Beilage zn Rr. so -er Karlsricher Zeitung. Donnerstag, 28. Februar 1850. 4.378 (3)3. Karlsruhe. Le-erversteigerung ^so wie allerlei Gegenstände für Schuhmacher. Die Erden des verstorbenen LcderhändlerS Moritz Ettlinger dahier lassen der T-eilung wegen Montag, den 4., Dienstag, den S., Mittwoch, de« 6., Donnerstag, den 7., und Freitag, den 8. März d. I., jeden Tag von Morgens 9 dis Mittags 12, und Nachmittags 2 bis Abends 5 N-r, in der Wohnung des Verstorbenen, Adlerstcaße Nr. 10, große Ledcrvorräthe und allerlei für Schuhmacher geeignete Gegenstände gegen gleich baare Zahlung öffentlich versteigern, nämlich: schwarzes Zeugleder, Alaun- RindSlcder, schwarze und braune Roßhäute, Sohlleder, SchwcinShäute, RinvShäute, Kopfstückieder, RindSlcder, Juchtenlcder, Waschleder, Roß «Waschleder, Roßleder, braunes Zeugleder, schwarzes Kalb- leder, Javaleder, braunes Reutlinger Kalbleder, Wichsfelle, Lämmcrfclle, Schaffelle, inländische und sächsische, braune, scheckige, naturfarbigc und schwarze Glanz- und gespaltene Schaffelle, Bockleder, Putzleder, Rehfclle, Hirschfelle, roihe Schaffelle, schwarz« lackirte Kalbfelle, Peitschen, Nähriemen, Kappenschildc, modefarbene grüne und braune Schaffelle, schwarzes, braunes und violettes Schweißleder, goldkäferfarbigcS Bocklcdcr, Kuppelhäute, Schildhäute, Nesselhäuie, schwarz lackirte und grüne; gezogenen Bindfaden und ordinäre Gurten, SchwcinSfelle, 208 Paar rinds- lederne Mannsschuhe, Schuhnägel, Nessel-Kappen- schilde, von allen Sorten Leder- und Pappendeckel- schilde, Golvborden für Kappenmacher, Kordeln, Quasten, Kokarden, MannSgurten, Sturmbändcr; eine große Quantität zugeschnittene Sohlen, Abfallleder aller Art, zugeschnittene kalblederne Manns- und Knabenvorschuhe, Band von allen Sorten u. s. w Diese Gegenstände sind in allen Qualitäten, von den feinsten dis zu den ordinärsten, vorhanden. Karlsruhe, den 13. Februar 1850. Großh. bad. StadtamtSrevisorat. G- Gerhard. vüt. Koch- K —^7^. 4.259. (3)3 Bühl. Liegenschafts - Ver- steigerung. Zufolge richterlicher Verfügungen großh. Bezirksamt- Bühl vom 19 September 1849 und 8 Januar 1850, Nr. 26,613 und 39,350, werden dem hiesigen Bürger und Landwirth Vitus Wäldele nachbeschriebene Liegenschaften im ZivangSwege Montag, den 4 März d. I., Nachmittags 3 Uhr, im Gasthaus zur Sonne dahier öffentlich versteigert, alS: 1. Zwei Stcckhaufen Reben auf der »ordern Hohnau, neben Benedikt Meirel und Joh. Hirschbühls Erben, Anschlag..'.lOOfl. 2 . Ein Stcckhaufen leerer Boden allda, neben Joseph Göhringer und Jos- Riehle, Anschlag 30 fl. Ein Sieckdauftn Reben allda, neben Joh. HirschbühlS Erben und Mehreren, Anschlag 40 fl. 4. Drei Eieckhaufen Reben allda, neben Benedikt Meirel und Alois Lang, Anschlag . 140 fl. 5. Zwei Sieckhaufen leerer Boden allda, neben Augustin Ruschmann und Lorenz Meier, Anschlag. 50 fl. 6. Zwei Stecktaufen Reben im Hungerberg, neben Jakob Bolz Erben und Joseph Riehle, Anschlag. 30 fl. 7. Drei und rin halb Viertel Acker allda, neben Joh. HirschbühlS Erben und Mehreren, Anschlag. . . ... 400 fl. 8. Zwei Steckhaufen leerer Boden auf der Hohnau, neben Erhard Krechtler Erben und Mehreren, Anschlag.100 fl. 9. Zwei Stcckhaufen leerer Boden allva, neben Joh. HirschbühlS Erben und Mehreren, Anschlag.lOOfl. 10 . Eine anderthalbstöckige Behausung mit Balkenkeller, Scheuer und Stallung, nebst angebauten Schweinställen im Hänferdorf, neben Augustin Nöltner und Joh. Hunkler, vornl n die Skaße, hinten der Mühlbach, nebst dem Platz, worauf die Gebäulichkeiten stehen, Anschlag. 1050 fl- Zusammen 2040 fl. Der endgiltige Zuschlag wird sogleich erthcilt, wenn der Anschlag oder darüber geboten ist. Bühl, den 1. Februar 1850. Bürgermeisteramt. Berger. 4 664.(3)2. Nr. 875. Bühl. Zwangsversteigerung. Dem Bürger und AckerS- mann Joseph Seiler in Unzhurst werden in Folge richterlicher Verfügung vom 25. April 1849, Nr. 11,61l, folgende Liegenschaften, als: ». Gemarkung unzhurst. 1) Ein anderthaldstöckiges Wohnhaus sammt Scheuer, Stall und Schopf unter einem Dach, eincrs. Abzugsgraben, anders. Joseph Belikam, vornen Joseph Seiler, hinten der Weg, Schä- tzungSpreiS . .. 450 fl. 2) 20 Ruthen Acker im Brukroth, neben Anton Jäger und Weg, Schätzungspreis . 100 fl. b. Gemarkung Oberwasser. 3) Ein halb Viertel Acker im Röthel, neben Anton Weiler ii. Ignaz Weiler, SchätzungSprei« 55 fl. 4) Ein halb Viertel Heckenbosch im Schlangensee, neben Joseph Hanuß Erben und MathäuS Gandcr, Schätzungspreis .... 25 fl. 5) Ein Viertel Matten in der Strieth, neben dem Graben u. Friedr. Seiler, SchätzungSprei« 40 fl., auf welche bei der am 8. d. M. vorgenommenen ersten Versteigerung der Anschlag nicht geboten worden, am Mittwoch, den 13 März d. I., Nachmittags 2 Uhr, auf dem Rathhause zu Unzhurst im ZwangSwege zum zweiten Mal öffentlich versteigert, wobei bemerkt wird, >aß der Zuschlag erfolgt, wenn der Schätzungspreis auch nicht geboten wird. Bühl, den 21. Februar 1850. Großh. bad. AmtSrevisorat. Rheinboldt. vät. Eppelin 4.723.(3)2. Unter- kirnach. Liegenschafts-Versteigerung. _ In Sachen mehrerer Gläubiger gegen die Gantmaffe des Johann Fidel Köhler zu Untcrkirnach werden in Folge Verfügung großherzogl. Bezirksamts Villingen vom 8. Februar, Nr. 2480, nachstehende Liegenschaften Mittwoch, den 20. Märzd- I., Nachmittags 2 Uhr, im hiesigen RößlewirthShauS versteigert, und eS erfolgt der Zuschlag, wenn der Schätzungspreis erreicht wird:- 1) Zwei Drittheile einer im obern Stockwald liegenden Behausung, eins, an Amand Bchr, ands. sich selbst; gerichtlich geschätzt . . . 500 fl. 2) 6 Morgen Acker beim HauS, stößt eins, an Amand Sehr, ands sich selbst,. 420 fl. 3) IV- Morgen Wiesfel», stößt eins, an Amand Behr, ands sich selbst,. 225 fl. 4) 6 Morgen Waidfeld an der Halden, eins, an sich selbst, ands. ebenso, . - ... 170 fl. Untcrkirnach, den 19. Februar 1850. Bürgermeisteramt. Lehr. vät. Raihschr. Gluz. 4.542.(3)3 Engen Liegenschafts-Versteigerung. In Folge richterlicher Verfügung vom 3l.Janur d. I., Nr. 1968, werden aus der Gantmaffe der Löwenwirth MathäuS Schmutz Wittwe, Maria, geborne Eble, von Hausen, Mittwoch, den 20. März d. I., Vormittags 11 Uhr, im Gasthaus zum Löwen in Hausen öffentlich zu Eigenthum versteigert: Ein zweistöckige« Wohnhaus mit derRcal- Schildgerechtigkeit zum Löwen, angebauier Scheuer mit zwei Stallungen, doppeltem Gaststall und Schafstall, Alles unter einem Dach, sodann ein dahinter stehender Schopf mit Futterlege, mitten im Ort an der Landstraße, mit Hofraithe und 60'/, Ruthen Krautgarten mit Zaun und Bienenhaus, neben Joseph Rechmann, Johann Weiler und dem eigenen GraSgarten, tarirt . . 35001 38 Ruthen Hanfgarten mit Lattenhag in Waibgälten, neben der Straße und dem Gc- meindSweg, tarirt. 30 fl. 40 Ruthen Garten im Weiler, neben Andreas Huber und Johann Schilling, tarirt 50 fl. 1 Bierl- 34 Ruthen Garten beim Jägerhaus, neben Joh. Schelling und MagnuS Wocheler, tarirt.110 fl. 2 Jauchert 1 Vierl. 50 Ruthen Wiesen in Waidgärten» neben Lehrer Baumann und Andreas Schropp, tarirt. 550 fl. 6 . 1 Jauchert 2 Vierling 56 Ruthe« Wiese» bei der Hammerschmiede, neben Andrea- Huber und fich selbst, tarirt. 300 fl. 7. 3 Vierling 14 Ruthen GraSgarten beim HauS mit einem Zaun umgeben, neben dem Krautgarten und Johann Weiler, tarirt . 1 Jauchert 3 Vierl. 50 Ruthen Wiesen über der Donau, neben Mathias HäuSle und fich selbst, tarirt. 9. 2 Vierling 61 Ruthen Wiesen über der Donau, neben Michael Wocheler und fich selbst, tarirt. 10 . 2 Jauchert 1 Vierling 53 Ruthen Wiesen allda, neben Ant. Weiler und dem Schree- beograben, tarirt.. . 11 . 1 Jauchert 3 Vierling 33 Ruthen Wiesen allda, neben Michael Münzer und der fürstl. fürstcnb. StandeSherrschast, tarirt . . . 12 . 3 Jauchert 32 Ruth. Wiesen auf Wiesen, neben Jakob Schilling und sich selbst, tarirt 13 3 Vierling 7 Ruthen Wiesen allda, neben Jakob Schilling und Joseph Elsässer, tarirt 14. 1 Jauchert 1 Vierling 32 Ruthen Wiesen ins. Müllers-Bohl, neben dem Bach und Nikolaus Zuhle, tarirt. 15. 3 Vierling 22 Ruthen Wiesen im Schre- mersbrühl, neben Joseph Huber und dem Pfarrgut, tarirt. 16. 3 Vierling 59 Ruthen Wiesen über der 250 fl. 350 fl. 100 fl. 400 fl. 450 fl. 700 fl. 110 fl. 300 fl. 100 fl Donau, neben Joseph Merz und der Gemeinde Hausen, tarirt. 1 Jauchert 3 Vierling 41 Ruthen Wiescn allda, neben Ignaz HäuSle und Ant. Happle, tarirt. 18. 3 Bierl. 47 Ruthen Wiescn allda, neben Joh. Schelling und MathäuS Raus, tarirt 19 3 Vierling 8 Ruthen Wiesen auf Wiesen, neben Jakob Schelling und fich selbst, tarirt 20 . 4 Ruthen Wiesen allda, neben Jak. Roth und Mathias HäuSle (da« Uebrige liegt in der Donau), tarirt. 21. 2 Vierling 59 Ruth. Wiesen in SimonS- bünd, neben Michael Münzer und fich selbst, tarirt. 22. 2 Jauchert 3 Vierling 60 Ruthen Wiesen auf Espe! am Hausenweg, neben Andreas Huber und AdrcaS Schropp, tarirt . . . 23. 3 Jauchert 3 Vierling 58 V 2 Ruthen Acker im Gigisacker, neben der Straße und Mich- Münzer, tarirt. 24. 2 Jauchert 31 Ruth. Acker auf dem Bühl, neben Joseph Maier und Andreas Huber, tarirt . 25. 2 Jauchert 31 Ruthen Acker allda, neben Joseph Meier und Andreas Huber, tarirt 26. 2 Jauchert 31 Ruthen Acker allva, neben Johann Weiler und Joseph Huber, tarirt . 27. 1 Jauchert 3 Bierl. 3 Ruthen auf Bühl, neben Müller Schmutz und Jos. Huber, tar- 2 Jauchert 3 Bierl. 30 Ruthen auf Riedhausen, neben Moritz Moritz und Joseph Huber, tarirt.