Beilage zu Nr. 36 -er Karlsruher Zeitung. Samstag, 25. Februar 1888. Badischer Landtag. ^ Karl-riihe, ro. Febr. 32. öffentliche Sitzung der Hweite« Kammer unter dem Vorsitze des Ersten Vice- präsidenten Friderich. (Schluß.) Geh. Referendar Zittel: ES habe der Herr Berichterstatter alle in Betracht kommenden Punkte so ausführlich und erschöpfend behandelt, daß Redners Aufgabe in der Sache selbst eine leichte sei. Der Gegenstand der Berathung, die Erstellung der in Rede stehenden Lokalbahn, sei von jeher im Hause aus Sympathien gestoßen, und auch über die Richtungslinie bestehe kein Zweifel mehr. Die Wahl der Zugsrichtung zwischen Kehl und Rhembischofsheim sei für die Negierung nicht ohne Schwierigkeit gewesen, die Untersuchung der Frage jedoch vollständig objektiv und die Entscheidung nach rein sachlichen Momenten erfolgt. Es seien sehr eingehende Erhebungen in dieser Beziehung veranstaltet, alle zuständigen Behörden einvernommen worden, sämmtliche, auch die dem Ministerium des Innern unterstehenden, hätten sich für die Rheinlime ausgesprochen, und da nur eine Linie zur Ausführung kommen könne, so müßten, wie sehr dies auch zu bedauern sei, die Orte Bodersweier und Linx ausgeschlossen bleiben. Der weitere Anschluß der Bahn sei von Anfang in Bühl in Aussicht genommen worden, dafür hätten sich die Interessenten ausgesprochen und für diese Linie allein habe sich ein Unternehmer gefunden, hiefür spreche auch die unbedingte Zweckmäßigkeit. Es solle die Lokalbahn, deren Ausgabe darin bestehe, in zweckmäßiger Weise eine stark bevölkerte Gegend mit der Hauptbahn zu verbinden, ihrer Natur nach nur einem beschränkten, nicht dem großen Durchgangsverkehre dienen, dafür spräche schon die geringe Fahrgeschwindigkeit. Für die vorliegende Lokalbahn seien aber Kehl und Bühl die beiden gegebenen Anknüpfungspunkte. ES habe der Kommissionsbericht zu Art. 5 noch einige allgemeinere Fragen in Anregung gebracht. Zunächst sei der Regierung ans Herz gelegt worden, hinsichtlich Ausstattung und Betrieb der in Frage stehenden Bahn auf die möglichste Vereinfachung hinzuwirken. Wenn die Regierung hiermit im Allgemeinen auch einverstanden sei, so müsse Redner doch darauf aufmerksam machen, daß m»?n Hierlands die Einrichtung der Lokalbahnen noch r-oemg gewöhnt und andererseits unser Publikum anspruchsvoller sei als anderwärts. Wenn in Bayern kürzlich Aulner Regierungsvorlage erklärt worden sei, daß- 6E sich mit Rücksicht auf die Oekonomie veranlaßt sebe^ einzelnen Lokalbahnen täglich nur 2 Züge gelles zu lassen, rm Winter aber bei größeren Schneeanh^lsi^sien den Bahnbetrieb ganz einzustellen, so würde'? solche Aussichten bei uns nur wenig Vergnügen bergen. Habe doch das Publikum über die geringe Fahrgeschwindigkeit auf der Höllenthalbahn geklagt und . bewiesen dieselbe Ungenug- samkeit die vielfachen ^erlangen nach Anhalten aller Züge auf den kleinster Stationen, Errichtung von Guter- stationen an den ur'^^endsten Orten u. s. w. Doch alankie Redner daß man iM Hanauerlande nocb nickt so ve^ölM, vielmehr auch für eine einfache Radn und M-urichtung dankbar sein werde. Wenn es stck nur ^ Bahn für den Personenverkehr handeln würt^' könnte die Einrichtung sehr einfach sein, sie würde fofl^ komplizirter, wenn die Rücksicht auf den Güter- ' kehr und damit die Nothwendigkeit der Erstellung von ^Zrladegeleisen, Rampen, Güterschuppen, Krahnen u. s. w., sosiue der Beobachtung der durch das Betriebsreglement ,w. die Bahnordnung für Bahnen untergeordneter Be- p.stlung gegebenen Vorschriften hinzukomme. Immerhin ^erde die Regierung sich angelegen sein lassen, in dieser «Achtung an den zu konzessionirenden Unternehmer nicht Üzu hohe Anforderungen zu stellen, wobei sie jedoch Alles ^erlangen müsse, was im Interesse eines gewerbsmäßigen PetriebS unbedingt nöthig sei, weil sie niemals Anlagen zulassen könne, welche später als ungenügend sich herausstellten. > Was die weitere Frage anlange, wem die zu erthei- »endr Konzession verliehen werden solle, so anerkenne der Kommissionsbericht selbst, daß es sich hier um einen Akt der Verwaltung handle. Es seien bis jetzt 2 Liebhaber aufgetreten, die Bachstein'sche Verwaltung und eine Aktiengesellschaft in Straßburg, denen gegenüber die Regierung sich vollständig freie Hand Vorbehalten habe, sie werde