Karlsruher Zeitung. Samstag, 18 September. 2LS. BorauSbezahlung: vierteljährlich 3 M. 50 Pf.; durch die Post im Gebiete der deutsche» Postoer-.salrung, Briefträgergebühr eingerechnet, 3 Mark 65 Pf. Expedition: Karl-Friedrichs-Straße Nr. 14, woselbst auch die Anzeigen in Empfang genommen werden. Einrückungsgebühr: die gespaltene Petitzeile oder deren Raum 16 Pfennige. Briefe und Gelder frei. IMS. Telegramme. ^ Leipzig, 15. Sept. Nach den bis jetzt hier bekannt gewordenen Resultaten der Abgeordnetenwahlen zum Landtage sind 6 Kandidaten der national-liberalen, 6 der fortschrittlichen und einer der konservativen Partei gewählt worden. Die Konservativen verloren 2 ihrer bisherigen Wahlsitze, die National-Liberalen verloren 2 Wahlsitze und gewannen 2 neue, die Fortschrittspartei verlor einen Wahlsitz und gewann 2 neue. — Im 18. städtischen Wahlkreise Zschopau wurde der Fabrikbesitzer Strauß in Glauchau ?nat.-lib.) gewählt. Im 22. städtischen Wahlkreise Lengen- seld siegte Advokat Körner in Lengenfeld (nat.-lib.). f Wien, 16. Sept. Laut Nachricht der heutigen amtlichen „Wiener Zeitung" hätten die Kopfschmerzen der Kaiserin nach erquickendem Schlafe im Laufe des gestrigen Tages sehr abgenommen. Das Gesammtbesinden und die Stimmung sind sehr zufriedenstellend. Die Hautabschürfungen find verschwunden. Die Kaiserin gedachte heute einige Zeit Mi Garten zu verweilen. -j- Wie«, 16. Sept. Die „Polit. Korresp." erfährt aus Aonstantinopel, daß der Minister des Aeußern, Saufet Pascha, demnächst zurücktreten und durch den türkischen Botschafter in Wien, Raschid Pascha, ersetzt werden dürfte. f Äragujevatz, 16. Sept. Obwohl die Opposition auf 42 Mitglieder angewachscn ist, besteht doch einige Aussicht, daß der Adreßentwurf der Ausschußmajorität in dem Plenum der Skuptschina durchdringt. -j- Paris, 16. Sept. Ein amtliches Dekret verfügt, daß die Bestimmungen des Artikels 4 der zwischen England und Frankreich unterm 24. Jan. 1874 abgeschlossenen Konvention über den Import von Rohzucker auch auf Deutschland anzuwenden seien und die Streitigkeiten hinsichtlich des aus Deutschland impvrtirten Rohzuckers nach den für die gleichartigen französischen Produkte bestehenden Bestimmungen entschieden werden sollen. f Madrid, 15. Sept. Die „Gaceta" veröffentlicht eine Verfügung der Regierung, nach welcher bei Einzahlungen auf Anleihen des Staatsschatzes die beiden letzten verfallenen Coupons der öffentlichen Schuld in der Weise als Zahlungsmittel zugelassen werden sollen, daß von der betreffenden Summe 10 Prozent in Coupons und 90 Prozent in baar bezahlt werden dürfen. f Jru«, 15. Sept. Die Brigade Salude hat heute Morgen durch eine Umgehung Jruns die Karlisten von den Anhöhen, welche Oyarzun und die Straße nach Renteria beherrschen, vertrieben und die genommenen Positionen befestigt. -f Jru«, 16. Sept. Die Karlisten haben die Positionen, die sie um Oyarzun eingenommen hatten, verlassen; die Regierungstruppen fanden daselbst eine große Menge Kriegsmaterial vor; die Karlisten halten nur Sanmarcos besetzt. Es werden in Hernani Verstärkungen erwartet, um von da aus eine Bewegung gegen Santiago Mendi zu unternehmen. Deutschland. ^Berlin, 15. Sept. In den jüngsten Tagen hat die angeblich in Darmstadt erfolgte Verhaftung eines holländischen Majors Aufsehen gemacht, der in Deutschland heimliche Werbungen für die holländisch-ostindische Armee veranstaltet haben soll. Es ist nicht zu verwundern, wenn die Holländer zur Erhaltung ihres ostindischen Jnsel- besitzes zu solchen Mitteln ihre Zuflucht nehmen. Der asiatische Kolonialbesitz der Holländer, also die Inseln Java, Sumatra, Borneo u. s. w., umfaßt einen Länderkomplex von 29,000 Quadratmeilen mit über 17 Millionen Bewohnern. Zur Festhaltung dieses ungeheuren Besitzes haben die Holländer dort nur eine Armee von 8000 geworbenen Europäern und etwa 13,OM Eingcbornen. In den jüngsten Jahren haben« sie sich bekanntlich genöthigt gesehen, auch noch die Nordhälfte von Sumatra, das Sultanat von Atschin, ihrer Oberhoheit zu unterwerfen, und bei diesem nur mit Mühe und nach schweren Mißerfolgen leidlich geglückten Unternehmen hat sich das Unzureichende ihrer militärischen Kräfte deutlich herausgestellt. Da an die Einführung eines Rekru- tirungssystems in Holland zur Bertheidigung des Kolonialbesitzes nicht zu denken ist, die Bevölkerung des kleinen Landes dazu auch nicht ausreichen würde, so bleibt freilich nichts übrig, als Leute anzuwerben, wie und wo man sie kriegen kann. Die Unzulänglichkeit des Werbesystems muß freilich am grellsten in einem Staat hervortreten, der nur 3hs Millionen Einwohner zählt und auf so schmaler Grundlage einen großartigen Komplex von Kolonien sich erhalten will. Aber in geringerem Maße treten die Schäden des Systems ja auch in England bereits hervor. Denn auch dieses Land hat es wesentlich seinem Werbesystem zu verdanken, wenn es in der neuesten europäischen Politik verhältnißmäßig wenig Gewicht in die Wagschale legt und wenn sich auch gegen seine indischen Besitzungen immer größere Gefahren erheben. * Berlin, 15. Sept. Die heut ausgegebene Nummer der „Prov.-Korr." bringt an ihrer Spitze unter dem Titel: „Die Verhandlungen des elsaß-lothringischen Landesausschuss es" folgenden Artikel: „Die Schwierigkeiten, mit welchen die deutsche Obrigkeit in dem neuen Reichslande zu kämpfen hatte, sind von allen Seiten richtig erkannt worden. Es galt, eine von Parteileidenschaften vielfach irre geführte und durch nationale Entfremdung feindlich gestimmte Bevölkerung nicht blos im Gehorsam gegen die Gesetze und die Behörden zu halten, sondern dieselbe auch zu einem gerechten Urtheil über die neue Ordoung der Dinge zu führen und dadurch das Werk des inneren Zusammenschlusses zwischen dem Reichskörper und seinen erst jüngst wicdergewonnenen Gliedern nach Möglichkeit zu beschleunigen. Deßhalb durfte die deutsche Verwaltung, bst unbeugsamer Festigkeit allen reichs- feindlichen Bestrebungen gegenüber, keinen Zweifel darüber aufkommen lassen, daß sie ernstlich darauf bedacht sei, das wahre Wohl des neuen Reichsgebietes in sorgsame Pflege zu nehmen und allen berechtigten Wünschen wohlwollende Beachtung zu schenken. Das waren die Grundsätze, von denen die Verwaltung Elsaß-Lothringens geleitet war. Zugleich hielt die Kaiserl. Regierung an der Absicht fest, den Bewohnern der Reichslande, soweit es die Verhältnisse irgend gestatten, einen Antheil an der Leitung ihrer Angelegenheiten einzuräumen. Diesem Gedanken entsprach es, daß zunächst FM Jahre 1873 Kreis- und Bezirkstage in Wirksamkeit traten, denen wichtige Befugnisse für ein umfassendes Gebiet örtlicher Geschäfte beigelegt sind. Ein weiterer Schritt geschah durch den kaiserlichen Erlaß vom 29. Oktober 1874, welcher einen von den Bezirkstagen zu wühlenden LandesKaspar Käufer und der Klreit um seine badische Abstammung. (Fortsetzung.) Unter Denen, welche am meisten beigetragen haben, die Jnkrimina- bonen Feuerbachs gegen Baden zu verbreiten, sie zu vertheidigen und in verstärken, w, sie angezweiselt wurden oder Lücken und offenbare Widersprüche zeigten, ist in erster Reihe vr. G. F. Kolb zu nennen- keine schon oben citirte Pseudonyme Broschüre enthält, neben dem, der Titel besagt, als Hauptbestandtheil den Wiederabdruck der Feuer- °?ch scheu Denkschrift, durch genealogische Notizen des Zähringer Hautet und den Mischmasch der Garnier-Hennenhofer'schen Beziehungen ertämert und unterstützt. Kenntniß der thatsächlichen Verhältnisse und ? letzterwähnten Materie eine gewisse Vorsicht des kriti- . EtandpunkteS sind der kleinen, übersichtlich gehaltenen Schrift ^cht^abzusprcchen. In einer Reihe von Feuilletonartikeln der „Franks. vom Jahre 1868 reproducirte der Verfasser in noch gedrängterer orze Darstellung und Urtheile seiner Broschüre. Als dann im Jahr «^iuS Meyer seine „Authentischen Mittheilungen über Ka- r« Hauser, aus den Gerichts- und Administrativakten zusammenge- , veröffentlichte, erhielt