> ^ de,, '-»rhu,-,. Zorlsjch,i ' vor,,- gleich- letzte, -uthui« chnich, . .Fori- 'chnttk, mdee 'knBer- rlebene, vor ^ »der hrmigz. lüs i>is- lten v°, lßtev. IM. >g. efsungz- olgender iniß mit flen Genf de» eineiig g: ag de, 9 Uhr, Sex,., Setzt.. g A. ir, ttember, Setzt., en hier- enntnij seit der en, dem icn Ver- m wäd- Krungs- ;ten ws ge Ein- erzeich- in dem eurkmi- sortfiih- t vorzugleich- letzt» lenthum che nicht n Fort- ichneteu in der len Belieben« >or der th oder hrungs- >lls bieten vo» lßten. 88 . iats stentem Tele- > de» -ehilfw welche Lerord- Finan- nungs- ng sind anher diesem inkom- werden. 1888. heim, lg Gr. Mär, Nr. 10) zu er- ems n wer- am 1- sondere Zerord- eprüstc ,e ihrer e Be- 1888- l. »stelle Mark wer- orlage Lage» B. Veilrtge .trlsrulicr Zeitung Donnerstag, 6. September 1888. Grheimrrath Professor vr. R. Roxp. Am 1. September beging Geheimerath Professor Hermann Kopp in Heidelberg den Tag, an welchem er vor SO Jahren in Marburg den philosophischen Doktorgrad erwarb. Einem ihm zur Feier dieses Jubiläums von dem Vorstande der Deutschen Chemischen Gesellschaft gewidmeten „Festgruß" entnehmen wir rinige Angaben über die reiche Lebensarbeit des Gefeierten. Wie Wühler, so hatte auch Ko pp sich bereits vor seiner Promotion mit wissenschaftlichen Untersuchungen beschäftigt, welche ihn, damals neunzehnjährig, zur Konstruktion eines in Poggen- dorf's Annalen beschriebenen Differentialbarometers führten. Schon seine Dissertation, welche die Vorausbestimmung des spezifischen Gewichtes einiger Oxyde zum Gegenstand hat, kennzeichnet die Richtung, welche der junge Forscher alsbald eingeschlagen hatte und mit so großem Erfolge weiterwaudeln sollte. Diese Richtung gipfelt in der Frage: welchen Einfluß aus die Eigenschaften einer Verbindung üben die einzelnen Bestandtbeile derselben? Die zur Beantwortung dieser Frage ausgeführten Untersuchungen, welche in Kopp's bahnbrechender Arbeit „lieber die Vorausbestimmung des spezifischen Gewichtes einiger Klaffen chemischer Verbindungen" zusammengestellt sind, erregten durch den Scharfsinn, mit welchem sie durchdacht waren, und durch den Fleiß, den sie bekundeten, allgemeines Aufsehen. Die Fortsetzung dieser Arbeit führte ihn zu der Entdeiung, daß ganz unverkennbare Beziehungen zwischen der chemischen Zusammensetzung einer Verbindung und dem spezifischen Volum derselben obwalten. Es ergab sich ferner, daß auch die Temperatur, bei welcher man die Vergleichung der spezifischen Volume vorzunebmen hatte, in Betracht zu ziehen sei, und KoPp ermittelte zu dem Ende das spezifische Volum einer größeren Reihe von Verbindungen bei deren Siedetemperaturen- Auf Grund des so gewonnenen umfangreichen Materials konnte fcstgestellt werden, daß auch die Anordnung der Atome im Molekül einen Einfluß auf das spezifische Volum einer Verbindung allsübt. Ebenso reich an Ergebnissen für die chemische Wissenschaft sind Kopp's jahrelang fortgesetzte Untersuchungen über die Beziehungen zwischen dem Siedepunkte und der Zusammensetzung einer Verbindung gewesen, welche interessante und einfache Gesetzmäßigkeiten kennen gelehrt haben. Auch die Beziehungen zwischen spezifischer Wärme und chemischer Zusammensetzung sowie zwischen Krhstallform und chemischer Zusammensetzung der Körper ist Gegenstand seiner Forschungen gewesen. Alle diese Forschungen, wie verschiedenartig auf den ersten Blick, stehen doch im engsten Zusammenhänge und zeigen die ihm eigene spekulative Neigung in glücklichster Verschmelzung mit der Freude am Experimentiren. Diese letztere hat er auch durch andere umfassende Arbeiten bethätigt, denen wir aber hier im Einzelnen nicht nachgehen dürfen. Erwähnt sei endlich noch, daß KoPv die vielfach beobachteten anomalen Gasvolumgewichte auf Dissociationserscheinungen zurückführte, eine Auffassung, welche einige Jahre später durch Pebel's interessanten Versuch der Diffusion des Salmiakgases durch ein Diaphragma eine glänzende experimentelle Bestätigung fand. Allein die hier angeführten spekulativen und experimentalen Forschungen bilden doch nur einen Theil der Arbeit, die Kopp der Wissenschaft gewidmet hat. Wer wüßte nicht, wie viel wir diesem Forscher auch aus literarischem Gebiete verdanken?! Wer kennt nicht die großartig angelegte „Geschichte der Chemie", mit welcher der kaum 25jährige Privatdocent in Gießen die gelehrte Welt in Erstaunen setzte und in welcher wir weit eher die gereifte Frucht lebenslang fortgesetzter Studien als die Erstlings- arbcrt eines jugendlichen Historikers zu erblicken glauben. Die geradezu phänomenale Leistung würde aber auch nicht möglich gewesen sein, wenn nicht seiner umfassenden Gelehrsamkeit, zumal seiner gründlichen Kenntniß der Literatur des Alterthums, wie der Neuzeit