denjenigen Unternehmer konzessioniren, welcher die Ausführung unter den günstigsten Bedingungen für den Betrieb und die Tarifgestaltung zu übernehmen geneigt sei. Wenn schließlich in dem Kommissionsbericht bemerkt werde, daß der vorgesehene Zuschuß von 10000 M. pro Kilometer die äußerste Grenze bedeute und dabei unterstellt werde, daß, sofern die genaueren Kostenüberschläge einen geringeren als den in Aussicht genommenen Aufwand ergeben, auch der Staatszuschuß in geringerem z Betrage geleistet werden solle, so könne sich die Regierung mit diesem Grundsatz einverstanden erklären. Abg. Schneider stimmt mit Freuden einem Gesetz- lltwurse zu, dessen Verwirklichung den Wohlstand des ^anauerlandes zu heben geeignet sei. Er möchte nur irischen, daß auch sofort die Ausführung der Strecke cktenau-Bühl verwirklicht werde. ES sei die letztge- s4Nte Gemeinde in ihrem wohlverstandenen eigenen Arreste zu großen Opfern bereit. Diese Opfer erfüll- ^ihrrn Zweck aber nur dann vollständig, wenn Bühl den Verkehr des nördlichen Hanauerlandes so rechtzeitig an sich zu ziehen vermöge, daß derselbe nicht zuvor nach Straßburg abgeleitet werde. Nur wenn der Handel Bühls mit demjenigen Zftraßburgs sofort konkurrier, vermöge das erstere eine empfindliche Schädigung seiner Interessen zu vermeiden. — Mit dem Prinzipe der Lokalbahnen sei Redner einverstanden, ebenso damit, daß deren Bau und Betrieb an Private überlassen werden sollen. Wenn zwar, nach aller Voraussicht, die Bahn Kehl-Lichtenau auch im Staatsbetriebe rentiren würde, so wäre eine Uebernahme der Lokalbahnen auf den Staat doch deshalb unzweckmäßig, weil dann dieses Haus mit Petitionen so lange bestürmt werden würde, bis dasselbe Verhältniß wie bei den Staatsbahnen eingetreten wäre, daß nämlich neben die rentirenden eine ganze Reihe unrentabler Linien treten würden, welche die zuerst vorhandene Rente verschwinden machen müßten. Abg. Reichert freut sich über das Zustandekommen der Linie Lichtenau-Bühl, wenn auch der Anschluß nach Oos für den Staat vortheilhafter gewesen wäre. Allein es seien an der projektirten Strecke viele Gemeinden interessirt, während bei den Gemeinden unterhalb Schwan zach ein Interesse nirgends zu Tage getreten sei. Deß- halb stimme er diesem Projekte mit dem Wunsche zu, daß es bald zur Ausführung kommen möge, bezüglich der an (in der Regel 300 M. pro Gemeinde) davon, da sie, durch die Mißerfolge der Nachbarn abgeschrcckt, die Grabarbeitcn unterließen. Der „Quellenfinder" aber hatte in wenigen Wochen mehrere tausend Mark Honorar mühelos verdient. Die „Kunst" des Beraz besteht angeblich darin, auf Grund einer flüchtigen Besichtigung der Gegend — in der ziemlich umfangreichen benachbarten Gemarkung Stupferich genügte hiezu ein Rundgang von wenigen Stunden — tiefliegende (bis 30 m unter der Erde!) Wasseradern „durch Fühlung" auf's genaueste nach ihrer Tieflage, Stärke und Stromrichtung zu erkennen; ein eigenthümlicher Stock, mit welchem geheimnißvolle Bewegungen und Zeichen gemacht werden, dient als Vermittler der magnetischen Fühlung. Die Kenntniß des inneren Baues der Erde, welche alle anerkannten Quellenfindcr (z. B. der berühmte Abbs Paramclle) als erste Grundlage des Quellensuchcn bezeichneten, erscheint dem Joseph Beraz nicht erforderlich. — Wir brauchen kaum zu sagen, daß das Verfahren des Genannten jeglicher wissenschaftlichen Grundlage entbehrt und darum keinerlei Vertrauen verdient. Vor demselben kann unsere Landbevölkerung, welche nur allzu oft das Opfer ihrer Leichtgläubigkeit wird, nur gewarnt werden. — In der hiesigen Umgegend, wo bereits eine Anzahl Gemeinden mit Beraz in Verbindung waren, ist es durch das Dazwischentreten der sachverständigen Behörde und dank der durch dieselbe erweckten bessern Ewpchjv/ÜMen, dß.>Thätigkeit des Wundermannes ein raick » ->-1 -L.' -lwaches Ende zu bereiten. dem beutwen Srkisroen^r. (Märkte.) Der Geschäftsgang auf WN'-'' ^lehmarkte war recht flau, trotzdem es an preis- die Stadt Bühl die Sache nicht scheitern lassen.