Beilage zu Ar. 348 -er Karlsruher Zeitung. Sonntag, 18. Dezember 18SL Großherzogthum Vsdru. KarlSrnh«. de« 17. Dezember. Z (Tabakbau und Tabakernte im Großberzog- thnm Baden für da» Erntejahr 1891/92.) Nach' hem da» Ernteiahr 1831/93 vollständig abgelaufen ist, stnd wir iu der Lage, für dasselbe im Verfolg unserer bezüglichen Mit» tbeilungen vom 31. Oktober vorigen Jahres (vergl. Beilage zu Nr. 303 de» Blatte» vom 5. November 189» nachstehend eine Ueberstcht über den Tabakbau und die Tabakernte im Laude zu geben. Die Anzahl der Tabakpflanzcr betrug in diesem Erntrjahr 41L92» die zusammen eine Flüche von 755 129,31 » mit Tabak bepflanzten. Diese Zahlen vertheilen sich auf nachstehende 27 Hauptamts- und Obereinnehmereibczirke, wie folgt: Flächengehalt der Zahl Baden. Hanptsteueramt Freiburg. Heidelberg, . Karlsruhe, . Lahr. „ Mannheim. Hauptzollamt Singen, Hauptsteueramt Stühlingcn, , Achern, Obereinnebmerei Altbreisach, Breiten. Bruchsal» Emmendingen, Hornberg, MoSback. Müllheim, Oberkirch, Offruburg, Pforzheim. Rastatt, Schwetzingen, SinSheim» TauberbischofSheim, Tbieugeu, Urbrrlingen, Billingrn. Wertheim, i der Pflanzer Grundstücke L IM 1387 17833 36 756 8796 79 1722 44 817 52 1998 44SI5 35 5 702 109 824 51 2494 85 909 42 24 52 26 5 — 57 5 025 90133 50 165 2 217 25 2639 30540 87 4384 58442 45 2989 38 732 9 5 30 50 703 8 »59 59 3 10 37 271 3241 10 3336 59119 86 174 1352 56 195 1973 33 3414 92157 85 8 593 52926 7S 89 .383 1» 1 —- SS 1 — 20 2 — 7 270 3057 G Die Ernte de» Jahre» l891 muß im Allgemeinen. wa» die Quantität betrifft, als mittelmäßig, wa» die Qualität betrifft, als ziemlich gut bi» gut bezeichnet werden. Die Witterung war bei Beginn de» Setzens bis Ende Juli für das Fortkommen der jungen Pflanzen ziemlich günMg. Das Erdreich hatte die nöthige Feuchtigkeit und die Lust die erforderliche Wärme, so daß dir Entwickelung des Tabaks einen guten Verlauf nahm. Ende Juli trat jedoch lang andauerndes Regenwetter ein und die Temperatur kühlte sich namentlich in den Nächten so sehr ob, daß das Wachsthum keine rechten Fortschritte mehr machte und vielfache Klagen über den unbefriedigenden Stand des Gewächses laut wurden. Gegen die Zeit der Reife hin besserte sich zwar daS Wetter wieder, so daß sich der Tabak noch etwa» erholen konnte; doch war es für viele Pflanzen bereits zu spät und das Ergebniß war im Allgemeinen rin verminderter Ertrag. Beim Einbringen der Ernte blieb die Witterung trocken und warm und der Tabak konnte gut unter Dach gebracht werden. Beim Abhängen waren die Tabake meist gut trocken» doch war daS Blatt kurz und ließ in Bezug auf Helle Farbe viel zu wüns ckru übrig. Der Tabak zeigte aber weit mehr Gehalt, als man nach der während seines Wachsthums herrschenden regnerischen Witterung erwarten durste. Die Fermentation ging günstig von statten: da» Blatt zeigte guten Brand» milden Geschmack und großentheils auch die nöthige Feinheit und Elastizität. Es eignet sich gut zur CigarrenfadrikaNou, uud zwar feiner Kleinheit und geringen Haltbarkeit wegen hauptsächlich zu Umblatt und Einlage. Wie früher, so ist «uch in diesem Jahr eine Unterscheidung der Preise des Tabaks nach den einzelnen Arten nicht möglich, weil die »erschiedenen Sorten nicht getrennt »erwogen und verkauft werden, und der Preis sich lediglich nach »er guten oder schlechten Entwickelung des Tabaks richtet. Die niedersten Preise für dachreife» Tabak ausschließlich der Steuer stellten sich im Durchschnitt für Obergut auf 31 M. j Sandblätter . 18 „ ! für ISO Gruwpen , A „ ^ Die höchste» «Kreist Mv Obergut »uf 49 M- .Sandblätter .35. ^ für IW kg. - Grumpeu . 17 , , . Nstr de» » einigen Gegenden W OberbEs in grüne« Zw gOavW «» WWkauten und HänUer i »erkauften Tachuck wnrden tzwrchschnittlich etwa« über « M.Mr 100 k« GrünflrWit erlöst. Für »lOWdeo stellt sich drchW»^e«-Wt«»exn hjttchschnitt !si«Btz Im Vorjahre belief sich die Zahl der Pflanzer nnch e»d»iltigrr Feststellung auf 42S09 und der Flächengebalt der mit 'Tabak' bepflanzten Grundstücke auf 787 140,21 a; somit ergibt sich dem Erntrjahr 1890/91 gegenüber eine Abnahme vou 1217 Pflanzer» »der 2,8» Prozent und »ou 33018,90 a oder 4,07 Prozent. Die Abnahme zeigt sich hauptsächlich in Gegenden, iu deoea seit langer Zeit Tabak in erheblichem Umfange gebaut wird und bewegt sich in den in Betracht kommenden Bezirken zwischen 1 und 9 Prozent. Ihr steht in anderen Bezirken eine kleine Zunahme gegenüber. Die Abnahme ist »orzugSweise auf die ver. hältnißmäßig niederen Tabakpreise zurückzuführen, die den Ta. bakbau nicht mehr so lohnend erscheinen ließen und den Anbau anderer Handelsgcwächsc. wie der Zuckerrüben, sowie »on Futterpflanzen begünstigten. Die Zunahme in einzelnen Bezirken der oberen, mittleren wie «uch der unteren Landesgcgend (Altbreisach und