unvergleichliche Arbeitskraft und eiserne Festigkeit des Willens die Hand gereicht hätten. Erfahren wir doch von einem Zeitgenossen, daß selbst Liebig's Beredsamkeit, der nicht leicht Einer widerstand, den in seine historischen Studien Vertieften nicht in's Freie zu locken vermochte! Der Erfolg war aber auch der Anstrengung entsprechend- Jeder Unbefangene mußte zugeben, daß keine Literatur irgendwelchen Volkes sich eines ähnlichen Werkes rühmen konnte. Auch ist seit jener Zeit kein Buch erschienen, welches, was Gründlichkeit der Quellenforschung, Reichthum des Inhalts und Zuverlässigkeit der Angaben betrifft, entfernt mit dem seinigen verglichen werden könnte. Dasselbe ist daher denn auch allen neueren Lehrbüchern der Chemie für eingehendere historische Daten ein willkommener Berather gewesen. Schon nach einem Jahrzehnt war die große Auslage des Werkes vollständig vergriffen und heute gelingt schwer und nur mit großen Opfern noch ein Exemplar desselben zu erringen. Jedermann weiß aber, daß wir dem gefeierten Forscher noch andere historische Werke verdanken: die drei Stück: „Beiträge zur Geschichte der Chemie", die Entwickelung der Chemie in der neueren Zeit, welche einen Theil der auf Veranlassung des Königs Maximilian II. von der Historischen Kommission der Bayerischen Akademie herausgegebenen „Geschichte der Wissenschaften in Deutschland" bildet, die beiden Bände der „Alchemie in älterer und neuerer Zeit", — alle diese Werke in gewissem Sinne als Vorarbeiten für die (Vorläufer der) neue Auflage der großen „Geschichte der Chemie" zu betrachten, deren Erscheinen sich im Interesse der Wissenschaft nicht mehr allzulange verzögern möge! Trotz seiner umfassenden chemischen und physikalischen Untersuchungen, trotz des Aufwandes an Zeit und Kraft, den die historischen Studien beanspruchen, ist es dem mit dem Goldstaube der Zeit Geizenden gleichwohl noch möglich gewesen, nach den verschiedensten Richtungen hin anderweitige literarische Thätigkeit zu üben. Wir brauchen nur an seine so werthoolle „Einleitung in die Krystallographie", an das schöne, in Gemeinschaft mit seinen Freunden Heinrich Buff und Friedrich Zam - miner veröffentlichte „Lehrbuch der physikalischen und theoretischen Chemie", dem ganze Generationen von Chemikern ihr physikalisches Wissen verdanken, vor Allem aber an die Herausgabe des „Jahresberichtes über die Fortschritte der Chemie und verwandte Theile anderer Wissenschaften" zu erinnern, der — nicht zum geringen Theile durch das Zusammenwirken geeigneter Mitarbeiter — unter seiner Leitung für die Entwickelung der Chemie so bedeutungsvoll geworden ist und eine so weite Verbreitung gefunden bat. Auch der altberühmten chemischen Zeitschrift, Liebig's Annalen, ist seine bewährte Kraft zugute gekommen: auf ncht weniger als 170 Bänden steht Kopp's gefeierter Name unter denen der Herausgeber verzeichnet. Wir haben Kopp als Pfleger der Wissenschaft, als Meister der Forschung, als Held der Feder kennen gelernt; es erübrigt noch, seiner mehr als 4 Decennien umspannenden ununterbrochenen geübten segensreichen Lebrthätigkeit zu gedenken. Zwei deutsche Hochschulen haben nacheinander sich seines Besitzes rühmen dürfen: Gießen, in der Mitte des Jahrhunderts der Sammelpunkt der Jünger der Chemie, welche Liebigs' glänzender Name herbeigezogen hatte, dem Buff, Will, Zamminer, Ettling, Knapp u. A. m. zur Seite standen, und Heidelberg, wo Männer wie B uns en, Kirchhofs, Königsberger, Quincke mit ihm wirkten. In beiden Universitäten, an Lahn und Neckar, hat Kopv begeisterte Schülerkreise gefunden, welche nie aufhören werden, seiner in Dankbarkeit zu gedenken! Möge ihm die Fülle der freudig schaffenden Kraft, welche in der Wissenschaft so Großes vollbracht, welche für die Schüler so segensreich, für die Freunde so beglückend gewesen ist, noch auf lange Jahre hin ungeschmälert erhalten bleiben! Grotzherzogthum Baden. ss Stockach, 3. Sept. (Die Land esausstellung des Badischen Bienenzüchtervereins), welche jüngst hier stattfand, war theilweise auch von Hohenzollern und Württemberg beschickt und allseitig wurde anerkannt, daß insbesondere die Honigausstellung ein wirklich schönes Bild bor. Unter den ausgestellten Bienenvölkern erregte namentlich ein kräftiges Jtalicner- i Als ich den Kaiser Joses suchte. Von P. K. Rosegger. Wir haben bereits an einer anderen Stelle dieses Blattes empfehlend auf die im Verlage von A. Hartleben in Wien erscheinende illustrirte Ausgabe der „Ausgewähltcn Werke P. K. Roseggers" hingewiesen. So einfach die Stoffe meist sind, welche Rosegger sich für seine Erzählungen, zumeist aus dem eigenen Leben wählt, so anziehend wirkt ihre Behandlung durch den ge- Aüthvollen, mit einer scharfen Beobachtungsgabe und