- 29. 3 Jauchert 20 Ruthen Acker allda, neben Johann Weiler und LukaS Müller, tarirt . 30. 3 Jauchert 2 Vierling 4l'/r Ruthen Acker im hintern Acker, neben Joh. Schelling und Anton Happle, tarirt ... 31. 1 Jauchert 3 Vierling 21 Ruthen Acker im Schloßacker, neben Magnus Wucheler und Karl Geiser, tarirt. 32. 3 Jauchert 6 Ruthen Acker auf Bühl, neben Johann Huber und der Gemeinde Hausen, tarirt. 33 1 Jauchert 2 Vierling 16 Ruthen Acker auf Bühl, neben Michael Münzer und Joh. - Huber, tarirt. 34. 2 Jauchert 26 Ruthen Acker allda, neben Mathä Meßmrr und Joseph Reichmann, tariit. 35. 5 Jauchert 2 Vierling 5>/r Ruthen Acker auf Sundhausen, neben Michael Münzer und der Gemeinde Hausen, tarirt . . . 36. 1 Vierling 13 Ruthen Acker in Simons« bünd, neben Andreas Huber und fich selbst, tarirt .. 37. 1 Jauchert 3 Vierling 55 Ruthen Acker auf Wiesen, neben Michael Münzer und Anton Happle, tarirt. 38 1 Jauchert 1 Vierling 18 Rothen Acker hinter der Mühle, neben Andreas Schuruz und Joseph Raus, tarirt. 39. 2 Jauchert 35 Ruthen Acker im Taunen- acker, neben Michael Münzer beiderseits, tarirt . 40. 3 Viertel 6 Ruthen Acker auf Eich, neben Jakob Roth und Schmidengraben, tarirt . 41. 1 Jauchert 42 Ruth. Acker an der Kalber- halven, neben Jakob Roth und der Gemeinde, tarirt. 42. 1 Jauchert 1 Vierling 26 Ruthen Acker am Saileracker, neben ver Gemeinde und fich selbst, tarirt. 1 Jauchert 56 Ruthen Acker auf Wiesen, neben Andreas Huber und fich selbst, tarirt 44. 3 Vierling 3 Ruthen Acker im Gehren, neben Ignaz HäuSle und dem Gemeindeweg, tarirt. 45. 2 Jauchert 1 Vierling 42 Ruihen Acker im Saileracker, neben Ulrich Raus und fich selbst, tarirt. 46. 2 Vierling 42 Ruth. Acker im Kältelbach, neben Mathä Ehret und Andr. Huber, tar. 47. 4 Jauchert 1 Vierling 44 Ruthen Acker auf Guwart, neben Joh. Huber und Lehrer Baumann, tarirt . . .'. 48. 1 Jauchert 35 Ruth. Acker auf Eich, »eben Andreas Huber und fich selbst, tarirt - - 49. 2 Vierling 15 Ruthen Acker beim Siein- bruch, neben der Gemeinde und dem Bach, tarirt. 100 fl. 360 fl. 150 fl. 140 fl. Ifl- 90 fl. 650 fl. 600 fl. 60 fl. 60 fl. 50 fl. 60 fl. 150 fl. 130 fl. 520 fl. 60 fl. 25 fl. 30 fl. 40 fl. 270 fl. 80 fl. 250 fl 300 fl. 410 fl. 200 fl. 180 fl. 160 fl. 250 fl. 200 fl. 380 fl. 110 fl. 70 fl. 280 fl. 15 fl. 50. 1 Jauchert 14 Ruth. Acker aufEich, neben sich selbst beiderseits, tarirt. 51. 1 Jauchert 23 Ruthen Acker allda, neben der Gemeinde und Augustin Federle von Kirchen, tarirt . .. 52. 2 Vierling 52 Ruthen Acker am Hausen- berg (der Spitz), neben Mathias Maier und der Straße, tarirt. - 53. 2 Jauchert 53 Ruthen Acker allda, neben Ignaz Häusle und Lehrer Baumann, tarirt 54. 2 Jauchert 50 Ruthen Acker allda, neben Lorenz Mattin und Johann Huber, tarirt 55. 2 Jauchert 1 Vierling 41 Ruthen Acker allda, neben Ignaz HäuSle und Joh. Huber, tarirt. 56. 2 Jauchert 2 Vierling 17 Ruthen Acker allda, neben Johann Weiler und Michael Bausch, tarnt. 57. 2 Jauchert 1 Bierl. 33 Ruthen Acker im WieSlcacker, neben einem Geifinger und fich selbst, tarirt. 58. 4 Jauchert 1 Vierling 27 Ruthen Acker an der Gemeindshaldcn, neben der Straße und fich selbst, tarirt. 59. 2 Jauchert 20 Ruthen Acker am Hausenberg, neben Jos. Weh und sich selbst, tarirt 60. 3 Vierling 14 Ruthen Acker allda, neben Mathias Maier und Andreas Schacherer, tar. 61. 3 Vierling 15 Ruthen Acker in den Seitengassen, neben Mattin Schaller und dem Allmendweg, tarirt. 62. 1 Jauchert 2 Vierling 16 Ruthen Acker am Hausenberg, neben MagnuS Wocheler und Andreas Schacherer, tarirt .... 63. 2 Jauchert 23 Ruthen Acker allda, neben dem Pfarrgut und Augustin Weiler, tarirt 64. 4 Jauchert Waldung in der Gemarkung Thenge» im Wolfhölzle, beiderseits die Gemeinde Thengen, tarirt. 65 2 Jauchert Waldung allda an der Winterhalten, neben der Gemeinde Thengen und Färber Mauß, tarirt. 240 fl 150 fl. 130 fl. 100 fl. 100 fl. 110 fl. 110 fl. 340 fl. 300 fl. lOOfl. 25 fl. 140 fl. 50 fl. 220 fl. 800 fl. 180 fl. Summe 16^26 fl. Der Zuschlag erfolgt, wenn der SchätzungSprei« oder darüber geboten wird. Fremde Steigerer haben sich mit legalen Vermögens- und Leumundszeugnissen auSzuweiseo. Engen, den 18. Februar 1850. Großh, bad. AmtSrevisorat. E n g e ß e r. 4.639. (2)2.' St. Georgen. Liegenschaftsversteigerung. In Folge richterlicher Verfügung vom 30.Juli v. I., Nr. 10,262, werden dem hiesigen Bürger und Säger Johann Jakob Wößner seine sämmtlichen Liegenschaften bis Dienstag, den 12. März d. I., von Nachmittags 3 bis Abend« 8 Uhr, im hiefigen LöwcnwirthShause im Wege der Vollstreckung öffentlich »ersteigert. Dieselben bestehen in Folgendem: Ein zweistöckige« Wohnhaus mit Scheuer und Stallung unter einem Dach, an der Hauptstraße unten am Berg gelegen, gerichtlich tarirt zu . 1600 fl. 2. Eine einstöckige Mahlmühle mit einem Mahl- und einem Gerbgang, neben dem Hause gelegen, tarirt zu. 400 fl. 3. Eine Sägmühle sammt Sägeplatz neben der Mahlmühle, tarirt zu. Ungefähr 4 Ruthen Gatten vorne» am Haus, einers. die Straße, anders. Sonnen- wirth HakenjoS, tarirt zu. 5. Ungefährlich I'/» Morgen Ackerfeld im GaiSgrund, neben Lorenz Lehmann und Joh. Georg Staiger, Schmied, tarirt zu . . . 6. Ungefähr 7V» Morgen 1 Ruthen Ackerfeld am Sägcrberg, neben Posthalter HaaS und dem Stockwälder Weg, tarirt zu . - - 7. Ungefähr 18 Ruth. Ackerfeld am Kloster- berg, zwischen beiden Straßen und Posthalter Haas, tarirt zu . -. Unacfäbr 1'/- Morgen 24 Ruthen Acker- d auf dem Mühlbühl. neben Adlerwirth intermantel und dem herrschaftlichen Röh- tarirt zu. Ungefähr 4 Morgen Wiescn beim HauS, einers. der Thalbach, anders. Sonnenwirth HakenjoS, tarirt zu. 10 . Ungefähr 3 Morgen 2 Viertel Acker und WieSfeld am Bruderweg, eins. Sonnenwirth Hakenjo«, ands. Philipp Jakob Stokburger, tarirt zu. 800 fl. 10 fl- 540 fl. 800 fl. lOOfl. 150 fl. 1100 fl. 500 fl. Zusammen 6000 fl. Der endgiltige Zuschlag erfolgt, wenn der Scha- tzungSpreiS oder darüber geboten wird. Die weitem Bedingungen werden vor der Versteigerung bekannt gemacht. St. Georgen aus dem Schwarzwald, den 16. Febr. 1850. Bürgermeisteramt. Weißer. vät. Hakcnjos, Rathschreiber. 4.659.(2)2. Reuhauß. Stammholzversteigerung. Montag, den 4. März d. I., BormittagS S Uhr, «erden in dem Walddistrikt Melkschlag bei Neuhauß 25 Eichstämmr, sogen. Holländer, gegen Baarzahlung öffentlich versteigert. Sinsheim, den 22. Februar 1850. Freiherr!, v. Degenfeld'scheS Rentamt. Fleischmann. 4.690.(3)2. Nr 85. Stein. (Holzverstei- gerung.) AuS Domänenwaldungen diesseitigen Forstbezirks werden versteigert, und zwar, Im Distrikt Limmberg, Freitag, den 1 März d. I.: 33 Stück eichene Holländer-, Bau- und Nutz- Holzklötze. 11 Stuck buchene Nutzklötze und zu Hammerstielen tauglich. 175 Stück buchene Wagner- und Scnkelstangcn. 40'/» Klafter buchenes und eichenes Scheitholz. 4t'/r „ ditto Prügelholz. 4863 Stück buchene und gemischte Wellen. Im Distrikt HagSberg, Samstag, den 2. März d. I.: 14 eichene, 1 buchener und 1 elzbeerner Bau« und Nutzklötze. 16 Klafter buchenes und eichenes Scheitholz 13'/»Klafter buchenes, eichenes, und aspeneS Prügelholz, und 3925 Stück buchene und gemischte Wellen. Die Zusammenkunft ist jeweils früh 9 Uhr auf der Schlagfläche. Stein, den 21. Februar 1850 Großh. bad. BezirkSforstci. Mezger 4.699 (2)2. Nr. 331. Bruchsal. (Holzver- strigerung ) In den diesseitigen Domänenwal« düngen werden folgende Hokzgattungen versteigert, und zwar, Donnerstag, den 7. März l. I., im Diflrikt 1. 5, 8, 10 und 13, Lußhardt: 3 eichene Nutzholzklötze. 46 ganz starke Erlenstämme. 13'/, Klafter eichenes und buchenes Nutzholz. 4 Klafter buchenes Scheitholz. 7 . 231 „ eichenes, erlencs und gemischtes ditto. 4 „ buchenes Prügelholz. 76 „ eichenes und gemischtes ditto. 75 buchene und 4025 gemischte Wellen. Zusammenkunft früh 8 Uhr auf der Hambrücker- Forster Straße am Sandlacher Richtweg. Freitag und Samstag, den 8. u 9. März d. I, auf der Ausstockungsfläche an der Forstcr-Hambrücker Straße: , 47 Stück Wagner-Eichstämmc. 1938 buchene und eichene Senkelstangen. 12950 Hopfenstangen. 7450 Bobnensteckcn 34 Klafter buchene» Scheitholz 163 „ eichenes, erlcnes und aspeneS ditto. 126 „ buchenes Prügelholz. 103 „ eichenes und gemischtes ditto. 1000 buchene und 38,750 gemischte Wellen. Zusammenkunft jeden Tag früh 8Uhr aufderHiebS- stelle an der Forstcr-Hambrücker Straße. Bruchsal, am 23. Februar 1850. Großh. bad. BezirkSforstci. F v. Gi rardi. 4.711.(2)2. Nr. 159. Dinglingen. (Holz- Versteigerung.) 3» der Forstdomäne „Schneidwald" des Forstbezirks Ichenheim werden am Montag, den 4. März d. I, früh 9 Uhr, auf der Hiebsfläche versteigert: 22 Stämme eichenes Holländerholz; 1 Stamm hainbuchenes Nutzholz; 22'/, Klafter eichenes Scheitholz; 6375 Stück gemischte Wellen, und 875 „ eichene Wellen. Dinglingen, 21 Februar 1850. Großh. bad. «ezirksforstei Ichenheim. K ä s s e r- 4.709.(2)2. Nr. 132. Ettenheim. (Holz- versteigrrung.) In dem Domänen - Walddistrikt Ellenbogen, Schlag Nr. 6, werden öffentlich versteigert, Am Dienstag, den 5., und Mittwoch, den 6. März d. I.: 535'/» Klafter buchenes Scheiterholz; 166 Klafter buchenes und gemischtes Prügelholz. Am Donnerstag, den 7. März: 2 Stämme eichenes Bau« und Wagnerholz; 36 „ buchenes Nutzholz; 5000 Stück buchene Wellen, und 6 Loose Schlagraum. JmKloster undNeuwald, von Windfällen. Am Freitag, den 8 März: 1 tannener Säzklvtz; 36 Klafter buchenes, tanneneS und gemischtes Scheiter, und Prügelholz; 200 Stück buchene und tannene Wellen. Die Zusammenkunft ist am 5., 6. und 7. März im Schlag Ellenbogen, und am 8. März im Badhause zu Münsterthal, ledeSmal früh 9 Uhr. Ettenheim, den 23. Februar 1850. Großh. bad. Bezirksforstei. Z i r ch e r. 4683.