eilage ru Kr. 248 -er Karlsruher Zeitung. Donnerstag, 8. September 1892« Grotzherrogthum Baden. Karlsruhe, dm 7. September. c>o (Neues Gemälde von R. Gleichauf.) In diesen Tugen ist ein größere« Kunstwerk aus dem Atelier eines hiesigen Künstlers hervorgegangen, um einer öffentlichen Anstalt in Baden- Baden ,um Schmucke zu gereichen. Rudolf Gleichauf, der bereits dort, in Karlsruhe u. a. O. monumentale Gebäude im Innern, wie an ihren Außemrändrn mit farbenreichen Gemälden versehen, hat soeben einen langen Fries für das neue Frauenbad in Baden-Baden vollendet. Meist in naiven Kindergruppen, nur selten von den Geistern und Nymphen des Quells» von Jünglingen und Jungfrauen unterbrochen, stellt sich dem Beschauer Lust und Heil des Badelebens dar. Gleichauf hat seine besondere Befähigung, festliche Räume mit heiterer Farbenpracht und an' muthig belebten Gestalten zu schmücken, zu bethätigen vielfache Gelegenheit gehabt. Die nördliche und die südliche Nische über den Eingängen der Festhalle, der vor kurzem restaurirte Kinder- frieS des HoftheaterS und die bald hergestellte glänzende Wiederholung des Bildes im Giebelfelde des Bierordt-Bades sind wohl die jüngsten Zeugnisse von der Kompositionsweise und Malart des Künstlers» der seit 30 Jahren hier in unermüdlichem Fleiße und gewissenhaftem Streben wirkt und schafft. Auch sein aller- neuestes Werk, der erwähnte Fries für das Frauenbad, zeigt diese Eigenschaften des Künstlers und wird der neuen Badeanlage zu ganz besonderem Schmucke gereichen. s Offenbar-, 5. Sept. (8 o nd wir thschaftlich es.) Der zweite Schnitt des Rothklees ist nicht überall gut ausgefallen: der Kleewürger, der sich in vielen Gemarkungen eingestellt, ließ den Klee bei der Trockenheit des Bodens nicht mehr aufkommcn. Auch der Stoppclklee gerietb in vielen Lagen nicht zur Zufrieden^ beit des LandwirtheS. Der Stand der Wiesen ist sehr verschieden: in der Ebene trifft man viel kurzes GraS mit Stengeln tief- wurzelnder grober Pflanzen gemischt; in den Gebirgsthälern dagegen zeigen die Wiesen ein frisches Wachstbum unb ein sattes Grün. Hopfen ist sehr gut gerathen. Der Tabak bat inzwischen hübsche Fortschritte gemacht: das Blatt ist vollkommen und schön. Der Preis .des Sandblattes (10 M. für den Zentner) läßt darauf schließen, daß der Jahrgang zufriedenstellend ist. Die Trauben entwickeln sich prächtig, wo nicht gerade, in weniger günstiger Lage, einzelne Beeren der Trockenheit zum Opfer sielen uud abstarben. Vielfach trifft man schon schwär, gefärbte Trauben. Das Holz beginnt auszureifeu: es wird unten braungelb. DaS Laub ist mit wenigen Ausnahmen gesund. Das Obst bildet gegenwärtig einen lebhaften Gegenstand des Handels. Der Land- wirthschaftliche Bezirksverein Offenburg hat durch Umfrage bei den 38 Gemeinden unseres und des Bezirksvereins Gengenbach über die muthmaßlichen Ergebnisse der thcils schon erhaltenen, theils noch zu erwartenden diesjährigen Obsternten Erhebungen machen taffen. Darnach ist die heurige Obsternte mit Ausnahme der allgemein reichlich ausgefallenen Kirschenerntc als nicht be- sonders günstig ,u nennen: Aepfel, Pflaumen und Pfirsiche noch ziemlich günstig, Birnen weniger ergiebig, und Zwetschgen zeige» nahezu eine Fehlernte. Vermiedenes. ^ Karlsruhe, 6. Sept. (Das bildende Element in der Stenographie). Die überwiegende Mehrzahl der Schulmänner ist der Ansicht, daß die Stenographie keine bildenden Elemente in sich schließe Anders urtheilen diejenigen Schulmänner, die Gelegenheit gehabt haben, sich mit der Steno graphie eingehender zu beschäftigen. So sagt die „Schulordnung für die humanistischen Gymnasien im Königreich Bayern" über den Unterricht in der Stenographie: „Der Unterricht in der Stenographie ist nach dem Gabelsberger'schen System zu er- 37 Rräulrin Kapitän, rn-w-uck »°rb°t°». Eine Eismrergeschichte von Max Lav. (Fortsetzung.) 