Karlsruher ZeitW Freitag, 14. April. 4 ^ L04. Expedition: Karl^riedrich-Stratze Nr. 14 (Telephonanschluß Rr. 1S4), woselbst auch die Anzeigen in Empfang genommen werden. BorauSbezahlung: dtertrljährllch S M. SO Pf.- durch die Post im Gebiete der deutschen Poftverwattung,»riesträgergebühr eingerechnet, » «.« W. EinrückungSgebühr: dir gespaltene Petttzeile oder deren Rau« SS Pf. Briefe «ch Becher frei. Unverlangte Drucksachen und Korrespondenzen jeder Art, sowie Rezensionsexemplare werden nicht znrSckgefmM und chuniwwt die RobaNtm, dadurch keinerlei Berpflichtung zu trgendwelcher Bergütung. LSVS Amtlicher Teil. Seine Königliche Hoheit der Grotzherzog haben Sich gnädigst bewogen gefunden, dem Hofjäger Adolf Müller in Karlsruhe die untertänigst nachgesuchte Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen der ihm verliehenen Großherzoglich Sachsen-Weimarischen Verdienstmedaille in Silber zu erteilen. Seine Königliche Hoheit der Grotzherzog haben unterm 6. April d. I. gnädigst geruht, den Landgerichtsrat Viktor Sch wo er er in Freiburg unter Enthebung von der Stellung als Untersuchungsrichter beim Landgericht Freiburg zum Staatsanwalt beim Landgericht Karlsruhe zu ernennen. Mit Entschließung Grotzh. Generaldirektion der Staatseifenbahnen vom 9. April d. I. wurde Betriebssekretär Bernhard Heng in Karlsruhe zur Vorsehung der Stationsverwalterstelle nach Schwackenreuthe versetzt. Mt Entschließung Großh. Steuerdirektion vom 10. d. M- wurde Hauptamtsassistent Sylvester Weis beim Grotzh. Hauptsteueramt Pforzheim in gleicher Eigenschaft zum Grotzh. Finanzamt Sinsheim versetzt und mit Versetzung der Steuerkontrolleurstelle daselbst betraut. Nicht-Nrntttcher Teil. Der Staat als Unternehmer. * Während in Deutschland die Hibernia-Angelegenheit und der Bergarbeiterausstand neuerdings ein weiteres Eingreifen des Staats in den privaten Wirtschastsbetrieb auf die Tagesordnung gebracht haben, stehen, wie die „Voss. Ztg." ausführt, ähnliche Fragen in anderen Ländern zur Erörterung. Die am meisten Kapital, Arbeitermassen, Alimentierung der Industrie usw. umfassenden Unternehmungen bilden die Eisenbahnen. Sie sind in England, Amerika, Frankreich vollständig oder fast ganz in privaten Händen geblieben, während in Deutschland früh das Staatsbahnsystem zur Geltung kam und schon seit einem Vierteljahrhundert die preußischen Staatsbahnen, mit derzeit gegen 400000 Angestellten und Arbeitern, den riesigsten Betrieb auf der ganzen Erde darstellen. England ist von jeher das Land der freiesten wirtschaftlichen Doktrin und Praxis gewesen und hat das Prinzip des laisser faire, laisser aller am meisten beibehalten. Allerdings existiert in England auch eine Politische Arbeiterpartei, wie bei uns die Sozialdemokratie mit Bebels kollektivistischem Zukunftsstaat, nicht. Um so mehr in Frankreich. Trotzdem hat dort die seit langem bestehende Bewegung zur Verstaatlichung der Eisenbahnen in letzter Zeit eher Rückschritte als Fortschritte gemacht. Ende der siebziger und Anfang der achtziger Fahre des vorigen Jahrhunderts, gleichzeitig wie in Preußen, sollte sie zur gründlichen Entscheidung kommen. Dabei unterlag der Staat. Den sechs großen französischen Eisenbahngesellschaften wurden ihre Konzessionen, unter Gewährleistung einer Mindestdividende durch den Staat, auf eine sehr ausgedehnte Frist, bis 1950—1960, verlängert. Dem Staat wurde nur ein kleines systemloses Netz von Bahnest, die unter dem Privatbetrieb nicht existenzfähig waren und vor dem Bankerott standen, aufgehalst. Es umfaßte nicht den zehnten Teil der französischen Bahnen in relativ armer Gegend und hat bis heute schlecht und recht mit starkem Defizit hinvegetiert. Von radikaler und sozialistischer Seite sind mit immer wiederholtem Eifer und ebensolchem Mißerfolg im Parlament Anträge auf Verstaatlichung der Eisenbahnen gestellt, auch eingehend debat- iiert und hin und hergeschoben worden. In der Kammer hatte sogar schon einmal, kurz vor den Neuwahlen, zur Kapfivierung der Wählermassen ein Entwurf betreffs Rückkaufs der Westbahn und Sübahn Annahme durch die Mehrheit gefunden. Im vorigen Jahre wurde dann die weitere Hinschleppung durch ein lahmes Kompromiß gefordert, wonach das kleine Staatsbahnnetz durch Abtretung einiger Linien und Bahnhöfe in Paris etwas lebensfähiger gemacht wird. Der neue Ministerpräsident Rou- bier ist aber als überzeugter und temperamentvoller Gegner aller Verstaatlichung ausgetreten. Jüngst erklärte er in Bekämpfung eines Antrags Hubbard, der einen .beso nderen Kredit von 200 Millionen für öffentliche Arbeiten und Anlagen verlangte: „So wollen Sie, daß wir unsere finanzielle Kraft verschleudern, diese letzte Hilfsquelle für Unglückstage, wenn solche kommen sollten, um bequemer das Telephon, die Staatseisenbahn und ich weiß nicht was für andere Unternehmungen zu betreiben, welche ins Leben zu rufen, fruchtbringend zu machen und zu entwickeln nur von der Initiative der Bürger abhängt!" Und der „Temps", der hier die noch in Frankreich vorherrschende Stimmung zum Ausdruck bringt, fügt diesen Worten des Ministerpräsidenten bei: „Das ist die Stimme der Vernunft. Lerne doch der Staat einmal sich zu beschränken! Forme er die Bürger nach den Sitten der Freiheit, statt sie gegen die Diktatur zu wenden. Möge die Regierung sich den Prätentionen des Sozialismus entgegenstellen und die Staatsmonopole eindämmen!" Der Hauptgrund, der im französischen Parlament stets der Eisenbahnverstaatlichung entgegengehalten wurde, geht dahin, daß damit dem Sozialismus erst recht Tür und Tor geöffnet werde. In Frankreich > sind auch die Gemeinden noch viel weniger als bei uns zum Betrieb von Trambahnen, Gasanstalten usw. in eigene Regie übergegangen. ! In Belgien haben gerade lange und erregte Debatten über Staats- oder Privatbetrieb stattgefunden. Der Sozialist Vandervelde griff, unter Beihilfe von liberalen ^ Abgeordneten, den Eisenbahnminister Libaert an, weil l er die Lieferung von elektrischer Energie in den Bahnhöfen um Brüssel an eine Privatfirma vergeben habe; diese „Abdikation" des Staats bezeuge die Ohnmacht der Regierung, die das in Belgien bisher durchgeführte Staatsbahnsystem wieder durchbrechen und elektrische Eisenbahnen an Privatunternehmung vergeben wolle. Minister Libaert entschuldigte sein Vorgehen damit, daß er die in Notlage befindliche, von dem ausländischen Wettbewerb hart bedrängte elektrische Industrie Belgiens habe unterstützen müssen, sonst aber Anhänger des Staatsbetriebs bleibe. Für diesen erklärte man sich auch seitens der Liberalen mit der Verwahrung, daß ja nicht die Industrie zu weit dem sozialistisch-kollektivistischen Betriebe überantwortet werden dürfe. In Italien gehörten die Haupteisenbahnen eigentümlich dem Staat, er hatte aber seit längerer Zeit ihren Betrieb an Privatgesellschaften verpachtet. Jetzt will er sie, mehr aus Verlegenheit als aus Ileberzeugung, wieder in eigene Regie übernehmen, aber die Artikel 71 und 72 der Eisenbahnvorlage, die gegen Sozialismus und Ausstände Fürsorge treffen sollten und die jüngste Obstruktion sowie die Ministerkrise hervorriefen, bilden noch die Hauptschwierigkeit. Me Schweizer Republik hat jüngst die Hauptbahnen des Landes verstaatlicht. Auch in Oesterreich-Ungarn, Rußland und in den nordischen Ländern ist das Staatsbahnsystem weiter ausgebreitet oder vorherrschend geworden. Die Mittelmeerfahrt des Kaiserpaares. (Telegramme.) * Korfu, 13. April. Bei der Abendtafel am Dienstag brachte Seine Majestät der König in deutscher Sprache einen Trinkspruch aus, in dem er zunächst in seinem und in seines Hauses Namen für den freundlichen Besuch dankte , der ihm hohe Freude bereitet habe. Besonders dankte der König auch für die ihm gnädigst erteilte Ehre eines Admirals ö In suite der kaiserlichen Marine, eines Ehrenamtes, dessen er stets bestrebt sein werde, würdig zu bleiben. Eine große Ehre und Freude sei der griechischen Marine dadurch zuteil