Karlsruher Zeitung. Donnerstag. 14. Juli .M ISS. Expedition: Aarl-FriedrichS-Straße Nr. 14 (Telephonanschluß Nr. 154), woselbst auch die Anzeigen in Empsang genonnnen werden. «orauSbezahlung: vierteljährlich 3 M. 50 Pf.; durch die Post im Gebiete der deutschen Postverwaltnng. Briefträgcrgebühr eingerechnet, 3 M. L5 Pf. Einritckungsgebühv: die gespaltene Petitzeile oder deren Raum 20 Pfennige. Brief: und Gelder frei. 1882 . Amtlicher Theil. Seine Königliche Hoheit der Grotzherzog haben unter dem 30. Juni d. I. gnädigst geruht, an Stelle der in den Ruhestand getretenen Oberlandesgerichtsräthe Bohm und Schmidt die Oberlandesgerichtsräthe Boeckh und Mayer zu Mitgliedern des Kompetenzgerichtshofs zu ernennen. Nichtamtlicher Theil. Karlsruhe, den 13. Juli. Amtlich ist heute die Ernennung des französischen Depu' tirten Burdean zum Marineminister veröffentlicht worden- Damit ist die Krisis, welche ourch die vorgestrige Kammer' abstimmung hervorgerüfen wurde, beigelegt. Es fehlte wenig, so hätte diese Krisis einen größeren Umfang angenommen, denn der Ministerpräsident Louber wollte sich in der betreffenden Kammersitzung mit dem hart angegriffenen Marinechef solidarisch erklären und wurde daran nur durch den Kammerpräsidenten Floquet gehindert, welcher erklärte, die Abstimmung habe schon begonnen und die Debatte sei geschlossen. Noch in dem auf die Kammersitzung folgenden Ministerrathe soll Loubet die Ansicht vertreten haben, daß das Gesammtministerium seine Entlassung geben müsse. In Pariser Blättern wird berichtet, daß namentlich der Kriegsminister Freycinet hiergegen Vorstellungen erhoben habe; auch der vom Kammervotum betroffene Marineminister Cavaignac bat seine Kollegen, ihr Schicksal nicht mit dem seinigen zu verflechten. So blieb die Krisis auf das Marineministerium beschränkt, zur Befriedigung der öffentlichen Meinung, der eS eine wenig angenehme Ueberraschung bereitet hätte, wenn angesichts des Nationalfestes und der GeneralrathS- wahlen, in dem Augenblicke, in dem alles nach dem Kammerschluffe drängte, eine allgemeine Ministerkrisis entstanden wäre. Die Zufriedenheit darüber, daß die Veränderung im Kabinet sich auf das Ausscheiden des Marineministers Cavaignac und seine Ersetzung durch Herrn Burdeau beschränkt hat, kommt auch in der Pariser Presse zum Ausdruck; die Blätter loben die Minister, daß sie im Amte geblieben sind. Cavaignac hat einen nicht sehr wirksamen Abgang gehabt; keine Zeitung widmet ihm einen freundlichen Nachruf. Man thut darin wohl dem Minister Unrecht, der lediglich infolge der Gepflogenheit der Franzosen, für jeden militärischen Unfall sogleich nach einem Sündenbock zu suchen, die Schlappe in Dahome mit dem Verluste seines Portefeuilles bezahlen mußte. Freilich trifft ihn die Schuld, sich entschieden gegen den Wunsch der Kammer erklärt zu haben, welche ein einheitliches Kommando in Dahome forderte. Es kennzeichnet übrigens die momentanen Verlegenheiten in der französischen Kolonialpolitik, daß unmittelbar nach der Interpellation über Dahome auch eine Interpellation über die Lage in Tonkin von der französischen Deputirten- kammer verhandelt worden ist. Die Nachricht von dem Ueberfalle eines französischen Proviantzuges bei Bac-Lö veranlaßte den Abgeordneten Bonge, eine Interpellation über diesen Vorgang und über die allgemeine Situation in Tonrin einzubringen. In der Begründung seiner Interpellation führte er gestern aus, die Verhältnisse in Tonkin hätten sich unter der Amtsführung des Gouverneurs Lanessan nicht gebessert, sondern verschlimmert. Der Unterstaatssekretär für die Kolonien, Jamais, verlas die letzte aus Tonkin vorliegende Depesche. Darnach bildeten die gefallenen Soldaten die Eskorte einer Proviantkolonne. Die Entfernung von Hanoi nach Lang-Son, wohin in bestimmten Zwischenräumen diese Convois abgehen, beträgt 135 Kilometer. Der erste Theil des Transportes wird auf dem Wasserwege vorgenommen, auf einem Nebenflüsse des Rothen Flusses, der bis nach Phu-Lang-Thuong geht. Von diesem Orte an marschirt die Kolonne auf dem Landwege weiter. Die erste größere Stadt, die zu passiren ist, ist eben Bac-Le. Von Bac-Le nach Lang-Son zieht sich der Weg zwischen hohen und steilen Bergen hin. Die Piraten können also, wenn sie mit guten Feuerwaffen versehen sind, auf die unten vorbeiziehenden Soldaten schießen, während es diesen fast unmöglich ist, den Angreifern Schaden zu thun, weil dieselben sofort hinter den Bergen verschwinden. Auf der Straße sind wohl ziemlich starke Posten aufgestellt. Aber auch diese können nicht viel machen, da die Piraten in der Regel, nachdem sie eine ihrer Thaten ausgeführt haben, sofort die Flucht ergreifen und spurlos verschwinden. Ein Beweis, daß sie auch im gegenwärtigen Falle so gehandelt haben, liegt darin, daß, wie die offizielle Depesche besagt, die angegriffenen Soldaten ihre Tobten und Verwundeten haben mit sich nehmen können. Der Unterstaatssekretär erklärte gestern, in Tonkin sei eine genügende Truppenzahl. Die Regierung beabsichtige nicht, weitere Eroberungen vorzunehmen, sie richte ihre Anstrengungen auf die Befestigung der Zustände in dem eroberten Lande. Nach mehreren weiteren Reden wurde eine Tagesordnung angenommen, durch welche die Kammer, der Regierung vertrauend, die Hoffnung auf die baldige Bildung eines Kolonialheeres ausspricht. Deutschland. * Berlin, 12. Juli. Seine Majestät der Kaiser traf gestern Nachmittag um 4 Uhr in Tromsö ein, ging dort an Land nnd unternahm einen Spaziergang durch die Stadt auf eine nahe gelegene Höhe. Heute Früh um 10 Uhr setzte der Kaiser die Fahrt nach Skaarö fort. Das Wetter ist klar, aber kalt. — Ihre Königliche Hoheit die Prinzessin Heinrich von Preußen beging gestern ihr Geburtsfest. Am Königlichen Hofe wurde der Tag festlich begangen. — Das „Neue Wiener Tageblatt" meldet aus Reichenau, daß die Erzherzogin Margaretha Sophia sich mit dem Herzog Albrecht von Württemberg verlobt habe. Die Erzherzogin ist die älteste Tochter des Erzherzogs Karl Ludwig und am 13. Mai 1870 geboren. Herzog Albrecht von Württemberg ist der Sohn des Herzogs Philipp und der österreichischen Erzherzogin Maria Theresia. Er ist in Wien am 23. Dezember 1865 geboren und Rittmeister im 1. württembergischen Ulanenregiment Nr. 19. — Nach einer Meldung aus Rom wurde der bisherige preußische Gesandte am Vatikan, vr. Kurt von Schlözer, heute vom Papste in Abschiedsaudienz empfangen. Er begibt sich demnächst in die Schweiz. In der lange währenden Audienz drückte der Papst seine Hochachtung und sein herzliches Wohlwollen für Schlözer «uS. (Zum Amtsnachfolger des Herrn v. Schlözer soll bekanntlich der deutsche Gesandte in Bern, Geheimrath v. Bülow, ausersehen sein.) — Chef Ramsay, der Leiter der südlichen Expedition in das Hinterland von Kamerun, ist, der „Magdeb. Ztg." zufolge, von der Jaundestation nach Kamerun zurückgekehrt. — Der frühere Oberpräsident von Schleswig-Holstein, Freiherr Karl v. Scheel-Plessen, dessen Tod tele- grapisch gemeldet worden ist, war 1811 in Kiel geboren. Er trat 1836 in dänische Dienste. Nach der Erhebung Schleswig-Holsteins gegen Dänemark wurde Scheel- Plessen zum Präsidenten der schleswig-holsteinischen Kanzlei im dänischen Ministerium ernannt. Im Jahre 1849 erschien er als dänischer Bevollmächtigter in Berlin und überbrachte der preußischen Regierung die Kündigung des Waffenstillstandes von Malmoe. Am 9. September 1849 wurde er von der Landesverwaltung zum Chef des zweiten und dritten Departements in Flensburg ernannt. Im Jahre 1852 übernahmen in Holstein Graf Reventlow- Criminil und Baron Scheel-Plessen das dänische Regiment. Ein halbes Jahr hindurch, wo Graf Reventlow sich in Kopenhagen anfhielt, war Baron Scheel-Plessen alleiniger dänischer Prokonsul in Holstein; später ernannte ihn die dänische Regierung zum Oberpräsidenten in Altona, aus welcher Stelle er im Jahre 1855 entlassen wurde. Im Jahre 1856 trat er zur