Karlsruher ZeitW. Montag, 22. Oktober. .N 2SÄ Expedition: Karl Friedrichs-Straße Nr. 14, woselbst auch die Anzeigen in Empfang genommen «erden- BorauSbezahlun,: vierteljährlich S M. 50 Pf.; durch die Post im Gebiete der deutschen Postverwaltung. Briefträgergebühr eingerechnet, 3 M. K5 EinrückuugSgebühr: die gespaltene Petitzcile oder deren Raum 18 Pfennige. Briefe und Gelder frei- « 1888 -» Nichtamtlicher Theil. Karlsruhe, den 22. Oktober. Am heutigen Tage feiert Ihre Majestät die Kaiserin Auguste Victoria an der Seite ihres in die Heimath zurückgekehrten erlauchten Gemahls Allerhöchstihr Geburtsfest. Es ist der erste Geburtstag, den die hohe Frau M Kaiserin begeht. Das nun abgeschlossen hinter ihr liegende Lebensjahr ist wohl das ereignißvollste in dem Leben Ihrer Majestät der Kaiserin gewesen. Es hat schweres Leid über die erhabene Fürstin, wie über das ganze deutsche Vaterland gebracht, aber auch die Freude hat in diesem Jahre nicht gefehlt, denn das Eheglück der Laiserin wurde durch die Geburt eines Prinzen gesteigert. Mit stolzer Freude durfte Ihre Majestät die Kaiserin auch ihren hohen Gemahl bei Allerhöchstdessen Rückkehr in die Heimath begrüßen; ist doch Seine Majestät der Kaiser in den Ländern seiner Bundesgenossen einer begeisterten jubelnden Aufnahme begegnet und hat seine Reise doch der Sache des Friedens die ersprießlichsten Dienste geleistet. Durch den raschen Gang der Ereignisse aus der Stellung einer Prinzessin des Königlichen Hauses auf den deutschen Kaiserthron erhoben, hat die Kaiserin Auguste Victoria in ihrer früheren Stellung und in der darauf folgenden Zeit tiefer Trauer vorerst nur in geringerem Maße Gelegenheit gehabt, am öffentlichen Leben thettzunehmen; aber mit ihrer herzgewinnenden Leutseligkeit und ihrem feinen weiblichen Sinn hat Allerhöchst- dieselbe bereits die vollen Sympathien des deutschen Volkes erlangt. Darum vereinigen sich auch die treu gemeinten Wünsche aus allen Theilen des deutschen Vaterlandes zu einem Segenswunsche für die erlauchte Frau auf Deutschlands Kaiserthron! Deutschland. * Berlin, 21. Okt. Seine Majestät der Kaiser ist heute Vormittag 8^ Uhr auf der Station Drewitz eingetroffen, wo Ihre Majestät die Kaiserin Allerhöchstihn erwartet hatte. Die Allerhöchsten Herrschaften begaben sich vom Bahnhofe sofort zu Wagen nach dem Marmorpalais. — Die Nachricht der Blätter von einem Unwohlsein Seiner Majestät des Kaisers während Allerhöchstdessen Aufenthaltes in Rom ist unbegründet. Kaiser Wilhelm >1. erfreute sich auf der ganzen Reise des besten Wohlseins. — lieber den Verlauf der Rückreise Seiner Majestät des Kaisers ist noch zu berichten, daß in Ala (Tirol), auf der Grenzstation der Brennerbahn, eingetroffen, der Kaiser ein Telegramm des Königs Humbert mit erneuten Versicherungen der Freundschaft und des Dankes für den Besuch des Kaisers empfing. Der Kaiser erwiderte die Depesche sofort mit herzlichen Worten und in wieder- olten Ausdrücken seiner tiefen Dankbarkeit für den ihm in er Hauptstadt Italiens und in Neapel bereiteten Empfang. — Seine König!. Hoheit der Kronprinz von Griechenland ist mit dem Prinzen Georg von Griechenland gestern Abend 8 Uhr nach Athen abgereist. — Das „Militär-Wochenblatt" meldet, daß der Erzherzog Franz Ferdinand von Oesterreich Este » la. suit.6 des ostpreußischen Ulanenregiments Nr. 8 und der Kronprinz von Italien L In 8uite des 1. hessischen Husarenregiments Nr. 13 gestellt worden sind. (Chef des ostpreußischen Ulanenregiments Nr. 8, das in Riesenburg, Rosenberg und Deutsch-Eylau in Garnison steht, ist der Erzherzog Karl Ludwig von Oesterreich; Chef der 13. Husaren, welche in Frankfurt a. M. und Mainz starnisoniren, der König Humbert von Italien.) Hamburg, 20. Okt. Der „Hamb. Börsenh." zufolge hat'der Reichskanzler Fürst Bismarck eine Einladung des Senats von Hamburg zu den Feierlichkeiten am 29. Oktober dankend angenommen und sein Erscheinen zugesagt, falls ihm sein Gesundheitszustand die Theilnahme gestatten werde. München, 20. Okt. Seine Majestät der Kaiser Wilhelm traf heute Nachmittag um 6 Uhr 12 Minuten hier ein. Da jeder Empfang verbeten war, waren nur der Polizeipräsident und der Bahnhofsinspektor auf dem äußeren Rangirgeleise anwesend. Nachdem die Maschinen gewechselt waren, erfolgte die Weiterreise des Kaisers. Schweiz. Zürich, 20. Okt. Der Präsident des SchulrathS und Direktor des