Karlsruher Zeitung. Samstag, L. April. A. 80. Vorausbezahlung: halbjährlich 4 fl., vierteljährlich 2 fl., durch die Post im Großherzogthum Baden 4 fl. 15 kr. und 2 fl. 8 kr. Einrückungsgebühr: die gespaltene Petitzeile oder deren Raum 4 kr. Briefe und Gelder frei. Expedition: Karl-FriedrichS-Straße Nr. 14, woselbst auch die Anzeigen in Empfang genommen werde». 18S7. ff Der Bischof von Moulins und die französische Negierung. So freundlich auch das Verhältniß war, in welches sich die Regierung des Kaisers Napoleon schon von vorn herein zu der Hierarchie gesetzt hat, so hat es ihr doch bis heute nicht an Häkeleien, Mißhelligkeiten, und Konflikten mit derselben gefehlt. Soweit dieselben ihren eigentlichen Grund in gewissen politischen Neigungen einzelner geistlichen Machthaber hatten und nur Weltliches oder kirchlich Nebensächliches betrafen, wie z. B. bei dem vorigen Erzbischof von Paris und dem Bischof von Lucon, konnten sie um so leichter beseitigt werden, je größer der'Einfluß ist, den die französische Regierung am Sitze der obersten kirchlichen Gewalt, in Rom, hat. Nun aber tritt eine Differenz von graverer Natur hervor; der Bischof von Moulins, Hr. v. D reur B rezö, ist mit der Regierung in einen Zwist gerathen, den man eine Art Kompetenzkonflikt nennen kann, und der wegen seiner prinzipiellen Bedeutung auch außerhalb Frankreichs mit gespannter Aufmerksamkeit verfolgt wird. Der Thatbestand dieser Angelegenheit ist in Kürze folgender: Hr. v. Dreur Breze, ein alter Legitimist, der sich stets als Widersacher der jetzigen Regierung erwiesen hat und zu den Häuptern der klerikalen Ullrapartci gehört, ist mit einem Theile seiner Diözesangeistlichkeit derart zerfallen, daß zwei von ihm im Februar d. I. auf unbestimmte Zeit suspendirte Priester, die HH. Martinet und Gomot zu Moulins, gegen sein Verfahren Appellation eingelegt haben, und zwar in geistlicher Beziehung bei dem Metropoliten, dem Erzbischof von Sens, und in. weltlicher bei dem Kultusministerium. Diese Berufung von der geistlichen an die weltliche Macht wegen Mißbrauchs der Amtsgewalt berührt aber auch die Stellung des Bischofs zur Regierung überhaupt. Die Regierung wirft Hrn. v. Dreur Breze drei Vergehen gegen die Gesetze Frankreichs vor: 1) Die Veröffentlichung eines Artikels in den Synodal- stntuten d-- Diözese Woutiirs vom ^ . lsncko sä xotsststom seoulsrem, wornach der Bischof alle Priester, welche von seiner Entscheidung an die Zivilgewalt appelliren würden, im voraus für erkommunizirt erklärt. (Lrgo reputsmus ipso lseto excommuniestos, qui .... sä poteststem seoulsrein äeolinsverint.) 2) Daß der Bischof von seinen Priestern im Augenblick ihrer Ernennung die Einreichung ihrer Entlassung gefordert habe, um so ihre Unabsetzbarkcit zu umgehen. 3) Daß die Konstitution des Kapitels zu Moulins eine irreguläre sei, indem es darin neben den von der Regierung genehmigten Canonicis auch durch die alleinige Ernennung des Bischofs präbendirte Canonici gebe. Der Kultusminister brachte die Angelegenheit an den Staatsrath und setzte Hrn. v. Dreur Breze durch Schreiben vom 5. v. M. von dieser Entschließung der Negierung in Kenntniß. Der Bischof zeigte unterm 6. v.M. den Empfang der Zuschrift unter gleichzeitiger Ablehnung der Kompetenz des Staatsraths an, indem er sich auf die Rechte und Freiheiten der Kirche und das konstante Beispiel seiner Kollegen in ähnlichen Fällen stützte. Nachdem diese Angelegenheit schon seit einiger Zeit Gegenstand der lebhaftesten Diskussion der Presse gewesen ist, wobei der klerikale „Univers" die Sache des Bischofs mit einem Zelotismus verficht, der ihm bereits eine amtliche Verwarnung zugezogen, hat sich vor einigen Tagen auch der „Moniteur" vernehmen lassen (s. Karlsr. Ztg. Nr. 75). Das offizielle Blatt weist vor Allem die Insinuation zurück, als lasse sich die Regierung durch politische Motive in ihrem Verfahren gegen den Bischof bestimmen; vielmehr sehe sie sich schon durch die Rücksicht auf die Interessen der Religion und öffentlichen Ordnung zum Einschreiten veranlaßt; Petitionen aus der Diözese des Hrn. v. Dreur Breze an die Regierung mit Tausenden von Unterschriften bezeugten die ernsten Zerwürfnisse, die zwischen dem Bischof und seinen Diö- zesanen bestehen. „Die Regierung" — heißt es schließlich — „hatte so ernsten Klagen und tadelnswerthen Handlungen gegenüber eine Pflicht der Ueberwachung und des Schutzes zu erfüllen. Sie hat daher den einzigen, durch unsere organischen Gesetze geheiligten Weg der Protestation eingeschla- gcn, während sie den hl. Stuhl von dem Stande der Dinge benachrichtigt. Sie hat ohne Leidenschaft und ohne Schwäche gehandelt." Wir gehen auf keine nähere Beurtheilung des Streitobjektes ein, können uns jedoch einige Bemerkungen nicht versagen. Daß der Regierung nach den in Frankreich gütigen organischen Bestimmungen über das Verhältniß des Staates zur Kirche diejenigen Rechte in Wahrheit gesetzlich zustehen, die sie gegen den Bischof von Moulins vertheidigt, insonderheit auch dasjenige, wornach die Appellation wegen Mißbrauchs der geistlichen Amtsgewalt an sie gestattet ist, dürfte im Ernste kaum bestritten werden können. Zwar hat Hr. v. Dreur Brezi Dies jetzt dem Kultusministerium gegen- über gethan; aber sein eigenes Verfahren scheint deutlich genug anzudeuten, daß er recht wohl weiß, daß Dem doch so ist. Wäre diese Appellation den französischen Staats- und Kirchengesetzen zuwider, so hätte er gar nicht nöthig gehabt, ein spezielles Kirchenrecht für seine Diözese aufzustellen, worin dieselbe verboten wird; er hätte ferner nicht nöthig gehabt, seine Geistlichen bei der Anstellung einen Revers unterzeichnen zu lassen, der ihnen die Appellationsbefugniß nehmen und sie als rechtlose Leute ausschließlich seiner persönlichen Gewalt anheimgeben soll. - Er suchte auf Umwegen zu erreichen, was auf dem geraden Weg nicht erreichbar war, und erst als die Regierung von seinem Verfahren Kenntniß nahm, sah er sich durch die Konsequenz genöthigt, auch ihr gegenüber sein vermeintliches Recht zu behaupten. Nichts Leichteres in der Welt, als diese Behauptung; erbraucht sich nur auf das „kanonische Recht" stützen, statt auf das positive französische Staats- und Kirchenrecht, und er hat den Beweis geführt. Es ist dies ganz dasselbe Verfahren, was man bekanntlich auch außerhalb Frankreichs kennen gelernt hat. Es fragt sich nur, ob die französische Regierung geneigt ist, denjenigen ihrer hohen kirchlichen Würdenträger, die von derlei Gelüsten geleitet werden, zu folgen. Bis jetzt gibt es kein Beispiel, daß sie in großen und prinzipiellen Dingen Hebelgriffe in das positive französische Staats- und Kirchenrecht geduldet hätte. Auch Hr. v. Dreur Breze wird, wir zweifeln nicht daran, Dies inne werden. Schon die Moni- tcurnote bürgt dafür. Aber wir glauben, daß die Negierung in möglichst milder-und geräuschloser Weise vorzugehen gedenkt. Während die Berathungen des Staatsraths im Gang sind, bemüht sich der Kardinal Gousset, Erzbischof von Rheims, die suspendirten Pfarrer mit dem Bischof zu versöhnen, und gleichzeitig hat sich der Bischof von Nancy und erster Almosenier des Kaisers, Msgr. Menjaud, nach Nom begeben, wie man sagt, hauptsächlich um daselbst mündliche Aufschlüsse über diese Angelegenheit zu geben und einen eigenhändigen Brief des Kaisers zu übergeben. Der weilere Verlauf ist abzuwartcn. Uebrigens würde es nns nicht Wunder nehmen, wenn man in Rom cs aus Gründen der Klugheit für rathsam fände, die Sache nicht aus die Spitze zu treiben und das Verfahren des Bischofs von Moulins zu dcsavoui- man -a ,'n, KilliLxu, aenkiaL-lej.«-»..». Deutschland. ff Karlsruhe, 3. März. Heute ist eine allerhöchste Ordre (Nr. 14) vom 31. v. M. erschienen, laut welcher der Hauptmann Graf v. Sponeck vom 1. Füsilierbataillon, auf Grund des Ausspruches der Superarbitrirungskommission für Offiziere und Kriegsbeamte, bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit in den Ruhestand versetzt wird. Aus Baden. 