Beilage z« Nr. 48 der Karlsruher Zeitung. Samstag, 27. Februar 187L. Deutschland. Leipzig, 23. Febr. (Aus der Rechtsprechung des Reichs-Oberhandelsgerichts.) In einem Prozesie aus W. erschien heute der bekannte Reichstags-Abgeordnete Justizrath Braun, und entwickelte in seiner glänzenden Redeweise dm Zustand von Berderbniß an manchen Badeorten zur Zeit der Spielbanken. Es handelte sich im unter- gebenen Falle um eine ganze Gesellschaft, die sich mit unlauteren Wechselgeschäften abgab. So hatte man einen arglosen Privatmann zur Erwerbung eines formell ungiltigm Wechsels über 1000 Thlr. veranlaßt und entzog sich den Ansprüchen im Wechselprozesse durch die Einrede der Nichtigkeit des Wechsels. Nunmehr erhob der Getäuschte aber eine Entschädigungsklage und erlangte in zweiter und dritter Instanz die Verurtheilung Jmer zur Herausgabe ihrer Beute und voller Schadloshaltung für Prozeßkosten und andere Auslagen, sowie für Zinsen. In einem anderen Rechtsfalle, der das Auditorium manchmal sehr erheiterte, wurde gründlich erörtert, was man unter Speck verstehe, ob nämlich in einem Fasse mit amerikanischem Speck mehr als die Hälfte Fleisch, Knochen und Schwarte enthaltm sein dürfe, ohne die Eigenschaft der Waare als Primasorte zu beeinträchtigen. Dies hatten wirklich drei Kaufleute eines Seeplatzes bekundet, während die Richter «einten, Speck bedeute überall „Speck". — Einen bedeutende» Artikel der Einfuhr aus England nach Norddeutschland bildet das Salz; so hatte ein englisches Haus einem deutschen 600 Tonnen Salz „frei an Bord des Schiffes" verkauft und verweigerte hartnäckig die Lieferung, als der Käufer das Salz in England selbst abnehmen wollte; er hielt sich mit der bekannten Sylbenstecherei der Engländer an den Wortlaut des Vertrags und wollte darum nur auf ein Schiff liefern. Die deutschen Gerichte konnten sich mit dieser A«s- sassung nicht befreunden, da bei ihnen der Vertragswille, sowie Treue und Glauben mehr gilt, als der Buchstabe; sein Eigensinn kostete den Engländer 1200 Thaler. Oesterreichische Monarchie. ^ Wien, 24. Febr. Wieder einmal eine Ausstellung, eine internationale Ausstellung, freilich innerhalb sehr bescheidener Grenzen: der Wiener Verein für Geflügelzucht hat das Bedürsniß gefühlt, eine Ausstellung von Geflügel jeder Art, von Nutz- und Zierthieren, auszuschreiben. Am 29. April wird sie eröffnet — in einem dazu angekauften Bau im Prater — und am 6. Mai geschlossen. Auch die Preise fehlen nicht, Geld, Medaillen und Diplome. Italien. — In der Sitzung der Deputirtenkammer vom letzten Samstag erklärte der Kriegsminister die Herstellung einiger wenig kostspieligen Festungswerke in der Umgebung Roms für unvermeidlich, um die Hauptstadt vor einem feindlichen Handstreich von der Seeseite her zu schützen. Eine derartige leichte Befestigung Roms werde auch die Nothwen- digkeit, eine größere Besatzung in Rom stationiren zu lassen, beseitigen. — Der neue spanische Gesandte beim hl. Stuhle, Sr. Benavides, machte am Samstag dem Kardinal An- tonelli seine Aufwartung. — Bei der Berathung des neuen Strafgesetz Entwurfs im Senate wurde die Frage der Abschaffung oder Beibehaltung der Todesstrafe aufgeworfen «nd gab zu lebhaften Debatten Veranlassung. Die „Opi- nione" bespricht in ihrer vorgestrigen Nummer dieses schwierige Thema und widmet dabei sechs Spalten der Uebersetzung eines Dialogs von David Friedrich Strauß, jenes Mannes, der mit der Kühnheit des Gedankens und der schöpferischen Kraft des Genies die vollkommenste Ruhe des Unheils und der Ucberlcgung und die Hinneigung zu ächt konservativen Prinzipien zu verbinden gewußt habe. Badische Chronik. G Karlsruhe, 25. Febr. Das Ortsstatut über d t e Kthrun'ig der Grund- und Pfandbücher inKarls- ruhe, welchem der Bürgerausschuß feine Zustimmung ertheilte und d«S im Großh. Justizministerium zur Genehmigung vorliegt lautet: I. Betrag der vom Grund- und Pfandbuch-Führer zu leistenden Sicherheit. Der Grund- und Pfandbuchführer hat zur Sicherheit dafür, daß er den Dienst richtig führe, der Gemeinde eine Sicherheit im Betrage von Viertausend Mark zu leisten. Der Etadtrath ist berechtigt, die zur Sicherheit eingelegten Pfänder »ach beendigtem Dienstverhältnisse