Polytechnikums, vr. Kappler, welcher von 1848 bis 1851 Mitglied des Ständeraths war, ist heute gestorben. Orsterreich-Angarn. Wien, 21. Okt. Die bulgarische Angelegenheit beschäftigt die Diplomaten offenbar bei weitem nicht so lebhaft wie die Zeitungspolitiker; in der Presse tauchen von Zeit zu Zeit immer wieder Nachrichten auf, nach denen ein neuer Anstoß in der bulgarischen Frage erfolgt oder zu erwarten wäre, aber diese Nachrichten erweisen sich hinterher stets als unbegründet. So gilt auch die Meldung der „Daily News", daß Lord Salisbury eine neue Anregung der bulgarischen Frage abgelehnt habe, hier als ein journalistischer Nachklang einer im Frühjahr geschehenen russischen Anregung. Ebenso wird die Meldung aus Sofia, daß die Vertreter Oesterreichs und Italiens die Weisung hätten, dem Prinzen Ferdinand persönlich etwas näher zu treten, in unterrichteten Kreisen für unrichtig erklärt. Man hat hier offenbar keinerlei Neigung, die bulgarische Frage aus der Ruhe aufzustören. Italien. Nom, 20. Okt. Die Königlichen Majestäten, der Herzog und die Herzogin von Aosta sind heute nach' Monza abgereist. Großbritannien. London, 20. Okt. An politischen Reden ist zur Zeit in England wahrhaftig kein Mangel. Der Präsident des Handelsamtes, Sir M. Hicks-Beach, besuchte in den letzten Tagen Plymouth, um einer Sitzung der westlichen Abtheilung des nationalen Verbandes konservativer Vereine beizuwohnen. In Beantwortung einer ihm überreichten Adresse erklärte Hicks-Beach, die Minister seien entschlossen, daß kein Bündniß mit den' dissentirenden Liberalen sie ihre konservativen Prinzipien vergessen lassen würde. Abends hielt der Minister an eine größere Versammlung von Konservativen eine Ansprache, worin er behauptete, die Tory-Regierung werde nicht wegen ihrer ausländischen oder inneren Politik, sondern lediglich wegen ihrer Politik mit Bezug auf Irland angegriffen. Die Radikalen hätten indeß stets die irische Frage mit den Brillen Parnells betrachtet. Es sei nicht wahr, daß Zwang das Alpha und Omega der irischen Politik der Regierung sei; aber ehe irgendeine Reformgesetzgebung versucht werden könne, müsse die Majestät des Gesetzes sichergestellt werden. Was in Irland besonders noththue. sei, daß die verschiedenen Departements der irischen Verwaltung unter die Leitung politischer Beamten gestellt werden, welche dem Hause der Gemeinen persönlich verantwortlich sein sollten. — Ferner sprach der Marquis von Hartington auf einem in Belfast ihm zu Ehren gegebenen Festmahl. Er rechtfertigte seine politische Haltung seit dem Herbst von 1885 und erklärte, daß Glad- stone die alte liberale Partei durch seine Bundesgenossenschaft mit Parnell gänzlich zertrümmert habe. Lord Hartington ermahnte schließlich Tories und liberale Unionisten, bei den nächsten Parlamentswahlen vereint zu kämpfen. Der Obersekretär für Irland, Balfour. empfing in Manchester eine Deputation liberaler Unionisten, welche ihm eine Adresse überreichten, worin seinen Fähigkeiten und dem geduldigen Muth, mit welchem er die schwierigen Pflichten seines Amtes erfüllt habe, Anerkennung gezollt wird. In seiner Erwiderung bemerkte der Minister, die liberalen Unionisten wären von ihren früheren Bundesgenossen nicht nur durch eine politische, sondern durch eine moralische Kluft getrennt. Die verhängniß- volle Logik der Ereignisse hätte viele Politiker, die in der Vergangenheit gute Dienste geleistet hätten, an den Schweif einer in Verbrechen getauchten Partei gekettet. Rußland. St. Petersburg, 20. Okt. Die russischen Majestäten sind gestern Abend nach Baku abgereist. Großherzogthum Baden. Karlsruhe, den 22. Oktober. 8cdw. (Mittheilungcn aus der Stadtratbsiitzung) vom 19. Oktober. Der Vorsitzende macht dem Kollegium Mittheitung von dem am 17. d. M. erfolgten Ableben Ihrer Großh. Hoheit der Prinzessin Marie von Baden, Herzogin von Hamilton. Der Stadtrath beschließt durch Vermittlung des Großh. Geheimen Kabincts der Großh. Familie das Beileid der Stadt auszu- sprechcn, sowie einen Kranz auf dem Sarg der Dabingeschie- denen niederlegen zu lassen. — Die Herstellung der projektirtcn Parallelstraße zur Kaiserallce soll nunmehr angeordnet werden.