eilage M Ar. 346 -er Karlsruher Zeitung. Freitag, 16. Dezember 1892. Grogherzogthum Baden. Karlsruhe» den 15. Dezember. X (Der hiesige Thierschutzverein) hat seine öffentliche Thätigkeit für den laufenden Winter ausgenommen. Vom Vorstände wurde beschlossen und durch die Generalversammlung genehmigt, daß jeweils am zweiten Mittwoch jeden Monats, Abends 8 Uhr, im Hotel „Tannhäuser" öffentliche Sitzungen, wenn immer möglich mit Vortrag statlfinden. In diesen Sitzungen sollen zunächst alle den Thierschutz berührenden Vorkommnisse besprochen und der Erledigung zugesührt werden. In -er ersten Sitzung wurde in der Hauptsache Bericht über den Verlauf des V. Verbandstages der deutschen Thierschutzvereine erstattet, sodann die zur Vertheilung kommenden Thierschutzkalender besprochen, sowie der Vortrag deS Sekretärs des Vereins, Herrn Registrators Kaeflein, über „Hunde und Hundefuhrwerke und die Stellung der Thierschutzvereine hierzu" entgegengenommen. Der Redner schilderte den Hund als des Menschen nützlichen Genoffen und treuesten Freund in Leid und Freud und beleuchtete sodann die Frage, ob dem Hunde im Allgemeinen, insbesondere aber dem Ziehhunde eine seinen Leistungen entsprechende Behandlung zu Theil werde. Nach Mittheilungen in der Presse von Nah und Fern, nach den Ausführungen in Thierschutzschriften, sowie nach eigenen Beobachtungen kam er zu dem Resultat, daß dieses nicht der Fall sei. Wohl seien fast in allen größeren Städten ortsvolizeiliche Vorschriften erlaffen, die den-Schutz der zum Ziehen verwendeten Hunde anstreben. Durch den Umstand aber, daß die Auffassung dieser Materie bei den Behörden eine verschiedene ist und daß die erlassenen Vorschriften von einander abweichen, daß besonders das flaÄ Land von diesen Vorschriften fast gar nicht berührt wird, träte an die Thierschutzvereine die Ausgabe heran, hinsichtlich dieser Frage eine zielbewußte.Stellunz einzunehmen. Dieses Ziel müsse darauf gerichtet sein, bei den Ministerien der einzelnen Staaten vorstellig zu werden, um eine einheitliche Regelung im Wege einer Landesverordnung zu erzielen. Der Redner bringt sodann einen Entwurf einer aus den verschiedenen Polizeivorschriften und den Wünschen von Thierschutzvereinen zusammengestellten Verordnung zur Kenntniß der Anwesenden. Die Hauptsache des in 12 Paragraphen bestehenden Entwurfs gipfelt in folgenden Punkten: Vorführung des Hundes zur Besichtigung und Ättestertheilung durch Thierarzt. Erlaubnißschein zur Verwendung des Hundes zum Ziehen darf nur ertheilt werden, wenn der Hund die erforderlichen körperlichen Eigenschaften besitzt. Mit Hunden darf nur im Schritt deS Führers gefahren werden und dieser muß mitziehen helfen. Der Führer muß im Sommer ein Trinkgefäß und im Winter Decken zum Auf- und Unterlegen für den Hund mit sich führen. Sodann gedachte Redner noch der Kettenhunde, die oft noch schlimmer als die Zugbunde daran seien, und er fordert die Thierfreunde auf, ihre Thätigkeit auch diesen zu widmen. Das zu erstrebende Ziel sei erreicht, wenn die Besitzer solcher Hunde Folgendes beobachten würden: Die Hütte soll zugfrei und Risse rc. verstopft sein, damit Regen und Wind nicht eindringen können. Man soll reichlich Heu und Stroh in dieselbe thun, damit der Körper warm liege. Diese Unterlage ist mindestens wöchentlich einmal zu erneuern. Im Winter jist vor dem Eingang in die Hütte eine Decke anzubringen» die bis an die Erde herabhängt, so daß der Wind abgebalten wird. Die Umgebung der Hütte ist stets sauber und ebenso sind Wasser- und Futternäpfe rein zu halten. Am Tage müssen die Hunde mehrere Stunden umherlaufen können, damit sie sich durch die Bewegung erwärmen» Sehnen und Muskeln stärken und die entstehende Steifheit verhindert wird. Während der kältesten Monate sollte der Kettenhund in einem warmen Stall untergebracht werden. Ebenso sollte in der kälteren Jahreszeit dem Hunde täglich wenigstens eine warme Mahlzeit verabreicht werden. Wenn diese Regeln befolgt werden, wird das oft ganze Nächte andauernde Heulen und Winseln, das meist in Frost seine Ursache hat, verstummen. Nachdruck verboten. io. Das Tandkind in der Nestden;. Eine lustige Geschichte von Mariane Sell. (Fortsetzung.) Ahnungslos