des Grund- und Pfandbuch-Führers bis auf die Dauer von zehn Jahren ganz oder theilweise rückzube- haltcn. II. Zahl der Mitglieder der Gewähr- und Pfandgerichts.Kommission. Die Zahl» der Mitglieder der Ge- wahr- und Pfandgerichts-Kommission wird auf fünf festgesetzt. Regelmäßiges Mitglied der Kommission ist der Oberbürgermeister. UI. Geschäftsordnung der Gewähr- und Pfandgerichts-Kommission. Die Gewähr- und PfandgerichtS-Kom- misston übt die Beaufsichtigung der Dienstführung des Grund- und Psandbuch-Führers in folgender Weise aus: ». Die Kommission ist verpflichtet, durch regelmäßig wiederholte Prüfung des Dienstes darüber zu wachen, daß die Geschäfte rasch und in der Reihenfolge der Anmeldung erledigt, dabei die vom Gesetze vorgeschriebenen Formen des Verfahrens eingehalten und die für die Giltigkeit des materiellen Inhalts entscheidenden Vorschriften beobachtet werden; sie ist außerdem gehalten, auch darauf zu sehen, daß das Interesse der Gemeinde gewahrt bleibe. i>- Zu diesem Zweck find sämmtliche Kommissionsmitglieder berechtigt, alle Einträge und Vormerkungen im Grund- und Pfandbuch, die Auszüge daraus, sowie die Bescheinigungen und Zeugnisse darüber einer Prüfung zu unterwerfen. o. Verpflichtet hiezu ist aber im Auftrag der übrigen Kommissions- Mitglieder abwechslungsweise je ein Wtglied auf diejenige Dauer und in derjenigen Reihenfolge, wie solches die Kommission unter sich bestimme» wird. ck. Zum Zweck dieser Prüfung hat eine fortlaufende Vergleichung des chronologisch geführten amtlichen Grund- und Pfandbuchs mit den betreffenden Folien des dahier besonders angelegten Realhypotheken- buchs (Generalindex) einzntreten. e. Die Prüfung selbst hat sich namentlich auf die Richtigkeit und Voll- Müdigkeit der in den einzelnen Urkunden angegebenen Eigenthums-, Beschriebs-, Belastungs- »nd Entlastungsverhältnifse zu erstrecken. k. So oft ein Kommissionsmitglied oder der Grund- und Pfandbuch- Führer es verlangt, hat die Kommission zur Berathung und Beschlußfassung zusammenzutreten. Zur giltigen Beschlußfassung ist die Anwesenheit von mindestens drei Kommissionsmitgliedern nothwendig. Z. Eine Mitwirkung der Gewähr- und Pfandgerichts-Kommission ist zur Giltigkeit der Urkunden nicht erforderlich (Ges. § 2), dagegen ist der Grund- und Pfandbuch-Führer der Gemeinde gegenüber gehalten, jeden Akt vor der Abfassung, einem der Kommisstonsmitglieder zur Durchgehung und Mitunterschrift vorzulegen. Karlsruhe, 25. Febr. Die „B. L.-Z." schreibt: „Die neueste Nummer von „Ueber Land und Meer" (illustr. Ztg., Stuttgart bei Eduard Hallberger) bringt einen Aufsatz über Karlsruhe nebst einer Tafel von Ansichten aus unserer ^adt, welche eine ganze Seite des großen Formats dieser gediegenen Zeitschrift einnimmt. Wir dürfen uns dieser auswärts gefundenen Anerkennung aufrichtig freuen." K Heidelberg, 24. Febr. In der verflossenen Nacht wurde man gegen 4 Uhr durch da» Ertönen der Feuersignale aus dem Schlafe geschreckt und in Anbetracht des heftigen Nordost-Sturmes, welcher schon seit mehreren Tagen über das Land braust, in große Aufregung versetzt, welche jedoch bald schwand, als man erfuhr, daß es sich um einen in der isolirt stehenden Cementfabrik von vr. Schifferdecker auf der Bergheimer Mühle ausgebrochenen Brand handle. Als die Feuerwehr zur Stelle kam, stand das aus Fachwerk errichtete Fabrikgebäude, welches die kolossalen Cemcntöfen umschloß, schon in Hellen Flammen und brannte bis auf den Grund nieder, wobei jedoch die Oefen selbst keinerlei Beschädigung erlitten, so daß de> Fabrikbetrieb völlig ununterbrochen weiter gehen kann. Auch gelang es, die Verbreitung deS Feuers auf die umliegenden Gebäude vollständig zu verhindern. Das Niedergebrannte war versichert. — In seiner letzten Sitzung hat der Gemeinderath einem von der Stadt-Baukom- mission vorgelegten umfassenden Pflaster-Reperaturplan seine Genehmigung ertheilt, welcher unter Berücksichtigung der bevorstehenden Kanalisation unserer Straßen der Reihe nach wieder zu einem richtigen Zustand verhelfen soll. Die westliche Hauptstraße, Jngrimstraße und Plöckstraße werden zuerst in Angriff genommen. — Daß kaufmännische Geschäfte nicht ohne jede Rücksicht auf den vorhandenen