dänischen Regierung in Opposition. Am 10. Juni 1866 wurde Scheel-Plessen preußischer Oberpräsident in Schleswig- Holstein. Am 1. Oktober 1879, als das OberprSsidium nach Schleswig verlegt wurde, trat er in den Ruhestand. Obwohl er bei seinem Rücktritt zum Mitglied des Herrenhauses ernannt wurde, hörte mit seiner amtlichen auch seine politische Thätigkeit auf. — In der gestern geschilderten Affaire des französischen Generalkonsuls in Leipzig, Jacquot, berichtet man der „Fr. Z." aus Leipzig: „In Sachen der bekannten Skandalaffaire des hiesigen französischen Generalkonsuls Jacquot hat heute die amtliche Feststellung des Thatbe- standes in Gegenwart des Sekretärs Heritte und des Konsulatkanzlers Heymann stattgefunden und zu dem Er- gebniß geführt, daß Jacquot allein den Vorfall durch sein brutal provozirendes Wesen hervorgerüfen hat." Diese Depesche bestätigt eine Meldung des „Temps", der berichtet hatte, Jacquot sei von dem französischen Bot- schafter Herbette nach Berlin beschieden worden, um Bericht über den Vorfall zu erstatten; gleichzeitig sei auch ein Mitglied der Botschaft nach Leipzig entsendet worden, um an Ort und Stelle den Vorfall zu untersuchen. Durch die Reise JacquotS nach Berlin ist wahrscheinlich die verfrühte Nachricht von der Abberufung des Genannten entstanden. — Aus Rom wird berichtet, daß als Nachfolger des Grafen Launay Generallieutenant Graf C. Lanza, Generalkommandant der Bezirks-Militär-Territorialdivision I Novara, zum italienischen Botschafter in Berlin in Aussicht genommen sei. (Der italienische Botschafterposten in Berlin ist, da Graf Launay im Januar dieses Jahres starb, seit einem halben Jahre erledigt. Seine Wiederbesetzung verzögerte sich infolge des italienischen Ministerwechsels, dürfte nun aber in der nächsten Zeit erfolgen. Dem Grafen Lanza, der jetzt als Amtsnachfolger Launay's genannt wird, ist die deutsche Reichshauptstadt kein fremder Boden, Venn er war längere Zeit Militärattache der Barschaft in Berlin.) — Die Ausprägung von Reichsmünzen stellten sich im Juni d. I. auf 642 970 M. in silbernen Fünf- markstücken, 200 000 M. in Zweimarkstücken, 50 000 M. in Einmarkstücken. 224 513 M. 80 Pf. in Zwanzigpfennigstücken (Nickel) nnd 17 679 M. 53 M. in Einpfennigstücken. »A— Der Reichstag hat in den während der vorigen Session eingebrachten Gesetzentwurf über das Telegraphenwesen des Deutschen Reichs die Bestimmung eingesügt, daß, wenn an einem Orte Telegraphenlinien für den Ortsverkehr, sei es von der Reichs-Telegraphen» Verwaltung, sei es von der Gemeindeverwaltung oder von einem anderen Unternehmer, zur Benutzung gegen Entgelt errichtet sind, jeder Eigenthümer eines Grundstücks gegen Erfüllung der von jenen zu erlassenden und öffentlich bekannt zu machenden Bedingungen den Anschluß an das Lokalnetz verlangen kann. Diese Bestimmung ist Gesetz geworden. Auf Grund derselben hat jüngst das Reichs-Postamt die Bedingungen, unter welchen die Reichs-Postamt- und Telegraphenverwaltung den Anschluß an die Stadt-Fernsprecheinrichtungen zur Ausführung bringt, im „Centralblatt für das Deutsche Reich" veröffentlicht. — Das Reuter'sche Bureau berichtet aus Mexiko, daß Porfirio Diaz für die neue vierjährige Amtsperiode wiedergewählt sei. (General Porfirio Diaz wurde am 1. Dezember 1884 zum Präsidenten der Republik Mexiko gewählt und nach Ablauf der vierjährigen Präsidentschaftsperiode am 1. Dezember 1888 wiedergewählt. Seine jetzt erfolgte abermalige Wiederwahl gilt für die Zeit bis 1896.) — Angesichts der, wenn auch langsamen Fortschritte der Cholera in Rußland werden von den dortigen Lokalbehörden energischere Maßregeln ergriffen. Im Moskauer Kreise ist an alle Kreischefs der Befehl ergangen, eine Besichtigung und Desinfektion der Fabrik- und In- dustrieetabliffements vorzunehmen. Ferner hat der Kom- mandirende des dortigen Militärbezirks den Befehl erlassen, Cholerakomites in allen Garnisonen zu errichten. In Nikolajeff wird eine besondere Choleraabtheilung beim Krankenhause gegründet; in Woronesch bewilligte die Stadtverordnetenversammlung 11000 Rbl., um die Stadt in 33 Bezirke einzutheilen mit je einem Kurator und zwei Aerzten, ferner zwei Baracken außerhalb der Stadt zu erbauen und Krankenwagen in Bereitschaft zu halten. In Ssaratow bewilligte die außerordentliche Kreislandschaftsversammlung 23000 Rbl. zu demselben Zwecke. In Petersburg entfalten der Magistrat und der Stadthauptmann eine rege Thätigkeit. Letzterer revidirt fortwährend die verschiedensten Stadttheile, aber macht dabei in der Regel die Entdeckung, daß die Wohnungen der ärmeren Bevölkerungsgruppen sich in schlimmem Zustande befinden. Auf dem Kaspischen Meere werden Dampfer der Regierung hin und her kreuzen, um alle aus den Choleragegenden kommenden Fahrzeuge genau zu untersuchen. Der größte Theil der Eisenbahngesellschaften ferner hat beschlossen, von nun an eine Anzahl Heilgehilfen in jedem Zuge mitfahren zu lassen und dem Zuge einen besonderen Waggon anzuhängen, der als Lazareth eingerichtet ist, in welchem die unterwegs Erkrankten die erste Hilfe finden sollen. In Nischny-Nowgorod, woselbst, wie schon gemeldet, die Messe zur gewöhnlichen Zeit stattfinden wird, trifft man umfassende Sicherheitsmaßregeln , zu welchem Behufe der Professor Aurep dorthin abkommandirt wurde, welcher in Gemeinschaft mit dem Gouverneur Baranoff die bezüglichen Verordnungen ausgearbeitet hat. Mit Recht wird aber von der Presse darauf aufmerksam gemacht, daß alle Vorkehrungen bisher nur in den Städten getroffen sind, während in den Dörfern, woselbst es weder Aerzte noch Apotheken gibt, nichts geschieht. Man hofft, daß das „Rothe Kreuz" sich des SanitätSwesens auf dem Lande annehmen wird. — Ein Telegramm des Bureau Reuter au» San Francisco meldet: Den letzten von Japan eingetroffenen Postnachrichten zufolge wurde der japanische Reichstag am 15. Juni geschloffen. Die Vorlage über die Einrichtung einer Packetpost wurde von beiden Parteien unterstützt und vom Kaiser genehmigt. Das Gesetz tritt am 1. Okt. in Kraft. Die Vorlage zur Aufhebung der Ausfuhrzölle wurde verworfen. Das Budget wurde schließlich genehmigt, nachdem die Regierung ihre Geldforderungen für die Marine zurückgezogen hatte. Das Unterhaus weigerte sich wiederholt, das Budget zu genehmigen, und das Oberhaus richtete mehrere Gesuche an den Kaiser, einzugreifen. Der Marineminister Vicomte Aaboyama reichte seine Entlassung ein, ließ sich darauf aber bewegen, im Amte zu bleiben. Beide Häuser genehmigten den Antrag, das bürgerliche und das Handelsgesetzbuch erst im Jahre 1896 vorzunehmen. Daraufhin reichte der Justizminister Vicomte Tanaka seine Entlassung ein. welche vom Kaiser angenommen wurde. ES heißt, das Ministerium habe dem Kaiser gerathen. die Genehmigung dieser Bill nicht gutzuheißen. Selbst der Premierminister drohte schon abzudanken. Der Minister für Handel und Landwirth- schaft, Kono, versieht gegenwärtig die Geschäfte des Justiz- ministerS. Schwerin, 12. Juli. Seine Königliche Hoheit der Großherzog hat, wie das „Regierungsblatt" meldet, aus den Händen des Freiherrn von Thielmann das Schreiben Seiner Majestät des Deutschen Kaisers entgegengenommen, durch welches Freiherr von Thielmann an Stelle des seiner Zeit von seinem Posten abberufenen preußischen Gesandten von Kusserow in gleicher Eigenschaft am Großherzoglichen Hose beglaubigt wird. —s. Dresden, 12. Juli. Seine Majestät der König steht im Begriff, eine Rundreise durch das industriereiche Vogtland anzutreten. Der König besucht auf dieser Reise nicht bloß die größeren Industriestädte, sondern auch kleine Ortschaften dieses ungemein dichtbevölkerten LandeStheiles und dieser Umstand ist es, der im Vogtlande die Freude über den erwarteten Besuch des Herrschers zu einer so allgemeinen macht. Man geht nicht zu weit, wenn man den wiederholten Besuchen Seiner Majestät in diesem durch blühenden Gewerbfleiß ausgezeichneten, aber auch von