Karlsruher Zeitung. Dienstag, 22. Dezember. »HA 300. Voraus»«,ahlung: vierteljährlich » fl.; durch dir Post im Gebiete der brutschen Postverwaltung, vrieftr«iO«^e»sthr etn-eschlnffe», » fl. 7 kr. «rpedition: Karl-FriedrichS-Straße Nr. 14, woselbst auch dir Anzeigen in Empfang genommen werde». Utnrticknng»gebühr: di« gespaltene Petitzeil« »der dm» Amon 6 kr. »riefe uud Setder frei. 187L. Umllich« Weil. Beim Majestät der Kaiser ««- König habe» mittelst Allerhöchster KabinetS-Ordre vom 12. d. M. Aller- gnädigst geruht, den Rittmeister Große, Chef der grvßh. Hessischen Train-Kompagnie, unter Beförderung zum Major, zum Kommandeur des Badischen Train Bataillons Rr. 14 z» ernennen. 'AW-Umtlich« Weit. Telegramme -jj- Berlin, 20. Dez. Der Kaiser empfing heute den LegatiouSrath v. Holstein aus Paris in Audienz. 1- Rom, 20. Dez. Die Deputtrtenkammer genehmigte die Vorlage betr. das Nationalgrschenk für Garibaldi, sowie da- provisorische Budget pro erste» Quartal 1875. Dieselbe vertagte sich sodann bis zum 18. Januar. s Rom, 21. Dez. Im Senate erklärte Minsd tm BundeSratht«Tisch ist Fürst Bismarck «schienen. Das provisorische Barkaolev-Gest- wird in dritter L surg genehmigt, die zweite Lesung des elsaß lothringischen Etat« hinauf fortgesetzt. Bei der Position für da« Slemept,rschnlwesen kritisirt Fürst Radziwill, unter lebhaft« Anerkennung de« franz. Schulwesens, sehr heftig da« preußische Schulivspektorweseu und verlangt für die Rricheland« «ine selbständige Schuldehördt, die, unabhängig von politischen Einflüssen, nur die Ja- Messen der Schul« im Lage habe, vunck.r hält zwar eine aus sach- knudige» Mär »«« bestehende Schulbehörde in den Reich-iaudm für > wüvschmtwnth, unter sachkundige» Männern verstehe ab« Niemand die Gr stliche». Zn den ReichSlanden sei Vieles besser geworden, seitdem dag System Mühl« anfzegebm ist. (Bravo.) Gerade vo« der Fortschrittspartei werde da«, und baß die Regierung in dieser Hinsicht groß- Fortschritte gemacht habe, gern anerkannt; « zweifle nicht, daß die R'gierung die Errichtung ein« besonderen Untnrichtsbehörde, die wünscheoSwerth sei, fördern werde. Hierauf wird die Position sür da» Schulwesen un» ebenso dir «atistrte Theatersubvertlon »»verkürzt, letztere in namentlicher Abstimmung mit 1b6 gegen 83 Stimmen genehmigt. Zu d» Position sür den LrndeSautschuß hattezWindthorst beantragt, den Reichskanzler zur Vorlegung eines Gesetzentwurf.« aufzuforbera, durch welchen für Elsaß-Lothringen eine LavdlSvertretung hergestellt werbe, deren Zustimmung zu jedem Landergeletze und bei Feststellung de« LondeShauShaltS erforderlich sei. W ndthorst motiv'rt seinen Antrag. LaSker ist gegen den Ankrag, so lange die elsaß-lothringische« Reichstags-Mitglieder verschmähen, ihren eigenen Etat in der Kommis» fion «itzutrrathm. D r jetzige LandeSauSschuß sei et» praktischer Anfang für spätere Formationen; das Zentrum mache ds« ReichSland z» seiner Domäne sür AgitationSzwecke, diesen Z otck virsolge auch der Antrag Windihorst; der LarcheSausschuß werde sich entfalte» und zu gü«» st-gen Resultaten führen. Daricker spricht gleichfalls gegen den Antrag. Nach roch maliger Erwiderung Wtotzthortz'S wt:d dessen Antrag abgc- lehnt, die Position für de» Lande-auSschuß «ad damit der ganze Etat in zweiter Lesung genehmigt. St folgt die »reite Lesung de« rlsaß. lothringischen AnleihegrsetzeS. Es wird § 1 und damit da« ganze Gesetz abgelehnt. Hiernach wird da« elsah-lothriogische EtatSgesetz ohne Debatte genehmigt und damit auch dir Genehmigung zur Ausgabe von Echatzscheinrn ausgesprochen, womit fih d« BundeSkornmisiär Herzog ein»etstandruI«rklSct. Nächste Sitzung morgen. ---- Berlin, 19. Dez. Sitzung de» Deutschen Reichstags. Präsident v. Forckeubeck «öffnet die Sitzung «m 11V, Uhr. Am Tische de« BundeSrath« vr. Delbrück, Herzog, vr. Michaeli« und v. Pommer-Esche. Tagesordnung: Dritte Berathnng de« Ges tzrntwmf» betreffend die Feststellung de« HanShaltS- etat« für Elsaß-Lothringen. Zn der GrunaldiSkussis» nimmt nur Abg, vr. v. Schulte da« Wort, um der Regierung den Wuusch auSzusprechen, in El aß-Lothrigen eine Regelung d« Berhältniffe zwischen Administration und Justiz herbei« »»führen. Außerdem wünscht Redner die Schaffung einer dem französische» eouseil ä'stnt aualozm Institution» die dm Etat vorzube- reiten habe. Ja der SpezialdiSkusstoa spricht Abg. vr. Marq « ardseu sein Bedauern darüber au«, daß die beim Etat der Justizverwaltung vo» der Kommission empfohlen« Resolution «egen angemessener Erhöhung der Besoldungen der richterlichen Beamte» nicht den Beifall de» Hause« gesunde» habe. Sr hofft iudeß, daß vielleicht schou im nächste» Jahre eine bessere Entscheidung zu «warten sei» werde. Bti Kap. 9, Oeffcptlicher Unterricht, bespricht Abg. vr, Simoni« (Elf.) in ausführlich« Weise dir Schulvrrhältniffe in Elsaß-Lothringen. In srinen weiteren Ausführungen erhebt er gegen d-n Reichskanzler den Borwurf, daß derselbe im Jahr 1871 dem Reichslaude gegenüber «ine ganz andere Stellung eingenommen habe» als im Jahr 1874, damals habe d« Reichskanzler die Slsaß-Lothringu die Eitle, die Aristokratie Frankeich» genannt, jetzt sei da» aber Alles ander« geworde«. (Redner wird hierbei von dem Präsidenten zur Sache gerufm und seizichtet in Fol,e deffen ans'« Wort.) Die übrigen Etrttitel werden ohne jede Dirkusfion genehmigt. Bei 8 1 de» Etatsgesetze« nimmt noch einmal Abg. vr. Simonis da« Wort, um da« Verfahren der elsaß lothringischen Abgeordneten der Etatbrrathung gegenüber zu rechtfertigen. Wir halten, führt Redner aus, den Reichstag nicht sür kompetent, eine« Etat sür das ReichSland zu wache», und darum wollten wir un« nicht au der Herst-lluug dieses E.ütS betheilige!!; außerdem hielten wir ab« auch die Zeit sür zu kurz, um eine gründliche Erörterung de« Etat« vornehme» zu können. Wir haben ivdeß ur« gegenüber den Mitglieder» bereit erklärt, alle diejenigen Mlltheil-.mgen zu machen, die et oa gewünscht werden sollten. Allein wir glaubten, die Verantwortung für diesen Etat nicht übernehmen za können, dazu hielie» wir un« nicht für befugt. Abg. vr. LaSker «widnt dem Vorredner, daß der Kommission nicht um Mittheilungen oder Anträge, sondern uw sachliche Störterungeu z» thun gewese». Dazu seien die Herren aus dem Elsaß eingeiade» worden, und hätten die Tbürm für fi? off « gestanden. Dieser Einladung hätten dieselben ab« kein« Folge geleistet und e« oorgezogen, Protrstpoliik zu treiben, da« Schlechteste, waS ein Volksvertreter überhaupt thun könne. -j- Berlin, 19. Dez. (Köln. Ztg.) Fürst Bismarck hat bei seinem Erscheinen in der gestrigen Abend-Sitzung des Reichstag», welcher er von Anbeginn bis nach 10 Uhr beiwohnte, Gelegenheit genommen, dem Abgeordneten v. Bennigsen seinen Dank für die Rede auSzusprechen, welche er in der Nachmittags-Sitzung gehalten und welche, abgesehen vom Zentrum, in allen Reichstags Kreisen die lebhafteste Zustimmung gefunden hat. Ueber den Inhalt des gestrigen Ministerraths und des Kabinetconseils wird überall tiefe» Stillschweigen beobachtet. Unterrichtete Personen behaupten heute mit Bestimmtheit, der Jnstizminister werde vorläufig seinen Posten nicht verlassen. Eine Klarstellung des zweifelhaften Artikels 31 der Verfassung liegt ganz sicher im Plane der Regierung, für jetzt aber scheint die Annahme berechtigt, daß man damit bis zm Berathnng über die Straf-Prozeßordnung zu warten geneigt ist. Nebligen« verheißen die letzten drei Wochen der ReichStagS- Sesston noch manche lebhafte Debatten; es sollen mit Bestimmtheit Bank- und Zivilehe-Gesetz, ferner die Gesetze über den Rechnungshof, die Verwaltung der Einnahmen und Ausgaben des Reiches und über den Landsturm zum Abschluß gebracht werden. Eine große Anzahl von Abgeordneten hat die Heimreise heute verschoben, um den Reichstag gerade auf der heutigen parlamentarischen SoirLe des Fürsten Bismarck so zahlreich wie möglich zu vertreten. — Das Urtheil gegen den Grafen Arnim ward hier mit Windeseile verbreitet und bildet, wie sich denken läßt, den allgemeinen Gegenstand der Unterhaltung. Von Wichtigkeit ist die Freisprechung von der Anklage der Unterschlagung, und daß das Gericht nur den DolnS bei den kirchenpotitischen Depeschen als vorhanden angenommen hat, jenen Depeschen, welche in geheimer Sitzung verlesen worden sind. Der Staatsanwalt und der Angeklagte haben Appellation angemeldet, so daß der Prozeß nochmals vor dem Kammergerichte, wenn auch in dieser Breite nicht mehr, verhandelt werden wird. Berlin. 