Emmendingen, Baden und Pforzheim, Mosbach, SinSheim und Werlheim) dürfte daraus zu erklären sein, daß die Tabak- preise in den genannten Gegenden immer noch für nicht ungünstig gehalten werden; zum Theil dürfte sie auch auf Zufälligkeiten beruhen. Der Gesammtwerth der Tabakernte, den Tabak in dachreifem trockenem Zustande gerechnet, betrug 6286 323,83 M. gegen 7 409 350,56 M. im Vorjahre, somit weniger 1123 026 M. 73 Pf., waS einer Abnahme von 15,16 Prozent entspricht- Eisengießereien haben an der Besprechung nicht tbeilgenommeu Sie haben aber Mittheilungrn über den Stand der Sache in ihren AnlagenundErklärnngrnüberdaS, wassiezuthunbeabsichtigen, zur Kenntniß der Versammlung bringen lassen. Bemerkt muß ferner werden, daß der Besitzer der größten der in Betracht kommen- den Anlagen, der daher bei den stattgehabten Entlassungen besonders bethciligt ist. Herr Kommerzienrath Laoz» an den Br- rathungen theilgenomme» hat. Da die stattgehabten Reduktionen der Albciterzabl durch ein erhebliches Zurückgehen der Bestellungen , namentlich von Bauguß. Eisenbahnweichen, Eisenkonstruktionen und landwirtbschaftlichen Maschinen verursacht worden sind. konnte nicht erwartet werden, daß die Besprechungen ein Rückgängigmachen der Entlassungen bewirken würden» oder daß alle Folgen dieser Entlassungen beseitigt werden könnten. Es wurde aber erklärt, daß am letzten Zahltage Entlassungen nicht mehr eingetreten und Kündigungen auf den Schluß der nächsten Löhnungsperiode nicht mehr vorgenommeu worden seien. Ferne« sprachen sich die erschienenen Arbeitgeber dahin auS. daß sie hofften, die jetzt noch vorhandene Zahl von Arbeiter« über den ganzen Winter halten zu können» und ähnlich lauteten die meisten Erklärungen» welche die nicht erschienenen Arbeitgeber durch den Sekretär de» Fabrikantenvereins bekannt geben ließen. Zum Theil kann dieses Ergebniß nur durch schon eingetretene oder in Aussicht genommene Reduktionen der Arbeitszeit auf 8 oder 9 Stunden täglich erreicht werden, zum Theil glaubt man aber den jetzigen Arbeitcrstand ohne Verkürzung der Arbeit-zeit ferner behalten zu können, was namentlich »on der Fabrik des Herrn Lanz gilt, die zur Zeit noch über 1300 Arbeiter beschäftigt. Die disponiblen Arbeitskräfte sollen, soweit sie davon Gebrauch machen »ollen, bei den öffentliche» Arbeiten der Stadt beschäftigt werden, welche in Voraussicht einer im Winter eintretcnden Arbeitslosigkeit ihre öffentlichen Arbeiten soweit als thunlich auf den Winter verschoben hat, trotz der offenbaren mit diesem Vorgehen verbundenen finanziellen Nachtbeile. i ° ohne Rücksitz Sorte des bakiadtzchrkife« «cheDldhe Abnahme H LtzitzMrLahl de« bahre ach «MWk»ie. «p-e- 4,69 0 KrW»cst«»sen, ,tzahkd«vWl«WL TabiW k«rchM. auf 42 M teockr«« Hustarwe (gegen 45 Für da» Erqtejghr 1892/93 ist . de« Tabakbaues frstgestellt. Dre Tabcckpflanzer ist vou H M in, baute Fläche »on 7551ZSL1 sodaßeintAHMWW»«,65ProK und von 23,50 Proztzut'/sa der Httbaufläche^rck ««arteü> steht * «annheim, 16. Der, (A^ertstlosigkett^ Van dko hiesigen Korrespondenten Her „Karlsr. Zeitung" wurde der Nummer 346 ds- Bltts. bereit» mitgetheilt» daß am Dienstag zwischen dem Graßh. Fabrikinspektor» Herrn Oberregierungsrath vr. WSrrishofer, und ejoer Anzahl von hiesigen Arbeitsgeber« eine Besprechung darüber stattgefundeu hat, wie den im öffentlichen Interesse »achtbeiligen Folgen der eingetretenen Arbeiter- eatlaffnngen entgegengewirkt werden könne. Ueher diese Besprechung, an der etwa 2» Eingeladene tbeilnahmen, und welche der Vorstand des Bezirksamts Mannheim, Herr Geh. Regie rungSrath ». Rüdt, leitete , theilt die „Bad. Korr " Näheres mit. In dem Bericht der .Bab. Korr.", den wir wegen Raum mangels hier nur zum Theil wiedergeben können, heißt eS: Die Lrbeiterentlaffnngen betrafen fast ausschließlich die Maschinen fabriken aller Art, mit Ausnahme einiger Anlagen dieses In dustrirzweiges, und die Eisengießereien. Die meisten Besitzer von Literatur. Au Literaturgeschichten ist in Deutschland kein Mangel und wenn aus ihrer Menge ein Werk dieser Art besonder» die Aufmerksamkeit auf sich zieht, so ist da» schon ein ehrendes Zeichen für den Autor. Otto v. Leixner» „Geschichte der »eutschen Literatur" erscheint gegenwärtig in zweiter Auflage (Verlag von Otto Spamer in Leipzig) und diese neue AuSgabe deS gehaltvollen» vornehm und reich repräsentirendeu Werkes wird Bklen als Festgabe besonders willkommen erscheinen. Leixner» deutsch« Literaturgeschichte, reich »ersehe« mit Bildnissen von Dichtern und mit Handschriftennachbildongen» gibt eine von den älteste» Anfänge» deutschen Schriftt-umS bi» zur unmittelbaren Gegenwart sich ausdehneade Darstellung unserer nanonoleu Literatur, indem sie in reichhaltige» Prodea und Inhaltsübersichten jm erschöpfende», belehrendes, objektives