner von Basel Alm« FolgerS Gantmafse allda KegierundSrath Brusterls Erben in Freiburg Nikolaus und Eoa Tröndle« Erben von hier (1000 fl.) Josef Egg'sche Ganlmasse dahier Dieselbe do. (an 655 fl.) Rest do. Franz Josef Leo von Säckingen al« Erb des Amtmann Leo Josef Leo von Säckingen Bürgermeister Wenk von Basel Johann Haa«, Altstadtrechner hier Jakob Kuhn, Schreiner hier Bürgermeister Haas von da Mathias Böhm jung z. Pfauen in Großlaufenburg Sternenwirth Brutschi von hier Crescentia u. Friedolina HaaS v. hier Sternenwirth Biutsche von da Alois Folger« Eheleute von da Anton Oschger, Metzger hier Sternenwirth Johann Brutsche von da Derselbe Franz Joses Maier und seine Ehefrau, Crescentia, geb. Haas, von da Johann Brutsche von da Derselbe Josef Erstng und seine Ehefrau Ro stna Weizncr von Säckingen Sternenwirth Joh. Brutsche von da Betrag der Förden«, Karl Leos Kinder von Säckingen Sreisrevisor Hausers Erben von Freiburg Ottilia Falker« Erben von da Franz Anton Bleule« Erben hier Handelsmann Kunzer« Erben in Lreibutg Amon Haas'sche Erben Louis Rikardet in Malier- Travers Lav-r Frölichs Erben, Hammerschmieds von da Handelsmann Brentano Erben, O-- kar Brentano und Laura Brentano Weinhändler Benedikt Zentners Er den von Freiburg Karl Josts Brentano von hier, bezögt. drsstn Erben OSkar und Laura Brentano Franz Laver Maiers 4 eheliche Kin der von da Weinhändler Anton Schwab in Frei burg Barthvlmä Stolz'sche Erben dahier Johann Brutsche von da Obrist Müller- Relikten in Basel Nachtrag wegen Unzustellbarkeit. s. Im Psandbnch Theil 11. Sternenwirth Brutsche von da Weinhändler Friedlich DäubleS Erben in Lörrach Joh. Nepomuk Trautweiler Müller Josef, Anton, Karoline Trautweiler« Vormund Erben von Kteinlaufenburg 3« SkNNdbnch Theil 1. fl. Anton Schäfer von da 88-9 Laver Haa» von Kleinlaufenbudg Bürgerliche MechtHpflege verscholl coheitL-Berfstzren. N.30I. Nr. 13,423. Rastair. Mit Bezug auf die diesseitige ösjentttche Aufforderung vom 10. Jaiii v. I , Nr- 6471, wird erkannt: Gabriel Müller von Oberweier wird für verschollen erklärt und sein Vermögen dem mulhmaßlichm Erben in fürsorglichen Besitz übergeben. Rastatt, den 18. Juli 1872. Sroßh, bad. Amtsgericht. Waag. Erboarl»»»»^.. N.270. Feudenheim. Johann Noe von Sandhofen ist nach Amerika ausgewandert und besten Aufenthalt unbekannt, Derselbe wird zur Vcrlassenschafls- vcrhandlung seiner Mutter, der am 11. Februar 1872 verstorbenen Polizeibiener Lorenz Noe's Wittwe, Kalhaiina, geborene Schwab von Sandhosen, mit Frist von3 Monaten unter dem Beifügen »«durch öffentlich vor- gcladen, daß, wenn er sich innerhalb dieser Zeit nicht anmclden oder Nachricht von sich geben sollte, der mütterliche Nachlaß allein Denen zustehen würde, welchen solcher zugrthlilt werden würde, wenn er, der Vorgeladme, zur Zeit de» Erbanfalls nicht mehr am Leben gewesen wäre. Feudenheim, den 22. Juli 1872. Der Großh. Notar. A. Henninge r. N.297. Gutach. Johann Blum von Gutach, Sohn des dortigen Hoftrauern Johannes Blum, wohnhaft in Sulzbüch, ist zur Erbschaft seiner verstorbene, .Mutter ^ Maria Nlum, geb. Spathelf, mitberufen; da der gegenwärtige Aufenthaltsort des Johann Blum, welcher sich vor mehreren Jahren nach Amerika begeben hat, in seiner HeimathS- gemeinde Gutach unbekannt ist, so wird derselbe mit Frist von drei Monaten zur Verlassenschafstheilung vorgeladen, entweder persönlich zu erscheinen, oder einen Bevollmächtigten zu ernennen, andernfalls derselbe bei der Erbtheilung unberücksichtigt bleiben, sein Erbtheil den Miterhen zugewiesen, und so getheilt würde, wie ob der Vorgeladene zur Zeit de- Erbanfalls nicht mehr am Leben gewesen und ohne eheliche Nachkommen verstorben wäre. Wolfach, den 24. Juli 1872. Der Großh. Notar L a't t n e r. N.171.3. Karlsruhe. Dem Koch Friedrich Wolsmüller von Karlsruhe ist aus Ableben leincS Vaters, de- Leib- kutschers J-kob Wolsmüller, ein Vermögen von 75 fl. 34 kr. angefallen. Da sein gegenwärtiger Aufenthaltsort dahier nicht bekannt ist, so wird derselbe ausgefordert, sich binnen 3 Monaten zur Empfangnahme seines Erbtheils dahier zu mttden, indem dieser so»st lediglich Denjenigen zugewtesen würde, welchen «zu- NikolauS Tcöndles Eiben und 130 Jakob Oeschger Falgen Erben 820 Wittwe Ursula Rüscher von Großlau- 50 fenburg_ käme, wenn der Vorgeladene zur Elbanfalls gar nicht mehr am Leben gE 7450 950 164 350 414 1100 2500 863 175 180 2500 1200 327 1064 474 13k 1084 150 174 223 79 m.4i Zinse 300 255 1SOO 355 66 60 48 188 111 124 400 372 7450 2S7K 483 320 702S A sen wäre. Karlsruhe, den 17. Juli 1872. Großh. Notar Grimmer. Handelsregister-Et-trii». N.225. Nr. 5914. lleberlina'»- Heute wurde in- Firmenregister sub Och 94 eingetragen : Cölestin Lorenz, Handel«, von Allheim, verehelicht mit W ziska Brunner. Dieselben laut Urtbeil vom 27. Februar ln Bermögensabsonderuag. Ueberlingen, den 17. Juli 1872. Großh. bab. Amtsgericht Büchner. Truck und kZrrkag der Ä. Brau «'scheu Hvsbuchhruckerr,