Karlsruher Zeitung. Freitag, 7. Marz s« Vorausbezahlung: vierteljährlich 2 fl.; durch die Post im Gebiete der deutschen Postverwaltung, Briefträgergebühr eingeschloffen, 2 fl. 7 lr. EinrückungSgebühr: die gespaltene Petitzeile oder deren Raum 6 kr. Briefe und Gelder frei. Expedition: Karl-Friedrichs-Straße Nr. 14, woselbst auch die Anzeigen in Empfang genommen werden. 1873 - .,'i? Telegramme. ft Berlin, 5. März. Abgeordnetenhaus. Auf die Interpellation deS Abg. Donaties über die Maßregeln gegen den eventuellen Ausbruch der amerikanischen Pferdcseuche erklärt der Minister für die landwirthsch. Angelegenheiten: Die Regierung und das Reichskanzler-Amt hätten die Angelegenheit seit dem Entstehen der Krankheit verfolgt; die gleiche Influenza, welche zu Anfang des Jahrhunderts in Deutschland aufgetreten sei, erscheine jetzt. Ausnahmemaßregeln für Preußen halte die Regierung nicht für angezeigt, da nicht ohne Einvernehmen mit England, Frankreich, Dänemark und den Niederlanden vorgegangen werden könne. Damit ist die Interpellation erledigt. Bei der ersten Berathung des Gesetzentwurfes über die Erhöhung der Diäten der Abgeordneten sprachen v. Wedell, v. Gottberg, v. d. Goltz und v Kardorff gegen, Berger, v. Saucken (Tarputschen), Windhorst (Meppen) für die Vorlage. Nach Schluß der Generaldiskussion wurde der Antrag Wedells auf Beibehaltung des seitherigen Diäten- satzeS von 3 Thalern in namentlicher Abstimmung mit 206 gegen 116 Stimmen abgelehnt und die Geschcsvorlagc dann ohne Debatte in zweiter Berathung angenommen. Der Gesetzentwurf über die Diäten und Reisekosten der Staatsbeamten wurde in zweiter Berathung nach den KommisssvnSanträgen angenommen. Die erste und zweite Berathung des Gesetzentwurfs über das Grundbuchwesen im Jahdegebiete wurde ohne Debatte genehmigt. Die Berathung des Staatshaushalts-Etats findet in einer heutigen Abendsitzung statt. ft Berlin, 5. März. Die „Nord. Allg. Ztg." bespricht die Kabinetsordrc vom 1. Marz und sagt: Das Zurückgehen auf die Zeit Friedrich Wichelm lll. sei auch auf den Gebieten der Handelspolitik und des Verhältnisses zwischen Staat und Kirche eine Nothwendigkeil gewesen, um dort in die später verlassene Bahn des Freihandels und hier in die der Wahrung der Rechtebes Staates wieder einzulenken. Die Kabinetsordre, indem sie in die Vergangenheit zurückgreife, um den jetzigen Uebelständen abzuhelfen, deute eben so bestimmt in die Zukunft. Ihre Worte „bis auf Weiteres" eröffnen die Perspektive der vom Könige beschlossenen Fortentwickelung. Die Kabinetsordre sei der erste Schritt, demselben werden andere folgen. Eine gesetzliche Regulirung sei unausbleiblich, vor Allem durch die Reichs-Gesetzgebung. Sie glaube nicht fehl zu gehen, wenn sie zunächst ins Auge fasse: eine Reichs-Beschwerde-Jnstanz und Reichs-Aufsichtsbehörde für das Eisenbahn-Wesen, aus administrativen und richterlichen Elementen zusammengesetzt, und einen angesehenen VcrwaltungSgerichtshof, dessen Verhandlungen öffentlich seien, und wobei auch das Eisenbahn-Konzessionswesen Halt und Korrektiv finde. Die Landcsgesctzgcbung habe ebenfalls Aufgaben als: die Bestimmung des Antheils der Provinzialinstanzen und die Durchführnn-g der Ocffentlich- keit durch alle Stadien. Die „Nordd. Allg. Ztg." schließt: „Zurückgreifend auf das Gute der alten Zeit, bricht das Königswort vom 1. März die Bahn für eine bessere Zukunft." -j- Leipzig, 5. März. Der Ausschuß des deutschen Buchdruckervereins erließ, da der Strike fortbestehe, es also bei der Kündigung zu verbleiben habe, über die Ausführung der Kündigung an die Verbandsgehilfen für den 8. März eine neue Bekanntmachung. Die Tarifkommission des Buchdrucker-Vereins beschloß den der Generalversammlung vorzulegenden Normaltari f auf die Alph a- betrechnung zu bastren, als Grundposition für 1000 Buchstaben Fraktur und Antiqua 30 Pfennige Reichsmünze zu normiren und Lokalaufschläge vorzubehalten. -ff Washington, 5. März. Die Jnauguralbotschaft des Präsidenten Grant zur neuerlichen Präsidentschaftsübernahme sagt: Er weroe an der Hand vierjähriger Erfahrung die Gesetze zum Besten des Landes weiter handhaben. In seiner ersten Verwaltnngsperiode habe es gegolten, in Folge der großen Revolution die Eintracht herzustellen, den Handel und die Künste des Friedens zu heben. Er glaube, daß die zivilistrte Welt der republikanischen Verfassung zustrebe, und sei darin die amerikanische Union ein Leuchlftcrn für die klebrigen. Die territoriale Vergrößerung werde seiner Ansicht nach eine Verminderung des Heeres zur Folge haben. Die Sklaven seien durch den Bürgerkrieg emanzipirt, besäßen aber noch nicht die Staatsbürgerrechtc. Diese Ungerechtigkeit sei zu beseitigen. Grant wirs seine Bemühungen, die verschiedenen Landestheile auszusöhnen, das Papiergeld und das Gold ins Gleichgewicht zu bringen, den Handel und die Fabriken zu heben, die freundschaftlichen Beziehungen mir den fremden Mächten ausrecht- zuerhrlten und die Indianer zu zivilistren, fortsetzen. Er häit den Vernichtungskrieg gegen letztere für den Fall für nvthwendig, daß die zunächst ins Auge zu fassende Anstrengung, die Indianer zu zivilistren, erfolglos bliebe. Der Präsident erwähnt (wie bereits angedeutet) des alten Vorschlags, Domingo mit der Union zu vereinigen, was seiner Ansicht nach für beide Theile vorlheilhafk sein würde. Er glaube, bei dem gewaltigen Aufschwünge auf allen Gebieten, daß Gott die Welt für eine einzige Nation bestimmt habe, welche eine Sprache rede und der Armeen und Flotten nicht bedürfe. — Der Präsident dankt schließlich für die hohe Ehre der Wiederwahl. Deutschland. « Straßburg, 5. März. Der Weggang des Bezirkspräsidenten Grafen Eulen bürg von Metz wird in den mit den Verhältnissen vertrauten Kreisen dahier ernstlich bedauert. Davon, daß das heutige Deutsch Lothringen gewiß nicht den ungünstigst zu quaiifizirenden von den drci Bezirken des ReichslandeS darstellt, fallt auf Graf Eulen- burg's Wirken ein ehrender Antheil. Von dem neuen Verwaltungschef des Bezirks Lothringen, bisherigen Landraths v. Arnim-Boytzenburg, verlautet zunächst, daß ihm große Glücksgüter zu Gebote stehen, womit sich, wie zu hoffen, auch die übrigen, für diese bedeutende Stelle unentbehrlichen Eigenschaften verbinden werden. — Aus Schlettstadt wird gemeldet, daß vorgestern endlich eine Kompagnie Infanterie auf Requisition des Bezirkspräfidiums in der Wundergegend von Gereuth (Kcüth, früher auch NeufboiS) erschienen ist, um, wenn noch möglich, dem Schwindel mit den Madonna-Erscheinungen einmal ein Ende zu machen. Mit der Gewissenlosigkeit der Einwohner von Gereuth im Bunde, die das „Wunder" immer heftiger ausbeuten lernten, hätte sich ohne energisches Einschreiten schließlich noch ein zweiter Lourdes Humbug im Elsaß entwickelt. Das hiesige Ordinariat steht immerfort auf der Lauer, der Spekulation entweder seinen Stempel aufzudrücken, oder, bei zweifelhaften Aussichten auf Erfolg, dasselbe zu desavouiren. x Straßbrug, 6. März. Der Sekretariatsassistent Kannegießer war der Tabaksmanufaktur nicht zugerhellt. (So wirb uns von befugter Seite zur Berichtigung einer Notiz in unserm gestr. Blatte telegraphisch mitgctheilt.) st Stuttgart, 5. Marz. Nach den bisherigen Nachrichten über die ReichstagS-Wahl im zweiten Wahlkreis ist der Prof.. Mack (Ludwigsburg) dem Exminister Barnbüler gegenüber beträchtlich im Vorsprung. Der Oberregierungsrath Gärtner ist mit dem Titel,Kabinetsrath definitiv zum Vorstand des königl. Kabinets ernannt. Wegen der Krankheit der Königin-Mutter werden am morgigen Geburtstage des Königs nur beschränkte Festlichkeiten statt- finden. Die nächste Kammersitzung findet Dienstag statt. Auf der Tagesordnung steht das RetablissementSgejetz. München, 4. März. (Sftw. M.) Zu den früher mit- getheilten endgiltigen Beschlüssen dcr Kommission für die Neuuniformirung der bayrischen Armee, welche auf Beibehaltung der hellblauen Nockfarbe, aber sonstige Annahme der Adjustirung der übrigen 16 deutschen Armeekorps hinausliefen, sind beim König von dem Generalinspektor des Heeres und der Festungen, dem Prinzen Luitpold, Revisionen eingereicht worden, welche natürlich einen streng partikularistischen