Karlsruher Zeitung. Montag, IS. August. 224 . Expedition: Karl-Friedrichs-Straße Nr. 14 (Tclephonanschluß Nr. 154), woselbst auch die Anzeigen in Empfang genommen werden. Korallsbezahlung: vierteljährlich 3 M- 50 Pf.; durch die Post im Gebiete der deutschen Postverwaltnng, Briefträgergebühr eingerechnet, 3 M- 65 Pf. Einrückungsgebühr: die gespaltene P^itzeile oder deren Raum 20 Pfennige. Briefe und Gelder frei. 18 V 2 . SS« Nichtamtlicher CheU. Larlsrabe. den 15. August. Der Kougostaat hat gegenwärtig eine schwere Krisis durchzumachen. Nach privaten und nach halbamtlichen Nachrichten, die aus Mittelafrika in Brüssel eingelaufen sind, ist cs unzweifelhaft, daß der Aufstand am Kongo eine sehr beträchtliche Ausdehnung angenommen hat. Er umfaßt derzeit die weite Gegend, die sich vom Tanganjikasee in der Richtung des oberen KongostrvmeS über Riba- Riba und Bena-Kemba erstreckt. Welche Verluste an Menschenleben hierbei die belgische Antisklavereigesellschaft, die zahlreichen religiösen Missionen, der Kongostaat und die daselbst angesiedelten Handelsgesellschaften erlitten haben, läßt sich zur Zeit nicht genau schätzen; die Angaben darüber weichen stark von einander ab. Die vorgestern von uns angeführte Meldung des „Etoile belge", daß die Katangaexpedition des Majors Hodister, die 21 Belgier und zahlreiche Neger zählte, vollständig vernichtet worden sei, ist bisher unbestätigt geblieben; richtiger scheint die Meldung zu sein, welche die Katangahandelsvereinigung erhalten hatsie geht von Hauptmann Thys aus, der am untern Kongo die Nachrichten von den Vertretern der Handelsgesellschaften und des Kongostaates gesammelt haben wird. Darnach wären von den 16 Europäern, die Herrn Hodister begleitet haben, fünf getödtet worden. Hauptmann Thys fügt jedoch seiner Meldung hinzu, er fürchte für die Zukunft. Eine Vergleichung der verschiedenen Nachrichten ergibt, daß die Bewegung von Tanganjika ausging. Es soll sich nicht um einen Araberaufstand in Nyangwe, sondern um einen unter arabischer Führung unternommenen Einfall feindlicher Banden in Nyangwe handeln. In jedem Falle hat man es mit einer Katastrophe zu thun, wie sie in dieser Ausdehnung in der Geschichte des Songostaates noch nicht vorgekommen ist. Im Jahre 1886 wurde allerdings die Station der Stanley-Fälle, als diese noch einen bloßen Vorposten bildete, von dem Araberhäuptling Raschid erobert, aber Stanley hat daselbst in den nächsten Jahren die Oberhoheit des Kongostaates wiederhergestellt. Wenn nun die Araber Herren des ganzen oberen Kongogebietes bis zum Äruhwimiflusse geworden sind, so bildet dieses Ereigniß eine ernste Gefahr für den Kongostaat, und man wird in Brüssel entscheidende Beschlüsse zu fassen haben. In welcher Richtung diese Beschlüsse zu fassen sind, darin stimmen die Ansichten der belgischen Blätter nicht überein. Die radikale Presse, die nie ein freundliches Gesicht zu der Kolonialpolitik gemacht hat, fordert auf Grund der Nachrichten aus Centralafrika nichts geringeres als die Liquidirung des Kongostaates und die Abtretung desselben an eine beliebige andere Macht. Dazu wird es natürlich nicht kommen; die Beschlüsse der Kongoregierung werden sich vielmehr in der entgegengesetzten Richtung, nämlich in der Ergreifung von wirksamen Maßregeln zur Unterdrückung des Aufstandes bewegen. Ein Telegramm aus Brüssel besagt: «Die Regierung des Kongostaates hat angeordnet, daß im Lager von Basoko Truppen zusammengezogen werden. Zur Beobachtung der Araber und ihrer Bewegungen soll ein Posten an der Einmündung des Lo- mami in den Kongo eingerichtet werden." Basoko liegt nördlich von dem Bogen, den der Kongo beschreibt; hier befehligt der Hauptmann Chaltin, der gegenwärtig über 150 Mann verfügt. Von privater Seite aus Brüssel wird gemeldet, der König habe Stanley telegraphisch zu sich berufen und es sei die Rede von einem neuen Afrikazug unter der Führung Stanley's, der die Revolte unterdrücken solle. Da Stanley als Parlamentskandidat bei den letzten englischen Wahlen durchgefallen ist, so würde ihn nichts verhindern, einem solchen Rufe Folge zu leisteu; indessen ist die Nachricht noch durchaus unbestätigt. Komplizirt hat sich die Lage des Kongostaates durch das Verhalten