(2)2. Nr. 94. Gernsbach. (Hol,- Versteigerung.) Aus der Forstdomäne Zankwald und GernSberg werden am Montag, den 4. März d. I. 2000 -2500 Stück tannene Sägklötze auf dem Stock nach dem «ubikfuß in LooSablheilungen versteigert, wozu sich die Liebhaber Nachmittags 3 Uhr beim Schloß Eberstein rtnfinden können. Domänenwaldhüter Wunsch in ObertSroth ist beauftragt» die bereits ausgezeichneten Stämme den Steigerern auf Verlangen vorzuweiscn. Gernsbach, den 23 Februar 1850. Großh bad. BezlrkSforstei. Eichrodt. 4.694.(3)3. Karlsruhe. (Diebstahl und Fahndung.) Gestern wurde dahier aus einem Pri- vathause dir Summe von cirea 1040 fl. entwendet. Das Geld besteht in gröberen deutschen Münzsorten aller Art, ist zum Theil in Rollen verpackt, wovon einige das Siegel badischer StaatSstellen, namentlich der Münzstätte hier, andere aber auch ein Siegel tragen, welches aus einem Wappen besteht, das im Felde einen Halbmond zeigt. Verdacht wegen dieser That fällt auf einen gewissen Ludwig Fischer von Zusenhofen, Bezirksamts Ober- kirch. Derselbe ist flüchtig. Indem wir den PersonS- beschrieb hier beifügen, richten wir an sämmtliche Polizeibehörden die Bitte, auf denselben fahnden, ihn im BctrctungSfall verhaften, die bei sich habenden Effekten mit Beschlag belegen, und den Ludwig Fischer wohlverwahrt an uns ablicfern zu lassen. Signalement Alter, 28 Jahre; Größe, 5'6"; Statur, schlank; Haare, blond; Augen, blau; blonder Schnurrbart; derselbe hat folgende Kleidungsstücke bei fich: einen blauen Zivilüberrock, einen grünen ditto, einen Uni- formsrock, blau, mit Knöpfen von Metall, worauf ein Wappen, in dessen Feld ein Halbmond fich befindet, angebracht ist, einen runden Hut und eine Kappe, worauf ein 5V von Metall angebracht ist. Karlsruhe, den 24. Februar 1850. Groß-, bad. Stadtamt. Schätz. 4.717.(3)3 Nr.349l. Weinheim. (Diebstahl und Fahndung.) In derNacht vom 5. auf den 6. d. M. wurde der Georg Peter Erdmanns Wwe. von Heiligkreuz aus ihrer Behausung Folgendes entwendet: 1) 1 Frauenhemd, zur Hälfte Baumwolle, zur Hälfte Leinwand, mit 4 M. L. mit rothem Garn gezeichnet, za .2fl. — kr. 2) 1 ditto, mit dem Zeichen L I- L. . — fl. 40 kr. 2 fl. 40 kr. Dies wird behufs der Fahndung aus den Thäter und das Entwendete hicmit bekannt gemacht. Weinheim, den 18. Februar 1850. Großh. bad. Bezirksamt. G e r l a ch. in Läem Märcker, Akt. jur. 4.688. (3)3. Nr. 1262, 1264, 1265, 1271, 1276 und Nr. 1288 bis 1291 Mannheim. (Auffor- forderung und Fahndung.) Im Laufe der ein- gcl.itctcn Untersuchung hat fich ergeben, daß fich nachstehende Personen des früheren 4. Infanterieregiments an der jüngsten Mairevolution und Soldatenmeuterei ebenfalls betheiligten, deren Aufenthalt aber bis jetzt nicht auSgemittclt werden konnte, nämlich: a. Korporal Jakob Schmidt von Dossenheim, Oberamt Heidelberg, wegen Theilnahme an Gefechten; d. Korporal Ignaz Neumaiervon Waldprechtsweier, Oberamt Rastatt, wegen gleicher Be- thciligung; «. Korporal Franz Joseph Böger von KülShenn, Bezirksamt TauderbischofSheim, wegen gleicher Betheiligung; ä. Korporal Cäsar Höflein von Ladenburg, wegen Annahme einer höhern Unteroffizierkcharge und Theilnahme an Gefechten; e. Korporal Andreas Flaig von Mühlenbach, Amts HaSlach, ebenfalls wegen Theilnahme an Gefechten; k. Fourier Wilhelm Schindler von Eichstctten, Oberamts Emmcndingen, wegen Annahme einer höhern Unteroffizierscharge und Theilnahme an Gefechten; x. Korporal Kilian Dienst von Rothweil, Amts Breisach, wegen Betheillgung bei der Offizicrs- wahl, Theilnahme an Gefechten und Aufforderung zum Ungehorsam und Treubruch; I>. Solvat Bernharv Härle von Zoznegg, wegen Aufforderung der Solvaten zum Ungehorsam und Treubruch; i. Soldat Karl Thoma von Schlageten, Amts St. Mafien, wegen gleichen Vergehens. Dieselben werden aufgefordert, fich binnen acht Tagen um so sicherer dahier zu stellen und zu verantworten, als sonst nach dem Ergedniß der Untersuchung das Erkcnntniß gefällt werden soll. Das Vermögen derselben wird mit Beschlag belegt und jede Zahlung bei Vermeidung doppelter Entrichtung untersagt; zugleich wird dieser Beschlag auch auf die Ansprüche res beschädigten Staats ausgedehnt. Sämmtliche zuständige Behörden aber werden sehr ergebenst ersucht, auf die genannten Militärpersonen zu fahnden und dieselben im BctrctungSfall wohlverwahrt anher etnliefern zu lassen. Mannheim, den 23. Februar 1850. Großh. Untersuchungskommisfion für das vormalige 4. Infanterieregiment. Der Untersuchungsrichter: Re hm. rät Riedlinger. 4 698.(3)2. Nr. 3422. Waldkirch. (Aufforderung und Fahndung.) I. U. S. gegen Rechtspraktikanten Burg, dahier wohnhaft, wegen Hochverraths. Rechtspraktikant Burg, dem auf Weisung großh. OberhofgerichtS bei seiner Entlassung aus dem Untcr- suchtmgSarrcst die Auflage gemacht wurde, hier zu bleiben, hat fich dem zuwider von hier entfernt; derselbe wird ausgefordcrt, innerhalb 14 Tagen fich wieder bei uns zu stellen. Indem wir sein Signalement beifügen, ersuchen wir die großh. Polizeibehörden, auf ihn zu fahnden, und auf Betreten ihn anher einzuliefern. Signalement. Größe, 5' 7». Alter, 40 Jahre. Statur, besetzt. Haare, braun, mit grau gemischt, schlicht. Stirne, hoch. Augenbrauen, hellbraun. Augen, braun. Nase, gebogen. Mund, mittler. Kinn, oval. Gesichtsfarbe, geröthet. GefichtSform, oval. ' Barr, braun. Zähne, mangelhaft. Besondere Kennzeichen: spricht schnell und laut, manchmal stotternd. Waldkirch, den 23. Februar 1850 Großh. bad. Bezirksamt Betz. 4.707.(2)2. Rr.8877. Rastatt. (Auffor. deruug.) Advokat Rindeschwender, welcher wegen Theilnahme am Aufstande flüchtig ist, wird aufgefordert, binnen 3 Wochen zurückzukehren, und fich bei uns zu stellen, widrigenfalls er des badischen Staatsbürgerrechts für verlustig erklärt werden wird- Rastatt, den 22. Februar 1850. Großh. bad. Oberamt. Lang. 4.735.(3)2. Nr. 5482. Donaueschingen. (Aufforderung) I. U. S. gegen Unterlehrer Roth von Thannheim, wegen Theilnahme am hochver- rätherischin Aufstande. Der unterm 8. August v. I. zur Fahndung auSge- schriebene Unterlehrer Joseph Roth von Billafingen wird aufgefordert, fich binnen 4 Wochen hier zu stellen und über das ihm zur Last gelegte Ber- gehen zu verantworten, widrigenfalls nach dem Ergedniß der Untersuchung das Erkcnntniß gefällt würde. Zugleich wird das sämmtliche Vermögen des Angeschuldigten mit Arrest belegt, und den Schuldnern desselben aufgegeben, bei Vermeidung doppelter Zahlung an ihn nicht Zahlung zu leisten. Donaueschingen, den 22 Februar 1850. Großh bad. Bezirksamt. Warnkönig. 4.703.(3)1. Nr. 1914. I. Senat. Konstanz. (Vorladung ) Vorlage der Akten in Anklagesachen des großh. Staatsanwaltes am großh. Hofgerichte des Seekrcises gegen Peter Förster, Johann Evangelist Staader, Jakob Fickler, Johann Nepomuk Letour von Konstanz, und Franz Joseph Egentcr von Empfingen, wegen Hochverraths und Majestätsbeleidigung, verübt durch die Presse, sowie wegen Verletzung der Vorschrift des §. 3. des PreßgesetzcS. Beschluß. 1) Wird Advokat Spinnhirn als Armenanwalt zur Bertheidigung des vermögenslosen, flüchtigen Johann Evangelist Staader ausgestellt, und wird ihm die Aktencinficht auf diesseitiger Registratur gestattet. 2) Sofort wird Tagsahrt zur mündlichen Rechts« auSführung in der am Montag, den 18. März d. I., Vormittags halb 9 Uhr, stattfindcnden öffentlichen Gerichtssitzung angeordnet, zu welcher der Ankläger, groß-. Staatsanwalt, großh. HofgerichtSrath Haager und die Vertreter der Angeklagten Staader und Förster, die Obergerichtsadvokaten Merk undSpinnhirn bei Vermeidung des Ausschlusses mit der RcchtSauSsührung vorgela- den werden. 3) Vorstehendes wird dem flüchtigen Angeschuldigten Johann Evangelist Staader unter Bezug auf die öffentliche Vorladung des großh. Bezirksamts Konstanz vom 8. Januar d. I. auf diesem Wege eröffnet. Konstanz, den 20. Januar 1850. Großh. bad. Hofgericht des SeekreiseS. K i e f f e r. vät. Sepfried 4.646.(3)2. Nr. 15,907. Philippsburg. (Vorladung.) In Sachen der Franz Jakob Herberger's Ehefrau, Regina, geborne Bauer, von Rheinsheim gegen ihren Ehemann Franz Jakob Herber- ger von da, VermögenSabsonderung betr. Advokat Engelhard von Bruchsal hat Namens der Ehefrau des Franz Jak. Herbergervon RhcinS- hcim folgende Klage erhoben: Die Klägerin brachte in die Ehe ein Vermögen von 1652 fl Der Beklagte kaufte während der Ehe das Kroncnwirthshaus in Rhcinsheim, zu dessen Ankäufe er 1273 fl 45 kr. von dem Vermögen der Klägerin verwendete, welches HauS ihm jedoch in Folge bedeutender Accisdefraudationen für Straf- und Prozeßkosten im Zwangswege versteigert wurde. Die ganze jetzt noch vorhandene VermögenSmaffe beträgt nach Abzug der Schulden. 1200 fl. Das von der Klägerin rückzufordernde Vermögen aber besteht in. 1273 fl. 45 kr. und laut Theilzettcl vom Novbr. d. I. 50 fl. — kr. Summa 1323 fl. 45 kr. Da hiernach das Einbringen der Klägerin in Gefahr ist, zumal auch der Beklagte, welcher an dem letzten Aufstande Theil genommen, fich nach Amerika geflüchtet hat, so wird gebeten, nach gepflogenen Verhandlungen zu erkennen: es sey das Vermögen der Klägerin von dem des Beklagten für abgesondert zu erklären, und der Letztere in die Kosten zu Verfällen. Beschluß. 