31. März. (Fr. I.) Die „Oesterr. Milit.- Ztg." brachte in ihrer Nr. 20 einen interessanten Artikel über die konservirt-komprimirten Gemüse, und zeigte, welche Bedeutung diese Fabrikate beim Krimmfeldzuge sich erworben haben, und welche große Bedeutung denselben bei der Armee- und Schiffsverproviantirung mit Recht gebühre, auch bereits eingeräumt worden sei. Der Artikel führt zugleich an, daß die Frankfurter Fabrik die Portion Soldatenkost zu l^/i Kreuzer, Offizierskost zu 3^z Kreuzer zu liefern im Stande sei. Allein in einem Punkte enthält der Artikel eine Unrichtigkeit. Derselbe sagt nämlich, daß zu Frankfurt a. M. die einzige derartige Fabrik in Deutschland sich befinde. Dem ist nicht so, und namentlich befindet sich zu Offen- bürg, im Großherzogthum Baden, ein sehr bedeutendes Etablissement dieses Industriezweiges in vollem Gange. Die Rohprodukte werden mit Sorgfalt und in vorzüglicher Qualität erzogen, und in der Fabrik nach dem Verfahren ihres technischen Direktors, Hrn. ör. Emil Böckmann, eines Schülers und früheren Assistenten des berühmten Chemikers Lie- big, zu Fabrikaten bereitet. Die Offenburger Fabrikate gewinnen dadurch besonders an Bedeutung, daß sie den Vege- tabilien die zur Verdauung und Blutbildung durchaus noth- wendigen, mit Alkalien verbundenen löslichen Salze nicht entziehen. Was die Preise betrifft, so ist Offenburg in der Lage, bei größerer Abnahme die Soldatenkost zu 1 Vr Kreuzer, Offizierskost zu 3 Kreuzer per Portion zu liefern. Sachverständige haben diese Offenburger Fabrikate zu den besten gerechnet, die gegenwärtig auf dem Markte sich befinden. Aus dem Mittelrheinkreise, 2. April. Das herr- -liche Wetter, welches im März, wie es der Landmann wünscht, trocken war, trotz des schlimmen Omens der Vierzig Ritter, und jetzt mit warmen Regen untermischt ist, ruft überall die Vegetation schnell hervor. Schon sieht man Spaziergänger die warmen Thäler durchstreifen, und es dürfte, wo jetzt — Dank dem eifrigen Bemühen unserer Regierung und der betreffenden Gemeinden — überall bequeme Straßen zu den schönsten Punkten angelegt sind (wie z. B. die hübsche Straße von Baden über Geroldsau nach Neuweier, Steinbach, und Bühl) , der Frühling und Sommer viele Freunde der Natur in die Berge locken , wo so viele leider noch zu wenig bekannte Punkte sind, die Alles bieten, was eine freundliche Natur geben kann, und an die sich auch vielfach geschichtlich interessante Gegenstände knüpfen. Wie wir mit Vergnügen vernehmen, wird Kammerjunker und Rechtsanwalt v. Neust in Rastatt, wie schon früher, auch dieses Frühjahr eine Beschreibung liefern, welche sich über Bühl und seine Umgebung, die kaum gekannte Ruine Bären stein erstrecken, und damit eine geschichtliche Darstellung des Geschlechts v. Windeck und seiner Fehden mit Straßburg verbinden, und so dem früher in öffentlichen Blättern ausgedrückten Wunsche, seine naturbeschreibendea und geschichtlichen Darstellungen fortzusetzen, entsprechen wird. Er hat, wie wir hören, dieses Werk, welches, wie seine früheren, viel des Anziehenden und namentlich geschicht» lich Interessanten bieten dürfte, den Bürgern seiner Geburtsstadt Bühl, wo sein Vater als Amtsvorstand viele Jahre segensreich wirkte, gewidmet, und soll bereits nach einem von Bürgermeister Berger in Bühl an ihn gerichteten Schreiben diese Dedikation von den Bürgern Bühls mit Freude und Dank angenommen worden sein. Das Werk wird bei Buchhändler Hanemann in Rastatt in kurzem erscheinen, und wir glauben dadurch , daß wir durch diese vorgängige Anzeige die Freunde der Natur und vaterländischen Geschichte auf dasselbe aufmerksam machen, denfelben einen Gefallen zu erweisen. §* Pforzheim, 2. April. Wie ich Ihnen schrieb, fand gestern Mittag die feierliche Eröffnung des Nagold- Floßkanals in Weissenstein statt. Es waren zu diesem Behufe die Mitglieder der betheiligten technischen Behörden von Karlsruhe, der Hr. Oberbaurath Sauerbeck, die HH. Bauräthe Keller (Vorstand der Ingenieurschule) und Gerwig, Hr. Inspektor Becker nebst noch andern Ingenieuren, und auch von würtembergischer Seite mehrere Herren, sowie auch die hiesigen großh. und städtischen Behörden mit andern Honoratioren anwesend. Schlag ! 12 Uhr wurde die mit Fahnen in den badischen Farben geschmückte Schleuße geöffnet, und sogleich auch begann ein, oberhalb der Schleuße im Flußbette gelegener, mit den gleichen Farben beflaggter Floß unter dem Krachen der Böller und einem weitschallenden Hoch der versammelten Menge seinen Lauf. Es war höchst interessant, der Fahrt zuzusehen, da nämlich bei dem bedeutenden Gefälle, das der neue Kanal hat, der Floß mit einer Geschwindigkeit dahin schoß, Mereye-oer eines «r,rnvup»-Zugv näht rum. uncprrre andere Flöße folgten in Zwischenräumen, um die nöthige Wassermenge sich ansammcln zu lassen, glücklich. Später aber trat in so fern eine kleine Störung ein, als ein Floß an einem vorragenden Stein hängen blieb und der zu rasch nachfolgende auf denselben auffuhr. Doch konnte Dies im Ganzen der glücklichen Weihe des Kanals keinen Eintrag thun, und gratuliren wir darum zur geschehenen Eröffnung vorerst der Wasserstraße. Hoffen wir, daß auch die Inauguration der Fahrstraße bald gefeiert werden kann, und sicher wird, wenn die „Eisenbahn" nachfolgt, der Verkehr des würtembergischen Nagoldthales mit Pforzheim, d. h. die Zufuhr von dort zur Eisenbahn, eine sehr lebhafte werden. — Die gegenwärtige Woche ist für Pforzheim eine recht bewegte und bietet des Interessanten Vieles und Mancherlei. Letzten Montag feierte (wie schon erwähnt) der hiesige Bürger und Wagnermeister Christoph Schnell seine goldene Hochzeit. Am gleichen Tag, Abends, gab die hiesige Gesellschaft „Frohsinn" ein Konzert, welches in Gesangproduktionen, und zwar von Männer- und gemischten Chören, Produktionen eines Streichquartetts, und in Vorträgen auf dem Harmonium und Klaviere bestand. Die von Gesellschaftsmitgliedern und hiesigen Dilettanten Vorgetragenen Stücke erfreuten sich durchweg des Beifalls des zahlreich anwesenden Publikums. Der Ertrag war für die Waisenanstalt bestimmt. — Heute Abend wird unser, schon oft rühmlich genannter „Cäcilienverein" Händel's „Messias" aufführen. Dabei habe» wir auch fremde Musik, und zwar verschiedene und sehr gute, und dazu noch öffentliche Prüfungen und Schlußakte; dies Alles ist gewiß genug für eine Woche in unserer ohnehin bewegten Stadt. F Mannheim, 2. April. Der Erfolg, mit welchem Frau Bürde-Ney gestern Abend in Norma auftrat, war ein über alles seit langer Zeit Erlebte gehender. Sie wurde beim ersten Auftreten warm empfangen und theils auf offener Szene, theils nach dem Schluffe der Akte achtmal gerufen. Hat auch ihr morgiges Auftreten nicht die Erwartung einer ganz besonders hervorragenden Nolle für sich, so sind wir doch Dessen gewiß, daß diese geniale Künstlerin die Rolle der „Frau Fluth" zu etwas Originellem, Hervorragendem gestalten werde, ohne dem Eindrücke des Ganzen Eintrag zu thun. — Das vorletzte Akademiekonzert, welches letzten Dienstag stattgefunden, war im Gegensätze zu dem vorhergehenden so stark besucht, daß wir einen Uebelstand zu rügen nicht unterlassen können. Es war nicht nur für die Herren, sondern auch für viele Damen keine Möglichkeit vorhanden, sich anders zu setzen, als etwa auf den Fußboden. Mag Dieses auch großentheils davon herrühren, daß bei dem Fragmente aus dem Oratorium „Elias" ein starker Chor beschäftigt war, so wußte man ja Dieses doch ebensowohl, als man die Zahl der Abonnenten kannte; und einen Schluß auf Diejenigen zu machen, welche gegen Eintrittsgeld das Konzert besuchen würden, dazu gab langjährige Erfahrung doch gewiß einen Anhaltspunkt. Nächsten Sonntag werden die vor die