Mlsrihkr ZkitW. M 30S. Mittwoch, 2. November. Expediti»n: Ksrl-Friedrichs-Str«ße Nr. 14 (Telephonanschliiß Nr. 154), «»selbst such die Anzeigen in Empfang gerummen »erden. U»ranSbezahlun>: vierteljährlich 3 R. 50 Pf.; durch die Post!im Gebiete der deutschen Postverwaltung, Briefträgergebühr eingerechnet, 3 M. L5 Pf. Einrückungs gebühr: die gespaltene Pnitzeile »der deren Raum 20 Pfennige. Briefe und Gelder frei. 18SL. Amtlicher Theil. Seiue Königliche Hoheit der Grstzherzog haben unter'm 27. Oktober d. I. gnädigst geruht, den Oberförster Karl Müller in Gernsbach auf sein unterthänigsteS Ansuchen wegen leidender Gesundheit unter Anerkennung seiner langjährigen treugeleisteten Dienste in Ruhestand zu versetzen. Seine Königliche Hoheit der Grotzyerzog haben Sich mit Allerhöchster Entschließung vom 28. v. M. gnädigst bewogen gefunden, den Geistlichen Verwalter Alexander Schenck in Offenburg zum Oberkirchenrath bei dem Evangelischen Oberkirchenrath zu ernennen. Seine Königliche Hoheit der Grotzherzsg haben Sich mit Allerhöchster Entschließung vom 28. v. M. gnädigst bewogen gefunden, den Assessor Philipp Ganz beim Evangelischen Oberkirchenrath zum Oberkirchenrath zu ernennen. NLchramfticher Ttzeii. Karlsruhe, den 1. November. Die Hoffnung der Pariser Blätter auf eine baldige Beendigung des Streiks in Carmaux scheint in Erfüllung zu gehen. Nach einer Depesche auS Carmaux hat eine gestern dort abgehaltene allgemeine Versammlung der Bergarbeiter beschlossen, den Ausstand aufzugeben. Der Beschluß wurde gefaßt, nachdem die in der Versammlung anwesenden Abgeordneten Clömenceau, Millerand und Pelletan die Verpflichtung eingegangen waren, die Begnadigung der in Albi verurtheilten Bergarbeiter zu erwirken, und denjenigen, welche von der Grubengesellschaft noch nicht wieder angenommen sind, eine Wiederbeschäf- tigung zu sichern. Die Erfüllung dieser Zusagen scheint allerdings eine Vorbedingung für die Beendigung des Streiks zu sein, indessen dürfte sie auch keinen ernstlichen Hindernissen begegnen. Von der Regierung ist in der Deputirtenkammer schon vor einigen Tagen zugesichert worden, daß die in Albi Verurtheilten im Falle der Beendigung des AusstandrS begnadigt werden sollen. Was die Grubengcsellschaft betrifft, so hat sie sich gleichfalls bereit erklärt, bei der Wiederannahme der Arbeiter die größte Nachsicht zu beobachten. In der französischen Presse spielt jetzt ein Streit über das Verhalten der Ausständischen in Carmaux, die durch das Geld deutscher Sozialisten unterstützt worden sind. Der Vorstand der sozialistischen Partei in Berlin hat im „Vorwärts" vor einigen Tagen ein vom 22. August d. I. datirteS und von I. B. Calvignac unterzeichnetes Schreiben veröffentlicht, in welchem der Dank für empfangene 500 Franken zur Unterstützung des Ausstandes ausgcdrückt und die revolutionäre Sozialdemokratie gegrüßt wird. Dieses Schreiben wird Herrn Calvignac in der franzö- schen Partei sehr übel genommen. Das „Evenement" faselt, der Streik von Carmaux werde von den Deutschen zu ihrem Vortheil unterstützt und Calvignac ziehe mit überschwänglicher Höflichkeit den Hut vor den deutschen Sozialisten. Der „National" richtet an Calvignac und seine Freunde in der intransigenten Presse die Frage: „Was würde die intransigente Presse, was würde Hr. Cal- vignac sagen, wenn die Grubengesellschaft in Carmaux vsn deutschen Kapitalisten irgend einen Beitrag erhalten hätte und so schamlos wäre, dafür in dem Stile zu danken, den man in dem Schreiben des Maire's von Carmaux an den „Vorwärts" bewundert? Sie wüßten sich vor Entrüstung nicht zu lassen, und diesmal könnten ihnen die guten Franzosen beipflichten." Calvignac bestreitet nun, das im „Vorwärts" veröffentlichte Dank- schreiben geschrieben zu haben. Der Vorstand der sozialdemokratischen Partei in Berlin wird sich mit Calvignac wegen dieser Abläugnung auseinanderzusetzen haben. Die Wittenberger Feier. Die Feier zur Einweihung der neuhergestellten Schloß- kirche in Wittenberg hat einen glänzenden, erhebenden Verlauf genommen. Das kleine Wittenberg schien plötzlich zu einer großen Stadt angewachsen zu sein; statt 14 OM Menschen faßte es gestern mehr als 100 000 und em so lebhaftes Gewoge auf den festlich geschmückten Straßen, zwischen den alterthümlichen und nun so Prächtig herausgeputzten Häusern hat die Stadt selten gesehen, «egen 25 Extrazüge brachten gestern Früh aus allen «egenden Gäste nach Wittenberg. Die grüne Zier der Mnrlanden, der Farbcnreichthum der Fahnen und der Wappen gewährten einen überaus festlichen Anblick. Helles, mildes Wetter, demjenigen eines Frühlingstags urehr entsprechend als dem Aussehen eines November- zages, begünstigte das Fest in seinem ganzen Verlaufe; der Schmuck der Stadl nahm sich in dem Hellen Sonnenschein besonders prächtig auS. Die Dekoration der Feststraße war von großartiger Wirkung und den Mittelpunkt der Feier, dem Alles zustrebte, bildete natürlich die vom Verfall neu und herrlich erstandene Schloßkirche-. Die Erneuerung der Schloßkirche ist nach übereinstimmenden Zeugnissen vollkommen gelungen. Sie geschah unter der strengsten Beobachtung der Renaissanceformen, so daß kein moderner Gedanken in der Ausführung der Erneuerungsarbeiten das einheitliche Aussehen des ehrwürdigen Gotteshauses stört. Im Innern der Kirche wurde gestern noch die letzte Hand an die Ausschmückung der Räume gelegt und dir letzten Arbeiter verließen das Gotteshaus nicht lange vor dem Beginn des feierlichen Kirchganges. Der Altar ist ein Meisterwerk deutscher Holzschneidekunst; neben ihm war für den Kaiser ein besonderer, hochragender, reich und prächtig geschnitzter Kirchenstuhl errichtet. Um 8 Uhr 15 Min. hatten Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin mit den drei ältesten Prinzen und ihren fürstlichen Gästen Potsdam verlassen, um sich über Berlin nach Wittenberg zu begeben. In Berlin stiegen Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog von Oldenburg und der Prinz-Regent Albrecht von Braunschweig, sowie Seine Hoheit der Erbprinz von Sachsen-Meiningen und der Reichskanzler Graf Caprivi in den kaiserlichen Sonderzug ein. Es war kurz nach 11 Uhr, als der kaiserliche Zug in den geschmückten Bahnhof Wittenbergs einsuhr, und das Geläute der Glocken kündete den auf den Straßen harrenden Mcnscheumaffen die Ankunft des Kaisers an. Lauter Jubel pflanzte sich durch die freudig bewegten Massen fort, als der Kaffer in vierspännigem offenen Wagen mit Spitzenreitern von.- dem Bahnhöfe nach dem Rathhause fuhr. Bor dem Nachhause war eine Estrade mit Baldachin errichtet, auf welcher bereits die Fürstlichkeiten Platz genommen hatte», als der Kaisrr hier eintras, Der Bürgermeister Schild, umgeben von den Mitgliedern des Magistrats und des Stadtraths, richtete an den Kaiser eine Begrüßungsansprache. Der Bürgermeister sprach namentlich den tiefempfundene» Dank der Stadt für das kostbare Geschenk aus, das der Stadt in Gestatt der herrlich wiedcrhergestcllten Schloßkirche zu Theil geworden sei. Die Antwort Seiner Majestät auf die Ansprache des Bürgermeisters wurde bereits mitgetheilt, ebenso der Verlauf der nun folgenden Ceremonie der Schlüsselübergabe. Unter den mächtigen Klängen einer Hymne erfolgte der Eintritt der Fürstlichkeiten in die Kirche, zuletzt der Eintritt deS Kaisers. Der Kaiser schritt allein in die Kirche, da Ihre Majestät die Kaiserin mit den Kaiserlichen Prinzen und den fürstlichen Damen sich vom Bahnhofe nach dem Südportal der Schloßkirche begeben hatte, um auf der Südempore der Kirche die für die hohen Damen bereit gehaltenen Plätze einzunehmen. Die Orgel spielte mit vollem Register ein altes