der französischen Regierung in dem diplomatischen Zwischenfalle mit dem Kongostaat; wie schon berichtet, hat der französische Minister Ribot den von Seiten des Kongostaates gemachten Vorschlag, die Streitigkeit auf dem Wege eines Schiedsspruchs beizulegen, unberücksichtigt gelassen. Bei einem Schiedsspruch wäre es sehr zweifelhaft, ob die französischen Ansprüche durchdringen; Herr Ribot hofft offenbar, auf direktem Wege von der Regierung des Kongostaates, angesichts der Bedrängniß derselben, eher etwas erreichen zu können. Veurlrklsnd. * Berlin, 14. Aug. Seine Majestät der Kaiser wohnte gestern Vormittag Truppenübungen auf dem Bornstädter Felde bei. Der heutige Tag soll am Kaiserlichen Hofe besonders festlich begangen werden, da Seine Königliche Hoheit Prinz Heinrich heute sein 30. Lebensjahr vollendet. — Der „Hannoversche Courier" meldet aus Nienburg, daß der zur Besichtigung der 19. Kavalleriebrigade anwesende Erbgroßherzog von Oldenburg auf dem Manöverfelde gestürzt ist und eine leichte Quetschung am Rücken erlitten hat. Erbgroßherzog August von Oldenburg ist erst unlängst (unter dem 6. August) mit der Führung der 19. Kavalleriebrigade betraut worden und war am Freitag Abend aus Lüneburg in Nienburg ein- gctroffen, um die Brigade zu besichtigen. — Aus Montevideo wird gemeldet, daß der Präsident des Freistaats Uruguay den Kammern mittelst Botschaft vom 11. v. M. einen Handelsvertrag zwischen Deutschland und Uruguay vorgelegt hat, welcher von dem Kaiserlich deutschen Gesandten und dem Uruguay'schen Minister des Auswärtigen am 20. Juni d. I. unterzeichnet worden ist. Der Vertrag ist ein Meistbegünstigungsvertrag; eine Einschränkung der Meistbegünstigung ist nur insofern in demselben enthalten, als besondere von Seiten Uruguays den Nachbarstaaten und Paraguay in Zukunft etwa einzuräumende Begünstigungen, Befreiungen und Privilegien in Handelsangelegenheiten deutscherseits nicht in Anspruch genommen werden können, so lange diese besonderen Vortheile auch anderen dritten Ländern vorenthalten bleiben. Bei dieser Gelegenheit mag nvch erwähnt werden, daß in den Erörterungen, welche die Nachricht von der Unterzeichnung eines Handelsvertrages zwischen Deutschland und Columbien hervorgerusen hat, Chile und Argentinien mehrfach als solche amerikanische Länder bezeichnet werden, mit welchen Deutschland noch in keinem Vertragsverhältniß stehe. Dies ist nicht zutreffend. Mit beiden Ländern sind Handelsverträge, in denen die unbedingte gegenseitige Meistbegünstigung vereinbart ist, in Kraft. Der Vertrag mit Chile hatirt vom 1. Februar 1862, derjenige mit Argentinien vom 19. September 1857. Grsterrrtch-Ängarn. Wien. 14. Aug. Der ungarische Handelsminister LvkacS wurde, wie aus Budapest berücktet wird, im ersten Wahlbezirke der Stadt Maros-Bgssrchely einstimmig zum ReichSrathSabgeordneten gewählt, (Bemerkenswertbist die Kandidatur des Herrn Lukacs durch die neuMs^ des Ministers bestätigt, daß seine Absichten und sprechungen den Beifall der Wählerschaft gefunden haben. Wenn es Herrn Lukacs gelingt, das in seiner Wahlrede zu Maros-Vasarhely aufgestellte Programm zu verwirklichen, so wird dies für die wirthschaftliche Entwickelung Ungarns allerdings von großem Einflüsse sein.) Frankreich. Paris, 13. Aug. Der französische Generalgouverneur für Jndochina, Herr v. Lanessan, meldet, der einflußreichste Rebellenführer in Tonkin, zugleich der Urheber der Metzelei von Lhoebo im Jahre 1890, sei von den der französischen Regierung ergebenen Muonys enthauptet worden. In einem Gefechte seien mehr als 100 Piraten getödtet worden. Die letztere Meldung läßt erkennen, daß die Kämpfe in Tonkin noch fortdauern. — Die Mandatsniederlegung des Marquis v. Breteuil hat von neuem die Frage auf die Tagesordnung gebracht, wie die royalistische Partei sich verhalten soll, nachdem der Papst in entschiedener Weise den Katholiken Gehorsam gegen die republikanischen Staatseinrichtungen in Frankreich empfohlen hat. Telegraphisch wurde schon gemeldet, daß der Marquis v. Breteuil, der royalistische Vertreter für Hautes-Pyrenees, an seine Wähler ein Rundschreiben gerichtet hat, in welchem er erklärt, daß er sein Mandat niederlege, weil der Papst, vor dessen