16. Verlobung mit Lai masguö. Das Jahr ging zu Ende, das Licht war auf dem Wege, nächstens wieder zur Erde zurückzukehren. Hier oben in der Nähe des Pols war aber vorläufig noch nichts davon zu »erspüren. Für unsere Seeleute lag die Welt noch in tiefster Finsterniß. Dort sollte das Fest der Sonnenwende nach uralter Vätersitte durch ein solennes Feuerwerk gefeiert werden. Das Wrack am Strande wurde vollständig ausgeplündert. Was an ihm noch Werthvolles vorhanden, hatte in dem Schwekcrschiff Platz gefunden. In dem leeren Schiffsraum wurden einige Pulverfäßchen unter Holzwerk vergraben, das Ganze reichlich mit dem in Stücke geschlagenen gefrorenen Theer bestreut. An der Speckküche, die unterdessen stetig im Betriebe gehalten wurde, braute über dem größten Kessel der Kambüse (SchiffS- küche) ein steifer Grog. Die Mannschaften der beiden Schooner waren an dem wärmenden Feuer versammelt und erwarteten mit einem gewissen feierlichen Ernste die Mitternacht. Auf dem Wrack drüben, das sich in dem etwas blaffen Mondschein wie ein dunkles Ungethüm von seiner bläulichweißen Umgebung abzeichnete, bewegten sich kleine Fackeln nach hier und dort, und standen schließlich still. Durch das tiefe Schweigen der Nacht tönten die trabenden Schritte dreier Menschen, die bald darauf die stille Versammlung vervollständigten. Gaston bückte sich zum Feuer nieder, um an der Flamme die Zeit von seiner Uhr abzulcsen. „Füllet die Gläser!" gebot er, und Jedermann drängte sich heran, den lieblich duftenden Trank in die Gefäße zu schütten, die übrigens zumeist aus kleinen irdenen Näpfen bestanden, wie sic die Matrosen zum Kaffeetrinken gebrauchen. Dabei blieben aber auch die, welche ihre Becher bereits gefüllt, mit denselben in nächster Nähe des Feuers, denn einen Schritt rückwärts hätten sie in kürzester Zeit statt des Trankes nur einen gefrorenen Brei in Händen gehabt. In der Kajüte hörte man die Uhr mit silbernem Klang die zwölfte Stunde schlagen. „Ein glückliches Neujahr, Fräulein Kapitän", rief Gaston und stieß sein Glas an das seiner Gefährtin, die vom Kopf bis zu den Füßen in weißen Pelz gehüllt» mit großen strahlenden Augen glücklich zu ihm aufsah. theilcn und hat außer der Schreibmechanik und Schreibflüchtigkeit namentlich auch die Gesetze des Sprachbaues, auf welche dieses System begründet ist, zu berücksichtigen." — Der kastor Primarius an der Lirbfrauenkirchr in Lieguitz, in pädagogischen Kreisen als der Herausgeber der preußischen „Schulleitung" bekannt, bezeichnet als die bildenden Elemente des Stenographieunterrichts Geiftesgymnastik, schnelle! Auffassung und damit eine gewisse Versatilität. Lehrer Paul sin Wiesbaden hat in einem Vorträge „Das bildende Element in der Stenographie" unter anderem folgende Thesen ausgestellt : 1. Die Stenographie läßt uns in erhöhtem Maße Antheil nehmen an den Segnungen der durch die Schrift herbeigeführten Kultur: sic gibt eine Menge Anregungen auf dem Gebiete der Schrift und der Sprache. 2. Ihre Anwendung ist ein Förderuugsmittcl unserer Gesammtbildung; denn sie bewirkt einen vortheilhaften Einfluß auf Gedächtniß, Wissen, Denken, Stil, Orthographie, Beredsamkeit. sowie auf die gewöhnliche Schrift; sie weckt den Sinn für Sauberkeit, Regelmäßigkeit, Formenschönheit und schärft das Auge. 3. Ein wohlangelegter, gediegener Unterricht, eine allseitige Durchbildung in der Stenographie. verbunden mit steter Betonung und Hervorhebung ihrer Berührungspunkte mit der Muttersprache, ist im Stande, ein Mittel zu formaler Geistesbildung abzugeben, und bildet zugleich die Wiederholung des Sprachunterrichts in einem neuen Gewände. * Karlsruhe, 7. Sept. (Von der starken Luftabkühlung), die gestern aus Oesterreich gemeldet wurde, ist auch Westeuropa betroffen worden. In Paris sank in der Nacht auf gestern die Temperatur auf 7 Grab über Null nach Celsius. Literatur. Von dem Werke „Die Kunstdenkmäler des Groffherzog- thnmS Baden", im Aufträge des Grsßh. Ministeriums der Justiz, des Kultus und Unterrichts und in Verbindung mit 1>r. I. Durin und vr. E. Wagner bearbeitet von Franz Lader Kraus, ist der dritte Band enthaltend die Kunstdenkmäler des Kreises WaldShnt, soeben erschienen. Freiburg in Baden, Verlagsbuchhandlung von I. C. B. Mohr (P. Siebeck), 1892. 178 Seiten. Aus dem überaus reichen Inhalt dieses Bandes, der, wie seine Vorgänger, sowohl was Druck und Papier als auch die Illustrationen betrifft, ganz vorzüglich aus- gestattet ist, heben wir besonders die Artikel Berau, Bonndorf, Stühlingen, Beuggen, Harpolinger (oder Wieladinger) Schloß, Säckingen, St. Blasien, TodtmooS, Altenburg, Gurtweil, Hohen- thengen, Jestetrcn, Küfsaberg, Rheinheim, Rütteln (oder Roth- wafserstelz), Thiengen, Waldshut. Weiß- oder Hochwafferstelz, hervor. Ueberall ist sowohl auf die Funde aus den ältesten Zeiten, als auch auf die noch erhaltenen Denkmale der Baukunst, der Malerei, der Plastik und der sog. Kleinkunst eingehend Rücksicht