erläge zu Me. 153 dee Muetseuhee Zeitung. Dienstag, 3. Juni 1888. Nus der Türkei. Die Besorgnisse, welche man in der letzten Jeit in türkischen Regierungskreisen wegen gewisser, in M a ced o nien aufgetauchter Erscheinungen empfunden hat, sind, wie der „Polit. Korresp." aus Konstantinopel gemeldet wird, einer beruhigteren Stimmung gewichen. Es heißt in dieser Korrespondenz: „Die Sorge vor dem Eintritte künftiger politischer Erschütterungen auf diesem Gebiete hat sich wohl nicht ganz verflüchtigt, aber man legt nicht mehr jene Unruhe an den Tag, die einen Ausbruch vulkanischer Kräfte jeden Augenblick befürchten läßt. Auch das große Publikum, auf welches sich die Besorgnisse der Regierung übertragen hatten, entzieht sich dem Einflüsse des in der Auffassung des elfteren vollzogenen Umschwunges nichts so daß sich eine allgemeine Abnahme der Spannung, welche in den Ge- müthern in Bezug auf Macedonien geherrscht hat, fühlbar macht. Bei dem Zusammenhänge, i» welchem die besorgnißerregrndeu Vorgänge in Macedonien türkischerseits mit geheimen Bestrebungen Griechenlands gebracht worden waren, ist cs verständlich, daß die in Konstantinopel eingctretene Beruhigung eine Abschwächung des Mißtrauens, mit welchem man Griechenland beobachtet hatte, in sich schließt. Die Wendung in der Haltung der Pforte Griechenland gegenüber ist jedenfalls nur moralischen Einflüssen zuzuschreiben. Die seitens der Athener Regierung angedrohten Gegenmaßregeln hätten die Pforte sicherlich auch nicht einen Schritt weit zurückzudrängen vermocht, da sie von der Anschauung ausgeht, daß durch die Nichtzulassung griechischer Konsularvertreter an einzelnen Punkten der Türkei wichtige wirth- schaftliche und nationale Interessen Griechenlands in ihrem Lebensnerv getroffen worden wären, während ein gleicher Schritt der griechischen Regierung der Türkei gegenüber für letztere so zu sagen kaum eine Hautsckürfung bedeutet hätte. Auch die Angst wegen Macedoniens wckr es nicht, welche die Pforte in der Affaire Panurias dazu brachte, sich gewisse Opfer ihrer anfänglichen Anschauungen, aufzucrlegen, sondern es war dies einerseits die Folge taktvollen persönlichen Eingreifens des Königs Georg von Griechenland beim Sultan selbst, andererseits das Werk diplomatischer Einflüsse, deren freundlicher Gesinnung und friedenerhaltenden Tendenz man in türkischen Kreisen Vertrauen entgegenbringt. Ein Theil der Diplomatie in Konstantinopel zeigte sich sofort vom ersten Auftauchen der Mißhelligkeiten zwischen den beiden Staaten ehrlich bemüht, an beiden Punkten die etwaige Neigung zu unzeitgemäßem Starrsinn zu dämpfen und durch Aufklärungen über die Wesenlosigkeit der schwebenden Mißverständnisse ein gegenseitiges Entgegenkommen herbeizuführen. Den Hauptantheil bei diesem gemeinsamen Wirken hatte anscheinend der Vertreter Englands in Konstantinopel, Sir W. White. Man lehnt dies zwar in englischen Kreisen ganz so ab, wie man auch bestreitet, daß in der egyptischen Frage irgendwelche türkisch-englische Verhandlungen mindestens durch die englische Botschaft in Konstantinopel stattfinden; allein die öffentliche Meinung unterscheidet und glaubt an die letzterwähnten Versicherungen, während sie die erstangeführte für Bescheidenheit oder diplomatische Diskretion hält. Noch weniger besorgt als in diesem Augenblicke wegen Macedoniens zeigt man sich in türkischen Kreisen wegen Albaniens. Man versichert, daß die daselbst gelegentlich vorkommenden Unruhen durchaus geringfügiger Natur seien und keinerlei politisch bedenklichen Charakter zeigen, vielmehr ganz in die Kategorie jener Ruhestörungen gehören, wie sie unter jenen nie ganz zu disziplinircnden