Bild deS Schaffens der- Vorrageuder und für ihre Zeit be»eichneuder Dichter und Schrift- chMcr bietet, dazu aber auch in ihrem kritischen Thcile neben angenehm lesbarer» fließender Darstellung durch die Tiefe «ad Selbständigkeit des UrtbeilS ernsten wissenschaftlichen Werth ge- wnint. Der Verfasser ist ein gründlicher Kenner der deutschen Literatur, der sich nirgends auf überlieferte Ansichten stützt, son» der« mit einer überaus großen Belesenheit die volle Unbefangenheit deS aus eigener Kenntniß erworbenen IMbeilS verbindet. Eine rsfe Kttüstanschauung, eia strenger Gerechtigkeitssinn «ad Feinfühligkeit beS »attischen Empfindens leitet den Autor iu seiner Darstellung deS »eutschen Geisteslebens, so weit dasselbe zu schriftgemißem Ausdrucke gelaugt ist. Dabei weiß er stets die literarischen Strömungen im Zusammenhänge mit den po- litischrn'tnld kulturellen Zuständen ihrer Zeit zu beurtheilen und der Leser erhält einen klaren Einblick in die Gesammtgeschichte brr deutschen Literatur. Die große Zahl »er ganz vorzüglich «iedergegebenen Faksimile» und der ParträtS» unter denen man viele seltene antrifft, machen eben so sehr wie der vortreffliche textliche Inhalt da» schöne Werk in ganz hervorragendem Maße zu einem Weihnachtsgeschenk geeignet. Nachdruck verböte«. 12. Das Landkind in der Residenz. Eine lustige Geschichte von Mariane Sell. (Fortsetzung.) VII. Nun muß sich Alles, Alles wenden! Auf der Landstraße, die vom Wallkädter Bahnhöfe nach Osterfeld führt, rollt eine leichte Halbchaise. Der Kutscher trägt die silbergraue Bertram'sche Livree und hat zu thuu, um die muthi- gen, wohlgenährten Braunen im Zügel zu halten, die am liebsten im Galopp davon gestürmt wären. Im Wagen sitzen zwei Damen. Marie Förster ist soeben in Wallstäüt eingetroffen und von Hedwig mit stürmischem Jubel begrüßt worden. Jetzt geht es nach Osterfeld» und eifrig werden zunächst kleine Bemerkungen und Grüße ausgetauscht. Hedwig ist überglücklich; immer von Neuem drückt sie Marien die Hand» und dankt ihr, daß sie gekommen. „Sind Sie es denn wirklich, Fräulein Marie» oder träume ich? Und Sie haben sich entschließen können, uns in unserem stille« Osterfeld zu besuchen?" so fragte sie abermals. Die Angeredete lachte. „Marie ist durchaus keine Spukgestalt, sondern die reine Wirklichkeit, liebe Hedwig I Nur das „Fräulein" ist nicht vorhanden — Du vergißt, daß ich Dich gebeten halte, wich mit dem „Du" der Freundschaft zu begrüßen." Hedwig schmiegte sich dankbar an sie. „Ich finde nicht, daß eS ein Opfer zu nennen ist, wenn man in der Sommerzeit die beiße, dunstige Stadt verlassen und auf dem Lande frische, reine Luft athmen kann, wen» man» statt von dunklen Häusermaffen eingeengt, zwischen blühenden Bäume«, Wiesen und Feldern frei umherschweifeu darf. Ich habe mit Freuden der herzlichen Einladung Deiner lieben Eltern Folge geleistet und auch weine Mama war sehr glücklich und hofft, daß ich mich bei Euch recht von den geselligen Anstrengungen deS vergangenen Winters erhole! Auch beschäftigt mich noch ein besonderer LieblingSpla»: ich habe e< mir in den Kopf gesetzt, daß zwei gewisse Leute ein Paar prerden svllen. Ich stehe vollständig auf Deiner Seite und bin bereit. Dir- in jeder Weise behilflich zu fein, wenn es gilt, Hindernisse aus dem Weg zu räumen I" Hedwig wurde vor freudigem Schrecken purpurroth; solch' kluge Verbündete konnte sie sich schon gefallen lassen I Aber in Gegenwart des Kutscher» hieß eZ jetzt Schweigen, und nur mit dankenden Blicken sah sie die älter, ihr an Erfahruog überlegene Freundin an. Marie Förster war ein stattliches Mädchen; hoch und schlank gewachsen, überragte sie Hrwig um ein Bedeutendes und verstand es meisterhaft, durch geschmackvollen Anzug ihre äußeren Vvrzüge zu beben und etwaige Mängel geschickt zu verbergen. Sie konnte es getrost mit jüngere» Mädchen anfnrhmen und hatte schvu oft den Triumph erlebt, daß man in Gesellschaft sie am meisten anszeichuete. „Eure Gegend ist zwar flach, aber nicht ohne Reiz; dort am Horizvnt erbebt sich ja eine ganz stattliche Bergkette!" begann Marie von Neuem. „Wie Gvl» leuchten die blühenden Raps- feldcr »on Weitem und wie üppig stehe die dunkelgrüne Wcizen- saal!" „Das Alles ist meines Vaters Eigcnthum!" erklärte Hedwig mit stolzer Freude. ,D»rt weidet unsere Schafherde auf der mit bunten Blumen üdcrsäcteu Wiese, jetzt führt der Weg durch unseren Wald." Ein köstlicher Dust von Nadelholz wurde von leichtem Wind ihnen zugetragcn; hoch ragten Tannen und Fichten empor und die breitästigen Kiefern glichen Weihnachtsbäumen, die man zur Feftfeier mit brennenden Lichtern besteckt. Jetzt fuhr der Wagen langsam bergan, vorüber an Dorskmdern, die im Walde unter grünenden Eichen und Buchen Maiblumen gesammelt; verlegen kichernd reichten sie dieselben