— Glasermeister August Freiburger und Schrcincrmeister August Freiburger, sowie Maurermeister Theodor Pfeifer und Metzgermeister Wilhelm Paulus haben das in die Schwimmschulstraße fallende Gelände unentgeltlich an die Stadt abgetreten, wogegen diese den Anschluß der Häuser der Genannten an die Gas- und Wasserleitung gestattet. Die hierauf bezüglichen Verträge erhalten die Genehmigung. — Für Herstellung der Bordsteinanlagc im Stadttheil Mühlburg sind 6 743 M. 70 Pf. Kosten erwachsen, welche von den bethieiligten Grundstücksbesitzern zurückerhoben werden sollen. — Ass Zeitpunkt, bis zu welchem die Stadt die Straßenreinigung unh die Kehrichtabfuhr übernehmen wird, soll der 1. April k. I. ausgenommen werden, da bis dahin auch die erforderlichen Bauten rc. hergestellt sein dürften. — Zur Anschaffung einer neuen Kehrmaschine werden 600 M- bewilligt.— Wegen Besetzung von 4 Hauptlehrerstellen an der Volksschule werden dem Großh. Obcrschulrath die erforderlichen Vorschläge unterbreitet. — Als Handarbeitslehrerin wird ein Fräulein Stoll hier angestcllt. — Es ist beabsichtigt, in der Kunstschule die elektrische Beleuchtung rinzuführen, und wird diescrhalb an den Stadtrath daS Ersuchen gestellt um Gestattung der Ucberführung der Lcitungsdrähte über die Bismarckstraßc. Der Stadtrath hat hiergegen nichts einzuwenden. — Herr Archivdirektor v. Weech wird zum Mitglied der städt. Archivkommission und Herr Major a. D. Sievert zum Mitglied des Armcnraths ernannt. — Die Schul- dienerstclle in dem Schulhaus der Leopoldstraßc wird dem Schuldiencr Oertel am Realgymnasium übertragen. In dem östlichen Tbcil der Wcrderstraße soll eine weitere Laterne zur Aufstellung kommen. — Der in der Kaiserstraßc, zwischen Wald- und Karlstraße, befindliche Brunnen soll entfernt werde»: — Bei der jetzt beendeten allgemeinen Revision der Wafscrlcitungseinrichtungen bei Privaten ergab sich an Nacherhebungen und Erhöhungen gegenüber den alten Einschätzungen ein Mehrbetrag an Wasserzins von 15 604 Mark. Es ergaben sich als nicht angcmeldet 105 Badeeinrichtungen, 132 Closctein- richtungcn und 83 Hofhahncn, außerdem eine große Anzahl von Geschäftshahnen, sowie mehrere neu eingerichtete Wohnungen. Es wird auf Antrag der Gas- und Wasserwerksksmmission beschlossen, bei dieser erstmaligen Revision von der Erkennung von Konventionalstrafen für die Nichtanmeldung neuer Einrichtungen Umgang zu nehmen, künftig aber von dem Recht, solche Strafen zu erkennen, Gebrauch zu machen. — Aus Antrag der Gas- und Wafferwcrkskommission wird weiter beschlossen, behufs Förderung des Gasverbrauchs zu Koch- und Heizzwecken den Preis hiefür um ein Drittel zu ermäßigen und auf 12 Pf. pro Kubikmeter festzusctzen. Die Kosten für Aufstellcn des erforderlichen besonderen Gasmessers sollen vom Gaswerk getragen werden, auch soll eine Gasmefscrmiethe nicht in Aufrechnung kommen. — Seitens der Lehrerschaft an der hiesigen Volksschule wurde ein zum Gebrauch in den Volksschulen bestimmtes Rcalienbuch auS- gearbeitet. Der Stadtrath spricht den dabei bctheiligten Lehrern für diese gediegene Arbeit seinen Dank aus. — Dem städtischen Archiv sind Geschenke zugegangen: von Frl. Keller ein Porträtbild und von Herrn Präsident Or. Grimm der Jahrgang 1410 der „Karlsruher Zeitung". Hiefür wird gedankt. Neueste Telegramme. Bremen, 22. Okt. Unter Betheiligung des Senats, der Bürgerschaft, der Handelskammer, der Spitzen der Behörden und eines großen Theils der Bevölkerung begann gestern Mittag die Feier der Eröffnung des Frei- hasengebiets. Oberbaudirektor Franzius übergab die mit großer Anstrengung geförderten Arbeiten dem Senate, die feste Ueberzeugung aussprechend, daß alle Bauten sich bewähren und daher in ferner Zeit der freien Hansastadt Bremen zum Segen gereichen würden. Namens der Senats und der Bürgerschaft übernahm der Bürgermeister den Freibezirk mit Hafen-, Lösch- und Lade-Einrichtungen und übergab dieselben dem öffentlichen Verkehr für Handel und Seeschifffahrt. Der Redner schloß: Unter der unvergeßlichen Regierung Kaisers Wilhelm I. ist das Werk, das wir heute feiern, begonnen worden und unter der Regierung Kaisers Wilhelm II. wird es seiner Bestimmung übergeben. Unser Kaiser hält des Reiches Macht hoch, um durch sie dem Reiche den Frieden zu sichern. Diesen Willen weiß man in der alten Handelsstadt zu schätzen, darum sage ich: „Gott erhalte unfern Kaiser in seiner Kraft, durch die Macht des Reiches der Hort des Friedens zu bleiben. Ich fordere Sie auf, in Liebe und Verehrung zu nnserm Erlauchten Herrn mit mir einzustimmen in den Ruf: Unser allerdurchlauchtigster