sozialdemokratischen Elementen ganz besonders stark durchsetzten Gebietstheil eine sozialpolitische Bedeutung beimißt. Daß König Albert an dem Gedeihen der Industrien, die im Vogtlande viele tausende von fleißigen Händen beschäftigen, den lebhaftesten An- theil nimmt und ihre Unterstützung sich besonders angelegen sein läßt, das versteht sich bei der großen Pflichttreue des Monarchen und bei seiner unausgesetzten Fürsorge für alle öffentlichen Interessen ja von selbst. Aber der König will auch die Verhältnisse aus eigener Anschauung kennen, will sich persönlich von dem Stande der Industrien. den Fortschritten der Technik, den für die Arbeiter getroffenen Wohlfahrtseinrichtungen überzeugen. Der König ehrt damit den Gewerbfleiß des Vogtlandes und er tritt mit seiner Leutseligkeit auch der großen industriellen Arbeiterbevölkerung des sächsischen Südwestens persönlich nahe. Wenn bei solchen Reise« überall des Monarchen ein festlicher Empfang harrt, so ist es dem König doch nicht um eine glänzende Aufnahme, sondern um ernste und wichtige Zwecke zuthrm und deßhalb ist auch die Anweisung ergangen, daß die feMtzerr UM, bereitungen sich in einem bescheidenen RähuMcIaKeW mögen. Der König beabsichtigt, durch direkt,, HerDnMei Wahrnehmungen in Fühlung mit den ErwerWsäWkltIiffs« jener für die sächsische GewerbethLtiMh tigen Landestheile zu bleiben, an der Äuellk sich Mer den Stand der Dinge zu unterrichten, und sowohl dir Arbeitnehmer, die dort großerithrils auf den Export arbeiten und den verschärften Wettkampf auf dem Weltmarkt zu bestehen haben, wie auch inSbesoudere die Arbeiterbevölkerung dürfen in dem Besuche des Monarchen einen neuen Beweis der warmherzigen Fürsorge ihres Königs für die möglichste Erleichterung und staatliche Begünstigung aller Arbeitsbedingungen erblicken. Diese Bedeutung der heute begonnenen Reise Seiner Majestät durch die Industriestädte des Vogtkandes kommt auch in dem Umstande zum Ausdrucke, daß der König von dem Herrn Staatsminister des Innern, v. Metzsch, begleitet ist. Gera, 12. Juli. Seine Durchlaucht der Fürst beging heute, wie schon gemeldet, die Feier seines Regierungs- jubiläums. Da auf den Wunsch Seiner Durchlaucht, der sich zur Zeit nicht im Lande befindet. alle größeren Festlichkeiten unterbleiben, so beschränkt sich die offizielle Feier in der Hauptsache auf Gottesdienst und Schulakte. Im ganzen Lande sind Sammlungen veranstaltet worden, deren Ertrag, zu milden Stiftungen bestimmt, dem Fürsten übermittelt werden wird. Die Stadt Gera und einzelne andere Orte werden Adressen überreichen. V Koblenz, 11. Juli. Gestern Abend starb hier ohne vorhergeheude Krankheit ganz unvermuthet an den Folgen eines Schlagflusses der Königliche Militärintendanr des 8. Armeecorps, Major a. D. Guyet. Ein geborener Badener, war er im Jahre 1859, nachdem er vorher Jurisprudenz studirt hatte, Offizier geworden, 1871 in die Königl. preußische Armee übergrtreten und später, da sein Gesundheitszustand den längeren Dienst in der Armee nicht gestattete, der Intendantur zugetheilt worden. Er galt als einer der tüchtigsten Militärvcrwaltungsbeamten. Hier, wie an seinen früheren Garnisonsorten erfreute sich Herr Guyet der allgemeinsten Hochachtung. Auch in seiner badischen Heimath wird man das allzufrühe Ableben dieses hervorragend tüchtigen Mannes lebhaft bedauern. Orllerrrich-Nnsarn. Wien, 12. Juli. DaS österreichische und das ungarische Abgeordnetenhaus setzten heute die Berathung der Balutavorlagen fort. In dem ersteren sprachen der Jungczeche Sramarz, der Deutschnatiouale Fuß und der Liberale Groß gegen die Vorlagen, der Liberale Jacques und der Slovene Schuklje, sowie der Deutschnationale Steinwender für die Vorlagen. Steinwender erklärte, die Dentschnationalen würden aus politischen Gründe» gegen das AnlehenSgesetz stimmen; dies solle ein Wqr- nungSsignal für die Regierung sein, die die Neutralität gegenüber den Deutschen gebrochen habe. Im ungarischen Abgeordnetenhaus sprachen nach Helfy, dessen Aeuße- rungentelegraphisch mitgetheilt worden sind, noch Neumann und Hieronymi für die Vorlagen. Molnar gegen sie. — In den letzten Tagen sind sechzehn studentische Verbindungen an der Universität Wien von der Behörde aufgelöst worden, und zwar sind es durchweg konservative deutsch-nationale Verbindungen mit antisemitischer Tendenz, welche dem sogenannten „Waidhofener Verbände" angehörten. Dieser sogenannte „Waidhofener Verband" beruhte auf einem Programme, welches die Vertreter der unter Schönerers Einfluß stehenden deutschnationalen Verbindungen bei einer zu Pfingsten 1890 in Waidhofen abgehaltenen Versammlung beschlossen und angenommen hatten. Dieses Programm hatte den Zweck, die Agitation der deutsch - nationalen Antisemiten in der Studentenschaft zu verbreiten und für dieselbe eine feste Organisation zu schaffen. Einen gesetzlichen Bestand nach dem Vereinsgesetze hatte aber der „Waidhofener Verband" nicht, obwohl dies schon im Jahre 1R)0 und auch bei einer zweiten, im folgenden Jahre in Waidhofen abgehaltenen Versammlung angestrebt worden war. Die zu diesem Zwecke von den Führern der Bewegung ein- geleiteten Schritte blieben ohne Erfolg. Die Obmänner der sechzehn Verbindungen erhielten jetzt das Auflösung-- drkret. In den Dereinslokalen wurden behördlich das Jnventar ausgenommen, Schriften, Bücher rc. saisirt. Als Grund der Auflösung ist angegeben, daß die Verbindungen über ihren statutarischen Wirkungskreis hinausgingen und politische Zwecke verfolgten. Der „Waidhofener Verband" hat noch bei den letzten Wahlen in den Wiener Medizinischen Unterstützungsverein eine lebhafte agitatorische Thätigkeit entfaltet. Das Gerücht von der bevorstehenden Auflösung des Verbandes zirkulirte schon vor einigen Monaten. Italien. Rom, 1l. Juli. Eine der „Polit. Korr." zugehende Meldung weist darauf hin, daß der Eintritt des Herrn Grimaldi in das Kabinet von der süditalienischen Presse mit lebhafter Befriedigung ausgenommen wird. Diese Kundgebungen bilden einen Beweis dafür, daß die Berufung Grimaldi's zum Schatzminister und interimistischen Leiter des Finanzministeriums, durch welche das bisher im neuen Kabinet in geringem Maße vertretene süditalienische Element eine Verstärkung erfuhr, eine Kräftigung der politischen Stellung der Regierung bedeute. Ministerpräsident Giolitti, der durch den Eintritt Grimaldi's in das Kabinet wesentlich entlastet wird, sei nunmehr in der Lage, sich vollständig den Angelegenheiten der inneren Politik zu widmen. Die Unterstaatssekretäre im Schatzministerium und im Finanzministerism, die Herren Aagmolt und Lanzara^ haben, um Herrn Gri-. mäff>r° der Wahl seiner Häuptmitarbeiter freie Hand zu Riffen , rhre Demission gegeben, sie ließen sich aber durch de» vom Ministerpräsidenten , sowie von Herrn Grtmaldi selbst geäußerten Wunsch bestimmen, ans ihre» Posten zu verbleiben. Frankreich. Paris, 12. Juli. In dem heute abgehaltenen Ministe» rathe kam Vas Projekt einer P aris er Weltausstellung zuv" Erörterung. Telegraphisch ist schon gemeldet worden, daß der Handelsminister ein Dekret »orlegte, nach welchem die Ausstellung am 5. Mai 1W0 eröffnet und am 31. Oktober geschloffen werden soll. Diese telegraphische Nachricht ist dahin zu ergänzen, daß der Bericht, welcher dem Dekret beigefügt ist, betont, man habe sofort nach Schluß der letzten Ausstellung im Voraus das Jahr 1900 für die nächste Ausstellung festgesetzt. Beiläufig bemerkt, hat man bis jetzt davon nichts gehört. — In politischen Kreisen macht die Ernennung Burdeau's zum Marine- minister einen guten Eindruck. Man meint, ohne den bevorstehenden Kammerschluß, das Nationalfest und die Generalrathswahlen wäre sicher eine allgemeine Kabinets- krise ausgebrochen. (Siehe auch darüber die Bemerkungen an der Spitze des nichtamtl. Theils.) Dem Gebrauche gemäß demissionirte auch der Unterstaatssekretär der Kolonien, Jamais, doch dürfte ihn der Nachfolger