Charwoche fallenden Vergnügungen durch ein Konzert im Theatersaale geschloffen werden. — Der Flußverkehr ist mit Gütern zu Berg gegenwärtig so lebhaft, daß tue Schleppschiffe nach Löschung ihrer Ladung oft nicht auf Rückfracht warten, sondern sofort rheinabwärtS fahren, um ihren Verpflichtungen nachzukommen.' Freiburg, 2. April. (Brsg. Ztg.) Wie wir schon meldeten, haben die hiesigen'Schwurgerichts-Sitzungen mit der Anklage gegen Wilhelm Bossert und Georg Friedrich Spittler von Bischoffingen wegen Tödtung begonnen. Der Fall ist kurz folgender: Am Dienstag, den 11. Nov. v. I., Abends etwa um 10 Uhr, ging der 25 Jahre alte Kanonier Karl Grotz von Leiselheim bei Hellem Mondschein yach dem nur eine kleine halbe Stunde entfernten Ort Bischoffingen, um allda noch ein Geschäft zu besorgen, von wo er nach einer halben Viertelstunde den Rückweg nach Leiselheim antrat. Grotz, welcher im letzten Frühjahr bei Streithändeln zwischen Leiselheimer und Bischoffinger Burschen betheiligt war, glaubte beim Hineingehen insOrt von den Letztern erkannt worden zu sein und schlug daher einen andern Heimweg ein. Grotz wurde von einem der Bischoffinger Burschen, nämlich von Georg Friedrich Spittler, wirklich erkannt, welcher Dieses einigen andern mittheilte, und es verfolgte nun Spittler mit vier andern ledigen Burschen den Grotz, von welchen jedoch sowohl Spittler wie drei Andere nach und nach zurückblieben und nur Wilhelm Bossert den Kanonier Grotz weiter verfolgte, welch-Letzter» er einige hundert Schritte von Bischoffingen auf der Landstraße antraf. Grotz wollte dem Burschen, in welchem er den Wilhelm Bossert zu erkennen glaubte, rasch entgegenlaufen, als er von diesem aus der Entfernung von 4 Schritten einen Wurf an den Kopf erhielt, der ihn betäubt zu Boden streckte. Erst nach einiger Zeit kehrte dem Grotz das Bewußtsein zurück, und es war ihm noch möglich, sein elterliches Haus zu erreichen. ES zeigte sich alsbald, daß dieser Steinwurf einen Schädelbruch zur Folge hätte, an welchem Grotz nach 10 Tagen, also am 22. Nov., starb. Die Anklagekammer hat daher den Wilhelm Bossert wegen fahrlässiger Tödtung und den Georg Friedrich Spittler wegen Beihilfe zur Aburtheilung vor das Schwurgericht verwiesen, welches in gestriger Schlußverhandlung den Wilhelm Bessert zu 6 Jahren Zuchthausstrafe verurtheilt, den Georg Friedrich Spittler aber freigesprochen hat. - Staufen, 2. April. Der östlich vom Städtchen sich erhebende sog. Kalvarien- oder Stationenberg, der dem vor ihm liegenden, durch sein schmackhaftes Gewächs bekannten Finsterbacher Rebgebirge vor rauhen Ostwinden zum Schutze dient, wurde dieses Jahr durch die Stadtbehörde verschönert, und damit der Andachtssinn für die ans nah und fern herströmenden Pilgrime zu der auf dem Gebirge stehenden Johanneskapelle, die das Breisgau, das Rheinthal bis zu den Vogesen, und die malerischen Parthien des Kaiserstuhls beherrscht, in anerkennenswerther Weise angeregt. Es wurden die veralteten, geschmacklosen Bilder in den Stations- des Heilandes entnommene, durch des Bildhauers Mar er, Sohn, in Staufen rühmlichst genannte Künstlerhand gefertigte Basreliefs ersetzt. Es mahnt dieser Stationenberg sehr viel an die heiligen Haine unserer Vorführer, das Gebirge bildet eine Bucht, durch welche der Weg nach oben zur benannten schönen Aussicht und zur Wallfahrtskirche führt, die von der Eisenbahn schon von weitem wahrgenommen wird. Der Weg windet sich durch einen dichten Eichenwald, der namentlich in heißen Sommertagen die wohlthuendste Erfrischung gewährt, und wo es bei der hier herrschenden Abgeschiedenheit und Stille, die kaum durch Vogelgesang unterbrochen wird, nicht an äußerlichen Anregungen zu ernsterem Nachdenken und frommen Empfindungen fehlt. Es ist Schade, daß oben bei der Wallfahrtskirche das Gebüsch nicht weiter beseitigt wurde, wodurch die Aussicht auf die Stadt Staufen verloren geht. — Der hiesige Markt erfreut sich immer des bewährtesten Zuspruchs; kürzlich wurde hier Münsterthaler Butter in großer Quantität angekauft, die nach Versicherung des Käufers ihren Weg nach Berlin nimmt. Das Pfund kostete dahier 29 kr.; diese Butter wird sonach jedenfalls sehr theuer, bis sie Berlin erreicht. Die Kartoffeln kosten jetzt schon per Sester 34 kr., sie werden wie alle anderen Lebensmittel im Preise steigen, bis die Segnungen deS Jahres die Märkte zu überführen im Stande sind. Die Wein- und Hvlzpreise stehen so hoch, wie noch nie. ** Dom Oberrhein, 2. April. Wie Schweizer Blätter berichten, ist in Betreff der Walds hut-Schaffhauser Eisenbahn aus der Stadt Schaffhausen eine Petition an die Landgemeinden zur Unterschrift gesendet worden- deren Petitum also lautet: „1) Es sei die hohe Negierung einzuladen, das Projekt der Zugsrichtung der badischen Rheinthal-Bahn durch das untere Klettgau nach der Enge hin fallen zu lassen, und mit Baden über die Herstellung der Wangenthal-Linie sofort in Unterhandlung zu treten. 2) Seien von der hohen Regierung bei dem schweizerischen Bundesrath die geeigneten Schritte einzuleiten, um von Wohl- demselben mit möglichster Beförderung die Genehmigung der mit Baden vereinbarten Zugsrichtung auszuwirken." x Dom Oberrhein, 2. April. Aus dem Schreiben eines Uhrenmachers vom Neuenburger See entnehmen wir Nachstehendes: „Obgleich unsere politischen Angelegenheiten noch nicht völlig geordnet sind, so ist doch der Stand unserer Industrie sehr erfreulich, da uns von Osten und Westen große Bestellungen auf Taschenuhren eingehen. Mehrere Meister haben sich zur gemeinschaftlichen Effektuirung derselben vereinigt. Uebrigens fehlt eS an tüchtigen Arbeitern, obgleich man denselben den besten Lohn zusichert, und zum Annehmen von zu vielen Lehrlingen will sich kein Meister verstehen. Ausländischen jungen Leuten fällt eS schwer, eine Lehrlingsstelle bei uns zu erhalten, weil man in richtiger Werthschätzung unserer Industrie deren Verbreitung ins Ausland nicht fördern will." Letzteres wäre auch unseren Uhrenmachern des SchwarzwaldeS anzuempfehlen, da die Verzweigung ihrer Industrie in andere Länder lediglich ihrer Schuld zuzumeffen ist. Wir hoffen, daß der in Aussicht stehende Gewerbsverein diesem Mißstand nach Kräften entgegenzuwirken bestrebt sein wird. - 1l Konstanz, 2. April. Nach den Berichten Ln mehreren Blättern fvib-es erst de« Professor Or. Hcuwich Schröder in seiner kürzlich erschienenen Geschichte der Stadt Freiburg gelungen sein, historisch festzustellen, daß nicht der Löwe, sondern der Adler dps zässringische WaLpenbild ist. Dies beruht auf einem Jrrthum. Es ist. Dieses eine schon längst anerkannte Thatsache, und der Erste, welcher diese historische Entdeckung gemacht hat, ist der vor zwei Jahren zu Meersburg verstorbene berühmte Alterthumsforscher Frhr. Josephs. Laßberg, welcher die deßfallsigen Nachweisungen aus Berner Urkunden schon in den dreißiger Jahren dem höchstseligen Großherzog Leopold Königl. Hoheit mit- getheilt hatte, wie ich aus dem Munde des Frhrn. v. Laßberg selbst kurz vor seinem Tode vernommen habe. Die kostbare Laßberg'sche Bibliothek ist noch immer im bischöflichen Archivsaale des alten Schlosses zu Meersburg in Kisten verpackt. Es ist wünschenswerth, daß dies» wcrthvolle» Schätze bald wieder dem literarischen Publikum zugänglich gemacht werden. Sie sind jetzt Eigenthum Sr. Durchl. des Fürsten v. Fürstenberg. — Auf der Insel Reichenau wird gegenwärtig für Se. Königl. Hoheit den Großherzog eine venetiaoi- fche Gondel gebaut, welche für dre Insel Mainau bestimmt ist. Auch wird von hier nach Vtainau eine Telegraphenleitung errichtet werden. Man will daraus auf hohe Besuche im künftigen Spätsommer oder«Herbst schließen. — Gestern istin Kreutzlingen das neue Telegraphenbureau eröffnet worden. — Dieser Tage ist der treueste Begleiter Ludwig Napoleon's und der jetzige Leibarzt des Kaisers von Frankreich, )0r. Eon ne au, mit, Gemahlin von Paris in Ermatingen angekommen, um die Baulichkeiten des Schlosses Arenenderg zu inspiziren und seiner jungen Frau das Asyl zu zeigen, wo er mit seinem kaiserlichen Gönner die fröhlichen Tage der Jugend verlebte. Vor dem Monat September d. I. wird das Schloß Arenenberg nicht bewohnt werden können. Ueber die Ankunft - des Kaisers und der Kaiserin von Frankreich auf Arenenberg ist zur Zeit noch Nichts bestimmt. — Während 14 Tagen weilte hier ein junger, schöner Kapuziner, Pater Jo sua aus Süd-Tyrol, der in der Sl.