Karlsruher Zeitung. Freitag, 28 . November. ^ 278. Vorausbezahlung: vierteljährlich 3 M. 50 Pf.; durch die Post im Gebier? der deutschen Postverwaltung, Briefträgergebühr eingerechnet, 3 Mark 65 Pf. Expedition: Karl-Friedrichs-Straße Nr. 14, woselbst auch die Anzeigen in Empfang genommen werden. EinrücknngSgebühr: die gespaltene Petitzeile oder deren Raum 13 Pfennige. Briese und Gelder frei. L87S. , Bestellungen auf die Karlsruher Zcituug für - den Monat Dezember werden bei der Expedition " und den betreffenden HH. Agenten sowie bei , sänuntlichen Postanstalten angenommen. Telegramme. ff Berlin, 24. Nov. Der Reichstag setzte nach Er- . ledigung mehrerer kleiner Bcrathmigsgegenstände die zweite Bcrathung des Etats fort und bewilligte die Positionen für das Reichs-Eisenbahn-Amt. Auf Befragen erklärte hierbei Präsident Maybach, daß der Fertigstellung des Reichs-Eisen- : bahn-Gesetzes, welche er pon Anfang an betrieben habe, große, ' noch nicht überwundene Schwierigkeiten entgegenständen. Er : hoffe eine Einigung zu erzielen, könne aber über deren Rich- r tung noch nichts angeben. Die Weiterberathung findet Freitag statt. ff Berlin, 24. Nov. Die außerordentliche evangelische - Generalsynode trat heute im Saale des Herrenhauses zusammen. Die Mitglieder waren vollständig erschienen. Als Rcgierungskommissäre waren Unterstaatssckretär Sydow und Ministerialdirektor Förster anwesend. Der interimistische . Vorsitzende, Präsident des Oberkirchenraths Hermann, er- öffnetc die Synode mit einer längeren Ansprache. Hieraus wurde Graf Otto Stolberg mit 155 von 190 Stimmen zum Präsidenten gewählt und demnächst ein Antrag von Oberpräsident Horn, Schulrath Schräder und Oberbürgermeister Doß auf Erlaß einer Adresse an den Kaiser auf die Tagesordnung der Sitzung gestellt. ff Braunschwrig, 24. Nov. Das Deutsche Kronprinzen-Paar ist, von Darmsladt kommend, hier eingctroffen. ff Meiningen, 24. No». Gutem Vernehmen nach stehen auf der Tagesordnung der auf den 17. Dez. festgesetzten außerordentlichen Generalversammlung der Mitteldeutschen Crcditbank folgende Gegenstände: 1) Die Verzichtleistung resp. anderweitige Verwerthung des Notenprivilegs; 2) Herabminderung des Aktienkapitals auf 15 Mil- - lionen Thaler durch Rückkauf von 13,000 Stück eigener 7 Aktien; 3) Aenderung der Statuten. Wien, 24. Nov. Der Kardinal-Fürstbischof Rauscher ist heute Nachmittag um 3 Uhr verschieden. ff Wien, 24. Nov. Die „Pvlit. Korresp." meldet aus Ragusa, daß 6000 Montenegriner mit 12 Gebirgskanoncn in der Ebene von Grahovo conzcntrirt seien, wahrscheinlich mit der Bestimmung, in die bevorstehenden Entscheidungskämpfe zwischen den Türken und Herzegowinern einzugrcifen. . ff Belgrad, 24. Nov. Dir serbische Regierung sieht von der Negociirung von Handelsverträgen ab und bereitet eine Schutzzolltarif-Vorlage an die Skuptschina vor, durch welche eine Reihe von Einfuhrartikeln hoch belastet wird. Außerdem steht die Einführung einer Steuer auf fremde Patente bevor. ff Mailand, 24. Nov. Der „Perseveranza" zufolge würde die südösterreichisch-italienische Eisenbahn-Gesellschaft, auch wenn die Abtretung eines Theiles der Linien an die italienische Regierung gegen einen in Annuitäten zahlbaren Kaufpreis erfolgt, fortfahren, gesetzlich zu existiren. Zur Sicherstellung der Gesellschaft würde derselben an den italienischen Linien eine Hypothek bestellt werden. Eine Trennung der südöstcrrcichischcn und italienischen Linien fände ebensowenig statt wie eine Werthveränderung der Aktien und Obligationen. ff Madrid, 24. Nov. General Quesada hat die Absicht, nach Madrid zu kommen, wegen einer von den Karlisten gegen den östlichen Theii von Navarra ausgeführten Bewegung ausgcgeben und die Operationen gegen die Karlisten fortgesetzt. Derselbe griff letztere bei San Cristobal in der Nähe von Pampelona an, wobei er von der Artillerie dieser Festung unterstützt wurde. Die Division Espaüa griff die Karlisten bei Alzuza an und nahm den Ort nach hartnäckigem Kampfe. ff Haag, 24. Nov. Die den Gcncralstaaten vorge- lcgten Finanzvorlagen betreffen eine Erhöhung der Steuer für Spirituosen mit 4 fl. pro Hektoliter; eine Erhöhung des Eingangszolls auf Thee, und endlich die Besteuerung des Tabaks mit 22 fl. pro 200 Kilogramm. Ferner werden vorgeschlagen die Aufhebung des Eingangszolles für Tabak, Getreide und Bauhölzer und die Aufhebung des Ausgangszolles für Lumpen. ff London, 24. Nov. Die „Morning-Post" erfährt, daß der erste Lord der Admiralität, Wart Hunt, seine Entlastung zu geben gedenkt und Lord Henry Lennox als dessen Nachfolger bezeichnet wird. Der „Times" wird aus Konstantinopel gemeldet, daß die Pforte die Gesandten Oesterreichs und Rußlands aufgefordert habe, dem Fürsten Nikita von Montenegro Vorstellungen wegen des anhaltenden Zuzugs von Montenegrinern zu den Aufständischen zu machen. Aus Cettinje wird der „Times" gemeldet, daß die Feindseligkeiten in Folge der eingctretcnen Kälte eingestellt sind. Deutschland Karlsruhe, 25. Nov. Ihre Maj. die Deutsche Kaiserin und Königin von Preußen ist heute Nachmittag halb 5 Uhr von Koblenz zum Besuch der Großherzoglichen Familie hier eingetroffen. Allerhöchstdicsclbe hat sich jeden offiziellen Empfang verbeten. * Berlin, 23. Nov. Heute ist die Strafrechts-Novelle an den Reichstag gelangt und damit sind die sämmt- lichen Gerüchte über Vertagung der Vorlage vollständig entkräftet. Dieselbe erscheint als ein sehr umfangreiches Schriftstück. Der Entwurf ist von eingehenden Motiven begleitet, welche als Erweiterung der dem Bundesrath unterbreiteten Denkschrift über den Entwurf erscheinen. Die erste Lesung desselben ist vor acht Tagen kaum zu erwarten. — Die Kommission, welche den Gesetzentwurf über den Schutz der bildenden Künste, der Muster und Photographien vorzu- bcrathen hat, ist gestern Abend nach langen Debatten mit der ersten Bcrathung des Musterschutz-Gesetzes zu Ende gelangt. Im Großen und Ganzen hat die Mehrheit der Kommission sich auf den Standpunkt des Regierungsentwurfs gestellt. Allerdings wurden einzelne wichtige Bestimmungen nur mit ein bis zwei Stimmen Mehrheit angenommen. Zu langen Erörterungen gaben zuletzt noch die Strafparagraphen Anlaß, welche aus dem Nachdruckgcsetze hcrüber genommen sind. Es handelte sich hauptsächlich um die Frage, ob die Fahrlässigkeit im Falle von Nachbildung strafbar sein sollte. Die große Mehrheit der Kommission erkannte die Nothwendigkeit derselben an. Im tz 15 wurde das Alinea 2 gestrichen und damit bezüglich der Verhältnis^ zum Auslande einfach auf abzujchließcnde Staatsvcrträge verwiesen. Im letzten Paragraphen, Z 16, wurde endlich bestimmt, daß das Gesetz mit dem 1. April 1876 statt 1. Juli in Kraft treten solle. Für die Novelle zum Reichs-Jnvalidensonds-Ge- setz hat der Abg. Richter (Hagen) den Antrag, eingebracht, als tz 1 Folgendes anzunehmen: Aus dem ReichS-Jnvalidensonds sind vom I. Jauuaz 18l6 ab auch zu bestreiken: ». die Ausgaben des Reiches au Pensionen und Unterstützungen für Angehörige der vormals schleswig-holsteinischen Armee; d. die nach Maßgabe früherer oder bestehender Gesetze-und Verordnungen zahlbare» Ausgaben des Reichs und des Königreichs Bayern an Pensionen und Pensionte-.höhungeu für Militärpersojien und Mi- litärbeainten der Landarmce und der Marine, welche durch Krieg vor 1870/71 invalide und zur Fortsetzung des akiiven Militärdienstes unfähig geworden sind; e. die nach Maßgabe früherer oder bestehender Gesetze erfolgten Bewilligungen des Reichs nud des Lönigrei-l i Bayern für Hinterbliebene der in den Kriegen vor I87e/71 gefallen i Militärper- sonen und Militärbeamken der Landarmee und der Mo nm. orx Berlin, 23. Nov. (Vom Reichstag.) Die Arbeiten des Reichstags haben ein schnelles und regelmäßiges Tempo angenommen. Wir haben seit Freitag mit Ausnahme des Sonntags täglich Plenarsitzungen gehabt und so werden für die Folge auch die sitzungsfreien Tage die Ausnahme bilden. Die Theilnahme des Publikums