Bedarf ungestraft sich vermehren lassen, hat sich recht deutlich an den hier seit einem Jahre wie die Pilze aus dem Boden geschaffenen Herren- kleider-Handlungen gezeigt. In den letzten Monaten sind drei dieser sogenannten Konfektionsgeschäfte der Gant verfallen und zwei andere aus freien Stücken wieder aufgegeben worden. Leichtsinniges Kreditgeben der Großhändler trägt zu derartigen überflüssigen Geschäftsgründungen nicht wenig bei. — In dem nahen Wieblingen fordert in jüngster Zeit die Diphtheritis unter der Kinderwelt zahlreiche Opfer und soll dem Vernehmen nach eine solche Ausdehnung gewonnen haben, daß die Schule bis auf Weiteres geschlossen werden mußte. 11 Mannheim, 24. Febr. Die Darstellung der Judith in Hebbel's gleichnamiger Tragödie beschloß Clara Zieglcr's Gastspiel in glänzendster Weise. So ungeheuerlich auch die Hebbel'sche Poesie in diesem Werke stellenweise zu Tage tritt, so wenig insbesondere die Gestalt des immer wuthschnaubenden und blutdürstigen Holofernes sich poetisch rechtfertigen läßt, muß doch dem Dichter in der Durchführung der Titelrdlle Anerkennung gezollt Werdern, denn hier entfaltet sich in schöner Weise ein edles Weib zur aufopserungsfähigen Befreierin ihres Volkes, zur Nationalheldin, und diese Entwicklung wird durch keinen Mißton gestört. Die „Judith" gilt als die beste Rolle -eS Fräulein Ziegler, und fürwahr Angesichts der gestrigen Leistungen der Künstlerin wird Jeder sich diesem Urtheil anzuschließen haben, denn die Wiedergabe dieser Rolle in allen ihren Einzelheiten bildet eine so harmonische, abgerundete, vollendete Kunstleistung, eine solche Vereinigung edelster Bewegungen und edelsten Ausdruckes, daß die Zuschauer in der Bewunderung des GasteS geradezu aufgingen. Der durch diese unübertreffliche Leistung gebotene Kunstgenuß wird zu den dauerndsten Erinnerungen unseres Theaterlcbens zählen. Die Rolle des Holofernes, außer der Titelrolle eigentlich die einzige Rolle des Stückes, wurde durch Hrn. Hanisch in anerkennenswerthester Weise durchgeführt, und erntete derselbe wohlverdienten Beifall. Das Haus war, wenn ein Komparativ möglich ist, fast noch ausverkaufter als am Sonntage, und die Theaterkasse hat durch die Gewinnung des Frl- Ziegler für dieses Gastspiel einen sehr erklecklichen Bortheil bezogen. Vom Bodensee, 22. Febr. Den dankenswerthen Bemühungen mehrerer Kunstfreunde ist eS gelungen, das berühmte schwedische Damen-Vocal-Quartett für ein Konzert zu gewinnen, welches am Donnerstag, den 25. d. MtS., Abends 7 Uhr, im Saale des Insel-Hotels zu Konstanz unter Mitwirkung des Hrn. Kapellmeisters Karl Reinecke aus Leipzig stattfinden wird- DaS Programm enthält eine Reihe trefflicher Kompositionen, u. A. von Beethoven, Mozart, K. Schumann un» Chopin, und es ist anzunehmen, daß den künstlerisch begabten nordischen Sängerinen insbesondere auch die so wohlverdiente öffentliche Anerkennung an den Ufern des Boden- see'S tu reichem Maße zu Theil werde. — Mit dem Beginne der dritten Monatsdekade hat die Polarströmung ihren Einfluß so nachhaltig zur Geltung gebracht, daß heute früh das Quecksilber des Thcr- ser empfindlichen Temperaturabnahme steigen die Holz Pr eise von Tag zu Tag, und wir erfahren, daß bei den jüngsten Holzsteigerungen a»S ärarischcn Waldungen 48. 50—52 Mark per Klafter buchenes Scheiterholz erzielt worden find. Auf den Eisenbahn-Stationen N en- zingen —nicht „Lenzingen", wie unlängst irrthümlich berichtet wurde —Zizenhausen und Schwackenre»the ist der Export von verschiedenen Holzarten zur Zeit sehr lebhaft. — Eine Entdeckung Prof.Tynd all's in London, umdas AthmenimRauch« möglich zu machen, dürfte sich ohne Zweifel in Bälde auch bei unseren Feuerwehr-Corps einbürgern. Derselbe hat nämlich eine Rauchkappe konstruirt, die eine leichte Maske bildet, welche das Gesicht vollständig von der äußeren Lust abschließt, jedoch ohne am Sehen zu hindern, während sich ein luftreinigender Filter mit Ventil (Respirator) satt au den Mund anschließt. Für den Respirator wir» mit Glyzerin befeuchtete Baumwolle in Anwe»dung gebracht. Da nun die Steinkohle nach Prof. Tyndall's Versuchen die wunderbare Fähigkeit besitzt, schädliche Dämpfe zu absorbiren, so wurde in den