die durch Feuerbach inaugurirte Bewegung Impuls. Der Verfasser, dessen Buch an Aechtheit und Voll- ' >gkeit des urkundlichen Materials bei wetrm das Wertvollste ent- wo kuse per sie w , 2asp« was über Kaspar Hauser von Berufenen und Unberufenen im Jahrzehnte zujammengeschrieben worden ist, beging den Feh- dar Komposition des Stoffs: seine Persönliche Ueberzeugung, >r Hauser sei im Leben wie im Tode nichts als ein Betrüger ge- 'n Anmerkeungen unter dem Texte der Quellen, theils in A» öl, ^"dresume allzu vordringlich in seine Arbeit hineinzuweben. ^ i>as Motiv hiesür entschuldbar genug , und die Meinung e er neu noch gewagt. Der Sohn wollte den als Lehrer und " Hausers von dessen.leidenschaftlichen Vorkämpfern mannigfach verunglimpften Vater rechtfertigen. Daß ein hoher Grad von Wahrscheinlichkeit für ein fortgesetztes Betrugsystem bei K. Hauser spreche, war eine These, die schon im Jahr 1830 der Polizeirath Merker*), ein Mann von Scharfsinn und Erfahrung, offen aufgestellt und verteidigt hatte. Derselben Ansicht hatte sich mehr und mehr der in Nürnberg und Ansbach mit der Leitung der polizeilichen Nachforschungen betraute bayrische Gendarmerieoffizier Hickel zugeneigt. Lord Stanhope, einst der eifrigste Beschützer Hausers, sein Lehrer Meyer, der Untersuchungsrichter, der Gerichtsarzt waren zu verschiedenen Zeiten und in verschiedenem Grade durch die sich steigernde Verlogenheit Hausers und den wachsenden Berg der objektiven Widersprüche zu der Annahme der Simulation und der Planmäßigen Täuschung hingedrängt worden. Selbst Feuerloch**) hatte seineZweifel an dem Hauser'schen „Roman" und der eigenen Romantik gegen das Ende seines LebenS nicht zurückzuhalten vermocht; das heißt, bis auf Daumer und v. Tücher waren so ziemlich alle namhaften Männer, die sich mit der Person K. Hausers befaßt hatten, früher oder später an ihm irre geworden. Man hätte glauben sollen, eS sei darnach mindestens ebenso gestattet, den Satz von dem Betrüger Kaspar Hauser wie den andern von dem Prinzen Kaspar Hauser zu vertheidigen. Die Gründe für die eine These waren wahrlich nicht schlechtere, als die für die andere, weder schlechter an logischer Folgerichtigkeit, noch an sittlichem Werth, noch an praktischer Lebenserfahrung. Aber freilich, wenn K. Hauser kein Held und kein Märtyrer gewesen, dann war viele verlorene Liebesmühe an seine Person verschwendet worden; manche der späteren mehr abstrakten Anhänger des Hauser'schen Legitimitätsprinzips kamen in Gefahr, eine *) „Kaspar Hauser, nicht unwahrscheinlich ein Betrüger." Berlin im Juli 1830. **) Stanhope berichtet eine Aeußerung Feuerbachs zu. ih«, dahin gehend: wenn man die Magistratsakren lese, müsse man K. H. für einen Betrüger halten. diese Akten müßten verbrannt werden. Es find das die im Fruerbach'schen Nachlaß später verschwundenen Akten. ausschuß für Elsaß-Lothringen in das Leben rief und so den Vertrauensmännern der Bevölkerung Gelegenheit gab, einen mitwirkmden Einfluß bei der Berathung wichtiger Gesetz- gebungs- und Verwaltungsmaßregeln auszuüben. In der kaiserlichen Verordnung ist ausdrücklich bestimmt, daß Gesetzentwürfe für Elsaß-Lothringen über solche Angelegenheiten, welche der Reichs-Gesetzgebung durch die Verfassung nicht Vorbehalten sind, einschließlich des Landeshaushalts-Etats, und in gleicher Weise Verwaltungsmaßregeln von allgemeiner Bedeutung, unter Ausschluß der den Bezirkstagen zugewiesenen Angelegenheiten, an den Landesausschuß zur gutachtlichen Aeußerung gelangen sollen. Als vor einigen Monaten. der Landesausschuß auf Grund kaiserlicher Berufung zusammentrat, um die Vorlage der Reichsbehörde in Berathung zu nehmen, da konnten die vielfachen Bedenken, welche sich gegen die neue Einrichtung erhoben hatten, nicht lange Stand halten. Es befestigte sich vielmehr die Ueberzeugung, daß der moralische Einfluß der Regierung nicht minder als daK allgemeine Landesinteresse nur dabei gewinnen könne, wenn zur Vorbereitung wichtiger Gesetze und Verwaltungsmaßregeln Männer herangezogen werden, denen Sachkenntniß und Erfahrung, wie das Vertrauen ihrer Mitbürger zur Seite stehen. Uebrigens konnte die Wirksamkeit des Landesaus- schuffes mit Rechtsgründen nicht angefochten werden, da dieselbe in keinerlei verfassungsmäßige Befugnisse eingreift. Der Landesausschuß hat keine bindenden Beschlüsse zu fassen; vielmehr beschränken sich seine Rechte und Pflichten lediglich darauf, nach bester Einsicht die Interessen Elsaß-Lothringens mit den Organen der Reichsregicrung zu erörtern und den letzteren die Wünsche der Bevölkerung in Bezug auf die in Berathung stehenden Angelegenheiten eingehend darzulegcn. In vierwöchentlicher Arbeit trat der Landesausschuß den ihm zugewiescnen Ausgaben näher, und am Schluffe der Session wurde von allen besonnenen Geistern die Hoffnung getheilt, daß aus den Verhandlungen zwischen der Verwaltungsbehörde und den Vertrauensmännern manch nützliche Frucht für das Wohl des Reichslandes erwachsen werde. Dem Landesausschuß ward von Seiten der Behörde das Zeugniß, daß er durch die bei seinen Berathungen bewiesene Unbefangenheit und Sachkenntniß die Anerkennung des Landes und der Regierung verdient habe. Andererseits mußten die Mitglieder des Ausschusses aus den Verhandlungen die Gewißheit schöpfen, daß die Verwaltung bereit sei, über ihre Maßnahmen und Absichten eingehenden Aufschluß zu geben, und sich voll ernsten Eifers dem Berufe widme, das Gedeihen des Landes mit angemessener Rücksichtnahme auf die Wünsche der Einwohnerschaft zu fördern. Die Befriedigung, welche sich auf beiden Seiten aussprach, hat sich inzwischen aus weitere Kreise verbreitet und konnte durch die nähere Einsicht in die jüngst der Oeffentlichkeit übergebenen Sitzungsberichte nur an Festigkeit gewinnen. Frei von dem Druck politischer Einschüchterung und den Eingebungen der Parteileidenschaft entrückt, bewahrten die Verhandlungen einen vorwiegend sachlichen, ruhigen Charakter, welcher nach allen Beziehungen zur Berichtigung einseitiger Austestungen und Ausgleichung von Meinungsverschiedenheiten gedient hat. Dem Geist der Mäßigung, welcher in den Verhandlungen vorherrschte, ist es zu danken, daß die Session einen so günstigen Verlaus nahm und daß die Wirksamkeit des Lan- desausschusscs nach allen Richtungen hin einen gesicherten etwas lächerliche Rolle vor der Welt gespielt zu haben; ein großer Aufwand von Scharfsinn und Gelehrsamkeit war dann schmählich vsr- than; es gab Betrogene, Düpirte und allerlei Leute, die nicht gewillt waren, sich die schöne Quelle endloser Enthüllungen über K. Hauser so kurzer Hand verschütten zu lassen. Merker, Hickel, Stanhope, der ältere Meyer waren längst als seile Werkzeuge in der Hand der Feinde Hausers von den Eingeweihten der Hauscr-Mysterien geächtet worden. Warum sollte Meyer, der jüngere, auf ein besseres Loos Anspruch haben? Wie kommt der Mann dazu, sich der so mühevollen und zeitraubenden Arbeit der Veröffentlichung so umfangreichen Aktenmaterials zu unterziehen! Man fand dies ausfällig, räthselhaft und das vom Verfasser angeführte Motiv ungenügend. Z)er Eine oder Andere vermißte ein Schriftstück, welches er für besonders relevant hielt, oder entdeckte sonst irgend eine gleichgiltige Unvollständigkeit. Flugs wurde über Entstellung der Thatsachen und Fälschungen von Urkunden ge- schrien. Obwohl das Meyer'sche Buch von 611 Seiten sich begnügt, gelegentlich in einer Anwerkeung zu einem Hickel'schen Brief die Hypothese von dem badischen Prinzemhum Kaspar Hausers zu erwähnen, der ganze übrige Inhalt des Werks aber die Frage gar nicht berührt, konnte die ganze Arbeit, wie in allerlei Redewendungen angedeutet wurde, doch nur aus Bestellung des badischen Hoses in dessen Interesse ausgeführt sein. Die allensalls verständliche, bei der auch nach Meyer völlig unaufgeklärt gebliebenen Herkunst Hausers aber immer noch an. fechtbare Folgerung: wenn Hauser ein Betrüger, so ist er nicht