erlüge m Nr. 281 -er Kurlsruhee Zeitung. Mittwoch. 12 Oktober 1882. «roßhrrrogthum Vadru. KarlSrnür. den 11. Oktober * Südstadlkirche gehalten werden sollen und die Gründung eines ! Frauen-Missisosvereins im Werke ist. Es ist zu erwarten, daß wir auch in Karlsruhe, wie eis in Heidelberg, Mannheim, Pforzheim, Freiburg bereits mit zahlreichen Hunderten von Mark geschehen ist, eine größere außergewöhnliche Summe an dis Vereinskasse eingeschickt werden kann. Nachträgliche Gaben und Mitgliederkläcungen zum Allgemeinen Misstonsverein nehmen entgegen die Vereinsvorstände: Prof. Thoma, Bismarckstr. 35, Oberkirchenrath Trautz, Schirmerstc. 6. Stadtpfarrer Brückner. Werderstr. 4, L. v. P e tz o l d, Beiertheimer Allee. Ober- schulrakh Wallraff, Westendstr. 30, 1». Zittel, Erb- prinzenstr. 5. * (Allgemeiner Deutscher Sprachverein.) Dem Vernehmen nach liegt es in der Absicht, hier einen Zweigverein deS „Allgemeinen deutschen Sprachvereins" in'« Leben zu rufen- Solche Zweigvereine bestehen schon in Bruchsal. Freiburg, Hei- delberg, Königsfeld, Pforzheim und Schopfheim. Der Sprachverein dient keiner Partei und will nichts anderes als untere Muttersprache von unnöthigen fremden Bestandtheilen säubern, ihren echten Geist und ibr ergenthriwliches Wesen pflegen und so das allgemeine nationale Bewußtsein kräftigen. Um dieses Ziel zu erreichen» wendet der Verein sich nicht allein an die Fach' Männer, sondern sucht die weitesten Kreise beranzuziehen. Die monatlich erscheinende Zeitschrift, „Die wissenschaftlichen Beihefte" und die „Berdeutschungswörterbücher" dienen als Organ für den bereits 13 000 Mitglieder in- und außerhalb Deutschlands zählenden Verein. Der jährliche Beitrag ist 3 Mark, dafür erhält ledes Mitglied olle Veröffentlichen unentgeltlich zugeschickt. * (Das Schwurgericht) hatte sich gestern in seiner ersten Sitzung des IV. Quartals mit der Verhandlung einer mit bodenloser Rohheit vollführten Mordthat zu befassen. Den Vorsitz führte Herr Landgerichtsdirektor Fieser, der vor Eintritt in die Tagesordnung den Geschworenen eingehend die von ihnen kraft ihres Amtes übernommenen Rechte und Pflichten darlegte; die Anklagebehörde vertrat Herr Erster Staatsanwalt Gruber und als Vertheidiger waren die Herren Anwälte Frey und vr. Wörter aufgestellt. Den Thatbestand bildete ein von langer Hand vorbereiteter Mord. Die 22 Jahre alte Ehefrau des Weichenwärters Anton Hitzelberger, Mathilde, geb. Wollevsack, in der Spitalstraße hier wohnhaft, hatte den Entschluß gefaßt, ihren Ehemann aus der Welt zu schaffen, um sich in die Möglichkeit zu versetzen, den 20 Jahre alten Taglöhner Thomas Adendschön, mildem sie Beziehungen unterhielt, ehelichen zu können. Ein williges Werkzeug zur Ausführung dieses Entschlusses fand das ruchlose Weib in der Person des Bruders des erhofften zweiten Gatten, dem >7 Jahre alten Josef Abendschön, der mit derselben in wochenlanger Berathung den Mordplan ausspann. Zuerst war ein Giftmord mittelst Rattengift geplant, doch die Komplizen kommen davon ab» als Frau H » die selbst dasselbe in der Apotheke holte, dort den Empfang des Giftes bescheinigen mußte. Vom Erschießen sah man ab, weil dies einen zu großen Lärm verursachte. Jetzt erst wurde das Erstechen näher erwogen und man beschloß endlich, den übrigens als fleißiger, braver Mann geschilderten Hitzelberger, wenn er ahnungslos schlief, zu erstechen Als Preis wurden von der Ehefrau dem Mordgesellen die Kleider und die Uhr des Ermordeten versprochen, dann sollte er auch nichts mehr zu arbeiten brauchen und der dritte in Aussicht gestellte Preis zeigte so recht die sittliche Verworfenheit dieses Weibes. In der Nacht vom 17. zum 18. Juli wurde die Thal denn auch wirklich voll- sührt. Der jugendliche Mörder war noch im letzten Augenblick wiederholt von der herzlosen Frau zur Thal angereizt worden. Diese selbst sah während der Ballführung der That in unmittelbarer Nähe zum Fenster hinaus. Beide Angeklagte legten ein umfassendes Geständniß ab, 34 Zeugen waren zur Hauptver- bandlung geladen und als Sachverständiger war Herr Ober» mediziualrath Dr. Arnsperger anwesend. Die Geschworenen bejahten bei beiden Angeschuldigten die Schuldfragen, worauf das Gericht, dem Antrag der Staatsbehörde entsprechend, gegen den Mörder die höchste zulässige Strafe, 15 Jahre Gefängniß, und gegen die Witwe des Gemordeten die Todesstrafe aussprach. Im Verlauf der Verhandlung wurde der ledige Schlosser Adam Jungmann aus Mannheim, der als Zeuge vernommen wurde, als dringend des Meineids verdächtig verhaftet. t Baven, io. Okt. (Standartenweihe des Kavallerievereins.) Der vor einiger Zeit gegründete Kavallerie- verein Baden, dessen Vorsitzender Graf August v. Bismarck