geworden, daß der Kaiser geruht Hecke, die Stelle eines Ehrenad- mrrals der griechischen Flotte huldvollst anzunehmen. Der griechischen Flotte werde dies ein Ansporn sein, stets etwas Tüchtiges zu leisten. Der König schloß mit einigen Worten in griechischer Sprache, welche Glück- und Segenswünsche für den Kaiser enthielten. Seine Majestät der Kaiser antwortete ebenfalls deutsch. Er sprach seinen herzlichsten und innigsten Dank für den freundlichen und glänzenden Empfang seitens der königlichen Familie und der Bevölkerung des von der Natur so reich gesegneten Eilandes aus. Es bereitete ihm große Freude, die Gelegenheit zu diesem Besuche zu nehmen und namentlich ihn zu einer Zeit ausführen zu können, wo auf althistorischem Boden in der Hauptstadt des Landes eines Zusammenkunft erleuchteter Männer aller Länder stattfindet, die gekommen sind, um aus dem ewig unerschöpflichen Born des klastischen Wissens und Könnens zu schöpfen. Es gebe keinen deutschen Mann von Bildung, der nicht von jenen großen, am klastischen Altertum genährten Idealen erfüllt sei und sie heilig halte und glücklich sei, deren Geburtsstätte zu schauen. Eine große Freude und Ehre sei es für den Kaiser, einer Flotte anzugehören von so ruhmreicher und glänzender Vergangenheit. Zu der Abendtafel waren außer den deutschen und griechischen Würdenträgern auch die Admirale und Kommandanten des englischen Geschwaders geladen. Vor dem Palais wurde ein Riesenfeuerwerk abgebrannt. Gestern nahmen der Kronprinz Konstantin und die Kronprinzessin Sofia am ersten Frühstück auf der „Hohenzollern" teil. Seine Majestät der Kaiser spendete für die Armen der Stadt 2000 Frcs. * Korfu, 13. April. Seine Majestät der Kaiser hörte gestern morgen noch mehrere Vorträge. Ein nachmittags unternommener Ausflug, an dem die gesamte königliche Familie teilnahm, führte zunächst nach Peil e k a, dann wurde das Schloß Acht lleon besucht, dessen Kunstschätze, und Anlagen der König selbst dem Kaiser zeigte. Die Landbevölkerung brachte dem Kaiser vielfach Huldigungen dar und zeigte ebenso wie das Publikum in der Stadt eine musterhafte Haltung. Die königliche Famile geleitete den Kaiser darauf zur Landungsstelle, wo der Kaiser von dem König und den anderen Mitgliedern des königlichen Hauses herzlichen Abschied nahm. * Korfu, 13. April. Gestern abend veranstaltete der Admiral des englischen Geschwaders an Bord seines Flaggschiffes zu Ehren des DeutschenKaisers und der griechischen Königsfamilie ein großes Festmahl. Die Stadt und die Kriegsschiffe waren wiederum prächtig illuminiert. Bevor der Kaiser die Insel verließ, gab er seiner Freude über den ihm bereiteten Empfang und seiner Bewunderung für die Naturschönheiten der Insel warmen Ausdruck. Nach 10 Uhr abends gingen die Kaiserschiffe unter den lebhaften Abschiedsovationen der Bevölkerung und dem Salut der Kriegsschiffe nach Messina. Der französische Flotteupla«. ^Telegramm.) * Paris, 12. April. Senat. In der heutigen Vormittagssitzung wurde die Erörterung des Marinebudgets fortgesetzt. Der Marineminister erläutert das Programm von 1900 bezüglich der Flottenneubauten, die im Januar 1907 beendet fein sollten, aber soweit Kreuzer in Betracht kommen, erst mit einer Verspätung von 15 Monaten fertiggestellt sein werden. Der Marineminister legt dann die Notwendigkeit dar, nach Erledigung des Flottenprogramms von 1900 mit dem Bau neuer Kriegsschiffe fortzufahren, denn sowohl die englische wie die amerikanische Flotte seien der französischen überlegen und die deutsche Flotte komme ihr fast gleich. Frankreich beschränke sich übrigens darauf, seine alten Schiffe durch neue zu ersetzen. Der Marineminister verbreitete sich dann über die Unterseeboote und sagte, daß Frankreich eine Flotte von Torpedo- und Unterseebooten besitze, die allen anderen sehr überlegen sei. Vorauszusehen sei, daß es nötig werden würde, den Tonnengehalt der Unterseeboote zu vergrößern, um gewisse Verbesserungen zu erreichen. —- Der Minister bemerkt sodann, daß für Neubauten im Budget für 1905 121 Millionen vorgesehen seien. Mit Aufwendungen fortzufahren sei notwendig, denn nur so werde es möglich sein, die veralteten Schifte zu ersetzen. Auf verschiedene Bemerkungen erwidert der Minister, daß diese Ausgaben gedeckt werden könnten, ohne auf das Extra- ordinarium zurückzugreifen. Der Redner weist sodann auf die Notwendigkeit, die Ausrüstung der Arsenale zu vervollständigen, hin und erklärt, die gestrigen Ausführungen d'Estournelles seien ebenso chimärisch, wie achtenswert und hochherzig. Die besten Mittel, den Frieden aufrecht zu erhalten, seien Voraussicht und eine starke Flotte. In der Nachmittagssitzung des Senats stimmte das Haus mit 154 gegen 116 Stimmen dem Beschlüße der Kommission zu, nach dem die Löhne der Arsenalarbeiter herabgesetzt werden. Das Marinebudget gelangte dann zur Annahme. Die Trennung von Staat und Kirche. (Telegramm.) * Paris, 12. April. Deputiertenkammer. Nach Ablehnung einiger Abänderungsanträge nahm die Kammer mit 422 gegen 45 Stimmen den ganzen Artikel 1 der Vorlage, betreffend die Trennung von Kirche und Staat an; dieser sagt Gewissensfreiheit und freie Ausübung der Kulte zu. Cs folgt Absatz 1 des Art. 2 der Vorlage. Er lautet: Die Republik er kennt weder an noch besoldet oder unterstützt sie irgend einen Kultus. Delafoffe (Kler.) beantragt, dem Art. 2 folgende Fassung zu geben; Das Kultnsbudget wird als staatliche Dienstleistung beibehalten. Georges Berry (Nat.) unterstützt diesen Antrag. Der Berichterstatter Briand erklärt: Die Kirche hat die Pflicht, für die Ausgaben ans den reichen Einnahmequellen, die ihr belassen werden, Sorge zu tragen. — Der Antrag Delafosse wird abgelehnt. — Louis Ollivier (Nat.) stellt den Antrag auf Streichung des ersten Absatzes von Artikel 2. Albert de Beuoist (Nat.) unterstützt diesen Antrag. Man will, daß das Parlament feierlich die Religion abschwöre, die die Regierung von 1801 amtlich als die Religion der Mehrheit der Franzosen anerkannte. Kultusminister Bienvrnu-Martin: Die Regierung hat einfach den Grundsatz der Gewissensfreiheit und der Neutralität des Staates den Kulten gegenüber im Auge gehabt. Gegenwärtig bestehen anerkannte Kulte, nach dem heutigen Gesetz. An dem Tage, wo die Trennung vollzogen wird, ist das heutige Gesetz aufgehoben und es gibt keine anerkannte Kulte mehr. Das allein ist der Sinn der vorgeschlagenen Fqrmel. (Beifall links.) Der Antrag auf Streichung des ersten Absatzes von Artikel 2 wird mit 335 gegen 243 Trimmen-a b ge le h n t. »c Aus dem br-tische» Parlament. (Telegramme.) * London, 12. April. Unterhaus. Campbell-Bannerman (lib.) kündigt an, datz er einen Tadelsantrag gegen die Regierung wegen ihrer neueren Politik hinsichtlich der irischen Verwaltung einzubringen beabsichtige. Balfour versprach, nach den Osterferien solle Gelegenheit zur Beratung des Antrages gegeben werden. — Das Haus wird sich wahrscheinlich vom 19. April bis zum 2. Mai vertagen. — In schriftlicher Beantwortung einer Anfrage erklärte Parlaments- untersektetär Perch: Mir sind keinerlei Fälle bekannt, in denen die deutsche Regierung «ine von der unsrigeu abweichende Ansicht über den Sinn der Klausel von der meist- begünstigten Nation vertreten hätte. — Im Laufe der Debatte über die von Tuff (kons.) eingebrachte Resolution, durch die Campbell-Bannerman aufgefordert wird, ausfürhlich zu erklären, ob er die H o m e r u I e p o l i t i k bei den nächsten Wahlen empfehlen werde, bespricht Campbell-Bannerman den außergewöhnlichen Charakter der Resolution und weigert sich, Erklärungen darüber abzugeben, welche Politik er für die Zukunft empfehlen würde, wiederholt aber seine Ansichten, die er vorher über die irische Verwaltung abgegeben hatte. John Redmond (Nat.) betont, niemals verlangen die Rationalisten nach der Homerulepolitik, und spricht seine Befriedigung über die Rede Bannermans aus. Premierminister Balfour erklärt die Ausführungen