Re- spirator eine Lage dieses Stoffes eingefügt und das Instrument - hierdurch so vervollkommnet, daß man sich damit in den dichtesteri Rauch und überhaupt in eine noch so verdorbene Atmosphäre auf die Dauer von 10 Minuten bis zu einer halben Stunde getrauen darf —, während cs ohne diesen Apparat nicht möglich wäre, an einem solchen Orte länger als eine einzige Minute zu verweilen. Vermischte Nachrichten. — Die letzte Volkszählung konstatirte, daß in Berlin 12,251 Personen leben, deren Wiege noch im vorigen Jahrhundert stand. Da- runter ffefauden sich 3 Männer und 6 Fra»en im Alter von 91 Iah. ren, 4 Männer und 9 Frauen waren 92 Jahre alt, 1 Mann und S Frauen 93, 10 Personen 94 Jahre, 4 Frauen standen im Alter von 96 Jahren, 2 Männer und 2 Frauen »lickten auf 97 Lebensjahre zu- rück, ein Junggeselle war 98 Jahre alt, eine Frau stand im Alter von 99 Jahren »nd eine Wittwe erfreute sich sogar eines Alters von 101 Jahren. — In diesen Tagen hielt vr. v. Nußbaum im allgemeinen Kranken- Hause in München einen Vortrag über „Lister's große Erfindung" den das neueste Jntelligenzblatt des ärztlichen Vereins mittheilt. Lister fand, daß alle Wunden und Operationen äußerst schnell und gefahrlos heilen, wenn jede Operation unter einem feinen Karbolsäure- Regen gemacht, jeder Verband während eines solchen RegenS gewechselt wird. Es werden dadurch alle der Luft beigemengten schädlichen Potenzen (Pilze, Monaden rc.) vernichtet, und Lister glaubt, daß nur letz- tere eine häßliche Eiterung erzeugen, nicht etwa der Zutritt der Luft. Lister's Verfahren ist äußerst umständlich und mühsam. Der Verband der Wunden besteht aus 10 Schichten. Zuerst wird ein sehr feiner, mit Dextrin präparirter Seidenstoff aufgelegt, welcher gleichsam die mensch- liche Haut nachahmt; über diesen kommen acht Schichten eines mit Karbolsäure, Harz und Paraffin präparirten Mulles und eine Schicht eines undurchdringlichen Stoffes Namens Mackintosh. Dies Alle» wird während eines ununterbrochenen antiseptischen Regens hingebundcn. Im Münchener Krankenhause, wo Pyämie und Nosokomialbrand s» zunahmen, daß im verflossenen Jahr- 80Proz. aller Verwundeten und Operirten davon befallen wurden und theils starben, theils monatelang schwer krank lagen, hat man natürlich stets daran gearbeitet, diese schrecklichen Krankheiten zu bezähmen. Seit Monaten machte Nußbaum mit dem Lister'schen Verfahren einzelne Versuche, Alles fiel ermunternd aus, so daß er in letzter Zeit alle Operationen, alle Wunden streng nach dieser Methode behandelte, und jetzt sind die Resultate so überraschend schön und glücklich, daß er sofort an den Magistrat berichtete und um Erlanbniß bat, diese allerdings etwas kostspielige Methode in der ganzen Abtheilung einführen zu dürfen. Dieselbe wurde bereit- willigst gewährt. Alle Wunden sehen jetzt gut aus, heilen rasch, die Kranken sind heiter, leiden nicht und die großen Auslagen kommen gewiß sechsfach herein, denn bei rascher Heilung wird die Verpflegungs- zeih die bisher oft 150 bis 200 Tage dauerte, auf ein paar Wochen beschränkt sein. (K. v. u. f. D.) Welt-Ausstellung iu Philadelphia 1876. Mt Bezug aus ihre allgemeine, die Anmeldungen zur Welt-AuS- stellung in Philadelphia betreffende Bekanntmachung vom 10. d. M- bringt die Unterzeichnete Kommission zur öffentlichen Kenntniß, daß einem Erbieten des Hauptvorstandes der deutschen Kunstgenossenschaft zufolge die Vorbereitung der deutschen Betheiligung in Gruppe IX, plastische und graphische Künste, durch Vermittlung der gedachten Ge. noffenschast erfolgen wird. Es wird daher ergebenst ersucht, die Anmeldungen für diese Gruppe nicht direkt bei der Unterzeichneten Kommission, sondern bei den Vor- ständen der Lokalgenoffenschaften zu machen, welche auch rücksichtlich der ihrem Verbände nicht angehörigen Künstler für die Weiterbeförderung derselben Sorge tragen werden. Die Anmeldungen haben unter Benutzung besonderer Formulare zu erfolgen, zu deren Mttheiluug an die Betheiligten die Lokalgenoffenschaften in den Stand gesetzt sind. Ueber die Zulassung der angemeldeten Kunstgegenstände wird demnächst durch innerhalb der deutschen Kunstgenoffenschaft gebildete Jurys entschieden werden. Hierüber, sowie über