Cavaig- nacs beibehalten. (Jamais hat übrigens trotz seiner Demission gestern die Regierung in der Kammervevatte über Tonkin vertreten. Daraus scheint hervorzugehen, daß seine Demission in der That nur eine formelle Bedeutung hat.) — In Loches sind gestern die Verhandlungen in dem Prozesse Wilson beendigt worden. Die Publikation des Urtheilsspruchs wurde auf Samstag angesetzt. Wilsons Vertheidiger war bemüht, darzuthun, daß die Verhandlungen keinen Beweis für die Wilson zur Last gelegten Wahlbestechungen ergeben hätten. Ob dies auch die Meinung des Gerichtshofs ist, wird man am Samstag hören. Daß Wilson keine sehr lauteren Mittel anwandte, um seine Wahl zum Maire von Loches durchzusetzen, ist aus den Zeugenaussagen hervorgegangen; es fragt sich nur, ob die ihm nachgewiesenen Handlungen gesetzlich strafbar sind. Großbritannien. London, 12. Juli. Bis jetzt ist das Ergebniß von 472 Wahlen zum Unterhause bekannt; es stehen also noch rund 200 Wahlen aus. Die gewählten 472 Abgeordneten sind ihrer Parteistellung nach: 209 Konservative, 36 liberale Unionisten, 187 Gladstoneaner, 5 Parnelliten und 35 Antiparnelliten. Die Mehrheit der regierungsfreundlichen Parteien gegenüber den Gladstoneauern und den mit ihnen verbündeten Irländern beträgt somit heute nur noch 18. Im Ganzen gewannen die Konservativen 14, die liberalen Unionisten 7 und die Gladstoneaner 56 Sitze. Die letzten Tage haben das Wahlresultat abermals für die regierungsfreundlichen Parteien verschlechtert ; andererseits zeigt es sich aber immer deutlicher, daß die Gladstoneaner, wenn sie den Sieg davon tragen, in dem neuen Unterhause eine nur geringe Mehrheit haben werden. Auf beiden Seiten wird mit Aufbietung aller Kräfte gekämpft, und noch nie ist nach dem Geständniß aller Parteipreßorgane so hartnäckig und erbittert ge- stritten, noch nie ist der Boden so zähe Zoll für Zoll angegriffen und vertheidigt worden. Ob der Schlußerfolg dem großen Krästeaufwand entspricht, ist noch sehr fraglich. Denn die Möglichkeit, daß der Konkurrenzkampf auf cin sog. „todtes Rennen" hinauskommt, oder daß der Sieger mit einem so geringen Stimmenübergewicht ander Urne hervorgeht, daß er niemals vor parlamentarischen Ueberraschungen gesichert ist, liegt nach dem bisherigen Wahlergebnisse sehr nahe. — Dos Reuter'sche Bureau meldet, die Verhandlungen zwischen dem englischen Gesandten Evan Smith und dem Sultan von Marokko seien nahezu beendet. Die marokkanische Regierung habe im letzten Augenblick fast allen Vorschlägen des englischen Gesandten zugestimmt. Noch vor wenigen Tagen stand die Sache so, daß die maurische Regierung den Vorschlägen des britischen Gesandten hartnäckigen Widerstand entgegensetzte und eS wurde schon angekündigt, daß die englische Mission deßhalb unverrichteter Sache von Fez abreisen werde. Es scheint, daß die Drohung Evan Smiths mit seiner Abreise noch in der letzten Stunde eine Wendung der Situation herbeigeführt hat. Serbien. Belgrad, 11. Juli. Die Frage der Ersatzwahl eines Regenten an Stelle des verstorbenen Generals Protitsch, welche gegenwärtig im Vordergründe des politischen Interesses steht, hat in der letzten Zeit zu mannigfachen tendenziösen Gerüchten in der hiesigen und auswärtigen Presse Anlaß gegeben, durch welche der Anschein erweckt werden sollte, als ob zwischen der Regentschaft und der gegenwärtigen radikalen Regierung ein innerer Gegensatz bestünde. Dem gegenüber erscheint es, wie der „Pol. Korr." geschrieben wird, geboten, die wirkliche Sachlage zu erörtern und die Gesichtspunkte festzustellen, von welchen sich die maßgebenden Faktoren bei der Entscheidung dieser Frage leiten lassen. Hieraus wird sich von selbst für jeden Unbefangenen die Schlußfolgerung ergeben, daß zu einem Konflikte zwischen Regentschaft und Regierung nicht der mindeste Anlaß vorliegt. Was insbesondere die angeblichen Bestrebungen der liberalen Partei bezüglich Herbeiführung der Auflösung der Skupschtina und der Entlassung des Ministeriums Pasitsch betrifft, so haben dieselben durchaus keine Aussicht, in Erfüllung zu gehen. Die königlichen Regenten richten ihre Bemühungen selbstverständlich darauf, die Wahl auf eine solche Persönlichkeit zu lenken, mit welcher sie hoffen können, einen befriedigenden und die Leitung der Geschäfte nicht behindernden Verkehr zu unterhalten. An solchen Persönlichkeiten ist aber auch innerhalb der radikalen Partei kein Mangel, und es kann auf das Bestimmteste versichert werden, daß die Regenten prinzipiell bereits ihr Einverstiindniß dazu erklärt haben, daß die Neuwahl auf ei« Mitglied der radikalen Partei fallen solle. Andererseits dürfte aber auch die Skupschtina keineswegs darauf bestehe^, der Regentschaft einen Kandidaten aufzudrängen, welcher dieser nicht genehm wäre, und sie wird sich gewiß damit zufrieden geben, daß der neue Regent überhaupt der radikalen Partei angehört. Unter solchen Umständen ist durchaus nicht zu ersehen, wieso die Ersatzwahl eines Regenten zu einem Konflikte führen soll. Diese Regentenwahl wird sofort nach der am 1./13. November erfolgenden Eröffnung der Skupschtina vorgenommen werden. Griechenland. Athen. 12. Juli. Die bei der Affaire im Phaleron- theater betheiligten türkischen Sekretäre Aziz Bey und Alfred Bey haben Griechenland verlassen und sollen ersetzt werden. (Aziz und Alfred Bey sind die beiden ersten Legationssekretäre bei der türkischen Gesandtschaft in Athen. Alfred Bey hat infolge des Streites im Phalersn- theater sich mit dem griechischen Lieutenant Pierakos duellirt und denselben schwer verwundet.) — Wie man den „B. P. N." schreibt, gibt sich die Regierung der Hoffnung hin, daß das Finanzexposö, welches der Ministerpräsident und FinanzministerTrikupis der Kammer vorgelegt hat, auch im Auslande eine freundliche Beur- theilung erfahren und als ein Beweis dafür angesehen werden wird, daß Griechenland, weit entfernt davon, den Störenfried zu spielen, sich ernst und gewissenhaft der Regelung der Finanzen und der Konsolidirung seiner inneren Verhältnisse zu widmen entschlossen ist. Dementsprechend haben der Ministerpräsident und der Minister des Aeußern bereits Veranlassung genommen, in diesem Sinne den Vertretern der auswärtigen Staaten gegenüber sich mit aller Offenheit und dem größten Nachdruck auszusprechen und haben als Erwiderung hierauf allseitig sympathische Aeußerungen entgegengenommen. Großherzogthum Baden. Karlsruhe, den 13 Juli. * (Ander vom Komite für die Errichtung eines Denkmals der hochseligen Kaiserin August a) in Berlin ausgeschriedencn engereu Konkurrenz wird sich außer den Berliner Bildhauern Brütt, Sacke, Herter. Schaper auch der Professor Moest in Karlsruhe betheiligen. * (Die Studentenschaft der hiesigen Technischen Hochschule) ehrte am Moatag Abend die langjährige Thätigkeit zweier ihrer Lehrer durch Darbringung eines FackrlzugeS und Abhaltung eine» solennen Kommerses. Die Ehrung galt den Herren Gch Hofrath vr. Wiener und Ober» forstrat Schuber», »vu denen Erstrrer auf eine 40jährige, Letzterer auf eine 25jährige ersprießliche Lehrtätigkeit ,«rück« blicken kann. Die starke Beteiligung am Zuge bewies am deutlichsten, welch hoher Beliebtheit sich die beiden Judilare erfreuen. Drei Militärkapellen waren im 3«lie: die Leib-Greuabirrkapelle «Mriete denselben, eS folgte die Kapelle der lllr auS Rastatt und dann die Leib-Dragonerkopelle. Ein große Menschenmenge aab dem Zuge das Geleite. An denselben schloß sich sodann der Festkommers in der Festhalle. »(Die neuesten Nachrichten über den Stand derCholeragefahr) lasten, wenn zwar nicht gerade vertrauenerweckend, so doch auch nicht eben alarmirend. Einige vereinzelte Fälle von Ol-olera uostra, scheinen in London und Wien ausgetreten zu sein, in den Pariser Bororten ist dieser leichteren und minder übertragungsfähigen Erkrankungsform sogar eine Anzahl von Patienten erlegen. Der eigentliche Feind aber ist von dem mittleren und westlichen Europa heute