Karlsruher Zeitung. Samstag, 21. Marz « 8 . Vorausbezahlung: vierteljährlich S fl.; durch die Post im Gebiete der deutschen Postverwaltung, Briefträgergebühr eingeschlosse«, Ssl. 7kr. Expedition: Karl-Friedrichs-Straße Nr. 14, woselbst auch die Anzeigen in Empfang genommen werden. Einrückungsgebühr: die gespaltene Petitzeile oder deren Raum 6 kr. Briefe und Gelder frei. L87L. Amtlicher Mil. zrinr Königliche Hoheit der Grogherzog haben unterm 42. d. MS. Madigst geruht, den Oberrechnungsrath Karl Fr alt zum NotariatSinspektör zu ernennen. Wicht-Arntlich« Weil. Telegramme. -j Berlin, 19. März. Der Reichstag setzte die zweite Lesung des Preßgesetzes fort und nahm die 88 13 bis 16 nach den Anträgen der Kommission au. Bei 817, ber den Reichskanzler ermächtigt, ausländische Blätter «ach zweimaliger Verurtheilung auf 2 Jahre zu verbieten, beantragte der Abg. Sonnemann Streichung des Paragraphen. Der Abg. Gerber klagt über die Strenge der gegen die französischen Blätter in Elsaß-Lothringen geübten Zensur und will die Befugnisse des Verbots auf 6 Monate beschränkt wissen. Graf Arnim (Präfekt von Lothringen) tritt für die Regierung ein und «eist nach, baß alle und jede Unzufriedenheit in den RetchSlauden von der französischen Provinzialpresse geschürt werde, und daß die Regierung ohne das jetzige, auf französischer Gesetzgebung beruhende Verfahren nicht auskommen könne. 8 17 »ird darauf angenommen, ebenso die §8 18 und 19, letzterer, welcher das Verbot der öffentlichen Aufbringung von Geldstrafen für strafbare Handlungen enthält, bei namentlicher Abstimmung mit 158 gegen 148 Stimmen. Nächste Sitzuug Samstag. Morgen findettnderMilitärkommission diezweile über die ersten 4 prinzipiellen Paragraphen des gesetzeS statt. -j- Berlin, 19. März. Die „Nordd. Allg. Ztg * schreibt Aber das Befinden des Reichskanzlers vom heutigen Nachmittag: Der Fürst hat bis 1 Uhr gut geschlafen, die Schmerze» find erträglich. Die Zunnahme der Kräfte ist, »venu auch keine große, so doch eine stetige. Appetit fehlt «och sehr. sj- Aachen, 18. März. In der beute stattgehabten Generalversammlung der Aktionäre der Aachener Bank für Handel und Industrie wurde die Liquidation der Gesellschaft einstimmig beschlossen. j-f- Braunschweig, 18. März. Bei der zweiten Lesung des Landtags-Wahlgesetzes in der heutigen Sitzung der Landesversammluug wurden die Paragraphen 2 und 5 der Vorlage betreffend die Einführung des allgemeinen direkten und geheimen Wahlrechts in namentlicher Abstimmung mit 26 gegen 16, resp. mit 28 gegen 14 Stimmen abgelehnt und sämmtliche vermittelnde Anträge ebenfalls verworfen. -j Wien, 19. März. In der gestrigen Sitzung des Ver- tvaltungSrathS der Bodenkredit-Anstalt wurde die Bilanz vorgelrgt. Dieselbe konstatirt nach bedeutenden Ab» schreibungen den Verlust der Reserven sowie de- Gewinnes pro 1873. Der s. Z. gebildete Garanttefonds von 9 Mtll. wkd nur mit einer relativ bescheidene» Ziffer in Anspruch genommen. — Die „Presse* enthält ein Telegramm aus Paris, wonach das zwischen Sadik Pascha uud der Gruppe <8 Aoh« Carl,»«. (Fortsetzung aus Rr. 67.) Einstaus öffnete dm Schreibpult, nahm das vriefchm heraus uud gab er Earltzon. .W.ssm Sie, von wem e» ist»' fragte Earlpou. »Ja, ich kmue die Handschrift', erwiederte Earstair«. »Dl« ganze Welt könnte «S lesen,' sagte Earltzon; .wenn Sie da» nächste Mal eine Einladung zum Diner erhalten, so wird diese in denselben Worten abgefaßt sei», und doch ist's mir da« Thenerste, was ich besitz-. Es sind die ersten und letzt« Worte — jene« Sine ausgenommen, da« Sie kennen — welche ich je von ihr «hielt» Gott segne st-'» fügte er mit tiefem Einst und unsäglich« Innigkeit leise hinzu. »Und wenn ste käme. um Sie an Zhrer kranke« Schwester Stelle «nd auf deren ausdrücklichen Wunsch zu pflegen, war würden Sit dazu sagen»' »Ich würde sag«, daß d« Himmel ein Wunder gethan und einen Kagchmit eine« »o« leibhaftigen Satan au-gestrLleo Empfehlung«» schreiben gesandt hat.' »Ctl St! Mr. Tarltzsn,' sagte Agnes hinter dem Vorhang hervor» irueud, »thun Tie Ihr« Schwester nicht Unrecht. Gott hat ihr har» , te« Herz gerührt, wie « da« Ihrige gerührt hat, und ste liebt Sir And ist auch meine Freundin geworden.' Sin leuchtender Ausdruck der höchsten Glückseligkeit breitete sich über Earltzon'« Gesicht — « wollte sich rasch aufrichte«, ab« die An- flreugung überstieg seine Kräfte und « sank mit einem leisen Stögnen die Kiffe« zurück. .Vergessen Eie nicht, «eine junge Dame,' sagte Earstair» strenge, »daß Sie di« Pflegerin Earltzon'», nicht eine Pliesterin find. Ich will Am solche« Gespräch mehr hören, wtuigften« nicht für die erste Zeit.' Agvet gehorchte ihm — Schwester AgneS — wie Earltzon sie von -dun an während ihre« Amte« al« Wärterin nannte. der Banque de Paris abgeschlossene Geschäft über 40 Mill. Francs gestern ratifizirt worden ist. j- Bern, 19. März. Der BundeSrath hat da- Gesuch der Ursulinerinnen in Pruntrut, die von der Berner Regierung verfügte Aufhebung ihres Klosters zu siftiren, abgewtesen. -j Louhon, 19. März. Die „Times* meldet: Sadik Pascha wird sich nächste Woche nach London begeben, um diejenigen finanziellen Reformen auszuführen, durch welche er dem Kredit der Türkei eine solide und feste Grundlage zu sichern hofft. Sein verlängerter Aufenthalt in Paris ist durch Unterhandlungen wegen Regelung verschiedener Fragen bezüglich der Anleihe von 1873 veranlaßt. Deutschland. » Straßburg, 19 März. Wie viele der elsaß-lothringischen ReichStagS'Abgeordneten sich in der Heimath befinden, ist bereits leichter zu berechnen als die Anzahl der in Berlin verbliebenen. Mit dem heutigen Nachmittagzuge von Weissenburg traf auch Hr. Bischof RLß wieder hier ein, wo ihn im Bahnhof« zwei Kleriker erwarteten und in de- Bischofs Wagen nach dessen Wohnung geleiteten. Auffallende Anzeichen von Krankheit traten nach dem Berichte unseres Gewährsmannes an der äußeren Erscheinung des greisen Prälaten nicht hervor. Auch Hr. Deutsch hielt sich letztere Tage hier auf uud hatte mehrfache Besprechungen mit seinen Gesinnungsgenosse«. Der Entschluß, nach Berlin zurückzukehren, scheint aus desselben nicht hervsrge- gangen zu sein. U. München, 19. März. Aus Deggendorf berichtet der „Donaubote": In Folge eiues AuSschutzbeschlusseS hat der Vorstand des bayrisch-patriotischen Bauernvereins, Hr. Baron v. Hafenbrädl, an die dem Bauernvereine auge- hörigen 18 Mitglieder des Reichstags in Berlin ein Schreiben gerichtet, worin er die Gesinnungen des Bauernvereins gegenüber der „Kircheuverfolgnng" in Preußen und gegenüber dem sichtlichen Bestreben, die preuß. Kirchengesetze auch auf Bayern auszudehnen, zum Ausdruck bringt. — Der Bürgerverein zu Augsburg hat im Benehmen mit Mitgliedern der liberalen Partei beschlossen, zur Vorfeier des Geburtstags drS Deutschen Kaisers am Samstag den 21. dS. MtS. Abends eine Festversammlung zu veranstalten. ---- Berliu, 18. März. Sitzung de- Reichstags. Die heutige Berathnng des Preßgesetzes i« Reichstage gelangte in fünfstündig« Debatre von 8 6 bis 8 12 inkl. Die D-batte war sehr animirl und sefselre die Dkputirten durchweg in hohem Grade; sogenannte.Frühstückspause»' traten fast nie ei». Ei-ie sehr eingehende Debatte rief schon gleich zu Anfang der 8 6 hervor. Zu demselben war eine ganze Reihe von Amendement« eingegangen, u. a. eins von hem Abg. Parisins, welches die Bestimmung beseitigen sollte, daß auch der Verleger auf der Druckschrift genannt werden müsst. Dasselbe wurde trotz einer glücklichen AdLnd-ruug durch den