Erb. Prinz von Baden — verdrehte man in der aberwitzigsten Weise zu dem Satz: wenn wir Nachweisen können, daß Hauser kein Betrüger gewesen sein kann, so ist dargethan, daß er der Erbprinz von Baden*), und im *) S. „Franks. Ztg." v. 1. und 2. März 1872, Feuilleton, t- Nr. V einer langen Serie von Kolb'schen Artikeln über K. H- Anfang wie im Schluß obige Alternative „Erbprinz ob-' mit dürren Worten formulnt wird. Ebenso in N Ztg. vom 23. März 1875, Feuill. lll., Abs. 2. Einfluß genommen hat. In erfreulicher Weise verstärkt sich die Ansicht, daß eine Verständigung über die Interessen des Reichslandes zwischen der Reichsobrigkeit und den Vertretern der Bevölkerung schon fetzt wesentlich gefördert und in gewisse Aussicht zu nehmen sei, sobald die Ueberwindung nationaler Gegensätze gelungen sein wird. Wenn erst in den Gemütheru die Erkenntniß sich festgewurzelt, daß die neue Ordnung der Dinge auf den Grundlagen unerschütterlicher Thatsachen ruht, dann wird sich auch leicht die Ueberzeugung Bahn brechen, daß der Anschluß an das Deutsche Reich unter der Fürsorge einer gewissenhaften und wohlwollenden Regierung dem Reichslande zum Heile gereicht. Beim Schluß der Session konnte der Oberpräsident v. Moeller die Hoffnung aussprechen,/der Tag der Einsetzung des Landesausschusses werde al^^An^lücklicher in der Geschichte Elsaß- Lothringens zu verzeichnen sein. Dieser Hoffnung schließt die ganze deutsche Nation sich eben so gewiß mit wärmster Theilnahme an, wie die Geschicke des neuen Reichslandes mit denen Gesanpntdeutschlands fortan unauflöslich verbunden sind. l) Berlin, 16. Sept. Wie aus Schlesien gemeldet wird, begleiteten den Kaiser zu dem gestrigen Besuch bei dem Prinzen und der Frau Prinzessin Albrccht außer den erlauchten Gästen auch der Kronprinz und die Prinzen Karl und Friedrich Karl, sowie die Feldmarschälle Graf v. Moltke und v. Steinmetz, der Kriegsminister General der Infanterie v. Kamele, der Generalinspekteur der Artillerie General der Kavallerie v. Podbielski, die kommandirenden Generale v. ^Tümpling und v. Kirchbach, der Generaladjutant General der Kavallerie Graf v. d. Goltz, der kaiserl. russische Generalgouverneur von Polen, Generaladjutant Graf v. Kotzebue, der Oberpräsident Graf v. Arnim und die zum Ehrendienst bei den erlauchten Gästen befohlenen Offiziere. Die Hohen Herrschaften trafen mit ihrer Begleitung gegen 8^ Uhr Abends von Camenz mittelst Extrazuges wieder in Licgnitz ein. Dort erfolgte um >9 (-2 Uhr die Ankunft des Königs von Sachsen. Höchstderselbe wurde bei seinem Eintreffen auf dem Bahnhof von dem Kaiser, sowie den Königl. Prinzen und den andern fürstlichen Herrschaften empfangen. Der Kaiser, welcher die Uniform seines kgl. sächsischen Grenadierregiments mit dem großen k. sächsischen Ordensbande angelegt hatte, geleitete nach herzlichster gegenseitiger Begrüßung seinen hohen Gast zu dessen beim Stadtrath Prager hergerichtetem Quartier, welches schon am Eingang mit einem Zelt in den sächsischen Farben, sowie mit Blumen und Guirlanden festlich geschmückt war. In der Wohnung des Königs von Sachsen nahmen dann sämmtliche hohe Herrschaften das Souper ein. Heute ' früh 8'/s Uhr sind Höchstdieselben zu Wagen nach Rothkirch abgereist, um in dortiger Gegend den Feldmanövern des 5. und 6. Armeecorps beizuwohnen. Beide Corps operiren bei diesen Manövern gegen einander. Die RücKehr der hohen Herrschaften nach Liegnitz sollte um die Mittagszeit wieder zu Wagen erfolgen und dann um 5 Uhr Nachmittags bei dem Kaiser ein kleines Diner stattfinden. Für morgen ist abermals eine Fahrt zu den Manövern bei Rothkirch in Aussicht genommen. — Die Herbstübungen des Gardecorps erreichen am 22. d. ihr Ende. Sobald die Truppen in ihre Garnisonen wieder eingerückt sind, erfolgt die Entlassung der Reserven. T Straßburg, 16. Sept. Der heutige zweite Kongreßtag der deutsch-österreichischen Bienenwirthe führte vom frühen Morgen bis zum Abende sehr ansehnliche Schaaren von Neugierigen nach der Ausstellung. Die Gunst der Witterung ist über jedes Lob erhaben. In der heutigm Schlußsitzung des Kongresses wurde fast einstimmig B.res- lau als Versammlungsort für 1876 bestimmt und für 1877 in erster Reihe Linz in Aussicht genommen. Der Präsident der 20. Wanderversammlung, Hr. Oberpräsident v. Möller, widmet sich seiner Aufgabe mit größter Ausdauer, verweilte gestern Abend auch mehrere Stunden auf dem Festballe in der „Reunion des Arts", wo eine Schaar von etwa 200 Landmädchen aus der Nähe Straßburgs in der reizenden elsässischen Volkstracht erschien und bis zum grauenden Morgm an den Freuden des Tanzes und der geselligen Unterhaltung Theil nahm.' Es herrschte nur eine Stimme über den gelungenen Verlauf dieses Festes. Wie man hört, soll die Ausstellung der Bienenprodukte u. s. w. über nächsten Sonntag geöffnet bleiben, um an diesem Tage bei sehr ermäßigten Eintrittspreisen auch den Mindestbemittelten den Besuch zu ermöglichen. — Die städtische Töchterschule dahier wird am 1. Oktober eröffnet werden, nachdem bereits tollsten Durcheinander erfolgt auf der ganzen Linie, welche Meyer zu bekämpfen Anlaß fand, der erneute Angriff gegen das badische Für- stenhauL. (Fortsetzung folgt) Mannheim, IS. Sept. Vorausgesetzt, daß alle Wahlmänner im Sinne der Partei, von welcher sie vorgeschlagen sind, wählen, war hier bereit- gestern Abend der Ausgang der Abgeordnetenwahl entschieden. Nachdem nämlich in den Bezirken 14—19 die Demokraten mit 394 Stimmen gegen 102 National-Liberale weitere 38 Wahlmänner durchgesctzt haben, verfügen sie bereits über 100 von den 198 Stimmen, werden aber voraussichtlich noch einige Bezirke für ihren Vorschlag gewinnen. Die Betheiligung an der Wahl ist etwas lebhafter geworden, als sie Anfangs war; von 4301 Wahlberechtigten in den 19 Bezirken haben 1385, also nahezu 32 Proz. von ihrem Rechte Gebrauch gemacht; im 17. Bezirk er- schieuen 46, im 19. Bezirk 49 Prozent an der Urne. — Die Verwaltungsbehörde hat auch für die bevorstehende Spätjahr s-Me s s e den Zugang von Riesendamen, Würfel- und diesen gleichstchende Kegelspiele untersagt. Dieses Verbot dürfte übrigens nicht nur strenger gehandhabt, sondern auch auf einige andere plumpe Hazardgewerbe, wie Mefferwerfen, ausgedehnt werden, durch welche das naive Publikum gar sehr auSgebeutet wird. — Die Menge der hier lagernden Getreides soll etwa 400,000 Sack betragen, da von den durch die hiesigen Fruchthändler auswärts gekauften 600,000 Sack Weizen und 100000 Sack Roggen etw-S über die Hälfte bereits am Platze ein- getroffen ist und nur die kleinere Hälfte noch auSsteht. 150 Schülerinen für dieselbe vorgemerkt sind. Das im Ganzen sehr geeignete und mitten in der Stadt vortrefflich gelegene Schullokal für diese Anstalt, die seitherige „Brüderschule", wird soeben einigen dringend nöthigen baulichen Verbesserungen unterzogen. — Die Eröffnung des Theaters erfolgt heute mit Shakejpeare's: „Biel Lärm um Nichts". Morgen kommt als Festoper für die Bienenwirthe die „Zauberflöte" zur Aufführung. — Heute Abend gab Hr. Bczirkspräsident Ledderhose den Mitgliedern des unter« elsässischen Bezirkstags ein Diner, dem der Oberpräsident und die Spitzen der Verwaltungsbehörden beiwohnten. Nach früherem Herkommen fand dieses Mahl wieder in dem neu hergestellten Präfekturgebäude, jetzigem Sitz des Bezirkspräsidiums, statt. * Stuttgart, 16. Sept. Am 23. ds. findet in Stadt und Amt Stuttgart eine Ergänzungswahl zum Reichstag statt. Man glaubte bisher, daß gegen die hiefür aufgestellte Kandidatur des Präsidenten der Zweiten Kammer, Hölder, keine ernstliche Gegenkandidatur aufkommen werde; in letzter Zeit haben aber nicht nur die Social-Demokraten in der Person des Redakteurs eines hiesigen Lokalblattes, Hillmann, ein Mitglied ihrer Parrei zum Kandidaten erhoben, sondern auch die vereinigte großdeutsche und die Volkspartei bewerben- sich für den Rechtsanwalt Diefenbach um das Mandat. Im schMimsten Falle dürfte es jedoch der Volkspartei höchstens gelingen, eine engere Wahl zwischen den Nationalen und den Social-Demokraten nöthig zu machen, aus der ohne Zweifel Hr. Hölder als Sieger hervorgehen würde. 