Beilage zu Nr» M -er Karlsruher Zeitung. Mittwoch, 13. Februar 1888. Badischer Landtag. Karlsruhe, 10. Febr. 28. öffentliche Sitzung der weiten Kammer unter dem Vorsitze des Präsidenten amey. (Schluß.) Zu Ausgabe Tit. III, Allgemeine sachliche Ausgaben. 17. Heizung, Beleuchtung und Reinigung. Abg. v. Neubronn beschwert sich über die Beleuch- hg des Bahnhoss von Emmendingen bezw. über dessen chtbeleuchtung mit Gas. Vor einiger Zeit sei dort -^.e Gasanstalt entstanden und habe die Stadt die Gas- Ms»rwuchtung eingeführt. Bezirksamt und Amtsgericht ^v^en sich begreiflicherweise augeschlossen und stehe der H^Wuß der neuen Heil- und Pflegeanstalt bevor. Der ^ müsse also ein derartiger sein, daß er auch vom ^^ium des Innern als ein angemessener erachtet Hilssei. Wenn es schon an und für sich mißlich eine Staatsstelle an ein solche» fortschrittliches ö" *men sich nicht anschließe, so sei dies besonders -,Aendingen der Fall, wo der Bahnhof und der vcrf^e Bahnübergang gegenüber der ganzen übrigen zeit,n Erdölbeleuchtung zurückgeblieben seien. Auf ,D«er sei aber nicht haltbar, daß eine Stadt sich aus vervollkommne, die andern öffentlichen Stellen Legi'n und nur die Generaldirektion sich ausschließe. größern Bahnhöfen sei man bereits zur elek- "^Beleuchtung übergegangen, es sei nicht möglich, kleineren Stationen soweit zurückzubleiben. 2 ^'bittet die Generaldirektion, entgegen früherer Eiffßung auf dem Bahnhof zu Emmendingen die Exillchtung einzuführen. gemßierath Eisenlohr erwidert dem Herrn Abg. Beißonn, daß diese Frage die Generaldirektion schon traltzi habe, daß man aber von Einrichtung der Gas- A°Pig auf dem Bahnhofe in Emmendingen haupt- 4Äaus dem Grunde Umgang genommen habe, weil s"?Zau des äußeren Bahnhofs beabsichtigt sei und darum zur Zeit nur um die Beleuchtung der klein Räume des Stationsgebäudes handeln könne. Horie solche beschränkte Verwendung des Gases würde lunL für die Anlage zu machende Kostenaufwand viel laut sein, auch würde man Gefahr laufen, etwa ge- unbEinrichtungen wieder abändern zu müssen. Eine endgiltige Entscheidung in der Sache sei übrigens noch nicht ergangen. Abg. v. Neubronn freut sich, daß sich die Generaldirektion prinzipiell ablehnend nicht verhalte, das Weitere überlasse er der Sache selbst, welche die Gründe für sich in sich trage. Berichterstatter Abg. Winterer hält den Wunsch der Einführung von Gasbeleuchtung auf dem Bahnhofe zu Emmendingen gleichfalls für gerechtfertigt. Zu Tit. 8 Kosten für Benützung fremder Bahnan lagen und für Dienstleistung fremder Bahnverwaltungen. Abg. Geldreich beklagt, daß der Staat dem Unternehmen der Renchthalbahn nicht die gleiche Berücksichtigung zu Theil werden lasse, wie der Waldkircher Bahn, und bittet demgegenüber um Wohlwollen für zwei schwer belastete Gemeinden. Im Jahre 1874 sei die Renchthalbahn als Aktienunternehmen im Wege der Selbsthülf; gebaut worden, im Jahre 1876 sei dieselbe vollendet gewesen. Der Staat habe den Betrieb für 50 Proc. der Bruttoeinnahme übernommen. Die Anlage habe einen Aufwand von 1700000 M. verursacht und sei derselbe auf 1900000 M. einmal dadurch erhöht worden, daß die Preise des Geländes unvorhergesehen theuer waren, sodann weil der Staat an der Bahnanlage die Durchführung massiver Hochbauten verlangt habe, während ursprünglich nur solche von Fachwerk vorgesehen waren. An diesem hohen Anlagekapital hätten nun die Gemeinden Oberkirch und Oppenau als Aktionäre mit je 350000 M. und außerdem dadurch sich betheiligt, daß sie den übrigen Betrag des Gesammtauf- wands durch Anlehen aufbrachten' und der Aktiengesellschaft als Darlehen auf Prioritäten überließen. Bei der niedrigen Dividende von 14 ., bis 2 Proc. seien die beiden Gemeinden in der Lage gewesen, jährlich 7000 M. auf die Zinsen daraufzulegen, und habe sich ihr Gesammtverlust bisher auf 170,000 M. belaufen. Dieser Betrag hätte aber durch Umlagen aufgebracht werden müssen, welche sich in Oppenau z. Zt. auf 65 Pf., in Oberkirch auf 89 Pf. beliefen. Abhilfe sei nur möglich durch den Staat, wie dieselbe bei der Waldkircher Bahn thatsächlich gewährt worden sei. Es erschiene aber ungerechtfertigt, wenn in andern Gegenden große Opfer für Bahnanlagen gebracht und eben jetzt für Lokalbahnen bedeutende Summen ausgegeben würden, andererseits für die Gemeinden Oberkirch und Oppenau nichts geschehen solle. Entweder sei die Verstaatlichung der Bahn geboten, oder solle der Staat, falls er den Aktionären nicht zu Hilfe kommen wolle, den Aktienan- theil der Gemeinden wenigstens in demselben Verhältniß übernehmen, als er zu Lokalbahnen Zuschüsse leiste. Geheimerath Eilst älter möchte