KMSklchtt ZkltW. Dienstag, 17. Februar. 4^^ Barausbeza Expedition: Karl-Friedrichs-Straße Nr. 14, woselbst auch die Anreizen in Empfang genommen werden. . „ hlnug: vierteljährlich 3 M. 50 Pf.: durch die Post im Gebiete der deutschen Postverwaltung, Briesträgergebühr eingerechnet, 3 M. 6ö Pf. 1 »LTHH Einrückuugsgebühr: die gespaltene Pstitzeilc oder deren Raum 20 Pfennige. Briefe und Gelder frei. Nmtlicher Theil. Sci«e Kösigliche Hoheit der Grstzherzog haben gnädigst geruht, unter dem IR. Februar 1891 auf den Vorschlag des Präsidenten der Oberrechnungskammer den Oberregierungsrath Kilian bei der Oberdircktion des Wasser- und Straßenbaues zum stellvertretenden Mitglied der Oberrechnungskammer für den Rest der laufenden Budgetperiode zu ernennen. Nichtamtlicher Theil. Karlsruhe, den 16. Februar. Marchese di Rudim hat am Samstag der italienischen Kammer das Programm des neuen Ministeriums vorgelegt. Dieses Programm ist, wie zu erwarten war, ein Ersparungsprogramm. Das Land hatte Ersparungen dringend verlangt, Crispi hatte sie zugesagt, eine Mehrheit in der Kammer fand sedoch, daß die Zusage nicht in dem Umfange erfüllt wurde, wie man hätte hoffen können. Das Kabinet Crispi wurde zum Rücktritt gezwungen und indem Ruoini nun die Erbschaft der vorigen Regierung antritt, muß er vor Allem darauf bedacht sein, das Verlangen der Kammermehrheit nach Ersparungen zu befriedigen, ohne wichtige Staatsinteressen diesen Sparsamkeitsgrundsätzen aufzuopfern. Das kam sogleich im Eingänge der ministeriellen Erklärung zum Ausdrucke. Die Erklärung besagt darüber: „Das Kabinet eignet sich das von der Kammer in der Sitzung vom 31. Januar proklamirte Ersparungsprogramm an. Mit diesem Programme und für dasselbe > werden wir kämpfen und entweder siegen oder fallen. Vor Ihnen und vor dem Lande übernehmen wir die wohl überlegte Verpflichtung, das Gleichgewicht im Budget ohne neue Belastung der Steuerträger zu erreichen. Wir werden vorsichtig, aber entschlossen alle Theile des Budgets, mit Einschluß des Kriegs- und Marinebudgets, in's Auge fassen, um überall die größte Sparsamkeit durchzuführen und auch eine Einschränkung der Ausgaben für Afrika anzustreben. Wir werden einige Gesetzentwürfe beantragen, die bestimmt sind, dazu beizutragen, daß der Staatsschatz theils sofort, theils in naher Zukunft eine Erleichterung erfahre. Dringend erscheint die Regelung des Umlaufs der Banknoten. Wir werden Maßnahmen Vorschlägen, um die Sreditverhältnifse in dauernder Weise zu bessern. Politische Gesetze werden wir für den Augenblick nicht in Antrag bringen, da wir denken, daß das Land vor Allem seine wirthschaftliche Wiedergeburt anstrebe. Auch werden wir nicht die Initiative zur Abschaffung des Gesetzes über das Listenskcutinium ergreifen, wiewohl wir diese Aufhebung wollen, sondern wir werden das Ergebnis der Studien abwarten, welche die unter dem vorigen Kabinet ernannten Kommissionen, sowie die von der Kammer gewählte Kommission angestellt haben. Wir erklären indessen, daß eine Abänderung der Wahlordnung nicht »othivendigerweise sofortige Neuwahlen nach sich ziehen würde." Ueber die auswärtige Politik äußerte sich Rudini wie folgt: „Auch auf dem Gebiete der auswär- ! tigen Politik befinden wir uns in Uebereinstimmung mit! dem Lande. Wir werden seiner Stimme, welche wir mit ! so großer Klarheit bei den letzten Wahlen vernommen ^ haben, gehorchen, und werden die Würde der Nation un- > angetastet aufrechterhalten, indem wir für ihre wahren ! Interessen Sorge tragen. Unsere Politik wird einfach, auf- . richtig nnd ohne Hintergedanken sein, wie es einem Lande ^ zukommt, welches wirklich den Frieden will. Unser Pro- ! gramm ist zum Glück ein gemeinschaftliches mit den Hauptstaaten Europas. Das Verlangen nach dem Frieden und das Bedürfniß desselben, das ist die Idee, um welche sich die Mächte vereinigt haben, welche für sich die unbedingte Sicherheit und für Europa eine dauerhafte Ruhe erreichen wollten. Wir werden unseren Allianzen eine feste, sichere Treue bewahren. Wir werden durch unser Verhalten aller Welt zeigen, daß wir keine Angriffsabsichten hege». Mit Unrecht sind Zweifel, Verdächtigungen und Mißtrauen über unsere Beziehungen zu Frankreich aufgetaucht; wir werden uns bemühen, jede falsche Be- urtheilung auszuschließen. Wir sind überzeugt, daß wir durch eine gemessene, ruhige Haltung Vertrauen einflößen werden, das wir zu verdienen glauben. Infolge der gegenwärtigen finanziellen Schwierigkeiten und des volkswirth- schaftlichen Unbehagens befindet sich Italien in einem schwierigen Momente; allein wir werden uns wieder erholen, und zwar rascher als man glaubt. Eine mächtige Anstrengung und fester Wille werden genügen, um das Ziel zn erreichen. Eine nothwendige Bedingung hierzu ist die Erhaltung des Friedens." Schließlich erklärte Rudini, daß ! das Kabinet um rasches Eingehen in die Berathung der ! von demselben vorzulegenden Gesetzentwürfe bitte, damit j es baldigst erfahre, ob es das Vertrauen der Kammer , besitze, da es auf seinem Posten weder bleiben will, noch ! darf, wenn es nur mit Mühe geduldet oder geschützt ^ würde. Der Minister des Innern und der Finanzmi- nister zogen die Gesetzentwürfe betreffend die Organisirung > der Präfekturen und die Abänderung einiger Zollsätze ! zurück. Crispi war im Hause anwesend. Die Opposition j blieb ruhig, nur Jmbriani eiferte unter lärmendem Wider- ! spruch gegen die Allianzen, welche „Triest und Trient z opfern und Deutschland gegen Frankreich ermuthigen". I Schließlich vertagte sich die Kammer auf Antrag des , Ministerpräsidenten bis zum 2. März, um der Regierung ^ Zeit zu gönnen, die in der ministeriellen Erklärung an- > gekündigten Vorlagen vorzubereiten. Erst im nächsten Monat wird die Regierung also eine Abstimmung Hervorrufen, um festzustellen, ob sie eine sichere Mehrheit in der neuen Kammer hat. Bis dahin wird sich auch die Opposition organisirt haben. Eine römische Meldung vom Samstag Abend besagt: „In einer heute Abend unter dem Vorsitze Merzario's stattgehabten Versammlung von etwa 85 Deputirten der konstitutionellen