origineller Auffassung ausgerüsteten Verfasser. Nachstehend geben wir eine Probe aus den in der erwähnten Hartleben'schen Ausgabe erscheinenden Erzählungen Roseggers, in der Ueberzeugung, daß sie -die beste Empfehlung des trefflichen Werkes sein wird. Heut', mein lieber Waldbauernbub, heut' magst Du Deine Hiiße in meine Schuhe stecken, aber dazumal bin ich noch selber »arfuß gegangen, Hab' Dir nicht helfen können, und wir haben Äzwei nicht gewußt, daß es eine arge Sach' ist, wenn man mit nackten Füßen den Schafen nach über Stoppelfelder laufen, über Steinhaufen klettern, über Brennesseln springen muß. Hatten denn die Schafe und die Ziegen Stiefel an? Stiefel nicht, aber Schtappschühlein wohl. Nur nicht erst auf die Kälte warten. Wir liefen und hüpften wie die Lämmlein, bis die Sonne den Reif aufleckte, als ob er Zucker gewesen wäre. Hätten wir dazumal nur von jenen Dichtern ichon was gewußt, welche aus Thautropfen Diamanten machen, wir hätten uns leicht ein warmes Gewand kaufen mögen; in mancher Morgenfrüh' Hinz jeder Grashalm voll von Diamanten. Aber so schön vermochten wir uns das Schäferleben nicht aus- dumalen, als jene poetischen Leute es können, welche noch nie mit nackten Füßen m Reif und Thau gestanden haben. Sin Höslein hattest Du an, von dem ich gesehen, daß es nicht wehr g^z tadellos war, wenn Deines Vaters langer Zwilchrock die anrüchigen Stellen nicht verdeckt hätte. Deine Mütze, die — wenn die Sonne schien — mehr schadete uls nützte, hättest wegthun mögen, denn sie zwängte die dichten Mchigxn Haare ein, die sonst dem Gesichte Schatten zu geben rm Stand- gewesen wären. Ei, was lag Dir am Schatten, Du blayer Waldbauernbub, blicktest ja ganz geflissentlich in die Sonne hinein, wolltest ein gebräuntes Gesicht haben, wie der Knierutscher- Jakob. Hast es nicht gern, daß man davon spricht? Gut, so sprechen wir von was Anderem. Wenn man die Schafe aus dem Stalle läßt und so lange sie noch hungrig sind, laufen sie ganz gottlos über die Weide hinaus — das weißt. Jedes will das vorderste sein und den ausgiebigsten Bissen erhaschen; erst später kommen sie zur Ruhe und ist der Heißhunger gestillt, so grasen sie behaglich. — Und das letzte, Halterbübel, gab für Dich die rechte Zeit. In den Himmel magst schließlich auch nicht immer hineingucken — das macht dumm. Du steigst aus einen Steinhaufen, wärmest Dir dort an den besonnten Platten die Hände, die Füße und was sonst noch zu wärmen ist, und dann — ja jetzt hebt ein anderes Kapitel an — Du zerrst aus den Weiten des vielsäckigen Rockes ein Buch hervor, legst es auf Dein lebendig Lesepult, die Knie, und hebst zu blättern an. — Ja seht, das war derselbe Junge, welcher von einem alten Bettelmann, der einmal Schulmeister gewesen, das Lesen und Schreiben gelernt hatte und der alte Gebet-, Predigt- und Geschichtenbücher der Gegend um sich zusammenschleppte, und von dem Einige sagten: „Das wird noch ein Pfarrer!" und Andere: „Das wird ein Fabelhans, ein Taugenichts!" — Weit fehl hat Keiner gerathen, heute verlegt er sich bisweilen aufs Predigen, dann aufs Fabeln und mitunter ein bischen aus gar nichts. Ja, das war derselbige Junge. Mit den Leuten ging er nicht allzugern um, sie waren meist recht roh oder bissig gegen ihn — mögen Keinen, der nicht in Allem so ist, wie sie. So unterhielt er sich mit Solchen, die oft weit, weit von ihm waren, vielleicht in prächtigen Palästen, vielleicht längst vermodert. Mit Solchen ging der barfüßige Waldbaucrnbub um und mit Solchen saß er auf dem Steinhaufen. Sie waren nicht die Dümmsten, sie wußten über Alles zu sprechen, von Allem zu erzählen, bei Allem zu rathen, waren recht spaßhaft noch dabei. Die ganze Welt ist nicht voll Stoppelfeldes und Steinhaufen und alle Leute gehen nicht barfuß. Meere imd Schiffe, Urwälder und Städte gibt es, wundervolle Kunstwerk? und allerlei Unglaubliches. — Wenn der kleine Bursche des Nachts in seiner Strohkammer schlief, so träumte er davon. Jetzt auf dem Steinhaufen, da las sich's besonders von der Volk großes Interesse. Den ersten Vortrag in der Hauptversammlung hielt Herr Kaufmann Schöpflin-Sänger (Kandern) „über den Rüssel der Biene". An Zeichnung und Modell veranschaulicht. entledigte er sich seiner Aufgabe mit Redegewandtheit und erntete den Dank der Versammlung. Darauf sprach Herr Hauptlehrer Huck (Fischingen) unter lebhaftem Beifall über „Schwärme und Honig" und empfahl, um beides zu erhalten, spekulative Fütterung in den Monaten August und September. An der hierauf folgenden Debatte nahm auch Herr Seminaroberlehrer Schweickert aus Karlsruhe mit vieler Sachkenntniß Theil. Bienenmeister Husser theilte hierauf seine Erfahrungen in Betreff der Wanderung mit, woran sich eine längere Diskussion anschloß. Stockach