erläge zu Ur. 346 der Kuelseuhee Zeitung. Donnerstag, LS. Dezember L888. Eine neue Aera englischer Sozialgesetzgebung. : ES sind erst wenige Jahrzehnte, daß Deutschlands In- imstrie den Versuch gemacht hat, sich neben der englischen auf dem Weltmarkt festzusetzen; heute läßt es sich nicht mehr leugnen, daß die deutsche Industrie in dem internationalen Wettkampf die fast unbesiegbar scheinende englische Weltmacht eingeholt, vielleicht auch schon überflügelt hat — und das trotz der gewaltigen Lasten, die das deutsche Unternehmerthum Mitte der 80r Jahre durch die großartige Arbeiterversicherung auf sich genommen hat. Zu den Faktoren, die bisher Deutschlands industrielles Aufkommen neben England bedingten, ist in letzter Zeit ein weiterer, sehr wichtiger hinzugekommen: Die Einführung des Workmen's Compensation Act, welche am 1. Juni d. I. in England in Kraft getreten ist. Es ist ein Verdienst des Großh. badischen Amtsrichters vr. Bielefeld (in Tauberbischofsheim) in seiner kürzlich erschienenen interessanten Studie*) über dir englische Unfallgesetzgebung gerade auf diesen Gesichtspunkt hingewiesen zu haben. Mit Recht macht I)r. Bielefeld darauf aufmerksam, daß England, die mächtigste Konkurrentin der deutschen Industrie, sich mit der Einführung des neuen Gesetzes die Produktionskosten ver- theuert, während Deutschland vielleicht heute schon so weit ist, seine sozialen Steuern abgewährt zu haben. Man muß nicht glauben, daß England den folgenschweren Schritt, welchen es mit der Annahme des Prinzips der sozialen Hilfe nach deutschem Vorbild gethan hat, spielend durchführen wird; vielleicht sind mehr oder minder erhebliche Produktion^krisen in England zu erwarten, welche zu einem Verschwinden des Kleinbetriebs in verschie- denen Branchen führen werden. Darum muß dieser Einführung des englischen Gesetzes, durch die Englands Industrie im Konkurrenzkampf mit Deutschland belastet wird, besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden, da die deutsche Industrie dadurch in Stand gesetzt wird, unter Aufbietung aller Kräfte einen tüchtigen Schritt vorwärts zu machen und den Wettbewerb mit andern Völkern unter besseren Bedingungen als seither auf- zunehmen. Aber dazu gehört, auch nach dem Urtheil von vr. Bielefeld, ein starkes Heer und eine kräftige Flotte: »denn unsere wirthschaftliche Zukunft wie unsere ganze nationale Existenz hängt ausschließlich davon ab, daß die überlegene Macht des deutschen HeereS und die genügende Stärke der deutschen Flotte uns in den nächsten Jahren den Frieden erhält. * vr. Otto Bielefeld, Eine neue Aera englischer Sozialgesetzgebung, Leipzig, Dunker und Humbert, 1898. Großherzogthurn Baden. Karlsruhe. 14. Dezember. T Zur glatten Abwickelung des Postschalterver kehrs während der Weihnachtszeit kann das Publikum selbst wesentlich beitragen. Die Emlieferung der Weihnachts- päckereien sollte nicht lediglich oder vorwiegend bis zu den Abendstunden verschoben, namentlich müßten Familiensendungen thunlichst an den Vormittagen aufgegeben werden. Selbstfrankirung der einzultefernden Weihnachtspackete durch Postwerthzetchen sollte die Regel bilden. Mit seinem Bedarf an Postwerthzeichen müßte sich ein Jeder schon vor dem 19. Dezember versehen. Zettungsbestellungen dürften nicht in den Tagen vom 19. bis 24. Dezember bet den Postanstalten angebracht werden. Für die am Postschalter zu leistenden Zahlungen sollte der Auflieferer das Geld abgezählt bereit halten. Die Befolgung dieser Rathschläge würde der Post und dem Publikum gleichmäßig zum Nutzen gereichen. Z Vom 15. d. M. ab wird bei Gesprächen im Verkehr mit auswärtigen Stadtfernsprecheinrichtungen, die dadurch nicht zu Stande kommen daß der gewünschte Theilnehmer entweder wegen zeit welliger Abwesenheit oder wegen gestörter Leitung nicht zu errufen ist, der gerufene Teilnehmer von dem erfolgten Anruf durch die Anstalt, an welche er angeschlofsen ist, benach r t ch t t g t. Diese Benachrichtigung erfolgt unentgeltlich mittelst Postkarte und zwar im Ortsbestellbezirk durch die Telegraphenboten, außerhalb res Ortsbestellbeztrks durch die Post, sofern sich die