0 München. Ein der patriotischen Partei angehöriges Mitglied der Reichs-Justizkommission erklärt die Mittheilung, als ob die 6 bayrischen Mitglieder der Justizkommission sich vereinbart hätten, vorerst in Berlin zu bleiben und an den ersten Verhandlungen des bayrischen Landtags nicht Theil zu nehmen, für unrichtig. Die fraglichen sechs Mitglieder werden zwei oder drei Tage vor der Eröffnung des Landtags Berlin verlassen und sich nach München begeben. Nach hierher gelangter Nachricht wird der Kaiser von Oesterreich am Samstag den 18. d. Vormittags zum Besuch seiner Tochter, der Erzherzogin Gisela, dahier eintreffen und einige Tage in München verweilen. ft: Leipzig, 14. Sept. (Aus der Rechtsprechung des Reichs-Oberhandelsgerichts.) In einem badischen Falle war bei dem Verkaufe einer Fabrik bedungen, es sollten die Vor rät he besonders bezahlt werden. Beide Theile ernannten gemeinsam einen Vertrauensmann, der ein Inventar fertigte und die Preise nach Maßgabe der Parteibestimmungen beifügte. Die so aufgestellte Rechnung wurde von beiden Theilen anerkannt. Später glaubte der Käufer darin einen Jrrthum zu finden. Man nahm an, der Ausspruch des Vertrauensmannes sei für die Parteien unverbindlich, aber in Folge seines Anerkenntnisses müsse der Käufer den Jrrthum Nachweisen, und dies sei ihm nicht gelungen. Die Generalversammlung einer Aktiengesellschaft hatte gegen den Protest eines Aktionärs die Höhe der Dividende fixirt. Der Aktionär erhob auf Grund seiner statutarischen Rechte Klage auf Erhöhung der Dividende, richtete solche aber nicht gegen die Gesellschaft, sondern gegen den Vorstand und Aufsichtsrath als Korporation, weil diese eine Abänderung jenes Beschlusses der Generalversammlung zu bewirken hätten. Wegen mangelnder Passivlegitimation wurde die Klage verworfen ; Rechte solcher Art sind gegen die Gesellschaft geltend zu machen, da weder Aufsichtsrath noch Vorstand die Beschlüsse der Generalversammlung persönlich zu vertreten haben. Ein'Eisenbahn-Schaffner hatte sich zu seiner Erholung vom Nachtdienste während der Ruhezeit in einen für die Eisenbahn-Bediensteten zum Schlafen eingerichteten Güterwagen begeben. Ein- und Aussteigen geschah mittelst eines Stuhles, der im Kiese nicht ganz seststand. Als der Schaffner den Wagen verließ und auf den Stuhl trat, kippte dieser um und der Schaffner stürzte so zu Boden, daß er sich schwer beschädigte. Deßhalb forderte er Entschädigung auf Grund des Reichs-Haftgesetzes vom 7. Juni 1871, wurde aber mit seiner Klage abgewiesen, weil der Unfall nicht bei dem Betriebe der Eisenbahn erfolgt ist; die Erholung der Bediensteten ist kein Bestandtheil des Eisenbahn-Gewerbes, und ein Schlafwagen, der abgesondert steht, gehört nicht zum Betriebsmaterial. Bei manchen Eisenbahnen besteht die gefährliche und ta- delnswerthe Uebung, daß beim Rangiren der Züge die Arbeiter Knüppel zum Bremsen der Wagen erhalten; dabei hatte ein Arbeiter sein Leben verloren, indem der von ihm verwendete Knüppel zurückschlug und ihn unter die Räder warf. Die betreffende Verwaltung wurde zur vollen Entschädigung verurtheilt; sie hatte selbst angeführt, diese Uebung sei von früheren Behörden verboten; aber den Arbeitern war dies Verbot nicht kund gemacht worden. Oesterreichische Monarchie. Wien, 16. Sept. Die Pforte hat dem Vernehmen nach einen äußersten Termin anberaumen zu müssen erklärt, nach dessen Ablauf sie, vorbehaltlich übrigens derjenigen Verwaltungsreformen, welche sich als nützlich oder nothwendig erweisen sollten, nicht mehr in der Lage sein werde, sich mittelbar oder unmittelbar in irgendwelche Verhandlungen mit bewaffneten Unterthanen einzulassen. Frankreich. Paris,. 16. Sept. In einer am 10. d. M. abgehaltenen Privatversammlung hatHr. Naquet nun endlich auch in Marseille Gelegenheit gefunden, den radikalen Kreuzzug zu predigen; diesmal ging er schon so weit, Hrn. Gambet ta als den neuen Führer der konservativen Republikaner hinzustellen, was im Munde eines Naquet und vor einem Publikum von südfranzösischen Rothen natürlich die ärgste aller Beschimpfungen ist. Ihm schloß sich als zweiter Redner der Abg. Bsuchet von Marseille an, der nicht minder nachdrücklich die Nothwendigkeit betonte, in die Künftige Kammer „eine eifrige, radikal-demokratische, immer vorwärts drängende Gruppe einzuführen, welche die wahre Vertretuw, ^ großen Arbeitercentren, von jeder Vormundschaft befreit w- und Hrn. Gambetta gestatten könnte, in voller Una««^ gcnheit und^ohne alle Verantwortlichkeit seine regieru^ freundliche Politik weiter zu treiben". Von Ma^' begab^sich Hr. Naquet dann nach Toulon, wo ihm der Daumas, ebenfalls ein Unversöhnlicher, eine ähnliches vatvcrsammlung zusammentrommelte. Die „Republique sr yaise" fährt fort, von allen diesen Begebenheiten keine zu nehmen; sie haben in der That bis jetzt nur die Be^? tung eines Sturms im Wasserglas?. Die heutige Sitzung des Ferienausschusses der tionalversammlung hatte telegraphischer Meldung aus LersiA' les zufolge nur den Charakter einer offiziösen Unterhalt«»«! es kam nirgends zu einer eigentlichen Diskussion und Hr. N?-' fet, der als Vertreter im Ausschüsse erschienen war, sich schon nach einigen Minuten wieder zurückziehen, Abgeordnete äußerten den Wunsch, die Protokolle der schußsitzungen zur Vermeidung von Mißverständnissen^ „Journal officiel" veröffentlicht zu sehen, wogegen der schgT zu widerlegende Einwand erhoben wurde, daß die Sitzung, des Ausschusses nach dem ihm ertheilten Mandate nichts fentlich wären und daher von dem amtlichen Blatte als solchem ignorirt werden müßten. Es wurde denn auch dem Vorschlag Umgang genommen. Eine von Hrn^z^ Parfait proponirte Besichtigung der neuen, für das Abgeo^ netenhaus bestimmten Räumlichkeiten wurde, da dieselben nM der Mittheilung des Herzogs von Audiffret-Pasquier U noch in ziemlich primitivem Zustand befinden, auf die näM Zusammenkunft verschoben und die Sitzung um 3',- L aufgehoben. ^ Türkei. lieber die Vorgänge an der türkischen Grenze eutuch, men wir österreichischen Blättern folgende Nachrichten: A „Presse" schreibt unter dem 14. Sept.: „Heute gestehen auch die slavischen Blätter ein, daß die bosnischen Insurgent« bei Veliki Strug eine vollständige Niederlage erlitten h»^. Wie der „Politik" telegraphisch mitgetheilt wird, wären die Freischaaren, nachdem sie Anfangs mit Erfolg gegen die Baschi-Bozuks operirt, schließlich von einer sehr bedeutend« Uebermacht umzingelt und geschlagen worden. Das betreffende Telegramm beziffert die Verluste der Türken auf Sch Todte und Verwundete, die der Insurgenten auf 50. Uns geht über dieses Scharmützel nachstehende Korrespondenz A; Alt-Gradisca, 11. Sept. Das heute von 11 Uhr Vormittags bis 4 Uhr Nachmittags dauernde Treffen Wisch« Insurgenten und Türken bei Veliki Strug, eine Stunde von hier, ist für die elfteren zum Vernichtungskampfe geworden. Von den Insurgenten entkamen nur 15 Mm» an das slavonische Ufer unversehrt. Die Anderen sind theils todt oder verwundet auf dem Kampfplatz geblieben, zum kleineren Theile verwundet über die Save hieher gerettet worden. Die beiden Anführer Ostoja und Pezja, Beide bisher sehr berüchtigte und gefährliche Rüuber, blieben todt in eines Nachen, in welchem sie die Save übersetzen wollten, um bat rettende Ufer zu erreichen. Ersterer erhielt die tödtliche Kugel mitten in die Brust, der Letztere in den Rücken in dm Augenblick, als er aus dem Schiffe an das Land spring« wollte. Ueber den Verlauf dieses Treffens, über die Zahl der im Kampfe engagirt gewesenen Türken und Insurgent« werde ich noch heute ausführliche Mittheilungen mach«; das aber steht fest, daß durch den Tag von Veliki Strug die Insurrektion im ganzen Nordwesten Bosniens vorderhand wieder unterdrückt ist." Zur Bewegung