eiliigc r« Ur. 186 -er Karlsruher Zeitung. Freitag. 8. Juli »888. Grosshrrzogthum Baden. Karlsruhe, den 7 Juli. * (LandeSverein für Arbeiterkolonicn.) Die diesjährige Versammlung von Mitgliedern des Landesvereins für Arbeiterkolonien im Großherzogtbum Baden hat kürzlich hier stattgefunden. Die Tagesordnung führte zunächst zur Verhandlung über die Genehmigung zum Ankauf ärarischer Wiesen. ES handelte sich um den Erwerb von ewa l l Hektar Torfwiesen, welche für die Abrundung des Gutes, für Gewinnung von Torf und Streu, auch zur Ausführung von Entwässerungsanlagen uothwendig erschienen, insbesondere aber zur Beschäftigung von Kolonisten, weil jene Wiesen ein umfassendes Gebiet für Ver- befserungSarbeitrn darbirten. Der von dem Großh. Domänenärar schließlich geforderte Preis von 6600 M. erschien allerdings im Verhältnis zum Preis anderer Grundstücke jener Gegend von gleicher Beschaffenheit hoch, doch kam man mit Rücksicht auf den obenerwähnten Nutzen dahin überein, dem fraglichen Kauf die Genehmigung zu ertbeilen- Nun wurde über die Kassen- und Rechnungsergebnisse des Jahres 1891 berichtet. Nach dem Bericht sind diese Verhältnisse günstige zu nennen. Der Rohertrag des Gutes hat allein die Summe vou 15 698 M. abgeworfen. Das Vermögen des Vereins ist von 61 927 M. 8 Pf. auf 63 323 M. 91 Pf., somit um 1396 M. 83 Pf. gestiegen. Sodann ergriff der Vorsitzende des Lokalkomits's Billingen, Herr Oberamtmann Otto, das Wort, um über die am 10. Juni d. I. auf dem Dorvahof bei Altshausen lOberamt Saulgau — Württemberg —) stattgehabte Konferenz von Kolo- nievorständen einen eingehenden und bemerkenswerthen Bericht zu erstatten. Der Hauptbxrathungsgegenstand bei dieser Konferenz waren die von Herrn Regierungsrath Huzel unter breiteten 8 Thesen über „Die Koloniebummler und deren Behandlung". Unter Koloniebummler sind nämlich Leute zu verstehen, welche von einer Arbeiterkolonie zur andern umherziehen, ohne die außerhalb derselben sich darbietende, ihren geistigen und körperlichen Fähigkeiten entsprechenden Arbeitsgelegenheiten zu benützen, welche somit den Zweck der Arbeiterkolonien, sie zu einer geregelten Arbeit zu erziehen, oder sie vor einem Baga- bundenleben zu bewahren, vereiteln. Insbesondere gehören dazu Vagabunden, welche überhaupt nicht zu einer geordneten Arbeit zurückkehren wollen und die Kolonien nur als Winterquartiere oder Stationen benützen, wo sie ein Arbeitszeugniß erlangen, auf Grund dessen sie ungestört weiter vagiren können. Diese sogenannten Kolonialbummler haben den guten Ruf der Arbeitcr- koionien nicht unwesentlich geschädigt und deshalb zu Erörterungen über Maßregeln gegen dieselben geführt. Nach diesem Vortrag berichtete der Vorsitzende des Ausschusses des Landesvereins für Arbeiterkolonien über Gang und Stand des Vereins und seines Werkes. Die Mit g li cd er zahl hat erheblich zugenommen. Aus nachstehender Tabelle ist zu ersehen, wie sich dieselbe in den einzelnen Kreisen des Landes seit dem Jahre 1885 vermehrt und nur in einem Kreise vermindert hat- Mitglieder- Mitglieder- Somit Kreis zahl im Jahr 1885 zahl im Jahr 1892 Zunahme Abnahme Konstanz . . 146 205 59 — Billingen . 48 224 176 — Wald-Hut . 35 161 126 — Frciburg . 145 216 71 — Lörrach. . 47 79 32 — Offenburg . 15 171 156 — Baden . . . . 57 230 173 — Karlsruhe - 253 752 499 — Mannheim. . 286 262 — 24 Heidelberg . 14 286 272 — Mosbach . . 147 L06 159 — Summa 1193 2 892 1723 24 Eine sehr wesentliche Steigerung hat auch die Zahl der dem Vereine angehörenden Gemeinden des Landes erfahren. Im Jahre 1885 zählte der Verein noch keine, Gemeinden zu seinen Mitgliedern. 1886 erklärten 75 Gemeinden ihren Beitritt. Seit 1886 traten bei 537 Gemeinden, so daß 1892 612 Gemeinden dem Landesverein als beitragleistende Mitglieder angehören. Im Jahre 1885 gehörten dem Landesverein 23 Schutzvercine für enuassene Gefangene an, deren Zahl bis zu« Jahre 1892 auf 52 stieg. Sodann wurde darauf hin» gewiesen, in welchem verwahrlosten Zustande der Sitz der Arbeiterkolonie, das Hofgut Ankenbuck — Gebäude wie Gelände — bei dessen Erwerb im Jahre 1884 sich befunden habe und welche erfreuliche Besserung dieses Zustandes seitdem erfolgt sei. Ursprünglich aus 2 Gebäuden und 85 Morgen (30 Hektar 06 Ar) Gelände bestehend, seien jetzt 4 wohlerhaltene Gebäude und etwa 5V Hektar gut angebauten Geländes vorhanden. Die alten wie die neuen Gebäude seien vorwiegend durch Kolonisten verbessert