Charakter tragen. Der König hat nun das gesammte Material vem Kriegsminister Frhrn. v. Prankh persönlich zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen. Darnach steht zu erwarten, daß diese lange schwebende Frage lediglich nach militärischen Zweckmäßigkeits- rückstchtm, d. h. im Sinne der Gleichförmigkeit werde entschieden werden. — Als Professor für orientalische Sprachen und Exegese an der theologischen Fakultät der hiesigen Universität (an Stelle Haneberg's) ist nunmehr der Privatdozent und Hofprediger l)r. Schön selber vorgeschlagen und vom König auch ernannt worden. Nachdem Professor vr. Himpel in Tübingen aus Ablehnung der an ihn ergangenen Berufung verharrte, mußte man sich wohl zu diesem Auskunftsmittel bequemen. Gotha, 4. März. In der Sitzung des Landtags vom 1. d. M. stellte der Abg. Staatsanwalt Morchutt folgenden Antrag: Der Landtag wolle an die herzogl. SlaalSregürung das Ersuchen richien: ». Dem Landtage einen Gesetzentwurf oorzulegm, wonach das Einkommen aus dem Kapital, welche« hypothekarisch in Staats« oder anderen Werthpapieren, in gewerblichen, kommerziellen oder sonstigen Gewinn bringenden Untcrnehmungeir angelegt ist, einem höheren Prozentsatz der Besteuerung unterzogen we>de, als das Einkommen au« der Arbeit und aus dem bereits mit der Grundsteuer belegten Grundbesitz; d. bei Ausstellung dieses Gesetzentwurfs in Erwägung zu ziehen, durch welche Maßregeln, ob namentlich durch FasfionSzwang in Verbindung mir hohen Defrauda- tionSstrafen das der Besteuerung uni erliegende Kapital mit größerer Sicherheit als bisher ermittelt werde; e. diesen Gesetzentwurf binnen solcher Zeit vorzulegen, daß die Besteuerung des erwähnten Kapitalvermögens mit dem erhöhten Prozentsatz bereits mit dem 1. Juli d. I. eintreten könne, und daß durch dieselbe mindestens theilweise die Deckung des zu erwartenden Defizits im Staatshaushalte möglis- s Rrdtr dt» OM». (Fortsetzung au» Nr. 51.) Sie haben den Oheim ganz richtig bcnriheilt, wenn Sie da« glauben sagte Marie. .Ucberredcn oder gar zwingen wird er mich nie; allein Sie bedenken nicht, wie hart e« für mich ist, ihm, der mich mit Liede überschüttet, jeden meiner Wünsche erfüllt de» eisten Wunsch, um besten Erfüllung er mich bittet, abschla- gen zu müssen. O wie leide ich, wenn de» Oheim« Auge, da« sonst stet» so liebevoll blickte, jetzt oft mit stummem Vorwurf auf mir ruht l Und nicht mir allein hat er schon so viel Liebe erwiesen,' Hub sie nach kurzem Schweige« wieder an, .sondern auch meinen Angehörigen. die e« ihm nicht so lohnen, wi: sie sollten, da« heißt di- Mama, die Schwestern und leider auch mein Bruder. Der Papa erkennt eS an, »a« er an Onkel William hat, er verdankt ihm die Erhaltung des väterlichen Stammsitzes, der verschuldet war. In letzter Zeit hat sich der Oheim nun mit meinem Baker überworfen wegen einiger tollen, allerdings nicht zu entschuldigenden Streiche meine» Bruder» — wissen Sie — jene« Studenten, de» Sie bei mir am Bahnhose sahen und von dem mir der Abschied so schwer fiel. Wir beide haben un« seit der frühesten Kindheit unendlich lieb und ich machte schon oft die Vermittlerin, wenn d.r gute, aber leichtsinnige Alfred Spielschulden gemacht hatte, und bat um da« Geld zur Bezahlung derselben beim Oheim. Sie könne» sich wohl denken, wie schwer mich da« ankam, aber für den Bruder ist mir kein Opfer zu groß, ich könnte da» Le- ben für ihn lasten. In letzter Zeit hat der Bruder — obgleich er da« «hienwort gegeben hatte, keine Karte mehr au,»rühren — dm- noch wieder gespielt und mm hat der Oheim, der dem Vater di« Schuld daran gibt, «eil er seinen Sohn nicht bester beausfichtigt, erklärt, daß jede Verbindung zwischen ihm und meinem Elternhaus« auf- höre und mir mit aller Entschiedenheit, mit dem Verluste seiner Liebe hrohtnd, Verholen, nie mehr eine Bitte an ihn zu richten, hie meine« Bruder betrifft. Der Oheim wäre sicherlich nicht so hart ausgetreten, wenn er nicht durch meine Unsüggsamkeit gereizt wäre. Ich muß mir nun noch zu dem Kummer, den ich wegen Stoke habe, den bitteren, nagenden Vorwurf machen, die Schuld an der Entzweiung meine» Vaters und meines Oheims zu tragen." Während Marie ihre Familirnverhältniffe also schilderte und mit sichtlicher Beruhigung ihr Leid dem Freunde anvertraule, waren sie an einen runden Platz, an «inen Aushau in einem Buchen walde gelangt. Schelmisch lächelnd nahm Marie den Hut ab, strich die Locken au« dem erhitzten Gesichte und sagte: .Wir sind zur Stelle. Das ist mrin kleines Eben!' Ihre Augen leuchteten von innerer Glückseligkeit, wie durch Zauber war aller Kummer von den lieblichen Zügen weggcwischt und mit reizender Verbeugung forderte sie Eugen auf, sich auf einer MooSbank neben der Gebieterin dieses Edens niederzu- lassen. Eugen'« Auge ruhte voll Bewunderung auf der reizenden Gestalt de« Mädchen«. Er hatte »och nie so viel Liebreiz und holde Anmuth vereint gesehen und war wie trunken von den manichfaltig- sten Empfindungen — worunter die mächtigste, kaum zu bewältigende d i e war, vor Marie niederzufallen und ihr zu sagen, daß er sie liebe und an seiner Hand ungefährdet durch alle Stürme des Lebens führen wolle. Aber er ließ sich nicht von dem Drange seine« Herzen» hinreißen, sondern bezwang sich abermals und setzte sich äußerlich scheinbar ruhig neben Marie nieder. Jetzt e>st ließ er den Blick umher schweifen und mußte sich sagen, daß e« in Wahrheit ein Stück Eden »oll Duft und mährchenhasler Schönheit war, da« Marie sich zu ihrem Liebling«- Plätzchen erwählt hatte. Tiefe Waldeinsamkeit herrschte «eit umher und tiefer Schatten, der nur durch einzelne goldene Streiflichter unter- krochen wurde. E« war ein Traumwiakel, ein Asyl für Traurige, herrichte, ein Fleckchen Erd- für Glückliche. Jene» eigenthümliche Schweigen, da» von dem in eigener Fülle befriedigten »ulruhen der Natur zeugt. Kein Laut war vernehmbar — e« hatte den Anschein, al« ob selbst hie Bewohner her Lüste sich scheuten die hehre Stille diese« Orte« zu stören, der von einem so lieblichen Wesen besucht wurde. Sie saßen lange, lange in herzlichem Grplaudcr; Minuten und Stunden rauschten vorüber, die Beiden merkten e« nicht. Engen insbesondere hatte die Außenwelt vergessen und Mr. Stoke — e« war ihm, al« sei er allein mit Marie aus der weilen, weiten Welt. Er hätte immer so fitzen und dem süßen Plaudern de« jungen Mädchen« lauschen mögen, da« schließlich seine Reiseerlebnisse von dem Moment de« Abschiedes von Eugen bis zur Ankunft auf William«-Ruhe erzählte, während e» von dem Stamm der Buche, gegen die es gelehnt war, Epheublätter abriß und zu einem Kranze band, den >« sich, olS er fertig war, auf da« Haupt setzte. .So,' sagt- -« alsdann, .jetzt habe ich ein- Krone auf, jetzt bin ich eine rechte Königin und nun gebiete ich: lassen Sie un« heimgehen, lassen Sie »n« scheiden vom grünen, schönen Waldschloß — scheiden von Frieden und Frohsinn', fügte es leise, in wehmulhSoollem Tone hinzu, und erhob sich. Eugen folgte ohne Säumen dem Befehle,, konnte aber nicht umhin, zu bemerken, daß es erst 1 Uhr sei und die Herren ja nicht vor 5 Uhr heimkehrten. .Sie haben wieder recht, aber Sie bedenken auch wieder etwa« nicht: daß ich nämiich in diesem Kostüme nicht bei Tische erscheinen darf sondern noch Toilette machen muß. Vorher möchte ich Ihnen aber noch einen kleinen Imbiß vorsetzen, denn von der Lust und dem Plaudern wird man nicht satt — wissen Sie — der Magen will sein Recht haben und — wie würde Onk.l William zanken, wenn er erführe, daß wir Stunden lang in meinem Eden gesessen und da« zweite Frühstück vergessen haben.' (Fortsetzung folgt.) ft Hamburg, 5. März. Der .Börsenhalle' zufolge hat di« Direktion der Berlin Hamburger Eisenbahn für das verflossene Betriebsjahr bei dem Rezirruug«au«schussc «ine Dividende ron IS Prozent für die Aktien luttr. 