in Serbien bringt „Kelet Nepe" aus Schabatz folgendes Sensationstelegramm: „Der Prätendent Peter Karageorgiewich organisirte eine Legion und näherte sich mit derselben durch die Herzegowina und Bosnien der serbischen Grenze. Es ist gewiß, daß die Pforte Kars- georgiewich unterstützt, denn dieser hat das Geld von Derwisch Pascha bekommen. Dies ist Thatsache und wirk beunruhigend. Aus Serbien sind mehrere Getreue zu Karageorgiewich abgegangen; bei der Illoyalität der serbischen Negierung ist Alles zu befürchten. Amerika. si Ncw-Aork, 16. Sept. Nach dem Bericht Großbritannien. * London, 15. Sept. Die Königin gab vergangen« Montag den Dienstleuten und Pächtern auf den königlich« Gütern Balmoral, Abergeldie und Birkhall einen Ball, de« sie selbst mit dem Prinzen und der Prinzessin von Wales und anderen Mitgliedern der Königlichen Familie anwohnte. Die Vorbereitungen für die Reise des Prinzen vo» Wales nach Indien gehen ihrer Vollendung entgegen. I" wenigen Tagen wird der „Serapis" seine Reise über MM nach Venedig antreten und dort den Prinzen an Bord E men. Die Zahl Derer, die sich um Aufnahme in das ^ folge des Prinzen beworben haben, um zu wissenschaftlich^ und anderen Zwecken die Reise mitzumachen, ist LeM Aber die Räumlichkeiten aus dem „Serapis" sind beMM und das nothwendige Gefolge ist so zahlreich, daß Vertreter der hiesigen Presse nicht in die Tafelrunde auf „Serapis" ausgenommen werden, sondern ihre Reise E Indien auf einem Postdampfer unternehmen müssen sie sich den „Deccan", der am 30. d. von Southamv absährt, ausersehen haben. Zwei Ausnahmen sind gemacht worden: ein Schriftsteller und ein Zeichner den Prinzen begleiten; aber sie sind seinem Gefolge Wr^. sönlichen Dienstleistung beigegeben. Dem Vernehorm wird sich Graf Seckendorfs, Kammerherr der Deutschm , Prinzessin, in Suez an die Journalisten des anschließen. ... ^ Wie der „Morning Post" aus Berlin telegraphier » hat Baron v. Keudell, der deutsche Gesandte in Rani, o ^ Bismarck im Namen des Königs von italienischen Regierung dringend eingeladcn, den Kav» seiner italienischen Reise zu begleiten. i-«ms steht die Baumwollen-Ernte in Mississippi, Lui- Arkansas besser, in Alabama, Texas und an der »Attischen Küste schlechter als im August. Nur in Süd- nliüt. Florida und Georgia ist die Baumwollen-Ernte aenübrr'dem Borjahr geringer. Der Durchschnittsstand §A.,k>en beträgt in Nord-Carolina 90, in Süd-Carolina A m Georgia 76, in Florida 75, in Alabama 87, in Nmtfivvi 88, in Luisiana 98, in Texas 94, in Arkansas A und in Tennessee 96 Prozent. Me schon telegraphisch berichtet wurde, befinden sich «Lnarna und andere Küstenstriche im Kriege gegen die Bundesregierung von Columbia. Ueber die Schlappen, mellbe die Bundestruppen zu Anfang erlitten haben, berichtet der „Panama Star and Herald" aus Aspinwall Ende Suaust:" General Riascos, sowie zwei seiner Stabsoffiziere wurden getödtet. General Herrera floh mit den wenigen Lbriaaebliebenen Mannschaften nach Barranquilla. Präsident Baena hat sich in den Besitz des Zollamts gesetzt. Bon der atlantischen Küste erfahren wir, daß Niemand es wagt, sich in geschäftliche Unternehmungen einzulassen, so lange die Unsicherheit der Zustände andauert. Bedeutende Streitkräfte sollen von Bogota nach Barranquilla unterwegs sein; diese werden mit dem General Santo Domingo Bila wenig Umstände machen. Die im Besitze der Macht befindliche Partei richtet Dampfer für Kriegszwecke her, hat sich des Zollamts bemächtigt und ein Dekret erlassen, daß alle Zölle in Hartgeld bezahlt werden müssen. Etne am 2. Septbr. in New-Aork eingetroffene Privatdepesche meldet jedoch, daß zwischen Santo Domingo Vila, Kommandant der columbianischen Streitkräfte, und General Rehes Patria, welcher die Armee der aufständischen Küstenstaaten befehligt, ein Friedensvertrag unterzeichnet worden sei. Badische Chronik -Karlsruhe, 16. Sept. Die Tagesordnung des Schwur- gerichtS ist folgendermaßen festgesetzt: , 1) Donnerstag, 23. d. M., Vormittag» 8/, Uhr: Anklage gegen Daniel Rastetter von Mörsch wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolge; 2) denselben Tag, Nachm. 4 Uhr: gegen Xaver Rastetter von Mörsch wegen Verbrechens gegen die Sittlichkeit; 3) Freitag, 24. d. M-, Vorm. 8 Uhr: gegen Wilhelm Scharmann von Blankenloch «egen Versuch» des Todtschlags; 4) denselben Tag, Nachm. 4 Uhr: gegen Karl Reiß von Karlsruhe wegen Verbrechens gegen die Sittlichkeit ; 5) Samstag, 25. d. M., Vorn«. 8 Uhr: gegen Wilh. Muß» gnug in Kuppenheim wegen Unterschlagung und Fälschung im Amte; K) denselben Tag, Nachm. 4 Uhr: gegen Heinrich Mohr von Oestrin- gen wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolge; 7) Montag, 27. d. M., Vorm. 8 Uhr: gegen Friedrich Schanz von Gondelsheim wegen Mords; 81 Dienstag, 28. d. M-, Vorm. 8 Uhr: gegen Kilian Kö Imel von Oetigheim wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolge; 9) denselben Tag, Nachm. 4 Uhr: gegen Kilian Bei« rschmitt von Berlichingen wegen Verbrechens gegen die Sittlichkeit. * Pforzheim, 16. Scpt. Die Wahl des Oberbürgermeisters für unsere Stadt ist aus den 21. dS. angeordnet. Z- Pforzheim, 16. Sept. Die heute mit unserer neuen Wasserleitung fortgesetzten Proben lieferten gleich günstige Resultate, wie ich gestern schon berichtet habe. Insbesondere gilt dies betreffs der vorgcnommenen Druckproben. So erzielte man u. A. vor dem hochgelegenen Bahnhofe vermittelst dex. an drei dort vorhandenen Hydranten angebrachten Schlauchverbindungen eine Höhe der sechs gleichmäßig springenden Wasserstrahlen von etwa 60 Fuß. Eben so befriedigend waren die Ergebnisse an andern Orten. Die gesammte Handhabung ging so rasch von Statten, daß vom Aufdecken des Hydranten bis zum Springen des Wasserstrahls auf seine ganze Höhe die Zeit einer Minute genügte. "Heidelberg, 16. Sept. Gestern tagte die alljährlich dahier wiederkehrende Versammlung von Augenärzten. * Mosbach, 16. Sept. Seit einigen Wochen hatte sich jeden Samstag Abend eine Anzahl von Lehrern hier zusammengefunden, um sich Praktische Fertigkeiten in Ertheilung des Turnunterrichts ju erwerben. Gestern hielten diese Herren in Anwesenheit des Hrn. Kreis-SchulrathS Fries eine Schlußübung, welche die Nützlichkeit und den günstigen Erfolg dieser Vereinigung in klares Licht stellte. Tauberbischofsheim, 16. Sept. Nach der „Tauber- find unter den Kindern hier die Masern epidemisch ausgebrochen. Die meisten Zöglinge der Kleinkinderbewahranstalt find daran erkrankt; in der ersten Klaffe der Volksschule sind bis heute 12, in der zweiten 18 Kinder von der Krankheit befallen, so daß eine Unterbrechung des Un- ierrichts in genannten Klaffen zu erwarten steht. K*AuS dem Gntachthal, 16. Sept. Für Touristen und solche, welche für kürzere oder auch längere Zeit sich vons der tag- Wichcn Beschäftigung zurückziehen und in gesunder Bergesluft neue Stärkung für ihren Beruf suchen wollen, gibt es in den gegenwärtigen Wnen Herbsttagen wohl kaum einen angenehmeren Aufenthalt als in unserem Schwarzwald, und zwar ist cs in Folge der durch die neue Schwarzwald-Bahn gebotenen Gelegenheit zu Ausflügen und Ab- Mhern nach verschiedenen Orten insbesondere unser hübsches Gutach- chal, welches sich zu einem längeren Aufenthalt ganz vorzüglich eignet. nß dasselbe seit Vollendung der hochinteressanten Eisenbahn viel be- sucht wird und daß namentlich Triberg von Fremden stets gefüllt ist, - ^ kkannt. Mit den Verhältnissen der dortigen Gegend vertraut, möch- , ^ Solche, die gerade nicht einen höher gelegenen Ort zum Auf- "Mlt vorziehen, das Städtchen Hornberg zum Standquartier - Die beiden Gasthöfe Bär und Post find sehr empfehlens- klrmt ^nn von da nach verschiedenen Schwarzwald-Thälern und größere Ausflüge ohne alle Anstrengung machen. Zudem -^ gelegene Schloß Hornberg mit prächtiger Aussicht thal- -ubwärtS und einer guten Wirthschaft, da» in wenigen Mi- ^sselt" E geringerer Anstrengung in einer Viertelstunde erreicht ^ dielen