an den Debatten ist mit einem Male wesentlich gestiegen, seitdem der Reichskanzler gestern im Hause erschienen und seine große Rede gehalten hat. Fürst Bismarck war auch heute im ausc anwesend und blieb bis zum Schluß der Sitzung, r hat indeß das Wort nicht genommen, obwohl außer dem Etat für das Reichskanzler-Amt der fiir das Auswärtige Amt in zweiter Bcrathung erledigt und, wie ich hier gleich erwähnen will, durchweg genehmigt ist. Es war eine andere Temperatur im Hause, als an jenem Tage, da im vorigen Jahre die zweite Lesung des Etats für das Auswärtige Amt zur Verhandlung kam. Die Scenen, welche heute das Niveau gewöhnlicher geschäftlicher Behandlung überschritten, wirkten komisch oder hielten sich in den Grenzen theoretischer Diskussionen, die, den Tisch des Bundesraths kaum affizirend, sich um die beste Organisation der Universitäten drehten. Es war der Titel für die Ausgaben des Reichs für die Universität Straßburg (400,000 Mark), welcher dem Abgeordneten für den 3. hessischen Wahlkreis, dem Gteßener Professor l)r. Oncken, Gelegenheit bot, gegen die neulichen Aeußerungen des Abg. Reichensperger zu remonstrircn und festzustellen, daß der Landesausschuß von Elsaß-Lothringen weit davon entfernt sei, die Anstchten des Letzterm zu thcilcn. Selbstredend ließ es sich nun der provocirte Abgeordnete für Crefeld nicht nehmen, wie er das so gerne thut, seine Begriffe von der wahren Freiheit zu entwickeln und den bekannten Beschluß der französischen Nationalversammlung betreffs des Unterrichts auf den Universitäten als ein »<», piu> uliii, von Staatsweisheit zu rühmen. In Frankreich sieht er die wohlthuende, stete Konkurrenz zwischen den verschiedenen Strömungen des öffentlichen Le- bens. Aber bei uns, ach! da ist nicht die Bildung der Jugend, nicht die Kontrole ihrer Studien, sondern die Kariös Jort Fuquesne oder Kapitän Jack, der Kundschafter. (Fortsetzung aus Nr. 277.) Die beiden Körper lagen an der Stelle, wo sie fielen, Jahre lang in Sommerhitze und Winterfchnee, der Unbill ber Elemente preiSge- gebrn. Drei Jahre nachher wurden zwei ineinander verschlungene Skelette aufgefunden, die der junge Sir Peter Hallet als die seines Vaters und Bruders identifizirte. Die amerikanischen Milizen, auf die Braddock so verächtlich herabsah, waren die Letzten, die den Hügel aufgaben. Unter ihnen befanden sich Jack, Giß, Waggoner, Scaruyaddy und Andere der kaltblütigeren und entschlosseneren Kundschafter und Freischärler, welche, wo sie e» nur immer mit Bortheil gekonnt, ein scharfe- Feuer ans den Feind gerichtet hatten. >lr Jack, «m diese Zeit von einigen Ottawa-Indianern hart bedrängt, mit pulvergeschwärzlem Gesicht, glühenden Augen und die Zähne mit einer Art Bulldoggen-Festigkeit aufeinandergepreßt von Baum zu Baum retirirte, sah er unfern alten Bekannten, Kapitän Waggoner von dem virginischen Freicorps, mit dem Ueberrest seiner Leute herankommen. Sie wichen trotzig nur Schritt um Schritt zu- rück, manchen besorgten Blick hinter sich werfend. »Waggoner," rief Jack, „eS ist eine wahre Schande, daß wir hier stehen und uns wegen der Laune eines Wahnsinnigen schlachten lasten, der so tapfer wie Julius Cäsar sei» mag, aber sonst ein Esel ist. Ich habe jetzt die Stellung jener lauernden rochen Teufel studirt und bin »ach der Linie ihres Feuer- gewiß, daß wir von jenem dicken uwge- stürzten Baumstamm dort am Rande der Anhöhe alle Vortheile ihrer Position zu Nichte machen können. Was sagen Sie? Können wir Ihre Leute nehmen »nd dorthin laufen?" .Bravo, Jack! Geben Sie mir Ihre Hand dafür, alte Eiche! Ich Sche mit Ihnen bis in den Tod. Ich kann mich auf Alle bis auf den letzten Mann verlassen, die mir van meiner Kompagnie übrig geblieben sind, und denke, ich kann ans Dobb's, Dagworth's, Steven's und Peyronie's Freicorps genug Leute zufammenbringen, um den Angriff zu unternehmen. Ho!" ries er mit klarer, vibrirender Stimme, »amerikanische Freischärler, steht einen Moment! Wir haben die Indianer bisher nach englischem Plane bekämpft und thun wir's noch eine halb« Stunde, so behalten wir keinen ganzen Schopf. Kapitän Jack schlägt vor, von jenem dicken Stamm Besitz zu nehmen, welcher die Stellung deS Feindes beherrscht und uns vollkommenen Schutz gewährt. Bon dort werden wir mit den verfluchten heulenden Teufeln schneller fertig werden, als man ein Nest voll Klapperschlangen zerdrückt. Jeder, der diesen schmachvollen Tag wieder guk machen und wenigstens durch eine kühne That zum Siege beitragen will, der folge mir!" Ein lebhafter Hurrah ertönte und etwa achtzig amerikanische Freischärler, unter ihnen Jack, Scaruyaddy, Alaquippa'S beide Söhne, Giß, Fairfax und zwei andere befreundete Indianer waren bereit, zu felgen. »Nun, Jungen, geladen und dann zeige sich Jeder hinter seinem Baum, damit sie schießen. So," als eine volle Salve vom Feinde kam, „nun vorwärts!" und Jack und Waggoner an der Spitze, stürmten fie mit gespanntem Hahnen Einer dicht hinter dem Andern vor und verloren nur drei Mann auf dem Wege. „Nun," schrie Waggoner, „gebt einmal Alle zusammen Feuer, nach- her lade und schieße Zeder nach Gutdünken, und wenn wir uns dieses Tage- nicht ein bischen zu rühmen haben, so will ich nicht Tom Waggoner heißen. Sehen Sie, Jack, sehen Sie, wie die angestrichenen, geschmeidigen Tensel sich ducken und sortgleiten? Aha, jetzt haben wir sie gekriegt! Nun rasch, Jungens, ehe wir sie aus den Augen verlieren. Fertig! Zielt! Feuer!" und die ganze Linie spie Rauch und rothe Flammen. „Ha," gellte Jack, mit Begeisterung aus seine Füße springend, als er sah, daß eine ganze Horde Indianer aus dem Versteck hervorbrach. „Noch einmal so und wir haben Skalps genug, um für Jeden eine Farm zu lausen. Hurrah, Jungens, hur -" (Fortsetzung folgt.) Zum nächsten Hrchester-Konzert. Unverkennbar haben die Konzerte unserer Hofkapelle in diesem Jahre einen neuen Aufschwung genommen; der sorgfältigsten Ausführung sicher, haben wir die Aussicht, bedeutende Schöpfungen lebender Mei- per kennen zu lernen; aber auch minder bekannte klassische Kompo- sitionen sollen vorgeführt werden. Vielleicht werden einige Worte über die erste Ouvertüre und die Florestan-Arie der Beethoven'scheu Leonore in der ursprünglichen Fassung, welche für dies nächste Konzert in Aussicht genommen find, erwünscht sein. Die Oper „Fidelio", in jeder Hinsicht einer der gewaltigsten dramatischen Meisterwerke, ist dem Publikum in ihrer eigentlichen, eisten Ge- statt soft unbekannt. Wie wir sie jetzt sehen, ist fie erst zehn Jahre »ach der ersten Ausführung von Beethoven bearbeitet worden. Beifall gefunden hat dar Werk allerdings erst nach dieser Umgestaltung; aber gerade daraus folgt schon, daß rer Komponist bei der Umarbeitung keineswegs bloß durch innere Gründe bestimmt war; er mußte sein Werk auch Zuhörern mundgerecht machen, deren Urtheil von einer für uns unbegreiflichen Kurzsichtigkeit wäre, könnten wir nicht .in jedem Konzert namentlich bei neueren Kompositionen eben so geistvolle Meinungsäußerungen an- so manchem schönen oder unschönen Munde vernehmen. Begreiflicher Weise waren die Linderungen großentheils Kürzungen, theilweise Fortlaffangen von Nummern, die minder gefallen hatten. Meist hat sich Beethoven nur aus den Andrang damaliger Musiker oder Theatersänger und zwar säst stets sehr widerstrebend dazu entschlossen. War ihm doch sogar der Titel gegen seinen Wunsch geändert worden. Denn Leonore sollte sic ursprünglich heißen; aber die Theaterdireklion druckte trotz seines Protestes „Fidelio" auf den Zettel. Später hat er dann die neue Bearbeitung selbst Fidelio genannt. Aber trole über das Eingehen der Professorenhonorare für die obligaten Vorlesungen Das, worauf es ankommt! Natürlich kam auch wieder die geringe Anzahl der katholischen Lehrer an der Universität Straßburg zur Sprache, doch der Regierungskommissär Direktor Herzog konnte unschwer dar- thnn, daß einerseits der Zufall, anderseits die in den