Karlsruher Zeitung Donnerstag, 4. Mai. 4 N ISS. Expedition: Karl-Friedrtch-Straße Nr. 14 (Telephonanschluß Kr. 1S4), woselbst auch die «»»eigen in Empfang genommen werden, «orausbezahlung: vierteljährlich S «. 50 Pf.) durch die Post im Gebiete der deutschen Postpermattung, »riefträgergebühr eingerechnet, » M. « W. EinrückungSgrbühr: dir gespaltene Petitzeile oder deren Raum SS Pf. Briese und Beider frei. Unverlangte Drucksachen und Korrespondenzen jeder Art, sowie Rezensionsexemplare werden nicht zurückgrsand« und ddernun«» dt» Ukdnkrwn dadnrch keinerlei Beipflichtung zu irgendwelcher Vergüt»««. 1S0S Umtlicher Teil. Seine Königliche Hoheit der Grotzherzog haben Sich unter dem 18. April d. I. gnädigst bewogen gefunden, dem Bahnwärter a. D. Philipp I o st in Rastatt und dem Wagenwärter a. D. und Werkstättearbeiter Ludwig Leimer in Heidelberg die silberne Verdienstmedaille zu verleihen. Seine Königliche Hoheit der Grotzherzog haben Sich gnädigst bewogen gefunden, dem evangelischen Stadtpfarrer Götz in Heidelberg die untertänigst nachgesuchte Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm verliehenenn Ritterkreuzes I. Abteilung des Groß- herzoglich Sächsischen Hausordens der Wachsamkeit oder vom weißen Falken zu erteilen. Seine Königliche Hoheit der Grotzherzog haben Sich gnädigst bewogen gefunden, dem Amtmann Or. Martin Hartmann in Baden die untertänigst nachgesuchte Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm verliehenen Ritterkreuzes II. Klasse des Herzoglich Braunschweigischen Ordens Heinrich des Löwen zu erteilen. Seine Königliche Hoheit der Grotzherzog haben unterm 19. April 1905 gnädigst geruht, dem Forstmeister Karl Wittemann in Gengenbach das Forstamt Dur- lach zu übertragen. Seine Königliche Hoheit der Grotzherzog Haben unterm 19. April 1905 gnädigst geruht, den Oberförster Hans Langin Gerlachsheim auf sein untertänigstes Ansuchen von der Vorstandsstelle des Forstamts daselbst zu entheben und unter Belastung des Titels Oberförster zum II. Beamten der Forstverwaltung zu ernennen. Mit Entschließung Großh. Ministeriums der Finanzen vom 26. April 1905 wurde Oberförster Hans Lang nach Durlach versetzt und dem Forstamt daselbst als II. Beamter zugewiesen. Mit Entschließung Großh. Generaldirektion der Staatseisenbahnen vom 28. April d. I. wurde Betriebsassistent Heinrich Seel von Berghausen nach Karlsruhe versetzt. Mit Entschließung Großh. Generaldirektion der Staatseisenbahnen vom 29. April d. I. wurde Betriebsassistent Heinrich Wick von Konstanz nach Appenweier versetzt. Licht-NnMcher Teil. Eine neue Täuschung. Berlin, 2. Mai. Wie auf ein gegebenes Losungswort suchen mehrere heute eingetroffene Pariser Blätter die Herkunft der Meldung über eine französische Konzession in Tripolis, die in Italien soviel Beunruhigung hervorgerufen hat, auf Deutschland abzuschieben. Diese Verdächtigung wird besonders dreist vom „Temps" ausgesprochen, dem doch seinen anerkannten Beziehungen zum „Quai d'Orsay" gerade jetzt gewisse Rücksichten auferlegen sollten. Selbstverständlich ist sie durchaus grundlos. Der „Temps" wag den Gegenbeweis führen oder sich den Vorwurf gefallen lassen, daß er wieder einmal gegen Deutschland Dinge, die nicht sind!, hat Vorbringen wollen. Die Nachricht von französischen Gelüsten nach dem Hafen von Tripolis kam der deutschen Diplomatie nicht minder überraschend als der italienischen und begegnete in Berlin sogleich denselben Zweifeln wie in Rom. Wir erinnern den offiziösen „Temps" daran, daß diese Meldung zuerst in einer Zuschrift aus Tripolis an das oollerrino ckella „Locieta ntricnnn <1i diapoli" erschien Aus dem Lollettino übernahm sie die Fachzeitung „Oiornnle ckei Imvori kubblici" und aus dieser ging ne in den nichts weniger als franzosenfeindlichen „Mes- Mögero" über. Die in der Römischen Deputiertenkammer bevorstehenden Interpellationen werden Aufschluß darüber bringen, ob hinter all dem Rauch gar kein Feuer Vielleicht geht man dabei auch auf die Herkunst der ersten Meldung näher ein. Der „Temps" scheint nicht ^ kühlen, wie sehr er einer Reihe namhafter italienischer Holstiker zu nahe tritt, wenn er sie als Opfer einer Mysti- ll ation hinstellt. Wir verstehen es, daß unsere Bundes- essen in einer zweiten oder dritten Tunisfrage nicht pickst geführt werden wollen und teilen den Wunsch w gründlicher Aufklärung. Die Mittelmeerfahrt des Kaiserpaares. (Telegramme.) * Venedig, 3. Mai. Die „H o h e n z o l l e r n" ist gestern nachmittag 1 Uhr unter dem Salut des Panzers „Duilio" und der im Hafen liegenden Schiffe eingetroffen. Zahlreiche geschjmückte Boote und Barken umgaben die „Hohenzollern". Die Musik spielte die deutsche Hymne; das Publikum brach in laute Beifallskundgebungen aus. Ter Canale St. Marco und die Riva degli Schiavoni bieten einen von herrlichem Wetter begünstigten prächtigen Anblick. Nachdem die „Hohenzollern" Anker geworfen hatte, begaben sich der deutsche Konsul, der Sindaco, der Präfekt und andere Behörden an Bord derselben, um den Kaiser und die Kaiserin zu begrüßen. Die deutsche Kolonie und viele Damen der italienischen Aristokratie übersandten Ihrer Majestät der Kaiserin prachtvolle Blumensträuße. Die „Hohenzollern" und der „Friedrich Karl" machten gegenüber dem Dogenpalast an der Boje fest, während die italienischen Kriegsschiffe im inneren Hafen paradierten. Die Handelsschiffe legten Flaggengala an. Die Spitzen der Zivilbehörden und der Militärbehörden sowie der deutsche Konsul Rechsteiner meldeten sich bei Seiner Majestät dem Kaiser. Ilm 5 Uhr waren die hier wohnenden Ehrendamen der Königin- Mutter und der Königin Elena an Bord der „Hohenzollern" bei dem Kaiser paare zum Tee geladen. * Venedig, 3. Mai. Das Kaiserpaar besuchte heute morgen mit wen Prinzen und dem Gefolge die 6. Internationale Kunstausstellung. Zahlreiche kostbare Blumenspenden wurden an Bord der „Hohenzollern" gebracht. Mittags stattete das Kaiser- p a a r der Prinzessin Lätitia, Herzogin von Aosta , einen Besuch ab. Das englische Emtvauderungsgesetz. (Telegramme.) * London, 3. Mai. Das Unterhaus trat gestern nach den Osterferien wieder zusammen. Im Laufe der Beratung der am 18. April Angebrachten Bill, betreffend die Einwanderung, sprechen sich Charles Dicke und andere Liberale gegen den Gesetzentwurf aus unter Hinweis darauf, daß er keine Vorsorge treffe in Fällen, in denen es sich um Opfer politischer oder religiöser Verfolgung handle. Trevelyan (lib.) sagt, eine wahre allgemeine Sympathie bestehe für das unterdrückte russische Volks nicht nur russische Juden, sondern auch Nationalrussen flüchteten aus Rußland, um der Konskription zu entgehen. Diese Leute würden von England ferngehalten und würden noch größere Schwierigkeiten haben, Amerika zu erreichen, wenn die Bill angenommen würde. Evans Gordon (kons.) befürwortet den Gesetzentwurf und sagt, der Gesetzentwurf verstoße nicht gegen das seit alter Zeit bestehende englische Asylrecht für politische Gesetzesübertreter. Wenn Gapon oder Gorki nach England kämen, würden sie auf Grund der Bestimmungen der Vorlage nicht von dem englischen Boden ausgeschlossen! werden. In dem weiteren Verlaufe der Beratung der Einwanderungsbill spricht Asquith (lib.) für die Bestimmungen der Vorlage, betreffend fremdländische Verbrecher, aber gegen die Bestimmungen über politische Flüchtlinge, da sie in der vorliegenden Form England für die große Mehrheit solcher Flüchtlinge verschließen würden. Der Staatssekretär des Innern, Akers Douglas, erklärt im Namen der Regierung, die Bill richte sich nur gegen unerwünschte Einwanderer, sie wahre die Interessen der politischen Flüchtlinge. Er weise den Gedanken! zurück, daß sich die Regierung bei der Einbringung des Gesetzentwurfes von irgend welchen antisemitischen Gefühlen hätte leiten lassen. Chamberlain äußerte im wetteren Verlaus der Debatte: Von der zur