4. »orgeschlagen. Werde; ck. zu demselben Zwecke Fürsorge dahin zu treffen, daß alsbald mit der Ermittelung begonnen werde, inwieweit da- bisher versteuerte Einkommen au- dem erwähnten Kapital, oder au- der Arbeit und aus dem der Grundsteuer unterliegenden Grundbefitz herrühre. (1 Berlin, 4. März. Se. Maj. der Kaiser und König hatte gestern Mittag (wie bereits telegraphisch gemeldet^ eine längere Konferenz mit dem Kultusminister vr. Fall, dem Präsidenten des evangelischen Oberkirchen- raths Geh. Rath Ilr. Herr mann, dem Generalsuperin- tenventen und Oberhofprediger Or. Hoffmann und dem Propst vr. Brückner. Wie verlautet, handelte es sich in dieser Konferenz um Vorträge und Erörterungen über die nächsten Schritte zur Anbahnung einer organischen und rechtlich selbständigen Verfassung der evangel. Kirche im preußischen Staate. Der Kultusminister legte bekanntlich in der Freitags-Sitzung des Abgeordnetenhauses die Grundzüge des von ihm beabsichtigten kirchlichen Verfassungsbaues dar. Namentlich hob derselbe hervor, zumal für die sechs östlichen Provinzen sei cs die erste Aufgabe, zu geordneten Provinzialsynvden zu gelangen. Um aber dem Gemeindeelement in den Provinzialsynoden einen kräftigen Ausdruck zu geben, bedürfe es vor Allem einer Umgestaltung der jetzigen Gemeinde-Kirchenräthc als des Fundaments der Kirchensynoden, aus welchen die Provinzialsynoden hervorzugehen haben. Zu dieser Umgestaltung der Gemeinde-Kirchenräthe, sowie zur Wahl der neuen Kreissynoden und zur Bildung der Provinzialsynvden soll nach den Aeußerungen des Ministers noch im laufenden Jahre geschritten werden, während die Konstituirung der General- oder Landessynode, deren Elemente aus den Provinzialsynoden gewonnen werden sollen, für daS nächste Jahr Vorbehalten bleibt. Der Feldmarschall Prinz Friedrich Karl, dessen am Sonntag erfolgte Abreise ich meldete, hat sich zunächst nach Hannover begeben, um das Militär-Reitinstitut zu besichtigen. Von dort reist derselbe zur Okkupationsarmee nach Frankreich und begibt sich dann zu Truppeninspizirungen nach Elsaß-Lothringen. Bekanntlich ist der Prinz Generalinspekteur der 3. Armee-Inspektion, zu deren Bereich das 8. (rheinische), das 14. (großh. badische) und das 15. (elsaß-lothringische) Armeekorps gehören. In letzterer Zeit beschäftigte sich das Staatsministerinm wiederholt mit der Frage wegen Aufhebung der Zei- tungS-Stempelsteuer. Das mehrfach erwähnte Skrutinialverfahren gegen den Wirkl. Geh. Ob.-Neg.-Rath Wagen er ist gestern mit der zweiten Vernehmung desselben zu Ende geführt worden. ES fragt sich nun, ob das Staatsministerium in den Ergebnissen dieser Vorermittelung Anlaß findet, ein förmliches Disziplinarverfahren gegen Hrn. Wagener einzuleiten. Die Berathungen der am 10. d. M. beginnenden Session des LandeS-OekonomiekollegiumS werden sich u. A. auf folgende Gegenstände beziehen: die obligatorische Einführung der Fortbildungs-Anstalten; die Beschleunigung des Ganges der GemeinheitS Theilungen; amtliche Maßnahmen zur Vertilgung der Feldmäuse; gesetzliche Maßregeln zur Bekämpfung der Lungenseuche, sowie der Maulund Klauenseuche. Berlin, 4. März. (Köln. Z.) In der heutigen Sitzung der Spezial-UntersuchungSkommission, welcher LaSker beiwohnte, wurden, wie verlautet, Beamte des Handelsministeriums über Konzessionsertheilung gehört. Die nächste Sitzung findet übermorgen statt. Berlin, 5. März. (A. Z.) Die Konferenzen über die Gerichtsorganisation wurden gestern geschlossen. Der Entwurf bleibt im Wesentlichen unverändert; bezüglich der Schöffengerichte wird nur die Betheiligung der Schöffen bei Aburtheilung von Verbrechen in Frage gestellt. — Es bestätigt sich, daß die Neichsregierung beabsichtigt, dem Reichstag einen Gesetzentwurf über die Führung der Zivil st andS-Regi st er vorzulegen. — Die Münzmeister verschiedener Bundesstaaten sind hierher berufen zur Begutachtung technischer Fragen bezüglich des Münzge - setzes. Berlin, 5. März. (A. Z.) Dem Vernehmen nach stellen die Vorbesprechungen mit der französischen Regierung über die RäumungSfrage eine baldige Verständigung über die Grundlage definitiver Verhandlungen in Aussicht. Die Gerüchte wegen einer beabsichtigten Versetzung des preußischen Gesandten in München sind unbegründet. Oesterreichische Monarchie. -sij- Wien, 4. März. Dem Vernehmen nach wurde die Mittheilung des neuesten spanischen Runds chreibenS mit der Erklärung entgegengenommen, daß daS österreichische Kabinet keine Veranlassung habe, die darin niedergelegten Prinzipien zu diskutirdn, daß- eS sich aber gern der Hoffnung hingebe, die Regierung der Republik werde im Stande sein, diejenigen Zusicherungen wahr zu halten, an deren Erfüllung schließlich jede staatliche und gesellschaftliche Ordnung ein Interesse habe. Schweiz. Genf, 2. März. (A. Z.) Pius IX. hat dem wegen seiner Widerspenstigkeit und Auflehnung gegen die bestehenden Gesetze polizeilich über die Grenze gebrachten und gegenwärtig in Ferner weilenden „Märtyrer* Mermillod nachstehende zwei TröstungS- und Ermunterungsschreiben zugehen lassen: 1) Ehrwürdiger Bruder, Heil und apostolischen Segen l Wirklich, ehrwürdiger Bruder, wir leben inmitten schwerer Zeiten, die noch schlimmere herbeisühren werden. Die Verfolgung, welch« in diesem Lande hier täglich zunimmt, bedroht auch die Schweiz mit einem surchtbaren Schisma, wenn Gott die geheimen Anschläge der Gottlosigkeit nicht zügelt. Wenn im Entstehen der Kirche den Bischöfen daS Martyrthum beständig folgte, wie der Schatten dem Körper, und damal« der Apostel glaubte: er wüste dm Wunsch, Bischof zu werden, gl« ein gutes Werk loben, so ist'« gewiß, daß auch du da- dir anvrr- traute Amt wie ein wahre- Gut schätzen mußt. Ja der That, weun auch das blutige Martyrthum deine Mission noch nicht bedroht, die Empörung der Geister bereitet dir ein weit schwierigere- und herbere- durch die Besorgniß, Angst und Dauer. Aber bedenke, auch die Apostel wurden wie Lämmer unter die Wölse geschickt, und die Verfolgung, welche deren Arbeiten, wie es schien, ganz fruchtlos machen und durch die Vergießung de» Blute» der Neubekehrten selbst vernichten sollte, diese Arbeiten wurden im Gegenrheil um so fruchtbarer, und die Verfolgung hals das Christenthum noch schneller verbreiten. Geh also auch du voran, ohne Furcht und mit einer edlen Unabhängigkeit; lehre dem dir anvertrauten Volk Alles zu beobachten, was dir befohlen wordkn ist; arbeite wie ein guter Christ; befleißige dich sorgfältig, die falschen Meinungen zu entfernen und nur noch enger zu ziehen die Bande der Einigkeit und Liebe. Derjenige, welcher seinen Jüngern versprochen hat, mit ihnen zu sein bi« ans Ende der Welt, wird auch mit dir alle Tage sein, er selbst wird endlich dem loSgcfesselten Winde gebieten und die bewegten Wellen besänftigen. Unsererseits erbitten wir für dich die Hilfe des Himmels, da» Uebeimaß der Gaben und Gnaden de« Allerhöchsten. Als Sicherheit dieser Gnaden und als Unterpfand unserer besorrdern Zuneigung ertheilen Wir vom Grund unseres Herzen« dir, ehrwürdiger Bruder, dem ganze» Klerus und dem deiner Sorge anvertrauten Volk de« apostolischen Segen. — Gegeben zu Rom beim heil. Petrus, 6. Februar 1873, im 27. Jahr nnserr« PorrtisikUS. PiuS IX., Papst. 2) Mein lieber Bruder in Christo Jesu l Ich schreibe Gegenwärtige» am Sonntag Seragefimä, und bewundere den Völkerlehrer, welcher in kurzen Zügen uns ein Bild seine» Leben» gibt, welches ein Gewebe von Trübsalen und von thätizem Eifer von Seite des heil. Apostels und von Stärkung und außerordentlichen Gnadenbczrugungen von Seite Gotte« ist. Diese» Beispiel vor Augen hast du es in der bestmöglichen Weis« nachgrahmt. Gott möge dir, ehrwürdiger Bruder, immerdar beistehen, ebenso der gejammte Episkopat und Millionen von geängftigten und unterdrückten, doch mit der Hilfe Gotte- niemals besiegten Katholiken. Ich segne dich von Herzen, ehrwürdiger Bruder, und da« ganze Volk, welche« du leitest, und welche« ich immer in meinen armen Gebeten dem Herrn anempsehle. — Au» dem Vati' kan>1873. Pius IX. Italien. Rom. Gegen die Mitte der Fastenzeit wird der Papst ein Konsistorium «rbhalten und für die letzten fünf italienischen Bischofssitze, welche noch erledigt sind, und für verschiedene Diözesen im Auslande Bischöfe ernennen. An Ernennung von Kardinalen ist, trotz aller Mahnungen der Diplomatie, noch gar nicht zu denken. Portugal. -j-j- Lissabon, 4. März. Die Deputirtenkammer nahm heute einen Gesetzentwurf über Abänderung gewisser Eingang«- und Ausfuhrzölle an und genehmigte