Karlsrihn Mim. Montag, 21. Juli. 1 !»^ Expedition: Karl-FriedrichS-Straße Nr. 14, woselbst auch die Anzeigen in Empfang genommen werden. Vorausbezahlung: vierteljährlich 3 M. SO Pf.; durch die Post im Gebiete der deutschen Postverwaltung, Briefträgergebühr eingerechnet, 3 M. Einrückungsgebühr: die gespaltene Petitzsle oder deren Raum 20 Pfennige. Briefe und Gelder frei. 85 Pf. 18 SV. Nichtamtlicher Thril Karlsruhe, den 21. Juli. Die Zahl der Minister in Bulgarien ist durch den unlängst erfolgten Rücktritt des Ministers des Auswärtigen, ör. Stranski, und des Finanzministers Sallbacheff von sechs auf vier zurückgegangen. Bis jetzt sind Stranski und Sallbacheff noch nicht ersetzt worden, sondern ihre Geschäfte werden provisorisch von andern Mitgliedern des Kabinets versehen; aber längere Zeit als nothwendig wird man dieses Provisorium doch nicht ausdehnen wollen. Man sieht daher für die erste Zeit nach der Rückkehr des Prinzen Ferdinand aus Karlsbad einer Vervollständigung des bulgarischen Ministeriums entgegen. Von besonderem Interesse ist dabei, daß von einer sonst gut unterrichteten Seite versichert wird, die Regierung werde diese Gelegenheit benützen, um der Partei des früheren Ministerpräsidenten Radoslawoff ein Zugeständnis zu machen. Radoslawoff ist der Führer der gemäßigten Opposition; seine Partei bekämpft aber nicht den Prinzen Ferdinand, sondern nur den Ministerpräsidenten Stambuloff, sie strebt keine Aenderung der äußeren Verhältnisse Bulgariens an, sondern steht auf dem Boden der gegebenen Zustände und auch der Gegensatz zwischen den Anhängern Radoslawoffs und Herrn Stambuloff hat in letzter Zeit so viel von seiner früheren Schärfe verloren, daß eine Berücksichtigung dieser Partei bei der Vervollständigung des Kabinets nicht für unmöglich gilt. Radoslawoff ist ein energischer Mann, der sammt seiner überwiegend intelligenten Partei noch eine Zukunft haben kann und schon öfters als derjenige bulgarische Politiker genannt worden ist, der die meiste Anwartschaft darauf habe, der Nachfolger Stambuloffs Lu werden. Vielleicht war gerade dies ein Grund, weßhalb Stambuloff bisher keine Annäherung an ihn gesucht hat. Jedenfalls würde aber eine solche Annäherung der Regierung und der Partei Radoslawoff's an einander für die Festigung der inneren Verhältnisse Bulgariens von Wichtigkeit sein, indem sie das Kabinet auf eine breitere Grundlage stellt. Nach einer Aussöhnung der Regierung und der Partei Radoslawoffs würden nur noch die wenig zahlreichen Anhänger Zankoffs in der Opposition verbleiben. Uebri- gens hat die bulgarische Regierung soeben in Konstantinopel einen bemerkenswerthen diplomatischen Erfolg errungen. Der Sultan hat ein Jrade erlassen, durch welches bulgarische Bischöfe für Askul, Köprülü und Ochrida eingesetzt werden. Durch die Ernennung dieser drei Bischöfe für Macedonien ist die Pforte den Wünschen gerecht geworden, die in der letzten bulgarischen Note hinsichtlich einer gerechteren Behandlung der Bulgaren in