Benachrichtigung nicht vorher durch den Fernsprecher hat über Mitteln lasten. * (Großhe'rzogliches Konservatorium für Musik.) Das fünfte (eingeschobene) Vorspiel der Ausbtldungsklassen fand am Montag den 12. Dezember, Abends '/,7 Uhr, statt. Die Bortragsübung (Borbereitungsklasten) wird am Dienstag den 2V. Dezember, Abends ',,7 Uhr, im Konzertsaal der Anstalt statt finden. * (Ueber das Internat des Karlsruher Mädchen- ghmnastums) berichtet ein Augenzeuge anläßlich eines Besuches dort Folgendes: „Das Internat des Mädchenghmnastums zu Karlsruhe, Redtenbacher-Straße 16, befindet sich in einem Hellen, freundlichen Hause. Die Zimmer sind hoch und geräumig und iiegen gesund und sonnig. Am Hause befindet sich ein Garten zur Benützung. Die Vorsteherin, Fräulein Otten, eine pädagogisch vielseitig gebildete, liebenswürdige Dame, ließ mich einen Einblick in das ganze Institut gewinnen. Dasselbe ist mit Absicht etwa Stunde dom Gymnasium entfernt gelegen gewählt worden, damit die Schülerinnen vor und nach dem Unterricht an die Luft kommen. Die Schlafzimmer sind hoch, hell und alles neu und blitzblank. Der größte Raum des Hauses ist zum Arbeitszimmer eingerichtet, und dürfte manches Mädchen, das im elterlichen Hause kaum ein ungestörtes Eckchen findet, um in Ruhe seine Aufgaben zu machen, die Gymnasiastinnen um ihr geräumiges, ruhiges Arbeitszimmer beneiden. Der Tag ist streng etngethcilt in Arbeits- und Freistunden, welch letztere mit körperlichen Uebungen und Spaziergängen ausgefüllt werden. Sorgfältige Erziehung und Pflege wird den jungen Mädchen zu Theil und auf die Entwicklung der weiblichen Anlagen in Bezug auf Ordnung und Reinlichkeit wird, wie ich mich selbst überzeugte, großer Werth gelegt, ein Umstand, der mancher m d eser Hinsicht besorgten Mutter zur Beruhigung dienen rann! Ich bat, mir einige Schiebladen der Schülerinnen zu öffnen und kann nur das Zeugniß ausstellen, daß alles in tadelloser Ordnung war. — Die Zöglinge sahen frisch und munter aus " Es ist trotz fortwährender Verbreitung und Bekanntmachung des Vereins „Frauenbildung — Frauenstudium", Hauptfltz Wiesbaden , noch den Wenigsten bekannt, daß seit Oktober ein mit dem Karlsruher Mädchengymnäsium in Verbindung stehendes Internat" für Gymnasiastinnen zu Karlsruhe von diesem Verein in's Leben gerufen ist. Dieses Internat, das den jungen, das Gymnasium besuchenden Mädchen vollständige Pension, pädagogische Ueberwachung der Arbeiten und umsastende, körperliche und sanitäre Pflege bietet, ist nur zur Aufnahme von Ghmna- iastinnen bestimmt, und wird dieses Institut vielen Eltern, die davor zurückschrccken, ihre Töchter ohne Aufsicht in fremde Obhut zu geben, um ihnen den Besuch des Gymnasiums zu ermöglichen, ein mit Freuden begrüßter Ausweg sein. Der Zenstonsprets für den Aufenthalt im Internat beträgt 600 M. ährlich exklusive Wäsche, das Schulgeld 81 M. HH Mannheim, 13. Dez. Der hiesige Bürgerausschuß hielt heute Abend eine Sitzung ab, in welcher die Vorlage des Stadtraths auf Herstellung der Wtndeck-Stratze, die einen Kostenaufwand von nahezu 150 000 M. erfordert, genehmigt wurde. Eine weitere Vorlage des Stadtraths betraf die anderweitige Regelung des Zinsfußes für Einlagen bei der städttschen SParkasse. Bisher wurden nämlich für Sparkasseneinlagen von über 3 000 M. 2'/, Proz. Zinsen, bezahlt. In Zukunft soll nach dem Vorschläge des Stadtraths und der Sparkastenkommtsfion der Zinsfuß für Einlagen von 3 000 bis 5 000 M. 3 Proz. betragen. Begründet wird die Nothwendtgkett dieser Erhöhung des Zinsfußes mit der Befürchtung, daß bei dem jetzigen hohen Geldstande der Sparkaffe nicht die nöthigen Kapitalien zufließen, wenn sie den jetzigen niederen Zinsfuß betbehält. Thatsächlich beziffert sich nach den Mittheilungen der Sparkastenkommisston an den Stadtrath schon derzeit der Betrag der im laufenden Jahr der Sparkaffe entnommenen either nur zu 2^/, Proz. verzinslichen Guthaben auf annähernd eine Million Mark. Die Sparkaffe hat aber an der Erhaltung der größeren Einlagebeträge ein großes Interesse. Die Wirkung dieser Maßregel besteht darin, daß für rund 2^/, Millionen Mark