Opposition, darunter Crispi, Zanardelli und andere frühere Minister, wurde auf Antrag San Giuligro's einstimmig beschlossen, ein leitendes Parteikvmito unter dem Vorsitze Merzario's zu bilden." In den Kreisen der französischen Monarchistc« sind in jüngster Zeit Anstrengungen gemacht worden, um die Wirkung der republikfreundlichen Kundgebungen des Kardinals Lavigerie abzuschwächen und die Annäherung konservativer Elemente an die Republik zu verhindern. Zw den Kundgebungen dieser Art gehörte die in Nr. 41 uns. Blattes erwähnte royalistische Versammlung, die Graf Busson-Ville am 8. Februar in Nimes veranstaltete und in welcher er, gegen die Bestrebungen Lavigerie's pole- misirend, die etwa dreitausend Mann stark Erschienenen zum Ausharren im Kampfe gegen die Republik aufforderte. In der gleichen Richtung hat sich eine Reise des Bischofs Freppel nach Rom bewegt. Der „Temps" meldet aus Rom, Bischof Freppel habe dem Papste eine von mehreren Bischöfen und sechzig Deputirten der Rechten gezeichnete Erklärung überreicht, in welcher auf die Unvereinbarkeit der Republik mit dem Katholizismus hinzewiesen und die Befürchtung ausgesprochen werde, das Programm Lavigerie's könnte ein Schisma unter deu französischen Katholiken herbciführen. Es liegt indessen bis jetzt kein Anzeichen dafür vor, daß der Papst das Verhalten Lavigerie's tadeln werde. Eine Pariser Meldung des Wolff'schen Telegraphenburcau's gibt Kenntnisi von einer Erklärung des „Matin", nach welcher der Papst „mehr denn je entschlossen sei. bei den französischen Bischöfen eine versöhnliche Haltung gegenüber der republikanischen Regierung durchzusetzcn". Deutschland. * Berlin, 15. Febr. Am heutigen Vormittage begaben sich Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin zur Theilnahme am Gottesdienste nach der Dreifaltigkeitskirche. Nach seiner Rückkehr gewährte der Kaiser dem Porträtmaler Wimmer eine Sitzung im Schlöffe. Am Nachmittage waren von den Mjestäten der Oberst im ersten Garderegiment, v. Natzmer, der Oberpräsident der Provinz Westfalen, Studt, welcher gestern aus Münster hier eingetroffen ist, der Gouverneur von Ostafrika Frhr. v. Soden rc. mit Einladungen beehrt worden. Bei dem Erbprinzen von Sachsen-Meiningen fand am heutigen Abende eine größere Abendunterhaltung statt, an welcher die Allerhöchsten Herrschaften theilnahmen. — Der zum Gesandten Chinas in Berlin ernannte Hsü-Ching-Chöng wird sammt seinem neuen Personal und Gefolge am Mittwoch hier eintreffen. Das neue Gesandschaftspersonal, und zwar erster Legationssekretär, 26. IrflÄmine. «»»d-u-k ! Bon Helkllc v. Gortzrndorff-Grabowski. (Fortsetzung.) ! „Bei allen Heiligen! Es ist meine Lady, mein theueres, lang entbehrtes Goldkind!" jubelte die Alte, küßte wieder und wieder die Hände Jefsaminens und wurde nickt müde, das süße, läckelnde Antlitz anzuschauen, über dem die Wiedersehensfreude wir blasser Mondesglanz lag. Als die erste freudige Erregung aus den Zügen der Herrin von Aramhall verschwand, gewabrke die alte Priscilla erst, wie schmal und farblos das schöne Gesicht geworden. Jeffamine las ihr die sorgenden Gedanken von der Stirn- „Du findest mich zu meinem Nachtbeil verändert, liebe Alte," sagte sie. „Aber was willst Du? Jenes wundcrkräftige Wasser, welches uns Sterblichen ewige Jugend verleiht, findet sich leider nur in meinem Märchenbuch vor. Erinnerst Du Dich noch dieses schönen Buches, liebe Alte? O, wer sie zurückrusen könnte, die selige», sorgenlosen Kindertage!" Priscilla Sterne strich leise und liebkosend mit der Hand über die ihr zugeneigte weiße Stirn. „Die Jahre sind es nickt, welche ihre Spuren hier einzeichneten, tbeuere Herrin," sagte sie; „irgend etwas Anderes ist es, wüßte ick es nur mit Namen zu nennen. Es heißt ja, daß böse Geister entweichen müssen, wenn man sie anruft und fromwgläubig ein Kreuz dazu schlägt." Die Herrin von Aramhall lächelte trübe. „Ick werde mich wieder unter Deine Obhut stellen, liebe Alte," sagte sie, „und Dir gestatten, mit allen zu Gebote stehenden Mitteln gegen den „bösen Geist" zu Feld zu ziehen." Die alte Priscilla blieb ganz ernst. „Brachten Sie ihn aus der Fremde mit. theuere Lady?" fragte sie. „Ich weiß es nicht, glaube aber, daß Deutschland mir in der That nicht zusagte. Meine Nerven haben gelitten. Was meinst Du, Priscilla: jenem Bild sieht die Jrfsamine Aram von heute wob! kaum noch ähnlich?" Während die Blicke der alten Dienerin zwischen Portrait und Original hin- und herwaaderten, stieg eine feine Rötbe in Jeffa- minens Antlitz. „Nun?" fragte sie gespannt. „Ist die Aehn- lichkeit nicht fast ganz geschwunden?" „Fast ganz," antwortete Mrs. Sterne ehrlich. Aber sie wird wiederkehren." Und dann nahm ihr Gesicht einen sinnenden Ausdruck an. während sie halblaut, wie zu sich selbst, binzu- seyte: „Er liebte jenes Bild so sehr! Er betrachtete es jeden Tag." Miß Aram verstand, wer gemeint war; ihre Lippen preßten sich fest aufeinander, wie um einen Ausruf des Schmerzes zu unterdrücken. „Es soll ihm gut gehen," fuhr dir alte Dienerin fort. „Hörten Sie bereits davon?" Jeffamine lehnte sich wie ermüdet in ihren Sessel zurück und beschattete ihre Augen mit der Hand. „Ja, ich hörte und las von seinen Erfolgen und — las auch sein Buch. O, Priscilla, dasselbe verdient gelesen und geliebt zu werden. Es ist ganz wie er selbst." Mrs. Sterne rückte hastig näher. „Gott segne ihn, meinen braven, edelherzigen Jungen!" sagte sie, ihre Hände fallend. „Ich werde niemals die Worte vergessen, welche er am letzten „Still, still, Priscilla! Ich weiß ja ein jedes derselben!" wehrte Jessamine ab und fuhr, wie um das Gespräch in eine andere Bahn zu lenken, fort: „Binnen Kurzem wird auch Sir Warwick Bellmore wieder unter uns sein. Ich versprach ibm, als er damals um mich warb, meine Entscheidung zu treffen, nachdem ich aus Deutschland zurückgekebrk." Die alte Dienerin sah traurig und nachdenklich aus. „WaS nun?" fragte sie halblaut. „Ich weiß es nicht, Priscilla! Ich wünschte, es wäre Alles, Alles aus. Ich bin der Welt, des Lebens so müde und soll nun die glückliche