^ werde. Der Berichterstatter Abg. v. Stvesser sstatirt, daß gegen den Gesetzentwurf wie den Antrag der Kommission ein Widerspruch von keiner Seite erhoben worden sei. Wenn die Ausführungen des Berichtes über die Fortsetzung der Lokalbahn nach B2uyl kürzer ausgefallen seien als bezüglich der Streckte Kehl-Lichtenau, so rühre dies eben daher, daß flfa/Vommission nicht im Zweifel gewesen sei, daß dies »^"Fortsetzung nach Bühl sich zu vollziehen habe, wäh^nd bezüglich des südlichen Theiles der Bahn widerstrebende Interessen zu Tage getreten. — Der Wunsch der Kommission nach einer möglichsten Verein- saflchung der Anlage und Einrichtung der Bahn habe 'selbstverständlich nichts weniger beabsichtigt, als eine Schädigung berechtigter Interessen, er sei mehr bestimmt gewesen, auch das Publikum darauf hinzuweisen, daß hier die Nothwendigkeit thunlichster Einfachheit bestehe. — Bezüglich der Konzessionirung eines Unternehmers habe die Kommission zu der Regierung das volle Vertrauen, daß sie alle in Betracht kommenden Interessen auf das sorgfältigste wahren werde. — Redner stimme schließlich dem Abg. Schneider zu, daß die Lokalbahnen als Privatunternehmungen auszuführen seien, und treffe damit auch die Ansicht der Kommission überein; nur ein einziges heute nicht anwesendes Mitglied derselben habe sich für den Bau der Lokalbahnen durch den Staat ausgesprochen. Demgegenüber müsse aber an dem Ausbau unseres Lokalbahnennetzes als Privatunternehmen festgehalten werden. Hierauf Schluß der allgemeinen Diskussion, es folgte, wie schon gestern berichtet, die Annahme des Gesetzentwurfs in unveränderter Fassung. rotzherzogthmn Baden. Karlsruhe, den 24. Februar, der badischen Bahnen) betrugen ! au? dem aus dem auS son-i > Personen-§ Gürer- stigen ^ Summa , verkehr Verkehr Quellen! z M. M. M. ! M. 706 106 1544 342 202 645 2 453 093 ! ! ! 664 056 1 578 088 215 108 2 457 252 te. T (Die Einnahmen im Monat Januar «ach provisorischer Feststellung 1888 . . nach provisorischer Feststellung 1887 . . nach definitiver Feststellung 1887_. . . Im Jahre 1888 gegen die Provisorische Einnahme des Jahres 1887 mehr .... weniger . und gegendiedefinitive Einnahme des Jahres 1887 mehr .... weniger . 66» 936'1621 439 201 818 42 050^ 36170 33 746! 12 4631 827 2 493 193 4159 40100 — > 77 097- § (Quellenfinder Joseph Beraz.) In den letzten Tagen hielt sich in der Nähe ein gewisser Joseph Beraz au» München auf, welcher sich als „Quellenfindcr" bezeichnet und von mehreren wasserarmen Gemeinden der Umgegend behufs Anlage von Brunnen zu Rach gezogen wurde, lieber dir Thätig- keit dieses Mannes, welcher schon früher unser Land besucht hat, wurden im Jahr 1885 eingehende amtliche Erhebungen veranstaltet, deren Ergebnis indessen ein so wenig vertrauenerweckendes war, daß das Großh. Ministerium des Innern sich veranlaßt sah, die Gemeinden des badischen Odenwaldcs — welchen nebst dem angrenzenden bayrischen Gebiet Beraz damals bereiste — vor dcmsetbcn zu warnen. Eine ganze Reihe von Gemeinden und Privatleuten mußten ihr Vertrauen zu dem Genannten thcuer bezahlen, indem sie nach dessen Angaben kostspielige Nachgrabungen ohne jeden Erfolg ausführten. So hatten die Gemeinden Krensheim, Ebenheid, Ncckarwimmersbach, Waldbrunn, Scndclbach, Michelrieth, Jungingen, Nerenstetten, Köfcring, Luhn u. a., ferner Private in Ellwangr« und Zipplingen den Verlust erheblicher, gänzlich nutzlos aufgewendcter Summen zu beklagen. Andere Gemeinden, wie Umphenbach, Laudenbach, Engclbcrg, Eichclsbach, Schollbrunn, Klein-Hcubach, Röttberg, Schmachtenberg, Roßhoi, Schaashof, Mönchberg. Streit und Beuchen kamen mit dem Verlust der an Beraz bezahlten Honorare - - -.-- Bruchsal «n- gctrieben und aus dem württembergischen Obcrlandc stammend. Am gesuchtesten waren noch junge Milchkühe und frischmelkende Kühe. Die Prelle waren etwas steigend; als Käufer erschienen meist bayrische Händler. — Der Umsatz auf »cm Fruchtmarkt war in der vergangenen Woche erheblich viel lebhafter als in der vorhergehenden; es wurden 36 Doppelzentner Weizen, 54 Doppelzentner Spelz, 11 Doppelzentner Roggen, 40 Doppelzentner Gerste, 6 Doppelzentner Welschkorn, 16 Doppelzentner Mischfrucht, 57 Doppelzentner Hafer, 33 Doppelzentner Roggrnstroh. 