1) Tazfahrt zur Verhandlung auf die Klage wird auf Samstag, den 23. März 1850, früh 10 Uhr, anberaumt, und hiezu der Beklagte bei Vermeidung des Zugeständnisses und des Ausschlusses mit jeder Einrede vorgeladen. 2) Dies wird dem flüchtigen Beklagten auf diesem Wege eröffnet. Philippsburg, den 27. Dezember 1849. Großh. bad. Bezirksamt. Kirchgcßner. vät. Feid. 4.554.(3)3. Nr. 4078. Donaueschingen. (Vorladung.) I. S. der großh. Gcneralstaatskaffe, Kl., Jmploraniin, gegen den Rechtskandidaten Andreas Will- mann von Pfohren, Bekl., Jmplo- raten, Ersatz- und Entschädigungsforderung betr. Klägerin hat folgende Klage vorgetragen: Beklagter war ber dem letzten Maiaufstand Mitglied des s. g. LandesauSschuffeS, und bekleidete die Stelle eines Zivil-und MilitärkommiffärS zunächst in dem See-, später im OberrhetnkreiS, in welcher Eigenschaft er fich insbesondere mit Organistrung der bewaffneten Insurrektion, Beischaffung von Aus- rüstungsgegcnständen rc. beschäftigte. Er hat somit für allen dem Staat durch den Aufstand erwachsenen Schaden, der, gering berechnet, fich auf 3,000,000 fl. beläuft, sammtverbindlich mit den übrigen Thcilneh- mern zu haften. Außerdem muß er speziell wegen Rückzahlung der Summen in Anspruch genommen werden, die er fich anläßlich seiner verschiedenen revolutionären Dienstverrichtungen auS öffentlichen Kaffen zueignete. Es find dies folgende, inSgesammt auS der Generalkaffe geflossene Beträge: 1) Als Zivil-Militärkommiffär für den Seckreis empfing er auf Anweisung des usurpatorischen Finanzministers Goegg vom 31- Mai v. I. an Reisekosten rc. unter dem nämlichen Tag . . . 137 fl. 44 kr. 2) Als Mitglied des LandesauSschus- scS die auf 5 fl. per Tag bestimmt gewesenen Diäten für 10 Tage mit.50 fl. — kr. abzüglich der Klas- senstcuer sä Ist. 8 kr. 48 fl. 52 kr. und zwar dies am 2. Juni v I. durch Vermittlung des ständischen Archivars. 3) AlsKommiffärfürdenObcrrhcin- krcis auf Dckretur der s. g. provisorischen Regierung vom 30. Juni v. I. zu angeblicher Auszahlung von Gehalten und Rechnungen am nämlichen Tage . 300 fl. — kr. 4) In gleicher Eigenschaft uns unter demselben Titel am 3. Juli v. I. aufAnweisung der provisorischen Regierung von diesem Tag wiederum . 300 ff. — ke. Im Ganzen also 7v6 fl. 36 kr. Von dieser Summe wird der Zins vom Tag des Empfangs der Zahlungen in Anspruch genommen. Klägerin begründet ihr Älagbegehren durch Berufung auf L.R.S. 1131, 1133, 1335, 1376, 1378 und 1382. Damit verbindet fie das weitere Begehren, das sämmtliche Vermögen des Beklagten mit Arrest zu belegen, welches fie durch Vorlage einer beglaubigten Abschrift der Quittungen des Beklagten und durch Berufung auf die Notorietät der Theilnahme deffel« beiuain Aufstand, so wie auf die Flucht derselben begründet. In Erwägung, daß die Klage, so wie das Arrestgesuch faktisch und rechtlich begründet find, wird verfügt: 1) ES scp dem Arrestgesuch stattzugeben, und daher auf sämmtlicheS bewegliches und unbeweg- , licheS Vermögen des Beklagten, Jmploraten, Arrest zu legen. 2) Wird Tagfahrt zur mündlichen Verhandlung auf die Klage und zur Rechtfertigung des Arre- steS auf Siamstag, den 6. April d. I., Vormittags 8 Uhr, anberaumt, in welcher der Beklagte, Jmplorat, zu erscheinen hat, widrigenfalls der thatsächliche Vortrag der Klage für zugcstanden angenommen und jede Schutzrede für versäumt erklärt, das Arrcstverfahren aber gleichwohl fortgesetzt und er mit seinen Einreden gegen die Recht- mäßigkeit deS Arrestes ausgeschlossen würde. 3) Obige Verfügung wird dem landesflüchtigen Beklagten öffentlich bekannt gemacht. Donaueschingen, den 1. Februar 1850. Großh. bad. Bezirksamt. Warnkönig. 4.784 (3)1. Nr. 3446. Karlsruhe. (Vor- ladung.) In Sachen des Wechselhauses S. v- Haber und Söhne hier, Kl., Appcllaten, gegen Ocko- nomierath Deimling von hier, Bekl-, Appellanten, Forderung betreffend, wird auf Anordnung großh. Hofgerichts des Mittelrheinkreises Tagfahrt zur Leistung der urtheilsmäßigen Eide anberaumt auf Montag, den 1l. März d. I., Vormittags 9 Uhr, und werden hiezu die Kläger unter Androhung der Folgen der Eidesverweigerung anher vorgeladen. Bon Vorstehendem wird der aufflüchiigemFuße befindliche Beklagte auf öffentlichem Wege mitdem Ansitzen in Kenntniß gesetzt, daß ihm freistehe, der Eidestagsahrt anzuwohnen. Karlsruhe, den 25 Februar 1850. Großh. bad. Stadtamt. v. Dusch. vät.L. Schönthaler, A. j. 875. (3)2. Villingen. (Vorladung.) Johann Baptist und Ludwig Ummenhofer von hier, von welchen der eine im Jahr 1847, und der andere im Jahr 1848 nach Amerika ausgewandert ist, find zur Erbschaft ihres Onkels, des kinderlos verstorbenen Bürgers und Handelsmanns Benedikt Ummen» Hofer von hier, berufen. Da deren Aufenthaltsort zur Zeit unbekannt ist, so werden dieselben hiemit aufgefordert, binnen drei Monaten von heute an Nachricht von fich zu. geben, entweder selbst oder durch gehörig Bevollmächtigte fich über den Erbschaftsantritt zu erklären, widrigenfalls die Erbschaft lediglich Denjenigen zugetheilt werden würde, welchen fie zukäme, wenn die Vorgeladcnen zur Zeit des ErbanfallS nicht mehr am Leben gewesen wären. Villingen, den 29. Januar 1850. Großh. bad. AmtSrevisorat. Winzler. 4.670.(3)3. Nr. 5300. Bruchsal. (Vorla- düng.) I. S. mehrerer Gläubiger, Liquivanten, gegen die Gantmaffe des verstorbenen Pfarrers Lenz von MingolSheim, Liquidatin, soll den diesseits unbekannten Erben der zu Frankfurt verstorbenen Gläubigerin Maria Anna Seiler von Mahlberg das am 11. März vorigen Jahres erlassene Ürtheil eröffnet werden. Diese werden daher aufgefordert, in der auf Mittwoch, den 13. März d. I., angeordnetcn Tagfahrt dahier um so gewisser zu erscheinen , als sonst das Uriheil gleichwohl für eröffnet gelten werde. Bruchsal, den 18. Februar 1850. Großh. bad. Oberamt. v. Krutheim- 4741. (2)1. Achern. (Erbvorladung.) Klemens Huber, Benedikt Huber, Mathias Huber, Söhne des verlebten Christian Huber, sodann Jda Huber, Ehefrau des Karl Sch mehr, sämmtlich von Wagshurst, welche vor mehreren Jahren nach Nordamerika gereist find, und von ihrem Aufenthalt ober Dasepn seither keine Nachricht gegeben haben, find zur Erbschaft ihres am L Januar 1850 verstorbenen Oheims Stanislaus Huber von Wagshurst berufen. Die Abwesenden werden zur Erdthetlung mit Frist von 6 Monaten mit dem Bedeuten vorgeladen, daß im Rechterschei- nungsfalle die Erbschaft lediglich Jenen zugetheilt werde, welchen solch- zukäme, wenn die Borgeladenen zur Zeit des Erbanfalls nicht mehr gelebt hätten. Sichern, den 25. Februar 1850. Groß-, bad. AmtSrevisorat. Lang. >602.(3)3. Pforzheim. (Erbvorladung.) Christoph Friedrich Aad, lediger Metzger, von hier, ist zur Erbschaft seiner am 5. Dezember 1849 verstorbenen Mutter, der Flößer Christoph Aab Ehefrau, Katharina, geborne Kercher von hier, berufen. Da er seit dem Jahr 1846 keine Nachricht mehr von sich gegeben hat, und sein AufcnthaltSortuabc- kannt ist, so wird er zur Erbthcilung seiner Mutter unter Anberaumung eines Termins von vier Monaten mit dem Bedeuten hicmit vorgeladen, daß im Nicht- crscheinungsfall die Erbschaft lediglich Denjenigen werde zugetheilt werden, welchen sie zukame, wenn der Lorgeladene zur Zeit des Erdanfalls gar mehr am Leben gewesen wäre. Pforzheim, den 20. Februar 18o0. Großh. bad. AmtSrevisorat. E P P e l i n. ä.678. Nr. 4734. Tauberbischofsheim, kanntmachung) „ . , , . DieBerlaffenschaftsthcrlung des Maurers Joseph Anton Schneider von Könighcim betr. Die Mttwe des verlebten Joseph Anton Schneider von Königheim wurde, nachdem auf die geschehene öffentliche Aufforderung vom 11. Dezember v. I., Nr. 27,316, keine Einsprache erhoben worden, in den Besitz und die Gewähr dieser Verlaffenschaft cingewiesen. Tauderbischofshcim, den 14 Februar 1850. Groß-, bad. Bezirksamt. Ruth. vät. Demoll. nicht (Be- >.679.(2)2. MoSbach. (Bekanntmachung.) Den gefährlichen Diebstahl bei Christian Walter in Zweistingen betr. Bei einigen Individuen von Rmeck, welche des ru- bricirten Diebstahls verdächtig sind, warben die unten verzeichnet«» Gegenstände aufgefunden, über deren Erwerb sie sich nicht ausweisen können. Da die Eigenthümer derselben bis jetzt nicht ermittelt werden konnten, so werden alle Diejenigen, welche EigenthumSansprüche an dieselben geltend machen können, aufgefordcrt, binnen 4 Wochen solche nachzuweisen, widrigenfalls hierüber auf andere Weise verfügt werden soll. Lerzeichniß der aufgefundenen Gegenstände. 1) Ein halber Zwilchsack, Werth ... 6 kr. 2) 5 Stück alte wollene Strümpfe, . . 20 kr. 3) ein Stück weißer Zucker,.15 kc. 4) 9 Stück Seife,.30 kr. 5) ein rothseidencS Halstuch, . . . . 48 kr. 6) ein blaues ditto, .30 kr. 7) ein grünes ditto, ....... 40 kr. 8) ein rothes ditto,.30 kr 9) 4 Stück schwarzseidene Halstücher, 2 fl. 40 kr. 10) ein dunkelbraunes HalStüchlein, ... 20 kr 1 1) ein Lila-HalStuch mit Blumen, . . . 40 kr. 12) ein Säckchen mit 2 Pfund Kaffee, . . 1 fl 13) 2 Paar alte Schuhe,.40 kr. 14) ein Pack verschiedene Bändel, ... 20 kr. 15) 3 Ellen graues Hosenzeug, . . 1 fl. 12 kr. 16) 3 Ellen ditto,. I fl. 17) 5 verschiedene seidene HalStüchlein, 2 fl. 30 kr. 18) 3 klüne ditto,. 1 fl 19) 10 Ellen Baumwollenbiber,. . . 2 fl. 30 kr. 20) ein Packet Haubenzeug,. 1 fl 21) °/s Pfund Strickbaumwolle, . . . . 