Gattip. spielen!" „Sie sollen nicht, tbeuere Lady! O, du meine Seele, wer hätte dabei etwas zu sagen?" „Im Grunde Niemand, ich weiß es; aber Sir Warwick ist mein einziger Halt. Niemand nimmt sich wie er meiner Interessen an; stieße ich ihn zurück, so wäre für die Zukunft Einsamkeit mein Theil!" „Sie haben so viele Freunde und Verehrer, theure Freundin!" „Ich wage es pickt, die einen oder die anderen auf ihre Echtheit bin zu prüfen, Priscilla! Sir Warwick aber hat sich bewährt. Er weiß, daß ich ihm kein ganzes Herz zu geben vermag, daß ich alt und müde, daß ich nur noch ein blasse^ Schatten der Jeffamine von ehemals bin, und dennoch läßt er nich ab in treuem Sorgen." „Prüften Sie ihn denn jemals ernstlich auf seine „Echtheit"» Miß Jeffamine?" „Sei barmherzig, Priscilla! Erwecke nicht neue Zweifel in meiner Seele! Ich will an Sir Warwick glauben! Ich will ihn festhaltrn, zum Schutz gegen das Alleinsein, welches ich fürchten lernte. Ich sehne mich endlich nach Liebe!" In den meergrünen Augen schimmerte es feucht ; Jeffamine legte leise ihre Hand auf Mrs. Sterne's Arm. „Weißt Du, daß ich jenen Roland Har- vay liebte, Priscilla?" Die alte Dienerin zuckte zusammen. „Ich ahnte es wohl!... Ich ahnte es wohl!... Und diese Liebe hat ihm kein Glück gebracht, wie ich gleichfalls voraussah. Er mußte bei Nacht und Nebel mein kleines Haus verlassen." Jessamine schien kaum hinzuhören. „Ich liebte ihn," sagte st> träumerisch, „weil er arm und heimathlos und zugleich so muthig und fröhlich war — weil er mit dem Stolz eines Fürsten für seinen Unterhalt arbeitete; weil er so offen, so redlich, so unwiderstehlich liebenswerth erschien! Und dann kam das Berhäng- niß. Hätte ick jenen Brief nie gesehen! Ein Mißverständniß sei es, sagte er, Priscilla? Ein Mißverständniß nannte er jenen Vorfall?" „Ich scheide als das Opfer eines Mißverständnisses oder Bubenstreiches," so lauteten seine Worte. Er schaute so traurig und so liebevoll zugleich auf jenes Bild, als er sagte: „Ich vergebe ibr, allein ich will sie nie Wiedersehen." „So spricht kein Schuldiger!" „Aber der Brief, Priscilla! Der verrätherische Brief, den ich in diesen meinen Händen hielt!? Ist da noch ein Zweifel möglich?" „Scheinbar nickt, Miß Jessamine! Und dennoch mochte ich mich für Mrs. Harvav's Schuldlosigkeit verbürgen. Eine innere Stimme sagt mir, daß wir eines Tages klarer sehen und ihm Abbitte zu thun haben werden!" „Undenkbar, liebe Alte! Aber ich will Dir Deinen frommen Glauben nicht nehmen. Hören wir auf von dieser Sache zu reden. Zwei Jahre gingen bereits darüber hin; so wird das Leben hingehen; es ist so vieler Sorgen nicht werth." (Fortsetzung folgt.) Gesandtschaftsattaches «nd Gesandtschastseleven einschließlich zweier Polizeileute, besteht aus 19 Personen, von welchen etwa 6 zur Gesandtschaft in Petersburg ihre Zu- theilung erhalten werden, während die übrigen beim Cen- tralsitze des Chefs der Gesandtschaft, in Berlin, verbleiben. Bereits am letzten Mittwoch war der Dolmetschsekretär der hiesigen chinesischen Gesandtschaft, vr. Kreyer, nach Genua gereist, um seinen früheren hiesigen Chef daselbst zu empfangen und demselben zur Weiterreise nach Berlin als Reisemarschall zu dienen. — In Trier ist am Freitag der Reichstags- und Landtagsabgeordnete Joh. Pet. Limbourg gestorben. Er war am 11. August 1832 geboren. Mitglied des Centrums und vertrat seit dem Jahre 1882 Trier im preußischen Landtag, seit 1887 seinen heimischen Kreis Daun im Reichstag. Als Parlamentarier ist er nie in den Vordergrund getreten, wohl aber spielte er in seiner Heimath eine einflußreiche Rolle. Er war Vorsitzender des Tricri- schen Bauernvereins und des Trierischen Viehversichernngs- verbandes. — Das Kreuzergeschwader, bestehend aus S. M Schiffen „Leipzig", „Alexandrine" und „Sophie", Geschwaderchef Contreadmiral Balois, ist gestern in Hongkong eingetroffen. — Nach einer Proklamation des Sultans von Sansibar sind Waaren, welche in Sansibar gelandet werden und für die Wiederverschiffung nach der deutschen Küste bestimmt sind, zollfrei, wenn dies bei der Ankunft der Waaren in Sansibar erklärt wird. — Am Samstag berichteten wir, daß die französische Regierung die Einladung der Vereinigten Staaten von Nordamerika zur offiziellen Betheiligung an der Weltausstellung in Chicago angenommen habe, und zwar im Hinblick darauf, daß die Vereinigten Staaten auch ihrerseits offiziell die Pariser Weltausstellung vom Jahre 1889 beschickt hatten. Für die deutsche Reichsregierung ist die Stellungnahme zu der amerikanischen Einladung von rein sachlichen Erwägungen abhängig. Wie die „Berl. Polit. Nachr." mittheilen, ist dem Auswärtigen Amte eine Mittheilung der amerikanischen Regierung bezüglich der projektirten Ausstellung in Chicago zugegangen. Die Reichsregierung habe sich mit den inneren Ressorts der Einzelheiten behufs Konsultirung der deutschen Industriellen in's Vernehmen gesetzt und sehe deren Berichten entgegen, bevor sie die amerikanische Einladung beantworten werde. — Der Bundesrath hat beschlossen, den von der Kingstoner Ausstellung zurückgelangenden Gütern zollfreien Einlaß in das Deutsche Reich zu gewähren. Dieser Beschluß entspricht einem Anträge deutscher Ge- werbtreibender, welche die im Laufe dieses Jahres zu Kingston auf Jamaica stattfindende Ausstellung von Werken der Industrie und Kunst beschicken wollen. Bezüglich des zollfreien Einlasses solcher Güter in Deutschland haben die Absender dieselben vor dem Abgänge in Kingston dem dortigen Konsul anzumelden, der dann den Rücksendungsnachweis in vorgeschriebenen formellen Grenzen zu ertheilen hat. Die Güter bedürfen keines Zollverschlusses, dagegen müssen sie mit einem von dem kaiserlichen Konsul zu liefernden Zettel versehen sein, welcher den Namen des Empfängers, den Bestimmungsort und die Ordnungsnummer enthält. So bezeichnete Sendungen können an der Zollgrenze in den freien Verkehr gesetzt werden. — Wie der „Pol. Korr." aus Berlin gemeldet wird, hat den neuesten Nachrichten aus Chile zufolge die deutsche Regierung, dank den energischen Vorstellungen ihres dortigen