war Hedwig abermals zum Doktor gewandert; aber jetzt war er wirklich fertig und konnte nichts mehr entdecken. „Sie sind nun erlöst," sagte er, „Sie haben viel Geduld und Ausdauer bewiesen, für die ich Ihnen danken muß." „Es hat mich kein Opfer gekostet," versicherte Hedwig, „ich kam sehr gern." „Wir sind leider gewöhnt, daß das Publikum nur widerwillig unS aufsucht, um so angenehmer berührt es, einmal das Gegen- theil zu erfahren! Auch mir wird die liebenswürdige Patientin fehlen, aber ich hoffe, Sie bald einmal wiederzusehen I — Ich weiß nicht, ob ich es wagen darf, bei Ihrer Frau Tante zu erscheinen? Aber in Osterfeld werde ich mich sobald als möglich einfinden, um, gestützt auf meine alte Bekanntschaft, Ihrem Herrn Vater eine Bitte vorzutragen, aber freilich, Ihre Genehmigung möchte ich vorher einholen! Fräulein Hedwig, Sie wissen, was ich meine!" Hedwig war purpurroth und nestelte eifrig an einem widerspenstigen Handschuhknopf, aber der junge Mann nahm ihre Hände fest in die seinen, um ihr tief in die Augen sehen zu können, und. Da wurde lebhaft die Vorhausglocke gezogen; ein korpulenter Herr schob unsanft den betreßten Diener bei Seite, um sich im Salon umsehen zu können. ging geraden Weges auf's Sprechzimmer zu und öffnete die Thür des Rllcrheiligstcn. Er kam gerade zum unpassendsten Augenblicke; seine Hedwig ruhte in den Armen des jungen Doktors! Von der Empörung und Wuth, die Herrn Bertram bei diesem Anblick ergriff, kann sich Niemand einen Begriff machen! Unsanft trennte er die beiden Liebenden, indem er die Tochter an sich riß, während er den jungen Mann kräftig bis an die gegenüberliegende Wand schleuderte und polterte im höchsten Zorn: „Sie sind mir ein sauberer Patron! Hier scheint ja das wahre Sodom und Gomorrha zu sein! Aus der Polizei sollte man es melden, in den Zeitungen bekannt machen und ehrbare Familien vor Ihnen warnen!" HH Mannheim, 14. Dez. (Die Badische Schiller- Stiftung), deren Geschäftsort seit 3 Jahren Mannheim m, hielt im „Pfälzer Hof" ihre diesjährige Generalversammlung ab. Aus dem Jahresbericht ist hervorzuheben, daß die Badische Zweig- stiftung am 1. Dezbr. d. I. übet ein Vermögen von 38177 M- 93 Pf. verfügte, gegen 36 100 M. im Vorjahr, und daher einen Zinsertrag von 1453 M. für ihre Zwecke verwenden kann. Die reinen Zinseneinnahmen werden zu ' ig kapitalisirt. zu an die Centralkaffe des Vereins, dessen Vorort gegenwärtig Weimar ist, abgeführt, während der Rest für Unterstützungen heimischer Schriftsteller oder ihrer Angehörigen zu Gebote steht. Zur Erinnerung an seinen 70. Geburtstag ließ der Vorsitzende der Badischeu Zweigstiftung, Herr Bankpräsident Eckhard, die schöne Gabe von 200 M. zugehen. -s-Lahr, 14. Dez. (Theater — Oelgemäldc.) Am nächsten Sonntag findet im hiesigen Stadttheater die Aufführung von Paul Hehse's Schauspiel „Colberg" durch Schüler des Großh. Gymnasiums unter Mitwirkung zweier hiesiger Damen statt. Die Regie liegt in den Händen des Herrn Steuerkommissär Brecht, des bewährten Leiters unseres Luther-Festspieles. Der Ertrag ist für wohlthätige Zwecke bestimmt. — In der Aula der Luisen-Schule sind zur Zeit zwei Bilder des Herrn Adolf Schmidt in. eines in Karlsruhe ausgebildeten Künstlers von hier, ausgestellt, welche die Aufmerksamkeit zahlreicher Kunstfreunde auf sich lenken. Das eine Bild: „Die Kartenspieler", hat in der Badener Ausstellung bereits eine günstige Beurthei- lung gefunden, da- andere, als Altarbild für die neue katholische Kirche in Pforzheim bestimmt, dürste das bedeutende Talent des jungen Künstlers in noch besserem Lichte erscheinen lassen. Literarische Weihnachtsgaben. Die Bücher in farbigem oder goldglänzendem, illustrirtem Einband häufen sich auf dem Redaktionstische und mahnen daran, daß es Zeit wird, Revue über die bemerkenswerthesten Erscheinungen der diesjährigen Weihnachtsliteratur abzuhalten. Es fallen uns da zunächst zwei Bücher mit kulturgeschichtlichen Erzählungen von Oskar Höcker in die Hand. Oskar Höcker ist einer der fleißigsten und am liebsten gelesenen Jugendschriftsteller und sein Name, brsitzt bei dem Heranwachsenden Lesepublikum einen guten Kkarg. Jm^BMstrnprinz" bietet er den Lesern eine Erzählung auS'-kr