vr. HLael, mit welcher sich du Antragsteller einverstanden erklärte, abgrlehnt und statt Hessen der 8 6 der KommisstouSfastung mit einem kleinen Amendement Wiggers (statt des .Namen»' von Verleger und Drucker die .Bez ieh, nung' derselben zu verlangen) angenommen. Zu dem 8 welcher von cer V raatwsttlichkeit der P isse handelt, lagen wieder zahlreiche Amendements vor. Die kommvfion hatte dir Theilung der Verantwortung auch in dem Falle für zuläsfig erachtet. Nach mehrere» Tagen kam Mr». Newwan, Earltzon'« Schwester, uud Earstair», überzeugt, daß nun sein Freund in »e« Händen der beide» Pflegerinnen uud eine« der ersten Lerzte London'» ,o gut al« nur möglich aufgehobt» war, begab sich nach Mellor zurück. Early»» erholte sich rasch von seinen Wunden, aber obgleich « sich täglich kräftiger fühlte, hielt er sich doch für einen verlorenen Menschen. Seine Herzbeklemmungen waren in dm letzten Tagen s» häufig gewesen, daß « nicht zweifeln konnte, daß seine Tag« gezählt seien, und auch Agnes war dieser Meinung, weßhalb sie, sobald Earltzon'» Befind-« es gestattete, das Gespräch »ft aus das religiöse Gebiet lenkte. Sie la» ihm au- dem kleinen Buche vor, da« die Ursache sein« wunderbaren Rettung gewesen war, und hatte nur eine» Wunsch, nur eine« Gedanken: Earltzon zu gewinn«, ab« nicht für sich, sondern für den Himmel. Da« Benehmen der Beiden während de« täglichen Verkehrs war nicht da- zwei« Liebenden, die mit frohem, hoffnungsvollen Herzen dem sehnlichst gewünschten Ziele — ihr« Beeeinigusg — entgegen gehen, sondern da« zweier treu ergebenen Freund«, die wissen, daß ste von einander scheiden müssen, daß sie nur noch kurze Zeit beisammen sein können und sich mit «oster Hriterkeit dies« Stunden erfreuen. Kapitel XXVIU. Al« Earltzon wohl genug war, um ans dem Eopha lieg» zu können, und seine Mahlzeiten mit dem Heißhunger eine« Rekonvaleszenten verschlang, erklärte ihm vr. Marti«, sein Arzt, daß mmmehr sein Amt bei ihm zu Ende sei. .Ich komme nie irgendwo hin, w» ich nicht wirklich »Schtg bi«,' sagte derselbe, .und nach mein« »nstcht find Eie vollständig kurirt und gesund wie der Fisch im Wasser. Wenn Eie übrigen« noch gern läng« mediziniren, jo will ich Jhnm «am Arzt schicken, d« Ihnen so lange Pille» und Mixturen ««schreibt, al« Sie welche nehmen wollen. Za meinen Augen find Sie kurirt.' .Kurirt von mein« Wunde,' erwiederte Sarlyoa langsam; »ja, ich wen» die Thätigkeit der einzelnen Redakteure für die einzelnen Thefl« d« Druckschrift nicht klar »«liegen würde, eben deßhalb ab« jtde» einzelnen Redakteur in dem gedachten Fall« für den Gesammlinhalt d« Druckschrift vrrantworilich machen wollen. Segca diese Fass mg un» sür Wiederherstellung der Regierungsvorlage sprachen mit groß« Wirkung die Nbzg.vr. Wolffson und vr. Wehrenpfenriig, während die Kommiss,onssaffung von dm Abgg. vr. Br au« und Klöppel veitheidizt wurde. Schließlich erhielt ein Amendement vr. S ch w a rz e'N die Mehrheit, welche« au« beiden Fassungen die klareren Bestimmungen herausnahm und demgemäß die Benennung mehrerer Personen al« verantwortlicher Redakt «re nur sür den Fall al« zuläsfig bezeichnet, dast die ausschließliche Verantwortlichkeit eines der genannte« Redakteure sür je einen Theil d« Druckschrift sich mit Bestimmtheit ei schm läßt» 8 8, der jede Zirkuli'nag voa Druckschriften, welche ten Vorschrift«» der 88 6 und 7 nicht mtsp rechen, »erbot, fiel auf dm durch sehr sachgemäße Ausführungen unterstützten Vorschlag brr Rbzp. Vr.v. Schulte und vr. Wehreupfennig mit Zustimmung de» Kommission»- Referenten vr. Marquardsen hinweg. Zu dem 8 9, welcher die Herausgabe von Druckschriften nur unbescholtenen Personen gestattet, hatte« die sozialistischen Abgeordneten Hasenclever, Hasselmann und Reimer eine» Zusatz beantragt, demzufolge Redakteure und Herausgeber keinerlei Unterstützung von Regierung»- und sonstige» Behördm erhalten dürften. Abg. Hasenclever vertheibigte dies» Zusatz in et«« längeren R:de. Für dm Aatrag erhoben sich nur die Sozialisten und einige wenige Ultramontane. 8 11 wurde unverändert angenommen, große Debatten gab e« dagegen zu dem von der Aufnahme der Berichtigungen handelnde» § 12. Zu diesem lag wieder eine Menge von Amendements vor, gegen welch« der Referent vr. Marquardsen und der Abg. vr. Elben di« Kommisfion»fafsung sehr beredt in Schutz nahmen und die Nothwendig- keit einer Schranke für dm BenchtigungSzwaug zum Schutze der Redakteure nachwiesen. Sehr wirksam in derselben Richtung sprach »och Abg. vr. B amberg er. Eia Amendement Ackermann, welches de» Redakteuren jeden Zusatz zu der Berichtigung untersagen wollte; wurde gegen die Stimmen der beiden konsnoativen Fraktionen uud einig« Ullramontauen abgrlehnt. Dagegen gelangten ein Antrag Weigel, wonach sür die Berichtigung derselbe Druck, und ein Aatrag Bähr» wonach für dieselbe ihunlichst der gleiche Umsang wie sür den Angriff uoihwmdig find, mit großm Mehrheiten zur Annahme, eben so der ganz- auf diese Weis« »mendirte Paragraph. Um 4 Uhr vertagte sich das erschöpfte Hau«. * Berlin, 18. März. Die „Provinz. Korresp.* erblickt in der Haltung der namhaftesten Organe der liberalen Presse in der Militär-Frage mit eine Bürgschaft für eine befriedigende Lösung dieser so überaus wichtig« legislativen Angelegenheit. Da« Blatt äußert sich darüber folgendermaßen: Während sie parlamentarische Beratung der Militär-Frage zunächst innerhalb der Kommission vor sich geht und über dm Verlauf derselbe», sowie über die Stellung der Parteien zu d-n wichtigen dabei verhasm detleu Frage» nur allgemeine Andeutungen in die Oeffemlichkest gelangen, widmet di- gesammte Presse d-r Erörterung dies-r beb.utmdste« unter den Aufgabe» de» Reich«tage« uoabläsfig di« höchste Beacht»»^ Unter dm Gründer», aus welche sich »teZav-rstcht auf ein«, schließ lichen erwünschren Erfolg dir schändenden Berathungen stützt, fällt «»- mmtlich die patriotische und besonnene Haltnug in» Gewicht, welch« die Presse der gemäßigt liberalen Partei in dieser Angelegenheit vs» ersten Augenblick unausgesetzt bewahrt hat. Alle bedeutenden liberale» Blätt« in Berlin wie in den Provinzen, am Rhein wie in Schlesier^ in Sachsen wir in Hannover uns Hessin, in dm Hansestädte« wie i« Frankfurt und Südoemschland habe« da» Zustandekommen de« wichtige» fühle, da» bin ich, Dank Zhr« Kunst. '» ist nur schade,' fügte er mit seinem gewohnten saiyrischrn Lächeln hinzu, .daß der so gut vom Ihnen geflickte Körper nicht noch eiue Z illang hält.' .Wie meine» Sie da«?' fragte der Aizr «staunt. .Jenun, weil ich eben mit uuinem Herzleiden, wie mir Earstair- off« wittheiltr, nur noch garz kurze Zeit zu reden habe, ja, wer weiß, otz. ich dm morgige« Lag noch sch-I' füg« er sinnend hinzu. .Mit Ihrem Herzleiden? »ch, so hat der sonst so tüchtig- aber eigm- stnnige Earstair« noch immer die Ansicht, die er schon al« junger A-z tz hatte, daß alle Menschen an angin» xaotoris st-rbrn wüsten. Er glaubte nämlich schon als Student, daß sogar Solche, die gar keim Herz hatte«, wie unser Spitalaufsehrr — .io wüster roher Geselle, ei» Halbwilder — Herzfehler hätte«, und wir nannte» ih« nur ^ogi»» h'arstairs.' Zum erstenmal seit seiner Verwundung richtete sich Earltzon gerade auf und rief in erregtem Tone: ,O Sir, erwecken Sie keine falsche Hcfsnung tu mir — gerade i» diesem Mommt fühle ich an dem wilden Pochen «eine« H«z»», dich Earstair« recht hat.' .Mit seiner Behauptung, daß Sie in 14 Tagen rin lodter Man« wäie»? Das war ja, wie Miß Erawsord mir sagte, sei» erfreuliche» Proguostikon, und