eilsge zu Nr. 274 -er K»rlsruher Zeitung. Donnerstag, 4. Oktober 1888. Generalversammlung des Vereins für Sozialpolitik. c>n seiner am 28- und 29- September in Frankfurt a. M. ab- ^iltenen Generalversammlung beschäftigte sich der Verein für sSozialpolitik mit der Berathung zweier Fragen von allgemeinerem «nterefse, so daß dem Leserkreis der „Karlsr. Ztg." eine kurze ' Wiedergabe der Verhandlungen, welche unter dem Vorsitz des «eh. Regierungsraths Professor vr. Nässe-Bonn und unter - Korker Betheiligung von Männern aller Berufsschichten statt» isonden, willkommen sein werden. Den ersten Bcrathungsgegen- «and bildete: „Der ländliche Wucher und die Mittel seiner Abhilfe, insbesondere die Organisation des bäuerlichen Kredits", über welchen Professor vr a Maskowski-Breslau und Geh. Oberregierungsratb vr. Thiel- Aerlin die einleitenden Borträge übernommen hatten. Zur Grundige dienten für diese Vorträge und die nachfolgende Diskussion die von dem Verein schon im Jahr 1886 veranstalteten Erhe- tongen über das Vorkommen des Wuchers in Deutschland, deren Ergebnisse in einem stattlichen Band vorliegen. Der in der Versammlung unternommene Versuch, diese Berichte in ihrer Zuver- Mgkcit anzuzweifeln, darf wohl als mißlungen gelten; vielmehr ! Mren nahezu alle Anwesenden darin einig, daß das Bild, welches ' jie Berichte geben, im Wesentlichen den tatsächlichen Verhält- f-aissen wohl entspreche und eher die Zustände noch bester erscheinen losse, als sie in Wirklichkeit in einzelnen Gegenden sein mögen. Am stärksten ist nach diesen Berichten der Wucher in den Gegenden weitgehender Besitzzerspitterung verbreitet, also im Süden und Westen Deutschlands. In den meisten Fällen tritt er in der Form des Darlehenswuchers auf; aber auch der Vieh- und Güterhandel, crsterer namentlich in der Form von Viehleih- und Ber- stellungsverträgcn, letzterer häufig in Verbindung mit Gutszerschlagungen, nehmen vielfach wucherischen Charakter.an und führen dann zu starken Bedrückungen der Schuldner. Sehr oft müssen alle diese Formen zusammenhelfen und es gesellt sich den betreffenden Manipulationen noch eine Art Waarenwucher hinzu, darin bestehend, daß dem Schuldner von dem Gläubiger alle möglichen, für elfteren entweder wertlosen oder doch entbehrlichen Dinge zu hohen Preisen aufgenöthigt werden (was übrigens auch in Ansehung vo« Grundstücken, Vieh vorkommt), wodurch die vorhandene Schuld immer weiter gesteigert wird. Auf die vielen bemerkenswerten Auslassungen über die Ursachen des Wuchers ist hier einzuqehen nicht möglich; wohl aber verdient kurz bemerkt zu werden, in welchen Richtungen sich die Vorschläge zur Abhilfe des beklagenswerten Uebels bewegten. Die Bestimmungen des Wuchergesetzcs vom Jahr 1880 haben sich nach Ansicht der Versammlung vortrefflich bewährt und es wurde nur mehrfach der Wunsch nach schärferer Handhabung derselben laut; der Antrag dagegen, dem Gesetz Ausdehnung zu geben auch auf die im Güter- (namentlich Cessions-)handel sowie im Viehhandels- ' geschäft vorkommenden Fälle der Bewucherung, fand lebhaften Widerspruch, namentlich auf Seiten des Referenten selber, da ein solcher Sprung ins Dunkle auch den legitimen Verkehr im Güter- und Viehhandel zu schädigen geeignet sei; in Fällen der letzteren Art reichten auch vielfach wohl schon die Vorschriften über Betrug oder Erpressung aus, um eine Bestrafung herbeizuführen. Keine oder wenig Befürwortung fanden ferner die in -eu letzten Jahren wiederholt aufgetauchten Vorschläge einer Beschränkung der Wechselfähigkeit der bäuerlichen Bevölkerung, der Einführung eines Buchführungszwangs für die Handelsleute auf dem Land, der Erlassung eines Verbots an Anwälte, wucherische Fälle zu vertreten; wogegen ohne Widerspruch der erste Referent im Wesentlichen folgende Maßnahmen befürwortete: Erhöhung der für den Wucher angedrohten Strafmaxima und -minima; Erlassung gesetzlicher Vorschriften, nach welchen Verträge über Jmmobiliarkäufe nur schriftlich und unter Mitwirkung von Ge- richtspersoncn ftattfinden können; Einschränkung der Grundstücks- Versteigerungen im Hinblick auf die bei denselben sich abspielenden verwerflichen Praktiken (Unfug des sog. Weinkaufs) bezw. Verbot der Verabreichung von Genußmitteln bei solchen Versteigerungen ; Erschwerung der Gutszerschlagungen in Anlehnung an die württembergische Gesetzgebung; Erleichterung der Abtren- ( nung einzelner Parzellen von Gutskomplexen mit fideikommissa- s rischer Gebundenheit und Erschwerung der Bildung neuer Fidei- i kommiffe, welch' letzterer Vorschlag übrigens vornehmlich an k Verhältnisse im Osten Deutschlands anknüpfte, d Wichtiger übrigens als diese Maßregeln mit mehr oder weni- I ger repressivem Charakter erschienen der Versammlung im Ein- j klang mit dem Referenten diejenigen Vorkehrungen, welche dem s Wucher vvrzubeugen oder dem Wucher allmälig den Boden zu k entziehen geeignet erscheinen, also die Maßnahmen präventiver s Natur. Selbstredend steht hier die