feierliches Kirchenlied, worauf der Generalsuperintendcnt Schultze den Weiheakt vollzog. Während des Weihegebetes, welches der Rede des Superintendenten folgte, kniete der Kaiser und die ganze Versammlung. Der hierauf folgende Festgottesdienst wurde durch Gesang des Domchors: „Jauchzet dem Herrn alle Welt" eingeleitet, worauf das Luther-Lied: „Eine feste Burg ist unser Gott" durch die Hallen erbrauste. Nach der vom Superintendenten Ouandt gehaltenen Liturgie und nochmaligem Gesänge hielt Hofprediger Vieregge die erste Predigt im Anschluß an das Wort 3. Moses 4., 5. Nach einem Rückblick auf die reiche Erinnerung, welche die Kirche zu einer heiligen Stätte mache, mahnte die Predigt, festzuhalten an den Grundsätzen der Reformation in Glaube und Wandel. Das Schlußgebet sprach Generalsuperintcndent Schultze. Im Augenblick des Segens läuteten die Glocken und von der Batterie wurden 101 Schuß gelöst. Nach Beendigung des Festgottesdienstes begaben sich der Kaiser und die Fürstlichkeiten nach dem Luther-Hause, wo die Urkunde zum Gcdächtniß der Einweihung der Schloßkapelle vollzogen wurde. Die Urkunde lautet: «Im Namen GotteS des Vaters, des Sohnes, und deS heiligen Geiiics! Nachdem meines in G»tt ruhenden Großvaters, des Kaisers und Königs Wilhelm I Majestät im Jahre 1883, am vierhundertsten Gedächtnißiabre der Geburt des Reformators Martin Luther, die Erneuerung der Schloßkirche zu Wittcnberi befohlen, und meines in Gott ruhenden VaterS, des Kaisers und Königs Friedrich III. Majestät, diesem hehren Werke seine lebhafte Tbcilnahme und Fürsorge zugewendet bat, ist es mir, dem Deutschen Kaiser und König »on Preußen Wilhelm II. durch Gottes Gnade beschieden, bas von meinen ruhmreichen Vorfahren begonnene Werk zu glücklichem Ende zu führen und heute, am Gedächtnißiage deH Anschlag- der 95 Thesen an der Thüre der Schloßkirche, die Wiedereinweihung deS Heiligthums der evangelischen Kirche zu vollziehen. Mit mir haben die mir »erbüude- ten evangelischen Fürsten Deutschlands, die Vertreter der freien und Hanfastädte Lübeck, Bremen und Hamburg» welche neben mir die Urkunde mit eigenhändiger Namensunterschrift vollziehen, sowie zahlreiche Vertreter der cvangelischckirchlichen und Staatsbehörden , deS Adels. der evangelischen Geistlichkeit und aller Stände des evangelischen Volkes der feierlichen Handlung bei» gcnwhnt. In der evangelischen Glaubensgemeinschaft haben wir den allmächtigen gnadenreichen Gott in heißem Gebete ange- lufen, unserem evangelischen Volke die Segnungen der Reformation zu bewahren, Gottesfurcht. Nächstenliebe und Unter- lbanentreue unseren Landen zu wahren, unser deutsches Vaterland in seiner guädigen Obhut zu behalten, redliches Streben und Schaffen in allen Berufszweigen mit seinem Segen zu krönen, und uns und allen unseren Mitchristen durch Jesum Christum seliges Ende und die Gewißheit fröhlicher Auferstehung zu bescheren. Wie wir zu dem die gesammte Christenheit verbindenden Glauben a» Jesum Christum, den Mensch gewordenen Gottessohn, den Gekreuzigten und Auferstandenen, uns von Herzen bekennen und wie wir zu G»tt hvffen, allein durch Liesen Glauben gerecht und selig zu werden, also erwarten wir auch von allen Dienern der evangelischen Kirche, daß sie allezeit beflissen sein werden, nach der Richtschnur des Wortes Gottes im Sinne und Geiste des durch die Reformation wiedergewonnenen reinen Christenglauben- ihres Amtes zu warten, und das Volk zur Gottesfurcht, Unterthanentreue, zu herzlicher Liebe und zur Erbarmung gegen alle Mitmenschen und gegen die Andersgläubigen anzuleiken. Unseren evangelischen Unterthanen vertrauen wir, daß sie treu festhalten an dem durch das gesegnete Werk der Reformation erneuerten reinen Christenglauben, daß sie sich durch Hebung christlicher Liebe, durch Duldung und Barmherzigkeit gegen ihre Mitbrüder als wahre Jünger und Nachfolger des Herrn und Heilandes erweisen, daß sie mit uns alle ihre Hoffnung setzen auf die allein seligmachende Gnade unseres Herrn Jesu Christi, hochgelobet in Ewigkeit! Das walte Gott! Amen!" Um 2 Uhr fand der historische Festzug statt, der in 20 prachtvoll ausgestatteten, malerisch wirkenden Gruppen Momente aus der Geschichte Wittenbergs und namentlich aus der Refvrmativnszeit vorführte. Der Festzug dauerte eine volle Stunde. Vor der Auflösung des Festzugs hielt beim Arsenal Hofprediger Faber aus Berlin eine Ansprache, in welcher er hervsrhob, daß dieser Tag dazu angethan sei, die Schmach, die einst der Wormser Reichstag durch die Nechrung des bestcnMannes in Deutschland auf sich geladen, auszugleichen. Zugleich mahnte er die Versammlung, daß diese Feier wirke zur Stärkung des evangelischen Bewußtseins, zum erneuten Wirken im alten evangelischen Geiste. Gegen 3 Uhr nahm die Festtafel im Lutherhsuse ihren Anfang. Während des Mahls erhob sich der Kaiser zu einer Ansprache, in der er sagte: Er erhebe den Pokal, welchen Wittenberg dem Reformator Luther zu dessen Hochzeit 1525 dargebracht habe. Der Gedanke, die Schloß- kirche, die Stätte der ersten reformatorischen That, würdig wieder herzustellen, habe Anklang in den Herzen seiner Vorfahren gefunden. Nachdem sein Großvater, Kaiser Wilhelm l., die Bereitstellung der erforderlichen Mittel angesrdnet, habe sein verewigter Vater, Kaiser Friedrich, das Projekt mit der ganzen Wärme seines tiefen Ge- müths ergriffen. „Gott wollte nicht," fuhr der Kaiser fort, „daß mein Vater das Werk schauen sollte, nie aber wird die dankbare Nachwelt vergessen, daß sein Name mit dem Denkmal der Reformation unzertrennlich verbunden ist. Uns soll die erneute Schloßkirche außer einem Erinnerungszeichen auch eine ernste Mahnung sein. Sie ist der beredte Ausdruck des göttlichen Segens durch die evangelische Kirche. Diese nicht verkümmern zu lassen, sondern sie zu bewahren und zu pflegen, ist unsere Ausgabe. Wir haben unseren Glauben heute vor Gottes Angesicht auf's Neue bekannt. Vergessen wir nicht, daß dieses Bekenntniß uns auch heute noch mit der gesummten Christenheit verbindet. In ihm liegt das Friedensband, welches auch über die Trennung hinübcrreicht. Es gibt in Glaubenssachen keinen Zwang; hier entscheidet die freie Ueberzeugung des Herzens, und die Erkenntniß. daß sie allein entscheidet, ist die gesegnete Frucht der Reformation. Wir Evanzelische befehden niemand um seines Glaubens willen, aber wir halten fest an dem Bekenntniß des Evangeliums bis in den Tod, Las ist meine Zuversicht, mein Gebet, meine Hoffnung; darin bestärkt mich der Geist dieser Festversammlung." Der Kaisir rühmte sodann den Antheil der deutschen Fürsten und Vertreter der befreundeten Souveräne an dem heutigen Fest und schloß: „Dieser Pokal, den einst Luthers Lippen berührten . soll mir dazu dienen, auf das Wohl meiner durchlauchtigsten Gäste zu trinken. Deutschlands evangelische Fürsten und die Regierungen der deutschen freien Städte, sie leben hoch!" Ihre Majestät die Kaiserin verließ mit den Kaiserlichen Prinzen, der Prinzessin Friedrich Leopold von Preußen und der Erbprinzessin von Sachsen-Meiningen um 2 Uhr 40 Min. da« Luther-HauS, um nach Berlin zurückzukehren. Seine Majestät der Kaiser begab sich 4 Uhr Nachmittag-, begleitet vom Fürsten Stolberg- Wervigerode, nach dem Exerzierhause der Kavalleriekaserne, »m der Aufführung de« Herrig'schen Luther- Festspiels beizawohnen. Die anderen Fürstlichkeiten waren bereits vorher in der Kaserne eingetroffen. Das Festspiel nahm einen überaus festlichen Verlauf und dauerte bis gegen 6 '/, Uhr. Beim Luther-Lied erhoben sich die Anwesenden von ihren Sitzen und sangen drei Strophen mit. Nach Schluß der Aufführung verabschiedete sich der Kaiser von den Fürstlichkeiten und trat um 6^/2 Uhr mit Gefolge die Rückreise an. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht einen Erlaß deS Kaisers, nach welchem zur Erinnerung an die Feier in Wittenberg eine bronzene Denkmünze gestiftet wird. Die Denkmünze soll auf der Vorderseite des Kaisers Bildniß, auf der Rückseite die Abbildung der Schloßkirche mit der Umschrift „Eine feste Burg ist unser Gott" und dem Datum: Wittenberg, 31. Oktober 1892, tragen. Sie ist in zwei Größen herzustellen. Die größere ist für fürstliche Personen, die der Feier persönlich beiwohnten oder Vertreter sandten, sowie als besondere Auszeichnung für solche Personen bestimmt, welche um den Erneuerungsbau oder die Veranstaltung des Festes sich verdient gemacht haben. Die kleinere Denkmünze beabsichtigt der Kaiser allen Festtheilnehmern zu verleihen. Deutschland. * Berlin, 31. Okt. Heute Vormittag 8 '/. Uhr begaben sich Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin vom Reuen Palais nach der Wildparkstation, um so von dort aus die Reise nach Wittenberg anzutreten. (Vergl. den vorstehenden Festbericht.) Die Kaiserin traf bereits um 4'/. Uhr im Neuen Palais wieder ein. während der Kaiser mit dem Kronprinzen von Schweden und Norwegen, dem Herzog von Aork, dem Prinzen Heinrich von Preußen und dem Großherzog von Hessen erst am Abend nach 8 Uhr zurückkehrte. — Die „Köln. Ztg." schreibt: „Wie uns zuverlässig mitgetheilt wird, beruht die Blättermeldung, daß der Reichskanzler von jetzt an die ausnahmslose Geheimhaltung sämmtlicher Bundesrathssachen angeordnet habe, auf einem Mißvcrstündniß. Der Reichskanzler hat sich vielmehr darauf beschränkt, die Geheimhaltung lediglich solcher Bundesrathssachen, mehr als das bisher der Fall war, zu sichern, bei denen er eine vorzeitige Veröffentlichung zu verhindern ein Interesse hat. Die bisherigen nicht als sekret bezeichneten Bundesrathssachen wurden in etwa 500 bis 600 Exemplaren vertheilt; sie kamen in eine große Zahl von Händen, von denen manche den geheimen Charakter der Eingänge nach außen nach Ansicht des Reichskanzlers nicht genügend wahrten. Es sollen jetzt diejenigen Sekretsachen, deren unbedingte Geheimhaltung während der Bundesrathsberathungen gewünscht wird, nur in einer weit geringern Anzahl von Exemplaren und nur unter bestimmten Zusicherungen der Geheimhaltung seitens der einzelnen Empfänger vertheilt werden." — Da der Reichstag und der preußische Landtag diesmal in einem und demselben Monat zusammentreten, so wird eine besondere Aufmerksamkeit darauf verwendet werden müssen, nach Möglichkeit zu verhüten, daß die beiden Körperschaften sich gegenseitig in ihren Arbeiten behindern. Tie „Nat.-Lib. Korr." bemerkt hierüber: Bei dem Zusammentreten des Reichstags kann das Abgeordnetenhaus bereits die erste Lesung der Steuervorlagen beendigt haben und den Schwerpunkt seiner Tbätigkeit in die Steuerkomwission verlegen» wodurch dem Reichstag für die Militärvorlage die Zeit freier zur Verfügung steht. Die zweite Lesung der Steuervorlagen kann vor Februar im Abgeordnetenhause nicht in's Auge gefaßt werden, bis dahin kann aber auch der Etat, wenigstens größtentbeils, und einiges sonst noch dringliche Material zur Erledigung kommen. Der Reichstag seinerseits kann mit der Militärvorlage »ielleicht bis Weihnachten fertig »erden und sich alsdann, wenn nicht unvorhergesehene Zwischenfälle cintreten, dem Etat zuwenden. Eine derartige Disposition dürfte wohl die Schwierigkeiten der geschäftlichen Anordnungen am besten mildern und erträglich machen. — Die beabsichtigte Verschärfung der Wuchergesetze hat. wie Berliner Blätter konstatiren. in weiten Kreisen lebhafte Zustimmung gefunden. Die „Berl. Polit. Nachr." schreiben: Wie nachträglich bekannt wird, hat sich die Regierung bei ihrem Vorgehen durchaus auf das umfangreiche Material gestützt, welches aus zahlreichen Eingaben an den Bundesrath wie an den Reichstag und aus den dadurch angeregten Erhebungen zusammengetragen worden ist. Wenn man sich auch nicht verhehlt, daß alle Beschwerden über den Wucher durch die Vorlage nicht beseitigt werden können, so gibt man sich doch der Hoffnung hin, wenigstens eine gute Strecke in der Hebung hervorgetretener Uebelstände weiterzukommen. Man hält es nicht für ausgeschlossen, daß der Reichstag noch weitere Verschärfungen gegen den Wucher annehmen wird. An einer Zustimmung des Reichstags zu dem angekündigten Gesetz ist in keiner Weise zu zweifeln. — Die unabhängigen Sozialisten haben jetzt ihr Programm aufgestellt. Sein Inhalt ist, um es kurz zu sagen, die Anarchie in des Wortes ursprünglicher Bedeutung, also die Herrschaftslosigkeit, die Abwesenheit des Staatsverbandes mit gesetzlichen Verpflichtungen. Das Parteiblatt theilt nämlich den „Entwurf einer Prinzipienerklärung mit, in der es heißt: „Wir erstreben mit allen Mitteln die Abschaffung der kapitalistischen Gesellschaft, damit die Aufhebung der Klassenherrschaft und des Staates überhaupt. Vorzugsweise haben sich die Arbeiter durch große wirthschaftliche Massenaktionen (Streiks, Boycotts, Verweigerung privatrcchtlicher Verbindlichkeiten u. s. w.) zu Herren der Produktion zu machen. Sie haben in ihrem Kampfe gegen den Kapitalismus ihren prinzipiellen Gegensatz zu allen Institutionen der heutigen Gesellschaft, z. B. zur Kirche, zur Schule, zum Heer, zur Bureaukratie, zum Parlamentarismus, zum Ausdruck zu bringen und mit keiner andern Gesellschaftsklaffe zu paktiren. Um diesen Kampf wirksam führen zu können, erklären sich die unabhängigen Sozialisten solidarisch mit den revolutionär-sozialistischen Bewegungen aller Länder. Im Bunde mit diesen kämpfen sie für eine auf genossenschaftlicher Produktion und ebensolchem Besitz der Produktionsmittel beruhende freie Gesellschaft auf demokratischer Grundlage mit vollkommener Gleichberechtigung aller ohne Unterschied der Geschlechter." Man darf wohl zu dem gesunden Siun und der Ordnungsliebe der deutschen Arbeiter das Vertrauen hegen, daß nicht allzu viel von ihnen sich dieses anarchistische Programm zu eigen machen werden. Stuttgart, 31. Okt. Der Tod der Königin Olga hat allgemeine Trauer hervorgerufen. In Stuttgart wiederholt sich das Bild, das die Stadt vor einem Jahr, nach dem Ableben des Königs Karl, bot: Ueberall schwarze Fahnen, Trauerembleme und schwarzgekleidete Menschen. Die Zeitungen aller Parteirichtungen bringen herzlich empfundene Nachrufe. Der „Staatsanzeiger" sagt: „Was die hochselige Königin vom ersten Tage an, da die russische Kaiserstochter als junge Gemahlin des Kronprinzen Karl in ihre zweite Heimath einzog, bis an ihr Lebensende dem Königshause und dem württem- bergischen Volke gewesen ist, das wird immer unvergessen bleiben. Ein leuchtendes Vorbild war Königin Olga in allen weiblichen Herrschertugenden. Auf Jahrhunderte hinaus wird die Frucht der edlen Liebeswerke, die sie über unser theures Vaterland ausgestreut, nicht untergehen. Nie hat für die Armen und Schwachen ein wärmeres und treueres Herz auf einem Throne geschlagen. Großes hat die hochselige Königin in solcher Fürsorge gethan, nicht minder Großes für die Erziehung der weiblichen Jugend. Auf das gesammte geistige Leben unseres Vaterlandes hat Königin Olga den edelsten Einfluß geübt; ihre Frömmigkeit hat dem religiösen Leben, ihr hoher, weitschauendcr und feingebildeter Geist der Kunst und Wissenschaft die größten Dienste geleistet; ihr edler Sinn, ihre wahrhaft königliche Denkart ist Hoch und Nieder stets ein leuchtendes Vorbild gewesen." Auch der demokratische „Beobachter" stellt sich in die Reihe der Leidtragenden. Er rühmt von der Königin Olga, daß sie stets dem Grundsatz Noblesse odüZe gelebt und stets das Gute und Schöne gefördert habe. In die Politik habe sich die Königin nie gemischt, aber sie sei auch nie einem vom Geist des Volkes getragenen Wunsch entgegengetreten. Darum habe sie die allgemeine Sympathie besessen und habe sie behalten, auch als sie von den Stufen des Thrones herabstieg. König Wilhelm war gestern Abend schon unterwegs nach Wittenberg, wo er der Einweihung der Schloßkirche beizuwohnen gedachte, als ihn die Todesnachricht in Aalen erreichte. Der König gab sofort die Reise auf und kehrte nach Marienwahl zurück. Die Leiche der Königin-Witwe wird dieser Tage von Friedrichshafen hierher überführt und in der Gruft deS alten Schlosses an der Seite König Karls beigesetzt werden. 