Beratung stehenden Bill, welche den Zuzug von Einwanderern der niederen Arbeiterklassen fernhalte, sei nur ein kleiner Schritt zu einer anderen Bill, welche, wie wir hoffen, in nicht allzuferner Zeit eingeführt werden würde. Premierminister Balfour erklärte, die Frage der fremden Einwanderung in England habe ganz und gar nichts mit der Judenfrage zu tun; die Bill schließe nur diejenigen Personen von der Einwanderung aus, welche voraussichtlich dem Staat zur Last fallen würden. * London, 3. Mai. Das Unterhaus nam in zweiter Lesung die Fremdenbill mit 211 gegen 59 Stimmen an. zen stets als eine Ungerechtigkeit empfunden worden, infolge welcher diese Bewohner das türkische Joch noch schwerer empfanden. Es würde daher eine ganz unverdiente Ungerechtigkeit gegen diese Bevölkerung bedeuten, wenn Europa nicht weningstens jetzt, da die Kretafrage neuerdings in ein akutes Stadium tritt, in bezug auf alle in der Türkei lebenden Christen in gleicher Weise Vorgehen sollte. „Kreta verlangt jetzt", so fährt das Blatt fort, „eine Aenderung desselben Regimes, welches Macedonien und dem Vilajet Adrianopel standhaft verweigert wird. Wenn diese beiden türkischen Provinzen die Autonomie erreichen sollten, welche Kreta eben durch einen Aufstand beseitigen will, würden sie kaum geneigt sein, dieselbe mit irgend einem anderen Regime zu vertauschen. Sie verlangen nur Menschenrechts welche die Kreter längst genossen; sie fordern Gewährleistung der Sicherheit des Lebens und des Eigentums, welche in Kreta gleichfalls längst bestand. Die Bulgaren hätten allerdings gegen eine noch weitere Besserung des Loses der Kreter nichts einzuwenden; nur sollten beide Fragen — die macedonische und die Kretafrage — gleichzeitig zur Lösung gelangen, schon weil sie sich nebeneinander unter ähnlichen Verhältnissen entwickelt haben. (Telegramme.) * Konstantinopel, 3. Mai. Die Schutzmächte Kretas erteilten dem Oberkommissar Prinzen Georg den dringenden Rat, mit den Insurgenten in Therisso eine Verständigung anzubahnen. Me Bemühungen des Prinzen scheinen jedoch bisher erfolglos geblieben zu sein. Die Insurgenten haben durch den Beitritt des Führers der Sphakioten eine Verstärkung erfahren. Da in Rethymo mit Bewilligung des russischen Obersten Urbanizky die grie- chischeFahnegehißt wurde, wehen jetzt auf der ganzen Insel griechische Fahnen. In den Kon- sularkreisen auf Kreta beginnt die Hoffnung auf Eindämmung der Unionsbewegung, die die Umgebung des Prinzen gehegt hat, zu schwinden. * Konftantinopel, 2. Mai. Gestern wurde der Kai - makam von Vucitrn von einem Mohammedaner erschossen. Marokko. (Telegramme.) - * Tanger, 3. Mai- Der deutsche Gesandte Graf Tattenbach ist mit seinem Stabe gestern vormittag um 10 Uhr nach Fez abgereist. Er wird von einer Militärmission begleitet, welche gestern abend dort angekommen ist. Fast alle Mitglieder des Diplomatischen Korps versammelten sich, um von der Gesandtschaft Abschied zu nehmen. * Tanger, 3. Mai. Das französische Kabelschiff „Charente" beendete gestern die Legung des im französisch-spanischen Abkommen) vorgesehenen Kabels von Cadiz nach Tanger. Das Kabel ist Eigentum der französischen Regierung. * Tanger, 3. Mai. Raisuli brannte den Duar Rhamla nieder, der zu den Hauptpunkten auf der Route Tanger — Kasr elKebir gehört. Macedonien und Kreta. D Sofia, 2. Mai. Das bulgarische Regierungsorgan „Now wek" schreibt, daß Europa bei der Lösung der K r e t a f r a g e die Lage in Macedonien nicht aus den Augen verlieren dürfe. Die Vorrechte, welche Kreta im Jahre 1898 erhalten habe, seien von den Bewohnern der übrigen türkischen ProvinMit einer Beilage und einer Extrabeilage: Sommerfahrplan der Grotzh. Zvr Lage in Rußland. (Telegramme.) * St. Petersburg, 3. Mai. Gleichzeitig mit der Unterzeichnung des Toleranzantrages beauftragte Seine Majestät der Kaiser den nenernannten Generalgouverneur von Moskau, Ko slow, telegraphisch, von der Kapelle der Altgläubigen die Siegel zu entfernen und Liesen loyalen Untertanen als neues Zeichen seines monarchischen Vertrauens ungehinderten Gottesdienst zu gesteckten. * St. Petersburg, 3. Mai. Eine Deputatton der Altgläubigen aus Moskau und St. Petersburg wurde gestern in Zarskoje-Sselo empfangen. * Warschau, 3. Mai. Die Stadt hatte gestern wieder ihr gewöhnliches Aussehen. Die Arbeiter einiger Fabriken befinden sich noch im Aus st and. Die Gesamtzahl der gestern Getöteten beträgt 31. * Warschau, 3. Mai. Im Laufe des gestrigen Tages nahm die Streikbewegung wieder stark zu. * Warschau, 3. Mai. Wie der „Kurier Warsawski" meldet, hat die Leitung der sozialdemokratischen Partei von Polen und Litthanen wegen der blutigen Vorgänge am Samstag eine Kundgebung erlassen. Badischen Staatseisenbahnen. in der der sofortige Generalstreik erklärt wird. * Sosnowicc, 3. Mai. Die Arbeiter in den Bezirken Sosnowice und Kali sch sind in den Aus stand getreten. Ruhestörungen kamen bis gestern abend nicht vor. * Kalisch, 3. Mai. Der Gouverneur tritt den übertriebenen Nachrichten über dieVorkommnisseam 1. Mai entgegen und ermahnt die Bevölkerung zur Ruhe, damit neue Opfer verhütet werden. * Czenstochau (Russ.-Polen), 3. Mai. Bei den Krawallen am Samstag wurden 8 Arbeiter getötet und mehr als 20 verwundet. * Kischinew, 3. Mai. Das Osterfest ist hier ruhigverlauf e n , da bewaffnete Patrouillen am Platze waren. Dev vussrscH-jcrpcrrrifche Krieg. » (Telegramme.) Vom Seekriegsschauplatz. * Paris- 3. Mai. Ein Sekretär der japanischen Gesandtschaft begab sich heute mittag ins Ministerium des Aeußern und fragte dort, ob die französische Regierung davon Kenntnis habe, daß die Schisse des russischen Geschwaders sich noch immer in den territorialen französischen Gewässern befinden. Er erhielt die Antwort, man glaube zu wissen, daß die russischen Schiffe die französischen Gewässer verlassen haben. * London, 3. Mai. Nach einer Meldung aus Kobe sollen die Russen den englischen Dampfer „Planet Venus" weggenommen haben. Die Kriegslage in der Mandschurei. * St. Petersburg, 2. Mai. Der St. Petersburger Tel.-Ag. wird aus Tschantschawadsa vom 2. Mai gemeldet: Westlich von Daoliaoho flüchtet die Bevölkerung vor den Chungusen, die Grausamkeiten und Gewalttaten verüben. Die Anwesenheit j a - panischer Instrukteure bei den Chungusen ist urkundlich festgestellt. Die Organisation der Chungusen, die mit japanischen Feldgeschützen versehen werden, schreitet fort. * St. Petersburg, 3. Mai. Gestern besichtigte Seine Majestät der Kaiser in Zarskoje Selo die bei der Gardekavallerie formierten vier berittenen Maschinengewehrkompanien, welche für die Kosakenregimenter auf dem Kriegsschauplatz bestimmt sind. * London, 3. Mai. Wie die „Morningpost" aus Washington meldet, hat die britische Regierung an China eine Note gleichen Inhalts, wie die an die Vereingten Staaten, gerichtet, in welcher die Notwendigkeit der strengsten Neutralität Chinas betont wird. In diplomatischen Kreisen glaubt man Grund zur Annahme zu haben, daß die russischen Schiffe in Shanghai entweichen werden, wenn China sie nicht mit Gewalt daran verhindere. * London, 3. Mai. Me Japaner sollen den Engländern wieder Armeeaufträge gegeben haben. adjutanten Generals der Artillerie von Müller, des Präsidenten des Finanzministeriums Geheimerats Becker und des Präsidenten des Ministeriums des Großherzoglichen Hauses und der auswärtigen Angelegenheiten, Geheimerats Jreiherrn von Marschall und empfing sodann den Geheimerat Or. Freiherrn von Babo. Ilm 12 Uhr erteilte Seine Königliche Hoheit dem Professor Or. Krazer von der Technischen Hochschule Audienz und darnach einer Abordnung des katholischen Stiftungsrates St. Stephan, bestehend aus dem Geistlichen Rat und Stadtpfarrer Knörzer, dem Notar Bender und dem Kaufmann Blos. Zur Mittagstafel der Höchsten Herrschaften erschienen Ihre Königliche Hoheit die Erbgroßherzogin, Ihre Kaiserlichen