Blütbezsit des alten Egyotens, in „Götz voa Berlichingeu" führt et ihnen eine kernige Rittergestalt „aus den letzten Tagen deS fehdelustigen Ritterthum» und aus der Zeit des großen Bauernkrieges* vor. Höcker entwirft seine Erzählungen gern M bistollschem Hintergründe» und wo er nicht geschichtliche PitffötLwkltetzzn Htlbm schwer Geschvhcken nimmt, so schildert er üsts^Lochl mEßeffaüre »knktmeli'öchen. nnd das geschieht' immer aus- der. Ilgterlgge. sorgfältigKer Studien. So bietet er awch.i»-e» beiden «kwWtzyvBchcher.ii rückt Zmr spannende Erzählung»»»- sondern auch aiue»r.u«f»sie»de»rhistorischen und kulturgeschichtlichen Lehrstoff, und das BelehjMde ist mit dem Unterhaltenden so geschickt verbunden, das GachK» in ^gefällige Form gekleidet, daß feine Zeiten und frewd^WötkcrTvor dem geistigen Ange deS jugeMiLrÜLserS in-lebensvoller Frische erstehen. Im „Götz" schildert Höcker das ritterliche Stegreif' leben und die Bauernkämpse des Mittelalters und führt — on mit naivem Humor — den Ritter mit der eisernen Hand in Zwiespalt mit Städten und Fürsten, Kaiser und Reich vor. Im „Wüstenprinz" breitet Höcker eine Fülle der interessantesten Züge aus dem asiegyptischen Kulturleben aus. Er führt den Leser in das Todteceich des alten Theben, schildert daS damalige Stu- dentenleben und führt ihn in das Sandgebiet der libyschen Wüste. Die Verlagshandlung (H. Krüger, Berlin 7V. 9) hat für die äußere Ausstattung das Möglichste gethan. Außer der künstlerisch gearbeiteten Einbanddecke, vorzüglichem Druck, mehreren Originalvollbildern von bewährter Künstlerhand besitzen die Bücher einen besonderen Schmuck in den zahlreichen Textillustrationen. „Götz" ist von Eduard Klingebcil, der „Wüstenprinz" von August Dreffel illnstrirt. Der Preis der beiden Werke (jedes 4 M. 80 Pf.) ist in Ansehung der gediegenen inneren und äußeren Erschreckt hatten sich an der Thüre die Patienten versammelt; von ungewohntem Lärm überrascht, kam sogar der Herr Hofcath trotz seines in Wolle gewickelten Fußes herbeigehinkt: aber ehe irgend welche Aufklärung gegeben werden konnte, war Herr Bertram mit seiner vor Schreck halb ohnmächtigen Tochter davon gestürmt. Wie eine Bombe fiel der erzürnte Vater Kastanienstraße Nr. 18 ein, wo die beiden Schwägerinnen friedlich bei einander saßen, und es daueite eine geraume Zeit, bis die Mutter erfahren, was sich zugetragen. Als aber Hedwig ihren Eltern erklärte: „Ich liebe den Doktor Andersten schon, seit ich mit ihm auf dem Birnbaum gesessen, und ich werde nie von chm taffen! Er liebt mich auch und wird bei Euch um mich werben" — da kehrte sich die Entrüstung des Vaters gegen sein Kind und er erklärte ebenso feierlich : „Diesem Menschen gebe ich Dich nicht!" Aber auch gegen Frau Brigitte richtete er Vorwürfe über ihre mangelhafte Beaufsichtigung, die allein das Zusammentreffen der Liebenden möglich gemacht. „Sie hätten Hedwig nicht zu sich einladcn sollen, wenn Ihnen diese Pflichten lästig waren," grollte er, „und Sie dürfen sich nicht wundern, wenn ich Hedwig nicht länger bei Ihnen lasse!" Jetzt war aber Frau Bertrams Geduld, die sie mit dem aufgeregten Manne gehakt, erschöpft. „Sie kommen mir zuvor, Schwager, ich wollte Sie soeben bitten, Ihre Tochter von nun an in eigene Obhut zn nehmen I Schweigend habe ich zahllose Unannehmlichkeiten ertragen, die mir aus dem mir ausgedrungencn Besuche Hedwigs erwachsen sind. Ich war anfänglich geneigt, ihre Partei zu ergreifen. Ich freue mich, wenn sich junge Mädchen verheirathen, und der Sohn des angesehenen Hofraths Andersten kann überall anklopfen und wird sich nirgends einen Korb holen; aber sie hat einen solchen Mangel an Vertrauen gezeigt und mich so raffinirt hintergangen, daß ich mich vollständig in ihr getäuscht habe, als ich sie für ein gutes, harmloses Mädchen hielt. Ich lehne cs ab, mich weiter mit ihr zu befassen oder ihre Sache zu vertreten!" Die arme Hedwig! Wie oft war sie getadelt worden, daß sie das Herz aus der Zunge trage, nichts verschweigen könne; und jetzt, wo sie den schüchternen Versuch gemacht, das Geheimniß Ausstattung verhältnißmäßig niedrig und jedes von den beideu Büchern, unter denen uns die Wahl schwer fallen würde, erregt als Fcstgeschenk