ist, beging gestern da« Fest seiner Standartenweihe. Die Feier begann mit einem musikalischen Frühschoppen und einem Festessen, bei welch' letzterem der Bicepräsident des Badischen Militärvereinsverbandes, Herr Oberstlieutenant a. D. Rheinau , einen Toast auf Seine Majestät den Kaiser und Seine Königliche Hoheit den Großherzog ausbrachte. Um 2 Uhr NackmittagS fand in dem prächtig geschmückten Sinner'schen Saalbau die feierliche Uebergabe der Standarte statt. Dieselbe wurde von dem Vorsitzenden des OoSgau - Militärvereinsverbandes, Herrn Premierlieutenant a. D. Zimmer, mit einer Ansprache, welche mit einem Hoch auf Seine Königliche Hoheit den Großherzog endigte, vollzogen. Eine Festjungfrau heftete ein Fabuenband an die Standarte, worauf Herr Rittmeister Freiherr v. Gayling- Altbeim in Vertretung des ortsabwesenden Herrn Grafen August v. Bismarck die Festrede hielt. Redner schloß mit einem Hoch auf Seine Majestät den Kaiser. Nachdem eine Festjungfrau die Standarte dem Fahnenjunker übergeben hatte, war der Akt der Uebergabe vorüber und begann die Aufstellung des FestzugeS. Voran eine Gruppe kostümirter Reiter und daS TromvetercorvS deS 1. Badischen Leib-Dragonerregiments Nr. 20 aus Karlsruhe unter Direktion von Herrn Stabstrompeter Damm, bewegte sich derFestzug, in welchem dieFestjungfrauen in Wagen fuhren, die Herren Offiziere, die hiesigen Militär- und Turnvereine marschirten und eine Gruppe Festreiter den Schluß machte, durch die festlich beflaggten Hauptstraßen der Stadt. Auf dem ganzen Wege wurden die Theilnehmer an dem Festzugc von einer großen Menschenmenge freudig begrüßt und mit Blumen und Kränzen beworfen. Als der Feftzug beendigt und die Theilnehmer wieder iu den Festsaal zurückgekebrt waren, entbot Herr Oberstlieutenant >.D. Rheinau imAufiragdes amErscheinen verhinderten Präsidenten des Militärvereinsoerbanses, Herrn Freiherrn v. Röder- s. Drr Inselhain. »«bot«,. Don M D (Schluß.) Das hörte ich von dem kleinen Volk ohne Mühe, denn kaum hatte diese» von den Plänen, die ihm zu Häuptcn geschmiedet wurden, etwa« erlickert, als es auch schon mit begeistertem Enthusiasmus und unter lebhaften Gestikulationen und Hin- und Herreden, wobei einer den andern zu überschreien suchte, sich der neuen Sache bemächtigte; ja ihre Aufregung und Geschrei ging so weit» daß durch sie leicht die ganze Unternehmung an die Königin-Eiche hätte verrathen werden und so der Plan in seinem Ursprung hätte scheitern können, wenn die Königin-Eiche nicht ihren von der Abendsonne vergoldeten Wipfel so gar hoch in die Lüfte getragen hätte und im Anblick des purvurcnen Himmel« ganz versunken gewesen wäre. Trotzdem hielt eS die Buche für angezeigt» den Rothdornen und Konsorten ein beschwichtigendes „Haltet'« Maul" zuzurufen. So war nun der ganze gewichtige Kreis von dem Plan unterrichtet und für denselben gewonnen, bis auf die Linde. Aber es gelang nicht, diese zum Bundesgenossen zu werben. Sie war vom eigenen süßen Blüthendust so berauscht, daß selbst da« lauteste Anrufen von Seiten ihres Nachbarn, des Ahorn — auf dessen Geschwätz sie ohnehin gewohnt war, nicht zu reagiren — nicht im Stande war, sie auS ihren wonnigen Träumereien zu erwecken. Indessen ward man darüber einig, daß man ihrer Mithilfe gar nicht mehr bedürfe, wenn alle andern schwören wollten, treu und unentwegt für die tbeure Sache einzusiehen; und daS wurde denn beschworen. Ich ">uß gestehe», daß mir in diesem Augenblick für den Bestand des Reich« der Königin-Eiche, wie über ihr eigenes Schicksal selbst ernstlich bange wurde, wenn ich mich umsah und rings die mutb- entflammten, thatenlustigen Mienen und Geberden der Umstürzler bemerkte — und dabei wiegte die Eiche unbekümmert das »olze, Hobe, sonnenvergoldete Haupt im Abendschimmer, ahnungs- lo« in edler Ruhe. Es war eine dumpfe, bange, spannungsvolle, schwüle Stimmung, «je vor der Schlacht oder vor dem Gewitter. Jeden Moment war zu befürchten, daß die Ausrührer zum Angriffe ümrgingen. Da erhob, stolz in die Brust geworfen, die Birke ihre Stimme — und merkwürdig — sie redete nicht mebr in dem verstohlenen, wegwerfenden Ton von früher, sondern deutsch , scharf markirt und keck klangen die Worte: „Ehe wir zum übergehen, dächte ich. märe es klug, den neuen König zu wählen; erstens, wird er die Unternehmung besser leiten, als wenn jeder auf eigene Faust tbut und handelt, was ihm dünkt, und zweitens sind wir dann nach vollbrachter That nicht in Gefahr, wegen dieser Frage in Streit und Verwicklung zu kommen, was unserer neuen Gemeinschaft zu Schande uns Nachtheil gereichen würde. Deshalb, liebe Bundesgenossen, schlage ich euch mich selber als zukünftigen König unserer Gemeinschaft vor. Ihr werdet