Macedonien geltend gemacht worden sind. Ueber die in der mittelamerikanischen Republik San Salvador durch den plötzlichen Tod des Präsidenten Menendez geschaffene Lage ist man zur Zeit nicht genau unterrichtet. Von dem französischen Generalkonsul für San Salvador soll in Paris die Mittheilung zugegangen sein, die Truppen des provisorischen Präsidenten Czeta hätten nach drei Gefechten die eingedrungenen Truppen Guatemala's über die Grenze zurückgeworfen. Bisher ist von einem Eindringen der guatemalaschen Truppen in San Salvador aber nichts bekannt geworden. Noch vor einigen Tagen hatte die Gesandtschaft von Guatemala in Paris den Blättern eine amtliche Depesche zugestellt, welche bestimmt die Gerüchte über einen Krieg mit San Salvador dementirte und versicherte, die an den Grenzen aufgestellten guatemalischen Truppen hätten lediglich den Zweck, Ereignissen zu begegnen, die etwa infolge der Anarchie in San Salvador eintreten könnten. Zwischen den beiden Meldungen besteht also ein Widerspruch, den erst weitere Nachrichten aufhellen müssen. Deutschland. * Berlin, 21. Juli. (Tel.) Nach telegraphischer Meldung aus Molde unternahm Seine Majestät der Kaiser am Samstag Vormittag am Land von Geiranger einen kurzen Ausflug und fuhr sodann am Nachmittag an Bord der „Hohenzollern" nach dem Joringfjord, wo die kaiserliche Nacht bei Säboe ankerte. Abends umfuhr der Kaiser an Bord eines Torpedobootes den Norangs Fjord. Gestern Vormittag fuhr Seine Majestät mit der Dacht „Hohenzollern" bei prachtvollem Wetter nach Molde, wo die Flotte mit der Korvette „Irene" vor Anker lag. Der Kaiser nahm hier die Parade ab. — Mit dem 1. Juli d. I. ist ein Uebereinkommen zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn in Kraft getreten, wonach die beiden genannten Staaten sich die Unterstützung ihrer hilfsbedürftigen Seeleute gegenseitig verbürgen. Die Unterstützung soll den Unterhalt, die ärztliche Pflege, Arznei und Reisekosten umfassen. Außer mit Oesterreich-Ungarn hat Deutschland bereits früher mit Großbritannien, Frankreich, Schweden und Norwegen sowie mit Dänemark solche Vertrüge abgeschlossen. München, 20. Juli. Der Staatsminister Frhr. v. Lutz ist gestern an den Starnbergersee abgereist. Das Befinden des Frhrn. v. Lutz hat sich in den letzten Tagen nicht wesentlich verändert. Vefferrrich-Wnsarn. Wien, 19. Juli. Das „Fremdenblatt" schreibt an hervorragender Stelle: Das in Madrid erscheinende Journal „La Epoca" sieht sich veranlaßt, in einem besonderen Artikel den ausgestreuten Gerüchten, daß die letzte Ministerkrise in Spanien auf auswärtige Einflüsse zurückzuführen sei, entschieden entgegenzutreten. Unter anderem wird auch darin hervorgeben, wie absurd es sei, die vermeintliche Reise des Deutschen Kaisers nach Spanien, sowie den Namen Seiner Kaiser!, und Königl. Hoheit des Erzherzogs Albrecht mit der Krisis in Verbindung zu bringen. Für uns hätte es eines solchen Dementis nicht erst bedurft, da hierzulande hinreichend bekannt ist, daß weder die