sicherlich Freude. Was Höcker für die reifere männliche Jugend ist, das ist Brigitte Augusti für das reifere Mädchenalter. Auch sie ist geradezu unerschöpflich, ohne flüchtig zu werden; vielmehr bildet die Gediegenheit ihrer Darstellungsart, die Sorgfalt, mit der sie die Wahl und die Behandlung des zn schildernden Gegenstandes der jugendlichen Vorstellungsart anzuvaffen weiß, und das ernste Streben, stets zugleich die Geistes- und Gcmüthsbildung ihrer Leserinnen zu fördern, den Vorzug aller Bilder von Brigitte Augusti. Man wird diesen Vorzug auch in der Erzählung wiederfinden, die unter dem Titel: „Unter Palmen" bei Ferdinand Hirt md r-llwd. » Amt. I Frauc — so Pf», Frankfurter Kurse vom 14. Dezember 1892. Port.4'/-Llll.v.l888M.-! «iseubahU-Aktie». 3»nSlSnd. Lstr. 21.50 Heff.8udlligS-Bahu Thlr.log 70 Serbien 5 Goldrente Lstr. 76.— Schweden 4 Oblig. M. 103 — Span. 4 »uSländ. P. 6410 Berner 3'/» Obligat. Fr. Egypten 4 Ünif. Obl. Lnr. . 3'/, Privil. Lstr. Argent. 5 Inn. GoÜ>a»l. P Bank-Aktie«» 3'/- Deutsche R.-Ban? M. 149.50 4 Badis che Bank Thlr. 114 — 5 BaSler Bankverein Fr. 120 — 4 Berlin. HandellSges. M. 132 80 99.80 99.80 94 50 4'/, Pfälz.Max-Bahn fl. 142 S2 4 Pfälz. NorÄahn fl. 114 — 4 Gotthardbahu Fr. 156 30 4Darmstädter Bank fl. —. 4 Deutsche Bank M. 153 30 4 Deutsche BereiuSb. M. 104.40!5 , » lüt. S. 4 Deutsche lluioubank M. 32,30 3 Racib-Oed-Ebeus- 2 4 DiSk.-Aomm.-A. 5 Oest. Kredit ö. ft. 264'/, 4 Rhein. Kreditbank Thlr. 120 4D.Effektenb.50-/ Thlr. 110 .- 4D.Htzv.-Bk. Tblr. 50°/» 107 20 5 Böhm. Westbahn fl. 29IV» 5 Gal. Karl-8udw.-B. fl. 183 V« r Oest- Lokalbahn fl. 153 5 Oest.Südbahn(8mb.) fl. 79-/» 5 Oest. Nordwest fl. 1730z 5 . . lüt.8. fl. 196 Giseubähn-PriuritSt««. 1 Elisabeth steuerfrei M. 100 50 5Miihr. Greuzbahn fl. 8150 5 Oest. Nordwest v. 74 M. 107,90 5 . . tt-t. fl. 9l,20 90.60 68.40 Thlr. 177 60 4 Rudolf fl. 8150 4 » Salzkgut. stk. M. 100 70 4 Vorarlberger fl. — — 3 Jtal. gar. E.-B. kl. Fr. 56 30 4 Gotthard IV. S. Fr. 103 92 3'/2 Jura-Bern»8uz. 4 Schweizer Tentral 4 dto. Nordost 85-87 5 Südbahn steuerfrei 4 dto. 3 dto. 5Oest.-U.St.-B.73-74'fl- 107,82 3 dto. l.-vm. Em. Fr. 8010 3 Uvorn. 6. v. u. l)/2 Fr. 83 40 5ToScaa. Tentral Fr- 100.80 5 Weststc.E.-Z. 80 stfr. Sr. 94 — 6 South. Paris. Tal. 1- Ä. 111.— Pfandbriefe. 4Pfälz.Hyp. u.1398 N- 102.40 4 Pr.B.'K.-Ä.VII-1XTHlr.100 20 4 Preuß. Teutr^Bod.-Kred.» G. 85 L 100 Thlr. 10090 4 Rh. Hon. S. 43-49 M 100 30 4 dto. unküadb. 1896-97 102.10 3-/, dto. M. 95 10 SeraluSttchs 8»»se. 3°/, Preuß. Prüm. Thlr. 183. - 4 Badische Präm. Thlr. 139 40 » «r, -- so 1 Pst, « U«r„ > -- « »ml. « « rsbil ^ , Rmr. « Pfg.. , Mark Bank, -- , sr«r. « Fr. 98 6 j>4 Bayrische Präm. Thlr. 141,30 Fr. 103.70! 4 Mein. Pr.-Pfb. Thlr 128.20 Fr. 104 2o!3 Oldenburger Thlr. 128 40 fl. 104.3) 4 Oesterr. v- 1854 fl. M. 98.30 4 . v. 1860 fl. 122.10 63 80 4 Stuhlw. Raab-Gr-Thlr. 103.90 Unverzinsliche Loose per Stück in M. AnSbach-Tunzenb. ff. 42 20 Augsburger ft. 30 40 Braunfchweiger Thlr. 10350 Freibura-r Fr. 35 40 Kurhesstsche Thlr. 400.— Mailänder Fr- 10 19.30 Meininger st. 28 40 Oesterrncher v- 1864 fl. 328 80 dto. Kredit v. 1858 fl. 334.89^ Schwedische Tmr. — — Ungar. Staats fl. 257,70 Wechsel nnd Sorten. Amsterdam fl. 100 168 50 London Lstr. 1 20,38 Paris Fr. 100 80,85 _ ^ ^ «tSii- Wien fl. 100 169 L, Dollars m Gold 20 Franken-Stück 1617 Engl. Sovereigns MLO Obligatio»«» »»S JuduAst». Aktie«. 3'/, Freiburg v. 1888 M.- 3 Karlsruhe v-1888 M. 88.50 Tttliuger Spinnerei st. 110.5a Karlsruh. Mas chinenf. M- 142 — Bad- Zuckers. Wagh. fl. 55.50 3 Deutsch Phönix 20 V»E. 312.- 4 Rheinische Hypotheken- Baak 70--/» Thlr. 135 50 5 Westeregeln-Alkali-W. 101.40 5 Dortmund. Union M- — 4'/z Alpine Montan abgsst. 95 bo 4 dto. Ser. 11 -Vlll Lire 82 90 TtaudeSyr-rl. Aulehe«. 4 Asenb -Büdingea fl. 101.90 3°/, Nsenb-Mrsters 87 M- —-— RrichSbauk-Discont 4'/, Frankfurt« Bauk-DiSro»! 