Kaiser Wilhelm II. lebe hoch!" Wien, 21. Okt. Se. König!. Hoheit der Prinz Heinrich von Preußen ist gestern Vormittag hier eingetroffen, vom Kaiser und dem Kronprinzen Rudolf, Höchstwelche preußische Uniform mit dem Bande des Schwarzen-Adler-Ordens trugen, am Bahnhofe empfangen. Auf dem Perron des Bahnhofs war eine Ehrenkompagnie mit Fahne und Musik aufgestellt, welch letztere bei der Ankunft des Zuges die preußische Hymne spielte. Der Kaiser und der Kronprinz begrüßten aus das Herzlichste den Prinzen, der die Uniform eines österreichischen Korvettenkapitäns trug. Nach der Vorstellung des Gefolges und der am Bahnhofe anwesenden Würdenträger fuhr der Kaiser mit dem Prinzen in offenem Wagen nach der Hofburg, wo der Prinz den Besuch des Prinzen Gustav von Sachsen- Weimar und des Vizeadmirals v. Sterneck empfing. Prinz Heinrich stattete sodann den Erzherzögen eine Visite ab und machte dem Vizeadmiral v. Sterneck einen dreiviertelstündigen Gegenbesuch. In derselben Zeit gaben Graf Kalnoky und der russische Botschafter Graf Lobanoff ihre Karten beim Prinzen ab. Später wurde der Prinz vom Kaiser empfangen und dankte Allerhöchstdemselben für seine Ernennung zum Korvettenkapitän. Dem Dejeuner wohnte auch Prinz Reuß b«. Abends fand Hofdiner statt. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Harder in Karlsruhe. Handel und Verkehr. Köln, 20. Okt. Weizen per November S0.60, Per März 21.65. Roggen per November 15,80, per März 16.80. Rüböl per 50 l-8 loco 61.—. per Oktober 60.50, per Mai 57.80. Bremen, 20. Okt. Petroleum-Markt. Schlußbericht. Standard white loco 8.05. Weichend. Pest, 20. Okt., Vormitt. Weizenloeo preishaltend, per Herbst 7.76 G., 7.78 B-, Per Frühjahr 8.57 G., 8.59 B. Hafer per Herbst 5.02 G., 5.05 B-, Per Frühjahr 5.65 G., 5.67 B. Mais per Mai Juni 1889 5.35 G., 5.37 B. Wetter schön. Antwerpen, 20. Okt. Petroleum-Markt. Schlußbericht. Naffinirtes, Type weiß, disponibel 20'/«, per Oktober 19 /,. per Nov.-Dez. 19'«, per Januar-März 191«. Schwach Amerika». Schweineschmalz, nicht verzollt, dispon.» 120 Frcs. Paris» 20. Okt. Rüböl Per Oktober 76.25, per November 75.25, per November-Dezember 75.50, ver Januar-April 72.50. Fest. — Spiritus ver Oktober 41.75, per Januar-April 41 75 Still. — Zucker, weißer, Nr. 3, per 100 Kilogr., per Oktober 37.80, ver Januar-April 38.—. Fest. — Mehl, 12 Marques, ver Okt. 64.50, per Nov. 62.50, per Nov.-Febr. 62.75, per Januar-April 63.40. Fest. — Weizen per Oktober 27.25, ver November 27.75, per Nov.-Frbr. 27.80, per Janua,-- Avril 28 40. Fest. — Roggen per Oktober l5.—, per Novb/ 15.10, per Nov.-Febr. 15.60, »er Jan.-April 16.25. Eti». T Tal- 70.—. Wetter: schön. New-Dark. SO. Okt. (Schlußkursc.) Petroleum in New Aork 7'/„ dto. in Philadelphia 7'/,. Mehl 4.05, Rother Winker- weizen 1.10, Mais (New) 501«, Zucker fair resining Muscov 5° „, Kaffee, fair Rio 16 , Schmalz (Wilcax) 9.50, Grtreide- fracht nach Liverpool 31«. Baumwolle - Zufuhr vom Tage 37 000 B., dto. Ausfuhr nach Großbritannien 9 000 B., dto. nach dem Kontinent 13 000. Geste Reduktionsverhältnisse: 1 Thlr. - --- ir Rmk-, 1 Gulden ö. W. — Staatspapiere. 8-i.den 4 Obligat, fl. 103 „ 4 „ M. 105. 4 Obl. v. 1886 M. 109 Bayern 4 Oblig. M. 107. Deutsch!-4Reichsanl. M. 108. , Zl/gv ^ 103. Preußen 4°/« Consols M- 107. „ 3V-kons.St.-Anl.M.103. Wtbg. 41- Obl- v 78/79 M-104. 4 Obl-V. 75 80 M. 105 Oesterreich 4 Goldrente fl. 92. 41-5 Silberr. fl. 69. „ 4^,ü Papierr- fl- —. „ 5 Papierr. v-1881 82. Ungarn 4 Goldrcnte fl. 85- Italien 5 Rente Fr. 96. b °,,> Rumänische Rente 95. Rumänien 6 Obl. M. 106. RußlanddObl-v-1862^ -. „ 5Obl.v. 1877M. -. „ 5lI Orientanl-P.R. 64. U 1 N. 85 - s Rmk-, 7 Gulden siidd. und holländ. » Rmk., I Franc — so Pf. Frankfurter tturse vom 20. Oktober 1 l Lira ^ so Pfg.. I Pfd. -- «o Rmk., 1 Dollar - 1 Rmk. s» Pfg.. I 1.000. rubel -- - Rmk. -0 Pfg., 1 Mark Bank- ' t Rmk. so Pfg. 99.60 64.10 82.50 73.90 100.50 8330 102.80 Portug- 5 Anl. v-1886 M. .20 „ 3 Ausländ. Lstr. .40 Serbien 5 Goldrente .— ! Schweden 4 in M. .20 Span. 4 Ausländ. Rente .10 - Schweiz 3ls Berner Fr. .50 Egypten 4 Unis. Obligat. .70, Egypten 5 Privil. Lstr. 50 ^ S.-Amerik-5Argt.Goldanl. 96 — 80 Bank-Aktien. 20 4", Deutsche R.-Bank M. 140.40 20 4 Badische Bank Thlr. 110.40! — 5 Basler Bankverein Fr. 165 20 --4 Berlin. Handelges. M. 177.50 4 Darmstädter Bank fl. 10 4 Deutsche Bank M. 40 4 Deutsche Vereinsb. M. 30 4 D.UMnb-M.65°«E.M. 70 4 Disc.