den Herrn Abg. Geldreich nur daran erinnern, daß der Staat für die Renchthalbahn schon recht bedeutende Opfer gebracht habe. Einmal habe sich derselbe durch das Großh. Domänenärar an dem Baukapital mit Aktien betheiligt, sodann habe er den Betrieb gegen Bezug von 50 Proz. des in höherem Maße keiner andern Privatbahngesellschaft gegenüber eingegangen worden sei. Aus dem Berichte des Herrn Abg. Hoffmann zu dem Baubudget der Eisenbahnverwaltung vom vorigen Landtage könne das Hohe Haus entnehmen, in welcher Weise sich der Staat an dem Bau der verschiedenen Privatbahnen zum Zwecke der Förderung desselben betheilißt habe, und es werde sich daraus überzeugen, daß die Renchthalbahn und bezw. die Gemeinden des Renchthals in keiner Weise zu kurz gekommen seien. Aus den Jahresberichten der Generaldirektion werde das Hohe Haus weiter entnehmen, daß die 50 Proz. Antheil am Bruttoertrag der Bahn lange nicht ausreichen, um die Betriebskosten zu decken, und daß also die Eisenbahnverwaltung aus dem Betrieb dieser Privatbahn alljährlich eine sehr beträchtliche Einbuße erleide. Wollte man aber auch nach dem Vorgang mit der Waldkircher Bahn der Renchthalbahngesellschaft dieselben Zugeständnisse machen und so die Bahn als Staatseigenthum erwerben, so würde dies der Gesellschaft und insbesondere den Städten Oberkirch und Oppenau gar nichts helfen. Er habe, als sofort nach Bekanntwerden der Absicht, die Waldkircher Bahn zu kaufen, eine Abordnung jener Gesellschaft zu ihm gekommen sei, dieser erklärt, es müßten doch wenigstens der Grund und Boden, der zum Bahnbau erforderlich gewesen sei, unentgeltlich dem Staate überlassen werden, wie ja dies gegenüber der Waldkircher Bahn gefordert worden und in allen neueren Fällen, er erinnere an die Höllenthalbahn und die Walldürn-Seckacher Bahn, geschehen sei, worauf jene erklärt hätten, daß ihnen unter diesen Bedingungen mit der Abnahme der Bahn nicht gedient sei. Dies habe er auch als vollkommen richtig anerkennen müssen, zumal, wie der Herr Abg. Geldreich bereits angeführt, das Gelände bei dieser Bahn sehr hoch zu stehen gekommen sei. Eine weitere Erleichterung in dem Beitrag zu den Betriebsausgaben könne aber wegen der wachsenden Belastung und der unabweislichen Konsequenzen nicht in Aussicht genommen werden. Abg. Flüge empfiehlt, wiewohl es nach den Ausführungen des Herrn Finanzministers schwer sei, diesen beiden Gemeinden von Seiten des Staats zu Hilfe zu kommen, hier einen Ausnahmefall eintreten zu lassen. Berichterstatter Abg. Winterer: Es sei das Verhältniß der Privatbahnen zur Hauptbahn ein solches, daß für die ersteren aus der Staatskasse ein jährlicher Betrag von 40 000 M. bis 50000 M. ausbezahlt werde. Dadurch werde aber für den Staat der Gedanke nahe gelegt, den Ankauf sämmtlicher Privatbahnen zu bewirken. — Was den von dem Abg. Geldreich vorgetragenen Wunsch anlange, so habe Redner vor 2 Jahren gegen den Ankauf der Waldkircher Bahn gestimmt und schon damals erklärt, daß wenn zufolge der Verstaatlichung der letzteren die Renchthalbahn dasselbe Begehren stellte, sie ebenso zu behandeln sei, denn im Grunde sei die Lage beider Bahnen ziemlich gleich. Immerhin seien die Ausführungen des Herrn Finanzministers geeignet, die zu hohen Forderungen der Gesellschaft herabzustimmen. GroMerzoMmn Baden. Karlsruhe, den 14. Februar. * (Spende.) Durch Großh. Generalintendanz der Civilliste ist dem Verwaltungsrath der Anstalt für schwachsinnige Kinder in Mosbach von Seiner Königlichen Hoheit dem Erbgroß - Herzog die Gabe von SO Mack zugewiescn worden. * (Allgemeine V olk s b i b li o th e k.) Vom 6. bis 12. Februar wurden an 525 Besucher 627 Bände ausgeliehen. z Freiburg, 13. Febr. (K rei s v e rs a m m l u n g.) Die Vorlagen an die in nächster Zeit hier tagende Kreisoersammlung sind unlängst im Druck erschienen, eine sehr umfangreiche Arbeit, in der ein weitschichtigcs Material wirthschaftlicher Fragen mit Fleiß und Sachkenntniß bewältigt ist. Als Vorsitzender des Kreisausschufses leitet an Stelle des im vorigen Jahre verstorbenen Stadtrath Bickel Frhr. v. Böcklin die Kreisgeschäfte und ist demselben als ständiger Sekretär Herr Hauptzollamtsverwalter a. D. Walchncr beigegebcn. Aus den Einzelheiten der Vorlage heben wir folgende Punkte hervor: An dem Unterrichtskursus 188687 der Landwirths chaft- lichcn Winter schule nahmen 34 Schüler theil, von welchen 22 zum ersten- und 12 zum zweitcnmale erschienen waren. Der Prüfungsbescheid ist ein vorzüglicher. Die Zahl der Schüler ist gegenwärtig 28. Bei der Visitation einer größeren Zahl von Frauenarbeitsschulen, welche die Ausbildung von Arb eits- lehrerinnen