86 Doppelzentner sonstiges Stroh und 77 Zentner Heu verkauft- Die Preise haben sich im Ganzen nicht wesentlich verändert, nur bei Roggen und Hafer war eine Steigerung bemerkbar; «ls Durchschnittspreis wurde 15 M. 45 Pf. bezw. 13 M. 65 Pf. für den Doppelzentner notirt. L Baden» 22. Febr. (Vortrag.) Gestern Abend hielt der Musikschriftsteller Herr Or. Richard Pohl, Redakteur des hiesigen „Badeblattes", seinen 4. Vorträg über Musikgeschichte, und zwar behandelte er diesmal die Instrumentalmusik bis aus Beethoven. In dem knappen Rahmen eines fünfvicrtelstündigcn Vortrages gelang es Herrn l>r. Pohl, die Entstehung und die Entwickelung der Jnstrumentalformcn klar und leichtverständlich darzustellcn. Die Pohl'schcn Vorlesungen haben den seltenen Vorzug, daß in ihnen ein mit Bienenfleiß zusammengctragenes, wcrthvolles, bedeutendes Material in knrzer und doch überaus anschaulicher, für das Berständniß auch des Laien berechneter Weise verarbeitet ist. Die fcuillctomstischc Form — im besseren Sinne des Wortes —, welche Herr Or. Pohl anwcndot, verschafft seinen wissenschaftlichen Auseinandersetzungen nicht minder beim Fachmusiker, als beim Laien leicht Eingang, und wie sehr dieselben für die Verbreitung musik-literarischen Wissens Propaganda macken, beweist der große, dankbare Zuhörerkreis, welchen der Vortragende jeweils um sich hat. ->o Offenbnrg, 22. Febr. (Vortrag. — Kvnzerte.) In nächster Zeit werden wir uns eines mehrfachen Kunstgenusses zu erfreuen haben: eines Vortrags des Herrn Hofschanspielers W. Wassermann aus Karlsruhe über den Dichter Ernst v. Wildenbruch und dessen Trauerspiel „der Mennonit": am Samstag wird tagsdarauf Nachmittags 3 Uhr das zweite Cäcilidnvcrcins- Konzert folgen, durch welches unter freundlicher Mitwirkung von Frl. Luise Schäfer, Hrn. Opernsänger R. Joßlowskv und Hrn. Konzertsänger Fritz Mevi Haydn's Schöpfung zum Vortrage gelangt. Auf 17. k. M. endlich beabsichtigt Herr Franz Fink unter gefälliger Mitwirkung des Frl. M. Dillingcr und des Herrn Musikdirektors Pfeiffer ein Konzert zu geben, bei welchem der Herr Konzertgeber zum ersten Male aus der neu erworbenen Geige aus der Werkstätte des berühmten St. Scrasin spielen wird. ^ Vom Bodensee, 22. Febr. (Mühlenindustrie. — Teigwaarcnfabrikation. — Landwirthschaftlichcs. — Witterung.) Der Absatz der Mühlenfabrikate ist z. Zt. ganz befriedigend. Die Walzenmühle in Uhldingen versendet regelmäßig bedeutende Mchlkransporte nach Konstanz und in die Amtsbezirke Pfullendorf und Ucberlingen, während die Kunstmühlen in Stockach, Espasingen und Wahlwirs fortgesetzt eine starke Ausfuhr nach dem badischen Schwarzwald, nach dem Elsaß und nach Württemberg nachzuweisen in der Lage sind. Insonderheit ist der Mehlexport nach der gewerbreichen Stadt Tuttlingen, wie wir hören, in einer erfreulichen Zunahme begriffen. — Nicht minder lebhaft bat sich seit Neujahr die Thätiqkeit der Teigwaarenfabrik in Stockach gestaltet und die dort fabrizirten Maaren (Nudeln, Maccaroni) gehen hauptsächlich in die größeren Garnisonsplätze Süddculschlands, theilweise auch, in größere Krankenanstalten. — Dem Vernehmen nach hat dir Zuckerfabrik Altshausen die Landwirthe der »deren Serge,cnd zum Abschlüsse von Rüdenakkorden mit dem Bemerken Ungeladen, daß dieselbe den Preis der Rüben sür das laufende Jahr auf 95 Ps. per Zentner franco nächste Bahnstation erhöht bat. Gegenüber den niedrigen Preisen der meisten landwirthschaftlichen Erzeugnisse dürfte der Rübenbau unter den heutigen Verhältnissen noch ziemlich rentabel erscheinen und mancherlei Vortheilt bieten. — Das Barometer, welches in den letzten Tagen auf 744 mm zurückge- gangrn war, beginnt wieder langsam zu steigen. Bei nordöstlicher Lufströmung zeigte das Thermometer heute früh —4 Gr. R. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Harder in Karlsruhe. Familiennschrichkrn. Karlsruhe. Ansug an» dem KwilSesbuch-Kegister. Eheaufgebot 22. Febr. Ludwig v. Stöffer von Konstanz, Secondelieutenant hier, mit Annadel Schalk von Rewark. 1 s ff Handel und Verkehr. Handelsberichte. Pari-, 23. Febr. Wochenausweis der Bank von Frankreich gegen den Status vom 16. Februar. — Aktiva. Baarbestand in Gold st-5 030 000 Fr., Baarbestand in Silber -I- 3 470 000 Fr.. Portefeuille — 2 786 000 Fr.. Vorschüsse auf Barren —3760000Fr. Passiva. Banknotenumlauf-16116000 Fr., Laufende Rechnungen der Private -l- 17 S61 000 Fr., Guthaben des Staatsschatzes 4- 646 000 Fr.. Zins- und Diskonterträge 256000 Fr.. Verhältnis des Notenumlaufs zum Baar- »orratb 84.34. London. 