religiösen Anschauungen der Katholiken begründete Abneigung, den Lebensberuf im Dienste der wissenschaftlichen Forschung zu suchen, wahrscheinlich die große Ungleichheit in dieser Richtung bei der reichsländischen Universität verursacht habe. Jede konfessionelle Rücksicht habe der Reichsregierung fern gelegen, zumal es nicht leicht geworden, Männer zu finden, welche der schwierigen Aufgabe, die ihnen zugemuthet, geneigt und gewachsen waren. In Bezug aus die Ausbildung der Studirenden konnte er aber mit Recht auf die Begründung vieler nützlicher Seminarien an der Universität Hinweisen. Die Leistungen der Straßburger Universität, namentlich der medizinischen Fakultät, konnte der Abg. Or Löwe aus eigener Anschauung als vortreffliche schildern. Den Glorienschein abet , mit welchem der Abg. Reichenspcrger die französischen Universitätsverhältnisse zu umgeben gesucht, zerstörte der Abg. Bamberger in scharfer, aber gerechter Kritik. Schließlich genehmigte indeß das Haus einstimmig den Zuschuß für die Straßburger Hochschule, wie das der deutschen- Volksvertretung würdig ist. Ich möchte an diese kleine Exkursion, die sich der Reichstag gestattete, sogleich ein heiteres Intermezzo anschließen, welches der social-demokratische Abg. Hasselmann veranlage, als er an den Hrn. Reichskanzler die Bitte richtete, mit Rücksicht auf die herrschenden Nothstände für das Jahr 1876 auf sein etatsmäßiges Gehalt zu' verzichten und es auch einmal als diätenloser Abgeordneter zu versuchen. „5iob!s--so odliZe" ist merkwürdiger Weise das Stichwort des social-demokratischen Parteigenossen, der mit seinem Anträge natürlich nur die Heiterkeit des Hauses, wie des Reichskanzlers selbst, erregen konnte,' der im klebrigen aber die diplomatischen Angelegenheiten seiner Fraktion zu besorgen scheint. Wenigstens war auch er es, der beim Etat des Auswärtigen Amts der Kraftlosigkeit der kaiserlichen Gesandtschaft in Brüssel bei Gelegenheit eines nicht gewährten Schutzes, den ein Herr Alexander Schlesinger nöthig hatte, das erfolgreiche Wirken der internationalen socialistischen Thätigkeit gcgcnüberstellte. Natürlich kam er zu dem Schluffe, daß die thmrc Gesandtschaft zu beseitigen sei, und konnte sich rühmen, den Reichstag von Neuem in heitere Stimmung versetzt zu haben. Die ganze Bemühung ging, abgesehen von diesen Einzelheiten, glatt und geschäftsmäßig. Wie üblich, brachten verschiedene Mitglieder hier und da Wünsche zum Ausdruck, denen die Reichsregierung meistens sogleich die entsprechende Auskunft folgen läßt. Der Abg. Elben regte die Lage der Gotthardt-Bahn und die vielen Gerüchte an, welche geflissentlich von Zeit zu Zeit ausgestreut werden, und bittet die Reichsregierung, welcher vertragsmäßig fortdauernde Berichte über den Stand der Arbeiten zugehen, die nöthigen Erkundigungen einziehen zu wollen, und vielleicht im nächsten Jahre darüber zu berichten. Er hält es gerade Deutschlands für würdig, gewissermaßen in den widerstrebenden Interessen der Schweiz und Italiens das Schiedsrichter-Amt zu übernehmen. Natürlich wurden auch bei einzelnen Konsulaten rc. Wünsche laut und vom Bundesraths-Tische Antwort er- theilt, die meistens befriedigend, stets entgegenkommend war. Das Zentrum hat allerdings vcrschiedentliche Positionen des Extraordinariums nicht genehmigt, sie aber nur um deßhalb beanstandet, weil sie mit Rücksicht auf die derzeitige wirth- fchaftliche Lage noch besser aufgeschoben würden. Freiherr v. Schorlemer-Alst sprach namentlich gegen den Bau eines Botschaftshotels in Wien und die Ausschmückung des Saales im Palaste Caffarelli, wie er auch schon vorher gegen das Gesundheitsamt sich im Sinne seiner Partei erklärt hatte. Die Gelder für den Umbau des Radziwill'schen Palais wurden ohne Debatte genehmigt — was manche sensationelle Schwarzseher vor Wochen für ganz unwahr- bereits die Leonore war ein Kunstwerk gewesen aus einem Gusse, für die Wenigen, welche den Meister damals schon zu würdigen verstanden, ein Gegenstand gerechtester Bewunderung. Nun mag es dahingestellt bleiben, ob es vielleicht an der Zeit wäre, ganz und gar zu der ersten Gestalt der Oper zurückzukehren; sie ist hier in jeder Hinsicht größer und großartiger. An einigen Stellen freilich sind nachher unverkennbar vorhandene Längen beseitigt worden. Im Ganzen kommt man aber doch zu dem Ergebnisse, daß Beethoven 1814 selbst seinem Werk schon zu fern stand, um ihm ganz gerecht zu werden. Jedenfalls ist es ein Akt der Pietät und zugleich vom größten Interesse, die erste Fassung der bedeutendsten Nummern der Oper kennen zu lernen. Einen sehr naheliegenden Beleg für den ungünstigen Einfluß der damaligen Tageskritik bildet di« berühmte Ouvertüre in 6-änr mit dem Trvmpeten- solo, welche wir in Karlsruhe jetzt gewöhnt sind, anstatt der späteren, viel kleineren und unbedeutenderen in L-äur, in der Oper zu HS- rcn. Großartiger und gewaltiger ließ sich das Werk nicht einleilen. Aber der Wiener „Freimüthige" sagte darüber (1806 September): „Alle parteilosen Musikkenner und Freunde waren darüber vollkommen einig, daß so etwas Unzusammenhängendes, Grelles, Verworrenes, dar Ohr Empörendes schlechterdings noch nie in der Oper geschrieben worden sei. Die schneidendsten Modulationen folgen auf einander in wirklich gräßlicher Harmonie, und einige kleinliche Ideen, welche auch jeden Schein von Erhabenheit daraus entfernen, worunter z. B. ein Posthorn-Solo gehört, das vermuthlich die Ankunst des Gouverneurs an- kündigen soll!!!, vollenden den unangenehmen, betäubenden Eindruck." Die Recension schließt mit der Mahnung an Hrn. v. Beethoven, nicht jo eigensinnig den Weg des Schwierigen, Grellen und Sonderbaren z» wandeln, der von der wahren Schönheit am sichersten entferne. — Diese Ouvertüre braucht unS nun freilich nicht mehr als etwas Neues vorgesührt zu werden; aber die erste ist auch sie nicht, vielmehr die zweite Bearbeitung, mit welcher die Oper erst 1806 aufgeführt wurde, während sie 1805 mit einer etwas andern eröffnet wurde, I welche uns nun das Konzert bringen wird. ! Die große Arie des Florestan im 2. Akt gehört zu denjenigen Stücken, an denen der Komponist am allermeisten gearbeitet hat. Sein > scheinlich erklärt hatten — und von den geheimen Fonds, , die trotz ihrer relativen Geringfügigkeit im vorigen Jahre so > viel Lärm.verursachen sollten, war heute auch gar keine ! Rede. — Morgen geht das Haus nach Erledigung der ! eigentlichen Mittwochs-Sachen an die weitere Berathung der ! Spezialetats. * Straßburg, 24. Nov. Gestern Abend 8 Uhr versammelte sich in Folge der Einladung eines vorbereitenden Ko- mite's im großen Rathhaus-Saale dahier eine Anzahl von etwa 200 Männern aus dem Beamten- und Bürgerstande, Männer des Lehrfaches, darunter zahlreiche Professoren der Universität, um zur Bildung einer „Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung in Elsaß-Lothringen" zu schreiten. Namens des provisorischen Komits's eröffnete und leitete Hr. Professor Goguel die Versammlung, welche nach eingehenden Debatten einstimmig die Bildung eines solchen Vereines beschloß, ein Statut für denselben annahm und zur Leitung der Geschäfte einen aus allen sich für die Vereinszwecke interessirenden Einwohnerschichten gewählten Ausschuß ernannte. Wie auch aus den Worten des Hrn. Vorsitzenden erhellte, ist der neue Verein zugleich die Fortsetzung eines früheren, die gleichen Ziele verfolgenden Vereins, der, wie wir hörten, durch die Kriegsereignisse außer Thätigkeit trat. Gewiß wird Jedermann dem neuen, von so tüchtigen Kräften getragenen und jetzt durch die Einführung der allgemeinen Schulpflicht unterstützten Vereine das beste Gedeihen wünschen. — Wie alljährlich, wird auch zu Weihnachten dieses Jahres eine städtische Armenlotterie im hiesigen Stadthause abgehalten, zu der die Vorbereitungen im Gange sind. II. München, 24. Nov. Der Erbgroßherzog von Baden ist heute Morgen mit Gefolge von Karlsruhe hier angekommen und nach kurzem