zum Zweck haben, zeigten sich meist gute Resultate. Die Uhrmacher- undSchnitzereischule Furt- wangen anlangend, ist zu bemerken, daß erstcre, wenn auch nicht ohne große Mühe, in ihrer Entwicklung stetig fortfchreitet und 19 Schüler auszuweisen hat; auch bei der Schnitzercischule war die Entwicklung gut, wenn gleich die Schülerzahl — 23, von welchen 7 im Laufe des Schuljahres austraten — etwas schwächer als im Vorjahre war. Betreffs der Verleihung von Stipendien an unbemittelte Schüler der G r o ß h. Baugew erk- schule in Karlsruhe wird ausgeführt, daß der Kreisausschnß über die Bewilligungssumme von 300 M. zu verfügen batte; die 7 eingckommcnen Bewerbungen wurden fämmtlich bewilligt. Alle diese Schüler wollen sich der Werkmeisterprüfung s. Z. unterziehen. Die Bedürfnißfrage zur Errichtung einer HaushaltungS- schule wurde von der Kreisvcrfammlung in ihrer letzkjährigen Tagung anerkannt, allein da von mehreren Städten des Kreises Bewerbungen um dieselbe Vorlagen, wurde die Beschlußfassung hinsichtlich des Ortes ausgesetzt, um eine sorgfältige Prüfung des Kreisausschusses auf Errichtung einer solchen Schule in Kenziugen. In dem Bericht über Hebung der Rindvieh- zucht wird u. a. ausgeführt, daß durch Ausschreiben an sämmt- lichc Gemeinden des Kreises die Absicht kundgcgebcn wurde, wieder den Ankauf von Farren der Simmenthaler Raffe in der Schweiz bewerkstelligen zu lassen, falls sich eine genügende Zahl Kreisgcmeinden »um Ankauf meldet. Infolge dieses Ausschrei- bcns liefen von 17 Gemeinden Bestellungen zum Ankauf von 20 Stück Zuchtfarren ein. Es wurden 17 Stück Farren angekauft und die Versteigerung an die bestellenden Gemeinden vor- gcnommen. Auch in diesem Jahre sollen Simmenthaler Farren angekauft werden. Die Obstbaumzucht wurde in kräftiger Weise gefördert. Die erst angelegten Gemeindebaumschulen von Ober- und Niederrimsingen, Burkheim, Waldkirch und Zähringen waren schon in diesem Herbst in der Lage, eine größere Anzahl schöner, kräftiger Stämme zu Gemcindcbaumanlagen, auf Vi- zinalwcgen und anderwärts auszusetzcn. Der Aufwand für die 8 andarmcnPflege hat sich auch im Jahr 1887 wieder gemindert. Da die von der Staatskaffe zu bezahlende Pauschsumme 81 744 M. 28 Pf. beträgt, stellt sich der vom Kreisverband für 1887 zu leistende Zuschuß noch auf 5 971 M. 97 Pf., statt 9 944 M. 41 Pf. im Jahr 1886. Dieser Zuschuß wird künftig wegfallen, da nach einer Gesetzesvorlage für die nächsten vier Jahre zur Bestreitung der Kosten der Landarmenpflcge dem Kreisvcrband Freiburg eine Pauschsumme von 93000 M. zur Verfügung gestellt wird. Mit einiger Wahrscheinlichkeit ist anzunehmen, daß mit einer Pauschsumme von 93 000 M. die Kosten für Landarme wenigstens für die nächsten Jahre bestritten werden können, namentlich bei Ausdehnung der Gesetze über Kranken- und Unfallversicherung auf weitere Kategorien von Arbeitern. Die Augenklinik Frciburg wurde von den Armen des Kreises in vollem Maße in Anspruch genommen. Im Ganzen wurden 96 Augenkranke verpflegt und die Erfolge der Behandlung waren sehr günstige. Zudem wurden aus dem Kreise nicht weniger als 17S4 ambulatorische Kranke unentgeltlich behandelt. Zur Armenkinderpflege wird ausgeführt, daß die bisherige Unterbringung armer Kinder, sowohl was Pflege als auch Zucht und Erziehung betrifft, durchweg alles Lob verdient. Was die in Taub- stummcn-,Blinden-undandcrenAn st alten untergebrachten Kinder betrifft, so beträgt der Personalstand in der Taubstummenanstalt Meersburg 8, in der Blindenanstalt Ilvesheim 4, in der Anstalt Mosbach für schwachsinnige Kinder 4, zusammen 16. Die Kreispflegeanstalt hat ihre Aufgabe vollkommen erfüllt und der Wirthschaftsbetrieb hat sich günstig gestaltet. Seit Fertigstellung des neuen Pavillons kann nun allen Gesuchen um Aufnahme männlicher Pfleglinge entsprochen werden; dagegen ist der Weiberpavillon in einer Weise überfüllt, die dringend Abhilfe erheischt. Es wird daher der Bau eines zweiten Weiberpavillons mit einem Aufwand von 80 000 M. vorgeschlagen. Der Verpflcgssatz für die Insassen hat sich stets vermindert und ist die Zeit nicht mehr ferne, wo die Anstalt eines Zuschusses aus der Krciskasse wird entbehren können. Die Pfleglinge werden angemessen beschäftigt, so insbesondere auch im Freien durch Anpflanzungen verschiedener Art. Im vorigen Jahre wurde der Antrag auf Gewährung eines Zuschusses von 300 M. zu den Betriebskosten der Arbeiterkolonie An kenbuk v»n der Kreisversammlung abgelehnt. Im Hinblick auf die Humanitären Zwecke des Vereins wird der Antrag auf Bewilligung eines Beitrags von 500 M. gestellt. Was die N a- turalverpflegungsstationen