-Kommand. Tblr. Oest. Kreditanstalt fl. Rbein. Kreditbank Thlr. 123.90 D. Effekt-u.Wechsel-Bk. 70! 40°/« einbczahlt Thlr. 123.50 Üal. gar. E.-B.- kl. Fr. Sotthard IV Ser. Fr. Eisenbahn-Aktie«. l3 4 Meckl. Frdr.-Franz M. 158.50 5 41-2 Pfälz^Max-Bahn fl. 138.10 4 107.50 4 Schweiz. Central 130.—5 Süd-Lomb- Prior, fl. 270'/« 3 Süd-Lomb. Fr. 175°, 5 Oest. Staatsb.-Prior. fl. 208V3 dto. I-V11IL. Fr. 89', 3 Livor. I-it. 6, 1)1 u. V2 Fr 139 5 Toscan. Central Fr. - . 4 Pfalz. Nordbahn fl. 4 Gotthardbahn Fr. 5 Böhm- West-Bahn fl. 5 Gal.Karl-Ludw.-B. fl. 5 Oest.Franz-St.-Bahn fl. 5 Oest.Süd-Lombard fl. 5 Oest.Nordwest fl. 5 „ Uit.k.fl. 169' Eisenbahn-Prioritäten. .-« 5 Westsic.Eisb.18Mstfr.Fr. 6 Southern Pacific ofC.l^l !5 -!4 ,4 163.20 173.—! 102.80 96.- 229.30 262'/,' 102.— Pfandbriefe. 70.50 4Pr.B.-C.-A.VlI-1X M. 4 Preuß.Cent-Bod.-Cred. 108.60 verl. ä 100 M. -.- 4 Rb. HyP. S. 43-49 M. 87.70 3^2 dto. M. rzir steuerfrei M. 67.50 3'/? Cöln-Mind. Thlr. 100 4 Rudolf! Lalzkgut)i. Gold 4 Bayrische „ 100 steuerfrei 101.80 4 Badische „ 100 5 Vorarlberger fl. 75.80 4Mcin.Pr.Pfdbr.Thlr.100 4 Elisabeth steuerfei fl. 5 Mähr- Grenz-Babn fl. 5 Oest.Nordwest-Gold- Obl. M. 5 Oest.Nordw. Im. 4. fl. 5 Oest-Nordw. IM. L. fl. 3 Raab Oedenb.Ebenf.Gold Verzinsliche Loose. 60.60 3 Oldenburger Thlr. 40 137.80 20 Fr.-St. is/sz 106.40!4 Oesterr. v. 1854 fl. 850 114.30 Souvereigns 20.33 103.40 5 „ v. 1860 fl. 500 119.40 Obligationen und Jndnstrir- 104.30 4 Raab-Grazer Tblr. 100 —j Aktie». 104.— Unverzinsliche Loose 4 Frciburg Obl. — 60.20! ver Stück. 3 Karlsruher Obl. 9U30 108.—!Braunschw. Thlr.20-Loose 101.80!Ettlinger Spinnerei o. Zs. 124.— 82.80 Oest. fl. 1M-8oose v. !864 293.50 Karlsruh. Maschinenf. dto. —.— 66.20 Oesterr. Kreditloosc fl. 100 Bad. Zuckers., ohne Zs. 103 4g 103.50 von 1858 309.50 3°- Deutsch.Phön.20">,Ez. 202 - 104.30 Ungar. Staatsloose fl. 1London kurz 1 Pf- St. 20.41 Franks. Bank Discont 4°.« 127.80Dollars in Gold 4.16! Tendenz: —. 102.90 Freiburger Fr. 15-Loosc !Mailänder Fr. 10-Loofe 102.80 Meininger fl. 7-Loose 102.40 Schweb. Thlr. 10-Loosr Todesanzeige. R.333 Karlsruhe. Freunden und Bekannten widme ich die Traueikunde, daß es dem Allmächtigen gefallen hat, meine mniqgeliebte Schwester Nosalic Frievlättvcr, IvllillllsvsrKthrrin, heute Abend 6 Uhr nach kurzem, aber schwerem Leiden im Alter ,on 56 Jahren zu sich zu rufen. Karlsruhe, 21. Oktober 1888. Im Namen der trauernden Familie: Addy Friedländer. Die Beerdigung findet Dienstag den 23. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehaus (Stefanien- firaße 74) aus statt. «ürg-rlich-^echtsM^-!^ Aufgebot. O.621.2. Nr.10,436. Ueberlingen. Das Großh. Amtsgericht hier erließ unterm Heutigen folgendes Aufgebot: Der Kapellenfond und die Meß- nerpfründe Hohcnbodmann be- -haupten das Eigenthumsrecht an folgenden, auf der Gemarkung Hohcnbodmann gelegenen Grundstücken, und zwar a. der Kapellenfond: 1. Güterzeitel Nr. 16, Plan Nr. 1, Grundstück Nr. 6, Gewann Ortsetter: die Kapelle und Bauplatz 1 Ar 30 Quadratmeter, Hausgarten 4 Ar 49 Ouadr.Meter und Weg 16 Quadratmeter, zusammen 5 Ar 95 Quadratmeter, einerseits Lorenz Restle Wilwe, anderseits Xaver Metzger und Metzger Geng Witwe; >> die Meßner p f r ü n d e: 2. Plan Nr. 18, Grundstück Nr. 342, Gewann Bogen: Ackerland 1 Hektar 3 Ar 10 Quadratmeter, Ackerland 1 Hektar 33 Ar 16O.Mtr„ Ackerland 25 Ar 52 Quadratmeter, öder Rain 2 Ar 60 Quadratmeter, zusammen 2 Hektar 64 Ar 38 Ouadr.Meter, einerseits Metzger Georg Witwe, Nie- dcrmann Karl und Frik Ludwig,, anderseits Müller Jakob Witwe, Georg Kling u. Wilhelm Stefan. 3. Gütcr- zettet Nr. 8, Plan Nr. 18, Grundstück 341, Gewann Bogen: Güterweg von Marke Nr. 644 bis 648, gemeinschaftlich mit Frick Ludwig, Meßnerpfründe Hohenbodmann, Niedermaiin Karl, Gg. Kling und Fitz Lorenz. Wegen mangelnder Erwerbsurkunde wird das Aufgebotsverfahren eingelcitct und es werden deßhalb alle Diejenigen, welche an den genannten Liegenschaften in den Grund- und Pfandbüchern nicht eingetragene, auch sonst nicht bekannte dingliche oder auf einem Stammgutsoder auf einem Familiengutsverbande beruhende Reckte haben oder zu haben glauben, aufgefordert, solche in dem aus Samstag den 29. Dezember, Bormittags 10 Uhr, anberaumten Aufgebotstermin anzumelden, widrigenfalls dieselben für erloschen erklärt würden. Ueberlingen, 10. Oktober 