43 kr. 22) ein Strang rothes, türkisches Garn, . 30 kc. 23) 14 Snäul «vtrickdaumwolle, . . . . 56 kr. 24) 2 Kinderhcmdchen,.10 kr. 25) ein Pfund Einwcbbaumwolle, ... 40 kr. 26) 2 rothkarrirte Sacktücher,.20 kr. 27) ein Packet verschiedenes schwarzes Band, 1 fl 28) 30 Stränglein Kameelgarn, . . . . 30 kr. 29) dunkelblaue Strickbaumwolle, . . 15 kr. 30) V« Pfund Baumwollenzwirn, . . .' 8 kr. 31) 6 Stück weiße Bändel,. 1 fl. 32) eiae Parthie rothe Bändel, . . 1 fl. 10 kr. 33) ein leinenes Säckchen,.6 kr. MoSbach, den 19 Februar 1850. Großh. bad. Bezirksamt. S ch a a f f. vät. Bihl. >.630.(3)3. Nr. 4265. Blumenfeld. (Bekanntmachung.) I. U. S. gegen Färber Maus von Thengcn, wegen Theilnahme am Hochvcrrath. Der gegen Färber I. Maus von Thengcn »er- fügte Beschlag seines Vermögens wird als auch zu Gunsten des beschädigten Aerars angelegt erklärt. Blumenfeld, den 15. Februar 1850. Großh. bad. Bezirksamt. >691.(3)1. Nr. 1801. Kork. (Lersäu- mungSerkenntniß.) I. S. Johann Hilzinger vonWillstett, Kl., gegen Soldat Jakob WandreS von da, Beklagten, wegen Vertragsauflösung, ergeht Bersäumungserkcnntniß. Der thatsächliche Klagvortrag wird für zugestanden, jede Einrede für versäumt erklärt, und demgemäß zu Recht erkannt: Daß der zwischen den Erben des verstorbene Müllers Huck von Willstett und dem Beklagte im Oktober 1846 in öffentlicher Steigerung ab geschloffene Kauf eines Ackers in Sander Ge markung, Gewann Leimgrube, für ausgelöst z erklären, und Beklagter zur Zahlung der Koste dieses Rechtsstreits zu Verfällen sey. B. R. W Kork, den 31. Januar 1850. ' Großh. bad. Bezirksamt, v. Hunoltstcin. Entscheid ungSgründx. In Erwägung, daß die Klage in L R S. 1148 un 1654 rechtlich gegründet, und der Beklagte, obwol nach den vorliegenden Belegen vorschriftsgemäß und Androhung der gesetzlichen RcchtSnachtheile vorg> »den, io der zur Abgabe der Brrnehmlaffung anbl räumten Tagfahrt nicht erschiene» ist, wurde auf Sn« pufen des Klägers gemäß §ß. 253, 311, 330, 653, 654, 670 und 169 der P. O. wegen der Kosten wie vorsteht erkannt. >695. ( 2 )l. Nr.3718. Epprngen. (Bersäu- mungSerkenntniß.) ^ ^ der Bäcker- und Müllerzunft zu Sulzfeld, Klägerin, gegen den ledigen Karl Haas von da, Bekl., Forderung betreffend, ergeht in Erwägung, daß die Klage, auf AuftragS- und ErbvertheilungSvertrag gestützt, in den Rechten wohlbegründet erscheint; der auf flüchtigem Fuße sich befindende Beklagte in der Verfügung vom 7. d. Mts. unter Androhung des gesetzlichen Rechtsnachtheils des Z. 253 der P. O- öffentlich vorgeladen wurde, er aber dessen ungeachtet in der heutigen Tagfahrt ausblieb — andurch Bersäumungserkcnntniß. Es werde der thalsächliche Grund der Klage für zugestanden, jede-Schutzrcde für versäumt, und in Folge dessen der Beklagte Karl HaaS von Sulzfcid für schuldig erklärt, die geforderte Summe von 99 fl. 31 kr. innerhalb 14 Tagen bei Vermeidung der Hilfsvollkreckung an die Klägerin zu bezahlen und die erwachsenen Kosten So verfügt Eppingen, den 16. Februar 1850. Großh. bad. Bezirksamt. Müller. vät. Weiß, A- j. >570.(3)3. Nr. 4073. Donaueschingen. (VersäumungSerkenntniß.) In Sachen - der fürstl. Standcsherrschaft Fürstcnberg gegen Baruch Rosenstrauch von Neidcnstein, Schadcnersatzforderung betr. Beschluß. In Erwägung, daß die Klage in den L R.S. 1131, 1133 und 1382- ihre rechtliche Begründung findet; in Erwägung, daß der Beklagte der öffentlichen Vorladung vom 28. November v. I., Nr. 25,001, keine Folge leistete, somit bei seinem ungehorsamen Ausbleiben in der heutigen Tagfahrt auf Anrufen deS GegcntheilS die angedrohtcn RcchtSnachtheile ausgesprochen werden müssen, wird nach Ansicht der Z§ 311, 330 , 653 und 670 d. PO. der thatsächliche Bortrag der Klage für zugestanven angenommen, jede Schutzrede für versäumt erklärt, und durch Versäumungser-kenntniß zu Recht erkannt: Es scp der Beklagte für schuldig zu erklären, der Klägerin als Entschädigung für die aus deren Gutsverwaltung hinweggenommeneu Pferde die Summe von 1140 fl. binnea 4 Wochen bei Zwangsvermeidung unter Berfällung in die Kosten zu bezahlen. V. R. W. Dieses wird dem notorisch flüchtigen Beklagten öffentlich bekannt gemacht. Donaueschingen, den 1. Februar 1350. Groß-, bad. Bezirksamt. Warnkönig. >.674.(3)2. Nr. 3435. Breiten. (Bersäu- mungserkenntniß und zweiter Zahlungsbefehl) > Sebastian Flurn von Bauerbach fordert von Joseph Benz von da, zur Zeit flüchtig, 240 fl. Kostgeld und 270 fl Darlehen. Nachdem der Beklagte nach Anzeige des Klägers auf den bedingte«» ZhlungSbefehl vom 2. November 1849, Nr. 24,082, welcher unterm 30. November 1849 nach der vorliegenden Bescheinigung in der Karlsruher Zeitung veröffentlicht wurde, demselben keine Folge geleistet, auch seine Verbindlichkeit nicht widersprochen hat, so wird nunmehr auf weitern Antrag des Klägers, nachdem die in dem Zahlungsbefehle bestimmte Frist abgelaufen ist, die Forderung als zugestanven erklärt, und der Beklagte zur Befriedigung deS Klägers binnen 4 Wochen bei Vermeidung der Hilfsvollstrcckung angewiesen. Breiten, den 8 . Februar 1850. Großh. bad. Bezirksamt. G a u p p. >.673. (3)2. Amts-Nr. 4561. Tab.-Nr. 580s Breiten. (Bedingter Zahlungsbefehl.) Zehntrcchner Ludwig Philipp in Bauerbach fordert an Joseph Ben» von da, zur Zeit flüchtig, 20 fl. nebst ZinS vom 2 . März 1848 an aus Darlehen. Dem Beklagten wird hiermit aufgegebcn, den Kläger mit den Klagkosten binnen 21 Tagen zu befriedigen, oder in gleicher Frist die cingcklagte Verbindlichkeit zu widersprechen, unter dem Androhen, daß sonst auf Anrufen des Klägers die Forderung als zugestanden erklärt werden wird. Breiten, den 19. Februar 1850. Großh. bad. Bezirksamt. G a u p p. > 693.(3)1. Nr. 5585. Sinsheim. (Bedingter Zahlungsbefehl.) Auf Klage der Materialhandlung Joh. Gottlieb Müller u. Comp, in Stuttgart gegen den abwesenden Färbermcister Eduard Speiser von SinSheim, Forderung 1049 fl. 39 kr. für Farb- waaren laut vorgelegtcm Hauptduchs- auszuge, wird dem Beklagten hiermit aufgegeben, den Kläger binnen 14 Tagen von Eröffnung Dieses an zu befriedigen, oder seine Verbindlichkeit zu widersprechen, unter der Androhung, daß sonst aus Anrufen des Klägers die Forderung als zugestandcn erklärt werde. Sinsheim, den 2l. Februar 1850. Großh. bad. Bezirksamt. S t a i g e r. >681.(3)2. Nr. 5363. Lörrach. (Bedingter Zahlungsbefehl.) Auf Ansuchen des Heinrich Aeberle zu Haagen, in Betreff seiner Forderung an Bierbrauer Sigmund Sutter von hier, betragend 1800 fl. für Darleihen mit Zins, wird dem Beklagten hiermit aufgegebcn, den Kläger binnen 20 Tagen klaglos zu stellen, oder in gleicher Frist anzuzeigen, daß er die Forderung widerspreche oder Einreden dagegen vorzubringen habe, widrigenfalls dieselbe auf weiteres Anrufen deS Klägers für zugestanden erklärt wird. Da Beklagter flüchtig ist, so wird ihm dieser Zahlbe- frhl statt Einhändigung hierdurch öffentlich bekannt gemacht. Lörrach, den 21. Februar 1850. Groß-, bad. Bezirksamt. Kerkenmeter. >700.(3)2. Nr. 1311. Krautheim. (Be- dingter Zahlungsbefehl.) In Sachen der Liquidationskommission bei großh. KricgSministerium, Namens der Verrechnung des früheren 1. Infanterieregiments in Karlsruhe, gegen den flüchtigen Fourier Johann Wagner von Krauthcim, Forderung von 80 fl. 14 kr. Ersatz zu viel bezogenen Gehalts als erwählter Oberlieutenant betr. Beschluß. Dem Beklagten wird aufgegeben, binnen 14 Tagen die Klägerin entweder zu befriedigen, oder die Verbindlichkeit zu widersprechen, widrigenfalls auf weiteres Anrufen die Forderung für zugestanden erklärt wird. Dies wird dem flüchtigen Beklagten auf diesem Wege eröffnet. Krautheim, den 21. Februar 1850. Großh. bad. Bezirksamt. D a n n e r. vät. Walter. >.587.(3)3. Nr. 4236. Konstanz. (Unbe- dingter Zahlungsbefehl.) BollstreckungSgesuch vom 4. d. M-, in Sachen der bad. allg. Versorgungsanstalt in Karlsruhe gegen den Lithographen Schedler von Konstanz, wegen Forderung von 235 fl. Äapital- zinS. Beschluß. Anmit wird wegen oben bezetchneter Forderung nebst Kosten dem Antrag des Gläubigers gemäß bezüglich auf den Beschluß vom 26. November v. I., Nr. 25591, Zwangsversteigerung der im Gemeinde, bezirk von Konstanz befindlichen Liegenschaften des Schuldners verfügt, und dem Bürgermeisteramt dahier deren Vornahme mit dem Beisatze aufgetragen, daß nach Umfluß von 30 Tagen, vom Tage der Be« händigung dieser Verfügung an den Beklagten an gerechnet, zur Einleitung der wirklichen Versteigerung zu schreiten scp. Konstanz, den 12. Februar 1850. Großh. bad. Bezirksamt. F in eisen. > 783. Nr. 2675. Karlsruhe. (Urtheil.) I. U. S. gegen den früheren Advokaten Anton Pelis- sier von Bruchsal, wegen Theilnahme am Hochverrat-, wird auf ungehorsames Ausbleiben und erhobene Vertheidigung des Angeschuldigten zu Recht erkannt: Anton PelissiervonBruchsal sey der Theilnahme an den im vorigen Jahre stattgehabten hochvcrrätherischen Unternehmungen für schuldig zu erklären, und deßhalb zur Erstehung einer gemeinen Zuchthausstrafe von acht Jahren, welche in Einzelnhast im neuen Mänoerzucht- haus erstanden sich auf 5 Jahre und 4 Monate beschränkt, zum Ersatz des verursachten Scha- dens unter sammtverbindlicher Haftbarkeit mit allen Denjenigen, welche wegen des gleichen Verbrechens bereits verurtheilt sind oder noch verurtheilt werden, und zur Tragung derUnter- suchungö- und Straferstehungskosten zu verur- theilen. V. R. W. So geschehen Bruchsal, den 13. Februar 1850. Großh. bad. Hofgericht des Mittel,Heinkreises. Prrsttnari. (D. 8 ) Ruth. Vorstehendes Urtheil eröffnen wir hiermit dem flüchtigen Anton Pelissier von Bruchsal. Karlsruhe, den 25. Februar 1850. Großh. bad. Stadtamt. Beck. >.589.