die noch zu erwartenden näheren Vorschriften der Cenlennialkommission bezüglich der Ausstellung in Gruppe IX bleibt weitere Mttheiluug Vorbehalten. -Im Uebrigen bleiben auch für diese Gruppe die allgemeinen in der Bekanntmachung vom 10. d. M. enthaltenen Bestimmungen maßgebend. Es ist daher insbesondere der auf den 15. März d. I. festgestellte Anmeldungstermin auch für die Anmeldungen bei den Lvkal- Kunstgenoffenschaften einzuhalten. — Berlin, den 21. Februar 1875, — Die Reichskommission für die Welt-Ausstellung in Philadelphia 1876. — Vr. Jacobi. I)r. Stüve. Reicher. ». Nostiz-Wallwitz. Frhr. v. Spitzemberg. vr. Neidhardt. I. Kauffmann. Vr. Krüger, v. Holleben. Nieberding. v. Zedlitz. Ha»-ei «iS Verkehr Xruelter Frankfurter Kurszettel im Haupt-latt M. Seite. Handelsberichte. Berlin, 25. Febr. Schlußbericht. Weizen per April-Mai 176.50, »er Mai-Juli 180L0. Roggen per April-Mai 143.—, per Juni-Juli 140.—. Rüböl Per April-Mai 5420, per Septbr.-Oktbr. 5720. Spiritus loco 57.40, Per April-Mai 59.— , »er Juli-August 60.80. Hafer per April-Mai 167.—, per Juni-Juli 160.—. BreSlau, 24. Febr. Getreidemarkt. Spiritus pr. 100 Liter 100*/, Pr. Febr. 56.20, Pr. April-Mai 57.— , pr. Juni-Juli —. Weizen pr. April-Mai 174.—. Roggen Pr. Februar 144.—, pr. April-Mai 141.50, pr. Mai-Juni —. RübSl pr. Apnl-Mai 52.—, Pr. Mai-Juni 54.60, pr. September-Oktober 57.—. Zink fest. Stettin, 24.Febr. Getreidemarkt. Weizen pr. Frühjahr 183 M. — Pf., pr. Mai-Juni 182 Mk. — Pf. Roggen pr. Febr. 150 M. - Pf., pr. Frühiahr 142 M. 50 Pf., Pr. Mai-Juni IS» M. - Pf. Rüböl 100 Kilogr. pr. Februar 52 M. — Pf., pr. April-Mai 52 M. 50 Pf. Spiritus loco 56 M. «0 Bf., pr. Febr. 58 Mk. 20 Pf., pr. April-Mai 59 Mk. 90 Pf., pr. Jum-Juli 60 Mk. 60 Pf. Köln, 25. Febr. (Schlußbericht.) Weizen—, effekt. hiesiger 20.—, effektiv fremder 19.50, per März 18.60, per Mai 18.30. Roggen —, effektiv hiesiger 15.50, per März 14.50, per Mm 14.15. Hafer —, effekt. 20.—, per März 18.40, per Mai 17.30. «üböl effektiv 29.—, per Mai 28.90, per Oktbr. —. Hamburg, 25. Febr. Schlußbericht. Weizen —, per April- Mm 180 G., per Mai-Juni 182 G., per Juni-Juli 183 G. Roggen —, Per April-Mai 143— G., per Mm-Juni 142 G., per Juni-Juli 141 G. Ol.. Paris, 24. Febr. Leichte Erholung bei geringem Geschäft. Alles rüstet sich für die bevorstehende Liquidation. 5proz. Rente 103.12, Sproz. 64.70, Italiener 69.6V, Türken 43 Fr., spanische Werthe in starker Reprise: Exterieur? 22'/g, Interieure 18'/,-, Banque de Paris 1163, Mobilier 490, Banque ottomane 692, spanischer Mobilier 907, Franco-Hsllandaise 595, österr. Staatsbahn 655, Lombarden 300. -f- PariS, 25. Febr. Rüböl Per Februar 73.40, per März-April 74.—, Per Mai-August 75.50. Mehl, 8 Mrk., Per Februar 5225, per März-April 5225, per Mai-August 53.75. Weizen per Februar 24.25, per März-April 2425, per Mai-August 25.—. Roggen per Februar 1820, Per März-April 1820, per Mai-August 18.50. Spiritus Per Februar 5325. Zucker 54.50. Antwerpen, 25. Febr. (Franks. Ztg.) Petroleum höher, raff. diSP. 30»/r, Per Febr. 30—, per März 30'/-, per April 31—, per Mai 31—, per Sept. 33'/z, 4 letzte Monate 34—. Häute 2525 B. verkauft. Kafee 820 B. Rio ordinaire 42'/, Entrepot. Schmalz weichend Wilcox zu 36'/,. Getreide regelmäßig gefragt. Aloster Hopfen 170 Brief. Speck long 116, short 122. Wolle sehr fest. / London, 24. Febr. /Tity-Bericht.) Diskontmarkt sehr unthütig, aber trotzdem und der Goldabundanz find Raten fest, da der Bank wieder Gold entzogen worden ist. Fondsbörse still und hauptsächlich mit der Liquidation beschäftigt. Da Gold abundant ist, machen Reportirungen sich leicht ä 4—6 Prozent. London, 24. Febr. Schwimmende Weizenladungen: angekommen —, zum Verkauf angebvten 10 Cargos. London, 24. Febr. (1 Uhr). ConsolS 93, Amerik. 104^/,. New-Nork, 24. Febr. Goldagio 1143/,. London 4,83. Baumwolle middl. Upland 16 cS. Petroleum Standard white 14'/, cs. Mehl extra State D. 4,90. Rother Frühjahrsweizen D. 1,18. Schmalz, Marke Wilcox 13'/,. Speck 10'/,. Baumwoll-Ankünfte in sämmt- lichen Häfen der Union 12,000, Export nach England 14,000, nach dem Kontinent 4000 Bqllen. DaS der Adler-Linie in Hamburger gehörende Post-Dampfschiff „Herder", Kapitän Seidel, trat am 25. Februar seine erste di«», jährige Reise mit Paffagieren, Post und Ladung von H »71 b »r, direkt, ohne Zwischenhäfen anzulaufen, nach New-Jork.