hatte viel, ja Alles gethan, um die Festlichkeiten würdig zu begehen. ^ Vom Bodensee, 3. Sept. (Getreideausdrusch. — Viehmärkte. — Landwirthschaftl. Gausest.) Insoweit das Ernteergebniß sich zur Zeit beurthcilcn läßt, haben alle Cerealien — mit Ausnahme des Korns — bis jetzt beim Ausdrusch ein recht befriedigendes Resultat ergeben, und darf im Allgemeinen beim Weizen, Roggen und Spätgerste das Er- trägniß von je 100 Garben auf 3—4 Malter, beim Hafer sogar auf 6 Malter geschätzt werden. Der Ertrag an Garben beziffert sich durchschnittlich auf 250 Per Morgen; besonders schwer sind dieselben bei Roggen und Hafer ausgefallen, welch' letzterer durch seine beträchtliche Länge vorthcilbaft gegen das Vorjahr absticht. — Dem jüngsten Vieh- und Schafmarktc in Möhringen wurden 3600 Schafe, 450 Rinder und 180 Schweine zugeführt. Der Schafhandel war sehr lebhaft; von 20 zugeführten Heerden wurden 17 aufgekauft. Auf dem Viehmarkt gingen die Preise in die Höhe. Schafe kosteten 46 M. per Paar, Jährlinge 42 M., Fetthämmel 43—48 M. Auf dem Viehmarkt in Pfullendorf war der Geschäftsgang äußerst lebhaft und wurden im Ganzen 360 Stück Ochsen, 4 Darren, 207 Kühe, 390 Kalbinnen und Jungvieh zu steigenden Preisen verkauft. — Am Donnerstag, den 2. Oktober d. I., wird in Stockach das landwirthschaftliche Gaufest der Bezirke Konstanz, Engen, Radolfzell und Stockach abgehalten werden. LandwirthschaM- Besprechungen und Versammlungen- Wolfach. Samstag den 8. d. M.. Nachmittags 3 Uhr, im Gasthaus zur Blume in Schnellingen Besprechung mit Vortrag des Vorstandes der Großh. Obstbauschule, C- Bach von Karlsruhe, über Obstbau. Obersäckingen. Mittwoch den 12. d. M„ Abends 8 Uhr, im Rathhaus zu Obersäckingen Generalversammlung des landw. Consumvereins. Tagesordnung: „Rechnungsvorlage pro 1887, Entlastung des Kassiers und Vorstandes bezw. Verwaltungsraths, verschiedene Anträge und Mittheilungen. Entgegennahme von Bestellungen". Verschiedenes. » London , 1. Sept. (Die englische Post.) Der Aus- weis des englischen Generalvostamts für das Verwaltungsjahr 1887/88, der eben veröffentlicht wurde, ist ein umfangreiches Schriftstück, dem wir einige der interessanteren Einzelheiten entnehmen- England besitzt jetzt 36 750 Briefkästen und die Post beförderte im erwähnten Jahre 1512 200000 Briefe (Zuwachs gegen das vorhergehende Jahr 3,6Proz.), 188 800000 Postkarten (Zuwachs 4,8 Proz.), 389 500000 Bücherpackete und Krcuzband- sendungen (Zuwachs 5,6 Proz ), 152 300 000 Zeitungen (Zuwachs 0,8 Proz.) und 36 732000 Packete (Zuwachs 11,8 Proz.), im ganzen also 2 279 532000 Postsendungen (Zuwachs 3,9 Proz.). Im Durchschnitt kamen auf den Kopf der Bevölkerung 61 Postsendungen. Von den erwähnten Sendungen gelangten durch Nachlässigkeit der Absender gar viele nicht an ihre Adresse. Nicht weniger als 13 438 600 Briefe, Zeitungen, Postkarten, Kreuzbandsendungen und Packete konnten wegen mangelhafter Adresse nicht abgegeben werden; etwa 25 726 Briefe (darunter 1553 Geld und Checks im Werthe von 7111 Pfd. St. enthaltende) waren ohne jedwede Adresse in die Briefkästen geworfen worden. — Das Telegraphenamt beförderte im verflossenen Vcrwaltungsjahre Wicnerstadt gut. Vom Stefansthurm, von der Türkenbelagerung, vom Volkssänger Augustin, vom Kaiserhaus, vom Kaiser Josef, der unter das Volk gegangen war, um dessen Leiden und Wünsche zu erfahren; der unter die Bauern gegangen war, um zu sehen, wie sich so ein Pflug angreift. — So lieb gewannst Du den guten Kaiser Josef, daß Du das Buch an die Wange drücktest, weil der Kaiser Josef selber nicht da war. Bilder waren im Buche und es schien die Sonne drauf; aber Du wendest Dein Auge drüber hinaus. Dort hinter dem blauen Wechsel liegt die Wienerstadt. — Wenn der Kaiser zu den Bauern gegangen ist, warum sollte der Waldbauernbub nicht zum Kaiser gehen? In einem oder zwei Tagen wäre er dort — wäre in Wien, ginge ins Kaiserhaus, auf den Stefansthurm, ginge zum Donaustrom, wo Schiffe fahren, sähe Alles. Spräche dann mit den Wienern, fragte, wie es ihnen gehe, wie sie's trieben, gäbe sich als den Waldbauernbuben aus Alpel zu erkennen, welcher ihre Bücher lese — und schlöffe etwa Freundschaft mit ihnen. Und da ist — Du armer kleiner Bursche — ein Sehnen und eine Unruhe in Dich gekommen, daß Du gar nicht mehr zu lesen vermochtest im Buche, gar nicht mehr zu hocken auf dem Steinhaufen. Mit den langer» Acrmeln, die weit über die Finger hinausgingcn, hubst Du an zu fächeln, jagtest die Schafe heimwärts, liefest zu Deiner Mutter. „Mutter, ich möcht' so viel gern nach Wien gehen." „Wirst schon hinkommen, wenn Du einmal Soldat bist." „Nein, heute. Und ich erzähl' dem Kaiser, wie es uns geht und daß er auch einmal in's Alpel kommen möcht'." „Du Närrisch, was fällt Dir denn ein?" rief die Mutter, „wer tbäl' denn die Schaf' halten und wo nähmst Du das Gewand und das Geld her? Wirst jetzt auf Wien gehen!" „Die Schaf' thät' ich schon in die Halb (eingezäunte Weide) sperren. Den Rock liehe mir der Knierutscher-Jakob, die Hosen Hab' ich selber und das Geld Hab' ich auch selber — weil ich ja vorgestern mein Lampel verkauft Hab'." Darauf die Mutter: „Du bist gar so viel trotz (kühn). Bub! Aufhalten wollt' ich Dich nicht; meinetweg' kannst schon gehen, gleichwohl ich mich genug werde grimmen (sorgen) müssen um Dich. Frag' den Vater." Der Vater aber sagte: „Du Halbnarr!" (Fortsetzung folgt.) s:!