8 Straßburg, 31. Okt. Wie erinnerlich, wurde im vorigen Jahre auf dem Schirlenhofe bei Nieverbronn ein Denkmal eingeweiht für den ersten im Kriege 1870 gefallenen deutschen Soldaten, den badischen Lieutenant v. Winsloe. Nun ist auch für den ersten französischen im 1870r Feldzug gefallenen Soldaten, den Kavallerieunteroffizier Pagnier, bei Niederbronn ein Denkmal errichtet worden, welches seine Entstehung der Initiative der Gesellschaft „Lonvemr ft-untzais" in Paris verdankt. Bei dem ersten Zusammentreffen deutscher mit französischen Soldaten auf einem Patrouillcnritt beim Schirlen- hof war Winsloe der erste deutsche, Pagnier der erste französische Soldat, der sein Leben für's Vaterland opfern mußte. Auch das französische Denkmal auf deutschem Boden wird in ganz gleicher Weise wie das deutsche gepflegt und in Ehren gehalten werden. Vrstrrreich-Nngarn. Wien, 31. Okt. Nachdem die Delegationen in Pest geschlossen worden sind, tritt am nächsten Samstag das österreichische Abgeordnetenhaus wieder zusammen. Der Finanzminister Steinbach wird gleich in der ersten Sitzung den Staatsvoranschlag für 1893 vorlegen. Bereits für Freitag Abend ist der Klub der vereinigten deutschen Linken zu einer Besprechung einberufen, in welcher auch die Stellungnahme der Partei zur Auflösung des Reichenberger Stadtverordnetenkollegiums zur Erörterung kommen soll. Italien. Rom, 31. Okt. Die Gegner des Dreibundes in Italien spielen während der gegenwärtigen Wahlbewegung eine recht traurige Rolle, denn fast alle namhaften Politiker heben in ihren Wahlreden die Vsr- theile dieses Bündnisses hervor. Mit dem Märchen der franzosenfreundlichen Radikalen, daß der Dreibund Italien zu unerschwinglichen Militärausgaben nöthige, ist während der Wahlkampagne gründlich aufgeräumt worden; es wird von allen Seiten anerkannt, daß Italien ohne Verbündete noch viel größere Rüstungen unternehmen müßte, um sich für den Fall eines Krieges zu sichern. In Cosenza sprach der ehemalige Minister Miceli. Er weudete sich besonders gegen Diejenigen, die den Fehlbetrag im italienischen Budget dem Dreibunde zuschreiben. Das Verdienst, die Anregung zu einem Vertrag Italiens mit den Centralmächten gegeben zu haben, gebühre Cairoli. Dieser Vertrag sei durch Rücksicht auf die höchsten Interessen der nationalen Bertheidigung, sowie auf die Aufrechterhaltung des Gleichgewichts am Mittelmeer und in der allgemeinen Lage Europa's gegenüber Frankreich und Rußland geboten gewesen. Miceli erinnerte an die Besetzung von Tunis durch Frankreich und betonte, daß der Dreibund ein Bollwerk des europäischen Friedens sei. CriSpi habe das Ansehen Italiens gehoben. Gegen eine Einschränkung des Budgets für das Kriegs- und für das Arbeitsministerium sprach sich Miceli entschieden aus. In Aversa hielt der Unter- staatSsekretär des Innern, Rosano, seine Wahlrede. Er sagte: „Die Allianzen, welche Italien den Frieden sichern, werden von uns in loyaler Weise gehalten werden, denn sie ersparen uns Tage des Krieges und Jahre des Schmerzes; sie können und müssen uns Mittel geben, die wirthschaftlichcn Kräfte zu entwickeln, industrielle Werke zu schaffen. Auf die innere Verwaltung übergehend. bemerkte der Redner, die gegenwärtige Regierung habe in den Provinzen Roni und' Sizilien, was die öffentliche Sicherheit betreffe, schwierige! Verhältnisse gefunden. Die von den Behörden ergriffenen Maßregeln seien trefflich. Als Ergebniß derselben führte der Redner die Thatsache an, daß in Sizilien in einer Nacht 585 Verhaftungen vorgenommen wurden, welche sämmtlich die Bestätigung der Gerichtsbehörden erhielten. Die Sicherheit sei allenthalben zurückgekehrt. Die Sanitätsverhältnisse besserten sich ebenfalls, denn an ansteckenden Krankheiten starben 1889 noch 111000 und 1891 nur 61904 Personen. Frankrriltz. Paris, 31. Okt. In Da ho me sollen die Franzosen wieder im Vorrücken begriffen sein. Der „National" berichtet aus Kotonu, Oberst Dodds habe am 25. Oktober die Offensive ergriffen, die dreifache Vertheidigungslinie des Feindes bei Kalo durchbrochen und marschire gegenwärtig auf Abomeh. Die Einnahme von Abomeh werde wahrscheinlich schon heute stattfinden — eine Aussicht, auf deren pünktliche Erfüllung man in Paris aber vorsichtiger Weise nicht zu bestimmt rechnen wird. Der „Bericht des „National" sagt, der Feind habe erbitterten Widerstand geleistet, die französische Kolonne aber eiste bewunderungswürdige Tapferkeit an den Tag gelegt. Amtlich sind diese Mittheilungen bis jetzt noch nicht bestätigt. VroHorirsnnirn. London, 31. Okt. Dem Vernehmen nach soll die chinesische Regierung sich an das englische Kabinet gewendet haben, um durch dessen Vermittlung die bekannte Pamir-Frage einer friedlichen Lösung zuzuführen. Die englische Regierung, heißt es, habe diesem Ersuchen bereitwillig willfahrt, und in unterrichteten Kreisen hege man die Hoffnung, daß China, den zu Entgegenkommen mahnenden Rathschlägen Englands Folge gebend, bald zu einer Verständigung mit Rußland über diese Angelegenheit gelangen werde, so daß die Gefahr eines internationalen Konflikts in Centralasien für die nächste Zeit beseitigt erscheinen würde. Dieser Hoffnung darf man sich auch für den Fall hingeben, daß jene Nachricht von einem chinesischen Ansuchen in London sich nicht als ganz stichhaltig erweisen sollte. Bis jetzt hatte es den Anschein, als ob die chinesische Regierung der Pamir- Frage gegenüber eher eine den Engländern nicht ganz erwünschte Gleichgiltigkeit an den Tag lege. Es ist schwer einzusehen, weßhalb die Chinesen englische Vermittelung brauchen sollten, um sich mit den Russen zu verständigen. Wenn es ihnen ernstlich darum zu thun ist, dürfte es ihnen nicht allzu schwer sein, dies allein zu besorgen. Aus diesem Grunde stößt das Gerücht, daß die englische ^ Regierung von Peking aus um ihre Intervention ersucht worden sei, auf Zweifel. — Der drohende Streik derH-, Baumwollspinner in Lancashire ist jetzt in unmittel-^ bare Nähe gerückt. Die Baumwollspinner von Lancashire haben gestern das Vermittlungsanerbieten der Bürger- . Meister von Liverpool und Manchester abgelehnt. Man ' hält es daher für unvermeidlich, daß am nächsten Samstag die angekündigte Arbeitssperre, von welcher 50 000 Arbeiter betroffen werden dürften, zur Ausführung gelangt. Nmrrika. New-Asrk, 31. Okt. General Crespo in Venezuela hat für den „New-Iork Herald" einen kurzen Ueberblick über die letzte Revolution abgefaßt, welcher die Zeit vom 20. Februar, dem Tage, an dem Crespo sein Manifest veröffentlichte, bis zum 1. Oktober, dem Tage von Crespo's Einzug in Caracas, umfaßt. Eine Wiedergabe des ganzen Schriftstückes verlohnt nicht, da es nichts Neues von Bedeutung enthält, dagegen verdient der Umstand Erwähnung, daß Crespo behauptet, auch der Westen Venezuela's. mit einziger Ausnahme des Staates Los Andes, in welchem noch versprengte Banden sich zu halten suchen, sei ihm unterworfen; selbst Maracaibo habe sich ergeben. Dagegen ist im Osten noch die Küstenstadt Barcelona im Staate Bermudez im Besitze der „Regierungstruppen". Die Uebergabe auch dieses Platzes soll aber nur noch eine Frage der nächsten Zeit sein. Grotzhrrzogthum Waden. Karlsruhe, den 1 . November. Ihre Königlichen Hoheiten die Großherzogin und die Erbgroßherzogin haben Sich heute Vormittag 11 Uhr in Baden in die griechische Kirche begeben, um daselbst einem Trauergottesdienst für Ihre Majestät die hoch- selige Königin Olga von Württemberg anzuwohnen. Z Nachmittags 1 Uhr trafen zum Besuch bei den Höchsten Herrschaften ein Seine Großherzogliche Hoheit der Prinz ^ Karl und Höchstseine Gemahlin die Frau Gräfin Rhena. 