genommen. Die bedeutendsten der noch , sei es vollständig, sei es nur in Bruchstücken, auf uns gekommenen'Denkmäler der Vorzeit sind in bildlicher Darstellung vor Augen gefügt. Rebe» den durchweg sehr sorgfältig ausgeführten Lichtdrucken seien hier ganz besonders die in zinkographifchem Verfahren vervielfältigten höchst charakteristischen Zeichnungen von der Meisterhand Dittms erwähnt: Daß der verdienstvolle Geschichjforscher, Professor Roder, wie dem zweiten, so auch dksem dritten Band sein« fachkundige Unterstützung geliehen hat, gereicht dem Werke zu besonderem Borthcil. Eine ganz eigenthümlichr Stellung nehmen in diesem Bande die Kunftdenkmäler von St. Blasien eia. Der werthvollflc Thcil der Kunstschätze dieser berühmten Abtei ist, noch vor Se- kularisation des Klosters, während den Kriegsreiten geflüchtet worden und hat mit den ehemaligen Konventualen eine neue Heimstätte in dem Stift St. Paul im Lavantthale gefunden. Der Herausgeber war aber, wie uns scheint, mit gutem Recht, der Ansicht, daß eine Beschreibung und Abbildung dieser ganz „Auf eine glückliche Heimkehr. Kameraden I" fügte er gegen die Seeleute gewendet hinzu, trank sein Glas leer und warf eS in die aufzischende Gluth. Brüllender Jubel aus dreißig Kehlen antwortete ihm. Einen Augenblick waren alle Lippen am Becherrand geheftet; sie thaten, wie ihr Kapitän, nur behielten sie ihre Gefäße sorgsam zwischen den unförmlichen Pelzhandschuhen, denn sie wußten, daß der Kessel noch lange nicht geleert war. Margots Bootsmann hatte die Hände sinken lassen, das starre Auge nicht von dem Wrack verwandt. „Fahr wohl, „Margot"!" schrie er Plötzlich mit einem seltsamen Beben in seiner rauhen Stimme und schritt hastig einige Schritte vor, als wollte er dem Unglücksschiff zu Hilfe eilen. Alle wandten sich nach derselben Richtung. Da gerieth der dunkle Körper in Bewegung, als werde er von gigantischer Kraft emporgerüttelt. Plötzlich riß der Vau auseinander, mit Blitzesschnelle schoß eine Keuergarbe himmelan» die sich in dem blanken Eise des Fjordes widerspiegeltc; ein dumpfer Krach rollte über die Gefilde des Todes, die vereisten Fclsenhäupter sandten nachhallend ihr Echo herüber. Und als wollten auch sie den Flammengrub der Menschen nach ihrer eigenen Weise erwidern, rollten sie krachende Lawinen zu Thal, aus denen feinstäubende Schneewolken in die Nacht emporwallten, von dem grellen Feuerschein mit rosigem Licht übergoffcn. Ueber dem in mächtige Flammen gehüllten Schiff sammelte sich der Rauch in purpurrother Wolke, die als prächtiger Baldachin die Stätte des sonderbaren OpferfesteS überspannte und nur zeitweise die bleiche Mondscheibe durchblicken ließ. Die grell angestrahlten Schneeberge bildeten die Seitencoulifsen der wunderbaren Sccnerie, nur nach der See zu hing wie ein schwarzer Sammetvorhang der Nachthimmel hernieder, bestickt von unzählbaren, diamanthell blitzenden Sternen. Ehrfürchtig schweigend vor dem großartigen Naturfchauspiel standen die Seeleute uud achteten in der gewaltigen Aufregung kaum auf die tödtliche Kälte» die alle Glieder beben machte. In den Herzen der rauhen Naturmenschen zitterte inbrünstig das Gebet zum Lenker der Welten, daß er sie hinwegführen möge aus den Banden des furchtbaren Dämons, der um die Pole seinen schrecklichen Scepter schwingt. Von einem übermächtigen Gefühl unbestimmbarer Furcht getrieben, schmiegte sich Margot wie hilfesuchend an den Kapitän, dessen hohe kräftige Gestalt stolz und ruhig im Feuerscheine neben ihr stand. In diesem Augenblicke seine Umgebung vergessend, hervorragenden Werke aus unserer Väter Tagen in seiner Sammlung nicht fehlen dürfe. Für die Abbildungen» die zum Tbeil in großem Format ausgenommen sind, ist ein eigener Atlas, der 12 Tafeln enthält, beigegeben worden, der für jeden Kunstfreund ein ganz hervorragendes Interesse darbietet. Wir freuen uns des Erscheinens diese- neuen Bandes, welcher das verhältnißmäßig rasche Fortschreiten eines Werkes dokumeu- tirt, das unserem Lande, seiner kunstsinnigen Regierung, seiner opferwilligen Volksvertretung, vor allem aber den hochverdienten Herausgebern zu hoher Ehre gereicht. Geschichte deS Krieges von 1866. Nebst einem Vorbericht: „Die deutsche Frag- in den 1850er Jahren". Bon Otto Kann gieß er. Band I. Basel 1892. Schwei,. Verlags- Druckerei. Der Verfasser, eine hervorragende publizistische Kraft, hat seine Aufgabe, eine möglichst