23.Febr. Wochenausweis der Bank von England egen den Ausweis vom 16. Februar. Totalreserve Notenumlauf . . Baarvorrath... Portefeuille .... Privatguthaben. . > Staatsschatzguthabcn > Notenreservc... Regierungssicherheiten Prozentverhältniß der 15 598 000 Pf. St.. 22 979 000 Pf. St.. 22 377 000 Pf. St.. 19 450 000 Pf. St., 22 567 000 Pf. St., 10586 009 Pf. St., 14 090 000 Pf. St., 16 261 000 Pf. St., st- 414 000 Pf. St. 163 000 Pf. St. 251 000 Pf. St. 174 000' 989 000 1 592 000 402 OM' f.St. bf. St. Zf. St. Zf- St. unverändert Reserve zu den Passiven 46"/« Prozent gegen 46",-z Prozent in voriger Woche. — Clearinghvuse-Umsatz 128 Millionen, gegen die gleiche Woche des vorigen Jahres 22 Millionen Zunahme. Auszug aus der amtlichen Patentliste über die in der Zeit vom 5. brs 15. Februar 1888 erfolgten badischen Patentanmeldungen und -Ertheilungen, mitgethcilt vom Patentbureau des Cimlingcnieurs K. Müller in Freiburg i. B. Anmeldungen: Firma Joseph Vögele in Mannheim: Aufschneidbarer Centralapparat — Wcichenhebel für Gestänge und Drahtzüge. Köln, 23. Febr. Weizen, fremder, loco 18.75, hiesiger loco 17.50, per März 17.45, per Mai 17.70, per Juli 18.—. Roggen, fremder, loco 14.25, hiesiger, >ooo 13.50, per März 12.40, per Mai 12.60, per Juli 12.75. Rüböl, Per 50 kg, loco 25.— . per Mai 24.— , per Oktober per 100 üz 47.90. Hafer, hiesiger, loco 13.50. Bremen, 23. Febr. Petroleum-Markt. Schlußbericht. Standard white loco 7.20. Fest. Amerikanisches Schweineschmalz, Wilcox, nicht verzollt, 38. Antwerpen, 23. Febr. Petroleum-Markt. Schlußbericht. Raffinirtes, Type weiß, dispon. 19"/«. Per März I 8 V 2 , per Avril-Juni 17V«, per Septbr. - Dezbr. 177«. Behauptet. Amer. Schweineschmalz, dispon., 92 Frcs. Paris, 23. Febr. Rüböl per Februar 50.25, März 50.—. per März-Juni 49.75, per Mai-August 50.25. Matt. — Spiritus Per Februar 45.75, Per Mai-August 46.50. Träge. — Zucker, weißer, dispon., Nr. 3, per Februar 40.—, per Mai-August 41.25. Behauptet. — Mehl, 12 Marques, per Febr. 52.10, per März 52.30, per März-Juni 52.50, Per Mai-August 52.75. Fest. — Weizen ver Februar 24 30. ver März 24 25. per März- Juni 24.25, per Mai-August 24.40. Fest — Roggen per Februar 13.80, per März 14.—, per März - Juni 14.10, per Mai-August 14.40. Still. — Talg 66.—. Wetter: kalt. Schiffsbewegong der Post-Dampfschiffe der Hamburz-Amerilaui- * scheu Packetfahrt - Aktiengesellschaft. „Ascania" von Hamburg am 12. Febr. in St. Thomas angekommen: „Geliert" von Hamburg nach New-Aork am 14. Febr. von Havre weitergegangen: „Saxonia" am 15. Febr. von St. Thomas nach Hamburg abgegangen; „Sorrento" am 15. Febr. von Hamburg nach New- Aork abgcgangen; „Moravia" am 16. Febr. von New-Aork nach Hamburg abgegangen: „Francia" von Hamburg nach St. Thomas, am 16. Febr. von Havre «citcrgegangen: „Rhenania" am 16. Febr. von St. Thomas nach Hamburg abgcgangen; „Slavonia" von New-Aork am 17. Febr. in Stettin angekommen: „Bavaria" v»n St. Thomas nach Hamburg am 17. Febr. in Havre eingetroffen; „Bohemia" von New-Uork am 18. Febr. in Hamburg angekommen; „Thuringia" von St. Thomas nach Hamburg am 18. Febr. Lizard passirt; „Colonia" von St. Thomas am IS. Febr. in Hamburg angekommen; „Rhaetia" von New-Aork nach Hamburg am 19. Febr. Lizard passirt; „Rugia" am 1» Febr. von Hamburg nach New-Aork abgcgangen; „Älbingia" am 19. Febr. von Hamburg nach Colon abgegangen; „Polyncsia" von Hamburg am 11. Febr. in New-Iork angekommen; „Lessing" von Hamburg am 16. Febr. in New-Aork angekommen. — Mitge- theilt von K. Schmitt n. Sohn in Karlsruhe, Karlsstraße Nr. 32. Kefte Kedukrionsveihalrnrye: i Lhlr. ---- 1L Rink. 1 Gulden ö W. - 8 Ami., 7 Gulven Md. und yoUunr». 2 RmS.. i Franc -- 80 Pfg. Frankfurter Kurse vom 23 Februar 1888 . i Lrra - 80 Psg^ 1 Psd. — 2 V Rmr.. 1 Dollar — 4 ftimr. 25 PfA. 1 csrwrra- ruLel — 3 Rmk. 20 Pfp.« I Mark Banko — 1 Rmk. 60 »na StaatSpapiere. Baden 4 Obligat, fl. —-- „ 4 „ M. 104.90 ., 4 Obl. v. 1886 M. 107.10 Bayern 4 Oblig. M. 106.— Deutschl.4Rcichsanl. M. 107.20 „ 3V- .. 101- Preußen 4 °, Cons ols M. 106.69 „ 3Vrckons.St.-AnlM.101.50 WtbgM- M. 106>- 4 Obl v. 75.80 M. 104.90 Oesterreich 4 Goldrente fl- 86.90 „ 4VzSilberr. fl. 63 50 „ 4VsPapierr. fl- 62.40 „ 5Papierr.v.1881 —.— Ungarn 4 Goldrcnte fl. 77.40 Italien 5 Rente Fr. 94.20 5'/» Rumänische Rente 92.40 Rumänien 6 Obl. M. 102.40 Rußland 5 Obl. v. 1862 ^ 93 30 5 Obl. V, 1877 M. 93.20 77.10Mis.1l.Em.Linz-B.Slbr.fl. —.