darin nichts anmaßendes und ungebührliches erblicken; denn einmal beruft mich meine Stellung und mein vornehmer Stand zu dieser Würde und außerdem überhaupt die Lage der Verhältnisse. Seht mich an: schlank und kühn ist mein Wuchs, weiß, wie der Hermelinpel», der den Königsmaotel umsäumt, ist mein Gewand, worin ich euch alle mit euren grünen und braunen Alltagsröcken übertreffe. Die Föbre wird mir ihr Roth nicht einwersen, denn Roth ist keine Farbe für einen König; roth wird man im Zorne und roth ist dir Farbe der Ausrührer, aber ein König ärgert sich weder, noch ist er ein Revolutionär: also diese meine äußeren Vorzüge bedenkt und sodann meine noble Abstammung. Söhne meines Geschlechts trefft Ihr immer nur vereinzelt unter dem Haufen der curigen an — also sind wir eure geborenen Könige. Soviel von mir. Euch ist aber vor allem ein junger König vonaötben; lang genug habt ihr das Regiment der uralten Königin-Eiche getragen und habt nun selbst gesehen, wohin das führt. DeS weiteren aber erspart ihr euch Streit, Haß und Verwicklung, wenn ibr ohne weiteres mich zu eurem König erwählt; denn ibr andern würdet euch einander die neue Würde so sehr mißaönnen, daß kein Ende des Zwists abzusehcn wäre: würde die Föhre König , so brächte die Buchs und den Ahorn der Neid um und ihr würdet sagen: Wir brauchen keinen so schäbigen, verlumpten, alten Griesgram zum Herrscher; eines solchen Königs müßten wir uns ja vor aller Welt schämen. Und würde die Buche König, so bin ich gewiß, daß mir die alte Föhre Tag und Nacht keine Ruhe ließe mit neuen Umsturzplänen und Anreizungen, denn ich kenne ibr galliges Temperament auS langer Nachbarschaft und weiß, daß sie nie zufrieden sein würde, wenn sie nicht selbst die erste Geige spielen dürste — ja, schüttle nur deine alten, schäbigen, spärlichen Härchen, ich mache mir gar nicht« aus deinem allerhöchsten Zorn, Giftmichel du! Uebrigens müssen wir auch zur Rechtfertigung unseres vielgeschmäbten alten : Kämpen anführen, daß er die Anregung zu unserer Befreiung ^ gab und aus eigene Gefahr den ganzen Plan ausheckte und bis zur jetzigen Vollkommenheit betrieb — so seht ihr selber ein» daß auf diesem Wege keine Lösung zu erwarten wäre. Boa unserem alten Freund Ahorn rede ich weiter nicht, denn es wird niemand Diersburg, dem neu in den Verband eingetretene» Kavallerieverein beste Grüße und Willkomm, sowie die herzlichsten Wünsche zum Verlaus des Festes. Mit einem: „Alldeutschland hurrab!" schloß die begeisternde Ansprache. Rittmeister v. Gayling gab im weitern Verlauf der Feier, während dessen noch verschiedene Ansprachen gehalten wurden, Kenntniß von einem Begrüßungs- telegramm des Herrn Grasen August v. Bismarck. Dem Feste wohnten außer den bereits genannten Persönlichkeiten auch der frühere Präsident des Militärvereinsverbandes, Herr Generalmajor v. Deimling, und Herr Geheimer Regierungsrath l)r. Reinhard bei. Am Abend fand ein Festbankett mit Vorträgen einer Gesangsabtheilung des Vereins und Aufführung von Theaterstücken statt. Ein Ball beschloß das wohlgelungene Fest. Hsndrl und Verkehr. AuSzug auS der amtlichen Pateotliste über die in der Zeit vom 30. Sept. bis 7. Okt. erfolgten badischen Patentanmeldungen und -Erlheilungen, mitgetheilt vom Patentbureau des Civilingenieurs Karl Müller in Freiburg. L. Anmeldungen. O- 1657. Buch- und Fadenheftmaschine. I. Tb. Ortloff in Heidelberg. Jubiläumsvlay 80 15. Februar 1892.— M. 8602. Bronzirvorrichtung. Daniel Müller in Mannheim, Litera X. 5 Nr, 18. 2. Januar 1892. — N. 7104. Verstellbares Winkelmaaß. Rudolf Röder in Heidelberg, Kleine Mantel- aasse 1. 1. Februar 1892 M. 8858. Antriebvorrichtung mittelst Trethebel für Land- und Wasserfahrzeuge. Johann Macck in Gaggenau. 25. April 1892. — W. 8488. Aus- und Abwerk. C Werner in Villingen, Schwarzwald. 15. Juli 1892. — B. 13 222. Schaufel mit verstellbarem Blatt und Stiel. Binzens Bitze:chofer, Kaiserlicher Dammmeister a. D. in Karlsruhe, Werderstraße 8l. 7. Mai 1892. ö. E r t b e i t u n g e n. Nr 65 266. Apparat zur Bestimmung des Gewichtes von strömendem Dampf und der Arbeitsleistung von Dampfmaschinen. F. Seiler in Mannheim. Vom 18. Oktober 1891 ab. S. 6237. Nr. 65 386. Spielzeug nach Art einer Pistole zum Verschießen von Karten, Bildern u. s. w. Eisenwerke Gaggenau A. G. in Gaggenau. Vom 17. Januar 1892 ab. E. 3349. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Harder in Karlsruhe. Nicht mit Unrecht ist der Satz aufgestellt worden, ein guter Zimmerofen sei die Seele der Familienwohnung. Die Firma Junker u. Ruh in Karlsruhe (Baden) fabrizirt einen Ofen, dessen vorzügliche Eigenschaften an Tausenden von Exemplaren erprobt sind- Es ist ein Ofen, mit dem man den ganzen Winter so gut wie nichts zu thun hat, der, aus Kommando, schwache oder starke Hitze gibt, wenn er einmal angezündet ist. ununterbrochen Tag und Nacht, den ganzen Winter hindurch brennt. Man bat nur für die Füllung und die Regulirun« zu sorgen, und letztere ist so einfach wie möglich. Die Kohlenersparniß ist groß, Holz braucht man gar nicht, denn der Ösen brennt, wie gesagt, ununterbrochen, und was des Nachts an Kohlen verbrennt, wenn man den Ofen aus schwaches Feuer regulirt bat, ist kaum nennenswerth- Die Preise sind bei allen diesen Vor- tbeilen nicht hoch. Wenn wir noch binzufügen, daß über 50000 Junker u Rub-Oefen bereits im Gebrauch stehen und daß solche namentlich aus Aerztekreisen warm empfohlen werden, s« haben wir das Unsrige gewiß getban. Die bekannte Hofchokoladenfabrik der Gebrüder Stollwerck zu Köln a. Rb , deren Spezialniederlage sich hier am Platze bei Herrn Emil Essing, Kaiserüraße Nr. 110, befindet, hat zu den vielen Auszeichnungen, welche derselben in Anerkennung der außerordentlichen Leistungen bis jetzt zu Theil geworden sind, abermals eine neue erhalten. Auf der Internationalen Ausstellung zu Leipzig für das Rothe Kreu» und Nahrungsmittel wurde den Cbokoladen der Fabrik die „Goldene Medaille" zuerkannt; es ist dies die 52. Auszeichnung. Durch daS „Ebrcn- diplom 1. Klaffe mit goldener Medaille" auf der vorjährigen Deutschen Ausstellung zu London erreichte die Anzahl der Auszeichnungen, welche die Firma Gebrüder Stollwerck auf den Ausstellungen, woran sie sich betheiligte, erhielt, die Gvldene Jubiläumszahl 50. daran denken, einen anerkannten Kasper zum König zu kreiren. Hingegen aber seht mi» an und überzeugt euch, daß ich euer geborener König bin. Darum, ehe wir losschlagen, neigt eure Wipfel vor mir zum Zeichen eurer Anerkennung und Verehrung — und dann: Borwärt« mit Hurrah!" Nach dieser empörenden Rede entstand ein mächtiger Aufruhr unter allen anwesenden Bäumen. Selbst die Linde schreckte empor über dem Lärmen, mischte sich aber nicht we iter in die Unterhaltung. Es war auch ein Glück; denn Buche, Ahorn und Föhre brüllten, kreischten und krächzten derart durcheinander, und das kleine Volk erhob ein solch infernalisches Gejohle, daß keiner des andern Worte verstand und mir Hören und Sehen verging. Die Sonne war untergegangen und der Purpurhimmel verblaßte; der rothgvtdenc Schimmer war von der Krone der Königin-Eiche gewichen. Und da fuhr, wie das am Abend nach Sonnenuntergang kommen mag, ein mächtiger Windstoß vom nahen Gebirge her über Wald und Haide und fuhr in das hoch allsragende Geäst der Eiche; sie «ab einen langgezogenen, dehnenden, ächzenden Tvn von sich, wie das Gähnen des vom Schlaf erwachenden Riesen, dann reckte sie die gewaltigen Arme und prasselnd schlugen die dichtbelaubten Aeste aneinander. Es war wie wenn der Löwe sich erhebt mit Gebrüll — und da ward es still. Die alte Föhre, die bei der ersten Bewegung der Königin-Eiche ihren gewohnten Klaps erhalten hatte, blickte wie vernichtet zu Boden und ibr Stamm erröthete noch mehr als gewöhnlich vor Scham und geheimem Groll. Die Birke warf den Kopf etwas seitlich in die Höbe und schien völlig gleichgiltig eia Liedchen vor sich hin zu pfeifen, während es ihr innerlichst höchst unsicher zu Muthe war und die kleinen grauen Blättchen bedenklich zitterten. Die Buche war wieder der treue Vasall von früher und stand mit gekrümmten Schultern und devotem Lächeln dienstbereit da» während dem Ahorn nicht viel anzumerken war; die ganze Sache ließ ihn im Grunde kalt. Ich steckte mir eine duftige Liadcn- blüthe in's Knopfloch und ging in kühler Abendluft dem Dorfe zu. Nach vielen Jahren führte mein Weg mich wieder an dem drolligen Jnselhain vorüber; ich fand alles unverändert an seinem Platz. Die Königin-Eiche stolz, mächtig und sicher mittenin. Die alte Föhre war vielleicht noch etwas vertrockneter und schäbiger wie damals; auch hörte ich im Vorübergehen, daß sie es wieder sehr wichtig miteinander batten und wahrscheinlich wieder einen revolutionären Plan aushecktcn. Aber es interessirte mich nicht weiter; ich dachte nur: wie gut ist cs doch, daß die Bäume an ihrer Scholle angewachsen sind. — u «»!.. » »Lwr» ».«.--» «»L. r Fr»« — SS Pt» »t««t»»e»ieee Baden 4 Obligat. ft. 10214 , 4 , M. 123.90 . 4 Obi. V. 1886 M. 105 70 »-her« 4 Obligat. M. 10690 Deutsch!. 4ReichSaul. M. 108 80 . ,V, . M. 100.K0 A M. 869^ Prmße» 4 EousolS Sk 106 80 . 3»/, . M. 12040 , S . M. 86 90 Wbg.4Obl. v. 1879 M. -.- . 4O«.V.75/80 M. 104 OÄerreich 4 Goldrente ft. 97.90 , 4'/, Silberr. st. 81 SO . 4»/. Pavierr. fl. 81.70 - SPapierr.v.18818SS0 Ungarn 4 Goldreute st. 95.50 Jialieu S Rente Kr. 92 80 RamLuim b Am.