4'/, Bürgerliche Rechtspflege. Aufgebot. X:886,1. Nr. 22.951. Tauber- bischofsheim. Das Großh. Amtsgericht hierselbst hat unterm Heutigen folgendes Aufgebot erlassen. Die israelitische Kultusgeineinde Grünsfeld, vertreten durch Rechtsanwalt Spiegel dahier, besitzt auf Gemarkung Grünsfeld eine Gebäulichkeit (Synagoge) Leopoldstraße 148 in dem Hinterbau des Spenglers Heinrich Huband, neben Michael Barthel und Sebastian Dürr in Grünsfeld, ohne Erwerbsurkunde. Diejenigen Personen, welche an dieser Gebäulichkeit in den Grund und Unter- pfandsbüchern nicht eingetragene und auch sonst nicht bekannte dingliche oder auf einem Stammguts- oder Familien- gutsverbande beruhende Rechte haben, werden auf Antrag des genannten Vertreters hiermit aufgefordert» solche spätestens in dem auf Montag den 6. Februar 1893, Vormittags Vi 9 Uhr. bestimmten Aufgcbotstermine anzumel- den, widrigenfalls die nicht angemeldeten Ansprüche für erloschen erklärt würden. Tauberbischofsheim, 30. November 1892. Der Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts: Schwarz. X:885. Nr. 27,961. Waldsbut. Das Großh. Amtsgericht Hierselbst erließ heute folgendes Aufgebot: Der Landwirth Joses Zimmermann alt von Alb bat das Aufgebot eine» auf seinen Namen lautenden Sparkassenbuchs der Spar- und Waisenkaffe Watdshut über 1300 M., verzinslich zu 3*«°« vom 10. September 1891 an, K.-B. Nr. 8692, beantragt. Der Io- Haber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf Donnerstag den 20. Juli 1893, Vormittags S Uhr, vor dem Unterzeichneten Gerichte anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Krafttoserklärung der Urkunde erfolgen wird. Waldshut, den 10. Dezember 1892. Der Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts: M 0 b r. Konkursverfahren. X877. Nr. 11,888. Evvingen. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Gutsväckters Wilbelm Sagenbücher auf Stiftcrhof, Gde. Elchrl- dcrg, ist zur Prüfung der nachträglich anaemeldcten Forderung Termin auf Dienstag den 27. Dezember 1892, Vormittags *-12 Uhr, vor dem Großh- Amtlgerichte Hierselbst anberaumt. ^ ^ Eppmgen, den 14. Dezember 1d92. Schütz, Gerichtsschreiber des Gr. Amtsgerichts. X'878. Nr. 18,758. Lahr. Indem Konkursverfahren über das Vermögen des Kaufmanns Julius Bittmann von Lahr ist zur Abnahme der ergänzten Schlußrechnung, zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schlußver- zeichniß und zur Nachtragsvertheilung Termin auf Samstag, 3l. Dezember 1892, Vormittags 9 Uhr, bestimmt. Lahr, den 8. Dezember 1892. Großh. bad. Amtsgericht, gez. Mündel. Dies veröffentlicht Der Gerichlsschreiber Gr. Amtsgerichts: Eggler. X'879. Nr. 19,064. Labr. Das Konkursverfahren über das Vermögen des Jakob Rieflin alt, Landwirths in Langenwinket, wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins hierdurch aufgehoben. Lahr» den 10. Dezember 1892. Großh. bad. Amtsgericht, gez. Mündel. Dies veröffentlicht Der Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts: Esaler. X881. Nr. 33.093. Frerburg. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Akkordankeu Jakob Hildenbrand vonSt.Georgen ist zurAbnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schlußverzeichniß der bei der Verthei- lung zu berücksichtigenden Forderungen und zur Beschlußfassung der Gläubiger über die nicht verwerthbaren Vermögensstücke der Schlußtermin auf Donnerstag, 29. Dezember 1892, Vormittags 9 Uhr, vor dem Großh. Amtsgerichte Hierselbst bestimmt. Die Schlußrechnung nebst den Belegen und Bemerkungen des Gläubigerausschusses. sowie LaS Schlußverzeichniß sind auf der Gerichtsschreiberei niedergelegt. Freiburg, den 1, Dezember 1892. Wagner, Gerichtsschreib-r des Gr. Amtsgerichts. T'880. Nr. 33,899. Freiburg, In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Fruchthändlers Julius Bind- ner von Betzenhausen wird in Gemäßheit des Z 75 Konk.Ordg., nachdem der Zwangsvergleich vom 7. November l. Js. rechtskräftig bestätigt ist, das Konkursverfahren aufgehoben. Dies wird hiermit öffentlich bekannt gemacht. Freiburg» den 7. Dezember 1892. Der Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts: Wagner. BerMögensabssnseruagen. T'869, Nr. 19,492. Mannheim, Die Ehefrau des Christian Wetzet, Flaschenbierhändlers in Mannheim, hat gegen ihren Ehemann bei dirffeit. Landgerichte eine Klage mit dem Begehren eingereicht, sie für berechtigt zu erklären, ihr Vermögen von dem ihres Ehemannes abzusondern. Termin zur Verhandlung hierüber ist auf: Dienstag den 24. Januar 1893, Vormittags 9 Uhr, bestimmt. Dies