noch weit entfernt. Wenn e« nun auch wahr ist, daß die eigentliche Cholerasaison"» die Zeit der schwülen Hitze, unS noch bevorsteht, so ist eS nicht minder wahr, daß, unter dem hygienischen Gesichtspunkte betrachtet, die betreffenden Kulturländer, einmal gewarnt, ihre Widerstandsfähigkeit und Widerstandseneraie täglich erhöhen, während es seststcht» daß die Seuche mn so langsamer vorrückt, je näher sie dem abendländischen Kulturrayon -kommt. Mit der strengeren Handhabung »er sanitären Kontrol- und Desinfektionspraxis, mit der Reinhaltung unserer großen Städte und öffentlichen Wassrrläufe hat Mittel- und Westeuropa feine frühere Anziehungskraft für die Cholera verloren. Aeugst- liche Gemüther mögen sich deßhalb beruhigen und nicht in den Fehler verfallen, die etwaige Signalisirung vereinzelter Cholerine- fälle kritiklos zu verallgemeinern. * (Im Stadtgarten-Theater) kommt morgen Anzengrubers Volksstück .Heimg'sunden" zur Ausführung. Die Hauptrolle, den Spielwaarenhändler TbomaS Hammer, spielt Herr Direktor Prasch, den 0r. Arthur Hammer Herr Weiser. '(Aufgefuudents Geld., Wie da« .Verordnungsblatt der Generaldirektion der Staatseisenbahnen" mittheilt» wurden am 2. Juli im Bereiche des Bahnhofes in Langenbrückcn der Betrag von 10 M. und am 3. Juli im Bereiche des Bahnhofes in Heidelberg ein Geldtäschchen mit 8S M. 12 Pf. aufgefunden. * (Die Witterung) erweist sich gegenwärtig dem Landmanne sehr günstig. Wiederholte, nicht zu lang andauernde Regengüsse haben die Erde erfrischt miß eine leichte Abkühlung hervor- gerusen. Die letztere wird auch vom reisenden Publikum sehr angenehm empfunden. Der Reiseverkehr ist zur Zeit ein sehr lebhafter und die Badeorte und Sommerfrischen sind mit dem Fremdenbesuch wohl zufrieden. V Heidelberg, 12. Juli. (Fremdenverkehr. — Konzert. — ZirkuS.) Heidelberg zeigt gegenwärtig den ausgeprägten Charakter der Fremdenstadt. Das Treibe», namentlich bei den abendlichen Stadtgartenkonzerten, ist ein ungemein lebhaftes. Kürzlich wurde daselbst zur Vorfeier des GebnrtSfestes Seiner Königlichen Hoheit des Erbgrosherzogs ei» schönes Konzert mit italienischer Nacht veranstaltet. Morgen läßt sich ebenda das „Stuttgarter Quartett" hören. — Eines ausgezeichneten Besuches bat sich der Zirkus James zu erfreuen, der allabendlich, namentlich durch seine Wafserpantomime, ein großes» zum Theil aus den Nachbarstädten kommende- Publikum aulockt. H Heidelberg» 12. Juli. (Aus der hiesigen evang. Kirchengemeinde.) Die Frage einer anderweitigen Paro- chialeintheilung wird demnächst die diesige evangelische Kirchen- gemeindeversammlung beschäftigen. Nach einem Vorschläge des Kirchengemeinderaths sollen vier Pfarrbrzirke gebildet und jeder derselben einem der Pfarrer unterstellt werde». Wer aus irgend welchen Gründen nicht den Pfarrer seines Bezirk-, sonder« »inen der anderen Geistlichen zum Seelsorger wünscht, soll gehalten sein, von seinem Bezirk-Pfarrer einen Abmeldeschein zu verlangen und diesen dem Pfarrer seiner Wahl vorzulegen. Gegenwärtig ist die Gemeinde in zwei Parochien mit je zwei Geistlichen eingetheilt. In jeder Parochie konfirmirt jetzt abwechselnd immer nur einer der Pfarrer im Jahr und jährlich abwechselnd versieht der eine den nördliche«, der andere den südlichen Theil der Parochien, was dem Aufkommen des rechten innigen Vertrauensverhältnisses zwischen dem Pfarrer und den Gemeindean- gehörigen hinderlich ist. Die Pfarreien würden annähernd gleich groß werden und eine jede einen Abschnitt der langgestreckten Stadt bilden. Die Weststadt, die als ein kirchlich entlegenes Gebiet angesehen werden darf, soll wenigstens einen großen Betsaal und auch der Pfarrer im Bezirk Wohnung erhalten. Der Gedanke an die Errichtung einer fünften Pfarrei ist als unthun sich ansgegebea wordrn. ( Baden, 12. Juli. (Bürgerauss chuß.) In der heute Vormittag stattgehablen Sitzung des Bürgerausschusses wurde nach den Anträgen des Stadlrathes beschlossen, in hiesiger Stadt eine höhere Bürgerschule mit dem Lehrplan der Realschulen zu errichten und die neue Lehranstalt mit Beginn des Schuljahres 1842 93 zu eröffnen, den von Großh. Oberschulrath mitgetheiltcn Entwurf der Satzungen für die höhere Bürgerschule anzunehmen und zur Beschaffung der ersten Einrichtung für die der höheren Bürgerschule zunächst zuzuweisenden Räumlichkeiten in dem neuen Schulgebäude an der Vincentistraße die auS Wirth- schaftsmittcln zu schöpfende Summe von 3450 M. zu bewilligen. Ferner wurde der Antrag des Stadtraibes angenommen, vorbehaltlich der Zustimmung dcS Großh. Oberschulrathes, die technische Leitung des VolkSschulwesenS der hiesigen Stadtgemeinde dem Vorstand der höheren Bürgerschule zu übertragen und für diese nebenamtliche Dienstleistung den Betrag von jährlich 1200 Mark festzusetzen. * Baden, 12. Juli. (Unsere diesjährige Fremden« frequenz) ist eine höckst erfreuliche. Gestern hatten wir schon 1300 Besucher mehr, wie im »origen Jahre. Verschiedenes. ^ Cleve» 12. Juli (Im Prozeß Buschbofs) stellt dn Oberstaatsanwalt Hamm im Einverständnis mit dem Staats- vvn„lt Baumgard den Antrag, eine Ortsbesichtigung in kanten vorzunehmen. Ueber diesen Antrag erfolgte eine längere Bedachung, besonders darüber, ob Buschhoff ohne Gefahr für seine Sicherheit mitzunehmen sei. Da- Gericht beschloß, morgen Früh 10 Uhr die OrtSdesichtigung vorzunehmen. Zu derselben soll der Angeklaste hiuzugezogen werden. Zur Aufrechterhaltnng der Drdnung dürfte eine militärische Bedeckung requirirt werden, da der Bürgermeister von kanten und die Bertheidignng dies für seboten erachten. * Leipzig, 12. Juli. (Titel» erleihung.) Dem Musikkritiker des „Leipziger Tageblatt-" und Vorsitzenden de» Liszt- Verein» , Marti« Krause, bat Seine Hoheit der Herzog von Anhalt den Titel „Professor" »ersiehe«. * München» 12 . Juli. (Jnternaticknale Knnst- "Abstellung) Seit Eröffnung der VI. Internationalen «uustauSstelluug, d. h. seit fünf Wochen» wurden bi» jetzt Kunstwerke züM Gesammtwertdi Vs» 250 000 M. verkauft, ein Resultat, wie eS noch keine der bisherigen Ausstellungen in diesem kurzen Zeiträume aufzuweisen bat; für den gleichen Zeitraum beläuft sich die Zahl der verkauften Kunstwerke um 88 und die Kaufsumme um SV'ÜOO M. höher als gelegentlich der fünften großen JnternatiSkalen Ausstellung im Jahre 1838, wobei noch zu erwähnen ist. daß damals für die Verloosung bereits eine größere Anzahl Gemälde ongekauft war, während diesmal bis jetzt verhältnißmäßig wenige zu diesem Zweck erworben wurden. * Genf, 12. Juli. (Die Katastrophe von St. Gervais) läßt sich noch nicht iu ihrem vollen Umfange beurhcilen. man muß aber mit der traurigen Tbatsache rechnen, daß ihr eine erhebliche Anzahl von Menschenleben zum Opfer gefallen sind. Die Bäder von St. Gervais liegen auf dem Wege von Genf nach Cbomonix an dem Fuße deS Montblanc, 80 Kilometer von Annecy entfernt, in einer Höhe von 630 Meter und sind wegen ihrer 32 Grad warmen Sckwefelthermen viel besucht. Das Hauptgebäude war das „Große Kurhotel", daneben befanden sich noch einige andere Baulichkeiten, welche die ganze Breite des Tbales einnahme«. DaS Dorf St. Gervais mit den Gasthäusern „Hotel Montblanc", „Hotel de Montjoli" und „Hotel de Genese" liegt 20 Minuten höher als das Bad. Heute Früh gegen 3 Uhr löste sich nun der Gletscher Bionnassay vom Montblanc los und zertrümmerte im Herabstürzen das Badeetabliffcment in St. Gervais uud den Weiler Dufayet. Auf dem Arveffufse treiben Leichen und allerhand Gegenstände. L.8r. Catania» 12. Juli. (Die Eruption des Aetna) nimmt von Neuem rapid zu. Es find fünf Ansbruchstellen zu konstatiren» fortwährend erfolgen Detonationen. Im Lanke des heutigen Tages wurde in Giarre ein starkes Erdbeben verspürt. Das von den Erdbeben betroffene Land ist theilweise verwüstet, die Bevölkerung aber verhältnißmäßig ruhig. Die Regierung entsandte Ingenieure in die betroffenen Gegenden. "Paris, 12. Juli. (Das hiesige Schwurgericht) hat