Kaiser!, und Königl. Regierung, noch irgend ein Mitglied unseres Kaiserhauses auch nur im entferntesten an die Einmischung in die spanischen Angelegenheiten denkt und daß es sich hier nur um böswillige Erfindungen handelt, die zunächst von „Jntransigeant" und „Lanterne" in Paris ausgeheckt wurden und von dort in die Spalten der spanischen Blätter übergegangen sind. Frankreich. Paris, 19. Juli. Der Minister des Aeußern, Ribot, gedenkt die Interpellation des boulangistischen Abgeordneten Laur über die auswärtige Politik am Montag oder spätestens Dienstag zu beantworten. — Der Oberstaatsanwalt Quesnay de Beaurepaire, welcher die Regierung im Boulangerprozesse vertrat, ist zum Kommandeur der Ehrenlegion ernannt worden. Die Ernennung erregt Aufsehen und vielfach Anstoß, da Quesnay de Beaurepaire erst letztes Jahr Offizier dieses Ordens geworden ist, obgleich eine Vorschrift verbietet, die Beförderung zu einem höheren Grade in einem kürzeren Zeitraum als zwei Jahren eintreten zu lassen. Unrichtig ist es aber, wenn man die Auszeichnung des Oberstaatsanwalts auf den Wunsch des Präsidenten Carnot zurückführt. Die „Agence Havas" enthält folgende Note: „Aus Anlaß der Ernennung des Oberstaatsanwalts Quesnay de Beaurepaire zum Kommandeur der Ehrenlegion erneuern einige Zeitungen die Angriffe gegen den Präsidenten der Republik, welche sie bereits bei Beförderung des Generals Brugere zum Divisionsgeneral gegen ihn richteten. Um dieser Erörterung die Spitze abzubrechen, sind wir zu der Erklärung ermächtigt, daß der Präsident der Republik, beiden Ernennungen sernsteht." — Die Deputirtenkammer setzte heute die Berathung der direkten Steuern fort. Nach langer Erörterung wurde schließlich die Vorlage im Ganzen mit 452 gegen 68 Stimmen angenommen. — In Deputirtenkreisen glaubt man, der Finanzminister Rouvier werde eine Zuschlagssteuer auf Alkohol Vorschlägen, um den Ausfall im Budget, der durch Entlastung des unbebauten Grundbesitzes entsteht, zu decken. Großbritannien. London, 20. Juli. Nachdem die englische Regierung sowohl die geplante Aenderung in der Geschäftsordnung des Unterhauses wie die Zehentbill und die irische Landankaufsvorlage fallen gelassen hat, sieht man jetzt wenigstens das Ende der Parlamentsverhandlungen ab. Indessen wird das Parlament mit dem Arbeitsstoffe, der ihm auch nach der Verzichtleistung der Regierung auf die genannten Vorlagen übrig bleibt, noch immer nahezu bis zum Ende des nächsten Monats zu thun haben. Der Schluß der Session wird jetzt für den 28. August angekündigt. Serbien. Belgrad, 19. Juli. „Odjek" protestirt gegen die Unterstellungen auswärtiger Blätter, welche dem König Milan feindliche Absichten gegen das verfassungsmäßige Regime in Serbien zumuthen. Solche beleidigende Aufforderungen zum Landesverrath müßten aus Achtung für den König, sowie wegen seiner staats- und verfassungsrechtlichen Stellung als Mitglied des Königlichen Hauses energisch zurückgewiesen werden. Sämmtliche Mitglieder des Königlichen Hauses