doch Hab« Ste keiom geringen Appetit sür riu» post mortem.' .Sie wollen doch nicht etwa behaupten, daß ich kein Herzübek habe?' .Nein, mein lieber Sir, da« will ich nicht; nach de« häufige» Wechsel Ihrer Farbe und den Schmerzen in der Seite, über welche Sie klage», biu ich sogar geneigt, anzuoehmen, baß Sie eine» Herzfehler haben,' sagte der Arzt ruhig. .Wenn ich ba« Hörrohr auweu» bete, so könnte ich Jhnm da« sogar mit Bestimmtheit sagen, allein die« gehört nicht in meinen Ressort. Wollt« Sir ab« meinen R M Gesetze« auf dm Grundlagen der Reich-Verfassung fort und fort al« «ko dringende Nothwendigkeit erklärt und mit vollem Verträum die »„«gleichung der noch vorhandenen Schwierigketten iu Aussicht genommen; — fie olle haben mit voller Entschiedenheit die grundsätzliche« Gegner der Vorlage bekämpft, welche theil« unter dem Vorwände de« Budgetrechts, theil« unter Auffrischung de« allen Streite« um die Dienstzeit die beabsichtigte Feststellung der Friedensstärke der Armee zu vereiteln suchen. E« dürste Angesichts der nahe bevorstehevden Entscheidungen nicht ohne Bedeutung fein, diese Lcht patriotische Stellung der liberalen Presse bmch einige Auszüge näher darzulegen. Die „ Provinzial-Korrrsp." führt nun durch eine Reihe von Zitaten aus dem „Hamb. Korrespondenten", der „Breslauer Ztg.", der „Weser-Ztg.", der „National-Ztg.", der »Hessischen Morgenztg." u. a. den Beweis für ihre Auffassung, um dann mit folgenden Worten zu schließen: Diese Stellung der liberalen Presse und vor; Allem der ernst patriotische Geist, au« welchem alle diese Aeuhermigen hrrvorgehen, dürfen i» der Thal als Bürgfchaft dafür gelten, daß die Vereinbarung zwischen den Bundesregierungen und der Mehrheit de« Reichstages gelingen werde. * Berlin, 18. MLrz. Die Frage wegen Ausschließung der österreichischen Thaler von den öffentlichen Zahlungsmitteln beschäftigte die zustehenden Ausschüsse des Bun- desrathS, ist aber auch dort nicht znm Austrage gekommen, da die Meinungen über die Einziehung dieser Münzen noch Hu weit auseinandergehen, und Vorschläge, diese Münzen auf Reichskosten ernzuzichen, noch der Entscheidung harre», welche indessen wohl schon in der nächsten Bundesraths- Sitzung zu erwarten steht. UebrigenS hat der BundeSrath letzt den größten Theil der ihm unterbreiteten, für die jetzige Reichstags-Session bestimmten wichtigen Vorlagen sowohl in den Ausschüssen, als auch im Plenum erledigt.— Zn Sachen des Erzbischofs Grafen Ledochowski wird die öffentliche Verhandlung des kirchlichen Gerichtshofs am 15. April stattfinden. — Wie die „Pos. Ztg." meldet, hat der Erzbischof nunmehr, nachdem das Posen« Appellationsgericht es abgelehnt hat, fernerweit mit dem Dekan Fabisz, welcher Namens des Erzbischofs die Eingaben um Zulassung eines KaplanS und sonstige Anliegen Unterzeichnete, zu korrespondiren, ein Schreiben an den Minister um Gewährung seiner Wünsche selbst unterschrieben. B Berlin, 19. März. In dem Befinden des Reichskanzlers und Ministerpräsidenten Fürsten v. Bismarck zeigt sich eine langsam fortschreitende Besserung. Die nervösen Fußschmerzen find zwar noch nicht ganz verschwunden, Irrten aber in wesentlich vermindertem Grade aus und stören nur noch wenig den nächtlichen Schlaf. In Folge dieser Minderung der KrankheitSerschetuungen macht sich eine Zunahme der Kräfte bemerkbar. — Von Seiten des RetchS- kanzler-Amts ist dem Reichstag eine Vorlage zugegangen, in welcher die Bewilligung von Mitteln zur Erwerbung eines eigenen Grundstücks für die deutsche Botschaft in Wien beantragt wird. Oesterreichische Monarchie. W Wien, 19. MLrz. Die Mehrzahl der Bischöfe Hst Wien bereits verlassen. Mit den Verhandlungen im kon- sesstonellen Ausschuß des Herrenhauses haben selbstverständlich nur die drei kirchlichen Würdenträger zu thun, welche in diesen Ausschuß gewählt worden. Die öffentliche Debatte aber, an deren generellem Theil sie sich in ausgiebigster Weise betheiligen werden, wird erst nach denOster- setertagen ihren Anfang nehmen. Aus St. Petersburg kommt eine Ordensverleihung, welche mehr vielleicht als manches Andere die Natur der Beziehungen zwischen Oesterreich und Rußland charakteri- sirt. Feldzeugmeister Baron Kuhn, Reichs-Kriegsminister und der Schöpfer der Reorganisation des österreichischen Heerwesens, ist, obgleich er sich nicht mit in St. Petersburg befand, mit dem Alexander-Newski-Orden de- korirt worden. Die traurige Erscheinung, ein Mitglied des Herrenhauses auf der Anklagebank zu sehen, soll uns nicht erspart werden. Graf Wickenburg wird, mit Ermächtigung des Hause-, vom Landesgericht wegen schuldbarer Crida in Untersuchung gezogen. anuehme», so würde ich Ihnen vr. Trolope schicken, der «ehr weiß über Herzleiden, als irgend ein Arzt in Großbritannien." .Wenn Sie glauben," sagte Carlpon, .daß eire Konsultation von irgend einem Nutzen sein könnte —" -Ich glaube dies durchaus nicht," sagte der Arzt; .ein Duell ist aber auch von keinem Nutzen und doch nerint e« Zedermann «ine Genug thuung. -Jedenfalls entscheidet e« die Sache auf die eine oder andere Art." (Fortsetzung folgt.) — Der erste Todesfall, den ein Mauser-Gewehr veran. laßt hat, ist in Berlin vorgekommen. Ja der Nacht znm Dienstag «schoß fich >m Saale de» PnlverlaboratoriumS bei Moabit ein Soldat der 8. Kompagnie de« Garde-FüsilierregimeutS. — Der .Hann. Cour." schreibt: .Allen Lesern ultramontamr Blätter ist bekannt, mit welchem^ngrimm und wrlcher Ausdauer dieselben auf die Freimaurer schimpfe» und den Bund derselben wieder und immer wieder als eine Verschwörung gegen di- Kirche, da« Christenthum und die Religion, als die Quelle aller Verfolgung und Maßregelung de« römischen Katholizismus, als Urheber uud För- derer aller antiklerikalen Pläne, kurz, ungefähr als dm leibhaftigen Antichrist daistellev. Ob fie wohl wissen, die HH. Sigl und Ma- jaule, «a« da« .Bolletim »sficial do Grande Oriente Lufitans Unido". da« Organ de« Grotzorient- von Portugal, weiß? In der Juli- Nummer de« »origen Jahre» begegnen wir der interessanten Nachricht, daß io Folge der BerdammimgSurtheile, welche vom Vatikan wieder, holt gegen die Freimaurer und ihre Tendenzen au-gesprochrn worden find, «ine Loge in Sicilie» fich veranlaßt gesehen hat, »itzutheilen daß fie vor einige» Jahrzehnten dm Bruder Johann Mastai- Feretti — jetzt Papst Pio Nono — in ihre Gemeinschaft ausgenommen hat. Diesem Dokument ist ei» Porträt de« abtrünnigen - Bruder« in maiirerischrr Bekleidung beigefligt." Frankreich. j-j- Versailles, 18. März, Abends 8 Uhr. Nationalversammlung. Nachdem die Sitzung wieder ausgenommen, rechtfertigt der Herzog v. Broglie da« Maire-Gefetz und fügt hinzu, daß die Nationalversammlung dem Marschall Mac-Mahon die Exekutivgewalt unabänder. lich aus 7 Jahre übertragen habe, und daß während diese« Zeitraum« jede Diskussion über dieselbe auSgefchlossen sei. Die Nationalversammlung habe Frankreich hierdurch die Sicherheit geben wollen, daß e« während de« Septeunat« nicht der Schauplatz von Machistreitigkeiten sein dürfe, fie habe Europa zugleich verfichern wollen, daß rS während dieser 7 Jahre mit einem Manne zu uuterhandeln habe, dessen Loyalität unbestreitbar sei. Diese Thalsache habe eine höhere Bedeutung al« die .platonische Proklamation der R-pudlik". Im Nebligen seien die konstitutionellen Arbeiten der Nationalversammlung Vorbehalte». Die Regierung werde fich dabei betheiligen, indem fie unverweilt den Gesetzentwurf über die Bildung einer Zweite« Kammer vorlegen werde. Dm Gewalten