-Stephans- und Münsterkirche wirklich vortreffliche Kanzelreben hielt, die nicht nur von Katholiken, sondern auch von Protestanten, selbst aus der Schweiz, besonders vom schönen Geschlecht, sehr zahlreich besucht waren. Derselbe ist erst heute früh in sein Kloster nach Bregenz zurückgekehrt. Stuttgart, 2. April. (Fr. I.) Gestern hielten beide Kammern Sitzung. Die erste berieth den ständischen Rechenschaftsbericht, und ging in Betreff der Neuenburger Frage zur Tagesordnung über, während sie die Frage der Ministerbesoldungs-Erhöhung, der Gesandten- und anderer Gehalte noch auSgesetzt sein ließ, bis die andere Kammer darüber beratpen unö Beschluß gefaßt yave. — Lue Zweire Kammer berieth gestern vollends das Gesetz über die Stellung unter polizeiliche Aufsicht zu Ende - und nahm dasselbe mit 82 gegen 5 Stimmen an. Auf Antrag der Kommission wurde dazu noch folgender Beschluß gefaßt: „Der Erwägung der Staatsregierung anheimzugeben, ob nicht durch Anstalten, welche dem entlassenen Sträfling das Auffinden einer angemessenen Beschäftigung erleichtern und den jugendlichen Verbrecher vor weiterer Verderbniß schützen, die Ackerbauschulen, Zufluchts. und Beherbergungshäuser u. dgl., die Erreichung des Vorgesetzten Zweckes (der Besserung entlassener Sträflinge) gefördert werden könne." Augsburg, 30. März. Die „Augsb. Postz." schreibt: Einige neugeweihte Priester unserer Diözese haben an die Regierung die Bitte gestellt, der Einladung des Erz- bischofs von Freiburg zur temporären Aushilfe in der Seelsorge in dessen Sprengel Folge leisten zu dürfen. Wie wir nun vernehmen, soll dieses Gesuch abschlägig beschieden worden sei», für den Fall, daß die gedachten Geistlichen nicht , einen vollständige» Austritt aus dem bayrischen Uyterthanen- verbande beabsichtigen. Berlin, 1» April. Nach einer Mittheilung der offiziösen ,-Zeit" besteht in Betreff der schleswig,holsteinischen Frage (wie schon die Erklärung des Ministerpräsidenten in der letzten Sitzung des Abgeordnetenhauses angedeutet hat) ,^eine vollkommene Uebercinßimmung der Auffassung der beiden deutschen Kabinete. ,, Eine Vorlage bei dem Bunde sei siche-- rem Vernehmen nach noch nicht vorbereitet und für hie nächste Zeit auch nicht , zu erwarten ; eben so wepig sollen neuere Noten nach Kopenhagen abgegangen sein; aber die Eröffnungen, welche in Berlin und Wien gemacht seien, ließen keinen Zweifel, daß, wie man nicht gepillt sei, den Rechten des Souveräns vorzugreifen, man auch nicht die Neigung habe, die fragliche Angelegenheit in unbestimmter Schwebe zu erhalten und den Rechten zu vergeben, welche die Bundesakte und sonstigen Verträge den Gliedern des Deutschen Bundes sichern." — Gestern ist die letzte Nummer der seit dem Jahr 1848 hier erschienenen lithographischen Korrespondenz (Korrespondenzbureau) ausgegeben worden, da der Herausgeber die Fortführung derselben mit seinen übrigen Geschäften nicht länger zu verbinden im Stande ist. — Eine der bekanntesten Persönlichkeiten im Abgeordnetenhause, der Landrath des Löbauer Kreises, v. Mitschke- Collande, hat, wie die „N. Pr. Z." hört, die Entlassung aus dieser Stelle nachgesucht. — Der rheinische und westphäli- sche Gustav-Adolph-Vcrein haben die Herausgabe eines gemeinschaftlichen Vereinsorgans unter dem.Tittl „Rhei- nisch-Westphälisches Gustav-Adolph-Blatt" beschlossen und den erste» Inspektor der Diakonenaustalt in Duisburg, Pfarrer Engelbert, zum Redakteur ernannt. — Die Gegenstände, welche bei der nächsten Kirchenkoaferenz zu Eisenach zur Sprache kommen sollen, sind liturgischer Art. Es sollen die Tauf-, Trau-, und Beichtformulare besprochen und dahin gewirkt werden, daß in allen evangelischen Landen auch darin eine gleichmäßige Ordnung eingeführt werde. Das I wird schwer halten. s Berli»,4tt April. Heute früh hat das erste preußisch^ Sch iss, mit wehender Flagge, ohne angehalten zu werden mW ohße, lM Zoll zu bezahlen, den Sundpafsirt. So lautet eine dem Ministerpräsidenten heute Vormittag zugegangene telegraphische Depesche aus Helsingör, von welcher derselbe dem Hause der Abgeordneten in der heutigen Sitzung Mittheilung machte. Auf der Tagesordnung stand der Bericht über neun Petitionen, die Polizeianwaltschaft betreffend. Nach einer länger» Debatte zwischen den Abgg. v. d. Horst, flSentzel, v. Ger- lach, v. Keller, Graf Schwerin, und dem Minister deS Innern überweist das Haus nach dem KommtfsionVantrage die sieben ersten Petitionen, welche sich gegen das Reskript vom 15. Sept. aussprcchcn, der kön. Staaisregierung zur Be- § rücksichtigung. Ueber zwei andere.Hetitiouen^ dre ejne Be- j scitigung des Instituts der HolizhlaMästschast verlangen, i geht das Haus zur Tagesordnung über. Den Beschluß ver s Perathung bildet der Antrag des Abg. Oesterrath, betreffend die schlesische Zehntvcrfassung. ' Nachdem der Ehdf des land- wirthschaftlicheu Ministeriums, der Kultusminister) die Abgg. Frhr. v. Patow,, Ksrn, und Wentzel sich über dte Sache ausgelassen, wird die Sitzung auf Freitag vertagt. Greifswald, 28. März. (K. Z.) Der juristischen Fakultät unserer Universität steht em herber Verlust bevor. Professor Wind scheib (aus Düsseldorf) wird einem Rufe nach München folgen, jedoch erst nach Ablauf deS Sommersemesters. Wien, 28. März. Die „Times" vom 25. März hat man zwar auögeben lassen, aber ein Artikel derselben, den die hiesigen Abendblätter nach der Bearbeitung der englischen Korrespondenz ausgenommen hatten, war Veranlassung, daß sämmtliche Blätter, als sie ihr Probeexemplar auf vie Polizei geschickt hatten, mit Beschlag belegt wurden. Der Artikel bespricht hie Differenz Oesterreichs mit Sardinien. chDie Wiener Abendblätter haben in Folge dieses unerwarteten Einschreitens der Behörde heute ein ganz etgenthümlicheS Aussehen; sie mußten, um nur erschauen zu können, den langen Artikel herausnehmen und die Lücke mit irgend welchen unbedeutenden Mittheilungen, die für solche Fällf gewöhnlich vortäthig gehalten werden, ausfüllen. Die meisten brachten statt dessen lange „Amtliche Mittheilungen" aus der „Wiener Zeitung". — Die Verminderung des Heeres ist hier bereits in vollem Zuge. Es treffe» beinahe jeden Tag größere Transporte der verschiedenen Waffengattungen in Wien ein, welche sogleich in ihre Heimgth entlassen werden. Ein Theil der aus den Donaufürstenthümern zurückgekehrten Truppen ist unmittelbar nach dem Eintreffen in Teinestpar auf den Friedensfuß gesetzt worden. Wien, 31. März. Die „Oesterr. Corr." enthält heute folgende offiziöse Mittheilung: GkschäftSträgkr ,u Wien, Hr. Marches« La nt »no, hat gestern dem Minister der auswärtigen Angelegenheiten die Mittheilung gemacht, daß er in Folge der dem Hin. Grafen Paar zugegaugenen Weisung, Turin zu verlassen, durch Befehl seiner Regierung ebenfalls zurückbernfen sei. Gleichwie die k. k. Regierung bei der Abberufung der kaiserlichen Lcgation von Turin ihre Willensmeinung zu erkennen gab, die Verhältnisse der nach den österreichischen Staaten reisenden oder daselbst sich aufhaltenden sardinischen Unterthanen durch die angcordnete Maßregel durchaus nicht benachtheiligen zu wollen, so hat nun auch die k. sardinische Regierung ihr Einverständniß mit dem Grundsätze ausgesprochen, daß der Abbruch der diplomatischen Verbindungen dem Verkehr österreichischer Unterthanen mit Sardinien und den Rechtsverhältnisse» derselben in keiner Weise zum Nachtheil gereichen solle. In der erwähnten amtlichen Mittheilung ist auf die österreichischen Beschwerden gegen Sardinien nicht eingcgangen. Die k. k. Regierung wird, unter de» gegebenen Umständen, die Ergebnisse weiterer Wahrnehmungen erwarten, aus denen sich Herausstellen muß, ob die k. sardinische Regierung sich fortan eines bessern nachbarlichen Verhältnisses befleißigen, oder ob sie zu den bestehenden Beschwerden noch neue veranlassen wird. Schweiz. Zur Neuenburger Angelegenheit. Ohne für die Richtigkeit.einzustehen, theiit der ,^Sund" folgende Bedingungen mit, welche Hr. vr. Kern in der fünften Sitzung als die Grundlagen bezeichnet haben soll, auf welchen die Schweiz allein in die definitive Lösung der Frage eintretea könne: 1) Preußen anerkennt die vollständige Unabhängigkeit des Kantons Neuenburg von jedem äußern Verbände, und der König verzichtet demnach förmlichst auf alle und jede Ansprüche auf denselben. 