in gehn- wer Sitzung einen Zusatzartikel zu dem Handelsvertrag mit Frankreich. Die Auslieferungsverträge mit Brasilien und mit Deutschland gelangten darauf gleichfalls zur Annahme. Badische Chronik. Dom Ausschuß» des badische« Städtetag», m. Inzwischen hatte Oberbürgermeister Lauter den Vorsitz einqr- nommen. Derselbe erklärt, daß er die Wahl in den BürgcrauSschuß nach Steuerklassen wünsche, und daß man sich bei vorliegender Arbeit möglichst eng an die bestehende Gemeindeordnung halten sollt-, damit der Unterschied zwischen Stadt und Land nicht allzu groß werde und man bei großh. Staatsregierung sicherer und rascher zum Ziele gelange, denn man müsse so schnell als möglich da« Nötigste erreichen, die Verantwortung der Gemeinderäthe der größer» Städte sei zu groß, al« daß dieselben diese Last länger zu tragen vermöchten. Oberbürgermeister Moll will von einer Verhandlung mit der Regierung Nichtwissen, man dürfe sich von derselben nicht beeinflussen lassen; die Ausgabe de» Städtetages sei: möglichst viel Material zu sammeln und solches der Regierung vorzulegen, sonst würde man weit hinter Dem Zurückbleiben, wa« man erstrebe. lieber den weiteren Antrag de« Bürgermeister« Stro meyer, nicht nur Badenern, sondern auch jedem sonst wählbaren Deutschen die Wahl in den Gemeinderath möglich zu machen, äußert sich Heidelberg, welche« verlangt, daß der Gewählte Badener werden müsse, wenn er in den Gemeinderath eintreten wolle. Freiburg findet in Strvmeyer'S Vorschlag nicht« Gefährliches. Baden spricht für die Land'Sangehöngkeit. Bei einer Abstimmung erklärten sich Konstanz, Freiburg. Lörrach und Bruchsal sür die Land-sangehSrig. keit, die andern 9 Städte dagegen. Der Antrag Heidelberg», daß der Gewählte nach der Wahl da» badische Staatsbürgerrecht er. worben haben müsse, wenn er in den Gemeinderath eintreten wolle, erhält hieraus die Zustimmung 'beider Parteien. E« ist somit Be- schluß: Einwohnergemeinde von Reichsangehörigen, 25 Lebensjahre zum aktiven und passiven Wahlrechte, Wählbarkeit der deutschen Nichtbadener in den Bürgerausschuß und in den Gemeinderath nach zwei Jahren Aufenthalt in der Gemeinde und in letzteren unter der Bor- aussetzung, daß der deutsche Nichtbadener nach der Wahl da« badische Staatsbürgerrecht erwirbt. Alt. V. (Städtesteuer, mäßig progressive Einkommensteuer, eventuell als ErgänzungSsteuer in dritter Reihe Zuzug der Kapital- und Klas- scnsteuer zur Grund-, Häuser- und Gewerbesteuer.) Bürgermeister Str 0 meyer stellt folgenden Antrag: Jede» Mitglied der Einwoh- nergemeinde hat für da» Jahr eine Personalsten« ,u entrichten, welche bei ledigen Personen nicht unter 1 fl., bei verheiratheten nicht unter 2 fl. betragen soll. Jene laufenden GemeiudeauSgaben, welche durch die Gemeindeeinkünste und durch die etwaige Verbrauchssteuer und die Personalsten» nicht gedeckt find, werden durch Umlage auf die Staatssteuer ausgebracht, d. h. die in ein» Gemeinde bezahlt- direkt« StaalS- steuer aller Gattungen bildet die Grundlage des Umlagefußes. Oberbürgermeister Roll vertheidigt den Mannheimer Vorschlag. Bürger- meister GauS (Baden) beantragt unter Vorlage einer schriftlichen Ausführung: daß der Staat die Erhebung aller Steuern den Gemeinden überlasse, von jeder Gemeinde die aus den Kops der Einwohnerzahl entfallende Durchschnittssteuer (etwa 8 Thaler) in ganzer Summerhebt und der Gemeinde anheimgibt, ihr Bedürsniß den sie betreffe», den Matrikularbeitrag nach gesetzlichen Normen umzulegen. Oberbürgermeister Schmidt (Pforzheim) wünscht de» Beizug der Kapiial- »nd Klaffensteuer schon im nächste» Jahre und ist mit der Zusatz- steuer einverstanden. Gemeinderath Kanzler (Bruchsal) empfiehlt den Antrag von Bürgermeister Gaus. Mannheim empfiehlt seine« Antrag, welcher der Mittelklasse besonder« günstig sei. Fride- r i ch (Durlach): Die gesammte direkte StaatSsteuer müsse die Grundlage der Gemeindesteuer bilden. Die Einkommensteuer, so wünschenS- werth und gerecht sie wäre, sei schwer durchzusühren, er könne sie deß- halb höchsten« als Zusatzsteuer gut heißen. Hiernit stimmt Gemeinde- rath MayS (Heidelberg) überein. Gemeinderath v. Feder (Man», heim) hebt h.rver, daß die Wahl der Gemeinde überlassen werden solle, welche der von dem Gesetze gestatteten Steuern sie eiusühren wolle. Gemeinderath Becker (Pforzheim): Man soll einstweilen di- Kapital- und Klassenstcuec bcizichen, bis die Einkommensteuer ringe- führt sei. Oberbürgermeister Schuster (Freibmg) würde cl« Norm Stromeyer's Antrag empfehlen, aber jeder Gemeinde die Wahl lassen, ganz oder theilweise zur Einkommensteuer zu greifen. Oberbürgermeister Lauter (KarlSruh-) empstehlt Anlehnung an die Sta 0 «. steuern, komme dann di- Staats-Einkommensteuer, so folge st- auch in die Gemeinden. (Es entspinnt sich eine kleine Besprechung über den Ausdruck »mäßig progressive Einkommensteuer, woran sich insbesondere Moll, Lauter und Frideiich bethciligen, der Ausdruck wird in Wegfall kommen.) Art. VI wird auf Antiaz de« Bürgermeister« Str « meyer auf eine zweite Sitzung des Städtetag-AuSschusseS von heutiger Tagesordnung abgesetzt, da e« bedenklich sei, ohne gehörige Vorbereitung sich über diesen Artikel schlüssig zu machen. Nachdem sich namentlich Oberbürgermeister Lauter und Gemeinderath MayS gegrn Einführung von Kommissionen de« BürgcrausschufseS erklärt hatten, wird Stiomcyee'S Antrag genehmigt und auch die Artikel V» und VlII auf nächste Sitzung ausgesetzt. Pforzheim, 4. März. (Pf. Beob.) In der letzten Bürg er- «usschuß-Sitzung gelangte u. A. auch da« von dem Gewerhschul- rathe in Gemäßheit der 88 106 und 142 der deutschen Gewerbeord. nung beantragte Statut über den Besuch der Gewerbschule zur Berathung. Dasselbe war vorher, der gesetzlichen Vvrschrift gemäß, einer Versammlung bctheiligtec Gewerbtreibenden zur Begutachtung mitgetheilt worden und wie in dieser Versammlung, so auch in der Sitzung de« BürgerauSjchufleS kam da- Statut nach Anhörung der demselben zu Grunde liegenden Motive zur einstimmigen Annahme. Darnach find die Lehrlinge und Gehilfen der sämmtlichen Baugewerbe, sowie der Mechaniker und Maschinenbauer zum Besuche der Gewerbschule bis zum vollendeten 18. Lebensjahre verpflichtet, tn- sosern sie nicht vorher schon die Anstalt ordnungsmäßig ab olvilt haben und die« durch ein AbgangSzeugniß Nachweise» können. Wir zollen dem Beschlüsse unsere volle Anerkennung, da den, den genannte« Gewerben sich Widmenden vorzugsweise eine entsprechende Schulbildung rroth thut und auch ein erwünschte« Resultat nur bei einem pünktlichen, regelmäßigen Besuche erzielt werden kann. Wir stimmen demselben aber auch nvch um so mehr zu, als der obligatorische Besuch der gewerblichen Fortbildungsschulen im Interesse der Bevölkerung schon von mehreren deutschen Volksvertretungen und jüngst erst von dem preußischen Abgeordnetenhause beschlossen worden ist. O Heidelberg, 5. März. In letzter Woche sind den Zeichnern der Heidelberg-Speierer Eisenbahn-Aktien dir Jn- terimSscheine zugetheilt worden. Für die Rentabilität de« Unterneh, men» scheint gute Meinung zu herrschen, da das Papier an der Frankfurter Börse zu 102»/,, als» 2 Prozent über dem EmissionS- kuc« gehandelt wird. Um so wehmülhiger ist e« auch den hiesige» Besitzern der nothleidenden Oregonbahn-Prioritäten um'« Herz und hat Einer derselben, welcher übrigens zum Glück nur 500 Dollars in diesem Effekt angelegt hat und sich seiner Zeit de« übernommenen Risiko'» recht gut bewußt war. seinem Unmuthr in einem Artikel der »Heid. Zeit." Luft gemacht, worin er dem Bankier Sontheimer in Stuttgart, in dessen den Lesern de- »Schwäb. Merk." und der »Bad. Lan).