Rathschlägen er sich beuge, den Royalisten sein Vertrauen entzogen habe. Es soll nächstens eine Versammlung der royalistischen Parteiführer beim Grafen d'Haussonville stattfinden, die darüber entscheiden wird, ob sie dem Beispiel Breteuils folgen sollen oder nicht. Die „Gazette de France" sagt, das Beispiel Breteuils, der vormals ein eifriger Bou- langist gewesen, könne für die Royalisten nicht maßgebend sein; dieselben würden auch ferner auf der Bresche bleiben, um die Revolution zu bekämpfen. Türkei. Konstantinopel, 13. Aug. Der bulgarische Ministerpräsident Stambulofs will heute Abend von hier nach Bulgarien zurückkehren. Welche Zwecke Herr Stambulofs in Konstantinopel verfolgt hat. ist einstweilen nicht mit Sicherheit festzustellen. Der bulgarische Premierminister soll selbst erklärt haben, daß seine Reise nach Konstantinopel nur aus Privatgründen unternommen sei, eine Angabe, die jedoch schwerlich Glauben finden wird. Andererseits ist aber auch die Meldung einiger Blätter, daß Stambulofs sich in Konstantinopel bemüht habe, die Anerkennung des Prinzen Ferdinand durchzusetzen, nicht sehr wahrscheinlich. Man erinnert sich, daß die bulgarische Regierung erst vor kurzer Zeit in dieser Richtung bei der Pforte einen Schritt gethan hat, der sich als erfolglos erwies; Herr Stambulofs weiß somit, daß er einstweilen in der Anerkennungsfrage nichts durchsetzen kann. Aus Wien wird denn auch vom k. k. Telegr.-Korr.-Bur. berichtet: „Die Blättermeldung, als ob die Anwesenheit Stambuloffs in Konstantinopel die Anerkennung des Prinzen Ferdinand bezwecke, findet in hiesigen unterrichteten Kreisen keinen Glauben." Sehr bemerkt wird das auszeichnende Verhalten der offiziellen Konstanti- nopeler Welt gegenüber dem bulgarischen Ministerpräsidenten. Der Sultan hat Herrn Stambulofs gestern in Audienz empfangen und der Großvezier gab gestern Abend zu Ehren des bulgarischen Ministers eine Abendgesellschaft. Man erblickt hierin einen Beweis der freundlichen Beziehungen zwischen der Pforte und Bulgarien. Amerika. Nkw-'Aork, 13. Aug. In der Republik Venezuela dauert der Bürgerkrieg mit ungeschwächter Erbitterung fort. Die Aufständischen befinden sich seit einiger Zeit im Vortheil und der „New-Aork Herald" veröffentlicht heute ein Telegramm aus Trinidad, nach welchem die Aufständischen in Venezuela die Stadt Ciudad Bolivar eingenommen hätten. Nach einem blutigen Treffen hätten die Regierungstruppen 500 Mann verloren, darunter mehrere Generäle. Die Aufständischen hätten gleichfalls beträchtliche Verluste erlitten, aber keinen General eingebüßt. derfttzirdrnrs. * Kär1St«h< 18. Äug. (Knnstnotizen.) Der Münchener „Allgemeinen Zeitung" schreibt man ausBayreuth: „Auf die vielenMtftügev. wann ReMchsterr Festspielausführungen dahier ahgehalteu. »erden ^ wurde uns heute von authentischer Seite mitgetheilt, dyß die nächsten Aufführungen möglicherweise im JahrL LHAHattffndev dürften; eine endgiltige Beschlußfassung Aerüyerj aber an: das Frühjahr 1893 verlegt." — Im DttLdchper- Hoftheater ^ , . .... _. _ haben die Vorstellungen wieder von uns besprochene Wahlrede dieses Ministers geriMe-n he,»n««»: ; da» Neusiädter' Hoftheatcr bleibt noch geschloffen den, in welcher Lukacs ein vollständiges und weitaus- — ----- 'Bon -iv> Aussicht stehenden Neuheiten interessirt vor allem schauendes Programm seiner Thätigkrit als ungarischer^ KSstiüp» „Kolumbus-, eine Umarbeitung des Trauerspiels» Handelsminister entwickelt hat. Die einstimmige welches vor vielen Jahren der damals jugendliche Wies- — ' '' - Per- . ^E„?ichter sich in vortheilhafteste^Weise bekannt machte. Im Restdenztheatcr hat während der Sommermonate die sehr gut eingespielte Eusembletruppe des Direktors August Kurz dem Dresdener Publikum Gelegenheit geboten, sich mit einer Menge lustiger stücke bekannt zu machen, an denen die Reichshauptstadt Gefallen fand. Hinzugekommcn ist dann für zwei Virtuosen- rollen »och ei» kurzes» aber sehr warm aufgenommenes Gastspiel von Georg Engels, und zwar in den Rollen des „Kollegen Erampton" und des alten Majors in den „Kindern der Excellenz . — Urber die Tantiemen der »Cavalleria rustieaua" schreibt man der „Fr. Ztg." aus Faido vom 10. August: Der Kaffatisnshof von Turin bestätigte gestern das crstrichterliche Erkenntmß m dem bekannten Prozesse Verga contra Mascagni- Sonzogno» laut welchem dem Verfasser der „Cavalleria rustioana" fünfundzwanzig Prozent von den bisher vereinnahmten Tantiemen ^ber »Cavalleria rustieaoa" zugesprochen werden. Man beziffert die Summe derselben auf mehr als eine halbe Million Lire ^r.