Hedwig in den Wagen hinein; vorüber an Landlenten, von der Arbeit hcimkehrcnd, die höflich ihre Mütze vor dem Fränleiu zogen. „Da ist der Osterfelder Kirchthurm zu erblicken, die lange Pappelallee führt direkt auf unser Haus, da schimmert schon sein rothes Dach durch die grünen Bäume." Jetzt sind die ersten Häuser des Dorfes erreicht und der Kutscher läßt den ungeduldigen Pferden die Zügel etwas lockerer. Pfeilgeschwind. wir sich's nach seiner Meinung für eine herrschaftliche Equipage ziemt» sause» sie durch die schmale Dorfgaffe, an ärmlichen Hütten, an behäbigen Bauernhöfen vorüber. Gewandt lenken sie in das weitgeöffnete Einfahrtsthor, fliegen über den geräumigen WirthschaflShof und halten schaumbedeckt vor dem Herrenhause still. E» kann keinen Anspruch auf den Titel „Schloß" erheben, aber et ist ein umfängliches Gebäude, daS einst vor mehr als hundert Jahren die Bertram'sche» Vorfahren errichtet, und dessen starke Mauern noch nie gewankt haben. Alte Linden umschatten es; eine Freitreppe führt zur wappengeschmückten HauSthür, nab hier empfängt Kran Bertram den Gast mit warmen, herzlichen Worten und heißt ihn in ihrem Hause willkommen. I« de« klemen von Jelängerjelieber umrankten Gartenhause saßen am nächsten Morgen die beiden Mädchen. Hedwig hatte der Freundin ihr Herz auSgeschüttet. ibreL.ebe und Verzweiflung geschildert und horchte begierig auf ihre Antwort. „Liebes Kind, Du thust, als wärst Du die erste, der Nicht Alle» nack Wunsch gegangen. Glaube mir, auch andere buben Romane erlebt, die nicht geschrieben und gedruckt werden, von denen kein Mensch jemals etwas erfährt uud dir keinen so fröhlichen Abschluß finden als der Deinigc." „Fröhlich?" fragte Hedwig zaghaft, „aber Marie, ich habe Dir dich erzählt, daß mein Vater seine Zustimmung verweigert!" „Er wird schon anderen Sinnes werden," tröstete Marie, „und ich werde beitragen, soviel iu «einen Kräften steht! Ich stifte für mein Leben gern Heirathen; es ist mir beschicken, einsam durch daS Leben zu pilgern, so sollen Andere glücklicher werden als ich. Auch ich hatte in Deinem Alter Hoffnungen und Träume, meine Eltern waren dem angesehenen Wanne, der sich um mich bemühte, wohl geneigt, da mußte ich die Erfahrung machen, daß ich nicht um meiner selbst gewählt, sondern weil ich für eine sehr» sehr reiche Erbin galt. Als sich der Jrrthum aufklärte, da zog sich der Mann, der so schön von der Harmonie unserer Seelen, von treuer Liebe bis in den Tod zu sprechen wußte, plötzlich zurück uud zeigte bald darauf seine Verlobung mit einer reichen BauerStochter an. Sieb mich nicht so mitleidig au; ich bin nicht an gebrochenem Herzen gestorben — Verachtung hat mir geholfen, den Kummer zu überwinden .... Aber komm, wir wollen lieber von Dir unb Deinem Cart sprechen. Laß Dir erzählen, daß ich ihn nochmals gesehen und daß er mir tausend Grüße für Dich aufgetragen! Du sollst nur noch ein wenig Geduld haben uud ihn mittlerweile nicht vergessen I Im Hochsommer, wenn es sein Beruf erlaubt, wird er in Osterfeld erscheinen und seine Worte nochmals bei Deinen guten Eltern aubringen ; ich habe ihm versprochen , mich unterdessen soviel als möglich bei Deinem Pap» rinzuschmeicheln und für ihn zu wirken, so viel ick kann!" (Fortsetzung folgt.) » -- »» Ai«!., l ». W -- »taatSoaolerr «ad«-4 Obligat. fl. 10210 . 4 . M. 104.- . 4 Obl. v. 1886 M. 105.70 Bayern 4 Obligat. M. 106 80 Deutsch!. 4ReichSanl . 37. «mk» 7 Salden Itidd. und h,llü»». » l Kraac — so Pf«. _ Po«. 4»/, »ul. V.1888M. frankfurter Kurse vom itt Dezember 18 S 2 . ' . M. 107.10 M. 99.90 M- 86- M. 106 90 M. 120 l0 M. 86.- Preußeu 4 ConsolS . S'/, . 3 Wtbg.4Obl. v. 1879 M. — . 4 Obl. V. 75/80 M. 104 20 Oc,»erreich 4 Goldreute fl. 98 20 . 4'/, Silben, fl. 8220 . 47. Papien. fl. 82 40 , 5Papierr.v.1881 84.90 Ungar» 4 Goldreute fl. 96.— Jtalieu 5 Reute Fr.- Rnmäuieu 5 Am.-R. Kr. 97 — Raßläud 6 Goldaul. R. 103 90 . 511 Orimtaul. PR. 64 50 . 5111 . PR. 66 20 . S Serbien 5 Goldreute Schweden 4 Oblig. Svan. 4 AuSlSnd. Beruer 3'/, Obligat. Egypten 4 Unis. Obl. 8 3'/, Privil. Lstr^ P- 21.80 76.- 102.70 64 30 100 — 99.80 94 60 Argeut.bJnn. Goldanl. P. 45.50 Bauk-Aktieu» 37» Deutsche R.-Bank M. 149.40 4 Badische Bank Thlr. 114 — b BaSln Bankvereiu Kr. 120 - 4 Berlin. HaudelSges. M. 135 20 4 Darmstäüter Bank fl. —. - 4 Deutsche Bank M. 157.80 4 Deutsche BneinSb. M. 104. - 4 Deutsche Unionbank M. 8210 4 DiSk.-Komm.-A. 5 Oest. Kredit «ileubaH»-« Hess. LndrdgS-B^o 4'/.Psälz.Mar-Bahn 4Pfälz. Nordoahn 4 Gotthardbaba 5 Böhm. Westbahn fl. 5 Gal. Karl-Lndw.-B. st. 5 Oeft. Lokalbahn st- 5 Oefl.Südbaba(8mb.) fl. 5 Ork. Rordwest st. 5 . W Int. 8. st. Etse»bätz»-Vri«ettitt«e. 1 Elisabeth steuerfrei M. 100 60 5 Mähr. Grenzdabn fl. 82 25 5 Oest. Nordwest o. 74 M. 107 50 5 . . llt. L. st. 91.10 5 . . Int. 8. 3 Raab-Oed.