-R. Fr. 97 30 RaSland 6 Goldanl. R. 124 20 Sil Orientanl. PR. - - - SM 6k 30, 66 30 Port-4 V. Aul. v. 1888 M. , 8 LuÄLud. Mr. Serbien b Goldreute Lstr. Schweden 4 Oblig. M. Span. 4 AnSläud. P. Berner 3'/, Obligat. Fr. Egypten 4 ums. Obl. Lstr. 99 — . 3-/, Privil. Lstr. 94 70 Urgent. 5 Inn. Gollmul. P. 43.70 Vank-Wltime» SV, Deutsche R.-Bank M. 150.40 4 Badische Bank Thlr. 114 30 5 Basler Bankverein Fr- 127 20 4 Berlin. HandelSges. M. 135 70 4 Darmstädter Bank ft. —. 4DmtscheBank M. 159 60 4 Deutsche BereinSb. M. 104.70 4 Deutsche llnioubank M. 34.60 4 Disk.-Komm.»A. Thlr- 184 40 b Oest. Kredit ö. fl. ^62'/» 4 Rhein. Kreditbank Tblr. 119 30 4 D. Estektenb. 59°/ Thlr. 11150 Tblr. 50°-. 103 80 Pfäl^Mar-Baho fSlz. Rordoahu Wlltten» «Tblr. 114 20 fl. 142 SO ft. 11410 4 Gotthardbahn Kr. 154 20 5 Böhm. Westbahu ft. 236*/, 5 Gal. Karl-Ludw.-B. ft. 182/» S Oest- Lokalbahn fl- 155'/. 5 Oest. Südbahn (Lmb.) ft. 85 SOest. Nordwest ft. 178*/, 5 . » llt. 8. ft 2410 Hess. LudroigS- 75—4 V,— 193 SO 4M 6410 99 60 195'/, Sisenbahn-Vrieritale». 4 Elisabeth steuerfrei M. 10110 5 Mähr. Grenzbahn st.- 5 Oest. Äordwest v. 74 M. 107 40 5 . . Int. ft. 9119 5 . .Int. 8. st 89.70 SRaab-Oed-Ebenf M 68.49 4 Rudolf st. 8160 4 . Salzkgut. flsr. M. 100 70 4 Vorarlberger st. 82 30 3 Jtal. gar. E.-B kl. Kr. 56 30 4 Gotthard IV. S. Fr. 103 70 97 69 Zr. 10S 80 »r. 103.40 8'/, Jnra-Bern-Lu». 4 Schweizer Eentrat 4 dto. Nordost 35^37 5 Südbaha steuerfrei ft. 4 dto. M. 3 dto. Kr. 6410 5Oest.U.St.-B 7S-74 ft. 107 10 3 dto. I.-VHI. Em. Kr. 7999 3 Livorn. 6.0. u. 0/2 Kr. 64 - bToScau. Eeutral Fr 101 70 5 Westflc.E.-B. 80 stfr. Kr- «4M 6 South. Paris. Tal.I-M. 110.89 Vsandbriefe. 4 Pfälz. HyP. uakdb. M- 102.10 4 pr.«.-«.-U.V1l-1LThlr.- 4 Prenß. Eeutr -Bod.-Kred.» G. 35 ü 100 Thlr. 101.20 4 Rh. Hvv. S. 43-49 W 100 80 4 dto uakülidb. 1896-97 102.10 3'/- dto. R »5 80 Verzinsliche Loolr. 3'/, Prenß. Präm. Thlr 173.50 4 Badische Prüm. Thlr. 138.40 4 Bayrische Prüm- 4 Mein. Br.-Pfb. 3 Oldenburger 104 904 Oesterr 9230 Thlr. 141 60Men Tblr 128 70 Dollar- u> Gold Tblr. 127 —20 Franken-Stück v- 1854 st 123 —Engl- Sovereign- 4 . v. 1860 st 124. - Obli-atinne« «so 4 Stuhlw.Raab-Är Tblr. 103.50 «ktte». Unverzinslich« »»nie 3'/, Freiburg y. 1888 ver Stück in M. ' 4170 30 21 103 90 3510 399 20 . 28 30 320 stM> 169.95 4.1« 16.16 20L3 Arb»«,«, AnSbach-Gunzeab. AugSburger draunfchmeiger Freiburger Kurhessischr Railäader Meininger OesterrerHer dto. Kredit v Schwedische Ungar. Staats Wechsel Amsterdam London Pan« st- st Tblr. Fr. Thlr. Fr 10 st r>. 1864 st . 1858 st Thlr. 87.80 100 .- 145.50 55.70 o rirrivurg o. 3 Karlsruhe v 1386 Ettlinger Spinnerei fl. KarlSrnh. Mafchinenf. M. Bad Zuckers- Wagh. st Deutsch Phönix 20/»E,_ 4 Rheinische Hypotheken» Bank 70°,» Thlr. 134.— 5 Westeregeln-Alkali-L. 95 5g 5 Dortmund. Union M- 111.5 ; 4'/, Alpine Montan abgest. 96.A 4 dto Ser. 11-VllI Lire 82 20 st 255.30 VtnnveS lerrl. Anletz«», iksete«. 4 Meab-Büdingen st. 10190 st 100 168 55 3'/z Assnb-Birstein 8? M 85 50 Lstr- 1 32.35 Rerchsdank-Discoat 3-/- dr. 100 3g ^'Frankfurter Äank-Di-csat 3°/, W 473 Gemeinde Auerbach, Amtsgerichtsbezirks MoSbach. Oeffentliche Aufforderung zur Erneuerung der Einträge von Vorzugs- und Unterpfands» echien. Diejenigen Personen, zu deren Gunsten Einträge von Vorzugs- und Unterpfandsrechten länger als 36 Jahre in den Grund- oder Umerpfandsbüchern der Gemeinde Auerbach, Amtsgerichtsbezirks Mosbach, eingeschrieben sind, werden hiermit auf Grund des Gesetzes vom 5. Juni 1860, die" Bereinigung der Unterpfandsbücher betr. (Reg.Bl. S. 213), und des Gesetzes vom 28. Januar 1874, die Mahnungen bei diesen Bereinigungen betreffend (Ges.- und K.Bl. S. 43), aufgefordert» die Erneuerung derselben bei dem unterfertigten Gewähr- und Pfandgerichte unter Beobachtung der im 8 20 der Vollzugsverordnung vom 31. Januar 1874 (Ges.- u. V.Bl- S. 44) vorgeschriebenen Formen nachzusuchen, falls sie noch Ansprüche auf das Fortbestehen dieser Einträge zu haben glauben, und zwar bei Vermeidung des Rechtsnachkheiles, daß dieinnerhalb sechs Monaten nach dieser Mahnung nicht erneuerten Einträge werden gestrichen werden. Dabei wird bekannt gemacht, daß ein Verzeichnis der in den Büchern genannter Gemeinde seit mehr als dreißig Jahren eingeschriebenen Einträge in dem Gemcindehause zur Einsicht offen liegt. Auerbach, den 3. Oktober 1892. Das Gewähr- und Psandgericht. Der Bereimgungskommiffär- Schneider, Bürgermst r. Reinmuth, Ralhschreider. W 472. Gemeinde Todtmoos» AmtsgerichtSbezirk St. Blasien. Oeffentliche Aufforderung zur Erneuerung der Einträge von Vorzugs- und Unterpfandsrechten. Diejenigen Personen, zu deren Gunsten Einträge von Vorzugs- oder llnter- Pfandsrechten länger als 30 Jahre in den Grund- oder Unterpfandsbüchern der Gemeinde Todtmoos, AmtsgerichtSbezirk St. Blasien, eingeschrieben sind, werden hiemit auf Grund des Gesetzes vom 5. Juni 1860, die Bereinigung der Unterpsandsbüchcr betreffend (Reg.