^lstlge Antheil des Dichters an dem beispiellosen Erfolge dieses Werkes ist von der Kritik allenthalben anerkannt worden; nunmehr wird dem Meister Verga auch der ihm recht- mäßig zukehende materielle Antheil werden. Neueste Telegramme. Rom, 15. Aug. Der „Osservatore romano" wurde wegen eines Artikels, welcher verschiedene in der Staatsverfassung begründete Einrichtungen angreift, in der Nacht beschlagnahmt. Sofia, 15^ Aug. Der „Agence balcanique" zufolge erklärte der sultan Stambulofs gegenüber, er werde den Prinzen Ferdinand anerkennen, sobald der günstige Augenblick dazu gekommen sei. Der Sultan sprach ferner den Wunsch aus, das bulgarische Volk möge bei seiner Liebe zu dem Prinzen verharren. Familiermachrichten. Karlsruhe. Auszug aus de» Ktaudrsbuch-Krgtster. Ebeschli ° ßunge n. 13 Aug. Adolf O-HlervonOehningen, Mechamker hier, mit Sofie Bauer von Heidelsheim. — Ludwig Maier von Weitenung. Möbeltransporte»! »ier. mit Marie Schiff- ^ drackenbeim. — Georg Bachschmidt von Zie- rolshofen.Taglohncr, mit Magdalena Gogel von W-lsckmeureuth. — Karl r.oser von Erfeld, Schuhmacher hier, mit Elise Kühl- marmvon hrer. - Johann Walter von Breewil. Schneider hier, mit Jda Müller von Schwarza». - Theodor Oehlcr von hier. Konditor hier, mit Emma Sönning von hier. — Friedrich Oest- Bcrghausti?'"' bi-r, mit Albertine Mußgnug von Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Harder in Karlsruhe. - >Z «»r,» »»a«». «. » sr«r» r sw« — so Pf,. Frankfurter Kurse vom 13 August 18^2. > «w> — « PtNNtONNVleee Video 4 Obligat. fl. 109.10 »4 , M. 103 80 . 4 Obl. V. 1886 M. 105.80 Bayer» 4 Obligat. M. 107.— Leutschl. 4ReichSa«l. M. 107.40 . z'/, . M. 100.90 3 2)!« 67 72 Prmßeu 4 ConsolS M. 107 20 . 3'/, . M. 101 - .3 . M. 87.70 «tbg.4Obl. v. 1879 M. - . 4 Obl. V. 75/80 M. 104 20 Orüerreich 4 Goldrmte fl. 97.40 . 4'/. Silberr. l. 8190 . 4'/. Papierr. fl. —.— , bPapierr.v.1881 36 — Ungaro 4 GoLreute fl. 95.50 Jralim 5 Rente Ar. 91.80 Rumänien 5 Am.-R. Fr. 9710 Rußland 6 Goldaul. R. 10410 » 5ll Orientaul. PR.- . blll . PR. 6750 Port4'/.Lul. V.1888M. . 3 Ausländ. Lstr. Serbien 5 Goldrmte Lstr. 81.30 Schweden 4 Oblig. M. 10410 Span. 4 «uSläud. P. 63 40 Berner 3'/, Obligat. Fr. 9910 Egypten 4 Ünif. Obl. Lstr. , 3'/, Privil. Lstr. Argeut. 5 Inn. Goldanl. P Ba»k-Aktien» 3»/, Deutsche R.-Bank M. 149.70 4 Badische Bank Thlr. 116 50 5 BaSler Bankverein 93 — 43. 31 IO- «tsenbahn-AMe». 22 60 Hess. Ludwigs-Bahn Thlr. 115 80 4t/.PsäkMar-Bahu fl. 142 30 4 PfäljTNordbahu fl. 113 50 4 Gotthardbahn Fr. 145 70 5 Böhm. Wmbahn fl. 295 5 Tal. Karl-Ludw.-B. fl. l83 5Oest -llna. St.»B. Ar. 259', 5Oest.Südbahn(Lmb.) fl. 39^/« 5 Oest. Nordwest ff. 188 5 . . Iüt.8. fl 203'/, Eisenbahn-Prioritäten. 4 Elisabeth steuerfrei M. 10160 107 9 0 91.30 r. 126 70 4 Berlin. HandelSges. M. 146 30>S Mähr. Grenzbabll ff. 4 Darmstäoter Bank fl. - !5 Oest. Nordwest v. 74 M. 4 Deutsche Bank M. 165 50 5 . . lät. L. fl. 4 Deutsche BereinSb. M. 106 805 » . Int. 8. 4 Deutsche Unionbank M. 78.--3Raab-Oed-Ebeuf. 4Disr.-Komm.-A. Thlr. 195.204 Rudolf 5 Oest. Kredit ö. fl. L69 4 , Salzkgut. stfr. 4 Rhein. Kreditbank Thlr. 119 —4 Vorarlberger 4D.Eflektenb.50°/,Thlr. 114 40 3Jtal. gar.E.-B. kl. 4D.HYP.-Bk. Thlr. 50°/. 103 50^4 Gotthard IV. S. M- L fl. Fr. 3'/« Jura-Bern-Luz. 4 Schweizer Central 4 dto. Nordost 85-87 b Südbahu steuerfrei 4 dto. M. 3 dto. Ar. 5Oest.-U.St.-B.73-74 fl. ir. , »ml.m »f», > «ark »«e, ---» «»k. « sr. —.— 4 Bayrische Präm- Tblr. 142.40 Men kr. 104.704 Mein. Pr.-Pfb. Tblr. 129 50 Dollar- »u Sold sr. 103 90 3 Oldenburger Thlr. — — 20 Araaken-Stück kllb« fl. 100 10510 96 80 63 - 107.20 79 - 63 60 10120 94.40 111.50 4 Oesterr. v. 1854 88.50 8130 100 80 81 70 > 55 92 r. 104 70 dto. 1.-V1I1. Em. 3 Livorn. 6.0. u. l>/2 Ar. b ToScan. Central F- 5 Wekstc.E.-B.80stfr.k 6 South. Paris. Tal. 1-3 Pfandbriefe. 4 Psälz. Hyp. unkdb. M- 102.10 4 Pr.B.