1888. Der Gerichlsschreiber Gr. Amtsgerichts: Baumann. Aufgebot. O.634.2. Nr.32,461. Pforzheim. Friedrich Gerwig Wwe., Friederike, geb. Föhner dahier, besitzt auf hiesiger Gemarkung im untern großen Dennach 8 a 42 gm Acker neben Kohlenhändler Karl Gersteuäckcr hier beiderseits — Plan 36, Nr. 3133 — und ist hinsichtlich dieses Grundstücks in den Grund- und Pfandbüchern hiesiger Stadt nichts eingetragen. Aus Antrag werden nun alle Diejenigen, welche an das genannte Grundstück in den Grund- und Unter- pfandsbüchern nicht eingetragene und auch sonst nicht bekannte dingliche oder auf einem Stammguts- oder Familiengutsverbande beruhende Rechte zu haben glauben, aufgefordert, solchespütestensin demaufSamstag, 29.Dezember1888, Vormittags 10 Uhr, anberaumtcn Aufgebotstermine anzumelden, widrigenfalls die nicht angemeldeten Ansprüche der Antragstellerin gegenüber für erloschen erklärt werden. Pforzheim, den 15. Oktober 1888. Der Gcrichtsschrci- ber: Rittclmann. Berschoüenhcitsverfabren. Q. 639.1. Nr. 14,351. Engen.Nachdem Otto Orth von Haslach, zuletzt wohnhaft in Blumenfeld, in Jahresfrist gemäß diesseitiger Aufforderung vom 12. Oktober 1887, Nr. 12.413, keine Nachricht von sich gegeben hat, wird derselbe hiermit für verschollen erklärt. Engen, den 15. Oktober 1888. Großh.Amtsgericht, (gez.) H.Meyer. Dies veröffentlicht: Der Gerichtsschrei- ber: I. Schäffauer. R. 317. Mannheim. Die Ehefrau des Kaufmanns Friedrich Wilhelm Unger, Anna, geb. Zimmermann in Mannheim, wurde durch Urtheil des Großh. Amtsgerichts Äbtb. 3 dahier vom 16. l. Mts. für berechtigt erklärt, ihr Vermögen von demjenigen ihres Ebemannes abzusondern. Mannheim, den 17. Oktober 1888. Der Gerichlsschreiber Gr. Amtsgerichts: F. Meier. Verschollenheitsverfahren. Q.594.2. Nr. 11,528. Radolfzell. Das Großh. Amtsgericht hier hat heute verfügt: Severin Rudolf, lediger Landwirth von Gottmadingen, ist ohne Hinterlassung einer Vollmacht im Herbst 1873 nach Nordamerika ausgewandert und bat seit dem Jahr 1874 keine Nachricht mehr von sich gegeben. Derselbe wird aufgefordert, binnen Jahresfrist über Dasein und Aufenthalt Nachricht anher zu geben, da er sonst auf weiteren Antrag für verschollen erklärt und sein Vermögen den muthmaßlichen E'ben desselben, als: Friedrich Rudolf, Maurer in Gottmadingen; Klemens Mock Witwe, Maria Eva, geb. Rudolf in Rielasingen; Philipp Keller Witwe, Rosina, geb. Rudolf in Basadinge», und Ferdinand Honold Ehefrau, Albertina, geb. Rudolf in Hattingen, in fürsorglichen Besitz gegeben würde. Radolfzell, den 12. Oktober 1888. Der Gerichlsschreiber Gr. Amtsgerichts: Häusler. Entmündigung. Q.640. Nr. 9522. Kenzingen. !Die ledige Euphrosine Manko von Wyhl wurde durch richterliches Erkennt- niß vom 6. d. Mts., Nr. 9073, wegen Gcmüthsschwäche gemäß L.R.S. 489 für entmündigt erklärt und für dieselbe heute Karl Manto, ledig, Landwirth von Wyhl, als Vormund ernannt. Kenzingen, den 19. Oktober 1888. Großh. bad. Amtsgericht. Mayer. Erbeinweisungen. 0.545.3. Nt. 12,527. Emmen- dingen. Vom Großh. Amtsgericht Emmendingen wurde beute verfügt: Die Witwe des am 9. Mai 1888 zu Nimbmg verstorbenen Johann Georg Lautenschlager, Katharina, geborne Berger, hat um Einweisung in Besitz und Gewähr des Nachlasses ihres Ehemannes nachgesucht. Diesem Gesuche wird entsprochen werden, falls nicht bis 1. Dezember d. I. Einsprachen dagegen dahier vorgcbracht werden. Emmendingen, den 6. Oktober 1888. Der Gerichtss chreiber Gr. Amtsgerichts: Jäger. Q. 625.2. Nr. 9436. Ep Pin gen. Durch Gerichtsbeschluß vom Heutigen wurde die Wilwe des Schuhmachers Johannes Zaiß, Rosina, geb. Förnsel von hier, nachdem öffentliche Aufforderung vom 17. August d. I., Nr. 7689, unbefolgt geblieben, in die Gewähr des Nachlasses ihres Ehemannes eingesetzt. Eppingen, den 15. Oktober 1888. Der Gerichtsschreiber des Großh. bad. Amtsgerichts: Schütz. Erbvorladungr». R. 293.2. Karlsruhe. Karoline Sieb erg von hier, in Amerika an unbekannten Orten abwesend, ist als gesetzliche Erbin in den Nachlaß der dahier verstorbenen Revisor Friedrich Bücher Witwe, Ernstine, geborne Boch, berufen und wird zu den Erbtheilungs- verhandlungen mit dem Bedeuten vorgeladen, daß wenn sie binnen drei Monaten nicht erscheint, die Erbschaft Denen werde zugethcilt werden, welchen sie zukäme , wenn die Vorgeladene zur Zeit des Erbanfalls nicht mehr am Leben gewesen wäre. Karlsruhe, den 16. Oktober 