de- Marschall Mac-Mrhoa werde die Regierung in jedem Falle Achtung zu verschaffen wissen, von welcher Seite auch etwaige Angriffe gegen dieselben erfolgen sollten. Auf die hierauf folgende Bemerkung de« Deputieren Cazenove de Pradtne (äußerste Rechte), welcher für die Nationalversammlung das Recht in Anspruch nimmt, die Moaarchie wiederherstellen z» können, ohne dabei an einen, wenn auch gesetzl'ch bestimmte» Zeitraum gebunden zu sein, erklärt der Minister des Innern, daß die persönliche Meinung de« Deputieren Cazenove de Pradine in keiner Weise die Regierung verpflichten könne. Der nächste Redner Lepöre (Linke) verlangt hierauf angesichts der von verschiedenen Seiten gestellten Vertagungeanträze weitere Erklärungen von der Regierung, und beantragt ferner die Annahme einer Tagesordnung, worin die Versammlung ihrem Mangel an Vertrauen zu dem Ministerium Ausdruck gibt. Nachdem noch da« linke Zentrum eine andere Tagesordnung, durch welche ein Tadel gegen das Ministerium ausgesprochen wird, vsrgrschlagcn, wird schließlich dir einfache Tagesordnung mit 380 gegen 318 Stimmen, also mit einer Majorität von 62 Stimmen für die Regierung, angenommen. Vor der Sitzung rechnete mau in den Kreisen der Opposition so bestimmt auf eine« Steg, daß dort schon eine neue Minist erliste zirkulirte, die wir als Kurissum «übergeben wollen. Vizepräsident des Kabinets und Minister de» Innern: Dusaure; AeußereS: Herzog DecazeS; Finanzen: Leon Say; Justiz: Verenger; Unterricht und Kultus: Fourton; Oeffenlltche Arbeiten: Waddington; Handel: Deseilligny; Marine: Dompierre d'Hornoy; Krieg: General Chanzy. Baris, 19. MLrz. Wie wir aus dem „Journal osficiel" ersehen, betrug die RegierungSmajorilät genau 60 Stimmen, indem die einfache Tagesordnung mit 370 gegen 310 Stimmen angenommen wurde. Die anwesenden Bonapartisten: Galloni d'Jftria, Levert, Hasnt- jeus, SenS u. s. w. stimmten sämmtlich für die Regierung; deßglcichcn die äußerste Rechte mit Ausnahme der bekannten fünf Fanatiker: Marquis v. Franclieu, du Temple, Corrmtier-LuciniereS, Gras TrLville und Baron Vast-Vimeux, die sich aber auch nur der Abstimmung enthielten. Das Resultat war mithin genau dasselbe wie in der Abstimmung vom 6. d. M. über die Interpellation Christophle; der Angriff war wiederum ein vollstänvtger Schlag in's Wasser. Die „Ripublique srancaise" will dies freilich nicht zugeben. Sie behauptet, daß die gestrige Debatte die Regierung und die Majorität der Nationalversammlung auf's neue ihrer vollkommenen Ohnmacht überführt hätten; dann fährt sie in der abgeschmacktesten Selbst- beräucherung fort: Auf einen parlamentarischen Sieg hatten wir nie gerechnet. Worauf e» uns ankam, da« war, daß unsere Grundsätze, unsere Ideen, unsere Beschwerden, welche die gesamwte republikanische Presse mit un« theilt, mit dem einer so großen Sache würdigen Ansehen und Glanze aus die Tribüne gebracht würden. In dieser Hinsicht sind alle unsere Wünsche erfüllt worden. Unser Freund Ehallemel-Lacour hat gellem eine jener Reden gehalten, welche der Tribüne eine« großen Volke« zur Ehre gereichen. Es gibt in den Annalen der Parlamente viele berühmte Blätter, aber kein schönere«, kein hinreißenderes, kein «Lchtige-es. Die Beredtsamkeit, welche diese'Höhe erreicht hat, wird der herrlichste Ausdruck des menschlichen Gedanken«. Jene unermeß lichen, tiefen Massen, welche die republikanische Nation ausmachen, werden diese Rede lesen und wieder lrsm, auswendig lerne» und überdenke«. Ohne noch etwas zu ihrem Lobe hinzuzufügen (sie), wollen wir uns nur erlauben, dem großen Redner, der uns einen solchen Dienst geleistet hat, die aufrichtigen Huldigungen unserer Bewunderung und Dankbarkeit darzubringen. DaS soll nun eine republikanische Sprache sein: ein Höfling Ludwig'« XIV. hätte zu de« großen König nicht anders gesprochen. Man lese die Rede des Hrn. Ehallemel- Lacour im „Zourn. osficiel" nach und man wird einen in der Form unleidlich schwülstigen, wenn auch sprachlich korrekten Vortrag und im Inhalt den stümperhaftesten parlamentarischen Angriff finden, den man sich nur denken kann. Statt das Ministerium zu isoliren, jagt er ihm förmlich die schwankende« Legitimisten und Bonapartisten in die Arme; statt dem Herzog v. Brsglie positive Thatsachen vorzuhalten, ergeht er sich in hohlen Deklamationen, auf welche der Minister dann mit der unschuldigsten Miene von der Welt entgegen kam; er verstehe nicht recht, worum eS sich denn eigentlich handle. Das nennen die Schleppträger von der „Reupublique fravyaise" den „erhabensten Ausdruck des menschlichen Gedankens!" Im Verfolg der gestrigen Sitzung hat der Marschall Mac-Mahon ein Schreiben an den Herzog v. Broglie gerichtet, welches morgen im „Journ. osficiel" erscheinen soll. In diesem Briefe erklärt sich der Präsident der Republik mit den gestrigen Auslassungen des Premierminister- vollkommen einverstanden und bestätigt die darin gegebene (?) Erklärung des Septennats als die einzig richtige. Man glaubt, daß die Nationalversammlung Ende nächster Woche ihre Ferien werde antreteu können. — Ftnanzmintster Mag ne befindet fich besser. — Im „Journ. offic." wird noch vor Ende dieser Woche da» Dekret erscheinen, durch welches die Wähler des Rhone Departements zur Ernennung eines AK geordntt l, au Stelle des Hrn. Ranc einberufen werden. —. Der Jahresiag des 18. MLrz (Commune-Aufstand) ist ^ ganz Frank,ch ohne irgend weiche äußere Störung vor- übergegangen. Der „Ü-uverS", welcher heute zum ersten Mal Wiede« erschienen ist, theilt ein Breve mit, welches der Papst an „unser? lieben Sohn Louis Veuillot" als Erwiederung auf die Anzeige, daß und weßhalb der „UniverS" auf zwei Monate suspendirt worden, gerichtet hat. Hr. Rou^ier hat nun ebenfalls sein Rundschreiben an die Wähler der Gironde erlassen. Darin heißt e-: ! Ich w^re :« de» republikanischen Vertretern, dir Ihr seit dem 24 Juli 1872 brr Reihe nach ernannt habt, die Auflösung der Na» tionalversümmlung verlangen, welche Hr. Thiers so treffend eine, „Akt de? Bein . fr" genannt Hai, zuzicich die unverkürzte Beibehaltung de« direkten allgemeinen Stimmrecht« und die d fiitttive Einführung der Republik, o-elch. rie einzige Bürgschaft des Fortschritts, der Ordnung und de« Frieder,« ist. Ich werde mit meinem Votum die Rückforderung aller unserer Freiheiten unterstützen: der Gemeindefceiheit, der Glan» benssreiheir durch die Trennung des Staats von Le» Kirchen, de« Vereinsrechts und der Preßfreiheit, ohne welche alle andern Freiheiten nur eine fragliche Existenz haben könne». Zn der Haute-Marue soll nun ebenfalls, und zwar in der Person des Hrn. Chauchard, eines ehemaligen Abgeordneten des Kaiserreichs, ein bonapart ist ischer Kandidat austreten. Großbrita««ierr. j-j- London, 19. März. Das Parlament ist heute Nachmittag 2 Uhr durch eine Kommission im Namen der Königin eröffnet worden. Die Thronrede hebt die außerordentlich freundschaftlichen Beziehungen zu allen auswärtigen Mächten hervor und betont, daß England den Einfluß, den ihm diese freundliche Stellung zu allen auswärtigen Mächten gewähre, zur Aufrechterhaltung des Frieden» und zur getreuen Beobachtung der internationalen Verpflichtungen geltend machen werde. Die Vermählung des Herzogs von Edinburg mit der Großfürstin Marte sei nicht nur für die Königin selbst eine Quelle höchsten persönliche» Glückes, sondern bilde auch ein festes FremrdschaftSbantz zwischen den beiden großen Reichen von Rußland und England. Das Ergebniß des gegen die Ashantees geführten Feldzugs, bet dem die