Hoheiten Prinzessin Wilhelm und Herzogin Eugenie von Oldenburg, Seine Großherzogliche Hoheit der Prinz und Ihre Königliche Hoheit die Prinzessin Max. Im Laufe des Nachmittags nahm Seine Königliche Hoheit der Großherzog die Vorträge des Geheimerats Or. Freiherrn von Babo und des Legationsrats Or. Seyb entgegen. Seine Königliche Hoheit der Erbgroßherzog reiste gestern abend von Mannheim aus nach Max-Wilhelmshöhe und Zwingenberg zur Auerhahnjagd. Höchstderselbe kehrt am 4. nach Mannheim zurück, um dort einer vom Altertumsverein veranstalteten Schillerfeier anzuwohnen und trifft abends hier wieder ein. ** ErPreßgutbeförderung. Nach dem vom 15. April 1904 ab gültigen deutschen Eisenbahnpersonen- und Gepäcktarif (Z 40, 5 E.V.O.) ist der Empfänger von Expreßgut nur berechtigt, die Auslieferung der Sendung sofort nach Ankunft des Zuges, mit dem die Beförderung zu geschehen hatte, zu verlangen. Geschieht dies nicht, so muß die Sendung nach Z 40, 6 E.V.O zugeführt oder angemeldet werden. Die Empfänger können somit eine Erklärung, in der sie auf Anmeldung um Zuführung ihrer Expreßgutsendungen verzichten und in Verbindung mit diesem Verzicht Bevollmächtigte aufstellen, nicht abgeben. Soweit solche Erklärungen noch bei den Absertigungsstellen hinterlegt sind, treten sie auf 15. Mai l. I. außer Kraft. Empfänger, die auch künftig ihre Expreßgutsendungen ohne vorherige Anmeldung abholen lassen wollen, müssen durch die Versender auf der Adresse der Stücke und auf der Packet- adresse den Zusatz: „Bahnhoflagernd" beisetzen lassen. In allen Fällen kann, die Abholung von Expreßgut auch durch die Angehörigen oder das Dienst- und Geschäftspcrsonal des Empfängers gegen für den Einzelfall oder allgemein auszustellende Vollmacht erfolgen. LttL. Die zur Betreibung der Hoheitsgefälle notwendigen Amtshandlungen haben im Fahre 1904 folgenden Umfang gehabt: Es betrug: I. Me Zahl der vollzogenen Mahnungen: bei den direkten Steuern. 221 900 bei der Berkehrssteuer usw. 2 814 bei den Justiz- und Polizeigefällen ... 82 216 bei den Steuerstrafgefällen.. 472 Der Kutscherstreik in Chicago. (Telegramme.) * Chicago, 2. Mai. Gestern kam es mehrfach vor, daß Lastfuhrleute, die als Nichtmitglieder der Gewerkvereine sich am Ausstande nicht beteiligten, deswegen belästigt wurden und mit Schüssen antworteten. Hier ist die Nachricht eingegangen, Präsident Roosevelt sei bereit, den ausständigen Fuhrleuten bei seiner Durchreise Gelegenheit zu geben, eine Petitton zu überreichen. Me Arbeitgeber haben Vorbereitungen getroffen, 1000 Nichtfachvereinler mit Gewehren zu bewaffnen, da dies nicht verbotene Waffen sind und die Bewaffnung mit denselben keine Gesetzesverletzung darstellt. * Chicago, 3. Mai. Die Arbeitgeber des F uhrgewerbes haben den Beschluß, die Arbeitswilligen mit Gewehren zu versehen, wieder aufgehoben. Bei einer Besprechung im Bureau des Bürgermeisters wurde Hervorgehobeim daß der Anblick von Gewehren in den Händen von Negerkutschern sicherlich zu blutigen Gewalttaten führen werde. Der Bürgermeister übernahm es, für einen angemess- senen Schutz der Nicht-Unionisten durch Polizei zu sorgen. Eventuell sollen 900 neue Polizeibeamte eingestellt werden. Gestern haben streikende Kutscher wiederholt Schüsse auf die Arbeitswilligen abgegeben. Letztere sind sämtlich Neger. Es kam zweimal zu Zusammenstößen. Beim Auditorium griffen 3000 Personen die Negerkutscher an. Diese verteidigten sich mit Stöcken, bis ihnen die Polizei zu Hilfe kam. * Chicago, 3. Mai. Die Angriffe der ausständigen Kutscher gegen die schwarzen Arbeitswilligen dauerten am Abend noch fort. Etwa 300 Ausständige drängten die Schwarzen nach dem Bureau der Trans- gesellschast. Hier setzten sich die S ch w a r z e n zur Wehr und gaben Revolverschüsse ab. Die Bureaubeamten schleuderten Tintenfässer und andere Ge- genstände nach den Ausständigen. Mehrere Personen wurden verletzt. * Chicago, 3. Mai. Bei den gestrigen Straßenunruhen wurde eine Person getötet und 40 verletzt. Tie Unruhen dauerten bis spät in den Abend fort. zusammen . . 307 402 II. Me Zahl der Fahrnispfändungen: 1. in den Fällen, in denen auf Erscheinen des Vollstreckungsbeamten bezahlt wurde bei den direkten Steuern.49 127 bei der Verkehrssteuer usw. 672 bei den Justiz- und Polizeigefällen . . 30870 bei den Steuerstrafgefällen. 208 zusammen . . 80 877 2. in den Fällen, in denen die Fahrnispfändung erfolglos versucht wurde: bei den direkten Steuern. 12 963 bei der Verkehrssteuer usw. 80 bei den Justiz- und Polizeigefällen ... 22 664 bei den Steuerstrafgefällen. 32 zusammen . . 35 729 3. in den Fällen, in denen die Fahrnispfändung vollzogen wurde: bei den direkten Steuern. 1 638 bei der Verkehrssteuer usw. 128 bei den Justiz- und Polizeigefällen ... 2 004 bei den Steuerstrafgefällen. 29 zusammen . . 3 799 III. Me Zahl der vollzogenen Fahrnisversteigerungen : bei den direkten Steuern. 15 bei der Verkehrssteuer usw. 3 bei den Justiz- und Polizeigefällen .... 15 bei den Steuerstrafgefällen. —- Grolsherzogtum Baden. * Karlsruhe, 3. Mai. Seine Königliche Hoheit der Großherzog hörte heute vormittag von 10 Uhr an die Vorträge des General- zusammen . . 63 Gegenüber dem Vorjahre sind zu verzeichnen an Mahnungen: 4979 mehr, an Fahrnispfändungen, in denen auf Erscheinen des Vollstreckungsbeamten bezahlt wurde: 7082 weniger, an erfolglos versuchten Fahrnispfändungen: 1767 weniger, an vollzogenen Fahrnispfändungen: 368 weniger, an vollzogenen Fahrnisversteigerungen: 18 weniger. In Prozenten der Zahl der Mahnungen beträgt die Zahl der Pfändungen in Fällen, in denen auf Erscheinen des Vollstreckungsbeamten bezahlt wurde: 26,3 Proz., in denen die Fahrnispfändung erfolglos versucht wurde: 11,62 Proz., die Zahl der vollzogenen Fahrnispfändungen: 1,24 Proz., der vollzogenen Fahrnisversteigerungen 0,02 Proz; letztere betrugen 1,66 Proz der vollzogenen Fahrnispfändungen. Me entsprechenden Zahlen des Jahres 1903 stellten sich auf 29,08 Proz., 12,39 Proz., 1,38 Proz., 0,026 Proz. und 1,94 Prozent. t Nächste Postverbindungen nach Swakopmund und Lüderitzbucht: 1. für Brief- und Paket sendungen mit Woermanndampfer „Hans Woermann", ab Cuxhaven am 5. Mai mittags, an Swakopmund etwa am 31. Mai. Schluß in Hamburg am 5. Mai für Briefe 6 Uhr vorm., für Pakete 2 Uhr vorm. Letzte Beförderung ab Berlin Lehrter Bahnhof am 4. Mai für Briefe 11 Uhr 18 Min. abends, für Pakete ^ 1 Uhr 27 Min. nachm. ! 2. Für Briefsendnngen mit englischem Dampfer ab ! Southampton am 6. Mai, in Capstadt am 23. Mai, von da > weiter mit nächster Gelegenheit, in Swakopmund spätestens j am 4. Juni. Letzte Beförderungen am 5. Mai ab Cöln 6 Uhr ! 1 Min. nachm., ab Oberhausen 7 Uhr 54 Min. nachm., ab ' Berlin Schlesischer Bahnhof 11 Uhr 23 Min. vormittags. * (Stadtverordnetenwahlen.) Von der dritten Klasse der Wahlberechtigten wurden gestern die Kandidaten der sozialdemokratischen Liste mit einer Stimmenmehrheit von durchschnittlich 1125 Stimmen gewählt. Auf die Liste der vereinigten liberalen Parteien und der Konservativen, die auch mehrere Angehörige der Sozialdemokratie und des Zentrums enthielt, entfielen im Durchschnitt 2290 Stimmen, auf die rein sozialdemokratische Liste etwa 3415. Auf die fünf Sozialdemokraten, die auf beiden Listen standen, vereingten sich durchschnittlich 5660 Stimmen. Bei im ganzen 11061 Wahlberechtigten bedeutet das eine Wahlbeteiligung von 53 Proz. (gegen 67 Proz. bei den Stadtverordnetenwahlen vor drei Jahren). Der Rückgang der Wahlbeteiligung erklärt sich durch die vom Zentrum proklamierte Wahlenthaltung. Bei den letzten Wahlen hatte die Liste der vereinigten bürgerlichen Parteien (inkl. Zentrum) im Durchschnitt 3464 Stimmen auf sich vereingt, die sozialdemokratische 3313. Die Sozialdemokratie hat somit gegen die Wahlen von 1902 nur einen Zuwachs von etwas über 100 Stimmen zu verzeichnen. Die zweite