zweckmäßige Ordnung eines k guten, auch den kleinbäuerlichen Verhältnissen angepaßten Kredit- ^ Wesens in erster Reihe- Rühmend wurde hierbei der Wirksam- i keit der auf dem Grundsatz der Solidarhaft beruhenden länd- i lichen Darlehenskassen (Kreditvcreine) gedacht; ebenso des guten Einflusses eines dichten Sparkassennetzcs, während die Vorschußkaffen eine minder günstige Beurtheilung fanden. Nach Ansicht des Referenten, die einen Widerspruch in der Versammlung nicht fand, bedürfen freilich die vorhandenen Organisationen in den Meisten Ländern weiterer Ausbildung und Vervollkommnung; seiner Ansicht nach sind namentlich, nach dem Vorbild der thüringischen Staaten und der preußischen Provinzen Hannover, Nassau und Hessen» größere staatliche Kreditinstitute anzustreben, die bei möglichster Dezentralisation der Verwaltung, neben der Befriedigung des RealkrcditS mit Amsrtisationszwang, auch dem Personalkredit sich dienstbar erweisen. Bon andern Seiten wurde auf den Zusammenhang der Wuchersrage mit der Versicherung hingewiesen und insbesondere der Werth einer guten Lösung des Viehvcrficherungswesens betont. Ucberall endlich wird die Roth- Wendigkeit intellektueller Hebung der kleinbäuerlichen Wirthe betont und dabei u- A. auf die Bedeutung der Einführung des Unterrichts in Buchführung in den Fortbildungsschulen aufmerksam gemacht. Da dem Wucher ferner durch gewisse Carakter- «genheiten der bäuerlichen Bevölkerung — falscher Geldstolz und rm dadurch bedingtes Heimlichthun in Geldsachen, Mißtrauen gegen Seinesgleichen und desto größere Vertrauensseligkeit gegenüber Handelsleuten — Vorschub geleistet wird, so spitzt sich die -Wucherfrage schließlich zu einer Art Erziehungsfrage zu, zu deren Lösung also auch die Volksschule berufen ist. Sehr verdienstlich scheinen auch „Vereine zur Bekämpfung des Wuchers", wie solche in der Rheinprovinz bestehen, wirken zu können durch Aufdeckung von Wucherfällcn und Herbeiführung gerichtlicher Untersuchung, da der einzelne Bewucherte selten den Muth findet, dem Bann seines Drängers sich zu entziehen. — In seinem den Gang der Verhandlungen zusammenfaffenden Schlußwort konnte der Vorsitzende der Versammlung als Ansicht der Anwesenden feststellcn, daß in dem Wucher» wie !er leider so vielfach vorkomme, eine schwere Krankheit des Volkslebens zu erblicken sei, die zu bekämpfen die Kraft der Einzelnen nicht ausreichc, weshalb der Staat selber mit seinen Machtmitteln einzutreten das Recht und die Pflicht habe. Im zweiten Theil der Verhandlungen beschäftigte sich sodann der Verein mit der Frage des Einflusses des Detail' Handels auf die Preise und etwaiger Mittei gegen eine ungesundePreisbildung; durch eine Anzahl erhobener und im Druck vorliegender Gutachten, insbesondere über die Preisbildung bei Kolonialwaaren, sowie bei Brod und Fleisch, war auch hier eine Grundlage für die Diskussion geschaffen worden. Die Ausführungen des Hauptreferenten, Pro' feffor Vr. Konrad-Halle, bauten sich auf einem außerordentlich umfassenden Zahlenmaterial auf, ließen aber ebenso wie die Auslassungen anderer Redner erkennen, daß ein sicheres Urtheil über die in Rede stehenden Preisvorgänge abzugcben heute noch kaum möglich ist. Immerhin war soviel zu entnehmen, daß in dieser Frage mannichfache Uebertreibungen mitspielen und der von dem Publikum vielfach gemuthmaßte übermäßige Gewinn des Zwischenhandels keineswegs die ausnahmslose Regel bildet. Wenn mit Vorliebe auf die ungemessene Vermehrung der mit dem Zwischenhandel sich abgebenden Geschäfte, namentlich in den größeren Städten, hingewiesen werde, so müsse auch berücksichtigt werden, daß gerade hier das Publikum wachsende Ansprüche in Bezug auf denkbar größte Auswahl der Waaren mache. „Ringe" im Bereich der Detailgeschäfte könnten wohl dann und wann Vorkommen, würden aber wegen der gerade hier sich sehr geltend machenden scharfen Konkurrenz kaum von langem Bestand sein. Im Allgemeinen wird man mit der Annahme richtig gehen, daß bei den Gegenständen des Massenkousums (Zucker, Kaffee, Mehl, Reis, Petroleum rc.) der Aufschlag, den die Detaillisten auf die Engrospreise machen, sich in vcrhältnißmäßig engen Grenzen bewegt, daß derselbe dagegen bei werthvolleren Objekten, die nur langsam und meist nur in kleinen Mengen ab- gehcn, allerdings meist ein sehr hoher ist und selbst bis 100 und 200 Prozent anstcigt. Sehr hohe Aufschläge lassen sich übrigens selbst bei Artikeln des Massenverbrauchs da Nachweisen, wo diese — wie beim Einkauf durch die Arbeiter — immer nur in mi" nimsten Portionen begehrt werden, zumal dann, wenn, wie leider häufig der Fall, ein weitgehendes Borgshstem eingerissen ist- Ganz allgemein ferner läßt sich behaupten, daß die Preise im Detailhandel durch eine verhältnißmäßige Unbeweglichkeit sich auszeichnen, also auch dann, wenn der Weltmarktpreis erheblich sinkt, nur langsam und zögernd folgen, während allerdings im umgekehrten Fall ein Preis aufschlag im Detailverkehr viel rascher