englischen Truppen des höchste» Lobes sich würdig gezeigt Härten, werde hoffentlich zu befriedigenderen Zuständen an der Westküste Afrika's führen» als dies seither der Fall gewesen. Betreff« der in eine«: Theile Bengalens herrschenden HungerSnoth sei der dortige Generalgouverneur angewiesen, keine Mittel und Kosten zu scheuen, um die Kalamität zu mildern und derselbe» nach Kräften zu steuern. Die Thronrede verheißt die sofortige Einbringung des Budgets und kündigt für die laufende Session die Vorlage mehrerer Gesetzentwürfe an, dnrdtz welche u. A. erhebliche Erleichterungen in der llebertragung des Grundbesitzes in England, ferner die Ausdehnung de» bereits im vorigen Jahre beschlossenen gerichtlichen Reformen auf Irland und Modifikationen der in Schottland gil» tigen Prozeßordnung herbeigeführt werden sollen; auch wiri> das Gesetz über die Konzession von Schankwirthschaften i» denjenigen Bestimmungen, die zu Beschwerden Anlaß gegeben haben, gewissen Abänderungen unterworfen werden. Behufs Prüfung der gesetzlichen Bestimmungen, die fich auf die Regelung des Verhältnisses zwischen Arbeitgebern und- Arbeitnehmern beziehen, soll eine besondere Kommission niedergesetzt werden. -j- London. 19. MLrz. Heute Nachmittag lief die deutsche Panzerfregatte „Kaiser" von der Werste Samuda'S in Poplar unter dem Jubel zahlreich anwesender Deutschen und Engländer glücklich vom Stapel. Unter den erschienenen Deutschen befand sich der deutsche Botschafter Graf Münster. Die Tochter desselben, Gräfin Marie, taufte das Schiff im Aufträge des Deutschen Kaisers. Später fand ein von Sawuda gegebenes Dejeuner von 200- Gedecken statt, auf welchem Toaste auf die Königin Victoria und den Kaiser Wilhelm auszebracht wurden. Badis che «h routt. 8.8.6. Karlsruhe, 17. März. Der Gemeinderath hatte heute di« zweite und letzte Sitzung behuf« Berathung de« Gemeindevoranschlag« für 1874. Die städtische Umlage wird, wie bisher, 18 kr. betragen. Bei der Berathung kam u. A. auch da« in der Presse behauptete ungünstige MortalitätSverhältniß hiesiger Stadt zur Sprache. Der medizinische Respizient erklärt, daß die statistischen Nachweise die« nicht bestätigen, indem Karttruhe zud« gesundesten Städten gezählt werden müsse, und übernimmt e«, a»f Wunsch de« Gemeinderath« in einer der nächsten Sitzungen hierüber Vvrtrag zu erstatten. T Karlsruhe, 20. März. Zur Besichtigung de« neuen städtischen Gaswerk« hat heute Hr. Oberbürgermeister Lauter die Mitglieder de« Gemeinderath« und Bürgcrarttschnsse« eingeladen» am nächsten Montag Nachmittags 3 Uhr an der GaSfabrtk fich ein- zufiuden. Wie wir hören, «erden dabei interessante Messungen der Leuchlstäike de« Gase« vorgenommen werden. -s- Karl« ruh e, 20. März. Die Tagesordnung für da- 1. Quartal der Schwurgerichts-Sitzung im Kreise Karlsruhe ist folgende: 1) Montag, 23. März, Morgen« 8*/, Uhr: Anklage gegen Johann Martin Witzmana von Oberlenningen wegen Diebstahtt. 2> Montag» 23. März, Nachmittag« 3 Uhr: Anklage gegen Karl Äamer von Stasfort wegen Diebstahl« und Raubversuch«. 3) Dienstag, 24. März, Morgen« 8'/, Uhr: Anklage gegen Wilhelm Dilger von Saig «egen Brrgehru« gegen die Sittlichkeit. 4) Dienstag, 24. März, Nachmittag« 3 Uhr: Anklage gegen Wendelia Dörrer von Wrisenbach «egen Vergehen« gegen die Sittlichkeit. 5) Donnerstag, 26. März, Morgen« 8V, Uhr: Anklage gegen Friedrich Wetzel »o» Wrinheim wegen Körperverletzung mit erfolgtem Tod. 6) Donnerstag, 25. März, Nachmittag« 3 Uhr: Anklage gegen Friedrich Bosselt von Durlach wegen Versuchs der Brandstiftung. 7) Freitag, 27. März, Morgen« 8'/, Uhr: Anklage -ege« Jakob KuuzmaN» vor» lkder »Pst iede- auf be» er: m 24 N». eine, tllyz Z rer »unz -ran» ölau» de« niteu i-var igm cher >euk der iß er» mär» Eiw- lvär» den» stich- Her» nicht ichen band 8ng- llhr- hsten be- )ren^ ine» dor» Ko» :lberr e so- lan- rurctz gunz i der- efor- gil- wiri> n in ! ge« cden. -auf und ssio-l seut» da'» )eut- r er» »äst« iarie, iserS. > 20 » Vic- heute nde- d, wie da« in tniß , daß zud« . a»f > -»syrirgen »egen Köp-rverletzung mit erfolgtem Tod. 8) Frei - 2 ^ Mürz, Nachmittags 3 Uhr: Anklage gegen Benedikt Merkler *" ^ Mörsch wegen Meineid«. 9> Samstaq, 2s. März, Morgens Anklage g'gm Leovold Nieb von Au am Rhein wegen KL:« «verlitzuvS wit erfclgtem Tod. Dm Vorfitz führt der SchwurgertchtS-Präfident großh. He. Kreis. . HosgerichrS Direktor Wielandt, und in dem Fälle Z ff. 5 des- ^St«llv/, Kilo sich ermäßigen werden. «über neue« auter elade», > eilen der uartol st f°> g-M iS. 2> i Karl Vien« Tilger istag, er von «er» «etzel Do»« aieirich Fret- rz«a>» Mannheim, 19. März. (Mnnh. Berk.) Die von der sozial- demokratischen Partei gestern Abend im »Grünm Hau«' veranstaltete Feier de- 18. März (Geburt«lag der Pariser Commune) war fehr schwach besucht. Mannheim, 19. März. (Mnnh. Anz.) Da der Rhein und Neckar bereit« 1'/, Fuß gestiegen und bei der gegenwärtig günstigen Witterung noch ein weitere» Steigen de« Wasser« zu erwartm ist, wird di« Schifffahrt voraussichtlich in einige« Tagen eröffnet werden und ssvit auch der eingetretene Mangel des Wasser« in den Brunnen be- Mgt sein. o Baden, 19. März. Am Samstag Abend wurde in einer i« Basthause .zu« Geist' abgehaltenen Versammlung, welche von löO Personen au« allen Berufsklaffen, Beamten und Bürgern besucht *ar, der Rational-liberale Verein neu konstituirt. Die entworfenen Statuten wurden nach einer Diskussion angenommen und ein Komitö 17 Mitgliedern erwählt, zu dessen Vorsitzende« Landtag«-Abgr- «bueter Seefel« ernannt wurde. Größere Vorträge wurden gehalst» von dem Vorsitzenden und Ober-Zollinspektor Venz. Konstanz, 19. März. (Konst. Ztg.) Die gestern i« Stadthau». ^alr abgehaltenen Versammlungen führten beide zu dm gewünfchtm siele». Die erste begann um 3 Uhr in Anwesenheit von etwa 25 -lttfleuten von hier und der benachbarten Schweiz. Die Lager» "»«-Gesellschaft wnrde mit 150 Aktien zu 200 Thlr. sofort konstituirt, nachdem die erforderlichen 10 Proz. einbezahlt warm. Die Statuten wurden durchberatben und genehmigt und hierauf zur Wahl der G>sellschaft«organe geschritten. Da« Ecgebniß ist 1) Ausfichtrratb: die HH. Langenbach, Vorsitzender, Karl Weltin, Stellvertreter, Hoff rrlh, Lieb, Mannhart, Straub, Ludwig Stromeyer, Wengle (in Firma Mich. Federspiel). 2) Direktor: Hc. Fabrikant Nmmann. Leber alle Vorgänge wurde eine notarielle Urkunde aufgenommen und unterzeichnet. Inzwischen hatte sich die Zahl der Anwesenden aus ungefähr 30 verstärkt und begann um 5 Ubr die Besprechung über Errichtung einer Handelskammer. Hr. Oberamtmann Flad erklärte in seinem einleitenden Vortrag, daß da« Großh. Handelsministerium mit allen Handelskammern de« Lande« in Rapporr st-he und von denselben periodische Berichte über den Stand der Geschäfte und etwaige Vorschläge empfange. Dabei habe sich als ein Mangel herau«gest-llt, daß von Lörrach aufwärts keine Handelskammer mehr bestehe. Die Gründung einer solchen in Konstanz und zwar fr nach Umständen für dm Platz allein oder für den ganzen Kreis, sei nicht nur zur Ausfüllung dies-r Lücke, sonder» im Interesse de» HandelSstandeS rathsam. Redner erinnerte daran, daß früher eine Handelskammer hier bestand, daß j-tzt der Handel-- und Gewerbeverein eine besondere Sektion für Handelssachen habe und erwähnte, daß, wen» «an da« Bedürfaiß nach einer Handelskammer nicht lebhafter empfinde, dies lediglich darin seinm Grund habe, daß die Gemeindebehörde in den meisten Fällen vor den Riß getreten sei. Borgeschlage» wurde zunächst die Bildung eine« KomitS'S, welches die Statuten au-arbeitm und sodann eine zweite Versammlung einberufen solle. — Hr. Bürgermeister Stromeyer sprach sich ebenfalls für Errichtung einer Handelskammer aus, mit Hinweis auf spezielle Fragen, z. B. die so eben berathene der Lagerhäuser, ferner Tarif- angrlegenheitm, die Errichtung eine« Abstöße« bei Petershausen u.s. w. — Hr. Bankdirektor Laugenbach betonte sehr die Dringlichkeit der Sache. — Hr. Mannhardt schlug vor, den Handels- und Gewerbe- Verein mit der Ausarbeitung eine« Statut« zu beauftragen, wogegen die HH. Flad und Heeser die Einsetzung eine« Komi!