-Zlg.' wohlbekanntem Privat-KurS- blatt die Oregon-Prioritäten empfohlen worden waren, auf den Leib rückt, dessen lautere Absichten anzweifelt und ihn für die sich jetzt ergebenden Verluste verantwortlich macht. Was vorauSzusehen war, ist geschehen. Da» angegriffene Stuttgarter Bankhaus hat in der »Heidelb. Zeit.' eine längere Replik veröffentlicht, an deren Schluffe dem anonymen Verfasser de- angreisenden Artikel- die Wahl gelassen wird, zwischen einer Diffamationsklage auf Grund der §8 186, 187 und 200 des deutschen Strafgesetzbuches ober einer öffentlichen mit Namensunterschrift versehenen Abbitte. Solche durch zu spät kommende Neue eingegebene öffentlich« Klagen über erlittene Verluste frommen eben nicht; zeitige Vorsicht und Bescheidenheit in ZinSeiwar- tungen wäre bester am Platze! ' Mannheim, 4. März. (Mannh. V.) Wie wir vernehmen, hat der Unteroffizier Heinrich Schweigert, welcher im Oktober v. I. in Bruchsal mit dem durch Brandstiftung bekannt gewordenen Züchtling Schwäble auf der Plattform de« 80 Fuß hohen Thurme« de» Männer-Zuchthause« den Kampf mit Lebensgefahr ausnahm und denselben hinunterwarf, von der höh-ren Behörde kürzlich eine ehrend« Belobung und eine Geldbelohnung von 100 fl. erhalten. «^Mannheim, 5. März. Am 8. März wird Dekan vr. Schellenberg in der Aula übkr die Rcformbewegungen im 14. und 15. Jahrhundert spreche» und zwar über: Pisa und Konstanz, Wiclis uns Hu«. Der Zutritt steht Jedermann frei. ^ Mannheim, 5. März. Da« gestrige Konzert de« Mn» sikverein« legte ein glänzende« Zeugniß ab, wie Große« eia Dilcttantenvrrein unter einer so bewährten Leitung, wie die de» Hrn. Naret-Koning schaffen und leisten kann. DaS Programm war ei« vielversprechende«, Magnificat in v-äur sür Soli, sünfstimmiger Chor und Orchester von I. S. Bach (bearbeitet von Robert Franz), und Ouvertüre und dritte Abtheilung (Faust'- Verklärung) der Scenen «u» Göthe'S Faust von Robert Schumann. Beide großartige Musikwerke wurden hier zum ersten Male ausgcsührt und hinterließen Dank der vortrefflichen Leitung einen nachhaltigen Eindruck. Die Chöre, sowohl im Magnificat, als insbesondere der Chor der jüngeren Engel im Faust, wurden in größter Präzision wiedergegeben, baS Orchester und die Soli, unter letzteren Ihr Baritonist Hr. Harlacher, trugen da« Ihrige zu dem Gelingen de« Ganzen bei. Der Berlin würde gewiß auf allseilige Zustimmung treffen, wenn er noch einmal in dieser Saison beide Werke, vielleicht zu Gunsten eine« edlen Zwecke«, aufführte. ^TanberbischofSheim, 5. März. Am Sonntag den 9. d. findet im Saale de« deutschen Hofe« dahier eine landw. Be» zirk«versammlung statt, in weicher die Rechnung pro 1872 bekannt gemacht und der Voranschlag pro 1873 feftgestellt werden soll und iu welcher der Hr. LandwirthschastS-Lehrer Martin von Buchen BortrLge über den Tabaksbau, insbesondere über die Behandlung de» Tabak« nach seiner Wegnahme vom Felde und über die Nothwendigkeit der F-ldbereinigungen haltm wird. Baden, 3. März. (Schw. M.) Hr. Oberamt«richter Beck au» Heidelberg hielt gestern Nachmittag im Blumensaale de» Konversations- Hause» einen Vortrag über die Bedeutung der kirchlich-politischen Zeitkiaipfe in der christlichen Kirche und die deutsche Nationalentwicke« luug. Dieser Vortrag war außerordentlich zahlreich besucht. Beck'« Vortrag ist ohne Schwung und Schönphrasenmacherei, aber äußerst deutlich und allgemein verständlich, sehr überzeugend und von einer schlagend« Logik in seiner Ausführung. Nächsten» soll Micheli« hier eintreffen. — Heute und die nächsten Tage bietet der Vorsaal etwa» Andere», höchst Anziehende»; e» ist die» ein für die Wiener Welt-Ausstellung bestimmte«, von unscrm schon längst rühmlichst bekannten und so verdienstvollen Hofmaler Grund vor kurzem beendigte« Oelge- mälde in Lebensgröße, besten Vorwurf Diana und Endymion ist. Austastung wie Ausführung und Kolorit fesseln das Auge des Schauenden unwiderstehlich. — Unsere Wintervergnügen im Konver- sationthause haben mit dem großen, ausnehmend stark besuchte» Maskenball im großen Saale und dem großen bat psrö in den neuen Säle», der wirklich glänzend ausgefallen, in Bezug auf das Tanzvergnügen ihren Abschluß gefunden; was noch weiter geboten werden soll, find zwei Konzerte mit verstärktem Orchester, wovon da» erste am Vorabend de« Geburt«feste« des Kaiser» staltfinden wird. — Vor kurzem gab e« in einem Theile unserer Bürgerschaft etwas starke Aufregung, welche durch Versammlungen, neue Blättchen rc. veranlaßt worden war, und welch« namentlich die erhöhten Umlagen zum Gegenstände hatte. In der Sitzung de« Ausschüsse« über den Voranschlag de« städtischen Budget« gab es nun zwar heiße Debatten, aber schließlich wurden alle Positionen genehmigt und die Umlage auf 1 fl. 16 kr. festgesetzt. Schopfheim, 3. März. Der VerwaltunzSrath der Aktiengesellschaft für Fortsetzung der Wiesenthal-Bahn von Schopfhcim bi» Zell hat, um bessere Anhaltspunkte für die Höhe de« zur Ausführung de« obigen Unternehmen« erforderlichen Grundkapitals zu gewinnen, die Inangriffnahme der Vorarbeiten für gedachte Bahnstrecke durch den Vorstand der Wasser- und Straßenbau-Inspektion Lörrach in Aussicht genommen, und zu diesem Behufe bei Großh. Handelsministerium um Ertheilang der nöthigen Weisungen hinsichtlich der Gestattung der Vornahme dieser Arbeiten aus dem Felde und des Schutze» derselben nachgesucht. Die Vorarbeiten werden nunmehr »orgenommen werden. Vermischte Nachrichte«. — Straßburg, 4. März. Wie der .Hamb. Korr/ erfährt, ist eine« der bedeutendsten Eisenwerke in Elsaß-Lothringen von Seiten eine« Schwiegersohnes Rothschild'« an deutsche Unternehmer verkauft. Al« Käufer werden genannt die verschiedenen deutschen Bankvereine, die österreichische Kreditanstalt und ein Berliner Konsortium, vertretm durch den Grafen Henkel Donnersmark und die HH. Lang- han« und Schön. Die letzteren Herren waren mit den Kaufverhandlungen beauftragt und haben kürzlich den Präliminarvertrag in Pari« abgeschlossen. — Der Stuttgarter.Beobachter' schreibt: Ein Zufall setzt uns in den Besitz folgmden Schriftstücks, da« im Januar dieses Jahre« an württembergische Brauereien versandt wurde: .Mannheim, Datum de» Poststempel«. Kohlcnhandlung von PH. Gun d, Mannheim, Speier, Straßburg i. E. und Metz. Anwendung de« Glycerin« bet Bierbrauereien. Nach Mittheilungen von größeren Brauereien wenden solche statt wie bisher 100 Pfd. Malz nur 85—90 Pfd. an und setzen dagegen dem fertig gebrauten Biere 2 Pfd. Glycerin zu, so daß e« ein halb Prozent Rsumtheil beträgt, ist gleich auf 100 Liter Bier ein halber Liter Glycerin. Dasselbe wird vor dem Spunden de« Biere- zugesetzt. klebrigen« kann Glycerin auch zugesetzt werde», wenn da« Bier etwa« schwach gebraut ist. PH. Gund. Ferner halte Lager in Traubenzucker und Reismehl als Ersatz für Malz, Biercouleur, Bierschöne, EntsäurungSpulver und Entsäu- rung«mittel, flüsstg, für sauer gewordene Biere. Gebrauchsanweisungen werden gegeben.' Letztere — fährt der Stuttg. .Beobachter' fort — find un« unbekannt geblieben. Wohl aber kennen wir einige Gebrauchsanweisungen, welche die peinliche Gerichtsordnung Kaiser Karl'« V. enthält, und die also lauten: »Item, welcher bößlicher und geverlicher weiß specerey oder ander kauffmannschafft fälscht, und die sür gerecht gebraucht und auhgibt, der soll zu Peinlicher straff angenommen, jm da- Land verbotten, oder an seinem leib al« mit Ruten au«gehawen »der dergleichen, nach gelegenheit und gestalt der übe.- famng, gestrafft werden.' s-Franksurt, 6. März. Eine gestern stattgebabte Versammlung von Besitzern von Prioritäten -er Orego n-Ea lifo rn ia Eisenbahn wählt« ein Komitö von fünf Herren (Direktor H. Hohcn- emser, E. Ladenburg, G. Minoprio, A. Niederhofheim, Julius Schmidt (von dem Hause Baumann u. Schmidt) und W. Köster zur Verfolgung ihrer Rechtsansprüche gegen Ben Holladay, und mit der Befug- niß, sich durch auswärtige Häuser zu ergänzen. Jeder Bonosbefitzer, der vom Konnte vertreten werden soll, hat 1 Dollar per 1000 Dollar- Prioritäten zur Tragung der Kosten zu zahlen. — Braunrberg, 2. März. (Br. Kibl.) Nach einem Reskript de- Kultusminister», welches den hiesigen Seminaristen vom Hrn. Direktor vr. Treidel publiziri wurde, können jetzt diejenigen von ihnen, deren Eltern oder nächste Angehörige es wünschen, vom Religionsunterricht de« altkath. Hr». vr. T. dispenfirt werden. Wie man hört, hat eine Anzahl derselben von dieser Dispenstrung bereit» Gebrauch gemacht. Nachschrift. (1 Berlin, 5. März. Dem Vernehmen nach wird der Kaiser persönlich am Mittwoch den 12. d. M. die neue Sitzungsperiode de» deutschen Reichstags im weißen Saal des Schlosses eröffnen. Zur Theilnahme an dieser Feierlichkeit kehrt der Kronprinz