übermal» eine Frau, die ihre eheliche Ehre mit der Mordwaffe rächte, frrigesprochrn. Frau Reymond hatte am Morgen des 21. Mai eine ihrer ehemaligen Schulfreundinnen, Frau Lassimone, als sie dieselbe bei einer Zusammenkunft mit Paul Reymond, dem Gatten der Erstgenannten, überraschte, durch Re- volverschüsse getödtet. Dann begab sie sich ruhig in ihre eigene Wohnung zurück und ließ sich dort verhaften. ^ IV. Kopenhagen, 12. Juli. (Der Königliche Direktor ! der Nationalbank), Moritz Levy, ist an einem auf I einer Schweizerreise ihm zugestoßenen Unfall gestorben. Neueste Telegramme. Berlin, 13. Juli. Wie das „Berliner Tageblatt" aus Sansibar meldet, ist vr. Stuhlmann (der Begleiter Emin Pascha'«) in Bagamoyo eingetroffen. kanten, 13. Juli. Die Mitglieder des Schwurgerichts in Eleve kamen heute nach kanten zum Zwecke einer Besichtigung des Buschhoff'schen Hauses und der Küp- pers'schen Scheune. Mölder und der Knabe Heister zeigten, wo sie das Hereinziehen de« ermordeten Linde« in das Buschhoff'sch« Hau« gesehen haben wollen oder wie das Hereinziehen angeblich stattgefunden hat. Mit Kindern vorgenommene Experimente ergaben allerdings, die Möglichkeit, ein Kind auf die geschilderte Art hereinzu- ziehen. Die Bevölkerung von kanten verhielt sich ruhrg, das Militär brauchte nicht herangezogen werden. Gens, 13. Juli. Die Zahl der beim Bergsturz in St. Gervais Getödteten wird jetzt auf 14V angegeben, sie dürfte aber gegen 200 betragen. Von 54 Angestellte» des Badeetablissements sind nur 9 gerettet. Das Etablissement selbst wurde fast vollständig fortgeriffen. Auch die Hälfte des Dorfes Fayet ist zerstört. Die Leichen sind entsetzlich verstümmelt, viele bis zur Unkenntlichkeit. Die Verwundeten sind ebenfalls zahlreich. Die Hilfsleistungen sind jetzt organisirt. Die Bevölkerung beweist sehr »iel Eifer und Hingebung. Genf, 13. Juli. Nähere Meldungen über den Gletschersturz am Montblanc besagen, daß der losgelöste Theil des Gletschers Bionnassay zunächst in den Fluß Bionnay stürzte. Der Fluß, schon durch Regengüsse angeschwollen, führte dann die herabgestürzten Massen in das Thal. Die Massen erreichten Früh um 2'/» Uhr die Bäder von Saint - Gervais. Ein Augenzeuge sah, wie der Strom über den Hof des Badeetablissemrnts ungeheuere Blöcke fortrollte und das Etablissement wegfegte. In den Bädern von Saint-Gervais befanden sich 80 Badegäste und 30 Angestellte. Paris, 13. Juli. Der Zeitung „Eclair" geht die Nachricht zu, Prozessor Pasteur liege im Sterben. (In der gestrigen Nummer dieses Blattes theilten wir eine Depesche mit, des Inhalts, Pasteur leide infolge einer Indisposition, von der er heimgesncht worden war, an großer Schwäche. Louis Pasteur ist am 27. Dezember 1822 geboren.) Paris, 13. Juli. Im Senat wurde an den Minister des Auswärtigen eine Interpellation gerichtet, ob die Regierung zum Schutze der französischen Gläubiger Portugals irtterveniren wolle. Minister Ribot erwiderte, man müsse anerkennen, daß die Lage Portugals schwierig sei, aber wenn die dortige Regierung guten Willen beweise, würden die Gläubiger Portugal Zeit lassen. Weitere Unterhandlungen seien im Zuge. Die Regierung werde wachsam sein und von allen verfügbaren Mitteln Portugal gegenüber Gebrauch machen. Lvndon. 13. Juli. Nach Meldungen aus Peoria, im Staate Illinois, wurde gestern Abend um 10 Uhr ein Vergnügungsdampfer auf dem Peoria-See von einem Cyklon überrascht. Das Schiff schlug um und von vierzig Passagieren ertranken achtzehn. (Der Peoria-See, an der östlichen Grenze der Grafschaft Peoria, wird durch den Fluß Illinois gebildet, hat eine Länge von 22 englischen Meilen und seine größte Breite beträgt 3 englische Meilen.) Lvndon, 13. Juli. Bis 2 Uhr heute Nachmittag waren gewählt: 220 Konservative, 38 Unionisten, 198 Glad- stoneaner, 6 Parnelliten, 36 Antiparnelliten. Gladstone ist in Midlothian mit 5845 Stimmen gewählt; sein Gegenkandidat Wauchope, Unionist. erhielt 5155 Stimmen. Vergleicht man dies Wahlergebniß mit der Wahl von 1885, so ist Gladstsne's Majorität um 3948 Stimmen zurückgegangen. St. Petersburg. 13. Juli. Die Kaiserliche Familie ist gestern Abend in Peterhof eingetroffen. (Die Kaiserliche Familie hatte am Sonntag Abend an Bord des „Polarstern" Kopenhagen »erlassen.) Sofia, 13. Juli. In dem Prozeß wegen Ermordung des bulgarischen Finanzminister« Beltscheff ist das Zeugenverhör beendigt und der Staatsanwalt hielt sein Plai- doyer. Kvllstantinvpel, 13. Juli. I« Saint-Jean-d'Acre ist kern neuer Cholerasall vorgekommen. Laut Nachrichten au« Tiflis find am 7. «nd 8. Juli im Kaukasus 207 Todesfälle infolge von Cholera vorgrkommen. §,FamMennÄchrichten. Gebürten- 7. Juli. Mi»a, B.: Karl Bodamer, Tag- lödner.' — 8. Juli- Ulrich, V.: Josef Beit, Diener. — 9. Juli. Moritz Wrihrtm^P.: Ferdinand Rog«, Schlosser. — 11. Juli. Johann Geora,N.l Karl Ladung» Magazinsarbeiter. — 12. Juli. Kriwitz Wichel», K : August Holstein, Maurer. — Kurt Her- Mann. V,: Aut« v. Czudnochowski, Schriftsetzer. — 13. Juli. Dokot Kurt Maximilian. B.: Friedrich v. Woyna, Premier- lieuttnane. Todesfälle. 1l. Juli. Margaretha, Witwe de« Stadt- taglühners Ludwig Schleifer, 37 I. — 12. Juli. Margaretha Reinhardt, ledig, Köchin, 66 I. — Stefanie, 12 I., V.: Karl Raab, Schreiner. Wittrrungrvrabachtsngen der Mrtrorsl. Ktatton iBarom. Juli ! 12. Nachts !7431 13. Mrgs. 7" U>). 743.4 743.0 13 Mittgs.2"ü 0 Regen Lh-m. > «wr- t» v. ^ A-Ucht. Relativ« Wind. ^-19-0 185 83 SW -i-17.6 114 76 l -i-22.0 8.2 42 j, l W 0.9 -nm der letzten 24 Stunden. Himmrt. sehr wolkig w. wolkig Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Harder in Karlsruhe. Wetterkarte vom 13. Juli, Morgens 8 Uhr. Frankfurter telegraphische Kursberichte vom 13. Juli 18S2. StaatSpaptere 3°/,,D. BeichSanl. 87.65 4"/» D. ReichSanl.107.— 4*/»Prenß.«oas. 106.80 Bahuaktie«. !Schwz. Nordostd. 109.3» Centralb. 129.80 142.— 86 »/. . ....- Gotthard 4°/ä Baden in ft. lOI.SOMmbardeu 4°/» » i»M. 103.75 Ungarn Oesterr. Gochrente 96LOMdthal 204.50 Silberr. 80.90 HA. LudwigSb. 115.20 4"/° Ungar. Goldr. 93.84 1880r Russe» S4.10 ll. Orientanleihe — Italiener campt. 40.80 Egypter 97.10 Spanier 63.— Wechsel nnd Sorte». Wechsel a. Amstd.167.7b . , London 20.41 . . Baris 81.03 !ieu 170.30 Zoll-Türken W.'3vMp°levnsd'or 1«-?» Banke». PrrvatdiSkonto IV» Kreditaktien 266'/»! NachbSrse. DiSk.-Koo>mandit188.60Kreditaktien 266.— DarmstSdterBauk 137.30,Diskooto-Ko». 188.50 HandelSgesellsch. 14190!StaatSbahn 254.30 Deutsche Bank 16l.80Lombarden 86'/. Dresdener Bank 144 50! Ten denz: schwächer. Bertt». j StaatSbahn 300.50 Orst. KreditaU. 166.60 Lombarden — , StaatSbahn 128.—! Ungarn 110.— Lombarden 42.— Markaotev 58FS l DiSk.-Kommand. 188.40 Tendenz: behauptet. ! Laurabütte 114.20 — 137.40 Part». 65.703°/, ReuU 9820 134.70 Spamn 62'/« Gclfenkirchm Dortmunder Bochumrr Rubeknoten 201.20 Türken Tendenz: still. Ottomane 554 — Wie». ^/»Portugiesen Tendenz: still. 23'/. Kreditaktien 312.80 ns-, d^V^bericht vom 13. Ink 1892. Em barometrische» Maxrmn« lagert über Nordenropa, ein »weite«, minder intensive« - glicht« Mittelenr^a und »«eschen bnden hindurch »,eht sich vom Kanal au« über di« nördliche Hälfte Mitteleuropa« UnngenDruckes, m welcher mehrere Ache Minima za erkennen sin»; das Wetter ist deßhalb in Deutschland «nbeftändlg und zu Regenfällen -euetgt. Eme wesrntkche Wttterungsändernni ist vorerst nicht wahrscheinlich. „Iliulingia" O.706.7. z« BttficherungS-Gesellschaft, gegründet 1853, unter Aufsicht der König!- Staatsregierung. Grundkapital Neun Millionen Mark. Ae»eri»erfich-r««gea jeder Art, Transportversicherungen per Akutz, Hisenvah«, ^ost- oder Irachtwage«. Adtheilung LebenS-Berficherung. Günstigste Bedingungen bei müßigen Prämien- Keine WachschußveröindNchLett. Belehnung der Policen nach Maßgabe des ReservewerthS. Cautionsdarlehen an Beamte bis zu ' 5 der Versicherungssumme. Prompte Auszahlung der Versicherungssumme sofort nach Fülligkeit. Dividendenbetheiligung der mit Gewinnantheil Versicherten. Dividenden werden schon von der dritten Jahresprämie an gewährt und steigen nach Verhältniß der Versicherungsiahre. Bei Annahme einer Durchschnittsdividende von 3°« erhält der Versicherte beispielsweise für das 5. 