19. Dez. (K. Z.) In gut unterrichteten Kreisen erzählt man sich als Grund zur Aufregung des Fürsten Bismarck noch Folgendes: „Die Polizei hat Bismarck unter der Hand mitgelheilt, daß ste einem Attentat gegen ihn auf der Spur ist, und hat ihn dringend ersucht, ste tu Kenntniß zu setzen, wenn er ausgehe over in dem Thiergarten spazieren gehen wolle.* ( vrela«». (Fortsetzung au« Nr. 298.) Herr Petter« ließ fi- tie Mappe reichen und begann darin zu blättern. Sc entdeckte zwei Lieder, di« Gnade sar-deu vor seinen Augen, und verschloß ste in den Belgenkastru, um sic sein« Grete! mit nach Hanse zu nehmen, damit sie dieselben tüchtig siudireo könne. Schließlich wurde bestimmt, Herr Petter« svlle die Partitur d« „Lehme" gegen ein» später s-stzustilleude Vergütung rin« gründlichen Durchsicht nutei- ziehen, nm sie, wie « sagte, gehörig „auSzumiften". Ll« «an mit allen diesen Arrangement« zu Sude war, «griff Oster« lemd sei» mit perlende» Angmtveiur gefülltes Gla« und sagte: „Meine Haren, lassen Sie un» auf da« Wohl de« jnngen Wake« und seine» Schöps«« trinke», die «Mn Herrn Petter»' mächtigem Schutze ihre Wanderung in die weite Welt autreteo sollen. E« lebe die »Dehme" und »ns« Freund, Herr Engen Laadol" „Sie leben l" — riefrn Waldenstein und Petter« anstoßend. „Und möge Har vando niemals vergessen," — setzte der Letzt«« hinzu — „daß e« keine größer« Sünde auf d« Well gibt, al« schlecht« Musik. Macht a sich jemals dies« Todsünde schuldig, dann bin ich es, der de« aßen Stein ans ihn wirst!" »Jeder thut, wa« a kann!" — »ersetzte Eugen. — „Will «ich Herr Petter« steinige», daun »hg, a nur gleich recht große Steine nehmen. Mein Wahl'pruch ist: Lieb« todt als ei» schlechter Mostkant l" -Bravo I' — rief Herr Petter«» deffen Augen bereit« vvn den Geister» de« Wein« zu leuchten begannen. — „GM gesprochen» junger Hen l Todtschlagen soll man sie ohne Barmherzigkeit, dir schlechten Musikanten, und daun noch anfhäuge» obendrein. Sott gebe, daß «S recht bald dazu kommen möge!" ES war ziemlich i» der Nacht, als sich die Gesellschaft trennte. Herr Petter« wohnt, weit dranßr, in der «orfladt. Mit Rücksicht aus die späte Stand« und seine eigene, etwa-schwankend grwordroe Konstilutisa beschloß a beim Fortgehen, seine Teige sür de» Rtst der Nacht d« Obhut de« Doktors zu überlassen. ^ch werke morgen »ach der Men sch cken" — sagte «, al« « mit We, densteiu und Eugen sich von ihrem Wtrthe verabschiedete. — »Oder bist« noch, der junge Herr bringt sie mir gegen Abend hinan«. Sr kann dann gleich mit der Gretel seine Lied« dnrchprobtre». Ich wohne auf dem Rabenstadrl Ro. 14. Geben Eie mir nur fein Acht, Doktor, daß d« Te» Stifter» de« Kapitel». Trotz aller B schräa- kuug ist meine Stellung doch eine stete und selbständige, und da« geht »ic üb« Alle«." »Du bist und bleibst rin bös«, kleiu« Trotzkops" — rief Lomteffe Aurvra, indem sie die Freundin ans die Stirn« küß!-. — „Mit dir ist nun einmal nicht zu reden I" (Fortsetzung folgt.) S München, 18. Dez. Dn .Anzeiger sür die k. Theater bringt folgende osststille Mitihnlung: D« k. dcyrijche Kammersänger Hr« Franz Nachbaur wob vom 1. Oktober 1875 an wie»« io dm Verband der München« H sbützne etntretru. un» »war unter dm gleich» Lertrag«»«hä1luiff-n, in denen derscld« schon stütz« zur k. Hofoühne staub. V Berlür, 20. Dez. Die KrifiS, welche vor einrge« Lage» durch da« EvIlaffungSgcsuch de« Reichskanzler« Für« Ke» v. Bismarck hcrbeigeführt wurde, ist für jetzt als »ollstäudig bescUigt avzusehen. Dem «egen dieser Angelegenheit am Freitag von de« Kaiser abgehaltenev Kabi- »ettcouseil wohnte auch der Kronprinz bei. Zn die Eooseilfitzung kam die Nachricht von dem Vertrauensvotum, welches der Reichstag dem Reichskanzler ertheilt hatte. Aus Anlaß dieser Mitteilung, welche auf den Kaiser einen sehr freudigen Eindruck gemacht habe« soll, forderte Se. Maje- PA den Fürsten Bismarck auf, sich in den Reichstag zu begeben. f Rendsburg, 19. Dez. Ein Ausschußbericht de« Provinzial« Landtage« erklärt die offerirteu 400,OM Thlr. für die Ausgleichung der schleSwig holsteinischen KrtegS- ikopen zur Beseitigung aller alten Ansprüche ungenügend vud beantragt im Sir ne des Beschlusses des Abgeordnetenhauses vom 10. Mai eine Ausgleich «summe, welche de« Betrage der Kowmunalanleihen von 1849 und 1850 (3 Millionen Thaler) nahe komme. — Der Provinzial- Landtag hat den AuSschußantrag, betreffend den billigen Nu-gleich aller alten Forderungen mit 4b gegen 10 Stimmen angenommen, weitergehende Amendement« aber abge« Rehut. lH Aus Kurheffeu, 20. Dez. In neuerer Zeit find Auffallend viele Freisprechungen renitenterGeistltcher «folgt; so hat das k. Amtsgericht in Raumburg de» Pfarrer Saul tu Balhorn, das k. Amtsgericht in Homberg die Pfarrer Bohne in Verna, Hartwig in Coßdorf, Wolfram i» Berge, das Amtsgericht i« Marburg den Pfarrer Schedt- iler in Dreihausen (Letzterer in 4 Anklagen wegen 12 Resten) von der Anklage auf widerrechtlich vorgencmmeue Amtshandlungen freigesproche«. Dagegen sind Lehrer Dietz Ar Marburg durch Beschluß des GesammtmintsteriumS wegen fortdauernder Renitenz, und Amtsrichter Kraushaar in Riederaula, weil er das Ges.-Konfistorium nicht anerkannt und sich in Folge besten geweigert hatte, abgesetzte Pfarrer zu vernehmen, durch Beschluß des Obertribunals abgesetzt worden. Letzterer Fall macht Aufsehen. Im Nebligen solle» sich die Renitenten in zwei Fraktionen abgesondert Haben; 21 derselben hängen sich an die Rockschöße Vilmars rmd 14 klammern sich an Hoffmauu. * Straßburg, 20. Dez. So wett sich sür heute blicken läßt, scheint festzustehen, daß die letzten Beschlüsse des Reichstags bezüglich des elsaß-lothringischen Haushalts-Etats bei den Alten und Neuen im Reichslande, bekannte Ausnahmen abgerechnet, einstimmige Befriedigung Hervorrufen werden. ES bedurfte vielmehr nur noch dieser befriedigenden Beschlüsse, um den Eindruck der Wtnterer'- ftheu Niederlagen bis herab auf den vollsten Nullpunkt abzuschwächen. Selbstverständlich kann vor Allem der Beschluß auf Nichtbethätigung der Landesanleihe keine andere als eine sehr günstige Wirkung im Lande machen. Für Lauge hinaus ist unseren Widersachern eine Waffe entwun« de«, die sie mit Erfolg gegen uns zu gebrauchen nicht müde würden. Der weitere Beschluß «egen Schaffung einer Zeutral'Schulbehvrde betrifft einen Gegenstand, der unsere« Wissen« auch hierzulande schon mehrfach erwogen worden ist Md bei fortschreitender Klärung der Verhältnisse «ach Maßgabe des inneren Verwaltungslebens s. Z. unschwer au«zuführ-n sein dürste. Uns „Neue- speziell berührte noch angenehm die Wiederaufnahme der etwa 40,OM Fr. betragenden, für Metz bestimmten Theatersubventton in den Etat, weil er un« in der Ueberzeugung bestärkt, daß der Reichstag auch für den Beruf des Deutschthums auf idealen Gebieten ein offenes Auge hat. Eine Stadt von der Bedeutung wie die lothringische Hauptstadt verdient es doch wohl, daß man sie in die Lage setzt, auch im Bereiche des TheaterweseuS allmälig Bessere«, vielmehr nach jetzigem Stand der Sache, irgend Etwa« leisten zu können. Vielleicht sagen wir demnach nicht zu viel, wenn wir behaupten, daß Elsaß-Lothringen diesmal den WeihnochtS- und Neujahrs-Feiertagen in verhältnißmäßig ganz günstiger Verfassung entgegengeh». Auf den