< z ir 53403 425 Depeschen (3159 786 mehr als im vorhergebenden Jahre). Gegenwärtig gibt es im ganzen Bereinigten Königreich 6 810 Telegraphenämter. — Der Postanweisungsverkehr im In- lande betrug die Gesammtsumme von 37 57? 676 Pfd. St., wovon 22 881 676 Pfd. St. auf Money Orders und 14 696 000 Pfd. St. auf die sogenannten Postal Orders. welche Dienste als Papiergeld thun, entfallen. Die mit der Postanstalt verbundene Sparbank hat ebenfalls sehr befriedigende Fortschritte gemacht. Am Ende des Jahres 1887 bezifferten sich die Gesammtcinlagen auf 53 974065 Pfd. St., d. i. 3 099 727 Pfd. St. mehr als am Schluffe des vorhergehenden Jahres. — Auch das Lebensver- sicherungs- und Leibrentengeschäft der Post weist einen Zuwachs auf. — Die Zahl sämmtlicher bei der Post Angestellten umfaßt 56 4M Personen (1609 mehr als im vorhergehenden Jahre), von denen 6 993 weiblichen Geschlechts sind. Die Bruttoeinnahmen der Post beliefen sich auf 11064 745 Pfd. St., die Ausgaben auf 8 213 405 Pfd. St., der Reinertrag somit auf 2 851340 Pfd. St. oder 336 705 Pfd. St. mehr als im vorhergehenden Verwaltungsjahr. Literatur. »Or.6.* Die Winter'sche Universitätsbuchhandlung in Heidelberg hat kürzlich als erweiterte Auszüge aus 1>r. Schnars „Schwarzwaldführer" zwei kleine „Führer für Baden-Baden und Heidelberg" sammt Umgegend veröffentlicht, welche, was Vollständigkeit und Bequemlichkeit der Anordnung betrifft, nichts zu wünschen übrig lassen; die Bearbeitung der Büchlein lag in den Händen des als äußerst gewissenhaften und praktischen Kenners unserer heimathlichen Berge bekannten Majors a. D. Fr. Sachs, dessen umsichtiger Fürsorge auch der große „Schwarzwaldführer" seine beständige Erneuerung verdankt. Der „Führer von Baden-Baden" behandelt die Geschichte und Topographie der Stadt und ihrer Umgebungen und illustrirt die letzteren durch zwei gute Pläne; wohl über IM Touren, bis Allerheiligen einerseits und bis in die Gegend von Karlsruhe anderseits, dem unter Bezugnahme auf Dr. Cathiaus 130 Spaziergänge ein Anhang gewidmet ist, lassen sich nach dem Sachs'schen Büchlein bequem und sicher ausführen. In ähnlicher Weise behandelt der „Heidelberger Führer" seinen Stoff, dessen Gebiet westlich, bis Mannheim und Sveher, östlich in s Neckarthal bis Neckarelz, nördlich in den Odenwald bis Erbach und Michelstadl und südlich sogar bis Maulbronn reicht. Der Text bestrebt sich, bei aller Kürze, einer poetisch-anziehenden Sprache, gibt alle historischen Daten nach den zuverlässigsten Quellen und an den betreffenden Stellen auch die lieblichen Blüthen des unerschöpflichen rheinischen Sagenschatzes, die begeisterten Klänge der Dichter älterer und neuerer Zeit. So werden die beiden Werkchen als willkommene Begleiter in der gegenwärtigen Reisezeit schon ihre Bekenner und Verehrer finden. Hier dürfte es denn auch am Platze sein, der neuesten Arbeit Julius Näh er's, Professor a. D., zu gedenken, welche in der ihm eigenen präzisen zeichnerischen und textlichen Darstellungsweise die „Burgen und Schlösser in der Umgebung der Stadt Baden-Baden" (d. h. Hohenbadcn, das neue Schloß, Alt- und Neu-Eberstein, die Burgen Murg, Neuweier, Windeck und Lauf) mit 40 Originalaufnahmen auf 6 Blättern umfaßt und in 6 Heften bei Rodrian in Baden-Baden in sorgfältiger typographischer Ausstattung erschienen ist. Näher vervollständigt damit seine mittelrheinischen bezw. badischen Burgenfchilderungcn, die bei Kennern und Laien so viel Theil- nähme gefunden haben und dem denkenden Touristen stets eine lehrreiche Reisebcgleitung bilden werden. Von demselben Verfasser rühren aus jüngster Zeit auch zwei elsässische „Panoramen", das vom Odilienberg mit dem umfassenden Ausblick in das badische Rheinland und das vom Donon mit dem überraschenden Einblick in die nördlichen Vogesen und nach französ. Lothringen, sowie ein badisches (Verlag von Ernst Kaufmann in Lahr) das vom badischen Belchen und der Alpenschau vom Säntis bis zum Montblanc. Das letztere Panorama ist von Inspektor Näher dem badischen Schwarzwaldverein zugeeignet. Touristen, welche die genannten Höhen zu besteigen