2) Die Schweiz kann auf eine vorausgängigc Anerkennung der vo» Preußen angesprochenen Souveränetätsrechte in Ncuenburg nicht em- treten. 3) Die Schweiz gesteht weder dem jetzigen König von Preußen, noch irgend einem Mitglied- der preußischen Königsfamilie das Recht zu, den Titel eines Fürsten von Neuenburg zu führen; auch muß sie jetzt und für alle Zukunft feierlich gegen alle und jede Ansprüche prötcstiren, welche später etwa aus der Fortführung dieses von iht bestrittenen Titels abgeleitet werden wollten. 4) Die jetzt im Kanton bestehenden wohlthätigcn Stiftungen werde» als solche anerkannt, aufrechterhalten, und unter den Schutz der Verfassung und der Gesetze des Landes gestellt. Von irgend weitern Garantien bezüglich derselben kann sucht die Rede sein. 5) Die Eidgenossenschaft wird für die Urheber und Theilnehmer am Septemberaufstand eine Generalamnestie erlassen, so daß dieselbe» wegen ihrer bezüglichen und sonstigen politischen Uebertrctungen weder strafrechtlich, noch auf dem Zivilwege verfolgt werden können. 3« Uebrigen werden dieselben, wie alle ihre Mitbürger, den Schutz der Bundes- und der KantonSversaffung, der eidgenössischen und kantonalen Gesetze genießen. Ausnahmsweise Garantien zu Gunsten derselben werden nicht gegeben. 6) Die Eidgenossenschaft trägt die Lasten und Kosten, die ihr aus der nothwendig gewordenen Okkupation des Kantons Neuendurg und aus der stattgehabten Truppenaufstellung erwachst» stad ; die Kantone unterziehen sich denjenigen Unkosten, für die sie aus der BundeSkäff« nicht ent- schädigt werde» können. Dagegen wird jede Geldentschädigung an die preußische Krone abgelehnt. Schaffhause«. Die Rheinfall - Bahn hat die amtliche Probe bestanden : die Experten fuhren im Heimweg in einer Stunde von Schaffhausen nach Winterthur und rühmen die wahrhaft romantische Fahrt. Wenn der bekannte Steg bei der Rpeinbrückö noch gesichert ist, so wird der Eröffnung her Bahn nichts mehr im Wege stehen. Aber auf der Herstellung jenes Steges wird die Regierung von Zürich beharren« Großbritannien. * London, 1. April. Der heute veröffentlichte Ausweis über die Staatseinkünfte des eben abgelaufe- nea Quartals und der letzten 12 Monate zeigt wieder eine Vermehrung der Revenuen im Betrage von 115,1)74 Pfd. St. gegen das erste Quartal des vorigen Jahres, und einen Zuwachs von 2,525,066 Pfd. St. während der letzten 12 Monate, verglichen mit den Einkünften der entsprechenden Periode des verflossenen Jahres. Trotz der Reduzirung der Malztare war der Ertrag der Accise um 91,222 und 853,848 Pfd. St. gestiegen, die Einkünfte des Stempelamtes um 103,000 und 296,000 Pfd. St. Die Einkommensteuer hatte in Folge der Kriegszulage um etwa eine Million zugenommen, während die Einfuhrzölle , in Folge der mehrfachen Ermäßigungen, um eben so viel abgenommen hatten. Die Variationen in den andern Rubriken sind nicht erheblich. Sie geben zusammen das oben mitgetheilte Resultat. Einzeln betrachtet vertheilt sich der Zuwachs in den Revenuen der letzten 12 Monate in folgender Weise: Der Zuwachs in den Zvlleinnahmen betrug 287,814 Pfd. St., in der Accise 853,848 z Stempel 296,199, Taren 16,015, Einkommensteuer 1,018,976, Post 108,848, Krongülcr 3341, zusammen ein Mehrertrag von 2,585,041 Pfd. St., und nach Abzug kleinerer Ausfälle von 2,525,066 Pfd. St. — Mit dem heutigen Tage tritt die Ermäßigung der Thee- und Zuckerzölle in Kraft; mit dem heutigen Tage tritt der Kriegszuschlag der Einkommensteuer (9 P. Per Pfd. St.) außer Wirksamkeit. Es ist wichtig, Dies besonders zu bemerken, da die Behauptung aufgestellt worden ist, das englische Volk habe sich sammt und sonders vom Schatz- kanzler bei der Nase herumführen lassen, und die hohe Steuer werde noch 6 Monate länger erhoben werden. — Nach der Berechnung des „Globe" hätte die Regierung bis setzt in den Burgflecken 24 Sitze oder 48 Stimmen, und in den Grafschaften 5 Sitze gewonnen. Zu bemerken ist sedoch, daß der „Globe" alle liberalen Mitglieder der Regierung gutschreibt. § London, 2. April. Die englische Bank hat ihren Diskonto von 6 auf 6'/r erhöht für Staatseffekten und Wechsel von 95 Tagen Verfallzeit. Dänemark. Kopenhagen, 20. März. Heute hat der hiesige Gesandte Frankreichs Namens seiner Regierung die Ratifikation des Sundzoll-Traktats mit dem Minister des Auswärtigen aus- gcwechselt. Das in Kopenhagen erscheinende „Gesetz- und Ministerialblatt" für die Herzogthümer Holstein und Lauenburg vom 30. März d. I. veröffentlicht ein unter dem 28. März erlassenes provisorisches Gesetz, betreffend die auf Grundlage der Bestimmungen des Art. 2 des Sundzoll-Vertrages vom 14. März d. I. angeordneten Modifikationen der dänischen Transitzölle. Im §. 1 des Gesetzes sind die vom Transitzölle gänzlich befreiten Maaren verzeichnet. Die übrigen haben vertragsmäßig den Transitzoll von 16 Schilling R. M. Pro 500 Pfd. dän. zu erlegen, unter Wegfall der Sporteln. Die vorstehenden Bestimmungen kommen nach 8. 3 für alle Transitrouten zur Anwendung. Nach §. 5 sind auf dem Eiderkanal anstatt der durch das Patent vom 23. März 1842 festgesetzten Waarenabgabe 16 Schilling R. M. pro 500 Pfd. dän. für alle Maaren, mit Ausnahme der im §. 1 gedachten, zu erlegen. 6.837. Bonndorf. Unfern auswärtigen Verwandten und Freunden theilen wir hierdurch die schmerzliche Nachricht mit, daß es dem Allmächtigen gefallen, unfern guten Bruder, ^^^unsern liebreichen Vater, und aller Mrnschen aufrichtigen Freund, Friedrich Faller, Posthalter dahier, im Alter von 49 Jahren und 20 Tagen am 21. März nach kurzem Krankenlager zu sich in ein besseres Jenseits zu rufen. Sein Ende war ruhig und gottergeben. Wer ihn kannte, wird gewiß unfern harten Verlust zu würdigen wissen. Mit der Bitte um stille Thcilnahme verbinden wir zugleich den innigsten Dank Allen und insbesondere den Herren Beamten und Bürgern Bonndorfs, die ihm noch so liebevoll die letzte Ehre erwiesen. Bonndorf, den 2. April 185*7. Fidel Fallerzum Stern in Höllsteig. Kunigunde Bader- qeb.Faller, zum Schiff in Frcil urg. Marianna Faller, geb. Waß- mer, Wittwe. Ernst Faller. Heinrich Faller zum Fahrhaus. Rußland. St. Petersburg , 24. März. (H. Bh.) Die Regierung hat die Versendung von telegraphischen Depeschen in Ehiffre- schrift gestattet, doch unter Beobachtung der maßgebenden Zensurvorschriften hinsichtlich der Depeschen politischen Jn- htllts. — Dem Rigaer Börsenkomitee ist gestattet, den Terms»' zum Aktienverkauf der ersten Riga'schen Seeversicherungsgesellschaft noch um 6 Monate zu verlängern. — Auf Befehl des Kaisers wird «bei dem Zivilkurierdienst das französische Käppi statt der bisherigen russischen Mütze mit Wappen eingeführt. Afrika. T Der Bürgerkrieg unter den Zulu-Kaffern wird in zwei Privatbriefen in „Dailp News" näher beschrieben. Der eine aus D'Urb an, 15. Dez. v. I. datirt, lautet im Wesentlichen: „Panda, König