Kanzeln wird rS vielleicht einigen Rumor geben, aber das trägt erfahrungsgemäß uur wenig hinaus iu's Weite. ck. Metz, 18. Dez. Die von verschiedenen Personen, die mit den elsaß - lothringischen Verhältnissen genau vertraut find, aufgestellte Behauptung, daß «S besser für unser Land se^ wenn unsere Reichtägs-Abgeordneten ein thäti- geS Eingreifen in die Arbeiten deS Reichstags unterlassen würden, scheint sich bewahrheiten zu wollen. Wenigstens steht so viel fest, daß sie sich, wo sie in den Gang der Verhandlungen eingriffen, keines Erfolges zu rühmen hatte», jedenfalls kein den Wünschen des Landes entsprechendes Resultat erzielt haben. Letzteres ist bi- j-tzt nur von der zur Berathnng unseres Budgets eingesetzten Kommisston, in welche einzutreten unsere Abgeordneten sich bekanntlich weigerten, erreicht worden, indem sie die von der Regierung geforderte Anleihe von 19 Millionen FrS. ablehnte. Einem weitern Wunsche der Bevölkerung kam dieselbe durch das an de» Reichskanzler gestellte Ersuchen nach, durch Vereinfachung der bestehende« Berwaltungsorganisatioa die Kosten der inner« Verwaltung zu vermindern. Freilich ist stark zu bezweifeln, daß diesem letzteren Wunsche jetzt schon in größerem Maßstabe Folge gegeben werden kann. Erst wenn das GroS der Bevölkerung, statt den Verwaltungsbehörden entgegen zu arbeiten, dieselben in jeder Beziehung unterstützt, i wird der Zeitpunkt gekommen sein, die Verminderung de« Beamtenpersonals und die dadurch bedingte Verringerung > der Ausgabe« in ernstliche Erwägung zu ziehen. 4t Leipzig, 19. Dez. (Au« der Rechtsprechung des Reichs Oberhandelsgerichts.) In einer LebeuS- versicheruugS-Police war betungen, daß die Versicherung erlösche, wenn der Versicherte wegen schwerer Verbrechen in Haft komme. Der Verfich rte wurde wegen Unterschlagung von Mündelgeldern verhaftet und zu vier Jahren Grfängniß verurtheilt. Mau «ahm an, daß im Sinne de- dei Abschluß des Versicherungsvertrags gellenden und für dessen Interpretation maßgebenden gemeinen Strafrechts ei« schweres Verbrechen nicht vor liege, also die Versicherung iu Giltigkeit bleibe. — Auf einem Güterzuge waren trcmS- por tirte Maaren dadurch in Brand gerathen, daß glühende Kohlen au« dem Schlote der Lokomotive heraus und auf die Maaren flogen. Da ermittelt wurde, daß die schlechte Beschaffenheit der zur Heitzung verwendeten Steinkohlen das Heraus fliegen verursacht hatte; so fand der Gerichtshof darin ein zur Entschädigung verpflichtende« Verschulden der Bahn- Verwaltung. — Eine aus Deutschland nach Neu-Park gesendete Erdung Bier zeigte sich nach der Ankunft als trübe und sauer. Der Käufer erstattete aber die Mäugelanzeige erst «ach vier Wochen und entschuldigte dies damit, daß die Seefahrt häufig ungünstig auf vier einwirke und man einige Wochen zuwarteu müsse, um zu konstatiren, ob sie oder die Qualität der Biere« als Ursache jener Mängel anzusehrn sei. Diese Entschuldigung hielt man für begründet, well die Folge» deS Transporte- vom Käufer zu tragen find, er also erst dann reklamiren darf, wenn das Gegentheil f-ststeht. In einer badischen Streitsache über den jetzt viel besprochenen „Korwan'scheu GaS-Selbstentzünder" handelte es sich um die Giltigkeit eines DtenstvertragS mit einem Angestellten der Fabrik. Aus den ungewöhnlich günstigen Bedingungen der Anstellung und aus andern Umständen entnahm der Gerichtshof, daß der Dienstvertrag nur wirksam sei, wenn rS sich um eine wirkliche und wesentlich neue Erfindung bet jener Vorrichtung handle. ES wurde daher auf den Beweis der Nichtexistenz einer solchen Erfindung erkannt. Die abnorme Art de« Dienstoertrags ergibt sich daraus, daß der Streitwerth des Prozesses fast 40,OM fl. beträgt. Oesterreichische Monarchie -j- Wie«, 19. Dez. DaS Herrenhaus genehmigte außer anderen Vorlagen den Staatsvoranschlag und das Finavzgesetz pro 1875, dann das Militär-PrvfionSgesetz in zweiter und dritter Lesung unverändert nach den Beschlüssen des Unterhauses, worauf der Ministerpräsident im Aufträge deS Kaisers die Vertagung des ReichSrathS bis zum 20. Jruuar aussprach. ^ Wien, 20. Dez. E« ist früher mehrfach von einem zwischen Rumänien und Serbien abgeschlossenen Schutz- und Trutzbündniß die Rede gewesen, aber in so vager Weise, daß man versucht sein konnte, selbst die Existenz eines solchen Bündnisses zu bezweifeln. Ich glaube heute bestimmt versichern zu dürfen, daß es existirt und daß man in Wien sogar über seinen Inhalt genau informirt ist, daß dieser Inhalt aber absolut nicht« Erschreckendes oder auch nur Beunruhigendes hat. Die Delegationen werden abermals erst zum Herbst einberufen. Die ungarische Regierung glaubte der früheren Berufung gewisse konstitutionelle Bedenken entgegenstellen zu müssen und der gemeinsamen Regierung kommt die Verzögerung vielleicht nicht ganz ungelegen, weit fie hoffen darf, daß später die finanzielle» und wirthschaftlichen Verhältnisse günstiger liegen, um eine bedeutende Herabminderung deS Militärbudgets nicht unbedingt zu erheischen. Frankreich. j- Paris, 18. Dez. Das linke Zentrum hat beschlossen, das Gesetz «egen Errichtung eines Senates zu bekämpfen, sobald nicht mit demselben gleichzeitig auch die übrigen konstitutionellen Vorlage» eingebracht werden. j- Paris, 18. Dez. In der Untersuchung gegen das Komiti de« „Appel au peuple" ist die weitere Verfolgung durch Gerichtsbeschluß abgelehut worden. Paris, 18. Dez. (K. Ztg.) In Paris herrscht heute großer Jabel in Folge der Nachricht, daß Fürst Bismarck sein EatloflnngSgesvch einzereicht habe. Man befürchtet nur, daß er es wieder zurückziehen werde. Groß; Aufregung hat die Kunde namentlich in Versailles hervorgerufen; die klerikalen Deputaten zeigten sich hocherfreut, da sie sich mit dem Gedanken schmeicheln, daß eine Aenderung in der Kirchenpvliük bevorst he. -j- Versailles, 18. Dez. Nationalversammlung. Der Minister deS Aeußern zeigt an, daß er nächste Woche der Rat fikation der Versammlung die am 22. Nov. in Alexandrien abgeschlossene Uebereinkunft betr. die Reform der Gerichtsbarkeit über die französischen Nationsangehörigen in Egypten unterbreitrn werde. Der Minister fügt hinzu, daß das Gelbbuch, welches demnächst zur Vorlage kommt, die auf diese Ueb-rcinkrwft bezüglichen Aktenstück! enthalten werde. Eine längere Diskussion findet statt über das Ver- waltnngSsyflem in Algerien. Von mehreren Seiten wird das Koloni lsystem befürwortet, während Cremieux eine Zivilverwaltung verlangt. Der Minister deS Innern spricht sich für die Einsetzung einer Enquöte-Kommission rus. Die Berathnng Wied morgen fortgesetzt. ch Versailles, 19. Dez. Nationalversammlung. In der heutigen Sitzung wurde der Antrag, eine Enquste- kommisston zur Feststellung des für Algier in Anwendung zu bringenden Verwaltungssystems einzusetzen, in zweiter Berathnng angenommen. B-Igi««. -j-j- Brüssel» 19. Dez. In der heutigen Sitzung der Zweite« Kammer erwiderte der Kriegßmintster auf eure Anfrage des Deputaten Cvuvreu-, daß die Regierung in dem R krutiruugSsystem keine Modifikationen eintreten zu lass » gedenke, namentlich aber dte obligatorische persönliche Dienstpflicht nicht eivzuführen beabsich'ige. Das KriegSbudget wurde darauf mit 69 gegen 19 Stimmen genehmigt. Prozeß Arnim. L Verl in, 19. D:z. Heute Nachmittag erfolgt« die Verkündigung de« Urtheil« in de« Prozeß Arn'm. Der Sitzungssaal war Me« füllt, mehr als an den sechs Lagen während der Bei Handlungen de» Pwz ff «. Biele Abgeordnete, eine große Zahl von höheren Juristen, viele Mitglieder der Arnim'sche« Familie erblickte man unter den Anwesenden. Die Anklagebank war leer, am LerttzeidigungSlische «schienen dir Rechtsanwälte Dokhoru und Munkes. Graf Arnim, hieß e»« lei in größerem Maße ei krankt. Um 4'/« erschien der Rechtsanwalt Munkel, an« dem BerathungSzimmer de» Gerichtshofes zurückkehreuk- sprach einige Sogendllcke mit dem Grase« Aruim.Schlagenthi«, d«e