gedenken, werden der Näher'schen „Panoramen" kaum entbehren können, bei welchen die Geländeformen gründlich studirt, charakteristisch wiedergegeben und auf das Gewissenhafteste gezeichnet sind. Ihr Preis von 60Pf. ist bei dem, was sie bieten, ein in der Thal unerheblicher. Bei der praktischen Handhabung des Märkenfchntzgesetzcs hatte sich der Uebelstand ergeben, daß, da die gesetzlich geschützten Waarcnzeichen weder genügend bekannt, noch in einer umfassenden Uebersicht zusammengestellt waren, keine hinreichende Sicherheit gegen eine unbeabsichtigte Nachahmung schon vorhandener Waarcnzeichen gegeben war. Um diesem Uebelstande abzuhelfcn wurde dcßhalb schon seit längerer Zeit im Aufträge des Reichs' amts des Innern eine solche Zusammenstellung der gesetzlich geschützten Waarcnzeichen bearbeitet. Wie wir hören, wird, nachdem bereits zwei Bände der Nachweisung erschienen sind, in Bälde der dritte Band folgen und damit das Werk zum Abschluß gebracht sein. Da es im Plane liegt, jährliche Nachträge folgen zu lassen, so wird damit wenigstens einem Theile der Klagen in der Markenschutzfrage abgcholfen sein. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Harder in Karlsruhe. Familiennartzrichten. Karlsruhe. AilsxiH aus dem Standrsduch-Kegiftrr. Geburten. 27- Aug. Heinrich Adolf Robert, V-: Karl Waßmann, Hofmusikus. — 29- Aug- Friedrich Heinrich, V.: Herm. Erath, Küfermeister. — 30. Aug. Elisabeth, B : Friede. Kraut, Stationsmeister. — Elisabeth Hedwig, V.: Ernst Glander, Wachtmeister. — 1. Sept- August, V. : Johannes Vogel, Dreher. — Heinrich Wilhelm Leopold Oskar, V.: Wilhelm Wilser, Bäckermeister. — 2. Sept Lina Emma, V-: Heinr. Schneider, Maler. Anna Elisabetha Wilhelmina Ella, V-: Heinrich Borger, Schmied. — Maria Elisabeth, V.: Josef Bach, Diener. Eheaufgebote. 1. Sept. Rudolf Obkircher von Freiburg, Referendär hier, mit Marie Reiß von Sulzbach. — 3. Sept. Rudolf Müller von Kalchreuth, Schleifer hier, mit Theresia Eil von Durmersheim. — 4. Sept. Adolf Band von Zähringen, Privatdiener hier, mit Stefanie Schlick von hier. — Franz Junghanns von Oppenau, Apothekenbcsttzer daselbst, mit Elise Kamm von Konstanz. — Hermann Gauckler von Kassel, Ingenieur hier, mit Frieda Schmitt von Wallach. — Joh. Wild. Roth von Rußheim, Landwirth daselbst, mit Anna Maria Maag von Kleinsteinbach. Eheichließung. 4. Sept. Hermann Hildenbrand von Unteralpfen, Hofkonditor hier, mit Sofia Hagmaier von Hilsbach. Todesfälle. 3. Sept. Amalie Schnübele, led. Pfründ- ncrin, 68.1- — Robert, 3 M. 15 T-, V : Robert Lieber, Oekonom. — Albert, 5 M. 4 T-, V-: Franz Martin, Schreiner. — Hedwig, 4 M- 8 T , B.: Hermann Weiß, Kaufmann. HANvel und Oerketzr. Handelsberichte. Köln, 4. Sept. Weizen per November 20.20. per März 2i — Roggen per November r6.— , per März 16.95. Hafer, hiesiger, locol 14.—. Rüböl Per 50 bg loco 60.-, per Oktober 58.20, per Mai 55.90. Breme«, 4. Sept. Petroleum-Markt. Schlußbericht. Standard white iooo 7.95. Günstig. Amerikanisches Schweineschmalz, Wilcox, nicht verzollt, 45 Ve- Antwerpen, 4. Sept. Petroleum-Markt. Schlußbericht. Raffinirtes, Type weiß, disvonibel 20°,!,. per Oktober 20"«, per November-Dezember 19",'«, per Januar-März 19'/«. Still. Amerik. Schweineschmalz, nicht verzollt, dispon., 113'/2 Frcs. Paris, 4. Sept. Rüböl per September 68.50, per Oktober 68.50, per November-Dezember 68.50, per Januar-April 67.25. Steigend. — Spiritus per Septbr. 42.— , per Januar-April 42.—. Behauptet. — Zucker, weißer, Nr. 3, per IM Kilogr., per Sept. 42.75, per Januar-April- 38.75. Fest. — Mehl, 12 Marques, per Sept. 60.10, per Okt. 60.60, per Nov.-Febr. 61.60, per Jan.-April 62.25. Steigend. — Weizen per Sept. 27.10, ver Oktober 27.30, per Nov.-Febr. 27.75, per Januar- April 28.25. Fest. — Roggen per Sept. 15.^, per Okt. 15.25, per Nov.-Febr. 16.—, per Jan.-April 16.60. Steig. — Talg 63.—. Wetter: schön : ReduktionsvcrhiiUnisse: 1 Thlr. — iS Rmk-, 1 Gulden ». W. — Staatspapiere. den 4 Obligat, fl. — 4 „ M. 105 I 4Obl.v.1886M. 109 yern4Oblig. M. 107. utschl-4 Reichsanl. M. 108 . 3Vs°> >, ^ 104 :ußen4 0/g Consols M- 107 . 3'/-kons.St.-Anl.M.104. ba. 4',2 Obl. v. 78/79 M-105 ,, 4 Obl- v. 75/80 M. 105 sterreich 4 Goldrente fl. 92, „ 4'/, Silberr. fl. 69 „ 4'/, Papierr- fl. 68 .. 5Papierr.v-188181 zarn 4 Goldrente fl. 84 ilien 5 Rente Fr. 97 , Rumänische Rente 95, mänien 6 Obl. M. 106. ßland 5 Obl. v-1862 -L IM. .. 5Obl.v.1877M. -, „ 5lIOrientanl-P.R. 61. „ 4 Eons. v. 1880 R- 84. -- s Rmk., 7 Gulden südd. und holllind. s Rmk., r Franc --- 80 Pf. Frankfurter Kurse vom 4. September 18";8. Serbien 5 Goldrente Schweden 4 in M. Span. 4 Ausländ. Rente Schw.4°/gBern v.1885 Fr. Egypten 4 Unis. Obligat. Bank-Aktien. 4'/, DeutscheR.