sich vollzieht. In Bezug auf das Bäckergewerbe vertritt der Referent in Uebereinstimmung mit einem der vorliegenden Druckberichte die Meinung, daß bei Schwarzbrot» der Preisaufschlag im Allgemeinen eine unberechtigte Höhe nicht zeige, wohl aber häufig bei Weißbrod und den feinen Bäckereien. Die meisten Anzeichen für eine „Ringbildung" sind nach Ansicht des Referenten beim Metzgergewerbe vorhanden; offenbar vertheure hier der Zwischenhandel die Preise am meisten. Zn einem Eingreifen des Staats auf allen hier in Rede stehenden Gebieten hält übrigens der Referent in Uebereinstimmung mit einer Reihe anderer Redner die Sachlage nicht angethan; die Selbsthilfe werde und müsse hier Abhilfe zu gewähren vermögen. Als Vorschläge zur Abhilfe werden empfohlen eine Verbesserung der Preisstatistik und Zugänglichmachung der ermittelten Preise im Groß- und Detailhandel für das Publikum; Einrichtung von Kommunalbäckereien, wie solche in einzelnen Städten bereits mit günstigem Erfolg seit Jahren wirken ; vor Allem aber das Bestehen von Konsumvereinen. Ueber den günstigen Einfluß letzterer in Bezug auf das Dctailwaaren- geschäft durch Anbahnung einer gesunden Konkurrenz verbreitete sich der zweite Referent, vr. Krüger-Berlin; in vielen Fällen seien durch die Konsumvereine ganz erhebliche Minderungen der früheren Gewinnaufschläge herbeigeführt worden, wozu dann noch die Garantie guter Beschaffenheit der Waaren und Beseitigung des Borgunwesens kamen. Der Einführung von Polizeitaxen, in Ansehung namentlich des Fleischer- und Bäckereigewerbes, stand die Versammlung im Wesentlichen ablehnend gegenüber; dagegen fand der s. Z. im Reichstag cingebrachte Antrag auf Verkauf der Bäckereiwaaren nach Gewicht vielfache Befürwortung. Endlich wurde auch auf die Errichtung von Genoffenschaftsschlächtereien hingewicsen und in derselben, neben der Anbahnung eines rationelleren Fleischverkaufs (nach Qualitäten, Beseitigung des Unfugs der Knochenzugabe rc.), ein sehr wirksames Mittel zur Herbeiführung einer gesunden Konkurrenz im Flcischergewerbe erkannt, wie denn nachweisbar das Bestehen von Genoffenschaftsbäckereicn hingereicht habe, ungerechtfertigte Preisaufschläge beim Brod zu verhindern. Grotzherzogthum Baden. Karlsruhe, den 3. Oktober. * (Das „Verordnungsblatt der Zolldirektion") Nr. 25 enthält eine Bekanntmachung über die Einführung einheitlicher Zoll- und Steuerformulare. U Mannheim, 2. Okt. (Gaswerk. — Bürgermcister- rv a h l. — H e r b st m e s s e.) Unser städtisches Gaswerk erzielte im verflossenen Rechnungsjahre (Juli 1887—1888) einen Reingewinn von 245 000 M., nachdem für Zinsen an die Stadtkassc 57 900 M., für Abschreibungen an Immobilien, Maschinen, Apparaten rc. 71031 M-, für Kavitalamortisation 15 000 M. und für Dotirung des Reservefonds 6 000 M. zur Verwendung gekommen. Dieses Resultat bleibt gegen das Ergebniß des Vorjahres um 25 000 M. zurück. Dies ist jedoch einzig und allein darauf zurückzuführcn, ;daß in diesem Jahre das Gas um 10 Prozent billiger geliefert wurde, als in den vorhergegangencn Jahren. Die Einnahmen für die Gasabgaben würden im Ganzen um 60,OM M. höher gewesen sein, wenn die früheren Gas- prcise bestehen gebliebcit wären. — Unser Stadtrath hat sich mit der Wahl des seitherigen 2. Bürgermeisters Bräunig zum 1. Beigeordneten an Stelle des von seinem Amte zurückgctretencn Bürgermeisters Löwenhaupt einverstanden erklärt, die in Folge dessen zur Erledigung kommende zweite Bürgrrmeisterstelle unserer Stadt soll in süd- und norddeutschen Blättern zur Ausschreibung gelangen. Man hofft nämlich, auf diese Weise eine geeignete jüngere, im Gemeindeverwaltungsfache bewanderte Persönlichkeit, worauf ganz besonders Werth gelegt wird, zu gewinnen. — Unsere Herbstmesse bat vergangenen Samstag ihren Anfang genommen; leider hat sich aber auch ein sehr ungünstiges Wetter eingestellt. ( Baden, 2. Okt. (Ausstellung. — Haus- und Straßenbettel.) Eine Ausstellung landwirthschaftlicher Produkte, welche von der Direktion des Landwirthschaftlichcn Bezirks- Vereins Baden veranstaltet ist, findet hier am 6., 7. und 8. Oktober m der städtischen Turnhalle statt. Für die Prämiirung, welche am Sonntag den 7. d., Nachmittags 3 Uhr, im Ausstellungslokale vollzogen wird, sind Geldprämien, Ehrenpreise und Diplome vorgesehen. Mit der Ausstellung ist ein Volksfest verbunden» welches am Sonntag Nachmittag auf der Wiese vor der Turnhalle abgehalten wird. — Der Verein gegen Haus- und Straßenbettel unterstützte im Monat September 457 Personen gegen 569 im vorigen Monat und 450 im Monat September 1887. Hiervon erhielten Mittagessen 129, Obdach mit Abend- und Morgenkost 328 Personen. Der Kostenaufwand hierfür be' trug 141 M. 8 Pf., Arbeitsstellen wurden 32 angemeldet und davon 28 besetzt. !x Heitersheim, 1. Okt. (Viehmarkt. — Landwirt h- schaft. — Stand der Reben.) Auf dem heutigen Viehmarkt waren 450 Stück Ochsen, Kühe und Jungvieh zum Verkauf aufgestellt. Die Preise sind etwas in die