Bannermans für zweideutig, und versichert, daß die konservative Partei an der Klippe des Unionismus nicht scheitern werde. Darauf wird die Beratung auf unbestimmte Zeit vertagt. * London, 12. April. Im Klub der liberalen Unio nisten hielt Josef Chamberlain eine Rede, in der er sagte: Ich wünsche, daß jedes Mitglied des Klubs sich darüber klar werde, was wahrscheinlich die Folge der kürzlich von Deutschland mit anderen Ländern abgeschlossenen Handelsverträge sein .Wird. Alle diese Verträge sind unabhängig von uns abgeschlossen worden. Ich weiß nichts davon, daß das Auswärtige Amt in dieser Hinsicht Einspruch erhob. Wir wissen aber sehr wohl, daß es, wenn es protestiert hätte, damit keinen Erfolg gehabt hätte. So lange wir keine Waffe haben, mit der wir kämpfen können, ist es nutzlos, für unsere Gegner, zu sagen, daß möglicherweise die Meistbegünstigungsklausel auf uns Anwendung finde; diese würde uns nur Vorteile bei Artikeln bringen, die wir nicht erzeugen und an deren Erzeugung uns nichts liegt. Sehr bemerkenswert ist die Aeußerung, die Marquis Salisbury im Oberhause kürzlich gemacht hat, daß bei dem gegenwärtigen großen Handel mit Deutschland nur wenig mehr als zwei Prozent unserer ganzen Ausfuhr unter die Meistbegünstigungsklausel falle. Marokko. (Telegrnmme.) * Berlin, 13. April. Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet: „Der mit der interimistischen Leitung der deutschen Gesandtschaft in Ma.rokko beauftragte Gesandte Graf Tatten- bach wird sich, in nächster Zeit an den marokkanischen Hof in Fez begeben." * Berlin, 13. April. Für die gestrige Nachricht der „Times", daß die marokkanische Regierung die französische Mission in Fez zur Rückkehr nach Tanger auffordern wolle, um ihr dort die Weigerung des Sultans mitzuteilen, auf die französischen Reformvorschläge einzugehen, liegt hier keine Bestätigung vor. Nach früheren Berichten kann man aber, wie die „Köln. Ztg." schreibt, allerdings darauf schließen, daß in Marokko nur ganz geringeNeigungherrscht, auf die französischen Wünsche einzugehen. Die Reise des stellvertretenden deutschenGesandtenin Marokko, Grafen Tattenbach, nach Fez ist in erster Linie veranlaßt durch den Wunsch, die Begrüßung des Kaisers, die in Tanger durch einen Verwandten des Sultans stattfand, in ähnlicher Weise zu erwidern. Daß dabei nicht nur höfische Höflichkeiten ausgetauscht werden, sondern auch die politische Lage erörtert wird, liegt sehr nahe. * Paris, 13. April. Der Senator Clemenceau fordert heute in seiner „Aurore" Delmfse auf, auf das Rascheste Verhandlungen mit der deutschen Regierung anzuknüpfen. Die Schwierigkeiten, so sagt der Senator, müssen von Lag zu Tag zunehmen. Herr Delcasse kann doch nicht glauben, daß die Dinge einig so bleiben, und daß die beiden Mächte niemals miteinander über Marokko sprechen werden. Die von Herrn Delcasse geschaffene Lage ist durchaus unhaltbar und nur ein rasches Vorgehen kann es uns ermöglichen, aus ihr mit Würde, wenn auch nicht mit Stolz, herauszukommen. Dev vuffrsch-japcrnislHe Kvieg. (Telegramme.) Gerüchte vom Seekriegsschauplatz. * Washington, 13. April. Dem Marinedepartement ist keine Bestätigung der gestern an der New-Iorker Börse verbreiteten Gerüchte zugegangen, wonach die Russen drei Schiffe in einem Seegefecht mit den,Japanern an der Küste von Java verloren haben sollen. * London, 13. April. „Daily Mall" meldet aus S u - rabaja auf Jawa: Eine Jacht mit zwei russischen Offizieren an Bord, sowie vier Kohlendampfer, die in Batavia angekommen sind, bringen die anderwärts nicht bestätigte Meldung, daß eine Seeschlacht stattgefunden habe, in der die Russen die Japaner angriffen und die letzteren vier Schiffeverloren hätten. * Amsterdam, 13. Aprih Das „Handelsblad" bringt heute folgende Depesche aus Batavia: Tie Nachricht von einem Kampfe bei den Anambo-Jnseln ist nicht b e st äst ig t worden. * London, 13. April. „Daily Mail" meldet aus Laguanr Hier sind Gerüchte in Umlauf, daß eine große Flotte südlich von Borneo gesichtet worden sei. InLaguan ankert der amerikanische Kreuzer „Raleigh" und wartet auf Segelordre. * Singapore, 12. April. Der englische Kreuzer „Sut- l e y" ist hier angekommen und meldet, daß er die rus - sische Flotte, einschließlich sieben Schlachtschiffe, gestern bei Tagesanbruch nordwärts steuernd gesehen habe. * London, 13, April. „Daily Telegraph" meldet aus S i n g a p o r e : ,Die Stelle, wo der hier angekommene englische Dampfer „Sutley" die nordwärts fahrenden russischen Kriegsschiffe passierte, war etwa 550 Meilen nordöstlich von Singapore. — Dem „Daily Telegraph" wird aus Tokio telegraphiert: Die Japaner sind begierig darauf, der russischenFlotte eine entscheidende Schlacht zu liefern. Wenn es an der Zeit ist, wird man Togo nicht weit von Formosa oder den Pescadores-Inseln finden. * Singapore, 12. April. Aus guter Quelle wird aus Batavia gemeldet, daß keine russischen Kriegsschiffe sich bei Muntok-Banko befinden. * Singapore, 12. April. Die russische Flotte, die am 8. April hier vorüberkam, bestand aus sieben Schlachtschiffen, zwei Panzerkreuzern, fünf ungeschützten Kreuzern, drei Hilfskreuzern, sieben Torpedobootszerstörern, siebzehn Dampfern und einem Bugsierdampfer. Die Kriegslage in der Mandschurei. * Tokio, 12. April. Nach Meldungen aus der Mandschurei fahren die Russen fort, ihre Streitkräfte zusammenzuziehen und ihre Stellungen auf der Linie Tschangtschun-Kirin zu befestigen. Die Abteilung Madrikows behält beständig Fühlung mit dem japanischen linken Flügel. Häufig finden Scharmützel statt. Es dürfte möglicherweise zu einem größeren Gefecht kommen. Es heißt, die Russen hätten die Sträflinge auf Sachalin bewaffnet und denjenigen Geld und Freiheit versprochen, die tapfer kämpften. Dadurch ist die Garnison aus insgesamt 3000 Mann gebracht worden, doch wird daran gezweifelt, ob die Russen versuchen werden, die Insel zu halten. * Tokio, 12. April. Wie verlautet, nehmen die Russen in Wladiwostok mit sechs Unterseebooten, sämtlich im Auslande gebaut, Hebungen vor; darunter befinden sich Boote von französischem, englischem und amerikanischem Typ. * London, 12. April. Dem „Daily Telegraph" wird aus Kobe telegraphiert: Der russische Gesandte Les- far verlangte, einer Pekinger Meldung zufolge, von China die pachtweise Ueberlassung eines Hafens. China schlug aber das Ersuchen entschieden ab. * London, 13. April. In dem Revierkrankenhaus in Hiro- shima ist am 10. April eine Person an Pest erkrankt und gestorben. Aus verschiedenen Orten Japans werden fünf Pockenfälle gemeldet. Es sollen daher in Tokio alle Personen unter 60 Jahren der Schutzimpfung unterzogen werden. * London, 13. April. Lloyds Agency erfährt aus Doko - hama, daß der norwegische Dampfer „Henry Bolckow" beschlagnahmt wurde. * Rom, 12. April. Deputiertenkammer. Der Unterstaats- sekretär des Aeußern, Fusinato, erklärte in Beantwortung von Anfragen der Abgg. Romussi und Santini, welche Stellung die Regierung gegenüber der von zahlreichen italienischen Bürgern erhobenen Forderung, daß Italien die Initiative z u rstZ r ied e nsv er mittlun g zwischen Rußland und Japan ergreifen solle, einzunehmen gedenke, die Regierung schätze den Edelsinn der Bewegung, welche sich in Italien zugunsten des Friedensschlusses zwischen Rußland und Japan geltend mache, außerordentlich, über ein Staat könne eine derartige Initiative, für deren Erfolg keine Wahrscheinlichkeit bestehe, nicht ergreifen. Wenn sich eine günstige Gelegenheit böte, werde die Regierung nicht unterlassen, ihre humanitäre Aufgabe zu erfüllen. Grotzherzogturn Baden. * Karlsruhe, 13. April. k Nächste Postverbindungen nach Swakopmund und Lüde ritzbucht: 1. Für Briefsendungen mit dem englischen Dampfer über Kapstadt, ab Southampton am 15. April, in Swakopmund etwa am 7. Mai und in Lüderitzbucht etwa am 9. Mai; letzte Beförderungen am 14. April, ab Cöln 6 Uhr 1 Mn. nachm., ab Oberhausen 7 Uhr 64 Min. abends, ab Berlin (Schief. Bhf.) 11 Uhr 23 Min. vorm. 2. Für Brief- und Paketsendungen mit Reichspostdampfer „Feldmarschall", ab Hamburg am IS. April, 8 Uhr vorm., in Swakopmund etwa am 9. Mai; Schluß in Hamburg am 15. April, 4 Uhr vorm.; letzte Beförderung ab Berlin (Lehrter Bhf.) am 14. April, 1 Uhr 27 Min. nachm. 