Aufenthalte nach Italien weiter gereist. Darmstadt, 24. Nov. Der Deutsche Kronprinz hat heute Vormittag mit seiner Gemahlin die Rückreise nach Berlin (über Braunschweig) angetreten, wo er übermorgen ! eintreffen wird. — Die Erste Kammer wird am 30. d. zu einer Sitzung zusammentretcn, um dieselben Gegenstände zu berathen, die in der ersten Sitzung der Zweiten Kammer am 26. d. zur Vorlage kommen. — Der Landessynode,* die am 7. Dezember Zusammentritt, ist vom Oberkonsistorium der Gesetzentwurf über die kirchliche Trauung zugekommen. Darnach hat derselben in der Regel ein einmaliges, ^ auf besonderes Verlangen ein zweimaliges kirchliches Aufgebot vorauszugehen. Die Dekanate können von dem kirchlichen Aufgebot dispensiren; in dringenden Fällen dürfen die Geistlichen die Trauung ohne vorausgegangene Proklamation vornehmen; aber niemals vor der bürgerlichen Eheschließung und standesamtlicher Bescheinigung darüber. — In Mainz hat in voriger Woche unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten Hofmann eine Ministerialkonserenz stattgefunden, welcher u. A. auch Geh. Rath 0r. Goldmann und Beamte des Finanzfaches aus Mainz beigewohnt haben, und in der es sich um die finanziellen Verhältnisse der Klöster gehandelt haben soll. Oesterrcichische Monarchie. M Wien, 23. Nov. Die Erklärung, mit welcher die offizielle „Abendpost" die diversen Jnterventions- und Okkupationsmeldungen abthut, entspricht den Mittheilungen, die ich selbst deßfalls an Sie gerichtet. Ein bedeutsamer Zusatz ist es aber, wenn gleichzeitig die sogenannten „Friedenskommissionen», d. h. von den Mächten ernannte Kommissionen, die in allen größeren Orten das Reformwerk der Pforte zu überwachen haben sollten, in das Gebiet der Fabel verwiesen werden. Allerdings würde mit der Sendung solcher Kommissionen die Pforte schon einfach unter Kuratel gesetzt sein. Die Ernennung des Grafen Potocki (des einstigen Ministerpräsidenten) zum galizischen Statthalter an Stelle Goluchowski's benimmt der Regierung eine große Sorge. noch existirendes Skizzenbuch der Leonore enthält achtzehn verschiedene Anfänge zu derselben. Im späteren Fidelio ist die Einleitung wenig geändert worden, das Adagio der Arie („In des Lebens Frühlingstagen") etwas erweitert; dann aber folgt ein Allegro („doch spür' ich nicht linde, sanft säuselnde Lüfte"), welches völlig neu hinzu koni- ponirt, ja auch neu gedichtet ist. Denn der ursprüngliche Text hieß: „Ach, es waren schöne Tage, als mein Blick an deinem hing, als ich dich mit frohem Schlage meines Herzens warm empfing. Mild're, Liebe, deine Klage, wandle ruhig deine Bahn, sage deinem Herzen, sage: Florestan hat recht gethan." Der weiche, wehmüthige Eharakter ist hier sestgehalten; aber dieser Theil der Arie ist zugleich von einem unendlich rührenden Ausdruck, in jeder Hinsicht des großen Meisters würdig. __ Vsnckt. — Berliner Blätter melden: Die Beschauer des nun vollendeten und seiner letzten Hüllen entkleideten SiegeSmonumentes auf dem Königsplatze werden, wenn sie das fertige Mosaikbild mit dem gemalten Larton A. v. Werner'- vergleichen, der ehedem in der Akademie ausgestellt war, ein paar sehr eigenthümliche Verschiedenheiten zwischen beiden entdecken. Dieselben dürften um so mehr auffallen und überraschen, als die vorzügliche Mosaikausführung des Bildes durch Salviati sich in allem Uebrigen mit so vollkommener Treue an Werner's Originalbild anschließt. Die Sache erklärt sich dadurch, daß der Kaiser, noch ehe der Carton nach Venedig zur Werkstatt Sal- viati's abgesandt wurde, den Wunsch der Aendcrungen dem Künstler kundgeben ließ. Letzterer sah sich in der Unmöglichkeit, den so geäußerten Wunsch abzulehnen. So sehen wir im fertigen Mosaikbilde nun den General v. d. Tann nicht mehr wie auf dem gemalten O:i- ginal dem Großherzog v. Mecklenburg die Hand reichen, sondern dem General v. Werder. So finden wir ferner in der Gruppe der Feld- marschälle, zur linken Seite (für den Beschauer) des Thrones in der Darstellung der Kaiserproklamaiion, die früher dort fehlende Gestalt jenes siegreichen Großhcrzogs, und oberhalb, von dem Goldgründe abhebend, das bärtige Antlitz und die vom Mantel umwallte Figur des Generals v. Manteuffel, an welchen A. v. Werner vordem nicht gedacht zu haben scheint. I Gras Potocki ,st polnisch patriotisch genug, um von ! Polen willkommen geheißen zu werden, ist aber tzsu? ! reichisch und vor allen Dingen verständig genug, ula ! abenteuerlichen Gelüste seiner ruhelosen Landsleute niedei-r ! halten. Von ihm stammt das Wort: „Wir Knnen das ! Polen nicht mehr retten, aber wir können und wollen d ' ^ Polen retten." ^ Frankreich. ! s- Paris, 23. Nov. Vielleicht interessirt Ihre Leser die Originalübersetzung aus dem „Journal de Langue d'oc" die von der Reise des Bischofs von Straßburg handelt Dieselbe lautet nach dem Abdruck im hiesigen „Mondes „Monsignor Raeß, von Rom kommend, brachte Mittwoch Nacht (voriger Woche) in Toulouse zu und reiste Taus darauf nach Lourdes, um ein Gel.übde zu erfüllen, das e, während der Belagerung Straßburgs gethan hatte. Anfangs dachte er, den hl. Vater zu bitten, wegen seines hohen Alters ihm das Gelübde abzunchmen. Aber der Papst bestand darauf, indem er zum Bischof von Straßburg sagte: „Gehen Sie immerhin nach Lourdes, wenn auch Ihr Herz Jh^ nicht zu dieser Wallfahrt räth." Der ehrwürdige zögerte nun, trotz seiner weißen Haare, nicht mehr. Er jst in Lourdes, wo er für uns beten wird." So das „Jviu. nal de Langue d'oc". Gewöhnlichen Beurtheilern wird diz Opfer einer Reise nach Lourdes bei Demjenigen nicht so schwer erscheinen, der die Reise von Straßburg nach K»m unternimmt. Vielleicht liegt die Sache so, daß der Bischof von Straßburg aus anderen Bedenken auf der Heimreise Frankreich lieber vermieden hätte, auf welchen Umweg dagegen gerade Pius IX. Gewicht legte. In dieser Wunderatmosphäre ist oft die natürlichste Auslegung die richtige. Paris, 23. Nov. (Köln. Ztg.) Der Ausschuß für dar Preß ge setz hat beschlossen, die Frage betreffend den Belagerungszustand von dem Preßgesetz zu trennen und der Kammer vorzuschlagen, über den Belagerungszustand, und zwar vor dem Preßgesetz, eine besondere Berathung zu eröffnen. Zugleich sprach der Ausschuß sich für die Aufhebung des Belagerungszustandes in allen Departements aus. — Der Ausschuß für die Justizreform in Egypten hat den Bericht Rouvier's angmommen, welcher nur Verhandlungen mit Egypten zu führen vorschlägt. Dieser Gegenstand soll vor der Auflösung erledigt werden. — Die Gruppe La- vergne hat beschlossen, wegen der Senatoren-Frage zugleich mit dem linken und dem rechten Zentrum zu verhandeln, und wird versuchen, das rechte Zentrum von der Rechten zu trennen. — Der katholische Kongreß in Lille beschloß, in einer Petition an die Kammer zu verlangen, daß die kirchliche Trauung in Zukunft der bürgerlichen vorhergehe. Es ist dies das erste Mal, daß gewissermaßen offiziell Angriffe gegen die Civilehe gemacht werden. ^ Paris, 24. Nov. Offiziös wird erklärt, daß die vom „Figaro" mitgetheilte Kandidatenliste für den Senat nicht nur nicht, wie man verbreitet hat, von der Regierung herrühre, sondern daß dieselbe grundsätzlich Wahlen, welche nur die Nationalversammlung angehen, fern zu bleiben entschlossen ist. — Im Dreißiger-Ausschuß erklärte sich heute der Justizminister Dufaure für seinm Theil damit einverstanden, daß in Paris (und wohl auch in Lyon?)'aus jedes Arrondissement von weniger als 100,000 Einwohnern ein Abgeordneter und auf die größeren Arrondissements je ein Abgeordneter mehr für jede weiteren 100,000 Einwohner entfallen soll. Doch behielt Hr. Dufaure den Standpunkt der Regierung zu dieser Auslegungsfrage, die sie noch nicht berathen hätte, vor. Türkei. Zur bosnischen Frage berichtet unter dem 22. Nov. die „Pokit. Corr." offiziös: Die fortdauernden Wirren auf der Balkan-Halbinsel haben in neuester Zeit in leicht erklärlicher Weise zu einer Anzahl von Gerüchten über