Höhe gegangen» namentlich bei Jung- und Nutzvieh, ebenso beim Schlachtvieh. Für Ochsen wurden erlöst 200 bis 350 M., für Milchkühe und trächtige Kalbinnen 2M bis 290 M., für halbjähriges und einjähriges Jungvieh 80 bis 120 M. — Durch die warme Witterung im September wurde das Oehmd und der Stoppelklee gut eingebracht und sind beide Sorten, sowie überhaupt das Spätjahrfutter reichlich ausgefallen und ist daher Füttermangel nicht zu befürchten. Die Futter- und Stoppelrüben liefern im Allgemeinen einen guten Ertrag und geben dieselben ein gutes Er- satzfuttcrmittel für die mißrathenen Kartoffeln, da letztere stark der Fäulniß unterworfen und die Knollen klein und kraftlos sind. — In den Weinbergen hat der Saucrwurm großen Schaden verursacht und fangen die Trauben, namentlich der Elbling, stark an zu faulen, während die Roth- und Mosttrauben viel gesünder und in der Entwickelung weiter voran sind. Trotz der sehr günstigen Witterung im September ist wenig Hoffnung auf einen guten Wein in Aussicht, da eben der Sommer zu naß und kalt war, und gilt Heuer das Sprichwort: was der August nicht kocht, vermag der September nicht zu braten. — Vom Bodensee, 2. Okt. (Hopfenverkäufe.) Das Ergebniß der diesjährigen Hopfenernte in Möggingen, Güttingen und Liggeringen dürfte sich auf 420 Zentner belaufen. Die Qualität ist im Allgemeinen gut; jedoch haben die in den letzten Tagen geernteten Hopfen durch dir starken Nebel gelitten und wegen des feuchten Wetters sind sehr viele Hopfen noch auf dem Speicher roth geworden. Weit über die Hälfte ist verkauft zu Preisen von 80 bis zu 160 M. per Zentner; jetzt werden nur noch Preise von 75 bis 115 M. bewilligt und dabei ist wenig Lust zum Kaufen bemerkbar. Wenn kein Export nach England zu Stand kommt, werden die Preise noch mehr sinken, da jetzt schon große Kundschaftshandlungcn sagen, sie seien gedeckt. LandwrrttzschaMchr Besprechung. Engen. Sonntag den 7. d. M., Nachm. 3 Uhr, imKronen- wirlhsbause in Weiterdingen. Tagesordnung: 1. Vortrag über Verwerthung des Obstes mit Rücksicht auf das Branntweinsteuer' gesetz, eingeleitet durch Herrn Landwirthschaftsinspektor Schäfer von Radolfzell; 2. Aushändigung der anläßlich der staatlichen Prämiirung von Rindvieh und der Stuten und Stutfohlen zu- erkannten Geldbeträge. Verschiedenes. IV. Agram, 1. Okt. (Schulcröffnung.) In Anwesenheit von Vertretern der Militär- und Civilbehörden hat heute hier die feierliche Eröffnung der deutschen protestantischen Volksschule stattgefunden. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Harder in Karlsruhe. Familirnnachrichten. Karlsruhe. Ausxug aus dem Standes buch-Uegißer. Geburten. 24. Sept. Louise Lina Selma Käthchcn» V.: Karl Hecke» Portier. — 26. Sept. Karl, V.: Johann Braun, Schlosser. — Johanna Martina, V.: Paul Kuschidlo, Schmied. — Stefanie Louise Magdalena, B.: I. G. Lobcr, Metzger. — 27. Sept. Maria Paula Luise, V.: Eugen Carlein, Kaufmann. — 28. Sept. Wilhelm Friedrich Christian, V.: Christian Schradi, Bäckermeister. — Konstantia Frieda Paula, B.: Karl Cönen, Aushilfskellner. — 29. Sept. Anna Katharina, B.: Sylvester Schneider, Magazinarbeiter. — Karl Wilhelm, V.: KarlErlen- maier, Pflästerer. — Frieda, V.: Friedrich Bcchtel, Zimmermann. — Wilhelm Friedrich, V.: Ludwig Barquet, Bäckermeister. — Frieda Magdalena, V.: Joh. Spanier, Taglöhner. — 30. Sept. Gesrg Josef, V.: Kaspar Rauch, Spediteur. — Jda Mathilde, V.: Andreas Zimmer. Schuhmacher. — 2. Okt. Viktor Veit, V.: Fritz Hamburger, Bankier. Ehcaufgebotc. 1. Okt. Aimust Blum von Durlach, Schuhmacher hier, mit Jda Pister Witwe von Moosbronn. — Karl Horn von Lautern, Schreinermcister hier, mit Louise Hummel von Unterriexingen. — Alois Höll von Kappelwindeck, Schuhmacher hier, mit Elisabeth« Dittler von Wilferdingen. — Jakob Brauch von Wössingen, Maurer hier, mit Karolina Gern von Eppingen. Eheschließung. 2. Okt. Johann Lang von hier, Maurer hier, mit Helene Haas von Neuenbach. Todesfälle. 29. Sept. Karvline, 4 M. 13 T., B.: Ja- kob Merkle, Kohlenhändler. — Emilie, Ehefrau des Drehers Josef Schildknecht, 41 I. - 1. Okt. Louise, 3 M. 1 T., V.: Ludwig Pallmcr, Maler. — Louise, 3 M. 3 T., V.; Franz Kern, Schneider. — Katharina, Ehesrau des Gärtners Wilhelm Mack, 50 I. — Sofie, Ehefrau des Privatiers Friedrich Faas» 58 I. — Julius Gernet, Ehemann, Kaufmann, 48 I. — 2. Okt. Friedrich, 25 T., V.: Ludwig Herbst, Metzgcrmcister- — Gustav Kuch, Aktuar-Jncipicnt, 18 I. Handel und Verkehr. Berlin, 2. Okt. (Wochenausweis der Deutschen Reichsbank) vom 29. Sept. gegen den Ausweis vom 22. Sept. Aktiva. M. M. Metallbestand.882 465 000 - 44 882 000 Reichskassenscheine. 18052000 — 3 568000 Andere Banknoten. 6 690 000 - 1454 000 Wechsel. 476 878 000 -i- 68 210 000 Lombardforderungen. 85 086 000 -fl- 41662 000 Effekten.. 4416000 st- 14 000 Sonstige Aktiva. 36 203 000 -!- 1077000 Passiva. Grundkapital. 120000000 unverändert Reservefond. 23 894 OM unverändert Notenumlauf. 