für arme Reisende betrifft, so erörtert der Kreisausschuß den Nutzen wie die Schattenseiten derselben und kommt nach Prüfung aller Verhältnisse zu dem Entschluß, von einer diesbezüglichen Vorlage vorerst Abstand zu nehmen. Der Zustand der Krcisstraßen wird als ein sehr guter bezeichnet. In umfassender Weise behandelt der Bericht die Gemeindewege, worauf wir hier, da der Gegenstand zu lokaler Natur ist, nicht näher eingehen können. Aus der Darstellung des Vermögensstandes ergibt sich ein Aktivvermögen von 317 049 M. 87 Pf. und ein Schuldcnstand von 468 843 M. 53 Pf., verbleibt ein Schuldenstand auf 1. Jan. 1888 von 97 793 M. 66 Pf.; derselbe hat auf 1. Jan. 1887 betragen 100 100 M., somit Verminderung des Schuldcnstandes um 2 306 M. 77 Pf. Der Voranschlag für das Jahr 1888 beziffert die Einnahmen auf 155 284 M. 16 Pf., die Ausgaben zu 346 040 M. 17 Pf. Hiervon ab die Summe der Einnahme, verbleiben durch Umlage zu decken 190 756 M. 1 Pf. Die Umlage berechnet sich auf 3,85 Pf. pro 100 M. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Lord er in Karlsruhe. Familiennachrichlen. Karlsruhr. Ausug aus dem Standesbuch-UrMer. Geburten. 7. Febr. Philipp, V. : Wilhelm Ehrler, Metzger. — 8. Febr. Frieda Marie, V.: Karl Feßler, Dreher. — 9. Febr. Anna Magdalena, V.: Johann Jakob Schempf, Weichenwärter. — Ernst Wilhelm. V.: Ernst Kapp, Wagenwärtcr- gehilfe. — 10. Febr. Emil Martin, V. : Johann Fritz, Uhrmacher. — 11. Febr. Marie, V. : Franz Fertig, Schutzmann. — Rudolf Ernst Wilhelm, B.: Emil Dorner, Ministerialrath. — 12. Febr. Hermann Julius Arnulf, V. : Heinrich Staatsmann, Taglöhncr. — Gustav Adolf, V. : Gustav Endres, Zimmermann. Eheaufgebot. 10. Febr. Jakob Weißgerber von Brumath, Friseur hier, mit Margarethe Kern von Schönau. Todesfälle. 10. Febr. Franz, 16 I., V.: Josef Hauenstein, Taglöhner. — 11. Febr. Karl Maurer, Ehemann, Pferdebahn-Inspektor, 43 I. — Marie Brünner. ledig, Privatiere, 31 I. — Johanna, Witwe des Kammerdieners Jakob Eigenmann, 72 I. — 12. Febr. Elisabeth, Ehrfrau des Briefträgers a. D. Jakob Glück, 75 I. IweffmM Mfltkllw Mttzl. Loeflunds echtes Malz -Extrakt ist bei Husten» Heiserkeit, Katarrh, Asthma, Brust- und Halsleiden seit 20 Jahren bewährt, ebenso sind Loeflund's Malz-Extrakt-BonbonS als Hustenbonbons sehr beliebt. Das Malz-Extrakt mit Eisen wird bei Bleichsucht und Blutarmuth, das mit Kalk bei engl. Krankheit, das mit Leberthran für schwächliche Kinder empfohlen, die es gerne nehmen. In allen Apotheken, wobei ausdrücklich zu verlangen: von Ed. Loeflund in Stuttgart. Handel und Verkehr. Handelsbericht«. ? Mannheim, 13. Fcbr. (Samenmarkt.) Die Verbrauchsreil hat begonnen und damit ist etwas regeres Leben im Samengeschäft eingetreten, wenn auch die Umsätze noch nicht ganz befriedigen. Die Landzufuhren haben in unserer Gegend nahezu aufgehört, die Lager in zweiter Hand sind im Allgemeinen mäßig zu nennen und so bedarf cs nur einer leisen Anregung, die heutigen sehr billigen Preise aufzuhalten. Rothsaat von Amerika wird nicht mehr osferirt, dagegen laufen billige Anerbietungen aus Schlesien und Böhmen ein, welche aber unbeachtet bleiben, weil die Qualitäten nicht entsprechen, da schlechte Reinigung die billigen Preise illusorisch machen. Luzerne wurde aus Frankreich in letzter Zeit gar nicht, aus Italien etwas mehr, aber in kleinkörniger Waare, die dicht beliebt ist, angeboten, geben aber k eine Rechnung. In Esparsette yehei^infolge lebbafter Bedarfs- frage die Lager sehr zusammen; auch Gelbklee erfreute sich wieder mehr Beachtung. Wir offerire» heute je nach Qualität: Rothsaat 75 ä SO M.; Luzerne 70 ä 90 M.: dto. Provence! 105 ä 120 M.; Gelbklee 15 ä 25 M.; Esparsette 26 L 28; Jncarnat 35 M., alles per 100 Kilo brutto ab hier. (Rabus Stoll.) Pest, 13. Febr. Weizen l»oo flau per Frühjahr 7.21 G.> 7.23 B-, per Herbst 7.65 G.. 7.67 B. Hafer per Frühjahr 5.56 G-, 5.57 B. Mais per Mai-Juni 5.96 G-, 5.98 B. Kohlreps —. Wetter: schön. Berlin, 13. Febr. (Wochenausweis der Deutschen Reichsbank) vom 7. Febr. gegen denAusweis vom 31^an. 4- 11228 000 ff- 836 000 — 1348 000 — 21 234 000 —1 323 000 ! Effekten. 8388000 -j- 69800-1 Sonstige Aktiva. 37 347 000 — 781 000 Passiva. Grundkapital. 120000000 unverändert Reservefond. 22 872 000 unverändert Notenumlauf. 849232000 — 29863000 Sonst, tägl. fäll. Verbindlichkeiten 411587 000 -4- 17 265 000 Sonstige Passiva . 537 000 — 32.000 Wie«, 13. Febr. (Wochenausweis der Oester r.- Ungar. Bank) vom 7. Febr. gegen den Ausweis vom 31. Jan. Aktiv a. " M. Metallbestand. 831 888 000 Reichskassenscheine. 21 960 000 Ändere Banknoten. 10 690000 Wechsel. 