wird zur Kenntnißnahme der Gläubiger andurch veröffentlicht. Mannheim, den 12. Dezember 1892. Gerichtsschreiberei Großh. Landgerichts, vr. Weingart. -(870. Nr. 19,495 Mannheim. Die Ehefrau des Karl Friedrich August Blechschmidt, Eifensießer in Mannheim , Schwetzingerstraße Nr. 41, hat gegen ihren Ehemann bei diesseitigem Landgerichte eine Klage mit dem Begehren eingereicht, sie für berechtigt zu erklären, ihr Vermögen von dem ihres Ehemannes abzuscudern. Termin zur Verhandlung hierüber ist auf: Dienstag den 24. Januar 1893, Vormittags 9 Uhr, bestimmt. Dies wird zur Kenntnißnahme der Gläubiger andurch veröffentlicht. Mannheim, den 12. Dezember 1892 Gerichtsschrerberei Großh. Landgerichts. 0r. Weingart. T889. Nr-11,202. Freiburg. Die Ehefrau des Kaufmanns Karl Friedrich Krotz, Anna, geborene Beaa, in Waldkirch hat gegen ihren Ehemann Klage auf Vermögensabsonderung bei der Hl. Civilkammer des Großh. Landgerichts Freiburg erhoben und ist Termin zur Verhandlung dieser Klage auf Freitag den 17. Februar 1893, Vormittags 9 Uhr, bestimmt. Freiburg, den 14. Dezember 1892. Der Gerichtsschreiber des Großh, bad. Landgerichts: Werrlein. Brrscholleahritsverfahren. X:887,1. Nr. 24.323. Karlsruhe. Endbescheid. Der am 25. Avril 1837 zu Bulach geborene Taglöhner Michael Speck wird, nachdem er aus die diesseitige Aufforderung vom 18. August 1891 keine Nachricht von sich hierher gelangen ließ, für verschollen erklärt, Karlsruhe, den 12. Dezember 1892. Großh bad. Amtsgericht. Dies veröffentlicht der Gerichtsschreiber: H ü b s ck m a n n. Lrlworladullg. T:8S0. Ofsenburg. MichaelMoll, Taglöbner von Urloffen, z, Zt. in Amerika an unbekannten Orten abwesend , wird aufgefordert, zur Tbeil- nahme an den Verlaffenschaftsverhand- lungen auf das am 30. September d, I. erfolgte Ableben seiner Mutter Anton Moll Ehefrau, Sophia, geb. Denninger, von Urloffen, binnen 6 Wochen von heute an sich dahier zu melden. Offenburg, den 12. Dezember 1892. Der Großh. Notar: H. K a i s e r. HaudelSregikrrriutrSgr. X-882. Nr. 47,007. Pforzheim. Zum Handelsregister wurde eingetragen: -4. Zum Firmenregister: 1. Band III, O.Z. 230- Firma Emrl Betz hier. Inhaber ist Graveur und Nähmaschinenhändlcr Emil Betz, hier wohnhaft. 2 Band Ul, O Z. 231. Firma B- Waffmer hier. Inhaber ist Bijoutier und Spezereihändler Bernhard Waffmer^ wohnhaft hier. 3. Band III. O.Z. 232. Firma Wilhelm Krämer hier. Inhaber ist Bäcker und Spezereihändler Wilhelm Krämer, wohnhaft hier. Nach dessen Ehevertrag mit Elisabetha, geb. Blaick, vom 12. Juli 1884 besieht zwischen den Ehegatten die bedungene Gütergemeinschaft in der Art, daß jeder Theil den Betrag mit 25 Mark in die Gemeinschaft eine wirft, alles übrige Vermögen derselben, deren jetziges und künftiges, liegendes und fahrendes, mit den darauf ruhenden Schulden von der Gemeinschaft ansgeschloffen und für verliegenschastet erklärt ist im Sinne des 8.R.S. 1500 bis 1504. 4. Band Hl, O.Z. 233. Firma Val. Mayer hier. Inhaber ist Bijouteriefabrikant Valentin Mayer, wohnhaft hier. Nach dessen Ehevcrtrag mit Louise, geb. Gulden, voln 13. Januar 1866 besteht zwischen den Ehegatten die gesetzliche Gütergemeinschaft mit der Abänderung, daß von dem Vermögen eines jeden Theilcs nur die Summe von 10 st. zur Gemeinschaft eingeworfen» alles weitere, sowchl gegenwärtige als künftige Beibringen nebst den allrnsallsigen eigenen Schulden eines jede» Theils aber von der Gemeinschaft ausgeschlossen und als Liegenschaft erklärt ist; eS erwirbt die Gemeinschaft das Eigentbum der fahrenden Habe eines jeden Ehegatten, und ist der Ersatz hierfür in Geld zu berechnen. 5. Band I, O.Z. 628. Firma Friedrich Muuk hier. Die Firma ist erloschen. , 6. Banh M, O,Z. 234. Firma Ernst Jdker hier. Inhaber ist Bijoutier und Spezereihändler Ernst Jdler, wohnhaft hier. ' "7. Band III, O.Z. 235. Firma Jsh. Geitb hier. Inhaber ist Kaufmann Johann Geith, wohnhaft dahier. Derselbe ist Württemberger und ohne Ehevertrag mit Emma» geb. Peter, verehelicht. Es bestellt zwischen den Ehegatten die Errungenschaftsgemeinschast des württ. Landrechts, wonach der Ehefrau auch an der beigebrachten und ererbten Fahrniß Sondereigenthum zusteht, ohne daß die Fahrnisse verzeichnet zu sein brauchen. 