objektive Darstellung der folgenschwere» Ereignisse und deren Ursachen zu liefern, in jeder Beziehung trefflich gelöst. Der Prolog, die deutsche Frag: in den 50er Jahren, fesselt den Leser bis zur letzten Zeile, unb unwillkürlich kommt man auch zu der Schlußfolgerung: „Wos kommen mußte, kam". Wohl von keinem deutschen Schriftsteller vorher und in keinem Werke, das dieselben Ereignisse behandelt, ist die schlechthin gebietende Notwendigkeit jenes Bruderkrieges so klar vor Augen geführt, wie in diesem. Vieles, was bis jetzt noch nicht an die Oeffcntlichkeit kam, ist ihr übergeben, Anderes, das falsch oder verschroben dargestellt wurde, in's richtige Licht gestellt. Die „Aera Bismarck" hat Kaungießer einer scharfen Prüfung unter" zogen und dabei weder eine schwarze noch eine rosige Brille aufgesetzt, sondern mit klaren, scharfen Auge« die Dinge betrachtet, uud er ist mit Worten, von denen keine- daneben fällt, der Aera Bismarck gerecht geworden. Kurz und gut: Das Buch ist ei» nothwendiges; populär genug geschrieben, um für Jedermann, der lesen und richtig denken kann, verständlich zu sein» und histotsch- wissenschaftlich genug, um neben die besten Bücher dieser Gattung gestellt zu werden. Wir sehen mit Spannung dem Erscheinen des zweiten Bandes entgegen. Handel und Verkehr- AuSzug a«S der amtlichen Gebranchsmnsterfchntzttfte über die in der Zeit vom 26. August bis 2. Septbr. erfolgten badischen Musterschutzeintragungen, mitgetheilt vom Patentbureau des Civil- ingenieurs Karl Müller in Freiburg. Nr. 6981. Kravattcn- halter, bestehend aus zwei scharnierartig verbundenen Platten mit gegen einander versetzten Knopföffnungen. Lr. Th- E- Barschall in Karlsruhe. Leovoldstraße 20; 4. August 1892. B. 718. — Nr. 69,78. Stirlbesestigung für Beseu und Schrubber, bei welcher zwei.iyit Spitzen versehene Schenkel durch eine Schraube bewegt werden.' Heinrich Duttenhöser u. Wilhelm Autenrieth in Brette»; 4. Aug. 1892. D. 213. - Nr- 7018. Metallkiel in Boden- dürfte«, all« Art. August Bühne u. Cie. in Freiburg; 6. Aug- IMS. B. 721. --- Nr. 6913. Trockenelement mit abnehmbarem Metallversckluß und Jsolirlckeibe mit »der ohne Glocke. Oskar Kreuzer in Furtwangen; 1. Aug. 1892. K. 679. — Nr. 6947. Schutzglocke an elektrischen Drückern gemäß Gebrauchsmuster Nr^5560„ chorftkterisirt durch den Druckknopf umgebende, nach v»rr offene Glocke, welche ein Einsühren von Gegenständen unter die Schutzkappe von der Seite auS verhindert. Or. Karl Jörns in Frrikurg; 3. Aug. 1892. 1.167. — Nr. 6997. Leicht trans- porrablr, mittelst Bändern an eisernen Haken aufhängbare, frei schwingende Tischplattenauflage, zum Auflegen von Eßwaaren, Büchern bczw. der beiden Arme, zum Ausruhen deS oberen Körpertheiles bc, längeren Fahrten im Eisenbahnwagen. G. H. Ebdecke in Karlsruhe, Hirschstr. 44 und C. Kleyer in Karlsruhe, Kaiserstr. 243; 11. Juni 1892. C. 130. — Nr. 6836. Absperrschieber mit steigender Spindel für kleine Dimensionen. Ludwig Reittikig, Maschinenfabrikant in Mannheim; 1. Aug. 1892. R.41S. — Nr. 6922. Durch Gummirung um den inneren Einsatz eines ,n Scharnieren drehbaren Deckels abdichtbarer Faßverfchluß. Franz Zwanziger in Karlsruhe; 1. Aug. 1892. Z. 64. — Nr. 6959. schlang er den rechten Arm um die zitternde Gestalt und blickte ihr tief in die unruhig glänzenden Augen. „Kommt an Bord!" gebot er dann mit seiner tiefen, weithin tönenden Stimm- und eröffnet-, die Geliebte fest im Arm, den Zug der Menschen, die im grausig schönen Spiele der prasselnden Flammen langsam in der Schneehöhle, die ihr Obdach umschloß, verschwanden. In dem von hundert Lampen, die man aus Blechgefäßen mit Thranfüllung hcrgestellt, erleuchteten Saal auf dem Deck zerfloß der Bann, der draußen die Geister gefangen hielt, in laute Fröhlichkeit. Das schier unverwüstliche Franzosenblut zeigte sich von der sorglosesten, lebenslustigsten Seite. An der langen» sauber gedeckten Tafel saßen die Leute auf allerlei Geräthen, die einige Aehnlichkeit mit einem Stuhl aufwiesen, und ließen sich bei dem von dem Aufenthalt in der frischen Luft noch verdreifachten Appetit die Leckerbissen wohlschmecken , die der Proviantmeister in edler Verschwendung heute spendete. Aber auch „landesübliche" Gerichte, als da sind Eisbärenschinken und Walrvßrippchrn, groß genug, um zehn hungrige Magen tagelang zu füllen, erfreuten den Blick uud die Zunge, und Glühwein, in großen