«,- Witte rnugsbeobachtuugeu »er meteorologische» Stativ» Karlsruhe. Februar 25. Mttg». rühr „ «acht« s 26. Mrgs. 7 Uhr Barometer. Thermo- ?euch- meter >» 0. tigkeitl» Proc. Wi»d. Himmel. 742.9 -j- 3.0 — 0.0 53 NE. bewölkt 744.5 74 klar 744.4 - 2.8 78 » w. bew. Bemerk»»- Verantwortlicher Redakteur: Paul Kretzschmar in Karlsruhe. , Die Gesundheitspflege. ? Seit mehr als 25 Jahren bewährt gegen Husten und Verschleimung ! die berühmten Malz-BrustboubonS aus der Fabrik Joh. Hoff dl ! Berlin, Neue Wilhelmstr, 1. Bon den wnsten wiffenschaftlichen Jo. ! stituten mzf der stlberue« und goldeue« PreiSmedaiSe prämiirt, ! haben sie durch ihre vortrefflichen Eigenschaften, ihren feinen, augeneh. l men Geschmack und ihre wirksamste Heilkraft, über alle Länder nutz Welttheile Verbreitung gefunden. Daher sind die Malz-Brustbonbou» ! als das vorzüglichste Hausmittel von den bedeutendsten medizinische» ! Autoritäten gegen Husten, Heiserkeit, Brust- und Halsleiden anerkannt s und werden empfohlen von den Herren Geh. Mediz.-Rath vr. Fr» ' drichs, Prof. 0r. Sporer, Prof. vr. Traube, Prof. JeiteleS, Prof. 1)r. , Kletczynski, Geh. Sanit.-Rath vr. Grützer re. Preis ä Tarton 40 Pf. und 80 Pf. — Verkaussstellr bei »»«-»««,« Kreuz. I straße Nr. 3 in Karlsruhe. R.836.S. HandelsschuLe und kaufmännische Hochschule zu Gera (besteht seit über 25 Jahren). Am 5. April d. I. Beginn de» neuen Schuljahres sowohl aus der Haudels- ,»,e (für Zöglinge von 13—17 Jahren), al» ans der damit al» höhere Abthnloag «erbinbnvg stehenden «ausmäuuischt» Hochschule (Fortbildung für Aeltere: aka- demische Einrichtung; für solche, die krill ReisheitSzengmß beanspruchen, Auswahl unter den Eollegien und halbjährige Verpflichtung gestattet.) ^ Die Reishkitszeuguiffe der Anstatt gelten laut Bundesgesetzblatt Nr. 11. 1870 u. Centralbl. für las Deutsche Reich Nr. 5, 1874, als Oualificatiousatteste für dt» einjährige« Freiwilltgeu-Dieust iu der Deutschen Armee. Nähere» über Lehrgang, Sollen, Unterkunft rc. durch dte Prospekte. (8.0193.) «Bi-», am 10. Januar 1875 ^ ^ Dir. Vr. E-. Amthor. Medaille Diplom BreSlau. Erster Preis für ausgezeichnete L8«8. Leistung. Kassel 1871. Verdienstmedaille Wien L87S. VMerlivff L 8ütmv von anerkannt höchster Bivdekraft, stet» vollkommener Gleichmäßigkeit und unbedingter Zuverlässigkeit sür Betouiruuge«, Wafferleitmige« und Canalisatioueu, Hoch- und Wafferbaute« jeder Art. Maschineufnndameate, Gasometerbauten , wasserdichte Berpatzarbeite», Kanststeine, Rohre, Ornamente, Maureu re. Die großartige, durch vorzügliche Atteste bestätigte. mehr als zehnlährige Ver- Wendung nvsere» Portland-LementeS zu obigen Zwecken und namentlich zur Kunst- stein- und Röhrensabrikatton im In- und Auslande bietet die sicherste Garantie für die hohe Bindekrast nud unbedingte Zuverlässigkeit desselben. Die jetzige ProduktionSfähigkeit unserer Fabrikanlage» von 150 200,OM Tonnen jährlich sichert pünktliche Ausführung selbst der bedeutendsten Aufträge. Amöneburg bei Biebrich und in Mannheim. P.130. 3. PorHanÄ-Cement/abrik National-Vieh Versicherungs-Gesellschaft zu Cassel Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß. daß wir Herrn S. Henking in Karlsruhe die General-Agentur unserer Gesellschaft sür das Großherzogthum Bade« übertragen haben. Cassel, den 18. Februar 1875. Die Direktion. G. Thon. Unter Bezugnahme ans vorstehende Bekanntmachung empfehle ich die von mir vertretene Gesellschaft säwmtlichen Herren Lar dwirthen und B-ehbefitzern zur Ver- ficherung der Thiergattungeu, Pferde, Maulthiere, Rindvieh und Schweine, gegen alle Verluste incl. solcher durch Seuche» und Uaglücksfälle. Schäden werden voll be- zahlt und auer'auutermaßeu auss Coulaateste rrguiirt. Pferde der Herreu Militärs werden in der hierzu separat gebildeten neuen Beisirttung» Amheilung m«t erweitertem EntschSdigungSmoduS versichert, indem die EntjchSdigungsvflicht der Ge- sellschaft schon dann eintritt, wenn ein Pferd zu dem betreffenden Dienste, za dem der Besitzer e» verwaudte, sür immer unbrauchbar geworden ist. Dir