-Bl S. 213), und des Gesetzes vom 28. Januar 1874, die Mahnungen bei diesen Bereinigungen betreffend (Ges -u-V -Bl S-43), aufgefordert, die Erneuerung derselben bei dem unterfertigten Gewähr- oder Pfandgerichte unter Beobachtung der im Z 20 der Vollzugsverordnung vom 31. Januar 1874 (Gesetzes- u. Verordn.-Bl. S. 44) vorgeschriebenen Formen nachzusuchen, falls sie noch Ansprüche auf das Fortbestehen dieser Einträge zu haben glauben, und zwar bei Vermeidung des Rechtsnachtbeils, daß die innerhalb sechs Monaten nach dieser Mahnung nicht erneuerten Einträge werden gestrichen werden. Dabei wird bekannt gemacht, daß ein Verzeichniß der in den Büchern genannter Gemeinde seit mehr als dreißig Jahren eingeschriebenen Einträge in dem Gemeindehause zur Einsicht offen liegt. Tadlmoos, den 8. Oktober 1892. Das Gewähr- und Pfandgericht. Der Bereimgungskommiffär: Bü rgermstr. Trötschler. F. Maier, Rathschr. oder aus einem Stammguts- oder Fa- milienguts-Verbande beruhende Rechte ansprechen, werden aufgefordert, solche spätestens im Termin vom Mittwoch den 21. Dezember 1892, Vormittags 9*/z Uhr, anzumelden, widrigenfalls dieselben für erloschen erklärt werden. Wotsach, den 4. Oktober 1892. Der Gerichtsschreiber: Hässig W-406 2- Nr. 8951. Boundorf. Julius Seidler von Grafenhausen bat dahier vorgetragen, es sei ihm auf Ableben seiner Mutter, Sofie Seidler, geb. Jsele von Grafenhausen, ein Grundstück, Lagerbuch Nr. 45, 92 Ar 58 Meter Wiese in der obern Matt auf der Gemarkung Rippoldsried, es. Konrad und Fridolin Moralh, ands. Anton Baldisch- wilcr und Josefa Heer, erblich aner- fallen, der Gemeinderatb Mettenberg verweigere aber die Gewährung des Uebergangs auf ihn wegen mangelnden Eintrags eines Erwerbstitels der Erblasserin zum Grundbuch Rippoldsried. Auf Anordnung des Grvßh. Amtsgerichts dahier ergeht daher die Auffor- d.-rung, etwaige Rechte und Ansprüche auf diese Liegenschaft in dem auf Donnerstag, 22. Dezember d. I., Vormittags 10 Uhr, angcordnelcn Aufgebotstermin geltend zu machen, widrigenfalls die nicht angemeldeten Ansprüche für erloschen erklärt würden. Bonndorf, den 3. Oktober 1892. GerichtsschreibereidesGr. Amtsgerichts. Köhler. Konkursverfahren. Tri b erg. vurgertta»« steqrspNege. Oeffentliche Zustellung. W'428.2. Karlsruhe. F. Goldschmidt» Herrenconfeclion in Speyer, vertreten durch I-Rettich, Rechlsagent in Karlsruhe, klagt gegen den Eisen- Hahngehilfen Joh. Bai er in Maxau, z. Zt an unbekanntem Orte abwesend, aus Kleiderkauf, mit dem Anträge auf vorläufig vollstreckbare Verurtheilung des Beklagten zur Zahlung von 202^! nebst 5°/» Zins vom Klagrustellungstag, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Großh Amtsgericht zu Karlsruhe auf Freitag den 2. Dezember 1892, Vormittags 9 Uhr. Zum Zweck der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage öffentlich bekannt gemacht. Karlsruhe, den 4. Oktober 1892. W Frank, Gerichtsschreiber des Gr. Amtsgerichts. Äusgelu». W 414 2. Nr. 10,938 Wolfach. Das Großb- Amtsgericht Wolfach hat verfügt: Die Gemeinde Kaltbrunn hat als Erwerberin nachstehend beschriebener Liegenschaften ans Kaltbrunner Gemarkung das Antgebot beantragt: a Im Gewann Sommerberg: Lagb- Nr 343 0,18 Ar Wiesfeld, neben F- Standesherrschaft Fürstenberg und Lindenwirth Harter. d- Im Gewann Vorthal: 1. Lagb- Nr- 39- 0,027 Ar Hofraithe, neben der Kreisstraße Schenkenzell- Reinerzau und Karl Mantel. 2. Lagert» Nr- 352. 5,26 Ar Weg. Wies- und Remfeld, beiderseits neben F. Standesherrschaft Fürstenberg. 3. Lagert». Nr. 353. 7,38 Ar Weg, Acker und Wiesfeld, neben Jak. Brunnenkant und F- Standesherrschaft Für- ftenberg- ^ 4. Lagerb Nr- 355. 0,41 Ar Hofraithe, neben F. Standesherrschaft Fürstenberg und der Kreisstraße Schenken- zell-Reinerzau 5. Lagb Nr- 356 mit 0,06 Ar Hans- garten, neben Kaltbrunner-Thalbach und Gemeindeweg Kaltbrnnn. e. Im Gewann Wittichen: Lagerb- Nr. 360. 20,60 Ar Wald, »eben F Standesherrschaft Fürstenberg und Lindenwirth Hermann Harter. ! Donnerstag, 10. November 1892, Vormittags 9 Uhr, und zur Prüfung Ver angemeldeten Forderungen auf Freitag, 18 November 1892, Vormittags 9 Uhr, vor dem diesseitigen Gerichte Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, ist aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 2 November 1892 Anzeige zu machen. Triberg, den 10. Oktober 1892. Der Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts: Maurer. W'463- Nr. 47,446. Mannheim. In dem Konkursverfahren über das Vermögen Her Wirth Valentin Casper Ebesrau hier ist Termin zur Erklärung über den van der Gemeinschulsnerin eingereichten Verglcichsvorschlag auf Montag. 