1070 199 OM st- 130 710 OM Sonst, tägl. fäll. Verbindlichkeiten 290 680 OM — 69 867 OM Sonstige Passiva. 388 OM st- 3 OM Wien, 2. Okt. (Wochenausweis der Oesterr.- Ungar. Bank) vom 30. Sept. gegen den Ausweis vom 22. Sept. Köln, 2. Okt. Weizen per November 20.10, per März 20.90. Roggen per November 15 90, per März 16.85. Hafer, hiesiger, loco, 14.25. Rüböl per 50 Kg loco 61.—, per Oktober 59.80, per Mai'56.70. Breme«, 2. Okt. dard white loco 8.05. Petroleum-Markt. Schlußbericht. Stau- Fest- st- Notenumlauf. 417 4M OM Metallschatz in Silber . 153 600000 do. in Gold . . 59 600 MO In Gold zahlbare Wechsel 19 900 000 Portefeuille.177 OM OM st. Lombardbestände. . . . 22 000 OM st. Hypothekendarlehen. . . 102 7M OM fl. st- Pfandbriefe in Umlauf . 98 OM OM st. st- st- 12 IM OM st. 3M0M st. unverändert unverändert 11500 000 fl. 1100009 st. IM OM fl. 200 000 fl. Antwerpen, 2. Okt. Petroleum-Markt. Schlußbericht. Raffillirtes. Type weiß, disponibel 20"/», per Oktober 20"/», ver November-Dezember 20 V», Per Jan -März 19"/«. Still. Amerikan. Schweineschmalz, nicht verzollt, dispon., 128 Frcs. Paris, 2. Okt. Rüböl ver Oktober 68.25, per November 68.—, per November-Dezember 68.—. ver Januar-April 67.25. Fest. — Spiritus ver Oktober 41.75, per Januar-April 41.75. Still. — Zucker, weißer. Nr. 3, per IM Kilogr., per Oktbr. 37.30, ver Januar-April 37.30. Beh. — Mehl. 12 Marques, per Okt. 62.—, per Nov. 62.—, per Nov.-Febr. 62.25, per Jan.-April 62.90. Fest. — Weizen per Oktober 26.75, ver November 27.—, per Nov.-Febr. 27.40, per Januar- April 28.—. Fest. — Roqgen Per Oktober 14.40, per Novbr. 14.40, per Nov.-Febr. 15.20, per Jan.-April 15.50. Still. — Talg 67.—. Wetter: Regen. New-Kork, 1. Okt. (Schlußkurse.) Petroleum in New Uork 7V«, dto. in Philadelphia 7",», Mehl 3.80, Rother Winrer weizen 1.06V«, Mais (New) 5Ist», Zucker sair refining Muscov. 5*,2. Kaffee, fair Rio 15°',. Schmalz cWilcox) 11.-, Getreidefracht nach Liverpool —. Baumwolle - Zufuhr vom Tage 32 OM B., dto. Ausfuhr Grohbriianniev 10000 B., dto. nach dem Lonciaent 11000^ Schiffsbewegung der Post-Tamftfschiffc der Hamb». ! Amerikanischen Packetfahrt-Aktiengesellschaft. „Rugiq" ^ ^ i NewUvrk am 25. Sept. in Hamburg angekommen; „Rhae», » am 25. Sept. von New-Jork nach Hamburg abäeoann.^ > .Geliert" von Hamburg nach New-Uork am 26. Sept. von weitergegangen; .Wuotan" von Hamburg am 26. Sept in E ! Thomas angekommen; „Ascania" von Hamburg nach Coli? ! am 26. Sept. von Havre weitergegangen; „Wielandt" am s" i Sept. von New-Uork nach Hamburg abgegangen; „Bohemj?« ! von Hamburg nach New-Uork am 28. Sept. Dunnet pailir«- ! „Francia" von St. Thomas nach Hamburg am 28. Sept in ! Havre angekommen; .Borussia" am 28. Sept. von Hamburg ! nach St. Thomas abgegangen : „Albingia" von St. Thomas ! nach Hamburg am 29. Sept. Dover passirt; .Saxonia" von ! Hamburg nach La Guayra am 30 Sept. in Havre angekom ! men; .Äustralia" von Hamburg am 30. Sept. in Vera Crur , eingetroffen; „Polaria" von New-Uork nach Hamburg am ! 30. Sept. in Plymouth angekommen „Hammonia" von „New-Aofl ^ nach Hamburg am 30. Sept. vonj Cherbourg weitergegangen- ! .Suevia" am 30. Sept. von Hamburg nach New-Uork abae- ' gangen; „Slavonia" von Stettin am 29. Sept- in New Jork angekommen; „Moravia" von Hamburg am 29. Sept- in New- Uork angekommen. — Mitgctheilt von H. Strohmaier in Karlsi ruhe, Herrenstraße Nr. 8. 1 Feste Redukttonsverhättnifle: 1 Thlr. - r, Rmk-, r Guide» ii. W- Staatspapiere. Baden 4 Obligat, fl. 103 „ 4 M. 105. 4Obl.v.1886M. 108. Bayern 4 Oblig. M. 107. Deutsch!-4 Reichsanl. M. 108 . 3V, °o „ 103. Preußen 4°/» Consols M- 102. „ 3V-kons.St.-Anl.M.103. Wtbg. 4st- Obl- v. 78/79 M-105. „ 4 Obl-v. 75.80 M. - Oesterreich 4 Goldrente fl. 92. „ 4'/- Silberr. st. 68. ., 4V-> Papierr- fl- 67. „ 5 Papierr. v-188181. Ungarn 4 Goldrente fl. 83. Italien 5 Rente Fr. 97. 5°/, Rumänische Rente 95. Rumänien 6 Obl. M. 106. Rußland 5Obl-v-1862 «L IM. „ 5Obl.v.1877M. -. „ 5l1Orientanl-P.R. 62. „ 4 Cons. v. 1880 R- 84. -- s Rmk.. 7 Gulden südd. und holliind. 2 Rmk., i Franc -- »o Pf. Frankfurter Kurfe vom Oktober 1886 i Lira 80 Pfg., 1 Pfd. rubel - S Rmk. ! Portug. 5 Anl. v-1886 M. 100.— Eisenbahn-Aktie«. !3 Jtal. gar. E.-B.- kl. Fr. M.80 30 ., 3 Ausländ. Lstr. 64.80 4 Meckl. Frdr.-Franz M. 158.50^5 Gotthard I V Ser. Fr. 106.50 .50 Serbien 5 Goldrente 82.80 4 Vs Pfälz. Max-Bahn st. 139.50 4 „ 103.70 .M Schweden 4 in M. —.— 4 Pfälz. Nordbahn st. 108.40 4 Schweiz. Central 103.70 .20! Span. 4 Ausländ. Rente 75.- 4 Gotthardbahn Fr. 131.60 5 Süd-Lomb- Prior, st. 105.70 40 Schweiz 3Vs Berner Fr. 1M.70 5 Böhm. West-Bahn fl. 276"«3 Süd-Lomb. Fr. 60.80 .80 Egypten 4 Unif. Obligat. 84.205 Gal.Karl-Ludw.-B. fl. 176V« 5Oest. Staatsb.-Prior. fl. 108.—! .70 - Egypten 5 Privil. Lstr. 102.50 5 Oest.Franz-St.-Bahn st. 212.—3 dto. 1—Vltl bl. Fr. 83.40 80 S.-Ämerik5Argt. Goldanl. 96 —5 Oest.Süd-Lombard st. 90Vs-3Livor. I,ü. 6,1)1 u.v2 Fr. 66.70 10 Bank-Aktien. 