Gesellschastsstatuten, sowie Prospekte und Antragsformulare können jederzeit bet »er Unterzeichneten General Agentur entnommen werden, die jede gewünschte AaSkunft gratis zu ercheilen bereit ist. Geeignete und tüchtige Persönlichkeiten, welche al» Spezial-Agenten eine «ertretung unserer Gesellschaft an den noch nicht besetzten Orten zu übernehmen wünschen, wollen stch brieflich wenden an Karlsruhe, den 18. Februar 1875. Die General-Agentur PSW. 2 . K. Henking. Reichs-Eisenbahnen in Elsaß-Lothringen. P.361 2. Bekanntmachung Die sämmtlichen Erd-, Steinsetzer- und Maurer Arbeiten, incl. Lieferung der erforderlichen Materialien zur Herstellung einer ch-offrrten Zufahrtsstraße und zum »euban einer offenen Laderampe aus dem erweiterten Bahnhöfe Metz veranschlagt zu L. Zafahttsftraße rot. 10,500 Mark, L. Laderampe „ 11,740 „ solle« iw Wege der öffentlichen Submission verdungen werden und ist hierzu ein Dermin ans Montag den 1. März et., Bormrttags 11 Uhr, augefetzt. Offerten, welche aus beide ArbeitSloose sowohl als aas einzelne Äbtheilungen derselben abgegeben werden können , find mit entsprechender Aujschrisi versehen bis zum vorgenannten Termine an den Unterzeichneten Baumeister einznreichen. Bedingnagen, Zeichnungen, Mafien- und Kostenberechnungen liegen in meinem Bureau («au-Bureau sür Erweiterungen der Bahnhöfe Metz uud Novöant) auf Bohnh-f Metz zur Einsicht offen. Metz, den 16. Februar 1875. Der Baumeister (8724») Pasch. P S67 2 . Stadt Bühl. Zu dem im Rathhaus-Saale z« Bühl am den 4. d. I., Morgens S Uhr, indenden Weinmarkt ladet ergebenst ei» "lühl, de« IL. Febrnar 1878 Der Gemeiuderath. Dienstverweser: (2.6480. _ Rei » fried _ Holzversteigerung Oberförsterei Hagruau-West. Am Dieustag de» 9. März o. I., Bormirtags 9 Uhr, werden in dem Kaufhaus-Saale Hierselbst folgende Nutz - uud Brennhölzer öffentlich gegen Zahlung» auSstand versteigert werden: X. Stämme und Stange« In den Distrikten: Schwarzlach, Zellach, Strohhübel, Rohrlach, Sandlach, Groß- ounenblohn, Mögstub, Blumengarten, Unterstätten, Seeweg und MattSthal, ». Stämme: 183 Stück Sichen, 424 Stück Birke», Erlen, Weißrüstern, Pappeln, Weiden u. Aspen, Kiefern; Rothbuchen, 326 223 „ Weißbuchen, 39 7 „ Kirschbäume, 69 2 „ Linden, j 3000 b. Stangen: 260 Stück Eichen, 1768 Stück Kiefern (Hopfenstangen). 8. Brennholz An» den Distrikten: Schwarzlach, Zellach, Strohhübel, Sandlach, Großsonnen- blohn, Mägstub, Blumengarten, Schwarzbruch, Unterstätten, Oberstritten, Seeweg und MattSthal: Scheite Knüppel Stockholz Wellen Eichen: 273 Rmtr. 167 Rmtr. 62 Rmtr. 12040 Stück, Roth ».Weißbuchen: 660 . 175 „ 74 . 30560 , Weichholz: 898 „ 261 „ — „ 18740 „ Kiefern: 751 „ 861 „ 783 „ 66030 „ Die Verkau'Sbedinqunqen werden beim Beginn des Termins bekannt gewacht werden. Die Lokalforstbeamten geben aus Verlangen nähere Auskunft a^ Ort und Stelle. Spezielle Verzeichnisse obiger Hölzer (Eckes) können vom 22. d. MtS. ab auf meinem Bürcau in Empfang genommen oder per Post von mir bezogen werden. Hagenau, 14. Februar 1875. Der Kaiserliche Oberförster c.8.34 ii Mielitz. O.82S. Gemeinde DittiShausen, Gemarkung Weiler. Oeffentliche Aufforderung zur Erneuerung der Einträge von Borzugs- und Unter- pfandsrechtcn. Diejenigen Personen, zu deren Gunsten Einträge von Vorzug»- und Unterpfands- rechten länger als dreißig Jahre in den Grand- oder UuterpfandSbüchern der Gemeinde Dtttishanse«, Gemarkung Weiler, Amtsgeri chtS Bezirk Neustadt, eingeschrieben find, werden hiermit auf Grund der Gesetzes »am 5. Juni 1860. (Reg.Bl. S. 2l3) „die Bereinigung der UnterpfandSbücher berr.", und deS Gesetze- vom 28. Januar 1874 (Ges.- u. V.Bl. S. 43), „die Mahnungen bei den Bereinigungen betr.", aufgefordert, die Erneue:ung derselben bei dem Unterzeichneten Gewähr- und Pfandgericht unter Beobachtang der in § 20 der VollzngSoerordnnng »om 31. Januar 1874 (Ges.