1888. Großh. Notar Steinel. R.288.2. Freiburg. Leopold Schneider, angeblich Metzger, Fridolin Schneider, angeblich Feilenhauer, und Wilbelm Schneider, angeblich Bäcker, alle Drei aus Waldkirch und unbekannten Aufenthaltsortes, werden zu der Vermögensaufnahme und zu den Thei- lungsverhandlungen auf Ableben der Dominik Schreiber Ehefrau, Katharina, geb. Wenner hier, mit Frist von drei Monaten mit dem Anfügen vorgeladen, daß im Falle ihres Nichterscheinens ihr Erb- betreffniß Denjenigen wird zugethcilt werden, welchen es zukäme, wenn sie zur Zeit des Erbanfalls nicht mehr am Leben gewesen wären. Freiburg, den 11. Oktober 1888. Großh. bad. Notar V. Schlerath. R.316.1. Grießen. Karoline Grie- ßer ledig von Bühl, Amt Waldshut, ist zur Erbschaft ihres Vaters, Xaver Grießer, Kaufmann in Bühl, mitberufen. Dieselbe wird zu der Vermö- gensaufnahmc und zu den Erbtheilungs- verhandlungen mit dem Bedeuten vor- geladcn, daß wenn sie binnen 3 Monaten nicht erscheint, die Erbschaft Denjenigen zugethcilt werden wird, denen sie zu- kämc, wenn die Vorgeladene zur Zeit des Erbanfalls nicht mehr am Leben gewesen wäre. Grießen. den 16. Oktober 1888. Großh. bad. Notar Würth. R.315. Heidelberg. Eva Meng von Klcingemünd, Ehefrau des Bierbrauers Philipp Stupp, in Amerika unbekannt wo, ist zur Erbschaft auf Ableben der Anna Meng von Klcin- gcmünd gesetzlich berufen. Diese wird zur Thcilungsvcrhandlung mit Frist von drei Monaten mit dem Bemerken anher vorgeladen, daß, im Falle sie nicht erscheint, die Erbschaft den übrigen gesetzlichen Erben zugetheilt würde. Heidelberg, den 18. Oktober 1888. Großherzogl. Notar A. Starck. HandelsregistereiutrSge. Q.643. Nr. 6047. Wolfach. In das diesseitige Firmenregister wurde heute zu Ordn.Z. 181 — Firma Otto Göringer in Ripvoldsau — eingetragen: Karl Keim in Rippoldsau ist als Prokurist bestellt. Wolfach, den 17. Oktober 1888. Großh bad. Amtsgericht. Meyer. Q.644. Nr. 6048. Wolfach. Die in der diesseitigen Bekanntmachung vom 15. Juni 1888, Nr. 3676, ausgefübrten Firmen, welche in dem hiesigen Handelsregister eingetragen sind, aber nicht mebr bestehen, wurden auf Grund des Reichsgesetzes »om 30. März 1888 von Ämtswegen gelöscht. Wolfach, den 17. Oktober 1888. Großh. bad. Amtsgericht. Meyer. O.627. Nr. 6866. Adclshcim. Nachdem auf unsere Aufforderung vom 6. Juni d. I. gegen die Eintragung des Erlöschens der Firmen: 1. Löw Heß in Merchingen, 2. Aron Ros enfcld in Merchingen ! in das Handelsregister Widerspruch ! nicht erhoben worden ist, ist das Erlö-, scheu der genannten Firmen, sowie dei^ für dieselben eingetragenen Prokuren' gemäß § I des Gesetzes vom 30. März 1888 von Ämtswegen in das Handelsregister eingetragen worden. Adelsheim, den 17. Oktober 1888. Großh. bad. Amtsgericht. Neßler. Strafrechtspflege. Ladungen. R.283.2. Nr. 21,614. Walds Hut. Der am 7. Februar 1861 in Altenburg geborne. zuletzt dort wohnhafte Zimmermann Richard Hilpert, z. Zt. unbekannten Aufenthaltortcs, wird beschuldigt, als Reservist ohne Erlaubniß ausgewandert zn sein. — Uebertretung gegen § 360 Nr. 3 R.St.G.B. - Derselbe wird auf Anordnung des Großh. Amtsgerichts hicrselbst auf: Freitag den 30. November d. I., Vormittags 9 Uhr, vor das Großh. Schöffengericht dahier zur Hauptverhandlung geladen. Bei unentscliuldigtem Ausbleiben wird derselbe aus Grund der nach 8 472 der St.P.O. vom König!. Landwehrbezirkskommando Stockach ausgestellten Erklärung verurtheilt werden. Waldshut, den 15. Oktober 1888. Der Gerichlsschreiber Gr. Amtsgerichts: T r ö n d l e. Q. 560.3. Nr. 20,713. Waldshut. Adolf Schlachter, Schneider, geboren ani 17. April 1857 zu Schachen, zur Zeit unbekannten Aufenthaltsorts, wird beschuldigt, als Wehrmann der Landwehr ohne Erlaubniß ausgewandert zu sein, r- Uebertretung gegen tz 360 Nr. 3 des ».