Suppenschüsseln aufgetrage», sorgte für Löschung des Durstes. Die beiden Schiffsköche wurden trotz der sich ihnen freiwillig anbietenden Hilfe kaum fertig, die Schüsseln wieder zu füllen, die um so schneller wieder geleert wurden, als jede unnöthige Verzögerung die dampfenden Speisen in „Gefrorenes" verwandelte, denn trotz der Oefen, die roth- glühend ihre Wärme ausstrahlten, herrschte in dem große» Raume eine Temperatur, die nur für Leute erträglich war, die seit mehr als einem halben Jahr unter dem Gefrierpunkt lebten, abgesehen voll den harten Scemaunsnaturen, die aus langer Gewohnheit gegen die Witterungseinflüsse so ziemlich gefeit waren. So steigerte sich der jubelnde Lärm mit jeder neuen Auflage des würzig duftenden Feuertrankes. Das merkwürdige Liebesverhältniß zwischen den beiden Kapitänen war schon seit langem trotz der von den Betreffenden zur Schau getragenen Zurückhaltung für niemanden mehr ein Ge- heimniß. Die Schlußstein beim Feuerwerk hatte daS Ereigniß gewissermaßen offiziell gemacht. S, hob sich denn Becher um Becher glückwünschend zum oberen Ende der Tafel, wo daS Paar unter den beiden großen» rothen Signallaternen saß, die einen symbolischen Schimmer über die beiden Glücklichen auS- gossen. (Fortsetzung folgt.) Schleissteinrosette mit erhöhtem Ring. Fritz Schmidt, Freiburger Schmirgelwerk in Freiburg; 25. Juli 1892. Sch. 506. Auszug aus der amtliche« Pateutliste über die in der Zeit vom 26. August bis 2. Sept. erfolgten badischen Patentanmeldungen und -Ertheilungen, mitgetheilt vom Patentbureau deS Civilingenieurs Karl Müller in Freiburg. Anmeldungen. B. 1314S. Apparat zum Mischen von flüssigen mit festen Stoffen, insbesondere zum AuSlaugen von Hopfen. Peter Bender und Heinrich Stockheim in Mannheim. 13. April 1892. K. 9 557. Abfüllvorrichtung. (Zusatz zum Patent Nr. 55 572.) Firma Heinrich Stockheim in Mannheim. 19. März 1892. H. 11933. Wechselstromumwandler mit untertheilten Spulen. Friedrich August Haselwander in Offenburg. 13. Avril 1891. F. 6 039. Lagerung von Wellen für Buttermaschinen August Friedmann in Bühl. 7. Mai 1892. L Ertheilung. Nr. 64679. Kistenverschluß mit durch eine Scheibe festgebaltenem Bügel. G. Peters in Mannheim. L. 49. Vom 13. September 1891 ab. P. 5 391. _ Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Harder in Karlsruhe Der Umschwung, welcher im Konsum zu Gunsten italienischer Weine in Deutschland stattgefunden» ist vornehmlich der Wirksamkeit der „Deutsch-JtalienischenWein-Jmportgesellschaft Daube, Donner, Kinen u. Co." zuzuschreiben. Bessere und feinere italienische Weine, also die eigentlichen fertigen Konsumweine, kannte man früher in Deutschland gar nicht. Dem deutschen Geschmack entsprechende, leichtere und durch rationelle Kellerbehandlung gut gepflegte und abgelagerte italienische Tischweine lernte das deutsche Publikum erst in den Marken dieser Gesellschaft kennen. Der bereits in kurzer Zeit auf 4 Millionen Flaschen gestiegene Absatz der unter königl. italien. Staatskontrole keben den Weine der „Deutsch-Italienischen Weiu-Jmportgesellschast Daube, Donner, Kinen u. Co.", mit Centralverwaltung in Frankfurt a. M., beweist, wie die Gesellschaft die ihr gestellte Aufgabe zu lösen verstanden hat. i» Rme, i Ssld.» z. W. - r Rmk., i Franc — so Pfg. _ «tantSp«»ierr Baden 4 Obligat. ll- 102.20 . 4 . M. 104 — I 4 Obl! V. 1886 M. 106 20 Bayern 4 Obligat. M. 107 7- M. '3 5 M- 87 79 Preußen 4 ConsolS M. 107 20 ' 3^ I M. 87 /2 Wtbg.4Obl. v. 1879 M. - - - . 4Obl.v.75/80 M. 104 20 Oesterreich 4 Goldrente fl. 97 60 , 4»/, Silberr. l. 82 — . 4»/. Papirrr. fl. - — - b Pa-rerr.v.lWI 3610 Ungarn 4 Goldreute fl. 95.50 J ulien 5 Reute Rumänien 5 Am.-R. Rußland 6 Goldaul. . 5ll Orient«»!. . 5111 . r. 92.70 ir. 96 20 103.72 65 60 R. 6640 32 70 76.52 103 90 65 32 100 - 107.— 94 62 Port-4'/, Aul. v. 1888 M. , 3 AuSläud. Lstr. Serbien 5 Goldrente Lstr. Schweden 4 Oblig, M. Spa». 4 AuSländ. P. Berner 3»/- Obligat. Fr. Egypten 4 Unis. Obl. Lstr. . 3»/, Privil. Lstr. Argeut.5Jnu.Goll>anl. P. 41.20 Vnnk-IEtlo». 3-/2 Deutsche R.-Bank M. 149.- 4 Badische Bank Tblr. 116 - 5 BaSler Bankverein Fr. 128 20 4 Berlin. HandelSges. M. 144 — 4 Darmstädter Bank fl. —.- 4 Deutsche Bank M. 16310 4 Deutsche BereinSb. M. 106 60 4 Deutsche Unionbank M. 76.50 4 DiSk.-Komm.-A. Thlr- 193 22 5 Oest. Kredit v. fl. 263»/, 4 Rhein. Kreditbank Tblr. 119 — 4 D. Effektenb. 50°/, Thlr. 114 40 4 D. Hyp.