457 515000 Lombardforderungen. 45 587000 Metallschatz in Silber do. in Gold . . In Gold zahlbare Wechsel Portefeuille. Lombardbeständc. . . . Hypothekendarlehen. . . Pfandbriefe in Umlauf . 146 600 000 64100 000 15 000 000 125 800 000 22 900 000 98 IM 000 92 600 000 fl. ff- -l- Notenumlauf. ^ ... 362 500 000 fl. — 800 000 ' . AXI OM fl. 2'70000» fl. 2 4M OM fl. — 1600 000 fl. — IM OM fl. -s- 11 300 000 fl. 1 6M OM fl. Gest« AeduMonsve -- IS Rmk. i e: 1 Tbk. -- S Rink., 7 Gulden Md. und holländ. Ken S. D. — S Rmk., 1 Franc — 80 Pfg. Frankfurter Kurse vom 13 Februar 1888. 1 Lira — so Pfg., I Pst>. -- so Rml., 1 Dollar -- 4 Rml. SS Pfg., ruLel — 3 Rmk. SO Pfg., I Mark Banko ^ 1 Rmk. so Pfg. StaatSpapiere. Baden 4 Obligat, fl. 103.60 „ 4 „ M. 104.80 4 Obl. v. 1886 M. 107.10 Bayern 4 Oblig. M. 105.90 Deutsch!. 4 Reichsanl. M. 107.40 „ 3Vs „ 1M.80 Preußen 4°, Consols M. 106.80 „ 3Vs kons. St.-Anl.M.101.20 Wtbg. 41/2 Obl. 78/79 M. 106.10 „ 4 Obl V. 75/80 M. 104.70 Oesterreich 4 Goldrente fl. 87.20 „ 40;Silberr. fl. 63.80 „ 44/sPapierr. fl. —.— „ 5 Papierr. v. 1881 —.— Ungarn 4 Goldrentc fl. 77-40 Italien 5 Rente Fr. 93 70 57» Rumänische Rente 93.10 Rumänien 6 Obl. M. 103.90 Rußland 5 Obl. v. 1862^ 105.— „ 5 Obl. V- 4877 M.94.80 „ 511 Orientanl.P R. — „ 4Cons-v. 1880R. 77.20 77.40!Elis.1I.Em.Linz-B.Slbr.fl. —.— !6 SouthernPacific ofE.lbl. 110.60 4Mein.Pr.Pfdbr.Thlr. IM 123.20 Serbien 5 Goldrente , ^ „ Schweden 4 in M. 104.— 4 Gotthardbahn Fr Span. 4 Ausländ. Rente 67.— 5 Böhm. West-Äahn.fl. Schw.4°/o Bern v. 1885 Fr. 102.10 Egypten 4 Unis. Obligat. 75.30 Bank-Aktie«. 4'/-Deutsche R.-BankM. 132.70 4 Badische Bank Thlr. 109.20 5 Basler Bankverein Fr. 154.50 4 4 5 5 4 5 Darmstädter Bank fl. 136.— Disc.-Kommand. Thlr. 187.70 Franks. Bankver. Thlr. —.— Oest. Kreditanstalt fl. —.— Rhein. Kreditbank Thlr. 117.— D. Effekt-u.Wechsel-Bk. 407» einbezahlt Thlr. 116.— Eisenoahn-Aktien. »eidelberg-Speier Thlr. 35.— »eff. Ludw.-Äahn Thlr. 98.80 Veckl. Frdr.-Franz M. 128.— Pfälz. Max-Bahn fl. 131.30 ffälz. Nordbahn fl. KU.30 Elisabeth Pr.-Akt. fl. -.- 5 Gal. Karl-Ludw.-B. fl. 5 Oest.Franz-St.-Äahn fl 5 Oest.Süd-Lombard fl. 5 Oest.Nordwest fl. 5 „ . 1üt.8.fl. 5 Rudolf fl. Gis enb ahn- Vrioritä 5 Mähr, ^renz-läahn fl. 5 Oest.Nordwest-Gold- Obl. M. 5 Oest.Nordw. I-it- L. fl. 5 Oest.Rordw. I-it. 8. fl. 4 Vorarlberger fl. 3 Raab-Oedenb.Ebenf.Gold steuerfrei M. 64.80 4 Rudolf(Salzkgut) i.Gold steuerfrei 6 Buffalo N.-A. u. Phil. .4 Eons. Bonds —.—!4 112.M 5 Gotthard IV Ser 229 4 „ 4 Schweiz. Central 5 Süd-Lomb. Prior, fl. .Fr. 64V, 122 '/, 128V» itäteu. 99.90 66 .— 1M.50 84.50 83.10 73.20 106.90 3OldenburgerThlr. 40 133. 103.20 4Oesterr.v.1854fl. 250 109.— 103.90 5 „ V.18M „ 500 110.— 101.60, 4Raab-GrazerThlr. IM 97.— 57.30 Unverzinsliche 800 s- 5 Oest.Staatsb.-Prior. fl. 104.80? per Stück. 3 dto. I—VIIIL. Fr. 79.10 Braunschw.Thlr.20-Loose ^ Oest.fl.lOO-Loosev. 1864 Oesterr.Kreditloosefl. IM 3 Süd-Lomb. Prior. 3 Livor. Iüt.O,Ulu. V2 Fr. 64.50 5 Toscan. Central Fr. 103.10 5 Westsic.Eisb.1880stfr.Fr. 101.20 5 Prelch.Cent.-Bod.-Cred. Verl, ä 110 M. 4 dto. „ älMM. 4»/rOest.B.-Crd.-AnstL. 5Ruff.Bod.-Cred.S.R. 4°/»Süd-Bod.-Cr.-Pfdb. Verzinsliche Loose. 101.70 rzt 99.80 SVsCöln-Mind.Thlr. IM 132.40 Lyrische Badische IM IM 138.30 97.30 271.50 von 1858 291.70 Ungar.Staatsloose fl. IM 208.90 Ansbacher fl.7-Loose 30.70 Augsburger fl.7-Loos e 27.20 Freiburger Fr.15-Loose 29.90 Mailänder Fr.lO-Loose 15.90 Meininger fl.7-Loose 23.30 Schwed. Thlr.-10-Loose —.— Wechsel «nd Sorten. Paris kurz Fr. IM 80.75 Wien kurz fl. IM 160.40 Amsterdam kurz IM fl. 169.10 London kurz 1 Pf. St. 20.38 Dollars in Gold 4.18 20 Fr.-St. 16.14 Souvereigns 20.29 Obligationen «nd Jndnstrie- Aktie«. 4Karlsruher Obl. v. 1879 4Mannheimer Obl. —.— 4Freiburg „ — 4Konstauzer . 100.— Ettlmger Spinnerei 0. Zs. 129.— Karlsruh.Maschinenf. dto. 131.50 Bad. Zuckers., ohne Zs. 76 40 37»Deutsch.Phön.207»Ez. 178.— 4 Rh. Hypoth.-Bank 50°/, bez. Thl. 5 Westeregeln Alkali 5 Hyp. Obl. d. Dortmund. Union 5Hyp.Anl. d.Oest. Alpin Montgs Reichsbank Discont Frankf.Bank.Discont Tendenz: —. 121 .— 156.90 109.8S «6.6« 37» 37° Bürgerliche Rechtspflege. Oeffentliche Zustellungen. 