unterstehen gemäß der Verfassung der Disziplinargewalt des regierenden Königs, welche während der Minderjährigkeit des Königs von der Königlichen Regentschaft ausgeübt wird. Die beleidigenden Insinuationen auswärtiger Journale beruhen auf falscher Interpretation sowohl der Aeußerungen des Königs Milan, als auch seiner Stellung als Mitglied der Dynastie und rechnen auf Eventualitäten, gegen welche nicht nur die Verfassung, sondern alle Faktoren im Staate ausreichenden Schutz gewähren. Grotzherzogthum Baden. Karlsruhe, den 21. Juli. * (Professor Franz Keller-Leuzingers-.) Aus München geht uns die Nachricht zu, daß der als Maler und Schriftsteller bekannte Ingenieur Professor Keller-Leuzinger, der zu längerem Besuche dort weilte, daselbst nack kurzer Krankheit gestorben ist. Franz Keller war (wie der Professor Ferdinand Keller) ein Sohn des badischen Ingenieurs Josef Keller und wurde am 30. August 1835 zu Mannheim geboren. Er besuchte das Polytechnikum in Karlsruhe und begleitete 1855 seinen Vater, der zur Ausführung von Straßenbauten nach Brasilien berufen worden war; dort weilte er bis 1870 und bereiste das weite Land nach verschiedenen Richtungen. Nach Karlsruhe zurückgekehrt, gab er die von ihm selbst mit Illustrationen versehene Reise- beschrcibung „Born Amazonas und Madeira" heraus. Hierauf widmete er sich vornehmlich kunstgewerblichen Arbeiten und erwarb sich auf diesem Gebiete (namentlich in Entwürfen für Thon- und Glasgefäße) einen sehr geachteten Namen; er wurde mit der Leitung der von Ihrer Königlichen Hoheit der Großberzogin gegründeten Kunstgewerbeschule betraut und war in einer ähnlichen Stellung auch einige Jahre in Hamburg thätig. Von 1879 ab weilte er zumeist in Stuttgart, ,aber auch in München und Berlin. In diesen Jahren war er vielfach mit der Illustration geographischer und ethnologischer Werke beschäftigt, auch mit schriftstellerischen Arbe.ten für wissenschaftliche Zeitschriften und Tageszeitungen. O (Leibgrenadiertag.) Die auf Samstag Abend in's Bahnhofhotel einberufene Versammlung ehemaliger hiesiger Leibgrenadiere war ungemein zahlreich besucht, wobei wir besonders hervorheben, daß auch zahlreiche Offiziere erschienen waren. Der Vorsitzende des Komits's, Herr Oberstlieutenant a. D. Rheinau, eröffnete die Versammlung mit einem begeistert aufgenommencn Hoch auf Kaiser und Großherzog. Die darauf stattgehabten Verhandlungen ließen ein sehr reges Interesse der Anwesenden an dem guten Gelingen des Festes erkennen und kam dies besonders durch die sehr namhaften Einzeichnungen in die zur Deckung der Kosten aufgelegte Beitragsliste zum Ausdruck. Ebenso freudige wie dankbare Aufnahme fand die von Herrn Hauptmann a. D. Löhlein gemachte Mittheilung, daß er von einem „gichtbrüchigen ehemaligen Grenadierosfizier" beauftragt sei, für das Fest eine Summe von 100 M. zu übergeben. Im Laufe des Abends wurde sodann das Konnte erweitert und Umfrage gehalten, wer von den hiesigen Kameraden an den im Festzug geplanten Gruppen