— 6 SouthernPacisicofC.ldi. 110.— 4Mein.Pr.Pfdbr.Thlr.1M 123.50 Serbien 5 Goldrente , Schweden 4 in M. —.— 4 Gotthardbahn Fr. Span. 4 Ausländ. Rente 67.105 Böhm. West-Bahn fl. Schw.4°/vBernv.1885Fr. 101.60 5 Gal.Karl-8udw.-B. fl. Egypten 4 Unif. Obligat. 75.20 5 Oest.Franz-St. Bahn fl. Bank-Aktie»». 5 Oest.Süd-Lombard fl. 4'/r Deutsche R.-Bank M. 133.50 5 Oest.Nordwest fl. ' " ' lflt.k.fl. 4 Badische Bank Thlr. 108.- 5 5 Basler Bankverein Fr. 151.80 5 Rudolf 112.10 5 Gotthard IV Ser. Fr. 229V«'4 154 4 Schweiz. Central — 5 Süd-Lomh. Prior, fl. 6lV« 3 Süd-Lomb. Prior. Kr. 122—j5 Oest.Staatsb.-Prior. fl. 107.—- 3OldenburgerThlr. 103 10 4Oesterr.v.1854fl. 103.80 7 101,40 - 4 Darmstädter Bank f? 135.70! Gisenbahn-PrioritAte«. 15 Toscan.Lentral ,Fr. fl. D-Disc.-Kommand. Thlr. 187.60,4 Elisabeth steuerfrei fl. 5 FräM.f. Banker. Thlr. -.->5 Mähr. Grenz-Bahn fl. 5 Oest. KreoiMpstalt fl. —.—5 Oest.Nordwest-Gold- 4 Rhein. Kreditbank/Lystl.' 116.70! Obl. M. 5 D. Effekt- u. Wechsel-Bk. 9 P Oest.Nordw. lär .r. fl. 40"/» einbezahlt Thlr. 115.70 5 «Oest.Nordw. I-fl. 3. st. Eifeudahu-Mrie«. j4 VorWlberger 40 133.50 250 108.50 5 , v.1860 „ 500 109.40 4Raab-GrazerThlr. IM —.— 57.30 Unverzinsliche Loose per Stück. . , 79.30iBraunfchw.Thlr.20-Loofe 97.80 —!S Livor. lär.0,01u.0S Fr. 64 60,Oest.fl.100-Loose v. 1364 273.50 V I 103.20 Oesterr.Kreditloosefl. 100 100.— 5 Westsic.Eisb.18Efr.Fr. 101.40 von 1858 64.2(1 Pfandbriefe. !4RH.HYP.-Br.-Pfdbr. 106.50 5 Preuß.Tem.-Bos.-Cred. 84 70! Verl, ä 110 M. Zeidelberg-Speier Thlr. )ess. Ludw.-Bahn Thlr, , , , steuerst_ eckl. Frdr.-Franz M. 127.50 4 Rudolf(Salzkg z»t) i.Gold 98.80! frei -M. —3 Raub'IMedenb.EbenstGold 83.—!4 dto. 74. 61,30 L100M. 101.90 Pfälz. Max-Bahn fl. 511 Orientanl.P-R. 50.10 - 4 Pfälz. 'Nordbahn fl. 4 Cons. v, 1880 R. 75.60 > Elisabeth Pr.-Akl. fl. 13l.50! steuerfrei , -.- 6 Buffalo N.-A. u. Mil. —.—! Cons. Bonds ' ^ 4VzOest.B.-Crd.-AnstA 5 Russ.Bod.-Lred.S.R. 4"/»Süd-Bod.-Cr.-Pfdb > Verzinsliche Loose. 99.50,Z'/Aöln-Mind.Thlr. IM 133.10 >4 Bayrische . IM —.—!4 Badische „ IM Ungar.Staatsloosc fl. IM Ansbacher fl.7-Loose Augsburger fl.7-Loose Freiburger Fr.15-Loose Mailänder Fr.lO-Loose Meininger fl.7-Loose Schwed. Thlr.-10-8oose Wechsel «nd Paris kurz Fr. IM Wien kurz fl. IM Dollars in 20 Fr.-St. Souvereigns Gold 4.16 16.12 20.29 ig Obligationen «nd Jndnftrtr- Aktie«. 4Karlsruher Obl. v. 187S — 4Mannhe»mer Obl. — 4Freiburg „ — 4Konstanzer „ 100 — Ettlinger Spinnerei s. Zs. 129.— Karlsruh.Maschinenf. dto. 13150 Bad. Zuckers., ohne Zs. 138.70,Amsterdam kurz 100M London kurz 1 Pf. .60! Montgs 160.40 Reichsbank Discont . Zuckerst, i, 3"/oDeutsch.Phön.20°/oEz. 175.— 122 .- 156.5S 168,95! Frankf.Bank.Discont 20,35 Tendenz: —. 109,80 »6.40 L Bürgerliche Rechtspflege. Erbeinweijuilgen. 8.771. Nr. 1997 Müllheim. Das Gr. Amtsgericht Müllheim hat heute beschlossen: Nachdem auf die diesseitige Aufforderung vom 22. Dezember v. I,, Nr 12,223, Einsprache nicht erhoben wurde, wird die Großh. Generalstaatskasse in die Gewähr des Nachlasses des min- deriährig st Karl Weiß, natürlicher Sohn der Josef Anton Höcklin Witwe von Neuenburg, eingesetzt. Müllh-im, den 17.'Februar 1S88. Adler, Gcrich:sschreibcr des Gr. Amtsgerichts L.803.1. Nr. 1245. Gernsbach Die Witwe des Stcinhauers Franz An ton Rahner, Christine, geb. Schoch in Hörden, hat auf Grund der L.R.SS 767 u. 770 um Einsetzung in die Gewähr des Nachlasses ihres Mannes nachgesucht. Etwaige Einsprachen gegen dieses Gesuch sind binnen 4 Wochen hier anzubringcn. Gernsbach, den 20. Februar 1888. Der Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts Gut. L.760,2. Nr.2258. Schwetzingen. Das Gr. Amtsgericht hat unterm Heutigen beschlossen: . . Die Witwe des Maklers Philipp Kilian, Barbara, geb. Hocker von Reilingen, hat um Einweisung in Besitz und Gewähr der Verlassenschaft ihres Ehemannes gebeten. Diesem Gesuche wird siattgegeben, wenn nicht binnen sechs Wochen Einsprache dagegen erhoben wird. Schwetzingen, den 13- Februar 1888- Der Gerichlsschreibcr Gr. Amtsgerichts: Müller. L.804.1. Nr. 1455. Wertheim. Landwirth Karl Josef Zivprich Wtb., Emilie, geb. Grein von Mondfeld, hat um Einweisung in Besitz und Gewähr des Nachlasses ihres verstorbenen Ehemannes geheten. Diesem Gesuche wird entsprochen, wenn nicht binnen 6 Wochen Einsprache hiergegen erhoben wird. Wertheim, den 20. Februar 1888. Gerichtsschreiber des Gr. Amtsgerichts: Keller. HgildelSregistereiutrögr. L-811. Nr. 1648. Neustadt. Zu Ord.Z. 82 des Firmenregisters wurde eingetragen: Der Firma „Fr. Keller in Löf- fingcn" wurde der Zusatz „z. Kasten" beigefügt. Neustadt, den 18. Februar 1888. Großh. bad. Amtsgericht. ' Or. Köhler. 