- u B. Bl. S. 44) vorgeichriebenen Formen nachznsucheu, fall- sic noch Ansprüche ans da- Fortbestehen dieser Einträge zu haben glauben, »nd zwar be> Vermeidung deS RechtSoachtheileS, daß die innerhalb sechs Monaten »ach dieser Mahnung nicht erneuerten Eiuträge werden gestrichen werden. Diese öffentliche Verkündigung der Mahnung gilt als Zustellung an alle, auch die bekannten Gläub ger. Dabei wird bekannt gemacht, daß ein Berzeichmß der in den Grund - und Pfandbüchera seit mehr als dreißig Jahren eingeschriebenen Einträge in de« Ge- meilidehaufe zur Einsicht offen liegt. DittiShaasen, den 22. Februar 1875. DaS Gewähr - und Pfandgericht: Der BereinigungS-KommiffSr: Bürgermeister W a n g l e r._ Kanter. Raths chreibrr. Bürgerliche Rechtspflege. Handelsregister-Einträge. O.6S9. Nr. 2258. Engen. Zu Ordu.» Zahl 1 deSGesellschaftSregister» wnrde heute eingetragen: Laut Ehevertrag vom 19. Oktober 1874 zwischen dem Gesellschafter Eli),« Wolf von Hausen und Dolzina Rothschild von Randegg wirft je- der Theil die Summe von 50 si. iu die Gemeinschaft «in; alle» übrige, gegenwärtige und zukünftige, liegende und fahrende, aktive und passive Vermögen wirs von der Gemeinschaft auS- geschloffen ».für liezenschastlich erklärt. Engen, Lea 12. Februar 1875. Grvßh bad. Amtsgericht. ». Stetten. O.677. Nr. 3254. Karlsruhe. Z» O.Z. 3 (Bd. I) de» FtrmeuregisterS, Firm, „Franz Latiner in Mühlburg", wnrde heute eingetragen: Der bisherige Inhaber obiger Firma, Kaufmann Franz Latin er sen. in Mühlbnrg, hat dieselbe au Kaufmann Fraaz Latiner jnn daselbst unterm 1. Januar d. I. übertragen, s» daß nunmehr Letzterer Inhaber der genannten Firma ist. Nach dem Lheoertrag deS Kaufmann Franz Latiner zun. mit Emma Mtttelberger von Knielingeu, ä. ä. Mühlburg, 22. Oktober 1874, wurde die Gütergemeinschaft aus de» Einwurs vo» 100 fi. Seiten» jede» Gatte» beschränkt. Karlsruhe, den 12. Februar 1875. Großh. bad Amtsgericht. N e b e u i u ». O 824. 1. Amtsgericht Wald-Hut. Gemeinde Wei» weil. Oeffentliche Aufforderung. Die Berlinignng der Grund- und Pfautbücher der Gemeinde Weis weil betr. SSmmtliche Gläubiger und deren Rechtsnachfolger, zu deren Gunsten seit länger als dreißig Jahren in die Gra d- und Piandbücher der Gemeinde Weis weil ein- geschriebene Einträge bestehen, erhalten die Aufforderung, solche erneuern zu lasse», bei Vermeidung deS RechtSnachthnlS. daß die innerhalb sechs Monaten nach gegenwärtiger Mahnung nicht erneuerten Einträge nach Maßgabe de» Gesetze- aom 5- Juni 1860 und 28. Januar 1874 gestrichen werden. Ein Berzeichmß der in den Büchern hiesiger Gemeinde seit mehr als dreißig Jahren eingeschriebenen Einträge liegt im Rathhause dahier znr Einsicht offen. WerSweil, den SS. Febrnar 1875. DaS Pfandgericht. Der BereinigungS-KommiffSr: Schilling, Bgstr. Weißenberger, Rmhschr. P.375.2. Karlsruhe. Hausversteigerung. Auf Antrag deS EigenthümerS wird Mittwoch de» 3. März d. I, Nachmittags 3 Uhr» i« dem Geschäftszimmer des lluterzeich- ueteu, Waldhornstraße Nr. 21 dahier, nachbeschrlkbene Behausung fammt Zuge- hörde, zu Eigenthum öffentlich versteigert, wozu die Liebhaber eingeladen werden, nämlich: Das i« der Durlacherthorkeaße dahier unter Nr. 35, ardeu Josrph Urechtel uud Gärtoer Ca,Par ge- legcur zweistöckige Wohshaus mit Seiten- »od Hmtergedäude mbft Garten uud aller sonstiger liegea- fchafllicher Zugehöroe, einschließlich d»s Grund uud Bodens, uud der darin befindlichen Bäckerei- Einrichtung. Der Zuschlag wird bei einem annehmbarem Gebot sogleich ertheilt. Die VersteigerungS-Bedingungen find günstig gestellt, und können solche iczwischeu bei dem Unterzeichneten jcderjeit eingesehea werden; auch kann bis zur SteigerungS- Tsgfahit ein Privatverkauf abgeschlossen werten. Karlsruhe, den 19. Februar 1875- Der Großh Notar T. Philip pi. P 487. 2. Nr. 41. Friedr, ch St h al. (Holzversteigeruug.) AuS Großh. Hardtwalde werden versteigert, Montag de« 1. März, Abth. >V. 28. Herbrechtsuhl: 843 Stämme Eichen t., II. ». III. Klaffe 4 . Tannen, Bauholz, 1 Stamm Forlen, „ Dienstag den 2. März: 8 Ster buchene-, 19 Ster eichene» Scheitholz, 6 Ster geu.ischteS Prügelholz, 1084 Ster eichese» Strckholz. Mittwochden3. März, Abth. V. 14. Knäulstock: 1500 Ster sorleveS Prügelholz. Die Z> sammenlunst lp am 1. n. 2 aus de» Friedri i Sthaler Allee an »er Smtenseer Ouerallee, am 3. aus der Grobener Allee am Friedrich-ihal-Linlenheimer Weg, jede»- mal früh 9 Uhr. Friediich-thal, den 22. Februar 187-. Großh Hof Bezirkisorstei. von Lterhart. Druck und Verlag der G. Braun'schen H o fbu ch d r'n cke r e i.