und angenehmen Genuß. Das Städtchen an sich erel/*^ ^we industrielle Betriebsamkeit Manches, das den Besucher E So ist vor Allem die weitbekannte Horn'sche Steingut- sodann sind einige Holzschnitzereien und die Holz- / (für di, Papierbereitung) von Girard und Vogel vorhanden. »Ite « insbesondere der Besuch des letzteren, sowie daS 18 a^ ^ublifsement großes Interesse. Bezüglich der von Horn- i» machenden größeren Ausflüge ist vor Allem der durch das Reichenbachthal über eine Hochebene, die sogen. Benzebene, und über Thennenbronn durch daS wildromantische Berneckthal nach Schramberg führende zu empfehlen. Das genannte Thal, worauf auch der SchnarS'sche Schwarzwald-Führer in seiner neuesten Auflage aufmerksam macht, ist noch viel zu wenig bekannt. Dasselbe kann dem Wehrathal, was Großartigkeit und Wildheit, sowie pittoreske Felsenbildungen betrifft, wohl an die Seite gestellt werden und übertrifft an malerischer Schönheit dasselbe in mancher Beziehung. Die Rückkehr kann dann auf anderem, nicht minder interessanten Weg über den württemb. Ort Lauterbach, den hochgelegenen und, wie die Benzebene, eine weithin reichende Fernsicht gewährenden Fohrenbühl durch das Schonachthal nach Hornberg genommen werden. Rüstige Fußgänger machen die Tour in einem Tag ganz bequem. Wer eine weniger anstrengende Fußpartie vorzieht, macht von Hornberg aus den Ausflug in umgekehrter Ordnung, indem er über Schramberg geht und das Berneckthal besucht und vom obern Ausgange aus dann die Eisenbahn bei Peterzell oder St. Georgen zu gewinnen sucht. Daß Triberg mit seinem hübschen Wasserfall, der Gewerbehalle und der nächsten Umgebung viel Anziehendes bietet, braucht wohl weiter nicht ausgeführt werden. Dieser Ort hat durch die neue Eisenbahn wohl am meisten gewonnen und sind die dortigen Gasthöfe auch noch immer überfüllt. Eben ist der Bau eines neuen geräumigen GasthofeS, des „Schwarz. wald-HauseS", welches in die Nähendes Wasserfalles zu stehen kommt, in Angriff genommen. Dasselbe soll dieses Spätjahr noch unter Dach kommen. 44 Freiburg, 15. Sept. Vielfach hört man von Bewohnern des badischen Oberlandes und ebenso von Deutschen, welche die Schweiz bereisen, Beschwerden über die Willkürlichkeit, mit welcher in der Schweiz die deutsche Goldmünze im Verkehre behandelt wird. Allenthalben wird nämlich in der Schweiz das deutsche Zehnmarkstück nicht zu seinem wirklichen Werthe, nämlich z« 12 Fr. 50 C-, sondern nur zu 12 Fr. 30 C. berechnet, deßgleichen wird Las Zwanzigmarkstück statt zu 25 Fr. nur zu 24 Fr. 60 C. angenommen, so daß der deutsche Reisende jeweils eine Einbuße von 20, bzhw. 40 Cts. oder 16, bzhw. 32 Ps. erleidet. Ja, es soll sogar an einzelnen schweizerischen Orten deutschen Reisenden begegnet sein, daß ihnen da» Markstück nicht anders als gleich einem Franken angenommen wurde. Einen triftigen Grund für diese bedeutende Herabsetzung des Werthes deutscher Münzen vermögen die Gastwirthe und Kaufleute der Schweiz nicht vorzubringen und dürfte es ihnen auch sehr schwer fallen, einen solchen auszufinden. Am unbilligsten erscheint aber dieses Verfahren auf den schweizerischen Dampsbooten de» Bodensees, wenn man erwägt, daß diese Boote, deren Paffagiere zum weitaus größten Theil immer aus Deutschen bestehen, täglich und stündlich an ihren deutschen Landungsplätzen Gelegenheit zum Umtausche de» deutschen Geldes zu seinem vollen Nennwerthe gegen schweizerische- und französisches Geld finden. Wir haben noch niemals gehört, daß deutscher Seit- gegenüber dem Gelbe unserer Nachbarstaaten ähnlich verfahren werde, glauben aber, daß unsere Geschäftsleute diesem Unfuge nicht anders als durch Retorsion steuern und abhelsen können. — Freiburg, 16. Sept. Die landwirthschastl. Mittelschule Hochburg war im laufenden Schuljahre von 32 Schülern besucht, darunter 19 ans Baden, 4 aus Württemberg, 3 au» Preußen, 2 aus Elsaß und je einer ans Hohenzollern, Oesterreich, Schweiz und Rußland. Durch die Regierung wird die Anstalt in ihren Bestrebungen unterstützt; die Lehrziele und die Anstellung deS Hauptlehrers sind der Genehmigung des Handelsministeriums unterworfen. Das neue Schuljahr beginnt am 3. November. * Konstanz, 16. Sept. Gestern Morgen wurde die Versammlung des bad. Hauplvereins der Gustav-Adolf-Stiftung mit einer gottesdienstlichen Feier in der evangelischen Pfarrkirche dahier eröffnet, wozu sich auch Ihre Königl. Hoheiten der Großherzog und dieFrauGroßherzogin von Mainau her einfanden und am Portale der Kirche von Hrn. Amtmann Flad und Hrn. Notar Grether empfangen wurden. Nach einer kurzen Begrüßung der Gäste'durch Hrn. Stadtpfarrer Kaiser hielt Hr. Oberhosprediger Doll die Festpredigt, der er den Text „Herr, wir haben den ganzen Tag gearbeitet und nichts gefangen" zu Grunde legte, und die sich klar und ausführlich über den Zweck des Gustav-Adolf-Vereins verbreitete. Die erhebende Feier, bei der eine große Zahl Andächtiger anwesend war, nnd die auch durch die Mitwirkung des Gesangvereins „Bodan" verherrlicht wurde, war nach 3 Uhr zu Ende. N a ch s ch r t. H München, 16. Sept. Aus Veranlassung des schutzzöll- nerischen Beschlusses des volkswirthschaftlichen Kongresses wird in der offiziellen Zeitschrift des landwirthschaft- lichen Vereins in Bayern dargelegt, daß die Landwirthe entschieden für den Freihandel in die Schranken treten müßten. Leipzig, 16. Sept. Das Resultat aus den städtischen Wahlkreisen für die Abgeordnetenwahlen zum Landtage liegt nunmehr vollständig vor. Es sind gewählt worden 7 Kandidaten der national-liberalen, 7 der Fortschrittspartei und einer der konservativen Partei. f Wien, 16. Sept. Ein Telegramm der „Wiener Abendpost" aus Sassetot von gestern Abend lautet: „Ihre Majestät die Kaiserin hat mit recht gutem Erfolge ^Stunden im Garten zugebracht. Kopfschmerz wird von der Kaiserin kaum mehr empfunden, jedoch ist der Puls noch immer nicht ganz normal. Die Gemüthsstimmung ist recht heiter, die Theilnahme rege." f- Wien, 17. Sept. An hiesigen kompetenten Stellen ist nichts bekannt, was dem mehrfach verbreiteten Gerücht von dem Einmarsch der Türken in Serbien eine Unterlage geben könnte. 4 Konstantinopel, 16. Sept. Die „Agence Havas- Reuter" meldet: Seit der Ankunft der Konsuln in Sto- lacz, welche gestern oder vorgestern erfolgen sollte, ist von denselben noch keine. Nachricht eingetroffen. Verschiedene, während ihrer Rundreise an hiesige Gesandtschaften gerichtete Telegramme konstatiren, daß denselben überall ein guter Empfang zu Theil wurde und daß sie ihre Mission bei mehreren Jnsurgentenführern erfüllen konnten. Letztere erklärten jedoch, daß sie den Versprechungen der Lokalregierung kein Vertrauen schenkten und daß man ihnen bestimmte Zusicherungen von Seiten der Regierung in Konstantinopel machen ! müsse. fl Rom, 16. Sept. „Voce della verit-" meldet, daß der spanische Gesandte beim päpstlichen Stuhle in Folge der Veränderungen im Ministerium zu Madrid seine Demission gegeben hat. si Madrid, 16. Sept. Das Rundschreiben des päpstlichen Nuntius, betreffend die Ausführung des Konkordats, beschäftigt fortwährend die Press- und bildet auch den Berathungsgegenstand des morgen stattfindenden Ministerraths. Die „Epoca" will von einem zweiten, gleich bedeutsamen Rundschreiben wissen. f Rio de Janeiro, 16. Sept. Die Kammersession ist bis zum 30. d. M. verlängert worden. Die Minister der auswärtigen Angelegenheiten, Baron Cotegipe, hat die Note der argentinischen Regierung vom 18. v. M. mit der Versicherung beantwortet, daß er durch die in derselben enthaltenen Erklärungen der argentinischen Regierung befriedigt sei. Der Zwischenfall in Betreff des argentinischen Unterhändlers 0r. Tejedor ist damit erledigt. Bezüglich der Differenzen zwischen der brasilianischen und der argentinischen Regierung über den Bezirk Pilcomayo bleibt weitere Regulirung Vorbehalten. ,>---ankfurrer Kurszettel. (Die wligedrucktcnKurse find vom 17. Sept., die übrigen vom 16. Sept.) LtaatspuPiere. Preußen 4'/, "/„Obligationen 105'/» Baden 5"/o Obligationen 105'/» . 