8.742. Nr. 1S86. Radolfzell. In das hiesige Firmenregister wurde eingetragen: „ 1. ZuO.Z.95, Firma G. Allweilcr hier: „Ferdinand Allweilcr, Kaufmann dahier, hat Prokura." 2. Zu O.Z. 155, Firma Sigmund Ackermann in Böhringen; Inhaber: „Spezereihändler Sigmund Ackermann, verheirathet mit Walburga, geb. Ben- zingcr von Steißlingen, ohne Ehe- vcrtrag." ^ ^ 3. Zu Ord.Z. 156, Firma I. Burkart m Radolfzell; Inhaber: „Julius Burkart in Radolfzell, Kupferschmied und Spezereihändler, verheirathet mit Amalia, geb. Felder von Ueberlingcn. Laut Ehevertrag äs ä-»to Radolfzell, 23. Januar 1869, wirft jedes der künftigen Ehegatten den Betrag von 50 fl. in die Gemeinschaft; alles übrige liegende und fahrende, aktive und passive, jetzige u. künftige Vermögen beiderThcile wird von derselben ausgeschlossen." Radolfzell, den 9. Februar 1888. Großh. bad. Amtsgericht. 1>r. G. Müller. L.749. Nr. 1900. Müllheim. Zu Ordn.Z. 4 des Genossenschaftsregisters — Landwirthschaftticher Konsumverein Bellin gen — wurde eingetragen: In der Generalversammlung vom 4. Dezember 1887 wurden Alfred Vogel von Vellingen als Vorstand und Martin Höferlin von da als Beisitzer erwählt an Stelle der ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Franz Fößlr jung und Franz Xaver Amann von Bellingen. Müllheim, den 15. Februar 1888. Großh. bad. Amtsgericht. Rüttinger. 8.741. Nr. 2399. Bruchsal. Zu Ord.Z. 501 des Firmenregisters wurde heute eingetragen: „Christof Schwarzmcicr inMin- golsheim." Inhaber ist Christof Schwarzmeier in Mingolsbeim; derselbe betreibt den Handel mit Rohwaaren und ist verehelicht mit Margarethe, gebornc Walden- berger von Mingolsheim, ohne Errichtung eines Ehevertrags. Bruchsal, den 15. Februar 1888. Großh. bad. Amtsgericht. Armbruster. 8.736. Nr. 1654 Dur lach. Zu O.Z. 65 des diesseitigen Gesellschafts- registcrs wurde unterm Heutigen eingetragen: Firma „Badische Schrotfabrik Dupierry I. Firma „Moritz Kahn, vorm. Gebr. Hirsch" in Mannheim. Inhaber: Moritz Kahn, Kaufmann aus Ginsheim, wohnhaft in Mannheim. 10. O.Z. 747 des Firm.Reg. Bd. I. zur Firma „H ch. Hirschler" in Mannheim. Diese Firma ist erloschen und damit auch die dem Leo Hirschler und dem Emanuel Hirschler crtheilte Prokura. 11. O.Z. 67 Ms Ges.Rcg. Bd. VI. zur Firma „Ferdinand Opven- heimer" in Mannheim- Die Gesellschaft ist aufgelöst und die Firma erloschen. Mannheim, den 15. Februar 1888. Gr. bad. Amtsgericht ll. 1>r. Hummel. 8.673. Nr. 983. Neckarbischofsheim. Unter O Z. 10 wurde heute in das Genvssenschaftsregistcr eingetragen: Landw. Consumverein Adersbach, eingetragene Genossenschaft, Sitz in Adersbach. — Der Gesellschaftsvcrtrag datirt vom 21. Januar 1888. Gegenstand des Unternehmens ist zur Förderung der Wirthschaft der Mitglieder: gemeinschaftliche billigste Beschaffung von Bedürfnissen der Haus- und Land- wirtbschaft in bester Qualität; gemeinschaftlicher Verkauf von Produkten aus dem landwirthschastl. B-trieb; Schutz der Mitglieder gegen Uebervortheilung. Die derzeitigen Vorstandsmitglieder sind: Vorsteher: Ochsenwirth Ludwig Bauer; Kassier^ Heinrich Schöner; Beisitzer: Adam Horn, Gustav Schmitt, Me von Aldersbach. Die Zeichnung für den Verein geschieht durch Namensnnterschrift des Vorstehers oder seines Stellvertreters nnd eines weiteren Vorstandsmitglieds unter die Firma des Vereins. Die Bekanntmachungen der Genossenschaft erfolgen unter der ycuannten Firma und werden im Landnnrthschaft- lichen Wvchenblatt veröffentlicht. Das Verzeichnis der Genossenschafter kann jederzeit bei Gericht eingcsehen werden. Ncckarbischofsheim, 7. Februar 1888. Großh. bad. Amtsgericht. Bollert. 8.710. Nr. 2105. Baden. In das Firmenregister wurde unterm 9. L. M. eingetragen: - Unter O.Z. 194: Die Firma Heinrich Hofmann Söhne u. Cie. in Karlsruhe, Zweigniederlassung in Baden, ist erloschen. Ord.Z. 290: Heinrich Hofmann -Söhne u. Cie. in Baden. Inhaber ist „Earl Hitzler von Baden, verheirathet ohne '«Ehevcrtrag mit Therese, gebornc Grätz.''