5 Oest.Nordwest fl. 140"/-5 Toscan. Central Fr. 104.— - 4V, Deutsche R.-Bank M. 141.70 5 „ „ lut. 8. fl. 170'4 5 Westsic.Eisb.1880stfr.Fr. 104.30 60 l 4 Badische Bank Thlr. 110.61/ Eisenbahn-Prioritäten. !6 Southern Pacific ofC.tll 111.20 80 ! 5 Basler Bankverein Fr. 166 50 4 Elisabeth steuerfei fl. 101.80 Pfandbriefe. 70! 4 Berlin. Handelges. M. 176.70!5 Mähr-Grenz-Bahn fl. ' . 80! 4 Darmstädter Bank p. 162.60 5 Oest.Nordwest-Gold- 90 4 Deutsche Bank M. 173. 4 Deutsche Vereinsb. M. 102.70 4 D.Ünionb.M.50V»E.M. 93.60 4 Disc.-Kommand. Tblr. 227.50 5 Oest. Kreditanstalt st. 258"/« Obl. M. 5 Oelt.Nordw. U>t. 4.. fl. 5 Oest-Nordw. I-it. ö. fl. 3 RaabOedenb.Ebenf.Gold steuerfrei M. 68.— 4 Rbein. Kreditbank Thlr. 123.80,4 Rudolfs ^ alzkgut) i. Gold 4 D. Effekt-u.Wechsel-Bk. ! steuerfrei 40"/o einbezahlt Thlr. 123.90 5 Vorarlberger 70.20 4Pr.B.-C.-A.VII-IX M. 103.20 4 Prcuß.Cent-Bod.-Cred. 108.30 verl. ä IM M. 89.- 4 Rh. HyP. S. 43-49 M. 102.40 87.70UV2 dto. M. l Verzinsliche Loose. 3V/> Cöln-Mind. Thlr. IM 137. - 4 Bayrische „ IM —.— 101.50 4 Badische „ IM 139.80! fl. 76.80 4Mein.Pr.Pfdbr.Thlr.1M 128.-> - so Rmk., I Dollar -- - 4 Rmk. US PW.. I Slld»' _ 20 Pfg,. r Mark Buuko — r Rmk. SS Pfg. 3 Oldenburger Thlr. 40 137.50 20 Fr.-St. igZ- 4 Oesterr. v. 1854 st. 250 115.20 Souvereigns Zgg« 5 „ v. 1860 fl. 500 120.60 O b ligatiouen und Jndustrie- 4 Raab-Grazer Tblr. IM 100.90 Aktien. Unverzinsliche Loose 4 Freiburg Obl. — per Stück. 3 Karlsruher Obl. 91.2g Braunschw. Tblr.20-Loose -!Ettlinger Spinnerei o. Zs. — Oest. fl. IM-Loose v. 1864 295.50 Karlsruh. Maschinen?, dto. — Oesterr. Kreditloose fl. IM Bad. Zuckers., ohne Zs. 97.— von 1858 310.— 3",, Deulsch.Phön.20"»,Ez. 200.- Ungar. Wtaatsloosefl. 100 224.80 4RH. Hypoth.-Bank 50", Ansbacher st. 7-Loose 33.10 bez. Thlr. — Augsburger fl. 7-Loose —.— 5 Westeregeln Alkali 186.- Frciburger Fr. 15-Loose 33.- 5 Hyp. Obl d. Dortmund. .. ' ' 16.90 Union 111.8g 25.50 5 Hyp. Anl. d. Oest. Alpin —Montgs 98.50 Wechsel und Sorten. 4Rom II— V. Lire 97.40 Paris kurz Fr. IM 80.55 Stanvesherrl. Anlcden. Wien kurz st 100 167.80 3V, Fst- Usenbrg-Birst. M. 93.5g Amsterdam kurz st. IM 168.95 Reichsbank Discont 4",, London kurz 1 Pf- St. 20.46 Franks. Bank Discont 4"/, Dollars in Gold 4.16 Tendenz: —. Mailänder Fr. 10-Loose 101.80!Meininger fl. 7-Loose Schweb. Thlr. 10-Loose 98.60! " " ^ Q.452. Gemeinde Burgberg, Amts Villingen. Oeffentliche Aufforderung. Die Bereinigung der Grund- und Pfandbücher der Gemeinde Burgberg betr. Diejenigen Personen, zu deren Gunsten Einträge von Vorzugs- oder Unterpfandsrechten länger als 30 Jahre in den Grund- und Unterpfandsbüchern der Gemeinde Burgberg eingeschrieben sind, werden hiermit auf Grund des Gesetzes vom 5. Juni 1860, die Bereinigung der Unterpfandsbücher betreffend, und des Gesetzes vom 18. Januar 1874, die Weisungen zu diesen Bereinigungen betr., aufgefordert, die Erneuerung derselben bei dem Unterzeichneten Pfandgerichte nachzusuchen, falls sie noch Ansprüche auf das Fortbestehen dieser Einträge zu haben glauben, und zwar bei Vermeidung des Nachtheils, daß die innerhalb sechs Monaten nach dieser Mahnung nicht erneuerten Einträge gestrichen werden. Das Verzeichniß der in den Grund- und Pfandbüchern der,Gemeinde Burgberg seit mehr als dreißig Jahren eingeschriebenen Einträge liegt Auf dem Gemeindehause zu Burgberg zur Einsicht offen. Burgberg, den 1. Oktober 1888. Das Pfandgericht. Der Bereinigungskonimifsär: _ Bürgermeister Haas. _ Schwarzwälder, Rathschrbr. Bürgerliche Rechtspflege. Oeffentliche Zustellungen. Q.460.1. Nr. 13,564. Mannheim. Die Philipp Sturm Ehefrau von Neckarau, Susanna, geb. Spitzer, vertreten durch Rechtsanwalt Ur. Rosenfeld, klagt gegen ihren Ehemann, z. Zt. an unbekannten Orten abwesend, wegen Gefährdung ihres Vermögens durch die zerrüttete Vermögenslage ihres Ehemannes , mit dem Anträge auf Vermögensabsonderung, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die HI. Civilkammer des Großh. Landgerichts zu Mannheim auf Dienstag den 8. Januar 1889, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung, welche durch Gerichtsbeschluß vom 29. September 1888 bewilligt wurde, wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Mannheim, den 29. September 1888. vr. Hummel. Gerichtsschreiber des Gr. Landgerichts. Q.436 2. Nr. 10,088. Müllheim. ten abwesend, wegen Forderung aus Kauf, mit dem Antrag auf Verurthei- lung der Beklagten unter Kostenfolge zur Zahlung von 174 M. 33 Pf. nebst 5"/o Zins vom Klagzustellungstage an und vorläufige Vollstreckbarkeitserklärung des Urtheils, und ladet die Beklagte zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Gr. Amtsgericht zu Durlach auf Freitag den 30. November 1888, Vormittags 9 Uhr. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Durlach, den 27. September 1888. Frank, Gerichtsschreiber des Gr. Amtsgerichts. Q.4432. Nr. 10,344. Durlack. Der L- Straub, Gasdirektor in Durlach, vertreten durch Agent Oreans von da, klagt gegen den Chr. Langlotz, Ziegler von Grötzingen, z. Zt. an unbekannten Orten abwesend, wegen Forderung aus Kauflimit dem AntrageaufVer- urthcilung des Beklagten unter Kostenfolge zur Zahlung von 3M Mk. nebst 5°/<> Zins vom Klagzustellungstage an und vorläufigeVollstreckbarkeitserkärung des Urtheils, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des RechtsDie ledige Karoline Faulhaber m .. . . Kork, als Vormünderin ihres Sohnes! streits vor das Großh. Amtsgericht zu Franz Otto Faulhaber, vertreten durch! Durlach auf die Rechtsanwälte Feederle und Wagner in Freiburg, klagt gegen den Kaufmann Salomon Maier von Müll- Heim , z. Zt. unbekannt wo abwesend, aus einem obervormundschaftlich genehmigten Alimentationsvergleich vom 8. März 1887, mit dem Anträge auf Ber- urtheilung des Beklagten zur Zahlung von 575 M. nebst 5° 0 Zins vom Klagzustellungstage an, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Gr. Amtsgericht zu Müllheim auf Mittwoch den 5. Dezember 1888, Nachmittags 2 Uhr. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Müllheim, den 28. September 1888. Adler. Gerichtsschreiber des Gr. Amtsgerichts. Freitag den 30. November 1888, Vormittags 9 Uhr. Zum Zweck der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Durlach, den 27. September 1888. Frank, Gerichtssckreiber des Gr. Amtsgerichts.! Q.442. 2. Nr. 10,316. Durla ch.! Der Wilhelm Selter, Schreiner von! Aue, vertreten durch Agent Oreans in! Durlach, klagt gegen die Karoline- Kiefer, geb. Giese von Aue, z. Zt. an > unbekannten Orten abwesend, wegen Forderung aus Werkverding, mit dem ' Antrag auf Verurtheilung der Beklagten! unter Kostenfolge zur Zahlung von 58 Mk. 93 Pf. nebst 5 "/o Zins vom! Klagzustelluügstage an und vorläufige! Vollstreckbarkeitserklärung des Urtheils! und ladet die Beklagte zur mündlichen! Q.441.2. Nr. 10,424. Durlach. Verhandlung des Rechtsstreits vor das ^ Die bad. Schrotfabrik Dupierry L Großh. Amtsgericht zu Durlach auf Pello in Durlach, vertreten durch Freitag den 30. November 1888,! Agent Oreans von da, klagt gegen die Vormittags 9 Uhr. Ziegler Chr. Langlotz Ehefrau von ! Zum Zweck der öffentlichen Zustellung Grötzingen. z. Zt. an unbekannten Or- - wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Durlach, den 27. September 1888. Frank, Gerichtsschreiber des Gr. Amtsgerichts Aufgebote. Q.422.2. Nr. 10,168. Breisach. Die Witwe des Stefan Berger, Josefa, geb. Böhler von Merdingen, er- j hielt auf Ableben ihres Ehemannes im ! Jahr 1883 nachverzeichnete Waldantheile ! zugewiesen, bezüglich deren es am Ein- !trag von Eigenthums- und Erwerbs- ! titeln in den Grund- und Pfandbüchern ! fehlt; sie hat deßhalio das Aufgebots- ! verfahren beantragt. Die Liegenschaf- ? ten sind: Gemarkung Merdingen. s. Mehrere Anforderungen in der IV. Jauchert im Großholz, l). eine Anforderung in der VII. Jauchert allda, c. ca. Ve Mannshauet INI Egelsingen- Scewecken, ü. ca. Ve Mannshauet und 3 Anforderungen im untern Großholz, 0. ca. °/j Mannshauet oberhalb dem Kirchenwald, t. ca. Vs Mannshauet im Seewecken neben der obern Schlüte, 8- ca. V- Mannshauet in der untern Schlüte. Es werden alle Diejenigen, welche an den obenbezcichneten Liegenschaften in den Grund- u Pfandbüchern nicht eingetragene dingliche oder auf einem Stammguts- ober Familiengutsverband beruhende Rechte zu haben glauben, aufgefordert, solche spätestens in dem auf Freitag den 23. November d. I., Vormittags 9 Uhr, bestimmten Aufgebotstermin geltend zu machen, ansonst die nicht angemeldeten Ansprüche für erloschen erklärt würden. Breisach, 22. September 1888. Großh. Amtsgericht. Der Gerichtsschreiber: Weiser. Q.447.1. Nr. 19,746. Fr ei bürg. Auf Antrag des Engelwirths Anton Disch in Umkirch, welcher aus der am 14. März 1887 erfolgten Vermögens- Übergabe seiner Mutter, der Simon Disch Witwe von Lehen, auf hiesiger Gemarkung: „zwei Viertel Acker im Gewann Klarafeld, neben Karl Vonderstraß und Witwe Fluhrer" zu Eigenthum besitzt, ohne daß der Erwerbstitel im Grundbuche der Stadt Freiburg nachgewiesen werden kann, ergeht das Aufgebot an diejenigen Personen, welche in den Grund- u. Unterpfandsbüchern nicht eingetragene dingliche oder auf einem.Stammguts- oder Familiengutsverbande beruhende Rechte an der Liegenschaft besitzen, solche zum Termin vom: Samstag, 17. November, 9 Uhr, anzumelden, widrigenfalls die nicht angemeldeten Ansprüche für erloschen erklärt würden. Freiburg, 29. September 1888. Der Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts: Dirrler. Q.449.1. Nr. 7154. Walldürn. Die Gemeinde Hornbach besitzt auf der Gemarkung daselbst folgende Liegenschaften: 1. 58 Ar 96 Meter Vizinalweg, alte Amorbacher Straße, und zwar von der badisch-bayrischen Landesgrenze u. Gemarkungsgrenze Ham- brunn bis zum Gemeindefeldweg 2. 3^ Lagerbuch Nr. 154, Markstein Nr. 387, durchzieht die Gewannen: das Gebrannte, Freinbusch, Straßenäcker und Tannenschlag, einerseits Georg Valentin Berberich. Franz Michael Ballweg Witwe, Michael Anton Ballwcg und Franz Josef Ballweg, anderseits dieselben. 