Pläne oder Maßregeln Anlaß geboten, die in dm Absichten der verbündeten Nordmächte gelegen wären und bei deren Verwirklichung dem österreichisch-ungarischen Kabinet zum Theil eine besondere Rolle zufallen sollte. So berichteten Blätter über von Oesterreich-Ungarn ausgehende Reformprojekte, die vermeintlich in dem Vorschläge zur Errichtung von Friedenskommissionen gipfeln; so meldete man von beabsichtigten Okkupationen oder Interventionen, bei welchen wieder österreichischen Truppen eine hervorragende Rolle zugedacht wäre u. dgl. Wir glauben nun auf Grund positiver Informationen mit Bestimmtheit versichern zu können, daß die oben berührten und alle anderen denselben verwandten Gerüchte, wie selbe in den verschiedensten Versionen kolportirt werden, getrost in das Reich der Fabel verwiesen werden können. Amerika. — Der kürzlich verstorbene Vizepräsident der Vereinigten Staaten, Henry Wilson, war im Jahre 1812 in Far- mington, Staat New - Hampshire, geboren und begann seine Laufbahn als — Schuhmacherlehrling. Bei der Handwerksarbeit ersparte er sich genügende Mittel, um. an den „Akademien" zu Concord, Stafford und Wolsborough einen ziemlich gründlichen Unterrichtskursus durchzumachen. Schon 1840 legte er sich auf die Politik und diente in jenem Jahre dem General Harrison als Wahlagent bei der Präsidentenwahl. In jenem Jahre wurde er auch in das Repräsentantenhaus des Staates Massachusetts gewählt. Fünf Jahre lang nahm er an den Verhandlungen der Staatslegislatur regm Theil, drei Jahre im Repräsentantenhause, zwei Jahre im Senat. Hier zeichnete er sich durch seinen Eifer für Aufhebung der Sklaverei aus. 1848 entfernte er sich von den Senatssitzungen, weil ein Antrag auf Aufhebung der Sklaverei, dm er lebhaft unterstützt hatte, verworfen ward. Nun wurde er als Journalist thätig. Er kaufte den „Boston Republican» und leitete die Redaktion zwei Jahre lang. 1851 widmete er sich wieder dem öffentlichen Leben. Zwer Jahre lang war er Vorsitzender im Senate des Staate» Massachusetts. 1855 wurde er Mitglied des Senats Bereinigten Staaten. Schon 1868 trat er als Kän- 'Ädat für die Vizepräsidentschast auf, indeffen ohne Erfolg. : Ari der folgenden Wahl im Jahre 1872 war er glücklicher. > Er hat viel schriftstellerisch gewirkt und hinterläßt einige Kerle von Ruf. Das letzte Erzeugniß seiner Feder ist eine dreibändige Geschichte der Sklaverei in den Vereinigten Staaten. In seinen Aemtern als Vizepräsident der Union und Präsident des Senats folgt ihm verfassungsgemäß (der jo einem bezüglichen Telegramm gebrauchte Ausdruck Er- Mnung war schlecht gewählt) der bisherige stellvertretende Präsident des Senats, Thomas W. Ferry aus Michigan- (K. Z.)_ Badischer Landtag. * Karlsruhe, 25. Nov. 3. öffentliche Sitzung der Zweiten Kammer unter Vorsitz des Präsidenten Kirsner. Bei Beginn der Sitzung bringt der Sekretär 3 gleichlautende Petitionm der Diözesen Roßbach, Schopfheim und Ep- pingen um Abhilfe gegen die Nothlage evangelischer Geistlicher durch Staatsdotation zur Kenntniß des Hauses. Dann wird mitgetheilt, daß die definitiven Abtheilungen sich konstituirt haben. Bei den Kommissionswahlen wurden gewählt: in die Budgetkommission durch die Abthellungen die Abgg. Schoch-» Husfschmid, Sartori, Bengel, Thoma, durch das Haus die 10 Abgg. Friderich, Bichler, Edelmann, Fauler, Lang, Lamey, Paravicini, Pflüger, Reichert und Schneider; in die Petitivnskommission.durch die Abteilungen die Abgg. Mays, Marke, Blum, Bürklin (Karlsruhe) und Bluntschli, durch das Haus die 6 Abgg. Fieser, Frech, Junghanns, Kransmann, Roder und Schmidt; in die Kommission für Eisenbahn- und Straßenbau durch die Abtheilungen die Abgg. Heilig, Bürklin (Heidelberg), Geiger, Gerwig und Eschbacher, durch das Haus die 8 Abgg. Blum, Eichclsdörfer, Frank, Frey, Fri- derich, Heidenreich, Henne und Hennig; in die Adreßkommission durch die Abthellungen die Abgg. Paravicini, Fieser, Kiefer, Schmidt und Stösser, durch das Haus die 6 Abgg. Bluntschli, v. Buß, v. Feder, Lamey, Nicolai und Stigler; in die Kommission für die Geschäftsordnung durch die Abtheilungen die Abgg. v. Blittersdorf, Mörstadt, Bechert, v. Buß und Bär; in die Kommission für das Einführungsgesetz zu dem Reichsgcsetz über Ehe und Civilstands-Beurkundung durch die Abtheilungen die Abgg. v. Blittersdorf, Fieser, Kiefer, Schmidt und Neumann, durch das Haus die 2 Abgg. Paravicini und Stösser. Hierauf wurde dem neu eintretenden Abg. Marke der Eid abgenommen. Die nächste Sitzung findet Samstag dm 27. d., Vormittags 9 Uhr statt. Bis dahin werdm die Petitionskommis- fion, die Adreßkommission und die Kommission für Eisenbahn- und Straßenbau sich koystituiren und Vorberathungen pflegen. Auf Antrag des Abg. Förderer wird jedes Mitglied des Hauses ein Exemplar des Reichsgesetzes über die Ehe und die Beurkundung des Personenstandes erhalten. In dem Referat über die Wahlprüfungen ist richtig zu stellen, daß bei der zweiten Wahl im 36. Wahlbezirk (Karlsruhe Land) Hr. Oberkirchenrath Mühlhäuser nicht 71, sondern 61 Stimmen gegen 75 auf Hrn. Regierungsrath Bechert fallende erhielt. Badische Chronik 7 Karlsruhe, 24. Nov. Vou den von E. Zittel redigirten »Studien der ev. Geistlichen Badens" wird mit Nächstem dar erste Heft des zweiten Jahrgang- erscheinen. Dasselbe bringt eiue kirchenhistorische Arbeit von dem Pastorationsgeistlichen Glock in Meersburg, früher Vikar in Ladenburg, über ein Stück Pfälzer Kirchengeschichte beziehungsweise die Geschichte der dortigen, jetzt katholischen St.-Gallus-Kirche. Ein Aufsatz von Stadtpfarrer Klein in Pforzheim behandelt die kulturgeschichtliche Bedeutung des evangelischen Pfarrhauses. Da eine große Anzahl der diesjährigen Diözesansynoden stch sür eine Revision des jetzigen Landeskatechismus ausgesprochen hat, während die äußerste Rechte ihn unverändert erhalten, die Partei des Protestantenvereins durch ein bloßes Spruchbuch oder einen ganz »euen Katechismus ersetzt sehen will, in welchem das Apostolikum kein wesentlicher Lehrbestandtheil mehr sein soll, hat die Redaktionskommission sich für die Ausnahme zweier Arbeiten entschieden, welche immer- hin von wissenschaftlichem Interesse sein werden. Anstaltspfarrer Spengler in Bruchsal hat den Katechismus in der Absicht, daß er -^ Zukunft wieder ganz gelernt werden möchte, von 127 auf 113 Wagestücke reduzirt, diese selbst möglichst verkürzt und verdeutscht und alle scholastisch-dogmatischen Sätze durch den biblischen Ausdruck zu Metzen gesucht, die Haustafel mit den 10 Geboten vereinigt und An- *rres mehr. Daneben spricht sich Pfarrer Siegrist aus Mecrsburg sir eine minder eingreifende Umarbeitung aus und bietet zahlreiche Anspiele einer sprachlichen und nach biblischerem Ausdruck strebenden sltkarbeitung der einzelnen Fragestücke. Dazu wird noch ein Nachtrag iur Revision der Agende von Pfarrer Maurer in Wertheim und die Verzeichnung der im letzten Jahr von badischen Theologen erschic- *Wen Arbeiten ksmmev, und für das zweite Heft ist bereits eiue Ar- d« von Stadtvikar Hasenclever in Freiburg über DarwiniS- m n z uni» Christenthum angenommen. — Das 4. Heft des lttzten Jahres enthält eiue Geschichte der neubegründeten Gemeinde 2 »den von Stadtpsarrer Hansen daselbst, auf die wir iu der „KarlS- ^r Zeitung" noch besonders zurückkommen werden. Ein besonderes "Übereinkommen hat es ermöglicht, jenes Heft weit über die vertragS- Bogenzahl zu erweitern und dadurch doch dem Schlußsatz des l» » der Statuten gerecht zu bleiben. Heidelberg, 24. Nov. Unser bisheriger Vertreter im Land- Notar Sachs, hat aus die ihm anläßlich seiner Mandats- ^^Egung »an den Wahlmännern übermachte Dank- und Ver- ^«sadreste mit einer Zuschrift geantwortet, worin er seine Freude ^ kinen L,ank sür die ihm gewordene Anerkennung ausspricht, sowie die Versicherung gibt, auch künftighin innerhalb der Grenzen sei- ner Kräfte mit seinen Gesinnungsgenossen nach dem gleichen Ziele zu streben. — Wie der „Heidelb. Ztg." mitgetheilt wird, kam vorgestern der Herzog Ernst von Kvburg-Gotha hier an und stieg im Hotel Schrieder (Drexcl) ab. - Zu Anfang des nächsten Monats wird hier eine Versammlung der dem Lehrerverein angehörigcn Lehrer der Kreise Heidelberg und Mannheim stattfinden, wobei die Gründung eines WaisenstifleS, sowie die wünschenswerthc Vereinigung der beiden badischen Lehrervereinigungen zu einem gemeinsamen Verein besprochen werden sollen. Hr. Licentiat vr. Sevin hat die Aufforderung erhalten, bei dieser Gelegenheit über einen mit der Volksschule in enger Verbindung stehenden Gegenstand einen Vortrag zu halten, und wird derselben Nachkommen. — Morgen findet für diesen Winter da- erste Abonnementskonzert des Heidelberger Jn- strumentalvereinS im Museumssaale statt unter der bewährten Leitung des Hrn. Musikdirektors Boch und unter Mitwirkung von Frau Joh. Klinkerfuß von Stuttgart, sowie der Frau Hof-Öpernsängerin Jul. Seubert von Mannheim. — An unserem Stadttheater ist die Operette „Mamsell Angvt" auch einstudirr und schon zweimal außer Abonnement mit durchschlagendem Kassenerfolg gegeben worden. Beide Male war das Haus völlig ausverkauft, und es unterliegt keinem Zweifel, daß ungeachtet der sehr verschiedenen Beurthei- lung seines Werthes das Stück noch sür einige Abende seine außerordentliche Zugkraft bewähren wird. Mannheim, 21. Nov. Während die Regierungen dem Ueberhandnehmen der Lotterien bei Ausstellungen und Festen neuer- diogS durch wirksame Kontrolmaßregeln zu steuern begonnen haben, steht zur Zeit ein anderer Lotteriezweig, die Anpreisung der Klassenlotterien, im höchsten Schwünge. Spaltenlangc Bekanntmachungen stacheln die Gewinnlust des lieben Publikums an, da» natürlich in geschäftsloser Zeit am leichtesten auf den goldenen Köder anbeißt. ES wird dabei allerdings nicht so in's Bodenlose gewirth- schastet, wie dies z. Z. in Nordamerika der Fall ist, wo, wie wir jungst in einem Blatte lasen, Promefsen für die Braunschweiger Zwanzig- Thalcr-Loose zu fünf Dollar das Stück angepriesen waren; immerhin aber unterlaufen bei jenen Veröffentlichungen einige nach unserer An- fich unreelle, sogar ungesetzliche Kunstgriffe. Vor Allem erfährt das Publikum nie, wie viel ein Loos durch alle Klassen kostet; „zur nächsten ersten Gewinnziehung dieser großen, vom Staate garantirten Geld- verloosung kostet ein ganzes Originalloos nur 6 Mark" lie»t das Publikum und meint dann, mit diesem geringen Einsätze könnte der Hauptgewinn mit 375,000 Mark gemacht werden, und so fällt Mancher hinein, dessen Mittel ein Spielen in allen Klassen verbieten. Ein weiterer Schwindel liegt in der Anpreisung jenes Hauptgewinns, der nur dann möglich ist, wenn der höchste ordentliche Gewinn als letzter unter etwa 300 Treffern aus der Urne kommt, so daß streng genommen 220,000 Mark (die Prämie) der höchste Gewinn nach der Wahr- scheinlichkeitsberechnung von Jahrhunderten ist. Wir glauben, e» sollte mindestens vorgeschrieben werden, daß in den Ankündigungen der Ge- sammtanschaffungspreis bezeichnet wird. Eine reiche Erfahrung bei den Gerichten lehrt aber auch, wie schwer es den glücklichen Gewin- nern zuweilen wird, ihr Geld ans die sog. Originalloose heraus zu bekommen. fl Mannheim, 24. Nov. Die hiesige Strafkammer hatte sich gestern mit einem eigenthümlichen Falle zu befassen. Ein Ange- höriger des Dorfes Sandhaufen bei. Heidelberg hatte eine ihm vom Amtsgerichte Heidelberg diktirte Gefängnisstrafe zu erstehen. Als ihm nun die amtsgerichtliche Weisung zum Strafantritt zukam, übergab er einem Andern, der sich gegen Lohn bereit erklärt hatte, die Strafe an Stelle dcS Verurtheilten zu erstehen, die schriftliche Weisung, welche das Amtsgericht wegen des. Strafvollzugs an den Gcfangenwärter ge- richtet hatte. Mit dieser Urkunde fand sich der Stellvertreter im Amts- gesängnifse ein und ließ die Strafe gegen sich vollziehen, wobei unrichtige Einträge und Beurkundungen in den Gerichtsakten und Geschäftsbüchern stattfanden. DaS Ouiproquo kam aber an den Tag, die Beiden wurden wegen des Vergehens der intellektuellen Fälschung in Anklagestand versetzt und auf Grund der erhobenen Beweise zu je vier Wochen Gefängniß vcrurtheilt. ff Eberbach, im Nov. Ich lasse hier in Kürze ein Bild des städtischen Haushalts folgen. Der Gemeindevoranschlag pro 1876 entziffert eine Einnahme von 65,345 M. 95 Pf., welcher 82,828 Mark 72 Pf. Ausgaben gegenüber stehen. Unter den Einnahmen befindet sich von ca. 4000 Morgen Hochwaldungen ein HolzerlSS von 30,OM M. Von den Ausgaben heben wir hervor: den Aufwand auf Waldungen mit 10,200 M-, für Straßen 6636. M., sür Schulen 16,2M M-, für die Armen 4670 M-, Kreisumlage 2800 M., für die Gemeindeverwaltung 8026 M., für Schuldentilgung 8000 Ri. Zur Deckung der Mehrausgaben ist eine Umlage von 45 Pf. pro IM M. erforderlich. Die Gemeinde- und Schulhaus-Schulden betragen noch 30,4M fl. — Das reine Vermögen beträgt per 31. Dezember 1874 543,655 fl. Für Herstellung des Realgymnasiums wurden im Jahre 1874 36/tOO M. und für den Neubau der Kleinkinderschule in diesem Jahre ca. 19.000 M. ausgewendet. Vermischte Nachrichte«. /X Aus Deutsch. Lothringen, 23. Nov. In einer Kohlengrube bei Larlingen verunglückten letzten Freitag zehn Bergleute, welche von dem sie tragenden Förderkorbe losgeriffen und aus den Grund des Schachtes in eine Tiefe von, wie man annimmt, über 1M0 Fuß gestürzt wurden. Man konnte bis jetzt die Leichname noch nicht zu Tage bringen. — Nürnberg, 23. Nov. (Allg. Ztg.) Nach einem stürmischen Wahlkampf anläßlich der Gemeind ewählen in Fürth ist die Fortschrittspartei unterlegen und find sämmtliche Kandidaten der mit der Social-Demokratie verbundenen Volkspartei gewählt worden. Nachschrift. f Rom, 24. Nov. In der heutigen Sitzung der De- putirtenkammer sprachen anläßlich der Berathung über das Budget des Ministeriums des Aeußern die Deputaten Maurigi und Maffari ihre Freude über die Besuche des Kaisers von Oesterreich und des Deutschen Kaisers aus. Elfterer hoffte, daß im nächsten Jahre Italien nicht bloß in Berlin durch eine Botschaft vertreten sein werde. Darauf bemerkte der Minister des Auswärtigen, indem er die politische Bedeutung der Kaiserbesuche hcrvorhob, die Erhebung der Gesandtschaft in Berlin zum Range einer Botschaft könne nicht vereinzelt blechen; doch müsse die Erhebung anderer Gcsandtschastep von Umständen und Ueberein- kommen abhängig gemacht werden, die successive sich darbieten und getroffen werden mögen. Die „Agcnzia Stefani" vernimmt, daß zwischen Oesterreich und Italien Unterhandlungen wegen Erhebung der beiderseitigen Gesandtschaften zu Botschaften eingeleitet seien. ft Versailles, 24. Nov. Die Nationalversammlung genehmigte bei fortgesetzter Berathung des Wahlgesetzes die Artikel 4 bis 8 desselben. Ein Amendement von Corne nach welchem die Stimmzettel in einem verschlossenen Couvert abgegeben werden sollten, wurde verworfen, begleichen ein Amendement Du Temple's, welches besagte, daß alle Offiziere, mit Ausnahme der zur Disposition gestellten Offiziere und Generale, nicht sollten gewählt werden dürfen. — Die Bureaux der Nationalversammlung werden am nächsten Samstag eine Kommission für die Vorberathung der in St. Petersburg abgeschlossenen Telegraphenkonvention wählen. f Paris, 25. Nov. Die „Agence Havas" meldet aus Konstantinopcl: Hussein Avni Pascha ist zum Gouverneur des Vilayets Saloniki ernannt. 7 Madrid, 25. Nov. Rcgierungsnachrichten zufolge nahm General Quesada die karlistischen Stellungen auf den Es- cabobergen. Die Karlisten verließen drei Forts bei Villaba Die Einnahme von San Cristvbal und der karlistischen Stellungen bei Pampelona wird bestätigt. st Madrid, 24. Nov. Offiziell wird mitgetheilt, daß General Quesada die Karlisten aus Miravalles, einer starken, die Festung Pampelona beherrschenden Stellung, verdrängt hat. P Hendaye, 25. Nov. Eine Prsklmation von Don Carlos, datirt aus Durango vom 23. d., fordert die Freiwilligen auf, den neuen Angriff der Nordarmee energisch zurückzuwesen. Frankfurter Kurszettel. (Die fettgedruckten Kurse find vom 25. Nov., die übrigen vom 24. Nov.) Maatspapiere. Preußen 4'/, ^Obligationen Baden 5-/« Obligationen » 4"/o , ' I Oblig. v. 1642 Bayern 4>/^ „ Obligationen Württemberg 5^ Obligat. 