Vertreters, die Beseitigung der Schwierigkeiten durchgesetzt, welche deutschen Dampfern bezüglich der Kohleneinnahme durch das Manövriren der chilenischen Kriegsschiffe bereitet wurden, so daß die Dampfer sich jetzt ungehindert mit Kohlen versehen können. Vesterreich-Wngsru. Wien, 15. Febr. Wiener Blättern zufolge hat der Erzherzog Franz Ferdinand von Petersburg aus an den Kaffer und an seine erlauchten Eltern mehrere ausführliche Briefe gerichtet, in denen er seine Genug- thuung über die ihm am russischen Hofe bereitete herzliche Aufnahme ausspricht. (Diese Meldung bestätigt die in der vorigen Nummer unseres Blattes wiedergegebene Aeußerung der „Nordischen Telegraphen-Agentur", nach welcher der Erzherzog von der Aufnahme in Petersburg lebhaft befriedigt sei. während am russischen Hofe der Erzherzog den sympathischsten Eindruck gemacht habe.) Von Moskau, wo er gegenwärtig weilt, wird der Erzherzog direkt, ohne Wien zu berühren, nach Pest reisen, um dem Kaffer über seine Fahrt Bericht zu erstatten. — Die Wahlbewegung hat heute eine altczechische Parteiversammlung in Prag hervorgerufen. In derselben wurde ein von Rieger redigirter Wahlaufruf vorgelegt, welcher die czechischen Errungenschaften während der letzten zehn Jahre aufzählt und die Haltung der altczechischen Führer in der Ausgleichsfrage und in Bezug auf die gegenwärtige Situation rechtfertigen soll. Frankreich. Paris» 15. Febr. Nach einer Meldung des „Siöcle" wird sich der Gründer der Mozambique-Gesellschaft, Bartchissol, nach London begeben, um gegen die Britische Südafrikanische Gesellschaft im Namen der Mozambique-Gesellschaft einen Entschädigungsprozeß anzustrengen. Die Entschädigungsklage gründet sich auf Uebergriffe und Mißbräuche, welche die englischen Agenten sich angeblich gegenüber den Besitzungen der Agenten der Mozambique- Gesellschaft in der Provinz Manica zu Schulden kommen ließen. Der beanspruchte Schadenersatz beträgt 25 Millionen Francs. — Die Nachrichten aus Tonkin lauten neuerdings wieder unerfreulich für die Franzosen. Nordwestlich von Hong-Hoa konzentrirten sich zahlreiche Banden; ferner behaupten die Piraten bei Hu-Huong starke Positionen. Nach einer Privatmeldung hätte eine Äbtheilung von 660 Franzosen mit Geschütz vergeblich angegriffen und wäre mit 33 Mann Verlust zurückgeschlagen worden. Eine weit stärkere Kolonne wird jetzt ausgerüstet. In Jan-Tuong widerstanden die Rebellen ebensalls der Artillerie. Das Wolffsche Bureau erhält eine Depesche aus Paris, welche die Sammlung von Banden bestätigt, von einer Niederlage der Franzosen aber nichts berichtet; es heißt darin nur, es würden „neuere größere Kämpfe befürchtet". Großbritannien. London, 15. Febr. Die englischen Schiffsrheder sind bestrebt, > sich von den Gewerkvereinen der Arbeiter unabhängiger zu stellen. Der Verband der Londoner Schiffsrheder erließ heute eine Bekanntmachung, der zufolge vom 23. d. Mts. kein Matrose oder Heizer engagirt wird, welcher sich nicht verpflichtet, in See zu gehen, auch wenn andere Mitglieder der Mannschaft nicht dem Arbeiterverbande angehören. — Nach dem nun erfolgten offenen Bruch innerhalb der irischen Partei gedenkt Parnell in der nächsten Zeit eine besondere Thätigkeit zu entfalten. In der Woche wird man ihn auf seinem Posten im Parlament finden, am Sonntag aber will er den Schauplatz des Kampfes nach Irland »erlegen, um die Nation wieder um seine Fahne zu scharen. Am Sonntag über acht Tage wird er die erste Rede in Ros- common halten. Später will er versuchen, die nationalistischen Elemente Nord-Englands mit sich fortzureißen. Auch die Anti-Parnelliten wollen jedoch rastlos agitiren. Erstlich soll zur Gründung einer neuen, der Nationalliga ähnlichen Organisation geschritten werden, die den Namen „Nationale Föderation von Irland" erhalten wird. Mc. Carthy und seine Freunde sind der Zuversicht, daß die Mehrheit ihrer Landsleute auf ihrer Seite stehe. — Die vor kurzem in London eingetroffenen Herren Rhodos, der Premierminister, und Henry Loch, der Gouverneur der Kapkolonie, haben bereits mehrere Konferenzen mit Lord Salisbury abgehalten. Bis zur Stunde ist ein positives Ergebniß dieser Verhandlungen nicht zu verzeichnen, was bei der unleugbaren Wichtigkeit und Schwierigkeit der in Rede stehenden Angelegenheit übrigens nicht verwunderlich sein kann. Lord Salmbury befindet sich in der unangenehmen Situation, sich entweder Portugal, den alten Verbündeten Englands, dauernd zum Feinde zu machen, oder einen Beschluß zu fassen, der so ziemlich darauf hinausliefe, die weitere Ausbreitung des englischen Handels und des englischen Einflusses in Südafrika zu verhindern. Natürlich ist man zunächst bemüht, Mittel und Wege zu finden, durch welche man diesen beiden Eventualitäten ausweichen könnte. Neuerdings tritt die französisch - portugiesische Mozambique - Gesellschaft mit einem Entschädigungsansprüche gegen die englisch - südafrikanische Gesellschaft auf (vergleiche die Mittheilung unter „Paris"). Nmrrika. Washington, 14. Febr. Der Senat nahm gestern die Berathung des Gesetzentwurfs über das Urheberrecht (die er zu Gunsten des Marinebudgets unterbrochen hatte) wieder auf. Er verwarf dabei en dloe alle früher von ihm angenommenen Aeuderungsanträge, so daß die Vorlage nun wieder dieselbe Fassung hat, in der sie aus dem Repräsentantenhaus an den Senat gelangt war. (Einige dieser jetzt wieder beseitigten Aenderungen waren derart, daß sie das Scheitern des Gesetzentwurfs zur Folge gehabt hätten, wenn der Senat auf ihnen bestand.) Der Senat ist nun in die dritte Lesung der Vorlage eingetreten. — Nach neueren Meldungen aus Chile hat bei Taragaca ein Kampf zwischen den Aufständischen und den Regierungstruppen stattgefunden, wobei die letzteren geschlagen worden sein sollen. Die Situation in Chile scheint sich zum Nachtheil des Präsidenten Balmaceda zu entwickeln. Zeikmgsstimmen. Die „Kölnische Zeitung" hat in i',ren letzten Nummern Betrachtungen über die gegenwärtige innere Lage angestellt, mit denen sich die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" in einem längeren