darauf sofort den Saal verließ, um den Augrklagteo» seinen Bater zu holen, da, wie es hieß, der Gerichtshof den Wunsch ausgesprochen habe» soll, daß der Angeklagte der Publikation de» EikenntnistrS beiwohne. ,Um S Uhr 13 Minute« erscheint Graf Arnim im Saal und nimmt auf der Anklagebank Platz, von der er sich erhebt, al« der Gerichtshof io den Saal tritt. Nachdem der Gerichtshof Platz genommen, ergreif! der Pl äfident, Stadtgericht«.Direktor Reich, da» Wort: Wohl noch nie habe eine Verhandlung rin solche« Aufsehen erregt, wie di« gegenwärtige. Der Grund liege »um Lheil in der Person der Angeklagte« selbst, zum Lheil in seinem Amte, »um Lheil auch in der Sache selbst. Die mannigfachste» Interessen, Ehre, Patriotismus seien hier im Spiel Alle« aber, wa« sür die große Menge von Gewicht sei, komme vor de« Richter io Wegfall, sür ihn sei das Gesetz maßgebend. Die Handlung«», welche dem Hr. «ngeschuldigteu zur Last gelegt werden, seien zu« Lheil in Frankreich, zum Lheil im anderen Ausland, zum Lheik in Preuße« begangen. Kür dir Lhaien in Frankreich sei er als Botschafter »erantwortlich, als dieser aber nach den Gesetzes-estrmmungr» den deutsche» Strafgesetzen unterworfen» iu gleicher Weise sei er sür die i« weiteren Auslande begangenen Vergehen als Deutscher vor de» Gesetze« de« Deutsche» Reiche« verantwortlich. Sein Gerichtsstand und, der Ort, an welchen sein Berfahreo de« gesetzliche« Bestimmungen »» unterweisen seien, sei da- deutsche Gericht. Redner geht sodann zur den dem Sngekl. zur Last gelegten Vergehen über, und zwar zunächst zu dm Erlassen und Berichten, welche der Angeklagte schändlich mit. genommen, später aber zmückgegeben hat. Die E, laste seien allerdiug« amtliche, aber gemischten Inhalt«, so daß fie auch zum Lheil disziplinärer und persönlicher Natur gehalten werden. Dagegen sei dem Angeklagten die donnüässjbei seiner Thal, nicht abznsprecheo. Diese« »ergehen deS Anzeklagtm sei disziplinärer Natur, mit der Bestrafung diese« Vergehens Hab« aber der Strafrichter nichts zu thu». Au« dem letzte» «runde scheiben auch die Nr. H. der Anklage bezeichnlten Schriftstücke (Erlasse, welche der Angeklagte gestäodlich mitgenommen nutz noch hinter sich Hst) an« den dem Ang-klagten zur L,ß gelegten Vergehen au». Wa« endlich!die dritte Serie anlange, die .Erlasse und Berichte, über deren Verbleib der Angeklagte keine Auskunft gebe» zu können erklär»-, so könne der Gerichtshof nur mit dem römische» .non Uyuet" antworten. B-zügltch der Augeltgenheit mit dem »Echo du Parlament-, der Wiener „Prrste- und der „Speuer'- schru Zeitung- habe der Gerichtshof au« den von der Anklage beige- brachten Beweisstücken nicht blo« di« ihm zur Laß gelegte Thätigkeit nicht herausstaden, noch viel weniger aber die daraus von der Anklage gefolgerte» Schuldbeweis- erkennen können. Endlich bleiben noch die st «irchenpolttischev Erlaste übrig. Dte Anklage beschuldigt dm Svgklagten, st« beseitigt und unterschlagen zu habe». Im Besitz hat der Angeklagte dir Schriftstücke allerdings gehabt, aber die rechtswidrige Aneignung fehlt. Aber trotzdem hat d-r Angeklagte strafrechtlich gefehlt dadurch^ daß er diese Depeschen mit sich genommen und io setrem «oster »ach Berlin und aus Umwegen nach Karlsbad mitgenommen hat. Sr hatte nicht in Berlin und auch nicht iu Karlsbad daran gedacht, die Depeschen dem Auswärtigen Amte zu übermitteln, obgleich er ihre enorme Wichtigkeit kannte. Sr hat fie au» Aecger über di, ihm »»gefügte Kränkung »vrückbehalteu wollen. Dadurch hat er gegen die B.stim» rnuogen de» § 348 de- Strafgesetzbuches g>fehlt. Aber den Dokumenten ist wiederum der Begr ff der Urkunden nicht beizulezr». S« greift deßhalb dir Bestimmung des 8 133 Platz, »»geklagter ist deßhalst überführt, diese Akrevstück- vorsätzlich bei Seite geschafft zu haben» Mit Rücksicht ans die hohe Stellung des Angeklagten, bei der Wichtigkeit der Akrer,stücke, mit Rücksicht aber auf de« observmizmäßige «erfahren, welches den Botschaftern eine Selbständigkeit in höherem Maß« gestaltet cl» den übrigen Beamten und welche» mildernde Umstände zu- läbt, irkernt der G-richt-hcf ihn der Ulkundenunterschlagung und de» Am.soergehrn« für nicht schuldig, wohl aber des Vergehen« gegen die öffentliche Ordnung schuldig und verurtheilt ihn z« einer T.fLngniß* strafe von 3 Monaten unter Anrechnung eine« Monat« Untersuchungshaft. Auch hebt der Gerichtshof die noch über de» A.igektagteu v 4 HSrigten Freiheitsbeschränkungen auf. Um 6 Uhr 10 Minute« war die Publikation d S Urtheil» erfolgt. * Berlin, 9. Dez.^Da» Erken,toiß im Prozeß Arnim schließt mit folgenden Worten: .Angeklagter ist sonach üiersührt: im Mai 1874 zu Berlin 13 am.» liehe k,rchen>politische Aktenstücke, > welche sich znr amtlichen Aufbewahrung an dazu bestimmten Orren befanden, vorsätzlich bei Seit« geschafft zu haben, Vergehen gegen 8 123 des Strafgesetz-Buche«. Bei der StrafauSmehunz kamen in Betracht >1. alsSchLrfunzSgrürrde n. die hohe Stellung de« Angeklagten und dte dadurch bedingten hohe« Pst chten; d. die Wichtigkeit der Depeschrnftrie und die aus ungeeignetem Bekanntwerden ihre» Inhalt» drohende Gefahr; L. al« Mil» dernngSgüirdt hingegen u. die am s2Z. Juni 1374 Inhalt- de» Korre pondenzfaSc k-l« stattgefurrdene Rückgabe der Depeschen; d. die durch den verlesenen Erlaß rom 21. D z mber 1843 schon von AVer« her bezeugte Eigenmächtigkeit einer Anzahl diplomatischer Agenten in dev Disposition über Archioalim. Die «b» angeführten Milderungsgründe find eben nur so l'che, nicht etwa EtrafauS» schlreßuugSgründe. Die D epe s che nr ü ckga b e war nur die Reparatur de» zirgesüztm Schadin», und üble Gewohnheit»» »erwögenUns erlaubt?« nicht etwa im Observanzwege zum Erlaubten umzustrwpeln- Zuletzt war noch dte F age der Anrechnrrng der vom Angeklaglr« er-s ftandene» Untersuchungshaft, 8 KO de« Str.G.B. Da« Kollegium hat «ach re si cher E Wägung geglaubt, dte ansLngltch maßgebend gewesene» Gestchtspu,ktenicht zu diu seiaige« machen zu sollen, ja, nicht»« den seintg-n machen zu kösrrnen und die Skase lediglich auf Grnal» der in der mündlichen Verhandlung gewonnene« Sachlage wäg« z» wüsten. E» ist den» -u« alle» vorgetragener, Erwägungen im Namen de» Königs ei könnt: daß der Angeklagte, kaiserlich deutscher Botschafter z. D^ Gras Harrrp ». Arnim, nicht der ll kuudenim erschlagurig und nicht de« AmtSoer» gehirr», wohl aber des B rgehen» wiber dte öff n liche Ordnung schuldig. und ».ßhalb unt r Zurlastlezuu; der Kost.» m t einer Gefänz» «ißstrafe »eu drei Monrti« zu belegen, woocn tudeffe» ei» Moaat »nrch die erlitt«! U»sersuchmi-«hast für verbüßt zu halt« — vo» «echt» wegen.' Badische Uhroxik. ,*«Karl»cuhe, 20. Dez. Die Erinnerung an die Jahrestage der große» Kämpfe gegen Frankreich 1870/71 ha! nufer Schlachtenmaler Emele, der sich durch die .Erstürmun; de» Bahuhofr» von Mnit»' i« vergangen« Frühjahr so gelungen bei un» eing-führt, durch ei» gegenwärtig in der Ausstellung befindliche» große« Lild ,A u- griff der badischen Grenadierbrigade auf den Eisenbahn-Einschnitt vor Nuit« am 18 . Dezember 1870" übermal« auf da« Trefflichste geweckt. E« ist mit Glück die Darstellung dt« Gefecht-momente« gewählt, wo nach Wegnahme de« Dorfe» voncourt-le Boi» und de» Pach hofe» la Verübe, besten Um« ßastuugrmauer mit Thurm recht« vom Beschauer sichtbar ist, da« erste Treff« der Brigade, L-ib-Grenadierregimeut, recht» geschwenkt hat und inm zu« F ontalangriff gegen dm tiefen, parallel mit dem Zuge de» Gebirge» laufend« Eisen bahn» Einschnitt, hinter welchem (vom Beschauer au« gesehen) Ruit» liegt, unter dem Feuer der in der Mitte he« Bilde« entwickelttu «vantgarde-Batterie (Holtz) ansetzt. Zwei Bataillon« der Grenadiere steh« bereit« vorne im Gefecht«, wa« durch eine ungemein lebensvolle Gruppe, Oberst Frhr. v. Wechmar nebst Adjutant und Hornist, dem Batteriechef zufprechend, dargestellt ist, nährend «ach link« hinan« besten 1. Bataillon unter Major v. Gemmingen, der de« Rebgelände« wegen eben sei« Pferd zurückgefchickt hat, in be- schleuuigtem Marsche der erstes Gefechttliuie zueilt. Da» opferreiche Eingreifen de« au« dem Grot vorgegaagerea 2. Grenadierrrgiment« Ist bereit» nach den Anordnungen de« töpfern Oberst v. Rmz, besten Meldung der vrigadekommandeur» Prinz Wilhelm, entgegen»!