3. Für Brieffrndungen, Nachversand über Antwerpen für Reichspostdampfer „Feldmarschall" (vgl. Nr. 2); letzte Beförderungen am 18. April ab Cöln 10 Uhr 45 Min. abends; ab Berlin (Potsd. Bhf.) 12 Uhr SS Mn. mittags. Die nächsten Posten aus Swakopmund sind zu erwarten am 13. und 16. April, Abgang am 20. und 22. März. * (Das Bruttoerträgnis der Karlsruher Weltausstellung in der Festhalte) beträgt nach vorläufiger Schätzung 40- bis 42 000 Mark. Da die Ausgaben für die Dekorationen, Musik u. dgl. sich auf über 26 000 M. belaufen, so können dem Grundstock für die Erbauung eines Künstlerheims etwa 15 00V M. zugeführt werden. * (Rechtsauskunftstelle für Frauen.) Morgen, Freitag, 14. April, abends halb 9 Uhr, wird im großen Rathaussaale Or. jur. Frieda Duensing, Generalsekretärin der Zentrale für Jugendfürsorge in Berlin, einen Vortrag Wer „Jugendfürsorge und weibliche Vormundschaft" halten. ^ (Kaufmännischer Verein Karlsruhe.) ,Am vorgestrigen letzten Vortragsabend der Saison, welcher durch den Besuch Seiner Königlichen Hoheit des Erbgroßherzogs ausgezeichnet war, rezitierte Herr Hofschauspieler W. Wassermann ein neues Drama in 5 Akten, „D er Graf von Charolais" von Beer-Hofmann. Wie Herr Wassermann einleitend mitreilte, ist das Drama vor etwa vier Monaten mit großem Erfolg in Berlin zum ersten Male aufgeführt worden. Der Stoff ist einem Drama PH. Mas- singers (gestorben 1639) entlehnt; im übrigen sei das Werk durchaus eigenste Schöpfung des Verfassers. Nach der guten Aufnahme in Berlin sei das Stück neben ),Traunrulus" zum Hauptschlager der Saison geworden. — Wir glauben, daß die Stunde dieses Schlagers bald geschlagen haben wird; denn abgerechnet eine recht gute, klassisch nachempfundene Sprache und einige hübsche Stimmungsmomentc, bleibt herzlich wenig übrig. Die Durchführung der Handlung ist wenig originell und läßt manche Unklarheiten. Die Charakterzeichnung ist ziemlich mangelhaft; die Personen handeln zumeist nach freier Willkür und überall ist der Phrase zu viel Spielraum gegeben. Wir lernen die Geschicke eines burgundischen Grafen Charolais kennen» dsssen Vater unter Zurücklassung der zerrüttetesten Vermögenslage soeben meuchlings ermordet worden ist. Dieser Vater war General und hat (ähnlich wie Tellheim) sein Vermögen dem Staate — d. h. seinen Truppen — geopfert; daher die schlimme Finanzlage. In den ersten Akten des Stückes sehen wir den jungen Grafen nur als leidenden Teil der Handlung, indem einer der Hauptgläubiger, der „rote Jtzig" genannt, ihm gegenüber eine Art Shylockrolle spielt, zum Schluß wird aber aus Charolais, der durch Eintreten seines Schwiegervaters vom „roten Jtzig" befreit ist, ein vollendeter Ueberothello, der fast ohne Fago, selbsttätig in Aktion tritt und seine Opfer, über deren Schuld oder Unschuld wir nicht ganz aufgeklärt werden, unter großen Reden regelrecht hinmordä. — Ueberdics hat das Stück recht empfindliche Längen, über welche selbst die belebende, ausdrucksvolle Vortragskunst Herrn Wassermanns nicht ganz hinwegtäuschen konnte. Zum Schluß spendete das zahlreiche Publikum dem Vortragenden, den auch seine Königliche Hoheit der Erb - großh erzog noch ins Gespräch zog, recht freundlichen Beifall. Wenn wir auch nicht die Neugier besitzen, dem „Grafen v. Charolais" auf der Bühnen begegnen zu wollen, so war es doch nicht uninteressant, ihn kennen zu lernen, schon von dem Gesichtspunkte aus, daß es von Interesse ist, zu wissen, was alles ein Schlager werden simn. — Die Vortragssaison des Kaufmännischen Vereins hat, wie gesagt, ihren Abschluß gefunden. Die Vorträge haben, wie seit einer langen Reihe von Jahren, wieder eine bedeutende Rolle im geistigen Leben unserer Stadt gespielt. Die Heranziehung berufenster Redner, der fesselnde Wechsel der in den Vorträgen behandelten Wissensgebiete haben den Vereinsabenden im Eintrachtssaale eine sich auf immer weitere Kreise ausdehnende Zugkraft gegeben. Wenige andere Veranstaltungen hattep sich eines, so gleichmäßigen, überaus guten Besuches zu erfreuen; Dit Regie dieser Vortragsabende, die in den Händen des zweiten Vorstandes, Herrn Liepmannsfohn, liegt, hat sich dabei wieder aufs beste bewährst.- In Kürze wollen wir hier noch rekapitulieren, was uns diese Saison gebracht hat. Die Vorträge begannen im Oktober vorigen Jahres: Prof. Dr. Fried. Delitzsch- Berlin sprach! über „Ninive und Babylon"; Geh. Rat Prof. Dr. Erich Schmidt-Berlin über da? Thema „Aus Schillers Werkstatt"; der Dozent der Humboldt-Akademie, Fr. Fürstend erg, über „Unsichtbares Leben im Wasser und in der Luft"; Pfarrer Friedr. Naumarin über „Bildung und Kunst im Dienste des sozialen Fortschritts"; Herr Max Hofpaner, Kgl. Bayr. Hofschauspieler, rezitierte Heimatdichtungen; Dr. Th. Elsenhans- Heidelberg schilderte die „Bildung des Charakters"; Prost Ordenstein, hier, sprach über die „Anfänge der deutschen Oper" und wurde dabei gesanglich von Frl. Warmersperger und Herrn Haas unterstützt. Dann folgten zu Beginn des Jahres Vorträge von Geh. Rat Prof. Dr. Thode - Heidelberg über „Die tragische BühUe von Bayreuth"; von Geh. Rat Prof. Dr. v. Jagemann- Heidelberg über die „Reichsfinanzreform". Von Intendant Emil Claar - Frankfurt wurden eigene Dichtungen rezitiert. Prof. W. Sombart- Breslau sprach über die „Kulturbedeutung der modernen Technik" und Geh. Rat Prof. Dr. Waldeyer- Berlin üötr „das Alter des einzelnen Menschen und des Menschengeschlechtes" . Herrn Wass ermanns Rezitation > machte dann am Dienstag den Schluß. * (Vom Autosport.) Man schreibt uns: Seit einigen Tagen bildet hier eine Neuheit auf dem Gebiete der Äutomobil- industrie einen Gegenstand besonderen Interesses für das Publikum. Es ist dies die neue „Cyklonette" der Cyklon- Maschineufabrik Berlin, welche das leichtbewegliche, recht nett ausfehende Fahrzeug für, zwei Personen oder auch Lasttrausporte in Form eines eleganten Dreirads seit kurzer Zeit in den Verkehr gebracht hat. Die Maschine, mit 8sh Pferdekrast. ist imstande, auch größere' Steigungen zu überwinden. ir: (Schwurgericht vom 11. April.) Der heutige Sitzungstag des Schwurgerichts, der von Landgerichtsrat Siegel präsidiert wurde, brachte für den Vormittag Unter Ausschluß der Oeffentlichkxit die Verhandlung der Anklage gegen den Gold- arbeiter Stefan Rost aus Ersingen wegen Sittlichkeitsverbre- chens. Der Angeklagte war mehrerer Sittlichkeitsverbrechcn beschuldigt. Rost war in der Voruntersuchung in der Hauptsache geständig. Heute leugnete er und suchte die Vorgänge, die die Grundlage der gegen ihn erhobenen Anklage bildeten, als harmlose Vorkommnisse htnzustellen. Aus der Beweisaufnahme gewannen jedoch die. Geschworenen die Ueberzengung, daß sich der Angeklagte in drei Fällen im Sinne der Anklage schuldig gemacht hat. Sie bejahten daher die diesbezüglichen Schuldfragen, wie auch die Fragen nach milderndnen Umständen. Der Schwurgerichtshof erkannte demgemäß gegen Rost auf 10 Monate Gefängnis, abzüglich 4 Monate Untersuchungshaft. In dem Abends ^/.6 Uhr zur Verhandlung gelangten Falle handelte es sich um eine Anklage wegen Meineids bzw. Anstiftung hierzu, die sich gegen die 21 Jahre alte Kellnerin Rofa Noe ans Karlsruhe und gegen den 26 Jahre alten Wirt Josef Jochim aus Rülzheim, wohnhaft in Landau i. Pf-, richtete. Die Gschworenen sprachen die Noe des fahrlässigen Falscheides und Jochim der versuchten Verleitung zum Minen» schuldig. Der Schwurgerichtshof verurteilte auf Grund dieses Verdiktes die Noe zu 8 Monaten Gefängnis und Jochim zu 1 Jahr 1 M o uatZuchthaus. An jeder Strafe kommt 1 Monat Untersuchungshaft in Abzug. ^ (Aus dem Polizeibericht.) Gestern vormittag 9 Uhr