Artikel beschäftigt. Die „Nordd. Mg. Ztg." bezeichnet dabei die Betrachtungen der „Köln- Ztg." als eine wohlmeinende, aber in wesentlichen Punkten nicht begründete Kritik und verweist auf die von der Regierung den Volksvertretungen unterbreiteten Gesetzcsvorlagen und die Stellung der Parteien zu denselben. Darin, daß die Regierung nach längerem Stillstände die Gesetzgebung über Reform der direkten Besteuerung , des Gemeindewesens und des Schulwesens in Fluß gebracht und dafür ein festes, klares Programm ausgestellt habe, werde Niemand eine Preisgabe wesentlicher Bestandtheile der Bismarck'schen Politik, Zugeständnisse an die Radikalen und das Centrum und eine Verletzung der zuverlässigen Anhänger der Regierung finden, sondern das Bestreben, die dringliche Reformarbeit mit Unterstützung der gemäßigten Parteien durchzuführen. Die dermalige Kolonialpolitik werde von der großen Mehrheit des Reichstags gebilligt, nur nicht vom Freisinn und der Sozialdemokratie. Auch bezüglich des Arbeilerschutzgesetzes'babe die Regierung ihre Pflicht nicht versäumt. Was'die viel angefein- , deten handelspolitischen Verhandlungen mit Oesterreich betreffe, so sei es die gebieterische Pflicht der beiden verhandelnden Regierungen gewesen» angesichts der prohibitiven Tendenzen anderer Länder die Verhandlungen wieder aufzunehmen. Von deutscher Seite werde keine Konzession gemacht ohne eine gleichwerthige Gegenkonzession. Die Verhandlungen, die im Jahre 1881 zwischen Deutschland und Oesterreich stattfanden, hätten nirgends eine Beanstandung gefunden; angesichts des jetzigen kritischen Wendepunktes der gesummten internationalen Handelspolitik solle aber ein bloßes Unterhandeln schon ein Verrath an den wichtigsten Interessen des Vaterlandes sein! Die „Nordd. Allg. Ztg." betont dann: „Wir gelangen zu dem Schluffe, daß jede Regierung einen gerechten Anspruch darauf hat, in erster Reihe aus ihren Handlungen beurtheilt zu werden, und daß ebenso die Frage, was die Regierung will, auf wen sie sich stützt, wer ihre Gegner und ihre Anhänger sind, sich nicht aus tadelnden und lobenden Zeitungsartikeln, nicht auS Stimmungen mb Verstimmungen, sondern vornehmlich ans dem Inhalt der Rr- gierungsakte und den Abstimmungen der Parteien zu den Vorlagen der Regierung entscheidet. Daß die Regierung denjenigen Parteien, von welchen sie eine regelmäßige Unterstützung erwartet, auch ihrerseits mit Rücksicht und Vertrauen entgegenkommcs muß, ist unseres Wissens in maßgebenden Kreisen niemals verkannt worden." Ueber die Endziele nicht nur der deutschen, sondern der internationalen Sozialdemokratie ist durch die nachträgliche Veröffentlichung der Marx'schen Kritik des Parteiprogrammes ein grelles Streiflicht gefallen. In der rücksichtslos heftigen Weise, die ihm eigen war, duldet Marx keine Vertuschungen und Verschleierungen und zeigt deutlich das allein wünschenswerthe, das allein zu erstrebende Ziel. Während die Wortführer auf dem Halle'schen Kongreß der Sozialdemokraten sorgfältig jeder Schilderung ihres Zukunfksstaates aus dem Wege gingen und seitdem nach ausgegebener Loosung ,ede Frage nach diesem Zukunstsstaate in ihren Zeitungen wie in ihren Versammlungen als eine Frage von Dummköpfen beiseite weisen, erklärt Karl Marx kaltblütig: „Zwischen der kapitalistischen und der kommunistischen Gesellschaft liegt die PerioV; der revolutionären Umwandlung der einen in die andere- Der entspricht auch eine politische Untergangsperiode, deren Staat nichts anderes sein kann, als die revolutionäre Diktatur des Proletariats" — die Jakobinerherrschaft , der Schrecken. die Pariser Commune im Großen, über Europa, womöglich über die ganze Welt verbreitet. Die „Nationalzeitung" knüpft an die Marx'sche Kritik eine längere Betrachtung. „Die Diktatur des Proletariats" betitelt, die zu folgenden Schlußsätzen gelangt: „Durch die Gesetzgebung wird die Sozialdemokratie immer nur nach ihrer Meinung dürftige Brosamen erhalten; erst wenn sie sich der Diktatur bemächtigt hat, kann sie sich gemüthlich zu Tische setzen. Den Massen schwebt dann als idealistischer Zustand die reichliche Ernährung durch den Staat bei geringer Arbeit, den Führern die oberste Rolle im Staate vor. So war es in Rom. so war es in Paris. so soll es einmal auf der ganzen Erde sein, das ist das greifbare Programm der Sozialdemokratie. Daß es sich einzig durch die Diktatur Herstellen läßt, hat Marx eben so richtig erkannt, wie die ephemere Natur derselben. Schnell verwandelt sich das Proletariat in das Soldatentbum, die Staaks- werkstatt in die Kaserne, die wenig einträgliche Arbeit in Len lohnenden Eroberungskrieg, Robespicrrc in Napoleon. In anderen Formen und anderen Namen strebt die moderne Sozialdemokratie dasselbe Ziel wie die Jakobiner an, nur der Raum, auf dem sic das neue Schauspiel aufführen will, hat sich weil über die Grenzen Frankreichs zum Welttheater erweitert. Osr genug haben die Sozialdemokraten die Ordnungsparteien als Gespcnüerseber verspottet, jetzt ist es der Papst selber, der das „rothe Gespenst" heraufbeschwört und die „revolutionäre Diktatur des Proletariats" als den nächsten Zweck der ganzen Bewegung bezeichnet." GroWerzogLhurn NsDen. Karlsruhe, den 16. Februar. Heute Vormittag nahm Seine Königliche Hoheit der Großherzog den Vortrag des Staatsministers 1)r. Turban und darnach denjenigen des Flügeladjutanten Oberstlieutenants Müller entgegen. Nachmittags hörte Höchst- derselbe die Vorträge des Geheimeraths Freiherrn von Ungcrn-Sternberg und des Legationsraths 0r. Freiherrn von Babo. Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin begab Sich heute Vormittag 11 Uhr mit Ihrer Großherzoglichen Hoheit der Fürstin zu Leiningen nach Baden-Baden zum Besuch Ihrer Majestät der Königin von Sachsen und Ihrer Königlichen Hoheit der Fürstin Josefine von Hohenzollern. Die Höchsten Herrschaften trafen Nachmittags 3 Uhr wieder in Karlsruhe ein. K (Großb. Hosthsater.) Der Spielplan des Schauspiels kündigt für nächsten Mittwoch die Erstausführung von „Das verlorene Paradies" für Baden an, während am Donnerstag hier zwei einaktige Neuheiten zur Aufführung gelangen, welche ihre Bühnenwirksamkeit bereits mehrfach an anderen Bühnen bewährt haben, nämlich das Lustspiel „Vor der Prüfung" von Lothar Clement und „Ter Ring des Polykrates" von Tcweles. Den Beschluß des Abends soll Putlitz' beliebter Schwank „Das Schwert des Damokles" bilden. Für Freitag, den 20. Februar, steht eine Wiederholung von Wil- brandt's „Der Uuterkaatssekrctäc" in Aussicht. Im Beginn des März wird Herr Drach vom Hoftdeater in Dresden als Gast hier den Karl Moor in „Die Räuber" spielen. Berlioz' „Trojaner", 1. und II. Tbeil, kommen am Samstag den Sl. und Sonntag den 22. Februar wiederholt zur Aufführung. F v. Stuttgart , 14. Febr. (Stuttgarter Musikfest.) Laut Beschluß des Vereins zur Förderung der Kunst soll das dritte Stuttgarter Musiksest in der Zeit vom 2. bis 4. Juni ab- gehalteu werden. IV. Lugano » 14. Febr. (In den See gesunken.) In Brusino-Arsizio am Luganer See sanken drei Häuser in den See. Weitere Nachstürzr werden befürchtet. IV. London , 14. Febr. (Zum Frauen mord in Whitechapel.) Wie das Rcuter'schc Bureau erfährt, wäre der Name des heute früh verhafteten angeblichen Mörders der gestern in Whitechapel todt aufgefundencn Frauensperson Thomas Saddlcr. Eine Frau hätte auf d:m Polizeibureau zu Protokoll gegeben, daß sie den Verhafteten mit der ermordeten Frau in Streit gesehen habe. Ein Polizeisergeant soll angegeben haben, er sei eine Viertelstunde nach dem Morde dem Saddler mit blutbefleckten Händen begegnet. Saddlcr leugnet entschieden, das Verbrechen begangen zu haben. Neueste Telegramme. (Nach Schluß der Redaktion eingetroffen.) Berlin, 16. Febr. Seine Königliche Hoheit der Erbgroßherzog von Baden trat eine Dienstreise nach Koblenz an. Höchstderselbe begibt sich von dort nach Baden und kehrt in etwa 14 Tagen nach Berlin zurück. Berlin, 16. Febr. Der Reichstag fetzte heute die Be- rathung der Novelle zur Gewerbeordnung bei Z 105 e der Vorlage fort. Im Laufe der Debatte trat der Minister v. Berlepsch für die Beibehaltung der Kontrolvorschriften ein. Dieselben seien für kleine Betriebe nöthiger als für große. Wünschenswerth sei ein Verbot des Backens in der Nacht zum Sonntag. Ein Beschluß wurde noch nicht gefaßt. GroMermglichrs tzofthratrr. Dienstag, 17. Febr. 25. Ab.-Vorst.: „Lucia von La««er- moor", Oper in 3 Aufzügen von Salvator Cammerano. Musik von G. Donizetti. Anfang V-7 Uhr. Familirnnachrichtrn. Karlsruhe. Auszug aus dem Standrsbnch-Kegtst-r. Geburten. 10. Febr. Maria Josefine, V.: Wilhelm Brock, Schlosser. — 11. Febr. Wilhelm, V.: Sylvester Walter. Schuhmacher. — 12. Febr. Karl Franz Friedrich, V.: Friedrich Schmidt, Blechner. —13. Febr. Christian Eduard, V.: Christian Bührer. Schriftsetzer. — 14. Febr. August Wilhelm, B.: Bonavcntura Steidle. Handelsmann. — Lilly Fanny. V.: 0--. Richard Bielefeld, Rechtsanwalt. — Johann Ernst Hermann Vincenz Albert, V.: Hermann Burkart. Kaufmann. — 15. Febr. August Friedrich Albert, B.: August Diez, Kaufmann. Eheaufgebot. 14. Febr. Otto Walther von Arnstadt, Postsekretär in Mannheim, mit Wilhelmine Füller von hier. Todesfälle. 14. Febr. Josefine Trabinger. ledig, Kleidermacherin, 23 I. — Adolf. 2 M. 10 T., V.: Adolf Dietz, Privatdiener. — Anna, 9 M. 28 T., V.: Wilhelm Rinck, Schmiedmeister. — 15. Febr. Franziska Grünewald, ledig, Näherin, 76 I. —^16. Febr. Elisabetba, Ebefrau von Friedrich Baumgärtner, «Schmied. 33 I. — Anna Scholl, ledig, Dienstmädchen, 19 I. — Kaspar Eichel, ledig, Metzger, 18 I. Wlttrrungsdeobachtuirgen der Mrtrorol. Stalls« Karlsruhe. Februar 14- Nachts 9 U. 15. Mrgs. 7 U. 15. Mittgs.211. 15. Nachts 9 U. 16 Mrgs. 7 U. 16. Mittgs.Lll. Barom Therm. u»w w 6. 768.8 767 6 766 5 766 5 766-2 766.3 -4.4 - 6.0 410 4-0 2 -0.3 -1-5.8 Absolute! Relative Feucht. Fruchtig- Sind, in nin, «seitin»// 2.2 68 , E 21 ^ 74 ! NW 2-7 ! 55 SE 4-0 > 85 NE 33 ! 77 3.8 ! 55 E Hwuuel. klar bedeckt w. wolkig Wasserstau-des Rheins. Maxau, 15. Febr , Mrgs.» 3 60 «, gefallen 1 cm. — 16. Febr. Mrgs. 2,58 gefallen 2 cm. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Harder in Karlsruhe. Wetterkarte vom 16. Februar, Morgens 8 Uhr. Lv ,-745, 750 Äl S 0 Frankfurter telegraphische Kursberichte vom 16. Februar 1891. StaatSpaviere. .Deutsche Bank 159.40 4"/vDeutsche Reichs- Dresdener Bank 156.40 anleih: 106.65 4°/, Preuß. Kons. 106 — 4°/« Baden in fl. 101.75 4°/° . inM ! Oesterr. Goldrente 97 80 Silberr. 8180 4"/o Ungar^Goldr. 93 50 99.10 76.50 94 70 78.80 77. 92.40 90.30 1880r Russen 11. Orientanleihe Italiener compt. Egypter Spanier Zoll-Türken 57o Serben Banken. Kreditaktieu Diskonto-Kom- mandit 274'/. 117"/« 188'/2 200 »/. 116.20 155 — Bahuakitev» Schwz. Nordostb. 134.70 Lombarden Galizier Elbthal Hess. LudwigSb. Gotthard Wechsel »nd Sorte«. Wechsel a. Amstd. 169.70 , , London 30.36 . Paris 80.70 ^ , Wien 178.— NapoleouSd'or 16.15 "rivatdiskonto 3'/, lad. Zuckerfabrik 87.— NachbSrse. —- 8741 /. 317'/- 213.40 Kreditaktieu BaSler Bankver. 163 80 Staatsbahu DarmstädterBauk 152.80 Lombarden Handelsgesellsch. 157.70 Tendenz: fest. Berlin. j Wie«. Oest. «reditakt. l 76 2 o UHtakÜm , StaatSbahu 108 70 Lombarden 59.60" DiSk.-Kommand. 216.70 Marienburger 64 20 Dortmunder 83 20 Lamahütte 136.40 Tmdmz: —. arn enden;: kill. Baris. 3°/, Reute Spanier Türke» Ottomane Tendenz: —. 309.1V 56.12 105.15 ».72 77'/. 19.52 «SS.— Ueberstcht der Witter»««. Hoher Druck bedeckt »war fak ganz Mitteleuropa, doch ist cS hier unter dem Einfluß einer über Nordskandinavien gelegenen Depresston wohl nur vorübergehend meist trüb und bis Mitteldeutschland herein regnensch; die i Temperaturen find bei westlichen Winden überall gestiegen, so daß meist Thauwetter herrscht. Danksagung. Karlsruhe. Für die vielfachen Beweise herzlicher Theilnahme aus Anlaß des Hinscheidens meines lieben Bruders spreche ich hiemit den innigsten Dank aus. Karlsruhe, 16. Februar 1891. R. Schneider, K.79. Senatspräsident. K.74. Freiburg i. B. Unter' sertigter 6.0. erfüllt hiermit die traurige Pflicht, seine lieben a. 8. a. ö- nnd auswärtigen i. a 6. 8. 