sich betheiligen wolle. Die Meldungen waren so zahlreich, daß schon jetzt zwei Gruppen für Karlsruhe gesichert sind, doch dürften sich dieselben noch beträchtlich steigern. Der ganze Verlauf der Versammlung läßt die Hoffnung berechtigt erscheinen, daß das Fest ein sehr gelungenes sein wird. Mit einem Hoch auf das Leibgrenadierregiment schloß der Vorsitzende die Versammlung. * Heidelberg, 19. Juli. (Stiftungsfest.) Gestern Abend wurde das 80. Stiftungsfest des Corps Suetzia mit einer Empfangskneipe im Corpshause unter Betheiligung zahlreicher „alter Herren" eröffnet. Unter letzteren befand sich auch der vielgenannte Adjutant und juristische Beirath des Majors v- Wiß- mann, Herr 0r. Bumiller. Mit einer besonderen Ansprache wurden die Verdienste desselben um die deutsche Sache in Ostafrika gefeiert und ein Salamander ihm zu Ehren gerieben. Der also Gefeierte sprach seinen Dank für die ihm gewordene Ehrenbezeugung aus, lehnte aber in bescheidener Weise die allzu hohe Würdigung seiner Leistungen, die ihm vielfach zu Theil würde, ab; doch werde er fick bemühen, die ihm gewordene ehrende Anerkennung zu verdienen. Zum Schluß forderte er zu einem Salamander auf den deutschen Reichskommiffar v. Wißmann auf; donnernd hallte derselbe durch die Räume. Verschiedenes.? >v. München, 20. Juli. (Schenkung.) Der Fürst von Thurn und Taxis überwies anläßlich seiner Vermählung Regensburger Stiftungen insgesammt 120 000 M. * München, 19. Juli- (Nachträgliches zum Turn- f e st.) Das im verflossenen Jahre in München gefeierte Deutsche Turnfest hat, wie es bei dem überaus ungünstigen Wetter zu erwarten war, mit einem Defizit abgeschloffen. Die Einnahmen betrugen 277 621 M„ die Ausgaben 314 356 M. Es waren mithin 36 724 M. zu decken. Der Prinz - Regent gab 7 000 M., die Stadtgemeinde München 25000 M., die Garanten schossen im Verhältniß zu ihren Zeichnungen die fehlenden 4 734 M. bei. * Stnttgart, 19. Juli. (Der Dichter Gustav Pfizer) ist heute gestorben. Pfizer war am 29. Juli 1807 in Stuttgart geboren, wo er von 1846 bis 1872 als Professor am Gymnasium wirkte. Namentlich als Lyriker bedeutend, war er der Letzte von den Ueberlebcnden aus dem Uhland'schen Dichterkreise. Madrid , 19. Juli. (Zum Stand der Cholera.) Aus der Provinz Valencia werden von gestern 31 Erkrankungen und 10 Todesfälle an der Cholera gemeldet. Neurke Telegramme. Belgrad, 21. Juli. Dem „Videlo" zufolge erklärte die Synode den Spruch, wonach König Milan von der Königin Natalie geschieden, für legal. Handel und Verkehr. Bremen, 19. Juli. Petroleum-Markt. Schlußbericht. Standard wbite loco 6.60 Still. — Amerikanisches Schweineschmalz Wilcor 33 V«, Armour 32. »öl«, 19. Juli. Weizen per Juli 21,55, per Nov. 18.65. Roggen Per Juli 16.50, per Nov. 14.85, Rübül per 50 tc, per Oktober 58.40. Pest, 19. Juli, Vormitt. Weizen loco fest, per Herbst 7.07 G.. 7.09 B., per Frühjahr 189l 7.43 G., 7.44 B. Hafer per Herbst 6.29 G., 6.31 B-, Per Frühjahr 6 63 G, 6,65 B. Neuer Mais per Juli-August 5.39 G., 5.40 B., Per August-September 5.40 G., 5.42 V-, per Mai-Juni 5.25 G-, 5.27 B. Kohlreps per August- Dezember 10.70—10.75. Annverpen» 19. Juli. Petroleum-Markt. Schlußbericht. RaffinirteS, Tvpe weiß» disponibel 17, per Juli 17, per August 17, per Sept.