Einlagen >/, Proz. Zins mehr als seither zu entrichten ist, was einem Zinsbeträge von 12 500 M. entspricht. Diesem Mehraufwands stehen tndeß größere Einnahmen gegenüber. Bemerkt sei noch die interessante Thatsache, daß die hiesige Sparkasse durch die Konversion der deutschen Staatspapiere allein im Jahre 1898 eine Einbuße von etwa 9 000 M. erlitten hat. Der Bürgerauschuß stimmte dem Antrag des Stadtraths zu. Heidelberg» 13. Dez. Auch hier hat die Studentenschaft eine« Aufruf zur Errichtung einer „ Btsmarck säule " ergehen lasten. — Behufs Erlangung der Konzession für die elektrische Straßenbahn Heidelberg—Wtesloch sind etngekommcn: 1. Die Elektrizitäts-Aktiengesellschaft vorm. W. Lahmeyer L Co. in Frankfurt a. M., 2. die Kontinentale Bahnbaugcsellschaft Hiedemann L Co. im Berlin, 3. die Aktiengesellschaft für Bahn bau in Frankfurt a. M. — Zum Hundersten Geburtstage des berühmten Heidelberger Theologen Richard Rotbe hat Stadtpfarrer Hönig ein Werk „Richard Rothe, sein Charakter. Leben und Denken" veröffentlicht. — Im Kunstverein gefällt unter den neu ausgestellten Werken besonders „Allegorie" von August Wolf (Venedig). — Im Harmontesaale hat das C schwtstertrio Ballio aus Köln (Klavier, Violine, Cello) einen sehr günstigen Eindruck gemacht. Auch die Gesangssolisttn Fräulein Balt (Alt) fand freundlichen Beifall. x Konstanz, 13. Dez. Bei der gestern Vormittag unter dem Vorsitze des Großh. Amtsvorstandes, Herrn Geh. Regierungsrath Jung, vorgenommene Wahl eines Kreisabgeordneten der Gemeinden des Amtsbezirks Konstanz wurde an Stelle des Herrn Sparkassenrechners Vogt von Radolfzell, dessen Mandat erloschen war und der aus Altersrückfichten eine Wiederwahl abgelehnt hatte, von den durch die Gemeindeverwaltungen des Vezirksamts ernannten Wahlmännern Herr Apotheker Bosch von Radolfzell nahezu einstimmig gewählt. Als Abgeordnete der Gemeinde des hiesigen Bezirksamts verbleiben in der Kreisversammlung auf weitere drei Jahre die Herren Altbürgermeister Joseph Rothenhäusler von Konstanz und Kaufmann Adolf Fischer von Singen. Literatur. Thoma, Albrecht, Professor vr. Geschichte des Klosters Frauenalb. Ein Beitrag zur Kulturgeschichte von sieben Jahrhunderten. Freiburg t. Br., Verlag von Paul Waetzel 1898. 104 Setten. Mit zwei Abbildungen und einem Plan. Der durch seine wissenschaftlichen Arbeiten und sein vielseitiges gemeinnütziges Wirken so wohlbekannte Professor vr. Thoma erfreut uns mit einer Geschichte des Klosters Frauenalb. Daß bisher kein Buch über das alte Benediktiner-Kloster erschienen ist, ist leicht erklärlich, denn das Kloster hat, wie der Verfasser hervorhebt, niemals eine große Rolle auf dem Welttheater gespielt, sondern ein idyllisches Stillleben geführt. Aber doch ist es kulturgeschichtlich sehr anregend, die Verhältnisse dieses kleinen Staatswesens darzulegen: eine „weibliche Adelsrepublik" herrscht über eine „bäuerliche Unterthanenschaft" da muß man denn dem Verfasser dankbar sein, daß er uns einen Einblick thun läßt in die eigenartigen Zustände, die in dem Klostergebiet herrschten. Frauenalb war dem Bisthum Speyer unterstellt. In kirchlichen Angelegenheiten holte sich das Kloster Rath bei dem demselben Orden angehörenden benachbarten Mönchskloster Herrenalb, so lange dieses katholisch war, dann bei dem Kloster St. Georgen und später vermuthlich bei dem Franziskanerklostrr zu Rastatt Weltliche Schirmherren Frauenalbs waren die Gründer — die Gründung wird um das Jahr 1200 geschehen sein —, die Grafen von Eberstein, dann die Markgrafen von Baden-Baden und endlich die Markgrafen von Baden Durlach. Wenn man nun bedenkt, wie zäh im Mittelalter auch das kleinste Staatengebilde an seinen Freiheiten und Rechten festhielt, und wie anderseits die weltlichen und geistlichen Fürsten ihre Macht zu verstärken suchten, ist es da zu verwundern, wenn zahlreiche Reibungen und „Irrungen" zwischen dem Kloster und seinen Schirmherren vorkamen? Aber auch von Streitigkeiten mit Ettlingen, Herrenalb und dem Ritter Pfau von Ruppurr weiß die Geschichte zu berichten, und wie ungern die Klosterfrauen den Be uch ihrer geistlichen Vorgesetzten