-Bank M. 4 Badische Bank Thlr. 5 Basler Bankverein Fr. 4 Darmstädter Bank fl. 4 Disc.-Kommand. Thlr. 5 Franks. Bankvcr. Thlr. 5 Öest. Kreditanstalt fl. 4 Rbein. Kreditbank Thlr. 5 D. Effekt-u.Wechsel-Bk. 40°/« einbezahlt Thlr. Eisenbahn-Aktien. 4 Heidelberg-Speier Thlr. 4 Hess. Ludw.-Bahn Tblr. 4 Meckl. Frdr.-Franz M. 4'/^ Pfälz. Max-Bahn fl. 4 Pfälz. Nordbahn fl. Elisabeth Pr.-Akt. fl. 82.90IElis.ll.Em.Linz-B.Slbr.fl. —.—16 Southern Pacific ofC.IK 112.40l4Mein.Pr.Pfdbr.Thlr.100 I28.70,Dollars in Gold 103.70!4 Gotthardbahn Fr. 75.-5 Böhm-West-Bahn fl. 102.205 Gal.Karl-Ludw.-B. fl. 86. -15 Oest.Franz-St.-Bahn fl. 15 Oest.Süd-Lombard fl. 140.- 5 Oest.Nordwest fl. 110.- 5 „ Uit.k.fl. 165.30 5 Rudolf fl. 162.70 Eisenbahn-Prioritäten. 136.20 5 Gotthard IV Ser. Fr. 272',Ä4 „ 175"/, 4 Schweiz. Central 210 5 Süd-Lomb- Prior, fl. 92", 3 Süd-Lomb. Fr. 13715 Oest. Staatsb-Prior. fl. 227.70 4 Elisabeth steuerfei fl. —. - 5 Mähr-Grenz-Babn fl. 260"/, 5 Oest.Nordwest-Gold- 125.60 Obl. M. 5 Oest.Nordw. H fl. 125.— 5 Oest.Nordw. löt. ö. fl. 4 Vorarlberger fl. 103.80 4 Raab-Grazer Tblr. 100 61.60 Unverzinsliche Loose 107.60 per Stück. 83.20 Braunschw. Thlr.20-Loose 101.70 160 3 Livor. I,it. O.lli u.v2 Fr. 67.40 Oest. fl. 100-Loose v. 1864 293.50 5 Toscan. Central Fr. 104.30 Oesterr. Kreditloose fl. IM 1 Lira 80 Pfg., 1 Pfd. -- so Rmk., 1 Dollar — « Rmk. LS Pfg.. 1 Silber, rnbel 3 Rmk. so Pfg., i Mark Banko — i Rmk. so Pfg. 4.16 16.16 20.35 und Judustrie- 107.1013 Oldenburger Thlr. 40 137.50120 Fr.-St. 104.40 4 Oesterr. v. 1854 fl. 250 115.30 Souvereigns 103.90 5 „ v. 1860 fl. 5M 119.50Obligationen 167ss3dto. 1—VllllL. Fr. 102.505 Westsic.Eisb.1880stfr.Fr. 103.60 von 1858 70.60 , Pfandbriefe. 14 Rh. Hyp-Bk.-Pfdbr. 108.30 5 Preuß.Cent-Bod.-Ered. 88.101 verl. ä 110 M. 87.404 dto. „ ä lM M. 77.-!4^Oest.B.-Crd.-Anst.fl. 35.— 3 Raab-Oedenb.Ebenf.Gold ,5 Ruff. Bod.-Cred. S-R. 108.701 steuerfrei M. 68.40 4" oSüd-Bod.-Cr.-Pfdb. 157.80 4 Rudolf/ L alzkgut) i. Gold Verzinsliche Loose. Paris kurz 139.60! steuerfrei >01.80 3'/» Cöln-Mind. Thlr. 100 137.20 Wien kurz 107.906 Buffalo N.-I. u. Phil. 4 Bayrische „ 100 140.30 Amsterdam kurz —.—1 Eons. Bonds —.— 4 Badische „ IM 139.80 London kurz 1 Ungar. Staatsloose fl. IM 225.70 —.— 'Ansbacher fl. 7-Loose Augsburger fl. 7-Loose —.— Freiburger Fr. 15-8oose —.— Mailänder Fr. 10-Loose —.— Meininger fl. 7-Loose -.— Schweb. Thlr. 10-Loose 102.60 Wechsel und Sorten. Aktien. 4Karlsruher Obl. v. 1879 — 4Mannheimer Obl. —.— 4Freiburg „ — 4Konstanzer „ — Ettlinger Spinnerei o. Zs. 128.50 Karlsruh. Maschinenf. dto. 140.— Bad. Zuckers., ohne Zs. 91.50 33.20 3°/,Deutsch.Phön.20°,aEz. 204.- 27.104RH. Hypoth.-Bank 50°,» —I bez. Thlr. 130.20 43.20,5 Westeregeln Alkali 165.60 25.205 Hyp. Obl. d. Dortmund. 71.50 Union 111.80 5 Hyp. Anl. d. Oest. Alpin Fr. IM 80.75! Montgs 97.30 fl 100 166.35 Reichsbank Discont 3",« fl- IM 169.35 Franks. Bank Discont 3° , Pf- St. 20.490 Tendenz: —. Mittheilung des Statistische« Bnreans. Monatliche Durchschnittspreise von Hafer, Stroh und Heu für August 1888. Orte. 'Hafer! Stroh' ' '(Roggen)- ^ IM Kilogramm 1. Mittlere Mouatspreise. Konstanz . Meßkirch . Stockach . Villingen. Freiburg . Offenburg. Rastatt Bruchsal . Karlsruhe. Mannheim Mosbach . Wertheim. 14. 50 6.60 -! 5.68 15- 94 15.51 14-39 14.30 14.50 5.28 4. 78 636 623 6 18 4.— ^4 7-16 6-30 6-28 6 .— 8.— 10 — 8.12 7.97 7.— 6 71 2. Mouatliche Durchschnitte der höchsten Tagespreise (ohne Zuschlag), ichsgesetz vom 21. Juni 1887 Letr. die iuraUeistung für die bewaffnete Mach: im Frieden.) Konstanz . Meßkirch . Stockach . Villingen . Freiburg . Öffenburg Rastatt. . Bruchsal . Karlsruhe Mannheim Mosbach . Wertheim. ^4 ^ 4 6-60 14.50'- -! 6-64 16.28!- 15- 92. 5-48 -! 4. 96 -' 6.56 -' 6-30 -! 6-37 14- 79! 6.— 15- 60!- 14.67 j- Mittlere Marktpreise der Woche vom 26. August bis 2. September 1888. (Mitgetheilt vom Statistischen Bureau.) Orte. A Konstanz Ueberlingen Pfullendorf Meßkirch . Stockach. . Radolfzell. Hilzingen. Villingen. Lonndorf. Müllhcim. Freiburg . Löffingen. Endingen. Ettenheim Lahr. . . . Offenburg Rastatt. . Durlach. . Mannheim Mosbach . Wertheim Basel . . . 19- 20. 45! 20 19.75 17. 75 19.25 18.60 1825 20 60 8 Roggen Gerste Hafer ^ Orte. ! O ! i § s x: Roggenmehl 1 ^ Gewöhnliches Brod Ochsenfleisch Rindfleisch I Kuhfleisch ! Kalbfleisch Hammelfleisch I Schweinefleisch I L s , « j A , Brennöl Z! R °L> ! K 1 Liter. Buchenholz Fichten- (Tannen-)Holz Ruhrkohlen ! Saarkohlen s « 8 Stück ! Grubenkohlen Stück Gruben-! kohlen IM Kilogramm 100 Kilo- j! gramm. L0 Liter. 1 Kilogramm. 4 Ster. i ' IM Kilogramm. ^8 4 4 4 4 4 4 4 4 4 / 4 4 4 ^ 4 4 4 4 19.75 14.- 16.50 15 — Konstanz . . 7M 120 40 30 26 136112 — 132 140 128 19M 60 28 75! 44.—30.— — — — — 20.35 13-35 — 12.45 Ueberlingen. 