««!, im Ginge, wie der nach »orwärt« strebende Marsch einer mit der Queue sichtbar« Kolonne de« genannten Regiment« recht« de« Beschauer« zur Aluschauuug bringt. Der Stab de« Prtrzen Wilhelm hält, entsprechend der Ruhe io der GefechtSleitnug, zu Pferde hinter demselben, während he« Prinz« Seneralstab«-Offizier und der Adjutaut, Karl und Philipp ». Röder, von den Kämpfen de» ersten Treffen« Meldung bringend heebrigeeilt find, resp. sich nähern. Recht«, vorwärts der Berchörr, steht der Stab der Division, General von Glüwer an der Spitze, der den Gang de« Gefechte« im Nord« von Nuit« beobachtet und da« Sin- greif« der Eeitenkolouueo im Gebirge erwartet. Er ist er st seit einigen Tag« bet der Division; da« Auftreten derselben am 18. D-zember hat ihm später dm bekannt« Tag-befehl diktirt: »Am 18. hatte ich die Ehre, die Division zum ersten Male vor »« Feind zu führ«. Jetzt hin ich doppelt glücklich, an ihre Spitze gestellt worden zu sein/ Di« übrigrn Einzelheiten de- Bilde« veranschaulich« lebendig und kräftig die Vorgänge aus einem bewegt« Gefechtoselde. Al« weiterer Lorzug bist Iben aber ist zu erwähnen die treue Wiedergabe de« für so viüe badische Familien durch la« Blut ihrer SLHae heilig geworden« Boden«, vom Kü: stier an Ott und Stelle aufgmowm nr Der Zug H«S Cstt-d'or-Gebirgr«, an best« Fuß Nuit« liegt, sichtbar im Kirch- Ihurm und einig« Häusern; direkt dahinter aussteigend» von feindlicher Artillerie gekrönt, di» Plateau von Ehavr, dwch dm tiesenEinschnitt, «it «elchem der Meucinbach da« Kalkgebirge durchbricht, zu einer ge» «altigio, von Nord und Nordoft säst uueisteiglichen Bastion geworden. Die folgmde Höhe »ach Norden (recht«) ist die von Eoncoeur, von welch!r herab später da« 1. Bataillon de« 4. Regiment«, Oberstleutnant Arnold, wirkt, währmd von der unten ziehenden Chaussee von Bo«ne her der vielgenannte Major Uriger vom 3. Regiment» in Ruit« «in- dringt. Wir wünschen vorläufig, ohne de« Urtheilr eine« Techniker« vor- «reifeu zu «ollen, de« Künstler Glück zu diesem guten Bild, da« eine» her schönsten Blätter der badischen Lruppwgefchlchte mit Geschick, Kraft und Würde verherrlicht, und empfehlen dem kunstliebmd« Publikum dessen genußreiche und erheben«»olle Betrachtung. Am heutigen Sonntag war auf allerhöchsten Wuujch Sr. König!. Hoheit de« Großherzog«, dessen gräoigrr Bestellung da« Bild seine Entstehung vridarkt, dasselbe dm Mannschaften der hi.figeo Garuiso» zur Besichtigung zugänglich. E> Karlsruhe, 21. Dez. Der erste Hauptlehrer an hiesiger Etadt-Mädchmschnle, Hr. F « ch «. feiert heute sein 50jährige» Jubiläum als Lehrer. Im klein« Rathhanlsaalr versammelt« sich Vormittag« 11 Uhr sämmtliche hiesige VolkSschullehrer, die Herr« Stadtdirektor v. Prem, Oberbürgermeister Lauter, Ministerialralh Spohn, Vorsitzender de« evavgelischw, Naurath Lang, Vorsitzender de« katholisch« OrtS-Schulrath«, Dekau Zittel uvb Mitglieder der Ort«. Schulräthe. Hr. K»i«-Schulra1h Alt erschien mit dem Hin. Jubilar, hielt »ach Bortrag eine« Gesäuge« durch die Herren Lehrer «tue ergreifende Ansprache an die Versammlung und d« Gefeierten und schloß «it Ueberreichung der klein« goldmen E vil-Lerdtevstmedaille, womit Se. KSuigl. Hoheit der Großherzog den Hauptlehrer Fach« au seiuem heutigen Ehrentage beguadigte. Hr. Ministerialrath Spohn begrüßte dm Jubilar Ramm« de« evaog. Ort«-Schulrath», Hr. Naurath Lang Namen« de« katholisch«, Hr. Dekan Zittel Namen» der evang. Geistlichkeit. Hr. Etadtdir«ktor v. Prem sprach demselben seine Glückwünsche au-, wie auch Hr. Oberbürgermeister Lauter» dieser mit de« Bedauern» daß er erst gestern Nachmittag die Kunde vo» dieser Feier erhalten habe, dm Gemeinderalh als» nicht mehr veranlasse» konnte, auch fett er seit» die Glückwünsche dem Gefeierten darzubriugm. Alle fprcchen Diesem den Dank nnd di« Anerkennung an« für dessen langjährige, treue ur d ersprießliche Wirksamkeit al« Lehrer und Erzieher der Jugend, worauf derselbe Sr. König!. Hoheit dem Großherzog seinen unterthäuigst« Dank für die ihm zu The« gewordene, dm ganz« Lehrerftavd ehrmde Auszeichnung in tiefbewegt« Wort« autdrückre und die freundlich« Begrüßunglworte dankend erwiderte. Ein dreimalige« Hoch aus den durchlauchtigst« Landesherr«, autgebracht durch Hin. Krei« Schulrach Ai, und ein zweiter Gesang der Lehrer schloff« die Frier im Nachhause. " Karl«,uhr, 20. Dez. Geste« Abend war« die Mitglieder de« ,Karl«ruhrr Militärverein»' zahlreich in dem hübsch drkorirtm Verein«lokale versammelt. S» galt, die Erinnerung br» glorreich«, aber blutigen Tage« von Null« zu feiern, wo die badisch« Div.fion in so hervorragender Weise durch Heihmmuth uub Todesverachtung sich autzeichnete. Nachdem der Sängerchor de« Verein« da« F st mit einem Liede eröffnet hatte, gab den» auch der 2. Vorstand, Hr. Götz, in kurz« Zügen ein klare« Bild jene« heiß« Rin ger«, io dem unsere tapfer« Krieger dm numeri ch überlegen« Feind au« sein« furchtbar« Pcfitiov« warfen und so ein nene» Blatt in dm Kranz deutscher Siege wand«. Doch mußte dieser glänzende Erfolg mit schwer« Opfer» erkauft werden, und mit dankbarer , Rührung gelacht« der Redner der wackere» Badener, die damal« »en Tod gesund« im heiligen Kampfe für da« Vaterland. Diese« deutsch« vaterlaode aber galt da« Hoch, da« brr Redner zum Schluffe »»«brachte und i« da« die Versammlung begeistert ei»stimmte. In hetterer GeselliMt »ahm da« F.st sein« Verlass unter dem Klange patriotischer Lieber und unter dm beisälligst ausgenommen« komischen Vorträgen be« Hru. Gras. Nachdem noch zwei spätere Redner auf di« hohe Bebmtung «e« Kampfe« und Siege« bei Rnit« hingewiesm und auf die badische Division, sowie auf dm Dmtscheu Kaiser und sein« fürstlich« Bundesgenossen toastirt hatte«, schloß die schöne Feier, die ein » neuen Bewei« dafür lieferte, daß die kameradschaftlich« Gefühl« und da« B-wußtsei» der Zusammengehörigkeit, im Augenblicke der Gefahr und Angesicht« de« Tode« erstarkt, an ihrer Kraft noch nicht« verlor« haben. 8' Pforzheim, IS. De^ Hr. Irl. Schulze au« Mainz hat sein«. Ihn« angezeigtm Vortrag »über dir inner« Unwahrheit derjenigen Weltanschauung, anf welcher die Social-Demokratie beruht", am letzt« Sonntag vor einer großen Zuhörcrzahl, worunter uammllich auch viele Arbeiter, gehalten- Der Redner bezeichnet« al« die vedingung möglichst guter gesellschaftlicher Zustände die Veredelung de« Menschen, welche erreicht wird durch tinr fortschreitende Kulturentwickeluug. Im Verfolge die bisherige Kulturarbeit schildernd «cd al« Früchte derselbe» die Bildung tr« Sigenihum» der Familien der Religion und de« Staate« bezeichnend, ging Redner daun darauf über, zu zeig«, daß dt« Bestrebungen der Sozial-Demokratie «er Grundbedingung der Herbeiführung allgemein befriedigender Zustände schaurstrcck« zuwiderlansen» indem diese, statt auf dm Ausbau der Kultur gerichtet z« sein, vielmehr die Wurzeln aller Kultur vergift« und zerstör«. — Am letzt« Dienstag hielt Hr. Stadtpfarrer Specht von Durlach auf Einladung de« Protestautenverein« hier einen Bortrag .