-«.-A.V1t-1XThtr.100 SO 4 Preuß. Ceatr^Bod.-Kred.> G. 35 ä 100 Thlr. 121.50 4 Rh. Hvv. S. 43-49 M 100.60 4 dto. unkiilidb. 1896-97 102.- 3'/, dto. M. 95 61 Berzinslich« 3»os«. 3'/z Preuß. Präm. Thlr- 16170 4 Badische Präm. Thlr. 138.10 fl. 12191 4 . v. 1860 fl. 125 80 4 Stuhlw.Raab-Gr-Thlr. 103 60 Unverzinslich« Loos« per Stück in M. UnSbach-Gunzeuh. fl. Augsburger Braunschweiger Freiburger Kurhesflsche Mailänder Meininger Oesterrercher dto. Kredit v. Schwedische 42 60 170 7b 4.16 1621 2VL4 Judnstrie- 35. fl. Thlr. Sr. Thlr. Ar. 10 19 60 fl. 2842 v. 1864 fl. 313 60 1858 fl. 332 Thlr. 85 - M, M. tl. Enal- Sovereigns Obligationen nn» Aktie». 3"/, Freiburg v. 1883 3 Karlsruhe v.1886 Ettlinger Spinnerei 30.50 «arlSruh.M-schineuf.M. Bad. Zuckers. Wagh. fl. 3 Deutsch. Phönix 20/,E. 4 Rheinische Hypotheken» Bank 70-/» Thlr. 5 Wrsteregeln-Alkali-W- 5 Dortmund. Union M- 4'/r Alpine Montan abgest. 96.20 . . . 4 dto. Ser. 11-VIII L»r« 80.70 Ungar. Staats fl. 252 52 StandeSherrl. Anlehen. Wechsel «nd Lorten. 4 Afenb -Büdingen fl. 10190 Amsterdam fl. 100 188 60 3'/, Asenb-Birsteiu 87 M. - — London Lstr- 1 20.42Rrichsbank-Discont 3"/» Paris Kr. 100 81.05lFrankfurter Bauk-DiSeout 3-/, 83.20 95.— 148 50 56 — 2rS- 131 50 95 — 112 .— Allgemeine Mersorgungs Anstalt Errichtet 1835. Karlsruhe. Erweitert 1864. Lebens Versicherung. —_ 78 Millionen Mark Vermögen« 67687 Versicherungen über 275 Millionen Mark Aapital. Günstige Bedingungen. Niedere Beiträge. Ganzer Überschuß den Versicherten Dienftkantionen an Beamte. — Versicherung gegen Kriegsgefahr. S.69.3. V 224.2. Nr. 1410. Rastatt. Bekanntmachung. Auf 1. November d. Js. kommt bei diesseit. Gemeindeverwaltung die Stelle deS I. Rathschreibers neu zu besetzen und sind etwaige Bewerbungen spätestens bis zum 1. September d. Js. anher einzureichen. Der Dienstantritt kann auch auf 1. Oktober d. I. erfolgen. Vorzugsweise Berücksichtigung wird Bewerbungen zugewendet werden, mit welchen der Nachweis mehrjähriger Beschäftigung in der Staats» und Gemeindeverwaltung , sowie selbständiger Tbätigkeit verbunden werden kann. Mit dem gesetzlich normirten Dienste als 1. Rathschreiber ist insbesondere auch die ausschließliche Besorgung aller Re- gikraturgeschäfte verbunden, und wird mit der Stelle ein Anfangsgehalt von 2000 Mk. zugesichert. Nähere Auskunft über den Inhalt und Umfang der dienstlichen Obliegen^ heiten kann von Unterzeichneter Stelle erhoben werden. Rastatt, den 27. Juli 1892. Der Gemeinderath. _ A. St i gl er . _ Bürgerliche Rechtspflege. Aufgebot. V 424.1. Nr. 8785. Säckingen. Die Geschwister Josevh, Elisabetba, Anna Maria und Anton Herzog, alle ledig und von Rheinfelden (Schweiz), besitzen auf Gemarkung Nallingen die nachfolgenden Liegenschaften: a. Lagerbuch Nr. 2693: 8 ar 10 gm! Ackerland im Etter, eincrs. Josef! Erni, anderseits Lorenz Maier, im Werthe von 120 M.; b- Lagerbuch Nr. 2702 : 5 ur 27 gm Ackerland im Adelberg, einerseits Adolf Weiland, anderseits JuliuS Schwab, im Werthe von 180 M. Auf Antrag des Josef Herzog, zugleich als Vertreter seiner Geschwister, werden Alle, welche in den Grund- und Pfandbüchern nicht eingetragene, dingliche oder auf einem Stammguts- oder Familiengutsverbande beruhende Rechte an den bezeichnten Liegenschaften beanspruchen, ausgefordert, ihre Ansprüche spätestens im AusgebotStermine anzu- melden, widrigenfalls die nicht angemeldeten Ansprüche für erloschen erklärt würden. Aufgebotstermin ist bestimmt auf Mittwoch den 9. November 1892, Vormittags 9 Uhr. Säckingen, den 2. August 1892. Großh. bad. Amtsgericht, gez. Scherer. Dies veröffentlicht Der Gerichtsschreiber: R. Brandner. Berscholleuheitsvrrfahre». V 397.2. Nr. 18,664. Bruchsal. Vorbescheid. Der am 22. November 1864 zu Langenbrücken geborene, zuletzt dort wohnhaft gewesene, berufslose, ledige Karl Speckert ist seit Mai 1880 vermißt und wird besten Verschollenheitserklärung beantragt. Der Vermißte wird aufgefordert, binnen Jahresfrist Nachricht von sich an das Amtsgericht hier gelangen zu lasten. Zugleich ergeht die Aufforderung an alle Diejenigen, welche Auskunft über Leben oder Tod des Vermißten zu er- theilen vermögen, hievon binnen Jahresfrist dem Amtsgerichte Anzeige zu erstatten. Bruchsal, den 10. August 1892. Großh. bad. Amtsgericht. Der Gerichtsschreiber: Riffel. V'396.2. Nr. 3511) Lörrach. Vorbescheid. Der am 26. Dezbr. 