4 Der hohe Besuch nahm an dem Dejeuner im Groß- ^ herzoglichen Schlosse theil und kehrte dann nach Karls- M ruhe zurück. Morgen Vormittag nach 14 Uhr erwarten- 4 die Großhcrzoglichen Herrschaften die Ankunft Seiner Königlichen Hoheit des Erbgroßherzogs, Höchstrvelcher heute Abend Berlin zu verlassen gedenkt. * (Für die Mitglieder der Museum-,esell- Ichafr) findet am nächsten Samstag ein Konzert statt. Ja demselben wirken die Kammersängerin Frau Reuß, die Hof- overnsängerrn Fräulein Königstätter. der Hofopernsänger Herr Lang, der Hoforchcsterdirektor Herr SvieS, die Hofmusiker Herren Mühlmann, Voigt nnd Riegel, der Chordirektor Herr Steiner, s,wie Herr Pianist Eduard Reuß mit. süd. (Bacano-Denkmal inKarlsrube.) Die Sammlung für das Denkmal des »ielgelesenen Romanciers ist, nachdem ste eine Zeit lang durch die Hamburger Kollekte in den Hintergrund gedrängt war, wieder in regeren Fluß gerathen. Die Hoffnung ist gewiß eine nicht unberechtigte,. daß auch aus hiesigen kunst- und literaturfreundlichen Kreisen noch »on da und dort zur Vervollständigung der Sammlung ein Scherflein komme, «ie deren schon eine hübsche Zahl von fernher eingegangen. Herr Bildhauer Bauser bat bereits ein Brustbild des Poeten voll scharfer Charakteristik als Relief in Tbon modellirt und eS wäre »ünschenswcrth, die Ausführung des ganzen Denkmals bald beginnen zu sehen. Hier noch Einiges über den gegenwärtigen Stand der Sammlung, zu welcher Herr Maler Karl P l o ck hier (Kaiserstraße 38, HI) gern weitere Beiträge cntocgennimmt- Es trafen bis jetzt ein durch hiesige Sammlung 30 M-, von Baden-Baden 30 M., aus Oesterreich-Ungarn 159 M., aus der Schweiz 16 M., aus Dänemark 35 M. und allein durch Sannn- lung der Zeitschrift .Artist" in Düffeldorf 507 M. 13 Pf. Der Gesammtbetrag ist bis jetzt 777 M. 13 Pf. (Dir Bereinigten freiwilligen Feuerwehren) hielten gestern Abend unter Leitung ihres Kommandanten, Stadtrath Kautt, ihre Schlußprode ab. Punkt 5 Uhr rückten die Kompagnien vom Marktplatz ab dem Steighause zu, woselbst zuerst eine Schulübung der Rettungsmannschaften der 1., 2. und 3. Kompagnie und dann der Scklauchfübrermanu- schäften der 4., 5. und 6. Kompagnie angeführt wurde- Hieraut falge ein Hanptaugriff der Kompagnien 2, 3 und 4. worauf ein solcher der l., 5. nnd 6. Kompagnie erfolgte. Sämmtliche Uebungen wurden mit Ruhe und Sicherheit ausgeführt- Bei dem Haupiangriff der 1. Abtheilung ereignete sich leider eiu Unfall, indem beim Ablassen der Anstellleiter der 4. Kompagnie der Haken eines sog. Stichers dem Resterhcateur Neukamm unterhalb des Auges in's Gesicht drang. Der anwesende Feuerwehrarzt, 0r. Dreßler, sowie Corpschirurg Maisch legten dem Verletzten sofort einen Verband an. Gegen 7 Ubr war die Uebung beendet und cs wurde diesmal wieder der Marktplatz alS Defilir- Punkt gewählt- Der Uebung wohnten der Bezirksamtmanu, Ober- amtmann Beck» die Itadlräthe Döring und Hopfner, sowie Offiziere der Infanterie an. V Heidelberg, 31. Okt. (Stadttbeater. — Harmonie.) Im Stadttheater wurde Blumentbal-Kadelburgs Lustspiel .Die Orientreise" gestern bei flottester Aufführung zu einem bedeutenden Lacherfolg geführt. - Das fünfzigjährige Bestehen der .Harmonie" bringt eine Reihe von Festlichkeiten die vorgestern mit dem großen Festkonzert ihren Anfang nahmen. Dasselbe brachte sehr hübsche Orchester-, Gesangs- und deklamatorische Borträge, ferner unter Leitung des Komponisten ein Bruchstück aus der Oper .Schelm von Bergen" von dem Harmonie-Dirigenten und zum Schluß ein Tableau mit einleitendem Prolog, der von Fräulein Brehm aus Mannheim gut vorgetragen wurde. ( 'Laden, 31- Okt. (Fremde nfrequenz.) In diesem Jahre betrug die Fremdensrequenz 60261 Personen, etwa 2r,0 mehr als im Vorjahre- Theater und Kunst. 8 (AbonnementkonzertdesGroßh. Hoforchesters.) Fräulein Alice Barbi, die große Gesangskünstlerin, welche wir vor Jahresfrist als eine letzte Hüterin des wahren Inst ornto in unserer Zeit der anssterbenden Gesangskunst rühmen konnten, war der wesentlichste Anziehungspunkt des dieswinterlichen ersten Abonnementskonzertes. Wenngleich die alten Mängel — Sprödigkeit der hohen und eine allzudnnkle Färbung der tiefsten Töne — sich diesmal in Folge einer Indisposition oder eines Ange- griffenscins des Organes im Gesänge der Künstlerin noch be- merbarrr machten als früher, so boten die Schönheit des Vortrages im Allgemeinen sowie die reich ausgebildele Gesangstechnik der Sängerin doch eine ganz außerordentliche Obrenweide. Das Publikum kargle denn auch nicht mit enthusiastischsten Bci- fallsbezeugungcn. Frl. Barbi sang als erste Nummer und mit Orchesterbegleitung Sie ihr nicht besonders gut liegende Arie „Ihr Götter ew'ger Nacht" aus Glucks Alceste. sodann drei Arielten- fätze von Pergalese, Calvara und Jomelli, von denen namentlich die schwcrmülhige Komposition Caldara's zu wunderbarer Wiedergabe gelangte, und erfreute uns schließlich durch Zugabe von Schubert- .Wegweiser", bei welchem die Künstlerin eine außerordentlich schöne Tongebung mit ergreifendem Ausdruck zu paaren wußte. Das Orchester hatte sich vermuthlich im Hinblick auf den illustren Gast seine Aufgabe etwas allzuleicht gemacht, und bei nur sechs alljährlichen Abonnementskonzerten sollte von der Aufführung musikalischer Kleinigkeiten wie der Abu-Haffan-Ouvertüre von Weber und von sehr anfechtbaren Experimenten wie der Wiedergabe der Haydn'schen Kaiser-Variationen durch das »olle Streichorchester Abstand genommen werden. Gewiß war die Ausführung der Ouvertüre eine recht schöne und wirkungsvolle und auch der „verböserke" Quartettsatz gelang mit Ausnahme der rrsten und eben keineswegs für viele Geigen gedachten Variation ganz gut; aber eine größer angelegte Ouvertüre unserer Klassiker oder Romantiker und eine Originalkomposition für volles Streichorchester von Bach oder Händel bätte dem ersten dieswinterlichen Programm entschieden ein würdevoll künstlerischeres Aussehen verliehen und dem ungewöhnlich vollzähligen Publikum einen bedeulenderen Kunstgenuß gewährt, welcher nunmehr, was die orchestralen Leistungen anbelangt, erst bei der die Schlußmmimcr des Programms bildenden fünften Symphonie von Beethvven anhub. Von dieser wurden der erste und dritte Satz ganz hervorragend schön gespielt und nur dem Oboisten Märe für seine kleine Cadenz im ersten Satze ein etwas längerer Athcm oder aber ein etwas bewegteres Zeitmaß zu wünschen seweseu. Ganz herrlich gelang im dritten Satz das lange zurückhaltende dreifache piano bei dem den Eintritt des Finales vorbereitenden Orgelpunkt. Im zweiten und vornehmlich im letzten Satze raunten uns die Gewaltigen des Orchesters, und zumal die Pauke mehrfach so viel .altgewohntes Geräusch" zu, vag wir die melodischen und thematischen .Nebensächlichkeiten" aus der Erinnerung ergänzen mußten, und die sinnlich wahrnehmbare Wirkung des Kunstwerkes somit eine etwas lückenhafte «sieb. Herr Hofoperudirektor Mottl