am Dienstag nach Berlin zurück. Die Kronprinzlichen Herrschaften gedenken am Montag den 10., Vormittags, von Wiesbaden abzureisen, unterwegs Nachtquartier zu nehmen und am 11. Nachmittags gegen 4 Uhr hier eiozutreffen. Alle öffentlichen Be- willkommnungSsestlichkeiten, mit denen die Ansammlung von Menschenmaffen verbunden sein würde, hat der Kronprinz wiederholt adgelehnt. — Unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten Grafen v. Roon vereinigte sich gestern Abend um 8 Uhr da- Staatsministerium zu einer Berathung. Als einen Hauptgegenstand derselben bezeichnet man die für den Landtag bestimmte Vorlage wegen Verschmelzung des für die neu erworbenen Landestheile hier bestehenden Ober-Appellationsgerichts mit dem Obertribunal. Auch sollen in dieser Sitzung Fragen zur Erörterung gekommen sein, welche das Ergebniß des Scrntinialvrrfahrens gegen den Geh. Rath Wagener in den Vordergrund der Entscheidung gestellt hat. j- Berlin, 5. März. In der heutigen Abend-Sitzung des Abgeordnetenhauses erklärte der Abg. Berger (Witten), seinen Antrag wegen der Diätenerhöhung zurückzuziehen, indem er die Hoffnung aussprach, daß der heute in Betreff der Diätenerhöhung gefaßte Beschluß noch in diesem Jahre werde Gesetz werden. Das Etatsgesetz wurde sodann in dritter Lesung einstimmig angenommen. Morgen kommt der Antrag Bernhard's betr. die Aufhebung der Zeitungs-Stempelsteuer zur Verhandlung. -j- Berlin, 6. Marz. Der Droschkenvereins-Vorstand fordert sammttiche Vereinsmitglieder zur Empfangnahme neuer Wegmesser, Tarife und Marken behufs Wiederaufnahme des Betriebs auf, da dieselbe der Wunsch des Kaisers sei. Der Vorstand hebt die einberufen gewesene Generalversammlung auf. -j-j- Dresden, 5. März. Jm Fortgänge der Berathung des Steuerreform-Gesetzentwurfs wurde von der Zweiten Kammer, obwohl sich , die Regierung für den Antrag der Minorität der Deputation erklärte, der Majoritätsantrag angenommen, wonach die von der Ersten Kammer empfohlene Verbindung der Ertragssteuer mit einer Einkommensteuer für die höhere Steuerstufe als nicht geeignet zurückgewiesen wird. Hierauf wurde der Antrag des Abg. Philipp, welcher die Einführung einer allgemeinen Klassen- und Einkommensteuer an Stelle der Gewerbe- und Personalsteuer befürwortet, und einen Theil der Grundsteuer, bei neuer Abschätzung derselben, beibehalten wissen will, mit 43 gegen 30 Stimmen abgelehnt, und sodann gegen 6 Stimmen ein Zusatzantrag des Abg. Streit angenommen, wonach dem nächsten Landtage ein Gesetzentwurf betreffs prinzipieller Steuerreform, Abstellung der Hauptübelstände des bestehenden Steuersystems und Ermäßigung der Grundsteuer behufs Ausgleichs des etwa erzielten höhern Steuerbetrages vorgelegt werden soll. -j- Münche«, 6. März. Das Gerücht von einer bevorstehenden Abberufung des preußischen Gesandten, Hrn. v. Werthern, kann als völlig aus der Luft gegriffen bezeichnet werden. -j- Wien, 5. März. Der Club der verfassungstreuen Abgeordneten einigte sich bei Anwesenheit von 88 Mitgliedern einhellig dahin, die Beschlüsse des Verfassungsausschusses zur Wahlrefonn-Vorlage bei der morgigen Verhandlung im Abgeordnetenhause ohne Debatte anzunehmen. -j-Pesth, 5. März. Das Abgeordnetenhaus nahm das Budget deS Justizministeriums nach den Anträgen des Ausschusses an und begann die Berathung des.Honved- ministeriums. -j- Rom, 5. März. Die Kaiserin von Rußland wird am 18. d. iu Florenz erwartet. „Liberia" dementirt die Behauptung französischer Blätter, die französische Regierung habe Ozenne zurückberufeu und beschlossen, die Verhandlungen über den Handelsvertrag zu suspendircn. Ozenne hat bereits Konferenzen mit einigen Ministern gehabt. -s Par iS, 6. März. Hr. Thiers ist gestern leicht erkrankt, jedoch an der Beiwohnung des Ministerraths nicht gehindert. Am Abend war er anscheinend wieder vollkommen wohl. -j- Versailles, 5. März. Nationalversammlung. Bei fortgesetzter Berathung des Dreißiger-Entwurfs erklärt Ventavon (Mitglied der Rechten), daß er sein die Konstitution Rivct aufrecht erhaltendes Amendement zurückziehe; wieder ausgenommen und auseinandergesctzt von Fresneau wird das Amendement schließlich mit 455 gegen 89 Stimmen verworfen. Nach der Berathung und Verwerfung eines Amendements von Raoul Duval, durch welches der Präsident der Republik von der Tribüne ausgeschlossen werden sollte, werden die zwei ersten Paragraphen des Art. 2 angenommen. -s Madrid, 5. März. Dem Vernehmen nach macht das Ministerium die Suspension der Sitzungen der Nationalversammlung bis zum Zusammentrelen der Konstituante zur Kabinets-Frage. Eine Versammlung^ von 236 radikalen Deputirten beschloß einstimmig, der Suspension entgcgenzutreten. Die Bureaus der Nationalversammlung wählen heute eine Kommission, welche wahrscheinlich gleichfalls oppositionell sein wird. Man befürchtet einen Stra- ßenkonflikt in Madrid, da die exaltirten Republikaner die Auslösung der Nationalversammlung verlangen. -s Wien, 6. März. Abgeordnetenhaus: Wahlreform-Debatte; GrocholSki erklärt im Namen der Polen, sich nicht für berechtigt zu halten, an den Verhandlungen über diese Vorlage theilzunehmen. Nachdem die Polen und der Deputirte Terne(?) den Sitzungssaal verlassen haben, wird der Wahlreform-Entwurf bei Namensaufruf mit 120 von 122 Stimmen angenommen. f Madrid, 6. März. Sie Kommission für die Vorlage über Suspension der Sitzungen der Nationalversammlung zählt nur Gegner des Projekts. Die Regierung ist gegen die Ansicht Salmeron'S und Castets r'S entschlossen, ungeachtet des Ausfalls der Wahlen nicht zurückzutreten, die Vorlegung de« Berichts der Kommission in der Nationalversammlung abzu warten, um dann entweder abzutreten oder die Versammlung aufzulöscn. — In San-Rocke bei Gibraltar sollen 200 Carabiniers für Don Carlos sich erklärt, die Offizier» der Erhebung sich angeschlossen haben. -s London, 6. März. Gestern fand in Croydon j« Ehren von Locke King, des liberalen Parlamentsmitgliedes, ein Festmahl von 500 Personen statt. In einer Tischrede erklärte Gladstone über die irländische Uni- versitätsbill: Die Regerung werde zweckmäßige Amendements gern annehmen, selbst solche, die er nicht als Verbesserungen ansehe, um Schlimmeres zu verhüten. Wenn die Zeit der Auflösung des Ministeriums gekommen sei, werde eS mit dem Rücktritt nicht zögern, aber ohne dringende Nöthigung werde eS nicht seinen Posten verlassen. -j- Ren-Jork, 6. März. Gestern Abend war in Neu- OrleanS ein blutiger Zusammenstoß zwischen Polizei und Miliz. Letztere griff die Polizeistalion an und wurde mit Artillerie zurückgeworfen; ein Todter und zehn Verwundete. Beim Eintreffen der BundcStruppen räumte die Miliz das Feld. Für die ßurmbeschädigten /Ostseeufer-Bewohner ist weiter bei uns eingegangen: vom Bürgermeisteramt Beuren, Amt« Ueberlingen, gesammelt anläßlich einer Abendnnterhaliung 12 fl; von Meersburg der Ertrag eines dorr abgehallenen Konzerts der Museums- und Fidelia-Gesellschaft unter Mitwirkung der Seminarzög- linge 72 fl. 36 kr.; zusammen 6186 fl. 2 kr. Zur Empfangnahme weiterer Geldbeiträge find wir gerne bereit. K arlSruhe, den 8. März 1873. Srvedition der Karlsruher Zeitung. Frankfurter Kurszettel v»m 6. März. Staatspapiere. Deutschland 5"/, Bundesoblig. Preußen 4 7,7» Obligation. Baden 50 /g Obligationen . 4V-°/° . . 4°/» „ 3'/,°/° Oblig. v. 1342 Bayern 57, Obligationen . 4'/-°/° . » 47o Württemberg 5"/g Obligation. 4V-«/o . 4 °/° Nassau 4'/,°/o Obligationen ,, 4°/o Sachsen 57„ Obligationen Sr. Hessen 5"/, Obligation. » 47o » Oesterreich 57g Silberrente ZinS 4-^7, > 100 100 »/, 103'/. 100 '/« 94'/. 100 '/. 84 -/« 104'/. 100 '/« 94',« 100 '/, 94',. 105'/. 102 98» 68 -/, 90-/. 89'/. Oesterreich 5"/, Papierrente Z'ir» 4'/,°/o 66'/, Luxem- 4°/«Obl. i. Fr. ü 28 kr. 92'/, bürg 4°/» . i.Thlr^105kr.92'/, Rußland 57» Oblig. v. 1870 ^ ä 12. . 5"/« dto. v. 1871 Belgien 4'/,"/« Obligationen Schweden 4'/,°/« dto.i.Thlr. 97'/, Schweiz 47,7-, Eid. Oblig. 101'/, » 4'/,7nBern.Sttsobl. 98'/, N.-Amerik« 6°/« Bonds 1882r von 1862 95»/, . 6°/, dt». 188br von 1865 97 . 5«/, dto. 1904r i'7«r v. 1864 95»/, 37» Spanische 22»/, Volle franz. Rente 88'/, 1872 . .90'/, Aktien und Prioritäten. Badische Bank ..... Franks. Bank 1 dOOst. 