8. Band m, O Z. 236. Firma Lina Bechtold hier. Inhaberin ist die von ihrem Ehemann zum Handelsbetriebe ermächtigte Ehefrau des Wärters Ernst Alexander Bechtold, Lina, geb. Kaucher, wohnhaft dahier, welche eine Spezerei- Handlung betreibt. 9. Band HI, O.Z. 237. Firma Karl Siegt hier. Inhaber ist Kaufmann Karl Siegl, wohnhaft hier. 10. Band 111, O.Z 238. Firma Wilhelm Ben, hier. Inhaber ist Kaufmann Wilhelm Benz, wohnhaft hier. 11. Band 111, O.Z. 239. Firma Carl Dünkel hier. Inhaber ist Etuisfabri kaut Carl Dünkel, wohnhaft hier. Nach dessen Eh.vertrag mit Marie, geborne Schaufler vom 17. Juli 1885 ist das gegenwärtige und künftige» aktive und passive Vermögen des Ehegatten bis auf einen Einwurf von je 50 Mark von derGülergemeinschast ausgeschlossen und für verliegenschaftct erklärt. 12 . «and 111, O Z. 240. Firma Franz Ulrich hier. Inhaber ist Eluisfabrikanl Franz Ulrich, wohnhaft hier. Nach dessen Lhevertrag mit Anna, geborne Schaufler, vom 10. Februar 1883 ist die eheliche Gütergemeinschaft auf einen beiderseitigen Einwurf von je 50 Mark beschränkt, alleS übrige Vermögen der Ehegatten, deren jetziges und künftiges, liegendes und fahrendes» ist mit den darauf ruhenden Schulden im Stücke von der Gemeinschaft ausgeschlossen und für verliegenschastet erklärt im Sinne der L R.SS. 1500-1504. 13. Band UI, O.Z. 241. Firma Emma Munk hier. Inhaberin ist Emma Munk, wohnhaft hier, welche die Biiou- teriefabrikalion betreibt. Dem Bijoutier Friedrich Munk hier ist Prokura erlheilt. 14. Band III, O Z. 242. Firma Carl Lang hier. Inhaber ist Bijoutene- ! Händler Carl Lang, wohnhaft hier. Der- ! selbe ist mitEmilie, geb. Männer, ver- i ehelicht, und besteht nach dem Urthette j Gr. Amtsgerichts hier vom 15. Juli l 1882 unter den Ehegatten völlige Ver» mögcnsabsondcrnng. ö. Zum Gesellschaftsregister: ! 1. Band II, O Z. 574. Firma Ge- j brüder Keppler hier. Tic Gesellschaft ist seit 1- Januar 1892 aufgelöst und die Firma erloschen. Die Liquidation besorgt Michael Keppler hier. 2. Band II, O.Z. 725. Firma Reis und Posner hier. Theilhaber der seit 7. Dezember 1892 dahier bestehenden offenen Handelsgesellschaft sind die Kaufleute Louis Reiß und William Posner, beide hier wohnhaft. 3. Band II, O.Z. 926. Firma Franz Ulrich hier. Die Gesellschaft ist seit 1. Dezember 1892 aufgelöst und die Firma erloschen. Die Liquidation besorgt Franz Ulrich. Die Prokura de» Adolf Schaufler hier ist erloschen. Pforzheim, Len 9. Dezember 1892. Großh. bad. Amtsgericht 1l. v- Bado. Strafrechtspflege. Ladungen. X888.1. Nr. 29,903. MoSbach. Der am 27. Januar 1858 in Dallau geborene und zuletzt dort wohnhafte Dienstknecht undErsatzreservist der Landwehr II. Jakob Bierweiler, z. Zt. in Amerika, ist angeklagt, daß er als beurlaubter Ersatzreservist ausgewandert sei, ohne von seiner bevorstehenden Auswanderung der Militärbehörde Anzeige erstattet zu haben, indem er, bis zum 8. November 1892 nach Amerika beurlaubt, um eine Verlängerung seines Urlaubs nicht nachgesucht und auch feine etwaige Rückkunft nicht angezeigt hat, — (Übertretung gegen § 360 Z. 3 R.- Str.G.B. Derselbe wird auf Anordnung Großb. Amtsgerichts hierselbst auf Mittwoch den 1. Februar 1893, Vorm. 9 Uhr, vor das Gr. Schöffengericht Mosbach zur Hauptverhandlung geladen. Bei unentschuldigtem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der nach 8 472 der Str P O. von dem König!. Beznkskommando Mosbach ausgestellten Erklärung vcrurlheilt werden. Mosdach, 14. Dez. 1892. Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts: Heber. L erm. Bekanntmachungen« X 871. Nr. 382. Donauefchingen. Bekanntmachung. Nachdem das Lagerbuch der Gemarkung Riedöschingen ausgestellt ist, wird dasselbe gemäß Art-12 der Landesherrlichen Verordnung vom ll. September 1883 während 4 Wochen vom 16. d. ^ MtS. ab auf dem Nachhause zu Ried- ösckingen öffentlich aufgelegt. Hiervon werden die Grundeigenthü- mer benachrichtigt und aufgefordert, etwafte Einsprachen gegen den Inhalt der eingetragenen Beschreibungen der Liegenschaften und ihrer Rechtsbeschaf- senheit innerhalb der bezeichneten Frist mündlich oder schriftlich anzumelden. Donauefchingen, 13. Dezember 1892. Der Lagerbuchsbeamte: A. Ziegler, L.813.2. Nr. 6080. Straßburg. Reichs-Eisenbahnen in Elsaß- Lothringen. Verdingung der Bauarbeiten zur Herstellung des Bahnkörpers für daS zweite Meise der >7,5 kn» langen Bahnstrecke Hagenau-Obermodern in 2 Loosen am Freitag, SV. Dezember 1882, Borm ttags 11 Uhr. im bautechnischen Büreau der Reichs-Eisenbahnen zu Straßburg, Verwaltungsgebäude. Es umfassen ungefähr: Loos 1. 