Klasse der Wahlberechtigten wählt am Freitag den 6. Mai im großen Rathaussaale, von vormittags 9 Uhr bis nachmittags 2 Uhr, 16 Stadtverordnete mit sechsjähriger Amtsdauer und einen Ersatzmann mit dreijähriger Amtsdauer. Zur zweiten Klasse der Mchlberechttgten gehören diejenigen, welche nach dem Umlageforderungszettel für 1904 an Gemeindeumlagen (einschließlich Kapitalrentensteuer) weniger als 211 M. 68 Pf. aber mehr als 47 M. 21 Pf. zu zahlen hatten. * (Schillerfeier.) Nach dem vor kurzem ausgegebenen Programm verspricht die am 8. Mai d. I., abends 8 Uhr, im Saale der Festhalle von der Stadtgemeinde in Aussicht genommene Schillergedenkfeier einen würdigen und interessanten Verlauf zu nehmen. Eine Blütenlese Schillerscher Muse wird, teilweise vereint mit Werken der hervorragendsten Tonkünstler, Geist und Gemüt gefangen nehmen. Besonderes Interesse erweckt auch die Herzogsche Dichtung „Schillers Traum", in welcher der Genius Schillers vor dem Dichter alle die Heldengestalten aus seinen unsterblichen Dramen erscheinen läßt. Der Umstand, daß es die besten Kräfte unserer Hofbühne sind, die den solistischen Teil des Festprogramms ausführen und daß die dekorative und szenische Ausstattung der Herzogschen Dichtung (Regie Herr Hofschauspieler Wassermann) in den Händen der bekanntesten und tüchtigsten hiesigen Fachkünstler liegt (der Herren Professoren Keller und Billing, Maler Heilig u. a. m.), erhöht zweifellos den Wert und die Wirkung der ganzen Veranstaltung. Das Großh. Hoforchester unter Leitung des Herrn Hofkapellmeister Lorentz wird auf 78 Personen verstärkt werden. Der Kartenvorverkauf ist bereits recht lebhaft. Me numerierten Plätze (im Saal und auf der oberen Galerie) sind nahezu vergeben, dagegen stehen noch eine genügende Anzahl guter nicht numerierter Plätze zu 2 M., 1 M., und 50 Pf. (Saal und untere Galerie, 2. und 3. Abteilung, obere Galerie) zur Verfügung. Da erfahrungsgemäß am Festabend selbst die Nachfrage nach Plätzen sehr stark wird, ist es ratsam, sich frühzeitig mit Karten zu versehen. Die Kartenvorverkaufsstellen befinden sich für numerierte Plätze bei der Hofmusikalienhandlung Hugo Kuntz, Kaiserstraße Nr. 114, Telephon 1850, für nicht numerierte Plätze bei den Musikalienhandlungen Fr. Doert, Kaiserstraße Nr. 159, Hans Schmidt, Kaiserstrahe Nr. 92, Telephon 1647 und Fritz Müller, Kaiserstraße Nr. 221. — (Der Oratorienverein) gab am Montag im Museumsaal sein drittes Konzert, in welchem Max Bruchs „Odysseus" (Szenen aus der Odyssee), Nachdichtung von Wilhelm Paul Graff, für Chor, Soli und Orchester, aufgeführt wurde. Mit Freuden können wir bestätigen, daß der Verein die große Aufgabe, welche er sich mit der Vorführung des schwierigen Werkes gestellt, in ganz überraschend ausgezeichneter Weise gelöst hat, ebenso, daß die Leistungen des gemischten Chores diejenigen im ersten Konzert (Paradies und Peri von Robert Schumann) gebotenen in bezug auf Klangfülle, musikalisch belebenden Vortrag, Festigkeit und Strammheit im Rhythmus bei weitem überragten; ein sicherer Beweis, daß unter der tüchtigen Leitung des Herrn Karl Theo Schulz nnt Verständnis, Fleiß und voller Hingabe am jungen Werke weitergearbeitet wurde. Im übrigen war es mit Genugtuung zu begrüßen, dem schönen Bruchschen Werk einmal wieder in einer vollständigen Darstellung begegnen, und an der schlichten, edlen Melodik und der absoluten, nur dem Standpunkt des ästhetisch Schönen huldigenden Musik sich erquicken zu können. Das Hoforchester war vorzüglich, nur hätte der Dirigent für die Solisten um eine diskretere Begleitung bedacht sein müssen. Herr Rudolf M o est vom Hoftheater in Hannover übertraf alle Erwartungen und bot als „Odysseus" eine Leistung aus einem Guß. Der Künstler entfaltete einen bewundernswerten Reichtum an stimmlichem Material, damit verband er einen musikalischen Vortrag, der durch Feuer und Temperament und die Vornehmheit der ^ Auffassung das Gepräge künstlerischer Vollendung empfing. Das Publikum äußerte seine herzliche Anerkennung in stürmischem Beifall. Frl. Clara Fes ca aus Frankfurt sang die „Penelope", außerdem noch zwei kleinere Partien recht anerkennenswert. Leider ging die Deutlichkeit der Aussprache durch eine übermäßige, unnatürlich dunkle Färbung in der Vokali- sation, welche übrigens auf die ganze Art und Weise der Tongebung keinenfalls günstig wirkt, völlig verloren. Frl. Marin crsperg er, die nur ihrer Stimme das Forcieren fern halten muß, wenn nicht üble Folgen daraus entstehen sollen, sang die Partien der „Nausikaa", „Leukothea" und „Pallas Athene" zufriedenstellend. Me übrigen kleineren Solis hatten i in den Herren Dr. Ludwig und Lauck eine angemessene ^ Vertretung gefunden. Ihre Königliche Hoheit die Grotzher- zogin und das Erbgroßherzogspaar wohnten dem Konzert an, und zeichneten den Dirigenten, Herrn Schulz, , durch huldvolle Ansprache aus. ! tzc (Generalversammlung des Militärvereins.) Am Samstag Abend fand im Saal 3 der Brauerei Schrempp die ordent- . liche Generalversammlung des Militärvereins statt. Der t- ( Vorstand, Herr Stadttat Glaser, eröffnete die VersamM- : lung mit Begrüßung der Erschienenen, gedachte des demnäch- - stigen Einzuges des Kaisers in unserer Stadt, sowie des Eudc : Mai stattfindenden großen Kriegertages, zu welchem bis jetzt , nahezu 17 000 Teilnehmer angemeldet seien und forderte zin» ^ Schluffe zu einem dreifachen Hurra auf Seine Majestät den i Kaiser und Seine Königliche Hoheit den Großh erzog ! auf. Hierauf erstattete der Schriftführer, Herr Wehrle, den l Geschäftsbericht. Nach demselben zählt dev Verein zurzen j 1204 Mitglieder. Gestorben sind im Laufe des Jahres 3t ^ Mitglieder. Me Erinnerungsmedaille für 26jährige Mitglic^ schaft erhielten 10 Mitglieder. Den Kassenbericht erstatte« der Kassier, Herr Revisor Häfner. Nach demselben betrugen die laufenden Einnahmen 8743,04 M., die Ausgaben 8628,»o Mark., die Vermögenszunahme 290,19 M., das Gesauttver- > mögen beträgt 16 666,01 M. gegen 16 266,82 M. im Vott ! jahre. Im Anschluß hieran machte der Vorsitzende noch > Mitteilung, daß anläßlich der Sammlung „Veteranen- dank" bereits über 200 000 M. eingegangen seien, was ^ erfreulich sei. lieber die Bibliothek berichtete Herr KauieA Stäb und forderte hierbei zur fleißigen Benützung derstlbv auf. Es wurde nunmehr zu Punkt 4 der Tagesordnung, WA ^ der ausscheidenden Vorstände und Verwaltuügsratsmitg»^ der, geschritten, und wurde der Vorschlag des Verwaltung ratcs mit einer Aenderung angenommen. Nachdem noch ^ 2. Vorstand, Herr Schwaninger, einige Mitteilung über den Kriegertag zur Kenntnis gebracht hatte, schloß der Vorsitzende die ordentliche Generalversammlung. * (Die Bautätigkeit im Jahre 1904.) Nach der vom städtischen statistischen Amt vorgelegten Baustatistik für 1904 wurden in letzterem Jahre in hiesiger Stadt 161 (1903: 171) Neubauten errichler; davon liegen in der ersten Bauzone 7, in der zweiten 6, in der dritten 50, in der vierten, mit offener Bauweise, 84, in der vierten, mit geschlossener Bauweise, 15. Diese Bauten bestehen aus 146 Vorder-, 5 Seiten- und 10 Hintergebäuden. Die Zahl der dadurch geschaffenen Wohnungen beträgt 853 (1903: 935), darunter sind 679 Etagen- und 174 Dachstockwohnungen. Ter Zimmerzahl nach sind es 7 einzimmerige, 148 zweizimmerige, 213 drei- zimmerige, 177 vierzimmerige, 87 fünfzimmcrige, 17 sechs- zimmerige, 18 siebenzimmerige, 12 acht- und mehrzimmerige. Unter Berücksichtigung der außerdem vorgenommenen Umbauten und Stockaufbauten, sowie der durch den Neuaufbau von Gebäuden abgegangenen Wohnungen ergibt sich eine reine Vermehrung der Wohnungen um 829, worunter 660 Etagen- und 169 Dachstockwohnungen. * (Erdbeben.) Die photographischen Aufzeichnungen der beiden Horizontalpendelapparate des Naturwissenschaftlichen Vereins lassen in der Zeit vom 20.