4'/,"/» „ 101". ' 4"/» . S 6 „ 3'/,°/„Oblig.v. 1842 92'/» Bayern 4'/," » Obligationen 101'/, „ 4"/» „ 95 Württemberg 5"/„ Obligat. 105'/, . 4-/,"/» . 101-/, „ 4°,» „ 96'/« Nassau 4"/» Obligationen 97 Gr. Hessen 4"/» Obligation. 99'/» Oest. 5"/, Silbcrrcute Zins 4'/,°,» 67 , s°/» Papierrente Zins 4'/,°/» 63°/» Luxem- 4°/»Obl.i.Fr.L28kr. — bürg 4°/, i.Thl.LIOSkr. — Rußland 5"/^Ob8gat.v.1870 ^ L 12. 105'/, „ 5°/» do. von 1871 102-/, » do. von 1872 — Schweden 4'/,°/^ do. i. Thlr. 98 Schweiz4'/,»//,Bern.Sttsobl. 98'/, N.-Amerika 6 "/„ Bonds L88Srv.186S — „ S"/o dto 188sr von 1865 100'/, . 5°/o dto. 1905r (">/,»r v. 1864) - 3°/» Spanische 19 Volle französ. Rente — Aktien und Prioritäten. Badische Bank >05'/, Frankf. Bankveri« ^ Dentfche Vereinsbank 78 Proviuzialdiskonto — Darmstädter Bank 127 Oestcrr. Nationalbank 835 Württemberg. Vereinsbank 118'/, Oestcrr. Kredit-Aktie» 189'/» Mitt.dcurfchKrcditbank — Rheinische Kreditbank 94°,» Basler Bankverein 85'/, Brüffcler Bank — Berliner Bankverein 77°/, Sruttgarier 4 ank ^ Deutsche Esfektcnüank 107°/» Ostr -deutsche Bank 80 4'/?/» bayr, Ostb. » 200 fl. 115-/» 4'/,°/» vsälz.Maxbahn 500fl. 115'/, 4"/o Hess. Ludwigsbahn 100'/, 3'/,°/,, Oberhess. Eisnb 350fl. 74 5»/» östr. Frz.SLaatsb. 248°/» 5"/„ „ Süd-Lombard. - 5"/» „ Nordwestb.-A. 13 l'/, 5"/..Elifab.Eisnb.i>200fl. 160'/, 5°/»Rud.-Eisenb. 2. C. 200fl. 116 5°/oBhhm.Westb.-A. 200fl. 173 5"/» Frz.Jos.Eise«bah« 145'j, Galizier 197-/, 5°/»Mähr.Grenzb.-Pr. i. S. 63'/, S°/»Böhm.Westb.-Pr.i.Silb. — S°/»EIisab.B.-Pr.i.S. I.Em. 83'/, 5"/» dto. „ 2. Cm. — 5"/g dto. steuerfr. neue , 84'/, 5°/» do. (Neumarkt-Ricd) 85'/, ö"/»Donau-Drau 61-/, S°,'»Frz.-Jos.-Prior. 84'/» 5°/oKro>ipr.Rud.-Pr.v.67/68 78»/, 5"/»Kronpr.Rud.-Pr. v.1869 74'/, 5°/»östr.Nrdwstb.-P.l.S. 84-/, 5°/» „ „ Oit.L. 69'/, Vorarlberger 70-/, S"/uUngar.Ostb.-Prior. i.S. 59°/» 5"/oUngar.Nordostb.-Prior. — 5°/„Ungar. Galiz. 65'/, Ungar. Eis.-Anl. 78 S"/vöstr.Süd-Lomb.-Pr.i.Fr. — 3°/»östr.Snd-Lomb.-Pr. 47'/, ö"/»östcrr.Staatsb.-Pr. 97-/, 3°/»österr.Staatsb.-Pr. 64'/, 8 "/oLworn.Pr.,i,it. o.v»v, 41'/, >5"/» Rheinische Hypothekenbank-Pfandbriefe 101-/, 4', 2 °/» . 98'/, 6 "/o Pacific Central 87°/- 6 "/» South Missouri 62 -inlebcnslookr nnd Prämienauleilin Cöln-Mindener 100-Thaler- Loose 112'/, Bayr. 4"/» Prämien-Anl. 126-/» Badische 4°/» dto. 124-/» „ 35-fl.-Loose . . — Braunschw. 20-Thlr.-Loose 84.40 Großh. Hessische 50-fl.-Loose — Ansbach-GunzenHgus. Loose 26.80 Oestr.4»/o2S0fl.Loosev.1SS4 114'/, . 5°/»500fl.- „ v.1860 122'/» , lOO-fl.-Loose v. 1864 — Ungar. Staatsloose 100 fl. 177.— Raab-GrazerlOOTHlr.-Loose 84'/» Schwedische lO-Thlr.-Looss 48 Finnländer lO-THIr.-Loose 42.40 Meininger 7-fl.-Loose 19.80 3"/o Oldenburger40-Thlr.-L 116-/» Wechselkurse, Gold und Silber. Lomdon4ttPsd.Sl.2-'!, 203.70 Paris 1VV F-rrS. 4--,» 80.90 WienllVVil.östr.W. 4 ', 2 »/» 181.30 .Hvllö.nd.10-sl.-Si. Mk. 16.80—88 Ducaten ..... 9.55—68 2tt-Fra«cS-St. . 16.22—26 Engl. Sovereigns . 20.40—45 Russische Imperial „ 16.69— 74 Dollars in Gold . 4.17—20 Oollarcoupon . — uz: fest. Kredilaktien 380.— , Swatsbahn mnmndit 154.50. Teud.: stille. Kreditakrien 214.70, Lombarden rn! 112.75. N-woleonsd'-r 8.96 /,. (Schlußlurs) 1167,. chte« in der Beilage Seite !I. n verantwortlich: loshert in Karlsruhe. i. Hoftheater. Quartal. 99. Abonnements- imermann, komische Oper in ng '77 Uhr. Quartal. 100. Abonnements- von Venedig, Schauspiel in bersetzt von Schlegel. Anfang Disconto . . . l.S. 4'/, "/, Preuß.Friedrichsd'or Mk, — Pistolen ..... 16.50—55 Tende Berliner Börse. 17. Sept. 497.50,. Lombarden —>—, Disc. Ec Wiener Börse. 17. Sept. 103.75. Staatsbahn —, Anglob Tendenz: fest. Rew-Hork, 17. Sept. Gold (OO?" Weitere Haadelsas Ori Für die Redaklii In Stellvertret. Karl i Grotzherzogl Sonntag, 19. Sept. 3. Vorstellung. Czaar und Zin 3 Aktm, von Lortzing. Anfa Dienstag, 21. Sept. 3. Vorstellung. Der Kaufmann 5 Akten, von Shakespeare; ü '/e7 Uhr. Theater in Bade« Montag, 20. Sept. Das Stiftungsfest, Lustspiel in 3 Akten, von G. v. Moser. Anfang */-7 Uhr. Mittwoch, 22. Sept. Czaar und Zimmermann, komische Oper in 3 Akten, von Lortzing. Anfang r/,7 Uhr. Todesanzeige. V.391. Baden. Schmerzes erfüllt widme ich theilnehmen- den Freunden und Bekannten die Nachricht, daß meine liebe Schwägerin Louise Riedel nach langem schwerem Leiden am 16. September Abends verschieden ist. Baden, den 17. Sept. 1875. Rock, Obertelegraphist. Thalia - 6omm er - Theater 2^2 ^ R'arkruhe. Unter der Direktion »es Hrri. N. Schmiß. Samstag den 18. Sept. 1875. Zmn Benefiz für Frl. Alitzraodi. Zum dritten Mole: Me schöne Helena. Komische Oper in 3 Akte« von I. Offen - bach. B385 Heidelberg. Bekanntmachung Die Verlvofrmg städtischer Par- tialobligationen de- Aulehen» vom Jahr 1865 betr. Bei der hente vorgenommenen Berloo- sung der aus 1. Januar 1876 heimzahlbaren städtischen Partialobligationen de» AulehsnS vom Jahr 1865 ad 286,000 st. wurden folgende Nummern gezogen, deren Brrzinsung mit dem 31. Dezember d. I. zu Ende geht: -r, Nr 30, 97, 99 -- 3 Stück ü500fl.--. 1500 fl. b. Nr. 282, 337, 353. 36t, 414. 451. 458, 517 -» 8 Stück ä 250 ft. 2000 fl. c. Nr. 611, 637, 749, 812, 867 --- 5 Stück L 100 fl. ^ 500 fl. zusammen 1000 st. Heidelberg, den 16. September 1875. Der Stadtrath. Bilab el. _Webet. DOM" Stelle-Gesuch B.378.1. 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B 396 . 1 . Braun. B.159.3. Die Hos-, Kunst- u«L SMil-Mbmi von Erbprmzenftraße 10 in bezüglichen Arbeiten empfiehlt sich für jetzige Saison in allen für dieses Fach unter Zusicherung schöner und solider Ausführung. Als Specialität empfiehlt sich besonders die für werthvolle seidene Stoffe und Kleider, welche An sich durch Glanz der Waare und Weichheit der Appretur auszeichnet; die (Trockenwäscherei) für Herren- und Damengarderoben im Ganzen, ohne Beeinträchtigung der Fagcn und ohne Gefabr für Farbe, Glanz und Einlaufen. Färberei von Federn, weiß und in allen Farben. und di II an» durK-^NLvr lli » r» 1« «I» « jk'AvikStLAkrt -^4<;tL«n-0«8«LL8<;Ir»1t. In VersekinoIsunA mit ckor T »Iltrü-iiiite. Dtrecte Post-Dampfschisssahrt zwischen . . vis Hüvre, vermittelst der berühmten und prachtvollen deutschen Post- Dampfschiffe 15. Sept.IIilk«x»»e««eL, 29. Sept I , 13. Oltbr. Lka»»»»«»»»«, 22. Sept.lK'H»»«» 6. Oktor 28. Okt. und weiter regelmäßig jede« Mittwoch. Passagepreise : I. Lajüte <^O4SS, li. Tajütc Ava, Zwischendeck --O 120. Zwischen Hamburg d Westrn-ren via HLvre und Grimsby nach den verschiedenen Häfen WestindirnS und der Westküste Amerikas. 8. Okt. I 8. Nov. l S«Ä?o»ä«, 8« Dezbr. und weiter regelmäßig den 8. jede« MonatS. Nähere Auskunft wegen Fracht und Passage erthcilt der General-Bevollwächtigte M.LSKU8T Win. Wiel'8 ^LeklvlZe?, »»—S4 ^0inIr»IU»t88trn88e. »471 »I N« sowie dessen General Agenten: Walther L von Neckow, Rabus ck Stoll, Michael Wir- schiag, Gebr. Bielefeld und Guudlach L Bärenklau in Mannheim. T 398.6. 35 2 ZrS8tzA„r«EL«i» «SiKvr auf der Sommern« in unmittelbarer Nähe der Eisenbahn- und Telegraphenstation. (Höchster Punkt der Schwarzwaldbahn.) Guter reichhaltiger Mittagstisch (Dubio d'bvte) um 12 , Uhr Nachm, sofort nach Ankunft des Zuge» von Lriderg. Nächste Gelegenheit zur Rückfahrt nach Triberg per Bahn um 1^" Nachwilt. V.55 6. Primer Ruhrev FettfGrott, Hasettwinkler Schmiedekohleu, sowie alle Sorten Coaks bis zu den größten Posten liefert billigst * VI»««eL«r Mannheim I^k!l6ll8vel'8iek6l'lHlA8- L Li'8psrlii88-vLll!i in 8tuttMrt. Berficherungsstand pc. ult. Juli 1875 .Mark SS,658,588. Neuer Zugang im lausenden Jahre. . 18,742,288. Im Jahre 1875 zu Bertheilnng kommende Dividende 37°/, — 668,918. Die auf Lebenszeit zur zahlende Prämie vermindert sich dadurch für eine Versicherung von. Mark 1000. für da- Beitritts alter von 25 38 35 48 45 5V 55 Jahr e» aus Marl 14,Ob. 15,50. 17,39. 20,16. 24,64. 38.70. 