Bevölkerungen in Folge von Stcueraffairen und dergleichen alliäWH igi Frützling und.,Sommer Vorkommen. Auch sind vollständig ausreichende Militärkräfte konzentrirt, um es zu verhindern., daß etwa eine dieser landesüblichen Unordnungen zu einer ernsteren Bewegung ausarte. Immerhin fand die Nachricht vom „Entspringen der 21 montenegrinischen Verbrecher aus ihrem Gefängnisse im Scutari-See auch hier Beachtung ; nur weiß man nicht, ob dieselben nach Albanien in die Herzegowina oder nach Bulgarien bestimmt sind". Grotzherzoglhum Baden. Karlsruhe, den 4. Juni. * (DaS„Berordnungsblatt der Generaldircktion der Großh. Badischen Staatseisenbahnen) Nr. 27 enthält eine allgemeine Verfügung betr. des Sommerfahrplans 1888 und sonstige Bekanntmachungen betr., Ausstellung in Kopenhagen, Ausrüstung der Stationen mit Instruktionen, Verkauf von Kursbüchern, Billetverkauf in Gasthöfen, Fahrpreisermäßigung nach Soolbädern, Rennen bei Frankfurt a. M. Fahrpreisermäßigung und Personalnachrichten. T (Postalisches.) Am 2. Juni wird in Grafenhausen, Amtsbezirk Ettenheim, eine mit der Ortspostanstalt vereinigte Telegraphenanstalt mit beschränktem Tagesdienst für den allgemeinen Verkehr eröffnet werden. < Baden, 3. Juni. (Auszeichnung.) Gestern Vormittag überreichte Herr Großh. Bezirksarzt 0r. Oeffinger fünf Hebammen aus der Stadt und dem Amtsbezirke Baden die von Ihrer Königlichen Hoheit gestiftete Ehrengabe, Medaille und Urkunde für treue und gewissenhafte Pflichterfüllung während mehr als 25 Jahren. Herr vr. Oeffinger knüpfte an die Ueberreichung der Ehrengabe den Wunsch, die derart Ausgezeichneten möchten durch diesen Allerhöchsten Gnadenbeweis ermuntert werden, in der bisherigen treuen Pflichterfüllung fortzufahren. Der Feierlichkeit wohnten bei Herr Geh. Regierungsrath Richard, Herr Oberbürgermeister Gönner, die Präsidentin des hiesigen Frauenvereins, Frau v. Zaborszky, und die Herren Stadtrath Oberschulrath a. D. Gruber, Großh. Kreisschulrath Schindler und Stadtpfarrer Weingärtner K Mannheim, 3. Juni. (Zu dem Vertu st fall im Bahnhofspostamt.) Die in Verschiedene badische Blätter übergegangene Nachricht eines hiesigen Blattes, welche den in einem Wirthshause in Schwetzingen durch einen Haussier aus Waldmichelbach verübten Gelddiebstabl mit dem beim hiesigen Bahnhofspostamte jüngst vorgekommenen Verlustfalle bezüglich des Thäters in Zusammenhang bringt und hierbei auf eine vermeintliche Unsicherheit der betreffenden Dienstlokale anspielt, ist nicht richtig. Nach den gerichtlichen Feststellungen rührt das Geld, in dessen Besitz der flüchtige Haussier von Waldmichelbach sich befand, unzweifelhaft von dem von letzterem in Schwetzingen begangenen Einbruchsdiebstahl her und steht nicht im Zusammen« Hang mit dem beim hiesigen Bahnhofspostamte jüngst vorgekommenen Verlustfalle. Hierbei wird bezüglich einer Anspielung der gedachten Nachricht auf eine vermeintliche Unsicherheit der der- maligen Diensträume des hiesigen Bahnhofpostamtes noch bemerkt, daß es für eine fremde Person vollständig unmöglich ist, in den betreffenden Diensträumen selbst einen Diebstahl auszuführen. X Ettlingen , 3. Juni. (Die hiesigeDeutscheKo- lonialgesellschaft) hielt am 28. v. Mts., Abends 8 Uhr, aus dem Hellberg einen Gesellschaftsabend ab, zu welchem sich Freunde der Sache zahlreich eingefunden hatten; auch einige Damen waren zugegen. In einem freundlich ausstaffirten Nebensaal war die übersandte Sammlung von Proben kolonialer Pro« dukte in hübscher Ordnung ausgebreitet und wurde mit Interesse besichtigt. Man vernahm nur Worte der Anerkennung und Befriedigung. Nachdem Stadtpfarrer Spengler mit einigen einleitenden