verunglückte ein lediger Taglöhner aus Freckenfeld in einem Sägewerk in der Kaiserallee dadurch, daß er die linke Hand in eirw Zirkularsäge brachte. Die Hand wurde ihm dabei buchstäblich abgesägt. Der Verletzte wurde, nachdem ihm von einem Arzte noct ticisrK ein Norverband angelegt worden war, in das städr. Krankenhaus verbracht. o.e. Mannheim, 12. April. (Tclegr.) Der Mörder der Susann« Senfes, der Schreiner Becker, hat heute nachmittag ein teilweise» G s st än d n i s. abgelegt. Er- behauptet, er sei in das Haus gegangen, um zu stehlen und will einen (Genossen gehabt haben. Das Verhör mutzte abgebrochen werden, da Becker erklärte, nicht mehr vernehmungsfähig zu sein. X Baden, 12. April. Unter dem Vorsitze des Herrn Oberbürgermeister Dr. Gönner fand am Dienstag Vormittag im Rathaussaale eine Sitzung des Bürgerausschusses statt. Bor Eintritt in die Tagesordnung wurde an Stelle des von hier fortgezogenen Herrn Bankdirektors Funk Herr Knnst- und Handelsgärtner Max Vogel zum Stadtrat gewählt, und sodann der Dienstaustritt des Obmanns des Stadtverordneten-. Vorstandes, Herrn Ernst Beuttenmüller und des Ob- mannstellvertreters, Herrn Camill Brenner nach langer Debatte einstimmig genehmigt. Am Mittwoch Vormittag war Fortsetzung der Beratungen, und zwar stand der Voranschlag für 1905 zur Diskussion. — Im Gasthaus zur „Stadt Mannheim" fand am Sonntag Nachmittag die diesjährige ordentliche Generalversammlung der Fleischerinnung für den Kreis Baden statt, welche autzerordentlich zahlreich besucht war, denn es hatten sich Mitglieder aus 37 Orten des Jnnungs- bezirks eingefunden, autzerdem der Handwerkskammerpräsident Moser aus Karlsruhe. Nach Begrützung der Anwesenden durch den Obermeister, Herrn Hermann Rößler- Baden, erfolgte die Erstattung des Rechenschafts- und Tätigkeitsberichts durch den Rechner' Fachmann- Bühl und. Schriftführer Wiede mann - Sinzheim. Der 'Stand der Kasse ist ein recht günstiger. Die verschiedenen Punkte der Tagesordnung wurden im Sinne der Anträge des Vorstandes erledigt. Zum -Schluß folgte^'die Ehrung, eines Altgesellen und die Freisprechung der Junggesellen, bei welcher Gelegenheit Herr Ober-' Meister'Rotz l e r ein Hoch auf Seine Königliche. Hoheit , den Grotzherzog, 4ett Schützer und Förderer des Handswerks, äus- > brachte,- in welches dis Anwesenden begeistert.einstimmten. X Baden, '12. April. In der heute vormittag unter; dem, Vorsitz des-Herrn Oberbürgermeister Dr. Gönner stattge?' fundeneU Sitzung des Bürgerausschusses wurde die.Beratung des Voranschlags für 1905 nach langen Debatten zu Ende geführt. Die einzelnen Positionen des Voranschlags wurden genehmigt und die Umlage, wie im Vorjahre, auf 53 Pf. festgesetzt. , Freiburg, 12. April. Die Kreisversammlung Freibürg wurde heute nachmittag im Kornhaussaale von dem Kreishauptman», Geh. Regierungsrat Muth, eröffnet und darauf Oberbürgermeister Dr. Winter er zum Vorsitzenden gewählt. Der allgemeine Geschäftsbericht des Kreis- «msschufses widmet' zunächst Worte warmer Anerkennung dem langjährigen, hochverdienten Vorsitzenden des Kreisausschusses, Frhrn. v. Böcklin, der aus Gesundheitsrücksichten fein'Amt niedergelegt hat. Ihm verdankt der Kreis Freikurg, wie von mehreren Rednern hervorgehoben wurde, so hervorragende' Erfolge, daß dieser heute unter den badischen Kreisen mit an erster Stelle steht. Den Vorsitz hat einstweilen Bürgermeister Dr. Thoma übernommen. Die Umlage für 1905 ist auf 4,36 Pf. von 100 M. Steuerkapital berechnet, und es ergibt sich dabei eine Mehreinnahme von 11 665 M. Der Vermögensstand ist ein günstiger. Das reine Vermögen des Kreises beträgt 198 641 M. und hat sich gegenüber dem Vorjahre um 26 230 Mark vermehrt. Den Hauptbestandteil des Vermögens bilden die Liegenschaften, zu denen die Kreispflegeanstalt gehört. Der Voranschlag für 1906 ist mit tunlichster Sparsamkeit aufgestellt, ermöglicht aber die Durchführung aller Aufgaben, welche der Kreis zu erfüllen hat. Die Einzelberichte über die verschiedenen Krsisanstalten und deren finanzielle Erfordernisse, sowie sonstige Kreisaufgaben unterscheiden sich nicht wesentlich von denen früherer Fahre, und veranlaßten meist keine längeren Erörterungen. Hervorheben wollen wir, daß die Kreispflegeanstalt unter der mustergültigen Leitung ihres Vorstandes, Herrn Medizinalrat Dr. Eschbacher, ihre Aufgabe wieder sehr gut erfüllt hat. Ein Kreisbeitrag zur Wirtschaft ist nicht erforderlich,''was in erster Linie auf die Erträgnisse aus den Grundstücken und Gärten zurückzuführen ist. Dr. Eschbacher steht seit 28 Jahren an der Spitze der Anstalt und erhält derselbe nunmehr eine ^Erhöhung des Direktorgehaltes, von 6000 M. auf 7000 M. Anläßlich der Landarmenpflege entspann sich eine lebhafte Diskussion über zu hohen Gehalt des betreffenden Respizienten, die sich dann dahin erweiterte, daß überhaupt an bestimmten Gehalten, sowie an Diäten , für Mitglieder des Kreisausschusfes Einschränkungen vorgenommen werden sollten. Infolge davon wurde ein. Antrag eingebracht und angenommen, wonach in der Sitzung des morgigen Tages eine gemischte Kommission, bestehend aus drei Mitgliedern des Kreisausschusses und vier Mitgliedern der Versammlung, zur Prüfung der Gehalte des Vorsitzenden des Kreisausschusses, des Respizienten für die Landarmenpflege und der Diäten an einzelne Mitglieder gewählt werden solle. ch Vom Oberland, 12. April. Der Absatz von Zuchtvieh aus der oberbadischcn Viehzuchtgenossinschast ist fortwährend ein recht erfreulicher. Am Freitag ging wieder ein Transport von 14 Stück der schönsten Tiere für den deutschen Gesandten in St. Petersburg, Fürsten Radolin, nach dessen Majoratstzütern in der Provinz Posen von Metzkirch ab. — Die weit über Badens Grenzen hinaus bekannte Weiler- taler - Jagdgesellschaft, deren Feld- und Waldjagd wn Gebirgsstock Blauen-Sirnitz-Köhlgarten (bis zum Rhein herab über ein Gebiet von rund 8000 Hektar sich erstreckte, hat dleser Tage ihre letzte Generalversammlung abgehalten und wdann hie Auflösung der Genossenschaft endgültig beschlossen. Ars. Emgehen dieser, seit über 35 Jahren bestehenden Gesellschaft, die während der langen Zeit ihres Bestehens den Gründlich hochhielt, das edle Waidwerk in idealster Weise auszuüben, wird allgemein bedauert. - * (Kleine Nachrichten aus Baden.) der Heidelberger Straß? n- und 'chaft sind die Betriebseinnahmen von M. 213 638 im Jahre 1903 auf 1904 gestiegen. Die Ausgaben betrugen M. 164 667 gegenüber M. 129 303 im Jahre 1903. Die Einnahmen der Bergbahn bezifferten sich auf M. 81 710 und haben gegenüber 1993 um M. 3267 zngestommen. Die Gesellschaft, deren Mitten zu etwa zwei Drittel im Besitz der Stadtgemeinde Heidel- ^rg sind, verteilt eine Dividende von 6 Proz. — In Heidel- ist Karl Sigmund Frhr. v. Racknitz, Majorats- auf Heinsheim, im 77. Lebensjahr gestorben. — In „ alsch hxi Wiesloch ereignete sich am Sonntag ein schwerer lücksfall. Währed des Abendgottesdienstes in der ^hvlischxn Kirche siel ein Stück des Mauerbewurfs von der End herab und verschüttete sechs Kinder, welche Teil schwer verletzt wurden. Ein Kind ist bereits ge- rf'rben. — Die Sammlung für den „V e te r a n e n d a n k" »slbw in dem rund 1600 Einwohner zählenden Ort Riegel, mr Emmendingen, die stattliche Summe von 1260 M. — Aus A^ftkn wi>H gemeldet: Ein äußerst trauriger und sehr bedauer- "Uglücksfall ereignete sich gestern in unserer Nachbcrrge- euweRuith. Ein etwa 15 bis 16 Jahre alter Bursche na- ns Ernst machte sich mit noch einigen gleichalterigen Burschen in ? 