übrrdirreligtöfeBewegunginJodien', welche wir der vorhin genannte Bortrag mit dem größte» Interesse «»gehört wurde. Nach einem Rückblicke aus die all« indisch« Religion«, den Buddhismus uud Brahmani«mu« schilderte der Redner daun die Einwirkung«, welche der Muhemedanttwu« und da« Christen- thum in dem Deuten und Leb« der Indier au-g«übt haben und welche den Erfolg halt«, daß ein großer Thetl de« indisch« Volke«, iu«be- sondere der aufgeklärtere, um eine ganz reine, mit der christlich« nahezu ganz übereinstimmende Gotte«ansch»umig habe. 8" Pforzheim, 19. Dez. Zu» ehrend« Andenken für die währmd de« Kriege« 1870/71 im Felbe gestanden« Krieger der hiesig« Stadt wurde im hiesigen Rathhaursaale eine Gedenktafel angr« bracht, welche die Name» der Betheiligtm enthält. — Der Vorstand der hiesigen Frauen-Sterbkassr hat seinen Rechenschaft«bericht nun auch veröffentlicht. Der Verein zählt gegmwärtig 640 Mitglieder. Jede« Mitglied zahlt bei einem »srkowmendm Eterbefall 70 Pfennige bisher 24 kr.) und e« erhalt« die Hinterblieben« eine« »erstorbenen Mitglied!« ein vemfietum vo« 300 Mark oder 175 fl. Im letzt« Jahre find 10 Mitglieder mit Tod abgegmigen. 8 Heidelberg, 20. Dez. Der htestge Kunßverein wird nach Weihnacht« eine «»«stelluug aller Grwinnr veranstalt«, welche am Schluffe diese« Jahre« in der Zahl von 320 Stück unter dm Aktien besitzenden Mitgliedern de« Berei»« veil»o«t werden sollen. Dem Vernehmen nach ist auch Au«stcht Vorhand«, daß di« Ausstellung de« Kuuftoeretu« durch eine Kollektion interessanter Blätter bereichevt wird» welche der in Kunßkceis« al« Kenner und Sammler bekannte Hr. Rechtsanwalt May» von einer li-ger« Reise in Italien vor kurzem mitgebracht hat. — Da» jüngst schon erwähnte werthvolle Strabt» variuS-Violoncell, welch,« mit dem übrigen Nachlasse de» verstorbenen Bankier« vr. Ploo» van Amßel in de« nächsten Lagen unter den Hammer gebracht werdm sollte, ist »ach einer der .Heidelb. Ztg/ zugeg-mgen« Rottz durch Kaus io dm Besitz be« Stuttgarter Kammervirtuosen Krumbho'z über-egange», nub zwar »m dir hübsche Summe von 9000 Frare». 2s. Mannheim, 20. Dez. Testern Abend ging bie vierte Q rar» talsttzung de« Schwurgericht« nach zihutäziger Dauer zu S..de. S« würben in derselben 20 Anklagen »erhandelt, bei welchen 29 Person« al« Angeklagte «schiene». Drei Angeklagte wurden zu Zucht « hau«str«feu verurlheilt, und zwar wegen Raub« (4 Jahre), Kind«- »ord« (5 Iahe«) und Sittlichkeit-Verbrechen (1 Jahr 6 Monate). Dreizehn Berurtheilnngm erging« auf Gefängnißstrafen in der Dauer von zusammen 10 Jahre» 10 Mona-« (3 weg« Körperverletzung mit nachgesvlgtrm Tobe, 1 wegen Widerstauo gegen ein« Forfibedienfietm, 4 wegen unzüchtiger Handlung-», 1 weg« schwerer Kö-per Verletzung, 1 wegen velid-gunz de« Kaiser«, 3 wegen Preßver- gehen). Endlich erfolgt« 13 Freisprechungen und zwar 1 we, gen Nothzuchttversuck«, 1 wegen Widerstand«, 1 weg« Versuch« räuberischer Erpressung. 1 wegen Meineid, 1 «egen v-leidtgung de« Kai. ser«, 1 «egen Körperverletzung mit nachgefolgtem Lode, 5 weg« Theil- nähme au Schlägerei, 2 wrgea Preßvergehrn. Konstanz, 20. De,. Die heutige .Korst. Z/ berichtet: „Der weg« der SpttalpfrLnde ,wisch« dem Oberßiftung«rath und der httstg« Spitalvrrwaltuvg schwebende R-cht-streit ist nun »ach der Ueberweisuvg der Pfründe an die Alrkatholikeo durch lrtztere Wetter zu führ«. Nach der Syr-odalordnung ist die Zustimmung der Gemeinte zur Führung eine« Proz-ffe« erforderlich uno studet deßhalb morgen Nachmittag 2 Ubr eine alikathol. G m-indeoersammluug im Stadtha»«s»ale statt. D e Verhandlung vor dem großh. Oderdofzericht findet am Dienstag ßatt. Bor der C vilkammer und dem Appell»- tiontsmat dahier hat die Spitalveiwaltung dep Proz ß verloren/ Machschrift. -j- Bukarest, 20. Dez. Die Deputirtenkammer er- theilte ihrem Präsidenten, Fürsten Gyika, einstimmig eiu Vertrauensvotum Jepureano meldete eine Ja erpellation bezüglich de- SpiriluosengesetzeS, welches fremde Israeliten von dem Spiriluosenhandel in den Landgemeinden auS- fchließt, au und verlangte die Anwesenheit des Kultusministers bei Beantwortung der Interpellation. Im Senate verlangte DesLlin die Vorlage der diplomatischen Akten über die abzvschlteßende Handelskonvention und die Regulirung des Eisernen Thons. -j- Bern, 21. Dez. Der Ständerath ratifizirte, dem Beispiele des NationakathS folgend, einstimmig ren Welt- Poftvertrag. j-j- Paris, 19. Dez. Gestern fand bei d m deutsche« Botschafter, Fürsten Hohenlohe, der erste Empfang statt. Sämmtliche Mitglieder des diplomatischen Korps, sowie der Minister de» Auswärtigen, Herzog v. Dccaze«, der Minister des Jm^rn, General de Eabaud-Latur, der Unterrichts- minister Cmnont, der HanveiSminister Grivart und der Militärgouverneur von Pari», Genera! de Ladmirault wohnten demselben bei. Alle Damen de» diplsmatischeu Corps, die Herzogin v. DecazeS und eine große Anzahl anderer Damen au» den offiziellen Kreisen waren gleichfall- erschienev. -s- Pari», IS. Dez. Eine offizielle, au die hiesige Gesandtschaft der Argentinischen Republik gerichtete Depesche au» BuenoS-Ayre-z vom 18. meldet, Präsident Adel- laneda habe die Armee entlasten, nachdem im Bereiche der Republik der Friede wieder hergestellt ist. -j- Paris, 20. Dez. Die Linke hat beschlossen, den Jnstizmintster morgen über den Gerichtsbeschluß, wonach von einer Verfolgung des KomilL's des „Appel au peirple* Abstand zu nehmen sei, zu interpelliren. -s- St. Petersburg. 20. Dez. Die hiesigen Journale besprechen jetzt die in den höheren Lehranstalten stattgehabten Wirren auf Grund der klargestellten Thatsachen. Nirgends wird Seitens der Zeitungen besonders wirklich Bedenkliches konstatirt. Mit Recht wird nicht der Jugend alle Schuld zugetheilt, sondern, wie vom „GoloS", auf die Verantwortlichkeit der Professoren und die Pflichtversäum- nifle derselben hingewiesen. „RuSkimir" bespricht die Angelegenheit im Allgemeinen, die „Petersburger deutsche Zeitung" widmet der medizinischen Akademie einen längeren Artikel und sagt, in den Schulen herrsche jetzt vollständige Ruhe. — Dasselbe Blatt meldet, in den betreffenden Ministerien lägen jetzt mehrere Eisenbahnr-Pojekte vor, darunter eine Zweigbahn nach Dorpat. Kranffitkttr KurS eLtet. (DK fettgedruckt« Kurse find vom 21. De»., di« übrig« vo« 19. Dez.) Maat»»q»ier«. KRnßg« L's,'/» OMgattoo. 105'/, Ratzes S-fg kÄliganM« 105'/, . 4M, , 102-/. » »Es« « 98-/, , 8M,OSriL.V.18tL 92'i, «ayem »Ms Obligat. 10l»/, » » 9?-/, Württemberg 5/>, Obligation. 10b . 4M. . 102-/. , 4«/, . S-j-/. Naffas 4«/, Obngation« 88'/« Tr, Heffm 4«/. Obligatio»« 100 OeMmreich. s°,. «iwerreate Zm«4'/,-L 68'. . »>/. P«Pierre«te Sin« 4'/,»/, 63'/. Luxem- 4H^bl.t.Sr.»28kr. — bmg 4«/, , üTHLdlOVL 95'/» Rutzlaud ü>j Oblig. v. 1870 K d 12. 100'/, . 5«/k, dt». ». INI 97»,, . dto. v. 1872 - Schweden 4-/,dto.i.Thlr, 99'/. Schweiz 4'/,°/, Bern. Stttvdl. 99',, K^Amerda 6°/<> «,»»» L88»r».L8«, — . «°/„ tzt». L88TN von 18«» 101V, . 5°/, dto. 190ür («,^r v. 1864 98". 3°/, Spanische 1 ?-/, Bolle sranz. Reri, 100 «Me» «»tz Bri,ritüti». Watzisch« »«er . . . 113'/, RraNffs» Wanloerei» 84 »otsche W«rei»»ha»I 88' . «ropl»ri»ldiSko«to 79-/, L armstadter «aas 38b Qesterr.R«tio»aU>a«k 1046 Württmib. BereinSbarü 134' , Oesterr. Rretztt-Aktie« 241' . «tttche»tfch^kretz«a»k 96 «tzeiaisehe stredilda»! 98 «a-trr Ba»r»«rei« 86'/, «riisteler «»»k Ivb'/, «erlt»er Ba»k«erri» 83»/. Et«ttzmrter «a»k 87'/, De«1sch« Effekte»d«»r 116 O«str..tz«»tfche «a»k 86'/. 4M,t»yr.Oftb.1t200fl. 110-/, 4'.>'/.tzfäl».Marbahn 500st. 11t 4°/, Hm. LudwigSbabn 13! 3'/,«^Obah«ff.Eisnb.350fi. 71 W/,»sL-Krz.«taat»tz. 823'/. AH, , WE-L»«ch«irtz. 134 »H, „ «ordwestd.-«. 158'/, A°io«ttfatz.«ise»h. 4200ß. 201',. üMud.Eisnb^!.«^00fl.! 15b LMöhm.Wefib.-A.200ß. »<.Hr»^k»f.«ife»haH« 9i',. Galizier 254-/, 5>>,,MSHr.Grmzb2.Pr.i.e. 71»/tz ^--Böhm-Westb^Pr. i-Sild. - 5»/Msab/v.-Pr.i.S. »-«. — 5chg dto. . . »-«--83',, 5H, dto. steuerst:, neue , 88*,» 5«/a dto. (Neumarkt-Ried; — 5°/» Donau-Drau 64'/, s°/i> Isrz..Jos.-Pri«k. 91»,. 5°/aKronprMud>Pr. V.Ü7M 84',, NÄSAWL«,' 5°/. . . ia.2 71-,. Vorarlberger 78'/. 5-/gNngLfiü..Pri«. i. S. 61'/, 2 -/oUngar.Nsrdostb^Prio». — 5«/,Ungar.-Galii. 70-,. Ungar. Sis.-Anl. ?s 5«/Kstr.Süd-Lomb^Prchst«d. 86'/. rö/»Sst^«ützch«LD^ 49',' b'/gökerr.Smat«b.