Worten auf die Bedeutung und Wichtigkeit der Kolonien in handelspolitischer Hinsicht hingewiesen, unterzog sich Herr Direktor Hermann Hummel der Aufgabe, über die Eigenschaften und den Werth der hauptsächlichsten Produkte, wie des Kaffee, Caca», der Kolanuß, der Kopra u. a. eingehende Erläuterungen zu geben, die mit Dank entgegengenommen wurden. Wir glauben annehmen zu dürfen, daß die Anwesenden in ihrer Liebe zur kolonialen Sache neue Anregung und Stärkung empfangen haben. ö Freiburg, 3. Juni- (S t ad tg art e n. — Vortrag.) Die Eröffnung unseres Stadtgartens, zu welchem bekanntlich der Karlsplatz umgeschaffen wurde, wird am Sonntag den 17. Jum, Vormittags 11 Uhr, stattfinden, wobei eine entsprechende Feierlichkeit in Aussicht genommen ist. Die Anlagen sind mit sehr vielem Geschmack und Sachkenntniß ausgeführt und kommt unserem verdienstvollen Stadtgärtner Herrn Schmöger alle Anerkennung zu. — Auf Einladung der hiesigen Handelskammer hielt gestern Abend Herr Hauptamtsverwalter Wohlgemutst einen Vortrag über die deutsche Reichssteuerreform und insbesondere über die neue Branntweinsteuer. Verschiedenes. Stuttgart, 2. Juni. (Ein schweres Brandunglück) hat sich in dem Dorfe Friedrichsberg bei Schramberg ereignet. Nachts 10 Uhr brach im Hause des Landwirtbs Ganter so rapideS Feuer aus, daß von den Bewohnern des Hauses nur der Hausherr und der Knecht unter Brandwunden und durch Herausspringen sich retten konnten; die Frau, 6 Kinder und die Dienstmagd, also acht Personen verbrannten und wurden verkohlt aus dem Schutt gegraben. Merkwürdiger Weise fand der Knecht Zeit, das Vieh zu retten. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Harder in Karlsruhe. r Statt besonderer Anzeige. O. 137 . Karlsruhe. Gestern Nacht 11 '/z Uhr verschied nach kurzer Krankheit unser lieber Gatte und Vater Geheimerath WeHagheL, Vorsitzender Rath des Evang. Oberkirchenraths. Wir bitten um stille Theilnahme. Karlsruhe, den 4. Juni 1888. Die Killierbliekienen. Die Beerdigung findet Dienstag, den 5. d. M., Abends 6 Uhr, vom Trauerhause, Sopyienstraße 19, statt. Blumenspenden werden dankend abgelehnt. Danksagung. P.110. Karlsruhe. Für die vielseitige Theilnahme, die uns Lei dem Hinscheiden unseres lieben Bruders pon Nah und Fern bezeugt, für die letzte Ehre, die ihm erwiesen wurde, und für die reichliche Blumenspende bitten wir, unfern innigsten Dank dafür entgegen nehmen zu wollen. Karlsruhe, den 2. Juni 1888. Die tiestrauernde Schwester Friedericke vorderer. Eröffnet Mitte Mai. Eisenbahnstation Oppcnau 1 Stunde. Bad Petersthal imNcnchthal des dad.SchwarzwatdkS, 420 M. ü. M. Reichhaltige Eisensäuerlinge und kräftige Lithionquelle. 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Publikum vielleicht nie wieder geboten wird, sollte diese Gelegenheit nicht unbenützt vorüber gehen lassen.Ö.136.1. drei Monaten nicht erscheint, die Erbschaft Dem werde zugetheilt werden, welchen sie zi käme, wenn der Borgeladcne zur Ze des Erbanfalls nicht mehr am Lebe gewesen wäre. Karlsruhe, den 21. Mai 1888. Großh. Notar: S t e i n e l. Handelsregistereinträgc. N983. Nr. 7481. Rastatt. Ir Firmenregister zu Ord.Z. 104 (Firn Liebermann Kahn Witwe in Kip Penheim) wurde heute eingetragen: Die Firma ist erloschen. Rastatt, den 18. Mai 1888. Großh bad Amtsgericht. Farenschon. Bürgerliche Rechtspflege. Oefsentliche Zustellung. O.126. 