der Zulus, hat mehrere erwachsene Prinzen, die um die Erbschaft streiten. Er wird alt und sehr fett und war nie rechtkriegerisch. Seine unmittelbaren Vorgänger, Daula und Dangana, hatten gesehen, daß die Könige in der Regel von ihren Söhnen ermordet wurden, und befolgten daher die Politik, ihre Frauen und Kebsweiber todt zu schlagen, sobald sie in gesegneten Umständen waren. Panda fand jedoch, daß selbst diese grausame Politik die zwei letzten Könige nicht vor einem gewaltsamen Tode bewahrt hatte; er gab daher der Stimme der Natur nach und ließ seine Kinder leben. Kaum erwachsen, drängten sie so lange in ihn, bis er sich bewegen ließ, sein Gebiet unter sie zu theilen. Keiner war jedoch mit seinem Antheil zufrieden, und als sie nach langem Hader an ihn appellirten, hieß er sie, die Sache untereinander auszufechten. (Nach der LeSart des andern Korrespondenten rierh Panda seinem Sohn Jmbulazi, nach Natal zu fliehen und die Intervention der brrttischen Regierung zu seinem Schutz an- zurufeu, die Jmbulazi aber nicht erlangte.) Am Dienstag, 2. Dez., geriethen die feindlichen Brüder aneinander. Der Schauplatz lag etwa 7 engl. Meilen jenseits des Flusses Zügels, der die Grenze des englischen Gebietes bildet. Jmbulazi hatte nicht so viele der alten Häuptlinge für sich gewonnen, wieCetuwapa; die Kräfte waren «daher so ungleich — 15,000 gegen 7000 —, daß Jmbulazi mit seinen Anhängern die Flucht ergriff und über den Zugela setzte. Viele wurden erschlagen, ehe sie das Ufer erreichten; die jungen Weißen, welche sich auf Jmbulazi'S Seite geschlagen hatten, fanden bei der Ueberfahrt den Tod. Inzwischen bildete sich unter uns eine Vermittlungspartei unter den Augen und den Auspizien des Regierungsagenten der Umgegend. Mr. Walmslep (ein Sohn von Sir Joshua Walmslep, M. P.), 60 Mann von unserer Hottentottenpolizei und eine Anzahl Eingeborner, die unfern Jägern an die Hand gehen, beschlossen, den Fluß zu überschretten und eine Beendigung des blutigen Kampfes auf gütlichem Wege zu versuchen. An ihre Spitze stellte sich John Dünn, ein tapferer junger Abenteurer, der die Kassernsprache versteht und Walmslep als Dollmetscher dient. John Dünn Hörle viele Kugeln an seinem Kopf vorüber pfeifen, und obgleich seine kleine disziplrnirte Schar eine Zeit lang den Schwarm der Wilden in der Verfolgung aufhielt, sah sie sich doch bald umringt und zur Flucht gezwungen. Nur vier oder fünf kehrten mit heiler Haut über den Zugela zurück, und John Dünn verdankte seine Rettung nur dem Umstand, daß er gut beritten war. Dann begann erst das Gemetzel. Wie man erzählt, war ein Hausen von 600 Weibern und Mädchen schon so weit im Fluß, daß sie schwimmen oder ertrinken mußten, als die erbarmungslosen Verfolger sie mit ihren Assegais (Sperren) nicderstachen. Der Fluß war im buchstäblichen Sinn des Wortes blutroth gefärbt. Massen von Menschen ertranken. Seitdem sind sehr viele Lerchen entlang der Küste ans Land gespült worden; im Süden von uns trieben die Tobten bis bei Jllawa (100 engl. Meilen von Tugela) herum, so daß sich das Gerücht von einem großen Schiffbruch verbreitete. Ungefähr 3000 Flüchtlinge kamen in unfern Bezirk und wurden unter unsere Ein« gebornen vertheilt. Man fürchtet, daß es an Nahrungsmitteln für sie fehlen wird. Unsere Kaffern sympathisiren mit den Geschlagenen, da sie dasselbe Schicksal treffen würde, wenn eö nach Cetuwaya's Kopf ginge. Sobald diese Ereignisse gemeldet wurden, begab sich Mr. Shepstone, der Sekretär für heimische Angelegenheiten, an Ort und Stelle, und auch der Gouverneur ist dort. Für uns Städtebewohner ist durchaus keine Gefahr vorhanden, aber die vereinzelten Ansiedler an der Grenze mögen zum Theil weniger geborgen sein." Amerika. * Neu-Nork, 19. März. Aus Washington kündigt der Telegraph einen neuen Vertrag mit Mexiko an, wodurch die Bereinigten Staaten gegen Entrichtung einer Geldsumme Sonora undSmoloa nebst der Herrschaft über den Kalifornischen Meerbusen erwerben. — Die Stellen jäger sollen den Präsidenten schon halb zu Tode gequält haben. — Der Commander Swartworet vom Kriegsdampfer „Massachusetts" hat den Indianern von Russisch-Amerika bei Port Gamble am 21. v. M. ein Trefsen geliefert. Die Indianer wurden natürlich geschlagen und baten um Frieden. Die Schifffahrt auf dem Hudson ist wieder offen. Neueste Levantepost. Triest, 2. April. (T. D. d. A. Z.) Athen, 28. März. Das Ministerium erhielt im Senat die Majorität. — Konstantinopel, 27. März. Riza Bep ist zum türkischen Gesandten in St. Petersburg ernannt. Der türkische Botschafter in Teheran übergab dem persischen Hof eine energische Note über Grenzregulirung. Die brittische Flotte segelt übermorgen nach Malta ad. Vermischte Nachrichten. — Die braunschweigische Südbahn zwischen Börffum und Kreiensen sollte nach einer amtlichen Bekanntmachung am 31. März dem Güterverkehr übergeben werden. — Gotha, 28. März. Im Herzog!. Resivenzschloffe fand vorgestern Abend eine sehr glänzende Aufführung des Schauspiels: «Die Marquise von Billette", von Chart. Büch-Pfeiffer, statt. Sämmtliche Rollen befanden sich in Len Händen fürstlicher, gräflicher, freiherrlicher, oder sonstiger am Hofe ausgezeichneter Namen. Der Herzog selbst spielte den Bolingbroke, Prinz Wilhelm von Löwenstein-Wertheim den Kammerdiener Bontemps. Die Titelrolle wurde von der Fürstin Hatzfeldt ge- pielt. Unter den Zuschauern befanden sich der Großherzog von Weimar, der Erbprinz von Meiningen, der Herzog von Augustenburg u. A. m. Dieselbe Vorstellung hatte bereits un vorigen Jahre wiederholt den Beifall der hiesigen Hofkreise erregt. — So eben ist in Paris der 15. Band von der „Uistoire äu 6tl. k«r 13 Mit kriwi». Il.l.U8INIKIk8 LMI-. Limgrxiwrxi.'r' vom X. s. kxrr«. «UL« emä d« 1 ed«». Commisstetle-Gesuch. Ew junger Mann (Jsraelite), der seine Lehre in einem großen» Tuch- und Manufakturwaarengeschäste vollbracht, und daselbst zwei Jahre als Lommis ser- virte, sucht in einem ähnlichen Geschäfte eine Stelle. Offertbricfe franko, mit 8. 0. bezeichnet, befördert die Expedition diese« Blatte«. 6.S71. 6.838. Mainz. Ein Metall-Dreher, der sehr gut in seinem Geschäft erfahren sein muß, findet gegen angemessenen Lohn dauernde Beschäftigung bei Gaft ell L» Harig in Mainz._ Stelle-Gesuch. ,6.853. Ein Frauenzimmer, welches schön Weißnähen, Bügeln,. Sticken, etwas Kleidermachen, Frifi- ren kann, sowie noch in andern feinen Arbeiten erfahren ist, auch gut empfohlen werden kann, wünscht bei einer 6.830. Es werden ein oder zwi gute Fabrikschloffer, die auch gut m !dem Drehen sowohl von Hand als m support-fix umgehen können, gesuch Der Lohn wird 4 bis S fl., je nach de Fähigkeit der Arbeiter, sein. Wo? wir die'Erpedilion dieses Blattes sagen.' 6.833. Stuttgart. - Eine kleine Parthie Akiicn eines Bergbau- u Hüttenbetrieb-Unternehmens, welches 15—20Proz, durchschnittlich rentirt, im Betrage von 350 fl. , Stück, ist billigst zu haben. Näheres durch M« S. Kaulla in Stuttgart. _ 6.655. Ammerschwir beiColim v. Ditze, Zwei tüchtige Orgelbauer-Geh sen finden dauernde Beschäftige sgegen guteBelohnung beiHrn. 