-Bk. Thlr. 50°/, 103 50 Frankfurter Kurse vom 6. September 1892. » Stk» Hess. LudrsigS- n-Aktie». ahn Thlr. 115 — 4»/, PfälzMar-Bahn fl. 143 42 4 Pfälz. Nordbahn fl. 114 4 Gotthardbahu Fr. 154 42 5 Böhm. Westbahu fl. 293 5 Gal. Karl-8udw.-B. fl. 183'/, b Oest -Uug. St.-B. Fr. 353»/, 5 Oest. Süobahu (8mb.) fl. 87V» 5 Oest. Nordwest fl. 181»/, 5 . . Int. 8. fl 198°/. Eisenbahn-Prioritäten. 4 Elisabeth steuerfrei M. 10122 5 Mähr. Greazbahn fl. 79. 5 Oest. Nordwest v. 74 M. ö „ „ lnt. Ä. fl. 5 „ „ lüt. 8. S Raab-Oed-Ebenf. 4 Rudolf 4 , Salzkgut. stfr. 4 Vorarlberger 3 Kal. gar. E.-B. kl. 4 Gotthard IV. S. 107.70 91.- 90 40 88.52 82 30 100 70 81 80 56 30 kr. 104 80 fl. M. fl. Fr. 3'/^ Jura-Beru-Luz. 4 Schweizer Central 4 dto. Nordost 35-87 5 Südbahn steuerfrei 4 dto. 3 dto. 5Oek.-ll.St.-B.73-74 fl. 107.10 3 dto. 1.-VHI. Em. Kr. 7S.S0l 3Livorn.0.0.u.0/2 Fr. bToScan. Lenttal Fr- 5 Weststc.E.-B. 80stfr.Fr. 6 South. Paris. Tal. I-M. Pfandbriefe. 4 Pfälz. Hyp. unkdb. M. 102. - 4Pr.B.-«.-Ä.V1t-1XThlr.100 70 4 Preuß- Centr^Bod.-Kred G. 85 d 100 Thlr. 12110 4 Rh. Hyv. S. 43-49 M 100.80 4 dto. unkündb. 1896-97 102.20 3'/, dto. M. 96 - Verzinsliche Loose. 3-/z Preuß. Präm. Thlr 153 50 4 Badische Präm. Thlr. 133.40 -- »» Pf,., l Pst. — »o Sdllk.. t Doll« -- « Rmk. « Psz. » Silber Miel — » Rmk. « Pfg., l Mark Bimk» l Rmk. »» Pfg. Thlr. Tblr. Thlr. Fr. 97 7(14 Bayrische Präm Fr. 104.614 Mein. Pr.-Pfb. Fr. 104 10>3 Oldenburger fl. 104.904 Oesterr. v. 1854 M. 9860 4 . v. 1860 Fr. 63 20 4 StuhlmNaab-Gr-Thtr Unverzinsliche Loose , per Stück in M. 64 — AnSbach-Gunzeuh. fl. 101 -AugSburger 95 "" 110.90 141.30 128 80 127 60 122.50 125.40 123 60 42 - 30.10 3410 fl. 100 Brauaschweiger Th^. Freiburger Fr. Kurhessische Thlr. Mailänder Fr- 10 Meininger fl. Oesterreicher v. 1864 fl. dto. Kredit v. 1858 fl. 324 50 Schwedische Tblr. 85.— Ungar. Staat- fl. 254.70 Wechsel nnd Sorte«. Amsterdam ff. ISO 168.50 London Lstr. 1 30.39 Paris Fr. 100 81 Wien Dollars m 30 Franken-Stück Enal- SosereignS Obligationen nnd Aktie». 3»/, Freiburg v. 1883 M. 3 Karlsruhe v.1886 M- Ettlinger Spinnerei fl. KarlSruh. Mas chinenf. M. Bad. Zuckers. Wagh. fl. 3 Deutsch. Phönix 20 /»E. 4 Rheinische Hypotheken« Bank 70Vo Thlr- 28.10 5 Westeregelu-Alkali-W- 320 20 5 Dortmund. Union M- 4'/» Alpine Montan abgest. 95 60 4 dto. Ser. II-VIII Lire 82.20 StandeSherrl. Anlehe». 4 Asenb -Büdingen fl. 101.90 3»/- Äsenb -Birsteiu 37 M- 87 20 Neichsbank-Discont 3V, Frankfurter Bauk-DiSevut 3°,» 170 50 4.16 16-17 20.34 JndnWeis- 88 .— 98.20 146.- 59 - 2r2 — 132 - 95.- 111.50 (Bürgerliche Rechtspflege ) V 789-1- Nr. 47,887. Heidelberg. Die Gemeinde Mückenloch besitzt auf ihrer Gemarkung die unten beschriebenen Liegenschaften, bezüglich deren ein Erwerbstitel in den Grundbüchern nicht eingetragen ist: «S a 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 >S s . 31 101 143 103 s 183 192 230 242 262 277s 600 670 795 803 816 820 985! 985» 1 970 1027 ^ 1413 1415 1486 1525 1526 1603 1604s 1646 1668 1865-- 1923 1936 2029 2187 2234s 2390 249os 2826 3207/» 3207/2 3969 4039 4084 410ls 4169 4173 4174 4175 Flächeninhalt bo. ar! w 19 94 13 65 6! 97 Gewann Ortsettcr Kulturart Angrenzer Hagerfeld Lautenbach Himmelreich Kirchbergsroth Haberberg Jungklinge Dilsbergerweg Hofwiese Ruth Ruthberg Weitem Kleime Langenacker Sträßel Neckarhäuserhof Stockäcker Neckarwiesen Lautenberg Bannholz Ruthberg Ortsweg (Kirchgafse) Hausgarten Ortsweg Grasrain Ortsweg (Korngaffe) Ortsweg Hofraithe Hausgarten Wiese Güterweg Wiese Weide Weg Wiese Zufahrtsweg Wiesen Wald Ackerland Wiese Weg Ackerland Oedung Friedhof Weg Wiese Ackerland Wiese Gewannweg Weg und öder Rain Wiese öder Rain Wiese Güterweg Wiese Gebüsch Wiese Oedung Ackerland Wiese Ortsweg Güterweg Wiese Wiese Weg und Lagerplatz Wald Anstößer- es. Lgb Nr- 99 nnd 100, Georg und Friedrich Kirchner, as Lgb- Nr- 103 Ortsweg Hierauf steht ein einstöckiges Wohnhaus mit Spritzenremis und Kelterhallc, cs. und as. Anstößer- Auf der Hofraithe steht: Ein zweistöckiges Wohnhaus (Ratb- haus) mit Balkenkeller, Holzremise und Schweinställe, es- Lgb-Nr- 276 Georg Bruder, Gastwirth, as. Johann Ad. Herbold. es- Nr- 597, 599 Aufstößer, as- Götz IH- Christoph es- Nr- 640, 641, 569, 599 Anstößer, as. 790, 802, 813, 817 rc. Anßößer. es. Nr. 773, 777, 783, 789 Ausstüßer, as- Nr- 804, 796, 801 »Ausstößer. es. Nr- 815 Götz Joh Gg- 1-, as. Nr- 817 