-Ebenf- Aktie». Thlr. 110 30 fl. 143 10 fl. 114.20 Fr. 156 20 292'/. 1837. 153 79'/. 1737, 196'/. 4 Rudolf Thlr. 178 30 ö. fl. 265'/. 4 Rhein. Kreditbank Thlr. 120 4 D. Effektenb. 50°/ Thlr. 110 50 3 Kal. gar. E.-B. kl. Salzkgut. stfr. 4 Borarlberger 4 D. Hyv.-Bk. Tblr 50°/, 107.50 4 Gottbard IV A Fr. 103 90 st. M- st. M. st. "fr. 90 30 68.40 81 60 100 70 82 22 56 30 Sr- 3'/, Jnra-Bern-Lu». 4 Schweiz« Lentral 4 dto. Nordost 85-87 5Südbahu steuerfrei 4 dto. 3 dto. 5Oest.-ll.St.-B.73-74 st 3 dto. 1.-VIII. ljm. 3 Livorn. 6. II. u. l>/2 5 ToScan. Central 5 Weststc.E.-B.80stfr. 6 South. Pacif. Cal.l-R Pfandbriefe. 4 Pfalz. Hyp. u-1898 M- 102.40 4 Pr.B.-K.-A.VH-lLThlr.109 70 4 Prenß. Centr^Bod.-Kred.« G. 85 d 100 Thlr- 100 90 4 Rh. Hvv. S. 43-49 M IM 70 4 dto. unküadb. 1896-97 102. - 37» dto. M. 9510 Verzinsliche Loöse. 37, Preuß. Präm. Thlr. 183. - r. 93 65 r. —.— r. 104 20 104.79 96 - 64.- 107 82 80 63 32 100.80 9140 lll.- st. 124 - fl. 126.60 hlr. 104.60 ose 4 Bayrische Präm. Tblr. 14t 8 4 Meis. Pr.-Pfb. Tblr 128.30 3 Oldenburger Thlr. 128 4 Oesterr. v- 1854 4 . v. 1360 4 Stuhlw.Raab-Gr Unverzinslich« per Stück in M. AaSbach-Gunzeak. fl- 42 90 Augsburger fl. 30 40 Braunschweiger Thlr. 103.50 Freiburger Fr. 35 40 Kurhessische Thlr. -. - Mailänder Fr- 10 19.40 Meininger st. 28 5 Oesterrercher v. 1864 fl. 327 10 dko. Kredit v. »858 fl. 334.90 Schwedische Thlr. — Ungar. Staat- st. 257.80 Wechsel »«» Sorte». Amsterdam London 4 Badische Präm. Thlr. 139.60 Paris fl. IM 168.50 37, Lstr. 1 20.33 Fr. IM 80 90 st. IM 169 20 4.16 1617 SOLO J«d»*sie. M. M. st. Wim Dollar- tu Sold 20 Franken-Stück Engl- SovereiguS Obligation«« »ud Aktie«. 37, Freiburg v. 1888 3 Karlsruhe o. 1886 Ettliager Spinnerei Karlsruh. Maschiaeuf. M. Bad Zuckers. Wagh. fl. 3 Deutsch-Phönix 20/pE. 4 Rheinische Hypotheken« Bank 70°/o Tblr. 5 Westeregeln-Alkali-W- 5 Dortmund. Union M. 47, Alpine Montau abgefl. 96 — 4 dto. Ser. ll-VIll Lire 82 50 StandeStierrl. A«l«he«. 4 Asenb.-Büdingen st. 101 go 83.50 112.— 142 — 54.- 212 — 135 50 102 .- _seub -Birsteiu 87 M. 82.^ RnchSbank-Discout 4^ Fraukfart-r Bank-DiScaut 4°/, OIOIOIOIOIOIOIOIOIOIOIOIOIO emxkeiile mein rsiekdaltiZos kaZer in tuwelen, Lolli- L Lilberwasren. in ^nmbsnilenn, Vi-ookvs, Vk^ingvn, üsrrsn- unä va-irioiirlii^oii, Herren- nnä vainen-vtlriretter, Vorslvekusäklii, Asuselivlleii- uuä Homflenlviiöpftzil, in fester kreisInAO. Xorsil-, Lrsnst-, 8i!de«'- unfl fsnta8ie-8ehmuclc Srosss chusvulll Lu 8ckmuell8lüel(en mit Siillsnlen, fskb8leinen unfl perlen. Alberne Isleigerälke, Xsstee- unfl Ikee8ervice8, Ilieebreller, Kroilllörde, Islelsuteslre, Rfeinlcsrsften. Kierilsnnen, vksmpsgnerlceleke. LIIILZ'ste?rei86. LiZ-ene >Verki8tätt6. Iksissnsknsssv 183, ZkZellüber Notel Lrbxrünr. i OIOIOIOIOIOIOIOIOIOIOIOIOIO eenirsl-koliegs L >^8lv8 8j»6eiAl-6686!läkt m ponl^kin v Ll 2p ^1üii Zkknp/ , , 2 , , „ iVlaäkii'a „ s „ ,> „ 8ovle Xlslsgs, IXsresls, Vermoulk, Isrrsgons, vognse etc etc. N« L LrÄe M 8 e»slk»lei, W 6715 v«i» «mptoklei». 1»» bei Varl vaumano, ^kaäemie- strasse 20. : Io», re». LaiMrstr. 70; licd. kotdueiler, Lroosostr. 43; st. stllimlmg, Laissrstr. 101; leaa stfanoededler, Laiserstr. 26. Lrbprio-isustriE 10 Lwrlur»!»« Lrdxrill^sustrssss 10. ^leot«-. lelegrapiien-, feuoi-meläe- L Lignal-flnlagen ^ster Lit u. vrässe. SaebgemäLss Luskükruo^. — I^anAädriAS Sarantis. U 550.25 Asi»«nstn. «0 X930. 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Jagdbezirk rechts der Murg. emhaltenS ca. 367 Hektare Feld und ca. 212 Hektare Wald; b. Jagdbezirk tinkS der Murg, enthaltend ca. 245 Hektare Feld und ca. 170 Hektare Wald. auf weitere 6 Jabre, bis zum 31. Januar 1899 öffentlich versteigern. Hierzu werden Liebhaber eingeladen. Dabei wird bemerkt, daß als Bieter nur solche Personen zugelassen werden, welch« im Besitze eines JagdpaffeS sich befinden, oder durch ein Zeugniß des Bezirksamts Nachweisen, daß gegen die Ausstellung eines Jagdpaffes kein Bedenken obwaltet. Gernsbach, den 14. Dezember 1892. Ter Gemeiuderath. Abel. Fiea . T.891.1. Dir. 902. Uutermüusterthal. Ärst gesucht. In der Gemeinde Untermünsterthal, Amt Staufen, mit nahezu 1700 Einwohnern ist die Stelle eines Arztes neu zu besetzen. Jährliches Wartgeld von der Gemeinde als Armenarzt . . 1200 M. Bezirkskrankenkafse mit . 500 „ Ferner steht demselben in Aussicht die Fabrikkaffe von Metz, sowie die Behandlung der Arbeitervereinsmitglieder mit zusammen ca. - . 300 . Etwaige Bewerber wollen sich beim Gemeiuderath dabier baldigst anmelden, damit die Anstellung womöglich noch auf Neujahr erfolgen kann. Untermünsterthal, 11. Dezbr. 