8.669.2. Nr. 1279. Konstanz. Die Ehefrau des Reinhard Sturm zu Volkertshausen, Emma, geb. Eggen- hofer, z. Zt. in Bühl, vertreten durch Rechtsanwalt Luschka in Konstanz, klagt gegen ihren Ehemann, dessen Aufenthalt z. Zt. unbekannt ist, wegen Ver- mögeusabsonderung, mit dem Anträge, die Klägerin für berechtigt zu erklären, ihr Vermögen von demjenigen ihres Ehemannes abzusondcrn und Letzteren zu verurtheilen, die Kosten des Rechts- streis zu tragen, und Iladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die I. Civilkammer des Großh. Landgerichts Konstanz auf Dienstag den 24. April d. I., Vormittags 8',2 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugclassenen Rechtsanwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung und Kenntnisnahme der Gläu-, biger wird dieser Auszug der Klage! öffentlich bekannt gemacht. Konstanz, den 10. Februar 1888. Der Gerichtsschreiber Gr. Landgerichts: Rothweilcr. K. 947.2. Nr. 1890. Karlsruhe. Der Landwirth Gustav Fcnrich von Kirrlach, vertreten durch Rechtsanwalt Zeiser in Bruchsal, klagt gegen seine Ehefrau, Johanna, geb. Äbendschön von Kirrlach, zur Zeit an unbekannten Orten abwesend, mit dem Anträge auf Scheidung der zwischen den Streitthei- len bestehenden Ehe wegen seitens der Beklagten verübten Ehebruchs und wegen grober Verunglimpfung derselben gegen den Kläger und auf Verurteilung der Beklagten zur Tragung der Kosten des Rechtsstreits, und ladet die Beklagte zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die III. Civilkammer des Gr. Landgerichts zu Karlsruhe auf: Donnerstag den 3. Mai 1888, Vormittags 8 V 2 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugclassenen Anwalt zu bestellen. Zum Zweck der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug aus der Klage bekannt gemacht. Karlsruhe, den 8. Februar 1888. von Röder, Gerichtsschreiber des Gr. Landgerichts. L. 675.2. Nr. 793. Emmendingen. Landwirth Christian Äoch von Kön- dringen, vertreten durch Agent Zitier in Emmendingen, klagt gegen Handelsmann Salomon Wertheimer von Emmcndingen, zur Zeit an unbekannten Orten abwesend, auf Zahlung von Zinsen aus Wiesenkaufschilling Pro 188587, und ladet den Beklagten in die Sitzung Großh. Amtsgerichts Emmendingen zu dem von dem Herrn Amtsrichter auf Donnerstag den 5. April 18«8, Vormittags 9 Uhr, bestimmten Termin, mit dem Antrag auf vorläufig vollstreckbares Urtheil gegen den Beklagten wegen Zahlung von 150 M. und Kostentragung. Dies wird dem L.678. Nr. 1485. Tri derg. Das Konkursverfahren über das Vermögen des Zeigermachers Adrian Dold von Neukrrch wurde nach stattgehabtem Schlußtermin u. durchgeführter Schluß- vertheilung aufgehoben. Triberg, den 10. Februar 1888. Großh. bad. Amtsgericht. Der Gerichtsschreiber: I. Bechcrer. Bermögensabsonderungen. 8.670. Nr. 806. Offcnburg. Die Ehefrau des Friedrich Koch, Amalie, geb. Eckenfels in Wagshurst, wurde durch Urtheil der Civilkammer Ia. dahier unterm Heutigen für berechtigt erklärt, ihr Vermögen von dem ihres . Ehemannes abzusondern. Dies wird zur Kcnntniß der Gläubiger gebracht. Offenburg, den 7. Februar 1888. Die Gerichtsschreiberei Gr. Landgerichts Thoma. Entmündigung. 8.685. Nr. 1068. Fr ei bürg. Mit richterlichem Beschluß vom 22. v. Mts. wurde der Taglöhner Fridolin Fall er in Kirchzarten wegen Blödsinns entmündigt, was mit dem Anfügen bekannt gemacht wird, daß für denselben Matthäus Dilger, Hofbaucr inEsch- bach, als Vormund ernannt ist. Freiburg, den 9. Februar 1888. Großh. bad. Amtsgericht. Abth. für freiwillige Gerichtsbarkeit: Wasmer. L.592. Nr. 1636. Wicsloch. Die ledige Rosa Klein von Walldorf wurde mit diesseitigem Erkenntniß vom 31. Januar 1888, Nr. 1390,. gemäß 8.R.S. 489 entmündigt. Wicsloch, den 4. Februar 1888. Großh. bad. Amtsgericht, vr. Hill. Erdvorlaoungen. K.889. Rheinbischofsheim. Am Nachlaß des f Kaufmanns Moses Kahnmann von Rheinbischofsheim ist dessen Sohn Leopold erbberechtigt, dessen jetziger Afuenthaltsort hier nicht bekannt ist. Derselbe wird hiermit aufgefordcrt, sich innerhalb der Frist von 3 Monaten dahier zu melden, andernfalls die Erbschaft denjenigen Personen zugetheilt würde, welchen sie zukäme, wenn der Borgeladene zur Zeit des Erbanfalles nicht mehr am Leben gewesen wäre. Rheinbischofsheim, 1. Februar 1888. Großh. Notar Beck. K.895. Schopfheim. Der vermißte Joh. Friedrich Bechtel, Landwirth von Bürchau, wird hiermit zu den auf Ableben seines am 21. Januar 1888 zu Bürchau verstorbenen Vaters, des Landwirths Johann Jakob Bechtel von da statlfindenden Erbtheilungsver- handlungen mit Frist von drei Monaten mit dem Anfügen anhcr vorgcladen, daß im Falle seines Nichterscheinens die Erbschaft Denen zugetheilt wird, denen sic zukäme, wenn der Borgeladene ur Zeit des Erbanfalls nicht mehr am ll, zr , an unbekannten Orten abwesenden Be- > «eben gewesen wäre. klagten zum Zwecke der öffentlichen Zustellung eröffnet. Emmendingen, den 10. Febraur 1888. Der Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts: Jäger. Konkursverfahren. L.677. Nr. 1487. Triberg. Das Konkursverfahren über das Vermögen