—29. April eine andauernde Unruhe erkennen. Besonders starke Fernbeben wurden am 24. April, vormittags 11 Uhr, und nachmittags 1 Uhr registriert, ferner am 26. April, von 12 Uhr mittags bis nahezu 2 Uhr und nochmals nachmittags 4 Uhr. In der Nacht vom 26. auf 27. April zeigten sich kurz nach 11 Uhr die ersten Vorboten eines Fernbebens, dessen Hauptphase so rauhe Schwingungen brachte, daß der photographierende Lichtpunkt das Papier nicht mehr in dem Maß belichten konnte, wie es zur Hervorbringung eines deutlichen Bildes nötig ist. Eintreten und Ausklingen der Bewegung traten aber scharf hervor. Die Schwächung der Lichtstärke machte sich so fühlbar, weil in der Zeit vom 26. bis 29. der Versuch gemacht worden war, durch besonders enge Blenden die Feinheit der Lichtkurven zu vergrößern. Bei weiterem Fortrücken der Lichtpunkte hinderten diese engen Blenden die Belichtung, so daß vom Nachmittag des 28. bis zum Mittag des 29. April keine Aufzeichnungen stattfanden. Da die photographischen Auszeichnungen ununterbrochen über drei Tage sich erstrecken, so können etwaige Registrierungen von Beben erst Nach Ablauf dieser Frist gefunden werden. chf «Naturwissenschaftlicher Verein.) Am Freitag den 5. Mai, abends halb 9 Uhr, wird im großen Hörsaale für Chemie in der Technischen Hochschule Herr Prof. Tw. Klein, unter Vorführung von Lichtbildern, einen Vortrag über: „Gehölzeklima und Baumwuchs" halten. , ^ (Aus dem Polizeibericht.) Ein hiesiger Bauführer, der von seinem Arbeitgeber den Lohn mit 64 M. für einen erkrankten Polier erhielt, unterschlug den Betrag und verwendete ihn in seinem eigenen Nutzen. — Wegen Entwendung von Blumen und Beschädigung der Anlagen auf dem Scheffel- und Stephansplatz wurden 5 Lehrlinge und 5 Schüler angezeigt. — Verhaftet wurden: ein verheirateter Taglöhner aus Kürnbach und ein verheirateter Schmied aus Gondringen wegen Jagdvergehens und Widerstands. 8. Mannheim, 2. Mai. Dem heutigen Haupttag des Frühlingsmeetings wurde durch die Anwesenheit der Erbgroßherzoglichen Herrschaften ein besonderer Glanz verliehen. Die Hohen Herrschaften trafen mittags kurz vor halb 2 Uhr mit einem Vorzug, der abgelassen werden mußte, weil der O-Zug Basel—Holland über eine halbe Stunde Verspätung hatte, in Begleitung des Oberstallmeisters Grafen Sponeck, des Flügeladjutanten Obersten Dürr, des Ordonnanzoffiziers v. Göler und der Hofdame Fräulein v. Reck hier ein. Ein Empfang fand mn Bahnhof nicht statt. Unter den brausenden Hochrufen der am Bahnhof versammelten Menschenmenge fuhren die Hohen Herrschaften durch den Ring und die Bismarckstraße in offener Hofequipage zum Schloß, von, wo gegen 3 Uhr die' Fahrt zum Rennplatz durch die reich beflaggten Straßen angetreten wurde. Der Weg dorthin wurde in vierspännigem Hofwagen, ä In Oaumonl bespannt, zurückgelegt. Zur Begrüßung der Hohen Herrschaften hatten sich die Mitglieder des Direktoriums des Rennvereins, Geh. Oberregierungsrat Pfisterer, Geh. Regierungsrat Lang, Generalkonsul Reiß, Oberst v. Winter seid u. A. eingefunden. — Ihrer Königlichen Hoheit der Erbgroßherzogin und Fräulein v. Reck wurden prachtvoll« Buketts überreicht. Nach herzlicher Begrüßung und nachdem die Hohen Herrschaften verschiedene Personen, darunter den Sohn des unlängst verstorbenen Großindustriellen Heinrich Lanz, ins Gespräch gezogen hatten, nahmen die Rennen ihren! Anfang. Mehrere Reiter kamen zu Fall, doch ohne ernstlich Schaden zu nehmen. Im allgemeinen nahmen die Rennen einen sehr interessanten und guten Verlauf. Der Besuch war wie am Sonntage ein ganz gewaltiger. Den Badeniapreis errang der bekannte Herrenreiter M. Lücke aus Bischofs Fuchswallach „Cor- vol". Dem glücklichen Sieger wurde der Goldpokal Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs von Ihrer Königlichen Hoheit der Erbgroßherzogin überreicht. Nach dem vorletzten Rennen, das um V.6 Uhr beendigt war, fuhren Ihre Königlichen Hoheiten unter den begeisterten Hochrufen des Publikums zum Schloß und begaben sich von dort ins Hoftheatcr, wo Leoncavallos „Pagliacci" und Mascagnis „Cavalleria Rustikana" gegeben wurden. Gegen 7 Uhr erfolgte die Abreise des Erbgroßherzoglichen Paares. * Freiburg, 2. Mai. Bei der ersten Immatrikulation für das Sommersemester 1905 an unserer Universität schrieben sich 383 Studierende ein, 3 in der theologischen, 206 in der rechts- und staatswissenschaftlichen, 82 in der medizinischen, 92 in der philosophischen Fakultät. Von den neuimmatrikulierten 6 Frauen studieren 4 Medizin und 2 Naturwissenschaften. * Kleine Nachrichten aus Baden. In einer Kunst- glaserei in Mannheim wurde einem dort beschäftigten verheirateten Glaser von einem Mitarbeiter in seinen Vesperwein Salmiakgeist gegossen. Beim Genuß dieses Weines verbrannte sich elfterer derart den Mund und Gaumen, daß er sofort ins Krankenhaus verbracht werden mußte. Untersuchung ist eingeleitet. — Am Montag Abend entstand in einem Zigarrenladen in Mannheim eine Gasexplosion, wobei der Ladeninhaber, Kaufmann Julius G e i st, sowie seine Ehefrau und Tochter zum Teil erhebliche Brandwunden erlitten. Durch den Luftdruck wurde die große Schaufensterscheibe im Werte von 300 M. zertrümmert. — Gestern morgen fiel die 61 Jahre alte Ehefrau des Schiffers Johann Bernhard in Neckargcinünd in ihrer Wohnung die Treppe herunter. Der Tod trat sofort ein. — In Ettlingen wurden dem Milchkuranstaltsbesitzer Miallinger durch Einbruch 720 M. gestohlen. Der Täter entkam. — Der Landwirt Elble in Höfen, ein Greis, wurde auf dem Heuboden tot aufgefunden. Man glubt, daß Er beim Heuholen von der Leiter gestürzt ist. — In Appenweier wurde der 33jährige verheiratete Rangierer Bernhard Kranz von Urlosfen am Montag Abend zwischen 10 und 11 Uhr «n nördlichen Ende des Bahnhofes überfahren aufgefunden, -w Eheleute Kramer inLahr, welche die goldene Hochzeit «Merten, wurden mit einem Allerhöchsten Handschreiben ausgezeichnet. Als Geschenk trafen die Bildnisse des Grosige rzogpaares mn. — Die Eröffnung der Nebenbahn Mosbach—Mudau, die auf den 15. Mai festgesetzt war, mußte avermals verschoben werden. — In einem unbewachten Augen- v"ck stürzte in Wolterdingen das M-jährige Töchterchen des ^agtohners Michael Käfer in die Brigack und ertrank. — In Staufen geriet der Sohn des Fabrikarbeiters M. Gutmann so unglücklich in das Göpelwerk einer Futterschneidmaschine, daß er schtverlich mit dem Leben davonkommen dürfte. Weueste WachrlchLerr rrnö Tstegva-rm«^ * Berlin, 3. Mai. Der Kronprinz ist gestern Abenv in Rabensteinfeld angekommen. * Berlin, 2. Mai. Die Verhandlungen über einen Handelsvertrag mit den Vereinigten Staaten werden, laut „Köln. Ztg.", erst im Herbste in Angriff genommen werden und müssen dann bis zum 1. Dezember zu einem Abschluß gebracht werden, da der amerikanische Vertrag eine dreimonatige Kündigung vorsieht und das Inkrafttreten des neuen Verhältnisses zu Amerika mit (der Einführung der durch unsere Zollverträge neugeschaffenen Lage zusammenfallen mutz. * München, 3. Mai. Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Rupprecht von Bayern wurde heute früh von einem Prinzen glücklich entbunden. Die Hohe Frau und der neugeborene Prinz befinden sich Wohl. * Wien, 3. Mai. Seine Majestät der König von Sachsen ist gestern um halb 7 Uhr hier eingetroffen. Er wurde am Bahnhofe von Seiner Majestät dem Kaiser, den anwesenden Erzherzögen und dem Prinzen Philipp von Koburg empfangen. Der Kaiser begrüßte den König mit Händedruck und Kuß. Nach der Vorstellung begaben sich die Monarchen nach der Hofburg. Abends fand ein Diner statt. * Wien, 3. Mai. Im Zusammenhänge mit dem Ausstande der Transportarbeiter kam es gestern mehrfach zu Zusammenstößen. Nachmittags begannen Verhandlungen zwischen den ausständigen Transportarbeitern und den Unternehmern. Es besteht daher Hoffnung, daß die Arbeit heute in allen Betrieben ausgenommen wird. * Saigon, 2. Mai. Admiral Jonquieres verließ Saigon an Bord des Kreuzers „Gütchen" mit unbekanntem Reiseziel. * Stockholm, 8. Mai. Die Erste Kammer nahm gestern den Bericht des Ausschusses in der Unionsfrage einstimmig an. — Auch die Zweite Kammer nahm nach längerer Debatte den Bericht des Ausschusses über die Unionssrage an. * Madrid, 3. Mai. Seine Majestät der König ist in Begleitung des Ministerpräsidenten Villaverde und des Gouverneurs von Madrid, Grafen de San Luis, nach Cuenca abgereist. * Madrid, 3. Mai. Seine Majestät der König wird A n - fang Oktober nach Deutschland reisen. * St. Petersburg, 3. Mai. Wie der „Pet. Tel. Ag." aus Teheran gemeldet wird, hat sich Schah Muzaffer- Ed-Din, der am 7. Mai über Baku eine Reise nach Europa anzutreten beabsichtigt, vom Diplomatischen Korps verav- schiedet. Der Thronfolger Ali Mirza ist zum zeitweiligen Regenten ernannt worden. * Athen, 3. Mai. Ihre Majestät die Königin von England ist gestern um 3 Uhr namittags im Piräus eingetroffen. Seine Majestät der König und die königliche Familie waren ihr an Bord der „Amphitrite" entgegengefahren. Ein Sonderzug führte die Königin von England nach Athen, wo die Minister, das diplomatische Korps und die Spitzen aller Behörden sie begrüßten. * Buenos Aires, 2. Mai. Bei der Eröffnung des Kongresses verlas Präsident Quintana eine Botschaft, worin er Gesetzentwürfe betreffend Wahlreformen, Regelung der Arbeiterfrage und fortschreitende Verringerung der Zölle und Stempelsteuern ankündigt und Gesetzentwürfe betreffend völlige Abschaffung des Ausschusses und endgültige Festlegung des Währungssystems in Aussicht stellt. Die Schuld betrug am 31. Dezember 1904 376 772 667 Pesos Reis. Das Finanzjahr 1904 schließt mit einem Ueberschuß von 27 027 306 Pesos Papier ab. Der Präsident kündigte einen Flottenplan an, der die Erneuerung und stetige Vermehrung der Flotte innerhalb der budgetären Grenzen vorsieht, da Argentinien die Vorherrschaft in Südamerika behalten müsse. Die wirtschaftliche Lage Argentiniens sei außerordentlich gut. WevscHieöenes. f Berlin, 2. Mai. Die „Nationalzeitung" meldet: Professor v. Oettingen trat vom Amte des ersten Sekretärs der Akademie der Künste zurück. st Berlin, 3. Mai. Die Teilnehmer des am Sonntag er- öffneten Röntgenkongresses bereinigten sich gestern abend, nach einem arbeitsreichen Tage zu einem Festmahl. Der Vorsitzende, Professor Eberlein, hieß die Anwesenden willkommen. Generalarzt Stechow brachte das Kaiserhoch aus. An Seine Majestät den Kaiser wurde ein Huldigungstelegramm gesandt. — Gestern nachmittag wurde die Deutsche Röntgengesellschaft gegründet. Der Ausschuß der Berliner Röntgenvereinigung übernahm die vorläufige Leitung und Ausarbeitung der Statuten. Der Röntgenkongreß soll alle drei Jahre zusammentreten. Ov. Berlin, 2. Mai. Nach längrem, schweren Leiden ist Generaldirektor Kommerzienrat Alexis Riese im 60. Lebensjahr gestorben. Er gehörte dem Vorstande der Deutschen Waffen- und Munitionsfabriken an. f Hamburg, 2. Mai. Der in der Marschnerstraße Nr. 8 wohnende Mechaniker Kruse und seine vier Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren wurden gestern in ihrer Wohnung tot aufgefunden. Wie die Polizeibehörde mitteilt, hat Kruse seinen Tod und den seiner vier Kinder durch Leuchtgasvergiftung herbeigeführt. f Duisburg, 2. Mai. In der Stadtverordnetensitzung wurde einstimmig der Eingemeindungsvertrag mit Ruhrort genehmigt. f Biberach, 2. Mai. Laut „Schwäb. Merkur" hat der hiesige Altertumsverein das noch vorhandene Gartenhaus des Dichters Wieland angekauft, um dort ein Wieland-Museum zu errichten. Von den Anverwandten Wielands sind wertvolle Snftungen für das Museum in Aussicht gestellt. f Breslau, 2. Mai. In dem Prozeß wegen des Brandunglücks im hiesigen Stadtthearer am 13. Januar 1902, wobei eine Tänzerin ums Leben kam, wurden der Direktor des Breslauer Stadttheaters, Dr. Loewe, und der Beleuchtungsinspektor Münder, die sich wegen fahrlässiger Tötung bzw. fahrlässiger Körperverletzung zu verantworten hatten, dem Anträge des Staatsanwalts entsprechend, freigesprochen. f Leipzig, 3. Mai. Das Reichsgericht verhandelte heute über die Revision im Königsberger Hochverratsprozeß. Der Reichsanwalt Preutlein- Mördcs vertrat die Ansicht, daß Rußland dem Deutschen Reiche Gegenseitigkeit verbürgt habe. Die Rechtsanwälte Heinemann, Liebknecht und Haase traten dieser Ansicht entgegen. Das Urteil soll Samstag den 6. Mai verkündet werden. f Weimar, 2. Mai. Die „Weimarische Zeitung" meldet amtlich : Seine Königliche Hoheit der Grohherzog hat am 30. April zum Gedächtnis weiland seiner Frau, der Großherz o- gin Caroline, eine Summe von 100 000 M. für die Errichtung eines Siechen- und Blödenheims und ferner für die Großh. Musikschule in Weimar 15 000 M. ausgesetzt. f Frankfurt a. M-, 1. Mai. Heute fand hier die konstituierende Versammlung des Tiefbohr technischen Vereines für Deutschland statt. Es wurde eine an das preußische Abgeordnetenhaus zu richtende Resolution gefaßt, in der es heißt: Die anwesenden Vertreter der deutschen Pribattief- bohrindustrie erklären sich mit aller Entschiedenheit gegen den von dem Abg. Gampp im preußischen Abgeordnetenhause einge- brachten Antrag. Durch die Annahme dieses Antrages würde dieser hochentwickelte Industriezweig, welcher unter Aufbietung hoher Intelligenz und durch Aufwendung großer Kapitalien, sowie infolge langjähriger systematischer Heranbildung der Beamten und Arbeiter die erste Stellung in der Welt errungen hat, geradezu ruiniert werden. Deutschland verdankt die Ausschließung seiner Mineralschätze und das Aufblühen seiner hochangesehenen Montanindustrie in hervorragendem Maße den Leistungen des Tiefbohrwesens auf der Grundlage der seither geltenden, von dem Grundsätze der Bergfreiheit ausgehenden berggesetzlichen Bestimmungen. Eine Aenderung der letzteren im Sinne des Antrages Gampp würde unzweifelhaft die Weiterentwicklung des Bergwerkes beeinträchtigen, außerdem aber die deutsche Tiefbohrindustrie, nachdem sie in Deutschland vernichtet sein wird, in das Ausland drängen. v. Heidenheim, 2. Mai. Zwei junge Leute im Alter von 16 und 12 Jahren sind unter Anzeichen, die auf Genickstarre hindeuten, erkrankt. Das Medizinalkollegium entsandte den Obermedizinalrat Rem bald zur Untersuchung. Bis jetzt ist nur der Verdacht der Genickstarre konstatiert. f Metz, 2. Mpn. Der zurzeit auf Urlaub in Italien befindliche Kreisdirektor von Saargemünd, Dr. Boehmer, ist vorgestern vom Papste in Privataudienz empfangen worden. f Forbach, 3. Mai. Hier wurde am Montag der Bursche eines Rittmeisters vom Trainbataillon von einer Rotte junger Burschen mit Messerstichen so übel zugerichtet, daß er in dem Hospital verblutete. Es liegt ein Racheakt vor. Der Täter ist verhaftet. f Wien, 3. Mai. Direktor Moritz Bauer vom Wiener Bankverein ist in Meran gestorben. ff Wien, 3. Mai. Wie das „Fremdenblatt" vernimmt, hat das Ministerium dem Maler Klimt seine für die Wiener Universität bestimmten Bilder ausgefolgt. f Paris, 3. Mai. (Telegr.) Der Chirurg Paqualin ist gestern gestorben. f London, 3. Mai. Ein Zollkutter brachte gestern zwei holländische Schiffe nach Grimsby, die er bei Spurn Haad beschlagnahmte. Sie sollen einem englischen Fischerboote innerhalb der territorialen Gewässer Tabak geliefert haben. Beide Schiffe hatten beträchtliche Mengen zollpflichtige Artikel an Bord. Stand der Badischen Bank am 30. April 1905 Aktiva. Metallbestand ... 6 483 971 M. 12 Pf. Reichskaffenschetne ... 15 480 " - § Noten anderer Banken . . . 621 200 Wechselbestand . . 19 042 401 „ 63 „ Lombardforderungen 10 466 360 » 02 . Effekten. I 639 847 „ 11 - Sonstige Aktiva . 2 511903 . 65 „ Passiva. 40 781163 M. 53 Pf. Grundkapital ...... 9 000 000 M. — Ps. Reservefond. 2 091 778 » 80 » Umlaufende Noten. Sonst ge täglich fällige Verbindlich- 16 977 500 lenen. An eine Kündigungsfrist gebundene 12 298402 „ 84 „ Verbindlichkeiten. — - § Sonstige Passiva ... 