4807M 120 40 26 26 u. 24 1201M M l IM IM IM 164/ 55 28 100 38.-28 — — — — — Villingen . . , - 600 IM 40 36 25 120 112 112,100 120 116 162! 55 25 80 37.—j24.— — — — — 21-50 — — 14.— Waldshut. . ? - — 100 ! ^ 32 28 IM IM — 112 120 120 180 ! 70 25 85 34.- 24.— — 21 35 — — - — Lörrach . . . u - — IM 40 28> 27 u. 20 110 IM — 110 120 120 2M' 70 26 70 !40.—24 — 300 — 240 — — 14.— 13- 11-75 Müllheim. . — — IM 50 32 24 112 IM IM — 120 200 ! 60 25 80 52.- 22 — 320 280> 260 240 _ _ — — Freiburg. . . 520 520 70 44 34 23» 120 110 110 120 120 190 - 55 26 60 36.— 21.—/3M 220 230 180 21.15 — - 16-10 Ettenhenn. . 500950 90 38 24 22 — IM IM 112 — 120 180 55 26 75 36.—! 22- 220 200, — — — - — — — Lahr. 560 800 IM 40 36 23 u- 20 120 108 108 120 120 120 220' 55 25 80 36.— 18- 210 195 2M 190 _ _ 14.— 14.— 14 — Offenburg. . 460 800 110 40 24 28 u. 24 120 110 IM 110 120 120 230 60 24 70 38.-26.- 250 182 210 — — 14.95 14.40 13-30 Baden. . . . 650 1000 70 — 36 28 u. 26 135 125 IM 125 150 120 240/ 60 25 70 42.—' 26 — 270 200 235 — 22.30 - — — — Rastatt . . . 640 1000 70 48 30 25 u. 18 132 120 88 120 140 120 240, 60 24 70 44.- 26 — 250 180 220 — — 14.50 14-50 — Karlsruhe. . 628 788 70 — — 28, u- 22 , 128 112 — 120 120 120 220) 60 22 90 31.-24 - 240 160 2M 150 — 14-- 13-8015.50 Durlach . . . - - 720 80 40 30 24, u. 22» 120 110 — 116 122 120 220 57 26 80 45 — 30 — 250 180 IM 150 — 14.5014. 3512.30 Pforzheim. . ' - — IM 40 — 24 128 112 — 112 120 120 2M 60 26 85 36.—! 24.— 240 200 230 — — 15. — 14-7513.25 Bruchsal. . . 630 830 80 40 32 27 128 112 — 120 120 120 220 60>24 80 50.—!36 — 210 180 IM IM — — — 15.50 Mannheim . 4M 7M - 36 30 26 u. 21 !140 120 120 120120 120 240 60 22 70 42.- 3!.— 240 160 210 — — — — 15.20 Heidelberg. . . - 760 IM 40 30 26 u. 24 130! 110 - 120 140 120 240 ' 60,24 70 47.—35.— 220 150! — — — 15 50 - —- 14.50 Mosbach . . — 775 IM 38 24 22 — IM IM — 100 220 / 60 24 80 36.—' 28 — 220 180 200 170 — - - - - 15.25 11 2» Wertheim. . 5M 650 100 32 24 20 — IM — 80 IM 100 220 , 55 24 80^36.-20 — 240 210 210 205 B^sel — — — — — — — — — — — — - - , - — -.- -.- — — — — Bürgerliche Rechtspflege. Oeffentliche Zustellung. P.889.2. Nr. 10,778. Karlsruhe. Der Bäckermeister Konrad Karrer zu Karlsruhe, vertreten durch Rechtsanwalt vr. Schlesinger daselbst, klagt ge- ! 4 gen den Bäcker Georg Kirn, zur Zeit 7-16 an unbekannten Orten abwesend, wegen Vertragserfüllung, mit dem Anträge, 7- 40 den Beklagten kostenfällig zu verurthei- 6- 72 len, den zwischen ihm und dem Kläger 6.68 am 3. Juni d. I. abgeschlossenen Kauf- 8- 2Ü vertrag zu erfüllen, demgemäß zur Pro- 10-50 tokollirung des Hauses Wielandtstraße 8-15 10 hier auf seinen Namen unter den im 8.20 genannten Vertrage vereinbarten Bell.- vingungen mitzuwirken und an Kläger 7.08 4M0 M. nebst 5° a Zins vom 15. Juni d. I. an zu bezahlen, auch das Urtheil für vorläufig vollstreckbar zu erklären. und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die I. Civilkammer des'Großh. Landgerichts zu Karlsruhe auf Dienstag den 6. November 1888, Vormittags 8',2 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelasscnen Anwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung - wird dieser Auszug der Klage bekannt , gemacht. Karlsruhe, den 30. August 1888. v. Preen, Gerichtsschreiber des Gr. Landgerichts Bermögensabsondermlgen. Q.146. Nr. 4904. Offenburg. Die Ehefrau des Schneiders Josef Seckinger, Johanna, gcb. Wuchert i in Ortenberg, hat durch Rechtsanwalt Osner gegen ihren genannten Ehemann eine Klage auf Vermögensabsondernng bei Großb. Landgericht dahier erhoben und ist Termin zur Verhandlung hierüber vor der Civilkammer 1». auf Dienstag den 16. Oktober 1888, Vormittags 9 Uhr, anberaumt, was zurKenntnißnahme der Gläubiger hiermit veröffentlicht wird. Offenburg, den 1. September 1888. Die Gerrchtsschreiberei des Großh. bad. Landgerichts. Thoma. Q-138. Nr. 6881. Mosbach. Die Ehefrau Elisabeth Pahl, ged.Schleß- mann, Ehefrau des Landwinhs Philipp Pahl inNassig, vertreten durch Rechtsanwalt Weber in Tauberbischofsheim, hat gegen ihren Ehemann Klage auf Vermögensabsondernng erhoben. Zur mündlichen Verhandlung ist von Gr. , Landgericht Mosbach, Kericnkammer, ! Termin auf: ! Samstag den 10. Nov ember l. I-, Vormittags 9 Uhr, ! bestiminl, was zur Kenntnißnahme der Gläubiger öffentlich bekannt gemacht - wird. Mosbach, den 31. August 1888. , Die Gerichtsschreiberei Gr. Landgerichts. Ur. Schattier. Handelsregistereinträge. Q.145. Nr. 8080. Eppingen. Zu O.Z. 32 des Handelsregisters, betreffend die Firma Johann Engel von hier, wurde unterm Heutigen die Erlöschung der Firma eingetragen. Evpingen, den 3. September 1888. Großh. bad. Amtsgericht. Kugler._^ Druck und V- :cr G- Braun scheu Hcfbuchüruckerei.