9 o l v e r zu tun. Ganz in der Nähe stand der ^ r stationierte Bahnwart Servai. Plötzlich ging ein wutz los und drang demselben in den Unterleib. Im hiesigen ^Sr«,S 'ft" «"mg igun --ckttzmUgubbI sock mgog 606t "KgftS «Sü chst --Lürsä uz grmlftttM rock ivN -sW ruz ünu nogmmockm-Z Sviral ist der Schwerverletzte gestern früh gestorben. — In Oberbausen (A. Bruchsal) brannte das Wohnhaus des Bäckermeisters Friedrich nieder, wodurch ein Schaden von über 6000 M. enrstand. — Am Nachmittag des 4. Dezember v. I. wurde, in der Gegend von Gernsbach ein zehnjähriges Mädchen von einem Burschen überfallen. Der nämlich Unhold ließ sich nun vorgestern wieder in der Gegend sehen und stellte einer Frau nach. Es gelang, den Täter in der Person des 24 Jahre alten Maurers Friedrich Metzmaier aus Baden zu verhaften. Im Gefängnis benahm er sich wie ein Rasender, so daß ihm die Zwangsjacke angelegt werden mußte. Im Hptel zum „Hirschen" in. Tchvnwald (U. Furtwangen). brach vorletzte Nacht Fenxr aus, das in. kurzer Zeit das. ganze Gebäude in Asche legte, lieber die Brandursache ist noch nichts bekannt. Mehrere Schweine find verbrannt. Der Schaden ist beträchtlich. Fünftel und Fahrnisse sind ^versichert. — Herr Ralschreiber K aise r wurde fast einstimmig zum Bürgermeister von Bonndorf gewählt. — Die vor etwa drei Wochen verhafteten Eltern der in Waldshut ermordeten Reinbold wurden wieder auf freien Fuß gesetzt. * Landwirtschaftliche Besprechungen und Versammlungen. Landw. Besprechungen: Am Sonntag den 16. April in Meßkirch, Bohfingen, Sulzbach, Waldangelloch und Zimmern. Gcneralperfqmrnlungen der Kreditvereine usw.: Am Sonntag den 16. April in Pfaff-enroth und Schwarzach;.am Montag den 17. April in Büchenbronn; am Mittwoch den 19. April irr.Plapkstadt; am Donnerstag den 20. April in Oeschelbroyp, Mußhach und Ittersbach; gm Montag den 24. April in Elsenz und Boxthal. Generalverfgmmlungen der Orts-, Konsum- und Absatzver- einc usw.: Am Sonntag den f.6. April in Wahlwies und Hünstetten; am D on n er s t a g den 20. April in Zaisen- haufen und Fischingen. Nach dem Jahresbericht Bergbahngesell- der Straßenbahn M. 281 332, im Jahre * Konstantinopel, 13. April. Infolge neuer Schwierigkeiten erscheint der Abschluß der in Frankreich aufzunehmenden An - leiheim Bettag von 60 000 000 Fr. fraglich. Jedenfalls wird dieselbe verzögert. * Bukarest, 12. April. Teputiertenkammer. Ter Finanz- minister legte den Gesetzentwurf über die Konversion von 422 Millionen Francs, bproz. Anleihen in 4proz. Schuldverschrei Hungen zum Nettokurs von Zttst mit einer Umlaufsdauer von 40 Jahren vor. ' Durch diese Konversion wird die jährliche Zinsenlast des Staates um 6 Millionen Francs verringert. .* Sofia, 13. April. Tie hiesigen Studenten demonstrierten gegen die neue Disziplinarordnung des akademischen Senats. Vorgestern machten die Studenten den Versuch, die Redaktion der „Wetscherna Posta", welche einen scharfen Artikel gegen diese Bewegung veröffentlicht hatte, zu demolieren. Es fanden Kundgebungen in den Straßen statt, .wobei zahlreiche Exemplare des Blattes verbrannt wurden. * Washington, 13. April. Trotzdem die venezolanische Gesandtschaft versichert, daß sie über die Antwort Castros aus die letzte Mitteilung des Gesandten Bowen nicht unterrichtet sei,' wird in diplomatischen Kreisen erregt darüber gesprochen, daß die Antwort in einem diplomatisch unzulässigen und sogar drohenden Tone gehalten sei. Mitglieder des Diplomatischer« Korps, diö sich im Staatsdeharetement erkundigten, erhielten die Auskunft, vor der Rückkehr des Präsidenten Roosevelt werde nicht gegen Venezuela vorgegangen werden, doch wurde bemerkt, wenn der Wortlaut der Antwort eine Beleidigung Bowens enthalte, gehe man nicht darüber hinweg. * New-Hort, 13. April. Nach einer aus Caracas eingegangenen Meldung von gestern , hat Präsident Castro eine längere Rerse in das Innere Venezuelas ängetteten. Weueste Wcrchrrchterr und HeLegrannn«. * Berlin, 13. April. Ein Pariser Blatt behauptet, der K a i s e r beabsichtige in Lothringen ein neues Kaiser- schloß erbauen zu lassen und habe eigenhändig die Grundrisse und Skizzen für das Schloß gezeichnet, das sich in rein mittelalterlichem Stile auf einem Plateau über der Mosel erheben solle. Die „N. Allst. Ztg." kann dazu mitteilen/ daß an dieser Erzählung des „Soleil" kein wahres Wort ist. * Köln, 13. April, Nachdem ein .Boykott-Schntzverband rheinisch-westfälischer Brauereien in kleinem Umfänge schon bestanden hat, wurde gestern in einer Versammlung von Brauereileitern iein Bohkott-Schutzverband rheinisch-westfälischer Brauereien gegründet, dem ungefähr .200 Brauereien angehören. Die Versammlung beschloß einstimmig, am 28. April in sämtlichen Verbandsbrauereien die Hälfte aller zum Zentralverbande deutscher Brauer gehörigen Arbeiter zu entlassen, falls bis dahin der Boykott nicht aufgehoben ist. * Budapest, 12. April. Im Abgeordnetenhause hat der Abg. Eötvös einen Antrag eingebracht, nach welchem dem gewesenen Präsidenten des Abgeordnetenhauses, Perczel, und dem Ministerpräsidenten Grafen Tisza westen der Vorgänge am 18. November und am 13. Dezember des Vorjahres — es kam an diesen beiden Tagen im Abgeordnetenhause bekanntlich zu sehr erregten Auftritten, die auch in Tätlichkeiten ausarteten — die Mißbilligung der Kammer ausgesprochen werden soll. * Brüssel, 12. April. In der letzten Sitzung des ständigen Zuckerausschnsses wurde hauptsächlich die Anwendung der in dem Zuckerabkommen vorgesehenen Strafklausel beraten. Der Ausschuß vertagte sich dann bis zum 23, Oktober d. I. * Paris, 13. April. Die von dem Bureau des Herzogs von Orleans herausgegebene „Correspondenze nationale" erklärt gegenüber den Behauptungen mehrerer Blätter, daß dis rüya - listische Partei der Verschwörung vollständig fern stehe. * Kopenhagen, 13. April. Seine Majestät der König schuf gestern zwei neue Posten militärischer Direktoren und ernannte den Tepartementsdirektor Oberstleutnant See darf zum Direktor des Kriegsministeriums und den Departementsdirektor Kapitän z. S. Kofoed-Hansen zum Direktor des Marineministeriums. Die Oberleitung der beiden Ministerien bleibt in den Händen des Ministerpräsidenten. * Stockholm, 13. April. In den beiden Reichstagskammern brachten Mitglieder aller Parteien, mit Ausnahme der sozialdemokratischen, den Antrag ein, der Reichstag solle seine Zustimmung zu der jüngst von dem Kronprinzen-Regenten abgegebenen Erklärung bezüglich der neuen Verhandlungen über die Unionk rag e erklären. Die der Z w.e j t en Kammer anGehörigen Antragsteller betonen in ,ihrer Begründung des Antrages, die Erklärung hes.Kronprinzen habe unter den Freunden der Union lebhafte Befriedigung hervorgerufen; die neuen Verhandlungen würoen entscheidende Bedeutung für die Union haben. * Palma, 13. April. Das englische Königspaar traf gestern hier ein. * St. Petersburg, 12. April. Seine Majestät , der Kaiser empfing heute nachmittag m Zarskvje'Sselo den neuen Botschafter der Vereinigten Staaten v. L en ge,r k e - M e h e r in feierlicher Audienz zur Ueberreichunst seines, Beglaubigungsschreibens. Nachher wurde der Botschafter von. der Kaiserin ! und der Kaiserin Witwe empfangen. ! * Konstantinopel, 13. April. Die, seitens der Konsuln i der Ententemächte in Zagoricain geführte Unter- > suchung über die von einer Bande Griechen begangenen ! Greueltaten, ergab, daß 60 Bulgaren getötet worden waren, darunter Frauen und Kinder. 7 ! Personen wurden verwundet. 