des Schreiners Gordian Hummel in Neukirch wurde nach Itattgehabtem Schlußtermin u. durchgeführter Schluß- vertheilung aufgehoben. Triberg, den 10. Februar 1888. Großh. bad. Amtsgericht. Der Gerichtsschreiber: I. Becherer. Schopfheim, den 1. Februar 1888. Großh. Notar Lcichtlen. Handclsregisteremträgc. L.586. Nr. 1665. Radolfzell. In das Gesellschaftsregister wurde zu O.Z. 32, Firma: „Jakob Jsak Bloch Söhne zu Randegg" in Sp. 4, heute eingetragen: „Ehevertrag äe ckato Waldshut, 30. Januar 1888, des Gesellschafters, Jfak Bloch mit Cäcilie Guggenheim von Baden, Kanton Aarga:'. wornach jedes der künftigen Ehegatten IM Mk. in die eheliche Gütergemeinschaft einwirft, alle übrige gegenwärtige und künftige fahrende Habe der Brautleute sammt den darauf ruhenden Schulden von der Gemeinschaft ausgeschlossen und für Liegenschaft erklärt wird. Radolfzell, den 4. Februar 1888. Großh. bad. Amtsgericht. Or. Müller. L.606. Nr. 1889. Bruchsal. Zu Ord-Z. 9 des Genosscnschaftsregisters wurde heute eingetragen: „Ländlicher Kreditvercin Obergr 0 m- bach, eingetragene Genossenschaft." Am 23. Januar 1888 hat sich zu Obergrombach ein ländlicher Kreditverein mit dem Sitze in Obergrombach gebildet. Gegenstand und Zweck des Unternehmens ist, den Mitgliedern des Vereins die zu ihrem Geschäfts- und Wirthschaftsbetriebe erforderlichen Geldmittel unter gemeinschaftlicher Garantie in verzinslichen Darlehen zu beschaffen, sowie die Anlage unverzinslich liegender Gelder zu erleichtern und auf diese Weise durch Herbeiführung sonstiger geeigneter Einrichtungen dre Verhältnisse der Mitglieder in sittlicher und materieller Beziehung zu verbessern. Alle öffentlichen Bekanntmachungen, welche durch den Vercinsvorstchcr zu unterzeichnen sind, erfolgen in der „Kraichgauer Zeitung" und dem „Badischen Boten" in Bruchsal unter der Firma: „Ländlicher Kreditverein Obergrombach, eingetragene Genossenschaft." Der Verein ist auf unbestimmte Zeit gegründet. Die derzeitigen Mitglieder des Vorstands sind: Bürgermeister Matthäus Neuberth, Vorsitzender, Valentin Lindenfelscr, Landwirth, dessen Stellvertreter, Martin Lütterer, Landwirth, Beisitzer, Leopold Willy, Gemeinderath, Beisitzer, Gustav Schott, Landwirth, Beisitzer. Bruchsal, den 4. Februar 1888. Großh. bad. Amtsgericht. Ärmbruster. 8.589. Nr. 5022. Heidelberg. 1. Zn O.Z. 275 Band I des Firmenregisters wurde eingetragen: DieFirma: „JakobMüller" in Heidelberg ist auf den seitherigen Prokuristen Karl Müller von Heidelberg übergegangen. Derselbe ist verehelicht mit Katharina Elisabetha Heinz von hier. Nach Art. 1 des Ehevertrags wirft jeder Theil 100 Mk. in die Gemeinschaft ein, während alles übrige, liegende und fahrende, gegenwärtige und künftige Vermögen von derselbe ausgejchlossen bleibt und als verliegentchaftet erklärt wird. 2. Zu O.Z. 202 des Gesellschaftsregisters wurde eingetragen: Die Firma: „Wurm u.Pfeffer" in Heidelberg ist erloschen. Heidelberg, den 1. Februar 1888. Groyh. bad. Amtsgericht. Büchner. E-8.597. Nr. 5758. Heidelberg. Zu dem diesseitig. Firmenregister O.Z. 660 Band I wurde eingetragen: Der Inhaber der Finna „Wilh. Sitz in Heidelberg. Inhaber der Firma ist der Buch- druckercibcsitzer Karl Pfeffer in Heidelberg. Derselbe ist verehelicht mit Maria Anna Morgenroth von Kaiserslautern. Nach Art. 1 des Ehevertrags ist zwischen den Eheleuten die Errungenschaftsgemeinschaft im Sinn des L.R.S. 1498 u. 1499 bedungen. Heidelberg, den 8. Februar 1888. Großh. bad. Amtsgericht. Büchner. L.574. Nr. 1625. Schwetzingen. In das Firmenregister wurde unter O.Z. 243 eingetragen: Firma Max Drehfuß in Schwetzingen, Kommissionsgeschäft, Detail- Verkauf von Spezerei-, Kurz-und Ma- nufakturwaaren. Inhaber Max Drey- fuß, der seiner Ehefrau, Bertha, geb. Marx, Prokura im Sinne des 8 42 des H-G.B. ertheilt hat. Der Ehever- trag vom 15. Dezember 1868 bestimmt Einwerfung von 50 fl. in die Gemeinschaft und Ausschluß alles übrigen, gegenwärtigen und künftigen Vermögens. Schwetzingen, den 28. Januar 1888. Großh. bad. Amtsgericht. Mündel. Strafrechtspflege. Ladungen. K.959I1. Nr. 7933 Mannheim. Der 30 Jahre alte ledige Ghpfer Albert Jung von Steinmauern , zuletzt wohnhaft gewesen in Mannheim, wird beschuldigt, daß er im Jahr 1881 als Ersatzreservist I. Kl. ausgewandert ist. ohne vorher der Militärbehörde Anzeige erstattet zu haben. Uebertretung gegen K 36» Nr. 3 des Strafgesetzbuchs. Derselbe wird auf Anordnung des Großh. Amtsgerichts hierfelbst auf: Mittwoch den 21. März 1888, Vormittags Uhr, vor das Großh. Schöffengericht Mannheim zur Hauptvcrhandlung geladen. Bei unentschuldigtem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der