(3)3. Nr. 7001. Lahr. (Urtheil.) In Sachen der großh. Generalstaatskaffe gegen Kürschner Leonhard R 0 0 sin Lahr, Ersatz- und Entschädigungsforderung betr, wird für Recht erkannt: Daß Leonhard R 00 S schuldig sep, den eingeklagten Betrag von 38 fl. 18 kr. nebst 5«/« Zins vom 19. Juni 1849 an binnen 14 Tagen bei Zugriffsvermeidung an groß-. General« staatskaffe zurückzuersctzen, und '/z der bisherigen Kosten zu tragen. B. R. W. 2) Vorstehendes Urtheil nebst Entscheidungsgründen wird dem zur Zeit flüchtigen Beklagten aus diesem Wege eröffnet. Lahr, den 12. Februar 1850. Großh. bad. Oberamt. Sachs. vät. Ed- Map er, Akt. jur. Entschetdungsgründe. In Erwägung, daß es gemeinkundig ist, daß die s. g. „Konstituirende Versammlung" keine verfassungsmäßige, sondern eine zum Umstürze verfassungsmäßiger Zustände zusammcnbcrufcne Versammlung gewesen ist; in Erwägung, daß also alle Theilnchmer an dieser Versammlung auch als Lheilnehmer an dem Hochvcr- rathe überhaupt erscheinen, welcher im Jahre 1849 an der rechtmäßigen Regierung verübt wurde; in Erwägung, daß die Theilnchmer an der Empörung, L R.S. 1382, den durch ihr Verbrechen angerichteten Schaden zu ersetzen haben; in Erwägung, daß dazu gewiß auch die Tagsgebühren und Reisekosten gehören, welche die revolutionären Machthaber an die Mitglieder der Konstituante aus der Staatskasse ausbezahlen ließen, da weder der Anweisende eine rechtliche Befuguiß hierzu hatte, noch der Empfänger in gutem Glauben die Zahlung annehmen konnte (L R S- 1238), und nach Ansicht des 8.R.S. 1378 »nd der P O. §. 169 und 371 mußte wie geschehen erkannt werden. Zur Beglaubigung: Ed. Map e r. >.584.(2)2. Nr. 3878. Oberkirch. (Erkennt- niß.) Die LaodeSflüchtigkcit des Amand Gögg von Renchen betr. Amand Gögg, gewesener «ameralpraktikant aus Renchen, wurde wegen Hochverrats in Untersuchung gezogen, befindet sich aber auf flüchtigem Fuße, und hat der an ihn erlassenen öffentlichen Aufforderung zur Sistirung bis jetzt nicht Folge geleistet. Ec wird daher nach Ansicht de- ß 9 lit. b - des VI. Konstitutions- Edikts vom 4 Juni 1808 im Reg.Bl. 1808, Nr. XVIU. wegen Landesflüchtigkeit deS Staatsbürgerrechts im Großherzogthum Baden für verlustig erklärt, und er hievon auf diesem Wege in Kenntniß gesetzt. Oberkirch, den 18. Februar 1850. Großh. bad. Bezirksamt. Pfister. >.739 (3)2. Nr. 1700. Meersburg. (Er- kenntniß.) Da die nachbcnannten, der Theilnahme am letzten Aufstande angeschuldigten und flüchtig gewordenen Personen: Joh. Baptist Rist, Kaufmann von Markoorf, Johann Gritzer, Bierbrauer von Meersburg, Karl Senft, Küfcrgcsell von dort, Stephan Keller, Müller von Stetten, Konstantia Herbst, Landwirt- von Ittendorf, GeorgDafinger, Taglöhner von Immenstaad, Joh. Baptist Einhardt, Gerber von dort, auf die öffentliche Aufforderung vom 30. Juli v. I. nicht nach Hause zurückgckehrt find, werden sie gemäß ß. 9 lit. d <> des VI. Konstitutions-Edikts vom 4 Juni 1808 ihres Staatsbürgerrecht« für verlustig erklärt; wovon dieselben auf diesem Wege in Kenntniß gesetzt werden. MecrSburg, den 11. Februar 1850. Großh. bad. Bezirksamt Bosch. vät. Riegel. >647.(3)3. Nr.5497. Sinsheim. (Cr- kenntniß.) Der wegen Theilnahme am letzten Aufstand in Untersuchung stehende, aber landesflüchtige Schneidermeister Franz Freund von Sinsheim hat der an ihn ergangenen richterlichen öffentlichen Aufforderung, sich zu stellen und zu verantworten, keine Folge geleistet, und wird deßhalb nach Ansicht deS ß. 9 b.692.(3)3. Nr. 1314-21. Mannheim. (Straferkenntnisse.) Durch das hier nieder- gesetzte Kriegsgericht wurden gegen flüchtige Angehörige des vormaligen 2. Dragncr- und 4. Infanterieregiments weiter folgende Urtheilc gegeben: » Gegen Feldwebel Nikolaus Lutz von Weinheim, wegen Treulosigkeit und Hochvcrrath: unter Verstoßung vom Militär fünf Jahre Einzelhaft im Männerzuchthaus zu Bruchsal. b. Gegen Korporal Johann Ehinger von Ra- dolphzell,.wegen Theilnahme am Hochverrat-: Degradation und einjährige Militär-Arbcits- strafe. e. Gegen Feldwebel Peter Holder von Düren, wegen Treulosigkeit: Degradation'und acht Monat Militär-ArbcitSstrafe. ä. Gegen KiiegSschüler Albin Fisch er von Mannheim, wegen Treulosigkeit: vier Wochen schweren Arrcff. e. Gegen Fourier Franz Zentmaier von Pforzheim, wegen Treulosigkeit: Degradation und acht Monat Militär-Ardcitsstrafe. k. Gegen Feldwebel Joseph Schmidt von Bierbronnen, wegen Treulosigkeit: Degradation und achtzehn Monat Militär-ArbeitSstrafe. fl Gegen Oberfeldwebel Franz Müller von La- dcnburg, wegen Treulosigkeit und Hochverrat-: Degradation und vier Jahre Militär-Arbeits- strase, und Verlust der innegehabten silbernen Karl-Friedrich-Militär-Verdienstmedaille b. Gegen Korporal Anton Hupfer von Brcnden, wegen Treulosigkeit: Degradation und vier Wochen schweren Arrest. i. Gegen Feldwebel Michael Geis von Hocken- heim, wegen Treulosigkeit: Degradation und sechs Monat Militär-Arbeitsstrafe. Ic. Segen Korporal Friedrich Karl Dörr von Hainstadt, wegen Treulosigkeit: Degradation und sech-monatliche Militär-Arbeitsstrafe. l. Gegen den Karabinier im gewesenen 2. Drago- nerregiment Leopold Rosenthal von Laden- durg, wegen Meuterei, Treulosigkeit, Diebstahl, Erpressung und Raub: unter Verstoßung vom Militär Tod durch Erschießen. Mannheim, den 23. Februar 1850. Großh. Untersuchungskommission für das vormalige 4. Infanterie- und 2 . Dragonerrcgiment. Der Untersuchungsrichter: Rehm. vät. Adelmann. >.709. Nr. 4887. Breiten. (Auswanderung.) Der ledige und volljährige Ferdinand Martin von NeidShcim will nach Nordamerika auswan- dern. Es werden deßhalb alle Diejenigen, welche Ansprüche an denselben zu machen haben, ausgefordert, solche in der auf Freitag, den 8 . März d. I, früh 9 Uhr, . eraumten Liquidationstagfahrt dahier anzumeldcn, rigenfalls man ihnen später zu ihren Ansprüchen t mehr verhelfen kann, sretten, den 22. Februar 1850. Nab RererkSamt. >.710 s 3 ) 2 . Nr.4632. Breiten. (Schuldenliquidation.) Gegen die Verlaffenschaft des Löw Nathan von Stein ist Gant erkannt, und Tagfahrt zum RichtigstellungS- und VorzugSverfa-ren auf Montag, den 18. März 1850, Vormittags 3 Uhr, aus diesseitiger AmtSkanzlet festgesetzt; wo alle Diejenigen, welche aus was immer für einem Grunde Ansprüche an die Masse zu machen gedenken, solche, bn Vermeidung des Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden, und zugleich die etwaigen LorzngS- »der Unterpfand-rechte, welche fie geltend mache» wollen, zu bezeichnen baden, und zwar mit gleichzeitiger Vorlegung der BeweMurkunden oder Antretung de- Beweise- mit andern Beweismitteln. Zugleich werden in der Tagfahrt ein Maffepfleger und ei» Gläubigerausschuß ernannt, Borg- und Nachlaßvergleiche versucht, und sollen in Bezug auf Borg- vergleiche und Ernennung de-Maffepfleger- und Gläu- digerau-schuffc- die Mchterscheinendm als der Mehr- hm der Erschienenen vertretend angesehen werden. Brette», den 19. Februar 1850. Großh. bad. Bezirksamt. Weber. vät. Ziegler, A. j. >.628 (3)2. Rr4275. Radolphzell. (Schul- denliquidation.) Gegen JohannÄooSbruggrr von Hausen a./A. haben wir unterm 16. v. M- die Gant erkannt, und «im Schuldenrichttgstellungs- und Borzugsverfahren Tagfahrt auf Donnerstag, den 2l. März 1850, früh 9 Uhr, ungeordnet. Ls werden deshalb alleDiejeoiaeo, welche au- was immer für einem Grunde Ansprüche an die Gantmaffe machen wollen, aufgefordert, solche in der angesetzten Tagfahrt bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden, und zugleich dir etwaigen Vorzugs- oder NnterpsandSrechte zu bezeichnen, die geltend gemacht werden wollen, mit gleichzeitiger Vorlegung der Beweisurkunden oder Antretung des Beweises mit andern Beweismitteln. In derselben Tagfahrt wird ein Maffepfleger und Gläubigerausschuß ernannt, und sollen Borg - und Rachlaßvergleiche -versucht werden, wobei bemerkt wird, daß die Nichterscheinenden als der Mehrheit der Erschienenen bettretend angesehen werden. Radolphzell, den 19. Februar 1850. Großh. bad. Bezirksamt. D ietsche. . >.637.(3)2. Rr.2386. Triberg. (Schulden- ltqutdatton.) Gegen StephanWißervon Schotiach ist Gant erkannt, und Tagfahrt zum Richtigstellungsund Borzugsverfahren auf Dienstag, den 12. März 1850, Vormittags 8 Uhr, auf diesseitiger AmtSkanzlei festgesetzt, wo alle Diejenigen, welche aus was immer für einem Grunde Ansprüche an die Masse zu machen gedenken, solche, bet Vermeidung de- Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden, und zugleich die etwaigen Vorzug- - oder Unterpfandsrechte, welche fie geltend machen wollen, zu bezeichne» haben, und zwar mit gleichzeitiger Vorlegung der Beweisurkunden oder Antretung des Beweises mit andern Beweismitteln. Zugleich werden in der Tagfahrt ein Maffepfleger und ein GläudigerauSschuß ernannt, Borg- und Rachlaßvergleiche versucht, und sollen in Bezug auf Borgver- gleiche und Ernennung de- Maffepfleger- und Gläu- btgrrauSschuffes die Richterscheinenden als der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen werden. Triberg, den 19. Februar 1850. Großh. bad. Bezirksamt. Seidenspinner. >453.