4-/..»/o . 4"/» Nassau 4 Obligationen Gr. Heften 4"/„ Obligatio». Ocst. 5»/„ Silbcrrrnte Zins 4'/,",« . 5°/° Papi-rre«te Zins 4'/,«/« 105 101 '/.! 94 100'// 93'/.! 105-// 101 '// 99,2 65-/. 61',2 Luxem- 4«/-Erv.1862 — , v-/o dto 1885r dos 1865 89'/« , 5»/o dto. 190Sr ^64) 99'/. S-/. Spaniiche 17 s," Voll« französ. Rente 103-/. Aktie« ««d Prioritäten. Badische Bank Frankf. Bankverst» Deutsche BereinSbank ProvinzialdiSkout» Darmstädtrr Bank Oesterr. Nationalbauk Württemberg, Veremsbank Oesterr. Kredit-Aktie« Mitt.dewtschKreditba«! Rheinische Kreditbank Basler Bankverein Brüsseler Bank Berliner Bankverein Stuttgarter Bank Deutsche Effcktenbank Ostr -dentscke Bank 4-/,o/« bayr. Ostb. L 200 fl. 4-/?/-, pfälz.Maxbahn 500fl. 4*/o Hess- Ludwigsbahn 3'/,°/„ Oberhefs.Eisnb.35Sfl. 3< östr. Frz.Staat-b. 3-/» „ Süd Lombard. 3°/, „ Nordweftb. A. 3b/vElisab.Eisnb. äLOOfl. 5°/gRud.-Eisenb. 2. E.ÜOOfl. 5pingen sucht auf den 1. Januar 1876 eine Lehrerin für den Unterricht in der deutsche«, französischen und englischen Sprache und Literatur, Geographie und weiblichen Handarbeiten, gegen ein fixe» Gehalt von 600 M ., freie Wohnung mit Einrichtung (ohne Bett), freie Heizung und 60 M. für Bedienung (Schule und Lehrerin). Bewerberinnen wollen ihre Zeugnisse nebst Lebenslauf baldigst einsenden. Eppingeu, den 24. November 1875. _ Eber st ein, Professor. Stellegefuch. Sine jüngere gebildete Dame, welche einige Jahre einem größeren HauSwesen Vorstand und in letzterer Zeit in einem re- «owmirten Gafihose da« Kafsenwesen besorgte. wünscht in ähnlicher Weise alsbald Stellung zu finden. Referenzen werden auf Verlangen bereit- willigst gegeben. Gef Anerbieten besörd. sut> SK ELLE bie von Wstmogokz^ iG. Fromme) in (220/XI) L264.1. Ein Bautechniker, gewandter Zeichner, findet sogleich Stellnug ans einem Bürean in Heidelberg. Briefe au bie Expedition b. Bl. _ L.861.1 Pension In einer höhen, «eamtensamilit zu Frridurg i» Baden finde,' zwei Knaben oder Mädchen freundliche Aufnahme. Gele genheit zur Ausbildung in Sprachen und allen wissenschaftlichen Zweigen biete» bie am Orte befindlichen, vorzüglichen Lehr- »nstalten. Offerte« bittet man unter Chiffre ik'GSGE tst der Ano»ncen-Expe- dition vou Iso- io im ESaet«»» ein goseuden. _ X.97.3. Kammfeger Gesuch. K.256.2. Zwei tüchtige Gehilfen finden gegen hohen Lohn nnd gute Behandlung bauernde Beschäftigung bei Sawinieger- Meister Franz Schneider in Alt-Breiiach. Maschinenbau-Gesellschaft Karlsruhe. In der heutigen Generalversammlung wurde beschlossen: Für da» vetriebsjahr vom 1. Juli 1874 bi» 30. Jani 1875 wird eine Dividende von Mk. 86.- . aus die Akne auSbezahlt, welche vom 1. Dezember d. I. an gegen Rückgabe der betreffenden Coupon» bei rr«»«r^r Lsssv, iowie bei den Herren Al. ist vv» MoNiscAIlck L 8vkuv in k^mmltlrrrt ». Sl. nnd S»I Vppemt»«ti» Ir. äb St« in SVI« erhvben werden kann. Karlsruhe, den 83. November 1875 T.27L. Der Vorstand. im»«« der Maschinenbau-Gesellschaft Karlsruhe aus dm 30. Juni 1875. Wir bitten mit dem »nfligen um „ f-rschong nach dem Bnschwuude. ,«^- L,e Berwandlen »für die En,r.^ "' «eischaffung de, Leichvam^^''»-3 nung vo» tvv Mark au,gesetzt ^ Mannhetw, dea 22. November 137 ^ Großb. bad. Bezirksamt. W i n t e r e r. Liegenschaften und Einrichtungen . . . st. 641,514 kr. 51 Material-Borräthe. 129,701 36 Fertige und in Arbeit befindliche Fabrikate . 429,686 55 Wechsel in Portefeuille. 91,829 49 Kaffenbestand. 22,708 28 Guthaben bei den Bankiers. 846,459 01 AuSstinde. 250,364 06 Affecuranz Vorschnß-Tonto. 3 660 83 1,8l5,92.> 09 AarlSruhr, bea 23. November 1875. Aktienkapital. Unerhobene Dividende. Anzahlungen für übernommen« Arbeiten Waareu-Treditorea. Tonto-T-rrent-Lrediloren. Delcreder« und Reserve-Unkosten-Conto . ErgänzaugSfood der Dividende .... Arbeiter-UaterstützungS-Kaffe . . . . Gewinn- und Berlufi-Tont» . . . . st- kr. 1,250^00 — 405 — 7,794 13 22,577 51 94,059 45 87,859 27 154,153 1« 40,311 42 159 258 55 1.815,925 09 Der Vorstand« Zur Aufklärung diene meinen geehrten Geschäftsfreunden, daß der Mechaniker Herr Karl Dcent- Wett, ehemaliger Fleischhackmaschinen-Verfertiger von hier, mit mir niemals affociirt war, sondern zufolge gegenseitigen UebereivkommenS nur ewige Zeit die von mir nun fabrizirlen Fleichhackmaschinen gegen Provifion verschleißte, wobei ich aber zu meinem Schaden die Erfahrung machen mußte, daß e» für meine geehrten Kunden gerathener ist, Zahlungen für von mir gelieferte Maschinen, sowie Bestellungen nur direkt an mich zu mache», woraus ich hi-mit speziell aufmerksam zu machen mich veranlaßt sehe. Augsburg, im Oktober 1875. Matthäus Ruißirrg, Mechaniker, Kohlrrgosse 395, T.173.2.Spezialität in Fleischhackmaschinen. L.182.2. Nr. 14,977. Darmstadt. Main-Nr ckar-Eisendahn. Lieferung von Schwellen pro L87«. Der nächstjährige Bedarf an Schwellen nnd zwar: 6000 Stück Mitlelschwellen von Kiefernholz (xinus siivestris), 6000 Stück MillelschDeller, von Eichenholz, 350 Stück Sioßschwellen von Eichenholz nnd 1500 lsde. Meter Langschwellen von Eichenholz, in Stücken bi» zu 5 M. Länge, soll auf dem SnbwisflonSwege vergeben werden. Die näheren Bedingungen, gegen früher nicht geändert, find aus portofreie Anfragen durch unser Sekretariat dahier unentgeltlich zu beziehen. Der Preis soll per S'ück, resp. per laufenden Meter franko hier angegeben sein, und die Ablieferung mit je '/, in den Pjonateu März, April, Mai und Jnni erfolgen. Angebote hierauf, welche baS ganze Quantum ober auch nnr einen Theil desselben umfassen können, find franko mit der Aufschrift: „Schwellculirferuug pro 1876 betreffend" bis zum 10. Dezember 1875, M o r g e n» 10 U h r, verfiegelt bei un» einzareichen , da nm diese Zeit deren Eröffnung in Gegenwart der «twa erscheinenden Submittenten staltfioden wird. Darmstadt, den 17. November 1875. Die Direktion der Main-Nrckar-Sahn. r. 862 . 1 . Ich nehme reiue blaue Petroleumfäffer in jeder Stückzahl zu 2 Mark per Stück franco hier an . Girrst. GoktltLknkinvli, Slsirrrkvlm» «836.8. Kehl. Export-Bier in Flaichea versendet in feinster ^Qualität I. Weißgerber Bierbrauereibi fitzer in Kehl. Ein schönes Anwesen mit großem Garten, vermöge seiner Laste und Ort zu jedem Geschäftsbetrieb, sowie auch z» einem angenehmen P-ivatfitze geeignet, in einem des lchönsten TheilS de» Renchthal», ist zu verkaufen. Nähere» zu erfragen bei der Exped. d. Bl. 1.227.2 Brauerei-Versteigerung X.148.3. Moutag deu 6. ^Dezember 1875, Nachmittags um 4 Uhr. wird durch Herrn Notar Schmidt in Karr (Elsaß) in dessen Schreibstube zur öffentlichen Versteigerung der Brauerei der Herrn Aorlle- Wittershei« zu Barr mit allem Betriebs- Material, sowie 2 Lagerkellern und Eiskeller, geschritten werden. Die VcrkruiSbedinzungen liegen bei Herrn Notar Schmidt in Barr zur Einsicht aus. — Um da» Anwesen zu besichtigen beliebe man sich an den Brauer, Herrn K oelle daselbst zu wenden. — (819 ltj ) 1.241 2. Karlsruhe in Baden. Wirthschafs- Änerbieten In einer süddeutschen Residenzstadt ist für die erste Gesellschaft daselbst, die über 650 Mitglieder zählt, auf den 1. Februar 1876 die Restauration zu vergeben Ocftere große Diners, Souper», Bälle und Gesellschaften. Vollständig eingerichtete Wirth- schaft, sowie Wohnung, Licht und Feuerung. Bezug von Spielgeldern auS Billard» und Karten, keinen Pachlschillig, nur eine unverzinsliche Kaution von 3500 Mark. Anständige Persönlichkeit und erprobtes Berständniß guter Küche und Getränke find wesentliche Eriorderniffe der Be »erber. Meldung'und Einzug näherer Bedingungen bei G. A. Buhl, Larl-Friedr.