413 481 „ 89 „ 40 781 163 M. 53 Pf. Verbindlichkeiten aus weiter begebenen, im Inland« zahlbaren Wechseln 502 904 M. 67 Pf. Die Direktion der Badischen Bank. Wetterbericht des Zcntralbureaus für Meteorologie und Hvdr vom 3. Mai 1905. Die Depression, welche gestern über den britischen Inseln gelegen war, ist seitdem bis zum Norwegischen Meer weiter gezogen, doch verursacht sie noch bis zu den Alpen herab bewölktes und vielfach regnerisches Wetter. Die Temperaturen sind in Deutschland etwas gesunken. Aufklaeendes und mildes Wetter ist zu erwarten. Wctternachrichtcn aus de», Süden vom 3. Mai 1905, früh. Lugano Regen 10 Grad; Biarritz wolkig 11 Grad; Nizza heiter 15 Grad; Triest bedeckt 19 Grad; Florenz bedeckt 12 Grad; Rom wolkig 12 Grad; Cagliari Nebel 14 Grad; Brindisi wolkenlos 16 Grad. Witteruugsbeobachtungen der Meteor»!»,. Station «arlsrutz» Mai 1 Nachts 9'°U. 2.Mrgs. 7--°U. 2. Mittgs.2-°U. 2 Nachts 9-°U. 3. Mrgs. 7">U. 3 M1tras.2-°U. ') Regen. Barom. mm 748 0 746 9 750.7 7515 754.0 7548 Therm. in 0. 151 14 5 135 113 11.7 13.2 Abs°l. Feucht. 11°9 9.9 64 7.1 8.0 7.1 Feuchttg- Proz. 93 81 56 71 79 63 Wind NE SW Himmel bedeckt wolkig bedeckt Höchste Temperatur am 1. Mai: 23.8; niedrigste in der darauffolgenden Nacht: 13.5. Niederschlagsmenge des 1. Mat: 4.7 mm. Höchste Temperatur am 2. Mai: 14 0; niedrigste in der darauffolgenden Nacht: 9.7. Niederschlagsmenge des 2. Mai: 0.1 mm. Wafferstaud des Rheins. Maxau. 2. Mai: 4.81 na, gestiegen 17 em. — 3. Mai: 4.78 m, gefallen 3 om. Verantwortlicher Redakteur: Julius Katz iu Karttruh». Druck und Verlag: «. »raunsch« Hofbuchdruckerei in Karl»ruH» 1 oä 68 -H.rr 26 i§ 6 . Leute morgen verschied suukt naoli seftzverem Leiden unser lieber LcbvsZer und OvLel iiei-r 0ber8tleutnan1 a. v. Faeoiri Kitter des eisernen Kreuree I. Xlssse iiu 80. I^ebensMbr. I'reiburZ, den 2. Nai 1905. Lumens der trauernden Hinterbliebenen: kftiedvieli ,Ia«vd>, Oberaintmann. HaokmittaA Die 4. ordentliche Generalversammlung des Milar-HWmtiiis XIV. Ameeksys findet Dienstag den s. Mai d. I.» nachm. 4 Uhr. Bismarckstr. 2, statt. Die LeeräiAUNK lindst vonnsrstaA 4 Illlr statt. Nermtffungsasßstentevßklle. Ein tüchtiger Vermessungs-Assistent wird gesucht. Bei befriedigender Leistung Ruhegehaltsberechtigung und Hinterbliebenen Versorgung gemäß Beamtenstatut. Bewerbungen wollen unter Anschluß Von Zeugnis-Abschriften und Bezeichnung der Gehaltsansprüche beim Tiefbauamt Karlsruhe bis zum SO. Mai LV«5 eingereicht werden. S.62.2 Karlsruhe, den 1. Mat 1905. Städtisches Tiefbauamt. S.120 IVir erfüllen bierinlt dis trauriss küisbt, an- 2U2sissn, dass am 30. Xpril ds. ,Is. naob lauZsrsm ssbrvsrsu Leiden der Kknel-släil-elitol', «eri- liommerrieni-at ^ 1 vXI 8 RltzStz im 60. Lebenssjabre uns durob den Lod entrissen rvorden ist. Lr sebörte dem Vorstands unserer Kesell- sebatt seit deren Lesteben an. XusZöstattet mit bervorrasenden LiZensoftaften des Leistes und des Lernens, von unermüdlieber, vorbildlieber küicbttreue, bat er für die LsselL sobakt Zearbeitet und Zervirbt, bis sebrvere Lranb- beit seiner reieben und fruebtbrinsenden LütiZlceit ein 2iel setzte. Lnversssslieb vftrd er uns sein und rvir werden seiner stets in Verebrunz und Oanbbarlreit Zedenlren. övrlin, den 1. lVlai 1905. /luisiobtsrat und Vorstand der veulselien Vialken- und Il/Iunitionsiabrillvn. LHAMMmMMz _. Lizenz für Karlsruhe u. andere Städte für eine in verschiedene« Großstädten bereits mit Erfolg einge- «r führte patentamtltch geschützte in vielen Staaten patentierte Reklame- , M Neuheit mit nachweislich obigem Verdienst zu vergeben. Das Unter- W nehmen bietet sichere Existenz und find Branchekenntnifse nicht erforder- «Le lich. Kapital ca. 1000 M. notwendig. Reflektanten wollen sich Don- , nerstag oder Freitag an Herrn Julius Dember z. Zt. Karlsruhe Hy Hotel Germania, wenden. Sprechzeit 10—1 und 3—7 Uhr. S76 Holz-Versteigerung. Das Großh. Forstamt 'Sulzburg versteigert aus Domänenwaldungen Mittwoch den 10. Mai d. I., vormittags 10 Uhr, im Gasthaus zum Hirschen in Sulzburg: S.117 2 Buchen 1. Kl., 9 II. Kl.; 1 Eiche III. Kl., 13 IV. Kl.. 4 V. Kl.; 23 Baustangen; 41 Ster buchene, 34 Ster eichene, 15 Ster gemischte, 219 Ster tannene Scheiter; 2 Ster buchene, 18 Ster eichene, 31 Ster gemischte, 66 Ster tannene Prügel; 111 Ster Reisprügel und 7 Lose Schlagraum. IDierrsterle-igrrng. Bei der Oberdirektion des Wasserund Straßenbaues ist die Stelle eines Sekretariatsassistenten (Gehaltstarif- abteilung 6, O.-Z. 5) alsbald zu besetzen. S.90.2.1. Bewerber, die die Prüfung als Finanzassistent oder ^Amtsrevident mit gutem Erfolg bestanden haben, haben ihre Meldungen aus dem Dienstwege bis zum 15. d. M. einzureichen. Karlsruhe, den 1. Mai 1906. Großh. Oberdirektion des Wasser- und Straßenbaues. UMMisttt-Sttllt Infolge Rücktritts des bisherigen Inhabers soll die Bürgermeisterstelle dahier neubesetzt werden. Fachkundige und geschäftsgewandte Bewerber wollen sich unter Vorlage von Zeugnissen über ihre bisherige Beschäftigung bis spätestens 20. Mai d. I. beim Gemeinderate dahier melden. S.118 Ansangsgehalt jährlich mindestens 3500 M„ steigend nach Vereinbarung vorbehaltlich der Zustimmung des Bürgerauss chuss es. Neustadt, i. Schw., Len 1. Mai 1906. Der Gemeinderat: I. V. R. Moräth. Bürgerliche Rechtsstreite. Oeffentliche Zustellung einer Klage. 5.34.2.1. Nr. 8250. Karlsruhe. Die Ehefrau des Sohlenfabrikcmtcn Heinrich Engelhardt Schwanin- ger, Amalia Hildegard geb. Biggel, zu Rorschach (Kanton St. Gallen) — Prozetzbevollmächtiger: Rechtsanwalt Klrnkowström fti Karlsruhe — klagt gegen den Sohlenfabrikanten Heinrich ! Eikgäl ha) rdt Schwaninger, ihren Ehemann, früher zu Rorschach, auf > Grund der 1665, 1566 B.G.B., ! mit dem Anträge auf Scheidung der i zwischen den Streitteilen am 2. Juni ! 1894 in Karlsruhe geschlossenen Ehe > aus Verschulden des Beklagten. , Die Klägerin ladet den Beklagten ! zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die dritte Zivilkammer des Gr. Landgerichts zu Karlsruhe auf Mittwoch den 28. Juni 1905, vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelcülenen Anwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentliche.. Wellung wird dieser Auszug der Klage kannt gemacht. Karlsruhe, den 26. April 1906. Lauck, Gerichtsschreiber Gr. Landgerichts. Oeffentliche Zustellung einer Klage. 5.39.2.1. Nr. 8106. Karlsruhe. Der Schreiner Georg Kolbus in Karlsruhe, Schillerstraße Nr. 48 — Prozeß- bevollmächtigter: Rechtsanwalt Or. Schneider in Karlsruhe — klagt gegen seine Ehefrau, Angelika geb. Blume, früher zu Karlsruhe, jetzt an unbekannten Orten, auf Grund des H 1565 B.G.B., mit dem Anträge auf Ehescheidung wegen Verschuldens der Beklagten. Der Kläger ladet die Beklagte zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die 4. Zivilkammer des Gr. Landgerichts zu Karlsruhe auf Montag den 26. Juni 1905, vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte / zugelassenen Anwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Karlsruhe, den 22. April 1905. Or. Sander, Gerichtsschreiber Gr. Landgerichts. z Konkursverfahren. > S.7S. Mannheim. Zur gerichtlich genehmigten Schlußverteilung in ! dem Konkurse über da" Vermögen des Wirts Jobaon Eckert in Mannheim find M. 169.10 verfügbar. Dabei stad zu berücksichtigen: M. 2051.42 bevorrechtigte, > „ 2366.03 unbevorrechtigte Forderungsbeträge. Mannheim, den 1. Mat 1905. Friedrich Bühler, Konkursverwalter. Aufgebot. S.115.2.1. Nr. 3896. Gernsbach. Der Taglöhner Josef Roth in Ber- mersbach hat beantragt, seinen verschollenen Bruder, Anton Roth, geboren am 25. Juli 1864 als Sohn des verlebten Josef Roth und der Maria Anna geb. Horcher von Bermers- bach, zuletzt wohnhaft in Bcrmcrsbach, für tot zu erklären. Der Gezeichnete Verschollene wird aufgefordert, sich spätestens