0. lipon dem am 9. d. M. erfolgten Ableben seines lieben s. 8. Sigmund Schneider, Geh. Hofrath und Medizinalrath zu Oberkirch, geziemend in Kennt- uiß zu setzen. Der 6.0. der„8ukvia° zu Freiburg. I. 4. _ Dörner x X X. _ K.61.1. Pforzheim. Grund-uudpsandöuch- Danksagung Freibnrg. Für die vielen Beweise von Theilnahme, die mir anläßlich des Ablebens meiner lieben Frau zu- gingen, spreche ich meinen innigsten Dank aus. Freiburg, den 16. Februar 1891. 8. K.84. Hauptlehrer a. D. Finanzassiftenten-Verei«. Die CSkixr»! findet am 8a»i»t»L SÄ L Vier, im Gasthof „Zähringer Löwen" (Ecke der Zähringer- und Adlerstraße) statt und laden wir sämmtlichc Mitglieder zu recht zahlreichem Besuche freundlichst ein. Der Vorstand. __ N « pK.85.1. Fkiikrmßchtrmigsgcskllsihllst -es stM Wnir in KeliimslkastskeriM pro MO. ! d. IDie Stelle des Grund- und Pfand» buchsührers hiesiger Stadt mit einem Gehalt bis zu 5666 Mark bei Kautionsleistung von 4000 Mark und mit Pensionsberechtigung im Sinne des § 19 f. der Städkeordnung ist auf 15. Mär» d. I. zu besetze». Bewerber aus den zum Richteramte oder znm Notariatsdienste befähigten Personen wollen ihre Gesuche unter Anschluß der Zeugnisse längstens bis zum 1. März d. I. anher einrcichen. Pforzheim, den 14. Februar 1891. Der Stadtrath. Habermehl. Frei,. K.75. Nr. 666. Freiburg. Bekanntmachung. Bei der heute vorschriftsqemäß vorgenommenen Ziehung der für 1891 zur Heimzadlung bestimmten Schuldverschreidungendes Kreisanlebensvon 1879 wurden folgende Nummern gezogen: ' Von Lit. ^ über je 1000 Mark die Nummern 50, 58. 65. Von Lit. 6 über je 500 Mark die Nummern 134, 208, 255, 278. Von Lit. 6 über je 200 M. Nr. 63. Dieft Obligationen mit ihrem Nennwerth von zusammen 5200 Mark werden zur Heimzahlung auf I September 1891 gekündigt, von welchem Tage an keine weiteren Zinsen mehr vergütet werden. Die Zahlung geschieht bei der Kreisverbandskaffe hier, sowie der Rheinischen Kreditbank in Mannheim und deren Filialen in Konstanz, Freiburg, Karls- rnhe und Heidelberg, gegen Rückgabe der betreffenden Schuldverschreibung mit dazu gehörigem Talon und Kouvons. Freiburg, den 13. Februar 1891. Kreisausschuß. Frhr. von Boecklin. «Ärgerliche «cchtspllege. Ocffeutlichr Zustellungen. K.80.I. Nr. 1623 Karlsruhe. Die Ehefrau des Eduard Nowack, Alexandrinc, geb. Weiß zu Karlsruhe, vertreten durch Rechtsanwalt Bonnö hier, klagt gegen idren genannten Ehe- - mann, zuletzt in Pforzheim, zur Zeit! an unbekannten Orten abwesend, wegen i harter Mißhandlung und grober Bcr- unglimvfung, mit dem Anträge auf Scheidung der zwischen den Streit- theilen am 17. Dezember 1879 geschlossenen Ehe, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die Civilkammer H des Gr. Landgerichts zu Karlsruhe auf Samstag den 23. Mai 1891, Vormittags 8Vr Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugclassenenMnwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Karlsruhe, den 7. Februar 1891. Diez, Gerichtsschreiber des Gr. Landgerichts. K.52.1. Nr. 1-5607. Mannheim. Der Kaufmann Karl Markstahler und der Bierbrauer Philipv Droll, beide zu Dinglingen, vertreten durch Rechtsanwalt Marquier allda, klagen gegen den Eisengießer Daniel Schwi ckart, zuletzt in Neckarau, zur Zeit an unbekannten Orten abwesend, aus Kauf und Darlehen, mit dem Anträge aus vorläufig vollstreckbare Verurtheilung desselben zur Zahlung von 53 Mark 58 Pf- an Kläger Markstahler und 25 Mark 9 Pf. an Kläger Droll nebst 5 Pro». Zinsen vom Klagzustcüungstage an, und laden den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Gr. Amtsgericht IV zu Mannheim auf Donnerstag den 2. April 1891, Vormittags 9 Uhr. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung 1. Die im I. Semester abgeschlossenen Versicherungen betrugen. Die in den vorhergehenden Jahren abgeschlossenen Versicherungen, welche im >. Semester noch in Kraft waren, betrugen. Dem Einnahme-Conto wurden gutgeschrieben: Saldo Bortrag. Prämienreserve für die nächsten Brandschäden Prämieneinnahme.- - Zinsen.. 886,918,971. 20 ^L 8.666,859,249. 60 UsiilWe Nmlkem Mil Verlags MW ^ vormals Hl. lk'Lsedd»«!» in Straßburg. ! Die ordentliche Generalversammlung findet am Mittwoch de» 11. ! März d. I., Vormittags 10 Uhr, im Gcschäfrslokal, Thomasvlatz 8. zu ! Straßborg statt, wozu wir die Herren Actionäre unserer Gesellschaft eiuladrn. Tagesordnung. ! Vorlage der Bilanz und der Gewinn- und Verlust-Rechnung per 31. ! Dezember 1890. ! Bericht der Direction und des Aufsichtsraths. Antrag auf Vertheilung des Reingewinns. Entlastung des Aussichtsraths nnd der Direction. Straßburg, den 16. Februar 189t. Der Aufsichtsrath der Elsässischen Druckerei- und Verlags- Anstalt vormals G. Fischbach, 4 '. XL. — Diejenigen Actionäre. welche an der Generalversammlung rheil- nehmen wollen, haben ihre Acticn bis spätestens Samstag den 7. März, Abends 6 Uhr, entweder in Ltrasibnr, bei der Gesellschaftskaffe, bei dem Bankbause Cb. Stäbling, L- Valentin u. Co., in Karlsruhe bei dem Bankbause Veit L. Hamburger, oder in Frankfurt a. M. bei der Deutsche» Union-Bank zu binterlcgen. _ A.62. — Mel Vicwkis, Aklklskuke, —^ dringt ssins BLunalioliLsitvn kür Hooduvlitei», 11tii«ro, Gwiipvru eto. in snrpkodlonLs Lrinnsrrrag. — Bsi gutsr Bsüisnung naüssigs Ibrsiss. J.867.L. Lodraalrtungsvollst_Ib H Hü, Bssitssr. ^L 610,813. 05 3,200.000. — 3,443.449. 15 212,609. 68 7,466.871. 88 ! ! c. ü. Zusammen -4L _ Demselben wurden dagegen belastet: Allgemeine Unkosten, Abgaben, Gehalte, Kanzleibedürfnisse, Druckkosten, Veröffentlichungen, Heizung, Beleuchtung, Inspektionsreisen, Steuern . - - 227,181. 89 Kommissionsvergütungen.^ 830,223. 20 Bezahlte und noch zu zahlende Brandschäden - . 2,170,977. 75 Zurückgrlegte Prämien für spätere Brandschäden . . 3,200,000. — Zusammen 6,428,382. 84 Der Einnahme-Conto beträgt somit.' ^ 7,466,871. 88 und der Ausgabe Conto.^ 6,428,3 82. 84 Es ergibt sich daher ein Ueberschuß von.1,038,489. 04 Von dieser Summe wurden dem Gewinn- und Bcr- lustconto gutgebracht.