1. Nr. 4420. Freiburg. aufnahme und den Erbtheilungsverhand- Die Wilhelm Maier Ehefrau, Monika, lungen mit dem Bedeuten vorgeladen. Perm. Bekanntmachungen P.13. Karlsruhe. Großh. Bad. Staats Eisenbahnen. Mit Wirkung vom 1. Juni l. I. 1 kommen für den Transport von Spa in Wagenladungen von 10000 Kg zw scheu bayerischen und badischen Statt neu ermäßigte Ausnahmefrachtsätze zi Einführung. Karlsruhe, den 3. Juni 1888. Generaldircktion. Holzversteigerung. M.999.1. Nr. 927. Die Großh. B zirksforstei Emmendingen »ersteige mit Borgfrist am Montag dem 11. Juni d. I. Morgens 1« Uhr, in der Stube in Sexau aus Domänenwald HI. 3, 4, 5 Anke buck, Lader und Stockbera: 41 Wagnerbuchen, 6 Eichen IV. K! 27 Forlenstämme tl. und III. Kl.; ; Ster aspene und 2 Ster erlene Rolle: 183 Ster buchene, 27 Ster eichen gemischte und forlene Scheiter; 87 St buchene, 747 Ster gemischte u. forle: Prügel; 15700 buchene u. gem. Wellei 3 Loose Schlagraum mit Stockholz: aus Distr. XIV. Petcrsw-ttd Abth. u. 2: 26 rannene Stämme und Klötzi 111 Ster buchene, 57 Ster gem. ur tannene Scheiter; 68 Ster buchene ur 68 Ster gem. u. tannene Prügel; 2k buchene und gem. Wellen und 1 80c Schlagraum. Die Waldbüter Münkttn in Emmei dingen (für Dist. III. 3, 4 , 5 ) u. Ge der in Sexau (für Distr. XIV.) zeige das Holz vor. vom Jahre 1888 im Nominalbeträge von Mark WWW D R. W. gleich Md Müng I.1UW» -Rn N.O'U.ljW Kriik» KM.W?-. Auf Grund der von dem Schwedischen Reichstage ertheilten Ermächtigung, und nachdem dieser Beschluß durch Allerhöchste Kundmachung vom 18. Mai 1888 die Königliche Genehmigung und Bestätigung erhalten hat, emittirt das Reichsschulden-Comtoir eine 3pCt. Schwedische Staats-Renten-Auleihe vom Jahre 1888, welche im Nominalbeträge von Mark 30,000,000 — Pfund Sterling 1,470,01)0 — Francs 37,020,000 — Kronen 20,066,666 z zur Rückzahlung von älteren für Eisenbahnbauten aufgenommenen Anleihen und zu anderen produktiven Staatszwecken bestimmt ist. Die Obligationen lauten auf den Inhaber und werden in schwedischer, deutscher, englischer und französischer Sprache in Abschnitten von Mark 5000.— — Pfund Sterling 245.— — Francs 6170.— — Kronen 4444«/, „ 2000.— ^ „ „ 98.- ^ „ 2468.— ^ 1777'/, „ 1000.- ^ „ „ 49.- ^ „ 1234.— ^ „ 888^/, ausgefertigt. In den Anleihe-Bedingungen, welche auf den Obligationen zum Abdruck gelangen, ist festgesetzt worden: 1) Die Anleihe wird mit jährlichen Zinsen zu 3 pCt. halbjährlich am 1. Februar und 1. August verzinst. Der erste halbjährliche Ziuscoupon ist fällig am 1. Februar 1889. 2) Die Obligationen, welche von Seiten der Inhaber unkündbar sind, können vom Reichsschulden-Comtoir jeder Zeit mit dreimonatlicher Frist zur Rückzahlung gekündigt werden. Die Bekanntmachung wegen der Kündigung der Obligationen zur Einlösung ist außer in der amtlichen Zeitung Schwedens durch zehn ausländische Zeitungen, darunter mehrere deutsche Zeitungen, zu veröffentlichen. 3) Die Zinscoupons und gekündigten Obligationen werden zahlbar gestellt: in Stockholm bei dem Reichsschul-en-Comtoir in Kopenhagen bei der Dänischen Kandmannsbank, Hypothek und Wechseldank in Kerlin bei der Drreetion -er Disconto-Oesetlschast und dem Bankhause K. Meichrö-er in Frankfurt a. M. bei dem Bankhause M. A. non Rothschild H Kähne in Hamburg bei dem Bankhause K. Dehrens H Kähne in K0N-0N bei dem Baukhause U. M. Rothschild H KSNS in Pfund Sterling, in Dariö bei dem Bankhause De Rothschild ü'öros in Francs. in Kronen Skandinavischer Währung. in Mark Deutscher Reichswährung. Bei den ausländischen Stellen sind die Zinscoupons und gekündigten Obligationen indessen nur innerhalb zweier Jahre nach Verfall zahlbar und werden sodann während weiterer dreizehn Jahre nur in Stockholm bei dem Reichsschulden-Comtoir eingelöst. Inhaber von solchen Zinscoupons und gekündigten Obligationen, welche innerhalb fünfzehn Jahren von ihrem Verfalltage an nicht zur Zahlung vorgezeigt sind, haben jegliches Recht ans Einlösung verloren, und