10 Gebäude mit den ; Nebengebäuden waren niedergebrannt. Der italienische Militärattachee, Oberstleutnant Albert, sowie die italienischen Gendarmerieoffiziere haben den Tatort besucht. Infolge des Vorfalls macht sich in der Umgebung eine große Erregung bemerkbar. Es erscheint nötig, größere Truppenabteilungen dorthin zu entsenden. * Konstantinopel» 12. April. Die französische Botschaft erhielt ein Zirkular, unterzeichnet „Armenisches Revolutionskomitee", das eine Intervention gegen das gewalttätige Vorgehen der türkischen Beamten in Zei- tun gegen die Armenier erbittet, die durch fortwährende Verfolgungen gezwungen würden, aus Zeitun, welches fortgesetzt militärisch verstärkt werde, auszuwandern. Dieses Zirkulgr^, dürfte allen Botschaftern zugehen, da im Zznuar,aWLHneiA^ U nte rwer fung .de. 7 st-Wst VchÄftitnn ,sten " ^duMl^^MDjWidrxMWKMM8iSWi,x ' dL06 K mgtwünm! .nrcknffntt iw stusst noü nttmwM! isck Zim .6061 lttqV .LI inü ,g,uSrI«L nrümgilchsi. torssnrttlomrzW Werlchieöerres. si Breslau, 13. April. In Oberschlesien breitet sich die G e - nickstarre fortgesetzt aus. Aus zahlreichen Ortschaften werden Neuerkrankungen gemeldet Weimar, 13. April. In der gestrigen Landgerichtsverhand- lung wurde der Mechaniker Heinrich Msibur, früher m Jena bei der Firma Zeiß tätig, wegen Verrates militärischer Geheimnisse nach vierstündiger, unter Ausschluß der Oeffentlichkeit geführter Verhandlung, Fü 4 Monaten Gefängnis verurteilt, die durch die Untersuchungshaft als -verbüßt erachtet wurden. s Michelstadt, 12. April. Die Gräfin zu Erbach- Fürstenau, geborene Prinzessin zu Salm-Horstmar, wurde gestern abend auf Schloß Fürstenau von einem Knaben entbunden. s Wiesbaden, 12. April. Unter dem Vorsitz des Geh. Hofrates Prof. Dr. Erb-Heidelberg wurde heute hier der 22. Kongreß für innere Medizin eröffnet. An dem Kongreß nehmen über 300 Aerzte teil. Nach Begrützung der Erschienenen durch Vertreter der Regierung und der Stadt erstattete Prof. Ziegler-Jena das erste Referat über den derzeitigen Stand der Vererbungslehre und der Biologie. -— Der Kongreß dauert bis Samstag. -s Lodz, 13. April. Hier wurden gestern drei Cholerafälle festgestellt. KroßHerzogliches KoftHecrtev. Im Hostheater Karlsruhe: Freitag, 14. April. Abt. S. 49. Ab.-Vorst. Zum erstenmal: „Ohne Liebe", Lustspiel in 1 Akt von M. v. Ebner-Eschen- bach. — Zum erstenmal: „Der Bär", Groteske in 1 Akt von Anton Tschechow. — Zum erstenmal: „Der gemütliche Kommissär", tragische Posse in 1 Akt von Georges Courtelinr, deutsch von Siegfried Trebitsch. Anfang 7 Uhr. Samstag, 15. April. Keine Vorstellung. Sonntag, 16. April. Abt. C. 60. Ab.-Vorst. Neu einstudiert: „Die Legende von der heil. Elisabeth", von Liszt, szenisch därgestellt in zwei Teilen und sieben Bildern. Anfang halb 7 Uhr, Ende halb 10 Uhr. Vorläufige Ankündigung: außer Ab. „Lohengrin", Montag, 24. April. 28. Vorst, in 3 Akten von Richard Wagner. Vorverkauf an Abonnenten: Samstag den 16. April, nachmittags von 3 bis 6 Uhr; Reihenfolge L, tt, S. Allgemeiner Vorverkauf von Montag den 17. April, vormittags S Uhr an. Wetterbericht des Zentralbureaus für Meteorologie und Hydr. vom 13. April 1906. Während Depressionen westlich von den britischen Inseln und über der unteren Donau siegen, zieht sich von einem Nordeuropa bedeckenden Maximum' ausüber Mitteleuropa hinweg ein breites Band hohen Druckes; in'diesem ist das Wetter meist heiter und warm, nur in Norddeutschland verursacht ein über Polen gelegenes Teilminimum noch Trübung und Regenfälle. Im hohen Norden Hält die stteüge Kälte an (Haparanda —7 Grad, St. Petersburg —7 Grad). Wenig bewölktes und Wärmeres Wetter ist zu erwarten. ' Wetternachrichteu aus dem Süden vom 13. April, früh. Lugano wolkenlos 8 Grad; Biarritz wolkig 15 Grad; Nizza halbbedeckt 13 Grad; Trieft dunstig 13 Grad; Florenz bedeckt 14 Grad; Rom Nebel 10 Grad; Cagliari wolkenlos 13 Grad; Brindisi bedeckt 14 Grad. - Witteruugsbeobachtuugen der Meteorolog. Statiou Karlsruhe. April 12. Nachts 13. Mrgs. 13. Mittgs. 9-" U. 7--U. 2--U. Darom. j uriL 749.7 7SV.4 749.5 Therm. in p. Aisol. Fruchtig- Keucht. keil rn Proz. Wind 13.1 94 85 W 8.7 7.7 92 NE 17.3 8.7 59 E n 12. l. April: 17.0; niedrig Himmel bedeckt heiter te tn der Niederschlagsmenge des 12. April: 0.9 mm. Wafferstaud des RheiuS. Maxau. 13. April: 4.75 w, gestiegen 4 ow. Verantwortlicher Redcckteur: Julius «atz Druck und Verlag: ». Braunsche Hofbuchdruckerei in in «arlsrtcheüs grrittT «"MH noo chtlhüt NM ,trvckus',8 .H .lickg .-i, .«irrrck^S »tfiirqrg .Itnatf ftmSuffF td uai-F Sera tsui- —, LUgsae>ui>.Oi>srLllH kreis SS kkg. ,„j «einrlok MP" " 8xseiaIitLt«a tttlA mm ülünk 6. krsunseks stoibuclilli'uekei-ki uni! Vei-Isg, Ksrki-uks. »» ^ ^ . eutbsitsnä äas IVosserAsssts vom 26. lluui 1899 nebst äsn »»8 kLaUl86lI6 V»Ä886^60I>r VolisuAsvorsebriktsn unä äen sonstigen vasssrrsobtliobsii LestimmunKSN. LriLutsrt rwä s^stsmLtlsvb äorAsstsUt von vr. L»rL SolrvulLvI, Orossb. dsä. Lkinistsr äes Innern. 2. ^nkl. kreis §sb. LI. 18.—. Im „VsrvaltunAsareki v" sebrvibt krok. vr. Losin n. ^ : Lovobä äs isxs lat» vis äs isxs kersuäa xsbt äis Lsäsntnnx äes Lnekos vsssntiiok über äsn SNASN Lsrsieb Laäsns bsäsntsnä binsns. ^Virä sebon kör äi« Intsrssssntsn in äsn übrissn äsntsebsn Stauten, insdssonäsrs »ueb in krsnsssn, äsr Vsrxisiob mit äsm äsr nsnsstsn Lnt- violrsinnA äsr vnsssrrscbtiieksn Rraxsu kolAvnäsn bnäiseksn Rsebts von Lväentnnx sein, so virä äsm 2n«»wmsnb»nA äsr ävntsobsn Rsebts (sinseklisssiivb äss östsrreiobisebsn) nnä ibrsr vvitAvbsnä bsmsinsswsn KrunälaKv »nob vom Vsrtasssr änreb ReransisbunA äss ausssr- baäisebsn Rsebts in Osssts, Ksektssprneb nnä I^itsrstnr in vsitsm Ilmkang RsednnnA AStrnAvn. Vas bLlüssts Lntsigniingsr-M 8Upkt«, Reebtssnvsit. kreis xeb. Ll. 3.—. „2sitsodrikt tür daäisods Vervaituos«.- Scbsrke Rervorbebuvx äer RecktsbegriSe, ieiedts kedsrsiedtliebbeit äes Systems, iiobtvoils Süssigs varstelluog — maeden äsn Vorsuz äiesss IVerbss aus, bei veicbew sieb aued Hicbhjuristen isickt Rats erboleo icöooeo. »» »- . ^om 26. änni 1899, osbst VoUsnAsvsrorännnFsn nnä L.ns- »»8 0allI86lI6 »Va886» ^686H töbrnnAsbsstimmunAsn mit 2nsLt2sn nnä VsrvsisnnAsn von L. 4V1v»oi», 6sb. RsKisrnvAsrnt. krsis §eb. Ll. 4. „üvitsebritt kör bnäisobv Verwaltung": Diese viUkommsnv Ranäansgabe bringt vinsn Hdärnok äss nsnsn IVassergssstses nnä sämtliebsr bisrsn erlasssnen VoUrngsbesrimwungsn, äaruntvr »neb äas VsrLsioknis äsr Kevllsser nnä OsvLsserstrvekvn, vsiek« rsgeimllssigen Lvbnnsn nntsrstsiit «inä. tteltiui^telliinss Lsrlsralie ^ isos. , Offizieller Illustrierter Xslslag der großen iuneruatiouale« Karlsruhe i. B. 8.-10. April 190S. - — Preis: S« Pfeuuige. Zu beziehen durch jede Buchhandlung. Feiltt-Wlmiiz-Pttck i« Mm Ns Gegenseitigkeit. Aktiva. Ossi»K»üs1 1830. Bilanz für de« Schluß des Geschäftsjahres 1804. Passiva. 2 63187.77 35 978 57 18573.16 1. Forderungen an die Garantiefonbszeich- ner wegen der nicht bar gedeckten Obligos Sonstige Forderungen: ») Rückstände d. Berstcherten 299.89 b) Ausstände bei General- Agenten bzw. Agenten v) Guthaben bet Banken . ä) Guthaben bei anderen Brrficherungsunternehm- ungen. «) im folgenden Jahre fällige Zinsen, soweit sie anteilig auf das laufende Jahr treffen.„ 10 566.60 k) Mieten. . „ 650.— Safsenbestand . 4. Kapitalanlagen: ») Hypotheken und Grund» schulden.369 000.— b) Wertpapiere . . . . . 655086.80 v) Darlehen auf Wertpapiere .-» — ä) Wechsel.„ — s) anderweit.„ — .— 3 5. Hypothekenfreier Grundbesitz . 6. Inventar. 7. Sonstige Aktiva .. 8. Noch zu deckende Organisations- richtungs-) Kosten. 9. Verlust. Gesamtbetrag Altoua, den 11. März 1905. 129 255 99 701582 1024086 80 130000 — 1 - 1 290 359 61 > Betrag des Garanriefonds .V . . . Ueberträge aus das nächste Jahr, zu a und b nach Abzug des Anteils der Rückversicherer: a) sür noch nicht verdiente Prämien (Prämienüberträge) „4! 265 231.46 b) für ongemeldete, aber noch nicht bezahlte Schäden (Schadenreserve) .. 55 972.14 o) anderweit ... . . „ — .— Hypotheken und Grundschulden sowie sonstige in Geld zu schätzende Lasten (Reallasten, Renten usw.) auf den Grundstücken Nr. 5 der Aktiva.. Barkautionen (von Lieferanten für den Neubau). Sonstige Passiva: ») Guthaben anderer Berficherungsunter» nehmungen . . . . 8 274.46 b) Agenturen. 