(3)2. Nr. 2168. Wolfach. (Schulden- liquidation.) Gegen Bäckermeister Joseph Springmann von Wolfach ist Gant erkannt, und Tagfahrt zum Richtigstellung-- und Vorzug-verfahren auf Montag, den 11. März 1850, Vormittags 9 Uhr, auf diesseitiger AmtSkanzlei festgesetzt, wo alle Die- jenigen, welche aus was immer für einem Grunde Ansprüche an die Masse zu machen gedenken, solche, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden, und zugleich die etwaigen Vorzugs- oder Unterpfand-rechte, welche fie geltend machen wollen, zu bezeichnen haben, und zwar mit gleichzeitiger Vorlegung der ÄeweiSurkunden oder Antretung de- Beweises mit andern Beweismitteln. Zugleich werden in der Tagfahrt ein Maffepfleger und eu» Gläubigerausschuß ernannt, Borg- undNach- laßverglrtche »ersucht, und sollen in Bezug aus Borgvergleiche und Ernennung de- Maffepfleger- und GläubigerauSschuffeS die Nichterscheinenden als der Mehrheit der Erschienenen bettretend angesehen werden. Wolfach, den 11. Februar 1850. Großh. bad. Bezirksamt. H u g. >.718.(3)1. Nr. 1701. Freiburg. (Schulden- liquidation.) Gegen die Wittwe de- Fidel Butz Von Menweiler haben wir Gant erkannt und Tagfahrt zum Richtigstellung-- und Vorzug-verfahren auf Dienstag, den 12. März 1850, Vormittag- 9 Uhr, auf diesseitiger AmtSkanzlei festgesetzt, wo alle Diejenigen, welche aus was immer für einem Grunde Ansprüche an die Masse zu machen gedenken, solche bei Vermeidung de- Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden und zugleich die etwaigen Vorzugs - oder Unterpfandörcchte, welche fie geltend machen wollen, zu bezeichnen haben, und zwar mit gleichzeitiger Borlegung der BeweiSurkunden oder Antretung de- Beweises mit andern Beweismitteln. Zugleich werden in der Tagfahrt ein Maffepfleger und ein Gläubigerausschuß ernannt, Borg- und Rach- laßvergleiche versucht, und sollen in Bezug auf Borgvergleiche und Ernennung des Maffepfleger- und GläubigerauSschuffeS die Richterscheinendcu als der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen werden. Freiburg, den 28. Januar 1850. Großh. bad. Landamt. H i r t l e r. >.740.(3)2. Nr. 4609. Blumrnfcld. (Schul- denltquidation.) GegenJohaunWeber,Mau- rer von Biethingen, ist Gant erkannt, und Tagfahrt zum Richtigstellung-- und Vorzug-verfahren auf Mittwoch, den 20. März 1850, Vormittag« 10 Uhr, auf diesseitiger AmtSkanzlei festgesetzt, wo alle Diejenigen, welche auS was immer fiir einem Grunde Ansprüche an die Masse zu machen gedenken, solche, bet Vermeidung de« Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden, und zugleich die etwaigen Vorzugs- oder Unterpfand-rechte, weiche fie geltend machen wollen, zu bezeichnen haben, und zwar mit gleichzeitiger Vorlegung der Beweisurkunden oder Antretung des Beweise- mit andern Beweismitteln. Zugleich werden in der Tagfahrt ein Maffepfleger und ein Gläubigerausschuß ernannt, Borg- und Rachlaßvergleiche versucht, und sollen in Bezug auf Borg- vergleiche und Ernennung de- Maffepfleger- und GläubigerauSschuffeS die Nichterscheineuden als der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen werden. Blumenfeld, den 19. Februar 1850. Großh. bad. Bezirksamt. Weiß. >.696.(3)2. Nr. 2873. Waldkirch. (Schul- denliquidation.) Gegen Sonnenwirth Johann Baptist Rau von hier ist Gant erkannt und Tagfahrt zum Richtigstellung«- und Vorzug-verfahren auf Dienst ag, den 26. März 1850, Vormittag- 8 Uhr, auf diesseitiger AmtSkanzlei festgesetzt; wo diejenigen Gläubiger, welche aus was immer für einem Grunde Ansprüche an die Masse zu machen gedenken, solche bei Vermeidung de« Ausschlusses von der Masse, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden, und zugleich die etwaigen Vorzugs» oder Unterpfand-rechte, welche fle geltend machen wollen, zu bezeichnen haben, und zwar mit gleichzeitiger Vorlegung der Beweisurkunden oder Antretung de« Beweises mit andern Beweismitteln. Bei derselben Tagfahrt werden ein Maffepfleger und ein Gläubigerausschuß ernannt, und Borg- oder Nachlaßvergleiche versucht werden, mit dem Beisätze, daß in Bezug auf Borgvergleiche und Ernennung de- Maffepfleger« und GläubigerauSschuffeS die Nichtcr- scheinenden als der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen werden sollen. Waldkirch, den 15. Februar 1850. Großh. bad. Bezirksamt. Heimle. >.719.(2)2. Nr. 6566. Wald-Hut. (Schuldenliquidation.) Gegen Schmied Philipp Amana von Rheinheim haben wir Gant erkannt und zum Schuldenrichttgstellungs-und BorzugSverfahren Tag- sahrt auf Montag, den 11. März 1850, früh 8 Uhr, angesetzt. Alle Diejenigen, welche Ansprüche an die Gantmaffe machen wollen, werden hiermit aufgefordert, solche in der angesetzten Tagfahrt bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gantmaffe, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden, und zugleich die etwa geltend zu machenden Vorzugs- oder Unterpfandsrechte zu bezeichnen und ihre Beweisurkunden gleichzeitig vorzulegen oder den Beweis mit andern Beweismitteln anzutreten. In dieser Tagfahrt wird ein Maffepfleger und Gläubigerausschuß ernannt, auch wird Borg- und Nachlaßvergleich versucht, und die nicht erscheinenden Gläubiger sollen in Bezug auf Borgvergleich, Bestellung des Maffepflegers und GläubigerauSschuffeS der Mehrheit der Erschienenen bettretend angesehen werden. Waldshut, den 15. Februar 1650. Großh. bad. Bezirksamt. A ch e r t. vät. Götz >608.(3)2. Nr. 5675. Breisach. (Schuldenliquidation.) Gegen Laver KollroS, Krämer von Sasdach, haben wir Gant erkannt und zumRich- tigstellungs- und Vorzugsverfahren Tagfahrt auf Montag, den 8. April d. I., früh 8 Uhr, angeordnet, wobei alle Diejenigen, welche aus was immer für einem Grunde Ansprüche an die Gantmaffe machen wollen, solche bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden und unter gleichzeitiger Vorlage der Beweisurkunden »der Antretung des Beweises mit andern Beweismitteln ihre etwaigen Vorzugs- oder Unterpfandsrechte zu bezeichnen haben. Damit verbindet man die Anzeige, daß bei dieser Tagfahrt ein Maffepfleger und Gläubigerausschuß ernannt, Borg« und Rachlaßvergleiche versucht werden, mit dem Beisätze, daß in Bezug auf Borgvergleiche und Ernennung des Maffepflegers und GläubigerauSschuffeS die Nichterscheinenden als der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen werden. Breisach, den 20. Februar 1850. Großh. bad. Bezirksamt. Huber. vüt. Wertheimer, All. >.738. Nr. 1460. MeerSburg. (Schuldenliquidation.) Gegen Donatus Barth von Ittendorf haben wir unterm 3l .Okt. v. I die Gant, welche vom gleichen Tage an für eröffnet gilt, erkannt, und zum Schuldenrichttgstellungs- und Vorzugsverfahren Tagfahrt auf Samstag, den 6. April d. I-, früh 9 Uhr, angeordnet. ES werden deßhalb alle Diejenigen, welche au« was immer für einem Grunde Ansprüche an die Gantmasse machen wollen, aufgefordert, solche in der angesetzten Tagfahrt, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden, und zugleich die etwaigen Vorzugs - oder Unterpfandsrechte zu bezeichnen, die geltend gemacht werden wollen, mit gleichzeitiger Vorlegung der Beweisurkunden oder Antretung des Beweises mit andern Beweismitteln. In derselben Tagfahrt wird ein Maffepfleger und Gläubigerausschuß ernannt, und sollen Borg- und Rachlaßvergleiche versucht werden, wobei bemerkt wird, daß die Nichterscheinende» als der Mehrheit der Erschienenen bcitretend angesehen werden. Meersburg, den 19i Februar 1850. Großh. bad. Bezirksamt. Hamburger. vät. Riegel, A. j >.445.(3)3. Rr.5393. Emmendtngen. (Schuldenliquidation.) Gegen Jakob Storz, Taglöhner in Rimburg haben wir Gant erkannt und Tagfahrt zum Richttgstellungs- und Borzugsverfahren aus Mittwoch, den 3. April 1850, Vormittags 8 Uhr, angeordnet. Es werden daher alle Diejenigen, welche Ansprüche an die Gantmaffe machen wollen, aufgefordert, solche Vermeidung des Ausschlusses von der Gant, verbuch oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden, und zugleich die etwaigen Vorzugs- und Unterpfandsrechte zu bezeichnen, die geltend gemacht werden wollen, mit gleichzeitiger Vorlegung der Beweisurkunden oder Antretung de- Beweises Mit andern Beweismitteln. ^.2» derselben Tagfahrt wird ein Maffepfleger und GläudigerauSschuß ernannt, Borg- und Rachlaßver- gleiche werden versucht werden, und die Nichterschri- Druck der G. Braun »enden sollen in Bezug auf Boxvergleiche und Ernennung de« Maffepflegers und GläubigerauSschuffeS als der Mehrheit der Erschienenen bettretend angesehen werden. Emmendingen, den 5. Februar 1850. Großh. bad. Oberamt. E k e r t. >.447.(3)3. Nr.4523. Emmendingen. (Schul- denliquidation.) Gegen Martin Strauß, Taglöhner von Rimburg, haben wir Gant erkannt, und Tagfahrt zum Richttgstellungs- und Vorzugsverfahren auf Montag, den 18. März 1850, Vormittags 8 Uhr, angeordnet. ES werden daher alle Diejenigen, welche Ansprüche an die Gantmaffe machen wollen, aufgefordert, solche bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden, und zugleich die etwaigen Vorzugs, oder Unterpfandsrechte zu bezeichnen, die geltend gemacht werden wollen, mit gleichzeitiger Vorlegung der Beweisurkunden oder Antretung des Beweises mit andern Beweismitteln. In derselben Tagfahrt wird ein Maffepfleger und Gläubigerausschuß ernannt, Borg- und Nachlaßvergleiche werden versucht werden, und die Nichterscheinenden sollen in Bezug auf Borgvergleiche und Ernennung des Maffepflegers und GläubigerauSschuffeS als der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen werden. Emmendingen, den 4. Januar 1850. Großh. bad. Oberamt. E k e r t. >.446.