die Beträge für diese Zinscoupons und Obligationen fallen dem Reichsschulden-Comtoir anheim. Von dieser Anleihe gelangen bei den nachstehenden Bankinstituten und Bankhäusern Mark 20,000,000 - Pfund Sterling 980,000 ^ Francs 24,080,000 ^ Kranen 17,777,777'/, zur Subscription. Die Subscription auf den vorbezeichneten Betrag der 3 pCt. Schwedischen Staats-Renten-Anleihe findet Alittwoch den 6 . Juni d. I. in WerLin m Frankfurt in Karnburg m Kopenhagen bei der Airection der Msconto-Hesellschaft und bei dem Bankhanse a. M. b°i d°m Bankhaus- M. N. von Rothschild A Söhne. bei dem Bankhause K. ^äehreNS & Kähne, beider Dänischen Landmannsbank) Kypothek- und WechseLbank während der bei jeder Stelle üblichen Geschäftsstunden unter nachstehenden Bedingungen statt: 1. Die Subscription erfolgt auf Grund des zu diesem Prospectus gehörigen Anmeldungs-Formulars, welches auch von den vorgenannten Stellen bezogen werden kann. Einer jeden Anmeldungsstelle ist die Befugniß Vorbehalten, die Subscription auch schon vor Ablauf jenes Termins zu schließen und nach lhrem Ermessen die Höhe des Betrages jeder einzelnen Zutheilung zu bestimmen. 2. Der Subskriptionspreis ist festgesetzt auf 86 Mark für 100 Mark nominal der Obligationen, welche mit Coupons über die vom 1. August d. I. laufenden Zinsen versehen find. Der Preis versteht sich abzüglich der Stückzinsen vom Tage der Abnahme bis zum 31. Juli d. I. 3. Bei der Subscription muß eine Caution von fünf Procent des Nominalbetrages hinterlegt werden. Dieselbe ist entweder in Baar oder in solchen nach dem Tages-Course zu veranschlagenden Effecten zu hinterlegen, welche die betreffende! Subscriptionsstelle als zulässig erachten wird. 4. Die Zutheilung wird sobald wie möglich nach Schluß der Subscription erfolgen. Im Falle die Zutheilung weniger als die Anmeldung beträgt, wird die überschießende Caution unverzüglich zurückgegeben. 5. Die Abnahme der zugetheilten Obligationen kann vom 14. Juni d. I. ab gegen Zahlung des Betrages (2) geschehen. Der Subscribent ist jedoch verpflichtet : Ein Fünftel des Nominalbetrages der Stücke spätestens bis einschließlich 29. Jnni 1888, Zwei Fünftel des Nominalbetrages der Stücke spätestens bis einschließlich 31. Jntt 1888, Zwei Fünftel des Nominalbetrages der Stücke spätestens bis einschließlich 31. August 1888 abzunehmen. Nach vollständiger Abnahme wird die auf den zugetheilten Betrag hinterlegte Caution verechnet, bezw. zurückgegeben. Für zugetheilte Beträge unter M. 10000 nom. ist keine successive Abnahme gestattet, und sind solche bis zum 29. Juni 1888 ungetrennt zu reguliren. 6. In Berlin, Frankfurt a. M. und Hamburg hat die Zahlung in deutscher Reichswährung, in Kopenhagen in Kronen zu geschehen. 7. Bis zur Fertigstellung der definitiven Stücke geben die Subscriptions- Stellen Jnterimsscheine aus, welche kostenfrei gegen die vom Reichsschulden- Comtoir ausgefertigten Obligationen in Gemäßheit weiterer Bekanntmachung 'umgetauscht werden. Die von den deutschen Subscriptions-Stellen auszuhändigenden Jnterimsscheine und Obligationen sind mit deutschem Reichsstempel versehen und gelangen bei sämmtlichen deutschen Subscriptions-Stellen gleichmäßig zum Umtausch. Subscribenten in Dänemark haben den erforderlichen dänischen Stempel für die ihnen zuzutheilenden Stücke selbst zu tragen. London, Paris, Berlin, Frankfurt a. M., Hamburg, Kopenhagen im Juni 1888 . tl. M Rothschild L Lons. De Rothschild leeres. Direktion der Discouto-Gesellschaft. S. Lleichröder. M. Ä. von Rothschild L Löhne. L. Sehrens L Löhne. Dänische Landmannslmnlr, Hypothek- and Wechsellmnk. Truck und Verlas d-r G. Braun'sch:« Hosbuchdruckerei MlOOO-