und errichtet worden. Die an und für sich ungünstige Boden- beschaffenheit des Ankenbuck war durch nachlässige Pflege noch mehr verkümmert. Jetzt ist die Bebauung des Bodens eine sorgfältige; durch Reinhaltung, beispielsweise durch Entfernen von 20 Wagen Flechtgras im ersten Jahre, durch Bodenmischungcn bis auf 3 Meter Tiefe, durch reichliche Düngung, besonders auch mit künstlichem Dünger, durch Anlage von Abzugsgräben, hat sich inzwischen die Beschaffenheit des Bodens und seines Ertrags derart verbessert, daß das Erträgnis der landwirthschaft- lichcn Erzeugnisse — wie schon oben erwähnt — den ansehnlichen Werth von 15 688 M. im Jahre 1891 erreicht hat. Für die gute Beschaffenheit der Erzeugnisse spricht, daß dieselben als Saalsrucht gesucht sind und wegen derselben die Kolonie schon fünfmal bei landwirthschaftlichen Ausstellungen Preise empfangen hat. Tie Aufnahmefähigkeit der Anstalt hat sich erheblich gesteigert. Im ersten Jahre des Bestandes der Kolonie konnten 20 Personen ausgenommen werden und nun 76. Seit Errichtung der Kolonie wurden 1391 Arbeitslose ausgenommen Wenn man mit dem Stastiker 1)r. Berthold sür jeden dieser 1391 Auf- genommenen eine durchschnittliche Aufenthaltsdauer von 80 Tagen annimmt, so ergibt sich eine Gesammtzabl der Bcrvflegungstage von 111280. Nimmt man an, und es ist dies eine mäßige Annahme, daß jeder dieser Tage, außerhalb der Anstalt zugebracht, einen Aufwand von 1 M. 50 Pf. verursacht haben würde, so erhält man einen Gesammtauswand von 166 920 M., sür welchen der Staat, die Armenverbände oder einzelne Almosenspender hätten auskommen müssen. Hat aber dir Aufnahme in die Arbeiterkolonie auch noch einen anderen als diesen Geldwerth gehabt? Wir fragen erstens: wo wären die Aufgenommenen gewesen, wenn sie sich nicht in der Kolonie befunden-hätten ? Vor den Thüren und auf den Landstraßen als Bettler, in den Vagabundenkneipen als Zöglinge von Schnaps und Laster, in der Armenpflege der Kommunalverbände, in den Gefängnissen als Kostgänger des Staats. Zum andern: womit hätten sie sich genährt ? Von Almosen, von Verbrechen uud von Kommunal- und Staatsaufwand für Arme und Sträflinge. Zum dritten: was ist die nothwendige Folge eines solchen Zustandes ? Der bis dahin noch unversehrte Arbeitsuchende wird zum Landstreicher berabsinken, der Landstreicher verkommt bis zur Unverbefferlichkeit und der entlassene Sträfling wird rückfällig. Die Aufnahme hat demnach immerhin noch einen erheblichen weiteren Werth sür die Staatsgefcllschast wie für den Einzelnen und den Kolonisten selbst gehabt. Außerdem ist nach den bisherigen Erfahrungen mindestens ein Viertel der Aufgenommenen vou der Kolonie aus in die Arbeit getreten und bat damit den vorher verlorenen Weg zur Arbeit wieder gefunden. Von den von der Anstalt aus sofort wieder auf die Wanderschaft Gelangten haben sich etwa zwei Drittheile mehr als 50 Tage in der Anstalt aufgehalte» und werden mit der dadurch empfangenen leiblichen und sittlichen Erfrischung wohl auch größtentheils eine Wendung nicht allein zur äußern, sondern auch zur inneren Wiederherstellung genommen haben. Nach alledem konnte die Versammlung mit dem Vorstand Anlaß haben, mit Gang und Stand des Vereins und seines Werkes sich befriedigt zu fühlen. ^ Aufruf. Am 9- Juni starb in Karlsruhe Emile Mario Vacano, der phantasievolle Schöpfer einer Anzahl weitverbreiteter Romane, der unermüdliche Mitarbeiter unserer gelesensten illustrirten und nicht illustrirten Journale. Selbst ein Zögling deS Zirkus» lebens» schilderte er mit Vorliebe Gestalten und Erlebnisse aus der Welt des bunten Flitters und der lärmenden Erfolge, jener scheinbar leichtlebigen, sorglosen Welt, welche doch so viel Ernst und Tragik in sich schließt. An dieser Welt und ihren Vertretern hing sein Herz bis zu seiner letzten Stunde, aber nicht minder hat er verstanden, sich in andern Kreisen bekannt und beliebt zu machen. Viel trug dazu sein packendes Darstellungstalent, seine intime Bekanntschaft mit allen menschlichen Leidenschaften bei, mehr vielleicht noch sein weiches, gutes Herz. Scklicht und anspruchslos lebte er hier» schlicht und arm ist er gestorben. Ihm war nicht vergönnt, Schätze zu sammeln, und keiner Schätze bedurfte er, denn die höchsten Güter trug er unverlierbar in der eigenen Brust: ein fröhliches Gcmüth und den unversiegbaren Quell dichterischerischer Gestaltungskraft. Uns aber dünkt, daß ihm, einem