1128.21 -v) Diverse . ... . . „ 2711.77 Reservefonds. Spezialreserven.. . . . Dividende-Konto pro 1903 . Gewinn.. Gesamtbetrag ^ Holzversteigerung. Großh. F-rstamt Mttelberg (Ettlingen) versteigert unter den üblichen Bedingungen R.643.2. Dienstag den 18. April 1805, mittags 12 Uhr, in der Marxzeller Mühle aus dem Grotzklosterwald: 443 Ster buchene, 36 Ster gemischte Laubholz- und 415 Ster meist tannene Scheiter, 103 Ster buchene, 57 Ster gemischte Laubholz- und 118 Ster tannene und forlene Prügel, sowie 3388 verschiedene Wellen. Die Forstwarte Eisele in Burbach und Schnurr in Marxzell geben auf Verlangen nähere Auskunft. Guts- n«d Wirt- schintSverpachtnng Das Großh. Forstamt Kaltenbronn in Gernsbach verpachtet im Submif- sionswege die Gastwirtschaft anf dem Kaltenbronn mit Neben- und Oeko- nomiegebäuden und 6,27 Hektar land- 321203 60 wirtschaftlichem Gelände vom 1. September 1905 ab auf weitere 6 Jahre. ! Die Pachtbedingungen können auf diesseitigem Geschäftszimmer und im Forslwartshause in Kaltenbronn eingesehen werden. R.694. Die Angebote wollen schriftlich, versiegelt und mit der Aufschrift: „Gastwirtschaft Kaltenbronn betr." versehen, bis Samstag den 27. Mai d. I., vormittags halb 10 Uhr, eingereicht werden, um welche Zeit die Eröffnung der Gebote auf unserem Geschäftszimmer stattfindet. Zuschlagsfrist bis 1. Juli 1905. nicht verwertbaren Vermögensstücks Schlußtermin aus Donnerstag de« 11. Mai 1905, vormittags 11 Uhr, vor dem Großh. Amtsgerichte Hierselbst, Akademiestraße 2 L» 2. Stock, Zimmer Nr. 39, bestimmt. Karlsruhe, den 11. April 1905. Thum, Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts. 883 76! 12112 44 846586 92 48149 38 61923 51 1 290 359 61 k?SLLvr»-/^8iS6«riri'LirL-VIr» Allons s. O Der Vorstand. G. H. Stevektng Direktor. R.661 Südw. Baugkwerks - Berufsgenoffenschast Sektion II Karlsruhe. Gemäß tz 22 der Statuten werden die Mitglieder der Sektion 2 zur Teilnahme an der am Samstag, de« SS. April, mittags 12 Uhr» im Rathaussaal in Wolfach stattfindenden 21. ordentlichen Sektions- Versammlung ergebenst etngeladen. Tagesordnung: 1) Geschäftsbericht für das Jahr 1904. 2) Rechenschaftsbericht für 1904. 3) Feststellung d«S Voranschlags für 1906. 4) Wahl der RechnungS-Prüfer für 1905. 5) Vorstands-Wahlen. 6) Delegterten-Wahlen. 7) Bestimmung des Orts der nächsten Sektions-Versammlung. 8) Anträge und Sonstiges (Z 8 der Statuten). Karlsruhe, den 8. April 1905. Ltt 8nW str Stktm ll ii Sulsnht Martin Daub, Borfitzender. Vorschule für Ambe« ii. ' . Die Unterzeichneten beabsichtigen zu Ostern 1905 eine Privatvorschule für dir Kinder der drei ersten Schuljahre höherer Lehranstalten etnzurtchten. Durch die kleinere Schüleranzahl ist hiermit Kindern Gelegenheit geboten, auch bei geringerer Stundenzahl die zur Aufnahme sür die Sexta u. die 7. Klaffe der höheren Mädchenschulen erforderlichen Kenntnisse zu erreichen. Es haben sich gütigst bereit erklärt, unser Unternehmen zu empfehlen: Herr Stadtschulrat Hofrat Specht ; Herr Rektor vr. Gerwig ; Herr Direktor Keim, Direktor der höheren Mädchenschule u. des Mädchengymnostums; Herr Direktor Treutlei«, Direktor des Großh. Realgymnasiums mit Gymnafialabt.) Herr Vr. Firnhaber, Direktor der Großh. Oberrealschule,' Herr Professor Tischer; Herr Professor Jwgrabe«; Herr Professor Wacker. Nähere Auskunft erteilen täglich von 2—4 Uhr: R.302.4 vr. xdll. H. Jseubart, Frau vr. Jseubart, staatl. geprüfte Lehreri«. SerNoier»!»«»»« an äer vergstraass l. ungsnksi!sn 8 lsI 1 Asmmbsi'g k. «eeidl. UrsaU« m. dl» « so I>. r»L. Sommer- «. Alntsrüur. _ P-S7». Prospekt ä. leit. ärrt vr, SokINu. Ans -er Marr Kiochschm sollen vom dreijährigen Zinserträgnis 1000 M. an ein armes, isr. Mädchen vergeben werden. Diesmal soll den armen Verwandten dös THtators Marx Bloch, die in Deutschland, Frankreis oder in der Schweiz ihren Wohnsitz haben, dieser Stistungsgenuß zu- geteilt werden. Sollte eine solche sich nicht vorftnden, so sollen arme Mätzchen von der Verwandschaft der Frau des Testators oder aber, wenn auch eine solche nicht da ist, verwandte Mädchen, die zwar einige Mittel besitzen, aber nicht vermögend sind, und wenn auch solche nicht vorhanden, arme, fremde, isr. Mädchen, die in Sulzburg oder Müllheim heimatbg- rechtigt sind, zum Bezüge dieses Legats berechtigt sein. R.696.2.1 Bewerberinnen wollen ihre Gesuche nebst nötigen Ausweisen an den Unterzeichneten Berwaltungsrat innerhalb 2 Monaten von heute an rinsenden. Sulzburg, den 12. April 1905. Ter Berwaltungsrat Bürgerliche Rechtsstreite. Konkursverfahren. R.674. Nr. 15 808. Heidelberg. Ueber das Vermögen der Firma I. Behrens Nachf., Inhaber Kaufmann Moritz Marens in Heidelberg, Hauptstraße 107, wird heute am 12. April 1905, vormittags halb 11 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Ortsgerichtsvorsitzentze I. C. Winter dahier wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 16. Mai 1905 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird Termin anberaumt vor dem diesseitigen Gerichte, Zimmer Nr. 21, zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten - oder die Wahl eines andern Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubiger- ausschnsses und eintretendenfalls über die in H 132 der Konkursordnung be- zeichneten Gegenstände auf Freitag den 5. Mai 1805, vormittags 8V, Ahr, und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen aus Freitag den 26. Mai 1905, vormittags halb 9 Uhr. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 16. Mai 1905 Anzeige zu machen. Heidelberg, den 12. April 1905. Großh. Amtsgericht zu Heidelberg, gez. Engelbert h. Dies veröffentlicht: Der Gerichtsschreiber: Fabian. R.392.3. Karlsruhe. Großh. Bad. StaatS- Eisenbahnen. Wir verkaufen öffentlich: Abgängige Betriebsmaterialien als: Seile, Plüsch, Deppichzeug, Fenstervorhänge, Garnierleinen, Spritzenschläuche, Wagendeckenstücke, Lederab- fälle, versch. Glas, Dampfheizungsschläuche, Gummi-, Wachstuch-, Filz-, Linoleum-, Asbestplattenabfälle, ausgebrannte Glühlampen, Lackfäfser, Isolatoren, Lämpenzhlinder, Laternengläser, Milchglasglocken, Seidenband, Samtborden, seidene Schnüre, Wood- filling, Zinksterne und Wachsdochte. Angebote sind schriftlich, verschlossen und mit der Aufschrift: „Verkauf abgängiger Betriebsmaterialien" spätestens bis Dienstag den 18. April d. I., nachmittags 3 Uhr, bei uns einzureichen. Verkaufsbedingungen und Angebotsbogen werden auf postfreie Anfrage von uns abgegeben. Karlsruhe, den 30. März 1905. Großh. Verwaltung der Eisenbahn- magazine. Konkursverfahren. R.578. Nr. 1656 VI. Karlsruhe. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Bäckermeisters Jakob Friedrich Eichin von Knielingen ist zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schlußverzeichnis der bei oer Verteilung zu berücksichtigenden Forderungen und zur Be- Großh. Bad. Staats- Eisenbahnen. Die nachverzeichneten Bauarbeiten zur Herstellung eines neuen Aufnahmegebäudes mit angebauter Güterhalle und freistehendem Abort- und Oekonomie- gebäude nebst Versetzen der alten Schirmhülle auf Station Ubstadt-Wether sollen im öffentlichen Berdtngungswege vergeben werden. 1. Grab- und Maurerarbeiten, 2. Kellerdtchtungsarbeiten, 3. Steinhauerarbciten ») rotes Material, d) grüneS „ 4. Zimmerarbeiten, 5. Berputzarbeiten, 6. Schreinerarbeiten, 7. Schlofferarbeiten, 8. Blechnerarbetten, S. Tüncherarbeiten. Pläne und Bedingnisheft liegen auf meinem Hochbaubureau zur Einficht auf und werden Arbettsbeschriebe zum Einsetzen der Einzelpreise daselbst abgegeben. Ein Versand nach auswärts findet nicht statt. Die Angebote sind längstens bis Mittwoch, deu 2«. April 1S«S. vormittags IO Uhr» verschlossen, Portofrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bei mir rinzurrichen. R.66S Die Zuschlagsfrist beträgt 3 Woche«. Heidelberg, den 8. April 1905. Der Gr. Bahnbautnspektor II. R.701. Karlsruhe. Großh. Bad. Staats- Eisenbahnen. Mit Wirkung vom 1. April 1905 wird? der SicherheUssprengstoff.Glückauf" zur ^ Beförderung zwischen Deutschland urw « den Niederlanden unter jenen Br-x dtngungen zugelaffen, welche in den Zu- - satzbesttmmungen am Schluffe der Anlage 1 zum Berbandsgütertarif Teil ft . Abteilung ^ vom 1- Oktober 1903 . Seite 65 und 66 — für die Befördert ! Von Patronen aus den daselbst genannten Stcherheitssprengstoffen vorgeschrn' den find. Diese Bestimmungen stuo nicht gültig für den Verkehr, welch^I sich über Belgien und Frankreich beweg»-? Karlsruhe, den 13. April 1905. ^