9ki , kenbach, Orgelbauer i» Amme fchwtt.be» Colmar, Oberrhein.Departement.j 0 538 AK^ertze. „ ,. ^ Der vollständige Erfolg des neu BerfahmiS für Geraderichtung der Zähne, wodu» Vk. ÄLcvwsLi sich ein ErfindungSbrcvet e worben, hat ihn veranlaßt, Straßburg zu verlasse um fich wieder in Parrs, z flas äs I'LcdsUs. etabliren. wo seine ehemaligen Klienten ihn koniu tircn können. Hr. IacowM gibt keinen Theil seiner Profesfl, auf, und empfiehlt fich immer besonders für die Be ferttgung seiner künstlichen Gebisse, deren Vollkor Mknheit durch die allgemeine Erfahrung bewährt iß. AMNitt-Achn Bad Komblwü §Mlllkl-Al!jM 1857. bei Frankfurt a. M. 1857. Die Quellen Homburgs, deren Analyse von dem berühmten Professor Liebig stattgefunden hat, sind erregend, tonisch, auflösend und abführend, sie bethätigen ihre Wirksamkeit in allen Fällen, wo es sich darum handelt, die gestörten Funktionen des Magens und des Unterleibes wieder herzustellen, indem sie einen eigenthümlichen Reiz auf diese Organe ausüben, die abdominale Zirkulation in Tätigkeit setzen, und die Verdauungsfähigkeit regeln. ^ Mit vielem Erfolge findet ihre Anwendung statt in chronischen Krankheiten der Drusen des Unterlerbs, namentUch der Leber und Milz, bei Hypochondrie, bei Urinleiden, bei Stein, bei der Gicht, bei der Gelbsucht, bei Hämorrhoidalleiden und Berstopsungen, sowie bei alle» Krankheiten. die von der Unregelmäßigkeit der Verdaunngsfunktionen herrühren; endlich bei allen den mannichfachen Leiden, die ihren Ursprung aus erhöhter Reizbarkeit der Nerven herleiten. Bon sehr durchgreifender Wirkung ist der innere Gebrauch des Wassers, besonders wenn es frisch an der Quelle getrunken wird, und die Bergluft, die Bewegung, die Zerstreuung, das Entferntsein von allen Geschäften und jedem Geräusche des Städtelebens, unterstützt die Heilkraft dieses herrlichen Mineralwassers. In der unmittelbaren Umgebung der Stadt befindet sich eine auf das sorgfältigste eingerichtete Molken- und Kaltwaffer- Anstalt. Letztere zeichnet sich insbesondere durch die in ihrer Temperatur von 8° ll. stets gleichbleibende, ausnehmend reine Gebirgsquelle aus, indem dieselbe in der Anstalt entspringt und unmittelbar aus dem Schooße der Erde bei einem 20 Fuß hohen Falle mit voller Kraft und Frische in die Badepieccn sich ergießt. Bon großer Wichtigkeit ist diese Anstalt für Alle, welche in Folge von Stockungen in den Organen des Unterleibes an Kongestionen nach Kopf und Brust leiden und bei denen neben dem inner» Gebrauche der HomburHer Mineralquellen die wohlthätigen Wirkungen des kalten Wassers in Form von Douche-, Regen-, Strahl-, Staub-, Wellen-, Sitz-,, oder Vollbädern indizirt sind. Die Molken werden von Schweizer Alpen Sennen des KantonS Appenzell aus Ziegenmilch durch doppelte Scheidung zubereitet und frisch und warm in der Frühe im Park der Mineralquellen für sich, wie in Verbindung mit den verschiedenen Mineralbrunnen verabreicht. Außer dem Badehause, worin die Mineralwasser, sowie auch Fichtennadel-Bäder gegeben werden, findet man hier auch gut eingerichtete Flußbäder, welche in häufigen Fällen wesentlich zur Förderung der Brunnenkur beitragen. Das großartige Konversationshaus , welches das ganze Jahr hindurch geöffnet bleibt, enthält prachtvolle Säle, .welche allgemeine Bewunderung erwecken. Es enthält einen Ballsaal, einen Konzertsaal, viele geschmackvoll dekorirte Konversationssäle, wo lronis-kt-qusranlö und koulvtto unter Gewährung außergewöhnlicher Vortheile auflicgen, indem das Irents-et-qusrunte mit einem Viertel ILetrkit und das kouleite mit einem gespielt wird; am koulelte findet^sogar bei Einsätzen von einem bis fünf Hundert Gulden auf die einfachen Chancen das 2öro keine Anwendung. Ferner ein großes Lesekabinet, das unentgeltlich für das Publikum geöffnet ist, und wo die bedeutendsten deutschen, französischen, englischen, polnischen, russischen, und holländischen politischen und belletristischen Journale gehalten werden, ein prachtvoll dekvrirtes Kaffee- und ein Rauchzimmer, die auf eine schöne Asphalt-Terrasse des Kurgartens führen, und einen Speise-Salon, wo um ein Uhr und um fünf Uhr ist, deren Leitung dem berühmten Herrn SIkevet aus Paris übergeben wurde. Das rühmlichst bekannte Kur-Orchester spielt dreimal des Tages: Morgens an den Quellen, Nachmittags im Musik-Pavillon des Kurgartens, und Abends im großen Ballsaale. Jede Woche finden Reunions, Bälle, wo die gewählteste Badegesellschaft sich versammelt, und Konzerte der bedeutendsten durchreisenden Künstler statt. Bad Homburg ist nur eine Stunde durch die Verbindung von Post, Eisenbahn, Omnibus rc., von Frankfurt entfernt. 6.683. 6.554. Frankfurt a./M. » Deutscher Phönix. Zwölfte ordentliche General-Versammlung. In Gemäßheit tz. 37 der Statuten werden die nach tz. 38 derselbe, stimmberechtigten Aktionäre der Versicherungs-Gesellschaft „Deutscher Phönix- zu der Donnerstag, den 23. April, Vormittags 10 Uhr, zu Karlsruhe in dem Lokale des dortigen Museums stattfindenden ordentlichen General-Versammlung eingcladen. Diejenigen stimmberechtigten Aktionäre oder deren Bevollmächtigte. welche in dieser Versammlung zu erscheinen gedenken, haben sich am 16. und 17. April, in den Vormittagsstunden von 9 bis 12 Uhr, über ihre statutenmäßige Qualifikation entweder dahier auf dem Burkau der Gesellschaft (Börscngebaude), oder in Karlsruhe auf dem Bureau der Sektion (.Amalienstraße Nr. 48) zu legitimiren (Z. 39) und die Bescheinigung hierüber in Empfang zu nehmen. ^ Diese Legitimation wird zu bewirken fern: von den Namen-Artionaren durch Angabe der Nummern der auf ihren Namen in die Register der Gesellschaft eingetragenen Aktien; von den Bevollmächtigten außerdem durch Einreichung ihrer Vollmachten; von den Inhabern der Aktien »» durch Vorzeigung dieser Aktien mit einem Nummernvcrzeichniffc in doppelter Ausfertigung. Am 20. und 2l. April, in den Vormittagsstunden von S bis 12 Uhr, können sodann von den Berechtigten die zum Eintritt in die Versammlung erforderlichen, nur für ihre Person gtltigen Einlaßkarten gegen Rückgabe der vbgedachten Legitimations-Bescheinigung auf dem Bureau der Gesellschaft dahier oder bei der Sektion in Karlsruhe in Empfang genommen werden. Frankfurt a./M., den 25. März 1857. Der BerwUltUNgsrath der Versicherungs-Gesellschaft „Deutscher phünir". 6.829. Nr.3357. Philippsburg. (Auffor- derung und Fahndung.) I. U. S. gegen An ton Heißer von " Neudorf, wegen Diebstahls. Anton Heißer von Nendorf, verheiratheter Taglöhner, 29 Jahre alt, circa 5' 3" groß, untersetzt, mit blonden Haaren, blauen oder grauen Augen, rundem Gcstchte. wahrscheinlich mit grauen Trilchhoscn und einem weißen oder blauen WammS gekleidet, sich durch einen scheuen, fast immer niedergeschlagenen Blick erkenntlich machend, ist der in fortgesetzter Weise verüb- ten, theilwcise erschwerten Entwendung eines Zucker- Hutes, eines Spatens, einer Pflugschar, eines Torffiech- Messers, einer zwcispännigen Waage, sowie auch zweier Kreisdohrcisen, zum Nachtheile verschiedener Personen, angeschulbigt und hat sich der Fortsetzung der Untersuchung durch Entfernung aus seinem Wohnorte — unbekannt wohin — entzogen. Wir bitten, auf ihn zu fahnven, ihn im Betretungsfalle zu verhaften und hie- her zu liefern. Zugleich fordern wir denselben hiermit auf, fich zur Fortsetzung der Untersuchung innerhalb 14 Tagen dahier zu stellen, widrigenfalls das Erkcnntniß nach dem Ergebnisse der Untersuchung gefällt würde. Philippsburg, den 31. März >857. Großh. dad. Bezirksamt. L u m p p. 6.846. Nr. 417>. Borberg. (Aufforderung.) I. U. S. gegen Valentin Ziegler jung von Schtl- lingstadt, wegen Verleumdung durch dir Presse. Beschluß. Der Redakteur der „Tauberzeitung", I. Thomm in Mergentheim, und der Redakteur des „Beobachter!", vr. Schnitzer in Stuttgart, werden hiermit aufge- fordert, binnen >4 Tagen dem oberhofgericht- lichen Urthetl vom 15. November 1856, beziehungsweise dem hofgerichtlichen Urthetl vom 26. Juai 1856, zu genügen, widrigenfalls nach Maßgabe des §. 2> der Vollzugsverordnung zum Preßgesetz vom 27. Februar >85> nach fruchtlosem Ablaufe der gesetzten Frist »er. fahre», würde. Borberg, den 3l. März 1857. Großh. bad. Bezirksamt, vr. B a - e r. 6.667. Nr. 4680. Radolfzell. (Aufforderung. ) Die Ehefrau des Sebastian Schuhmacher auf dem Salcnhof, Gemeinde Wangen, Johanna, geb. Lödle, ist unerlaubt ausgewaudert. Dieselbe wird zur Rückkehr binnen drei Monaten aufgcfordert, indem sie sonst de-StaatSbÜrgrr- rechts für verlustig erklärt und in die gesetzliche Brr- mögensstrafe verfällt würde. Deren Vermögen wird mit Beschlag belegt. Radolfzell, den 25. März >857. Großh. dad. Bezirksamt. Blattmann. 