-Pr. 97'/, 30/göfierr.Stmtsb^Pr. 63',» 3°/oLsvom.Pr., r«. o, o a 37-,. 5°/«Rhem:sche Hypothekeubans Pfandbriefe 102 IMo . S7-/, 6^/s Pacific Central 80',» 3^/s South Mffouri 56 N»letz«»«l»,ie ««d V«a»te»a»leih<«. «öl« - Minden« 100 - Thlr. - Loose «ayr. 4'/, Prz»i«.«»l. 118 «MscheL«/, dto. , A-fl>wose . . 71'/, «ramlsch». LLkThlr^Loofe - «roßh. Hessisch« 50-fi>koo?- - , . . Ar^bsch-GimjtnheusenL»!!, 15-/. Liepr ch^^-pool« s.rce« 1 v 6 '/. . 5°/M^- „ Et 109-k, . 100-ff-Loose von 18S« 168'/. Ungar. Staattloose 100 fl. 86 Raab-Grazer 100-Thlr^L. 82'/, Schwedische 10-Zchlr.-Loos« 15-t, Finnländer lO-Thlr-chooke — Meininger st. 7. ig Oldenburger TbIr>M-8 41'/, «echselr»*?«, «ritz »ad^-W«,. ^ Mm»«» IE Pftz.«t. G 119'/« Wart»»EE»ee».««/»s 92», «ft» LE« st. östr.«. »>/, 106-/, Holländ. 10^-St. f. 8 50-52 Ducatm . . . , b.bb-S7 »OHsrancS^t. . 9.30—Si Engl. Sovereign» ,11.56 58 Russische Imperial , 9.49-51 Dollar« in Gold . 2L6—27 Dollarcoupou ... — >, still. Hrdü 139^ ««Mail« ISS',,. Mer Loos« —, Rumiinier —, Kredttaktim 237.—, Etaattbab, «rk 140.50, Napoleon««-« 8.91, w, i» tz« »a«a»k «Mp ll. er Redakteur: rr in Karlsruhe. Di««alo - » . » «l.S» 5 «/^ Pr«ß.Ariedrich«d'rr fi. — Pistplm .... 9^1-43 Tend«, W«»«r Wchffe. 21. De». Lombarden 77, Amerikaner —, Galizier —. Tendenz, still. Wie»« WSrsti. 21. Dez. - 123.— , A»aloi Tendenz: st.ll. E- tzOair«, K«»tz«l»»achrich Berantwortlics Paul Kretzschm «»»^herzogliche- Hoftheater. ' Dienstag, 22. Dez. 26. Vorstellung außer Abonnement. - Rothkappchen, dramatisches Kindrrmährchen in 1 Akt, von > L. Tick. Musik von HofmustkuS Mohr. Rataplan, der kleine Tambour, Liederspiel in 1 Akt, von Prllwitz. Der gestiefelte Kater, WeihnachtSwährchrn in 1 Akt. Mu» i von Mühldorfer. Anfang ck Uhr. M. 525. G.'st-.rn wurde meine Fie-e Frau Gertrud, geb. Mid» tzeldorpf, vo« ei»em kräftigen Mädchen glücklich entdundc.!. Ruf ach, Ob.-Elfaß, ^en 17. Dezember 1874. Iflr C«rt Weigelt. «.407. In Ludwig Schmidt's Buch- Handlung in Freiburg erschien: Was Gesetz über Kirchen- u. Lchui- daulichkeiten von L. Stempf, Präsident. Preis 1 fl. 12 kr. N441.3. In unserem V.tilge ist rrschle e» nudIn alle« Buch Handlungen zu hab-a: Entstehung der Pibel von ' Emil Ztttel. f RI ritte, nrubcardeitrtr Auslage. L-nüszs 3400. ^ saruntirt ^ 3400. Der 8 llblll! 88 lvll 8 -^!MiM kür 8üä- unä >VssI-s)entsctiIsnä, VrZLll kie öflentlioke Arbeiten, (IV. ladrgrwg.) «sollsint in Ltrugrdurg wöcksntliok uwoi Mal unä ist äas einrigs Organ, melekee über äis in 8üä - unä Vest- Kdlltsoklrllck vorkowmsnäsn Anssodrei- dungen Aller Laiserl. n. Lönigl. Ls- büräsn (Lisendakn-, Militär -, Lau-, korst-, kost- unä l'ölegraxlten-Vsrval- tnngsn ete.) in suverlLssiger ^Veiss ds- riedtst. verselbe eutkLlt keroer äio xrSsseren Versteigerungen von VValä- «seugnissen in Lüä-Oentsolilanchsxeciell «der Alle in Llsass-Lotdringen unä im Lrvsskersogtknm Laäen stattünäsnäen Lols- unä lodrinäen-Versteigerungen, Mi« Original-Lerickte über lnäustrie L HletaUwLrkte ete. unä äis Verökkent- liedung aller deäsnteoäen Ludtuissions- Ilrgednisss. lltzr -^Linnissions-Anseiger tnr 8nä- ,vä iVest-ventsellanä, veledsr sied 4es desonäsren Vertrauen» aller Ls- döräen unä Verwaltungen erfreut, ist snrek Verfügungen äer Löoigl. kreussi- »eden, Lgl. Laxerisodeu, Lönigl. Würt- tewbsrgisedsn unä Orossderrogl. Laäi- «den Ministerien, ferner vom Laiserl. Vbsr-krLsiäium (Lxo. von Möller su Ltrassdurg , von äen (lenoral-Oireotio- nen äer Lisenbadnen an Münoden, Ltuttgart, Larlsruds unä Strassburg, von äer Laiserl Ober-Lorst-Oiroetion »u Strassburg, von äer Orossd. biree- Lon äer vowainen unä Lorstsn an Larlsruds, von Löniglioden Legierun- xen unä OberbergLintern ete, äen Verwaltungen idrer Ressorts speeioll aur sälgein. Lenutsung ewxkodlsn woräen wnä wirä allgemein anerkannt, äass derselbe in Lolge seiner sedr grossen «nä geäiegenen Verbreitung in allen inäustrisllen, teedniseken vis gewerb- Ledsn Lreissn io erster lllnie im Stanäs ist, äis Submissionen unä Inserate in weit siederer unä wirksamer lVeiss unter seine radlreieken Leser au tragen, als äies jeäss anäers l?ublieations- Organ vermag. V7ir srsuoden unsere geedrten Adon- uenten, äas Abonnement auf äas erste Quartal 1875 reodtseitig an erneuern, älawit in äer 2usenäung keine Ilntvr- drscdung eintritt N 476.2. Nrassburg, im Dssemder 1874. _ Idle 4,lnrlnl«trat1ui>. N.504. Für eine Steuerlaffe im Unter- Kklsaß wird ein erfahrener Kaisen.Wehttfe gelacht. Fr. Offerten nimmt die A««o«- «o-Expeditio« von ZK A»«-«« in ». unter Chiffre Q. 3730 entgegen.(M.40 XIl.) N.529. Billingen. Chirurgiegkhilfe - Gesuch. Bei Unterzeichnetem kann sofort ein guter Mnd solider Gehilfe eintreten, _ F. Distel. Kapital-Gesuch. N.524.1. Eine Kcrporation (Gemeinde) lucht ein Kapital von 40,000 fl. — »0,000 fl. gegen ausgezeichnete Garantie. Gest. Angebote mit Bedingungen wollen unter O. 0. .Kapilalgesuch" bei der Expe- Hition diese- BlaiteS eingereicht werden. Verkaufsanzeige. N.520.1. Eine gut eingerichtete Conditorei mit ben ährter Kurd ch ft vnd zeitgemäßer Einricktung ist Wege« anderweitiger Äusdeh- «««g des Geschäftes in einer lebhaften Fabrikstüdt Badens unter vorlhe > haften Bedingungen an einen soliden tüchtige» Geschäftsmann zu verkaufen. Franko-Ofiertcn werden durch die Expedition dieses B atteS unter C iffre A. v. übermitte t —LL» O«upG leiedt nnä elegant gebaut, nobel ausgestattet, neu, kür eine Dame oäer einen Lrst xassenck, LU« Veeltwwr. Sied rn wenäen an äas tirr-Nurvuir von N.S81.3. in k>e«b«»a»s <» «. Preis 54 kr., eleg. geb. 1 fl. 15 kr. .Biele Zeitgenossen — sagt der Verfasser — Wernen sich jetzt mit neuem Interesse dem Btbelbuche zu, das nun einmal in der Weltgeschichte eine ganz nnvergleich - liche Bedeutung erlangt hat, und möchte» wohl erfahre», wann und wo und zu welchen Zwecken dasselbe entstanden ist, und welches dabei die eigenen und ursprünglichen Gedanken und Meinungen seiner Verfasser gewesen sind. Diese Blätter wollen eS versuche», dem denkenden und lernbegierigen Leser eine ehrliche und deutliche Antwort auf diese Fragen zu geben, indem sie ihm nicht die absonderlichen KinfLllc eines Einzelnen, sondern die einfachen Umriss- der gemeinsam gewvnuenen Ergebnisse der unparteiischen Wissenschaft unserer Zeit i« möglichster GememverstSndlichkeit der Sprache und Darstellung vorlegen ' .Von den Ergebnissen der freien Forschung — sagt eine Berliner Wochenschrift — gibt dieses Buch in schlichter Darstellung Miltheilung, ohne jede gelehrte Last, dem einfachen Leser, ja ohne Phrase dem Volke; ein Muster einer gesunden und freundlichen Popularität, wie sie noch immer vorzugsweise in dem deutschen Süden gedeiht. Mit lebendiger Religiosität verbindet der Verfasser frischen Sinn für historisches Menschmthum jeder Zeit u»d Art und bei seiner liebevollen Hingabe an di« Poeste als solche sind auch die meisten nachdichtenden Uebertragungrn ans Propheten und Psalmen wvbl gelungen." Karlsruhe. G. Branu'schr Hofbuchhandlung. N.448. VsUiLKSQ L LlL8in8'8 ^uxsrulsolUTittSL. Kaiser Wilhelm der Siegreiche. Sein Leben und seine Thateu. Ein Buch für Deutschland» Volk und Jugend von W. Petsch. Mit zahlreichen Tonbildern. Elegant gebunden mit rothem Rücke» und Loldtitcl. Preis 2 fl. 24 kr. Ein Buch, auf welche- seiten- de» Verfasser» und der BerlagShand- lung Alle- verwendet ist, um e» zu einem LieblingSbnche für Volk »ud Jugend zu machen. BorrSthlg in 4.. Hosbuchhandluug und der Nr-wmm'schen Hafbuchhandlung in LsrlornN«. Z« Weihnachts-Geschenke« empfehlen wir unsere feinst ausgeführten EvLÄr»eIr-iriIÄvr mit R ahmen von 2 fl. 40 kr . an. Reiches Lager von üker 200 der besten Rilder in den verschiedenste n Hrötzen u nd Preisen. Aechte Gold-Barock-Rahmen zu de« billigste» Allsätz eu. R.446.2. - G. Braun'sche Hvfbochhdlg. in Karlsruhe. N. 505. in — Freiburg i. Br. — empfiehlt sein Lager acht französischer Champagner Weine zu Originalpreisen, als: L«r«L» l ! in Fkss»»«, ESiSs» r f sowie verschiedene andere Sorten in Körben von 12, SO und 50 Flaschen Willkommenes und nützliches Weihnachls- 2 geschenk! Aechtes Karrlsruhev Waffev N.512.2. 