«'« befürworteten. L-tztere« wurde auch gntgeheißen und durch Akklamation die HH. Gradmann, Langenbach, Neumann, Schirmeißer und Ludw'g Stromeyer in da« Komi!« gewählt. Sodann erfolgte der Schluß der Versammlung. Vermischte Rachrichte«. z^Schlettstadt, 19. März. Die heutige Schlußprüsung der laudw. Winterschule dahier nahm in Anwesenheit zahlreicher Angehörigen der Schüler, sowie der belr. Behörden den günstigsten Verlaus. Der Schüler waren rS in diesem Semester 10. Ein gemeinsame« Mittagmahl vereinte nach der Prüfung deren Theilnehmer, wobei die fröhlichste Stimmung herrschte. Die Schule steht unter Leitung des Generalsekretär« der landwirth. Vereine im Unterelsaß, Hrn. vi^. Vogel. — Wie angekündigt war, wird bei Duncker und H umblot inZLeip- zig demnächst ei» zweibändige- Werk von Emil Friedberg, »der Staat und die BischofSwahlea im 19. Jahrhundert', erscheinen. Nachschrift. 51 Berlin, 19. März. Vor der heutigen Sitzung des Reichstags trat die Militärkommission wieder zu einer Berathung zusammen. Wie in hiesigen politischen Kreisen verlautet, gewinnt es neuerdings an Wahrscheinlichkeit, daß in Bezug aus 81 des Reichs-MilitärgcsetzeS mit der Mehrheit der Kommission eine Verständigung gelingen werde. -j- Berlin, 19.März. Die Tariferhöhungs-Frage soll, der „Rationalztg." zufolge, zum beschleunigten Austrag gebracht werden. Ein Reskript des Reichs-Eisenbahn- Amtes vom 12. März fordert die Eisenbahn Verwaltungen auf, die BetriebSergebnisst pro 1867 bis 1873 zu ermitteln und die Zusammenstellung derartig zu beschleunigen, daß die Berathung der Tarifreform spätestens Mitte Mai beginnen kann. -j- Berlin, 20. März. Die Militärkommisflon beendete die zweite Lesung des MilitärgesetzeS; 8 1 wurde mit 22 gegen 6 Stimme» abgelehnt, ebenso mit demselben Stimmenverhältuiß der Antrag Bethusy Huc's, die Frie- denSpräsenz-Ziffer aus 384,000 Manu zu normiren. Der Kriegsmtnister erklärt im Laufe der Verhandlung die Vorlage ohne 8 1, also ohne jede Fixirung einer Frieden«- zlffer, für die Bundesregierungen für unannehmbar; die 88 1, 2, 3 und 4 werden nach den Beschlüssen der ersten Lesung angenommen, ebenso da» Uebrige. Metz, 20. März. In der gestrige« PolizeigerichlS- verhandlung gegen 17 Geistliche wegen Verlesung des Hirtenbriefs des Bischofs von Nancy wurden 4 wegen Beweismangels freigesprochen, zwei zu je einer und 10 zu je zwei Wochen Festungshaft verurtheilt. Der Pfarrer von Lucey, welcher außer Verlesung des Mandats eine politische Predigt gehalten hatte, wurde zu 3 Monaten Festung verurtheilt. -j-Pesth, 19. März. Der Bescheid de« Kaiser« aus die Demission des Kabinets ist noch nicht erfolgt. Der Präsident des Unterhauses, Bitto, hat bei hervorragenden Persönlichkeiten der Deal-Partei angefragt, ob sie geneigt wären, in das Kabinet einzutreten, falls die KabinetS- bildung ihm übertragen würde. s Versailles, 19. März. Die Nationalversammlung, in der Berathung über den Steuergesetz-Entwurf fortsahrend, beschloß endgtltig, daß die von einer Grenze zur andern durchgehenden oder direkt für das Ausland bestimmten Maaren von der Zuschlagssteuer auf den Eisenbahn-Transport der gewöhnlichen Frachtgüter befreit sein sollen. Ein Amendement, welches Steinkohlen und Coaks befreit wissen will, wurde in Betracht genommen. Da der HandelSmintster auf eine Anfrage die Erklärung abgab, daß die Regierung demnächst ihre Vorschläge bezüglich der Steuern, die ste nun noch für nothwendig erachte, machen werde, beschloß die Versammlung, die Diskusston bis dahin zu unterbrechen. Hierauf wurden die 3 ersten Artikel de» Liquidationskontos genehmigt. -j- Paris, 19. März, Abends. Der heute Abend zum erstenmal wieder erschienene „UniverS" enthält edlen heftigen Angriff auf Broglie, dem vorgeworfrn wird, al« liberaler Katholik ans persönlichen Motiven, nicht ans diplomatische Reklamation da» Verbot gegen den „UniverS' erlassen zu haben. -j- London, 20. März. Beide Häuser des Parlaments hielten gestern eine Sitzung, nm über den Erlaß einer Antwortadresse auf die Thronrede zu berathen. Im Oberhause wurde von Lot hi an eine Adresse beantragt, welche Cadogan befürwortete. Bei der Debatte griff Somerset die irländische Politik Gladstone'« an, welche das Königreich zu zerstückeln gedroht habe. Selborne vertheidigte Gladstone. Earl Derby wies darauf hin daß die Vermählung des Herzogs von Edinburg politisch 'nicht unwichtig sei. Die Adresse wurde schließlich angenommen. Zm Unterhause brachte Stirling eine Adresse ein, welche Calleuder unterstützte. Cullagh beantragte ein Amendement, welches die Notwendigkeit von Maßregeln zur Abstellung der HungerSusth in Bengalen betont. In der Debatte ergriff Gladstone das Wort, um sein früheres Verhalten als Minister zu rechtfertigen; derselbe gab schließlich die Erklärung ab, daß er dem Vorgehen der gegenwärtigen Regierung keine Schwierigkeiten bereiten werde. DiSraeli sprach gegen das Amendement, weil eS unuöthig sei. Dasselbe wurde hierauf verworfen. s-j- Neu-Jork, 18. März. Nach hier eingetrsffenen Nachrichten ausHawai ist eS dort aus Veranlassung der Wahl eines Nachfolgers des verstorbenen Königs Lunalilo zu Unruhen gekommen. Vom Parlamente wurde der Häuptling Kalakua zum Könige gewählt. Die bei der Wahl unterlegenen Anhänger der Königin Emma (Wittwe von Kamehamea IV.) machten darauf einen Angriff auf das Parlamentsgrbäude und steckten dasselbe in Brand. Erst durch Hilfe englischer und amerikanischer Marinesoldaten gelang es, den Aufstand zu bewältigen und die Menge auseinander zu treiben. Frankfurter Kurszettel. (Die fettgedruckt« Kurse find vom 20. März, die übrigen vom 19. Mär, ) StaatSpapiere. Preutzv- 4'/,*!« Obligatio«. 105'/, Baden d"/v Obligatisrien 104 . 4A«/« . IOO -/4 , . 97'/, . S'/,°,»Oblia.v.1842 91'/, Bayern 4'/,«^ Obligat. — . 4°/« . 98'/- Württemberg 5°/o Obligation. 104'/« . 4M . 101 '/, . 4°/. . 97»/, Nassau 4"/y Obligationen — Gr. Hessen 4°/g Obligationen 100 Oesterreich. S°/„ Silberreute ZmS4',,°/a 66 '/, » S°/o Papierreute Zins 4'/,°/, 62-/, Lurcm-4-/^c>dl.l.Fr.st2ö kr. W bürg 4°/g . i.Thlr^105k. 92'/. Rußland 5«/, Oblig.v. 1870 ^ L 12. 97'/, . 5°/, dto. ». 1871 95»/, Schweden 4'/,«/» dw. i. Thlr. 98 Schweiz 4'/,°/g Bern. SttSobl. 97 R.-Amerika «°/g BondS L 88 Lr v. 18S8 98'/. . ««/. dt». 188Sr vo» 18SS 101-/g . 5°/« dw. 1904r ('°/«rv.1864 88 '/. 3«/, Spanische 18'/, Bolle stanz. Rente 95 l872 . . «Me» uud Prioritateu. Badische Bau! . . . 111 '/, Krauts. Bankverein 80',, Deutsche Bereiusbank 91'/, ProviuzialdiSkouto 79-,, Darmstadter Baut 362'/, OesterrRatioualbaut 1011 Württemb. Vereinsbank — Oesterr. «redit-Aktie» S37 «ttt.deutsch.Sred.Bmck 105-/, Rheinische Kreditbauk 102 '/, Basler Barckverei« 89-,, Pfälzer Bankverein — Berttner »uutverei« Sl?/, Stuttgarter Baut - Deutsike Effekteubauk 11?'/, Oestr.-ve«1sche Baut 85- , 4'/,ü/g bayr. Otzd. ü 200 fl. 111'/, 4'/,°/opfäh.Marbahni500fl. 119'/, 4°/„ Hess. Sudwigsbahn 139'/, 3'/,°/, Oberheff. Eisnb. 