6.858. Nr. 4656. Engen. (Aufforderung.) Der ledige Joseph Keller von Emmingen ab Egg, 43 Jahre alt, welcher 1849 nach Amerika gereist ist, und seither keine Nachricht mehr von sich gegeben hat, wird andurch aufgefordert Finnen Jahresfrist seinen Aufenthalt anzuzei- gen und für Verwaltung seines in beiläufig 470 fl. bestehenden Vermögens zu sorgen, indem er sonst für verschollen erklärt, und dessen Vermögen den bekannten nächsten Erben in fürsorglichen Besitz überlassen würde. Engen, den 3>. Marz 1857. Großh. bad. Bezirksamt. Heil. 6.843. Nr. 8879. Emmendingen. (Aufforderung.) Die Wittwe des LandwirthS Andrea- Kraper, Adams Sohn, Anna Maria, geb. Schmidt, in Mundinge», hat um Einweisung in Besitz und Ge- währ der Verlassenschaft ihres verstorbenen Ehemannes gebeten. Es werden deßhalb Alle, welche an diesen Nachlaß nähere Ansprüche zu haben glauben, auf- gcfvrbert, dieselben binnen 6 Wochen dahier geltend zu machen, widrigenfalls dem Gesuche der Wiitwe stattgegeben würde. Emmendingen, den 30. März 1857. Großh. bad. Oderamt. G r o h e. 6.852. Nr. 8669. Emmendingen. (Schul- denliquidation.) Etwaige Forderungen an die Jakob Wagner'S Ehefrau, Katharina, geb. Stüh- tinger, von Denzlingen, und deren beide ledige Schwestern Anna Maria und Christin« Stühlinger von da, welche nach Amerika auszuwandern beabsichtigen, find in der auf Mittwoch, den 8. April d. I., Vormittags 8 Uhr, anbrraumten LiqurdationStagfahrt bei Vermeiden des Verlustes weiterer Rechtshilfe schriftlich oder mündlich anzumelden. Emmendingen, den 27. März 1857. Großh. bad. Obcramt. Fingado. 6.613. Bruchsal. (Offene Stelle.) Auf 1. Mai d. I. wiro unsere dritte Gehilfenstelle frei. Dieselbe soll durch einen in Kanzlei- und RcchnungS- geschäften bewanderten jungen Mann besetzt werden. Der Gehalt beträgt 350 fl. — Die Kost wird auf Verlangen von der Anstalt gegen eine billige Vergütung verabreicht. Die Bewerbungen find unter Anschluß von Zeugnissen über bisherige Beschäftigung, wenn möglich persönlich, innerhalb >4 Tagen einzureichen. Bruchsal, den 28. März 1857. Großh. bad. Zuchthaus-Berwaltung. I. Fucßlin. Ad. Bauer. 6.869. Ettlingen. Masbalg-Einpsthlmig. Der Unterzeichnete bringt die von rhm gefertigten Schmiedeblasbälge von englischer Konstruktion und runder Form in empfehlende Erinnerung, und garantirt bei billigst gestelltem Preis mehrere Jahre für deren Dauerhaftigkeit. Auch fertigt er dergleichen für üfer und Metzger. I. Wagner, Blasbalgfabrikant _in Ettlingen. 6.777. Berghaupten. Holzversteigerung. Bei der am 26. d. M. dahier abgehaltenen Versteigerung von 372 im Gemeindswald zu Boden liegen- den tannencn Stämmen, welche sich zu Holländer-, Säg- und Nutzholz eignen, ist der Anschlag nicht erlöst worden. Es ist daher Tagfahrt zu einer abermaligen Versteigerung dieses Holzes aus Dienstag,den 7. April d. I., Vormittags präzis 9 Uhr, im Kronenwirthshause dahier anbcraumt, und werden die Steigliebhaber hiezu eingeladeo. Berghaupten, am 31. März 1857. Der Gemeinderath: Bgrmstr. Hilberer. 6.862. Nr.5748. Karlsruhe. (Urtheil.) I. U. S. gegen Wendelin Bertsch von Darlanden, wegen eines zum Nachthcil des Schlossers Christian Zimmermann von Mühlburg verübten polizeilich strafbaren Betruges, im Betrage von 24 Kreuzer, haben wir beute polizeilich erkannt: Wendelin Bertsch von Darlanden sei eines zum Nachtheil des Schlossers Christian Zimmermann von Mühlburg verübten polizeilich strafbaren Betrugs im Betrage von 24 Kreuzer, für schuldig zu erklären, und deßhalb zu einer mit 3 Tagen Hungerkost geschärften AmtSgefängniß- strafe von 8 Tagen und zur Tragung der Kosten des Strafverfahrens und der Urtheilsvollstreckung zu ver- urtheilen. V. R. W. Dies wird dem flüchtigen An- gefchuldigten auf diesem Wege eröffnet. Karlsruhe, 30. März 1857. Großh. bad. Landamt. Neben ins. k'i'Mksuttei' ttül^enrettel »Lek < 1 em U eek 8 elmLk!«l'- 8 ^ll(likLl 8 . kor comptant. ker comptant. 5°/o «i- i. 8. d. k. »0 k. e. F« 4'/,°/o Obligat. 102 k. 5"/y cko. doll. 8t. SO k. - 4"/o cko. bei kotds. 38-/« k. 5°/»cko. 1852i.6st. 88'/. k. .. 3'/,a/o ckitto 4»/o OdI. bei «tds. 32 k. 8l-, 6. 5°/a Kd. i. 8. d. k. 9l-/, k. /Va««. 88'/, k. 38 6. 50/0 Ute. 6. i.8.i.U. — SV?/» OdI. ckitto 81 k. 5°/obi.-4ni. v. 1854 81'/, der. 3'/,a/o Odtigal. 81-/« k.'/« k. 5« , Uet.-Odl. 78'/. k. 3"/o ckitto 83-/. k. 5°/ocko.18526.d.k. 78-/g?. Kur»/. 4°/o l. k. 0. 2 d. k. 4'/,°/o Uet.-Vdi. 68-/, 6. 4°/o .. .. d. 8t. — 4"/g ckitto — Ko/e». 4"/o 11. 500k»rtisie — 3°/, ckitto — Hpa». 3Vo iniiinck. 8cdu1ck 38-/« der. 11 . K. 2'/,»/o ckitto d. k. — ! ^ .. l'/.a/o ckitto. 25 k. 24-,« k. 1°/, ckitto — ! 3°/o Obligationen 45 k. 44'/, k. 4'/,°/o Letkm. OdI. - ! Sottck. 4"/o Lertiüeate — /Ire«!. 3 '/,o/g Ltaatssed. 85'/s k. «4-/. «. 2'/,a/o Ivtegr. — ,, 4'/,°/o 0. d. kotds. IVO'/, k. 100 6. 4'/,a/o0.i.6r.28icr. 83 6. Saz/er. 5"/)0.3.6miss. d.k. 103'/« 6. r>/,a/o cko. dei klds. 56 k. 4'/,°/a cko. 10l-/g k. 5"/o0.d.k.i.(..28Irr. — 4°/« cko. 85-/. k. -/« 6. „ 5a/oOd.U.i.I,v.S.I2 — 4»/« LdiSs.-k. cko. 35'/, k. -/« 6. j „ 3a/o0.b.«.i.I,.28Icr. — ,, 3'/,°/g cko. 3I'/o k. « 5"/oO. 6. d.Koicksed. I01V. 6. 4'/,°/o OdI. d. k. 102'/, k. 3" o Odl. bei kotds. 55 6. „ 3>/,a/o ckitto 3I V« k. V« 6. j 6»/„ 8t. VII. 2'/, a. 110-/« k. SaÄe» 4'V7o Odiig. 3'/,a/o cko. v. 1.842 4',,a/„ OdI. k. ktds. 102'/« k. -/« 6. I „ 6»/o8t.I,8. 6,. »cks. 73'/, k. 31-/. ?.'/, 6. j 101-/. 6. k » 6 "/o 8. douis 6it> 77 ?. 76 k. MI»»»«,», V»»»» uoo Lsyr. Lsnksklien ä 50u ü. 6ölu->linck. Lisenb.-4ktiei> 4°/o l-ckivk.-kexd. Kis.-Lkt. 4'/-°/« 65-1Isx.-6.-L. h. «. ssutt. -kr.-VVild.-Xorckb.-L. Dsrmst.k 1 .u. 2 . 8 er.ä 250 g. H eim. 6.-4. k 100 ktdlr. Lckßü.li. Lckbk. d. k.kringr. krsnkkurter ksnk s 500 ü. 6rank5 DsmplscdI.-4. d. ü. Isunus-Lisend.-L. s 250 L krankk.-kso. Lisend.-Lkt. 5ivorno-6Iorenr-6is. - Lkl. 5u/,0est.I.Ii»ck k.-0,7.i.8. 3'',« kr. 0.ck.0est.8t.L.-6es. 3»/, t>.-0. ftt.-IV.-L. 6r. 28 5°/« k.-0. 6i-r.-0.-k. 6k. 28 Ooonerstsg, 2. rkpnl. 0est.500S. d.k. 1834 _ „ 25011. „ 1838 132'/, k. ^ 25011. „ 1854 104-/« k. 3'/,°/o?r. kr.-4. d.k. 117 k. Uaiianck-Lomo ü. 14 13 8. Saüised« 50-kI. 87-/, k. 87'/. k. ,, 35-a. 51 k. 50V. 6. ilurk. 40 Id.-!,, b.«. 41'/. k. 6. kess. 50-ti.-6>. d> k. 116k. 115'/,«. « 25-11 -6. 34'/. 6. blass. 25-Ü.-6. d.ktd. 32'/. k. Llawd.in7d.il 105 kr. 72'/, k. 8cdmd.-l.ipp 25Id!r. 28'/. k. 8vck. kr. 36 d. »etdm. 46'/. k. 2V-l.ütt. m.2'/,«/,2. 32'/, k. Vereios-idoose»lüg. 9V« 6. 4nsd. Krds. 7-ü.d.6rI. k.'/..«. >163 k. lj5-'/n kckiv.-vexd. kr.-Odl. 103'/, k. 783 k. 790 6. 4-/,«/o krkk.-Usll. kr.-Odi 98 k. - 7"/olV.-7.LLrieIT>.2'/r0. 101 k. 100 k. >48'/. k. 148 6. 8"/„bi. 6ross. 1 kr. ä 2>/zü. 83'/, 6. 108'/. k. 108 6. 8a/ocko.2.kr.m.V^6.s2'/,ü. 82-/. 6. — 0est.6reckld.-Lkt. 60a/«xr. 191 der. u. 8. 291'/, der. 5a,ok.L.6Iis.-6d.-4.30 201',. der. 1>8k. 117'/, 6. 5"/« Oesi. 8ta,rs-Llsenb.-4. 281 der. 238 k. kbem-blsde-k.20' „6.4a „7 90' , k. 90 6. 110 der. u. 6. ex 0. i 4' /,a/^a>r.Ostb.b.K. 15a/„6 100',. k.V« 8. — ! Uitcktscü.6rüakt.60', okiur. 94- . k. 84-/. 6. 363 k. biorckck. 6rckl»kt. 50"/„6inr. 95'/. k. »5-/. k. >/. 6. Lückck. Lsnkskt. 20 /okinr. 254 k. 253 8. 79 k. 78-/« 6. Illln. Lk. i.t,ux.30 /o6jur. 463 k. 460 6. 89 k. Leipr. 6reckildk. 40 VoKior. 91',', k. 918. 56-/« ?. 8p. K.-U.I.5U „L.i.6r.28kr. 475 ?. - ckt.6.-4.6.k.L6.30a,o28Lr. öI8 k. 514 6. ex 6. 94 k. Y0eutsed.kdiio.-4kt. 20', «kJ >42-/. k. 142 6. 4msterckam k. 8.! 100-/, ». >/« 8. Lugsdorx 119-/. 8. kerlin 105-/« L.'/« 6. kremen 96-/« L. 6 SIn 105-/, ».'/« 6. Hamburg 88 -/. 6. l.eiprig 105-/« ». Lonckon 117-/. K- 6x00 — Uaiianck 99-/. 6. karis 93-. « k. Irrest — Vien 114'/. der. Diskonto S'/r°/o «. ckittokreuss. » 4t'/,-42'/, S 57-58 9 477,-48'/, 5 33',,-34 S 1»'/,-20'/, I I 42-46, 374-76 1 45-'/. 2 20'/^21 24:32-36 1 4SV.-V, Druck der G. Braun'sche« Hosbuchdruckerei.