nach 8 472 der Strafprozeßordnung von dem König!. Landwehrbezirks-Kommand» zu Heidelberg ausgestellten Erklärung verurtheilt werden. Mannheim, den 9. Februar 1888. DerGerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts: Galm. Bekanntmachung. K.927. Sektion IIIK. Nr. 121. Fr ei bürg. Der Musketier Sebastian Decker des 4. Badischen Infanterie-Regiments Prinz Wilhelm Nr. 112, geboren am 13. Dezember 1862 zu Nordrach, Amt Offcnburg, ist durch kriegsrechtliches Erkenntniß vom 25. Jauuar 1888, bestätiget vom komman- direnden General 14. Armeecorps am 31. desselben Monats, wegen einfachen Diebstahls im wiederholten Rückfälle mit Entfernung aus dem Heere, Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von vier Jahren, Zulässigkeit der Stellung unter Polizeiaufsicht und mit Zuchthaus in der Dauer von einem Jahr sechs Monaten bestraft worden. Dies wird gemäß 8 193 der Mili- tärstrafgerichtsordnung zur öffentlichen 5. 6 . 7. Hardt aus Langenbrand, O.A. Neuenbürg, Württemberg, Rekrut Hermann Götz aus Steinmauern, Amt Rastatt, Rekrut Anton Haller aus Oberweier, Amt Rastatt, Musketier — zur Disposition der Ersatzbehörden beurlaubt — Franz Anton Scherer aus Heidelsheim, Amt Bruchsal, all 4—7 aus dem Bezirk des I. Bataillons (Rastatt) 4. Bad. Landwebr-Regiments Nr. 112, 8. Rekrut Ludwig Georg Bell aus Offenburg, 9. Rekrut August Wilfinger, angeblich aus Cronberg, Reg.-Bez. Wiesbaden, 10. Rekrut Karl Rothmann aus Grafenhausen, Amt Ettcnheim, »cl 8—10 aus dem Bezirk des II. Bataillons (Offcnburg) 4. Bad. Landwehr-Regiments Nr. 112, werden hiermit zu dem auf Mittwoch den 30. Mai 1888, Vormittags 10 Uhr, in dem hiesigen Militärgerichtslokal an- beraumtcn Schlußtermin unter der Verwarnung geladen, daß sie im Falle Ausbleibens >0 eolituiiiaoiLm für fahnenflüchtig erklärt und zu einer Geldstrafe von 150 bis 3000 Mark verurtheilt werden. Freiburg, den 11. Februar 1888. Königliches Gericht der 29. Division. Verm. Bekanntmachungen. Nutz- und Brennholz- Versteigerujig. K.946.1. Die Großh. Bezirksforstei Karlsruhe versteigert in der Forstdomäne Kastenwörth mit üblicher Borg- frist oder beim Baarzahlen Rabattbewilligung, jeweils 9 Uhr auf der Hiebs- flächc beginnend: Donnerstag den 23. Februar d.J.: 5 Eichen I. Kl., 25 St. II. Kl., 26 St.HI. Kl., 23 St. IV. Kl., 73 Stämme Eschen, schwächere bis starke, 45 St. Ruschen, 11 St. Hainbuchen, 73 St. Rotherlcn, 5 St. Kanadische u. 27 St. Silberpappeln, 3 St. Bellen (Schwarzpappeln) u. 10 St. Rothweiden. Freitag den 24. Februar: 16 Ster Eichenscheit, 1196 Ster gemischte harte u. 378 Ster gemischte weiche Prügel und Rollen u. 371 Ster Stockholz. Samstag de« 25. Febrnar: 20900 gemischte Wellen. Die Waldhüter Füttcrcr in Förch- Heim und Rastetter sin Daxlanden zeigen inzwischen das Holz vor, Erstcrer fertigt Auszüge aus den Aufnahmslisten. B 0 0 tz " in Heidelberg, Wilhelm Bootz Kcnntniß gebracht. ^ von hier, hat sich in zweiter Ehe mit ^ Freiburg, den 9. Februar 1M8. Susanna Fink von Hoffenheim verehe- .. . ' Nach Artikel 1 des Ehevertrags licht. . , __ wirft jeder Theil 100 Mk. in die Gemeinschaft, während alles übrige gegenwärtige und künftige Vermögen nebst Schulden von derselben ausgeschlossen bleibt. Heidelberg, den 6. Februar 1888. Großh. bad. Amtsgericht. Büchner. 8-627. Nr. 6284. Heidelberg. Zu O.Z. 143 Band II des Firmenregisters wurde eingetragen: Die Firma „Carl Pfeffer" mit Königliches Gericht der 29. Division. Bekanntmachung. K.950. III. J.Nr. 2998. Freiburg. Die nachbenannten Militärpersoncn: 1. Musketier Jakob Müller aus Lützelstein, Kreis Zabcrn, 2. Musketier Wilhelm Friede aus Lauterberg, Kreis Osterode, Reg.- Bez. Hildesheim, 3. Musketier Georg Sembach aus Jebsheim, Kreis Colmar i.E., rck 1—3 vom 4. Westfälischen Infanterie-Regiment Nr. 17, 4. Rekrut Johann Michael Burk- Holzversteigerung. L.954.1. Die Großh. Bezirks'forstei Schönau b. H. versteigert Montag den 20. d. M., früh 10 Uhr, zum „Schriesheimer- Hof bei Wilhelmsfeld aus dem Do- mänenwalddistrikt „Lockersberg", Abth „Schmittsgaffe" und „Mittclkopf" bei Wilhelmsfeld: 1 buchener, 2 forlene und 87 starke stchtene Stämme, 60 fichtcne Nutzholzstangen; ferner 31 Ster buchenes und 4 Ster forlcnes Scheitholz I. Kl.; 127 Ster buchenes, 125 Ster forlenes, 9 Ster fichtencs und 12 Ster gemischtes Scheitholz II. Kl. (Slotzholz); 32 Ster buchenes, 10 Ster gemischtes und 103 Ster forlenes Prügelholz I. Kl., 181 Ster gemischtes Prügelholz II. Kl. u. mehrere roose unaufbercitetes Reisholz. Waldhüter Fath in Wilhelmsfeld zeigt dns Holz auf Verlangen vor. D»uck nnd Vertag der G. Vraua'sryeu Hvsbachdruckereu