würde sich eiu ganz spezielles Verdienst um viele Konzertbesucher Hamit erwerben» wenn er für die weiteren fünf Konzerte den Herren Blcchinstrumentalisten und dem Herrn Pauker eine freundliche Schonung sowohl der aufzuführendeil Werke, als auch deS Publikums dringlich an- emvfehlen wollte. Verschiedenes. * Karlsruhe, 1. Nov. (Von der Cholera.) Laut Ausweis des Kaiserlichen Gesundheitsamts ist in den Tagen vom 28. bis zum 30. Oktober in Hamburg kein Todesfall an Cholera vorgekommen. Das neueste Berzeichniß der beim Exe- kutivauSschuß in Hamburg eingegangenen Geldbeiträge weist einen Gesammtbetrag von 2 761 88S M. 54 Pf. aus. Bekanntlich wird die Sammlung dieses Ausschusses noch durch eine Anzahl von Spezialkomitös, sowie durch beträchtliche Zuwendungen von Naturalien ergänzt. Jedenfalls bilden die Sammlungen ein ehrendes Zeugniß für die warme Theilnahme weiterer Kreise an der harten Prüfung, vi>n welcher Hamburg heimgesuchl worden ist. Bus Thorn wird berichtet, seit einer Woche seien in Mlawa choleraverdächtige Erkrankungen nicht vorgekammen; dagegen nehme die Gefahr in der Umgebung von Weichsel und Nogat zu. Die «Posener Zeitung" erfährt aas Russisch-Polen, im Gouvernement Lublin betrage die durchschnittliche tägliche Zahl an Chvleraerkranknngen 15, ferner kamen auch in Kielce, Radom und Siedlce 4 Choleratodesfällc vor. In Petersburg nimmt die Epidemie fortwährend ab, es kommen jetzt täglich 5-6 Erkrankungen und 1-2 Todesfälle vor. Auch sonst ist im russischen Reiche ein beständiger Rückgang der Epidemie za verzeichnen. Nur in mehreren Ortschaften Podoliens, besonders in Winitza, ist die Seuche neu ausgetreten, wo sie, da die Behörden die gebotenen prophylaktischen Maßregeln unterlassen haben sollen, viele Opfer fordert- In Pe st kamen von vorgestern bis gestern Abend 23 Erkrankungen und 10 Todesfälle vor, eine Mitthcilung, die ungünstiger als diejenige vom Tag zuvor lautet- Die Erkrankungen im übrigen Gebiete Ungarns sind dagegen seltener geworden. In Amsterdam wurde vorgestern ein Todesfall an Cholera konstatirt. Eine Mars eitler Depesche besagt, vom 28. bis 29. Oktober Abends habe sich unter 30 Sterbefällen kein Cholerafall und vom 29. bis 30. Oktober Abends unter 28 Sterbefällen nur ein Cholerafall befunden. Die Gesundheitskommlssian deS Gemeinderaths in Marseille beschloß, in Anbetracht des verbesserten Gesundheitszustandes der Stadl sich aufzulösen. IV. Lübeck» 31. Okt. (Jubelfeier.) Die Bürgerschaft beschloß, zum Andenken der vor 750 Jahren erfolgten Begründung Lübecks im nächsten Jahre eine Jubelfeier zu veranstalten. Ltuttgart, 31. Okt. (R atb h a us b a u.) Die bürgerlichen Kollegien haben heute über die vielnmstrittene Frage des Platze- für ein neues Rathhaus entschieden. Die Wahl fiel mit 25 gegen 23 Stimmen ans den alten Platz, den Marktplatz, auf welchem ein kleineres Rathhaus, das in den Rahmen dieses malcrischsten der Stuttgarter Plätze Paffen soll, a« Stelle deS jetzigen verballhornten Baues errichtet werden soll. In künstlerischen Kreisen ist man über diese Lösung sehr erfreut, da alle Autoritäten auf diesem Gebiete gemahnt batten, einen alten, historischen Platz nicht ohne Noth zu Verl affen. * Mülhausen. 31. Okt. (Todesfalls JuliuS Albert Schlumberger, der Chef des Hauses Schlumberger fils und C». (Mülbauseoer Baumwoüengeschäft) ist gestorben. interessirten Stellen sei jedoch nichts bekannt, was eine sanguinischere Auffassung der Sachlage rechtfertigte. In der Sache selbst sei nichts wahrzunehmen, wodurch die an die Angelegenheit geknüpften bescheidenen Erwartungen eine Veränderung hätten erfahren können. London, I. Nov. Aus Naas in der irischen Grafschaft Kildere wird gemeldet, nach dort eingegangenen Nachrichten sei der Polizeiagent Nogan mit Frau und Kindern, ferner der Polizeiagent Pilkington in Ballina- drina durch eine bewaffnete Bande ermordet warben, welche in der vergangenen Nacht die Palizeikaserne in- griff. Eine Abtheilung Polizei sei nach Ballinadrina entsendet worden. Madrid, 1. Nov. Gestern Abend fanden auf dem Prado feindselige Kundgebungen gegen den Bürgermeister statt, weil derselbe ein angekündigtes Konzert verboten hatte. GrvMrrroglichrs Hofitzestrr. Donnerstag, 3. No». 119. Ab.-Varst.: „Lorle", Oper in 4 Aufzügen von HanS Hrinr. Schefsky- Musik von Alban Förster. Anfang 7 Uhr. Freitag, 4. Nov. 14. Vorst, außer Ab (zu Mittelpreisen) Neu einstndirt: „Adelaide", Genrebild in 1 Akt von Hugo Müller. — Zum erstenmale wiederholt: „Unter vier Augen", Lustspiel in 1 Akt von Ludwig Fulda. — Neu einstndirt: „Kur- miirker und Picarde", Genrebild in 1 Akt von L. Schneider. Anfang 7 Uhr. Vormerkungen zur 126. Ab.-Vorst. am Sonntag den 13. November , „Lohengrin". werden von Montag den 7. November, Vormittags 8 Uhr an, angenommen. In Basen. Mittwoch. 2. Nov. 5. Ab.-Varst.: „Narziss", Trauerspiel in 5 Akten von A. E. Brachvogel. Anfang 7 Uhr. Familirnnartzrichten. Karlsruhe. Ausrug aus de« St-mdesbmtz-Krztster. Eheschließungen. 29. Okt. Michael Melzer von Elchesheim, Diener hier» mit Viktoria Suhm von Ortenberg. — Gottfried Lecker von Leidcnstadt, Postbote hier, mit Marie Tbünng von Kaltennordheim. — Philipv Schwhtz von Steinsfurth, Schuhmacher hier, mit Pauline Lichtenberger von Tübingen- — Michael Horch von Michelfeld, Eisenbahn- schoffner hier, mit Margaretha Maier von Weingarten. — Adolf Bär von hier. Blechner hier, mit Luise Baader von hier. — Friedrich Burkbardt »,n Ebcrbach, Schmied hier, mit Luise Rentier von Aurich. — Wilhelm Eckstein von Oberröblingen. Schreiner hier, mit Ludowika Götz von RotbenfelS. — Franz Trefzger von hier, Graveur hier, mir Marie Haßlinger von hier. — Pius Mürb von Eisentbal, Schreiner hier, mit Luise Hor- lacher von Steinkirchen. — Wilhelm Köllner v»N Rastatt, Schuhmacher hier, mit Marie Weih von Lichtenau. — Heinrich Lude- mann von Splietau, Bezirksfcldwebel hier, mit Luise Mayer von hier. — Jakob Babm von Zaisenhausen, Bäcker hier, mit Elisabeth» Hofmann von hier. — Heinrich Sckenck von Gaggenau, prakt. Arzt in St. Margen, mit Elise Henrici von Uaterschüvf. — Leonhard Ball von Mörsch, Schlosser hier, mit Elise Müller von Bruchbauseu. — 31. Okt. Karl Müller von Leiselheim, Lokomotivheizer hier, mit Christine Kautz von Wössingen. Neueste Telegramme. (Nach Schluß der Redaktion erngetrsffen.) Berlin, 1. Nov. Die „Kreuzzeitung" meldet. Seine Majestät der Kaiser werde dem Leichenbegänguiß Her Königin-Witwe Olga von Württemberg persönlich beiwohnen. Berlin, 1. Nov. Das Kaiserliche Gesundheitsamt veröffentlicht heute k.'inen Chslerabericht, weil ein neuer Erkrankungsfall innerhalb des Deutschen Reiches nicht gemeldet worden ist. Berlin, 1. Nov. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Die Petersburger Meldung der „Kölnischen Zeitung" über Veränderungen in der Zusammensetzung der Kommission für die Zslliibereiukunft mir Deutschland sei vielfach als Symptom dafür betrachtet, daß die Unterhandlungen in rascheren Fluß kämen. An hiesigen in erster Reihe MMernngsbrodachtnuzen der Mre-rsl. Kt-ti-n Karlsruhe. ! Barem . mw > Lherm. m 0. Oktober 3 l-Nachts S"ll November 1. Mrgs. 7^ U 1.Mittgs.2-°N, Wasserstau- SeS gefallen 19 e«. , 744-7 0- 9-6 j 742-5, -i- 7-6 ! 742-lj-l-10.2 Nöso!. ! Relative l Feucht. Deuchtig- in wro Leit in Wind. Himezrei« 84 ! 95 C wolkig 7,5 ^ 96 ! NE bedeckt 8-3 ! 90 SW „ Maxav, i. Nov., Mrgs., 4.63 o>. Wetterbericht vom l. November 1892. Barometrische Maxima lagern heute über Nordwest und über Südosteurova. und zwischen beiden zieht sich über Frankreich und Westdeutschland hm eine Furche geringen Druckes, in welcher das Wetter trüb und vielfach regnerisch ist Im östlichen Deutschland in rSdagegen andauernd beiter. Eine wesentliche Aeode- rung der Wetterlage scheint auch zunächst nicht in Aussicht zu stehen. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Harder in Karlsruhe. WMerksrkr vom 1. November, Morgens 8 Uhr. o> II / Frankfurter telegraphi/chr Kursberichte vom 1. November 1893 . EtaerSpwpirre. Bayusk i. Tchmz.Nordostb. 111.60 4"/s D. Reichsanl.10o.90 Centrolk 11 g 4 °-° ^06'^ Gotthard ' 153.70 4 w Baden ui fl. 102.20Mwbarde» s'ö „ m Pt. 103,65 flnaarn Oesterr.Goldrente 97.80Mbtbal Silb-rr. 8170!N^dwigsd. 84.3S 4*/o Ungar. Golde. 94.80 1880r Russe» 96.20 11. Orirntanleide 63.60 Italiener compt. 91.50 Egypter 89.20 Spanier 63.60 Zoll-Türken 83.20- Baske». Kreditaktien 262^ DiSk.-Kommandit 181', DarmstädterBank 132.50 Handelsgesellsch. 13180 Deutsche Bank Dresdener Bank Berit», Oest. Kreditakt. Staatsbahn 193 70 113.10 Wechsel »sr Ssrre«. Wechsel a. AmAd.I68.60 . „ London 20.35 . . Paris 80.92 . „ Wien 169.90 Napoleonsd'or I« IS Privatdiskouto 2*/, Nachbörse. Krcditaktien Diskonto-Kom. -Staatsbahn 158.50 Lombarden 138.80 Tendenz: fest Staatsbahn 165.10 Lombarden Ungarn 263», 182.60 84"'° Lombarden 41.50 Marknöteo Dlsk.-KoV.mand. 182.40 Tendenz Laurabütte Gelsenkirchen Dortmunder Bochumer Rubelnote» Lenkeuz: still. ^ . «ie», Kreditaktien 103,70 _ 134.50> Bari». 56.70 8"/» Rente 118.50 Spanier 199.70Türkeu Ottomane 3",, Portugiesen —> Tendenz: Erklärung. Die den Stationen beigefügten Zahlen geben die Temperaturgrade nach Celsins an; die den Kurven (Isobaren) beigefügten Zahlen bezeichnen de» auf das Meer reduzirten Barometerstand in Millimeter. > Aberdeen. M Berlin. Ns BreSlau. 0 Tork. OK Chemnitz. Cherbura. Chri'nansund. s Haparanda. lld Hamburg, llii Helder. I II» L Korenhage». Lr Larlsrude. dl Mullaghmore. bl« Memel. Ilt MÜ» er. »ln München. F Nizza. III »eufahrwaffer. ? Paris. Nt PeterriM'g. 8 Swine m z ntz« 8t Stockholm, 85 Sylt. 1 Trieft. V Wren. V, Wiesbaden. » »«deckt. » Wollig, w Halbbedeckt, v Heiter. 0 Wolkenlos. . »egen. ^ «edel. » Schnee. L Hagel, -r» Blitz, ««Witter. -«—L Schwacher tzvi ick, < Witziger Wind, -t—». Starker Sind. «—>», Ltürmilch. < ^ Sturm. « — Orkan. -> Dmlst. — r — (qlt telegr. »ngad«. Todesnachricht. Ä» W.960. Konstanz Gott dem Allmäch- 8 tigen hat es gefallen, unfern innigstgeliebten Gatten,Bruder,Schwager und Onkel, Herrn Otto Sanner, Domänenverwalter, nach sechstägigem schwerem Leiden, versehen mit den heiligen Sterbsakramenten, am 30. d. M. im Alter von 52 Jahren in ein besseres Jenseits abzurufen. Konstanz, 30. Okt. 1892. Um stille Theilnahme bittet Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Professor Dünner. W'869.2. Bulach. Jag-Verpachturrg. Die Gemeinde Bulach »erpachlrt am Dienstag den 15. November d. I., Nachmittag- S Uhr, im Rathhanse zu Bulach in öffentlicher Versteigerung die Ausübung der Jagd aus ihrer Gemarkung in 2 Distrikten (mit 540 Hektar), bestehend in Feld, Wald und Waffer, auf weitere 6 Jahre, mit dem Bemerken, daß gemäß 8 24 der Vollz.- Verordg. ,um J.-G. als Bieter nur solche Personen zugelassen werden, welche im Besitze eines JagdpaffeS sind »der durch ein Zeugniß »er zuständigen Behörde Nachweisen, daß gegen die Er- theilung eines Jagdpaffcs kein Bedenken obwaltet. — Der Entwurf liegt im Rathhause hier auf. Bulach, am 28. Oktober 1892. S. Bohner, Bürgermeister. vät. Traob. Z'616.2 Karlsruhe. Zucht-, Nutz- und Kleinviehinartt 119.7 X kssunkoklkll klikeib, vorzüglichste Marke »Krone^, bestes Heizungsmaterial für alle Ofensorten mit engem Roste, sowie zum Nachlesen bei Stein- kohlenfeuerung, lang andauernd, nickt rußend und geruchlos verbrennend, ferner: alle Sorten Ruhrkohlen und Magerwürfelkohlen (knlkrscil), Tannen- und Forlen- Anfenrrholz, klein gesägt und fein gespalten, empfehlen LU. MM L lüö. Z. V.: /Lug. kirnbseliei'. Kontor: Donglasstratze 18 und Fernsprech-Anschluß Nr. 226. „Lnissrilok" Karlsruhe, am Marktplatz. Exquisite Küche, vorzügliche Getränke, mäßige Preise. S.558.22. Mittagstisch von 80 Pf. an. Hochachtungsvoll l!E-M»I» - S'22.34. IL»rI»raI»v, Uzrl-frieSeirkrtr. 1«. 3, Lebe *- Lirliol, »eusthMes, Msm LsslMiWl ÜSI LssiSslr. empüstilt goäiog. liüebe, hlittLgotiaek, .»»vis llootsoestioa ä ls cor:» nu fester lsgesreit. — llaaro liiaoe». — ^us- »odsnk von st. latel-Lxpoet- uns Lagerbier »US ster Srauersigeeellrckskt Vrüa- «inbel virm V Slmier. 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Preis: Aür die beste und größte Sammlung von jungen Zuckt- sarrcn deS gelbscheckigen Höbenscklags (Simmcuthater Original und in Baden gezüchtete Simmenthaler) Die Sammlung muß wenigstens aus IS zucht- tanglich befundenen Jungfarren bestehen. II. Preis: Für die nächstbeste und nächstgrößte Sammlung von jungen Zuchtfarren von gleicher Beschaffenheit wie oben . . . III. Preis:... Für Zuchtkühe: I. Preis: Für die beste junge Zuchtknh (3—5 Jahre alt) Simmcu- thaler Raffe. II. Preis: Für die zweitbeste Kuh von derselben Art. III Preis: Für die drittbeste Kuh von derselben Art.20 Für Zuchtkalbinncn: I. Preis: Für die beste, greifbar oder sichtbar trächtige Zuchtkalbin «simmenthaler Raffe.30 II. Preis: Für die zweitbeste Zuchtkalbin derselben Art.25 III. Preis: Für die drittbeste Zuchtkalbin derselben Art.20 IV. Preis: Für die in der Beschaffenheit nächstfolgende Zuchtkalbin derselben Art.10 „4L V. Preis: Desgleichen.10 „4L Für Rinder: I. Preis: Für das beste Rind Simmenthaler Raffe.20 II. Preis: Für das zweitbeste Rind derselben Art.» 15 „M IU. Preis: Für das drittbeste Rind derselben Art.10 Kür Milch- und Nutzkühe: I. Preis: Für die beste Milchkuh irgend welcher Raffe.30 II. Preis: Für die zweitbeste Milchkuh wie oben.25 „4L III. Preis: Für die drittbeste Milckkub wie oben.2V.« IV. Preis: Für die in der Qualität nächstfolgende Milchkuh . . . 10 „4L Für Maftfarren: I. Preis: Für den schwersten Farrcn.20 „4L II. Preis: Für den zweitschwersten Farren.15 111- Preis: Für den driltsckwersten Farrcn.10 „4t Kür Maftochsen: I. Preis: Für das schwerste Paar Mastochsen ........ 40 „4t II. Preis: Für das zwcüschwerste Paar Mastochsen.25 „4t III. Preis: Für das driitschwerste Paar Mastochseu.15 „4t Für Mastkühe: I. Preis: Für die schwerste Mastkuh ..SO „4L II. Preis: Für die zweitschwerstc Mastkuh.. . 15 „4L III. Preis: Für die driitschwerste Mastkuh.. . . 10 „4L Kür Mastrinder: I. Preis: Für das schwerste Mastrind.. 25 II. Preis: Für das zweitschwerstc Mastrind ... . 20 III. Preis: Für das drittschwerste Mastrind ...... , . . 15 „4L IV. Preis: Für das viertschwerste Mastrind ......... 10 «« L. Für Käufer: 1. Preis.. ^ 60 ^t für denjenigen ersten Käufer, der nachweist, daß er mindestens 15 Stück Großvieh im höchsten Gcsammtbetran«, der bezahlt wurde, protokollarisch gekauft hat und das gekaufte Großvieh bis zur Adschtachtung durch ihn iw Bich Hose beläßt. II. Preis. ..... 50 ^t für denjenigen ersten Käufer, der nachweist, daß er mindestens 10 Stück Großvieh im zweithöchsten Gesammtbetrage, der bezahlt wurde, protokollarisch gekauft hat und das gekaufte Großvieh bis zur Abschlachtung durch ihn im Viehhofe beläßt. Preis...40 „4L für denjenigen ersten Käufer. der nachweist, mindestens 7 Stück Großvieh >m dritthöchsten Gesaumitdetrage Protokollarisch angekauft zu haben und das gekaufte Großvieh bis zur Abschlachtung durch ihn im Viehhofe beläßt. Preis.,. für denjenigen ersten Käufer, der nachweist, mindestens 4 Stück Großvieh im vierthöchsten Gesammtbetrage protokollarisch ange- kanft zu haben und das gekaufte Großvieh bis zur Adschtachtung durch ihn im Vrehhofe beläßt. 