annahmen, ersteht man recht deutlich aus einem ergötzlichen Bericht über eine Kirchen visstatton im Jahre 1715. Die Nonnen wollten ungestört in ihrem Klosterleben sein, das ganz in Gottesdienst, Gebet und Andacht aukaina - Landarbeiten verrichteten fie nicht. Die Zahl der Klosterfrauen sthwankte: 1363 zähtte man M, die größte uns bekannte Zahl. Von bekannten Adelsgeschlechtern findet man unter den Nonnen die Namen. v. Andlaw, Göle. R dknLbuvn v Nemckinaen, v. Schönau, v. Sickingen, v. Bermmgen An der Spitz? SVosttrs Md eine A-bttsstn, die auf Lebenszeit gewählt wurde. Sie herrschte unumschränkt im Kloster und übte die Hohettsrechte des Klosters aus: so setzte sie die Pfarrer in Vurbach, Marxzell, Völkersbach und Erstngen ein und nahm und entließ Bürger und Hintersassen. Ihr unterstanden neun bis zehn Dörfer, in denen sie alle obrigkeitliche Gewalt besaß. Die Einwohner dieser Dörfer waren zu vielen Abgaben und Frondiensten verpflichtet. Auch mit diesen Dorfunterthanen hatte das Kloster mancherlei Rechtsstreitigkeiten, so besonders mit den Bewohnern von Burbach, die sich im Jahre 1712 gegen ihre Herr- chaft auflehnten. Ja, noch in die letzten Zeiten des Gottes- muses — dieses bestand bis 1803 — fielen Unruhen nnd Auslände der Bauern. — Es sei noch erwähnt aus dem überaus reichen Inhalt des Buches, daß in einem besonderen Kapitel das Kirchen- und Schulwesen behandelt wird. — So möge denn die Schrift des Professors Thoma im badischen Lande und darüber hinaus viele Leser finden. Ist doch auch dieses Buch trefflich geeignet, den kulturgeschichtlichen Sinn zu heben! Möchten sodann aber auch viele Geschichtsforscher und Geschtchts- reunde angeregt werden, lokalgeschichtliche Studien zu machen. Denn aus der Lokalgeschichte heraus erwächst doch erst die Landesgeschichte ! AroßyerzogNches KofLyeater. Spielpla«. Im Hoftheater Karlsruhe: Donnerstag, 15. Dez. Abth. 8. 21. Ab.-Vorst. (Mittelpreise): „Der fliegende Holländer", romantische Oper in 3 Aufzügen von Richard Wagner. — Holländer: Herr Dörwald vom Stadttheater in Bremen. Anfang 7 Uhr, Ende gegen 10 Uhr. Freitag, 16. Dez. Abth. ^.. 21. Ab.-Vorst. (Kleine Preise.) „Der Tranu» ei« Leben", dramatisches Märchen in 4 Akten von Franz Grillparzer. Anfang 7 Uhr, Ende gegen '/.10 Uhr. Etngetretener Hindernisse wegen kann das auf Montag den 19. b. M. in Aussicht genommene Gastspiel der Hofopernsängerin Fräulein Anna Sutter vom Hoftheater in Stuttgart erst am Donnerstag den 22. d. M. stattfinden. Es muß soütn eine Verschiebung der für die betreffende Woche angesetzten Vorstellungen erfolgen. Am Montag den 19. Dezember wird deshalb „Die Schmetterlingsschlacht" von Sudermann in Abtheilung Ti. 22. stattfinden und die 10. Vorstellung außer Abonnement zu Gunsten der Hoftheater-Penstonsanstalt „Marie, die Tochter des Regiments" und „Pnppenfee" wird am Donnerstag den 22. d. M. gegeben werden. Der Verkauf der Eintrittskarten für diese Beneficevorstellung erfolgt, wie bereits angekündtgt, an die Abonnenten des Großh. Hoftheaters am Montag den 12. Dezember, der allgemeine Vorverkauf von Dienstag den 13. bis einschließlich Mittwoch den 21. Dezember. A«k»> «« ir« Karlsruher Ktalldrsinuh-Kegiller. Geburten. 7. Dez. Karl, B.: Martin Müller, Mechaniker. — 10. Dez. Elise Oiga, B.: Karl Brendle, Hetzer. — Richard, Wilhelm Otts, V.: Richard Ehrle, Steindrucker. — Emma Hertha, V.: Joses Blumenstetter, Schneider. — Albert, V.: Viktor Schwarz, Buchdrucker. — Wilhelmina, B.: Johannes Zeller, Schutzmann. — Elisabeth Frieda, B.: Ziriak Krebs, Aktuar. — 11. Dez. Karl Josef, V.: Karl Friedrich Alexander Müller, Installateur. — 12. Dez. Maria und Johanna, Zwillinge, B.: Salomo« Dietsche, Reservefahrer. — Wilhelm Richard, V.: Wilhelm Leberecht, Schreiner. — Gustav, V.: Sebold Pferrer, Maschinenarbeiter. Eheaufgebote. 10. Dez. Wilhelm Feßler von Seckenheim, Cigarrenmacher hier, mit Barbara Weiß von Neulußheim. — Gustav Finkbeiner von Tübingen Fabrikarbeiter hier, mit Jda Merkle in Jagstzell. — Rudolf Köhler von Baden, Tapezier hier, mit Elise Haug von Stuttgart. — Emil Scheffmacher von Schaffhausen, Bürstenmacher hier, mit Franziska Feger, bisher genannte Bogt von Ottenhöfen. Eheschließungen. 