1826 zu Schmiedhofen geborene, zuletzt daselbst wohnhaft gewesene Landwirth Joseph Karrer wird seil dem Jahre 1886 vermißt und ist dessen Verschollenheitserklärung beantragt. Derselbe wird hiemit aufgefordert, binnen Jahresfrist Nachricht von sich an diesseitiges Gericht gelangen zu lasten. Alle Diejenigen, welche Auskunft über Leben oder Tod des Vermißten zu er- tbeilen vermögen, werden aufgefordert, binnen Jahresfrist dem diesseitigen Gerichte Anzeige zu erstatten. Staufen, den 11. August 1892. Großh. bad Amtsgericht- (gez.) Diez.' Wes veröffentlicht: Der Gerichtsschreiber: Dusner. Verbeiständung. B-426. Nr- 18,519. Bruch sai. Durch Erkenntniß Großh. Amtsgerichts Bruchsal vom 18,-Juni 1892, Np. 13,558, wurde Heinrich Nkthee^von Bruchsal wegen Geistesschwäche verbeistandet und verordnet, daß derselbe ohne Beiwirkung eine- Beistandes für die Zukunft weder Vergleiche schließen, Anlehen ausnehmen, angreifliche Kapitalien erheben, dafür Empfangsscheine geben und Güter veräußern oder verpfänden, noch hierüber rechten darf. Mit diesseitigem Beschluß vom 6. Juli 1892, Nr- 15,723, wurde Kaufmann Alexander Drehsuß von hier als Beistand für Heinrich Rüther ernannt. Brucksat, den S. August 1892. Großh. bad. Amtsgericht. Dr. Johns. Erbeinweisuvge». V3513. Nr- 12.286- Stock ach. Die Ehefrau des Landwirths Leopold Moosbrugg er, Anna, geb. Mayer, von Eigeltingen hat um Einweisung in Besitz und Gewähr des Nachlasses ihres Ehemannes nachgesucht. Diesem Anträge wird entsprochen, wenn binnen vier Wochen Einsprachen dagegen diesseits nicht vor- gelragen werden. Dies veröffentlicht: Stockach, den 5. August 1892. Ter Gerichts?chreiber Gr. Amtsgerichts: Hotz. Oeffeutliche Aufforderung. V.388. Bühl. Simon Viren» ! dreier, geboren zu Varnhalt am 27. Oktober 1815, und der etwa 45 Jahre alte Sohn Valentin Zeller vonStein- , bach, als Wendelin Zeller von Steinbach, beide in Amerika an unbekannten Orten abwesend, sind zur Erbschaft der zu Varnhalt am 28. Mai 1892 verstorbenen Josef Graf Witwe, Marie Anna, geb. Birenbreier, von Varnhalt kraft Gesetzes mitberufen. Dieselben oder deren eheliche Lcibes- erben werden hiermit aufgefordert, binnen vier Wochen zum Zwecke des Beizugs zu den Verlassenschaftsverhandlungen Nachrichtvon sich an den Unterzeichneten Notar gelangen zu lasten. Bühl, den 8. August 1892. Der Großh. Notar: Dehbach. HaudelSrrgiftrrriutriige. B'421. Pforzheim. Zum Handelsregister wurde eingetragen: L. Zum Firmenregister: 1. Band m, O-Z. 201. Firma M. Ruoff hier. Inhaber ist Photograph Michael Ruoff dahier, welcher eine Lichtdruckanstalt besitzt. Derselbe ist mit Wil- ! helmine, geb. Schmidt, ohne Abschluß eines Ehevertrages verehelicht und ist bezüglich des ehelichen Güterrechts die im Königreich Württemberg geltende, sog. landrechtliche Errungenschaftsge- meinschaft maßgebend. 2- Band III, ÖZ-202. Firma Peter Schmitz hier. Inhaber ist Lichdrucker Peter Schmitz bier> 3- Band 11, O Z. 1324. Firma Carl Wezel hier. Das Geschäft nebst der Firma ging unterm 16 Juni d. I- auf Kaufmann Adam Loeschmann oahicr über, welcher dasselbe unter der bisherigen Firma weiterführt. Nach dessen Ehevertrag vom 14. Juni ds- Js mit Lauste, ged. Kuppinger, ist die eheliche Gütergemeinschaft ans einen beiderseitigen Eiuwurf von je SO M. beschränkt. Der Ehefrau des Inhabers, Louise, geb- Kuppinger« ist Prokura ertheilt. 4. Band I, O-Z- 676- Firma Cor- Haller hier. Die Firma ist erloschen. 5- Band M, O Z- 203. Firma L- Haas dahier- Inhaber ist Kaufmann Ludwig Haas dahier- 6. Band Hl, Ordu-Z- 204- Firma Friede- Hang hier- Inhaber ist Ctuis- fabrikant Otto Goldschmidt dahier. L. Zum Gesellschaftsregister: 1. Band ll, O Z.L52. Firma Ruoff u- Schmitz hier- Die Gesellschaft ist seit 18. August 1891 aufgelöst und die Firma erloschen. 