3«/« , Bankverein L Thtr. Deutsche Vereinsbank Darmstädter Bank Oesterr. Nationalbank Ocsterr. Ekdit-Aktien Rheinische Kreditbank,' Pfälzer Bank Stuttgarter Bank-Aktien Ocsterr.-deutsche Bank, 47,7gbayr.Ostb.L206fl. 4'/,7.vfLlz.Marbahn 500,fl. l'VaHeff.LudwigSbahn 3'/,7.Oberheff. Eisnb. 350 fl. S7oöstr.Frz.StaalSb. 57o . Sud.Lmb.-St.-E.-A. 5«/« . Nordwe»b.-A.i.Fr. 57Misab.-Eisnb.L20vfl. 5'7,Rud.Eis»b.2.E.2V0fl. 5"/«BLHm.Westb.-A. 200fl. 5"/«Fr-.Jos.Eisnb.steue:sr. 114'/« 57o Mähr. Grenzb.-Pr. i. S. 83'/, 141'/« 57«ööhm.Westb.-Pr. t. Silb. 80'/, 100 57«Elisab.B.-Pr.i.S. - 85'/. 165 57« dto. , ».«».8t'/, 139 57o dto. flennst. neue , 92'/, 475 57g dto. (Neumarkt-Ried) 93»/, 1053 57gFrz.-Jos.-Prior. steuerst. 92'/, 364'/. 57gKronpr.Rud.-Pr. v. 67/68 86',» 126 57gKronpr.Rlldols-Pr.v.1869 — 1007, 57göstr. Nordwestb.-Pr. i. S. 93 109'/, Vorarlberger 88'/, 128',, 5°/gUng.Ostb.-Prior. i.S. 72»/, 127'/« 57gUngar.Nordostb.-Prior. 76'/, 141'/. 57g Ungar.-Galiz. 79»/, — Ungar. Eis.-Anl. 78'/, 777« 57göstr.Süd.-Lomb.-Pr.i.Fc«. 88'/, 3597,37g. . . . 507. 199 37oösterr.Staat-b.Prior. 59»/, 233'/. 37gLiv»rnes.Pr., ni«. 0 . v »v/, 37'/, 264'/. 50 /, Rheinische Hypothekenbank- 4837. Pfandbriefe 100 257'/, tz"/g Pacific Ecntral 87 2427, 67g South Missouri_67'/. AnlehenSloose und Prämienanleihe». Bayr. 4"/g Prämien-Anl. Badische 47, dto. , 35-fl.-Loose . . — Braunschw. 20-Thlr.-Loose 25'/, Großh. Hessische 50-fl.-Loose 209'/« , , 25-si.- - 58 AnSbach-Gunzenhausen.Loose 14- 1137, Oestr.47g250-st.-Loosev.1854 94'/, 114 . 57,500-fl.. . v.1860 97'/, . lOO-fl.-Loose von 1864 175'/, Schwedische lO-Thlr.-Loose 15'/, Finnländer 10-Thlr^Loose 10»/, Meininger fl. 7. 8»/. 37« Oldenburger Tbst--40»L. — Wechselkurs«, Gold und Silber. Amsterdam 100 ft. 4»/g k.S. 98'/, Berlin 60 Thlr., 47, . 105 Bremen R,-M. 180 3'/,°/,. 405»/« Hamburg 180N.-M. 57, London 10 Pf. St. 3'/,7g Paris 200 Fcs. 57» WimlOOfl.östr.W.67, 105 Pistolen Holländ. 10-fl.St. Ducaten 93'/. 1077, Engl. Sovereign» Russische Imperial Dollars in Gold , Diskonto.l.S. 47» Dollarcoupon. . . Stimmrmg: schwankend. Schluß: matt. Prcutz.FrieorrchSd'orst. 9.57—58 118'/z 20-FrancS-Stücke 9.39—41 9.52—54 , 5.31—33 , 9.207,-21'/, , 11.48—50 , 9.40-42 , L25—26 Berliner Börse. 6. März. Kredit 208'/., Staattbabn 205'/ Lombarden 113'/., 82er Amerikaner 96'/,, Mmänier —. 6 O 1 Loose —. Wiener Börse. 6. März. Kredit 339.55, Staatsbahn 335. Low Karden 186.50, Papierrente —. Napoleonkd'or 8.69. Analobaui aktien 316.25. Fest. ' " Neo-Nork, 6. März. Gold (Schlußkurs) 115. Weitere HaudelSnachrichten in der Beilage Seil«. LI Verantwortlicher Redakteur: ^ vr. I. Herm. Kroenlein. Großherzogliche- Hoftheater. §Eag 7. März. 1. Quartal. 33. AbonnementSrvr stellung. Der Waffenschmied, komische Oper in 3 Akter von Lortzing. „Hans Stadinger" — Hr. Kindermann komgl. bayrischer Kammer- und Hofopernsänger, „Marie — Fräul. Marie Kindermann als Gäste. Auf«« 7,7 Uhr. Gtasphotographien-Kunstauskellung in der .Eintracht'. Täglich geöffnet. Schluß 10.März. 5 E S.988. Karlsruhe und Bekannten wir mit, daß unsere I liebe Mutter, Auguste, geb. Lichtenberg, Wittwe des Kreis- und Hofgerichts Präsidenten Bo hm, heute Vormittag 9 Uhr nach kurzem entzündlichem Bruftleiden im 73. Lebensjahre sanft verschieden ist. Wir bitten um stille Theilnahme. Karlsruhe, den 5. März 1873. Im Namen der Hinterbliebenen: CH. Bohm, KreisgerichtSralh. » Todesanzeige. «»»»» S. 1000. Mannheim. I Freunden und Bekannten theilen wir die traurige Nach- E» richt mit, daß unser inn gst geliebter Sohn, Bruder u. Schwager, Robert Frauk, Gastwirth, nach langem, schweren Leiden, heute F üh: in seinem 34. L beusjahre sanft entschlafen ist. Mannheim, den 5. März 1873. Freytag und Familie, Pfälzer Hof. S.989. Stuttgart. Eine gebrauchte noch gute 8'pserdige Dampfmaschine oder Lokomobile sucht zu kaufen m Stuttgart. S.980. Karlsruhe. Neu angekommen Stereoscop-Anstchtcn vom Niagara, Volkstypen und Vegetationsbilder aus West- Afrika. Desgl. von Java und Sumatra. Die S Phasen de» Mondballes. Antike und moderne Skulpturen. Feinst colorirte Gruppen und Schweizer Ansichten billigst. Glas-Photo graphieu-Kuust-Aus- _ stelluug in der Eiairacht. Aufklärung. S.981.1 Die Feuerprobe des geliefer- ten Kassenschrankes aus der Geber'schm Fabrik beim Brande der Herren Firn- Haber L Theobald in Mannheim „betreffend" ist die Bezeichnung „großem Brande" wie es in den Veröffentlichungen heißt, nicht richtig, da der unter demselben angeschraubte hölzerne Faß verschont ge- blieben und nicht in Brand gerieth. Ein Sachkenner. 5.978.1. Mannheim. Bauführerstellegesuch. Ein theoretisch wie praktisch gebildeter Bautechniker sucht sogleich oder später eine Stelle als Bauführer. Selbständige Bauausführungen können nachgewiesen werden. Gef. Offerten unter post« restant« 8o. Hü vlaondsiw. _ 5.997.1. Freiburg i. Br. Commis-Gesuch. In ein hiesiges Manusakturwaaren-Ge- schäft en äeian wird ein junger Commis zu engagiren gesucht. Derselbe muß ein gewandter und feiner Verkäufer und wo möglich militärfrei sein. Nur solche, die auf eine dauernde Stelle reflektiren, mögen sich melden bei der Expedition dieses Bl. Freibur g i. Br .__ S.986.1. Marxzell. 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Illustrationen rc. groß Format, elegant auSgestattet, 2) Historische Charakterbilder, Scenen auS der Weltgeschichte, 3 Bde., mit 54 Abbildungen, beide Werke zus. 1^/« Thlr. — 1) Schiller's sämmtliche Werke, die Llasstker-Ausgabe, in k Bänden mit Stahlst., in reich vergoldeten Einbänden gebuuden, 2) Wieland-Gallerik, mit 27 feinen Stahlstichen, 3) Lessiua's Werke, elegant gebunden, ML' alle 3 Werke zusammen nur 3 Thlr.! — Mädltt, der Wuuderbau des Weltalls, 683 gr. Ociavseiten stark, nebst Kupfer-Atlas in Quart, 35 Sgr.! — Das große Düsseldorfer Künstler-Album, berühmte- Pracht-Kupferwerk in Quart, vergoldeter Prachtband mit Goldschnitt, elegant, 4to, nur 2'/z Thlr.! — Bibliothek der berühmtesten englischen historischen Romane, übersetzt von Dr. Bärmann, 21 sehr dicke große Bde. 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Ouart- Ausg., 1'/, Thlr. — 1) Kriegsgeschichte des Jahres 1866, gr. Kupferw. mit vielen lOOten Bildern, eleg., gr. Format, 2) Geschichte des Krieges von 1870, gr. 8., mit Plänen und Abbildgn., beide Werke zus. nur 38 Sgr.! — Geheime Geschichten Europäischer Höfe, 10 Bände, 5 Thlr. — Illustrirte Gewrrbelehre und Technologie, faßlich dargeflellt, 4 starke Bände, mit über 300 Abbildungen, nur 1 Thlr. — Die Wunder der Zeug««! das Geschlechtsleben im ganzen Umfange, über 700 groß Octav-Seiten Text, mit sehr vielen Abbildungen, nur 45 Sgr.! — Weltgeschichte von Heger, größtes Octav, nur 25 Sgr.! — Mühlfeld's berühmte Geschichte der Jahre 1848—68, 2 Bände, nur 35 Sgr.! — Geheimnisse des Schaffots, 4 Bände, nur 25 Sgr.! — Moderne Sünde», 3 Bände, nur 1 Thlr. — Jugend-Zeitung, die große deutsche, nur 25 Sgr.! — 1) Börne'S sämrntl. Werke, 12 Bände, 2) Laube'S Novellen, 10 Bände, zusammen nur 2' 'x Thlr.! — Der persöuliche Schutz, gr. 8., mit Kupfertfln., versiegelt, 1 Thlr.! — Geschichte des Rabbi Joschua Beu Josef Hauootzri, genannt Jesu» Christus. Einzig wahrhafte Geschichte der gr. Propheten von Nazareth, gr. Octav, nur 1 Thlr. (Sehr selten und höchst interessant). — DaS entsiegelte Buch der größten Geheimnisse, Offenbarungen rc. von vr. Zimpel (versiegelt), 24 Sgr.! — DaS kte und 7te Buch MoseS, Geheimnisse aller Geheimnisse, das ist magisch Geisterkunst, wort- und bildgetreu nach einer alten Handschrift der Papstes Gregor, deutsch, mit über 20 Tafeln, sammt wichtigem Anhang (sehr selten und höchst interessant), nur 3 Thlr.! — Grazien-Album, mit 24 Photographien, in elegantem Album mit reicher Vergoldung. 2 Thlr.! — Das 7mal versiegelte Buch der größten Geheimnisse (berühmt) 1 Thlr. — Lr. Heinrich, die ge- Heime Hülfe für alle Geschlechtskrankheiten, versiegelt, I THlr.! — Der Ehkspiegkl, ein HauSschatz für beide Geschlechter «versiegelt), 15 Sgr. — Or. Rozier, die Heimlichkeiten und GeschlechtSverirrungeu beider Geschlechter, 1 Thlr.! — Walter Scott's 15 Romane, hübsche deutsche Kabincts-Ausg. in 100 Bänden, nur 4V, Thlr. — Paul de Kock's humoristische Romane, illustr. Pracht-Ausg., 50 Theile, mit 50 Kupfertafeln, nur 2>„ Thlr.! — vr. LaweS, Physiologie des Weibes mit Abbildungen (sehr intereff.), gr. 8. 