deutschen Schriftsteller, der Tausende gerührt und unterhalten hat , wohl die Ehre eines bescheidenen Grabmals zieme. Wir wissen uns in dieser Empfindung einig mit den Freunden des Verstorbenen in Nähe und Ferne und hoffen deßhalb keine Fehlbitte zu tbun, wenn wir vor sie hintrcten mit der Aufforderung: Traget ein Scherflein dazu bei, daß dem Verstorbenen ein Erinnerungszeichen auf seiner letzten Ruhestatt errichtet werde, kein prunkendes Denkmal, sondern ein Stein, den sein Bildnis ziere und der Name, den der EnsLlafene in guten und schlimmen Tagen ehrenvoll geführt hat. Erfüllen sich unsere Erwartungen nur zum Theil, so werden wir binnen Jahresfrist ein würdiges Mal Herstellen können, dem Dichter zum dauernden Gcdächtniß und allen denen zur Ehre, die damit eine Pflicht der Dankbarkeit erfüllten. Jeder der Unterzeichneten nimmt gütige Beiträge entgegen, über welche s. Zt. in der Karlsruher Presse quittirt wird. Eufsmia v. Adlersfeld, geb. Gräfin Ballestrem, Karlsruhe. George Bachigaluno-Tourniaire, Düffeldorf. Emil Cohnfeld, Schriftsteller, Berlin. A. H. Dill in ger« Reichstagsabgesrdneter, Karlsruhe. Eduard Engel, Lehrer der Stimmbildung, Karlsruhe. Friedrich Gutsch, Redakteur. Karlsruhe. Wilhelm Harder, Redakteur, Karlsruhe. Oswald Hancke > Hoftheaterdirektor, Karlsruhe. Josef H a l p er s o n, Sportschriftsteller, Lieutenant der Reserve im 11. k. u. k. Jägerbataillon, Wien. Viktor Happrich, Sportschriftstellcr, Berlin. Axel Juncker, Schriftsteller, Kopenhagen. Tb. I. Kempermann. Architekt, Karlsruhe. I. B. K-PP, Stadtverordneter, Karlsruhe. Otto Fr. Ko ch, Schriftsteller, Breslau. Hermann Lippe, Redakteur, Karlsruhe. Eduard Lintz, Verlagsbuch- Händler, Düsseldorf. Ludwig Lautz, Redakteur. Karlsruhe- Wolfg. Alexander Meyer, Schriftsteller, Karlsruhe. Herm. Waldemar Otto, Signor Saltarino, Schriftsteller, Düsseldorf. K- F. Plack, Maler, Karlsruhe. F. Reusche, Redakteur der „Allgem. Zeitung.", München. Wilh. Sehring, Schriftsteller, Karlsruhe. H. Slevogt, Architekt, Karlsruhe. C. S p ielmanu , Schriftsteller, Friedland i. M. vr. Ludwig Salamon, Schriftsteller, Elberfeld. S. Steinberg. Schriftsteller, Hamburg. Friedrich Stork, Schrifsteller, Elberfeld. Hermine Billinger »Schriftstellerin. Karlsruhe, vr. Heinrich Bierordt, Schriftsteller, Karlsruhe. Johann v Wil- denradt, Schriftsteller, Karlsruhe. Handel mid Verkehr. T Heidelberg, 5. Juli. (Heidelberg-Spey-rer- Er s e n b ahn - G e l e lls chaf t.) In der gestern unter Vorsitz des Herrn Bankier M. A. Straus aus Karlsruhe Sattgehabten Generalversammlung wurde die Jahresrechnung genehmigt; und und AuMchtsrath Decharge ertheilt: ferner w^rde beschlossen. mit der Generaldirektion der Großh. Staatseisen- dahnen wegen Abänderung des seitherigen Betriebsvertrags in Unterhandlung zu treten. In den Aufsichtsrath wurde Herr H. Hohenems er in Frankfurt a. M. wieder und Herr In- gemeur Alfred v Haber ni Frankfurt a. M. neu gewählt Nachdruck »erboten. e. Der abergläubische Prler. (Schluß.) In Maria Einöd hörten die beiden recht andächtig die Messe. So ganz bei der Sache war der Bauer freilich nicht. Seit dem Busserl, daS er dem Agathel gegeben hatte, war es ihm im ganzen Leib so eigcnthümlich wirblig, daß er es sich gar nicht zu deuten wußte. Ob ihn nicht doch eine Pestilenz angeflogen wäre? Die Messe war aus und die Andächtigen strömten in's Freie. Ein herrlicher Frühsonnenschein lag über der Gegend. Auf dem Heimwege setzten sich der Peter und das Agathel an einer Waldblößc nieder und rasteten. Man genoß von da aus einen herrlichen Rundblick über das Thal und der Peter konnte fast alle seine Wiesen und Aecker mit freiem Auge zählen. Groß genug waren sie, daß man sie leicht sehen konnte. Das Agathel hatte schon lange ein Gesicht gemacht, als ob es etwas sagen wolle; aber immer kam es nur zum Ansatz. Endlich nahm es sich ein Herz, als es so neben dem Bauer saß, der sich eine frische Pfeife angezündet hatte, und alles so ruhig, feierlich und schür heilig war. »Bauer!" sagte das Agathel, indem es das Schürzenband zwischen dem Daumen und Zeigefinger der rechten Hand drehte, »Du erbarmst mir eigentlich!" »Warum denn?" meinte der Peter, der sich ganz lustig auf- sAegt fühlte und lange, dünne, hellgraue Wolkenstreifen aus biner Stummelpfeife blies. »Mn Dei'm G'spensterglauben erbarmst mir!" cntgegnete das Drandel, muthiger geworden. »Schau' do amal abi in's Thal, wie da alles lacht und