-Slraße 24 in Karlsruhe >n Baden. Bürgerliche Rechtspflege. > effcatliche «ufiorderuugru. W.869. Nr. 11,622. Breisach. In Sachen de» Karl Schie», Landwirth, und dessen Ehefrau Franziska, geb. Probst, von Burkhtim gegen unbekannte Dritte, Aufforderung zur Klage betreffend. Beschluß. Die Aufforderungsllägcr besitzen nachgenannte, ans Gemarkung Burkhcim gelegen« Liegenschaften, und zwar n. Karl Schier aus Ableben seine» Vater- Michael SchieS: 1. ca. 4 MannSdanet Acker in der Groß- herrrnau, neben lauer Schie», Schn- per, und Joh Bapt. Meyer. b. Karl Schie» Ehefrau, Franziska, geb. Probst, aus Ableben ihrer Eltern, der Augustin Probst Eheleute: 2. 1 MaunShaaet Reben auf dem Ha- berberg, nebin Johann Geifinger und Heinrich Klinaelmeier 3. 1 , MannShanet Reben auf dem Broßhaberberg (auch Salzacker ge- uannt), neben Sofie Bercher, lodig, und Hermann Bercher 4. 1 MannShanet Reben im Hatten, neben JsaiaS Schie» und Mathias Reiser Wittwe. 5. Manrshauet Acker in der krauten»«, «eh« PaSkal Jäger Wwe. un» Martin Thema. 6. 3 MaanSvaucl Acker in der Menz- lach, neben Wartin Weber und Michael Dürr. 7. 2 MaanShauet Acker allda, neben Michael TroguS Wittwe and Leopald Kaufmann. Da die Erwerbluiknndrn für diese Grund- stücke sich im Grundbuche der Gemeinde Barkheiw nicht eingetragen finden, so versagt daS Gewährgericht dieser Gemeinde bie Gewähr de» EigenthumSüberjiange». ES werden deßhalb alle Diejenigen, welche in den Grund- und Unterpsandsbücheru nicht eingetragene dingliche Rechte, l-tzen- rrchtliche «der fideikommissarische Ansprüche an diese Liegenschaften haben, ausgesvrdert, solche binnen 2 Monaten dahier geltend zu machen, widrigen» dieselben den neuen Besitzern gegenüber für erloschen erklärt würden. Breisach, den 13. November 1875. Grvßh. bad. Amtsgericht. M ö ß n e r. rät. Zahn. «rrmögeusadseuderuugea. W.881. Nr. 6595. Karlsruhe. Die Ehefrau de» Seifensieders Wilhelm Etz- k o r », Katharina, geb. Hofmaun, von Bruchsal wurde durch Unheil vom Heutigen , Nr. 6595, für berechtigt erklärt, ihr Vermögen von demjenigen ihre« Ehemannes abzasander«. Die« wird den Gliubi- gern bekannt gemacht. Karlsruhe, den 25. Oktober 1875. Großh. bad. Kreis- und Hosgericht. Civilkammer I. Wieland t. Rebe. Strafrechtspflege. UrtheilSverkSudungeu. W.879. Sektion lila. J.Nr. 604. T L. Nr. 306. Karlsruhe. Durch kriegS gerichtliches Erkenntniß vom 17. September, bestätigt unterm 22. desselben Monat-, ist der Wehrmann Jakob Teuber de» 2. Bataillon» 3. Badischen Landwehr- Regiments Nr. 111 unter Aufhebung deS gegen ihn am ^ ig 72 20 April gangenen Tontumacial-Erkenntnisses und Niederschlagung der in demselben erkannten Geldstrafe, von dem Verbrechen der Fahnenflucht sreige- sprechen worden. Karlsruhe, den 22. November 1875. Königliche» Gericht der 28. Division. Der Gericht-Herr: DivifionSauditenr: von Pritzel.witz, Frhr. v Richt- Generollieutenant und Hosen, Divisionskommandeur. Justizrath. W.883. Sektion IIIr. J.Nr. 607. T.L. Nr. 309. Karlsruhe. Durch kriegsgerichtliches Erkenntniß vom 15. November d. I., am 20. d. MtS. vom Königlichen Be- neral-Eommando bestätigt, sind: 1. Rekrut Friedrich Wilhelm Schnäbel« au» Rüppurr im Amte KLrl»- rahe, i. b. B. Steindrucker; 8. Rekrut Heinrich Gustav Renk au» Chemnitz in Sachsen, i. b. B. Mechaniker, und 8. Rekrut Thomas Johann Brn ch au» Silz im Amte Bergzabern in Bayern, i. b. B. Hausknecht, sämmtlich vom 8. Bataillon 3. Badischen Landwehr- Regiment» Nr. 111, sowie 4. Dragoner Karl Kälber deS 1. Badische« Leid DragonerregimentS Nr. 20 au» Eutingen im Amte Psorz- heim, i. b B. Landwirth, zur Strafe ihre» Ausbleiben» für sahnen- stüchtig erklärt, und ein Jeder derselben in eine Geldstrafe vo« 150 Reichsmark »erur- theilt worden. Karlsruhe, den 24. November 1875. Königliche» Gericht der 28. Dioifion. Der Gerichtherr: DivifionSauditenr: Kvon Pritzelwitz Frhr. v. Richt. GenerMeutenaut und Hofen, Divisionskommandeur. Justizrath. W.870. Nr. 12,218. Bühl. I. U. S. gegen Franz Michael Faller von Waldmatt wegen unerlaubter Auswanderung wird auf gepflogene Hanptverhaadlang zo Recht erkannt: Franz Michael Faller von Wald- watt sei der unerlaubten Auswanderung al» Reservist für schuldig zu erklären und deßhalb in eine Geldstrafe von sechzig Mark und in die Kosten de« StrasversahrenS und der UetheilS- vollstreckung zu verurtheileo. ! B. R. W. Die» wird de« flüchtigen Angeklagten aus diesem Wege hiermit verkündet. Bühl, dea 18. November 1875. Großh. bad. Amtsgericht. v. W S n ck e r. Verwaltuugssacheu. Pslizeifache«. Zl. 286. Nr. 34,912. Mannheim. Der in der Königl. Reparaturwerkstätte in Kottweil beschäftigte Peter Bohrer wird fett dem 10. d. M., an welchem Tage er zuletzt in Horb gesehen wurde, «ermißt und läßt sich vermuthen, daß er in jener stürmischen Nacht »ei ««glückt ist. Derselbe ist 41 Jahre alt, 6 württ. Faß groß, hat kurze» schwarze- Haupthaar, «rüg am besagten Tage schwarze Kleider (Ueber- zieher) und 2 Hemden, darunter ein wollenes, mit „P. B ' gezeichnet, hatte seinen Ehering am Finger, ans welchem , L. El- mert* eingravirt ist, — er war im Besitze Berm. Bekanntnrachusae^ L270. Nr.8204. K , r l e r u d. Das Großh. Bad. Eisenbak- lotterie-Anlehen zu 14 WA. neu Gulden gegen 35-fl.-L».r, vom Jahr 1845 betr * Die Ziehung derjenigen 20 Serien. ^ die in der 1?0. Gewinnziehung d^, AnlehenS mitspiclenden 1000 LooSnuv^? bezeichnen, wird ^ Lieisitkg de» 30. Nrdemder im-, Nachmittags 3 Uhr, im Ständehaur oahicr öffentlich »orgm,- men werden. ° Karlsruhe, den 24. November 187 z «rvßherzogl. badische «isenbcchn.Sch^. tilgungS-Kasse. Helm. Zk.255. Bru ch s a l. - Liegenschastö - Verstst- geriulgs'AnkülidtijUk,. In Folge richterlicher Verfügung ^ dem Kaufmann Georg Ludwig E o n er id- Samstag den 18. Dezember». Nachmittag» 2 Uhr, im Rathhause dahier nachbejchnebene genschaft öffentlich zu Eigeuthum «erst«, gert und endgilti, zugesäftageu wech» wenn wenigsten» der SchätzungSprejg reicht wird: 22 Ruthen Gartenplatz, worus fi« ein vo» Stein erbaute», zweistich^g Wohnhau». Holzremise, Wascht und Schweivstälte nebst Glricheiibt- stnden, in dir Neulhorstrage tHer neben Georg Adam Gavtner, S« und Stadtgraben, tax. . 20M A. Bruchsal, den 20. Oktober 1875. Der BollftreckungSbeamte: «irch,eßner. XF18. MSllhei, Steigerung-» XuS der BcrlassenschastSmaffe der^ Spiudler, Bürger» und Schmied» »» Neuenbnrg, werden der Erbtheiluuz «g» am Dienstag deu 14. De zember d.A, Vormittag» 9 Uhr, in dem Rathhau» z» Neoenburg die «ich benannten Liegenschaften aw den Nktsldu- teoden öffentlich versteigert und derÄ- schlag erlheilt, wen» der SchätzuvMi» oder mehr gebeten wird. Beschreibung der Liege ns «Hefter. ». Ans Gemarkung Neuenbrix 1. R. Dj. 1 Bierlg. alte» oder 1 Bierl. 8 Ruche» neue» Maß Geläud iu der WollbachSau. Anschlag . . IN» 2 . Eine einstöckige Behausung, Stallung und Garten an der Hinteren Kicchgrsse.7714 X 3. 1 Bierlg. alte» oder 1 Bierl. 8 Rothen neue» Maß Geländ in den Kuhpelle oder Züchte ... M ö» 4. 1 Bierl. alte» oder 1 Bierl. 8 Ruthen neues Maß Gelände iw Wolsgrün.IN — 5. 2 Bierlg. 30 Ruthen neue» Maß Acker im PetrrSdäuwle . 4»S» b. Aus Gemarkung Auggeu: 56 Ar 1 Meter Acker am Schlirngeafträßle.7lv — . Aus GemarkungZirnkev: 1 Bierlg. 36 Ruthen Wald im , Distrikt Sand . . . . . . " 1 « L N wmr 2357 14 Müllhrim, dea 18. Novemtcr 1875. Der Großh. Notar _ A. Win gier, L.257.1. Karlsruhe. VN Ed Domänenverwaltung Bühl ist d» >rpe hilfenstelle in möglichster Bälde neu z» setzen. „ - Berechtigte Bewekber haben «hre vd» unter Anschluß etwaiger Zeugutffe 8 Lagen bei un» kinzareicherl. Karlsruhe, den 23. November irno. _D omänendirekt ion. —- L.204.8. Nr76S86. Rande«»-^ Erledigte Stelle. Bei dem dieffeinge« H-ttiplst-anE^ die zweite Steuergehilfenstrlle, mit einem Behalt von 1028 M. 37 Pfi," fort wieder zu besetzen. ^ Bewerber wollen fich unter Borlrp Zeugnissen alsbald anher melden. , Randegg, den 18. November 1870. Großh. Berichtigung. In der in Nr. 276 d. «l. ntth^^ Druck uud Berlktz der V. Bruun'sche» H,fbuchdr»ckrrei. (Mit eiuer BeiltEkJ