8 > '.^!!88 von krlesiflek Miss L 8okv. ^ Awklichts Gutachten : Die Herren F. Wolff L Sohll in Sarlsruht bereiten in ihrer Parfümertefabrik ein Präparat, welches sie -Karlsruher Waffer" neuneu. Dieses Präparat habe ich Behufs wifleuschaftlichrr Begutachtung persönlich in meinem aualytisch.chemischen Laboratorium einer genauen, sowohl qualitativen, wie quantitativen Untersuchung unterworfen. Die gewannenen Resultate berechtigen mich zu nachstehendem «rtheil: „Obengenanntes Präparat ist durch kunstgerechte De» Mation aus Begetrbilien bereitet worden, d.ren stärkende und anregende Wirkung ans d»S Nervensystem beim äußern Gebrauche schon längst in der Wissenschaft be- könnt ist und die in Folge dessen zum größten Theil in der Medicin mit bestem Erfolg angcwendet werde«. Zum Auszug der Begetabilieu wurde der reinste Alkohol in Anwendung gebracht. Er unterscheidet sich daher dieses Präparat von einer Reihe Riechwaffer und Lun äs Oologns rühmlich dadurch, daß eS nicht wie viele von diesen durch Auflösen «etherischer Oele in Spiritus, sondern durch rationellste Extraction der Begetabilien selbst gewonnen ist. ES iß daher dieses Karlsruher Waffer als «in ausgezeichnetes Hlws- »ittel zu betrachten, das in keiner Haushaltung fehle« sollte, vre-lau, im September 1873. „Der Direktor de» polytechnische» Instituts iL. 8 .) und analytisch.chemischen Laboratorium»: Alleinige Niederlagen in Karlsruhe: kXe«r»-»«:L SiVok/7^ ch- Langestraße 104, und L«S»s Wittwe, Karl-Friedrich-Straße 4. Kiftcheil von 6 Flaschen ä 2 p. 30 kr. Versandt gegen Postnachnahme. N.522.1. Karlsruhe. Verkauf eines Pulvermagazins re. re. zum Abbruch. Am 28. d. Mts., Bormittags Ist llhr, -werden im Wachthause de- Pulver» magazinS bei Bulach, dies Magazin, sowie die dazu gehörigen Schuppen und da» WachthanS dem öffentlichen Verkauf anSgrsetzt werde». Bei genügendem Gebot erfolgt die ZuschlagSertheilung im Termine und must dann sofort baare Zahlung geleistet werden. Die Wache ist angewiesen, die Besichtigung der Gebäude von außerhalb zu gestatten. Am 24. d». MtS., Morgens 10 Uhr, und vor Beginn de» BerkaufStermiuA wird auch da» Innere der Gebäude gezeigt werden. Die VerkaufSbedingungen können im Bureau der Unterzeichneten Behörde und im WachthanS bei Bulach eingeseheu werden. Die zvm Verkauf zu stellenden Gebäule liegen ans der Gemarkung Bulach östlich der Straße von Bulach nach Grünwinkel. Dieselben bestehen in: ». dem Pulvermagazin — massiver Holzbau — 8 Stockwerke mit Keller, Schieferdach, West- und Nordseite mit Schiefer bekleidet, mit Blitzableiter^ eo. 22.5 M. lang, 14,3 M. tief; d. der die» Magazin umgebenden Mauer mit daran stoßenden drei Schnppe«; e. dem Wachthause. Auch nach der ZuschlagSertheilung bleiben die Gebäude bi» nach erfolgter gänzlicher Räumung in Benutzung der Militärverwaltung. rtillerie-Drvot Karlsruhe N.526. Für die Winter-Saison halte ich das hiesige Lager meines HauseS Georg Hermann Mumm H Comp, in Reims, patentisirte Hoflieferanten Seiner Majestät des Königs von Preuße«, der Könige von Dänemark, Welgie«, Schwede« und Norwegen, der Hroßherzoge von Kesseu-AarmSadt, von Mdenöurg und verschiedener anderer deutschen Höf:, bestens empfohlen und bitte ich Aufträge auf Körbe von 60, 50, 30, 25 und 12 ganzen Flaschen, sowie auf solche vor» 50 und 24 halben Bouteillen bei mir «iederzulegen. Zur Bequemlichkeit der verehrlichen Kunden im Oberlande befindet sich auch bei den Herren C. Stockmar in Lahr und A. Ehrhardt in Freiburg ein Lager. Gleichzeitig empfehle ich mein Haus Peter Arrwto Mumm in Frankfurt a. M. zum Bezüge feiner Rhein-, Mosel-, spanischer, italienischer Weinen, s. w., und können Aufträge hierauf ebenfalls sowohl bei mir, als bei den Herren C. Stockmar in Lahr Und A Ehrhardt in Freiburg niedergelegt werden. Wr«era1-Agr»t für das Vroßherzogthum Jade», Schloßplatz 7. »E'- - ll ' 8"i"e - d e r b ü h l. Jagd-Verpachtung. Die GemeindeNie» derbühl läßt am Montag den 28. d. Mt»., Nachmittags 8 Uhr, auf dem RathhauS da« selbst die Jagd auf ihrer Gemarkung ans weitere sechs Jahre verpachten; wozu die Liebhaber sreundlichst eingeladen werden. Niederbühl, den 17. Dezember 1874. Da- Bürgermeisteramt. Schmitt. R.S83.1. (MIIOOn) Holzverstei- geruug. Die Fürstlich Fürstenbergische Forstei L-nzkirch versteigert am Molllag de« 28. Dezember d. I., Vormittags 10 Uhr, im Wirthehau» in Grünwold aus den Fürkl. Waldungen Stalleggerwald, Kreuzschachen, Grimmel- wald, Hochwald und Stutz: 410 Tannen- stämme I. Kl. mit 734 Kb.M, 477 Tannen- stäMwe ll. Kl. mit 482 Kb M., 447 Tan» nenstämwr III. Kl. mit 2>>2Kb.M.; 49 Tannenkiötze I. Klaffe mit 72 Kubikmeter, 76 Tannenklötze II. Kl. mit 57 Kb.M., 105 Tanvenklötze III. Kl. mit 40 Kub Meter; 1 Buche und 25 Erlenstämme mit 7 Ko M. und 132 Gerüststangen; am Dievstag dc« 29. Dezember d. I., Vormittag» 10 Uhr, im WirchShanS zum Löwen in AltglaShütten au» den Fürstl. Waldungen ReiterrwieS, Windg'fäll, Feld- bergwald, TitiSseewald unbelastet und Schindlendobel: 163 Buchenstämme mit 125 KbM., 83 Tannenspaltstämwe mit 27 Kb M, 815 Tannenstämme 1. Kl. mit 402 Kb.M., 231 Tannenstämwe ll. Kl mit 172 Kb.M.. 208 Tannevstömme III. Kl. mit 83 Kb.M.. 12 Tannenklötze l. Kl. mit 19 Kb M., 78 Tannenklötze il Kl. mil 57 Kb M.. 220 Tan- nenklötze lil. Kl. mit 66 Kb.M. und 874 Gerüststangen. DaS Holz wird von den Waldhüter« Willmann in Holzschlag, Märk in Grünwald, Aman« in Al'glarhükt» und Herrmaun in VSrenthal aus Verlangen vorgezeizt. Zahlungsfrist bi» 1. Juli 1875. _ Strafrechtspflege. Ladungen und Fahsduoge». ' M.797. Nr. 7595. Adel-Heim. Wehl mann Johann Andreas Hetlinger von BofSheim wird gemäß § 360 Ziff. S R.Str.G.B. der unerlaubten Auswanderung beschuldigt vnd ist gegen ihn eine Strafe von 20 Tholern beantragt. Zar Hauptverhandlung über diese Anklage ist Lagfahrt aus Mittwoch de» 30. Dezember, Bormrtta» 9 Uhr, anberaumt, und wird hiezu der Angeklagte mit dem Bemerken vorgeladen, daß im Falle seine» Ausbleiben» da» Urtheil nach dem Ergebniß der Untersuchung gefällt werde« wird. Adelsheim, den 17. Dezember 1874. Großh. bad. Amtsgericht. Los». N.502.1. Oberkirch. Renchthal-Eisen-ahn. Lieferung von Oberbau Materialien Die Lieferung von: 7000 Stück Querschwellen von Eichenholz» 17000 „ „ „ Nadelholz, 115 Kubikmeter länger» Schwellen von Eichenholz, 25 „ länger« Schwellen von Nadelholz, 12000 Stück Laschen mit ca. 600 Zentner, 84000 „ Laschenschrsabrn mit ca. 200 Zentner, 18000 „ UnterlazSplatten mit ca. 330 Zentner, 110000 „ Schienennägeln mit ca. 660 Zentner, 26 , Weichen, 26 „ Herzstücken soll im SobmisfionSwege vergeben «erden. Die Bedingungen sind von der Bauleitung der Renchihal - Eisenbahn in Oberkirch, Grvßherzegthum Baden, zn beziehen, und Angebote daselbst bis zum 15. Januar 1825, Mittag», einznreichen. Den 16. Dezember 1874. Der bauleitende Ingenieur: Baumeister. N.521. Nr. 28,233. Bruchsal. Die- fertigen, welche für Rechnung der Bnreau- koffe des unterfertigten Amtsgericht- (Richter) Forderungen für Impressen «. Schreibmaterialien zn machen haben, werde» ans- gesordert, dieselben bi» 1. Januar k. I. dahier anzumelken, indem später keine Rücksicht darauf genommen werden kann. Zugleich wird darauf ausmerksam gemacht, dag Bestellungen für da» Amtsgericht (Richter) von einem richterlichen Beamten unterzeichnet sein müssen. Bruchsal, den 16. Dezember 1874. Großh. bad. Amtsgericht. _Ilr. Schütt. _ N.508. Waldkirch. Franz SaleS Schulti» von AltsimonSwald wurde als Bürgermeister dieser Gemeinde gewählt und heute verpstichtet. Waldkirch, den 17. Dezember 1874. Großh. bad. Bezirksamt. ». Theobald. Druck »ud Verlaß der G. ör,»»' cheu Hofbuchdruckerri. (Mit einer Beilage^