1892. Der Gemeiuderath. Gutmann. _ Nutzholzversteigerung. Die Gemeinde Ottersdorf bei Rastatt versteigert am Donnerstag den 2S.Dezember d. I., Vormittags Ist Uhr anfangend, in ihrem Gemeindewald nachstehende Hölzer: 47 Eicken, worunter über 6 Festmeter, 26 Erlen, 22 Pappeln, 12 Ruschen, 9 Weiden, 6 Kirschenbäume, 1 Forle, 9 Bellen, i Asv. u. 7 Ster eichene« Küferholz. Die Zusammenkunft ist auf der Sibweinsweide. Ottersdorf. den 14. Dezember 1892. Das Bürgermeisteramt. Jung. rät. Schmidt. Aittergut — nicht unter 50V Hektaren gwksn Bode« — in Bayer«, Württemberg» Bade«, Hesse« oder Thüringen z« kaufen gesucht. Gest. Offerte« nur vo« Besitzer« »ud p. L3SI2 a« »ss»«u»1«i»» Voglsn, H»-L», SSOnvdsii» X'892.2. Uhr-Kette« 500 Stück ff. Damen- und Herren- Uhrketren in Double und Talmi gebe zu jedem Preise ab. 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Oeffentliche Aufforderung zur Erneuerung der Einträge von Borzugs-rechten und rssi Unterpfandslasten. Diejenigen Vorzugs- und UntcrpfandSgläubiger, welche noch ältere als 30jährige Einträge in de» Grnnd- und Unterpfand-büchern der Gemeinde Zuzenhansen, Amt- Sinsheim, haben, werden hiermit aufgefordert, solche von beute ab binnen sechs Mo- natrn erneuern zu lassen, widrigenfalls solche nach Umlauf genannter Frist gestrichen werden. Die Erneuerung ist mündlich oder schriftlich» letztere in doppelter Fertiguna. unter Angabe von Jahr und Tag, Stelle des Eintrags i« Grund- »der Pfandbuch, Betrag und Rechtsgrund der Forderung, sowie Natur und Eigenschaft der durch gesetzliches Unterpsandsrecht gewahrten Rechte zu beontragen. Dabei wird bekannt gemacht, daß ein Vcrzeichniß der in den Büchern hiesiger Gemeinde seit mehr als 30 Jahren eingeschriebenen Einträge im Rathbaus dahier aufliegt und diese öffentliche Verkündigung der Mahnung als Zustellung an alle, auch die bekannten Gläubiger gilt. Zuzenbausen, den 15 Dezember 1892. Das Pfandgericht: Der Bereinigungskommiffär: Obländer, Bürgermeister. Rommel. Rathschr. Oeffentliche Aufforderung zur Erneuerung der Einträge von Vorzugs- und Unterpfandsrechten. Diejenige» Gläubiger, für welche in die Bücher der hiesigen Gemeinde seit länger als 30 Jahren eingeschriebene Einträge von Vorzugs- oder Unter- pfandsrcchte» besteben, werden gemahnt, sie zu erneuern, widrigenfalls die Einträge nach sechs Monaten gestrichen werden. Ein Vcrzeichniß der in den Büchern der Gemeinde seit mehr als dreißig Jahren eingeschriebenen Einträge liegt in der diesigen Gemeindekanzlei-zur Einsicht offen. Berwangen, Amt Waldshut, den 16. Dezember 1892. Da- Pfandgericht. Der Bereinigungskommiffär: Bürgermeister Winkler. Rathschrbr. O. Winkler. 1943. Nr. 43.026. Karlsruhe. Aufforderung. Auf Gruud des ReichsgefctzeS vom W. März 1888 soll die Eiutraguug des Erlöschens nachfolgender, io die Handelsregister hier eingetragenen Firme» von Amtswegen erfolgen. nachdem die Anmeldung deS Erlöschen- derselben behufs Eintragung iu die Handelsregister vou deu hierzu Verpflichtete» nicht derbe,geführt werden konnte: O.Z. ^and des Firmenregisters 500 I 114 1l 287 11 299 ll 338 11 -23 11 480 11 487 II 519 11 Firma Karl Screnbetz zu Karlsruhe Bazar zur billigen Quelle Emil Hornung zu Karlsruhe die Kaufmann Nachfolger Fritz Matbes zu Karlsruhe A. Würth zu Karlsruhe Ed. Schmitt zu Karlsruhe E. Svrich zu Karlsruhe E. Gaaeur zu Karlsruhe Ernst Zschörnig zu Karlsruhe K. Schütt zu Karlsruhe Die eingetragenen Inhaber der Firma oder deren Rechtsnachfolger «erden hierdurch aufaesordert, einen etwaigen Widerspruch gegen die Eintragung des Erlöschens Vinnen einer Frist vou 3 Monaten schriftlich oder zu Protokoll des Gcrichtsschrciber- geltend zu macken. erzogt. Amtsgericht — Abtb. IV —. F ür st Inhaber Karl Screnbetz. Ernst Emil Hornung. Uhrmacher Fritz Mathes. August Würth. Eduard Schmitt, Installateur. MarkuS Sprich Witwe. Franz Gageur Ehefrau. Ernst Zschörnig. Franz Schütt Ehefrau. Bürgerliche Rechtspflege. Oeffentliche Znstrllnna. 1.929.1. Karlsruhe. Dir Johann Michael Bürkle Witwe zu Pforzheim, vertreten durch Rechtsanwalt Ärom- dacker daselbst, klagt gegen den Handelsmann Moses Benjamin von Königsbach, zur Zeit au unbekannten Orten abwesend, aus Darlehen vom 27. Februar 1891, mit dem Anträge auf gegen Sicherheitsleistung vorläufig vollstreckbare Berurtbeilung des Beklagten zur Zahlung von 500 M. nebst 5 Zins vom 1. Oktober 1891 ab, sowie von weiteren 5 ZinS au» 1400 M. vom 1. Oktober 1891 ab, und Tragung der Kosten des Rechtsstreits, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des "Rechtsstreits vor die H. Tivil- kammer de- Großh. Landgerichts zu Karlsruhe auf Samstag den 18. März 1893, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zogelaffrnen Anwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Kart-ruhe, deu 14. Dezember 1892. Mornhinweg» GerichtSschrriber d«S Gr- Landgericht-. 