10 15. SO. 3«. Ver sicherungsjahr 1b 30 45 KO SO Prozent der Jahresprämie als Dividende. . „ Mitverficheruug der Krlegsgefahr unter sehr günstige« Bedingungen. Jeder gesunde Man» ist vom 17. vis 45. Jahre kriegsdienst- pflichtig, er sollte deßhakv auch nicht versäumen, sei« Leven recht- »eitig r« verstcher«. Abtheilung Unfall-Versicherung. Die Gesellschaft schließt Reise-Unfallversicherungen, sowie Versicherungen gegen Unfälle aller Art. Die Versicherung kann genommen werden für Tod, Invalidität und vorübergehende Erwerbsunfähigkeit. Die Entschädigungsansprüche, welche dem Versicherte« aus eine« Unglückssalle etwa an eine «tritt« Person znstehen, gehen »1«Itt an die Gesellschaft über. Prospekte werden unentgeltlich verabreicht. Anträge nimmt entgegen, sowie jede gewünschte Auskunft ertheilt die Direktion in Erfurt, in Konstanz die Kenerak-Agentnr, Schützenstraße 4, Stuttgart „ Baden-Bade« Bruchsal Ettlingen Freiburg i. Br. Heidelberg Kauder« Karlsruhe Lahr Mannheim Mosbach Offenburg Pforzheim Rastatt SLckiugen Schopfheim Gillingen Weiuheim Wehr „ Herdweg 11b. Herr L- Anrtacher, Kaufmann» „ Ztauk Kartenhäuser, Kaufmann, , August Mandes, Kaufmann» „ Daniel KunL, Kaufmann» „ Kr. ErnstKehsenfel», Berlagsbuchhändler, , Iah. Georg Künstle, Kaufmann, „ Kr. Aezokd, Sanfmanu, „ Krih Kokst, Kausmaun» „ Milk Anderst, JubiläumSplatz 33, „ Louis KolzSach, Kaufmann, „ Ernst Kerker, Aärbermeister, » Louis Kemm, Kaufmann, Eck« d«r Karser- und Waldhornsiraße 28, . Emil Ztichter, Kauf«., ZLHriugerstr. 77, . I. Krumm, Kaufmau», „ A. M. Lemisohn, 6. 7 Nr. 15. „ Keinrtch Kelwig, U. 2 Nr. 8, „ Aaeo» Kurckhardt, Kaufmann, „ Kranz Meier, Kaufmann» , E A. Werktnger, Kaufmann, „ JacoS Aertram, Kaufmann, , K. Männer, Kaufmann, „ Anton Keinen, „ Am- D Mürrle, Ringfabrikrut, . Ed- Schlestnger, Bijouteriefabrikant, „ Alfred Kido, Bijouteriefabrikank, „ Emil AmSr. Kang, Küblermeister, „ Kranz Krieg, Kaufmann, „ Kranz Klink, Kürfchnermeister, „ Ernst Sutter, Kaufmann, . Lucas Kern, Kammfabrikant, „ Aul. Diesvach, Buchdruckereibesttzer, „ Louis Schirmcier, Zahntechniker. Für meine 1!»<1»1»ln»t11rn»r>7 suche ich unter günstigen Bedingungen «inen Lehrling mit Berechtigung zum Einjährigen Militärdienst. I»««1 Ot»mb«c»708l«, Akademische Buchhandlung und Antiquariat, U-7941 .Freiburg i. " Anzeige. Der Unterzeichnete hat seinen Dienst dahier heute angetreten. Das Geschäftszimmer befindet sich vorläug bei Frau Notar Stemel Witwe, Herrenstratze Nr 34 Karlsruhe, den 10. Juli 1892. Der Großh. Notar für den Distrikt Karlsruhe I- Alexander Beck, u 752.2. 8 Referendar oder Rechtspraklikant zur Stellvertretung eines Unterländer Anwalts für den Monat August ge sucht. Offerten an L 2 100 Erp, d. Bl «verzinkte U.162.K. von TV Pfg. an per Om., sowie alle Sorten stärkeres Drahtgeflecht zur Einfassung von Gärte», Hühnerbisse», Fenster- und Kellervergitterungen u.s.w. sowie Spa»»- und Stachelzauudraht empfiehlt billigst K »»«>-, Drabtflechter, Karlsruhe, Luisenstr. 35 - Schuh- und Stiefel-Laaer, Karlsrnhe, »aiferstraße 227. WohlaffortirtrS Lager von Herren-, Damen- und Kinder-Sckuhwaaren. Anfertigung nach Maß in eleganter Form, unter Garantie guten Sitzens selbst für die empfindlichsten Füße. Reparaturen. Selbstaugefertigte Herren - Stiefel stets auf Lager. T-17211. Zwei Lommandeurpfrrde, lOjähr-, für jedes Gewicht, flotte Gänge — stehen in Äl«tt zum Verkaufe, 1200 und 2000 Mark. Adresse: Luk»««, Geisbergstraße 20. U736.5 23.1m-Atelier rou U-136-3 fieinrioli Alters tetrt: fi-ieöi'ivkllplatr klo. 3 . (Im I^embetre'scdeil Hause.) Bürgerliche Rechtspflege. Ka«k»rS»«fahrr». U780- Nr 6268- Evpingen. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Kaufmanns Peter Kocher in Gemmingen ist zur Prüfung der nachträglich angemeldeken Forderung Termin auf Montag den 25. Juli 1892, Vormittags ^9 llhr, vor dem Großh. Amtsgericht Hierselbst anberaumt. Eppingen, den 9. Juli 1892. Schütz, Gerichtsschreiber Großh Amtsgerichts. vrrmkgtuSadlauderuagtll. U.785. Nr. 7987. Karlsruhe. Durch Urtheil des Großh. Landgerichts Karlsruhe, Civilkammer H, vom Heutigen wurde die Ehefrau des Gärtners Friedrich For schurr, Katharina, geb. Semmler, in Durlach für berechtigt erklärt, ihr Vermögen von demjenigen ihres Ehemannes abzusondern. Dies wird hiermit zur Kenntniß der Gläubiger gebracht. Karlsruhe, den 2. Jul, 1893. Der Gerichtsfchreiber des Großh. Landgerichts Karlsruhe: Schmidt. U'742- Nr. 6480. Konstanz. Die Ehefrau des Glasers Eugen Glaser, Anna, geb. Neher in Konstanz, wurde durck Urtheil Gr. Landgerichts Konstanz — Civilkammer l — vom Heutigen für berechtigt erklärt, ihr Vermögen von demjenigen ihres Ehemannes abzusondern. Konstanz, den 5. Juli 1892. Der Gerichtsfchreiber Gr. Landgerichts: Äernauer. Verbeiständung. U735 Nr. 39,366- Heidelberg. Georg LudwigGöy, Metzger in Neckargemünd, wurde durch Erkenntaiß des diesseitigen Gerichts vom 8. Jnni l- I Nr. 33,272 gemäß L-R S. 513 für ver beistandtt erklärt und mit Beschluß vom Heutigen Friedrich Götz, Metzger io Neckargemünd, als Beistand für denselben ernanni. Derselbe ist daher nicht mehr berechtigt, ohne Beiwirkung seines Beistandes Vergleiche adznschließen, Anlehen aufzunehmen, ablöstiche Kapitalien zu erheben oder darüber Empfangsscheine zu geben, auch Güter zu veräußern oder zu verpfänden, sowie hierüber zu rcchten- Heidclberg, den 9. Juli 1892. Großh. bad. Amtsgericht. Schott- Erbeiuweisuuge«. U784 1. Nr-5895. Waldshut. Das Großh. Ämlsgerichr hier hat unterm Heutigen verfügt: Die Witwe Gottfried Matt von Strittmatt, Marie, geb. Kaiser von d«, hat als außerordentliche Erbsolgerin ihres Mannes beantragt, sie in Besitz und Gewähr der Verlaffenschast ihres EhemannzS einzuweisen. Diesem Anträge wird stattgegcben, wenn nicht binnen drei Wochen Einsprache erhoben wird. Waldshut. den 7. Juli 1892. Ter Gerichtsfchreiber Gr Amtsgerichts: Mshr. U 690.3. Nr. 7664. Wolfach. Das Gr. Amtsgericht bier hat beute verfügt: Anna Maria Steidinger, geborne Wölber von Kirndack. Witwe des Tag- löhnerS Jakob Steidinger von dort, hat um Einweisung in die Gewähr des Nachlasse» ihres Ehemannes gebeten. Einsprachen dagegen sind binnen 4 Wochen hierher geltend zn machen Wolfach» den 6. Juli 1892. Der Gerichtsfchreiber: HSsfig. U 645.3. Nr. 13,506. Lörrach. Die Witwe des dahier verstorbenen Briefträgers Johann Baptist Falk, Bertha, ged. Katzenmaier» hat ihre Einweisung in Besitz und Gewähr des Nachlasses ihres verstorbenen Ehemannes beantragt. Etwaige Einwendungen sind binnen 4 Wochen bei Ausschlußoermeiden anher zu richten. Lörrach, den 2. Juli 1892. Großh- bad- Amtsgericht (gez.) Nüßle. Zur Beglaubigung. Der Gerichtsfchreiber: Appel. Oeffeutliche Aufforderung. U-727- U-B-Nr-1104. Pforzheim. Heizer Christian Heinauer Witwe, Anna Maria, grd. Nofcr von Pforzheim, hat durch letztwillige Verfügung, ä. ä. Pforzheim, den 1. Juni 1892, die - Ehefrau des Zahlmeisters Daletta, Katharina, ged. Nsfer, in Italien unbekannt wo wohnhaft, zur Umversal- erbin eingesetzt. Dieselbe wird aufgefordert, binnen sechs Wochen an den unterfertigten Notar zum Zwecke des Betrugs bei den Vcrlassenschafls- verhaudlungen Nachricht von sich gelangen zu lassen. Pforzheim, den 8. Juli 1892. Der Großh. Notar: Korn. Erbvorladung. U779- Baden. Die unbekannt wo? in Amerika sich aufhattenden Kinder des zu Brooklyn verstorbenen prakt. Arztes August Schclling, sowie Emil Schilling, Sohn des BierauerS Emil Schilling von Baden, zuletzt zu New-Dort wohnhaft, jetzt unbekannten Aufenthalts, sind zum Nachlaß der dahier verstorbenen ledigen Emma Schilling mitberufen und werden mit Frist von zwei Monaten aufgesordrrt, sich zu den zu pflegenden Verhandlungen zu melden. Erblasserin batte ihren Wohnsitz zn Baden. Baden, den 8. Juli 1892. Ehehalt, Großh. Notar. HaubrlSregifterrtnrräge. U719. Nr. 38,185. Heidelberg. Zu Ord.Z. 381 Band H des Firmenregisters wurde eingetragen: Die Firma »Rheinische GyPsindustrie W. Köster" in Heidelberg. Inhaber ist Fabrikant W. A. H. Köster dahier. Heidelberg, den 30. Juni 1892. Großh. bad. Amtsgericht. Reichardt. U'722. Nr. 38,140. Heidelberg. 