blitzt und leuchtet, daß es a Pracht ist! Und da soll der liebe Herrgott die todtcn Leut' umanand sehen lassen, damit sie die Lebendigen plagen!" Das Agathel hatte sich immer mehr in Eifer gesprochen und brannte nun am ganzen Gesicht, als wenn sie gerade vom glühenden Herd gekommen wäre. „Glaubst?" sagte der Pestilenzen - Peter uud sah das Diandl fast furchtsam von der Seite an. Er dachte aber offenbar an anderes, sonst hätte er vielleicht meh.r erwidert. „Freilich glaub i's, und das fest a no! Und i gäb' viel drum, Bauer, wenn i Dir dö Dummheiten austreiben könnt', daß D' endlich amal g'scheuter wurd'ft. Schau', Du bist ja selbst der g'plagteste Mensch dabei uud hast koan Fried' bei Tag und Nacht!" Das Agathel erstaunte selbst über den Muth, den sie sich dem reichen Bauern gegenüber herausnahm. Sie erwartete es eigentlich jeden Augenblick, daß er sie polternd anfahren würde. Der Peter aber biß eine Weile an seinem Pfcifenspitz und sagte gar nichts. Das Begebniß am Almbrunnen ging ihm immerwährend durch den Kopf, wie ein Wasserrad, das sich dreht und den Bach schäumen macht und die Hellen glitzernden Tropfen hinausstiebt in den Sonnenschein. Es wurde bei dem Nachsinnen etwas Heller und immer Heller in dem Kopf des Bauern, zuletzt kam er sich völlig lächerlich vor und schämte sich vor der jungen Dirn an seiner Seite. Wie er nur das Agathel für ein Gespenst habe ansehen können! Das war doch das munterste Leben, das sich denken ließ. Das Agathel hatte seine Meinung an den Mann gebracht und zog nun, da der Peter weder eine Miene machte, zu antworten noch auch aufzubrechen, ein altes schweres Gebetbuch aus der Rocktasche, das von der Urgroßmutter herstammte. Sie wollte noch in aller Geschwindigkeit Glaube, Hoffnung und Liebe erwecken; denn dazu war ihr während der Messe nicht mehr Zeit geblieben. Kaum war sie über die ersten Formeln glücklich hinaus, fragte der Gfrörerbauec neben ihr: „Was wolltest naher geben, wenn i g'scheuter würd'? Das Agathel klappte das Buch eilig zu und meinte: „Das Gnadenpsennigcl von Altötting amal g'wiß!" „Und was no?" „Und die rothe Schnur um an Hals!" »Und?" „Und's Gebetbuch von der Ahnl a no, wenn's grad' sein müßt'!" schloß das Agathel etwas schweren Herzens. „Schau," sagte der Peter, „vielleicht kannst es no viel billiger haben." Dabei rückt er ganz nahe an sie heran und schlang den Arm um sie. „Wenn D' mir halt no a Busserl geben wolltest, Agathel? I weiß net, seit dem ersten is es ganz anders worden glaub' völlig, das könnt' mir zu guter Letzt helfen!" Das Agathel rückte erschrocken von ihm weg. Der Peter ließ sie aber nicht mehr los, bis ihm endlich das Diandl bell lachend einen lauten Schmatz auf den Mund drückte und dabei meinte- „Da hast es halt, da narrischer Kunt (Kerl)!" Es ist nach einer Weile ganz still daneben geworden am Waldesrand. Zwei glückliche Leute sind dort gesessen. Nachdem sie sich zuerst gar viel zu erzählen gewußt, war ihnen zuletzt das Stoffende ausgegangen. wie es bei Liebesleuten oft zu geschehen pflegt, wenn sie vernünftig zu werden beginnen.- Im Spätherbst ist eine junge Bäuerin auf den Gfrörerhof gezogen. Es gab viel Gerede und Gespött- im Dorf, als der Peter mit dem armen Agathel Hochzeit hielt. Aber das gina zumeist von neidischen Zungen aus, deren Besitzerinnen sich selbst allzu gern auf dem stattlichen Hof gesehen hätten und dem „nsthigen" Häuslerdiandl sein Glück nicht vergönnen wollten Das, was dem Agathel gelang, ist doch keiner vor ihr gelungen -nämlich, daß sie dem Peter seine Pestilenzen gründlich aus dem Kopf getrieben hat. Die alte Cilli meinte am Hochzeitstag freilich, nun sei erst die wahre Pestilenz auf den Gfrörerhof gekommen und sie begreife cs gar nicht, wie das Diandl so etwas zu Wege gebracht habe. Stille Wasser gründen tief und da sehe man wieder einmal den Nutzen davon. wenn man an einem hohen Frauentag nach Maria Einöd wallfahrten gehe Im Grunde ihres Herzens war die Cilli aber eine gute Haut und "«bete cs der jungen Bäuerin nicht. War doch für sie eine günstige Wandlung mit dem Agathel vor sich gegangen da es ihr niemals mehr widersprach, wenn die Rede auf die Pestilenzen kam. Die Cilli konnte er nun allerdings auch nicht heirathen. Wozu daher ein Bekehruugsversuch! Nach einem Jahre wußten wieder gewisse Leute im Dorfe rir habe eigentlich auf dem Gfrörerhof die Herrschaft. Wie dem auch sein mag, der Peter befand sich °e- sund und wohlauf dabei und glaubte an die Geister schon aav nicht mehr, seit er sein eigen Fleisch und Blut als einen starken Bubeu mit dicken rothen Backen in der Wiege zappeln sah Und einen Schatz hat der Peter auf der Riffianer „Schwaap" doch gefunden. ^ ,» «»L. r «»l»«» R»L . I ifrasc -- »» Pfg. Frankfurter Kurse vom 6. IM 1882. LtaatSv«vier« Bade» 4 Obligat. fl. 102.