3t. Oktober 1892, Vormittags 9 Uhr, vor Gr. Amtsgericht II hier bestimmt. Mannheim, 8. Oktober 1892. Gerichtsfchrciber des Gr. Amtsgerichts: Stals. W464. Nr. 49,398. Mannheim.! In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Kaufmanns Simon Ka- i minskl, Inhabers der Firma S. Oswald hier, ist zur Prüfung Her nachträglich angemeldeten Forderungen Termin auf Montag, 31. Oktober 1892, Vormittags 9 Uhr, vor dem Gr. Amtsgerichte H Hierselbst anberaumt. Mannheim, 8 Oktober 1892. Stals, Gerichtsschreiber des Gr. Amtsgerichts. W'465. Nr- 48.350. Mannheim. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Kaufmanns Max Broda in Mannheim ist zur Prüfung der nachträglich angemeldeten Forderungen Termin auf Dienstag den 25. Oktober 1892, Vormittags 8'/, Ubr, vor dem Gr. Amtsgerichte HI hierselbst anberaumt. Mannheim, 10 Oktober 1892. Gatm, Gerichtssckreiber des Gr- Amtsgerichts. W466. Nr-56,294. Heidelberg. Das Konkursverfahren über das Vermögen des Kaufmanns Julius Huber dahier wird, nachdem der in dem Ver- gleickstermin vom 5. August 1892 angenommene Zwangsvcrgleich durch rechtskräftigen Beschluß vom gleichen Tage bestätigt ist, hierdurch ansgehobcn. Heidelberg, 7. Oktober 1892. Großh- bad. Amtsgericht, gez. Reichardt. Dies veröffentlicht Der Gerichtsschreiber: Fabian. Oeffentliche Bekanntmachung. W'471- Lörrach. In dem Konkurse über das Vermögen des Metzgers Wilhelm Homberger in Lörrach soll mit Genehmigung Großh. Amtsgerichts die Schlußvertheilung stattfinden. Der verfügbare Maffebestand beträgt 314 Mark. Nach dem bei der Gerichtsschreiberei des Großh. Amtsgerichts dahier nieder- gelrgten Verzcichniß sind dabei 28 M. 98 Pf- bevorrechtigte und 1866 M. 81 Psg nickt bevorrechtigte Forderungen zu berücksichtigen. Lörrach, den 10. Oktober 1892. C- Britsch, Konkursverwalter. Brrmögkusabsondernag. W'441. Nr. 8644. Frei bürg. Die Ganggel, hat gegen ihren Ehemann Diesem Gesuche wird entsprochen, Klage ans Bermögensabsonderung bei falls nicht innerhalb 4 Wochen Eim der 1 Civilkammer des Großh. Land- sprachen dagegen erhoben werden, gerichts Freiburg erhoben und ist Ter- Ettenbeim, 8. Oktober 1892. W462. Nr- 10,617. lieber das Vermögen deS Gestellmachers __ _ „ . Ludwig Dold in Nußbach wurde auf Ehefrau des Kaufmanns Israel Heil- Antrag des Gemeinschuldners, da der- bronner, Rosa, geb. Weil von Sulz- selde seine Zahlungsunfähigkeit erklärt hat, heute am 10. Oktober 1892, Vormittags '/2II Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Kaufmann Paul Mauz in Triberg wurde zum Konkursverwelter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 2. November 1892 bei dem Gerichte anzumelden. Es wurde zur Beschlußfassung über die Wahl eines andern Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubi- >gerausschuffes und eintrelenden Falls- bürg, hat gegen ihren Ehemann Klage auf Bermögensabsonderung bei der II- Civilkammer des Großh. Landgerichts Freiburg erhoben und ist Termin zur Verhandlung dieser Klage auf Donnerstag 17. November d. I., Vormittags 9 Uhr» bestimmt. Freiburg, den 7. Oktober 1892. Der Gerichtsschreiber des Großh- bad. Landgerichts: Dietrich. W'442. Nr. 8626. Freiburg. Die min zur Verhandlung dieser Klage auf Dienstag den 22 November 1892, Vormittags 9 Uhr, bestimmt. Freiburg, den 7 Oktober 1892. Der Gerichtsschreiber des Großh. bad. Landgerichts: Dietrich. Erbeinwcisungca. W'439.1. Nr. 16,182. Villingen Tie Witwe des Müllers und Land- wirtbs Christian Fleig, Barbara, geb. Weisser dabier. hat um Einweisung in Besitz und Gewähr der Verlassenschaft ihres s- Ehemannes gebeten. Diesem Gesuche wird stattgegeben, wenn nicht binnen einem Monat Einsprache erhoben wird. Villingen, den 4. Oktober 1892. Großh. bad. Amtsgericht, gez. De. Bertsch. Dies veröffentlicht Der Gerichtsschreiber: Huber. W468.1. Nr- 16,591. Villingen. Die Witwe des Landwirtbs Leopold Doser von Ueberauchen, Maria, geb. Obergfell, hat um Einweisung in Besitz und Gewähr der Verlafsenschaft ihres 1- Ehemannes gebeten. Diesem Gesuche wird stattgegeben, wenn nicht binnen einem Monat Einsprache erhoben wird. Villingen, 9. Oktober 1892. Großb. bad. Amtsgericht, gez De. Bertsch. DreS veröffentlicht Der Gerichtsschreiber: Huber. W407 2- Nr. 12.815 Engen. Den Nachlaß des Anton Schneider, Bahnwart in Engen betr Die Witwe des Anton Schneider in Engen bat um Einweisung in die Gewähr des Nachlasses ihres Mannes nachgesucht. Einwendungen sind innerhalb 4 Wochen hier anzubringen. Engen, den 29. September 1892. Großh bad. Amtsgericht G i e ß l e r. W'380-3. Nr-10,499. Säckinge». Die Witwe des am 18 Mai