1857.2. Nr. 19,490 Mannheim. Der Weber und Landwirth Wilhelm BrenneisenzuRechen, vertreten durch die Rechtsanwälte Grijmar in Mannheim, klagt gegen seine Ehefrau, Wildelmille, ged. Fischer von Reihen, zur Heit an unbekannten Orten abwesend, auf Ehescheidung wegen grober Verunglimpfung, und ladet die Beklagte zur mündlichen Verhandlung deS Rechtsstreits vor die IV. Civilkammer deS Großh. Landgerichts zu Mannheim auf Donnerstag den 2. März 1893, Vormittag- 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugclaffenen Anwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Mannheim, den 10. Dezember 1892. O. HeinSheimer, Gerichtsschreiber deS Gr. Landgerichts. 1858.2. Nr. 10.937. Freiburg. Die Ehefrau des Landwirths Hermann Hipvin» Crescentia, geborene Hug in Sckliengen, vertreten durch Rechtsanwalt Röltinger hier» klagt gegen ihren Ehemann, zur Zeit in Klein-Basel, auf Grund behaupteter zerrütteter Ver- mögensverhällniffe, mit dem Anträge ans Zulassung der Bermögensabsonde- rung, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die II- Civilkammer des Gr. Landgerichts zu Freiburg auf Donnerstag den 2. März 1893, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelaffenen Anwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Freiburg, den 9. Dezember 1892. Werrlein, Gerichtsschreiber des Gr. Landgerichts. Aufgebot. 1.932 1- Nr. 9633. St. Blasien. Das Großh. Amtsgericht St. Blasien hat heute folgendes Aufgebot erlaffen: Der katholische Filial - Kirchenfond Wilfingen besitzt auf der Gemarkung Wilfingen die Filial-Kirche daselbst, Hausnummer 11, nebst etwa 2 ^30 m Hofraithe im Ortsetter, auf allen Seiten begrenzt vom Friedhofe, über welche ein Eintrag im Grundbuche der Gemeinde Wilfingen nicht vorhanden ist. Auf den gemäß § 99 des bad. E.G. zu den R.J.G. gestellten Antrag deS Bevollmächtigtcn.kathol.Stiftnngsralhs für den Filial - Kirchenfond Wilfingen» wird das Aufgebotverfahren eingeleitet. Demzufolge ergebt an alle Diejenigen, welche an der bezeichnetcn Liegenschaft irgend welche, in den Grund- und Pfandbüchern nicht eingetragene, auch sonst nicht bekannte dingliche oder auf einem Stammguls- oder Familien gutsverband beruhende Rechte haben oder zu haben glauben, die Aufforderung, solche längstens in dem auf Montag den 20. Februar 1893, Vormittags 9 Uhr, vor dem Großh. Amtsgericht dahier bestimmten Aufgebotstcrmine anzumel» den, widrigenfalls sie für erloschen erklärt werden. St. Blasien, 13. Dezember 1892. Der Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts: Matt. X'947.1. Nr. 9402. AdelSheim Das Großh. Amtsgericht Adelsheim hat heute folgendes Aufgebot erlaffen: Johann Gottfried Seyfried an- Hirschlanden besitzt aus der Gemarkung Hirschlanden folgende Liegenschaften: 1. Lagerb Nr. 507: 4 Ar 47 Meter Wiesen am Banernwchr. einerseits und anderseits Jakob Arnold Maurer: 2. Lagerb- Nr- 963 : 6 Ar 22 Meter Acker in den Grundäckern, einerseits Heinrich Messerschmied, anders- Georg Martin Wist: 3 Lagb Nr. 1S70: 18 Ar 3 Meter Acker im Kraggenbaum, einers. Johann Heinrich Leiser, anders. Johann Heinrich Georg Baumann; 4. Lagb. Nr. 3379: 4 Ar 30 Meter Acker in deu Tannen, einers u anders. Johann Michael Kistner; 5. Lagb. Nr. 3632: 1 Ar 6b Meter Garte» m den Flachsgärtcn. einerseits Ausft-ßer» Georg Friedrich Stetter, anderseits Johann Michael Scheurich; 6. Lagb. Nr 3867: 10 Ar 40 Meter Acker in den Rübenäckern am Winds- Pfad , einerseits Georg Thomas Götz Kinder, anders. Georg Michael Egner; 7. Lagb- Skr- 6000: 8 Ar 24 Meter Acker im Flürlein» einers Georg Michael Gehrig jg , anders. Jakob Julius Senft. Ueber den Erwerb derselben finde» sich in den Grundbüchern der Gemeinde Hirschlanden keine Einträge vor. Auf Antrag de- Lorenz Albrecht von Roseubrrg. als Generalbevollmächtigten d«S Johann Gottfried Seyfried, werden alle Diejenigen» welche an den dezeich- neten Liegeaschasten in den Grund» u. Pfandbüchern nicht eingetragene, auch sonst nicht bekannte, dingliche oder aus einem Stamm- oder FaunliengutSver- bande beruhende Rechte haben oder zu baden glauben, aufgefordert, solche längstens in dem auf Montag den 20. März 18S3, Vormittag- 9 Uhr, vor dem Großh. Amtsgerichte dahier bestimmten Aufgebotstermin geltend zu machen, widrigenfalls die nicht ange- meldeteu Ansprüche für erloschen erklärt würden. Dies veröffentlicht: Adelsbeim» 14. Dezember 1892. Der Gerichtsschreiber Gr.AmtSgerichts: Lederte. Konkursverfahren. X.942. Nr. 16,607. Weinheim. In dem Konkursverfahren über das Nachlaßvermögen des verstorbenen Fabrikanten Heinrich Müller in Groß sachsen ist zur Prüfung der nachträglich angemeldeten Forderungen Termin auf Montag den 16. Januar 1893, Vormittags 9'/« Uhr» vor de« Großh. Amtsgericht Hierselbst anberaumt. Weinheim, 14. Dezember 1892. Hersperger, Gerichtsschreiber deS Gr. Amtsgerichts. X.941. Nr. 13,665. Achern. Das Konkursverfahren über daS Vermögen de» Bäckermeisters Wilhelm Grässel in Achern wird, nachdem der in dem Vergleichstermine vom 25. November 1892 angenommene Zwangsvergleich durch rechtskräftigen Beschluß vom gleichen Tage bestätigt ist, hierdurch aufgehoben. Achern, den 12. Dezember 1892. Großh. bad. Amtsgericht, vr. Grosch. Bekauutmachnng. T.955. Lahr. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Julius Bittmann von Lahr gebe ich bekannt, daß die zur nachträglichen Vertheilung kommende Masse Mark 2101.19 beträgt. Lahr, den 16. Dezember 1892. Der Konkursverwalter. T.954. Freiburg. In dem Konkurs über das Vermögen des Bäckermeisters Burkhart Ehret hier soll die Schlnß- vertheilung stattsindeu. Hier-» Mark 718.51 verfügbar. L becüäsiL trgen sind: bevorrechtigte Forderuna«. Mark 91.31, nicht bevorrechtigte Ford." rungen Mark 5450.22. Freiburg, den 15. Dezember 1892 Der Koukursverwalrer. Kill. vermögeuiadsoaderungell. X-948- Nr. 7657 WaldSH». Die Ehefrau des Webers und Ta».' löhnerS Julius Schund, Veronika ged. Mutter, von Attlisberg, vertreten durch Rechtsanwalt Straub dahier, h,t gegen ihren genannten Ehemann Klage mit dem Begehren erhoben, sie für berechtigt zu erklären, ihr Vermögen vou demjenigen ihres Ehemannes abzuson» dcrn. Termin zur mündlichen Verhand ln» , des Rechtsstreits vor Großh. Landgeriän — Civilkammer 1 — dahier ist bestimmt auf: Donnerstag den 26. Januar 18SZ. Vormittags 9 Uhr. Dies wird hiermit zur Kenntniß, nabme der Gläubiger veröffentlicht- Waldsbut, deu 15. Dezember 1892. Die Gerichts?chrciberei Gr. Landgerichts, vr. Vodenhcimer. -k923. Nr. 7928. Offenburg Die Ehefrau des Handelsmanns David Sachs, Mina, geborene Weis m Bühl, hat durch Rechtsanwalt Bechler gegen ihre» genannten Ehemann ciue Klage auf Vermögensabsonderung bei Großh. Landgericht dahier erhoben uw> ist Termin zur Verhandlung hierüber vor der Civilkammer 11 auf Dienstag den 31. Januar 1893, Vormittags 9 Uhr, anberaumt, was zur Kenotnißuahme der Gläubiger hicmit veröffentlicht wird. Offenburg, den 15. Dezember 189L Die Gerichtsschrelberci des Großh. bad. Landgerichts. Seifert. Erveiawrisullg. -k.854.2. Nr. 11,511. Meßkirch. Die Witwe des am 23. April 1892 verstorbenen Schneiders Alois Mogg vou Stetten a. k. M.» Genovesa. geborene Lieber von da» hat um Einweisung in Besitz und Gewähr des Nachlasses ihre- Mannes gebeten. Diesem Gesuch wird entsprochen »er« den» sofern nicht iuorrhalb eines MonatS begründete Einwendung dahier erhoben wird. Meßkirch, deu 10. Dezember 18W. Der Gerichlsschreiber Gr. Amtsgerichts: B a l l w e g. Strafrechtspflege. Ladung. L-9381 Mannheim. Karl Christ»? Ebrrlr, geboren am 5. Dezember 1862 in Brötzingen, zuletzt wohnhaft in Mannheim, wird angeklagt, als Wehrpflichtiger in der Absicht, sich dem Eintritt in den Dienst des stehenden Heeres oder der Flotte zu entziehen, ohne Erlauboiß das Bundesgebiet verlassen oder nach erreichtem militärpflichtigen Alter sich außerhalb des Bundesgebiets aufgehal- te» zu haben, Vergehen gegen 8140 Abs. 1 Ziff. 1 Sl.G.B. Derselbe wird auf Mittwoch den 15- Februar 189 8, Vormittag- S Uhr, vor die I- Strafkammer des Gr Landgerichts Mannheim zur Hauptverhandlung geladen. Bei unentsckuldigtem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der nach 8 472 St P O- von dem Bor« sitzeuden der Ersotzkommission Pforzheim über die der Anklage zu Grunde liegenden Thatsachen ausgestellten Erklärung verurtheilt werden. Mannheim, den 12. Dezember 1892. Großh. Staatsanwaltschaft. D u f f n e r. Laduug. X 888.2. Nr. 29,903. Mosbach. Der am 27. Januar 1858 in Dallau geborene und zuletzt dort wohnhafte Dienstknecht und Ersatzreservist der Landwehr II- Jakob Bierweiler, z. Zt. in Amerika, ist angeklagt, daß er als beurlaubter Ersatzreseroist ausgewandert sei, ohne von seiner bevorstehenden Auswanderung der Militärbehörde Anzeige erstattet zu Hobe», indem er, bis zum 8. November 1892 nach Amerika beurlaubt, um eine Verlängerung seines Urlaubs nicht nachgesucht und auch seine etwaige Rückkunft nicht angezeigt hat, — Uebcrtretung gegen 8 360 Z- 3 R - Str.G.B. —. Derselbe wird auf Anordnung Großb. Amtsgerichts Hierselbst auf Mittwoch den 1. Februar 1893, Vorm. 9 Uhr, vor das Gr. Schöffengericht Mosbach zur Hauptverhandlung geladen. Bei unentschuldiglem Ausbleiben wird derselbe auf Grand der nach 8 472 der Str-P O. von dem König!. Äezirkskommando Mosbach ausgestellten Erklärung verurtheilt werden. Mosbach, 14. Dez. 1892. Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts : Heber. T935. Mannheim. ätchmnzs - ZiMnahm. Die auf Donnerstag den 29. d. Mts. anberanmte Tagfahrl zur Versteigerung der Liegenschaften der Georg Spo- naget Hl Eheleute in Käferthal findet nicht statt, da der betreibende Gläubiger Stundung bewilligt bat. Mannheim, den 15. Dezember 189— Großh. Notar Druck und Verlag der G. Br au »'scheu Hofbuchdruckerei.