Schlecht Joh. es- Nr- 819 Weg, as Nr- 821 Peter Hof Wtb es- Nr. 1079, 1080, 1081 Anstößer, 879 Anstößer. as- Nr- 954, 957, 875, es- Nr. 966, 969 Anstößer, as- Nr- 972, 977 Anstößer. es- und as- Anstößer. es Anstößer, as. Nr- 1414 Franziska Kohl ledig. es Nr 1414 Franziska Kohl ledig, as. Nr 1526 Weg. es Nr. 1526 Weg, as- Nr- 1487 Jakob Ebinger. es. Nr 1526 Weg, as. Nr-1505,1507,1508 u. 1524 Anstößer. es- Nr- 1526 und 103 Weg. es Anstößer, as. Nr- 103 Weg es. Nr-1645 Jak. Herbold, as. Nr. 1762 Geist Elise, mindert, es. Nr- 1667 Joh. Ad- Herbold Ehesrau, as- Nr. 1669 Peter Kappes, mindert- es Nr 1922 Josef Hunger Wtb., as. Nr-1925 Georg Götz H- es. Nr-1935 Friede Kirchner ll-, as. Nr-1939 Gg- Götz 111 es- Nr. 2014, 2019, 2028 Anst-, as. Nr- 2030, 2335. 2041 Anst. es. und as- Anstößer. es- Nr- 4175 Gemeindewald, as. Nr- 2235 Gg Ad. Hofmann, es. Nr. 2389 Friede- Ebert, as. Nr. 2404, 2406, 2420 Anstöß. es. Nr- 192 Weg, as- Anstößer. es Nr. 2825 Jakob Ebinger, as. Nr- 2594 Weg. es. Nr- 3574 Weg, as- Lehr Peter. es- Nr-4083SchöpflinWilh-Wtb-, as- Nr-4085NollertAdam ^ es Nr- 4100 Wiswesser Dan-, as Nr- 4102 Augsburger Karl- es- Nr 4168 Minder Valentin, as. Nr- 4170 Kath Kirchenfond hier. es. und as Anstößer. es- Weg, as- Anstößer- es Anstößer, as Gemarkung Dilsberg- Auf Antrag der genannten Gemeinde wird das Aufgebotsverfahren erlaffen und werden alle Dieiemgen, denen an den verzeichnten Liegenschaften nicht eingetragene, auch sonst nicht bekannte dingliche oder auf einem Stammguts- vder Familiengutsverband beruhende Rechte zustehen, aufgefordert, solche spätestens in dem auf " Freitag den 4. November 1892, Vormittags 9 Uhr, bestimmten Aufgebotstermin anzumeldcn, widrigenfalls die nicht angemeldeten Ansprüche für erloschen erklärt werden. Heidelberg, den 25. August 1892. Großherzoglich badisches Amtsgericht- gez.: Engelberth. Dies veröffentlicht: Der Gerichtsschreiber: Fabian. .. Bürgerliche Rechtspflege. Oeffentliche Zustellungen. B-850.1. Nr-34,775. Pforzheim. Der Otto Friedrich Troll, unehelicher minderjähriger Sohn der ledigen Kettenmacherin Marie Stoll in Pforzheim, vertreten durch den Klagvormund Heinrich Brüstle, Bijoutier in Pforzheim, klagt gegen den Jakob S ch w a rz. Schneider von Altensteig, zuletzt in Pforzheim wohnhaft, z. Z. an unbekannten Orten abwesend, aus außerehelicher Schwängerung, mit dem Anträge auf Berurthei- lung des Beklagten zur Zahlung eines wöchentlichen Ernäbrungsbeitrags von 1 M. 20 Pf. zur Ernährung und Erziehung des klagende» Kindes, in Vier- teljahrsraten vorauszahlbar, von der Geburt desselben an 14 Jahre lang, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor daS Gr- Amtsgericht zu Pforzheim auf Montag den 7. November 1892, Vormittags 9 Uhr. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Pforzheim, den 1. September 1892. Der Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts: Heiß. V'855-1- Nr-13,153. Mannheim. Die Ehefrau des Bäckers Wilhelm Bauer, Emma Sosie, gcborne Hofmann, zu Feudenheim, verrieten durch Rechtsanwalt Dörzbacher, klagt gegen ihren genannten Ehemann, zur Zeit unbekannten Aufenthalts, unter dem Vorbringen, daß bei der, zufolge rechtskräftigen Bermögensabsonderungs-Ur- theils vorgenommenen Bermögensaus- einandersetzung der Streittheile die Ersatzforderung der Klägerin an den Beklagten für ihr eheweibliches Beibringen auf 2289 M- 4 Pf. sestgestellt worden sei, mit dem Anträge, 1. auf Verurtheilung des Beklagten zur Zahlung von 2289 M- 4 Pf. nebst 5°/» Zinsen vom Klagzu- stellungstage, 2. das Urtherl gegen Sicherheitsleistung für vorläufig vollstreckbar zu erklären, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die 4. Civilkammer des Gr- Landgerichts zu Mannheim auf Donnerstag, 24. November 1892, Vormittags 9»/, Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelaffenen Anwalt zu bestellen. Zum Zweck der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Mannheim, den 3. September 1892. Schneider, Gerichtsschreiber des Gr. Landgerichts. Aufgebot. V'785 2. Nr. 8082. Schönau. Landwirth Johann Schmid in Geschwend besitzt auf Gemarkung Geschwend folgende in den Grund- nnd Psandbücher» nicht eingetragene Liegenschaften: 1. Ein zweistöckiges hölzernes Wohnhaus sammt Scheuer und Stallung unter einem Dache, ringsum neben sich selbst; 2. 1 » 8 gm Garten, neben Karl Lais und Ortsweg; 3. 36 a Matten auf der Aeckern, neben Johann Orilieb und Johann Georg Ruch; 4. 