d- I. zu Glashütten, Gemeinde Altenschwand, verstorbenen Landwirths u- Orisdieners Fidel Gallmann, Pauline, geborene Kämmerer, hat um Einweisung in Besitz und Gewähr des Nachlasses ihres genannten Ehemannes gebeten. Einsprachen hiergegen sind binnen drei Monaten bei dem diesseitigen Gericht zu erheben. Säckingen, 24. September 1892. Großh- bad- Amtsgericht. Gerichtsschreiberel. R. Brandncr. W'381-3- Nr-10,497- Säckingen. Die Witwe des am 7. Juli 1892 zu Binzgkn verstarb. Nagelschmieds Fridolin Baumgartner, Bertha, geb. Zumsteg von da, hat um Einweisung in Besitz und Gewähr des Nachlasses ihres genannten Ehemannes gebeten. Einsprachen hiergegen sind binnen drer Monaten bei dem diesseitigen Gericht zu erheben. Säckingen, 27- September 1892- Großh. bad. Amtsgericht. Gerichtsschreiberei. R- Brandner- W 398.2. Nr. 9614. Buchen. Io- sefa Schmitt, geb. Seitz, Witwe des Taglobners Eginhard Schmitt von Schloffau, hat um Einweisung in die Gewähr de- Nachlasses ihres Ehemannes gebeten. Diesem Gesuche wird entsprochen werden, wenn nicht binnen 4 Wochen Einsprache dagegen bei dem Unterzeichneten Amtsgericht erhoben und begründet wird. Buchen, den 5- Oktober 1892. Großh. bad. Amtsgericht, gez. Krimmer. Der Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts: Oppenheimer. W469-1. Nr. 9655. Ettenbeim. Das Gr- Amtsgericht Ettenheim hat unterm heutigen beschlossen: Die Witwe des verstorbenen Handels» ! manns Jonas Lion Benjamins Sohn Der Gerichtsschreiber: Adler. Zwangsversteigrrimz. W'42l. Neustadt. Ankündigung. In Folge richterlicher Verfügung werden am Dienstag den »5. November 18SL, Vormittags 10 Uhr, im Raihhause zu Bärenthal dem Landwirth Alois Niedling er daselb»: die nachverzeichneten Liegenschaften öffentlich versteigert, wobei der endgiltige Zuschlag ersotgt, wenn der Schätzntigs- preis oder mehr geboten wird. Beschreibung ver Liegenschaften. Gemarkung Bärenthal: 1. Ein zweistöckiges Wohnhaus mit Scheuer und Stallung unter einem Dache, ringsum eigene Güter, taxirt . . . 2000 2. 12 Ruth. Garten beim HanS, taxirt. 50 3. circa 11 Jauchert Acker um das Haus herum in drei Parzellen, taxirt.1350 4. circa 11 Jauchert Wiesfeld in 4 Parzellen ebenda, taxirt - 1100 Summa - 4500 Diese Grundstücke bilden das geschlossene Hofgut,B»ctorhos". Neustadt, den 28. September 1892. Der Großh. Notar: Neßler. W427.2. Nr. 3229. Lauda. Großh. Bad. Staats- Eisenbahnen. Die nachbenannten Bauarbeiten zur Herstellung eines Anbaues an die Gasfabrik aus Station Lauda sollen vergeben werden. Die Arbeiten sind veranschagt wie folgt: etwa Mark. 1. Maurerarbeit.6M 2. Steinhauerarbeit . . . . W 3. Zimmerarbeit.300 4. Malerarbeit.40 5. Scklofferarbeit.70 6. Blechnerarbeit.30 7. Anstreicherarbeil.251 Die Pläne und Bedingungen» sowie» die ArbeitSverzeichniffe, in welch letztere die Preise von den Bewerbern selbst ein- zusetzen sind, liegen aus meiner Kanzlei auf. Die Angedole sind mit entsprechender Aufschrift versehen längstens bis Montag den IV. dS. Mts., Vormittags S Uhr, hier einzureichen. Zuschtagsfrist 14 Tage. Lauda, den 7. Oktober 1892. ^L-459. Mosbach. Bekanntmachung. Das Lagerbuchskonzept der Gemarkung Unterschwarzach, Amts Eberbach, ist ausgestellt und wird gemäß Art. 12 der Landesherrlichen Vererdnung vom 11. September 1883 von Montag den IV Oktober l. I. an während 4 Wochen zu Jedermanns Einsicht auf dem Rathbause zu Unterschwarzach öffentlich aufgelegt. Dies wird mit dem Anfügen bekannt gegeben, daß etwaige Einwendungen gegen den Inhalt der eingetragenen Beschreibungen innerhalb obiger Frist dem Unterzeichneten mündlich oder schriftlich vorzutragen sind. Mosbach, den 10. Oktober 1892. Der Bczirksgeometer: _ Brugier. _ W-458 Nr. 234. Freiburg. Bekanntmachung. Das Lagerbuch der Gemarkung Aa ist ausgestellt und wird mit höherer Ermächtigung gemäß Art. 12 der Allerhöchst landesberrl. Verordnung vom 11- September 1883 vom 13. ds. M. an auf die Dauer von 4 Wochen zu Jedermanns Einsicht in dem Rathszimmer zu Au aufgelegt. Etwaige Einwendungen gegen den Inhalt der eingetragenen Beschreibungen der Liegenschaften und ihrer Rechtsbe- schaffenheit sind innerhalb dieser Frist dem Unterzeichnerin Lagerbuchsbeamten > von Ettenheim, Anna, geborne Dreifuß, > mündlich oder schriftlich vorzutrageo hat um Einweisung in Besitz und Ge-! Freiburg, den 10. Oktober 1892. Alle Diejenigen, welche an den vor-'über die in 8 120 derKonkursordnung ! Ehefrau des Kaufmanns Johann Haf-! währ des Naaflafscs ihres verstorbenen beschriebenen Liegenschaften dingliche bezeichneten Gegenstände auf ! ner in Freiburg, Karolina, geborene! Ehemanns gebeten Der Lagervuchsbramte: Bczirksgeometer I. Fuhrmann. Druck und Verlag der G. Braun'schen Hofbuchdruckerei.