— . 4 » M. 10SV0 . « Obl. v. 1886 M. 1L6.- vayeru 4 Obligat. M. 10/.— Deaffchl. tReichSanl. M. 107.10 . zv, . M. 100.60 .3 . M. 87 50 Preußen 4 ConsolS M. 106 9g . S'/, . M. 12060 .3 » M. 87.50 «tbg. 4 Obl. v. 1879 M. -- . 4 Obl. V. 75/80 M. 104.- Orkerreich 4 Goldrente fl. 96.20 . 4'/» Silberr. fl. 80 90 . 4V, Papirrr. fl. 80.70 , 5 Pavierr. v. 1881 95 80 vnzaru 4 Goldrente fl. 84.20 Italien 5 Reute Fr. 9150 Rumänien 5 Aur.-R. Fr. 97 20 Rußland 6 Goldanl. R.- , bll Orieutanl. PR. 64 20 . blll . HR 64 80 Port. 4'/, Aul. v. 1888 M. . 3 LuSländ. Lstr. Serbien 5 Goldreute Lstr. Schwöen 4 Oblig. M. Span. 4 AuSländ. P. Berner 3'/, Obligat. Fr. Egypten 4 Unis. Obl. Lstr. . 3V, Privil. Lstr. . Argent. 5 Inn. Goldanl. P. 45 «auk-Aktic». 3'/- Deutsche R.-Bank M. 149.70 4 Badische Bank Thlr. 115.l0 5 BaSler Bankverein Fr. 127 20 4 Berlin. Handelsges 4Darmstäoter Bank 4 Deutsche Bank 4 Deutsche BerrinSb. — 4 Deutsche Uuionbank M. 79 — 4 DiSk.-Komm.-A. Thlr. 186 70 5 Ork. Kredit ö. fl. 268'/» 4 Rhein. Kreditbank Thlr. 113 20 4D.«ffektenb.50°/,Thlr. 114 40 4D.HYV.-Bk. Tblr. 50°/. 103 70 3110 23 50 81.50 10130 65 — 99 60 97 60 93 40 M. 140 10 fl. - M. 161 40 M. 107 30 »tsenvatzn-artie». i3'/, Jura-Bern-Ln». 'udwiaS-Bahu Thlr. 114 20 4 Schweizer Central ' fl. 142 70 4 dto. Nordost 85-87 fl. 114. -s5 Südbahn steuerfrei ßf,..» Vf». « K»i,. > D»ll« -- « -- » »ml. «> M». > Mart «mN» - » »«k. « > 8tü« Heff.Ludwil ! 4'/, Psälz.Äar-Bahu ! 4 Pfälz. Nordvahn ! 4 Gotthardbahn Fr. 143,-4 5 Böhm. Wenbahn fl. 5 Gal. Karl-Ludw.-B. fl. SOest-Uug. St.-B. Fr. 5 Oest. Südbahn (Lmb.) ^ dto. 300 3 dto. Fr. 182'/, !5 Oest.-U. St.-B. 73-74 fl. 255V«3 dto. I -Vlll. Em. Ar. 88 3Livarn. 6. 0. a. 0/2 Fr. 183V,!5Toscan. Central Fr . » llt. 8. fl. 204'/. '5 Weststc.E.-B. 80 stfr. Fr. EiseuSalm-PrinrttLte«. 6 South. Paris. Tal.l.M, 4 Elisabeth steuerfrei M. 101 io! Bfandbriefe. " - - 78 90 4Pr.B.-K.-«.Vll-lXTHlr.101S0 107.30 4 Preuß. Tentr^Bod.-Kred.» 9l .30> G. 85 it 100 Thlr. 10130 90 6Y 4 Rh. HyP. S. 43-49 M. 100.51 68 — 3'/, dto. M. 95 30 82 50 Verzinsliche Laase 100.913'/- Preuß. Präm. Thlr !6l — 82 10 4 Badische Präm. Tblr. 131.50 55 814 Bayrische Präm- Thlr. 112 5 104.->4 Mein. Pr.-Pfd. Thlr. 127.50 r. 97.60 3 Oldenburger Thlr. 127 80 20 Frankeu-Stück 16.18 r. 103.W 4 Oesterr. v- 1854 fl. 12140 Engl- Sovereigns S0L3 r. 103 20 4 . v. 1860 fl. 128 - Obligatiane» «»» Jnynflri,. ff. 104 50,4 Stuhlw.Raab-TrThlr. 104.60 Aktie«. 96 30 Unverzinslich« Laase ,3'/^ Freiburg v-1888 M 5 Oest. Nordwest 5 5 Mähr. Greuzbaha fl. 5 Oest. Nordwest v. 74 M. 5 » , lüt. 4.. fl. 5 . . l-it. 3. fl, -Ebeaf. M. 62 51j Per Stück in 117.30 AnSbach-Guazeah. 81 71 Augsburger 63 61 Brauaschweiger T ja arrivurg v- IS« 3 Karlsruhe v-1386 2-7 - 42 6lEttliuger Spinnerei -l. 3150 «arl-ruh. Maschineuf. M. 114. 3 Raab-Oed 4 Rudolf 4 . Salzkgut. stfr. 4 Vorarlberger 3 Kal. gar. E.-B. kl. 4 Gottbard IV. S, 32 50 388.- 1950 281F Bad. Zuckers. Wagh. 3 Deutsch- Phönix 20 7, E. Rheiaishe Hypotheken» Baut 70V, Thlr. 5 Westeregeln-Mali-W- 5 Dortmund. Union M- 83.— 97.— 148 50 57 — 21S — 132 — 88.90 112 .- 95 90 Kurses Ns che 111.70 Mailänder Fr Meininger Oesterreicher v 1864 dto. Kredit v. 1853 schwedische aggr, -staats Wechsel nutz Lartr« ÄAflerüam fl. 100 168 75 London Lstr. 1 20.,38/4 Asenb -Büdingen fl. 101 go Paris Fr. 100 80.95 3'/r Asenb-Birfiein 37 M. 88. _ Ären fl. 100 170 30'ReichSbank-Discont 3 V« Dollars ln Gold 4.^'Frankfurter Bank-DiSeout 3V» fl. 317- fl. 32g. — 4'/, Alpine Äontau abgest. 96.— Thlr. 4 Rom i. G S. I Lne —.— fl. 25l31j4 dto-Ser. Il-VHI Lire 80 . 7/3 StandeSherri. Anlehe». 3'/, SolmS-Laubach fl. —_ Mittheilung deS Statistische« BnreauS. Mittlere Marktpreise der Woche vom 26. Juni bis 3. Juli 1892. (Mitgetheiu vom Statistischen Burea».) Monatliche Durchschnittspreise von Hafer. Stroh und Heu für Juni 1892. Orte. H°fer ZU Hm 8 8 « L r ' -k Orte. K SN s> ! 6» t 100 Kilogramm Orte. 'S ^ «uo NU«->! 2Ü > grmm ». ,. Liter . 8 --. - "Ä'L-i-.ü' d- L ^ L s L § L' L H L Z Brennöl' rr < 7 " 8! § « s . rrL. - r- - « N > 8 -b Z ! 