6 a 57 gm Matten im Spitzäckerle, Gewann Krummäcker, neben Karl Zimmermann und Straße; 5. 1 43 a 91 gm Matten auf der Mühlemalt, neben Prägbach, Robert Mühl und Johann Ortlieb; 6. 54 a Matten in »er Bauerte» neben Ortsweg, Johann Georg Waßmer und Eduard Bläse; 7. 9 » Matten unter dem Rain, Gewann Bauerte, neben Johann Georg Waßmer und Johann Ortlieb: 8. 57 a 60 gm Matten im Mättle, neben Fischbach, Straße und Johann Ortlieb; 9. 18 » Matten in Unterschwand, neben Eduard Lais und Albin Marterer; 10. 6 a 93 gm Matten in Unterschwand, neben Albin Marterer beiderseits; 11. 64 a 44 gm Matten in Oberschwand, neben Allmend, Eduard Lais und Albin Lais Witwe; 12. 20 a 79 gm Matten in Ober- fchwand, neben Johann Mang und Johann Georg Ruch; 13. 13 » 5 gm Matten in Obersägen, neben Prägbach und Strotze; 14. 19 » 80 gm Matte» in Altbütten, neben Prägbach und Arnold Mühl; 15. 21 a 60 gm Matten in Althütten, neben Emil Bläst und Albin Marterer: 16. 31 a 23 gm Matten im Fmstern- grabcn, neben Allmend und Christian Kunzelmann; 17. 1 da 35 a 36 gm Matten rm Wallmättle. neben Wallmättlebach und Gemeinde Genußfeld; 18. 13 » 95 gm Matten im Stieg, § neben Allmend und Johann Mar-! lerer. > Druck und Verlag der G. Br au »'scheu Hofbuchdruckerei. Auf Antrag des Johann Schmid werden Alle, welche an diesen Liegenschaften in den Grund- und Ünterpfaud- büchern nicht eingetragene und auch sonst nicht bekannte dingliche oder aus einem Stamm- oder Familiengutsver- bande beruhende Rechte beanspruchen, aufgefordert, solche spätestens in dem auf , Samstag den 29. Oktober d. I., Vormittags 10 Uhr, bestimmten Aufgebotstermine anzumel- den, widrigenfalls die nicht angemeldelen Ansprüche dem Antragsteller gegenüber für erloschen erklärt werden. Schönau, den 29. August 1892. Großh. bad. Amtsgericht, gez. Schopf. Dies veröffentlicht: Der Gerichtsschreiber: Krauth. Bekanntmachung. B856-2. Offenburg. JndemKon- kursverfahren über das Vermögen des Bierbrauers Wilhelm Schalter all von Lahr soll nach Beschluß des Gläubiger- ausfchufses eine Abschlagsvertheilung von 7 °/o erfolgen. Das Verzeichnis der bei derselben zu berücksichtigenden Forderungen ist auf der Gerichtsschrei-, berei Großh. Amtsgerichts Lahr zur Einsicht der Betheiligten niedergelegt. Die zu berücksichtigenden Forderungen betragen: bevorrechtete 267 M. 44 Pf., nicht bevorrechtete 319,218 M. 82 Ps., der verfügbare Maffebekand beträgt 28,723 M. 36 Pf. Offenburg, den 5. September 1892. Der Konkursverwalter. G. Leonhard, Rechtsanwalt. V 823. Nr. 339. Emmendingen. Bekanntmachung. Zur Fortführung der Vermessungs- werke und der Lagerbücher nachbeschriebener Gemarkungen ist im Einverständ- niß mit den Gemeinderäthen der be- theiligtcn Gemeinden Tagfahrt jeweils ans dem Rathhanse der betreffenden Gemeinde anberaumt» und zwar sür die Gemarkung: Denzlingen auf Dienstag den 20. i>. M., Bormittags 8 Uhr; Vörstetten auf Donnerstag den 22. d. M, Vormittags 8 Uhr; Holzhaufen auf Freitag den 23. d. M., Vormittags 8 Uhr; Renthe auf Dienstag den 27. d. M., Vormittags 8 Uhr; Wasser aus Mittwoch den 28. d. M., Vormittags 8 Uhr; Kollmarsreuthe auf Donnerstag den 29. d. M., Vorm. 8 Uhr; Sexa« mit Hochburg auf Freitag den 30. d. M-, Borm. 8 Uhr. Die Grundeigenthümer werden hievon mit dem Anfügen in Kcnntniß gesetzt, daß das Verzeichniß der seit der letzten Fortführung eingetretenen» dem Gemeinderath bekannt gewordenen Veränderungen im Grundeigenthum während 8Tagen vor dem Fortführungstermin zur Einsicht der Betheiligten auf dem Rathhause aufliegt: etwaige Einwendungen gegen die in dem Verzeichniß vorgemerkten Aenderungen in dem Grundeigenthum und deren Beurkundung im Lagerbuch sind dem Fortführungsbeamten in der Tagfahrt vorzutragen. Die Grundeigenthümer werden gleichzeitig aufgefordert, die seit der letzten Fortführung in ihrem Grundeigenthum eingetretenen, aus dem Grundbuch nicht ersichtlichen Veränderungen dem Fortführungsbeamten in der bezeichnten Tagfahrt anzumelden. Ueber die in der Form der Grundstücke eingetretenen Veränderungen sind die vorgeschriebenen Handrifse und Meßurkunden vor der Tagfahrt bei dem Gemeinderath oder in derTagfahrt bei dem Fortführungsbeamten abzugeben, widrigenfalls dieselben auf Kosten der Bctheiligten von Ärnts- wegen beschafft werden müßten. Emmendingen, 1. September 1892. Der Fortführuugsbeamte: I. Greder, Bezirksgeometer.