-Strafgesetzbuchs. Derselbe wird auf Anordnung des Großh. Amtsgerichts Hierselbst auf Freitag den 7. Dezember 1888, Vormittags 9 Uhr, vor Großh. Schöffengericht Waldshut zur Hauptverhandlung geladen. Bei unentschuldigtcm Ausbleiben wird derselbe auf Grund der nach 8 472 der Straiprozeßordnung von dem König!. Bezirkskommando Donaueschingen ausgestellten Erklärung verurtheilt werden. Waldshut, den 1. Oktober 1888. Der Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts: T r ö n d l e. R. 270.3. Nr. 15,786. Bruchsal. Gottlieb Wilhelm Albert Mössinger von Ludwigsburg, 29 Jahre alt, zuletzt wohnhaft in Bruchsal,, wird beschuldigt, daß er als beurlaubter Reservist ohne Erlaubniß ausgewandert ist, ohne von der bevorstehenden Auswanderung der Militärbehörde Anzeige erstattet zu haben, Uebertretung gegen 8 360 Nr. 3 des Strafgesetzbuchs. Derselbe wird auf Anordnung des Großh. Amtsgerichts hicrselbst auf Dienstag den 4. Dezember 1888, Vormittags 9 Uhr, vor das Gr. Schöffengericht zu Bruchsal, Rathhaussaal, zur Hauptverhandlung geladen. Bei mientschuldigtem Ausbleiben wird derselbe aus Grund der nach 8 472 der Strafprozeßordnung von dem König!. Bezirkskommando zu Stuttgart ausgestellten Erklärung verurtheilt werden. Bruchsal, den 5. Oktober 1888. Riffel, Gerichlsschreiber des Gr. Amtsgerichts. R.I92.3. Nr. 6604. Pforzheim. 1. Heinrich Bär, geboren am 14. Juli 1865^zu Bruchsal, zuletzt Zu Karlsruhe, 2. August Eschle, geboren am 8. Dezember 1865 zu Bruchsal, zuletzt zu Karlsruhe, 3. Karl Wendelin Kunz, Bäcker, geboren am 23. Dezember 1865 zu Bruchsal, zuletzt zu Zcuthcrn, 4. Kranz Peter Maul, geboren am 4. November 1865 zu Bruchsal, zuletzt daselbst, 5. Bernhard Schlegel, Metzger, geb..am 5. April 1865 zu Bruchsal, zuletzt daselbst, 6. Martin Mayer, Taglöhner, geboren am 8. Dezember 1865 z» Hambrücken, zuletzt daselbst, 7. Karl Philipp Haag, Fabrikarbeiter. geboren am 14. November 1865 zu Kirrlach, zuletzt daselbst, 8. Alexander Junghans, Müller, geboren am 24. November 1865 zn Odenheim, zuletzt daselbst, 9. Andreas Benkler, geboren am 25. April 1865 zu Rheinsheim, zuletzt daselbst, 10. Karl Friedrich Frevele, Laud- wirth, geboren am 16. Febr. 1 r65 zu Ubstadt, zuletzt daselbst, 11. Franz Doll, geboren am 8. Oktober 1865 zu Untergrombach, zuletzt daselbst. 12. Josef Mangei, Bäcker, geboren am 28. Oktober 1865 zu Untergrombach, zuletzt daselbst, 13. Anton Fabian Rolli, geboren am 17. Dezember 1865 zn Wiescn- thal, zuletzt daselbst, 14. Anton Sotcr, Schreiner, geb. am 24. Oktober 1861 zu Ham- brücken, zuletzt daselbst, werden zur Hauptverhandlung über die gegen sie erhobene Anklage: als Wehrpflichtige in der Absicht, sich dem Eintritt in den Dienst des stehenden Heeres oder der Flotte zu entziehen, ohne Er- laulpiiß das Bundesgebiet verlassen oder nach erreichtem militärpflichtigen Alter sich außerhalb des Bundesgebiets auf- gehalten zu haben, — Vergehen gegen 8 140 Ziff. 1 R.St.G.B. - auf Samstag den 1. Dezember 1888, Vormittags 8"z Uhr, vor die Strafkammer 11 des Gr. Landgerichts Karlsruhe mit der Warnung geladen, daß im Falle ihres uncntschul- digten Ausbleibens zur Hauptverhandlung werde geschritten und sie auf Grund der in 8 472 sr.P.O. bezeichnet«! Erklärung werden verurtheilt werden. Pforzheim, den 6. Oktober 1888. Großh. Staatsanwalt: Arnold. R.292.2. Nr. 11.079. Durlach. Fabrikarbeiter Andreas Karl Ludwig Eberschwein, 28 Jahre alt, von Durlach, zuletzt wohnhaft daselbst, wird be- schuldrgt, als Ersatzreservist ohne Er- laubniß ausgcwaudcrt zu sein. Uebertretung des 8 360 Ziff. 3 R.St.G.B. Derselbe wird auf Anordnung des Großh. Amtsgerichts hierselbst auf Montag den 10. Dezember l. I., Vormittags 9 Uhr, vor das Großh. Schöffengericht zu Durlach zur Hauptverhandlung geladen. Bei unentschuldigt«» Ausbleiben wird derselbe anl Grund der nach 8 472 der St.P.O. von dem Königl. Landwehrbezirkskommando zu Karlsruhe unterm 4»September 1888 ausgestellten Erklärung verurtheilt werden. Durlach, den 15. Oktober 1888. DerGerichtsschrciber Gr. Amtsgerichts: Frau k. R.263.2. Nr. 18,031. Offenburg. Jakob Ottmann, geb. am 10. August 1866 zu Wittenweicr, zuletzt wohnhaft in Dinglingen, evangelisch, Schneider, wird zur Hauptverhandlung über die gegen ihn erhobene Anklage, als Wchr- pflichtigerin der Absicht, sich dem Eintritt in den Dienst des stehenden Heeres oder der Flotte zu entziehen, nach erreichtem militärpflichtigen Alter sich außerhalb des Reichsgebiets aufzuhalten lBergehen nach 8 140 Z. 1 Str.G.B.) auf Mittwoch den 19. Dezember 1888, Vormittags 9 Uhr, vor die Strafkammer des Gr. Landgerichts Offenburg unter dem Androhen vorgeladen, daß bei mientschuldigtem Ausbleiben auf Grund der von dem Großh. Bezirksamt Lahr über die der Anklage zu Grunde liegenden Thatsachen gemäß 8 472 Str.Pr.O. ausgestellten Erklärung zur Hauvtverhandlung werde geschritten werden. Offcnburg, den 5. Oktober 1888. Großh. Staatsanwalt Leiphcimer. Druck «ud Verlag der G. Braun'scheu Hosbuchdruckerei-