- Gerichtsschreiber des Gr.Amtsgerichts. ! lieber das Vermögen des Schreiners! K.83. Nr. 5242. Karlsruhe. Josef Link dahier wurde heute am 14.! lieber das Vermögen des Schreiners ! Februar 1891, Nachmittags 3 Uhr, das! Franz Echte dahier wurde heute» am ! Konkursverfahien eröffnet. j 14. Februar 1891, Nachmittags 3 Uhr, Der Rechtsanwalt Ur. Seeligmann das Konkursverfahren eröffnet, wurde zum Konkursverwalter ernannt. Der Rechtsanwalt Ur. Seeligmann Konkursforderungen sind bis zum ^ wurde zum Konkursverwalter ernannt. 9. März 1891 bei dem Gerichte an- Konkursforderungen sind dis zum 9. zumelden. , März 1891 bei dem Gerichte anzu- Es wird zur Beschlußfassung über die melden. Wahl eines andern Verwalters, sowie! Es wird zur Beschlußfassung über über die Bestellung eines Gläubiger-! die Wahl eines andern Verwalters, sowie ! ausschuffes und eintretenden Falls über über die Bestellung eines Gläubigeraus- ! die in 8 120 der Konkursordnung de-! schusses und eintretenden Falls über ^ zeichneten Gegenstände, sowie zur Prü-! die in 8 120 der Konkursordnung be- fung der angemeldeten Forderungen auf j Zeichneten Gegenstände und zur Prüfung ! Montag den t6. März 1891, der angemetdeten Forderungen auf Nachmittags 5 Uhr, ' Montag den 16. März 1891, vor dem Großh. Amtsgericht Karlsruhe, > Nachmittags 5 Ubr, Akademiestr. 2, t. Stock, Zimmer Nr. 1, ^ vor dem Großh. Amtsgericht Karlsruhe, Termin anberaumt. ! Akademiestraße 2, l. Stock, Zimmer Allen Personen, welche eine zur Kon- j Nr. 1, Termin anberaumt, kursmasse gehörige Sache in Besitz haben! Allen Personen, welche eine zur Kon- oder zur Konkursmasse etwas schuldig l kursmaffr gehörige Sache im Besitz sind, wildausgegeben, vickts-an den haben oder zur Konkursmasse etwas Gemeinschutbner zu verabfolgen oder zu! schuldig sind, wird aufgegeben, nichts leisten, auch die Berpllicktung aufgelegt,! an den Gemeinschuldner zu verad- von dem Besitze der Sache und von den ^ folgen oder zu leisten, auch die Ber- Forderungen, für welche sie aus der Pflichtung aufgelegt, von dem Besitze distrikt Großklosterwald Ablheilmtg 3, 4 und 5 Tamstag deu 21 Februar d. I.. Vormittags '/rll Uhr beginnend, im Gasthaus zum Hirsch in Sulzbura: 8 Tannen-Baubolzstämme l-, 7 H-, 29 111 , 129 IV., 45 V.Kl : 4 Tannen» klötze 1, 30 II. Kl.; 180 Hopfenstangen 1 bis IV. Kl.; 66 Ster tannenes Red- stecken-Rollholz, 2 Ster erlenes Roll- holz; 3 Eichen IV. Kl. und 4 Buchen. K.77^Karlsruhe. Großh. Bad. Staats Eisenbahnen. Für die Beförderung von Graphit, unreiner (erdig), roh oder geschlemmt oder gemahlen in Wagenladungen von 10000 Ka zwischen Stationen der k. k. österreichischen Staatsbahnen Budweis und Weleschin-Krumau einerseits und süddeutschen Stationen (Mannheim, Ludwigshafen rc.) anderseits gelangt mit Wirkung vom 20. d Mts. ab em besonderer Ausnahmetarif zur Einführung Exemplare desselben können durch die Station Mannheim unentgeltlich bezogen werden. Karlsruhe, den 15. Februar 1891. _Genera ldirrktion. _ el. K.14.1. Nr. 555. Bas Großh. Bad. Staats- Eisenbahnen. In Folge der ungünstigen Angebote bei der Submission vom 8. Dezember v. I. werden die Bauarbeiten zum Neubau eines Zwischenbaues zwischen dem Hauptgebäude und dem südlichen Endbau im Badischen Bahnhof nochmals zur Vergebung ausgeschrieben, und zwar: Maurer-, Steinhauer-, Gppser-, Zimmer-, Schreiner-, Glaser-.Schlos- ser-, Blechner-, Anstreicher- und Ta- pezierarbeitcn, im Gesammtbetrage von. 8951-84 M. Angebote auf sämmtlichc oder einzelne Arbeiten sind längstens bis zum 26. Februar, Bormittags 8 Uhr, im Geschäfiszimmer des Unterzeichneten einzurrichen, woselbst die Baupläne und Akkordbedingungen zur Einsicht aufliegen und die Kostenübcrfchlagsim- pressen bezogen werden können. Basel, den lO. Februar 1891. Grosth. Babubauinspektor. Ein BauMrer Zur Erbauung eines Amthauks für wird von der Unterzeichneten Stelle für Konstanz soll die Lieferung von ^ Tra-^ den Amtsgerichksneubau in Ueber- gern vergeben werden im Gesammt-! lingen zum sofortigen Eintritt gesucht, gewicht von 14156.76 Irlg. Pläne, Be- Derselbe wird auf die Dauer von 2 dingungen rc. liegen auf dem dieffeiti-! Jabren beschäftigt werden können, gen Geschäftszimmer zur Einsicht auf.! Bewerber werden gebeten, ihre Ge- Die Angebote sind längstens bis zum suche mit Zeugnissen und Angabe der 24. Feoruar 18S1, mit geeigneter! Gehaltsansprüche alsbald anher einzu- Auischrift versehen, anher einzureichcn. senden. J.S82.3. Konstanz, den 14. Februar I89l. Großh. Bezirksbauinspektion. Nr. 399. Braun _ K.72.1 Konstanz, den 11. Februar 1891. Großh. Bezirksbauinspektiou._ EintüchtigerArchitekt, katholischer Konfession, soll in Folge höherer Ermächtigung als erster Gehilfe bei unterfertigter Stelle alsbald i eingestellt werden. Meldungen wollen ! unter Angabe der Gehaltsansprüche und ! unter Vorlage von Zeichnungen und K73.1. Nr. 1264. Heidelberg. Großh. Bad. Staats- Eisenbahnen. Die Herstellung von etwa 500 gm Asphaltfläche auf dem Bahnsteig vor .. „ . dem Empfangsgebäude im Bahnhofe Zeugnissen bei unterfertigter Stelle ein- Heidelberg soll im Anbietungsverfahren ^ gereicht werden, vergeben werden. Erzbischöfliches Bauamt Heidelberg. Die Bedingungen, welche nicht nach Maier. K.87.1. auswärts verabfolgt wer'cn, liegen auf ^ Nasaraapkiifp arsmAI meinem Geschäftszimmer zur Einsicht! auf, woselbst die Angebote, auf den ^ K.43. Ich suche einen zuverlässigen, Quadratmeter Asphaltfläche gestellt, > mit allen vorkommenden Arbeiten ver- verschlofsen und mit en sprechender Auf- ^ trauten Gehilfen zum alsbaldigen Einschrift versehen bis längstens Mittwoch den 25 d. Mts., Vormittags 9 Uhr, einzureicken sind. Heidelberg, den 13. Februar 1891. ^ Der Gr. Babnbau-Jns pcktor H- Nutzholzversteigerung. K.70 Nr. 56. Großh. Bezirkssorstei Sulzburg versteigert mit üblichem Zah- lungsiermin aus dem Domäncnwald- tritt. Notar Strüve, Ma unhei«. K.51. Nr. 1969? Engen. Bei diesseitigem Amtsgericht ist eine Deco- pistcnstelle mit jährlich 400 Mark Gehalt und etwa 50 Mark Nebengebühre» sofort zu besetzen; Bewerber wollen sich unter Vorlage ihrer Zeugnisse alsbald melden. Engen, den 14. Februar 1891. Großh. bad. Amtsgericht. Gießler. D-uck und Verlag drr G. Braun'schr» v'kbuckdrn'trrri.