in dem auf Freitag den 1. Dezember 1905, vormittags 10 Uhr, vor dem Unterzeichneten Gericht anberaumten Aufgebotstermine zu melden, widrigenfalls die Todeserklärung erfolgen wird. An alle, welche Auskunft über Leben oder Tod des Verschollenen zu erteilen vermögen, ergeht die Aufforderung, spätestens im Aufgebotstermine dem Gericht Anzeige zu machen. Gernsbach, den 1. Mai 1905. Großh. Amtsgericht, gez. Mornhinweg. Dies veröffentlicht: Der Gerichtsschreiber: Schneider. Aufgebot. S.116.2.1. Nr. 17 849. Freiburg. Christian Handschuh, Schreinermei,- ster in Gundelfingen, hat beantragt, den verschollenen Ehrhardt Engler von Gundelfingen, zuletzt in Amerika, unbekannt wo, für tot zu erklären. Der bezeichnet« Verschollen^ wird anfge- fordert, sich spätestens in dem auf: Mittwoch den 6. Dezember 1905, vormittags 9 Uhr, bestimmten Aufgebotstermin vor dem Unterzeichneten Gericht — Zimmer Nr. 3 — zu melden, widrigenfalls die Todeserklärung erfolgen wird. An alle, welche Auskunft über Leben oder Tod des Verschollenen zu erteilen vermögen, geht die Aufforderung, spätestens tm Aufgebotstermin dem Gericht Anzeige zu erstatten. Freiburg, den 26. April 1905. Großh. Amtsgericht II. gez. Armbruster. Dies veröffentlicht: Der Gerichtsschreiber: Frey. S.37. Karlsruhe. Namensänderung betr. Nikolaus Bonhof, Gerber in Emmendingen, hat um die Ermächtigung zur Aenderung des Vornamens feiner am 25. Februar 1905 geborenen Tochter Maria Margaretha in „Johanna Margaretha" nachgesucht. Etwaige Einwendungen gegen die Bewilligung dieses Gesuchs sind binnen ! 3 Wochen dahier geltend zu machen. , Karlsruhe, den 26. April 1905. Großherzogliches Ministerium !der Justiz, des Kultus u. Unterrichts. Aus Auftrag Trefzer. Or. Gugelmeier. R.963 2. Nr. 4572. M e ß k i r ch. Es ergeht öffentliche Bekanntmachung. Wendelgarde Knittel Witwe, wohnhaft zu Meßkirch, hat die dem Privatier Binzens Fürber allda zu Anfangs der 1890er Jahre zur Vertretung in allen Rechtsangelegenheiten ermächtigende, erteilte und ausgefolgte Vollmachtsurkunde widerrufen und für kraftlos erklärt. Meßkirch, den 23 April 1905. Der Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts. _ Ba! lweg. _ Mitteilung des Großh. Statistischen Landesamts Monatliche Durchschnittspreise von Hafer, Stroh und Heu für den Monat April 1905. Orte. Hafer! Stroh ^ > (Roggen) 100 Kilogra Heu MM 1 Mittlere Monatspreise M.Pf. M.Pf. MPf. Konstanz. . . !-5 75 5 75 Meßkirch. . . 15 50 - — Stockach . . . -510 5 95 Billingen . . >17 09 - 4 80 Frciburg. . . 16 20 592 6- Offen urg . . -5 80 6 — Rastatt . . . -4 70 5 70 Bruchsal. . . - 4 20 6 20 Karlsruhe . . -6 — 7 — Mannheim . . 15 25 4 45 6 — Mosbach. . . 14 50 !- 6 — Wertheim . . 14 17 j- ! Monatliche Durchschnitte der höchsten Tagespreise (ohne Zuschlag). gesetz vom 21. Juni 1887 betr. Konkursverfahren. S.98. Nr. 4700. Breisach. In dem Konkursverfahren übcr das Vermögen des Weinbändlers Josef Hanauer in Jechtingen ist zur Prüfung der nachträglich angemeldeten Forderungen Termin auf Montag, den 22. Mai 1905, Vormittags 11'ft Uhr, vor dem Großherzoglichen Amtsgericht Hierselbst anberaumt Breisach, den 28. April 1905. Birkenmeher, Gerichtsschreiber des Gr. Amtsgerichts. die Naturalleistung für die bewaffnete Macht tm Frieden. »M.Pf. M.Pf. M. Konstanz . . . — 6 — 6 - Meßkirch. . . 15 60 — - - Stockach . . . — 5 30 6 20 Villtngen . . 1813 — 4 80 Freiburg. . . 16 20 5 92 6 — Offenburg . . — 5 80 ll-b — Rastatt . . . — 4 80 5 80 Bruchsal. . . — 4 40 6 40 Karlsruhe . . — 6- 7_ Mannheim . . 15 50 4 45 6 50 Mosbach. . . 14 50 — 6 — Wertheim . . 15 — — — — Durchschnittliche Markt- und Ladenpreise sür die BLoche vom 23. April bis 29. April 1905 (Mttgeretlt vom Großh. Statistischen Landesamt.) Erhebungsorte Wetzen Kernen ^ Roggen E Gerste Hafer Stroh Heu Erhebungsorte rr 100 Icx Weizen-o.Ker-I nenmehl Nr. 11 Roggenmehl 1 Brod Ochsenfletsch Rindfleisch Kuhfleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Schweinefleisch I Speck, geräuchert 8 L s «- G Butter 10 Stück Eier 1 Liter Milch Speise Bohnen Erbsen Linsen « O gewöhnliches > ! gangbarste bessere Sorte 100 Kilogramm 100 Kilogramm 1 Kilogramm 1 Kilogramm --e ! 4 A -4 -1 ! 4 -z. -1 -z 4 50 6 — > Konstanz . . . 7.25 3« 32 28 34 156 148 120 170160 152 220 160 210 63 16 40 48 60 19 — -.- —.— —.— 3 60 5.50 Stockach . . . 5.— 40 34 27 28 150 144 120 160 140,150 200 150 220 50 15 50 40 50 19- - - 16 50 15.75 16 — 5.75 4.75 5.75 Ueberltngen . . 7.— 34 26 26 30 152 144 120,160 150 144 200 160 190 55 15 40 42 60 19.- — 16.90 15 50 6 — 4.60 6 40 Donaueschingen. 6.— 36 32 25 36 150 140 100 170 140 140 200 160 200 60 16 44 39 50 19.- _s -,- — 6.- 4.40 5 80 Villtngen. . . 6.- 40 34 27 30 140 140 132 155 140 140195 160 200 58 16 40 38 55 -.- 18 76 _ — —.— 5 50 3.80 6 — Waldshut. . . 6.— 40 30 28 33 150 150 120 150 152 150 200 160 180 70 18 40 40 50 - - 18.9714.— 20 — 15.30 — 4.— 6 25 Breisach . . . 6.— 40 30 26 30 159 149 120 150 160 130 180 170 250 70 16 42 42 50 —.— 19.26 —.- -.- - 4.80 3.20 5.70 j Ettenheim . . 6.50 34 24 24 26 152 152 152 160 132 152 200 170 ISO 60 14 40 40 60 19 5019.4ft- -.- 15.42 4- 3.30 5.— ! Fretburg . . . 5.10 42 32 25, 26 156 148 120 160 160 160 200 180 240 60 18 40 36 50 - -! - - -' - -.- 3 20 280 5 — Lörrach . . . 630 36 — 27 44, 150 140 110 160 150,150 210 140 240 70 20 36 36 50 _! 19.40 -- 19 83 17.20 440 4 80 Müllheim. . . 4.80 40 26 25 32 150 150 160150 140 200 160 230 60 18 36 36 44 — —' 19 80—.— -.- -.- - - 3.60 6— Kehl .... 6 — 44 40 28 33 146 142 130 170 200 140! 200 160 240 70 18 45 45 60 Lahr .... 7.- 36 30 25 30 l60 152 152,160 148 160 200 180 240 60 20 40 40 50 2 o.—> _ 15 — 16 — 16.— 6- 4.-! 6.— Offenburg . . 7.- 40 26 26, — 152 140 130 160 140 140180 150 240 70 22 40 36 50 19.25 _ 14.50 -.-I 5.20 4.20 560 Baden .... 4.80 SO 44 32 35 160 155 115175150 155 200 180 280 70 18 40 40 60 20.—! - - 15.50 _! - 4.60 5.60 6 — Rastatt. . . . 5 34 40 32 26 35 144136110140 140 140210 160 280 65 17 40 40 54 — - —.-^ 16.50 —.- — ->-^ 6 — Bruchsal . . . 5.— 36 26 26 28 156 152 — 160 160 144180 180 260 70 18 40 32 40 17.50 18.50 14 50, 14.67 16.10 5.80 4.80 7.— Durlach . . . 6.— 40 3V 26 40 152 144 100 152 140 152 220 180 240 70 17 40 41 49 -' - 18 — -.- 5 — 4.- 6.— Ettlingen . . . 5.— 36 32 25 30 144 140. — 140 140 140 200 180 250 65 20 45 40 50 19 50 - - 15 25 _> -.- 5.80 3.80 6 — Karlsruhe. . . 6.— 49 34 28« 37, 148 140 106 160 130 152 240 180 220 60 18 38 37 46 —.-l _ 16.50 16.— 16 50 5.80 3.60 5.— Pforzheim . . 6 — 32 30 23 26 152 144 — 152 144 144 230 160 260 60 20 34 38 45 - -^ — .- 14.80 —.- 16 — 470 -.-^ 5.70 Mannheim . . 7.50 42 32 24 27 150 145 130 160 150 150 200 140 240 80 20 36 36 50 18 2518.38 14.7ft 17—(15.50 420 3.10 6 20 Schwetzingen . 6.50 4V 30 25 25 140 140! 10» 160 140 140 180 180 260 90 20 36 36 48 19.25(19.13 15.50 18—> 16 — 4.50 4.—> 6.- Heidelberg . . 6,50 40 34 25 28 148 144! — 160 152 160 190 160 220 55 20 36 36 60 18.S918.7115.10 171315.33 6.— --- 1 7.— Mosbach . . . 5.— 36 30 23 27 — 140 — 160 — 140 200, 180 240 60 16 44 44 50 191319 — 15.13 17.2515.25 4.50 3.80 6.- Wertheim. . . 6.— 28 22 22 24 — 140 100 140,140 140 180 160 200 50 12 40 40 35 19.5018.50 14 — 17.-15.17 5 — 4 50 6 — 18.80 19.- 14.50 18 — 15 — 4 40 3 29 4.40 ! 1850 17.50 15.-17.50 14.50 6.— 5.— 6.—I ' 18.17 17 50 13.7516.42,1417 5.- 4.- 6-- ! I jA 8 Ä Engen Hilztngen Konstanz*) Radolfzell Singen . Meßkirch . Pfullendorf Stockach . Ueberltngen Markdors Billingen. Bonndorf Lenzingen Freiburg Staufen Landern Müllhetm Kehl*) . Lahr . Offenburg Wolsach Rastatt Bruchsal*) Durlach*). Karlsruhe*) Mannheim*) Heidelberg*) Boxberg*. Mosbach*) Wertheim*) Preise für Getreide- bzw. Futterarttkel nach Erhebung bei größeren Geschäften bzw. Händlern, Müllern, Landwirten und Fuhrleuten. 4 24 22 20 23 20 22 21 22 20 20 18 20 20 20 22 18 20 20 22 19 20 20 22 22 20 20