(3)2. Nr.5391. Emmendingen. (Schuldenliquidation.) Gegen Andreas Link, Michaels Sohn, Bauer von Nimburg, haben wir Gant erkannt, und Tagfahrt zum Richttgstellungs« und Borzugsverfahren auf Montag, den 8. April 1850, Vormittags 8 Uhr, angeordnet. Es werden daher alle Diejenigen, welche Ansprüche an die Gantmaffe machen wollen, aufgefordert, solche bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden, und zugleich die etwaigen Vorzugs- und Unterpfandsrechte zu bezeichnen, die geltend gemacht werden wollen, mit gleichzeitiger Vorlegung der Beweisurkunden oder Antretung des Beweises mit andern Beweismitteln. In derselben Tagfahrt wird ein Maffepfleger und Gläubigerausschuß ernannt, Borg- und Nachlaßvergleiche werden versucht werden, und dieNichterschcinen- den sollen in Bezug aufB orgvergleiche und Ernennung des Maffepflegers und GläubigerauSschuffeS als der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen werden. Emmendjngen, den 24. Januar 1850. Großh. bad. Oberamt. E k e r t. > 443.(3)2. Nr.4547. Emmendingen. (Schul- denliquidation.) Gegen Georg Jakob Meier, Schreiner in Nimburg, haben wir Gant erkannt, und Tagfahrt zum Richttgstellungs- und Vorzugsverfahren auf Donnerstag, den 14. März 1850, Vormittags 8 Uhr, angeordnet. Es werden daher alle Diejenigen, welche Ansprüche an die Gantmaffe machen wollen, ausgefordert, solche bei Vermeidung dp« Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden, und zugleich die etwaigen Vorzugs- oder NnterpsandSrechte zu bezeichnen, ;die geltend gemacht werden wollen, mit gleichzeitiger Borlegung der Beweisurkunden oder Antretung de- Beweises mit andern Beweismitteln. In derselben Tagfahrt wird ein Maffepfleger und GläudigerauSschuß ernannt, Borg-und Nachlaßvergleiche werden versucht werden, und die Nichterscheinenden sollen in Bezug auf Borgvergleiche und Ernennung de« Maffepflegers und GläubigerauSschuffeS als der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen werden. Emmendingen, den 30. Januar 1850. Großh. bad. Oberantt. E k e r t. >444.(3)3. Nr.5076. Emmendingen. (Schuldenliquidation.) Gegen Altbürgermeister und Weber Andreas Jo ho von Nimburg haben wir Gant erkannt, und Tagfahrt zum Richttgstellungs- und Vorzugsverfahren auf Donnerstag, den 21.März 1850, Vormittag« 8 Uhr, angeordnet. Es werden daher alle Diejenigen, welche Ansprüche an die Gantmaffe machen wollen, aufgefordert, solche bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte schriftlich oder mündlich anzumelden, und zugleich die etwaigen Vorzugs- und Unterpfandsrechte zu bezeichnen, die geltend gemacht werden wollen, mit gleichzeitiger Vorlegung der Beweisurkunden oder Antretung des Beweises mit anderen Beweismitteln. In derselben Tagfahrt wird ein Maffepfleger und Gläubigerausschuß ernannt, Borg- und Nachläßver« gleiche werden versucht werden, und die Nichterscheinenden sollen in Bezug auf Borgvergleiche und Ernennung des Maffepflegers und GläubigerauSschuffeS als der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen werden. Emmendingen, den 5. Februar 1850. Großh. bad. Oberamt. Ekert. >.722.(2)2. Nr.5437. Säckinge». (Schulden- liquidation.) Gegen Fridolin Wehr' s Eheleute von NiedergebiSbach haben wir Gant erkannt und Tagfahrt zur Schuldenliquidation auf Mittwoch, den 20. März 1850, früh 8 Uhr, angeordnet. Sämmtliche Gläubiger werden daher aufgefordert, ihre Ansprüche an die Gantmaffe auf gedachten Tag unter gleichzeitiger Vorlage ihrer BeweiSurkunden oder Antretung des Beweises mit andern Beweismitteln mündlich oder schriftlich, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte anzumelden und etwaige Vorzugsrechte zu bezeichnen und zu begründen, bei Vermeidung des Ausschlusses von der dermaligen Masse. In der Tagfahrt sollen ferner über die Wahl eines Maffepflegers und GläubigerauSschuffeS verhandelt, auch Borg - und Nachlaßvergleiche versucht werden, bezüglich auf welche Punkte, mit Ausnahme eine- etwa 'schm Hofbuchdruckerei. zu Stande kommenden Nachlaßvergleichs, die auS- bleibenden Gläubiger als der Mehrheit der erschienenen bettretend angesehen werden würden. Säckingen, den 20. Februar 1850. Großh. bad. Bezirksamt. Gamber. >.721.(3)2. Nr.5331. Säckingen. (Schulden- liquidation.) Gegen das Vermögen de« flüchtigen Karl RoNiger von Nollingen haben wir Gant er- kannt und Tagfahrt zur Schuldenliquidation auf Freit.ag, den 22. März 1850, Vormittag« 10 Uhr, angeordnet. Sämmtliche Gläubiger werden daher aufgefordert, ihre Ansprüche an die Gantmaffe auf gedachten Tag, unter gleichzeitiger Vorlage ihrer Beweisurkunden oder Antretung des Beweises mit andern Beweismitteln, mündlich oder schriftlich, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte anzumelden und etwaige Vorzugsrechte zu bezeichnen und zu begründen, bei Vermeidung des Ausschlusses von der dermaligen Masse. In der Tagfahrt sollen ferner über die Wahl einer Maffepflegers und GläubigerauSschuffeS verhandelt, auch Borg- und Nachlaßvergleiche versucht werden, bezüglich auf welche Punkte, mit Ausnahme eine« etwa zu Stande kommenden Nachlaßvergleichs, die aus» blechenden Gläubiger als der Mehrheit der erschienenen bcitretend angesehen werden würden. Säckingen, den 19. Februar 1850. Großh- bad. Bezirksamt. L o s i n g e r. ,ckt. Fromherz, A. j. >720.(2)2. Nr.5436. Säckingen. (Schulden- liquidation.) Gegen Schreiner Joseph H a a S in Rikenbach haben wir Gant erkannt, und Tagfahrt zur Schuldenliquidation auf Dienstag, den 12. März 1850, früh 8 Uhr, angeordnct. . . Sämmtliche Gläubiger werden daher aufgefordert, ihre Ansprüche an den Gantmann auf gedachten Tag unter gleichzeitiger Vorlage ihrer BeweiSurkunden, oder Antretung des Beweises mit andern Beweismitteln, mündlich oder schriftlich, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte anzumelden, und etwaige Vorzugsrechte zu bezeichnen und zu begründen, der Vermeidung des Ausschlusses von der dermaligen Masse. In der Tagfahrt sollen ferner über die Wahl eines Maffepflegers und GläubigerauSschuffeS verhandelt, auch Borg- und Nachlaßvergleiche versucht werden, bezüglich auf welche Punkte, mit Ausnahme eines etwa zu Stande kommenden Nachlaßvergleichs, die ausbleibenden Gläubiger als der Mehrheit der Erschienenen dritretend angesehen werden würden. Säckingen, den 20. Februar 1850. Großh. bad. Bezirksamt. Gamber. >.754.(3)1. Nr.2239. Triberg. (Schulden- liquidation.) Gegen Sonnenwirth Chrisost. Kotz Wittwe von Triberg ist Gant erkannt, und Tagfahrt zum Richttgstellungs- und Borzugsverfahren aus Mittwoch, den 27. März 1850, Vormittags 8 Uhr, aus diesseitiger AmtSkanzlei festgesetzt; wo alle Diejenigen, welche aus waS immer für einem Grunde Ansprüche an die Masse zu machen gedenken, solche bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden, und zugleich die etwaigen Vorzugs« oder Unterpfandsrechte, welche fie geltend machen wollen, zu bezeichnen haben, und zwar mit gleichzeitiger Vorlegung der BeweiSurkunden oder Antretung des Beweises mit andern Beweismitteln. Zugleich werden in der Tagfahrt ein Maffepfleger und ein Gläubigerausschuß ernannt, Borg- und Nachlaßvergleiche versucht, und sollen in Bezug auf Borgvergleiche und Ernennung des Maffepflegers und GläubigerauSschuffeS die Nichterscheinende» als der Mehrhttt der Erschienenen bettretend angesehen werden. Triberg, den 21. Februar 1850. Großh. bad. Bezirksamt. Seidenspinner. > 619.(3)3. Nr. 8046. Rastatt. (Schulden- liqutdation.) Das Auswanderungsgesuch der Joseph Hoffarth Eheleute von Steinmauern betr. Joseph Hoffarth Eheleute von Steinmauern be- abfichtigen nach Amerika auszuwandern. Es wird daher Tagfahrt zur Schuldenliquidation auf Freitag, den 1. März d. I., Morgens 9 Uhr, anberaumt, und werden hiezu sämmtliche Gläubiger zur Anmeldung und Begründung ihrer Forderungen mit dem Bemerken vorgeladen, daß ihnen beim Ausbleiben nicht mehr zu ihren Forderungen geholfen werden kann. Rastatt, den 15. Februar 1850. Groß-, bad. Oberamt. Lang. >762. Nr. 7440. Bühl. (AuSschlußer- kenntniß.) Wer bis heute seine Forderungen in der Gant gegen die BerlassenschaftSmasse de- verstorbenen Gendarmen Bernhard Seiler von Oberbruch nicht angemelbet hat, wird damit ausgeschlossen. Bühl, den 19. Februar 1850. Großh. bad. Bezirksamt. O e - l. > 755.(3)2. Nr. 6292. Pforzheim. (Auf- fordcrung.) Nach Erlaß großh. Justizministerium« vom 14.1. M, Nr. 1784, soll einem weitern Schrift- Verfasser die Niederlassung dahier gestattet werden, und werden daher alle Diejenigen, welche fich um fragliche Stelle bewerben wollen, aufgefordert, innerhalb drei Wochen fich bei der Unterzeichneten Behörde anzumelden. Pforzheim, den 25. Februar 1850. * ° Großh. bad. Oberamt. F e ch t. vät. MathiS. >.736.(3)2. Nr. 1839. Konstanz. (Erledigte Stellen.) Bei diesseitigem Gerichtshöfe find zwei Stellen von Advokaten und Prokuratorcn erledigt, welche mit Genehmigung großherzoglichen Justizministerium-, zufolge Erlasses vom 14. I. M-, Nr. 1763, wieder besetzt werden sollen, Die Bewerber um diese Stellen werden daher veranlaßt, ihre Gesuche unter Vorlage der erforderlichen Zeugnisse innerhalb vier Wochen dahier einzureichen. Konflanz, den 18. Februar 1850. Großh. bad. Hofgericht de« Seekreises. K i e f f e r. vät. Sepfried.