13. Dez. Wendeltn David von Odenheim, Schreiner hier, mit Bertha Wetdemann von hier. Todesfälle. 10. Dez. Karl Schulz, Wwr., Notariatsinspektor a. D. 70 I. - Anton Häberle, ledig, Schuhmacher, 61 I. - Willi, 2 M. 24 T., V.: August Wtdmann , Metzger^ metster. — Katharina, Wwe. von Franz Schmitt, Schuhmacher. — 11. Dez. Josef Spitzmüller, Ehemann, Privatier, 83 I. — Theodor, 1 I. 5 M. 3 T., B.: Karl Knvpple, Schlaffer. — Emilie, Witwe von Bahnexpeditor Hieronymus Fritsch, 70 I. — Auguste, Witwe von Bahnhofarbeiter Jakob Brüstle, 65 I. — Anna Maria, Ehefrau von Schreiner Valentin Ulses, 67 I. — Edwin, 5 M. 8 T., B.: Rudolf Ratzel, Wagenwärter. — 12. Dez. Emma Model, ledig, gewerbelos, 50 I. Verantwortlicher Redakteur: Julius Katz in Karlsruhe. Nach ermem zugleich praktische« wie vornehmen Weihnachtsgeschenk wird in diesen Tagen wieder vielfach Umschau gehalten. Wer nun als Festangebinde eine Nähmaschine zu erwerben gedenkt, der lenke seine Schritte nach dem hiesigen Geschäft der Singer Co. Akt. Ges., frühere Firma G. Neidlinger in der Kaiser st raße, die seinen Anforderungen nach jeder Richtung hin Rechnung tragen wird. Die daselbst ausgestellten, bekanntlich Weltruf genießenden echten Singer Nähmaschinen zeigen einfache wie hochelegante Ausstattung, die immer aber mit praktischer Verwendbarkeit verbunden ist. Reden wir einmal vom Luxus, so finden wir dort eine große Anzahl vornehmst ausgestatteter Maschinen, darunter solche mit versenkbarem Obertheil, unter denen Jedermann eher einen Damen-Schreibti,ch als eine Nähmaschine ver- muthen wird, und die deshalb jedem -alo„ zur Zierde gereichen dürfte. Stets auf äußerste Vervollkommnung ihrer Erzeugnisse bedacht, hat die Singer Compagnie in den letzten Jahren die Einrichtung getroffen, daß ihre Maschinen zur Erleichterung für die Damen auch elektrisch betrieben werden können und nur einer einzigen Einschaltung bedarf es, diese Einrichtung, dort, wo elektrischer Strom bereits vorhanden ist, zu schaffen. Auch an Vielseitigkeit übertreffen die Original Singer Nähmaschinen alles, was auf diesem Gebiete existier. Wer sich z. B. die kostbaren, künstlerisch schön ausgeführten Kunststickereien — wahre Nadelmalereien — ansteht, der wird es kaum glauben, daß diese wunderbaren Arbeiten nicht der Hand der Kunststickerin ihr Dasein verdanken, sondern auf der gewöhnlichen Famiiien-Näh- maschtne der Singer Co. dem Leben entgegengeretft sind. So bietet denn die echte Singer Nähmaschine alle Vorzüge, die man an ein solches Hilfsmittel zu stellen berechtigt ist und mehr als andere verdient fie es, bei Weihnachts Einkäufen Berücksichtigung zu finden. Bürgerliche Rechtsstreite. Ladung. LV578.1. Nr. 33,710. Karlsruhe. Die minderjährige Amalie Rath, uneheliches Kind der ledigen Lina Barbara Rath hier, vertreten durch den Klagvormund Johann Martin Pfefferte, Fabrikarbeiter zu Schwenningen, dieser vertreten durch Rechtsanwalt I)r. Sanders hier, klagt gegen den Koch Emil Weterauer, früher hier wohnhaft, jetzt an unbekannten Orten abwesend auf Ernährungsbeitrag auf Grund des Gesetzes vom 21. Februar 1851 mit dem Anträge auf kostenfällige, vorläufig vollstreckbare Verurtheilung des Beklagten zur Zahlung eines wöchentlichen, in Vierteljahresraten vorauszahlbaren, Ernährungsbeitrags von 1 M. 71 Pf. seit der Geburt des klagenden Kindes, d. i. vom 23. Dezember 1897, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor bas Großh. Amtsgericht zu Karlsruhe auf Dienstag den 24. Januar 1899, Vorm. 9 Uhr, II. Stock Zimmer 14. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Karlsruhe, den 9. Dezember 1898. Der Gertchtsschretber Gr. Amtsgerichts: Katzenberger. Ladung- Q,601.1. Nr. 14,957. Karlsruhe. Der Friseur Karl Koch zu Karlsruhe, Prozeßbevollmächtigter Rechtsanwalt vr. Fr. Weill hier, klagt gegen seine Ehefrau Philipptne geb. Silberer, z. Zt. an unbekannten Orten abwesend, auf Grund der L.R.S. S. 229, 231 mit dem Anträge auf Ehescheidung. Der Kläger ladet die Beklagte zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die I. Civilkammer des Gr. Landgerichts zu Karlsruhe auf Dtenstag den 21. März 1899, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelaffenen Anwalt zu bestellen. Zum Zweck der öffentlichen Zu- Karlsruhe, den 13. Dezember 1898. Winter, stellung wtro vtejer Auszug oer Klage bekannr gemacht. Karlsruhe, den 13. Dezember 1898. Gerichtsschreiber des Gr. Landgerichts. Ladung. QF85.1. Nr 14,986. Karlsruhe. Die Heinrich Muth Ehefrau, Luise geb. Seidel in Pforzheim, Prozeßbevoll- mächtigter Rechtsanwalt vr. Dämmert, klagt gegen ihren genannten Ehemann, an unbekannten Orten, auf Grund des L.R.S. 231 mit dem Anträge auf Ehescheidung. Die Klägerin ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die II. Civilkammer des Großh. Landgerichts zu Karlsruhe auf Samstag den 18. März 1899, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Karlsruhe, den 10. Dezember 1898. Bastian, Gertchtsschretber des Gr. Landgerichts. Ladung. 0,598.1. Nr. 20,237. Mannheim. In der Eheschetdungssache des Georg Gallenstein, Schiffer in Mannheim , Gasthaus zum „Rheinschiff", Klägers, gegen seine Ehefrau Maria Paula Gallenstein, geb. Brosterhues, Kellnerin, z. Zt. unbekannten Aufenthalts, Beklagte, ist auf Antrag des Klägers neuer Termin bestimmt auf Mittwoch den 8. März 1899, Vormittags 9 Uhr, vor der II. Civilkammer des Gr. Landgerichts. Der Kläger ladet die Beklagte zu diesem Termin. Mannheim, den 10. Dezember 1898. Der Gertchtsschretber Gr. Landgerichts: Schneider. Labung. Q'543.1 Nr. 25,439. Baden. Die minderjährige Olga Hutter in Baitenhausen, vertreten durch den Prozeßvormund Konrad Hutter zu Baitenhausen. Prozeßbevollmächtiger: Rechtsanwalt vr. Netter in Baden klagt gegen den an unbekannten Orten abwesenden Friseur Karl Gack früher zu Sinzheim wegen Ernährungsbettrags mit dem Anträge auf kostenfälltge Verurtheilung des Beklagten, zur Ernährung des klagenden Kindes Olga Hutter z. H. von dessen Pflegschaft einen in vierteljährlichen Raten vorausbezahlbaren Ernährungsbeitrag von der Geburt des Kindes bis zu dessen vollendetem 14. Lebensjahre in Höhe von 1 Mk. 50 Pf. pro Woche zu bezahlen. Die Klägerin ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Großh. Amtsgericht zu Baden auf Dienstag den 7. Februar 1899, Vormittags 9 Uhr, zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Baden, den 6. Dezember 1898. Der Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts: Schöntth. Ladung. LV577.1. Nr. 64,368. Heidelberg. Die Frau Privatmann Herrn. Odenwald Witwe und Kaufmann Hermann Odenwald beide zu Heidelberg, vertreten durch Rechtsanwälte vr. Helm und vr. Monfang allda, klagen gegen den Schuhmacher Jak.Herbold von Ziegel- Hausen z. Zt. an unbekannten Orten wegen Anerkennung einer Erbtheilung mit dem Anträge auf Verurtheilung des Beklagten, die auf das am 12. März 1897 erfolgte Ableben seines Vaters, des verwitweten Taglöhners Konrad Herboldt von Ziegelhausen gefertigte notarielle Theilung anzuerkennen und die Kosten des ReckNs- streits zu tragen und laden den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Großh. Amtsgericht zu Heidelberg auf Dienstag den 7. Februar 1899, Vormittags 9 Uhr, zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Heidelberg, den 5. Dezember 1898. Der Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts: H e r r e l. Konkurs. Q.592. Nr. 26,124. Mosbach. Den Konkurs über das Vermögen des Bäckers Wilhelm Wolf und besten Ehefrau Regina, geb. Hofmann, von Hetnshetm betr. Großh. Amtsgericht hier hat zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters und zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schlußverzeichniß Termin bestimmt auf: Samstag den 7. Januar 1899, Vormittags 9 Uhr. Mosbach, den 12. Dezember 1898. Der Gertchtsschreiber Gr. Amtsgerichts: Heber. Konkurs. Q.591. Nr. 57^24. Pforzheim. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Kaufmanns Johann Geith von hier ist infolge eines von dem Gemeinschuldner gemachten Vorschlags zu einem Zwangsvergletche Bergleichstermin anberaumt auf: Montag den 2. Januar 1899, Vormittags 9 Uhr, vor dem Amtsgerichte hier. Pforzheim, den 12. Dezember 1898. Matt, Gerichtsschreiber des Gr. Amtsgerichts. Brrmögensabsonderungen. Q600. Nr. 15,004. Karlsruhe. Die Ehefrau des Wtrths Franz Fuchs, Karoline geb. Ltndner in Karlsruhe, vertreten durch Rechtsanwalt Händel in Karlsruhe, klagt gegen ihren genannten Ehemann mit dem Anträge, sie für berechtigt zu erklären, ihr Vermögen von dem ihres Ehemannes abzusondern. Termin zur Verhandlung des Rechtsstreits vor Großh. Landgericht dahier, Civilkammer IV, ist bestimmt auf Montag den 30. Januar 1899, Vormittags 9 Uhr. Dies wird hiermit zur Kenntntßnahme der Gläubiger bekannt gemacht. Karlsruhe, den 12. Dezember 1898. Gerichtsschretberei des Gr. Landgerichts' Mössinger. LV562. Nr. 14^48. Karlsruhe. Durch Urtheil des Großh. Landgerichts Karlsruhe, Civilkammer IV, vom Heutigen wurde die Ehefrau des Kaufmanns Wilh. Grimm hier, Karolina geb. Wraß für berechtigt erklärt, ihr Vermögen von demjenigen ihres Ehemannes abzusondern. Dies wird hiermit zur Kenntniß der Gläubiger gebracht. Karlsruhe, den 28. November 1898. Der Gertchtsschreiber Gr. Landgerichts: W t d m e r. Q,599. Nr. 14,316 Offenburg. Die Ehefrau des Wilhelm August Langenbach, Ragdalenageb.Schwenk in Lahr, hat durch Rechtsanwalt Strohmeyer gegen ihren genannten Ehemann Klage auf Bermögensabson- derung beim Großh. Landgericht dahier erhoben und ist Termin zur Verhandlung hierüber bet der Civilkammer II auf Freitag den 20. Januar 1899, Vormittags 9 Uhr, anveraumt, was zur Kenntnißnahme der Gläubiger hiermit veröffentlicht wird. Offenburg, den 13. Dezember 1898. Gerichtsschreiberei des Gr. Landgerichts: Seifert. LV579. Nr. 14,204. Offenburg. Die Ehefrau des Händlers Wolf Ltebermann Karolina geb. Mayer in Kehl, hat durch Rechtsanwalt vr. Günzburger in Offenburg gegen ihren genannten Ehemann eine Klage auf Vermögensabsonderung bei Großh. Landgericht dahier erhoben und ist Termin zur Verhandlung hierüber bet der Civilkammer I auf Dienstag, den 14. Februar 1899, Vormittags 9 Uhr, anberaumt, was zur Kenntntßnahme der Gläubiger hiermit veröffentlicht wird. Offenburg, den 10. Dezember 1898. Gerichtsschretberei des Gr. Landgerichts: Basler. LV544. Nr. 12,209. Konstanz. Die Ehefrau des Hubert Stett, Katharina geb. Riegel von Konstanz, vertreten durch Rechtsanwalt Bloch in Konstanz hat gegen ihren Ehemann eine Klage auf Vermögensabsonderung erhoben. Zur mündlichen Verhandlung ist vor Großh. Landgerichts — Civilkammer I — Termin auf Mittwoch, den 18. Januar 1899, Vormittags 9 Uhr, bestimmt, was zur Kenntntßnahme der Gläubiger bekannt gemacht wird. Konstanz, den 8. Dezember 1898. Der Gerichtsschreiber Gr. Landgerichts: Klotz. Zwangsvollstreckung. QM6.1. Karlsruhe. Steigerungs- Ankündigung. Infolge richterlicher Verfügung wird dem Bäckermeister Friedrich Nestler in Karlsruhe am Mittwoch den LL. Januar 1898, Nachmittags S Uhr, in der Turnhalle der hiesigen Leopoldschule nachbeschriebenes Anwesen öffentlich zu Eigenthum versteigert, wobei der Zuschlag erfolgt, wenn der Schätzungspreis oder mehr geboten wird. R.H.B. H. 1984. Das in der Markgrafenstraße dahier unter Nr. 8 einerseits neben Möbelhändler Friedrich Kurr Eheleute, anderseits neben Kaufmann Mathias Köhler Ehefrau gelegene, theils drei-, theils zweistöckige Wohnhaus mit Seitengebäude, sammt aller sonstiger liegenschaftlicher Zugehörde, einschließlich des Grund und Bodens, gerichtlich geschätzt zu . 33,000 M. — Drei und dreißigtausend Mark — Die wetteren Steigerungsbedtngungen können in meinem Geschäftszimmer — Katserstraße Nr. 70 — eingesehen werden. Karlsruhe, den 6. Dezember 1898. Großh. Notar: Heß. Zwangsvollstreckung Q, 546. Radolfzell. Liegenschafts- Bersteigerung. Infolge richterlicher Verfügung werden am Dienstag den 27. Dezember 1898, Nachmittags 2 Uhr, auf dem Rathhause in Oehntngen die nachbeschriebenen Liegenschaften des Architekten Friedrich Schlagintweit in Zürich öffentlich zu Etgeuthum versteigert und erfolgt der Zuschlag um das sich ergebende höchste Gebot, wenn der Schätzungspreis auch nicht erreicht wird. Die übrigen Berstetgerungsbe- dingungen können beim Unterzeichneten Angesehen werden. Gemarkung Oehningen. Gut Elmenhof, bestehend aus: Lagb. Nr. 3342. 