350 fl. 78'/, 8°/o öftr. Kez.Staatsb. 333'/, S°/o „ Süd-Lombard. 152'/, 8°/o „ Rordwestd.-«. 193'/, S° oEÜsab.Gtse«b. LLOOfl, 209-/, bv/vRud.Eijnb^.ELOOfl.> 163'/, 5«/oBöhm.Westb.-A.200fl. 215',, »'ikSrr.Jos.Eiseuöahu 209 5A Mähr. Grmzb.-Pr. i. S. — 5«/gBöhm.W-stb.-Pr.i.Silb. 84'/, 5«/,Elisab.B.-Pr.i.S. »-««. 84'/- 5'/, dw. . »-»«. — 5°/o Lw. steuerst, neue , 88'/, 5°st dw. (Neumarkt-Ried) 90 5°/n Donau-Drau ' 65 Ss«Frz.-Jos..Pri»r. 91»/, 5-/gKronpr.Rud.-Pr. v. 67/68 — 5>Kronpr.Rudolf-Prw.1869 83'/, 5°/oöstr.NrdwW.Pr.i.T. 86'/. 50 /, » . 1,1. 8. 66 Vorarlberger — 50/<, Ung.Ostb.-Pri»r. t. S. — 5'/oUngar.Nordostb.-Prior. 65'/, 5°/oUngar.-Galiz. 68 Ungar. Eis.-Anl. 71'/. 5°/a,str.Süd-Lomb.-Pr.i.Fc«. 86'/, saAstr.Siid-Lomr.4str. 49',. 5-stLsterr.Slaawb.-Pr. 98 3"stößerr.StaatSb.-Pr. 61'/, 3°/oLivorn.Pr.» im.«, 0 a 33'/, 5'stRhemische Hypothekenbank Pfandbriefe 101 4'/,°/o . 86'/. 6"st Pacific Central 80'/. 4'/, South Missouri 51'/, NuleheuSloose uud Prämieuauleihe». Vayr. 4"/, Prämirn-Änl. 113'/, Badische 4°/, dlo. 113»,, , 35-fl.-Loose . . 70 Braunschw.20-Thlr.-Loose 22'/, Großh. Hessische 50-st.-Loose . . 25-».. , 57-/, An«bach-Gunzeuhausen.Loosi 15'/, Oestr 4'/o250-fl.-Loose ».1854 92 - 5°st500-fl.. . y.1860 95 . 100-fl.-Loose von 1864 157'-, Schwedische 10-Thlr.-Loose 15',. Finnländer lO-Thlr.-Loose 10'/, Meininger fl. 7. 8 3'/, Oldenburger Thdy-40-L. — ^Wechselkurse» «old uud «ttder. 8oudou1VPsd.Tt.S-/, 118'/, Paris LVOFrc». 6 °/o 94'/, «ie» 1v« st. öflr.W. S'/s 105',. Holländ, 10-st.-«sl. fl. L.45-^7 Ducaten ... , 5L1— 33 »S-FruueS-Tt. . 9^4-25 Engl. Sovereign« ,11.50—52 Russische Imperial , 9.39—41 Dollar« in Gold , 2L5—26 Dollarcoupon . . , — Dllconto ..... I.S. 3'/, '/, Preuß.Friedrich»d'»r fl. — Pistolen ... , 9.34—36 Tendenz: fest. «erttuer Börse. 20. Mär». KE 136'/,, StaatSbah» 1S1-/, Lo«- bardeu 87'/», 82r Amerikaner —, 60er Loose —, Sdonänier , Galizier —. Tendenz: ziemlich fest. «jener Börse. 20. März. Kreditaktirn 229.-, Staatsbrchn —» Lombarden 149.75. Anglobank 137.50, NapoleouSd'or 8.91'/^ Tendenz: reservirte Haltung. Re»-W»rr, 20. März. Gold (Schlußkur«) 112. öM- «eitere Hände lSnnchrichte« in de« Bella«« Telle U. Berandeortlich« Redakteur: Paul Kretzschmar. «rstzherz-gliches Hafttzeater. Sonntag, 22. März. Außer Abonnement. Zur Feier de» Allerhöchsten GebnrtSfesteS 8r. Majestät des Deutschen Kaisers. Zn festlich erleuchtetem Hause. Prolog. Loheagriv, große romantische Oper in 3 Akten, von R.' Wagner. Anfang 6 Uhr. Offene Arztstelle. , Todesanzeige. O«»» D.523. Karlsruhe, z Auswärtigen Freunden und Bekannten theilen w'r statt besonderer Anzeige die schmerz- liebe Nachricht Mit, daß gestern Abend 4'/r Uhr unser einnig geliebte Gattin, Mutter, Schwiegermutter und Großmutter, Frau Margarethe Schairffler, ged. Tayler, dahier in ihrem 79. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Wir bitten um st'lle Theilnahme. Karlsruhe, den 20. März 1874. NamenS der Hinterbliebenen: Forstinspektor Friedrich Schauffler a. D. Todesanzeige. D. 528. Karlsruhe. Verwandten und Freunden hiermit die traurige Anzeige, daß unser lieber Gatte, Vater, Schwiegervater und Großvater Christoph Schmidt, Kutscher, 85 Jah-e alt, Donnerstag Nacht 19. März sanft v.richieom ist. KarlSrut e, den 20. März 1874. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet S-mstag Nachmittag */,6 Uhr vom Sterbe- hause, Langestraße Nr. 3, statt. D.246. 6. Karlsruhe. M * Die in Unterzeichneter geschmackvoll LUSgestattet im Format des badischen evangelischen Gesangbuches zum Einlegen in dasselbe erschiene ven Confirmationsscheine empfiehlt den Herren Geistlichen, Karlsruhe, 4. März 1874, G. Brauu'sche Hochuchhandlung. Neuestes Handels-Adreßbuch für das Königreich Württemberg. D.525. Im Verlage der Unterzeichneten ist so eben erschiene« und in allen Buchhandlungen zn haben: Handels-Adreßbuch für das Königreich Württemberg aus den Stand vom 1. Januar 1874 nach den amtlichen Handels-Registern und unter amtlicher Eontrole nebst Maaren- und OrtSverzeichniß bearbeitet von Krcisgerichts-Secrelär E. Schmidlin. gr. 8. 1874. Gebunden 2 fl. 20 kr. Stuttgart,Februar 1874. 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Die Vorlage über die aä 2 erwähnte Statuten-Lendernng wird in Gemäßheit deS Artikels 35 der Statuten, vom 20. März d. I. an, in dem Büreau der BerwaltungSratheS (ebenfalls kl. Hirfchgraben 14) zur Einficht der Actionäre aufliegen. Die stimmberechtigten Actionäre werden ersucht, sich am.25. oder 26. März d. I. in den Vormittagsstunden von S bis 12 Uhr in dem Büreau der Gesellschaft unter Angabe der Nummern der auf ihren Namen oder ans den Name» ihrer Voll- machtgeber in die Register der Gesellschaft eingetragenen Aktien, auznmelden und die erforderlichen Einlaßkarten in Empfang zu nehmen.' Die Bevollmächtigten haben außerdem ihre Vollmachten einzureicheu. Diejenigen Actionäre oder Bevollmächtigten, welche in KarlSruh zu empfangen wünschen, können diese am 26. März in dem Büreau der ruhe entgegennehmen. Frankfurt a. M., den 18. März 1374. Der Direktor: Der BerwaltuugSrath: Osrl L>eIIrvi^ v«u ttutliskkilrü, D.507. ,__ Präsident. e ihre Einlaßkarten für die General-Bersammlnng der Sektion deS Deutschen Phönix in Karls- D-451.2. Karlsruhe. Verein zur Erbauung billiger Wohnhäuser in der Residenzstadt Karlsruhe. Die Herren Aktionäre werden zu einer Generalversammlung auf 20. l. M«, Nachmittags 5 Uhr» im Commisstonszimmer des Rathhause- emgeladen. Taarsorduung : 1 Bericht des Vorstandes. 2. Bericht deS AnsfichtSrathS. 3. Beschlußfassung über dieselben. 4. W-chl deS Anfstchtsraths. Stimmkarten wollen vom 23. d. M. an bei Herrn Bauquier Btit L. Hamburger in Empfang genommen werden. Karlsruhe, den 15. März 1874. Der Borstand. WiffensehaftLiche Brl-ungsanstalt Satan bei Ludivigsburg (Ägr. Württemberg). D.266 2. DaS Sommersemester beginnt am 28. April; Eintrittstag: 27. April. Nähere Auskunft ertheilt der Inspektor W. Paulus. '.401.2. Stratzburg i. E Laugestraße Nr. 142. 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April Mei-ckei- „ 28. Mai „ 25. Juui Paffaaeprcife: I. Cajüte Pr. Thlr. ISS, II. Cajüte Pr. Thlr. ISO, Zwischendeck Thaler 45 Preuß» Courant Auskunft wegen Fracht u. Passage ertheilt: Die Dirertiou i« Hamburg, bei St. Annen 4, sowie «b KLremIil»»» in M»» nt» et in u. deren Bezirks-Agenten: in Lnrtsrntiv, 4ti»I Sohn, I in tttttlnxvn, rr Ibtet»n», » ttnrlned, At.»,. «rlvt», j „ Commisfionär V. Ä«plk. General-Agentcn in Newyork: Snauth, Nachod L Kühne, 113 Sroaävs^. BrieseadrEreman^»Aü1er-Iülli^8smdiir^Tele^ramme^»IrsnsatIantie^ftsmbnr^-. Eine WemhaMllllg sucht ca. 100 Stück Spritfaß zum Transport geeignet von ca. 1 Ohm, " „ „ „ „ „ „ „ 1s» „ » 50 „ » « „ „ „„2 „ Offerten auf theilweise oder ganze Lieferung nimmt entgegen die Expedition die^S Blattes unter Z !Vo, 25. D.490.2. D.51S. Straßburg. Vergebung von Bnunrbeiten. Die Maurer» und Steinhauer-Arbeiten der neu zn erbauenden Entwässerung-- Schleuse an der alten Lauter bei Laulerburg, veranschlagt zn 10414 Fr». 80, sollen im Wege der schriftlichen Submission vergeben «erden, wozu hiermit auf Freitag de« 27. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, Termin anberaumt wird. Pläne, Kosten-Anschlag und Bedingnißhest können auf dem Büreau de- Unter- zeichneten (Blanwolkengaffe 15), sowie bei Dammmeister Angebrandt in Lauter- bürg eingesehen werden. Die Offerten sind versiegelt, portofrei und als „Offerte auf Schleuse»»««- arbeiten" bezeichnet, bei dem Unterzeichneten einzureichen. Straßburg i. E., den 19. März 1874. Der Kaiserliche Wasserbau-BezirkS-Jngenienr Bau-Inspektor: SSM n Angele. 