2- Band II, O Z- 839- Firma Wüst u- Ruf dahier- Ehevertrag deS Theil- habers Carl Eduard Wüst dahier mit Bertha, geb- Ärmbruster, vom 17- Mai 1892, wonach die eheliche Gütergemeinschaft auf einen beiderseitigen Einwurf von je 50 Mk- beschränkt ist- 3 Band II, O Z. 893 Firma Graf u. Schül hier. Ehevertrag des Tbeil- habers Lambert Graf vom 24. Juni 1892 mit Emma, geb- Bach, wonach die eheliche Gütergemeinschaft auf einen beiderseiiigen Einwurf von je 150 Mk.! beschränkt ist. j 4. Band H, Ordn-Z- 868- Firma j Fricdr. Hang hier- Die Gesellschaft ist ^ seit 17- Januar 1892 aufgelöst und die! Firma als Gesellschaftsfirma erloschen. Pforzheim, den 9- August 1892- Großh- Amtsgericht II: 1)r. Lautier. V'422. Nr. 45,875. Heidelberg. Zum Firmenregister O Z- 346 Band 1 wurde eingetragen: Die Firma ,.F. Zähringer" in Hei- ^ Kelberg. Die Firma ist mit dem Zu- ! satze .N achf." auf Instrumentenmacher ! Martin Arnold übergegangen. Der- > selbe ist verheirathet mit Marie, geb. Grüner von hier, ohne Ehevertrag. Heidelberg, den 11. August 1892. Großh. bad. Amtsgericht. Reichardt. V420- Nr- 8215. Triberg. Ins Firmenregister wurde eingetragen: Zu O Z-160: Firma R- Schneider, vormals Geschwister Schneider in Triberg. Die Firma ist erloschen. Unter O-Z- 229: Firma Raimund Feiß in Triberg. Inhaber ist Raimund Feiß, lediger Kaufmann in Triberg. Unter Ord-Z. 231: Firma Eduard Herr in Triberg. Inhaber ist Eduard Herr, verh- Uhlenfabrikant in Triberg. Ehevertrag desselben mit Bertha, grd. ! Haberstroh von Schonach, vom 18- Oktober 1879, nach dessen 8 1 jeder der Ehegatten 100 Mk. in die Gemeinschaft einwirft, hingegen alles weitere Vermögen eines jeden Theils, aktives und passives, jetziges und künftiges, von der Gemeinschaft ansgeschloffen und für verliegenschaftet erklärt wird. Zum Gesellschastsregister wurde eingetragen: Zu Ord Z- 3: Firma Dold und Hettich in Fnrtwanaen. Robert Dold ist verheirathet mit Karoline Sofie Reuß von Konstanz. Nach Art. 1 des Ehevertrages vom 27. Mai 1892 wirst jeder Theit von seinem Einbringen 100 Mark in die Gemeinschaft ein, während alles übrige gegenwärtige und künftige Einbringen als verliegenschaftet nebst belr. Schulden von der Gemeinschaft ausgeschloffen wird. 1. S. des L.R.S. 1500. Zu Ordn-Z- 80: Firma Adalbert Grieshaber in Furtwanzen. Albert Grieshaber ist verheirathet mit Josefine Scherzinger von Furtwangen. Nach Art. 1 des Ehevertrages vom 30. Mai 1892 wählen die Brautleute als Norm zur Beurtheilung ihrer künftigen Vermögensverhältniffc das Geding der reinen Errungenschaftsgemeinschaft mit Ausnahme von 50 Mk., welche jeder Theil von seinem fahrenden Einbringen in die Gemeinschaft einwirft. Zn O.Z. 77: Firma Mechanische Buntweberei Hornberg Jeckele u. Co. in Hornberg. Friedrich Jeckele ist seit 14. Juni 1892 mit Emma, geb. Trautwein von Horn- berg» verheirarhet. Nack Art. 1 des am 9. Juni 1892 geschloffenen Ehevertrages legt jeder Theil 100 Mk. in die Gütergemeinschaft ein, während alles gegenwärtige und zukünftige, liegende und fahrende Einbringen der Ehegatten von der Gemeinschaft sammt den Schulden ausgeschlossen, die Fahrnisse somit verliegenschaftet werden. Unter OZ- 89: Firma Gebrüder Scherer. Uhrcnkasteuschreine- reiinSchonach. Die Gesellschafter sind: 1. Augustin Scherer, Uhrenkastenschreiner in Schonach- Derselbe ist verheirathet mit Emilie Furtwängler von Schonach. Nach 8 1 des Ebevertrags vom 13. September 1890 wählen die Brautleute zur Regelung ihrer künftigen ehelichen Vermögensverbältniffe das Geding der allgemeinen Gütergemeinschaft, welche sich auf alles gegenwärtige und zukünftige, bewegliche und unbewegliche, aktive und Passive Vermögen der Ehegatten erstrecken soll. 2. Kosmas Scherer, verheiratheter Uhrenkastenschreiner in Schonach. Ehe- vcrlrag desselben mit Clara Furtwängler in Schonach. Laut Art. 1 wählen die Brautleute als Maßstab für die Beurtheilung ihrer künftigen» ehelichen Güterrecktsverhältniffe das Geding des Ausschluffes der fahrenden Habe aus der Gütergemeinschaft gemäß L-R-S- 1500, 1504. Es wirft jeder Theil nur die Summe von 25 M. in die Gemeinschaft ein, während alles übrige, jetzige und zukünftige beiderseitige Vermögen von der Gemeinschaft ausgeschlossen und verliegenschaftet wird. Die Gesellschaft hat am 20. Mai 1892 begonnen. Jeder der Gesellschafter ist zur Zeichnung und Vertretung der Firma berechtigt. Zu O-Z- 84: Firma: Filiale der Ortenauer Kreditbank in Hornberg, Hauptniederlassung in Offenburg. Durch Beschluß des Aufsichtsraths vom 19. März 1891 wurde an Stelle des ausgetretenen Vorstandsmitgliedes C. H. Trautwein in Hornberg Wilhelm Lebnis als solches gewählt. Triberg, den 4. August 1892. Großh. bad. Amtsgericht. Merkel. V'410. Bonndorf. Durch Beschluß vom Heutigen. Nr. 7396, ist zu O.Z. 29 des Gesellschastsregisters — Abraham u. Salomon Bloch in Epfen- hofen — eingetragen worden: Die Gesellschaft hat sich im Jahr 1890 aufgelöst. Banndorf, den 9. August 1892. Großh. bad. Amtsgericht. Rieder. V'356. Nr.15,180 81- Schwetzingen. 