7 XL ^ .§ ^ L .8 s!! >v 8 ' s, >! L Z- W G ! 2 ZT > rr LZ « -s- i S L Z «LZ 8 Kilogramm. Y» k»- ! 1 Liter. 4 Ster. Ruhrkohlen Saarkohlen > tr r- 100 Kilogramm. 100 Kilogramm Eßkirch ^ ^ stonstan» . 30.—,2l. - 17. - j15. —!13.50 1eberlingenS0.3.!21.43!-- Il27 '20.- 21 04-- - , - - eßkirch .-2 .32-!-12 96 Konstanz . Meßkirch . Stockach . Villingen. Freiburg . Offenburg. Rastatt . Bruchsal . Karlsruhe. Mannheim Mosbach . Wertheim. 1. Mittlere Mouatspreise. -20 92> i - 5.48 5-54 13 15-- 15 48 -4.58 15.49- 15-69 3.68 -450 -5.42 -471 14.- 5.04 !l3.40- 13 —- 504 4.36 5 03 6.40 5 50 66« 6S1 7.16 7-- 19.32'-- -20.82 -— -21.60 - --!- 22 —,-17 -15.- 16. 20.69! - -17.--!l6-- -- j ls.-16 — 20 25^-- 20.-16.5014. —15 - 19.80-17.2014.70^14.50 2. Monatliche Durchschnitte der höchst« Tagespreise (ohne Zuschlag). (Reichsgesetz vom 21. Juni 1887 betr. die Naruralleistung für die bewaffnete Macht im Frieden.) Konstanz . Meßkirch . Stockach . Villingen. Freiburg . Offenburg Rastatt. . Bruchsal . Karlsruhe Mannheim Mosbach. Weertheim 5.43 v/4 ^ 5- 54 13.18-- — 5- 15.62 15. 75 14.35 j 13.40 13.20j 4. 56 4-22 4.70 5.47 4. 72 6-08 5- 40 4- 34 6 - 6.60 5- 70 6 69 6 92 8-20 7- - Bürgerliche Rechtspflege. Oeffeutltche Zustellung. U'656.1. Karlsruhe. Elise See-! ligmann, geb. Feiß dahier, vertreten! durch Rechtsanwalt l-r. Seeligmann. dahier, klagt für sich selbst und als! Vormünderin ihrer minderjährigen Kin-! der Franz, Ludwig, Robert und Emma! Seeligmann hier gegen den Heinrich. PH eis, früher dahier, jetzt an unbe«! kannten Orten abwesend, aus Darlehen, mit dem Anträge auf vorläufig vollstreckbare Verurlheilung des Beklagten zur Zahlung von 60 Mk. 94 Pf. nebst 6"/» Zins seit 10. September 1887 unter Kostensolge, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung desRechts- streits vor daS Großh. Amtsgericht zu Karlsruhe auf Freitag den 30. Scvtember 1892, Vormittags 9 Ubr. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Karlsruhe, den 29. Juni 1892. W- Frank, Gerichtsschreiber des Gr. Amtsgerichts. Aufgebot. U617 2- Nr. 5503. Adelsheim. Das Großh. Amtsgericht Adelsheim hat unterm Heutigen folgend^ Aufgebot erlassen. Die israelitischeGemeinde in Sennfeld besitzt ans Gemarkung Srnnfeld folgende Liegenschaft: Lgbch. Nr. 462: 55 m Hofraithe, Gewann Ortsetler, einerseits Adam und Wilhelm Grämlich, anderseitsPfarrpfründr- Uebcr den Erwerb dieser Liegenschaft finden sich in den Grundbüchern der Gemeinde Sennfeld keine Einträge vor. Auf Antrag der israelitischen Gemeinde Sennfeld, vertreten durch die Synago- genräthe Samuel Neuberger, S. Hirsch Levi und Abraham Heidelberger in Sennfeld, werden olle Diejenigen, welche an der bezeichneten Liegenschaft in den Grund- und Pfandbüchern nicht eingetragene, auch sonst nicht bekannte, dingliche oder ans einem Stamm- oder Familiengutsverbaude beruhende Rechte haben oder zu haben glauben, aufgefordert, solche längstens in dem auf Mittwoch den 9. November 1892, Vormittags 9 Uhr, vor dem Großh. Itockach. Radolfzell. Bilzingen. Villingen. Sonndorf. Müllheim, ireiburg . Löffingen. Undingen. bttenhcim jrhr. . . . Ussenburg stastatt. . Ourlach. . Xamcheim 20.50- 19 25-14 — Mosbach . 2l. - 20. - 17. — 14 -13. - Vertheim :--j-- -13 Sasü . . .-!-.-!-,-^ - ! Amtsgericht hier deitimmlen Aufgebots' termin geltend zu machen, widrigenfalls die nicht angemeldeten Ansprüche für erloschen erklärt werden. Adelsheim, den 30 Juni 1892. Der GerichtSschrei- ber des Gr. Amtsgerichts: Wiegele. I Konkursverfahren. ! U 674. Nr. 5552. Gernsbach. > Ueber das Vermögen des Gastwirths August Schäfer zum »Grünen Baum" ! in Weisenbach wird, da ein Gläubiger ! desselben es beantragt hat und die Zahlungsunfähigkeit des Gemeinschuldners nachgewiesen ist, heute am 4. Juli ! 1892, Nachmittags 3 Uhr, das Kon- ! kursverfahrco eröffnet. ' Der Herr Rechtsanwalt 0r. Vogel in Rastatt wird zum Konkursverwalter ! ernannt. t Konkursforderungen find bis zum 13. August 1892 bei dem Gerichte an- zumelden. Es wird zur Beschlußfassung über die ! Wahl eines anderen Verwalters, sowie ! über die Bestellung eines Gläubigeraus- ! schuffes und eintretenden Falls über die ! in 8 IM der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände auf Freilag den L9. Juli 1892, Vormittags 9'/r Uhr, und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen aus Freitag den 26. August 1892, Vormittags 9'/» Uhr, vor Gr. Amtsgericht Hierselbst Termin anberauml. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird anfgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 13. August 1892 Anzeige zu machen. Gernsbach, den 4. Juli 1892. Der Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts: Neuer. Bekanntmachung. U678. Mannheim. Das Konkursverfahren über daS Vermögen der Firma Gebrüder Kaul- mannin Mannheim betr. In obigem Konkurse soll mit Genehmigung des Gerichts »ie Schlußverthei- lung erfolgen. Hierzu find M- 957.01 verfügbar. Nach dem auf der Gerichtsschreiberei Großh. Amtsgerichts dahier nicderge- legten Schlußverzeichnissr find M. 17 96 bevorrechtigte und M. 8143.51 unbevorrechtigte Forderungen zu berücksichtigen. Mannheim, den 6. Juli 1892. vr. Dührrnheimer, Rechtsanwalt, als Konkursverwalter. U-666 Gemmingen. In dem Ken knrs des Peter Kocher hier soll eine Abschlagsvertheilung erfolgen, zuwelcher M. 1000 verfügbar find. Es sind M. 32.20 bevorrechtigte und M. 8t16.06 4 A 1 ^ ! 4 r. U ^ ^ ! 4 ! . 540 580'170l 40 37 33z ü. 144 I3212l!l50 . 960 s.oj140i 42 32 34 u. 30 136 128 12)136 . ^ — >00,140; 48 44! 34 u. 32 140 133130134 . - — ! 160 48 38! so u. 2- 126127 100128 . — 150 33 34 2 , u. 25r 130 12^^'130 . - 610:! 120 50 32 3o u. 2S 130 . 960 460 130 46 44! 28 u. 267 140 12SM:130, ^ 120 500 100 40 36! 26 u- 23 136124 I241S2 . 400 640" 160 43 35 31 u. 26z 140 130130.130 . 500 <00 120 58 40 34 150 138 — 135 ? 15i!S50! 100 42 36i 30 148128 116 140 . 4A) 661>! 150 48 40! 31« u 27. 1S6 1Z2' 132 . 420 600,120 40 32i 2^)7 140 132 - 14) . — —!' 130 40 32l 27 144 128! - 140 . SO) 70)'110 40 32 28 144 128 — 140 Konstanz Ueberlingen Billingen Waldshut Lörrach . MÄlheim Freiburg. Etteuherm Lahr. . . Offenburg Bade». . Rastart . Karlsruhe Durlach. Pforzheim Bruchsal. Mannheim . 450 700 170 ! 36 ! 32 32 u. 28 Heidelberg . . — 840 220 ' 42 ! 42 3o u- 27 Mosbach . . 10»'700 1201 40' 32 29 u. 27 Wertheim . . — 4M! 135 42 32 26 schaffhausea — Basel unbevörzugte^sörderuüger^z^>erück!lch trgen. Das Berzeichniß der dabei zu berücksichtigenden Forderungen ist auf der GerichtSschreiberci niedergelegt. Gemmingen, den 5. Juli 1892. Der Konkursverwalter: Gustav Oppenheimer- HauSrlSregisterrtutriige. U623 Nr- 11,173. Baden. Zu O-Z. 324 des Firmenregisters Firma Carl T. Herrmann in Baden wurde heute eingetragen: Dem David Kahn in Baden wurde Prokura eriheilt. Baden, den 27- Juni 1892. Großh. bad. Amtsgericht. Fr. Mallebreiu. U634. Nr. 15,488. Bruchsal. Zu O-Z 192 des Gesellschaftsregisters Firma Morr r. Bleicher. Zwangsversteigerung. U.658. Karlsruhe. Zweite Steigerungs Ankündigung. Dienstag den LS. Juli L8SS, Nachm. 3 Uhr, wird im Hanse Hebelstraße Nr. 7, ebener Erde rechts dahier in Folge richterlicher Verfügung die nachbeschriebene, den Georg Merkte, Wirth und Kaufmann Eheleuten dahier gehörige Liegenschaft der Gemarkung Karlsruhe zu Eigenlbum öffentlich versteigert und cndgiltig zugeschlagen, auch wenn der Anschlag nicht geboten wird. R H B- XV.. 2916 Das in der Gartenstraffc dahier unter Nr. 57, beiderseits neben Zimmermstr- Crocoü gelegene vierstöckige Eckhaus sammt aller liegenschaftlicher Zugehör, einschließlich des Grund und Bodens, > 74 . -/ 130175 so l32^I92 60 24 132 130132 240! 70 22 140 140 140 2.0 50 24 140144128 210 55 24 l20'200, 65 24 150140 100140 150140.220 60 17 144 132! — ,140 140l40>240. 55! 20 - >130> — 121 - 112087! 50,21 - 120 90110100 120'200 55 22 ' i ! »SL A i -5 26' 85' 14.- 34.— 340 320j300 ! -280 28! 100! '42.- 28.- .. 32)300 ! !24 ! 95 36 .' 28. ' 7-r — 270 — 24' 85 36.— i24.^ 920 — .320 , _ ^24 ! 81 44 — Z28..-4 - 280 ! 24 ! 80 44.- !20.— 320 280 260 24L 22: 80 42 — 28 — 31) 262 280 ' 200 25 ! 92 36- .18 — 280'210 250 ! 200 22 80 40 — !28-- 300260 — j 25 > 100 46.— 31 — 32-281230 -- 75 4,.— 32.— 28i2t>< — 81.49 413160260 18122t! 80 . 46.- 96 — 240 210 210 ! 100a^.- —- M022 1 290 , 8ffN«.—j32.-260,200 290 ! TO^M—^40-—240 160 - ! 78/52.—!—-214170 — 80 40--28-- 270 260 2,0 ISO 200 200 240 80" 40-- 92.— 2ÜO 20)'— ! — - Zwangsversteigerung. U-657. Karlsruhe. II. Steigerungs- Ankündigung. Montag, 18. Juli L8SS, Nachmittags 3 Uhr, wird im Hause Hebelstraßc 7, ebener Erde rechts, in Folge richterlicher Verfügung die nack- beschricben-, dem Heinrich Vau Ben- rooh, Kaufmann dahier, gehörige Liegenschaft einer zweiten öffentlichen Versteigerung ausgesetzt und als Eigenthum endgiltig zugeschlagen, auch wenn der Schätzungspreis nicht erreicht wird. R H B- XXIII. 