1- Zum Firmenregister wurde eingetragen: » Zu O.Z. 344 Band II: Die Firma »Gebr. Werner" in Heidelberg. Dem Kaufmann Otto Werner ist Prokura ertheilt. d. Zn O.Z. 16 Bond II: Die Firma „Ludwig Langer" in Heidelberg. Die Firma ist erloschen. II Zu O.Z 378 des Grsellschafts- registers wurde eingetragen: Die Firma »Langer L Baltermanü" in Heidelberg. offene Handelsgesellschaft. Theil- baber der Gesellschaft sind: 1. Ludwig Langer, Scbnei?er bier, verheiratbet mit Luise Ulrich ohne Ehevertrag. 2. Der ledige Schneider Johann Josef Balter- mann dahier. Dir Gesellschaft beginot am l. Juli 1892. Heide bei g. den 1. Juli 1892. Großh. bad. Amtsgericht. ! Reichardt. j Zwangsversteigerung. ! U 720- Karlsruhe. ! Steigerungs Ankündigung.! Freitag deu 28. Juli d. I., Nachmittags 3 Uhr, wird im Hause Hebelstraße Nr. 7, ebener Erde rechts dahier, die nachbeschriebenr, j oem Georg Bräuer dahier gehörige Liegenschaft der Gemarkung Karlsruhe in Folge richterlicher Verfügung einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt und als Eigenthum cndgiltw zuaeschlagen, wenn wenigstens der Schätzungspreis erreicht wird. R-H B- V. 753t- Das in der Lcsnngstraßc dahier unter Nr. 52. einerseits neben Kaufmann SebastianKohn, anderseits neben Glaser Franz Kelterer gelegene vierstöckige Wohnhaus sammt aller liegenschaft- licher Zugehör, einschließlich des Grund und Bodens, geschätzt zu - - - - 36,000 M. Die näheren Steigerungsbedingungen können in meinem Amtszimmer, Kai- sclstraße 117 hier, eingesehen werden. Karlsruhe, den 28. Juni 1892. Der Äollstreckungsbeamte: C. Fraeulin» Großherzogl. Notar. Strafrechtspflege. Ladung. U 766.1. Nr. 5888. Ettlingen. Der am 24. Oktober 1866 zu Ettlingen geborene, zuletzt daselbst wohnhafte Kaufmann Eugen Franz Julius Haug wird beschuldigt, als beurlaubter Reservist ohne Erlaudniß ausgewandert zu sein, ohne von der bevorstehenden Auswanderung der Militärbehörde Anzeige erstattet za haben, Üebertrelung gegen 8 360 Nr. 3 beS Strafgesetzbuchs. Derselbe wird auf Anordnung des Großh. Amtsgerichts bierselbst auf Mittwoch den 7. September 1892, Vormittags 9 Uhr, vor das Gr' Schöffengericht Ettlingen zur Hauptvcrhandlung geladen. Bei uneutsckuldigtem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der nach 8 472 der Strafprozeßordnung von dem Königl. Bezirkskommando zu Karlsruhe ausgestellten Erklärung verurtheilt werden. Ettlingen, den 8. Juli 1892. Gut, Gerichtsfchreiber des Gr- Amtsgerichts. Bern». Bekanntmachungen. U775- Nr- 4633- Karlsruhe. . Bad. Staats- Eisenbahnen. Dienachverzeichneten Bauarbeiten zur Vergrößerung deS Bahnwartshauses und des Oekonomiegebäudes auf Workstation Nr- 174 der Hauptbahn sollen, behufs Errichtung der Haltestelle Bruchhausen, im Wege schriftlichen Angebotes in Akkord gegeben werden. 1. Erd-, Maurer- und Stein- M. Hauerarbeilen zusammen . . . 2850 2. Zimmerarbeiten zusammen 870 3. Schreinerarbeiten „ 410 4 Blechnerarbeiten „ 160 5. Schlosserarbeiten » 170 6. Anftreicherarbeiten „ 210 Die bezüglichen Pläne» Arbeitsbe- schricbe und Bedingungen können auf dem diesseitigen Hochbaubürean in den üblichen Geschäftsstunden eingesehen werden und es sind die Angebote portofrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis Mittwoch deu 28. ds. Mts., Vormittags 8 Uhr, au den Unterzeichneten einzureichen. Karlsruhe, veu 11 Juli 1892. Der Großh. Vahnbaniufpektor. Großh Großh Eiseulieftrung. Großh. Wasser- und Straßenbau- infpektiou Lörrach vergibt die Lieferung und Aufstellung der Eisenkonftruk- tion zur Hohlebachbrücke in Schlierigen von 10 Meter Lichtweite, im Gesammt- gewicht von: a. Schmied- und Walzeisen 8990 lcg, d Gußeisen.188 kx. Preisangebote sind unter Anerkennung der Bedingungen bis längstens Montag de« 25. Juli d. I., Vormittags II Uhr, auf dem Geschäftszimmer der Inspektion einzureichen. U-789-1. Pläne, Bedingungen und Eisenver- zeichniß stehen gegen Einsendung von 1 M. 50 Pfg. zur Verfügung. Die Zuschlagsfrist beträgt 14 Tage. U774.1. Karlsruhe. Großh. Bad. Staats- Eisenbahnen. Wir versteigern gegen Baakzahln«, am: Montag den 18. ds. MtS.» und zwar: 1. Vormittags V28 Uhr beginnend in unserem Versteigerungsraum, Eingang beim Eltlinger Wegübergang: die im 2. Quartal 1891 eingelieserteu Fundgegenstände und Frachtgüter. 2. Nachmittags ^,3 Uhr beim Gerätdichaftenmagazin, Eingang von der Rüppurrerstraße: verschiedene alte Materialien, wie Seile, Plüsch! Wagendeckcn, Leder, Glas. I Nachm ttagS llhr beim Orlkeller: 3. alte Säcke und Packtücher, 4. Trüböl. 5. Nachmittags ' z5 Uhr auf dem Holzlagcrptatz der Gottesaue: Abfallholz. Karlsruhe, den ll. Juli 1892. Gr. Hauptverwaltung der Eisenbahn» _Magazine. U-7911- Nr- 3046. WaldShut. Bad. Staats- Eisenbahnen. Nachstehende Lieferungen und Arbeiten zur Emdeckmig verschiedener Gebäude des Bahnbezirks WaldShut mit Doppelfalzziegeln sind auf dem Wege des öffentlichen Angebotes zu vergeben: Annähernder Anschlag M. 1. Doppelsalzzregelliefernng: a. Loos l für Gebäude auf Stak. Waldshut. 5700 l>. Loos ll für Gebäude auf den , Stationen Thiengrn, Grießen und Beringen, zus. - - - 1160 zus. M. 6860 2. Eindeckeu der Falzziegel: a. Gebäude auf Stat. WaldShut 1855 b- Wohngebäude aus Station Tbiengen. 75 0. Aufnahmsgebäude Grießen . 190 ä. Aufnahmsgebände Beringe n . 180 zus. M. 2300 3. Schieferdeckerarbeiten hierzu auf den Stationen WaldShut u Beringen zus.460 Die Bedingungen und Verdingungs- anschläge, letztere »um Einsetzen der Einzelpreise liegen auf dem Hochbau- büreau aus. Angebote sind längstens bis zu der am 25. Juli, Vormittag» 10 Uhr, ftattfindenden Vergebungsverbandluna verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen hierher einzureichen. ! Die Zuschlagsfrist beträgt 3 Wochen. ! WaldShut, den 10. Jnli 1892. ! Der Großh. Bahnbauinfpektor. ! "U.67Ö.2. Karlsruhe. Lieferung von Hchungs- und Erleuchtungsstoffen. Die Lieferung von etwa 105 Ster Forlcnholz, 70 Ster Buchenholz, 120 Tonnen Nußkohle und 10600 Liter Erdöl soll im Wege des Anbietungsverfahrens vergeben werden. DaS Nähere Hierwegen ist im diesseitigen Geschäftszimmer 42 zu erfahren. Angebote sind ! bis zum 23. Juli einzureichen. Karlsruhe, den 5. Juli 1892. Der Kaiserliche Ober-Postdirektor. In Vertretung: ! Henne man». U-681.3. Straßtiurg. Reichs-Eisenbahnen in Elsaß- j Lothringen. Verdingung j der Tischler- und Schlofferarbnten für ! den neuen Flüge! des Verwaltungsgebäudes der Reichs Eisenbahnen am ! Freitag -e» 22. Juli d. I.» Vormittags 11 Uhr, im bautcchnischen Bürcau der Generaldirektion der Reichs - Eisenbahnen z» Straßburg. Es umfassen ungefähr: l Loos 1, 640 gm Fenster II, 310 qw Thüren „ III, 2300 qm Fußböden auS Kiefernholz und „ IV, Beschlagtheile für 210 Fen- ! ster und 150 Thüren. Termin für dir Fertigstellung: 1. Juli .1893. Zuschlagsfrist: drei Wochen. Die Zeichnungen. Bedingungen und Berechnungen können im bautcchnischen Büreau eingesehen, auch dahier — mit Ausnahme der Zeichnungen — gegen Erstattung der Druckkosten bezogen werden. Straßburs, den 2. Juli 1892. Bautechnifches Büreau der Reichs- _ Eisenbahnen ._ ÄMWtkN-Theater in Karlsruhe. (SMkktsche» Kksthektkr-<»se»!ilt). Donnerflag de« 14. Jnli 1882. (Achte Vorstellung im Abonnement.) Zum ersten Male: Keimg'funden. Wiener Volksstück mit Gesang in 4Akten von Ludwig Anzengruber. Kaffeueröffnung 7 Uhr. A«f.8Uhr. Ende gegen II Uhr. U793 Billetvorverkauf bei Hrn Adolf Ulrici» Kaiferstraße 201. Druck u»t> Verlag der G. B rau «scheu Hofbuchdruckerei. (Mit einer Beilage.)