19 Ar 62 Meter Vizinalweg, alte Anwrbacher Straße, und zwar vom Markstein Nr. 711 bis zur Vizinalstraße von Hornbach nach Hainstadt, Gemarkungsgrenzstein Nr. 80, Grenze zwischen Gewann Seichtern u. Eichenstock bis Markstein 735, durchzieht dann das Grundstück Lagerbuch Nr. 559 bis zur Gemarkungsgrenze Hainstadt; einerseits Karl Trunk, Michael Warner, Lorenz Ballweg und Johann Stich I., anderseits Johann Stich 1., Valentin Trunk und Michael Warner. Circa 7 Ar Weg im Wolfsbaum, vom Gemeindeweg Lagerbuch Nr. 154 bis zum Gemeindcgrundstück Waide, im Wolfebaum, Lagcrb. Nr. 228 vom Markstein Nr. 181 bis zum Markstein Nr. 387, eins. Gewann freier Wasen, anderseits Michael Geier und Alois Dörr. Auf Antrag des Gemeinderaths Hornbach, als Vertreter der Gemeinde daselbst, werden alle Diejenigen, welche auf diese Grundstücke dingliche oder auf einem Stammes- oder Familienverband beruhende Rechte haben oder zu haben glauben, aufgefordert, diese Rechte längstens in dem auf: Samstag den 1. Dezember 1888/ Vormittags 9 Uhr. bestimmten Aufgebotstermin geltend zu machen, widrigenfalls die nicht ange- meldeten Ansprüche für erloschen erklärt werden. Walldürn, den 27. September 1888. Der Gerichtsschreiber des Großh. bad. Amtsgerichts: R. Brandner. Erbeinwrisungeu. Q.423.3. Nr. 8604. Staufen. Die Witwe des Landwirths Josef Faller in Hausen, Wilbelmina, geborne Bösch, hat um Einweisung in Besitz und Gewähr des Nachlasses ihres genannten verstorbenen Ehemannes nachgesucht, welchem Gesuch stattgegeben wirv, wenn nickt binnen 6 Wochen Einsprache gegen dasselbe erfolgt. Staufen, den 27. September 1888. Großh. bad. Amtsgericht. Spiegelhalter. Die Uebereinstimmung mit der Urschrift beurkundet Der Gerichtsschreiber: Dufncr. Q.326.2. Nr. 10,074. Durlach. Die Witwe des Zimmermanns Johann Iaufmann von Weingarten, Josefine. geb Mohr, hat um Einweisung in den Besitz und Gewähr des Nachlasses ihres fl Ehemannes gebeten. Diesem Gesuche wird stattgegeben, wenn nicht binnen 4 W 0 chen Einsprache dagegen erhoben wird. Durlach, den 20. September 1888. Großh. bad. Amtsgericht, gez. Diez. Zur Beurkundung: Der Gerichtsschreiber: F. Frank. Q.343.3. Nr. 5475. Wolfach. Das Gr. Amtsgericht hat heute beschlossen: Auf den Antrag des Taglöhners ! Josef Gebert von Kaltbrunn um Einweisung in Besitz und Gewähr der Ver- ! lasseuschaft seiner am 30. Juni 1888 ! verstorbenen Ehefrau, Jda, geb. Hauer, wird gemäß 8-R.S. 770 verfügt: Alle Einwendungen gegen diesen Antrag sind innerhalb einer Frist von 6 ! Wochen anher vorzutragen. Wolfach, den 22. September 1888. Großh. bad. Amtsgericht. Der Gerichtsschreiber: Hässig. Handelsregistcreintrage. Q. 363. Nr. 7012. Philippsburg. Zu O.Z. 31 des dieff. Firmenregisters wurde heute von Amtswegen eingetragen: „Die Firma Leopold Heil in ! Neudorf ist erloschen." Philippsburg, 10. September 1888. Großh. bad. Amtsgericht. Sckredelseker. Strafrechtspflege. Ladungen. R. 144.1. Nr.40,654. Heidelberg. Der am 5. Februar 1864 zu Pinache (Oberamt Maulbronn) geborne, ledige evang. Pferdeknecht David Kostabel, zuletzt in Handschucksbeim wohnhaft, wird beschuldigt, als Ersatzreservist erster Klasse ausgcwandert zusein, ohne von der bevorstehenden Auswanderung der Militärbehörde Anzeige erstattet zu haben, Uebertretung gegen 8 360 Nr. 3 des Strafgesetzbuchs. Derselbe wird auf Anordnung des Großh. Amtsgerichts Hierselbst auf Montag den 19. November 1888, Vormittags 9 Uhr, vor das Großh. Schöffengericht Heidelberg zur Hauptverhandlung geladen. Bei unentschuldigtem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der nach 8 472 der Strafprozeßordnung von dem Königl. Bezirkskommando zu Heidelberg ausgestellten Erklärung verurtheilt werden. Heidelberg, den 1. Oktober 1888. Fabian, Gerichtsschreiber des Gr. Amtsgerichts. R.74.3. Nr. 12,416. Villingen. Der am 15. Dezember 1862 zu Schabenhausen geborne Knecht Thomas F r ö s ch le, z. Zt. an unbekannten Orten, zuletzt wohnhaft in Schabenhausen, u. der am 14. Februar 1864 zu Thann- beim geborne Knecht Valentin Haugcr, z. Zt. an unbekannten Orten , zuletzt wohnhaft in Villingen, werden beschuldigt, Ersterer als beurlaubter Reservist ohne Erlanbniß ausgewandert zu sein. Letzterer als Ersatzreservist ausgewandert zu sein, ohne von der bevorstehenden Auswanderung der Militärbehörde Anzeige erstattet zu haben, Uebertretung gegen 8 360 Nr. 3 des Strafgesetzbuches. Dieselben werden aufAnordnung des Großh. Amtsgerichts Hierselbst auf Donnerstag, 15. November 1888 , Vormittags 9 Uhr. vor das Großh. Schöffengericht hierselbst zur Hauptverhandlung geladen. Bei unentschuldigtem Ausbleiben werden dieselben auf Grund der nach 8 472 der Strafprozeßordnung von dem Kgl- Bezirks-Kommando zu Donaueschingc» ausgestellten Erklärungen verurtheilt werden. Villingen, den 14. September 1888. Huber, Gerichtsschreiber des Gr. Amtsgerickts- Drnck und Verlag der G. Brauu'schen Hofbuchdruckerei.