146000 el>m Erdbewegung, 4400 cbm Maurerarbeiten, 11000 gmWegebefestigungs- arbeiten, LooS II. 103000 cbm Erdbewegung, 9000 cdm Maurerarbeiten, 20000 gmWegebefestigungs- arbeiten. Vollendungstermin: 1. Juni 1894. Znschlagsfrist 4 Wochen. Die Zeichnungen» Bedingungen und Berechnungen können im bautechnischen Büreau eingesehen, auch daher — mit Ausnahme der Zeichnungen — gegen Erstattung der Druckkosten bezogen werden. Straßburg. 9. Dezember 1892. Bautcchnisches Büreau der Re»chs- Eisenbahne«. 2 . 3. X 896.1. Nr. 20 , 620 . Karlsruhe. Wir haben mit höherer Genehmigung folgende noch brauchbare Werkzeugmaschinen gegen Barzahlung zu verkaufen: .1. Eine Support-Drehbank für Kraft- betneb mit 200 mm Spitzenhöhe, 2800 mm Drehlänge mit Holzwangen und Deckenvorgelegc. Eine Hobelmaschine für Kraftbe- tneb mit 900 mm Hobellänge, 450 mm Breite und 400 mm Höhe, nrit Deckenvorgelege ohne Lagerböcke. Eine Schrauben» und Mutternschneidmaschine für Gewinde bis l'/r" engl., mit 15 Gewindbohrern, 12 Paar Gewindebacken, milDecken- vorgelege ohne Lagerböcke. , Die Bcrkaufsbedingungen, sowie die Maschinen können bei uns eingesehen werden. Angebote sind schriftlich und verschlossen bis zum 28. l. Mtö., Bormittags 1V Uhr, bei der vergebenden Verwaltung einzureichen. Karlsruhe, den 14. Dezember 1892. Grosth. Verwaltung der Eisenbahnhauptwerkstätt e. 9(895.1. Nr- 20,650. Karlsruhe. Wir haben die Lieferung von 20 Stück eisernen Miitertranspor- tenren von 4,5 m Bodenlänge und 10 Stück desgleich, von 5,5 m Bodenlänge zu vergeben. Bedingungen und Zeichnungen sind gegen eine Gebühr von 1 Mark auf unserer Kanzlei in Empfang zu nehmen. — Eröffnungstermin am 3. Januar 1883, Vormittag- 1v Uhr. Karlsruhe, den 12. Dezember 1892. Großh. Verwaltung der Eisenbahnhauptwerkstätte. Arbeitvergebrmg. L.862.1. Für die innere Einrichtung des Kaiserin Augusta-Bades inBaden sollen vorbehaltlich höherer Genehmigung durch Angebot auf Einzelpreise zur Vergebung kommen: Stühle, Bänke, Toilettentische, Kasten, Äbleg-Tische, Spiegel in Holzrahmen u. s. w. Die sämmtlichen Möbel sind aus hell- polirtem Eichenholz oder Tannenholz mit Eichenfourniren, die Sitze und Lehnen der Stühle und Bänke mit Rohrgeflechten herzustellen. Ornamentale Schnitzereien sind dabei ausgeschlossen. Ferner sind aus Forlen- und Tannenholz herzustcllen: die gestemmten Umwandungen für 3l Auskleide Cabinen und schließlich sollen in Tapezierardeit: Lamberquins, Portiören, Vorhänge mit Galerien, Teppichläufer, Vorlagen u. s. w. zur Vergebung gelangen. Arbeitsbedingungen und Zeichnungen können zu den üblichen Büreaustunden bei Gr. Baudirektion eingesehen werden, woselbst auch die Angebotsformulare in Empfang zu nehmen sind. Letztere sind bis 31. Dezember, Abends 4 Uhr, bei Großh. Baudirektion einzureichen. Die Znschlagsfrist beträgt 4 Wochen. Karlsruhe, den 12. Dezember 1892. Großh. Baudirektion. Dr. Josef Durm. - __»clt. Martin. ' X:872.1. Nr. 5616. B ad en. Arbeitvergebung. Für den Neubau eines Lvirth- schaftsgebäudeS zum Jagdhaus bei Oos sollen nachstehende Bauarbeitcn auf Einzelpreise vergeben werden: veranschlagt zu: Grab- und Maurerarbeit 23,000 M. Steinhauerarbeit . . . 11,000 » Zimmerarbeit .... 7,000 » Schlofferarbeit .... 600 « Blechncrarbeit .... 1,800 , ! Walzeisenlieserung . . . 1,800 „ Pläne, Akkordbedingungen und Auszüge aus dem Voranschlag können auf dem diesseitigen Geschäftszimmer, Kreuz- flraße Nr. 5, bis zum 27. Dezember d. I. in den Vormittagsstunden eingesehen werden. Die Angebote sind, mit entsprechender Aufschrift versehen, spätestens bis zum 27. Dezember d. I., Abends 6 Uhr, verschlossen und portofrei an die Unterzeichnete Stelle einzureichen. Zuschlagfrist 4 Wochen. Baden, den 14. Dezember 1892. Grsßh. Bezirksbauinspektion. K r e d e l l. Druck und Verlag der lraun'schcn Hofbuchdruckerei.