10 Preise von je 10 „4L.100 „4t für Käufer der 10 besten Zuchtfarren. sind vom KreisauSschuß des Kreises Karlsruhe 225 Rl»eli zur Berrheituu« a» solche Gemeinde» bestimmt, welche auf dem Markte preiswürdige Farren aukaufe». Im städt. Schlacht- und Viehhof dahier können 800 Stück Großvieh unter Dach aufgestellt werden. Aus Peilungen.der Viebbesitzer wird gutes Heu, Mehl, Kleie und warmes Waffer zu Füttcrmigszwecken abgegeben und nach billiger Taxe berechnet. Auch vor und nach einem Markte können Thicre in den Stallungen des städt. Viehhofes eingestellt und gefüttert werden. Karlsruhe, den 17. Oktober 1892. Der Stadtrath. Kräm er,Schumacher. III. IV. 30 „4L «ritt»iir-zx ln n V 17 10 MM I L»L «PL»li8«K «r steuer, mit allem vomioet iler steurelt »«»gestatteter I Lesr'kser st,e, I. llenger- famlllea u. einrel keisenilea beste»» empi. > 6>iZt>oüder a. ÜLuxtbLÜnIiok, 1» 8edoo8ter u. treier l-aga mit llarteu u. kark. Iu üer Mde kv8t u. ll'eloxrspd u. nur 5 blinutell rum dlittslpunkt u. ru clsn 8sdp08«ürä>aksik. ä. 8taät. 6>s8oeäsckts u. allons V6rrL88eu mit Reetauraot. ciectrircber kickt u. stieilerllr»e>i-l)amptkeirung in kümmti. 2!mmern. Lüäer aut iltn^o. kksus8ts 8a»itärs künricktung. Lorgkält. Lsäisnuog ti. m^igen krswsn. sortier am Lsdukok. Omnibus niobt nötbig. Hüte! äse äeuteebsn u. 8vkveä. OsLrisrvereiv8, eovis vereeb. öeamtenversios. 1-susion t. dLnüiien. Speeialtarik k. Oä8ts, bis längsrs 2sit uw kiatrs ocksr öfter im 1-ibr vervsiieu. LinAktnA I-a.iiuirstrs.s8s ÜIUASNA Iisrniiistrssss. I Srossss Sortlwsrit in Z Huxkl»»«, ON«v»«t8, I.vtl««, Idi»Lai»Nkl» uuä empLsblt io var2ÜA>. tzuslitätsn ' W236.14 _ HVLDL L . H VOL ^ Lr Das Iayn-Atetier vou ^vsspk IVIüIIsi* befindet sich seit 23. Oktober 1892 nicht mehr Karl-Friedrichstr. 5 (Marktplatz), - — sondern 54 Kmserstratze 54, /M» »»DsT zwischen der Kreuz- und Adlerstratze. kl'eräurek macken vir dslcsnvt, cksgs vir in unserem SkaLT/ianre?- I)sr /.iiirüt rn äsin panrerzisvölt»« siebt ckem älietber vülirenä äer OeeckLktz. »iunäe» seäerreit frei. 2u>Iem bnbei, vir Vorsorge »«-trolle», ässs Nie erkorcler- lieben Xrb>itev nn >I«u iiiuteilegien VVertbpxpieien vou «len dkietkern in einem »bgesonäerten Knums neben >!em t'snrereevöll« vnrgevomm'-n veräen irö .ne,, ferner übernskmen vir uuier votte,- 7/cl/tbar-kI vou VVertbpspieren »llenem 2n8tsnäe, besorgen «iie .4>Ureim»ng nml Linxiebung .;r Xu8loos> ug, ixituiligung, Oonvertirueg u. 8. Dis bei uns binierlegten VVertbprpiere veriieu io unsere», /«»«r/exte» r»rt Hdrr/t«r<«r«»-/>fu/k«rt vor-.vefroiter» 6e«r,üfk»e arr/berr-a/ir-e. ' iZtzraus L 60 . 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Gegen die Firma Otto Greuther in Lörrach wurde unterm 29. August 1892 Konkurs erkannt. Mit diesseitigem Urtbeil vom 27. September 1892 wurde zwischen dem Kridar und seiner Ehefrau die Vermögensab- sondeiung ausgesprochen. Lörrach, den 25. Oktober 1892. Großh. bad. Amtsgericht. Nüßle. ' W.914- Nr. 42,143 Pforzheim. Durch Urtbeil des Gr. Amtsgerichts hier vom 25. d. M , Nr. 41.811. wurde die Luise, geh. Krieger, Ehefrau des Wirths August Ziegler dahier, gegen welchen das Konkursverfahren eröffnet ist, für berechtigt erklärt, ihr Vermögen von demjenigen ihres Ehemannes avzu- sondern. Pforzheim, den 26. Oktober 1892. GerichtssÄrciber des Gr. Amtsgerichts: Heiß. Verschollenheitöverfahren. W9I5-I. Nr. 58,924- Heidelberg. Der am 25. Januar 1856 in Mainz geborene, zuletzt in Heidelberg wohnhaft gewesene Kaufmann Friedrich Fröhlich ist vor etwa 15 Jahren nach Amerika auSgewandeit, ohne einen Bevollmächtigten bestellt zu haben. Gegen denselben, welcher seit 10 Jahren vermißt wird, ist die Einleitung des Vcrschollen- deitsverfahrcns von seiner Schwester Sofie Fröhlich beantragt. Der Vermißte erhält die Auflage, binnen Jahresfrist Nachricht an das diesseitige Amtsgericht gelangen zu lassen. Gleichzeitig werden alle Diejenigen, welche in der Lage sind, Auskunft über Leben oder Tod desselben geben zu können, aufgefordert, Anzeige hierüber binnen genannter Frist hierher ^ zu erstatte». - Heidelberg, den 25. Oktober 1892. Großh. bad. Amtsgericht. gez. Engelberth. ! Dies veröffentlicht der GerichtSschreiber: - Fabian. ? Erdvorladullg. W'925. Neustadt. Der am 16. ! August 1853 dahier geborene, zuletzt in! Milwaukee in Nordamerika wohnhaft gewesene, nun an unbekannten Orten abwesende MatbäuS Kirn er ist zur Erbschaft seines am IS. Juni l I. verstorbenen Vaters Josef Kirner berufen. Der Vermißte wird hiermit aof- gefordert, innerhalb einer Frist von sechs Wochen zum Zwecke de- Bei- zugS bei der VerlaffenfchaftSverhandlung Nachricht von sich anher gelangen zu lasten. Neustadt, den 28. Oktober 1892. Der Großh. bad. Notar: _ Neßler. Bern». Bekanntmachungen. W'830 2. Nr. 4779. Waldshut Großh. Bad. Staats- Eisenbahnen. Die Lieferung von rund 10,8 Kubikmeter eichenen Schwellen für die Brücke des Babnbezirks Waldsbut, und von 40 Quadratmeter für die Rheinbrücke bei Walddhut soll vergeben werden. DaS Bedingnißhekt, von welche« auch Abschriften gegen Einsendung von 5v Pf, abgegebe» «erden, ist bei dem Unterzeichneten rinzuskhen. Angebote, mit entsprechender Aufschrift versehen, find portofrei svätesteot bis 12. N»ve«ber ». I., Bormit- taas S Uhr. ander eiuzureichen. Die Zuschlagkfrist ist auf 14 Laze festaesetzt. WaldSbut, den 25. Oktober 1893. Der Gr. Lahnbauinspcltor. W S3S-1. Bruchsal. Papier-Verkauf. Bei Unterzeichneter Stelle sind ungefähr 11000 Kilogramm abgängige Rech- »ungSpapiere vorhanden, welche zumeist aus gebundenen Büchern bestehen und beinahe ausschließlich über8V Jahre alt sind; dieselben scllen höherer Anordnung gemäß aus Grund öffentlichen Ausschreibens zur Veräußerung gelangen, und werden nun Papierfadrikanten und sonstige Kausliebbaber eingeladen, ihre Angebote verschlossen und mit der Aufschrift „Ankauf von Papier" versehen längstens bis 17. November d. I. anher einzusenden. Der Zuschlag wird dann binnen der nächsten 10 Tage erfolgen. Die näheren Bedingungen können bei der Kanzlei der Großh. OderrechnungS- kammer in Karlsruhe eingesehen oder erhoben werden. Archivdiener Brücknu dahier ist beauftragt, die Papiere etwa- gcn Kaufliedhabern auf Verlangen vov »ureigen. Bruchsal, den 31. Oktober 1892. Großh. RrchuungSarchiv. _ Baumert. Brenn- und Nutzholzversteigerung. W9L2. Die Großh. BczirkSforstei Ottenhüfcu versteigert: 1 am Freitag den 4. November d. I., Bor». 9 Uhr, in Allerheiligen aus den Dowänenwaldungen bei Allerheiligen: 1 Ster tannenes Küfer- Holz; 67 buchene, 606 tannene, 3 Ster gemischte Scheiter; 61 buchene. 251 tannene, 42 Ster gemischte Prügel; 2. am Samstag den 5. November d. I., Borm. S Uhr, im Badbause in Sulzvach auS den Domänenwaldungen bei Sulzbach und dem Windschlägwal»: 7 Stück eschen, Wagnerbolz (Windscklägwald); 43 buchene, 318 tannene, 15 Ster gemischte Scheiter; 10 buchene, 119 tannene, 58 Ster gemischte Prügel. _ W.9611- Schwetzingen. Bekanntmachung. Amtsdienerstelle betr. Die Stelle des Amtsdicncrs bei Unterzeichneter Behörde ist demnächst wieder zu besetzen mit einer festen Vergütung von jährlich 450 M-, wozu beiläufig 200 M- Nebenverdienst kommen- Die zu stellende Dienstkaution beträgt 200 M. Dem AmtSdiener kann eine Wobnung im Obereinnehmercige- bäude von 3 Zimmern, Küche, Kammer u. s. w. zugewiesen werden, für welche der Miethzins jährlich 100 W. beträgt- Civil- oder Militär-Pcasionäre von nicht allzu sehr vorgerücktem Lebensalter erhalten den Vorzug. Bewerber wollen unter Vorlage ihrer Militär dienst- und Leumundszeugnisse binnen 8 Tagen bei unS schriftliche Meldung machen. Schwetzingen, 31. Oktober 1893. Großh. Oberei»»ehmerei. k Wilckcns. ^ Druck und Verlag der G. Braun'schen Hofbuchdruckerei. (Mit einer Beilage.)