1. Zum Gesellschastsregister O-Z. 99, Firma Gebrüder Büchner, Backstein- und Ziegelbrennerei in Altluß- heim, wurde eingetragen: Die offene Handelsgesellschaft ^Gebrüder Büchner, Backstein- und Zregel- brennerei in Altlußheim, hat sich durch den am 10- Januar 1891 erfolgten Tod des Gesellschafters Friedrich Büchner in Altlußheim aufgelöst. 2. Unter O-Z-191 wurde eingetragen: Firma Büchner und Knch, Ziegelei- und Backsteiubrennerei in Altlußheim. Die Gesellschafter sind Ludwig Büchner, Ziegeleibesitzer in Altlußheim, und Heinrich Kuch, Kaufmann in Mann heim. Elfterer ist verheirathet mit Cbristina, geb. Zahn von Altlußheim, ohne Errichtung eines Ehevertrags. Letzterer ist ledigen Standes. Die Gesellschaft hat am 20 Juni 1892 begonnen und ist jeder der Gesellschafter zur Zeichnung der Firma berechigt. Schwetzingen, den 27- Juli 1892. Großh. bad. Amtsgericht. Bolze. V'378. Nr. 11.880. Rastatt. In das Gesellschaftsregister unter O.Z. 65 Firma Fricdmann und Ettlinger in Rastatt, wurde unterm Heutigen eingetragen: Die Gesellschaft ist seit dem 1. Juli 1892 aufgelöst. » Rastatt, den 6. August 1892. Großh. bad. Amtsgericht. Fa renschon. Strafrechtspflege. Oeffeutliche Aufforderung. B401. JNr-1433 I. Mosbach. Der Rekrut Adam Stetter, geboren am 28. Dezember 1870 zu Buchen, AmtS Buchen, welcher beim diesjährigen Aus- bebungsgeschäft für tauglich befunden und am I. Oktober er. beim 2. Bad. Grenadierregiment Kaiser Wilhelm 1. Nr- 110 zur Einstellung gelangen soll, hat, ohne beim Hauptmcldeamt Mosbach sich abzumelden, seinen bisherigen Aufenthaltsort verlassen und kann derselbe, trotz angestellter Erhebungen nicht ermittelt werden. Der vorgenannte Rekrut wird daher aufgefordert, sich innerhalb 3 Wochen bei dem Unterzeichneten Kommando zu gestellen, widrigenfalls das gerichtliche Verfahren wegen unerlaubter Entfcrung gegen denselben eingeleitet werden wird. Mosbach, den 11. August 1892. Königl. Bczirkskommando. B407.2. Nr. 2178- Karlsruhe.. Bekanntmachung. Mit Höherer Ermächtigung wird Donnerstag den 18. August d. I., Bormittags 10 Uhr, der Bauplatz Nr. 19 in der Abtheilung L des ehemaligen Graßh. Hofküchengartens, an der Bernhardstraße, in dem Geschäftszimmer der Unterzeichneten Stelle einer Versteigerung ausgesetzt. Wir laden die hierzu Lusttragenden mit dem Bemerken ein, daß von dem Lageplane und den Verkaufsbedingnn-- gen bei uns Einsicht genommen werden kann. Angebote auf andere Bauplätze in der Abtheilung L werden bei der Versteigerung ebenfalls berücksichtigt, wenn sie mindestens zwei Tage vor der Versteigerung eingercicht werden. Karlsruhe, den 11. August 1892. Großh. Hofbaua«t. Hemberger. _ B'405.2. Karlsruhe. Großh. Bad. Staats- Eisenbahnen. Wir haben die Lieferung von zwei befahrbaren Brückenwaagen von 9,5 m Länge und 60000 kg Tragkraft zu vergeben. Die Lieferungsbedingungen sind vom Centralbureau diesseit. Stelle gegen Einsendung von M. 1.— zu beziehen. Schriftliche Angebote, in denen die beanspruchte Lieferfrist genau bezeichnet ist, sind mit entsprechender Aufschrift versehen bis spätestens 6. September d. I. bei diesseitig. Stelle einzureichen. Zuschlagfrjst 14 Tage. Karlsruhe, den 11. August 1892. _ Gencraldirektion. _ V403 1. Karlsruhe. Großh. Bad. Staats- Eisenbahnen. Wir haben die Lieferung von 70000 Le Zinn und 10000 Lx Antimon zu verdingen. Angebote sind schriftlich, versiegelt und portofrei bis längstens Donnerstag den 35. August d. I.. Vormittags 10 Uhr, bei uns einzureichen. Angebotsbogen und Bedingungen werden auf portofreie Anfrage von uns abgegeben. — Znschlagsfrist 8 Tage. Karlsruhe, den 10. August 1892. Großherzogl. Hauptverwaltung der Eisenbahnmagazine. Druck und Verlag der G. Braun'schen Hofbuckdruckerei.