1 ka. 73 ar 92 gm Hofraithe, Garten, Wiese, Grasrain und Weiher nebst auf der Hofraithe stehendem zweistöckigem Wohnhaus mit Balkenkeller, sowie einstöckigem Wagenschopf mit Schweinställen, taxirt Mk. zu. 4000 Lagb. Nr. 3353 a. 9 ka 74 ar 55 gm Hofraithe, Garten, Rain, Weg, Wiese und Ack^r nebst auf der Hofraithe stehendem zweistöckigem Wohnhaus mit Balkenkeller im Stock, Scheuer, Stallung, einstöckigem Schweinstallanbau und Göbelschopf, taxirt zu. 9000 ferner 5 ba 74 ar 92 gm Wald in fünf Parzellen, taxirt 5 200 9 üa 26 ar 1 gm Ackerland in vier Parzellen und 46 ar 53 gm Wiese in einer Parzelle, zusammen taxirt zu . 8160 Summa .26 360 — Sechsundzwanzigtausend dreihundert sechszig Mark. — Radolfzell, den 9. Dezember 1898. Der Vollstreckungsbeamte. Gr. Notar: Walther. Freiwillige Gerichtsbarkeit. Verbeiständung. Q'575. Nr. 17,632. Säckingen. Durch Beschluß vom 2. Dezember d. I. wurde Wilhelm Strittmatter, Land wtrth in Gtrsbach—Wehrhalten wegen Verschwendung verbeistandet und demselben demgemäß verboten, ohne Beiwirkung eines Beistandes Vergleiche zu schließen, Anlehen aufzunehmen, ablösliche Kapitalien zu erheben, oder darüber Empfangsscheine zu geben, auch Güter zu veräußern oder zu verpfänden, sowie hierüber zu rechten. Säckingen, den 2. Dezember 1898. Großh. Amtsgericht: R. Müller. Erbeinweisungeu. LV448.3. Nr. 12,222. EVerb ach. Die Witwe des am 4. Oktober 1898 verstorbenen Kaufmanns Wilh. Mar- Hofer von Eberbach, Sofie Wilhelmine geb. Hauck hat die Einsetzung in die Gewähr des Nachlasses ihres genannten Ehemannes beantragt. Einsprachen gegen diesen Antrag wären binnen vier Wochen anher zu erheben. Eberbach, den 1. Dezember 1898. Großh. Amtsgericht: (gez.) vr. Rupp. Dies veröffentlicht: Der Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts: Heinrich. Q'495.1. Nr. 25,182. Mosbach. Großh. Amtsgericht hat heute verfügt: Die Witwe des am 18. August 1898 in Oberschefflenz gestorbenen Land- wirths August Hartmann von da, Franziska geb. Fürst, hat um Einweisung in Besitz und Gewähr des Nachlasses ihres Ehemannes nachgesucht. Dem Gesuch wird stattgegeben, wenn nicht binnen drei Wochen Einsprachen gageyen erhoben worden. Mosbach, den 7. Dezember 1898. Der Gertchtsschreiber Gr. Amtsgerichts: Heber. Q.421.3. Nr. 15F52. Müllhetm. Die Witwe des Landwirths Ludwig Heiny alt von Schlierigen, Maria Josefa, geb. Vogel, hat um Einweisung in die Gewähr des Nachlasses ihres Ehemannes nachgesucht. Diesem Gesuch wird stattgegebcn, wenn nicht binnen drei Wochen Einsprache dagegen erhoben wird. Müllheim, den 30. November 1898. Der Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts: Doll. Q.420.3. Nr. 15F53. Müllheim. Schneider Josef Anton Höferlin von Bellingen hat um Einweisung in die Gewähr des Nachlasses seiner Ehefrau Josephs, geb. Lang, nachgesucht. Diesem Gesuch wird stattgegeben, wenn nicht binnen drei Wochen Einsprache dagegen erhoben wird. Müllhetm, den 30. November 1898. Der Gertchtsschreiber Gr. Amtsgerichts: Doll. LV478.2 Nr. 10,999. Neustadt. Uhrmacher Ratmund Rimp recht von Eisenbach hat um Einweisung in Gewähr des Nachlasses seiner verstorbenen Ehefrau, Barbara geb. Dietsche gebeten. Dem Ansuchen wird entsprochen, wenn nicht binnen vier Wochen dagegen Einwendungen erhoben werden. Neustadt, den 3. Dezember 1898. Der Gertchtsschreiber Gr. Amtsgerichts: Boxheimer. Haudelsregistereiutrag Q-572. Nr. 63,196. Mannheim. Zum Handelsregister wurde heute eingetragen: 1. Zum Firm.-Reg. Bd. V., O.Z. 119, Firma „Jean Nicholz" in Mannheim. Inhaber ist Johann Carl Benedikt Nichols, Kaufmann in Mannheim. 2. Zum Firm.-Reg. Bd. V., O.Z. 120, Firma „Theodor Jüngt" in Mannheim. Inhaber ist Theodor Jüngt, Kaufmann in Mannheim. 3. Zum Firm.-Reg. Bd. V., O.Z. 121, tn Fortsetzung von Bd. II., O.Z. 759, Firma „Benjamin Tuteur" in Mannheim. Die Firma ist erloschen. 4. Zum Ges.-Reg. Bd. VIII., O.Z. 183, in Fortsetzung von Bd. VI., O.Z. 313, Firma „PH. Kloos" in Mannheim. Der Gesellschafter Adolf Kloos, Kaufmann in Mannheim, ist aus der Gesellschaft ausgetreten. 5. Zum Ges.-Reg. Bd. VIII., O.Z. 184, Firma „Schaefer