38,81. Sofern die Dividende während der Berstcherungsdauer stehen gelassen wird, kann solche bei Erreichung eines mäßigen Alters die Höhe der Versicherungssumme erlangen. Die bis jetzt eingetcetene Sterblichkeit ist sehr günstig, eS läßt sich daher auch für das Jahr 1875 wiederum eine hohe Dividende erwarten. Zu weiterem Beitritt laden ein' Karlsruhe: 4 0«» Ulletvl Baden: v'. O. ^Ve-ger. „ kV ^HtnKler. Brrttcu: 4.. 1 ,tn«»n^r. Bruchsal: V. SvkiniGt Bühl: S. »«8v». Durlach: Pforzheim: 4k »vrtr«»». Rastatt: ^ riseker B.394. Reichseisculiüliiicil iu Elsnß-Lothriilge«. Nheinbrücke bei Hüningen. Die Lieferung von 1858 gußeiserne» Pfahlschuheo nebst schmiedeeisernen Nägel» soll im Wege der öffentlichen Submission vergeben werden. Die Bedingungen liegen im Bureau de« Unterzeichneten AbtheilungS-Bau- Meister- zu Hüningen zur Einficht aus. Ebendorthin haben LieserungSlustige ihre Offerten bi» zum 1. Oktober im., Bormittags LL Uhr, mit entsprechender Aufschrift versiegelt und portofrei ernzusende». H««i«geN, den 14. September 1875. Der Abtheilungs-Saumeister: «.387. i. (219) Ariesche. Kunst, u. Bauschloffereivon petrr Haffner 19 EhrmmkÄaiUeu! ^-aargemünd (Lothringen). V 3S3.1. T.715.N 14 Billinken z Whiius M Akvtjchk» Kaistl zunächst beim Bahnhof, empfiehlt EL Pferde verkauf. § , V.380.1. Ein Paar norddeutsche Wagenpferde, sehr kräftig, 17 Faust hoch, hellbraun, 8 Jahre alt, sehr fromm und fehlerfrei, stehen für den Preis von 1600 fl. zu verkanten. Expedition dieses BlaiteS sagt wo? B.376.1. Nr. 1429. Oberkirch in Baden. Wein- u Holz-Verstei- gerungs Ankündigung. AuS dem Nachlasse des -j- Wein- und HolzhändlerS Salmenwirth Hch. Schmidt zn Oberkirch werden an den nachoerzeichne- ten Tagen die beigesetzten Holz- und Weiu- sorien öffenilich an die Meistbietenden gegen Basrzahlung versteigert, und zwar: Donnerstag den 23. l. Mts., Vormittags S Uhr, bei hem SalmenwirthShanse dahier anfangend : ca. 120 Ster buchenes, eichenes und gemischtes Scheitholz, nachher „ 400,g 4 Festweter Bauholz, SSge- klötze und geschnittene Säge- waaren, in hartem und weichem Holze (darunter einige Hundert eschene Dielen). Die Hclzsorten lagern theilS bei der Loh- mühlsäze dahier und bei der Säge des Ludwig Roneckcr in Oppenau , «Heils aus dem KnibiS und «erde» die letzteren durch Gast- wirth Maier z. Zuflucht vorgewiesen. Sodann kommen om Freitag u. Samstag den 24. «. 25.1.M., jeweils Vormittags s Uhr, im Salmen- wirthshause dahier anfangend, folgende Weinsorten von den Jahrgängen 1870 bis incl. 1874 zum Ausgebot: ca. 100 Ohm -- 1l,zg Hektoliter Weißherbst, -- 6., —13,„ Rothweine, „ Klevner, 40 350 Klingelberger, und — 4,„ „ gemischte Weine, sodann Fässer, wein grün uud in ganz gutem Zustande, und » 5000 Liter Kirschen- »nd Zwetschgengeist. Die Weine und Branntweine sind bester Qualität und sämmtlichr rein gehalten. Zn zahlreichem Besuche bei der Vrrstei- gerung wird eingeladen. Oberkirch, in Baden, den 15 Sept. 1875. Bürgermeisteramt. K a p P l e r. M. Schrempp. Berm BskK«vrinaH«atzeu V377.1 Oberkirch. Versteigerungs-Ankündigung. Am Samstag den /" 9. Oktober d. I., Mittags 3 Uhr, wer- den nachdeschriebrne.zm» W»-... Nachlaße de- Salwcn- wirths Heinrich Schmidt dahier gehörigen Liegenschaften im hiesigen Rathhaufe mit dem Anfügen öffentlich versteigert, daß der Zuschlag erfolgt, weua der Anschlag oder «ehr geboten wir:. Beschreibung der Versteigerungs- Objekte. Ein zweistöckiges Gasthaus mit besonders stehendem Kellergebäude und Remise, Haui- gartea, getrennter Küserwerkstätte mit Bren- nerei-Einrichtunz, neben Hermann Doll, Kreuzwirth Geldreich, Emil von Schauenburg und Valentin Ziegler. Anschlag. 15,500 M. Oberkirch. den 16. September 1875. Grvßh. Notar. _ Mühl. _ V.121.2. Mannheim. Steigerungs Ankündigung Auf Antrag der Betheiligten versteigere ich am Dienstag den 21. September 1875, Nachmittags 3 Uhr, in meinem GeschäftSzimmer Idtora ^,11 Nr. 3 die der Cannstadler Holzhandlung gehöree de, hier in I-itora Z III Nr. 1 gelegene Liegenschaft (aus dem Jung- bnsch) bestehend in einem zwei und ein halb Siock hohen Wohnhaus mit theils gewölbtem, theil» Balkenkller, einem dreistöckigen Seitenbau, einer Remise und einer eben- sallS einstöckigen Waschküche, Brunnen, Einfriedigmigsmauern re. mit zusämmen einem Flächeninhalt von 4158 OMeter, gerichtlich geschätzt zu . . Mark 219,100. Die Steigerungsbedingui-g-o können inzwischen an jedem Werktage bei mir eingo- sehen werden. Mannheim, den 3. September 1875. Großh Notar _ Köhler. _ V.3I4.2. Heidelberg. Steigerungs Ankündigung. Ja Folge richtrrlicher Verfügung werden l-rh«, aus der Gavtmaffe des Wrlhellli n er, Schiffwirlh in Schlierbach , zeichnete Liegenschaften in der Bews Heidelberg am Montag den 4. Oktober in?- NachwitlagS 3 Uhr im Ralhhause zu Herd-lberg öffen'iliz ^ , stngert, wobei der Zuschlag er-olzt, SchätzungSpreis oder darüber geböte»^? I Beschreibung der Liegensch.s^I 2 Ar 6l,72 d/Meter Flachs »m Stadtihetl Schlierbach .. bezeich-^ worauf Landstraße, Nr. 80; ein zweistöckiges gewöib.em Keller, Wirthschäfi! , . - . Schiß» Gerichtlich geschätzt zu . 15,400»-, ' Heidelberg, den 4. September 187s^^ Der Vollstreckungsbeamte: Sternheimer. Mil'. V 383.1. M.Q Hausen i. Elsaß. Pferreverstei. gerung. Das 2 te bad. Drago, er-Regiment Ln« graf Maximilian Nr. 21 läßt am Montag den 27. d. M. Vormittag» 9 Uhr, im Bauhöfe zu Br^ ! sal 41 ausrangirte Dienstpserdc Baarzahlung öffentlich versteigern, Kaufliebhaber eingi laden werden. ' M O. Mülhausen i. Elsaß, den 16. Septbr. 1875. Königl. RegimentS-Lommaado. V363. Nr. 3782. — Saline Dürrheim. Salzsäckellefernng betreffe»». Für 1876 bedürfen wir: 1) circa 100,000 Stück 50 Kilo hilüM Säcke au» Inte, 47 Cm. breit, 114 Cm.,lang. 2) circa 40,000 Stück 50 Kilo Halle«.. Säcke an» Flachswerg, 49 Cm. irck ^ und 106 Cm. lang, 3) circa 40,000 Stück 50 Silo haltech»^ Säcke an» Jute oder Halbjute, 47 k» I breit und 103 Cm lang, I 4) circa 7,000 Stück 100 Silo haltnK Säcke au» Jute, 60 Cm. breit, 140 Cm. lang, 5) circa 4,000 Stück 100 Kilo Halle»« Säcke aus Flachswerg, 60 Cm. da und 140 Cm. lang. Schriftliche Angebote auf dar gaWkl Quantum oder kleinere Parthie« find dil Dienstag den 12. Oktober b. I., Vormittags 11 Uhr, unter der Aufschrift ,Säckelieserung 1876" versiegelt an unS^inzureichen u»d» find darin mit Zahlen und Worten die Msgr l und der Preis für je Lvv Stück Sich I ohne Sackbandschnnr lrei aus du So i line gelegt, anzugeben. I Den Submisstonen ist je ein Mufierftik! beiznjügen. Nach geböte bleiben unbnrck- j sichligt. Die Lieferungsbedingungen köiun» 1 täglich bei unS cingesehen oder auch schrist- lich erhoben werden. Dürrheim, den 14. September 187S. Grvßh. Salinevcrwaltnng. Zahn. V.li»3.S. Nr. 77t. Mannheim- Großh bad. StaatS-j Eisenbahnen. Vergebung von Asphalts rungs-Arbeite«. Die Herstellung eine! ASphall-Tro... in hiesiger Personen-Einsteighalle s«l> E, dem Submission-wege vergeben werde», l dasselbe mißt 1610 d>Di. ^ ES werden daher die,eilige» Herren > "" ( sich mit deraNiger Arbeit beiaffen, en«»»» laden, ihre Angebote verstegclt und «Nt"'I zeichnet» Aufschrift versehen, bis läogfi" Samstag den 25. September d-S» Vormittags 10 Uhr, bei unterfertigter Stelle eiuzurrichea» inzwischen ar ch die Bedingungen ein« werden können. ^ ^ Mannheim, den 7. September liffv- Großh. Eisenbahnbau-Jnlpelurn- Steinam. B.373. Nr. 11,594. «ruch!»l^ Stelle eine- Decopift:« bei hreflS^ zirkSamt mit 685 Mark Gehalt u»'t Accideutien ist bis 1 November d.^ der zu besetzen. B Werbungen flo° AmtSvorstaud zu richten. z Bruchsal, den 14 September 1»-»" ^ Großh. bad. Bezirkraw ^ - B.366.2. KarlSrnheT^ie Hilfenstelle bei der (großh lang Karlsruhe wird zur Wiede aus 1. Oktober d. I. m" drm v— nochmal- ausgeschrieben, daßanH gehilsen zur Bewerbung öUötlaßt Meldungen wollen binnen 1v Unterzeichneter Stelle eingcreicht - Karlsruhe, den 1l. September Domänen-Direktwn- -Mit einer Beilage) Druck und Verlag der iraun'schen Hofbuchdruckerei.