-Dezbr. 17Vs- Still. Amerika». Schweineschmalz, nicht verzollt, dispon.» 81 Frcs. Pari-, 19. Juli. Rüböl per Juli 67.-, per August 64.75, per Sept.-Dezember 63.50, per Januar-April 62.75. Fest. — Spiritus per Juli 36.25, per Jan.-April 38.75. Still. — Zucker, weißer, Scr. 3, per 100 Kilogramm» per Juli 35.30, per Oktober-Januar 34.25. Fest. — Mehl» 8 Marques, per Juli 59.10, Per August 59.10, per Sept.-Dez. 55.50, per November-Februar 55.-. Fest. — Weizen per Juli 28.—, per August 26.25, per September-Dezbr. 24.60, per Nov.-Februar 24.50. Fest. — Roggen per Juli 17.75, per August 15.50, per September-Dezember 15.60, per Nov.-Februar 16.—. Fest. — Talg 61.25. Wetter: Bedeckt. New-Hark, 19. Juli. (Schlußkurse.) Petroleum in New- Uork 7.20, dto. in Philadelphia 7.20, Mehl 2.75, Rother Winter- weizen 0.98, MaiS per August 44°/«, Zucker fair refin. Muse 4'V«„ Kaffee, fair Rio 20, Schmalz per August 6.10. — Getreidefracht nach Liverpool 2. Baumwolle-Zufuhr vom Tage — B.« dto. Ausfuhr nach Großbritannien — B., Ausfuhr nach dem Tontiueut — 10.60. B., Baumwolle per Oktbr. 10.72, per Novbr» Familirnnachrichten. Geburten. 16. Juli. Gretchen Marie. V.: Jakob Daniel Späth, Kellner. — Erwin Josef, V.: Gustav Hildenbrand, Blechnermeister. — 17- Juli Alfons. V.: Josef Bachert, Fabrik- arbetter. — Walther Paul, V.: Paul Siebert, Vicefeldwebel. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Harder in Karlsruhe. Rohseidene Bastkleider Mk. 16.80 Pr- Stoff zur kompl- Robe und bessere Qualitäten Vers, porto- und zollfrei das Fabrik-Depot 4 , 1 . (K. u. K. Hoflief.) LürlvI». Muster umgehend- Briefe kosten 20 Pf. Porto. «che «edEeulverhältuiffe: I Thtr. ^ r Rmk.. 7 Salden siidd. und Holland. — u Rmk-, » Suldeu «. W. — r Ruit., l Franc — so Pt. Staatspapiere. Baden 4 Obligat. ff. 102.— . 4 , M. 104.- „ 4 Obl. v. 1886 M. — Bayern 4 Oblig. M. 106.10 Deutsch!. 4 ReichSanl. M. 107-20 „ 3Vr°/° „ M. 100.20 Preußen 4 "/, Consols M- 106.80 , 3»/,«/-Tonsols M. 100.10 Wtbg. 4V-Obl. V. 1879M-101.70 , 4 Obl. V. 75/80 M 103.10 Oesterreich. 4 Goldrente fl. 95 50 . 4»/, Silberr. ff. 78 50 , 4V, Papierr- ff. 77.40 „ bPapierr. v-1881 88.50 Ungarn 4 Goldrente fl. 89 50 Italien 5 Rente Fr. 94.20 5°/v Rumänische Rente 99.20 Rumänien 6 Obl- M. 102.— Rußland 6 Goldanl. R. 109.30 , HIIOrientanl. PR- 74 80 „ 5HIOrientanl.PR. 74.80 . Eons. V. 1880 R. 9680 Port. 4'/zAnl.V. 1888 M. 94.10 „ 3 Ausländ. Lstr. 62 60 Serbien 5 Goldrente 8610 Schwede» 4 M. 102.40 Span. 4 Ausländ. Rente 75 30 3Vr Berner Obligat. Fr. 99.60 Egypten 4 Unis. Obligat. 97.— Egypten 3'/s Privil. Lstr. — — S.-Amerik- 5 Argt. Goldanl. 84.80 «ank-Mtie«. 4V, Deutsche R.-Bauk M. 142 50 4 Badische Bank Thlr. 114 80 5 Basler Bankverein Fr. 152 50 4 Berlin. Handelges. M. 16410 4 Darmffädter Bank ff.