1 Thlr.! — Casauova's Memoiren, neueste illustrirte deutsche Ausg., 10 Bände Octav, mit den Bildern, 4 Thlr. — Casanova-Album, in SO Kupfertfln., Quart. 2 Thlr. — Chevalier Faublas Abenteuer rc., beste deutsche PrachtauSg. in 4 Bänden, mit Kupfern, nur 3 Thlr! — Andere Ausg. nur 40 Sgr.! — 1) Populäre Anatomie des Menschen, mit 80 Jllust., 2) Praktischer Haus-Arzt, 321 bewährte Mittel, zusammen 25 Sgr.! — Ehrscheiduugsprozesst, die interessantesten der älteren und neueren Zeit, größtes Octav, nur 1 Thlr.!! — Lamartiue's Werke,!45 Bände, Classtker-Format, nur 3'/r Thlr. — Victor Hugo's Werke, beste deutsche AuSg., 60 Therle Claff.-Format, 2Vz Thlr.! — Feirrstuudeu , große illustrirte Roman- und Novellen-Sammlung, 12 Theile. gr. Quart, 28 Sgr. — Neuer Venusspiegel (versiegelt), 25 Sgr. — Amerikanische Bibliothek der interessantesten Jndianergeschichten, Jagdabenteuer, Romane und Reisen in den Wildnissen, Steppen, Prairien 24 große Octavbände, nur 3 Thlr.! Werth über das Vierfache.) — Hacklällder's HauSblätter, Sammlung beliebter Original-Romane, 4 große starke Bände, 40 Sgr.! — 1) Göthe's sämmtliche poetische und dramatische Werke, sowie alle vorzüglichen Prosaschristen, höchst elegant gebunden, 2) Die Meisterwerke der Wiener Gemälde-Gallcriev, Auswahl vorzüglicher Gemälde, mit 15 großen Pracht-Stahlstichen (Kunstblätter), nebst Erklärung, größtes Quart-Format, Beides zusammen nur 3'/, Thlr.! — 3 Gedicht-Sammlungen, jede elegant gebdn., mit Goldschnitt, zus. nur 28 Sgr.! Billige Mufikalien! l l 40 Lieder ohne Worte, von Mendelssohn-Bartholdy, Abt, Gumbert rc. rc., neue elegante Quart-Ausg., nur 1'/. 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Man wende sich daher nur direct an die Export-Buchhandlung von ^ I». ii» GeschäftSlokalitLten Vazar 6/8. . und Mufikalien find überall gänzlich zoll- und steuerfrei. Rheinische Hypotheken - Bank zu Mannheim. S.991. In der heutigen Generalversammlung wurde die Dividende für daö Geschäftsjahr 1872 auf 41. 8. TM Irr xror ^.otis (6"/o) ^ f.stgesttzt. Die Auszahlung erfolgt sofort gegen Einlieserung des Divi. dendenscheinS No. 1 nebst arithmetisch geordnetem Nummern-Verzeichnih in Mannheim, an unserer Kaffe, in Karlsruhe, Freiburg, Konstanz bei den Filialen der Rheinischen Credit-Bank, in Frankfurt a. M. bei der Deutschen Vereins-Bank, in Stuttgart bei der Württembergischen Vereins-Bank, in Basel bei der Baseler Handels-Bank. Vom 1. April an erfolgt die Auszahlung nur noch an unserer Kaffe. Mannheim, den 1. März 1873. S.976.1. Altbreisach. Notariatsgehilfe, ein gewandter, welchem selbständige Arbei- ten übertragen werden können, findet gegen gutes Salarr Stelle bei Notar Springer in Altbreisach. im Metz. 2 tüchtige Setzer, Nicht - BerbandSmitglieder, finden sofort dauernde Stellung (Salair 7'/r-8 Thlr.) bei Reitbahn-Gesellschaft S975 i Baden-Baden. DaS von einer Gesellschaft erstandene bisherige Sulzer'sche Reitbahnautvese« enthaltend: ' soll an einen Reitschule verpachtet werden. Anerbieten unter Anschluß von FührungS - und VermögenS-Zeugniffen find bi» zum IS. März d. I. bei Unterzeichneter Stelle einzureichen, woselbst Pläne und nähere Bedingungen zu er- heben sind. Badeu-Ladeu, den 26. Februar 1873. _ Der Berwaltungsrath. _ Lisvr»« Vr«xvaIZL«i» bei I^ouis ^sil in LLamilisiM m allen Profilen von 10V his 400 Millimeter Höhe vori athig. Zeichnungen aus Verlangen gratis und franco. Preislisten und Profil- S.950.1. S.985.1. Meissenheim. Stammholz-Versteigerung. Die Gemeinde Meissenhcim, Amt» Lahr, versteigert in ihrem Gemeindewald am Freitag den 14. März d. I., Nachmittags 1 Uhr, 27 Stämme Buchen, 69 , Eichen von 1 bi» 6,44 Festmeter messend, 7 „ Eschen und Ruschen, 5 „ Erlen. Meiffeuheim, den 4. März 1878. Der Gemeinderath. Häs, Bürgermeister. S.960. Karlsruhe. Bekanntmachung. Mit dem 1. April l. I. tritt der Tarif für den direkten Güterverkehr zwischen Antwerpen und Basel vom August 1869 außer Wirksamkeit; ferner werden die Tarif- sätze für Eilgut und die Normalklassen 1, 2, 3, 4 und 5 des Holländisch-Schweizerischen Tarifs via Deutz—Gießen—Herdelberg vom 15. Januar 1868, sowie deS Holländisch- Schweizerischen Tarifs via Rheinroute vom 20. Juli 1868 von gedachtem Zeitpunkte an aufgehoben. Für den Antwerpen—Baseler Verkehr ist ab 1. April er. nur noch der Tarif vom Oktober 1872 maßgebend, während für die aufgehobenen Frachtsätze des Holländisch- Schweizerischen Tarifs neue erstellt und demnächst pnblicirt werden. Karlsruhe, den 3. März 1873. Generaldirektion der Großh. bad. Staatseisenbahnen. Zimmer. Schlechter. S.984.1. Karlsruhe. Bekanntmachung. Für den Verkehr zwischen der elsässischen Station Aöuigshofeu und den diesseitigen Stationen findet vom 10. März l. I. ab direkte Güterabfertigung statt. Vom gleichen Zeitpunkt an wird der Güterdienst der diesseitigen Station Untergrombach auch aus die Abfertigung von Wagenladungen ausgedehnt. Bezügliche Tarife können bei sämmtlichen badischen Güterstationen unentgeltlich de zogen werden. Karlsruhe, den 4. März 1873. Generaldirektion der Großh. Staats-Eisenbahnen. Zimmer. Schlechter. a r l S r u h e. Hausverstei- üerung. Das Nr. 5 der Wörthstraße dahier, neben Großh. Hofrach Grashoff und Großh. Mnisterialprästdenten von Dusch gelegene, zur Verlaffenschast des Großh. StaatSraches vr. Gideon Weizel gehörige zweistöckige Wohnhaus mit erhöhtem Aufbau, Veranda, Hofraum, Garten und al- em sonstigen liegenschaftlichen Zugehör, wird auf Antrag der Betheiligten der Ge- meinschaftStheilung halber Freitag den 21. März d. I., Nachmittags 3 Uhr, nn Geschäftszimmer deS Großh. Notar- Sevi», Langestraße Nr. 147, einer öffentlichen Berstergerung auSgesetzt nnd als Ei- genthum endailtig zugeschlagen, wenn we- nigstenS der SchStzungSpreiS von 20,000«. erreicht wird. Inzwischen können die VersteigerungSbe- dingungen bei dem Unterzeichneten täglich einaesehen werden. Karlsruhe, den 3. März 1873. Großh. bad. Notar. __ Stall. _ S.968.1. Nr. 840. Freibnrg. Großh. bad.Staatseisevdahittn. Vergebung von Hochbau-Arbeiten Höherer Anordnung gemäß werden die bei der Erbauung de» neuen Güterschuppens auf dem Freiburger Bahnhof vorkommenden nachverzerchneten Bauarbeiten im Submisstonswege m Akkord vergeben: 1. die Ärabarbeit, veran- sl. kr. schlagt zu. . . . 307.15. 2. „ Maurerarbeit, veranschlagt zu . . . 14,204.35. 3. „ Steinhauerarbeit, veranschlagt zu . . 1,935. 1. 4. „ Zimmerarbeit, veranschlagt zu . . . 10,079.12. 5. „ Schreinerarbeit, veranschlagt zu . . . 708. 22. 6. „ Schlofferarbeit, veranschlagt zu . . . 3,115.30. 7. „ Glaserarbeit, veran- anschlagt zu . . . 455. —. 8. „ Blechnerarbeit, veranschlagt zu . . . 495. 51. 9. „ Anstreicherarbeit, ver- anschlagt zu . . . 588. IS. 10. „ Schieferdeckerarbeit, veranschlagt zu . . 2,718. 6. 11. „ Eisenwerk, veran- schlagt zu . . . .. 180.-- zusammen' 34,788. Ü Pläne, Voranschlag und Baubedingunge» liegen von heute an auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einficht ans. Lusttra- gende Uebernehmer wollen ihre Angebote nach Prozenten deS Voranschlags gestellt, versiegelt, frankirt und mit entsprechender Aufschrift versehen, längstens bis 17. März, Vorm. 10 Uhr, zu welcher Zeit dieselben geöffnet werden, bei dem Unterzeichneten einreichen. Angebote auf die Gesammtarbeiten erhalten thunlichen Vorzug. Freiburg, den 3. März 1873! Der Großh. bad. BezirkS-Bahningenieur für de» Bezirk Freiburg. Scheffelt. S.971.1. Nr. 637. Marbach. Offene Gehilfenstelle. Unsere erste Gehilsenstelle soll alsbald durch einen Cameralpraktikanten oder Asfi' stellten wieder besetzt werden. Gehalt 700 fl. Mosbach, de» 4. Mär, 1873. Großh. Evang. Stiftschaffnei. S.958.1. Nr. 792. Emmendingen' Erledigte Gehilfenfteue. Die diesseitige II. Gehilsenstelle kommt bis 1. April d. I. in Erledigung nnd wird hiermit zur Bewerbung ausgeschrieben. Emmendiugen, den 3. März 1873. Großh. bad. Domänverwaltung. D anner. (Mit einer Beilage.) Dr»L ««» Brrl», der «. vr»,«'kche» H,fduchdruckrrri.