11470 fl. 22 kr. S74SS fl. 48 kr. D.484. 2. Karlsruhe. 2'auarbeiten-Vergebung. Die Steinhauer» und ZimmermaunS-Arbeiten für das hiesige Justlzgebände und d»S AmtSgefängniß sollen i« SoumisstonSwege in Akkord vergeben werden, und zwar für das Justizgebäude: rothe Steinhanerarbeiten, im Bettage von ZimmermannSarbeiten. „ „ . für das Amtsgefä«g«ist : rothe Steinhanerarbeiten, im Bettage von weiße (gelbliche) dto, . , ^3'mmermannSarbeiten, . „ „ . 1913 fl. 26 kr Pläne, Voranschläge und Bedingungen fiud täglich aus dem Bureau der unter zeichneten Stelle emzuseheu, woselbst auch die Angebote spätesten» br, Donnerstag den 26. d. M., Vormittags 11 Uhr, versiegelt, nnd mit Aufschrift versehen, einznreichen find. Karlsruhe, den 17. März 1874. Großh. Bandirectio«. 3044 fl. 3 kr. 16605 fl. 26 kr. 1913 fl. 26 kr. Ladenmädchen. D.526.1. Ein einfaches, wohlerzogenes Mädchen an- guter Familie wird als Ladenmädchen gesucht. Offerten unter der Chiffre > bitte man in der Expedition diese- Blattes abgeben z« wollen. !! Lsg-mtsn!! gewährt Gelddarlehen zu mäßige» Be- dinguugen D.239.3. Bankhaus Pei« L Co. in Hamburg, D.o.0.1057) Böhmkenstraße Nr. 6. D.276.3. Ei« lelegrmtes Wohnhaus im nördlichen Stadttheile dahier, zunächst der Kaiserstraße, geräumig, so- lid gebaut, Zstöckig, 15 nobel auSge- stattete Zimmer, 3 Küchen, 7 Mansarden, Balkon, gewölbten Keller ent- haltend, nebst Waschküche und Holzremisen und freundlichem Garten, ist zum sofortigen Bezüge um billige» Preis zu verkaufen «der ganz zu vermiethe». Der Miethvertrag kan» auf mehrere Jahre abgeschloffen werden. Sich wegen deS Näheren zu wenden an dar Agentur-Bureau von in 4. 1k»- D.450.2. Böblingen ^Ebei Stuttgart. " Fischeverkauf. Wir tonnen vom 25. d. MtS. ab ein größeres Quantum schöner Karpfen und Hechte abgeben nnd sind Liebhaber hiezu freund- lich eingeladen. Zuckerfabrik-Verwaltung. D.520.1. Dur lach. Nindsfarren- Verkauf. Die Stadtgemeinde Durlach läßt Montag den 23. März d. I., Vormittags 11 Uhr, im städtischen Frrrenhof einen fetten RindS- farren im Wege öffentlicher Steigerung »er- kaufe. Dmlach. den 16. März 1874. Gemeinderath. I. Ab. d. B. F. Lichtenbcrger. Siegrist. Vommivaiaua-Sursau. Gasthof- Verkauf. Ein Gasthof mit Real - Gerechtigkeit wirdwegenGeschäsS- verändernng verkauft; derselbe ist ein Eck- ha«S, nächst der Kreuzstraße gelegen, 3flöckig mit Mansardenzimmern, schön eingerichtet und können die WirthschaftSrequisttcu mit- crworben werden. Eine- starken Verkehrs sich erfreuend, würde eine Familie ihr reichliches Auskommen finden und wäre das Anwesen besonder- für einen Metzger oder Bäcker passend. - . Die KaufSbedingnngen werden billig gestellt. — Näheres zu erfragen bei D.44S.2. Pforzheim, Deimlingstraße 0 95. D.502.1. RippoldSau. Stangenverkauf. Die Fürstlich Fürstenbergische Forstei Rippo.dSau im Kmzigthal verkauft 3126 Grrüststangen, 6765 große und 3402 kleine Hopfenstangen, 4269 vaumpsähle nnd 2893 Rebstecken ans freier Hand und erlheilt bei annehmbaren Geboten sogleich den Zuschlag. Auf Anfrage wird nähere Auskunft ertheilt. RippoldSau, den 14. März 1874. DL10. St. Blasien. Die Gemeinde sammelt für gemeinnützigen Zweck Gegenstände aus der Zeit de- Klosters St. Blästen, z. B. Urkunden, Bücher, Bildnisse und Wappen der Aebte, Abbildungen der Kirche oder das StiftSgebäudeS u. s. w.; und bittet um eiuschlagcnde Beiträge. St. «lasten, den 17. März 1874. Der Gemeinderath. M. Waßmer, Bürgermeister. In Folge Wegzug» unsere»-Praktik»-. Arztes ist diese Stelle wieder zn beft2? Di« StabSgemeinde Sinzheim, über Seelen zählend, bietet für einen strebst, jungen Arzt eine gesicherte Existenz steht demselben in mehreren Nachb«^ meinden, woselbst sich keine Aerzte befi^ und die nicht über eine Wegstunde entfernt sind, noch eine weitere lohn»nj Praxis zn Gebote. Von Seit-» der meinde ist ein jährliche- Honorar für menbehaudlung von 400 fl. bestimmt «7» kann die Stelle sofort besetzt werden. ' ^ Gefälligen Anerbieten wird entgegen^. noch nähA sehen nnd ist man gerne bereit, Auskunft zu ertheilen. Sinzheim, den 11. März 1874. Der Gemeinderath. R Hein b o l d t. D.446.2. Sinzheim. ' - Holzversteigerung. Die Gemeinde Sinzheim läßt am k»»> wenden Dienstag, den 24. d. M., in ihrem Gemeindewald, Distrikt II. deneck 7 Stück Eichen, 173 , tanuene Baustämme M 138 „ „ Sägpämme auf dem Platze selbst öffentlich versteigern. Die Zusammenkunft ist Vormittags Uhr am oberen Selighof, wozu die Haber eingeladen find. Sinzheim, den 14. März 1874. Der Gemeinderath. Rheinboldt. vät. Hillert. A«P .p°. Fest» Mur Bernr. «eka»unva«yiurge»^ D.514. Karlsruhe. F Bekanntmachung. Die im Frühjahr avzuhs- tende theologische Hanptprüsu» betr. Der Beginn der im Frühjahr abzuhal- tenden theologischen Hauplprüfung wird ans Dienstag de» 16. Juui d. I., Vormittags 8 Uhr, anberaumt. Diejenigen Kandidaten der Theologiq welche sich dieser Prüfung unterzieh» wollen, haben sich nnter Vorlage der erforderlichen Nachweise bei der unterzeichnet» Behörde zu melden. Karlsruhe, den 18. März 1874. Evang. Oberkirchenrath. Rüßlin. Zeller. D.303.2. Karlsruhe. Bekalllltmachllna. Mit Bezug auf die Verordnung Großh- Handels- Ministeriums vom 4. April 1870 (Gesetzes- und Verordnungsblatt Nr. XXI) wird hiemit bekannt pegeben, daß die nächste Prüfung der Gehilfen für den Eisenbahnbienst am Montag -e» L7.Aprill Z vorgl nommen werde» wirb. Karlsruhe, 6. März 4874 Gcneraldirektion der Großh. Staatseisenbahne«. Zimmer. yeitlinger. D.529. Karlsruhe. Verkauf von Holzpflanzen. AuS dem vor dem Durlacher Thor telegenen Fo-.stgarten de» Großh. PolqteM- kums dahier find käuflich zu beziehen: ?ü- tanen, Akazien, amerikanische Walluüße, Vogelbeeren, Eschen, sowie Edeltarmeo-, Fichten- und Lärcheupstanze« von verschiedener Stärke. Forstgärtner Senz iw Polytechnikum ist angewiesen, auf Berlong» die Pflanzen i« Forstgarten vorzuzeig». Der Vorstaud der Forstschule. bar, da! pa!W solch« entgegn L«««e Mg d W an »ollte, vMsch I-L3- M all dem bei Lide, i Festungi Zer B Mder «u bleii «id Sü tzpd «n Wie, dß meitrrS dieser d Kürte! > Nldatiou versprech -«einen s-uist- iu allen niedriger Uebrrsch ÜzmO; MH « ftät sein jchchen, »« konr «kr sch» -ikvrgan »ertheidij schr zu ' L .'.«a »ch eine ßosorchrst äakommei ft» der hchrchest« lo« irden »„ Jo Jehrm w Mt einig, N-sikwrr! Ne Mi «12.D chtiitm Aak am M Vesper Müder f Ms dies »d vergr> i«dm v »d da « Mrisze, >^-nt l *ch'jche> W«; D.407.2. Nr.530. Karlsruhe. Geometerrgefuch Auf dem Katasterburean dahier stade» zwei weitere technische Gehilfen Verwendung. Bewerber an- der Zahl der Geometer oder geübteren Geometerkandidaten wollen ihre Gesuche unter Angabe ihrer seitherigen Beschäftigung innerhalb 14 Tage» Portofrei bei dem Unterzeichneten Buren» einreichen. Karlsruhe, den 6. März 1874. _Großh. Kataüer- Bureau. Mannhri«- «» Vach M kor die ^Kffe» tt, Hein I ^Mhei D.515.1. Nr. «553. -- _ Die Stelle eine- Aktuar»,s welchem ein Erhalt bis zu 750 fl. zogeflchert werden kM> ist bei un» in Erledigung gekommen. Bewerber um diese Stelle wolle» ihre Gesav binnen 14 Tagen einreichen. Diejenigen, welche im Militärersatzgr- schüft geübt find, erhalten den Vorzug. Mannheim, den 16. März 1874. Großh. bad. Bezirksamt. Hebting. Ziegler («il emor Beilage.) *r»ck «»b >e.rl«> der S. Braus'sch» H, sb,chdr,ckrr«i, Sch Aua, «i »»ansgi M tzAs ^ M g d» Utes Mhuu