- 4 Deutsche Bank M. 137 40 4 Deutsche Bereinsb. M. 112 50 4D.Unionb.M.65°/»E.M. 89.40 4 DiSk.-Kommand. Thlr. 220 20 5Oest. Kreditanstalt ff. 265 4 Rhein. Kreditbank Thlr. 123 — 4 D. Effekt-«. Wechsel-Bk. 40 Vo einbezahlt Thlr. 127.20 Frankfurter Kurse vom 19. Juli 1880. >i Lira 4 Meckl. Frdr.-Franz, 4V-. Pfälz. Mar-Bahn ff. 148 30 4 Pfälz. Nordbahn ff. 120.20 4 Gotthardbahn Fr. 161 70 5 Böhm. West-Bahn fl. 301V« 5 Gal.Karl-Ludw.-B. ff. 179'/- 5 Oest.Ung.-St.-Bahn Fr. 207V, 5 Oeff.Süd-Bahn fl. 120V« 5 Oeff.Nordwest ff. I88V« 5 . , lüt. 8. ff. 209'/» Gisenbahn-Prioritateu. 4 Elisabeth steuerfei fl. 10140 5 Mähr-Grenz-Bahn ff. 79 - 5 Oest.Nordwest-Gold- Obl. M. 108- 5 Oest.Nordw. I-it. X fl. 94 — 5 Oest-Nordw. l-it. S. ff. 92 50 3 Raab-Oedenb.Ebens.Gold steuerfrei M. 69.70 4 Rudolf(Salzkgut)i. Gold steuerfrei M. 101 — 4 Borarlberger fl. 83.40 kr. 58.— kr. 103.90 fr. 103.20 fr. 103- fl. 105 20 r. 66 40 !3 Jtal.gar.E.-B. kl 5 Gotthard IV Ser. 4 4 Schweiz. Eentral 5 Süd-Bahn Prior. 3 Süd-Bahn __ 5 Oest.Staatsb.-Prior.Fr. 106 60 3dt„. I—Vlll k. Fr. 84.20 3 Livor.lüt.6, Diu.02 Fr. 64 80 5 Toscan. Central Fr. 103.40 5 Westfic.Eisb.1830stfr.Fr. 6 Southern Pacific ofT.I24111.90 Pfandbriefe. 4 Pr. B.-C.-A. Vll-lX M. — 4 Preuh.Cent.-Bod.-Tred. - verl. ä im M. 101.70 4 Rh. Hyp. S. 43-46 M. IM 20 3Ve dto. M. 95.60 Verzinsliche Loose. 3'^Preuß.Präm.Thlc. IM 161- 4 Bayrische „ im- 4 Badische „ 100140.80 4 Mein.Pr.Pfdbr. . IM 132.80 so Pf«» » Pfd. --- «> rubcl — 8 Rmk. d» Pfl 3 Oldenburger Thlr. 40 131 4 Oesterr. v. 1854 fl. 250 121 4 „ v. 1860 ff. 500 126.: 4 Raab-Grazer Thlr. IM 106 Unverzinsliche Loose per Stück. Braunschw. Thlr.20-Loose 104 Oek. fl. 100-Loosev. 1864 311. Oesterr. Kreditloose fl. IM von 1858 — Ungar. Staatsloose fl. IM 254 Rmk., I Dollar ., i Mark Bank» - - »ml. »0 O«. Ansbacher fl. 7-Loose 36 - Augsburger fl. 7-Loose ^ erburger Fr. 15-8°ose l ailänder Fr. 10-ßoose 1 Meininger fl. 7-Loose l Schweb. Thlr. 10-Loose k Wechsel und Torten. Paris kurz Fr. IM 80 Wien kurz ff. IM 175 Amsterdam kurz fl. IM 168 London kurz 1 Pf. St. 20. Dollars in Gold 4. -,20 Fr.-St. 16.19 80 SouvereignS 20.35 50 Obligationen nnd Jndnftrie- 90 Aktie«. 3V-Freiburg Obl. (4.—) 99.— 3 Karlsruher Obl. 88 30 Ettlinger Spinnerei o. ZS. 125.30 Karlsruh. Maschinenf. dto.143.50 Bad. Zuckers., ohne Zs. 96.— 3°/oDeutsch.Phön.20°/,Ez. 219.— 20.4 Rh. Hypoth.-Bauk 50°/« bez. Thlr. 127 20 -!5 Westereaeln Alkali 151 80 50 5 Hyv. Ovl. d. Dortmund. 30! Union 111.60 80 5HyP.Aal. d.Oest. Alpin — Montgs 109.— 4Rom ll—VI Lire 87.— 90 Standesherrl. Anlehe«. 40.3V, Fst. Ysenbrg-Birst. M. 91.50 80iRerchsbank Discont 4 °/a .42iIrankf. Bank DiSeont 4 V» I6j Tendenz: —. To-es-AuzeLge. München. Heute früh halb 6 Uhr verschied sanft nach längerem Leiden im Alter von 56 Jahren unser lieber Gatte, Water, Schwiegervater, Großvater nnd Schwager Weichsfreiherr Moöert von Kornslein Grundherr aus HohenftoffeLn-Weiter-ingen. München, den 19. Juli 1890.