4966. Das in der Roonstraffe dahier unter Nr. 2, einerseits neben Heinrich van Venrooy selbst, anders neben Schlosirr- meister Johann Kunz gelegene vierstöckige Wohnhaus, sammt aller liegenschaftlicher Zugehör, einschließlich des in dem erwähnten Situationsplan mit a, 5, ä bezeichneten Grund und Bodens, geschätzt zu ... - 34000 M. Die näheren Steigerungsbedingungen können in meinem Amtszimmer, Kaiserstraße 117 hier, eingefchen werden. Karlsruhe, den 29. Juni 1892. Der Vollstreckungsbeamte: C. Fraeulin, Großherzogl. Notar. Strafrechtspflege. Ladungen. u 631.2. Nr. II. 15,240. Mannheim. Der am 25. März 1867 in Schriesheim geborene, zuletzt dort wohnhafte, z. Zt. on unbekannten Orten abwesende Land- wirtb Johann Philipp Möll wird beschuldigt, daß er als Ersntzrefervik ansgcwandert ist, ohne von seiner bevorstehenden Auswanderung der Militärbehörde Anzeige erstattet zu haben — Uebcrtretung gegen K 360 Ziff. 3 R.- St.G.B. Derselbe wird auf Anordnung Großh. Amtsgerichts hier auf Dienstag den 13. September 1892, Vormittags 8 Uhr, vor das Großh. Schöffengericht hier zur Hanylverhand- lung geladen. Bei uncntschuldigtem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der nach 8 472 St.P.O. von dem Kgl. Hauptmeldeamt Heidelberg ausgestellten Erklärung verurtheilt werden. Mannheim, den 4. Juli 1892. Der Gerichtsschrciber Gr. Amtsgerichts: Ho er st. U 632.2. Nr. 8584. Wiest och. Der am 13. August 1865 zu Malschen- bcrg geborene, zuletzt in Maischender« wohnhaft gewesene Küfer u. Bierbrauer JosefMüller , ^ wird beschuldigt, als beurlaubter Re- Erlaubniß ausgewandert j vor das Gr. Schöffengericht zu Wies- loch (Rathhaussaal) zur Hauptverhand- . lung geladen. Bei unentschuldigtem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der nach § 472 der Strßfprozeßordnung von dem König!. Bezirkskommando zu Heidelberg ausgestellten Erklärungen verurtbeilt werden. Wicsloch, den 30. Juni. 1892. Kumpf, Gerichtsschreiber des Gr. Amtsgerichts. im Flächengehalt von 394 gw, taxirt zu. 87000 M- servist ohne Die Steigerungsbedingungen können zu sein, in meinem Amtszimmer — Kaiserstraße Uebertretung gegen s 360 Nr. 3 des Nr. 117 hier — eingcsehen werden. Strafgesetzbuchs. Karlsruhe, den 1. Juli 1892. Derselbe wird auf Anordnung des Der Vollstreckungsbeamle: Großh. Amtsgerichts hierselbst auf C- Fraeulin, Donnerstag de» 25. August 1892, — 300 260 280 220 ^ Großherzogl. Notar. Vormittags h,9 Uhr, U 649. Nr. 266. Buchen. Bekanntmächung. Zur Fortführung der VermeffungS- werke und der Lagerbücher nachfolgender Gemarkungen ist im Einverständniß mit. den Gemeinderäthen der betheiligten Gemeinden Tagfahrt jeweils aus dem Rathhause der betreff. Gemeinde anberaumt, und zwar für die Gemarkung: Bofsheim auf Mittwoch den 13. Juli, Vormittags 9 Ubr; Bronnackcr auf Donnerstag 14. Juli, Mittags 2 Uhr; Hirschlaudeu auf Freitag den 15. Juli, Vormittags 8 Uhr; Hohenstadt auf Samstag den 16. Juli, Vormittags 8 Uhr; Korb, auf Dienstag den 19. Juli, Mittags 2 Uhr; Dippach auf Mittwoch 20. Juli, Vormittags 8 Uhr; Hagenbach auf Mittwoch den 20. Juli, Vormittags 8 Uhr; Gennfeld auf Donnerstag den 21-. Juli, Vormittags 8 Uhr; Ruchsen auf Freitag 22. Juli» Vormittags 9 Uhr; Hemsbach auf Samstag den 23. Juli, Vormittags 11 Uhr. Die Grundeigenthümer werden hievon mit dem Anfügen in Kenntniß gesetzt, daß das Berzeichniß der seit der letzten Fortführung eingetretenen, dem Ge- mcinderath bekannt gewordenen Veränderungen im Grundeigenthum während 8Tagen vor dem Fortführnngstermin zur Einsicht der Betheiligten auf dem Nachhause aufliegt; etwaige Einwendungen gegen die in dem Berzeichniß vorgemerkten Veränderungen in dem Grund- eigenlhum und deren Beurkundung im Lagerbuch sind dem Fortführungsbeamten in der Tagfahrt vorzutragen. Die Grundeigenthümer werden gleichzeitig aufgefordert, die seit der letzten Fortführung in ihrem Grundeigenthum eingetretenen, aus dem Grundbmh nicht ersichtlichen Veränderungen dem Fort- führungsbeamten in der bezeichneten Tagfahrt anzumelden. Ueber die in der Form der Grundstücke eingetretenen Veränderungen sind die vorgeschricbenea Handrisse und Meßurkunden vor de« Tagfahrt bei dem Gemeinderath oder in der Tagfahrt bei dem Fonfübrungsbeam- ten abzugeben, widrigenfalls dieselbe» auf Kosten der Betheiligten von Amts- Wegen beschafft werden müßten. Buchen, den 5. Juli 1892. Der Bezirksgeometer: Gr et her. Druck und Verlag der G. Braun'schen Hofbuchdruck-rei.