.Der Letzteren ist Prvkura er- theilt. ^ In das «Kescllschaftsregister wurde unterm 9. d. Mts. unter O Z. 56 eingetragen: Die Gesellschaft: Fluß-und Schwimmbadanstisalt Baden ist, nachdem die Liquidaikv-n beendet ist, aufgelöst. d Baden, den 13. FebruarM888. Großh. bad. Amtsgerncht. Fr. Mallcbrcin. Z«angsversteiqermiz. ' M.Ä7.1. Tauberbischofsheinst^ Steigerungs - Ankün->! ' ^ digung. ^ In Folge richterlicher Verfügung werden »cm Müller Wendelin Weickgenannt hier am Donnerstag dem 15. März 1888, Vormittags 8 Uhr, im Rathszimmer dahier die unten beschriebenen Liegenschaften öffentlich versteigert und enbgiltig zugeschlagen, wenn der Schätzungspreis oder mehr geboten wird. Beschreibung der Liegen schäften. 1. Anschlag Ein zweistöckiges Wohnhaus mit Mühleneinrichtung, bestehend in 3 Mahlgängen, Schälgang u. Schwingmühle, jetzt ganz neu und vollständig zu einer Kunstmühle eingerichtet; ferner Scheuer, Stallung, Schweinställe, Werkstatt, Wagenhalle, Hofraitheplatz, Geb. Nr. 1, Distr. 1, an der Straße nach Königheim gelegen, 30000 2 . 8 Ar 26 Meter Garten beim Haus, 1 Parzelle.350 3. 84 Ar 66 Mir. Weinberg und Weinberisfeld in 2 Parzellen . 580 4. 133 Ar 96,7 Meter Wiesen in 9 Parzellen . . ^. 3355 319 Ar 84,5 Meter Acker in 12 Parzellen. 3775 Summa . 38060 Tauberbischofsheim, 14. Febr. 1888. Der Vollstreckungsbeamtc: A. Weindel, Notar. Strafrechtspflege. Ladungen. K.991.2. Nr. 2191. Konstanz. 1. Josef Gutmann, geb. 22. Februar 1866 zu Bodman, zuletzt wohnhaft daselbst, 2. Ott» Herz, geb. 4. März 1865 ^ M Reuthe, zuletzt wohnhaft da- 5. Konrad Hermann, geb. 8. September 1865 zu Stvckach, zuletzt wohnhaft dase'bst, 6. Maximilian Bögtle, geboren 30. Oktober 1865 zu Zizenhausen, zuletzt wohnhaft daselbst, 7. Theodor Hauff, geb. 3l. Juli 1865 zu Kirchheim u. T., zuletzt wohnhaft in Riclasingen, 8. Oskar Fesenmaicr, geboren 9. Dezember 1863 zu Oberweschnegg, zuletzt wohnhaft in Gottmadingen, 9. Xaver Dettling, geb. 7. Mai 186S zu Dettlingen, O.A. Haiger- loch, zuletzt wohnhaft in Ochsenbach, 10. Friedrich Grimm, geb. 25. Juni 1864 zu Altleiningen, zuletzt wohnhaft m Villingen, 11. Maximilian Amann, geb. 7. Januar 1865 zu Margrcthausen, Oberamt Balingen, zuletzt wohnhaft in Langenhard, 12. Mainrad Schweikart, geb. 17. Januar 1863 zu Ruhestetten, zu- 'Qetzt wohnhaft in Hattenweiler, werden - zur Hauptvrrhandlung über die gegen si? e-rhobene Anklage, als Wehrpflichtige inVder Absicht» sich dem Eintritt in den Dienst des stehenden Heeres oder der Flotte'- zu entziehen, ohne Erlaubnis das Bumdesgebiet verlassen oder nach erreichtem militärpflichtigen Alter sich außerhalb des B'rNKdesgebiets aufgehalten zu haben, — ' Vergehen gegen 8 140 Zriff. 1 des St.G.B. - auf Freitag den 4. Mai 18Ä8, Vormittags 9 Uhr, t vor die Strafkammer 1 des Gir. Landgerichts Konstanz mit der Warn ung geladen , daß im Falle ihres unsrntschul- digten Ausbleibens zur Haupte ^Handlung werde geschritten und stie auf Grund der nach 8 472 St.P.O. gezeichneten Erklärung werden verrirtheilt werden. Zugleich wird verkündet, daß da s Gr. Landgericht Konstanz mit Versiegung vom 14. d. Mls., Nr. 1535, das ^Vermögen des Angeklagten Konrad iK ermann von Stockach gemäß § >«140" St.G.B. und § 326 St.P.O. mit s Beschlag belegt hat. Konstanz, den 16. Februar 1888. Der Großh. I. Staatsanwalt:. G r u b e r. M.26.1. Adelsbeim. Der am 2 Ä. Juli 1863 in Schlierstadt geborne. ledig e. katholische, vermögenslose Lolksschu l- lehrer Ludwig Zimmermann, zule? tzt wohnhaft in Zimmern (Amt Adele l- heim), wird beschuldigt, als beurlaubte r Reservist ohne Erlaubnis ausgewa» >-- dert zu sein, Uebertretung gegen ! 36S Nr. 3 des Strafgesetzbuchs. Derselbe wird auf Anordnung de- Großh. Amtsgerichts hiersclbst auf Freitag den 18. Mai 1888, Vormittags 9 Uhr, vor das Gr. Schöffengericht zu Adel heim zur Hauptxerhandlung gelader Bei unentschuldigtcm Ausbleiben n derselbe auf Grund der nach t 473 3. 4. elbst, ! Strafprozeßordnung von dem KT Christian Winter, geb- 16. Mai Landwehrbezirks-Kmmando zuMc 1865 zu Schmandorf» zuletzt wohn-! ausgestellten Erklärung verurtheill Haft daselbst, Mn. Oswald Förster, 1865 zu Stockach, Haft daselbst. geb. 25. Juli zuletzt wohn- Adelsheim, den 21. Februar Erbacher, Gerichtsschreiber des Gr. Amts; ' ^-*buchdruckrrei.